Neueste Studie: Atomausstieg kostet Bürger 32 Milliarden Euro. Mindestens!

Das geplante Aus für die Atomkraft in Deutschland macht Strom bis zum Jahr 2030 um insgesamt mindestens 32 Milliarden Euro teurer. Das sei das Ergebnis einer vom Bundeswirtschaftsministerium in Auftrag gegebenen Studie, berichtete das „Handelsblatt“ . Der beschleunigte Ausstieg führt demnach auch zur Verlagerung von Stromproduktion ins Ausland und zum vermehrten Import fossiler Energieträger. Der Ausstieg wird noch teurer. Die Wende kostet die Verbraucher und Industrie 32 Milliarden Euro – im besten Fall. Auch die Chemieindustrie streicht Arbeitsplätze in Deutschland. “Deutschland wird als Produktionsstandort für die energieintensive Chemieindustrie unattraktiver‘, sagte Bayer-Chef Marijn Dekkers. Siehe Update 1 und 2

..Besonders hart wird die Industrie von dem schnelleren Aus für die Kernkraft getroffen: „Der Stromkostenanstieg kann für den Betrieb einzelner stromintensiver Anlagen gravierende Konsequenzen haben“, schreiben die Autoren der Studie. Stromintensive Wertschöpfungsketten seien vor allem langfristig und durch die Kumulation verschiedener Kosteneffekte bedroht.

Update 11.8.11:

Nachdem EON angekündigt hat bis zu 11.000 Arbeitsplätze auf Grund des Atomausstiegs und der Energiewende abzubauen, kündigt auch der Chemiekonzern BAYER – so dpa – aus denselben Gründen an, ganze Werke zu verlagern. Die dort bestehenden Arbeitsplätze gehen auf Nimmerwiedersehen aus Deutschland ins Ausland. Die staatlich gewollte Deindustrialisierung Deutschlands nimmt Fahrt auf. Näheres dazu hier.

“Deutschland wird als Produktionsstandort für die energieintensive Chemieindustrie unattraktiver‘, sagte Bayer-Chef Marijn Dekkers in einem Interview der Wirtschaftswoche. ‚ Bereits jetzt habe Deutschland im EU-Vergleich die höchsten Energiepreise. Der Schwerpunkt der Investitionen bei der Chemie- und Kunststoffsparte lägen bereits jetzt in China. ‚Deutschland verliert relativ an Bedeutung‘, sagte Dekkers.

Mit Dank an Spürnase K.G. Böschen

Update 2 15.8.11

Die Studie des Bundeswirtschaftministeriums ist arg geschönt.Wie EIKE am 27.7.11 bereits berichet hatte wird es viel, viel teuer:

Energiearmut kommt- Studien zeigen: Energiewende kostet mindestens 335 Milliarden Euro

Jetzt wird so langsam die Katze aus dem Sack gelassen. Nicht von der Politik, die verniedlicht und verharmlost weiter. Wie jüngst durch Frau Merkel: "Es kann was kosten", sondern von der betroffenen Wirtschaft. Wie dpa und Die Welt am 26.7.11 meldete, ist der schnellere Atomausstieg -einer Studie zufolge- mit erheblichen Kosten verbunden. Zu diesem Ergebnis kommen zwei Gutachten im Auftrag der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft, die der Zeitung "Die Welt" (Dienstag) vorliegen. Demnach erzeugt der Ausbau der erneuerbaren Energien Kosten in Höhe von (mindestens) 335 Milliarden Euro, wobei vor allem die Ökostrom-Umlage nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) zu Buche schlagen soll.

Details dazu hier:

http://www.eike-klima-energie.eu/energie-anzeige/energiearmut-kommt-studien-zeigen-energiewende-kostet-mindestens-335-milliarden-euro/

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38 Kommentare

  1. @Team-Thorsten

    Na, ist euch auf R-E langweilig geworden?
    Hmm, da muss man aber nicht gleich seinen substanzlosen Senf hier bei EIKE loslassen, gelle? Oder hat sie Ihr Auftraggeber hierhergescheucht um a bisserl den Betrieb zu stören?

    Lassen Sie es, ihr vorgefertigtes Propagandamaterial kennen wir noch zu genüge, ausser den auswendig gelernten Müll zur Kernkraft haben Sie eh nix sinnvolles beizutragen.

    Eines schönen, kalten Tages werden Sie den Tag verfluchen, das Deutschland Hals über Kopf den Ausstiegsbeschluss durchgeprügelt hat, bedenken Sie dann aber bitte, das auch die klimafreundlichste Pelletheizung ohne Strom nix gehen tut und Ihre tollen Solarthermie ohne Umwälzpumpen auch nur leise vor sich hinkocht.

    Mit einem haben Sie aber recht……..32. Mrd. Euro sind vieel zu niedrig angesetzt, denn bisher hat keiner die externen Kosten und die Verschandlung und Verseuchung durch die Erneuerbaren angegeben.

    100 TWh Speicherkapazität……na dann fangen se schon mal an sich reichlich Akkus in den Keller zu packen, Sie Anti-AKW-Aktivist.

    Sorry Herr Limburg, wenn ick Läuse im Pelz hab, muss ich mich gelegentlich auch kratzen. 🙂

    Heinz Eng

  2. 32 Mrd. Euro Ausstiegskosten? Na ja, wenn man Risiken, externe Kosten, Folgekosten und Subventionen der Kernenergie nicht mit einrechnet, dann kann man zu diesem Ergebnis kommen.

  3. @S.Hader

    Kleine Begriffserklärung:
    Integriert
    1. jemanden/sich (in etwas (Akk)) integrieren jemanden/sich zum Mitglied einer Gruppe machen:

    2. etwas in etwas (Akk) integrieren etwas zu einem Teil eines Ganzen werden lassen:

    3. (etwas) integrieren Math; ein Integral berechnen

    http://de.thefreedictionary.com/integrieren

    Teil eines ganzen…….der Kohlebunker oder der Kernbrennstoff, selbst Erdgas das nur per Leitung ankommt, zählt dazu.
    Selbst ein Laufwasserkraftwerk kann im begrenzten Maße per flexibler Wasserstände auf einen integrierten Speicher zurückgreifen und somit in Grenzen bedarfsabhängig Strom erzeugen.

    Diese Optionen haben aber weder Solarzellen noch Windräder, die zu 100 % der Launen der Natur unterworfen sind, um dies auszugleichen, brauchen auch diese beiden Technologien „integrierte Speicher“.

    Wenn man alle Machbarkeitsstudien der letzten Jahre revue passieren lässt, brauchen wir eine gesamte installierte EE-Leistung von 240……270 GW, die unter Umständen bei günstigen Wetterverhältnissen zeitweise das vier bis fünffache an Strom erzeugen, was das Netz überhaupt an Strom verbraucht.

    Tja, und dann muss man entweder diese Erzeuger drosseln oder diese Übermenge versuchen ins Ausland abzusetzen oder eben speichern.

    Speichern für den Tag/Nacht-Ausgleich und zusätzlich speichern für den sonnenarmen Winter.
    Selbst Smart-Grids (intelligente Netze) werden an diesen grundsätzlichen Problem nichts ändern, höchsten abmildern also brauchen wir dringends elektrotechnische Großspeicher.

    Diese wiederum kosten enorm viel Geld das natürlich letztendlich der Stromkunde zahlen muss, wir erinnern uns, diese Speicher sind vor allem dem Wind und der Sonne geschuldet und diesen Erzeugern auch kostenpflichtig anzurechnen.

    Diese unbedingt zu berücksichtigenden Kosten werden aber leider immer wieder unter den Tisch fallen gelassen, weil man eben ganz gerne die EE-Werbetrommel rührt.

    Und dagegen verwahre ich mich.

    PS. Ich lache tatsächlich sehr oft und gerne……Danke für Ihre Animation.

    MfG
    Heinz Eng

  4. @Heinz Eng,

    Es freut mich wirklich, dass ich Ihnen durch meine Frage eine halbe Stunde Lachen in Ihrem Leben schenken konnte, denn wir wissen ja, ein Tag ohne Lachen ist ein verschenkter Tag. :o)

    Auch wenn Sie es nicht für möglich halten, meine Frage war ernst gemeint. Den Begriff „integrierter Energiespeicher“ kannte ich bisher nur aus der Mikroelektronik. In Zusammenhang mit Öl, Gas und Kohle wird man den Ausdruck in der Fachwelt oder im Internet bisher vergebens suchen. Von daher tut es mir natürlich sehr leid, dass ich ihre eigene Wortschöpfung „integrierte Energiespeicher“ in dem Zusammenhang nicht als solche erkannte und dessen bedeutung mir nicht sofort erschloss und bitte noch mal um Entschuldigung.

    Meine Frage diesbezüglich ist damit beantwortet.

    MfG
    S.Hader

  5. Herr Burowski,
    machen Sie es doch nicht so spannend, im Netz finde ich keine Speicher. Alles was ich finde sind flüchtende Anleger aus der Solarindustrie.

    Den Solar und Windquatsch leisten wir uns ohne Speicher. Die fossilnuklearen KW werden doch nie abgeschaltet?

  6. @Burowski

    Au man, Sonderkunden sind doch ein ganz anderer Acker, der hier aber nicht zur Diskussion steht. (Macht bei uns der Vertriebsmensch, der je nach Struktur dat Stromentgelt berechnet)

    Bisher haben sie nix….in Zahlen Null gezeigt, was mir irgendein ehrfürchtiges Verneigen abringen könnte.
    Joo, bei Science muss ich nicht ganz so dolle auf die Moderatoren aufpassen und wenn Sie auch nur ein Millimeter Po in der Hose hätten, würden se rüber kommen und dort ihre Thesen verbreiten.
    Nee, da beschwert man sich lieber, das die Mods bei EIKE auch gerne mal Feierabend machen und dadurch die Freischaltung etwas verzögert ist.

    Speicher……na dann lesen Sie erstmal die letzte Studie des UBA………die sagen in etwa, wat Deutschland für Speicher brauch, trotz vorgesehenen Import von Strom.
    Tja guter Mann, als Verkäufer mögen Sie zwar Spitze sein aber ansonsten glänzen Sie hier nur mit „Viertelwissen“.

    Habe die Ehre
    Onkel Heinz

    PS. Dat Captcha is heut lustig……Mordete…….das mir hier keine falschen Gedanken aufkommen

  7. #28: Herr Eng
    „Ihre Zahlenspielchen beeindrucken mich nicht die Bohne, zeigen höchstens, das der Privatkunde und das Gewerbe auch noch für die energieintensive Industrie mitbluten muss.“
    Ach Herr Eng, Sie und Ihr Halbwissen; meine Rechnung trifft natürlich, außer EEG, auch auf den Fleischermeister um die Ecke zu, da er aus Sicht des Energieversorgers ein Sonderkunde ist. Recherchieren Sie einfach mal im Internet, bevor Sie hier in die Tasten hämmern. Auf „Sceptical Blog“ könne Sie ja von mir aus jeden Unfug ins Internet setzen; ich habe mir den Käse dort einmal angesehen und mich ernsthaft gefragt, ob die Seite von Erwachsenen oder Kindern betrieben wird.

    „Speicher in EEG-Rechnung mit einbeziehen“
    Können wir gerne machen, wenn Sie wissen, wieviel und welchen Speicher wir benötigen. Rechnen Sie mir aber bitte nicht ihren Wasserpumpenluxusspeicher vor. Recherchieren Sie einfach mal im Internet, was es da alles gibt, wo man was anwenden kann und dann diskutieren wir da weiter. Ich habe zwar Bedenken, dass bei Ihrem physikalischen Verständnis, was außer Hubarbeit keine Speichermöglichkeiten kennt, was Vernüftiges rauskommt, aber versuchen kann man’s ja – Lernfähigkeit soll sich ja bei den meisten Menschen bis ins hohe Alter halten.
    Im Gegenzug bitte ich dann darum, dass der Neubau von Kernkraftwerken auch in die Berechnung zukünftiger Strompreise einbezogen wird. Das letzte KKW wurde in Deutschland 1982 ans Netz genommen, ist jetzt längst abgeschrieben und jeder vernüftige Ökonom hätte dieses Arbeitsmittel längst durch ein neues ersetzt. Auch in die Berechnung sollte der Preis der Endlagerung einbezogen werden, egal ob das Zeugs ewig lange unter der Erde schlummert oder per Transmutation zerlegt wird. Wobei letzters sicher die Luxusvariante ist, da sie sich weder energetisch noch ökonomisch rechnet. Das wussten vor 50, 60 Jahren schon unsere altvorderen Kernphysiker und sind deshalb niemals ernsthaft auf die Idee gekommen, damit Atommüll zu zerlegen.

    Also dann Herr Eng, immer schon recherchieren und wissensmäßig am Ball bleiben, die technische Entwicklung geht jeden Tag weiter und wer stehen bliebt, fällt zurück – das wollen Sie doch nicht ernsthaft oder?

    Gruß Holger Burowski

  8. @Limburg
    Nachtrag

    Wir sollten bei zukünftigen Diskussionen um die EE (Kosten, Machbarkeit) grundsätzlich immer die Speicher berücksichtigen, denn nur zusammen sind Wind/Sonne überhaupt Versorgungstechnisch in der Lage, eine Nation mit Strom zu versorgen.

    Hat den Vorteil, das wir den EE-Besudelten und ihre sinkenden Einspeisegebühren den Wind aus den Segeln zu nehmen können.

    MfG
    Heinz Eng

  9. @Admin
    Lieber Herr Limburg, vielen Dank für Ihren Vorgriff auf meine Antwort……ich war leider die letzte halbe Stunde ausser Gefecht gesetzt……die Lachtränen haben die Tastatur vollgekleckert und mein Zwerchfell schmerzt immer noch.

    Eins zeigt uns diese „lustige“ Frage aber mal wieder ganz deutlich, das Öko-Beseelte EE-Fanatiker nicht einmal das rudimentärste Wissen von einer nationalen Stromversorgung besitzen, im Gegenteil……selbst einfachste physikalische Grundsätze nicht kennen.

    Dat blöde an der Sache ist leider, das diese Leute teilweise in Machtpositionen sitzen und ihr Unwissen Kraft ihrer Wassersuppe dem ganzen Land überhelfen wollen.

    Aber ick mach mir erstmal keine Sorgen……denn auch in 5 Jahren wird Deutschland keinen nennenswerten Stromspeicher besitzen und für die tausende Kilometer neuer Überlandleitungen gibt es weder ausreichend Material noch Firmen die diese aufbauen können (Europaweit).
    Wahrscheinlich muss für die tollen EE-Speicher auch noch die EEG angepasst werden, denn zukünftige Investoren wollen ja auch garantierte Knete sehen, wie die WKA- und Sonnenpaddelbesitzer heute schon.

    Abwarten, zurücklehnen und die folgenden Black-Outs überstehen…..dann werden auch die ollen KKW wieder angefahren.

    MfG
    Heinz Eng

  10. @Burowski

    Ihre Zahlenspielchen beeindrucken mich nicht die Bohne, zeigen höchstens, das der Privatkunde und das Gewerbe auch noch für die energieintensive Industrie mitbluten muss.

    hier gehts rein nur um die „Gewinninteressen der 4 Grossen“ der Rest ist doch nur Augenwischerei.

    Blöd nur, das es Statistiken gibt, die beweisen das Deutschland eh schon weltweit mit die höchsten Industriestrompreise hat (können se gerne alleine ergoogeln), also wat soll Ihr ellenlanger Text?
    http://preview.tinyurl.com/3brwenf

    EEG…..blah, blah, blaaaah……..Sie vergassen die Speicherkosten zu erwähnen….wie jeder andere EE-Fanatiker hier bei EIKE, denn diese Kosten sind noch nicht im geringsten absehbar.
    Bisher schmarotzen die EE nur auf Kosten der Konventionellen rum, zwingen die zu immer unwirtschaftliche Fahrweisen, die dadurch steigenden Erzeugerpreise werden dann den Konzernen als Habgier vorgeworfen und der gemeine Öko suhlt sich wieder in seiner selbstgebastelten Scheinwelt.

    Ach, ich vergass ja noch den Netzausbau……der per „Durchleitungsgebühr“ auch noch bei jeden deutschen Stromkunden durchschlagen wird…..irgendwie müssen wir ja den erneuerbaren Sondermüll auch an den Mann/Frau bekommen, gelle.

    Ach übrigens, nach 20 Jahren sollte der meiste erneuerbare Mist auch am Ablaufdatum seines Lebens sein, daher ist die Kostenbetrachtung etwas müssig, wie eigentlich Ihr ganzer Text.

    Eins halte ich Ihnen aber zu gute, Sie beherrschen wenigstens die 4 Grundrechenarten….muss man wenigstens bei Ihnen nicht bei Null anfangen.

    @Admin, bitte entschuligen sie mein rüdes Auftreten…..aber ständig den selben Müll widerlegen zu müssen, macht mich langsam wahnsinnig.

    H.E.

  11. @S.Hader

    Liberalisierung der Strommärkte hat zu einer kurzzeitigen Preisminderung beigetragen, bis Papa Staat angefangen hat sich beim Stromkunden über die Öko-Stromsteuer zu bedienen, alles andere ist Augenwischerrei, und das wissen Sie auch.

    Sinkende Herstellungskosten von Wind und Sonne……..ich kann es einfach nicht mehr hören, Bullshit.
    Konventionelle Kraftwerke sind Energieerzeuger mit integriertem Energiespeicher, den es ihm ermöglicht, Strom nach Bedarf zu erzeugen.
    Wind und Sonne…sind Zufallsstromerzeuger OHNE Speicher.

    Ergo…….müssen Sie die Speicherkosten bei ihrer Milchmädchenrechnung zukünftig mit einbeziehen und dann sieht die Rechnung noch grausamer aus als heute.

    PS. Solarkosten…….wegen mir, dann ziehen sie aber bitte auch nur Strom wenn die Sonne scheint und klemmen sie sich gefälligst vom Verbundnetz ab, dann erst wird da draus ein paar Schuhe.

    H.E.

  12. #19: Heinz Eng:
    „Hauptpreistreiber ist nämlich der Staat, wie man dem Wiki-Artikel ganz gut entnehmen kann.

    EEG-Zulage gestiegen seit 1998 um 3,45 Cent/kWh Stromsteuer gestiegen seit 1998 um 2,05 Cent/kWh Umsatzsteuer gestiegen seit 1998 um 1,61 Cent/kWh“

    Sie haben die Konzessionsabgabe vergessen, gestaffelt nach Gemeindegröße – von 1,32 ct/kWh bei Gemeinden bis 25.000 Einwohner bis 1,32 ct/kWh bie Gemeinden über 500.000 Einwohner.
    Außerdem fehlt die KWK-Abgabe: 0,13 ct/kWh

    Nun, untersuchen wir, wer der wirkliche Preistrieber bei der energieintensiven Grundstoffindustrie ist und ob das Gejammer gerechtfertigt ist.
    Dazu reicht es nicht, ein bißchen durch die Wikipedia zu klicken, man sollte die Texte auch verstanden haben und diversen Links folgen. Ausgangspunkt sie der Normal Tarifkunde, der 24 ct/kWh bezahlt. Ein Drittel, also 8 Cent, sind Abgaben und Steuern. Was macht nun ein Unternehmen? Außerdem ist davon auszugehen, dass es sich bei der Grundstoffindustrie um Sonderkunden handelt.

    Mehrwertsteuer 0 Ct
    Durchlaufender Posten, spielt bei Unternehmen keine Rolle, da sie bezahlte und in Rechnung gestellte Mehrwertsteuer gegeneinander aufrechen.

    Konzessionsabgabe: 0,11 ct/kW:
    Unter Umständen gar keine, wenn der Strompreis für den Kunden den Grenzpreis (Durchschnittserlös des Strompreisese für alle Sonderkunden in Deutschland im vorletzten Kalenderjahr) für den Sonderkunden unterschreitet.

    EEG-Zulage 0,05ct/kWh

    KWK-Abgabe: 0,025 ct/kWh

    Stromsteuer: 0,64 ct/kWh (Bespielrechnung)
    Die Stromsteuer ist davon abhängig, wieviel die renteversicherungspflichtigen Arbeitnehmer des Unternehmens verdienen. Mindestens müssen 1000 Euro Stromsteuer bezahlt werden (Sockelbetrag). Rechenbeispiel:
    Stromsteuer: 20 000 Euro im Jahr entspricht 975 509 kWh Energiebezug
    Abzug Sockelbetrag 1000 Euro, verbleibende Steuerlast 19000 Euro
    Ermäßigter Steuersatz (75%) auf verbleibenden Steuerlast, verbleibende Steuerlast 14250 Euro

    Rentenversicherungsbeitrag aller Arbeitnehmer des Unternehmens 200 000 Euro im Jahr
    Spitzenausgleich: 0,4% des Rentenbeitrages 200000 = 8000 Euro verbleiben 6250 Euro Steuerlast umgerechnet auf ct/kWh 0,64 ct/kwh

    Summiert ergibt das 0+0,11+0,05+0,025+0,64 = 0.925 ct/kWh

    Da der Strompreis für Sondertarifkunden bei etwa 13 ct/kwh liegt, heißt das, dass die Steuer- und Abgabenlast für Sondervertragskunden bei etwa 7% liegt – 93% sind Erzeugungs- und Transportkosten. Preisfrage an Herrn Eng: Wer ist der Strompreistreiber?

    EEG-Umlagesteigerung. Die Steigerung der EEG-Umlage kann heute niemand über mehrere Jahre voraussagen und exponetiell steigt die EEG-Umlage schon gar nicht, da müßte der Steigerung eine Exponentielafunktion (f(x) = e^x zugrunde liegen, die würde ich hier gerne mal in der Öffentlichkeit sehen. Wer der Meinung ist, Vorhersagen über mehrere Jahre zu treffn, sollte folgende Fragen definitiv beantworten können:
    Wie hoch ist die Vergütung der Anlagen nach dem 20. Jahr? (Ablauf der Bindungsfrist)
    Wie hoch ist die EEG-Umlage für PV-Strom in den Jahren innerhalb des Prognosezeitraums?
    Da niemand diese Fragen beantworten kann, ist jegliche Prognose Kaffesatzleserei oder Esoterik.

    Am besten sich an reale Zahlen halten, siehe
    http://tinyurl.com/3v2d4nh und
    http://tinyurl.com/3s53f34

    Einfach mal versuchen zu interpretieren, woher der steile Anstieg 2011 kommt und ob man diesen Anstieg fortschreiben kann. Ich gebe gerne Interpretationshilfen, falls jemand diese einfache Einnahmen-/Ausgabenrechnung nicht versteht.

    Gruß Holger Burowski

  13. @Reinhard Neese
    #24
    „Um dieses nun zu verhindern, muss sich das Rad immer weiter drehen, d.h. diese Menschen müssen immer mehr EEG-Anlagen installieren, d.h. die EEG-Kosten steigen immer weiter. Das ist zwar nicht ganz richtig, denn
    die EEG-Erlöse sinken nach wenigen Betriebsjahren und enden nach 20 Jahren. Allerdings zeigt die EEGKosten- Kurve exponentiell nach oben, d.h. der Zubau ist wesentlich schneller als der Rückgang der Erlöse.“

    Die Herstellungskosten von Wind- und Solarstrom nähern sich immer mehr den konventionellen Erzeugern an. Dementsprechend werden auch die Einspeisevergütungen angepasst. Zukünftige Anlagen brauchen immer weniger Subventionierungen, daher wird die EEG-Umlage auch wieder sinken, bis sie eines Tages gar nicht mehr nötig ist.

  14. Wie viele Arbeitsplätze subventioniert das EEG

    Inzwischen liest man häufige eine Zahl 500.000 als Beschäftigte im Umfeld der „Erneuerbaren“ und die Politiker glauben (!!!!) an die EEG-Logik als Jobmotor. Wir können nur zustimmen, dass das EEG ein Job-Motor. Aber wir stellen die Frage nach dem Preis. Im Jahr 2010 hat das EEG die Volkswirtschaft (also Sie und mich) ca. 12 Milliarden Euro gekostet.

    Für das Jahr 2009 gibt das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), das eine entsprechende Auftragsrecherche gemacht hat, eine Zahl von 294.000 von im Umfeld „Erneuerbare“ (ohne Zulieferindustrie) tätige an. Da ist allerdings auch z.B. der zusätzliche Waldarbeiter drin, der eingestellt wurde, um Bäume zum Produzieren von Pellets für die Heizung zu fällen. Weiterhin gibt das DLR den Zuwachs gegenüber 2008 mit 8% und den Anteil EEG-induziert mit 2/3 an. Wenn man diese beiden Zahlen für eine Hochrechnung auf 2010 verwendet, kommt man auf eine Zahl von 210.000 EEG-induzierten Arbeitsplätzen, was Kosten von 57.000 EUR je Arbeitsplatz entspricht.
    http://www.solarserver.de/solar-magazin/nachrichten/archiv-2010/arbeitsplatzentwicklung 2009-erneuerbareenergien-schaffen-mehr-beschaeftigung.html

    Es würde uns also nur 1/3 kosten, wenn wir diese Arbeiter, Konstrukteure und Verwalter gar nicht arbeiten lassen würden sondern ihnen nur ALG-2 gäben, wenn man den ALG-2-Satz mit knapp 20.000 EUR pro Jahr annimmt. Sicher wäre dass für diese Menschen (auf heute subventionierten Arbeitsplätzen) sehr frustrierend. Aber eigentlich müssten diese Menschen heute auch ein schlechtes Gewissen haben, den Mitbürgern soviel Geld aus der Tasche zu ziehen, oder sind diese in diesen Branchen arbeitenden Menschen so skrupellos?

    Allerdings ist es ja mit dieser Rechnung nicht vorbei und ausserdem ist sie grundfalsch. Denn die große Mehrzahl dieser Arbeitsplätze werden ja nicht direkt aus dem EEG bezahlt, sondern sie bauen was auf, was dann in der Zukunft EEG-Erträge abwirft. Für die 12 Milliarden EEG-Einnahmen von 2010 brauchte man diese Arbeitsplätze überwiegend schon gar nicht mehr, wir hätten sie also schon wieder abbauen können. Um dieses nun zu verhindern, muss sich das Rad immer weiter drehen, d.h. diese Menschen müssen immer mehr EEG-Anlagen installieren, d.h. die EEG-Kosten steigen immer weiter. Das ist zwar nicht ganz richtig, denn
    die EEG-Erlöse sinken nach wenigen Betriebsjahren und enden nach 20 Jahren. Allerdings zeigt die EEGKosten- Kurve exponentiell nach oben, d.h. der Zubau ist wesentlich schneller als der Rückgang der Erlöse.

    Bei all dem dürfen wir natürlich nicht die eigentliche Wertschöpfung Strom vergessen, wie sagt der Volkswirtschaftliche Voltaik Verbrecher Franz Alt immer, wenn er den beschwörenden Blick in seinen Vorträgen gen Himmel richtet: Sonne und Wind schicken keine Rechnung“. Nun, es ist leider der falsche Strom zur falschen Zeit am falschen Ort, der mit den noch für viele Milliarden zu bauen neuen Fernleitungen ins nirgendwo geleitet
    wird.

    Im Übrigen ist die Zahl der durch die Renewable-Branche gebundenen als viel zu hoch angesetzt inzwischen in der Kritik! nationale anti-EEG-Bewegung (NAEB) http://www.naeb.info,

    danke für die Info Admin…

  15. @Neese

    Ich würde nicht unbedingt bei der Preisentwicklung nur den Zeitraum von einem Jahr berücksichtigen. Da können viele kurzfristige Effekte reinspielen, die im nächsten Jahr schon wieder nicht vorhanden sind. Die folgende Studie finde ich ganz gut, da sie sich mit der Entwicklung von 2005 bis 2009 befasst.

    http://images.derstandard.at/2011/03/24/Strompreisbroschuere.pdf

    Die durchschnittlichen Strompreise (reine Produktionskosten) sind in der gesamten EU von 2005 bis 2009 um 22% gestiegen.

  16. @Heinz Eng

    Sie weisen auf die Wikipedia-Seite zum Strompreis hin und behaupten, dass Erzeugung/Transport/Vertrieb nur um 0,68 Cent pro kWh gestiegen sei. Vielleicht sei daran erinnert, dass im Jahr 2000 Markthemmnisse abgebaut wurden und wir durch die Deregulierung einen freieren Markt hatten. Die Preise fielen von 12,89 Cent (1998) auf 8,62 Cent (2000). Von daher halte ich das Jahr 2000 für den besseren Referenzpunkt.

  17. Sinkende Strompreise in EU-Ländern
    Ja, auch das gibt es. (Quelle EUROSTAT). Deutschland hatte demnach in 2010 (2. Jahreshälfte) einen
    Durchschnittsstrompreis von 24,4 Cent/kWh bei einer Steigerung von 6,6% gegenüber 2009. Deutschland liegt
    damit weit über dem EU-Durchschnitt von 17,1 Cent an 2. Stelle hinter dem früheren Windland Nr. 1 – Dänemark
    (Dänemark verfügt weder über Braunkohle noch eigene Kernkraftwerke). Es gibt allerdings auch Länder mit tw.
    durchaus erheblichen Preissenkungen in 2010. Z.B sank der Preis in Italien von 20,0 auf 19,2 Cent, in Luxemburg
    von 18,8 auf 17,5, in den Niederlanden von 18,4 auf 17,0, in Ungarn von 16,6 auf 15,7.
    In Deutschland wir sich der Anstieg stark beschleunigen auf den von uns prognostizierten Wert von über 51 Cent
    in 2020.

    Die komplette Tabelle, tw. auch mit historischen Werten von 2003 kann man per EMail abfordern. http://www.naeb.info

  18. @ Heinz Eng, #19,

    wie wahr, wie wahr!

    Wir sollten Frau Schwanczar noch die Geschäftsberichte von EON und RWE der letzten 10 Jahre zusenden. Dann sähe sie, dass tatsächlich das Gegenteil ihrer Aussage der Fall ist: abnehmende Gewinne und auch Dividenden. Und vielleicht sollte man dann noch erwähnen, dass Gewinne nichts Unanständiges sind, zumindest in einem noch einigermaßen marktwirtschaftlichen Wirtschaftssystem. Aber bei Grünlinken ist das eben anders.

  19. @Schwancar

    „“““Die Strompreise sind auch nicht wegen den 2 % Photovoltaik so hoch – rechnen Sie mal nach – sondern aufgrund der Gewinninteressen der Energiekonzerne.“““““

    Auch wenn man eine Lüge zum tausendsten Mal wiederholt, wird sie deswegen trotzdem nicht zur Wahrheit.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Strompreis

    Hauptpreistreiber ist nämlich der Staat, wie man dem Wiki-Artikel ganz gut entnehmen kann.

    EEG-Zulage gestiegen seit 1998 um 3,45 Cent/kWh
    Stromsteuer gestiegen seit 1998 um 2,05 Cent/kWh
    Umsatzsteuer gestiegen seit 1998 um 1,61 Cent/kWh

    Dagegen sind Erzeugung/Transport/Vertrieb nur um 0,68 Cent/kWh gestiegen………also ist Ihre These an den Haaren herbeigezogen und muss leider als offensichtliche Lüge gewertet werden, weil wohl gewisse Aversionen gegenüber Konzernen besteht.

    Nur komisch finde ich es, das Sie nicht auch die Renditeversprechen von Windfonds mit bis zu 20% als verbrecherisch kennzeichnen, messen mit zweierlei Mass nenn ich das mal ganz artig.

    Ach, der katastrophal eingeleitete Atomanstieg hat den Erzeugerpreis auf der Börse fast um 1 Cent/kWh ansteigen lassen………wenn die Ware knapp wird, steigt eben automatisch der Preis.

    Dahingehend sind die globalen Nahrungsmittelpreise seit vorigen Jahr um 30 % gestiegen, woran auch unser Verbrennen von Weizen, Mais und Palmöl mitschuldig ist.

    Sorry, rot/grüne Propaganda ist so leicht zu demaskieren……..das es schon fast langweiligt.

    H.E.

  20. #13, Verehrte Frau Schwanczar,

    Wohlstand setzt eine funktionierende Wirtschaft voraus, mehr Wohlstand bedeutet nunmal mehr Produktion von Gütern und Dienstleistungen – auch wenn es Politiker/-innen gibt, die nur Wohlstand verteilen wollen und gleichzeitig gegen „die Wirtschaft“ agitieren.
    Die Aussage von Bayer (Herr Dekkers) zu den Strompreisen bezog sich ausdrücklich auf die „energieintensive“ chemische Produktion und nicht auf Medikamente.
    Die Zusammensetzung der Strompreise sollte Ihnen bekannt sein; die 2% PV-Strom sind´s nicht alleine.
    Und was haben Sie am Gewinnstreben auszusetzen? Gewinnstreben ist eine Voraussetzung zur Schaffung von Wohlstand. Alle Versuche den Wohlstand anders zu erreichen sind gescheitert.
    Der Kuchen muss erst gebacken werden, dann kann er verteilt werden.

  21. #13: Sabrina Schwanczar

    was wollen Sie mit ihrem Beitrag eigentlich ausdrücken?

    Wollen Sie sich in das Privatleben anderer einmischen?
    Kennen Sie das überhaupt?
    Geht es Ihnen schlecht?
    Möchten Sie, dass es anderen auch schlecht geht?

    Es gibt kein Leben ohne Energie,
    was für ein Leben auch immer,
    auch das Ordnung halten in Ihrer Wohnung erfordert Energie.
    Denken Sie darüber nach.

  22. Der Atomausstieg kostet nicht nur Miliarden Euro, sondern auch Versorgungssicherheit.
    Man such krampfhaft nach Lösungen.
    Siehe …

    Deutsche „betteln“ um Strom aus Österreich
    Nach der Abschaltung von acht AKW befürchtet Deutschland Stromengpässe im Winter. Österreich soll aushelfen.
    Kurier.at
    http://tinyurl.com/3bb5mdc

    Manchmal wünscht man sich schon solch einen Blackout, weil anders wohl dieses Glücksspiel mit der Versorgungssicherheit nicht aufhört.

  23. „Vor dem Gesetz sind alle gleich“ heißt es im Grundgesetz. Ich stelle mir schon lange die Frage ob es grundgesetzkonform ist, die Verbraucher zur Kasse zu bitten, damit sich die Hersteller und Vermarkter ineffizienter, unwirtschaftlicher und teurer Scheinalternativen eine goldene Nase verdienen können. Auf dem Gebiet der Energie findet eine Umverteilung vom Volk zu Konzernen statt – eine kalte Enteignung. Eine Enteignung ist aber nach dem Grundgesetz unter anderem nur gegen Entschädigung zulässig. Gibt es unter den Kommentatoren jemanden, der juristisch bewandert ist und die Frage der Rechtmäßigkeit dieser Praxis einmal untersuchen könnte?

  24. Früher sagte man Zone, heute sagt man Standort.

    Deutschland geht nicht an fehlendem Niedriglohnsektor, an höheren Steuern als in Irland oder an höheren Energiepreisen als in Frankreich zugrunde, sondern an einer desolaten Politik, bei der es nicht um Wohlstandswachstum geht, sondern um Wirtschaftswachstum.

    Kaufen Sie sich nach dem Viertel der Lebensdauer eines Autos ein neues, kaufen sie sich alle 10 jahre neue Möbel, ändern sie alle 5 Jahre die HiFi-Norm und kaufen Sie sich alle 5 Jahre eine neue HiFi-Anlage, kaufen Sie sich ständig die neuesten Remaster der CDs, die sie schon lange haben,

    oder schaufeln sie ganz einfach immer und immer wieder den Müllhaufen von einer Straßenseite auf die andere und zurück – so erzeugt man Wirtschaftswachstum.

    Ausgerechnet der Dekker von Bayer hat es nötig. Schauen Sie sich mal die Medikamentenpreise dieser Firma an.

    Bayer hat keinen Druck, wegen den Strompreisen ins Ausland zu gehen. Die Strompreise sind auch nicht wegen den 2 % Photovoltaik so hoch – rechnen Sie mal nach – sondern aufgrund der Gewinninteressen der Energiekonzerne.

    Das weiß auch jeder.

    Der Dekker muss sich dann bitte schön bei den richtigen beschweren.

    Also bitte den Ball mal schön flach halten.

    mfG

  25. #10: Berd Hartmann

    „Was halten Sie vom „Lernen durch Schmerz“?“
    Nichts! Denn die Schmerzen sind vermeidbar. Durch Vernunft …

  26. Mal ein Beispiel, wie der Bürger vom Staat und seinen Institutionen betrogen wird:

    KfW schreibt:
    Auch im Klimaschutz sollte wirtschaftliche Effizienz zu einem zentralen Gebot erhoben werden.
    Aus diesem Grund stellt sich die Frage, mit welchen Kosten und Erträgen Klimaschutzmaßnahmen
    verbunden sind. Zu unterscheiden ist dabei zwischen einzelwirtschaftlicher und
    gesamtwirtschaftlicher Rentabilität. Klimaschutzmaßnahmen, die für einen einzelnen Gebäudeeigentümer
    unwirtschaftlich erscheinen, können aus gesamtwirtschaftlicher Sicht
    durch die damit verbundenen Klimaschutzwirkungen und die positiven Nachfrage- und Arbeitsmarkteffekte
    mit beträchtlichen Gewinnen verbunden sein.

    ——————————–

    Michael Löhr:
    Toll. Jetzt ist es raus. Was für SIE unwirtschaftlich ist, kann aus gesamtwirtschaftlicher Sicht von Nutzen sein.
    D.h., SIE vernichten IHREN Wohlstand. Nur für was?
    Die z.B. von Gabriel verkündeten Arbeitsmarkteffekte für die Jahre 2005 und 2006, durch die energetische Gebäudesanierung hat es nie gegeben (275.000 behauptete neue Jobs). Die Jobs im Handwerk stagnieren seit Jahren oder gehen zurück. Kann man in jeder Statistik nachlesen.

    ————————————-

    KfW schreibt:
    Die Untersuchung kommt im Kern zu folgenden Ergebnissen: Bei einer Finanzierung zu
    Marktkonditionen wären die Finanzierungskosten für die Gesamtheit der durchgeführten Maßnahmen deutlich höher als die zu erwartende Brennstoffkostenersparnis. Bei einer Finanzierung zu den günstigen Förderkonditionen sind die durchgeführten Maßnahmen dagegen allein durch die Brennstoffkostenersparnis nahezu im Bereich der Wirtschaftlichkeit.

    ——————————–

    Michael Löhr:
    ….aha, NAHEZU im Bereich der Wirtschaftlichkeit.

    ———————————

    KfW schreibt:
    1.3 Zusatznutzen aus der nichtenergetischen Sanierung.
    Der Zusatznutzen hängt davon ab, ob der Investor ein Vermieter ist oder Eigentümer und
    Selbstnutzer. Für einen Eigentümer und Selbstnutzer fallen folgende Zusatznutzen an:
    1. Wertsteigerung des Wohngebäudes durch die Erneuerung der Bauteile und optische
    Verschönerungen.
    2. Erhöhung der Nutzungsdauer der Immobilie.
    3. Erhöhung des Wohnkomforts (besseres Raumklima, ggf. Beseitigung oder Vermeidung
    von Schimmel oder Wasserschäden).

    ———————————-

    Michael Löhr:
    Da die normalen Rentabilitätsberechnungen nicht funktionieren, baut man in die Formeln so etwas wie „einen Zusatznutzen“ ein. Sozusagen „moralische Parameter“.

    zu 1.:
    Ich weiß nicht, was an einer wärmegedämmten Fassade schöner oder wertvoller etc. sein soll.

    zu 2.:
    denn der Dämmschrott hält nur 20 bis 30 Jahre, danach muss er runter. Ein Haus, mit durchschnittlicher Lebensdauer von 120 Jahren, so lange hält auch eine Fassade, muss in ihrem Leben nun 4 – 5 mal an der Fassade erneuert werden. Und das ist weder für den Vermieter, noch für den Mieter, wirtschaftlich.

    zu 3.:
    …da es sich bei der Wärmedämmung um einen bauphysikalischen Eingriff handelt, muss sich auch das Heiz- und Lüftungsverhalten ändern, ansonsten gibt´s nicht weniger, sondern mehr Schimmel. Wundersamerweise schlägt der Schimmel immer häufiger bei neu sanierten Häusern zu, was häufig genug am „Mieter“ liegt, der seine gedämmte Wohnung noch nicht verstanden hat. Übrigens. Lt. Gerichtsurteil sind vermehrtes Heizen und Lüften für Mieter unzumutbar (zumindest war das 2009 noch so).

    Weitere Ausschnitte aus dem KfW-Papierchen habe ich mir erspart.

    Und so funktioniert die ganze Öko-Vera.rsche in diesem Land.

    Nichts rechnet sich. Von sozialer Verantwortung und von einer sozialen Funktion, die niedrige Energiepreise haben sollten, keine Spur mehr.

    Wie oft führt man eigentlich eine Investition durch, die sich nicht rechnet?

    Nicht oft, oder?

    Nein, nicht oft!

    Es ist erstaunlich, immerhin, wie offen die KfW mit dem Thema umgeht.

    Aber warum auch nicht?

    Lesen tut´s eh keiner.

    Und wenn es doch mal jemand liest, gibt es genug Lobbyisten, die es dem Bürger schon passend hinrechnen.

    Die angestrebte Energiewende, die damit zusammen hängenden und z.T. absolut sinnlosen Kosten, die daraus resultierende Wohlstandsvernichtung, sind in meinen Augen der kriminellste Akt der Nachkriegsgeschichte.

  27. #7
    Dann möchte ich daran erinnern, dass diese sogenannte „Privatisierung“ nicht das war und wurde, was man unter einem fairen Wettbewerb zu verstehen hat. Mit Wettbewerbsideolgie hat das nichts zu tun. Diese stammt eher von Politikern, aber nicht von Volkswirten. Wie so oft werden nicht volkswirtschaftlich sinnvolle Rahmenbedingungen geschaffen, sondern zu häufig „politisch gewünschte“ Verhältnisse, die nicht zwingend (volks)wirtschaftlich sinnvoll sein müssen, aber gerne als alternativlos in den Medien vermittelt werden. Wie gut bzw. effektiv staatliche Energiekonzerne sind zeigt das Bsp. des staatl. Stromversorgers in F. Träge, wenig innovativ (typ. bei monopol. Strukturen! s. a. Postmonopol) und uneffektiv, aber dennoch relativ preisgünstiger, dank billiger Kernenergie. Die deutschen Strompreise könnten mit denen in F locker konkurrieren, wenn sich die „dämlich-deutsche“ Politik endlich heraus halten würde.
    Die massivsten Energieverteuerungen werden und wurden vom Staat verursacht. Das wird leider vergessen: CO2-Zertifikate, extrem lange Genehmigungsverfahren für Großprojekte (demnächst Ausnahme: Windmühlen) , USt auf Strom und Gas, EEG, Öko-Steuer beim Tanken für die Rente etc.
    Solange es so viele obrigkeitshörige Etaisten im Volke gibt wird sich nichts verändern. Und weil jeder den Euro immer nur einmal ausgeben kann, werden die Gelder aus dem Wirtschaftskreislauf (Abgaben, Steuern, Co2-Zertifikate etc.)entnommen und zuerst staatlich bevorzugten Nutzniessern zugeteilt. Wettbewerb sieht anders aus. Leider gibt es eine Reihe von Interessengruppen, die keinen Wettbewerb wollen (das ist typisch -> Ziel ist die Monopolbildung = absolute Marktmacht = technologischer Stillstand) und deshalb auch Allianzen gegen den Wettbewerb schliessen, obwohl sie „natürliche Feinde“ sind.
    Ich weise deutlich darauf hin, dass in den letzten 30-40 Jahren die Politik bzw. die Politiker die Nuklearenergie leichtsinnig aufs Spiel gesetzt haben, sie regelrecht diskreditierten. Ähnlich verhielten sie sich beim Waldsterben (auch so ein Lüge). Aber die „Waldrettungsmaßnahmen“ hatten immerhin weniger volkswirtschaftlich schädliche Auswirkungen. Die TU Luft und deren Umsetzung war schon längst vor diesem ominösen Waldsterben beschlossen worden.

    Aber die Energieversorgung in D so maßlos zu gefährden wie z. zt. ist nicht nur töricht, sondern trägt schon fast verdächtig kriminelle/verfassungswidrige Züge (quasi Teilenteignung von Stromkonzernen, deren Bestrafung, gezieltes Umlenken von Vermögen für einige wenige der EEG-Branche, doppelt so hohe Subventionen der EEG-Arbeitsplätze als die der „alten Steinkohlearbeitsplätze“ etc.). Ich möchte mal sehen, wie die deutschen Autofahrer reagieren würden, wenn man einen Großteil der Autos sofort per Gesetz stilllegen würde, weil sie die Euro-Norm 5 – 6 nicht erfüllen und in Japan ein Kind in der Garage durch ein nicht schadstoffarmes Auto umkam. Diese Euronormen sind faktisch sinnfrei und erfüllen nur noch eine grünideologische Funktion, verteuern unnötig die Produkte (Transport, Produktion etc.) und erschweren den meisten Menschen Eigentum und Wohlstand zu bilden, weil sie mehr für imer neue Abgaben, als für sich arbeiten müssen. Wir ist schleierhaft, warum sich so viele Bürger das gefallen lassen. Es muß deren Angst sein. Auch Mittelalter reichte die Angst vor dem Fegefeuer den „Gläubigen“ das Geld aus der Tasche zu ziehen.

    Warum wird immer noch auf diesem Spurengas CO2 herumgeritten, von den unterschiedlichsten Branchen (von Brauereien bis Immobilienmaklern)? Cui bono, wem nützt dies? Eben, es dient nur bestimmten (fragwürdigen) Geschäftsmodellen. Kann man von der „freien“ Presse etwas erwarten? Eher nicht. Sie folgt eher dem Mainstream, schreibt, was gerade so „en vogue“ und ihrem Verdienstmöglichkeiten nützt ist. Wer den Medien blind vertraut zeigt nur seine Unmündigkeit und das stille Bekenntnis das Denken anderen zu überlassen.

  28. Das wird noch viel viel teurer werden.
    Von der sog. „Energiewende“, die völlig überflüssig ist, werden in erster Linie die Banken profitieren, denn die gewaltigen staatlich geforderten Investitionen benötigen zusätzlich Kredite, die mit Zins und Zinseszins abbezahlt werden müssen.

  29. Ich möchte daran erinnern, dass zu früheren Zeiten die Energiekonzerne und –Lieferanten ihre Preise durch die Aufsichtbehörden / Kartellamt genehmigen lassen mussten. Dabei war die sichere Versorgung gesetzlich vorgeschrieben und die Gewinne / Rücklagen quasi stattlich kontrolliert.
    Das hatte dann zum Aufbau von (genügend) Kraftwerken in der Nähe der Verbraucher geführt. Die Stadtwerke haben die Energie in der Fläche verteilt, und mit den Überschüssen soziale Dinge wie ÖPNV und Schwimmbäder finanziert. Aufgrund der Versorgungspflicht (Energie, Wasser, Telefon, Post) haben die stattlichen Konzerne / Kommunen auch den einsamsten Einödhof auf dem Land angeschlossen. Natürlich haben „die Verbraucher“ letztendlich „alles bezahlt“, aber zu niedrigen Preisen oder über niedrige Steuern.

    Dann kamen die Privatisierungs-. und Wettbewerbsideologen, was zu zusätzlichen Verwaltungsposten führte und alles wurde teurer, Wettbewerb eben.
    Gewinne wurden abgeschöpft (privatisiert) und die öffentlichen Aufgaben durften nicht mehr querfinanziert werden. Dafür wuchsen die Steuern oder die öffentlichen Aufgaben wurden eingestellt.
    Das eine einzige Beispiel mit den Telefonkosten hinkt, denn Funkstrecken konnten durch den Wettbewerb rel. preisgünstig und auf alle Fälle wirtschaftlich nachgerüstet werden. Außer „auf dem Land“, denn da sind zu wenig Abnehmer um die Wirtschaftlichkeit zu gewähren. (Beispiel DSL)
    Als Altlast werden die Energiekonzerne noch durch die alten Gesetze der „Versorgungssicherheit“ geknebelt. Das EEG drückt nun einfach Schmarotzer in einem angeblich freien Markt. Ohne Beachtung des Bedarfs (Menge und Zeitpunkt) und zu zwangsdiktierten Preisen und sogar ohne Lieferverpflichtung! (Abschalten wegen Netzproblemen, Pauschale Berechnung / Bezahlung der Ausfälle) bis hin zu „Abnahmeprämien“ bei völlig überflüssigen Energiemengen.
    Die Privaten zahlen zurzeit eine EEG Umlage von 3,5 ct je kWh, Großabnehmer zahlen dieses für eine Menge von 70kWh. Tendenz steigend

    Wenn an einigen Stellen von zweistelligen Milliarden für die Energiewende die Rede ist, so kann es sich nur um jährliche Kosten handeln, Zeitdauer unbestimmt.
    Denn es möge jeder selbst rechnen: Wenn die Windkraft derzeit rd. 5% der Energie mit 22.000 WKA’s liefert, dann sind für 50% – na?
    rd. 220.000 WKA’s notwendig. Kostet eine WKA mit 2,3MW Peak nur 2 Mio Euro, dann werden zusätzlich 400 Mrd Euro zu bezahlen sein. (auf 20 Jahre dreimal gemäß Fondsanbieter)

    Bei mir in der Nähe haben zwei WKA s 5,6 Mio gekostet. Ich sehe aufgrund der steigenden Energie- und Materialpreise keine oder höchstens geringe Kostenreduzierung, höhere Leistungen eingeschlossen. Diese Überlegung kann nun auch für Fotovoltaik, Bioenergie, Netze und Infrastruktur usw. gemacht werden.

    Profite machen die Banken und der Finanzminister, dann wahrscheinlich die Investoren. Keine Freude hat der Verbraucher, denn zusätzlich kommen noch viele weitere Kosten auf ihn zu.

    Wie sagen unsere Politiker: „Dazu gibt es keine Alternative und das ist eine große Herausforderung“
    Im Klartext: „Keine blöden Nachfragen erlaubt, nur zahlen, auch wenn wir nicht wissen oder sagen wie viel“
    – Das Schweigen der Lämmer

  30. EON und RWE verlieren und andere sind die Gewinner:
    Einer der Gewinner der Merkelschen Energiewende:
    http://tinyurl.com/3rvxho7

    Es gibt genug Zipfelmützenträger, die einen Groll bis Hass gegen die deutschen Stromkonzerne hegen. Diese freuen sich nun diebisch, dass es denen da oben an den Kragen geht. Wie dumm das ist, will ich nicht erklären. Aber ich erinnere mich noch an einen Spruch meines Vaters aus den 1960ern, als viel Arbeiten sich noch wirklich lohnte: geht es meinem Chef gut, dann geht es auch mir gut. Heute ist alles anders, aber nichts ist besser!
    Die Mittelmäßigen haben das Ruder in der Hand und merken nicht, dass sie den Bock zum Gärtner machten.

  31. @#2: Sören74,

    Natürlich muss man investieren um in der Zukunft nicht auf dem Zahnfleisch laufen zu müssen. Aber doch bitte mit Verstand. Mit dem EEG läuft das doch im Moment so:
    Der Habende (Hausbesitzer, Landwirt, Investor etc.) investiert in Sonnenpaddel und Vogelschredder. Die Banken finanzieren die Produzenten von nutzlosem Zufallsstrom bereitwillig, weil die Regierung die Einspeisungen zu Fixpreisen garantiert. Die pöhsen Stromkonzerne müssen diesen nutzlosen Zufallsstrom für teures Geld kaufen und ihre eigenen Kraftwerke bis zur Materialermüdung regeln. Die Kosten dafür bekommen die Verbraucher aufgehalst.
    Unter diesen Verbrauchern sind übrigens auch Industrieunternehmen, bei denen Strom ein erheblicher Kostenfaktor ist. Wenn dieser Kostenfaktor zu hoch wird gehen die gezwungenermaßen wo anders hin. Was bleibt sind arbeitslose Bürger mit hohen Strompreisen. Soviel zu den umlagefinanzierten Kosten. Die tragen auch Sie.

    Dieser Zufallsstrom wird nie eine kostengünstige Energiequelle werden. Denn zum teueren Zufallsstrom bräuchte man dann noch teure Kabel, die die Landschaft zu den Vogelschreddern noch mehr verschandeln, und jede Menge wenig ökologischer Speicherseen. Wer soll das bezahlen, wer hat soviel Geld? Da wird sich dann der Staat verschulden müssen und nachfolgende Generationen sitzen auf voll krassen Schulden und einem verunstalteten Land. Schon toll oder?

    „Aber die Art und Weise der Investionen kann man sich streiten, ohne Frage. Aber das ein Umbau der Energiewirtschaft allein schon wegen den begrenzten fossilen Resourcen notwendig ist, sollte eigentlich ausser Frage stehen.“

    Wie begrenzt sind den die Ressourcen? Glauben Sie immer noch dem Club of Rom und den anderen Verbreitern der NWO? Fangen Sie mal an selber zu denken.

    Wenn die Ressourcen wirklich knapp werden, werden sich durch Preisbildung die entsprechenden Alternativen schon raus kristallisieren. Aber bestimmt nicht durch sozialistische Planwirtschaft aller BRDDR oder EUdSSR. Eine verzerrte Darstellung der Situation in Fukushima, wie sie in den deutschen Medien ablief, ist dabei komplett kontraproduktiv.
    Zur Erinnerung. Es ist immer noch kein Mensch an Strahlung dort gestorben. Und so wie es aussieht, wird kein Land auf Dauer unbewohnbar bleiben.

    Apropos, prima Artikel in der Welt zum Thema Kernkraft.
    http://tinyurl.com/44yltms
    Wer nicht der grünen Propaganda verfallen ist sieht, dass da die Musik der nächsten Jahrtausende spielt.

  32. Aus der geheimen Rede Erich Honeckers zum 20. Jahrestag der deutschen Einheit:
    http://tinyurl.com/2cxxzu7
    „Aber noch nie waren die Ähnlichkeiten zwischen den BRD-Parteien größer als heute, nie bewegten sie sich näher am demokratischen Zentralismus, wie er bei uns in der DDR herrschte. Es gibt keine Partei, die es heute noch wagen würde, fundamental antisozialistisch zu argumentieren oder die Interessen der bürgerlichen Klasse zu vertreten; sie wäre sofort erledigt…
    Jedenfalls haben die ehemals bürgerlichen Parteien längst eine Art Nationale Front gebildet, auch wenn sie es heute anders nennen würden. Alle Systemparteien sind reif, Blockparteien zu werden! (Stürmischer Beifall.)…
    Hier ist nun ein Wort zu Frau Merkel zu sagen, die von vielen falsch eingeschätzt wird. In Wirklichkeit ist sie eine von uns. Sie hat aus der christlichreaktionären CDU eine Partei ohne Konservative und tendenziell ohne Christen gemacht, die heute schon viele unserer Positionen teilt. Sie hat den Papst attackiert. Sie hat mit der staatlichen Finanzierung der Banken aller Welt vor Augen geführt, dass Lenins Theorie vom staatsmonopolistischen Kapitalismus wahr ist…“.
    Man könnte noch passend ergänzen, dass mit der sogenannten Energiewende das große Ziel Sozialismus fast wieder erreicht ist: Die Planwirtschaft feiert in Form der EE-Vorgaben fröhliche Urständ und den unbelehrbaren kapitalistischen Konzernen wird es so richtig gezeigt. Die haben einfach die blitzartige „Wende“ „verschlafen“ und „hecheln“ ihr hinterher:
    http://tinyurl.com/3p6zcsh
    Bei soviel gleichgeschaltenem „Qualitätsjournalismus“ fühlt man sich wirklich schon wie zu sozialistischen Zeiten.

  33. Warum ist das so?

    Hier eine Erklärung bzw. Beschreibung (Auszug)

    „..Anders als so gut wie alle anderen demokratischen Rechtsstaaten hat die Bundesrepublik traditionell keine konservative Partei. Jetzt hat sie auch keine liberale Partei von Belang mehr.

    Es gibt, soweit ich sehe, weltweit keinen anderen demokratischen Staat, dessen politisches Spektrum nur von linksaußen bis zur Mitte reicht; mit einem gähnenden Vakuum auf der Rechten.

    Es gibt keinen anderen Staat, in dem die Ökologisten mehr sind als eine kleine Partei von Eiferern. In der Bundesrepublik sind sie eine der drei Volksparteien.

    Es gibt kaum einen Staat, in dem der Liberalismus – sei es in Gestalt einer Partei, sei es als Flügel einer großen Partei- nicht eine bedeutende politische Kraft wäre. In Deutschland sind die Liberalen heute eine quantité négligeable.

    In dieser Bundesrepublik ist bereits ein konservativer Sozialdemokrat wie Thilo Sarrazin ein Rechtsaußen, dem man abspricht, überhaupt noch zum demokratischen Spektrum zu gehören.

    Was ist los mit dieser Aussteigernation? Ich weiß es nicht. Ich habe schlicht keine Erklärung. Ein langfristiger Trend scheidet aus; sonst hätte Schwarzgelb nicht vor weniger als zwei Jahren eine Mehrheit bekommen.

    Es kommt mir so vor, als sei diese Nation von einem Taumel erfaßt. So, als hätte man uns eine starke Dosis eines Rauschmittels verabreicht.

    Das Bedenkliche ist, daß solche Phasen des Taumels, des Verlusts der Vernunft die deutsche Geschichte durchziehen. Es scheint, daß wir Deutschen so etwas wie politische Quartalssäufer sind. Meist vernünftige, klar denkende Menschen. Bis uns wieder einmal der Rausch erfaßt. Bisher war es immer ein nationaler. Diesmal ist es, wie es scheint, zur Abwechslung ein linksökologischer.

    Wir kennen dann keine Parteien mehr, wir kennen nur noch Deutsche. Und diejenige Partei, die wie keine andere an Vernunft und klares Denken appelliert, die FDP, geht unter in dieser kollektiven Besoffenheit.“

    aus Zettels Raum
    http://tinyurl.com/3fmldhz

  34. Hallo Michael Löhr, wenn man ihren Text so liest, könnte man meinen, dass jede Art von Investition abzulehnen sei, weil so teuer sind und den Bürger belasten. Das Dumme ist leider nur, die Zukunft ist nicht für lau zu haben. Wer nicht investiert, lebt anschliessend nur von der Substanz.

    Im übrigen führen die Subventionen für die erneuerbaren Energien nicht wesentlich zu einer neuen Staatsverschuldung bei, da diese Kosten umlagefinanziert sind. Also nicht zukünftige Generationen werden belastet, sondern die heutige, damit man auch später noch kostengünstige Energiequellen hat.

    Aber die Art und Weise der Investionen kann man sich streiten, ohne Frage. Aber das ein Umbau der Energiewirtschaft allein schon wegen den begrenzten fossilen Resourcen notwendig ist, sollte eigentlich ausser Frage stehen.

  35. Wer bezahlt eigentlich die Kosten für die energetische Gebäudesanierung, die Voraussetzung für das Gelingen der Energiewende ist?
    Die geschätzten Kosten, private und öffentliche Gebäude, dürften bis 2050 bei ca. 5 Billionen Euro liegen.
    Die kommen auf die 32 Mrd. noch drauf.
    Und die Kosten für neue Netze, Windspargel, Solarabenteuer in Afrika, Speicher etc., kommen auch noch einmal oben drauf.
    Da die Lebensdauer dieser ganzen Spielzeugtechnologien aber nur bei 20-30 Jahren liegt, wiederholen sich die Kosten dummerweise auch noch regelmäßig.
    Und da „noch dümmererweise“ nichts ohne Subventionen läuft, erhöhen sich die Staatsschulden auch noch munter weiter.
    Und das alles bei einer älter werdenden Bevölkerung und einem weniger werdenden Nachwuchs, der zudem den Mint-Studiengängen fern bleibt und lieber „Schwafelfächer“ studiert.
    Wer soll das alles noch finanzieren?
    Niemand mehr!!!
    ..na ja, soweit wird es auch nicht kommen. Das Geld (siehe aktuelle Entwicklung der Finanzmärkte) geht uns nämlich vorher schon aus.

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