Alles was Sie über über fossile Energieträger wissen, könnte falsch sein!

Leben wir vielleicht nicht am Ende des Zeitalters der fossilen Energieträger sondern erst am Anfang? Genau dieser Gedanke steht diametral gegen alles, was den Politikern und der gebildeten Öffentlichkeit der älteren Generation glauben gemacht wurde. Dem herkömmlichen Wissen zufolge müssen die USA und die anderen Industriestaaten eine rasche und kostenträchtige Wende hin zu erneuerbaren Energien machen. Drei Gründe sprächen dafür: die drohende Erschöpfung der fossilen Energieträger, die nationale Sicherheit und die Gefahr des Klimawandels.

Was ist, wenn das herkömmliche Wissen über die Energiezukunft Amerikas und der Welt völlig falsch wäre?

Wie jeder aus den Nachrichten über die Energie bislang weiß, hat sich im vergangenen Jahrzehnt die in der Ölförderung benutzte Technik des hydraulischen Aufbrechens („fracking“) so entwickelt, dass die Energiefirmen nun die zuvor nicht förderbaren Schiefergas-Reserven, auch unkonventionelles Erdgas genannt, erschließen können. Der U.S. Energy Information Administration zufolge bedeuten diese Fortschritte, dass es heute mindestens sechs mal so viel förderwürdiges Erdgas gibt wie vor einem Jahrzehnt.

Das im Vergleich zur Kohle weniger CO2 emittierende Erdgas kann für die Stromerzeugung wie auch als Treibstoff für Autos benutzt werden.
Die Bedeutung für die Energieversorgungssicherheit ist aufregend. Erdgas könnte erst der Anfang sein. Die „Fracking-Technik“ erlaubt nämlich auch die Förderung von zuvor nicht erschließbarem „eingeschlossenen“ Öl. Daher wird der Tag des Versiegens des Erdöls nach hinten verschoben. Für Jahrhunderte gibt es genug Kohle für die Energieumwandlung. Und Regierungen, Universitäten, Firmen in den USA, Kanada, Japan und anderen Ländern untersuchen Möglichkeiten der Energieumwandlung aus Gashydraten, die als Methan mit Eis vermischt in hoch-dichten Lagern unter dem Meeresboden vorkommen.

Wenn Gashydrate wie Schiefergas, eingeschlossenes Öl, Ölsande und andere unkonventionelle Quellen angezapft werden können, sieht das globale Energiebild völlig anders aus als vor einigen Jahren. Auf einmal scheint es, als ob genügend Kohlenwasserstoffe vorhanden wären, um die Industriegesellschaften noch für Jahrhunderte – wenn nicht gar Jahrtausende – zu versorgen.

Soviel zum Gespenst des Versiegens als Grund für den Schwenk auf Erneuerbare Energieumwandlungstechniken wie Sonne und Wind. Wie es auch immer um den Gipfel der fossilen Energie-Vorkommen im Besonderen stehen mag, der Zeitpunkt des fossilen Energiegipfels ist auf unbestimmte Zeit in die Zukunft geschoben worden. 

Wie sieht es mit der nationalen Sicherheit als Grund für den Übergang zu den Erneuerbaren aus?

Die USA, Kanada und Mexiko sitzen auf Unmengen von förderbarem Erdgas, wie sich jetzt herausgestellt hat. Das Schiefergas kommt gemeinsam mit förderbarem Öl im „Bakken“-Gebiet entlang der US-kanadischen Grenze und im „Ford“–Gebiet in Texas vor. Auch die chinesischen Schiefergaslager haben sich als riesig herausgestellt. Der US-Regierung zufolge sind weitere Länder mit jetzt erschließbaren Erdgasvorkommen Australien, Südafrika, Argentinien, Chile, Frankreich, Polen und Indien.

Wegen der weiten Verbreitung der Schiefergaslagerstätten schwinden allmählich die Möglichkeiten für Erpressungen seitens der Förderländer des Mittleren Ostens und Russlands. Wenn die Gegner des „Frackings“ es nicht schaffen, die Gaserzeugung in Europa zu stoppen, wird eine EU mit eigenen Erdgasreserven viel weniger von russischen Erpressungen bedroht. Die russische Staatsmonopolfirma GAZPROM hat bereits die Warnungen westlicher Grüner vor den Gefahren des Frackings aus opportunistischen Gründen herausgestellt

Die USA könnten ein Hauptexporteur von Erdgas nach China werden – zumindest solange, bis China sich die westliche Technologie für die Förderung der eigenen großen Reserven ins Land geholt hat.

Zwei Argumente für die Wende zu den Erneuerbaren – das Versiegen der fossilen Energieträger und die nationale Sicherheit – sind nicht mehr glaubwürdig.
Wie steht es nun mit der Behauptung, dass ein rascher Übergang zur Wind- und Solarenergieumwandlung nötig ist, um einen katastrophalen Klimawandel abzuwenden.

Die Szenarien mit den stärksten katastrophalen Folgen des Klimawandels haben eine geringe Eintrittswahrscheinlichkeit – daher behandeln die Regierungen in der Praxis die Verminderung der CO2-Emissionen nur mit niedriger Priorität, obwohl sie andere Lippenbekenntnisse abgeben. Doch selbst bei höherer Wahrscheinlichkeit der schlimmsten Folgen, wäre die vernünftige Antwort nicht eine Wende zu Wind und Sonne, sondern ein massiver Ausbau der Kernenergie. Aus der Kernenergie kommen rund 13-14% der globalen Stromerzeugung und sie deckt fast 3% des gesamten globalen Energieverbrauchs. Wind, Sonne und Geothermie zusammen machen weniger als ein Prozent des globalen End-Energieverbrauches aus. (Siehe Renewable Status 2010 hier)

(Die Hauptmenge der Erneuerbaren Energien besteht aus C02-emittierender Biomasse – Holz und Dung, die von den Armen der Welt für das Feuern gebraucht werden, dazu aus dem Anbau von Energiepflanzen; der größte Anteil des verbliebenen Rests kommt aus Staudämmen, die von den Grünen verabscheut werden.)

Tschernobyl und Fukushima haben die wahren, aber doch begrenzten und lokal gebliebenen Gefahren der Kernenergie dramatisiert. Obwohl die Herstellkosten hoch sind, erzeugen Kernkraftwerke große Mengen billigen Stroms – und keine Treibhausgase. Wenn ein galoppierender Klimawandel eine deutliche und drohende Gefahr wäre und nicht eine niedrige Wahrscheinlichkeit hätte, wären die Probleme der Endlagerung und gelegentlich auftretender lokaler Unglücke klein im Vergleich zu den Vorteilen für das Klima, die der Übergang von der Kohle- zur nuklearen Stromerzeugung bietet.

Die Argumente für das Umsteuern der US-Wirtschaft auf Wind, Sonne und Biomasse haben sich in Luft aufgelöst. Der Zeitpunkt des Endes der fossilen Energieträger ist um Jahrhundert oder gar Jahrtausende weit in die Zukunft geschoben worden. Überfluss und geografische Verteilung der fossilen Energieträger, die technologisch rechtzeitig erschließbar gemacht werden, können die Abhängigkeit der USA von ausländischen Energieexporteuren vermindern und damit das Argument der nationalen Sicherheit für die Erneuerbaren entwerten. Und wenn die schlimmsten Szenarien des Klimawandels glaubhaft wären, wäre der wirksamste Weg zur Verhinderung einer katastrophalen Erderwärmung der rasche Ausbau der Kernenergie, anstatt mit überkomplizierten Vorrichtungen, mit verrückten, sinn- und nutzlosen Maschinen die Wüsten der Welt und die Ebenen mit Sonnenpaneelen und Windfarmen zu bedecken, die nur mit Unterbrechungen Strom aus schwachen und diffusen Quellen liefern können.

Die vorherrschende Umweltlobby muss sich mit ihren Behauptungen über die Zukunft den neuen Wahrheiten über die Energie stellen. Einige Umweltaktivisten schätzen das Erdgas, weil es sauberer als Kohle ist und die instabile Sonnen- und Windenergie ersetzen kann, wenn die Sonne nicht scheint oder der Wind nicht bläst. Wenn aber das Erdgas ständig billiger als Sonne und Wind ist, gibt es keinen Grund, es sei den einen ideologischen, Gas mit Erneuerbaren zu kombinieren, anstatt einfach nur Erdgas zum Ersatz für die Kohle bei der Stromerzeugung einzusetzen.

Ohne regierungsseitige massive und fortdauernde Förderung oder gleichermaßen massive Strafsteuern auf billige fossile Energieträger wie Schiefergas, mögen sich Wind- und die Sonnenenergie nie im Wettbewerb halten können. Daher hoffen einige Grüne darauf, die Förderung von Schiefergas und von Gashydraten von vornherein zu verhindern. In ihrem Eifer haben sie aber Studien herausgestellt, die sich hinterher als fehlerhaft erwiesen haben. 

Ein Ökologie-Professor und Anti-Fracking-Aktivist namens Robert Howarth von der Cornell Universität [New York] veröffentlichte 2010 ein Papier mit der sensationellen Behauptung, dass Erdgas eine größeres Bedrohung des Klimas wäre als Kohle. Howarth gab zu, dass "Eine Menge der benutzten Daten von wirklich geringer Qualität sind …"

Howarths fehlerhafte Studie ist von Michael Levi vom Council on Foreign Relations widerlegt worden und wurde sogar vom Worldwatch Institute kritisiert, einer führenden Umweltschutzorganisation. Es wurde gesagt: "Wir teilen zwar Dr. Howarths Meinung der Dringlichkeit eines Übergangs zu einer auf Erneuerbaren Energien beruhenden Wirtschaft, gestützt auf unsere Forschungen glauben wir aber, dass Erdgas, nicht Kohle, den saubersten Weg in diese Zukunft bietet."

Vor einigen Jahren haben viele grüne Alarmschläger eine Theorie aufgegriffen, dass eine Eiszeit vor 600 Mio. Jahren wegen einer starken Erderwärmung abrupt zu Ende gegangen wäre, verursacht von Methan, das vom Meeresgrund in Blasen aufgestiegen wäre. Man warnte vor dem Abschmelzen der Eiskappen oder vor dem Anbohren von Methanhydraten, wodurch plötzlich so viel Methan freigesetzt werden könnte, dass die Erde „gekocht“ würde. Bevor das in einen Hollywood Straßenfeger umgesetzt wurde, ist die Theorie vom Methan-Weltuntergang kürzlich von einem Team der Caltech in einem Bericht im Wissenschaftsjournal NATURE widerlegt worden.

Alle Primärenergiequellen bergen potentielle Risiken. Die mit dem Fracking und auch die mit der möglicherweise großangelegten zukünftigen Förderung von Methanhydraten verbundenen Probleme sollten gesetzlich einer sorgfältiger Überwachung und Behandlung unterworfen werden. Der Alarm der Grünen Lobby über die Umweltrisiken der Primärenergiequellen ist hochgradig selektiv. Die Umweltschutzbewegung ist seit den 1970ern quasi religiös auf die Allheilmittel einiger „sanfter Energien“ festgelegt worden – Wind, Sonne, Biotreibstoffe. Man kann darauf wetten, dass Probleme erfunden oder übertrieben werden, die mit Alternativen zusammenhängen. Viele der gleichen Grünen, die gegen das Fracking wegen der Gefahren für das Grundwasser sind, setzen sich für Windräder und Hochspannungsleitungen ein, die Adler und andere Vögel abschlachten. Sie unterstützen das Abdecken riesiger Wüstengebiete mit Sonnenpaneelen und nehmen dafür die Ausrottung eines Großteils der lokalen Wildfauna und Flora in Kauf. Der Erhalt der Wildnis, das ursprüngliche Ziel der Umweltschutzbewegung, wird den gigantischen Metall-Idolen der Sonne und des Windes geopfert.

Die Bewegung für die Erneuerbaren Energien ist nicht die einzige, die in der Zukunft bedeutungslos werden wird durch den globalen Überfluss an fossilen Energieträgern, die von einer fortgeschrittenen Technologie gefördert werden. Die Vorreiter der kleinteiligen Biolandwirtschaft werden nicht länger behaupten können, dass die Knappheit der fossilen Energievorräte eine Rückkehr zur vorindustriellen Landwirtschaft erzwingen würde.

Ein weiteres Opfer des Energie-Überflusses wird der neue Urbanismus sein. Autos, Lastwagen und Busse können mit Erdgas wie mit Benzin und Diesel betrieben werden. Man kann den Gedanken nicht mehr ernst nehmen, dass die Überschreitung des Gipfels der Öl-Verfügbarkeit die Weltbevölkerung bald dazu zwänge, die auf dem Auto beruhenden Vorstädte und abgelegenen Bürozentren zu verlassen und in verdichtete, durch Schienenverkehr und schnelle Intercity-Züge verbundene Innenstädte zu ziehen.

Vermutlich wird der Zivilisation dereinst das Erdgas und andere fossile Energieträger ausgehen, die zu bezahlbaren Kosten gefördert werden können. Man wird gezwungen sein, dauerhaft auf andere Primärenergieträger umzusteigen. Das werden aber wahrscheinlich die nuklearen Spalt- und Fusionsenergien sein, nicht Sonne und Wind. Die werden auch in tausend Jahren noch so diffus und unbeständig sein, wie heute schon. Das aber ist ein Problem für die Weltbevölkerung von 2500 oder 3000 n. Chr. 

Inzwischen scheint es so, dass die Propheten eines auf den Ölgipfel folgenden Zeitalters der Erneuerbaren Energien um 180 Grad verkehrt liegen. Wir könnten im Zeitalter des Gipfels der Erneuerbaren leben, gefolgt von einem langen Zeitalter fossiler Energieträger, das gerade beginnt.

Autor Michael Lind 

Michael Lind ist Leiter der Abteilung “Grundsatz” des Economic Growth Program bei der New America Foundation. Er ist Autor von: "The Next American Nation: The New Nationalism and the Fourth American Revolution." Mehr dazu: Michael Lind

Den Originalartikel finden Sie hier 

Die Übersetzung besorgte Helmut Jäger EIKE

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13 Kommentare

  1. @ #12, Otto

    ein sehr sachlicher Beitrag. Ich werde mich mal auf das gleiche Niveau hinab bemühen:

    ‚Und die, die gegen effektive und günstige Energieerzeugung aus Kohle, Gas, Uran und/oder Wasserkraft (soweit verfügbar) sind, sollte man in Afrika auf dem Land ansiedeln, wo es keinen Strom gibt. Dann machen wir in ein paar Jahren eine Studie, wie sich die Gesellschaftsform in Bereichen der Erde entwickelt, die über keinen (ausreichenden) Zugang zu Strom verfügen.

  2. Wieder mal eine, vermutlich von der Atomlobby bezahlte, „Studie“ was alles sein könnte.
    Meinen Vorrednern ist nicht viel hinzuzufügen.
    Alle die noch immer nicht genug haben von Atomkraft sollten unbedingt rund um Tschernobyl und Fukuschima angesiedelt werden, dann machen wir eine Studie wie die Auswirkungen nach Jahren sind.

  3. Sehr geehrter Herr Naumann,

    #6

    „Komisch, die Erntefaktoren sprechen da eine ganz andere Sprache.“
    Warum wusste ich nur das sie mit Erntefaktoren kommen, wenn ich von Ressourcenverbrauch spreche. Der Erntefaktor beschreibt das Verhältnis von benötigter Energie (zur Anlagenproduktion) zur produzierten Energie über die Nutzungsdauer. Den Ressourcenverbrauch (Eisenerz, seltene Erden, Personal, finanzielle Mittel usw.) betrachtet es gar nicht. Da sie keine Antwort gegeben haben lasse ich die Fragen aus # 5 mal weiter im Raum stehen.

    „Die final in der Umwelt verbleibenden Giftstoffe sind lächerlich im Vergleich zur Kohleverbrennung oder KKW (Plutonium).“

    Nur das sie halt zusätzlich in die Umwelt gelangen. Solarzellen ersetzen ja leider weder Kohle noch KKW.
    Welche KKW´s emittieren denn Plutonium das in die Umwelt gelangt?

    „Weil Sie eben einfach keinen Schaden anrichten. NABU rechnet mit 1000 toten Vögeln/Jahr für alle WKA in D-land.“
    Tolle Antwort wenn ich von Landschaftsschutzgebieten rede. Lesen sie das lange Wort in meinem Satz noch mal genau durch. Wo richten WKA´s keinen Schaden in der Landschaft an?
    Ist ihnen der Sinn von Landschaftsschutzgebieten bewusst?

  4. #6: F. Naumann sagt:

    am Donnerstag, 09.06.2011, 19:38

    “ CO2 ein Teil davon ? also ist CO2 giftig ???? Sie wissen das genau ?“

    CO2 kann man getrost in die Kategorie ungesund einordnen“

    Das ist ein schwacher Trost. Würde ich das ungefragt so stehen lassen, wäre ich nicht ganz bei Trost.

    Der Täuschung zu folgen wäre ein untröstliches Vergehen.

    Nur in der Naturwissenschaft findet man Tröstung vom Glauben der Dekarbonisierer.

    Daß CO2 nützlich ist, sieht man daran, daß man mit einem CO2-Löscher unnützes Feuer löschen kann.

    CO2 kann also sogar Leben retten!

    „Von NOx haben sie noch nichts gehört, nicht wahr?“

    Doch!

    Welche Art der NOx-Entstehung in Verbrennungsvorgängen kennen Sie?

    Das thermische NOx spielt in Erdgasbrennern fast keine Rolle.

    In jedem Gewitter wird massenweise NOx erzeugt. Und trotzdem ist nach jedem Gewitter die Luft rein und sauber.

    Wie wollen Sie das erklären?

  5. #6, F. Naumann sagt:

    ‚Von NOx haben sie noch nichts gehört, nicht wahr? Windgas (Methan) würde auch das CO2 wieder in den Kreislauf zurückführen“‚

    In Verbindung mit gereinigtem Erdgas habe ich noch nicht von Stickoxiden gehört – Sie etwa? Vielleicht kramen Sie Ihr Chemielehrbuch auch noch heraus, wenn Sie das Physikschulbuch gerade schon geholt haben. Das mit Arbeit und Leistung hatten wir an anderer Stelle ja schon diskutiert.

  6. Herr Naumann –

    „Niemand will die Stromversorgung allein aus Wind und Sonne realisieren. Ein gewisser Anteil fossiler ist durchaus Akzeptabel. GuD und KWK sind die Lösung.
    Windgas, BHKW, Lastmanagement und demnächst auch Batteriepuffer machen Riesenspeicher überflüssig.“

    Sie werden lachen, es gibt eine ganze Reihe „Schwachmate“, die genau das wollen!

    Von welchen genialen Batteriepuffer reden Sie hier?

    Die paar Elektroautobatterien, die dann regelmäßig leer sein dürften, wenn sie gebraucht werden?

    Rechnen Sie mal aus – ich weiß, das ist nicht so Ihre Sache – wie groß Batterieblöcke sein müssen, um nur den 2 wöchigen Bedarf einer Grundenergieversorgung zu decken. Ich bin zu faul, mir so was anzutun, schätze aber mal, die Dinger können ohne Weiteres so groß werden, wie 2-3 WTC.

    So ein kleines Attentat mit 3-4 Stingerraketchen und Tschüss!

  7. #6 F. Naumann sagt:

    Netzausbau ist ohnehin nötig, das ist alles total alt und marode.

    Sehr geehrter Herr Naumann,

    woher haben Sie diese Information über den Zustand des Leitungsnetzes der BRD? Haben Sie sich persönlich über den Zustand informiert? Sind Sie die Leitungen abgelaufen? Haben Sie die Masten abgestiegen, um den maroden Zustand zu dokumentieren? Oder übernehmen Sie nur anderweitige, polemische Behauptungen und geben diese hier weiter?

    Das Hochspannungsleitungsnetz der BRD ist mitnichten nur alt und marode. Es ist eins der zuverlässigsten der Welt. Der Sturm Lother hat in Frankreich zu mehrwöchigem Stromausfall geführt. Die „alten und maroden“ Leitungen der BRD haben das weitestgehend gut überstanden. In Deutschland ist es bisher auf Grund sog. maroder Leitungen, zu keinen großen Leitungsumbrüchen oder langen Stromausfällen gekommen. Es ist richtig, es gibt in diesem Netz auch noch Leitungen, die aus den 30iger Jahren des vorigen Jahrhunderts stammen. Diese Leitungen sind zwar alt, aber nicht marode. Diese Leitungen wurden sehr aufwändig saniert. Es wurden Fundament- und Gestängesanierungen vorgenommen und die alten Leiterseile und Isolatoren gegen Neue ausgewechselt, um eine sichere Versorgung zu gewährleisten. Diese alten Leitungen werden natürlich nach und nach durch neue Leitungen ersetzt. Diese alten Leitungen betreffen aber hauptsächlich die 110 bzw. 220kV-Ebene. Nach dem Krieg wurden aber auch die großen 110/220/380kV-Leitungen gebaut. Und das vorrangig. Die allgemeine Elektrifizierung der Gesellschaft verlangte das. Widerstand gegen Leitungen war eher selten zu dieser Zeit. Ich kann mich nicht daran erinnern, davon eine marode Leitung gesehen zu haben. Einmal so eben eine alte Leitung abreissen und in der alten Trasse eine neue Leitung bauen, ist eben nicht immer nur einfach. Die Versorgung muss schließlich aufrecht erhalten bleiben. Oder meinen Sie, die betroffenen Bürger würden solange auf die Stromversorgung verzichten. Einfach mal so eben neue Leitungen bauen, geht auch nicht immer so einfach. Da geht es heute um die Akzeptanz. Da kommen dann die „Gegen-Alles-Zeitgenossen“, Umwelt- und Tierschützer, die betroffenen Bürger und machen sich frisch und froh ans Werk, die Leitungen entweder ganz, oder wenigsten so lange wie möglich zu verhindern. Und dann sind da noch die Leitungsbaufirmen. Die sind heute schon an Ihren Kapazitätsgrenzen. Schuld sind letztendlich immer die EVU`s.
    Für den „ohnehin“ nötigen Netzausbau zum Transport des Windstroms von Nord- nach Süddeutschland, sollten Sie sich jetzt schon gute Argumente zurechtlegen. Die werden Sie für die Dagegenzeitgenossen brauchen.
    Ob sich diese Dagegenzeitgenossen durch Leitungsbaubeschleunigungsgesetze beeindrucken lassen, wage ich zu bezweifeln.

    Nochmal zu den sog. maroden Leitungen.
    Sie haben schon einmal in einem Kommentar die Leitungen als marode bezeichnet. Dabei nannten Sie die Leitung im Münsterland, die durch Nassschnee teilweise umgebrochen ist, und zu Stromausfall geführt hat.
    Wer den Zusammenhang zwischen dem Eisabwurf von Leiterseilen und den damit einhergehenden Umbruch des Leitungsgestänges nicht kennt, sollte nicht von maroden Leitungen sprechen. Solche Umbrüche sind auch schon auf neuen Leitungen vorgekommen.
    Sehr geehrter Herr Naumann, Ihre Aussagen zu den Leitungsnetzen sind für mich nur inhaltlose Stimmungsmache, und entbehren jeglicher Sachlichkeit.

    Frohe Pfingsten

  8. “ CO2 ein Teil davon ? also ist CO2 giftig ???? Sie wissen das genau ?“

    CO2 kann man getrost in die Kategorie ungesund einordnen

    “ „Jedenfalls bieten nur die EE die Emissionsarme Lösung“
    wie sieht hier die Energiebilanz aus ? zur Herstellung der Windräder und Solarzellen.“

    Siehe Erntefaktor (wikipedia)

    “ d.h. Sie sind er Ansicht es gibt gar keinen anthropogenen >Klimawandel, deswegen auch kein Klimaschutz notwendig ist, das war also eine Erfindung um hemmungslos Windräder und Photovoltaik bauen zu dürfen ??
    War hier eine clevere und geduldige Lobby am Werk ?“

    Klimaschutz als Teil des Umweltschutzes ist durchaus richtig, so meine Meinung (nicht die absolute Wahrheit, die kenn ich nicht)

    “ „So wie der Übergang vom Jäger und Sammler, der immer wieder neue Ressourcen erschließen…“
    richtig das machen wir ja jetzt auch, werden aber von „grünen Gruppen“ daran gehindert.“

    Können wir uns sparen. Auf Dauer ists billiger, wenn man nicht die ganze Erde umwühlt für ein paar Bröckchen Energieträger,sondern das nimmt, was in der Umwelt ohnehin reichhaltig vorhanden ist. Fusionsenergie von der Sonne

    #4: Jürgen Wanninger sagt:

    „Bei der Verbennung von gereinigtem Erdgas, und darum geht es in diesem Artikel, entstehen Co2 und Wasser. Sie dürfen gerne einmal die Nase in meinen Kamin halten. Aber Vorsicht! Wir haben auch einen Kachelkamin (Bio), da gibts gleich Kopfweh!“
    Von NOx haben sie noch nichts gehört, nicht wahr? Windgas (Methan) würde auch das CO2 wieder in den Kreislauf zurückführen“

    “ sagt: ‚Jedenfalls bieten nur die EE die Emissionsarme Lösung.‘

    Ich habe es an anderer Stelle mehrfach vorgerechnet, Wollen Sie die Kernenergie KOMPLETT durch Erneuerbare Wind und Sonne ersetzen, brachen Sie gut 80.000 neue Windmühlen und rund 100 Quadartkilometer neue Sonnepaddel. Was glauben Sie, wieviel Emmissionen und Energie zu deren Herstellung sowie Auf und Abbau nach rund 20 jahren verbraucht wird?“
    Dann ist dieser Strom unstetig, zufällig. Rund 400 Pumpspeicherwerke der Größenordnung Schluchsee werden zusätzlich noch benötigt, um die Energieversorgung sicherzustellen. Was glauben Sie, wieviel Emmissionen und Energie das wohl verbrauchen wird?“

    Niemand will die Stromversorgung allein aus Wind und Sonne realisieren. Ein gewisser Anteil fossiler ist durchaus Akzeptabel. GuD und KWK sind die Lösung.
    Windgas, BHKW, Lastmanagement und demnächst auch Batteriepuffer machen Riesenspeicher überflüssig

    #5: Matthias Tobies sagt:

    “ „Es ist ein geschlossener Kreislauf.“
    Skizieren sie doch mal diesen Kreislauf. Von der Förderung der notwendigen Rohstoffe, bis zum vollständigen Recyceln der Anlagen. Natürlich die ganzen anlaufenden Nebenprozesse (z.Bsp. Netzausbau, Netzstabilität usw.) nicht vergessen.
    Ist ihnen bewusst das Windkraftanlagen etwa das 10 fache an Eisenerz pro MW benötigen wie KKW´s? Dazu verbrauchen neue WK-Anlagen enorme Mengen seltener Erden.
    Das Dünnschichtmodule verschiedenste Giftstoffe enthalten und man deswegen einige Umweltschutzrichtlinien der EU ändern will?“

    Komisch, die Erntefaktoren sprechen da eine ganz andere Sprache. Netzausbau ist ohnehin nötig, das ist alles total alt und marode. Solarzellen werden bereits recycelt und das ist sogar billiger als Neuproduktion. Die final in der Umwelt verbleibenden Giftstoffe sind lächerlich im Vergleich zur Kohleverbrennung oder KKW (Plutonium).

    “ Oder wenn es um Umweltschutz geht baut man ja gerne Erneuerbare in Landschaftsschutzgebiete.
    Weil Sie eben einfach keinen Schaden anrichten. NABU rechnet mit 1000 toten Vögeln/Jahr für alle WKA in D-land.
    Sonnenenergie passt wunderbar in Landschaftsschutzgebiete (auf Dächern, wohlgemerkt)

  9. Sehr geehrter Herr Naumann,

    „Es ist ein geschlossener Kreislauf.“
    Skizieren sie doch mal diesen Kreislauf. Von der Förderung der notwendigen Rohstoffe, bis zum vollständigen Recyceln der Anlagen. Natürlich die ganzen anlaufenden Nebenprozesse (z.Bsp. Netzausbau, Netzstabilität usw.) nicht vergessen.
    Ist ihnen bewusst das Windkraftanlagen etwa das 10 fache an Eisenerz pro MW benötigen wie KKW´s? Dazu verbrauchen neue WK-Anlagen enorme Mengen seltener Erden.
    Das Dünnschichtmodule verschiedenste Giftstoffe enthalten und man deswegen einige Umweltschutzrichtlinien der EU ändern will?

    Oder wenn es um Umweltschutz geht baut man ja gerne Erneuerbare in Landschaftsschutzgebiete.

  10. #2: F. Naumann

    sagt: ‚Die Verbennung fossiler Treibstoffe jeglicher Art produziert einen ganzen Cocktail ungesunder bis giftiger Emissionen.‘

    Bei der Verbennung von gereinigtem Erdgas, und darum geht es in diesem Artikel, entstehen Co2 und Wasser. Sie dürfen gerne einmal die Nase in meinen Kamin halten. Aber Vorsicht! Wir haben auch einen Kachelkamin (Bio), da gibts gleich Kopfweh!

    sagt: ‚Jedenfalls bieten nur die EE die Emissionsarme Lösung.‘

    Ich habe es an anderer Stelle mehrfach vorgerechnet, Wollen Sie die Kernenergie KOMPLETT durch Erneuerbare Wind und Sonne ersetzen, brachen Sie gut 80.000 neue Windmühlen und rund 100 Quadartkilometer neue Sonnepaddel. Was glauben Sie, wieviel Emmissionen und Energie zu deren Herstellung sowie Auf und Abbau nach rund 20 jahren verbraucht wird?
    Dann ist dieser Strom unstetig, zufällig. Rund 400 Pumpspeicherwerke der Größenordnung Schluchsee werden zusätzlich noch benötigt, um die Energieversorgung sicherzustellen. Was glauben Sie, wieviel Emmissionen und Energie das wohl verbrauchen wird?

  11. Herr Naumann

    „Die Verbrennung fossiler Treibstoffe jeglicher Art produziert einen ganzen Cocktail ungesunder bis giftiger Emissionen“
    wie giftig ? ich gehöre nicht zu denen die die Nase unter den Auspuff halten.
    CO2 ein Teil davon ? also ist CO2 giftig ???? Sie wissen das genau ?

    „Jedenfalls bieten nur die EE die Emissionsarme Lösung“
    wie sieht hier die Energiebilanz aus ? zur Herstellung der Windräder und Solarzellen.

    „Das war vor der Erfindung des Ablenkungsmanövers Klimaschutz unser Hauptproblem damit… „
    d.h. Sie sind er Ansicht es gibt gar keinen anthropogenen Klimawandel, deswegen auch kein Klimaschutz notwendig ist, das war also eine Erfindung um hemmungslos Windräder und Photovoltaik bauen zu dürfen ??
    War hier eine clevere und geduldige Lobby am Werk ?

    „So wie der Übergang vom Jäger und Sammler, der immer wieder neue Ressourcen erschließen…“
    richtig das machen wir ja jetzt auch, werden aber von „grünen Gruppen“ daran gehindert.

    Mao hatte eine Kulturrevolution durchgeführt !!
    gibt es sonst noch Beispiele dieser Art ?
    bitte nicht nochmals so ein Drama wiederholen. Wie kann man so etwas herbeiwünschen.
    Hoffentlich frisst dann auch die Revolution ihre Kinder.

  12. Ich spar mir, die unwahren Behauptungen in diesem Artikel aufzupieksen. Aber ein Problem blendet der Autor völlig aus: Die Verbennung fossiler Treibstoffe jeglicher Art produziert einen ganzen Cocktail ungesunder bis giftiger Emissionen. CO2 ist da nur ein kleiner, symbolischer Teil davon, und wer die IPCC-Berichte liest, weiß das auch. Im oberflächlichen Presse-Echo wird eben gerne aus CO2-Äquivalenten reines C02.

    Jedenfalls bieten nur die EE die Emissionsarme Lösung. Das war vor der Erfindung des Ablenkungsmanövers Klimaschutz unser Hauptproblem damit, Umweltverschmutzung. Von der Förderung bis zur Entsorgung.

    Das wird mit Kernkraft oder Fusion auch nicht besser und deshalb gehört den erneuerbaren Energien die Zukunft. Es ist ein geschlossener Kreislauf. So wie der Übergang vom Jäger und Sammler, der immer wieder neue Ressourcen erschließen musste zum seßhaften Ackerbauer, der über Jahrzehnte die gleiche Fläche bestellt hat. Eine Kulturrevolution. 10000 Jahre alt.

    schöne Grüße

    Frank

  13. Nur der Vollständigkeit halber:

    „Ein Ökologie-Professor und Anti-Fracking-Aktivist [Sic! Warum diese unnötige Polemik?] namens Robert Howarth von der Cornell Universität [New York] veröffentlichte 2010 ein Papier mit der sensationellen Behauptung, dass Erdgas eine größeres Bedrohung des Klimas wäre als Kohle. Howarth gab zu, dass „Eine Menge der benutzten Daten von wirklich geringer Qualität sind …“. Howarths fehlerhafte Studie […].“

    Howarths Studie ist nicht fehlerhaft, sondern unsicher, was die Ausgangsdaten angeht. Natürlich ist Erdgas klimafreundlicher als Kohle, beim „Fracking“ stellt sich aber das Problem, das Erdgas unverbrannt bei der Förderung in die Atmosphäre entweichen kann. Leider gibt es hierzu von der fördernden Industrie keine verlässlichen Daten, daher die Unsicherheit der Ergebnisse.

    Übrigens verschweigt die US-Industrie ebenfalls, welche Stoffe – darunter auch karzinogene – beim Fracking in die Erde dem Wasser beigemischt werden.

    Erste Fälle von verseuchtem Trinkwasser gibt es schon in Pennsylvania.

    Eine schöne Vision, von russischem Erdgas unabhängig zu sein, aber ich stimme zu, dass Fracking unter strenger staatlicher Kontrolle zu geschehen habe.

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