Der Große Schwindel mit dem Meeresspiegel – Es gibt keinen alarmierenden Anstieg des Meeresspiegels!

In diesem Papier möchte ich die vom IPCC und Anderen propagierten Raten des Meeresspiegelanstiegs untersuchen. Abbildung 1 zeigt die Unterschiede zwischen den Modellrechnungen des IPCC und den beobachteten Fakten. Nach 1965 beginnen die beiden Kurven, signifikant auseinander zu laufen (markiert mit einem Fragezeichen). Diese Studie wird die Unterschiede beleuchten und eine Lösung anbieten, welchen Daten man trauen kann und welche zu verwerfen sind.

Abbildung 2 zeigt das Spektrum der gegenwärtigen Abschätzungen zur Änderung des Meeresspiegels. Die Raten reichen von 0,0 bis 3,2 mm pro Jahr. Logischerweise können nicht alle diese Raten richtig sein. Ich möchte versuchen, das Fragezeichen in Abbildung 1 aufzulösen, und zwar durch eine kritische Untersuchung der Graphen in Abbildung 2. 

Während das IPCC und seine Propagandisten immer wildere Vorhersagen des Anstiegs des Meeresspiegel in naher Zukunft abgeben, zeigen die tatsächlich beobachteten Fakten, dass der Meeresspiegel während der vergangenen 40 bis 50 Jahre weitgehend stabil war.

Beobachtete Fakten

Eindeutige Messungen vor Ort deuten darauf hin, dass der Meeresspiegel weder bei den Malediven noch in Bangladesh, Tuvalu, Vanuatu und Französisch Guayana steigt (Mörner 2007a, 2007b, 2007c, 2010a, 2010b). Alle diese Orte nehmen in der Diskussion um den Meeresspiegel Schlüsselstellungen ein, in der das IPCC und seine ideologischen Erfüllungsgehilfen katastrophale Überflutungsszenarien entworfen haben. Die Wirklichkeit unterscheidet sich jedoch fundamental von den Behauptungen des IPCC, wie ich in einem Beitrag und dem Interview in 21st Century hier  dargelegt habe.

Das IPCC und die Präsidenten von den Malediven und Tuvalu behaupten weiterhin, dass die Überflutung bereits im Gange ist und die Inseln bald von der Oberfläche des Planeten (oder besser des Ozeans) verschwinden werden. Schon hier erleben wir ein Verhalten, das man gut und gerne als „Sea-Level-Gate“ bezeichnen könnte. In einem offenen Brief an den Präsidenten der Malediven (Mörner 2009) brachte ich die Diskrepanz zwischen dieser Behauptung und unseren Messungen zum Ausdruck. Bisher gab es keine Antwort.

Bangladesh ist eine Nation, die häufig Opfer von Naturkatastrophen ist – starke Niederschläge im Himalaya und tropische Wirbelstürme an der Küste. Als wäre das noch nicht schlimm genug, wurde behauptet, dass der Meeresspiegel in raschem Anstieg begriffen sei. Diese Behauptung wurde in meiner Studie im Sundarban-Gebiet total diskreditiert, wo es eine Tatsache ist, dass der Meeresspiegel seit 40 bis 50 Jahren stabil geblieben ist (Mörner 2010a).

Der fälschlich hergeleitete Anstieg des Meeresspiegels wurde benutzt, um wilde Szenarien zu erzeugen, in denen behauptet wird, dass Hunderte und Tausende Menschen ertrinken könnten und dass „Millionen von Menschen im Verlauf dieses Jahrhunderts aus ihren Häusern wegen des Anstiegs des Meeresspiegels vertrieben werden würden“ (Byravana und Raja 2010). Dies ist wirklich eine schlimme Verfälschung der augenblicklichen Situation. Zweifellos stehen wir vor einem „Sea-Level-Gate“. Das Magazin, dass die falschen Behauptungen verbreitet, Ethics and International Affairs, lehnt es ab, einen Kommentar zu veröffentlichen, der „empirische Daten in den Mittelpunkt stellt“. Mit Befremden müssen wir fragen: Was bedeuten die moralischen Warnungen, wenn die gesamte empirische Basis falsch ist?

In Tuvalu behauptet der Präsident weiterhin, dass sie dabei sind, überflutet zu werden. Und dies, obwohl Messungen des Pegelstands klar auf die Stabilität des Meeresspiegels während der letzten 30 Jahre hinweisen (Mörner 2007a, 2007c, 2010b; Murphy 2007). In Vanuatu zeigen die Wasserstandsmessungen während der letzten 14 Jahre einen stabilen Meeresspiegel (Mörner 2010c).

Von den Küsten von Französisch-Guayana und Surinam gibt es ausgezeichnete Aufzeichnungen des Meeresspiegels, die multiple 18,6 Jahre lange Tidenzyklen zeigen (Gratiot et al. 2008). Sie zeigen Variationen rund um einen stabilen Nullwert während der letzten 50 Jahre (Mörner 2010b). Für das gleiche Gebiet zeigen die Satellitenmessungen einen Anstieg des Meeresspiegels um 3,0 mm/Jahr. Dies erweckt erhebliche Zweifel an der Qualität der Satellitenwerte, was weiter unten diskutiert wird. 

Die Aufzeichnungen des Meeresspiegels in Venedig können als ein Test für die globale Eustatik² verwendet werden. Zieht man den Faktor ab, der sich aus der Landabsenkung dort ergibt, zeigt sich kein Anstieg eustatischen Ursprungs, keine wie auch immer geartete Beschleunigung; statt dessen zeigt sich ein Absinken des Meeresspiegels um das Jahr 1970 (Mörner 2007a, 2007c).

² Eustatik oder eustatische Änderung (Im Gegensatz zu Änderungen der Landoberfläche) bedeuten Änderungen des Ozeanspiegels (von dem man früher dachte, er sei global, doch fand man inzwischen heraus, dass es wegen einer horizontalen Umverteilung von Wassermassen auch regionale Änderungen geben kann).

Die Küsten Nordwesteuropas sind interessant, weil es hier sowohl ein Heben als auch ein Absinken von Landmassen gibt. Der Pegel bei Korsør im Großen Belt (zwischen den dänischen Inseln Fünen und Seeland) beispielsweise befindet sich seit 8000 Jahren an einem Angelpunkt zwischen Hebung und Absenken. Dieser Pegel zeigt während der letzten 50 bis 60 Jahre keinen Anstieg des Meeresspiegels.

Cuxhaven an der deutschen Nordseeküste verfügt über einen Pegel bis zurück zum Jahr 1843, und zwar in einem Gebiet, dass das absinkende Segment der deutschen Nordseeküste repräsentiert. Abbildung 3 zeigt die mittleren jährlichen Werte über 160 Jahre mit einem langzeitlichen angepassten Trendpolynom (Herold, nicht veröffentlicht) versehen. Diese Kurve (blau) zeigt einen leichten Anstiegstrend in einem sinusförmigen Verlauf, welcher die mittleren relativen Änderungen des Meeresspiegels in dem Gebiet repräsentiert. Nächste Spalte über den beiden Bildern Zusätzlich zu dieser eustatischen Komponente in Nordwesteuropa (Mörner 1973) bekommt man teilweise die lokale Rate des Absinkens von Land (rote Kurve) und die teilweise eustatische Komponente, extrapoliert bis in die Gegenwart und doppelt geprüft für den Zeitraum bis 1970 (der Unterschied zwischen der roten und der blauen Kurve).

Die regionale eustatische Änderung des Meeresspiegels nimmt nach 1930 bis 1940 ab, wird flach von 1950 bis 1970 und fällt seit 1970 bis zum heutigen Tag. Dies stellt einen sicheren Beweis dafür dar, dass sich der Meeresspiegel heute in keiner Weise in einem rapiden Anstieg befindet; vielmehr gibt es einen gegenteiligen Trend: einen langsam fallenden Meeresspiegel.

Pegelmessstellen wurden an Häfen installiert, um die Änderungen des Tidenhubs und langfristige Änderungen des Meeresspiegels zu messen. Der Pegel in Amsterdam ist der Älteste, wurde er doch schon im Jahre 1682 errichtet. Die Messstelle in Stockholm ist die zweitälteste und wurde 1724/1774 errichtet, die drittälteste befindet sich in Liverpool, und zwar seit 1768. Die meisten Pegel sind auf instabilen Hafenkonstruktionen oder Landungsbrücken installiert. Daher neigen diese Aufzeichnungen dazu, den Anstieg des Meeresspiegels zu übertreiben. In der National Oceanic and Atmospheric Administration NOAA enthält die Datenbasis 159 Pegelmessstellen (Abbildung 4)

Die Autoren des IPCC nehmen sich die Freiheit, zur Rekonstruktion eines Meeresspiegeltrends pro Jahrhundert bestimmte Stationen auszusuchen, die sie „repräsentativ“ nennen. Dies bedeutet natürlich, dass ihre persönliche Ansicht – nämlich das IPCC-Szenario seit Beginn des Projektes – in dieser Auswahl einfließt und „repräsentativ“ nur die Messstellen sind, die diese Vorgabe erfüllen. Es beginnt, nach einem neuen „Sea-Level-Gate“ zu stinken.

Die Messung mit Satelliten ist eine wunderbare neue Technik, die eine Rekonstruktion von Änderungen des Meeresspiegels an der gesamten Wasseroberfläche zulässt. Dies ist unabdingbar, da sich der Meeresspiegel nicht nur vertikal, sondern auch horizontal ändert. Die horizontale Umverteilung von Wasser im Maßstab von Jahrhunderten und Jahrzehnten wurde zum ersten Mal während des späten Holozäns beobachtet (siehe z. B. Mörner 1995 und 1996) und zeigen sich deutlich in den Satellitenaufzeichnungen von 1992 bis 2010 (siehe z. B. Nicholls und Casenaye 2010; Casenaye und Llovel 2010). Jedoch verbleiben große Probleme hinsichtlich des gewählten Null-Niveaus und für den langfristigen Trend (Mörner 2004, 2007c, 2008).

Die Missionen Topex/Poseidon und später Jason zeichneten die Variationen der Ozeanoberfläche in hoher Auflösung auf. Nachdem man alle notwendigen technischen Korrekturen angebracht hat, präsentierten Menard (2000, auch Aviso 2000) den ersten Verlauf der Meeresspiegels von 1992 bis 2000 (Abbildung 5).

Die Abbildung 5 mit einem Trend von 1,0 mm/Jahr wird durch die lineare Annäherung begründet. Die Tatsache, dass das große Hoch in den Zyklen 175 bis 200 durch ein ENSO-Ereignis hervorgerufen wurde, wird ignoriert. (Bei ENSO handelt es sich um die El Niño – La Niña Southern Oscillation, eine quasi-periodische Schwankung, die es alle paar Jahre im tropischen Pazifik gibt). Darum ergibt sich eine viel bessere Annäherung, wenn man diese ENSO-Signale als ein separates Ereignis betrachtet, der dem langzeitlichen Trend überlagert ist, wie in Abbildung 6 gezeigt (Mörner 2004). Abbildung 6 zeigt eine Variabilität (von ±10 mm) um einen stabilen Nullwert (blaue Linie) im Jahre 1997 und ein starkes EBSO-Ereignis (gelbe Linien) im Jahre 1997. Der Trend danach ist weniger klar (graue Linien). Dieser Graph zeigt keinerlei Hinweis auf irgendeinen Anstieg während der betrachteten Zeitspanne (Mörner 2004, 2007a, 2007c).

Als die Satellitengruppe merkte, dass der Anstieg 1997 das Signal eines ENSO-Ereignisses war und sie den Trend bis 2003 extrapolierten, scheint es, dass sie ein Problem hatten: Es gab keinen sichtbaren Anstieg des Meeresspiegels, und daher musste eine „Reinterpretation“ vorgenommen werden (dies wurde mündlich auf dem Global Warming Meeting bestätigt, welches von der russischen Akademie der Wissenschaften abgehalten worden ist und an dem ich teilnahm). Nur, was man genau gemacht hatte, blieb unklar, da die Satellitengruppe die zusätzlichen „Korrekturen“, die sie angebracht hatten, nicht spezifiziert haben.

Im Jahre 2003 geriet die Aufzeichnung der Satellitenmessungen plötzlich erneut in Schieflage (Aviso 2003) – weg von dem weitgehend horizontalen Verlauf von 1992 bis 2000, wie man in den Abbildungen 5 und 6 erkennt – und zwar hin zu einer Rate von 2,3 (± 0,1) mm/Jahr (Abbildung 7)

Woher kommt diese neue Schieflage? War der Verlauf in Abbildung 5 aus dem Jahr 2000 noch flach, zeigt er jetzt aufwärts in Abbildung 7 aus dem Jahr 2003 (Aviso 2000, 2003). Offensichtlich wurde irgendeine Art „Korrektur“ angebracht, ohne diese jedoch zu spezifizieren, so dass eine Auswertung vorgenommen werden könnte (siehe Mörner 2007c, 2008). In den meisten Graphen der Satellitenaufzeichnungen des Meeresspiegels Seite 5 à Seite 6) (im Internet und Artikeln in Zeitschriften) wird nicht einmal angemerkt, dass die Graphen eben nicht die gegenwärtigen Trends zeigen, wie sie von den Satelliten registriert werden, sondern Trends nach Anbringung von „Korrekturen“. Ursprünglich schien es so, als ob sich diese nicht spezifizierte „Extrakorrektur“ auf die globale isostatische³ Anpassung (GIA) von 2,4 mm/Jahr (siehe z. B. Peltier 1998), oder 1,8 mm/Jahr (IPCC 2001) bezogen hatte. Die Nullbasis der GIA wurde nach Peltier (1998) in Hong Kong ermittelt, wo eine Messstelle einen relativen Anstieg des Meeresspiegels um 2,3 mm/Jahr zeigte. Dies entspricht genau dem Wert in Abbildung 7. Diese Messung steht jedoch im Widerspruch zu den vier anderen Messstellen in Hong Kong und repräsentiert offenbar eine lokale spezifische Landabsenkung, ein Faktum, dass den Geologen vor Ort wohlbekannt ist.

³Isostatisch bezieht sich auf die Balance der geologischen Massen und der Tendenz zum Gleichgewicht.

Nichtsdestotrotz wurde ein neuer Anpassungsfaktor an den Graph in Abbildung 7 angebracht.  Auf dem Moskauer Treffen 2005 erwiderte eine der Personen in der britischen IPCC-Delegation auf meine Frage und Kritik an dieser „Korrektur“: „Wir mussten das tun, weil es sonst gar keinen Trend gegeben hätte!“ darauf antwortete ich: „Haben Sie gehört, was Sie sagen? Das ist doch genau das, was ich Ihnen vorwerfe!“ Daher wurde in meinem Booklet aus dem Jahre 2007 (Mörner 2007c) der Graph in Abbildung 7 zurück in seine Originalposition gebracht (Abbildung 5).

Die Kalibrierungen, die an die altimetrischen Satellitenmessungen angebracht worden waren, werden bei Mitchum (2000 – cf. Casenave und Nerem 2004; Leuliette und Scharroo 2010) diskutiert. Die Messungen an den Pegeln spielten dabei eine zentrale Rolle und schlossen eine gewisse Art von Zirkelschluss hinsichtlich dieser Kalibrierungen ein. Andere wichtige Faktoren sind die globale isostatische Anpassung (GIA) und die Vertikalbewegungen der Orte mit den Pegeln.

Mitchum (2000) stellt zum Einen fest: „wir haben die Rate vorgegeben durch Douglass (1991, 1995) von 1,8 ± 0,1 mm/Jahr übernommen“, und zum Anderen: „von den Messstellen wurde angenommen, dass sie vertikal stabil sind“. Beide diese Annahmen sind falsch. Die Rate von 1,8 mm/Jahr ist nicht belegt, sondern eher im Gegenteil (siehe Abbildung 2). Die Aufzeichnungen an Messstellen sind alles andere als vertikal stabil, sondern eher im Gegenteil (dies gilt für die 6 Messstellen, die von Church et al. sowie die 25 Messstellen, die von Douglas verwendet wurden). Mitchum (2000) schlug die folgenden Beziehungen vor (wie in der farbig hinterlegten Gleichung unten):

Der vorgeschlagene „globale Faktor des Meeresspiegels” (Kasten B) ist niemals eindeutig und vertrauenswürdig, sondern eher Gegen­stand persönlicher Ansichten, wie man in Abbildung 2 sieht. Die Rate von 1,8 mm/Jahr ist mit Sicherheit eine Überschätzung, die stark durch Landabsenkungen an den ausgewählten Messstellen beeinflusst ist (Abbildung 2). Nach meiner Ansicht wäre 0,0 mm/Jahr (oder ein wenig darüber) ein viel besserer Wert.

Die lokalen Landbewegungen an den Messstellen (Kasten C) ist eine weitere komplexe Angelegenheit, die nach einem geologischen Verständnis der fraglichen Messstelle verlangt. Lokale Änderungen des aus Sedimenten gebildeten Untergrundes (wie Verdichtung, Rückzug des Wassers (water withdrawal) usw.) ist ein primärer Faktor, dem man Rechnung tragen muss (Mörner 2004, 2010b). Diese Änderungen können durch Satellitenmessungen nicht aufgezeichnet werden, sondern nur mit genauen Kenntnissen der Verhältnisse vor Ort. Viele Messstellen wurden in Häfen und an Landungsbrücken installiert, die alles andere als stabil sind. Bewegungen der Erdkruste sowie die Seismoektonik sind andere Faktoren. Im Falle des Hafens der maledivischen Hauptstadt Malé ist diese Insel so überladen mit Bebauung, dass die Hafenbauten zerbrechen und sich in einer Weise verändern, die jede glaubwürdige Messung des Meeresspiegels dort ungültig machen.

Abbildung 9 zeigt die Satellitenaufzeichnungen, wie sie von NOAA (2008) veröffentlicht worden sind, und die einen Anstieg von 3,2 ± 0,4 mm/Jahr ergeben.

In Abbildung 10 sind die Satellitenmessungen von Abbildung 9 zurück geneigt worden, damit sie zu dem Originaltrend der Abbildungen 5 und 6 im Zeitraum 1992 bis 2000 (gelbe Bereiche) sowie zu den Rohdaten von GRACE in Abbildung 8 des Zeitraumes 2003 bis 2007 (gelbe Linie) passen.

Ich habe früher behauptet (Mörner 2008), dass die Satellitenaufzeichnung aus drei Schritten besteht: (1) Messung mit den Instrumenten an Bord des Satelliten, (2) „instrumentelle Aufzeichnung“ (nach der Korrektur durch technische Anpassungen) S. 8 à S. 9 wie in Abbildung 10 gezeigt, und (3) „interpretierende Aufzeichnungen“ (nach Anbringung von „persönlichen Korrekturen“) wie in Abbildung 9 gezeigt. Dies veranschaulicht Abbildung 11.

Wie oben schon erwähnt hat mir ein Mitglied des IPCC hinsichtlich solcher Anpassungen gesagt: „Wir mussten das tun, denn anderenfalls hätte sich kein Trend irgendeiner Art gezeigt“, und genau das scheint der Fall zu sein. Das bedeutet, dass wir hier vor einem sehr schweren, um nicht zu sagen unethischen, „Sea-Level-Gate“ stehen. Somit ergibt sich aus den „instrumentellen Aufzeichnungen“ aus Satellitenmessungen (Abbildung 10) einen Anstieg des Meeresspiegels von 0,0 mm/Jahr. Dies passt viel besser zu den beobachteten Fakten, und es scheint sich hier ein schlüssiges Bild mit keinem oder höchstens einem sehr geringen (in einer Größenordnung von 0,5 mm/Jahr) Meeresspiegelanstieg während der letzten 50 Jahre abzuzeichnen .

So sehen wir, wie des IPCC Bedrohung durch den Meeresspiegel verschwindet. S. 9 à S. 10 Der Gedanke an einen fortgesetzten Anstieg des Meeresspiegels, der Inseln und niedrig liegende Küstenbereiche überflutet, mit Zehntausenden Ertrinkenden und Hunderttausenden bis Millionen Menschen, die zu Meeresspiegelflüchtlingen werden, ist einfach ein schwerer Irrtum, der hiermit als Täuschung, Humbug und schlimmer Desinformation entlarvt wird. Dies ist zweifellos ein ernstes und schäbiges „Sea-Level-Gate“.

Die echten Fakten können in der Natur selbst gefunden werden; mit Sicherheit aber nicht an den Modelliertischen. Einige Aufzeichnungen sind interpretativer Natur. Andere sind ziemlich eindeutig und geradlinig. Ich habe oft behauptet, dass „Bäume nicht lügen“ (z. B. Mörner 2007c) und meinte damit den einsamen Baum auf den Malediven, der auf einen stabilen Meeresspiegel während der letzten 50 bis 60 Jahre hinwies (und der daher von Hand durch eine Gruppe australischer „Wissenschaftler“ und Kundschaftern des IPCC gefällt worden ist). Und ich dachte an die Bäume auf einem Strand in Sundarban, die eine starke Erosion, aber keinerlei Anstieg des Meeresspiegels zeigen. (Mörner 2007c, 2010a).

Durch diesen Beitrag können wir, so hoffe ich, die Welt von einer künstlichen Krise befreien, zu der sie durch den IPCC und seinen Schergen verdammt worden ist, einer Krise durch extensive und desaströse Überflutungen in naher Zukunft. Dies war die Hauptbedrohung im Szenario des IPCC, und jetzt ist sie verschwunden.

 Autor Nils Axel Mörner; mit freundlicher Genehmigung

Übersetzt von Chris Frey für EIKE

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