Energiewende? Ein neues Kohle-Zeitalter zieht auf!

Die Kernenergie wird nur scheinbar durch „Erneuerbare“ abgelöst.
Wie die Zeiten sich ändern. Vor nur drei Jahren, genau Ende August 2008, erklärte Angela Merkel bei der Grundsteinlegung für ein neues Kohlekraftwerk des Stromriesen RWE in Hamm/Westfalen: „Die Energieversorgung ist eine zentrale Frage des Industriestandortes Deutschland. Wir brauchen eine Initiative der Vernunft. Die Ablehnung neuer Kohlekraftwerke ist umwelt- und klimapolitisch kontraproduktiv. Wir dürfen nicht abhängig werden von ausländischen Stromlieferungen.“ Inzwischen hat die Bundeskanzlerin durch den überstürzten Ausstieg aus der Atomkraft selbst dafür gesorgt, dass genau das eingetreten ist.

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Wie die Zeiten sich ändern. Vor nur drei Jahren, genau Ende August 2008, erklärte Angela Merkel bei der Grundsteinlegung für ein neues Kohlekraftwerk des Stromriesen RWE in Hamm/Westfalen: „Die Energieversorgung ist eine zentrale Frage des Industriestandortes Deutschland. Wir brauchen eine Initiative der Vernunft. Die Ablehnung neuer Kohlekraftwerke ist umwelt- und klimapolitisch kontraproduktiv. Wir dürfen nicht abhängig werden von ausländischen Stromlieferungen.“ Inzwischen hat die Bundeskanzlerin durch den überstürzten Ausstieg aus der Kernkraft selbst dafür gesorgt, dass genau das eingetreten ist. Nach der Abschaltung der Hälfte der deutschen Kernkraftwerke ist die deutsche Stromversorgung „auf Kante genäht“, wie man so schön sagt. Eine Kältewelle oder der plötzliche Ausfall von zwei, drei Großkraftwerken würden genügen, um bei uns für Tage die Lichter ausgehen zu lassen. Die deutsche Netzagentur gibt das unumwunden zu und hat nun für die Winterzeit ältere Kohlekraftswerksblöcke als „Kaltreserve“ eingeplant. Damit bestätigt die Netzagentur, was unabhängige Fachleute schon bei der Verkündigung der „Energiewende“ durch Angela Merkel voraussagten: Statt zum Aufbruch in das von den Grünen verheißene „Zeitalter erneuerbarer Energien“ wird der Atomausstieg zu einer Renaissance von Kohle und (in geringerem Umfang) Gas führen. Beim grünen Fußvolk führt das zu wachsender kognitiver Dissonanz, zumal inzwischen ausgerechnet die linksliberale „New York Times“ auf die stark negative Öko-Bilanz „grüner“ Energieträger wie Biosprit hingewiesen hat.

Es spricht ohnehin einiges dafür, dass das Zeitalter der Kohle als Rohstoff der Elektrizitätserzeugung nun erst richtig beginnt. Nach dem jüngsten Statistical Review of World Energy des Ölkonzerns BP, einer der verlässlichsten Quellen für weltweite Energiemarktdaten, ist der Kohleverbrauch in den letzten zehn Jahren fast um 50 Prozent gestiegen. Eine solch rasche Steigerung hat es zuvor noch nie gegeben. Zu 90 Prozent sind China und Indien für diesen Zuwachs verantwortlich. Der Anteil der Kohle an der weltweiten Primärenergieerzeugung erreicht fast 30 Prozent und ist damit wieder so hoch wie zuletzt im Jahre 1970. Mit 48,2 Prozent entfällt fast die Hälfte des Welt-Kohleverbrauchs auf China. Die Pläne der chinesischen Führung sehen bis 2035 einen Ausbau der Kohlekraftwerkskapazität auf 600 Gigawatt vor. Auch in den westlichen Ländern ist der Kohleeinsatz im Jahre 2010 mit 5,2 Prozent so stark gewachsen wie zuletzt im Jahre 1979.

Diese Entwicklung kam durchaus nicht überraschend, sondern entspricht marktwirtschaftlicher Logik. Denn die bekannten Kohlevorräte sind auf der Welt relativ gleichmäßig verteilt und reichen noch für etliche Jahrhunderte. Die Schätzungen reichen bis zu tausend Jahren und mehr. Zudem ist die Kohle, im Unterschied zu flüssigen oder gasförmigen Energieträgern, problemlos transport- und lagerfähig. Mit ihrer Hilfe ist also das heikle Problem der Energiespeicherung leicht lösbar. Die Kohlepreise sind zwar in diesem Jahr wegen der Überflutung australischer Kohleminen im letzten Winter vorübergehend auf 90 bis 120 Euro je Tonne angestiegen. Doch noch immer gehört die Kohle zu den preiswertesten Energieträgern. Sie ist daher für aufstrebende  Schwellenländer wie China und Indien die Energiequelle der Wahl. Leider bleiben die Kraftwerke dort, was das Ausfiltern von Schadstoffen angeht, noch immer weit hinter dem westlichen Stand der Technik zurück.

In der EU (außer in Polen) wird die Kohle jedoch von den Grünen aller Parteien grundsätzlich verteufelt, weil bei ihrer Verbrennung Kohlenstoffdioxid (CO2) entsteht. Dieses unsichtbare, geruchlose und ungiftige Gas wird für die globale Erwärmung verantwortlich gemacht. Neue Kohlekraftwerke sollen deshalb nach dem Willen der EU-Kommission nur noch genehmigt werden, wenn sie das CO2 aus den Rauchgasen abscheiden und in tiefe Gesteinschichten verpressen. Das würde im Verein mit dem vorgeschriebenen Erwerb von CO2-Lizenzen über das europäische Emissionshandelssystem ETS allerdings die Kostenvorteile der Kohle weitgehend zunichte machen.

Darin besteht wohl auch der Hauptzweck der europäischen „Klimapolitik“. Diese stützt sich auf die 1896 vom schwedischen Chemiker Svante Arrhenius formulierte Hypothese vom „Treibhaus Erde“, die schon vor über hundert Jahren vom amerikanischen Physiker Robert William Wood als Fiktion entlarvt wurde. Wood konnte mithilfe eines einfachen Experiments zeigen, dass nicht einmal ein richtiges Gewächshaus so funktioniert, wie das „Treibhaus Erde“ angeblich funktionieren soll. Heute kann sich jeder selbst davon überzeugen, dass es zwischen der Kohleverbrennung und der Entwicklung der Durchschnittstemperatur auf der Erde keinen Zusammenhang gibt: Der starke Zuwachs des Kohleverbrauchs in den letzten zehn Jahren hat nicht zu einer nachweisbaren Erwärmung der Erde geführt. Im Gegenteil ist die Durchschnittstemperatur leicht gesunken.

Was die meisten nicht wissen: Arrhenius’ widerlegte Hypothese wurde schon zu Beginn der 1980er Jahre von führenden Köpfen der sozialistischen Internationale um Olof Palme und Gro Harlem Brundtland aus der Versenkung geholt, um die damals unrentabel gewordene Förderung von Erdgas in Russland und in der Nordsee durch die Einführung einer CO2-Steuer gegenüber der billigen Kohle wieder wettbewerbsfähig zu machen. Zwar konnten die Sozialisten bis heute keine direkte CO2-Steuer durchsetzen. Aber der CO2-Emissionshandel wirkt wie eine indirekte Steuer. Doch konnten die Sozialisten damit die Renaissance der Kohle nicht verhindern. Nun wäre es an der Zeit, sich vom Treibhaus-Schwindel zu verabschieden.  

Edgar Gärtner EIKE

Brandaktuell Roland Tichy in der Wirtschaftswoche "Blackout in Berlin"

Weil der Energie-Murks nicht länger zu vertuschen ist, hat die Bundesregierung vergangene Woche noch eine Expertenkommission eingerichtet. Glück auf!

Weiteres im Internet:

Merkel wirbt für den Neubau von Kohlekraftwerken

Statistical Review of World Energy

‚Serious’ Error Found in Carbon Savings for Biofuels

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9 Kommentare

  1. Lieber Chris

    Joo, meine E-Mail-Adresse is noch die selbe……ick bin nur leider ne E-Mail-Schlampe und guck zu selten in den Briefkasten, wat ick heut mal nachholen tuen tu.

    Hihi, dat heutige Captcha is lustig…….Alkohol

    MfG
    Onkel Heinz…..stocknüchtern

  2. Lieber admin,
    dies müssen Sie natürlich nicht freischalten, nur vielleicht an Heinz Eng weiterleiten. Danke!

    Lieber Heinz,

    danke für die Auskunft; ich glaube, du hast das viel früher schon mal geschrieben.
    Stimmt deine e-mail-Adresse noch?

    Freundliche Grüße Chris

  3. Lieber Chris

    Windräder sind in erster Linie Stromverbraucher und können ohne bestehende Spannungsversorgung erstmal……nix.
    Von einem Augenzeugen wurde mir berichtet, das die Dinger (war glaube ich ein 2MW Miefquirl) bei Schwachwind erstmal bis zu 300 kW Anlaufstrom brauchten um überhaupt die Trägheit zu überwinden.
    Bisher hab ich vergeblich versucht irgendwelche Eigenverbrauchswerte von WKA zu finden……irgendwie halten sich die Betreiber und Erbauer da ziemlich bedeckt.
    Sollte hier jemand zufällig mehr wissen, immer her mit den Daten.

    WKA sind NICHT Schwarzstartfähig……also nach einen Black-Out erstmal nur sinnlose Stromverbraucher, und das liebe Kinder, hat euch der Onkel mit dem bunten Hochglanzprospekt nicht verraten.

    MfG
    Onkel Heinz

  4. @
    Für was braucht die Welt und Deutschland einen Prof.Dr. Andreas Löschl. Ein Wirtschaftswissenschaftler der mit der technischen Praxis einer kostengünstigen und zuverlässigen Energieversorgungsstruktur keine Erfahrung gesammelt hat und diese auch nie sammeln wird. Dieser Mensch ist nur für die ökosozialistische Propaganda gut. Das Feigenblatt der Regierung Merkel. Dieser Prof.Dr. hat weder von Technik noch von Kostenrechnen eine Ahnung. Ansonsten hätte er diese Stelle nicht angenommen. Er muss ein zukünftiges (erneuerbares) Energiemodell gegenüber dem (konnventionellen) Energiemodell verteidigen. Er muss im Auftrag der Merkelregierung die teure und unzuverlässig Wind- Bio- und Sonnenergie gegenüber der kostengünstigen und zuverlässigen Kern- und Kohlekraftenergie verteidigen. Kurz und Knapp: Er und sein Institut soll das deutsche Volk weiterhin für blöd verkaufen und realistisch teure Energie als ideologisch kostengünstige Energie propagieren.

  5. Darf ich ma wieder?

    War ja lange nich da!

    >Nach der Abschaltung der Hälfte der deutschen > Kernkraftwerke ist die deutsche >Stromversorgung „auf Kante genäht“, wie man so > schön sagt. Eine Kältewelle oder der >plötzliche Ausfall von zwei, drei
    > Großkraftwerken würden genügen, um bei uns
    > für Tage die Lichter ausgehen zu lassen.
    > Die deutsche Netzagentur gibt das unumwunden > zu und hat nun für die Winterzeit ältere >Kohlekraftswerksblöcke als „Kaltreserve“
    > eingeplant.
    Wie jetzt?Auf Kante genäht, aber ne Reserve exisitiert? Das ist schon ein ziemlicher Logikbruch Herr Gärtner!
    übrigens: die Atomfranzosen haben grade richtig Panik über den Winter zu kommen. Klappt wohl nicht so toll mit den Nachtspeicherheizungen + 85 Atomwerke

    > Nach dem jüngsten Statistical Review of World >Energy des Ölkonzerns BP, einer der
    > verlässlichsten Quellen für weltweite >Energiemarktdaten….
    Ohjee! Da sollten wir vielleicht auch Phillip Morris als verlässliche Quelle für die Gefahren des Zigarettenkonsums zitieren? Oder Walter Mixa zur Kindererziehung?

    >Die Pläne der chinesischen Führung sehen bis >2035 einen Ausbau der >Kohlekraftwerkskapazität auf 600 Gigawatt vor.
    Also verbrauchen 4 Chinesen „vielleicht“ irgendwann mal soviel Kohle,wie EIN Deutscher? Gar erschröcklich!

    >Auch in den westlichen Ländern ist der >Kohleeinsatz im Jahre 2010 mit 5,2 Prozent so >stark gewachsen wie zuletzt im Jahre 1979.
    Vielleicht bei den bekloppten Ami´s, nach 10 Jahren Spin der Bush-Clique

    >…..wegen der Überflutung australischer >Kohleminen im letzten Winter vorübergehend auf
    > 90 bis 120 Euro je Tonne angestiegen.
    Quark: Die Tonne Importkohle kam zwischendurch für 170 EUR bei uns an (WWW.welt.de). Und das is grad mal einen Winter her!

    >In der EU (außer in Polen) wird die Kohle >jedoch von den Grünen aller Parteien
    > grundsätzlich verteufelt, weil bei ihrer >Verbrennung Kohlenstoffdioxid (CO2) entsteht.
    Quark: Hauptprobleme der Kohleverbrennung: Quecksilber, Schwefel, PAK´s und radioaktive Asche. Die allermeisten „Grünen“ Parteien sind übrigens strikt gegen CCS und damit konform mit der Meinung hier bei EIKE

    > Dieses unsichtbare, geruchlose und ungiftige >Gas wird für die globale Erwärmung
    > verantwortlich gemacht.
    Nur zum Teil

    >… „Klimapolitik“…. stützt sich auf die >1896 vom schwedischen Chemiker Svante >Arrhenius formulierte Hypothese vom „Treibhaus >Erde“….
    Blödsinn: Lesen Sie mal den IPCC-Bericht und nicht nur Spiegel und Blind
    >…zeigen, dass nicht einmal ein richtiges >Gewächshaus so funktioniert, wie das
    >„Treibhaus
    > Erde“ angeblich funktionieren soll.
    Hat seit mehreren Dekaden auch kein Klimatologe mehr behaupter. Sehr schwach, völlig veraltete Thesen zu widerlegen

    Den politischen Spin um Olof Palme zu wiederlegen erspar ich mir, das ist eh VT.
    Wie immer bei EIKE: Argumente aus einer isolierten Blase der Selbstreferenzialität

    Salut

    Frank

  6. Das mit den Blackouts wird wirklich spannend! Zwar sind natürlich Jahreszeitenvorhersagen mit Vorsicht zu genießen, aber man findet doch im Internet verschiedene Quellen, die schon im Dezember von einer hohen Wahrscheinlichkeit massiver Kältewellen bei uns ausgehen.
    Dazu kommt ja dann noch die ganze Weihnachtsbeleuchtung – sicher auch kein Marginalium beim Energieverbrauch.

    In diesem Zusammenhang eine Frage an Fachleute: bei Stromausfall läuft doch auch kein einziges Windrad, oder bin ich da falsch informiert?

    Chris Frey

  7. Enquete-Kommission „Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität“:

    „Dennis Meadows plädiert für einen Kurswechsel“

    Na toll Dennis im Bundestag, was diskutieren wir eigentlich noch.Sind schon alle dekarbonisiert in Deutschland?
    http://tinyurl.com/6epf3rl

    Hier lagen sie schön daneben Cub of Rome:

    „In besonders detaillierten Studien haben Pestel und Mesarovic die Lage Südasiens untersucht. Sie kommen zu dem Schluss, dass selbst bei optimistischen Annahmen eine Hungerkatestrophe erwartet werden muss , die in den frühen achtziger Jahren beginnt und um das Jahr 2010 ihren Höhepunkt erreichen wird‘. Die Autoren rechen mit einer Milliarde Hungertoten.“
    Der Stern Nr. 44/1974 (in einem Artikel über einen Bericht des „Club of Rome“, den Eduard Pestel und Mihailo Mesarovic verfasst hatten)

    „Es wird dann zu solcher Zerrüttung in den zuerst betroffenen Regionen, wie etwa Indien, und zu Milliarden Toten kommen.“
    Dennis Meadows,1974 (Stern-Interview)
    Quelle: Der Stern Nr. 44/1974

    Sagt mal jemand im Bundestag , was los ist?

    „Obama sagt grüne Revolution ab“

    http://tinyurl.com/689antq

  8. „Bist du in Not mein Sohn, dann gründe eine Kommission“ 😉

    Laufen denn die Kommissionen der Bundesregierung hinterher oder läuft die Bundesregierung den Kommissionen hinterher?

    Beginnt man Verantwortlichkeiten zu vertuschen?

    Was ist mit Töpfers Institut für Advanced Sustainability Studies, IASS? Sind die besten Wissenschaftler der Welt getürmt?

    Was ist mit dem CoR besetzten Nachhaltigkeitsrat?

    Was ist mit der Energiestudie der Leopoldina ?
    Prof. Hacker selbst war in der Ethikkommission!

    Was soll der Leadautor des für den 5. Sachstandsbericht (2010 bis 2014) des Weltklimarates IPCC und Research Associate am Centre for Climate Economics and Policy an der Australian National University (ANU) in Canberra nun noch überprüfen?

    Auf dem Narrenschiff dreht sich ein Kommissionskarusell 😉

    http://tinyurl.com/5v7ecll

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