Initiative Gegenwind für eine industriefreie Nordsee: Interview mit dem Präsidenten Dr. Zielinski

Im Urlaubs- und Wohnparadies Sylt hat sich eine starke Bürgerbewegung namens Gegenwind formiert, die für eine industriefreie Nordsee wirbt. Gemeint ist vor allem die Gegenwehr gegen teure offshore Windanlagen die zwar mehr Wind „ernten“ als ihre Vettern auf dem Lande, aber auch nichts anderes können als unbrauchbaren überteuerten Strom in gelegentlich großer Menge zu produzieren. EIKE Generalsekretär Wolfgang Müller führte dazu ein Interview anlässlich der Fach-Tagung von Gegenwind Ende März auf Sylt. Sehen Sie selbst.

Ein Interview mit Dr. Zielinski aus der Reihe "Strandgespräche" zu den Zielen der Bürgerbewegung Gegenwind. Mit Wolfgang Müller EIKE Ende März 2011

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4 Kommentare

  1. @ Andreas Kapitzke

    In dem Fall kriegt der Betreiber der Anlagen keinen Cent für nichtproduzierten Strom. Das Ausfallgeld gibt es nur, wenn aus Engpaßsituationen des Netzbetreibers abgeschaltet werden nuß.

    Übrigens eine Umkehr des Verursacherprinzips, die aber von den Netzbetreibern juristisch nicht angegriffen wurde, denn es zahlt ja eh der Verbraucher, und die EVUs haben noch nie im Sinne der Verbraucher gehandelt.

  2. #2 Karl Marcks
    und damit die Windstromerzeuger nicht am Hungertuch nagen, während der Abschaltzeiten, bekommen sie den nicht!!!! eingespeisten Strom aus Steuergeldern und den Rechnungen der Stromkunden voll vergütet.

    Sozialismus pur oder soll es Ökodiktatur genannt werden?

    Andreas

  3. Ich bezweifel auch das Proteste etwas bringen. Wie in Ostfriesland, wo der Landkreis zum Schutz der brütenden Wiesenweihe die Zeitweilige Abschaltung einiger Vogelschredder angeordnet hat werden die bestellten Beobachter mit Morddrohungen bedacht. Kann gut sein das es den Protestlern ähnlich geht. Es geht ja um viel Geld welches durch Zwangsmassnahmen dem Stromkunden aus der Tasche gezogen wird

  4. Dass man auf Sylt und drum herum keine Windräder mag, sollte nicht verwundern. Die Oberbayern wollen in ihrer schönen Landschaft auch keine.

    Allerdings ist die Argumentation dürftig. „Unbrauchbarer“ Strom? Wenn er den Netzbedingungen genügt, ist er physikalisch geeignet. Ob kaufmännisch sinnvoll, kann man unterschiedlich sehen, aber das hat die Erhöhung der Einspeisevergütung ja inzwischen (für die Betreiber) geregelt.
    Zudem ist die Zeit dem Protest davongelaufen.

    Windspargel sind per Öko-Definition keine Industrieanlagen, sondern regenerative, nachhaltige Erzeugungseinheiten und können damit eine Landschaft nicht verschandeln. Wer das anderst sieht, ist noch von Gestern und bedarf einer Umschulung.
    Denn auch Greenpeace findet diese toll. Und eine höhere Entscheidungsinstanz, was für den Bürger gut ist gibt es nicht mehr, nachdem sogar die Kirche die Greenpeace-Argumentationen als besser als ihre eigene übenommen hat (der Vorgängerpapst befürwortete ausdrücklich Atomkraft und betete dafür – vor Greenpeace kapituliert eben selbst Unfehlbares -), Protest also sinnlos.
    Nur beim Einrammen der Fundamente soll lt. Greenpeace leiser vorgegangen werden, damit die Schweinswale in der Nordsee nicht so viel Angst bekommen. Die achten eben auf das wirklich Wichtige.

    Zudem richtet sich der Protest an die Falschen. Sylt müsste z.B. die Insel für Münchner Urlauber sperren, denn diese (über ihre Stadtwerke) finanzieren ja massiv Offshore-Windanlagen, um sich stolz bald nur noch nachhaltig zu versorgen, aber ihre eigene Landschaft nicht zu verschandeln (und dabei noch Geld zu verdienen).

    Fazit: Wenn ich in dem Verein wäre, würde ich meine Kräfte derzeit sparen und geduldig warten, bis bessere Protestzeiten anbrechen. Der aktuelle Wahnsinn kann nicht mehr gestoppt werden.

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