Kernfusionsreaktor vs. Brutreaktor?

Wenn man das Potential bekannter Energieerzeugungstechnologien und deren Potential für die Energieerzeugung einer industrialisierten Zukunft betrachtet so stösst man auf die Kernfusion und die Kernspaltung in Form von Reaktoren mit einer Brutrate >1. Reaktoren mit einer Brutrate >1 können das gesamte Potential spaltbarer Isotope, auch Uran 238 und Thorium 232 nutzen.

 

 

Wenn man die Konzepte Schneller Brüter und Kernfusionsreaktor vergleicht, so kann man folgende Aussagen treffen:

Es wurden bereits mehrere halbkommerzielle Schnelle Brüter errichtet, Indien, Russland bauen aktuell derartige Reaktoren, China hat einen Vorvertrag mit Atomstroyexport/Gidropress zum Bau von 2 BN800 Brütern abgeschlossen. Auch  Prototypen von Flüssigsalzreaktoren wurden bereits erprobt. Die Kernfusion erfordert kosmische Temperaturen, z.B. 100 Mio. °C und Drücke, der Weg zum kommerziellen Kernfusionskraftwerk erfordert einige Technologiesprünge und kann noch Jahrhunderte dauern.

Kernbrennstoff, Uran, Thorium, bzw. Schwerer Wasserstoff und Lithium sind nahezu unendlich verfügbar. Aufgrund der hohen Energiedichte dieser Brennstoffe sind deren Kosten nicht massgeblich. Die Brennstoffkosten werden beim Schnellen Brüter durch die Wiederaufbereitung des abgebrannten Kernbrennstoffs bestimmt und beim Kernfusionsreaktor durch das Erbrüten von Tritium in Kernkraftwerken. In beiden Fällen sind die Brennstoffkosten sehr gering.

Die Baukosten Schneller Brüter liegen ca. 20% über denen aktueller Leichtwasser Kernkraftwerke (Quelle Gidropress/Atomstroyexport Russland). Da das Risikopotential von Kernkraftwerken geringer ist als das anderer Energiequellen sucht man in Indien die Baukosten durch ein aggressives Überdenken von Sicherheitseinrichtungen auf das Niveau der dort errichteten PHWR Reaktoren zu senken. Mit grösseren Einheiten, ab ca. 2500 MWe lässt sich sehr wahrscheinlich eine gute Rentabilität erreichen. Es ist kaum möglich die Kosten eines Kernfusionsreaktors zu schätzen als die Technologie eines kommerziellen Kernfusionsreaktors nicht bekannt ist. Aufgrund der Anforderungen kosmischer Temperaturen und Drücke ist es kaum zu erwarten das ein Kernfusionsreaktor preiswerter sein wird als ein Schneller Brüter.

Die Kernfusion erzeugt je 17.4 MEV Energieabgabe und ein sehr hartes Neutron. Bei der Kernspaltung werden je 200 MEV ca. 2.5 – 3 Neutronen freigesetzt. Die Schnellen Neutronen werden im Umfeld des Reaktors absorbiert. Es bildet sich radioaktives Kobalt 60 im Edelstahl. In lithiumhaltigen Kühlsalzen bildet sich radioaktives Tritium. Der Kernbrennstoff Tritium muss, z.B. in Brutreaktoren, aus Lithium 6 erbrütet werden. Ein Kernfusionsreaktor schafft neue Radioaktivität. Für Oekoreligiös gesinnte Gesellschaften die an Legenden von „Ungelösten Endlagerfragen“, dämonische Atomstrahlen glauben ist ein Kernfusionsreaktor genauso des Teufels wie ein Kernspaltreaktor.

Die Kernspaltung hat sich als sicherste bekannte Energiequelle erwiesen. Seit Beginn der kommerziellen Nutzung der Kernenergie gab es lediglich 3 grössere Reaktorunfälle, Harrisburg 1979, Tschernobyl 1986 und Fukushima 2011. Lediglich bei dem Unfall in Tschernobyl gab es eine grössere Anzahl von Todesopfern. Der grösste materielle Schaden entstand in Fukushima mit 64 Mrd. $. (1). Ob Kernfusionsreaktoren sicherer sein werden lässt sich heute nicht beantworten als das Konzept eines derartigen Reaktors spekulativ ist. Kosmische Temperaturen, entsprechende Drücke sprechen nicht unbedingt für ein geringes Risikopotential.

Ich erachte es als eher unwahrscheinlich dass die Kernfusion in absehbarer Zeit ein kommerzieller Erfolg wird. Auch in der ferneren Zukunft dürfte der Brüter ein harter Konkurrent sein. Das Konzept des Brüters erschöpft sich nicht im schnellen Natriumgekühlten mit Festbrennstoff bestücktem Reaktor. Konzepte die flüssigen, salzförmigen Brennstoff verwenden können als moderierte Reaktoren mit Thorium als Brutstoff und Uran als Brennstoff, oder als Schnelle Reaktoren mit Uran/Plutonium Brut/Brennstoff konfiguriert werden. Diese Konzepte versprechen hohe Energiedichten und eine gute Wirtschaftlichkeit.

Meines Erachtens ist der Schnelle Brüter die bessere Wahl für die Energieerzeugung der Zukunft.

Horts Trummler Vandale für EIKE

(1)  http://www.world-nuclear-news.org/NP-Japan_France_consider_nuclear_power_costs-0811114.html?utm_source=World+Nuclear+News&utm_campaign=9c3f73500e-11_8_2011&utm_medium=email

(2)  Die Graphik entstammt Wikipedia http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Kernspaltung.svg&filetimestamp=20100101155125

(3)  Die Graphik entstammt Wikipedia http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Deuterium-tritium_fusion.svg&filetimestamp=20091128202729




Von der globalen Erwärmung zur lokalen Erhitzung – UN-Wissenschaftler rudern zurück und treten die jüngste Angstmache breit (wieder einmal)

Man erinnere sich, Jahr für Jahr haben die UN-Wissenschaftler unter Bezug auf ihre allmächtigen Modelle gewarnt, dass es auf dem Planeten massive Hurrikane, einen raschen Anstieg des Meeresspiegels sowie eine weltweite Erwärmung gibt. Komisch, dass wir davon in jüngster Zeit so wenig gehört haben. Wir haben uns von der „globalen Erwärmung“ hin zu einer „lokalen Erhitzung“ bewegt, mit ein paar eingestreuten lokalen Stürmen.

Vielleicht hat diese Stiländerung etwas mit den harten statistischen Tatsachen zu tun, nach denen über 3 Jahre lang oder so kein echter Hurrikan mehr die USA betroffen hat. Tatsächlich war dieses wieder ein Jahr, in dem nicht ein einziger Hurrikan auf die Küste getroffen ist. Die Aktivität tropischer Stürme scheint alles Mögliche, aber nicht außer Kontrolle zu sein, und es wurden seit 20 Jahren immer weniger. Siehe Ryan Maue. Man kann der Öffentlichkeit das jetzt nicht mehr vorgaukeln.

Noch schlimmer (falls man ein Alarmist ist), ist, dass der Meeresspiegel sinkt! [Hervorhebung im Original]. Siehe hier (und Foto oben rechts). Es hat sich ein abnehmender Trend während der letzten Jahre gezeigt. Oh weh, oh weh! Die Modelle haben das nie vorhergesagt!

Das Verschwinden dieser Schrecken, einst die Leuchtpfeiler der Alarmisten, ist wie Pech und Schwefel über ihr Lager hereingebrochen. Wie im Himmel sollen sie denn jetzt noch Angst und Panik verbreiten, während all die Horrorszenarien sich vor ihren Augen in Wohlgefallen auflösen?

Ihre Antwort besteht darin, neue Angstszenarien zu verbreiten, dieses Mal nutzen sie Schrecken, wo die Statistiken unvollständig sind und es daher schwierig ist, die behaupteten zunehmenden Trends zu widerlegen. Nicht nur das, ihre Modelle haben auf einmal angefangen zu zeigen, dass diese Schrecken kommen! Und wir alle wissen, wie makellos ihre Modelle sind.

Der Spiegel berichtet jetzt darüber, wie eine neue UN-Studie herausgekommen ist, die lokal extreme Hitzewellen als die nächste vom Menschen verursachte Katastrophe zeigt. Das ist perfekt – vom Mensch en verursachte Hitzewellen lauern jetzt irgendwo da draußen und warten darauf, unverdächtige Regionen zu überfallen und unvorbereitete Bewohner zu braten. Es kann überall passieren, und Sie könnten der Nächste sein. Die UN verweist auf Russland und Texas als überzeugenden Beweis. Auch sagen die UN, dass lokale Stürme und Überschwemmungen im Hinterhalt liegen.

Aber selbst der Spiegel scheint nicht recht überzeugt und fügt hinzu:

„Andere Studien aus diesem Jahr ergaben keine Zunahme von Wetterextremen: Winterstürme auf der Nordhalbkugel seien eher weniger geworden, berichteten Forscher im Fachmagazin "Tellus". Gleiches gelte für Flusshochwasser in Nordamerika: Dass Flüsse in den USA vom menschengemachten Klimawandel beeinflusst würden, lasse sich nicht feststellen, resümierte im Oktober der Geologische Dienst der USA."

Der globale Meeresspiegelanstieg und die globale Erwärmung sind offenbar tot. Es sieht so aus, als läge eine schwierige Wegstrecke vor den Alarmisten und ihren verzweifelten Bemühungen, die Klima-Halloween-Party am Leben zu halten.

Pierre Gosselin auf NoTrickzone hier

Link zum Spiegel, auf den sich dieser Artikel bezieht: Der Spiegel

Übersetzt von Chris Frey für EIKE




4. Internationale Klima- und Energiekonferenz in München erfolgreich beendet!

Der erste Vortrag „Warum fast nichts, was Sie über das IPCC wissen, wahr ist“ von der inzwischen weltbekannten kanadischen Buchautorin Donna Laframboise sorgtefür eine große Überraschung. Frau Lafromboise berichtete u.a. über die Diskrepanz zwischen Anspruch des IPCC (nur Peer-Review-te Autoren) und der Realität. Diese sieht so aus, dass ein Großteil der Artikel in den IPCC-Berichten von grünen Aktivisten stammt, die mit seriöser Klimaforschung nicht das geringste zu tun haben, dafür umso mehr mit Propaganda.

Der anschließende erste Vortrags-Block lautete "Messwerte versus Modellwerte". Hier sprachen H.-J. Lüdecke, G. Patzelt und K. Puls. Lüdecke berichtete über seine beiden kürzlich erschienenen Fachveröffentlichungen, in denen belegt wird, dass der jüngste 100-jährige Temperaturanstieg im Vergleich der letzten 2000 Jahre nicht ungewöhnlich ist und zu seiner Erklärung nicht zwingend des anthropogenen CO2 bedarf. Patzelt sprach über seine Gletscheranalysen, die weit höhere Temperaturen als heute in der Vergangenheit belegen, wobei entsprechend die Baumgrenzen höher lagen. Seine wichtigste Aussage: Über 2/3 der letzten 10.000 Jahre war es wärmer als heute. Puls berichtete über die bis zum heutigen Tage fehlenden Nachweise für anthropogene Extremwetterereignisse oder ungewöhnliche Meeresspiegelveränderungen und bestätigt damit den jüngsten IPCC-Report.

 F.-K. Ewert über die fehlende Veranlassung und die potentielle hohe Gefährlichkeit der CCS-Methode (Carbon Capture and Storage).

Unter der Überschrift „Klima, Wasser und Sonne“ trugen die weltbekannten Klimaforscher J. Veizer, Nir Shaviv und H. Svensmark vor. Veizer beschrieb die beiden globalen Kreisläufe von Wasser und CO2 und zeigte auf, dass der Wasserkreislauf den CO2-Kreislauf bestimmt, nicht umgekehrt. Shaviv ging auf die Rolle der kosmischen Strahlung auf das langfristige, aber auch das kurzfristige Klimageschehen ein, und Svensmark berichtete über den Fortschritt in der Erforschung der komplexen Wirkungskette, die mit der vom variierenden Sonnenmagnetfeld gesteuerten kosmischen Strahlung beginnt und mit der davon induzierte Aerosol- bzw. Wolkenbildung endet. Ersichtlich war das Interesse der Medienvertreter an den Vorträgen dieser international bekannten Forscher besonders groß.  

 

Astrophysiker Prof. Dr. Nir Shaviv 

Im nachfolgenden Diskussions-Panel „Update zur CERN Studie über kosmische Strahlung und den Klimawandel“ ging es in den Fragen aus dem Publikum im Wesentlichen darum, welche Rolle das anthropogene CO2 für die Klimaentwicklung spielt und warum sich drei prominente Forscher relativ bedeckt angesichts der Klima-Alarmmeldungen in den Medien verhalten. Insbesondere Svensmark konnte auch einen positiven Aspekt dem Vorbehalt seiner der IPCC-Auffassung anhängenden Kollegen abgewinnen. Viele interessante Forschungsthemen werden von diesen nämlich nicht angerührt, weil sie nicht ins alarmistische Bild passen. Damit fehlt der ansonsten in einem ordentlichen Wissenschaftsbetrieb fehlende Konkurrenzdruck für Forscher, die keine ideologischen Vorbehalte haben.

Das nächste Panel lautete „Vom Umgang mit der Wahrheit bei Forschern und Projektentwicklern“.  U.a. der britische Chemiker Andrew Montford berichtete über das nicht enden wollende Mann´sche Hockeyschläger Spektakel, sowie die jüngsten ClimateGate 2.0 Enthüllungen. Die bestätigen erneut, die zum Teil kriminelle Energie, die Teile der IPCC Kernmannschaft um Phil Jones und Michael Mann aufwendeten, um nicht genehme Ergebnisse zu unterdrücken (hide the decline) oder andere Ergebnisse im Sinne des von der Politik gewünschten Alarmismus passend zu machen. 

 

Panel mit (v.l.n.r.) N. Shaviv, H. Svensmark und J. Veizer auf der 4. IKEK München

G. Ganteföhr von der Uni Konstanz untermauerte anhand vieler Zahlen einmal mehr die Unsinnigkeit einer auf "Erneuerbare" aufbauenden Energieversorgung. Sein Vortrag lautete „Deutschlands Energiewende und ihre Kosten – Plan und Wirklichkeit“. Der von ihm gewählte Kernansatz war die Produktivität, die stetig seit Beginn der Menschheit bis zum heutigen Tage angestiegen ist und fast als alleiniges Maß für unseren Wohlstand gelten darf. Erst die sog. „erneuerbaren Energien“ drehen diese Entwicklung zu sinkender Produktivität wieder um. Ganteför belegt, dass grüne Energieerzeugung ungeeignet ist, um der stetig weiter wachsenden Erdbevölkerung eine brauchbare Industrialisierungs- und Nahrungsbasis zu geben. So ist beispielsweise die Anbaufläche eines ganzen Bundeslandes der Größe Hessens erforderlich, um ausreichend Energie aus Biopflanzen für Deutschland zu liefern. 

Tilmann Kluge und W. Müller beschäftigen sich mit den windigen Tricks der Solar- und Windkraftbranche. Einer der Höhepunkte war zudem der Vortrag von Frau Vera Lengsfeld, die es auf den Punkt brachte: „Bei der Rettung des Klimas stört der Mensch“ Die von Frau Lengsfeld gezogenen Vergleiche der politischen Hebel von Klimaschützern mit undemokratischen Methoden in Diktaturen wurde mit lang anhaltendem Applaus bedacht und hinterließ bei vielen Zuhörern Nachdenklichkeit.  

Der Sonnabend begann mit dem Block „Vorhersagen und Szenarien“, der mit einem Vortrag „Klimawandel zwischen Modellen, Statistik und Ersatzreligion“ von W. Kirstein eröffnet wurde. Sicher war es nur Zufall, aber man wurde bei Kirstein des Öfteren an den Vortrag von Frau Lengsfeld erinnert. Der anschließende Vortrag von P. Corbyn „Wie akkurate und langfristige Wettervorhersagen möglich sind“ stieß allerdings bei vielen Fachleuten auf Skepsis. So einfach, wie von Corbyn geschildert, sind die Klima-, Wetterrealitäten und ihre Vorhersagen nun doch nicht. 

G. Habermann zeigt im Schlussvortrag klar auf, dass Klimapolitik eine Gefahr für unsere Freiheit darstellt. Aber das wunderte am Schluss der Veranstaltung schon wirklich niemanden mehr.

H. Lüdecke; K-E.Puls, M. Limburg EIKE




BREAKING News: Kanada kündigt offiziell das Kyoto-Protokoll auf!

Diese Entwicklung überschneidet sich mit der Reise des (kanadischen)  Umweltministers Peter Kent zur Klima-Konferenz in Durban, Südafrika, die am heutogen Montag mit Delegierten aus 190 Ländern eröffnet wird. Sie versuchen ein neues internationales Abkommen zur Reduzierung der Emissionen zu erreichen.
Lesen Sie mehr dazu hier: von WUWT Leser Howard B

Zugehörend:

via Slashdot – "Alberta´s $ 60.000.000 Kohlendioxiyd-Einsparprogramm ist, nach dem jüngsten Bericht der kanadischen Chefprüfers, Merwan Saher gescheitert. Ein News-Artikel in Nature fügt hinzu: "dass die Provinz, trotz früherer Warnungen, ihre regulatorische Struktur nicht verbessert hatte- und stellt die Emissions-Schätzungen wie die Offsets selbst in Frage."

Quelle hier




Wie ein SZ-Redakteur so tickt

Mein Erstes „Opfer“ in dieser Hinsicht war der Wissenschaftsredakteur der „Süddeutschen Zeitung“, Herr Christopher Schrader. Herr Helmut Jäger hat hier bereits auf die Berichterstattung in dieser sich so seriös gerierenden Zeitung hingewiesen. Ich selbst konnte es mir nicht verkneifen, dazu doch einen Leserbrief zu schreiben, er steht ganz unten im Anhang.

Aber zurück zu Herrn Schrader. Ein passender Anlass schien mir die damals bevorstehende EIKE-Tagung in München zu sein. Mir war insgeheim klar, dass diese Tagung für die SZ gar nicht stattfinden würde, und habe sie daher als Aufhänger genommen. Nach reiflicher Überlegung habe ich ihm Folgendes geschrieben:

Sehr geehrter Herr Schrader,
 
Ende November findet in München eine große internationale Tagung zu den Themen Klima und Energie statt. Hier kommen Wissenschaftler zu Wort, die die Ursache der gegenwärtigen Klimaänderung nicht beim Menschen sehen, sondern in natürlichen Vorgängen.
 
Sie schrieben mir einmal, dass „97% aller Wissenschaftler hinter der CO2-Hypothese stehen“. Abgesehen davon, dass diese Zahl das Ergebnis einer üblen Trickserei ist (wie ich Ihnen gerne jederzeit belegen kann), gibt es in der Wissenschaft keine Mehrheitsmeinung. Wenn nur ein einziger Wissenschaftler mit einem Experiment eine Theorie widerlegen kann, ist die Theorie falsch – selbst wenn 10000 andere Wissenschaftler daran glauben. Als Wissenschaftsredakteur werden Sie das wissen.
 
Nun gibt es eine ganze Reihe zum Teil sehr namhafte und auch mit Preisen ausgezeichnete Wissenschaftler, die die CO2-Hypothese mit diversen Experimenten widerlegt haben. Merkwürdig, dass dies in der SZ noch nie thematisiert worden ist. (Randbemerkung: Die CO2-Hypothese konnte bis auf den heutigen Tag noch nicht durch auch nur ein einziges Experiment belegt werden!) Diese Wissenschaftler treffen sich Ende November in München zu einer internationalen Tagung zu den Themen Klima und Energie, von der Sie sicher gehört haben. Hier werden experimentell wiederholt bewiesene Fakten präsentiert, die vielerorts (noch) geleugnet werden. Für Sie und die SZ böte sich daher Gelegenheit, ausgewogen und objektiv darüber zu berichten und eine Diskussion darüber zu eröffnen. Wissenschaft lebt von der Diskussion, aber nicht davon, dass Wissenschaftler mit abweichenden Meinungen als „Leugner“ diffamiert und verunglimpft werden – das ist keine Wissenschaft. Abgesehen davon, dass ebenfalls bis auf den heutigen Tag noch kein einziger Mensch geleugnet hat, dass es den Klimawandel gibt.
 
Ich denke immer noch, dass die SZ kein ideologisch einseitig ausgerichtetes Propagandablatt ist, sondern sehr wohl in der Lage, beide Seiten einer Diskussion zu Wort kommen zu lassen. Daher erwarte ich auch, dass sich die SZ objektiv mit den auf der Tagung präsentierten Fakten auseinandersetzt und sie nicht von vornherein pauschal verunglimpft oder gar durch Verschweigen übergeht. Ich erinnere daran, dass die Art und Weise, wie bisher in den meisten Medien mit diesem Thema umgegangen wird (leider auch in der SZ), im Mittelalter Präzedenzfälle hatte. Damals  war es „Konsens“, dass sich die Sonne um die Erde dreht. Der erste Mann, der diese Theorie experimentell widerlegt hat, wurde dafür öffentlich bei lebendigem Leib verbrannt.
 
Bitte sorgen Sie dafür, dass solche Zeiten nicht wieder anbrechen, auch wenn man heute sicher nicht mehr verbrannt wird. Ich betrachte die SZ als seriöse, überparteiliche Zeitung, die es nicht nötig hat, sich einseitig von einer bestimmten Ideologie vereinnahmen zu lassen. Bitte sorgen Sie dafür, dass ich diese meine  Meinung nicht ändern muss!
 
Mit freundlichen Grüßen  

Ich bilde mir ein, hier durchaus sachlich geblieben zu sein, zumindest war das meine Absicht. Abgesandt hatte ich die mail Mitte November nur an Herrn Schrader und auch nicht als Leserbrief. Eine Woche lang passierte – gar nichts!

Nun kennt man ja seine Pappenheimer. Also habe ich zu Beginn der Woche, die an deren Ende unsere Tagung gesehen hat, noch einmal geschrieben, diesmal aber nicht nur an Herrn Schrader selbst, sondern an die gesamte Redaktion und auch an das für die Betreuung der Abonnenten zuständige Service-Team. Eingeleitet hatte ich diese mail mit den Worten:

Vor über einer Woche habe ich eine Mail an Ihr Redaktionsmitglied Herrn Christopher Schrader geschrieben, aber keine Antwort erhalten. Mir ist klar, dass ein Redakteur bis zum Hals in Arbeit steckt, aber eine kurze Antwort wäre nett gewesen.
 
Da es nun aber auch möglich ist, dass er meine mail gar nicht ernst genommen hat, obwohl ich darin eine Frage sehr ernster Natur gestellt habe, wende ich mich jetzt an Sie. Den Wortlaut meiner Mail an Herrn Schrader finden Sie unten stehend. Die darin angesprochene Tagung ist derzeit die größte in Europa zu diesem Thema.
 
Dass ich Ihnen schreibe, soll belegen, dass ich die Hoffnung noch nicht aufgegeben habe. Ich frage jetzt mal die gesamte SZ ganz nachdrücklich: WARUM DIESE EINSEITIGKEIT?
 
Freundliche Grüße  

Hier folgt der Wortlaut meiner Mail an Herrn Schrader:

… siehe oben!

Und oh Wunder, schon nach zwei Tagen fand ich in meiner mailbox plötzlich doch eine Antwort, aber was für eine! Sie lautet (und ich versichere nachdrücklich, dass ich kein einziges Wort, kein einziges Satzzeichen auch nur ansatzweise verändert habe!):

"Sehr geehrter Herr Frey, danke für Ihre E-Mails. Auch wenn der SZ die Leser-Blatt-Bindung im Prinzip am Herzen liegt, kann es so etwas wie einen Aufklärungsanspruch des Lesers gegenüber den Redakteuren nicht geben. Wir geben gern Auskunft, aber das ist immer auch eine Funktion unseres Zeitbudgets und des Tons, in dem eine Anfrage gestellt wird. In diesem Fall finde ich Ihre Unterstellung, die kritischen Wissenschaftler in der Klimafrage seien in der Rolle eines Galileo Galilei und damit die Klimaforscher in der der katholischen Dogmatiker, ziemlich merkwürdig. Eigentlich disqualifizierend. Die Klimaforscher, die ich erlebe, nehmen Kritik, die mindestens die Formen der wissenschaftlichen Auseinandersetzung einhält, wahr und setzen sich damit auseinander. Oft sind aber die Fehler, teilweise die Manipulationen, leicht zu finden. Das mag dann nach kurzem Prozess aussehen oder nach Vorurteilen oder nach der Verweigerung einer Auseinandersetzung, aber das ist es nicht. Zu der Tagung in München: Die Namen sind mir alle bekannt, viele auch aus Leserbriefen. Wissenschaftliche Stellung hätten allenfalls Veizer, Shaviv und Svensmark. Aber deren Daten „don’t stand up to scrutiny“, wie es auf Englisch heißt. Warum also sollte ich an dieser Tagung teilnehmen und darüber berichten? Sie verfehlt meine Qualitätskriterien.

Mfg C. Schrader

PS: Dass Sie mich mit „97 Prozent der Klimaforscher“ zitierten, hat mich gewundert. Tatsächlich hatte ich von einer „überwältigenden Mehrheit“  geschrieben, ohne Zahlenangabe, und der Vorwurf einer Manipulation läuft ins Leere. Und dass ein einziger Forscher das Gebäude einstürzen lassen könnte, habe ich sogar schon in der Zeitung geschrieben, ich kenne meine Wissenschaftstheorie. Aber dieser Einzige ist nicht in Sicht."

Hierzu kann man natürlich ein ganzes Buch, so lang wie mein Roman, an Kommentaren schreiben. Wie abgrundtief verzweifelt muss ein Redakteur sein, der so etwas von sich gibt! Ich möchte hier aber kein Buch schreiben, sondern nur ganze zwei Sätze herauspicken. Ganz am Ende des PS steht, „dieser Einzige ist nicht in Sicht“ (siehe meine Mail für den Bezug). Das ist natürlich eine glatte Lüge! Entweder hat dieser Herr noch nie recherchiert (dann hat er als Verantwortlicher für ein wichtiges Themengebiet geschlampt), oder aber er hat sich wider besseres Wissen aus rein ideologischen Gründen in dieser Weise geäußert (dann hat er als Mensch und Journalist versagt ). Eine dritte Möglichkeit fällt mir nicht ein.

Den zweiten von vielen bemerkenswerten Sätzen findet man am Ende des Hauptteiles – es „entspreche nicht seinen Qualitätskriterien“.

Haben Sie das gehört, Prof. Veizer, Prof. Svensmark, Prof. Shaviv und wie die anderen seriösen Klimaforscher alle heißen mögen? Ihr alle genügt nicht den Qualitätskriterien eines einfachen bayerischen Zeitungsredakteurs!

Chris Frey, der sich vorerst lieber wieder nur auf das Übersetzen beschränkt

Anhang: mein Leserbrief, den ich zu dem von Herrn Jäger erwähnten Artikel (Link siehe oben) verfasst habe:

Bezug: Artikel „Flucht vor der Dürre“ von Jeanne Rubner, Seite 9

Leitartikel „Kredit und Klima“ von Michael Bauchmüller, Seite 4

Beide in der SZ Nr. 273 vom 26./27.11.2011

Sehr geehrte Damen und Herren,

es ist immer wieder erschreckend und beklagenswert, wie weit die „Süddeutsche“ hinter der Realität hinterherhinkt. Sind Sie vielleicht Opfer Ihrer eigenen Propaganda? Den Angaben des DWD zufolge ist die Temperatur in Deutschland und auch weltweit seit etwa 10 Jahren auf dem Rückzug – trotz des korrekt von Ihnen gemeldeten Rekord-CO2-Anstiegs! Diese Tatsache allein sollte an sich einer Zeitung wie der SZ ein Nachdenken wert sein. Offenbar ziehen Sie es jedoch vor, dieses Faktum nicht zur Kenntnis zu nehmen oder gar zu leugnen.

Angesichts dessen, dass die Erwärmung seit der Jahrtausendwende und auch in den kommenden Jahrzehnten bisher ausschließlich in den Modellen, nicht jedoch in der Realität existiert, ist bedenklich.

Allerdings ist es aus Sicht der SZ kein Wunder, denn dass die CO2-Hypothese, die noch nie experimentell bestätigt werden konnte und ebenfalls bisher ausschließlich bin den Modellen existiert, seit Jahren vielfach wissenschaftlich experimentell widerlegt ist, wird von der SZ (und nicht nur dieser) beharrlich geleugnet.

Dass Sie es besser wissen, entnehme ich der Grafik unter dem Artikel von Jeanne Rubner. Darin fehlt zunächst einmal die Quelle, aus der die Daten stammen, denn ausgedacht werden Sie sich das ja nicht haben. Außerdem zeigt sie die Veränderung von 1970 bis 2006. Das hätte man sich sparen können, denn wirklich kein einziger Mensch bestreitet, dass es Ende des vorigen Jahrhunderts auf der Welt wärmer geworden ist.

Warum aber nehmen Sie keine aktuellen Daten, beispielsweise von 1990 bis 2010? Könnte es sein, dass dann etwas herauskommen würde, das nicht zu der von Ihnen propagierten Ideologie passt?

Ich frage ja nur. Mir ist klar, dass dieser Leserbrief keine Chance auf Veröffentlichung hat. Das macht aber nichts! Die Fachwelt weiß jedenfalls bescheid – ob mit oder ohne SZ. Und ich persönlich mache mir große Sorgen über die vermutlich verheerenden Folgen einer Politik, die ausschließlich auf einer unbewiesenen und auch widerlegten Grundlage steht.

Freundliche Grüße

"Sehr geehrter Herr Frey,

haben Sie vielen Dank für die Mail. Dankenswerterweise haben ja Zweifler am Klimawandel jüngst eine Studie in Berkeley finanziert, die alle vorhandenen Daten noch einmal zusammengetragen hat. Sicher ist Sie ihnen bekannt, für alle Fälle hier noch einmal ein Link: (den hat er mir tatsächlich geschickt!). Das Ergebnis ist nahezu deckungsgleich mit jenen Studien zur Erderwärmung, die zuvor in Zweifel gezogen worden waren. Insofern argumentieren Sie in Ihrer Mail auf einer Basis, die ich nicht ganz nachvollziehen kann. 

Herzliche Grüße

M. Bauchmüller

Michael Bauchmüller

Korrespondent"

Ich habe mich für den sachlichen Ton bedankt und ihn auf die Schwächen der BEST-Studie hingewiesen. Gut, dass ich hierzu auf meine Übersetzungen für EIKE zurückgreifen konnte.




Die versicherte Katastrophe

Ihre Versicherungsprämien – und die Profite der Versicherungsindustrie – hängen großenteils von der Fähigkeit der Industrie ab, zwei Arten von Investitionen vorzunehmen: an der Börse und in eine Marketingstrategie, die ihre Kunden zu Tode ängstigt (scares the bejesus out of its customers).

Der Versicherungsindustrie ging es wie den meisten in diesen turbulenten Zeiten seit Kurzem nicht gut beim Ankauf wichtiger Aktien. Aber sie hat es auf brillante Weise verstanden, fundamentale Ängste zu erzeugen – alle in Verbindung mit globaler Erwärmung. Das Ergebnis? Die Versicherungsindustrie möchte mehr Geld, um ihre Verluste an der Börse auszugleichen. Und noch mehr Geld, um zukünftigen Risiken im Zuge der globalen Erwärmung zu begegnen. Mit dem Segen der Regierung werden die Versicherer jetzt ihre Prämien im nächsten Jahr um 10% bis 15% anheben.

Die Versicherungsindustrie verdient jeden Dollar durch die globale Erwärmung – ihre scharfäugigen Marktforscher haben das Potential vor allen anderen erkannt. Schon 1973 warnte die Münchner Rück, eine der weltgrößten Versicherer, davor, dass steigende Temperaturen zu sich zurückziehenden Gletschern und schmelzenden polaren Eiskappen, schrumpfenden Seen und steigenden Ozeantemperaturen führen können, mit Kohlendioxid als dem Schuldigen.

„Wir wünschen, diesen Komplex von Problemen noch detaillierter darzustellen, vor allem wegen der – soweit wir wissen – absehbaren Auswirkung auf das langzeitliche Trendrisiko, das bis heute kaum untersucht worden ist“, schlussfolgerte München Rück. Und das Problem detaillierter darzustellen haben sie getan. München Rück holte zunächst andere Mitglieder der Versicherungsindustrie ins Boot und trug dann sein Anliegen methodisch und schonungslos Greenpeace vor sowie anderen Umweltaktivisten und weitere Industrien, die für Profite Gewehr bei Fuß standen.

Das Ergebnis war der größte Erfolg beim Erzeugen von Umweltängsten in der Geschichte. Bis 1979 befand sich eine große Zahl Wissenschaftler an Bord; die Weltklimakonferenz hat ihrer Sorge Ausdruck verliehen, dass „die fortgesetzte Ausbreitung der menschlichen Aktivitäten auf der Erde“ zu einer Klimaänderung führen kann. Im Jahre 1988 wurde das IPCC ins Leben gerufen. Im Jahre 1992 hielten Al Gore und Maurice Strong die Rio-Konferenz ab, und im Jahre 1997 war das Kyoto-Abkommen Realität.

Auch die kanadische Versicherungsindustrie war führend beteiligt. Ein Jahr nach Kyoto wurde die Industrie gegründet und hat seitdem das Institute for Catastrophic Loss Reduction unterstützt, welches an der University of Western Ontario gegründet worden war. Dieses wissenschaftlich klingende Institut, welches sich selbst ein „unabhängiges, nicht profitorientiertes Forschungsinstitut“ nennt, hat Paul Kovaks, vorher  am Versicherungsbüro von Kanada, der Lobbygruppe der Industrie, beschäftigt, zum geschäftsführenden Direktor gemacht. Weitere führende Mitglieder des Instituts? Ihr Tagesjob ist es, Präsident und leitendes ausführendes Organ von kooperierenden Gruppen zu sein, während andere Direktoren, die Spitzen von State Farm Canada, Swiss Reinsurance, Lloyd’s Canada und Allstate Canada, beteiligt sind.

Die Hauptarbeit des Institute for Catastrophic Loss Reduction besteht natürlich darin, katastrophale Verluste auf den Bilanzen der Kooperierenden zu reduzieren, State Farm und die anderen. Die Forschung für diese gekaufte und bezahlte Operation hatte dann höhere Versicherungsraten gerechtfertigt, auf der Basis, dass „die Häufigkeit und Stärke extremer Wetterereignisse zunimmt, was zu einer Zunahme der Leistungen und Kosten führt“.

Gerade erst in dieser Woche hat der Institutsmitarbeiter Gordon McBean, ebenfalls Autor des jüngsten Angst erzeugenden Berichtes des IPCC, diese Ansicht wiederholt. „Wo wir gute Daten für die Klimabeobachtung haben, kann man zeigen, dass es eine zunehmende Häufigkeit von Starkniederschlagsereignissen gibt“, sagte McBean [dem Sender] CBC, und fügte hinzu, dass „eine von Wissenschaftlern durchgeführte Analyse zeigt, dass diese Änderung direkt mit – zunehmenden – Treibhausgaskonzentrationen zusammenhängt. Mit anderen Worten, es ist Teil der vom Menschen verursachten Klimaänderung“.

Noch mehr Angst machendes Zeug tauchte auf der Website des Insurance Bureau of Canada auf, welches die Klimaänderung für Extremwetterereignisse verantwortlich macht, die wiederum zu höheren Schäden der Industrie und damit höheren Raten führen. „Schützen Sie sich vor den Auswirkungen der Klimaänderung!“ lautet eine Schlagzeile, gefolgt von der Frage: „ Sind Sie auf Katastrophen vorbereitet?“. Die Leser haben dann die Wahl zwischen sieben Bedrohungen durch den Klimawandel, auf die sie klicken können – Hurrikane, schwere Stürme, Schneestürme, Waldbrände und so weiter. Die am höchsten eingeschätzte Bedrohung durch den Klimawandel sind bizarrerweise „Erdbeben“, für die nicht einmal das Institute for Catastrophic Loss Reduction die Klimaänderung verantwortlich macht.

Kanadische Versicherer wie TD Insurance behaupten, „es sei eine bewiesene Tatsache“, dass die Klimaänderung die Raten in die Höhe treibt. Das stimmt, aber nicht weil die Wissenschaft steigende Raten rechtfertigt, sondern weil die Regierung und viele in der Öffentlichkeit die Behauptung als gültig akzeptieren. Die tatsächlichen Fakten von denen, die nicht in Verbindung zum IPCC stehen, sagen genau das Gegenteil, und das sehr nachdrücklich.

Im vorigen Jahr hatte die American Meteorological Society eine begutachtete Studie veröffentlicht, die die Behauptungen der Versicherungen über Extremwetterereignisse untersucht hatte. Der Autor der Studie, Laurens M. Bouwer vom Institute for Environmental Studies an der Vrije Universiteit in den Niederlanden, untersuchte 22 frühere Studien über Verluste von Katastrophen, einschließlich mit Extremwetter verbundener natürlicher Ereignisse wie tropischer Zyklone ebenso wie kleinräumige Ereignisse wie Waldbrände oder Hagelstürme.

Die Schlussfolgerung: „Die Studien zeigen hinsichtlich der Verluste keinen Trend… die auf die anthropogene Klimaänderung zurückgeführt werden könnten. Daher kann man schlussfolgern, dass die anthropogene Klimaänderung bisher keinen signifikanten Einfluss auf Verluste durch Naturkatastrophen gehabt hat“.

Angesichts der überwältigenden Kritik an seinen Behauptungen zur Klimaänderung hat selbst das IPCC begonnen zurückzurudern. In der jüngsten Studie verwendet es eine Definition von Klimaänderung, die eingesteht, dass die Menschen wenig oder gar nichts zur Klimaänderung beigetragen haben: „Die Klimaänderung könnte ihre Ursache in natürlichen internen Prozessen oder äußeren Antriebskräften haben, oder auch in anthropogenen dauerhaften Landschaftsveränderungen zusammen mit der Atmosphäre und dem Landverbrauch“.

Dies ist ein müder Abklatsch von der weiter verbreiteten und Angst machenden Definition, wonach die Menschen „für eine Änderung des Klimas verantwortlich sind, die direkt oder indirekt mit menschlichen Aktivitäten zusammenhängt, die die Zusammensetzung der globalen Atmosphäre verändern und welche sich zur natürlichen Klimavariabilität hinzuaddiert, die in vergleichbaren Zeiträumen beobachtet worden ist“.

Der Unterschied zwischen den beiden Definitionen ist nicht akademisch. Sollte die Versicherungsindustrie einräumen, dass es keinen Grund gibt zu glauben, dass eine anthropogene Klimaänderung künftig Extremwetterereignisse zunehmen lässt, würden wir alle zusätzlich Geld im Portemonnaie haben.

Lawrence Solomon ist geschäftsführender Direktor von  Energy Probe und Autor von The Deniers.

Um Einblick in das Potential der globalen Erwärmung der Versicherungsindustrie aus dem Jahr 1973 zu bekommen – der ersten Kampagne überhaupt – klicke man hier.

Dieser Artikel erschien erstmals in der Financial Post.

Link: http://ep.probeinternational.org/2011/11/21/lawrence-solomon-insured-disaster/

Übersetzt von Chris Frey für EIKE




Märchenstunde bei der Süddeutschen Zeitung

Wie zu erwarten, bringt die Süddeutsche Zeitung zur Einstimmung der Leserschaft auf die Klimakonferenz der Weltretter in Durban den passenden Meinungsartikel. Diesmal war Michael Bauchmüller am PC. Und das schien ihm ein echtes Anliegen gewesen zu sein.

Keine der gängigen Legenden der Untergangs­propheten läßt er aus: notleidende Rückversicherer wegen Rekordschäden durch Naturkatastrophen, thailändische Ideen zur Verlegung der von Überflutungen bedrohten Hauptstadt Bangkok, brennende Wälder in Russland, Dürren in Ostafrika. Steigende Meeresspiegel und anschwel­lende Flüchtlingsströme. "Das Unheil flackert nur hier und da auf, aber die Signale verdichten sich", hebt der Redakteur warnend den Zeigefinger.

Und dann sehen wir etwas Neues: das Aufspannen eines Deutungsbogens von seltener jour­nalistischer Kühnheit: Die gegenwärtige Staatsschuldenkrise ist für Herrn Bauchmüller das "Lehrstück für eine noch folgenreichere Krise – die der Erderwärmung." Wie in der europäi­schen Schuldenkrise würde ein "Kollektiv der Gegenwart" einen Kredit mit offener Laufzeit auf­nehmen.
Er macht eine Gleichung "Staatsschuldenkrise gleich Klimakrise" auf.

Natürlich weiß der Redakteur, wie man das Problem lösen könnte: nicht durch weiteres Wirt­schaftswachstum, was ja in der Schuldenkrise hilft. Nein, so etwas hilft gegen die "Klimakrise" nicht. Stattdessen soll mit europäischen Klimazielen die Energie verknappt und damit der Ver­brauch verteuert werden.

Dass die aufgezählten Weltuntergangsprognosen aus dem Standardfolterkasten des IPCC inzwi­schen längst widerlegt sind, muss man an den Redakteurs-PCs ja nicht unbedingt wissen – weil Wissen zwar Macht ist, Nichtwissen aber nichts macht – wie der alte Kalauer lautet!
Es lohnt nun nicht mehr, die vielen Widerlegungen der alten Legenden aufzuzählen.

Eine andere Denkfigur weckt Erstaunen: Der unbeweisbare Glaubenssatz einer anthropogenen Klimaerwärmung wird kühn in "Klimakrise" umbenannt. Die Analogie liegt auf der Hand: zuerst europäische Staatsschuldenkrise, dann "Klimakrise". Die Lösungsempfehlung: Dämpfung des Wachstums der Weltbevölkerung und der Wirtschaft. Schluss mit dem "american way of life", Umsteuern der Welt, europäisch-chinesische Allianz.
Wie bitte? "europäisch-chinesische Allianz"?

Toll, kann man hier nur sagen und sich vor Augen halten: China hat großes Interesse an der europäischen Klimaschutzpolitik – als Treibsatz für den Export chinesischer Solarmodule und bald auch von Windturbinen in alle Welt, China hat große Pläne für das weitere Wachstum seiner Wirtschaft im eigenen Lande, massiver Ausbau der Kohle- und Kernkraftwerke. China vergrößert seinen Einflussbereich militärstrategisch in Südostasien. China kauft riesige Mengen von Staatsschuldpapieren westlicher Industriestaaten. China hat eine Blaupause für die Abdämpfung von Bevölkerungswachstum. China hat ein Gesellschafts­modell – nur eines hat China nicht: freie, politisch-mündige Bürger.

Ist das die neue grüne Welt, in die wir geführt werden sollen? Herrn Bauchmüller möchte man zurufen, dass er die deutsche Energiewende nicht als "Gesellenstück des Umbaus mit Strahl­kraft weit über Europa hinaus" begreifen möge, sondern als Bubenstück einer Politik, das von lautstarken grünen Märchenerzählern und verantwortungsblinder Meinungsmacherei herbeigeredet wor­den ist.

Aber das Märchen von der "Neuen schönen grünen Welt" währt nicht ewig, schon gar nicht in der Politik.

Helmut Jäger, EIKE




Pacific Gas And Electric: nicht so klimasmart wie gedacht

Der Text zum Bild rechts lautet:

Das ClimateSmart-Programm endet am 31. Dezember 2011. Mit Hilfe von über 30000 privaten und 700 kommerziellen Kunden hat dieses Programm die Leute auf die Herausforderungen durch den Klimawandel aufmerksam gemacht, während gleichzeitig geholfen worden ist, die Infrastruktur für eine Kohlenstoffarme Wirtschaft in Kalifornien zu legen.

Warum endet das ClimateSmart-Programm?

Das Programm wurde im Jahre 2007 ins Leben gerufen als ein dreijähriges Demonstrationsprogramm und war bis Ende 2011 verlängert worden.

Das Programm endet, weil es seine Kernziele erreicht hat. Diese Ziele schließen ein, die Kunden von PG&E über ihren Energieverbrauch hinsichtlich der Emissionen von Treibhausgasen (GHG) aufzuklären und ihnen eine Möglichkeit zu bieten, diese Emissionen zu reduzieren; sie in die Reduktion von 1,36 Tonnen GHG einzubeziehen; zu helfen, Protokolle für einen transparenten und rigorosen Kohlenstoffmarkt zu entwickeln und zu testen; und zu helfen, Untersützung für die nichtkommerzielle California Climate Action Registry zu erhalten (jetzt Climate Action Reserve). Dies ist jetzt ein hoch geachtetes nationales Programm.

 

Der Text in diesem Bild unter der Überschrift PG&E beendet Plan zur Abscheidung von Kohlenstoff, nachdem sich nur wenige dazu gemeldet hatten  lautet:

Das ClimateSmart-Programm von Pacific Gas and Electric (PG&E), welches seinen Kunden anbietet, für einen Aufpreis „kohlenstoffneutral“ zu werden, wird Ende des Jahres beendet, weil weitaus weniger Leute als erwartet sich dafür gemeldet haben.

Im Jahre 2007 ins Leben gerufen, gab das Programm den Teilnehmern Gelegenheit dazu beizutragen, Treibhausgasemissionen von den Kraftwerken abzuscheiden, von denen sie ihre Energie beziehen.

Die Kunden von PG&E, die an dem Programm teilnahmen, haben ein wenig mehr für ihre monatliche Stromrechnung gezahlt – etwa 3,30 Dollar für einen typischen Hausbesitzer. PG&E benutzt das Geld, um Projekte zu unterstützen, die die Bildung von Treibhausgasen in der Atmosphäre bekämpfen, wie z. B. zu verhindern, dass der Wald betroffen wird oder das Methan von Gülle aufzufangen.

Aber das Programm hatte nur einen kleinen Teil der von PG&E erwarteten 168 000 Menschen angesprochen. Die Teilnehmerzahl erreichte 2008 mit knapp 31000 die Höchstzahl und hat seitdem auf 29623 abgenommen.

Soweit der Text im Bild. Anthony Watts meint dazu:

Ich liebe dieses Zitat, eines der besten Beispiele für Realitätsverweigerung, das ich je gesehen habe:

„Es war ein Demonstrationsprogramm, und es wird erfolgreich beendet, nachdem die Ziele erreicht worden sind”, sagte die Firmensprecherin Katie Romans. „Sicherlich hätten wir es sehr gerne gesehen, wenn sich ein paar Teilnehmer mehr gemeldet hätten“.

Mehr: hier

Wenn also unsere Alarmistin Mary Nicholls und CARB einen Hinweis bekommen könnten, würden wir weiterkommen. CARB hat immer noch vor, den Zertifikatehandel in Kalifornien einzuführen.

[CARB = California Air Resources Board, die amerikanische Umweltschutzbehörde]

Ich frage mich, ob die Kunden die 10 Millionen Dollar, die sie für dieses „erfolgreiche Demonstrationsprogramm“ gezahlt haben, jemals zurück bekommen werden!

Positiv ist, dass selbst Joe Romm das Programm unsinnig fand (hier)

Die Energie, die PG&E bei der Werbung für dieses Programm aufgewendet hatte, würde ausreichen, viele Generatoren zu betreiben (hier).

Link: http://wattsupwiththat.com/2011/11/12/pacific-gas-and-electric-not-so-climate-smart-after-all/

Übersetzt von Chris Frey für EIKE




Befreiung aus dem großen Solarbetrug

Jetzt haben die CBI [Confederation of British Industry, entspricht in D dem BDI. A. d. Übers.] und die Gewerkschaften ihre Kräfte wieder gebündelt: Am vergangenen Wochenende hat der Independent on Sunday einen Brief abgedruckt, der von beiden Organisationen unterschrieben worden war. In ihm protestiert man dagegen, dass die Subventionen für die Installation von Solarpaneelen auf Privathäusern um 50 Prozent gekürzt werden. Begründet wird dies mit einer „Strangulierung der boomenden Solarindustrie in UK“, was „25000 Arbeitsplätze gefährden könnte“. Der Generaldirektor des CBI, John Cridland, beschrieb die Verkündung durch Energieminister Greg Barker als ein „Eigentor“.

Im Gegenteil, Barkers Entscheidung ist ein Meilenstein für die Öffentlichkeit gegen die Macht der Konzerne, die Verschwörung des großen Geldes und der großen Arbeit gegen den Verbraucher. Es war empörend, dass das Schema überhaupt eingeführt worden war – mit der Unterstützung aller drei großen politischen Parteien. Um in der Metapher des Fußballs zu bleiben, wollen wir sie die Vereinigten Narren [Fools United] nennen. Unmittelbar vor der Einführung – passenderweise am 1. April 2010 – schrieb der bekannteste analytische Umweltaktivist George Monbiot eine vernichtende Kritik daran aus der Perspektive eines total der Reduktion von Kohlenstoffemissionen verschriebenen Menschen.

Monbiot wies darauf hin, dass die Regierung, während sie den stromerzeugenden großen Windturbinen und Wasserkraftwerken 4,5 Pence pro KwH gezahlt hat, einen Preis von 41 Pence pro KwH für Stromeinspeisungen von Solarpaneelen angeboten hat. Damit hat sie den Umstand anerkannt, dass Photovoltaikpaneele achtmal soviel Subvention brauchen wie alternative Formen erneuerbarer Energie. Tatsächlich scheint es, als würden die ersten 8,6 Milliarden Pfund für solche Solarpaneele  – den Zahlen der Regierung zufolge – etwa 20 Millionen Tonnen CO2 „einsparen“. Anders ausgedrückt, jede „eingesparte“ Tonne CO2 würde 430 Pfund kosten – verglichen mit den lediglich 8 Pfund durch den Bau eines Kernkraftwerkes, um die Energie aus Kohlekraftwerken zu ersetzen.

Dafür, dass Monbiot vorgerechnet hat, dass die Kernkraft bei der Reduktion der CO2-Emissionen  50 mal effektiver ist als heimatliche Solarpaneele, wurde ihm „ein Level von Boshaftigkeit in Kommentarforen bescheinigt… (dass) man es gesehen haben muss, um es glauben zu können“. Ich glaube Ihnen, ohne sie zu sehen, George: Ich habe Einiges von dem Zeug gelesen, dass von online-Lesern als Kommentar geschrieben worden ist, nachdem sie mit einer unwillkommenen Tatsache in gestalt dieser Kolumne konfrontiert worden waren.

Der merkwürdigste Aspekt des britischen Sturzes in groteske Subventionen für Solarpaneele ist, dass sowohl Deutschland als auch Spanien erst vor Kurzem zurück gerudert sind, nachdem sie erkannt hatten, wie sehr öffentliche Gelder durch solche Systeme fehlgeleitet werden. Die Deutschen haben mehr als 35 Milliarden Euro in Solarpaneele versenkt, eine ähnliche Größenordnung wie bei uns, welche nach 10 Jahren nur wenig mehr als ein halbes Prozent zum Strommix des Landes beigetragen haben: die internationale Energieagentur schätzt, dass es den deutschen Steuerzahler etwa 1000 Euro gekostet hat, eine Tonne CO2 „einzusparen“.

Die Besitzer von Immobilien – und damit auch der Dächer obendrauf – in Deutschland waren die dankbaren Empfänger vieler dieser Subventionen (zusammen mit den Firmen, die die Solarpaneele herstellen), und zwar auf Kosten der Steuerzahler ohne solchen Eigentumsluxus; genau die gleiche perverse Situation wie hier bei uns. Selbst in Spanien, wo das Wetter viel mehr geeignet ist als in Nordeuropa, ist die Regierung zurück gewichen, nachdem der solare Goldrausch beendet war, mit tausenden unzureichend erbauter Solarkraftwerke, die sich auf leeren Hochebenen erstrecken. In den Worten eines Berichtes in der New York Times: „Die spanische Regierung musste erkennen, dass sie viele dieser Werke auf unbegrenzte Zeit subventionieren müsste und dass die Industrie, die sie errichtet, niemals effizient grüne Energie erzeugen würde“.

Die USA sind ebenfalls voller Vertrauen auf den großen solaren Trick hereingefallen. Fast 90 Prozent der als Subvention gezahlten öffentlichen „Zuwendungen für saubere Energie“ [clean energy loans] in Höhe von 16 Milliarden Dollar wurden durch solar aufgesogen, mit Empfängern wie Goldmann Sachs, General Electric und selbst Google (welches die staatliche Steuer für saubere Energie dazu nutzt, seine Profite aus der Werbung im Web abzusetzen). Der leitende Direktor des Energieversorgers NRG sagte Analysten der Wall Street Anfang dieses Jahres, dass die Großzügigkeit der Regierung eine in einer Generation einmalige Gelegenheit ist und dass „wir beabsichtigen, so viel wie möglich unsere Hände in dieser Branche im Spiel zu haben“. Handel, der ausschließlich durch Steuergelder motiviert wird, ist ausnahmslos fehlgeleitet, selbst wenn es nicht direkt in die Veruntreuung führt: Im September hat der Fabrikant von Solarpaneelen in den USA, Solyndra, der einst versprochen hatte, „4000 neue Arbeitsplätze zu schaffen“, Konkurs angemeldet.

Solyndra war ein Leuchtfeuer für Präsident Obamas ökonomischen Stimulus, hatte die Firma doch garantierte öffentliche Zuwendungen in Höhe von 535 Millionen Dollar erhalten. Außerdem war sie von Energieminister Steven Chu besucht worden, der sie als „ein Modell von Investitionen der Regierung in grüne Technologie“ bezeichnete. Mehr als ein Drittel der Anteile von Solyndra wurden von dem Familietrust von George Kaiser gehalten, einen Fundraiser für Obama, der, wie sich später herausstellte, seit 2009 16 mal das Weiße Haus besucht hatte. Ja, Leute, das ist Konzernmacht in Aktion.

Wenn die CBI und die Gewerkschaften (GMB) dagegen protestieren, dass im britischen Solarhandel „25000 Arbeitsplätze“ in Gefahr seien, sollten Sie nicht dem Protest beitreten, sondern Sie sollten sich fragen, was diese Milliarden an Subventionen längerfristig für unser Wohlergehen und unsere Beschäftigung tun könnten, wenn sie viel rationeller in die Infrastruktur investiert worden wären – oder was uns übrig bleibt, um es noch auszugeben (was die staatlichen Körperschaften erschrecken dürfte).

d.lawson@independent.co.uk

Link: http://www.independent.co.uk/opinion/commentators/dominic-lawson/dominic-lawson-good-riddance-to-the-great-solar-scam-6262348.html

Übersetzt von Chris Frey für EIKE




IPCC-Wissenschaftler probieren es an der Fluchttür

Ein passend lancierter Entwurf des IPCC testet das Umfeld. Mit welchen Entschuldigungen könnten sie davon kommen? Versteckt hinter festgemachten Grundzügen darüber, wie die anthropogene globale Erwärmung „wahrscheinlich“ … ah, kalte Tage und warme Tage beeinflussen wird, liegt der Schlüsselsatz zum Ausbruch aus dem Gefängnis, der in Wirklichkeit eine Bombe ist:

„Die Ungewissheit in den Signalen der projizierten Änderungen der Klimaextreme während der kommenden zwei bis drei Dekaden ist relativ groß, weil die Signale der Klimaänderung als relativ klein angenommen werden im Vergleich zur natürlichen Variabilität des Klimas“.

Übersetzung: Die natürlichen Klimatriebkräfte sind starker als wir dachten, und wir geben auf, wir können nicht sagen, ob es während der nächsten zwanzig Jahre warmer oder kälter wird.

Diese Mehrzweckprognose bedeutet für die Zukunft: wenn es kälter ist, haben sie recht; wenn es wärmer wird, haben sie recht; und sie decken auch ab, ob es mehr oder weniger Stürme, Überschwemmungen, Dürren, Blizzards und Frost gibt.

Und dann gibt es da einen ewigen Aspekt der Bedrohung. Treibhausgase mögen jetzt nicht  dominant sein (wie sie es während der vergangenen 20 Jahre immer behauptet haben), aber das werden sie, sagen sie uns. Das werden sie! Passt auf! Die Stürme kommen, wir werden alle untergehen. (Wie immer man definitiv absolut sieht). Habt ihr das verstanden?

Sollte das Jahrhundert ohne Beschränkungen der Treibhausgasemissionen verstreichen, werden deren Auswirkungen dominant, sagen sie vorher:

  • „Es ist sehr wahrscheinlich, dass Dauer, Häufigkeit und/oder Intensität warmer Perioden einschließlich Hitzewellen über den meisten Landgebieten weiter zunehmen werden…
  • „Es ist wahrscheinlich, dass die Häufigkeit starker Niederschläge oder die Proportion der Gesamtregenmengen in vielen Gebieten der Erde während des 21. Jahrhunderts zunehmen…
  • „Die mittlere maximale Windgeschwindigkeit in tropischen Zyklonen wird wahrscheinlich zunehmen…
  • „Es gibt verlässliche Hinweise, dass Dürren sich im 21. Jahrhundert in einigen Jahreszeiten und Gebieten intensivieren werden…
  • „Weitere schwere Auswirkungen mit geringer Wahrscheinlichkeit in Verbindung mit noch nicht richtig verstandenen Zusammenhängen können nicht ausgeschlossen werden, wenn man die kurzlebige und komplexe Natur des Klimasystems betrachtet“.

Schauen Sie dann auf den Übergang, wie Wissenschaftler und aktivistische Journalisten stillschweigend die Zielpositionen ändern:

Es ist unmöglich, den Entwurf zu lesen, ohne den Eindruck zu gewinnen, dass mit oder ohne eine anthropogene Klimaänderung die Auswirkungen extremer Wetterereignisse immer mehr fühlbar werden, einfach weil es immer mehr Menschen auf der Erde gibt – vor allem in den anschwellenden „Megastädten“ in den Entwicklungsländern, die fast alle an den Küsten oder an großen Flüssen nahe den Küsten liegen.

Das ist die Klausel für einen NOTAUSGANG und liest sich so: Wir könnten uns geirrt haben, dass das CO2 die Katastrophen hervorgerufen hat, aber die Katastrophen kommen noch. Mehr Menschen werden durch Klimakatastrophen sterben, weil es viele Menschen mehr gibt! Sehen Sie, „wir hatten von Anfang an recht mit unseren Sorgen um das Klima“. (Allerdings nicht mit der Ursache dafür).

Das ist eine bequeme Entschuldigung. Al Gore versuchte einen Übergang wie diesen vor einigen Jahren – indem er so tat, als würde er völlig zu recht seine geheiligte Sorge ausdrücken, wenn er im Stillen sagt, dass das CO2 nicht so schlimm sei wie er gedacht habe, aber dass Schwarzer Kohlenstoff (!) ein übler Verschmutzer sei. Mit anderen Worten, er wird niemals zugeben, eine schlechte Aussage gemacht zu haben oder dabei erwischt worden zu sein, einen Betrug zu begehen, er wird lediglich sagen, dass er von Anfang an recht hatte, „Kohlenstoff  steht immer noch auf der Agenda, wenn auch lediglich in etwas anderer Form“.

Diese IPCC-Wissenschaftler benutzen die gleiche Technik: Klimakatastrophen stehen immer noch auf der Tagesordnung – lediglich aus einem etwas anderen Grunde.

Sprechen Sie mir nach: AGW ist immer noch schlecht, die Skeptiker liegen immer noch falsch, und schauen Sie hier auf die geringfügig veränderten Vorhersagen von Katastrophen.

 (Mehr siehe unten beim Update)

Neuer bekannt gewordener IPCC-Bericht: Das Wetter könnte wärmer oder kälter werden!

„Stürme können weniger schlimm sein, aber sie könnten schlimmer denn je sein“

„Das IPCC unterschätzt die natürlichen Klimatriebkräfte! Die Skeptiker haben recht!“

Offensichtlich ist dies ein in alle Richtungen und zu jeder Gelegenheit passendes Dokument. Für Journalisten auf der Suche nach Katastrophen gibt es Wege, diese in den Prophezeiungen zu finden, und Wissenschaftler, die sich in der Lage sehen wollen zu sagen „meine Vorhersagen waren richtig“ in etwa fünf Jahren; sie können nahezu jede Vorhersage unter der Sonne dort irgendwo wiederfinden und darauf mit den Worten tippen: „das habe ich doch gleich gesagt!“

Selbst Hulme räumt ein, dass die Dinge sich ändern und das “Klimathema“ auf dem Rückzug ist.

Wie der UK-Akademiker Mike Hulme und andere argumentiert haben (hier) werden solche Ereignisse eintreten, ob nun verschärft durch den Klimawandel oder nicht; und verwundbare Gesellschaften brauchen Schutz davor, unabhängig von der Klimaänderung.

Er plädiert also für eine Differenzierung zwischen Anpassung, von der er sagt, dass sie sinnvollerweise in den Gesamtprozess der Entwicklungshilfe für Übersee eingebaut werden könnte, und der Abschwächung der Emissionen.

Mit anderen Worten, das Geld wird weiter fließen, es wird lediglich umverteilt. Aber die Entwicklungsländer mögen das nicht. Sie bevorzugen das gegenwärtige Arrangement, bei dem die entwickelten Länder für Kohlenstoffsünden büßen und an die dritte Welt „zahlen“. Die Alternative wäre das gleiche Geld, aber es wird „Hilfe“ genannt und kommt mit zusätzlichen Bedingungen. Jeder möchte sein Pflichtteil ausbezahlt bekommen, und keiner möchte in irgendeiner Weise „verschuldet“ werden.

Es ist keine populäre Aussicht für Regierungen von Entwicklungsländern, welche weiterhin dazu bestimmt sind, beides im UN-Klimaprozess miteinander zu verbinden.

Regierungen verwundbarer Länder verweise darauf, dass entwickelte Länder das Klimaproblem verursacht haben und dies kompensieren müssen durch Zahlungen an diejenigen, die unter den Folgen leiden, und zwar mit Zahlungen, die über die Hilfe hinausgehen.

Entwicklungsländer mögen die Tatsache, dass unter dem UN-Klimaprozess die Reichen dazu verpflichtet sind, die Anpassung der Armen zu unterstützen.

Dass all dies dazu dient, in die eigene Tasche zu wirtschaften (und das Geld nicht für die Armen oder die Umwelt bestimmt ist), wird nicht einmal mehr verschleiert.* Schwarzpunkte weisen darauf hin, dass die Hilfe nicht so schnell fließt wie sie sollte:

[*Im Original lautet dieser Absatz: „That this is all a naked clam or for pork-barreling money and payments to patrons (and not about the poor or the environment) is not even hidden. Black points out that the aid is not getting out as fast as it should.“ – Mir ist keine bessere Übersetzung dazu eingefallen; mit australischem Slang kenne ich mich nicht so gut aus. A. d. Übers.]

Und doch, wie die Kurzmitteilung für das Treffen der humanitären Hilfsorganisationen in Dhaka zeigt (hier), passiert dies nicht einmal annähernd so schnell, wie es sollte.

Nur 8% der „Schnellstart-Finanzierung“, die in Kopenhagen vereinbart worden ist, haben tatsächlich ihren Weg zu den Empfängern gefunden.

Wo bleibt der Aufschrei? Unterminiert diese Art von Ineffizienz oder Korruption nicht vollständig jede Absicht, dass es einen Punkt gibt, an dem das Klimaproblem „gelöst“ werden könnte? (Unter der Voraussetzung, dass es überhaupt eines gibt). Der ganze Kopenhagener Zirkus war nie dazu gedacht, den Armen der Welt zu helfen, weil 92% der versprochenen Gelder dazu diente, „gut dazustehen“ oder Bürokraten zu finanzieren, oder es war ein mythisches Versprechen, und kaum einen kümmert das.

Aber, warten Sie! Nein! Ernsthaft? Sie glauben, dass das IPCC nicht für rigorose wissenschaftliche Analysen steht, frei von jedem Einfluss der Regierungen?

Es ist möglich – nein, es ist “sehr wahrscheinlich” – dass der IPCC-Entwurf im Verlauf der Woche verändert wird, und vermutlich werden die beim Climate Vulnerable Forum vertretenen Regierungen ihren Delegationen nahelegen, das Bewusstsein für die Dringlichkeit zu verstärken.

„Den Delegationen nahelegen, die ‚Dringlichkeit’ zu verstärken?” Basierte dies nicht einmal auf überwältigenden Beweisen, allen eingeräumten Unsicherheiten zum Trotz, keiner Übertreibung und tausender führender Experten in der Welt? Es war die ganze Zeit ein Werkzeug von Big Government, ehrlichen Einwohnern das Geld aus der Tasche zu ziehen. Selbst Black weiß das.

Erkennt Black, dass auch er eine Tür als Notausgang braucht? „Die Skeptiker hatten immer unrecht. Ich habe lediglich von den Wissenschaftlern berichtet, die die natürliche Variabilität unterschätzt haben“.

Nein, Richard, nein. Sie haben Ihr Gehirn ausgeschaltet, haben mit den Untersuchungen aufgehört und sich selbst zu einem Sprachrohr von von der Regierung unterstützten Wissenschaftlern gemacht gegen die unabhängigen und nicht geförderten Wissenschaftler, die von Anfang an recht hatten, wie sich jetzt herausgestellt hat.

Die Themenverlagerung hier ist vollständig vorhersagbar. Sie bedeutet, dass sich die Maschine an die Realität anpasst, aber dass kaum jemand bestraft wird. Es ist ein wenig wie bei den Rettungsaktionen und den Betrügereien an der Wall Street – niemand wandert ins Gefängnis. (Hat irgendjemand sich mit Klima beschäftigt?) Sie tauschten gerade mal die Briefköpfe der parasitären Agenturen aus, die so tun, als helfen sie den Armen und als kümmerten sie sich um Lemuren, und allesamt kommen sie davon mit einer schlampigen Rechtfertigung, verschwenderischen Praktiken, Diffamierung, Täuschung und Korruption.

Außer natürlich, das Internet macht diesen Plan zunichte. Mögen wir immer frei von den Kräften der Zensur bleiben!

———————————————————————————————————-

Update: Wow! Der bekannt gewordene IPCC-Bericht schlägt Wellen!

Die Zeitung The Australian berichtet von dem bekannt gewordenen Dokument ganz so, als wäre es ein Statement des IPCC. Es ist eine Titelgeschichte. Die politische Klasse in Australien kann das nicht übersehen. Wie ich oben schon erwähnt habe, ich habe es gerade im Radio zum wiederholten Mal gehört, als ob das IPCC eine Kohlenstoffsteuer in keiner Weise unterstützt. Der Autor des Guardian  scheint keine Ahnung von dem Papier zu haben.

Eine Durchsicht scheitert, einen Link zu Klimaänderung zu unterstützen (hier).

WEIT VERBREITETE Vermutungen, dass die Klimaänderung verantwortlich ist für eine starke Zunahme extremer Dürren, Überschwemmungen und Sturmereignissen werden durch eine breite Übersicht der Wissenschaft nicht unterstützt.

Und ein klares Signal zur Klimaänderung wird es für die nächsten Jahrzehnte wegen der natürlichen Variabilität des Wetters nicht geben.

Dies bläst viel von ihrer Lieblingspropaganda davon. Wird es haften bleiben? Wird dies auch im endgültigen Bericht zum Ausdruck kommen, und gibt es für das IPCC einen Schleichweg aus diesem Schlamassel?

Der ganze Bericht wird noch viele Monate lang nicht veröffentlicht werden, aber eine bekannt gewordener Entwurf einer Zusammenfassung, aus der Einzelheiten von BBC und einer französischen Nachrichtenagentur verbreitet worden sind, hat eine gute Vorstellung davon vermittelt, was darin als Erkenntnis stehen könnte.

Während die menschlichen Opfer und finanziellen Schäden extremer Wetterereignisse sicher gestiegen sind, lag der Grund hierfür überwiegend in der dichteren menschlichen Besiedlung und nicht an schlechtem Wetter.

Es gibt nur eine geringe „Wahrscheinlichkeit“, dass tropische Zyklone häufiger aufgetreten sind, „begrenzt auf mittelmäßige verfügbare Beweise“ um herauszufinden, ob Klimafaktoren die Häufigkeit von Überschwemmungen verändert haben; und „geringe Wahrscheinlichkeit“ im globalen Maßstab sogar, ob die Häufigkeit zu- oder abgenommen hat.

Bei dem Versuch, den Schaden hiervon zu begrenzen, enthüllt Prof. Palutikof eine zutiefst unwissenschaftliche und religiöse Gesinnung. Es gibt immer noch kein Signal eines Einflusses seitens der Menschen, aber sie „weiß“, dass er sich abzeichnen wird. Ein echter Wissenschaftler würde auf Beobachtungen warten.

Jean Palutikof, Direktorin an der National Climate Change Adaptation Research Facility der Griffith University in Queensland, sagte, dass die Ergebnisse des UN-Berichtes „niemanden, der in der Klimawissenschaft tätig ist, überraschen werden“. Prof. Palutikof sagte, dass es eine Weile dauern würde, bis die Auswirkungen der Klimaänderung sichtbar werden würden. Aber ohne Gegenmaßnahmen, sagte sie, „werden diese Signale graduell, mit der Zeit mit deutlicher Klarheit zutage treten“.

Das gilt auch für Will Steffen:

Der Klimaberater der Regierung, Will Steffen, hat eingeräumt, dass es keinen statistisch signifikanten Beweis dafür gibt, dass sich das Verhalten tropischer Zyklone verändert hat.

Allerdings hat Professor Steffen in der Sendung The Bolt Report bei Ten Nework am Wochenende gesagt, dass die meisten Experten darin übereinstimmen, dass es eine Zunahme der Intensität geben wird, wenn sich die Erwärmung fortsetzt.

Es trifft sie völlig unvorbereitet.

Die einzige Frage ist, was das IPCC versuchen wird, um den Schaden zu begrenzen.

Link: http://joannenova.com.au/2011/11/ipcc-scientists-test-the-exit-doors/

Übersetzt von Chris Frey für EIKE




Ist dieser Wissenschafts-Ketzer ein Genie oder ein Spinner?

"Die Liste der Ketzer, die wegen ihrer umstürzenden Ideen zunächst verfolgt wurden, aber dann doch Recht behielten, wird immer länger. Vor einem Monat hat Daniel Shechtman den Nobel-Preis für die Entdeckung der Quasi-Kristalle bekommen. Während der längsten Zeit seiner Berufskarriere war ihm gesagt worden, dass er sich irre." Selbst einer der herausragendsten wissenschaftlichen Denker des 20. Jahrhunderts, der Chemiker und Nobelpreisträger Linus Pauling hatte ihn mit den Worten verunglimpft, Quasi-Kristalle existierten nicht, wohl aber Quasi-Wissenschaftler.

Ridley führt weitere Beispiele für Wissenschaftler an, deren Theorien zunächst abgelehnt wurden, weil sie gängigen Erklärungen widersprachen: die Mediziner Barry Marshall (Entdeckung der Ursache von Magengeschwüren), Ignaz Semmelweiß (Verbreitung von Kindbettfieber durch die Geburtshelfer) und den Geowissenschaftler Alfred Wegener (Kontinentaldrift). Dann fragt Ridley, welcher heutige Wissenschafts-Ketzer nobelpreisverdächtig wäre. Den dänischen Astrophysik-Professor Henrik Svensmark hält er für einen solchen Kandidaten. Svensmark vermutet seit 1997, dass das Magnetfeld der Sonne das Erdklima beeinflusst, indem es die Atmosphäre vor kosmischer Strahlung abschirmt. Kosmische Strahlung führt nach Svensmark zur Wolkenbildung und Verdichtung. Wolken wiederum schirmen die Erdoberfläche von der Sonneneinstrahlung ab und führen so zur Abkühlung. Seine Hypothese ist, dass ein großer Anteil der natürlichen Klimaschwankungen während der vergangenen Millionen Jahre aus Veränderungen der Sonnenaktivität herrührten. 

Svensmark wird als Ketzer angesehen, weil er mit seiner Theorie all denen widerspricht, die uns davon überzeugen wollen, dass die heutigen Klimaänderungen vorwiegend menschengemacht und nicht natürlichen Ursprungs wären. Seine Theorie wird abgelehnt. Die Ablehnung durch eine Mehrheit von Wissenschaftlern allein kann aber kein Gegenbeweis sein. Einige vielversprechende kürzliche Experimente am CERN deuten darauf hin, dass sich Dr. Svensmark sehr wohl als ein Dr. Shechtman entpuppen könnte.

Ob Svensmark in einer Reihe mit den zunächst als Ketzer abgelehnten Wissenschaftlern wie Shechtman, Marshal, Galileo, Darwin, Einstein steht, kann allerdings nicht nur aus der Tatsache abgeleitet werden, dass er sich gegen hergebrachte Erklärungsmuster wendet. Denn nach Ridleys Einschätzung hätten rund 90 Prozent aller großen Wissenschaftler als Häretiker angefangen. Die Gesamtzahl der Häretiker sei aber viel größer und es träfe daher umgekehrt nicht zu, dass 90 Prozent aller Häretiker später Recht behielten.

Die Zukunft wird zeigen, ob Svensmark Recht hat. Die jüngsten Forschungsergebnisse am CERN jedenfalls scheinen ihn zu bestätigen.

Matt Ridley; Originalbeitrag hier 




VESTAS im Gegenwind

Einige der einst gehätschelten Aktien der „Erneuerbaren“ floppen. Auch für VESTAS scheint es eng zu werden. Die Analysten der Nord LB hatten kürzlich ihre Einstufungen für Vestas deutlich gesenkt. Das Kursziel wurde von 14,50 Euro auf 8,50 Euro nach unten gesetzt, das Papier mit „Verkaufen“ eingestuft. Hintergrund war eine Gewinnwarnung des dänischen Windenergiekonzerns, der sich auch von seinen mittelfristigen Zielen verabschiedet habe, heißt es bei den Experten. Der Grund für das schlechte Börsenklima von VESTAS sei unter anderem die erschwerte Finanzierungslage aufgrund der Bankenkrise. Die Gewinnprognosen der Nord LB je Vestas-Aktie für 2011 und 2012 liegen derzeit bei 0,66 Euro und 0,77 Euro. Andere Finanzanalysten sehen zwar weiterhin generell Wachstumspotential bei den Erneuerbaren, dennoch überwogen in der vergangenen Woche die Verkaufsempfehlungen. Der kritische Beobachter kann das inzwischen zum Begründungsmantra für wirtschaftliche Probleme gewordene Wort "Bankenkrise" allerdings auch so interpretieren, dass die "Märkte" nicht mehr bereit sind, VESTAS wegen steigendem Verlustrisiko Geld zu leihen.

VESTAS scheut nicht davor zurück, mit unbewiesenen Spekulationen ihr geschäftliches Renommee aufzupolieren. So meldet der dänische Börseninformationsdienst, dass sich VESTAS mit dem in London ansässigen grünen TV-Film-Produzenten Green.TV zusammengetan hat, um eine Serie zum Thema „Extremwetter“ über das Fernsehen zu verbreiten.  Es drängt sich die Frage auf, ob derartige klar alarmistische Klima-Daten eines Maschinen- und Anlagenbauers, der an der Klima-Angst verdient, überhaupt vertrauenswürdig sein können, oder ob es im Grunde eine Marketing-Aktion ist. Green.TV wurde in Zusammenarbeit mit dem UNO-Umweltprogramm UNEP gegründet, um die Botschaften für die grüne Weltrettung zu verbreiten. Das Motto der Green.TV-Macher lautet: „Schaut hin, Engagiert Euch, Tut was!“ Partner von Green.TV sind – wie könnte es anders sein – weltbekannte Glaubenskrieger für das grüne Credo: RSPB, WWF, UNEP, Greenpeace, Oxfam, Friends of the Earth. Dass VESTAS dem dänischen Fernsehpublikum die Katastrophenprophezeiungen aus der Produktion von Green.TV nahe bringen will, ist nicht verwunderlich. Je mehr Angst erzeugt wird, desto eher hofft man auf die „kleinen Leute“ und deren Bereitschaft – getreu dem Motto von Green.TV – etwas zu tun und VESTAS-Aktien zu kaufen. Vermutlich lässt sich VESTAS dies eine Stange Geld kosten, denn TV-Fernsehzeit zu kaufen, ist auch in Dänemark teuer.

VESTAS war schon zweimal wegen vermutlich inkorrekter Informationen aufgefallen: Laut einer Reuters-Meldung vom 21. März 2011 wurde VESTAS in den USA von einem Pensionsfonds wegen Betrugs und Täuschung verklagt. Die Firma soll irreführende Angaben gemacht haben, die zu einer Aufblähung des Aktienkurses geführt hätten. VESTAS gab zu ihrer Verteidigung an, die Klage hätte mit einer Änderung der Buchführung im Jahre 2010 zu tun. Das geänderte Verfahren hatte zu Wertberichtigungen von 739 Mio. Euro Umsatz bis September 2010 geführt.

Auch in Italien war VESTAS laut einer Meldung des Bloomberg-Informationsdienstes vom 3. März d. J. wegen vermuteter steuerlicher Unkorrektheiten ins Visier der italienischen Strafverfolger geraten. Die italienischen Strafverfolger warfen VESTAS vor, Steuern in Höhe von 46 Mio. EURO hinterzogen zu haben.

Am 18. November wurde die Aktie auf XETRA um die 10 Euro gehandelt. Darüber freuen sich die Aktionäre bestimmt nicht.

Die Firma hat dennoch auf ihrer letzten Presse- und Analystenkonferenz Zuversicht verbreitet. Trotz der in diesem Jahre unbefriedigenden Erlös-Situation, glaube man an die Zukunft der Windenergie. Zur Überwindung der derzeitigen schlechteren Geschäftslage soll reorganisiert und die Kosten gesenkt werden. Kostensenkung bei Industriefirmen heißt aber immer Entlassungen. Womit sich das Prinzip der Nachhaltigkeit mit bitterer Ironie für die Betroffenen wie für die Aktionäre durchsetzt: Die durch Subventionierungen erzeugten grünen Arbeitsplätze sind gewiß nicht NACHHALTIG, ebenso wenig wie die Geldanlagen.




Aktuell zur Durban UN Klimakonferenz-Neuer IPCC Bericht: Zunahme von Extremwetterlagen ?

Unbestritten: Im 20. Jahrhundert wurde eine mäßige säkulare Erwärmung der Erd-Atmosphäre von etwa 0,7°C gemessen  –  bis 1998. Seither stagniert die Erderwärmung in den vergangenen 13 Jahren, bzw. zeigt sogar eine leichte Abkühlung, wie z.B. die Meßkurve des IPCC-Instituts UEA in England zeigt [1]. Da die CO2-Konzentration der Luft weiter angestiegen ist, wachsen die Zweifel an einem Zusammenhang.

Auch alle aus dem jüngsten IPCC-Bericht [2] abgeleiteten Extrem-Wetter-Ereignisse lassen erhebliche Zweifel aufkommen: Sie sind Modell-Projektionen in die Zukunft. Das Eintreten dieser Szenarien (keine Prognosen!) ist schon deshalb unwahrscheinlich, weil sich nach 150 Jahren Erderwärmung bis zum Ende des 20. Jahrhunderts keinerlei statistisch belastbare Signale in dieser Hinsicht ergeben. Warum sollte das in der Zukunft anders sein? In einer Zukunft, von der außerdem Niemand weiß, ob die Erwärmung anhält ?

Bei den Extrem-Wetter-Ereignissen ist zumindest für das vergangene Jahrhundert nach den Statistiken der Wetterdienste weltweit  kein Trend erkennbar. Darüber sind ganze Bücher geschrieben, die zu folgenden Ergebnissen kommen:

"Es ist wärmer geworden. Das ist alles" [3]  …u.w.a.a.O.: "Die nächsten 100 Jahre: Kein Grund zur Panik!" Und in einem anderen Buch zweier Meteorologie-Professoren [4] heißt es: "Es gibt keine Beweise dafür, daß die extremen Wetterereignisse  –  global betrachtet  –  im 20. Jahrhundert zugenommen haben"   

Und weiter a.a.O.: "Insbesondere wurde kein Trend festgestellt bei den Hurrikanen, die seit 1900 an der Küste der USA auf Land übergetreten sind, gibt es keine schlüssigen Beweise für Änderungen bei den Mittelbreiten-Zyklonen, konnten keine Beweise für die Zunahme von Tornados, Gewittern und Staubstürmen gefunden werden."

Selbst das IPCC kommt  –  bei genauem Hinsehen  –  auch zu keinen anderen Ergebnissen:

IPCC [5]: “Recent analyses in changes in severe local weather (tornados, thunder days, lightning and hail) in a few selected regions provide not compelling evidence for widespread systematic long-term changes“.

In einer anderen Zusammenstellung [6]: "Das IPCC konnte auf globalem Niveau keinen Trend bei den Extremwetterereignissen erkennen und zuordnen"  …und weiter a.a.O.: "Die Analysen der Langzeitdatenreihen der Naturkatastrophen-Schäden zeigen, daß gesellschaftlicher Wandel und wirtschaftliche Entwicklung hauptsächlich für die ansteigenden Schäden bis heute verantwortlich sind."

Zum gleichen Ergebnis kamen fünf "Extremwetter-Kongresse" [7] 2006-2010 in Hamburg und Bremerhaven. Dort wurden zwar im Rahmen der Vorträge hier und da auch Spekulationen zu Extremwetter-Trends geäußert, aber keinerlei signifikante Daten und Beweise für bisher eingetretene Extrem-Ereignisse vorgelegt.

Ein bekannter Klimaforscher [8] sagt: “Die Aussage, das Klima in Europa sei generell extremer geworden, läßt sich allerdings nicht halten“.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) [9] kommt zu folgenden Ergebnissen: "Der Deutsche Wetterdienst wertet … auch die Häufigkeit und Intensität extremer Witterungsbedingungen aus. … daß sich zumindest in Deutschland bislang nur für den Parameter Temperatur eine Änderung der Anzahl extremer Ereignisse nachweisen läßt."

Und nochmals der DWD [10]: "Eine generelle Zunahme extremer Ereignisse ist bisher nicht zu beobachten und wahrscheinlich auch nicht zu erwarten."

Und weiter der DWD [11]: "Bislang noch keine Zunahme von Extremereignissen:  Bislang sind jedoch – mit Ausnahme der bereits erwähnten sommerlichen Starkniederschläge – keine systematischen Veränderungen oder Verschiebungen der Extremwerte nachweisbar". 

Dabei merkt der DWD an, daß sich die Aussage zu Niederschlägen und Hochwasser auf den Osten Deutschlands bezieht, wo es offensichtlich wegen einer Zunahme der vom Mittelmeer nach NE ziehenden sgn, "Vb-Zyklonen" seit ca. 2 Jahrzehnten einen solchen Trend gibt. Hierzu muß beachtet werden, daß es auch früher schon solche Trends gegeben hat. Ob der derzeitige Trend anhält, oder gar der rezenten Klimaerwärmung anzulasten ist  –  das muß sich erst noch erweisen.

Zu den Hochwasserereignissen sagt der DWD [12]:

"Bei extremen Wetterereignissen sind in Deutschland hingegen bisher keine signifikanten Trends zu beobachten gewesen. Auch solche Ereignisse wie die Hochwassersituation 2002 gehören zum normalen Repertoire unseres Klimas."

Das wird auch gedeckt durch die fast an allen großen deutschen Flüssen verfügbaren Hochwasser-Marken, die zeigen: Die extremen Fluß-Hochwässer in Deutschland sind nicht im 20. Jh. aufgetreten, sondern in vielen Jahrhunderten davor [13].

Hinzu kommt, daß es auf die Hochwasser-Ereignisse des letzten Jahrhunderts auch noch eine andere Sichtweise gibt [14]:

"Schäden durch Hochwasser-Ereignisse in Europa nehmen seit Jahren zu. In der aktuellen Klimadebatte wird oft gefragt, ob diese Zunahme auf den anthropogen verursachten Klimawandel zurückzuführen ist. Dabei wird oft übersehen, daß neben dem Klima-Einfluß auf die Hochwasser-Häufigkeit und –Intensität eine Reihe anderer Faktoren, unter anderem die Wertesteigerung und Exposition aufgrund veränderter Landnutzung die Hochwasser-Schäden beeinflußt." u.w.a.a.O.: "Ob die Änderungen der Abflüsse durch den anthropogen verursachten Klimawandel hervorgerufen sind oder durch natürliche Klimavariabilität erklärt werden, läßt sich momentan nicht beantworten. Es gab bereits in der Vergangenheit hochwasserreiche und –arme Jahrzehnte sowie außerordentlich starke und schadensträchtige Ereignisse, wie der Rückblick in die historischen Daten zeigt."

Der Klima-Forscher Hans von Storch [15] warnt vor einer Überbewertung von Einzel-Ereignissen:

“… ein Einzelereignis macht noch nicht das Klima aus: Es ist völlig belanglos. Klima ist vielmehr die Statistik des Wetters, erst lange Beobachtungsreihen lassen entsprechende Aussagen über das Klima zu. Ein einzelner heißer Sommer bedeutet genauso wenig wie ein einzelner kalter Winter, dass die Erderwärmung bereits durchschlägt oder umgekehrt gestoppt ist – auch wenn die Medien dies vielleicht gerne verknüpfen, weil es sich gut liest. Und leider treten auch immer wieder Aktivisten auf, die extreme Hitze oder Stürme mit dem Klimawandel in Zusammenhang bringen.“

S t ü r m e :

DWD [16]: “Insgesamt ist laut DWD im vergangenen Jahrzehnt (Anm.: 2000-2009) aber

keine Zunahme der großräumigen Stürme festzustellen.“

DWD [17]: “Die Aussagen der Klimamodelle zu Änderungen der Luftströmungen, der Windgeschwindigkeiten und vor allem der Stürme weisen noch größere Unsicherheiten auf. Dennoch zeichnen sich für Deutschland deutliche Trends ab: Die mittlere jährliche Windgeschwin­digkeit wird eher etwas ab, als zunehmen…“

Kraus/Ebel [18]"…daß die Intensität der Stürme in der Deutschen Bucht einer natürlichen Multidekadenschwankung unterliegt, aber in den letzten 120 Jahren keinerlei mit einer Klimaänderung zusammenhängenden Trend zeigt".

BSH [19]: "Es gibt in Norddeutschland nicht mehr Sturmfluten als vor 50 Jahren. Ein generell steigender Trend bei der Häufigkeit und Intensität von Sturmfluten als Vorbote des globalen Klimawandels ist gegenwärtig nicht erkennbar. Schon jetzt sind Küstenschutz und Deiche so ausgelegt, dass sie auch höheren Sturmfluten Stand halten als den bisher eingetretenen "

MPI Hamburg [20]: "In unserem Computermodell brauen sich weder mehr Stürme noch stärkere Stürme über uns zusammen"

GKSS [21]: “Wissenschaftler am GKSS-Forschungszentrum Geesthacht haben gezeigt, daß die Häufigkeit von polaren Wirbelstürmen im Nord-Atlantik, so genannten Polartiefs, im Zuge der globalen Erwärmung abnehmen kann. Zusätzlich können sich die Entstehungsgebiete der Polartiefs in Zukunft weiter nordwärts verlagern. Die Ergebnisse der Geesthachter Küstenforscher wurden jetzt in der renommierten Fachzeitschrift „Nature“ veröffentlicht.“

"Anders als oft behauptet wurde jedoch weder bei der mittleren Windgeschwindigkeit noch bei den Stürmen ein Langzeittrend festgestellt". [22]

"Wärmeres Meerwasser allein sorgt nicht für mehr Hurrikane. … Im Fachblatt NATURE GEOSCIENCE [23] haben Nataniel Johnson und Shan Ping Xie von der University of Hawaii in Manoa unlängst eine Studie zum Zusammenhang zwischen der ozeanischen Oberflächen-Temperatur und dem für einen Wirbelsturm nötigen Schwellenwert präsentiert. Sie kommen zu dem Schluß, daß ein Anstieg der gemittelten Temperatur der oberen Wasserschichten eines Ozeans stets mit einer Erhöhung der Schwellentemperatur einhergeht. Folglich könne die Erwärmung der Ozeane allein nicht zu vermehrten Stürmen führen. … Mit einer Ausdehnung der Entstehungsregionen von Wirbelstürmen hin zu den Polen sei nicht zu rechnen. Auch die Saison-Abhängigkeit der tropischen Wirbelstürme werde sich wohl nicht ändern."

Auch bei Tornados gibt es keine Trends :

DWD [24] :

"Bisher ist es wissenschaftlich nicht nachweisbar, daß sich die Anzahl der Tornados in Deutschland erhöht hat. Durch eine verstärkte Unwetterbeobachtung können heute mehr Tornados erfaßt werden, und die Dunkelziffer nimmt dadurch ab."

DWD [25]: “Die Zahl der Tornados in Deutschland hat nach Beobachtungen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) nicht zugenommen. 20 bis 60 Tornados werden pro Jahr registriert.“

USA [26]: “Number of severe Tornados in U.S. is decreasing“

"In den USA [27] existiert dank systematischer Tornadoforschung seit den 1950er Jahren und bedingt durch die hohen Fallzahlen eine belastbare Statistik. Diese zeigt aber weder eine Tendenz zu vermehrtem Auftreten noch zu größerer Heftigkeit von Tornados, wie im IPCC-Bericht von 2001 dargelegt."

H. Kraus u. U. Ebel [28] zitieren dazu zahlreiche Untersuchungen aus den USA und  kommen zu dem Ergebnis: "Es gibt keine Anhaltspunkte für die Vermutung, die Bedrohung durch Tornados hätte mit der Erwärmung der Atmosphäre zugenommen"; ..u.w.a.a.O., S.139:

"Es gibt keinerlei Hinweise darauf, daß die von einzelnen Tornados verursachten Schäden … zugenommen hätten. Es fehlen auch hier wie bei den Hurrikanen und den Mittelbreiten-Zyklonen Hinweise darauf, daß Häufigkeit und/oder Stärke der atmosphärischen Erscheinungen an sich in den letzten 100 Jahren zugenommen hätten, wie dies ja häufig in den Diskussionen über die Veränderung des Klimas vermutet wird."

Meeresspiegelanstieg

Die säkularen Hebungen und Senkungen des Meeres-Spiegels werden von etwa einem Dutzend Faktoren bestimmt, z.B.:

 

Ein Verbund etlicher Deutscher Geo-Forschungs-Institute hat kürzlich die REKLIM-Studie veröffentlicht. Aus dieser Studie geht hervor, daß es an den deutschen Küsten einen abnehmenden Trend beim seit Jahrhunderten vorhandenen Meeres-Spiegel-Anstieg gibt:

 

Auch global gibt es keine Beschleunigung des Meeresspiegels. Das zeigen aktuelle Auswertungen von EUMETSAT ganz klar:

 

 Beim Übergang der Meßmethode von Pegeln zu Satelliten ergibt sich ein "Sprung" von zuvor 1.6 mm/y auf plötzlich 3.3 mm/y, also eine sprunghafte Verdoppelung [29].

Das lässt auf einen Systemfehler schließen, wozu es zahlreiche Untersuchungen gibt [30], die genau zu diesem Ergebnis kommen. Diese These wird vor allem auch dadurch erhärtet, als daß die fortlaufenden Pegel-Messungen diesem Satelliten-Trend widersprechen, und sogar eine Abschwächung des mittleren Meeres-Anstieges zeigen (vgl.w.u.).

"Ob wir seit 1993 eine Beschleunigung haben, ist nicht klar", sagt John Church vom australischen Klimaforschungsinstitut CSIRO [31]. "Ich halte es für unwahrscheinlich, dass sich der Meeresspiegel-Anstieg ausgerechnet in dem Jahr beschleunigt haben sollte, als Satelliten in Dienst gestellt wurden" (a.a.O.), ergänzt Simon Holgate, Meeresspiegel-Forscher am National Oceanography Centre in Liverpool.

 Das gleiche Bild ergeben auch andere Auswertungen, so sind z.B. die Anstiegsraten seit 10 Jahren gesunken. Dabei ist noch zu berücksichtigen, daß die Höhe der aus den Satellitendaten abgeleiteten Anstiegesraten weiterhin umstritten ist (vgl.w.o.) :

 

Eine soeben im US-Journal of Coastel Research publizierte Auswertung [32] von 57 Pegeln für 60-156 Jahre kommt sogar zu dem Ergebnis:

"Our analyses do not indicate acceleration in sea level in U.S. tide gauge records during the 20th century. Instead, for each time period we consider, the records show small decelerations that are consistent with a number of earlier studies of worldwide-gauge records."

Schließlich sei noch darauf hingewiesen, daß der mittlere globale Meeresspiegel-Anstieg seit ca. zwei Jahren eine deutlich fallende Tendenz zeigt [33], in einem Ausmaß und über einen Zeitraum, wie seit Jahrzehnten nicht. Dieses scheint derzeit außerhalb der natürlichen Fluktuation der letzten Jahrzehnte zu liegen.

Diese Tatsache wird mittlerweile auch in den Medien reflektiert, z.B. [34]:  "Der Meeresspiegel ist im weltweiten Durchschnitt in den vergangenen zwölf Monaten um mehr als einen halben Zentimeter gefallen. Nie zuvor seit Beginn der Satellitenmessungen vor 18 Jahren ist der Wasserstand so deutlich gesunken."

F a z i t :

Der neueste IPCC-Bericht steckt voller Spekulationen und wissenschaftlich ungesicherter Aussagen, wozu auf SPIEGEL-online [35] zu lesen ist:

"Bei Extremwetter-Ereignissen fällt bereits die Bestandsaufnahme schwer … Vorhersagen sind ungleich komplizierter." … u.w.a.a.O.: "Hat der UNO-Klimarat also seinen Auftrag ausgeführt? Die Präsentation des IPCC-Berichts zeigt eher das Gegenteil – auf diese Weise macht sich der UNO-Klimarat überflüssig. … Die Präsentation des neuen Klimaberichts jedoch zeigt, dass es gleichgültig zu sein scheint, was Wissenschaftler in jahrelanger harter Arbeit herausfinden –  die Botschaft ist immer die gleiche: "Alles wird schlimmer."

Dem ist hier Nichts hinzuzufügen.

Klaus-Eckart Puls (Diplom-Meteorologe); EIKE

Q u e l l e n :

[1]  http://www.cru.uea.ac.uk/cru/info/warming/

[2] http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,798406,00.html

[3] GERD GANTEFÖR: "Klima  –  der Weltuntergang findet nicht statt"; WILEY/VCH Weinheim, 2010

[4] Kraus H.; Ebel U.: Risiko Wetter, Springer Berlin, 2003, S.8

[5] IPCC, 2001, TAR-02-2, Chapt. 2.7.4., Summary, S.163-164

[6] Beising, R.: Klimawandel und Energiewirtschaft, VGB PowerTech Service GmbH, Essen, 2006, S.137

[7] (1) WETTERmagazin, 04/2006; (2) DMG-Mitt. 2/2007, S.2-3; (3) 3.ExtremWetterKongreß, Das Programm, Vortr.-Zusammenfassungen, März 2008, HH; (4) 4.ExtremWetterKongreß, Programm u. Vortrags-Kurzf., Brhv 19.-21.02.2009 (5) 5.ExtrWettKongr, Progr. u. Vortr.-Kurzf., HH, 12.-15.04.2011

[8] Chr. Schönwiese, Klima-Trend-Atlas, Extremwetterkongreß HH 2008, nachzitiert SZ 27.03.2008, Wissen

[9] T. Deutschländer u. A. Daschkeit : 6. ExtremWetterKongreß, 12.-15. April 2011, Hamburg, Programm-Heft, Nr.45: Klimaanpassung und Extremwetter-Ereignisse

[10] DWD, Gerhard Müller-Westermeier, Leiter DWD-Abt. "Nationale Klima-Überwachung": "Wetter ist nun mal chaotisch", Sächs. Zeitg., 01.02.2011, S.5:

[11] DWD/PM, 24.04.2007, Berlin, http://metportal.dwd.de/bvbw/generator/Sites/DWDWWW/Content/Presse/

Pressekonferenzen/2007/PK__20070424/20070424b,templateId=raw,property=publicationFile. pdf/20070424b.pdf, S.5, Abs.3, mit umfangreichen Daten und Papieren

[12] Mitteilungen der Deutschen Meteorologischen Gesellschaft, 3/2002, S. 2

[13] Zahlreiche Hochwasser-Marken zu den einzelnen Flüssen im Internet

[14] GFZ, S. Vorogushyn : 6. ExtremWetterKongreß, 12.-15. April 2011, Hamburg, Programm-Heft, Nr.43: Veränderungen des Hochwasser-Risikos

[15] H.v.Storch: Extreme Wetterereignisse machen noch nicht das Klima aus         http://www.zeit.de/wissen/umwelt/2010-07/sd-ipcc-klimaforschung

[16]

http://www.dwd.de/bvbw/generator/Sites/DWDWWW/Content/Presse/Pressemitteilungen/2009/20091221__Die__waermste__Dekade__seit__130Jahren,templateId=raw,property=publicationFile.pdf/20091221_Die_waermste_Dekade_seit_130Jahren.pdf

[17] http://metportal.dwd.de/bvbw/generator/Sites/DWDWWW/Content/Oeffentlichkeit/KU/KUPK/Homepage/Klimawandel/Der__Orkan__Kyrill,templateId=raw,property=publicationFile.pdf/Der_Orkan_Kyrill

[18] H.Kraus, U.Ebel: Risiko Wetter, Springer-Verlag 2003

[19] Pressemitteilung BSH, 26.09.2007, http://www.bsh.de/de/Das%20BSH/Presse/Pressearchiv/Pressemitteilungen2007/28-2007.jsp

[20] Jochem Marotzke, Direktor MPI HH, in DER SPIEGEL, 7.5.2007, Abschied vom Weltuntergang,  S.145

[21] GKSS-Forschungszentrum Geesthacht GmbH, Dr. Torsten Fischer,  Pressemitteilung IDW, 16.09.2010, Weniger Wirbelstürme im polaren Nord-Atlantik

[22] H.v.Storch, J.Doerffer, U.Kreis : Metropol-Region Hamburg, Klimabericht, KlimaCampus Univ. HH, 2010, Auszug, S.21

[23] NATURE GEOSCIENCE, 3, 809-876 (2010), nachzit. NZZ, 15.12.2010, Nr. 292

[24] DWD: 6. ExtremWetterKongreß, 12.-15. April 2011, Hamburg, Programm-Heft, Nr.26: Tornados in Deutschland

[25] Offenbach, dpa/tse, Hanauer Anzeiger, 25.08.2010

[26] OregonInst., 2007, http://www.oism.org/pproject/s33p36.htm, Fig.8, 1950-2006

[27] http://de.wikipedia.org/wiki/Tornado, 2011

[28] H. Kraus und U. Ebel, Risiko Wetter, Springer Berlin, 2003, S.137

[29] http://climatesanity.wordpress.com/2011/06/06/deception-from-nasa-satellites-are-true-cause-of-sea-level-rise/

[30] z.B.

(1) Nerem, R. S., et al.: Improved determination of global mean sea level variations using TOPEX/POSEIDON altimeter data, Geophys.Res.Lett., 24, (1997), 1331-1334

(2) There Is No Alarming Sea Level Rise! 21st Century Science & Technology Winter 2010/2011,

(3) G. Menard, 2000. “Satellite-based altimetry reveals physical ocean.” MEDIAS Newsletter, Vol. 12, pp. 9-17.

(4) Aviso, 2003. Observing the oceans by altimetry. www.aviso.cis.cnes.fr

[31] http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,782324,00.html

[32] J. R. Houston and R. G. Dean: Sea-Level Acceleration Based on U.S. Tide Gauges and Extensions of Previous Global-Gauge Analyses, Journal of Coastal Research 27, 3, 409–417, West Palm Beach, Florida, May 2011;

[33] http://www.aviso.oceanobs.com/en/news/ocean-indicators/mean-sea-level/

[34] http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,782324,00.html, 25.08.2011, Wetterumschwung senkt globalen Meeresspiegel

[35] http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,798406,00.html

Related Files




ClimateGate 2.0: Neues Email – und Datenpaket auf russischem Server hinterlegt!

Am frühen Morgen wiederholte sich die Geschichte. FOIA.org hat eine enorme zip-Datei von 5.000 zusätzlichen E-Mails produziert und ähnlich wie vor zwei Jahren im November 2009 veröffentlicht. Damit wurde das Wort vom Climategate geprägt. Es gibt fast 1 / 4 Millionen zusätzliche E-Mails, die mit einem Passwort gesperrt sind. Die Organisation plant -nach eigenen Angaben- bisher nicht zu diesem Zeitpunkt dessen Freigabe .

Die Original-Link wurde im Hurricane Kenneth Thread um 04.00 Uhr Eastern Time veröffentlicht. Es ist immer noch da.

Update 23.11.11 von  den Blogs von Joanne Nova (hier) und WUWT (hier)

 Hier die Datenbank mit den ClimateGate 2 Daten http://foia2011.org/

von WUWT Update3 : 9.25 Uhr PST – Nachdem ich eine Reihe von E-Mails gelesen, und dieses Zitat von Mike Mann im Guardian gesehen habe:

Auf die Frage, ob sie echt waren, sagte er: "Nun, sie sehen wie meine aus, aber ich kann kaum etwas erkennen, dass mir überhaupt irgendwie belastend  erscheint, obwohl sie aus dem Zusammenhang gerissen wurden. Ich vermute, sie hatten sehr wenig übrig, um damit zu arbeiten. In der ersten Runde haben sie die E-Mails gebracht, die am leichtesten aus dem Zusammenhang gerissen werden konnten, um zu versuchen, mich schlecht aussehen zu lassen. " 

Ich komme zu dem Schluss, sie sind das einzig Wahre. Ich habe einen BitTorrent-Link auf die Datei (unten) gelegt . Ein großer Unterschied zwischen Climategate 1 und 2 ist, dass bei 1, einige Tage dauerte bis die Main Stream Medien sich der Sache annahmen, jetzt sind sie schon oben drauf.

UPDATE6: 12.08 Uhr PST Hier ist ein E-Mail, die sich auf ein Radio-Interview, das ich in n Seattle mit Thomas Peterson im Sommer 2007 hatte, ja dies sind 100% echte E-Mails, kein Zweifel mehr daran, jetzt arbeitet. Mehr hier: Climategate 2.0 – NCDC: "Mr. Watts hat eine gut begründete Stellungnahme "

UPDATE7: 1:20 PM PST Phil Jones und Tom Wigley nennen einen anderen Wissenschaftler (Den früheren Staats-Klimatologen von California) einen "Narren" wegen der Veröffentlichung seiner UHI Ergebnisse.

Antony Watts

Wils:

Was ist, wenn der Klimawandel in erster Linie eine multidekadische natürliche Fluktuation ist? Sie werden uns wahrscheinlich umbringen […] 

<1939> Thorne / MetO:

Beobachtungen zeigen keine  steigenden Temperaturen in den tropischen Troposphäre es sei denn, Sie akzeptieren eine einzige Studie und Vorgehensweise und vernachlässigen die vielen anderen. Dies ist einfach zu gefährlich. Wir müssen die Unsicherheiten kommunizieren und ehrlich sein. Phil, hoffentlich können wir die Zeit finden, um diese zu diskutieren bei Bedarf weiter […]

Jones:

Das Grundproblem ist, dass alle Modelle falsch sind – weil nicht genug Wolken auf mittlerem und niedrigen Niveau. 

"Basic problem is that all models are wrong – not got enough middle and low level clouds."

<1473> McGarvie / UEA Direktor der Fakultätsverwaltung:

Weil wir EIR mit den anderen Klima Audit org Anträgen betreffend Kommunikation prüfen, auch mit anderen akademischen Kollegen, denke ich, wir schwächen unsere Position, wenn wir die Information über diesen Fall liefern. Also ich würde vorschlagen, dass wir das ablehnen (ganz am Ende des Zeitraums)

<1577> Jones:

[FOI-, Temperatur-Daten] Jede Arbeit, die wir in der Vergangenheit getan haben, ist mittels der Forschungsgeldern finanziert worden, die wir bekommen haben – und das muss gut versteckt werden. Ich habe das mit den wichtigsten Geldgeber (USA Dept of Energy) in der Vergangenheit diskutiert, und die sind froh, nicht die ursprünglichen Stations-Daten freigeben zu müssen.

<4085> Jones:

..GKSS ist nur ein Modell, und weil es ein Modell ist, gibt es keine Notwendigkeit für sie es zu korrigieren.

<1485> Mann:

..das Wichtigste ist sicherzustellen, dass sie die die PR Schlacht verlieren. Das ist, worum es der Website [Real Climate] geht.

Bradley:

Ich bin sicher, Sie stimmen zu, dass das  Mann / Jones GRL Papier wirklich erbärmlich war und nie hätte veröffentlicht werden dürfen. Ich will nicht mit dieser 2000 Jahres- "Rekonstruktion" (der "Globaltemperatur" von Mann Anm. d. Übersetzers) in Verbindung gebracht werden.

Cook:

Ich fürchte, dass Mike etwas verteidigt, das zunehmend nicht zu verteidigen ist. Er investiert zu viel persönliche Dinge darin und lässt nicht zu, dass die Wissenschaft voran kommt.

Barnett:

..[IPCC AR5 Modelle] klar, da ist einiges Tuning oder sehr viel Glück dabei. Ich zweifle dass die Modellierungs-Welt noch länger damit davon kommen kann.

<1982> Santer:

..es gibt kein einziges Modell, das in allen SST und Wasserdampf Tests, die wir angewendet haben, gut funktioniert.

Einige weitere erste Schnipsel aus dem Umlauf der Blogosphäre:

<3373> Bradley: Ich bin sicher, dass Sie  damit einverstanden sind, das Mann / Jones GRL Papier war wirklich erbärmlich und hätte nie veröffentlicht werden dürfen. Ich will nicht mit, dieser 2000 jährigen Re-Konstruktion in Verbindung gebracht werden.

<3115> Mann: Übrigens, wann wird Tom C  offiziell  seine rund 1500 Re-Konstruktion veröffentlichen?? Es würde in diesem helfen, diese Rekonstruktion als Bestätigung für Mann und Jones zu benennen.

<3940> Mann: Sie werden (siehe unten) es uns ermöglichen, eine Diskussion der synthetischen  Beispiel zu bieten, bezogen auf die J. Cimate Papier (das sollte nach Vorlage des überarbeiteten Entwurfs endlich anerkannt werden ), dass sollte der Sache ein wenig helfen.

<0810> Mann: Ich habe Judith Cirry vor einer Weile aufgegeben. Ich weiß nicht, was sie denkt was sie tut, aber es hilft der Sache nicht.

<2440> Jones: Ich habe gesagt, dass IPCC über dem nationalen FOI Gesetzen steht. Ein Weg, um sich selbst und alle diejenigen, die am AR5 zu decken wäre, alle E-Mails am Ende des Prozesses zu löschen.

<2094> Briffa: UEA verfügt nicht über die sehr große Mehrheit meiner [potentiell FOIable] E-Mails, da ich sie sowieso, auf meine privaten Datenspeicher nach Abschluss des IPCC Arbeit kopiert habe.

JeffId von Airvent hat einige erste Reaktionen

Aus der Readme-Datei:

/ / / FOIA 2011 – Hintergrund und Kontext / / /

"Mehr als 2,5 Milliarden Menschen leben von weniger als 2 Dollar am Tag."

"Jeden Tag sterben fast 16.000 Kinder an Hunger und anderen Ursachen."

" Ein Dollar kann ein Leben retten" – das Gegenteil ist ebenfalls wahr.

"Armut ist ein Todesurteil."

"Nationen müssen 37 Billionen $ in Energietechnologien zu investieren um bis 2030 die Treibhausgasemissionen auf einem nachhaltiges Niveau u stabilisieren".

Heutige Entscheidungen sollten  auf allen Informationen die wir bekommen können basieren, und nicht auf dem Verstecken des (Temperatur) Niedergangs. (Hide the decline).

Dieses Archiv enthält etwa 5.000 E-Mails mit Stichwortsuchen ausgewählt. Ein paar
Bemerkungen und Redaktionen sind mit Dreifach-Klammern gekennzeichnet.

Der Rest sind einige 220.000 Mails, die aus verschiedenen Gründen verschlüsselt sind. Wir planen nicht das Passwort zu veröffentlichen.

Wir konnten nicht alle lesen, aber haben versucht, die wichtigsten Themen abzudecken

Übernommen von Watts und Benny Peiser auf ACHGUT

Weiterführende Links:

http://nigguraths.wordpress.com/2011/11/22/climategate-ii-more-skeletons-in-the-closet-of-anthropogenic-global-warming/

http://www.bbc.co.uk/news/world-15840562

http://blogs.telegraph.co.uk/news/jamesdelingpole/100119087/uh-oh-global-warming-loons-here-comes-climategate-ii/

http://joannenova.com.au/2011/11/breaking-more-emails-released-climategate-ii/

Übersetzt von M. Limburg mithilfe von Google Übersetzer




Der verlogene ‚Konsens’ bzgl. der Klimaänderung

Die Theorie (genauer die Religion zur Umverteilung von Wohlstand) erlitt kürzlich eine ganze Reihe empfindlicher Schläge – obwohl sich die Lobby der Klimaänderung immer noch anstrengt, ihre Sicht der Dinge der Welt überzustülpen. Zum Beispiel hat Time Magazine einen Erguss unter der Überschrift „Wer finanziert die Leugner der Klimaänderung?“ veröffentlicht. Darin wundert man sich, warum es immer noch Zweifel gibt. In Time heißt es „…ein überwältigender wissenschaftlicher Konsens sagt es“.

Natürlich handelt es sich dabei um das gleiche Magazin, dass in den frühen siebziger Jahren die Ankunft einer neuen Eiszeit verkündete und Millionen zu Tode ängstigte. Am Ende stellte sich das als Mythos heraus.

Dass heute ein Konsens existiert ist ebenfalls ein Mythos, und es wird Zeit, diesen Mythos zu zerschlagen.

Selbst Skeptiker der Klimaänderung stimmen zu, dass die menschliche Rasse die Zusammensetzung der Atmosphäre verändert. Mit immer mehr Menschen, die sich an Wohlstand und Komfort dank der Leistungen der Industrie erfreuen, gibt es ein wenig mehr Kohlendioxid in der Luft. Das geht in die Rubrik „na und?“ ein.

Darüber hinaus gibt es aber keinen Konsens – nicht darüber, ob das CO2 den Planeten erwärmt, nicht darüber, wie groß diese Änderungen sind, nicht darüber, ob die Menschheit dafür verantwortlich ist, nicht darüber, ob die Wärme gefährlich ist und nicht darüber, was man dagegen tun soll.

Jene, die etwas anderes sagen und den Konsens aufdringlich vertreten, sind bestenfalls naiv.

Nehmen wir beispielsweise den früheren Gouverneur von Utah, Jon Huntsman. In einer nationalen Debatte unter den Republikanern sagte er, dass die Skeptiker der globalen Erwärmung leugnen, „was 98 von 100 Wissenschaftlern“ glauben.

James Taylor vom Heartland Institute erwiderte sofort, dass Huntsman sich auf eine Online-Umfrage bezog, auf die 77 Menschen geantwortet hatten – eine Umfrage, in der die Fragen bis zur Bedeutungslosigkeit einseitig und vage gestellt worden waren.

Abspringende Wissenschaftler

Das könnte man nun als irgendein Vorkommnis betrachten – außer dass der Hype um den „Konsens“ so weit verbreitet als Waffe benutzt wird, um Kritiker niederzuknüppeln. Die Wahrheit ist, dass immer mehr Wissenschaftler zurückweisen, dass eine solche komplexe Debatte jemals beendet werden könnte.

Vor kurzem ist beispielsweise ein Physik-Nobelpreisträger aus einer bedeutenden wissenschaftlichen Vereinigung ausgetreten, um gegen deren engstirnige Haltung zur Klimaänderung zu protestieren. In seiner Begründung an die Amerikanische Physikalische Vereinigung APS schrieb Ivar Giaever: „In der APS ist es in Ordnung, darüber zu diskutieren, ob sich die Masse von Protonen mit der Zeit ändert und wie sich ein Multi-Universum verhält, aber die Beweise für globale Erwärmung sollen unwiderlegbar sein?“

Andere waren weniger zurückhaltend. Harold Lewis, emeritierter Professor der Physik an der University of California in Santa Barbara, hat sich ebenfalls aus der APS zurückgezogen, und zwar mit folgenden Worten:

„Es ist natürlich der Zirkus um die globale Erwärmung und die Dollarmilliarden, mit denen er vorangetrieben wird, der so viele Wissenschaftler korrumpiert hat und der die APS wie eine Hammelherde vor sich her getrieben hat. Es ist der größte und erfolgreichste pseudowissenschaftliche Betrug, den ich in meinem langen Leben als Physiker gesehen habe“.

Nur als Randbemerkung, wenn Zahlen als Kriterium dienen könnten, haben sie viel Gesellschaft. Über 400 Wissenschaftler haben bereits im Jahre 2007 in einem Bericht an den US-Senat Fragen zur Erwärmungshypothese aufgeworfen. Bei einem Update dieses Berichtes 2010 ist die Zahl der Unterschriften auf etwa 1000 gestiegen.

Inzwischen haben über 31000 Wissenschaftler eine Petition unterzeichnet, in der sie bestreiten, dass menschliche Aktivitäten für eine wesentliche Klimaänderung verantwortlich sind. In der Petition, jetzt unter Federführung des Oregon Institute of Science and Medicine heißt es: „Es gibt keinen überzeugenden wissenschaftlichen Beweis, dass die menschlichen Emissionen von … Treibhausgasen zu einer katastrophalen Erwärmung der Erdatmosphäre oder einer „Disruption“ des Erdklimas geführt haben und jemals führen werden. Mehr noch, es gibt substantielle wissenschaftliche Beweise, dass eine Zunahme des CO2-Gehaltes in der Atmosphäre zahlreiche positive Auswirkungen auf die irdische Pflanzen- und Tierwelt hat.“

Falls man das Nummernspiel spielen will, hier ein Beispiel: 52 Wissenschaftler haben an einem grundlegenden Pfeiler zur Erderwärmung geschrieben, nämlich dem IPCC-Bericht für Politiker aus dem Jahr 2007. Dies bedeutet, dass sie mit 600 zu 1 in der Minderheit sind, verglichen mit den Unterzeichnern der Oregon-Petition.

The carbon problem Das Kohlenstoffproblem

Während des vergangenen Jahrzehnts haben die globalen CO2-Emissionen um 28 Prozent zugenommen. Die Emissionen in Afrika nahmen um 30 Prozent, in Asien um 44 Prozent und im Mittleren Osten um 57 Prozent. Die Emissionen in China haben sich mehr als verdoppelt. Diese Emissionen sind innerhalb eines Jahres um 2 Milliarden Tonnen größer als alles, was die USA emittieren. Und das Tempo des Anstiegs nimmt zu. Im vergangenen Jahr hat die CO2-Erzeugung in China um 10 Prozent zugenommen, während die Emissionen in den USA rückläufig waren.

Entwicklungsländer samt ihrer Milliarden Einwohner weisen die Klimaänderungshysterie durch ihre Politik zurück. Und zwar weil es bessere Gelegenheiten gibt, Geld für ein besseres Leben auszugeben als für eine fadenscheinige Institution, auf deren Fundamenten die Klimaänderung erzeugt worden ist.

Aber steht die Wissenschaft nicht auf der Seite der Untergangspropheten? Keine gute Wissenschaft. Die Theorien hinter der Hysterie werden durch neue Gedanken und Entdeckungen immer mehr erschüttert. Wesentliche Fragen sind immer noch nicht beantwortet. Nobelpreisträger Ivar Giaever beispielsweise ist unter jenen, die ihre Schwierigkeiten bei der Verifikation der weltweiten Klimadaten und des Beweises bekannt gemacht haben, dass die Erwärmung etwas Schlechtes wäre.

Die Behauptung (wie kann man die mittlere Temperatur der ganzen Erde über ein ganzes Jahr messen?) lautet, dass sich die Temperatur von 288,0 auf 288,8 K während 150 Jahre erhöht hat, was (wenn es stimmt) für mich bedeutet, dass die Temperatur erstaunlich stabil war, und sowohl die menschliche Gesundheit und das Wohlergehen haben sich definitiv während dieser ‚Erwärmungs’-Periode verbessert.

Das Problem der Ozeane

In einem Gespräch mit der New York Times sprach er eine andere unbequeme Wahrheit bzgl. der Daten an: „Es gibt keinen ungewöhnlichen Anstieg des Meeresspiegels, also wo liegt das Problem?“

Was?! Schmilzt die Antarktis nicht ab, und wird New York nicht durch das anschwellende Meer verschlungen?

Äh… nein! Im vorigen Jahr mussten Wissenschaftler, die in einer Schlüsselstudie behauptet hatten, dass der Meeresspiegel steigt, ihre Forschungen zurückziehen, nachdem man darin Fehler gefunden hatte, die die Ergebnisse unterminiert haben.

Die Autoren der Studie in Nature Geoscience sagten: „Seit Veröffentlichung unserer Studie sind wir auf zwei Fehler aufmerksam geworden, die die gezielte Abschätzung des zu erwartenden Meeresspiegelanstiegs betreffen. Dies bedeutet, dass wir ohne weitere Arbeiten keine weiteren Schlussfolgerungen hinsichtlich des Meeresspiegels im 21. Jahrhundert ziehen können“.

Mit anderen Worten, sie wissen es nicht. Aber einer der führenden Forscher der Welt bzgl. des Meeresspiegels sagt, dass er es weiß. Und er sagt, dass der Meeresspiegel nicht – Wiederholung: nicht – katastrophal ansteigt.

Nils-Axel Mörner ist Leiter der Abteilung Paläogeophysik und Geodynamik an der Stockholm University in Schweden. Er sagte, dass der Meeresspiegel von 1850 bis 1940 etwa 1 mm gestiegen sei. Das ist ein kleines bisschen. Aber dann fiel der Meeresspiegel. „Es gibt keinen Trend, absolute keinen Trend“, sagte Mörner.

Was ist aber mit dem IPCC-Bericht über den steigenden Meeresspiegel? Er sagte, dass das IPCC einen solchen Anstieg nicht aufgezeichnet, d. h. nicht gesehen hatte. Es war ein „Korrekturfaktor“ in einem Computermodell. Mit anderen Worten, sagte Mörner, „es handelt sich um eine Fälschung des Datensatzes“.

Was ist mit der Inselgruppe der Malediven, die im Indischen Ozean versinken soll? Mörner ist dorthin gereist. Die Inselbewohner bestätigten, dass der Meeresspiegel gesunken sei – in den siebziger Jahren. Aber Ursache waren eventuell andere Faktoren und nicht der Meeresspiegel. Mehr noch, seit damals „war der Meeresspiegel stabil; hat sich während der letzten 35 Jahre nicht verändert“.

Und was ist mit den abschmelzenden Polargebieten? „Die Antarktis schmilzt definitiv nicht ab“, sagte er. „Alle Aufzeichnungen von dort zeigen eine Ausdehnung des Eises.“.

Zu oft, sagt er, haben die Theoretiker der globalen Erwärmung kein Hintergrundwissen bzgl. der Wissenschaft vom Meeresspiegel. „Also stammt alles Gerede von einem Anstieg des Meeresspiegels aus Computermodellen, nicht aus Beobachtungen. Die Beobachtungen können ihn nämlich nicht finden“.

Ein Computermodell wird mit einer Programmierung des Computers erstellt. Und da gibt es das alte Akronym: Müll rein, Müll raus [Unübersetzbares Wortspiel. Original: “GIGO,” or Garbage In, Garbage Out].

Was die CO2-Zunahme betrifft, so dürften menschliche Aktivitäten nur einen winzigen Beitrag dazu leisten. Vor Kurzem hat Murry Salby, Vorsitzender der Klimaabteilung an der Macquarie University in Australien, festgestellt, dass 96 Prozent aller CO2-Emissionen aus natürlichen Quellen stammen.

Außerdem ist das Kohlendioxid nicht das von den wärmehysterischen Massen behauptete Superagens. Dem Leiter des Center for the Study of Carbon Dioxide Craig Idso zufolge ist es für die Umwelt unabdingbar notwendig. Er hat ein Buch geschrieben, in dem 55 Vorteile aufgezählt werden, wie das CO2 umweltverbessernd wirkt,

In extremen Mengen ist fast alles giftig, aber das CO2 ist in extremer Menge einfach nicht vorhanden. Und selbst wenn das doch der Fall wäre, gäbe es nichts, was irgendjemand dagegen tun könnte.

„Jeder weiß, dass CO2 ein Treibhausgas ist”, hat Idso gesagt. „Was nur sehr wenige Leute zu wissen scheinen ist, dass Wasserdampf ein viel wirksameres Treibhausgas ist, und so weit ich weiß, werden wir nie in der Lage sein, den Wasserdampfgehalt in der Atmosphäre zu kontrollieren, solange jedenfalls der Wind über den Ozean weht.“.

Die unbequeme Sonne

 

Was uns zu der Frage bringt: Was ist mit unserer Kontrolle der Sonne?

Im Juni haben das National Solar Observatory und das Forschungslabor der US-Luftwaffe von drei getrennten, unabhängigen Analysen berichtet, die darauf hindeuten, dass die Sonne derzeit in einer Phase mit geringer Sonnenfleckenaktivität eintritt. Solche Perioden korrespondierten mit globaler Abkühlung – einschließlich der „kleinen Eiszeit“ von 1645 bis 1715.

Mehr noch, ein vor kurzem in der prestigeträchtigen Zeitschrift Nature erschienener Artikel berichtet über Forschungsergebnisse am CERN, dem größten Partikelbeschleuniger der Welt. Wissenschaftler haben dort gefunden, dass kosmische Strahlen eine viel größere Rolle als gedacht hinsichtlich der Bewölkung auf der Erde spielen. Offenbar hat die Wolkenbedeckung große Auswirkungen auf Temperaturen.

Was bedeutet, dass man alle Theorien zur Erwärmung wieder auf das Zeichenbrett bannen muss.

Politik kontra Wissenschaft

Derzeit findet eine furiose Debatte darüber statt, was man hinsichtlich der Erwärmung tun sollte. Die Debatte ist überwiegend politisch, und zwar einschließlich Wissenschaftlern auf der Jagd nach Finanzmitteln von der Regierung.

Während er weiterhin verkündet, dass der Planet sich erwärmt, argumentiert der dänische Umweltaktivist Björn Lomborg nichtsdestotrotz, dass „viele der aufwendigen und teuren Aktionen, über die man jetzt nachdenkt, um die globale Erwärmung zu stoppen und die hunderte Milliarden Dollar kosten werden, oft mehr auf Emotionen als auf strikt wissenschaftlichen Hypothesen basieren. Sie werden mit hoher Wahrscheinlichkeit nur wenig Einfluss auf die Temperatur der Erde für Hunderte von  Jahren haben.“

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es weder unter den Wissenschaftlern noch hinsichtlich der wissenschaftlichen Theorie einen „Konsens“ darüber gibt, ob überhaupt eine Klimaänderung stattfindet, was sie bedeuten könnte und was man dagegen tun könnte.

All dies unterstreicht eine zentrale Wahrheit: Wissenschaft ist kein Popularitätswettbewerb! Was zählt ist nicht, wie viele Leute irgendetwas glauben oder ob sie sich selbst Wissenschaftler nennen oder ob sie in der Lage sind, Kritiker ruhig zu stellen. Was zählt ist, was wahr ist.

Der einzige ehrbare und nützliche Weg für die Befürworter der globalen Erwärmung ist es damit aufzuhören, Kritiker zum Schweigen zu bringen und so zu tun, als existiere ein Konsens. Stattdessen ist es an der Zeit, eine ehrliche Bestandsaufnahme aller Daten und der gesamten komplexen Theorie vorzunehmen. Dann und nur dann ist ein vernünftiger Fortschritt möglich.

Quelle:  Provo Daily Herald

Link: http://sppiblog.org/news/the-phony-%e2%80%98consensus%e2%80%99-on-climate-change#more-6265

Übersetzt von Chris Frey für EIKE