Satelliten- Klima-Experte Dr. Roy Spencer zu den Diskrepanzen zwischen Messungen und Modellen!

Immer wieder werden wir mit Nachrichtenbeiträgen traktiert, die angesehene Wissenschaftler zitieren mit deren Behauptung, in unserer im Journal Remote Sensing veröffentlichten Studie Probleme gefunden zu haben. In der Studie zeigen wir enorme Diskrepanzen zwischen dem realen, gemessenen Klimasystem und dem virtuellen Klimasystem, wie es sich UN-hörige Klimamodellierer und George Soros-hörige Experten (James Hansen, Joe Romm et al.) vorstellen.

Ihre Widerlegungen grenzen ans Bizarre, und so muss ich mich fragen, ob auch nur einer von ihnen unser Papier überhaupt gelesen hat. Ich warte ungeduldig auf ihre veröffentlichten Studien, die irgendwelche Fehler in unserer Analyse zeigen.

Offensichtlich ist alles, was sie wissen müssen, dass unsere Studie die UN-Klimamodelle schlecht aussehen lässt. Und das können sie mit Sicherheit nicht leiden!

Wirklich eigenartig dabei ist, dass diese Wissenschaftler wissentlich oder unwissentlich den Ersten Hauptsatz der Thermodynamik leugnen: den Energieerhaltungssatz. Wir zeigen, dass er tatsächlich für mittlere globale Änderungen der Temperatur gültig ist: eine strahlungsbedingte Akkumulation von Energie führt zu einem Temperaturmaximum… später! Genau so wie bei einen Wasserkessel: stellt man ihn auf den Herd, dauert es eine Weile, bis das Wasser warm ist.

Aber während es höchstens 10 Minuten dauert, ein paar Zentimeter Wasser zu erwärmen, dauert es viele Monate im realen Klimasystem, bis sich die oberen 20 bis 50 Meter Ozeanwasser erwärmt haben.

Wir zeigten eindeutige Beweise für diese Zeiträume der Akkumulation von Strahlungsenergie aufgrund von Satellitenbeobachtungen, bevor die Temperatur steigt… und den Energieverlust danach. Energieerhaltung kann von keinem vernünftigen, gesunden Wissenschaftler geleugnet werden.

Wir haben weiter gezeigt (seufz… wieder einmal… wie schon 2010), dass man keine Diagnose des Feedback angeben kann, wenn dieser Strahlungsantrieb der Temperaturänderung stattfindet, zumindest nicht in einem Zeitraum bei Null, wie es Dessler und ein paar andere getan zu haben behaupteten.

Falls man es versucht, wird man ein “falsches Positiv” bekommen, selbst wenn das Feedback stark negativ sein sollte.

Die Demonstration hiervon ist einfach und überzeugend. Sie wird verstanden von Dick Lindzen am MIT, Isaac Held in Princeton (welcher bei weitem kein „Skeptiker“ ist), und vielen anderen, die sich tatsächlich Zeit genommen haben, es zu verstehen. Man muss nicht einmal glauben, dass „Wolken eine Klimaänderung auslösen können“ (wie ich zum Beispiel), weil es die Zeitverzögerung ist – und das ist eindeutig – die zu dem Problem der Feedback-Abschätzung führt.

Haben wir „bewiesen”, dass die IPCC-Klimamodelle mit ihren Vorhersagen einer substantiellen Erwärmung in der Zukunft falsch liegen?

Nein, aber das schmutzige kleine Geheimnis ist, dass es nach wie vor keine Möglichkeit gibt, sie auf ihre Erwärmungsprognosen zu testen. Und solange die Modellierer darauf bestehen, die kurzfristige Klimavariabilität heranzuziehen, um die langzeitliche Erwärmung in ihren Modellen „abzusichern“, solange werde ich die gleiche kurzfristige Variabilität nutzen, um zu zeigen, wie sehr die Modellierer sich mit ihrem Glauben an ein positives Feedback selbst zum Narren machen. Und ohne ein allgemeines positives Feedback wird die menschengemachte globale Erwärmung für alle Ziele in der Praxis kein Thema mehr sein (z. B. kann ein negatives Wolkenfeedback jedes positive Feedback im Klimasystem überkompensieren).

Wenn ich ein „Leugner” der Theorie von einer gefährlichen anthropogenen Klimaänderung bin, dann sei es. Aber als Wissenschaftler leugne ich lieber eine Theorie als dass ich den Ersten Hauptsatz der Thermodynamik leugne. 

Link: http://wattsupwiththat.com/2011/08/01/rise-of-the-1st-law-deniers/

Übersetzt von Chris Frey für EIKE

Anmerkung: EIKE bereitet eine allgemeinverständliche Beschreibung der Spencer-Hypothese zum Einfluss des Wolkenfeedback vor (Autoren: Prof. Lüdecke, Dr. Link und weitere).

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