6. Internationale Klimakonferenz des Heartland Instituts zu Ende gegangen

Während sich in Berlin zum xten Male die Klimatouristen auf Kosten der deutschen Steuerzahler um die Rettung des Kyotoprotokoll treffen und gepflegte aber routinierte Partystimmung verbreiten, traf sich in Washington zum 6. Male – privat finanziert- die Weltelite der Klimawissenschaften und befand – wie auf den 5 Konferenzen zuvor: Das Weltklima ist so normal wie es immer war, nur die Politik einiger Staaten – voran Deutschland- spielt immer mehr verrrückt. Aus Berlin sprach deshalb der besorgte Umwelt-Minister Röttgen den verhinderten und enttäuschten UNO Klimarettern erneut Mut zu, und forderte sie auf nicht nachzulassen, bei dem Versuch eine imaginäre Klima-Katastrophe abzuwenden. Schließlich sei der Klimawandel “ ein Menschheitsproblem“. Kleiner geht´s bei Röttgen und seiner Klimadonna Merkel eben nicht mehr. Sachlicher, weil ausschließlich faktenbasiert, verlief dagegen die 6. Internationale Klimakonferenz in Washington. Lesen Sie die Eindrücke unseres Präsidenten Dr. Holger Thuss.

Am 30. Juni war es wieder so weit: Etwa 250 Teilnehmer und Medienvertreter hatten sich zur bereits 6. Internationalen Konferenz ueber den Klimawandel des Heartland-Instituts (ICCC-6), einer Denkfabrik aus Chicago, in Washington eingefunden. Die Organisatoren hatten es sich einmal mehr zum Ziel gesetzt, den angeblichen Konsens ueber die vom Menschen verursachte globale Erwaermung herauszufordern. Wichtigstes Ergebnis der am 1. Juli zu Ende gegangenen Veranstaltung war deshalb auch, dass ein solcher Konsens – wie auch ein Konsens der Kritiker der UN-Klimaschutzpolitik – nicht besteht. 

Die wichtigsten Vortraege kamen von Dr. Patrick  J. Michaels (George Mason University bzw. Cato Institute), Prof. Dr. S. Fred Singer (Emeritus der Universitaet von Virginia) und Prof. Bob Carter (Queensland University, Australien). Michaels konzentrierte sich in seiner Präsentation auf die historischen Hintergründe der Klimadebatte, deren organisatorische Voraussetzungen bereits in den 40er Jahren geschaffen worden seien. Problematisch, so Michaels, sei besonders die seither bestehende Verquickung von Wissenschaftsfoerderung mit politisch-strategischen Planungen der Politiker. 

Prof. Singer stellte den aktualisierten Fortschrittsbericht des von ihm 2009/10 verantworteten NIPCC-Klimaberichtes der unabhaengigen Wissenschaftler vor (demnaechst dazu mehr). Prof. Carter berichtete ueber eine Detailstudie der neuseelaendischen Temperaturdaten, bei der es ganz nach dem Muster der beruechtigten Hockey-Schläger-Fälschungen (Climategate) erneut zu merkwuerdigen "Überhitzungen" gekommen war, die von skeptischen Wissenschaftern als Fehler aufgedeckt werden konnten. Auch hier waren Rohdaten "verschwunden".

Hervorzuheben sind auch die äußerst informativen Beiträge von Marc Morano (ClimateDepot.org bzw. CFACT) und Anthony Watts (Wattsupwiththat.com), den Betreibern der beiden (vermutlich) weltweit wichtigsten skeptischen Klimawebseiten. Während Morano mit einer Fülle von neuen Informationen ueber den Stand der Klimapolitik aufwarten konnte, arbeitete Watts die fast unübersehbar vielen und vielfältigen Fehlerquellen bei der Erfassung der wichtigsten Wetterdaten heraus. Ausserdem betonten Morano, Watts und weitere Referenten, dass die Politisierung der Klimadebatte seit der letzten Klimakonferenz noch weiter fortgeschritten ist. In allen westlichen Laendern werde versucht, ueber bindende Lehrpläne staatlicher Schulen den Klimaschutzgedanken im Unterbewusstsein der Kinder zu verankern – allerdings mit geringem Erfolg. Dagegen stünden fragwürdige wissenschaftliche Fakten, gegen die in Ländern wie den USA und Australien mittlerweile auch gerichtlich vorgegangen wird. Auch über den Stand dieser Prozesse wurde während der Konferenz informiert.

Problematischstes westliches Land in Sachen Klima bleibt – auch das wurde während der Konferenz klar – Deutschland. Besonders in den Pausen zwischen den Vorträgen wurden dem Beobachter aus Deutschland immer wieder besorgte Fragen nach dem deutschen Sonderweg gestellt. 

Dr. Holger Thuss EIKE; Washington

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5 Kommentare

  1. „#4: m. Kühner sagt:
    am Mittwoch, 06.07.2011, 21:30

    Das Heartland Institute kann mit seinem Geld natürlich machen was es will, aber wäre es zuviel verlangt zumindest EINE Frau unter den Vortraggebern zu haben?

    Jo Nova war verhindert, weil sie gerade mit Monckton durch Australien tourt. Uebrigens haengt der Wahrheitsgehalt einer wissenschaftlichen Hypothese nicht vom Geschlecht des Vortragenden ab.

  2. Das Heartland Institute kann mit seinem Geld natürlich machen was es will, aber wäre es zuviel verlangt zumindest EINE Frau unter den Vortraggebern zu haben? 27 lecturer, davon 26 Weiße Männer. Ich hab im ‚Heartland’ gewohnt, aber mir ist irgendwie nie aufgefallen, dass da nur ältere, konservative Männer mit Angelsachschen Wurzel leben.

  3. Die Welt übt sich gerade in Kalenderjournalismus. Der Michel ist wohl gerade nicht aufgeregt genug.

    http://tinyurl.com/5vh8jcl

    Prof. Schellnhuber vom PIK präsentiert bis zu 6° Temperatur- und bis zu 4 Meter Meeresspiegelanstieg.

    Interessant sind die Leserbriefe. Demnach müßte der Spuk bald vorbei sein.

  4. Nun ja, Deutschland hat zu mindest eine klare Strategie. Es forciert seinen Selbstabschaffungs- und abschaltungsprozess und schafft Platz für zukünftige Klimaflüchtlinge.

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