Die Irrtümer in der Kernenergiediskussion

In der Kernenergiediskussionen haben sich im Laufe der Jahre viele Irrtümer eingeschlichen. Einfache, aber falsche Standardargumente werden ständig wiederholt und schließlich auch geglaubt. So funktioniert die Volksverführung, die Politik macht Gebrauch von davon. Was richtig ist, sollte an Hand unpolitischer Fachbücher beurteilt werden, im folgenden ein Versuch dazu.


Ist Radioaktivität gefährlich?

Die ganze Welt ist voller radioaktiver Stoffe. Auch der Mensch trägt Radioaktivität in seinem Körper, er ist eine Strahlenquelle mit ca. 10 000 Becquerel (Bq). Um die Bedeutung dieser Menge von Radioaktivität beurteilen zu können, ist ein Vergleichsmaßstab erforderlich. Man muß wissen, was eventuell gefährlich sein könnte und was harmlos ist. Die Zahl der radioaktiven Zerfallsprozesse in Becquerel (Bq) sagt wenig aus, maßgebend ist erst die Dosis in Sievert (Sv), ein Maß für die im menschlichen Körper durch radioaktive Strahlen umgesetzte Energie. Bei einer kurzzeitigen Ganzkörperdosis von ca. 1 Sievert leidet der Mensch unter der Strahlenkrankheit, aber er gesundet wieder. Bei der 5-fachen Dosis ist mit dem Tode zu rechnen.
Bei einer Teilkörperbestrahlung sieht es ganz anders aus: bei Krebsbehandlungen werden Organdosen von ca. 40 Sievert in ca. 20 Einzelportionen verabreicht, bei Röntgen oder CT können Organdosen größer als 100 Milli-Sievert erreicht werden, das verträgt der Mensch [1]. Immer spielt die körperliche Verfassung und die Zeit der Einwirkung eine Rolle, weil sich der Organismus erholen kann. Das ist individuell verschieden.
Ein passender Vergleich ist die Flasche Schnaps, in kurzer Zeit getrunken kann es extrem schädlich sein, nicht aber bei Verteilung über längere Zeit [Alkohol hat ebenso wie ionisierende Strahlung eine deterministische Wirkung (Strahlenkrankheit bzw. Alkoholvergiftung) und als stochastische Wirkung ein Krebsrisiko].

Die Hintergrundstrahlung in Japan (Fukushima) ist sehr niedrig, sie liegt bei 0,05 bis 0,07 Mikro-Sievert pro Stunde. Erst beim hundertmillionenfachen im Bereich einiger Sievert wird es gefährlich. Dazwischen liegen gesetzlich festgelegte „Grenz“-Werte, die als Vorsorgewerte zu sehen sind.

Grundsätzlich gilt der Satz des Paracelsus auch für Radioaktivität: „Alle Dinge sind Gift und nichts ist ohne Gift, allein die Dosis macht das Gift“. Und bei kleiner Dosis gibt es die „adaptive Antwort“ eines Organismus, denn das Immunsystem des Körpers wird trainiert. Der Organismus lernt es, sich gegen eine Einwirkung von außen zu wehren, wie am Prinzip der Schutzimpfung eindrucksvoll bewiesen wird. Eine kleine Dosis ist nicht schädlich, sie ist oft nützlich.

Die Halbwertszeit beträgt 30 Jahre!

So oder ähnlich heißt es, um eine immerwährende Gefahr zu suggerieren. Aber die Halbwertszeit besagt nichts über „Gefahr“. Es ist umgekehrt, eine große Halbwertszeit heißt, dass wenige Atomkerne zerfallen, das bedeutet wenig Strahlung und daher eher harmlos. Kleine Halbwertszeit bedeutet, dass viele Atomkerne pro Zeiteinheit zerfallen, das heißt dann starke Strahlung und höhere Gefahr. So wurde der ehemalige russische Agent Alexander Litwinenko mit Polonium-210 vergiftet, ein alpha-Strahler mit der Halbwertszeit 138 Tage. Zur Vergiftung reichte weniger als 1 Mikrogramm in seinem Körper. Andererseits kommt der größte Teil der Radioaktivität im menschlichen Körper vom Kalium-40. Es sind ca. 4500 Bq mit Halbwertszeit 1,3 Milliarden Jahre. Der Mensch strahlt fast unendlich lange, das ist harmlos.

Ist eine „verseuchte“ Gegend auf ewig unbewohnbar?

Beispiel Tschernobyl

Vier Jahre nach dem Tschernobyl-Unfall konnte erstmals das kontaminierte Gebiet in den Nachfolgestaaten der UdSSR von Leuten aus dem Westen betreten werden, es waren Fachleute der Wiener IAEO für ca. 3 Monate dort. Von 8000 an die Bewohner verteilten Filmdosimetern zeigten 90% nach 2 Monaten nichts an, weniger als die Nachweisgrenze 0,2 Milli-Sievert. Es errechnet sich weniger als 0,15 Mikrosievert pro Stunde, die ganz normale Hintergrundstrahlung [2]. Zum Vergleich: beim Fliegen auf Reiseflughöhe in unseren Breiten beträgt der Strahlenpegel 5 Mikro-Sievert pro Stunde, in der Concorde waren es wegen der größeren Höhe 10 bis 15 Mikro-Sievert pro Stunde. Daher kritisierte die IAEO in ihrem Bericht die Umsiedlungen als zu weitgehend aus Gesichtspunkten des Strahlenschutzes, dsgl. die Lebensmittelrestriktionen.

Für die evakuierte 30-km-Zone um Tschernobyl wird heute eine zusätzliche Jahresdosis zwischen 0,5 und 5 Milli-Sievert pro Jahr angegeben [3] (in Deutschland haben wir bis zu 10 Milli-Sievert pro Jahr, punktuell kann die Dosis noch höher sein). Es wohnen in der 30-km-Zone wieder Rückkehrer, die man gewähren lässt, und es arbeiten dort auch über 10 000 Menschen, die aber in der Regel in dem 45km entfernten neu erbauten Ort Slavutich schlafen. Man kann das Gebiet um Tschernobyl als Tourist besuchen, dann erhält man beim Flug dorthin eine höhere Dosisleistung und auch höhere Gesamtdosis als vor Ort selber [4].

Beispiel Fukushima

In Japan ist alles anders, es gab von Beginn an ausführliche Info über das Internet, auch in deutscher Übersetzung [5]. Aus dem Verlauf der veröffentlichten Daten zur Ortsdosisleistung an verschiedenen Messpunkten beim Kraftwerk von Fukushima ist alles wichtige zu sehen: Es gab Freisetzungen von Radioaktivität durch die Explosionen und die Druckentlastungen des Containment, dabei wurden während einiger Stunden etliche Milli-Sievert pro Stunde erreicht. Inzwischen geht der Strahlungspegel kontinuierlich an allen Messstellen zurück. Die Strahlung hat die höchsten Werte dicht an den Reaktorblöcken (inzwischen unter 500 Mikro-Sievert pro Stunde), an den ca. 1km entfernten Toren des Geländes < 100 Mikro-Sievert pro Stunde bis < 20 Mikro-Sievert pro Stunde.

Die Daten am Kraftwerksstandort werden in groben Zügen durch Messungen der Ortsdosisleistung am 3.4.2011 im 30-km-Umkreis bestätigt [6]:

Entfernung vom Kraftwerk in km

Ortsdosisleistung in Mikro-Sievert pro Stunde

30

1,1

20

1,3

17

2,5

15

6,5

8

5,5

3

3,6

2,9

1,2

2,5

7,8

1,8

11

1,5

94…109

Zum Vergleich: Ortsdosisleistung auf Reiseflughöhe um 5 Mikro-Sievert pro Stunde. Jahresdosis für fliegendes Personal im Mittel 2,2 Milli-Sievert und maximal 9,0 Milli-Sievert [7]. Es gibt auf der Welt Orte mit einer Jahresdosis > 100 Milli-Sievert, auch dort leben Menschen ohne Beeinträchtigung ihrer Gesundheit [8].

Die Daten zeigen, dass niemand außerhalb des Kraftwerkgeländes von Fukushima eine schädliche Dosis erhalten wird, die zur Strahlenkrankheit führt. Der Strahlenpegel ist im Vergleich zur Hintergrundstrahlung vor dem Unfall erheblich angestiegen, um das hundertfache oder noch mehr. Dennoch ist der Abstand zu einer schädliche Dosis noch groß genug. Die vorsorglich evakuierten Gebiete werden bald wieder bewohnbar sein, falls es die japanischen Gesetze erlauben. Es sind nach Beschluß der japanischen Regierung weitere Evakuierungen im größeren Abstand > 20 km Abstand geplant, wenn dort Jahresdosen > 20 Milli-Sievert erreicht werden können [5]. Ob diese Absichten tatsächlich umgesetzt werden, bleibt abzuwarten, ebenso die Dauer aller Maßnahmen.

Für die Mitarbeiter im Kraftwerk wurde ein Grenzwert von 250 Milli-Sievert festgesetzt [5]. Es bleibt zu hoffen, dass die Arbeiter vorsichtig sein werden und diese Grenze einhalten, dann werden sie mit hoher Sicherheit keine gesundheitlichen Schäden zu befürchten haben.

Was ist mit „verseuchten“ Lebensmitteln?

Natürlich kommt mit der Nahrung zusätzliche Radioaktivität in den Körper, das galt bei Tschernobyl, das gilt heute für Fukushima. Entscheidend ist die Dosis. Rechnen wir dazu ein Beispiel: radioaktiv „belastete“ Pilze mit 4000 Bq/kg, das kommt vor und liegt um den Faktor 100 über dem Durchschnitt unserer Lebensmittel von 40 Bq/kg. Durch Verspeisen von 100g dieser Pilze – das dürfte die Menge einer reichlichen Mahlzeit sein – ergibt sich die zusätzliche Bestrahlungsdosis von 5,6 Mikro-Sievert (errechnet durch Multiplikation mit dem Dosisfaktor 1,4 E-8 Sv/Bq für Cs-137 beim Verspeisen). Das ist auch die Zusatzdosis, die man bei einem 1-stündigen Flug auf Reiseflughöhe in unseren Breiten erhält, wie schon gesagt wurde.

Erst neulich hat Frau Ministerin Aigner mitgeteilt, dass aus Vorsorge der „Grenz“-wert für Lebensmittel von ca. 1000 Bq/kg auf die Hälfte verringert worden ist. Wer 1 kg Nahrungsmittel mit 500 Bq/kg verspeist, erhält eine Dosis, die rund einer Flugstunde entspricht. 70 Millionen Deutsche gehen im Jahr auf Flugreise, und das nicht nur für eine Stunde, das wird toleriert. Dieselbe Dosis durch Lebensmittel soll nicht erlaubt sein – warum, das hat Frau Ministerin Aigner nicht erläutert. Die Gesetzgebung um Strahlung und Radioaktivität ist nicht von Logik gekennzeichnet, es ist Politik!

Übrigens sind die Dosisfaktoren für Cäsium-137 und Jod-131 nahezu identisch (eff. Dosis, Ganzkörper, Ingestion), daher gilt oben gesagtes in ausreichender Genauigkeit auch für Jod-131.

Was sind die Schlussfolgerungen?

In unserer Welt – insbesondere in Deutschland – wird eine Strahlendosis durch Radioaktivität sehr unterschiedlich beurteilt, sehr streng bei Kernkraftwerken, großzügig hingegen bei Flugreisen, Medizin und Bodenstrahlung, das ist Politik [9]. In anderen Ländern ist es ähnlich. Die endgültigen Folgen für Japan müssen abgewartet werden. Heute ist abzuschätzen, dass durch die zerstörten Kraftwerke in Japan keine Menschen zu Schaden kommen werden, obwohl die Kraftwerken im Vergleich zu den in Deutschland schon Sicherheitsmängel aufweisen. Warum dennoch die Kernkraftwerke in Deutschland weg sollen, bleibt ein Geheimnis unserer Politiker. Die Kerntechnik ist keine Risikotechnologie, auch wenn in unzähligen Broschüren, Verlautbarungen, Studien ein Gegenteiliges behauptet wird.

Niedrige Strahlendosen sind nicht schädlich, sie sind nützlich für Lebewesen, das war gängiges Wissen in den 50-er und 60-er Jahren. Dieses Wissen wird heute nicht mehr beachtet, es wird aussterben. In Deutschland wird vom Bundesamt für Strahlenschutz versucht, die Schädlichkeit niedriger Dosen zu beweisen, Aufträge zu Studien wurden vergeben. Es ist zu erwarten, dass in den fertigen Arbeiten schwammige Formulierungen stehen, mit dem Hinweis auf die Notwendigkeit weiterer Untersuchungen.

Es gibt immer wieder Berechnungen von hohen zu erwartenden Opferzahlen infolge Krebs durch Strahlung. Diese sind bei solchen Krebsrisiken zu finden, die in die politische Diskussion geraten sind. Mit Hilfe der dazu benutzten LNT-Theorie können aus kleinen Risiken große beeindruckende Opferzahlen errechnet werden. Von renommierten Strahlenschutzfachleuten wird dieses Vorgehen als falsch beurteilt [8] [10]. Dazu wird später gesondert berichtet.

Dr. Lutz Niemann für EIKE

Literatur

[1] Hans Kiefer, Winfried Koelzer, „Strahlen und Strahlenschutz“, 2. Aufl. 1987, ISBN 3-540-17679-9

[2] „Das internationale Tschernobyl-Projekt“, Schlussfolgerungen und Empfehlungen, IAEO, Wien 1991

[3] Jürgen Kraemer, Dietmar Zappe: „Tschernobyl und die 30-km-Zone“, atw 56. Jg. (2011) Heft 2 Seite 88 ff

[4] Dr. Hermann Hinsch, "Das Märchen von der Asse", ISBN 978-3-8370-9977-5, Seite 30

[5] Radiologischer Lagebericht unter http://fukushima.grs.de/

[6] http://www.youtube.com/watch?v=yp9iJ3pPuL8&feature=player_embedded

[7] StrahlenschutzPRAXIS 1/09

[8] Z. Jaworowski, Symposium „Entwicklungen im Strahlenschutz“ am 29.11.2001, München, auch in atw 47, Januar 2002, Seite 22 – 27

[9] Dr. Klaus Henrichs, „Nutzen und Kosten der neuen deutschen Strahlenschutzverordnung aus pragmatischer Sicht“, Symposium „Entwicklungen im Strahlenschutz“ am 29.11.2001, München

[10] Prof. Klaus Becker, „Ursachen, Folgen und Therapie des Radiophobie-Syndroms“, Vortrag am 28.5.2003 an der University of Massachusetts, gedruckt in atw 49. Jg. (2004) Heft 3 – März, S. 177 ff

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45 Kommentar(e)

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1

#43 Herr Stummer

"#43: Johan Stummer sagt:

"Die Aussage Radioaktivität aus AKW's ist gesund weil die Schulmedizin Menschen mit Krebs bestrahlt, ist wieder so eine Kurzsichtigkeit. Denn fast alle behandelten sterben! Das die Lüge von der heilenden radiokativen Bestrahlung besteht, ist dem Umstand zu verdanken das jeder als geheilt gilt der nach fünf Jahre noch lebt. Trauriger Fakt ist, fast alle sterben spätestens nach diesen magischen fünf Jahren."

Viele Patienten, die unheilbar an Krebs erkrankt sind, erhalten eine Palliativ-Bestrahlung zu Zwecke der Lebensverlängerung und nicht zu Zwecke der Heilung, wenn das entsprechende Tumorgewebe strahlensensibel ist, d.h auf eine Bestrahlung reagiert. Manche Patienten würden alles geben, nur um eine kleine Zeitspanne länger leben zu können. Dene erzählen Sie mal etwas von einer Lüge. Die reissen Ihnen das Skrotum ab.

Darüberhinaus gibt es viele Patienten, die bei bestimmten Tumorarten vollständig durch Bestrahlung geheilt werden. Die freuen sich über Ihren Irrtum.

Aber es stimmt, die meisten von uns sterben NACH 5 Jahren, irgendwann!

2
Stefan Steger

@#26, Herr H.
Sie schreiben zum Thema Endlager: "Natürlich brauchen wir für Kohle keines"
Meine Frage an Sie: Wo bleiben die Schlacken und Filterstäube aus den Kohlekraftwerken?
Diese sind radioaktiver als alles was aus den KKW kommt. Das Thema hat auch(!) der BUND erkannt:
http://tinyurl.com/bbwl49
Würden die Kohlekraftwerke nach den Kriterien der Kernkraftwerke beurteilt, müssten die Kohle-KW sofort stillgelegt werden

3
Johan Stummer

Also Radioaktivität aus AKW's ist gesund?
Wie wäre es damit, diesen Industrieabfall in das Trinkwasser zu mischen?
So wie es z.B. in USA/UK mit Fluorid gemacht wird (hochgiftiger Abfall der metallverarbeiteten Industrie).

Die Aussage Radioaktivität aus AKW's ist gesund weil die Schulmedizin Menschen mit Krebs bestrahlt, ist wieder so eine Kurzsichtigkeit. Denn fast alle behandelten sterben! Das die Lüge von der heilenden radiokativen Bestrahlung besteht, ist dem Umstand zu verdanken das jeder als geheilt gilt der nach fünf Jahre noch lebt. Trauriger Fakt ist, fast alle sterben spätestens nach diesen magischen fünf Jahren.

Dieser Artikel ist ein großer Schaden für die Aufklärungskampange das der anthropogene/menschengemachte Klimawandel eine Lüge ist! Sehr traurig!

4
Matthias Tobies

Sehr geehrter Herr Hofmann,

„durch Windkraft von 50 TWh werden uns also die Abgase (auch radioaktive) von 42.500.000 Tonnen Braunkohle erspart.“

Das ist falsch.
Zum ersten muss man mit tatsächlichen Zahlen rechnen und nicht irgendwelchen Idealwerten. Zum zweiten ist die Berechnung der eingesparten Kohle falsch, da durch Windkraft die konventionellen Kraftwerke seltener im optimalen Leistungsbereich arbeiten. Dadurch erhöht sich der Brennstoffbedarf.
Zum Dritten muss man einen Teil der Kraftwerke auf Standby halten um sie schneller regeln zu können, was ebenso den Brennstoffbedarf erhöht. (hierfür nutzt man in der regeln teures Gas aus Russland)
Zum vierten wird ein Teil des Stroms aus Windkraft wegen einem Überangebot und fehlenden Leitungen bzw. Speichern ins Ausland verramscht (wir müssen sogar drauf zahlen).

Zu ihrem Schwarmstrom noch kurz. Kleinanlagen sind gemessen an ihrer Leistung wesentlich teurer als Großanlagen.

Zum Merit-Order-Effekt: Ich hoffe sie haben auch die Kritik in dem Wikipedia-Artikel gelesen. Insbesondere da der Strompreis für die Haushalte nicht an den Börsen zustande kommt.

Ansonsten verweise ich sie mal auf die sehr guten Artikel zu den Dreizehn_Energiewendemärchen hier auf Eike. Da finden sie auch die Antworten auf ihr "virtuelles Kraftwerk".

5
Dieter Hofmann

Sehr geehrter Herr Tobies,

vielen Dank für die Ausführliche Erklärung (#40).
15% Windenergie: War unterdurchschnittliches Windjahr (74%). Bei normalem Windjahr wären über 50 TWH erzeugt worden (> 20%). Ein Braunkohlekraftwerk muss zur Erzeugung von 1000 MW 850 Tonnen Rohbraunkohle pro Stunde verbrennen, durch Windkraft von 50 TWh werden uns also die Abgase (auch radioaktive) von 42.500.000 Tonnen Braunkohle erspart.
Wikipedia:
Da weltweit etwa 7800 Millionen Tonnen Kohle pro Jahr in Kohlekraftwerken verbrannt wird, schätzt man den Gesamtausstoß auf 10.000 Tonnen Uran und 25.000 t Thorium, der zum großen Teil in der Asche enthalten ist. Die Asche von europäischer Kohle enthält etwa 80–135 ppm Uran.
Zwischen 1960 und 1970 wurde in den USA etwa 1100 Tonnen Uran aus Kohleasche gewonnen. 2007 beauftragte die chinesische National Nuclear Corp die kanadische Firma Sparton Resources, in Zusammenarbeit mit dem Beijing No.5 Testing Institute Versuche durchzuführen, Uran aus Kohleasche zu gewinnen. Dieses soll im Xiaolongtang Kernkraftwerk in Yunnan eingesetzt werden[6]. Der Urangehalt der Asche liegt mit durchschnittlich 210 ppm Uran (0,021 %U) über dem Urangehalt mancher Uranerze.

"Spätestens wenn das eintritt was sie prophezeien, nämlich das WK und Sonne kostendeckend arbeiten, lässt sich eine Abnahmegarantie nicht mehr begründen."
Immer schon verhinderten die Kraftwerksbetreiber den Ausbau alternativer Energieen durch verschiedene Maßnahmen, um riesige Gewinne zu realisieren. Die Stromlandschaft muss umgebaut werden, dass die Netzbetreiber nur noch das Netz verwalten und ausbauen. Dies sollte aber Aufgabe des Staates sein.
Auch wenn z.B. die Solarenergie billiger ist als die aus dem Netz, wird sie durch Speicherung in Batterien für den einzelnen wieder teuerer. Da Familien den Hauptverbrauch abends, Firmen aber tagsüber haben, ist es für den Hausbesitzer mit Solaranlage auf dem Dach wichtig, die Energie ins Netz zu speichern.
Ihre Ausführungen zu Nennleistung, Grundlast, Regelleistung werden schön in Wikipedia "Virtuelles Kraftwerk" beschrieben, wo Wissenschaftler schon heute die Aufgabe gut lösen.
Auszug hieraus:
Bereits heute verfügen Solar-, Biogas- und Windenergieanlagen über technische Eigenschaften, die zur Netzstabilität beitragen und bei Engpässen das Stromnetz entlasten können.
Die Verluste durch Weiterleitung und Transformierung sind bei Großkraftwerken bedeutend größer als bei alternativen Energieen, die weit gestreut sind. Die Hausdächer einer Ortschaft versorgen Industrie und Handel tagsüber mit Energie, abends, wenn diese Häuser mehr Wärme und Strom benötigen, kommen Mini-BHKW zum Einsatz.

Hab dies noch gefunden zu Kosteneinsparungen durch Wind- und Solarstrom:
Die Kosteneinsparungen über den Merit-Order-Effekt der erneuerbaren Energien lagen in Deutschland nach dem Erfahrungsbericht [6] des Bundesministeriums für Umwelt im Jahre 2006 bei 5,0 Mrd. € und damit über den Mehrkosten von 3,3 Mrd. € gegenüber konventioneller Stromerzeugung.
http://de.wikipedia.org/wiki/Merit-Order-Effekt
Viele Grüße
Dieter Hofmann

6
Matthias Tobies

Sehr geehrter Herr Hofmann,

„Den Strom muss man dem WK-Inhaber bezahlen, ob man ihn abnimmt oder nicht.“

Unter der Annahme haben sie natürlich Recht. Dies ist aber nur auf Grund des EEG so. Es ist eine der am meisten kritisierten Bestandteile des EEG, da es zu massiver Wettbewerbsverzerrung führt und praktisch den gesamten Energiemarkt aushebelt. Man überlegt bereits öffentlich diesen Bestandteil zu kippen und das EEG näher an den Markt zu bringen. Sobald dies geschieht, und dies wird geschehen auf Grund der enormen Kosten und Verzerrungen, ist auch der Wasserstoff unrentabel.
Spätestens wenn das eintritt was sie prophezeien, nämlich das WK und Sonne kostendeckend arbeiten, lässt sich eine Abnahmegarantie nicht mehr begründen.

Quelle für die 15% ist Wikipedia (Windenergie). In 2010 waren 27,4 MW installiert. Diese lieferten aber nur 37,3 TWh. Da ein Jahr ca. 8.760 Stunden hat, hätten die Anlagen bei 100% Auslastung ca. 240 TWh liefern können. Das entspricht halt einer Nennleistung von ca. 15,5%. Ok aufgerundet wären wir bei 16%. Bei Wikipedia finden sie dann auch den Verweis auf die Primärquellen.

Zu den Effizienzwerten: Sie dürfen nicht nur die Einzelwerte vergleichen. Sie müssen das Gesamtpaket vergleichen. Also die 100.000 Einzelkraftwerke in Summe, plus die gesamte notwendige zusätzliche Infrastruktur, Probleme bei der Steuerung durch Privatpersonen, Schulung dieser Personen, Finanzierung, Herstellung, Lieferung und Installation, Wartung, Aufbau der Produktionskapazitäten, Steuerung der Einspeisung von 100.000 Einzelkraftwerken (samt Vertragswerk) usw.. Und das dann vergleichen mit den Großkraftwerken. Natürlich nicht nur die Effizienz von der reinen Energieproduktion betrachten sondern die Effizienz der Aufgabenerfüllung insgesamt (Nennleistung, Grundlast, Regelleistung usw.) plus Wirtschaftlichkeit. Dazu kämen dann noch Verluste durch Weiterleitung und Transformierung.
Die Liste lässt sich noch um einiges verlängern. Das alles müssen sie mit einem Großkraftwerk vergleichen. Dezentral bedeutet auch immer Streuverluste in Kauf zu nehmen. Rentieren würde sich so was zum Beispiel in abgelegenen Dörfern, aber dort baut man auch „Groß“-Kraftwerke mit Biomasse.

Die Zwangsdämmung ist halt eine wahnwitzige Idee. Dort hat man auch nur die reinen Effizienzwerte betrachtet.

7
Dieter Hofmann

Sehr geehrter Herr Tobies,
Ich habe Aluminium-Industrie gewählt, weil diese am Stromintensivsten ist, soviel ich
weiß, außerdem weil ich einen Film über den Bau von Staudämmen für die Alu-Industrie in Island gesehen habe.
Vergleich der Industrie-Strompreise in der EU: http://tinyurl.com/3uqzhz6
hier ist sichtbar, dass Irland teuerer als D ist, Nordeuropa und Frankreich am billigsten.

Wo finde ich die Aussage Nennleistung WKW 15% der inst. Leistung?
Windenergie dämpft Stromkosten: http://tinyurl.com/6pwsyh
Windstrom oft billiger als Atomstrom (taz)
Windenergie dämpft Strompreisanstieg:
http://www.wind-energie.de/de/themen/strompreise/

Zu Schwarmstrom: Die Effizienz der Großkraftwerke: ca. 30%, neueste Gaskraftwerke schaffen 58%. Effizienz der Blockheizkraftwerke: ca. 90%.
Warum soll die Effizienz für die Großkraftwerke sprechen, wo doch hier dreifacher Einsatz von Brennstoffen notwendig ist, 70 % Abwärme fehlen den Haushalten und der Industrie, die zu immensen Kosten zwangsdämmen müssen (bei Renovierung der Fassade).
MfG Dieter Hofmann

8
Dieter Hofmann

Sehr geehrter Herr Tobies:
Ihre Aussage:
Die Wasserstoffspeicherung hat einen Wirkungsgrad von 40%. Sie verlieren also ca. 60% des Stroms und der Wasserstoff kostet natürlich etwas. Die Produktionskosten plus den Strom den sie reinstecken. Oder denken sie, dass die Besitzer der Windanlagen den Strom kostenlos zur Verfügung stellen?

kann ich nur bestätigen, doch im Film, den ich angeführt habe, wird erklärt, warum es sich dennoch rechnen kann. Bevor die WK-Anlage vom Netz abgeschaltet wird, lässt man Gas herstellen, der Strom wird ja momentan nicht gebraucht. Den Strom muss man dem WK-Inhaber bezahlen, ob man ihn abnimmt oder nicht.
http://tinyurl.com/3eyk3tg
http://tinyurl.com/4ycajau

zu #37 Solarkritik.de: Wenn falsche Aussagen zur Solarwärme gemacht wurden, sollte man vor dem Bau natürlich alle Quellen ansehen, ich bin auch der Meinung, dass sich überdimensionale Dämmung nicht rechnet und habe auf meiner Homepage einiges dazu gesammelt: http://www.dhofmann.de/energie/EEV.htm
MfG Dieter Hofmann

9
Herr Hofmann

Herr Hofmann,

2. Diese abwandernden Großverbraucher nennt man auch Industrie und die Abwanderung ist ein schlechtes Zeichen, nicht die Industrie;-)

1. Bauen Sie doch so eins:
http://tinyurl.com/3dxc3up
Schauen Sie nicht auf die Effizienz und den Preis, Ihre Bank wird sich nachhaltig freuen über Ihre Schuldenaufnahme.

10
Matthias Tobies

Sehr geehrter Herr Hofmann,

diese Fachleute aus den links in #30 zeigen wie eine Energieversorgung aussehen könnte wenn verschiedene Annahmen erfüllt sind. Zum Beispiel Speichertechnologien die wir gar nicht haben. Die Kosten werden auch nicht betrachtet.

Natürlich verbrauchen Erneuerbare auch nach der Produktion der Anlagen Energie. Es kommt zu Verlusten beim Speichern, Verluste zur Aufrechterhaltung der Netzstabilität (die sie stark beeinträchtigen), Brennstoffverluste anderer Kraftwerke die als Schattenkraftwerk mitlaufen, Netzausbau usw..

„Wenn diese Kraftwerke ans Netz gehen, sind sie längst überflüssig, da dann jeder seinen eigenen Strom erzeugt. (Momentan sinken die Preise für Solarmodule stark).“
Schöne Vision. Wie ich bereits einmal hier schrieb, müssten die Preise von Solarmodulen um 80-90% fallen um Kostendeckend zu arbeiten. Das wird nichts in den nächsten 20 Jahren. Für Windenergie müsste der Preis um ca. 30-50% fallen (was aber halbwegs realistisch ist) um kostendeckend zu sein. Erklären sie mal wie das gehen soll?
Schön das sie sich selber versorgen. Ich hoffe sie schaffen das auch bei Flaute und bedecktem Himmel, am besten im Winter. Aber wie ich hier auch schon einmal schrieb (und von ihnen ignoriert wurde) Wie soll die Industrie und die Infrastruktur mit Strom versorgt werden?

„Großverbraucher wandern jetzt schon ab, aber nicht in das AKW Land Frankreich, sondern nach Island, wo riesige Wasserkraftwerke entstehen“
Großverbraucher wandern dorthin wo die Standortbedingungen am günstigsten sind. Schon mal überlegt warum nur die Aluminiumindustrie in Irland sitzt und nicht andere Großverbraucher? Haben sie sich hier nur ein Beispiel gesucht was gut in ihr Konzept passt?

„Ergänzend zu Wind und Solarstrom kommt der Schwarmstrom“
Schöner Werbeartikel den sie da verlinken. Erstaunlicherweise findet man in ihm nur positives. Problem kann es ja gar nicht geben. Kennen sie die Unterschiede zwischen einem großen Gaskraftwerk und 100.000 kleinen Einheiten? Es ist ein Effizienzunterschied zu Gunsten der großen Kraftwerke.

Ich fände es auch höflich wenn sie auf meine anderen Argumente wie z.Bsp. die zum Wasserstoffspeicher eingingen. Es ist immer einfach die unangenehmen Dinge auszublenden.

11
Gerd Stender

#34 Sehr Herr Hofmann,

ad 2.: die Industrie zieht dahin, wo die Energie am billigsten und permanet verfügbar ist. Ob
AKW oder Wasserkraft spielt dabei keine Rolle
Gruss GS

12
Dieter Hofmann

Sehr geehrter Herr Tobies,
1 Planbarkeit von Sonne und Wind:
In den Links in #30 wird von Fachleuten ausführlich gezeigt, wie Ökostrom eine sichere und nachhaltige Energieversorgung in D herstellen kann. Da für Sonne und Wind nur für die Produktion des Kraftwerkes Energie verbraucht wird und danach nicht mehr, kann ich mir nicht vorstellen, warum jemand eine Technik bevorzugt, die nicht beherrschbar, keine Fehlertoleranz hat u. sehr teuer ist. (EPR Reaktor in Fr. und neuer Reaktor in Finnland). Wenn diese Kraftwerke ans Netz gehen, sind sie längst überflüssig, da dann jeder seinen eigenen Strom erzeugt. (Momentan sinken die Preise für Solarmodule stark).
Ergänzend zu Wind und Solarstrom kommt der Schwarmstrom aus z.B. 100.000 zu Hause Kraftwerken, die 2 AKWs ersetzen können. Wird das Konzept von Lichtblick von jedem Stromversorger übernommen, könnten wir auch auf teuere Stromtrassen und alle Großkraftwerke verzichten.
https://www.lichtblick.de/h/schwarmstrom_288.php
2. Großverbraucher: Großverbraucher wandern jetzt schon ab, aber nicht in das AKW Land Frankreich, sondern nach Island, wo riesige Wasserkraftwerke entstehen (siehe Island u Aluminium in Google).
MfG Dieter Hofmann

13

Herr Dieter H..

Monitor ist auch mit Vorsicht zu genießen.

"Es ist so: Durch die Bestrahlung werden die Zellen soweit geschädigt, dass sie absterben. Um neue Zellen aufzubauen, benötigt man Knochenmarkstransplantationen. Daran sieht man, wie gefährlich Bestrahlungen sind."

Die Therapie ist anders. Anfangs steht die Diagnose Blutkrebs. Wenn ein passender Knochenmarkspender gefunden ist, werden mittels radioaktiver Bestrahlung die Lymphknoten getötet, um das Immunsystem lahmzulegen. Dann wird das Knochenmark implantiert. Wenn es anwächst ,ist der Patient geheilt. Natürlich ist es in der Realität viel komplizierter aber ich wäre schon froh, wenn es Monitor so berichten würde, oder wo haben Sie das so gehört? Ohne Bestrahlung würde das eigene Immunsystem die implantierten Knochenmarkzellen vernichten.

14
Matthias Tobies

Sehr geehrter Herr H.,

"Planbarkeit von Sonne und Wind: Aufgrund des Wetterberichts kann abgeschätzt werden, wie viel Strom aus Sonne oder Wind ins Netz geliefert wird."

Natürlich kann man Sonne und Wind mit Hilfe von moderner Meteorologie planen. Halbwegs genaue Planungen sind bis zu 3 Tage im Voraus möglich. Weiter in die Zukunft kommt man allerdings nicht. Drei Tage Planungssicherheit sind aber keine Stabilität, sondern das Gegenteil.
Die Zahlen die sie da nennen klingen beeindruckend. Wenn man sie über längere Zeitachsen, als nur einen Tag oder paar Stunden betrachtet, sind sie es nicht mehr. Schauen sie sich einfach mal die Nennleistung der deutsche nWindkraft an. Sie liegt bei 15% der installierten Leistung.
Betrachten sie das Ganze und nicht einzelne Tage. Sie finden auch genügend Tage wo Wind und Sonne praktisch keine Leistung bringen.

"Auch wurden bei medizinischen Bestrahlungen schon sehr viele Menschen stark geschädigt."

Ja die Medizin hat Nebenwirkungen. Geheilt wurden aber wesentlich mehr Menschen.
Bei der medizinischen Bestrahlung müssen sie auch immer die Dosis im Auge behalten. Die Strahlung ist in der Regel gerichtet und kann ohne Probleme 1 Sv erreichen, pro Behandlung.
In Fukushima redet man von tausendstel und millionstel dieses Wertes.

15

#27 damit Sie mal ein wenig von Strahlenschutz verstehen. Bei aufgenommenen radioaktiven Stoffen wird natürlich bei der Berechnung der Dosis über die Lebenszeit integriert. Dies steckt in den Dosisfaktoren, die zur Berechnung herangezogen werden. Deshalb sind die Dosen durch eine Exposition bei einer Flugreise durchaus vergleichbar mit den Dosen durch die Aufnahme radioaktiver Stoffe.
Noch eins zum Nachdenken: Beim Bau der ersten Pu-Atombombe in den USA haben etwa 16 Arbeiter (es können aber auch 26 gewesen) Pu inkorporiert die weit über dem Grenzwert lagen. Keiner dieser Arbeiter ist an den Folgen dieser Inkorportion gestorben. Zu Ihrer Aussage, daß abgereichertes Uran aufgrund seiner Radioaktivität zu Schäden führt, ist kompletter Unsinn. Bevor jemand einen Schaden durch dieses schwach strahlende Uran erleidet, ist derjenige längst an akutem Nierenversagen wegen der Chemotoxizität als Schwermetall gestorben. informieren Sie sich doch erst einmal in der Fachliteratur bevor Sie solchen Mist verbreiten.

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Sehr geehrter M.L.
Ihre Aussage: "Nein, noch besser, es ist sogar gesund! "
Das kann durchaus sein. Nicht von ungefähr wird z.B. Leukämie mit Bestrahlung behandelt, oder denken Sie an die Radon Höhlen in der EIFEL die zur Kur angeboten werden. Es isz immer eine Frage der Dosierung und des Ortes.
Es ist so: Durch die Bestrahlung werden die Zellen soweit geschädigt, dass sie absterben. Um neue Zellen aufzubauen, benötigt man Knochenmarkstransplantationen. Daran sieht man, wie gefährlich Bestrahlungen sind. Auch wurden bei medizinischen Bestrahlungen schon sehr viele Menschen stark geschädigt.
Hier einige Erklärungen zu meinen Ausführungen des letzen Schreibens.
(Hoffe, die Links sind nicht zu lang)
Sicherer Ökostrom? das regenerative Kombikraftwerk | Odysso/SWR

Aus Strom macht Gas - Ökostrom speichern | ZDF.umwelt
Idee des Fraunhofer Instituts

Monitor 21.10.2010: Die Lüge vom teuren Ökostrom -
Warum die Stromrechnung wirklich so hoch ist

Lügen vom billigen Atomstrom und Endlagersicherheit -
Monitor ARD 23.07.2009
http://www.youtube.com/watch?v=OxHBvnRttcc&feature=related

Planbarkeit von Sonne und Wind: Aufgrund des Wetterberichts kann abgeschätzt werden, wie viel Strom aus Sonne oder Wind ins Netz geliefert wird. Siehe Planung und tatsächliche Produktion auf:
http://www.transparency.eex.com/de
Heute um 16 Uhr wurden über 14.000 MW oder 14 GW allein an Windstrom geliefert.
Dies ist soviel wie 10-12 AKWs. Die Solarenergie lieferte heute seit ca. 7 h aufsteigend über 2 GW bis über 11 GW um die Mittagszeit. Weitere 4 - 10 AKW's wurden nicht mehr gebraucht.

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Matthias Tobies

Sehr geehrter Herr H.,

die Kosten für die Endlagerung des Atommülls aus KKW´s sind seit 1983 per Gesetz im Strompreis enthalten. Für die gebauten und geplanten Lager sind bereits Milliarden von den KKW-Betreibern an den Staat geflossen. Eine Tatsache die man „erstaunlicher Weise“ nie von Kernkraftgegner hört. Was ist denn bei ihnen riesig?

Ja so was ist durch Kohle schon vorgekommen. Genauer gesagt durch Kohlebergbau. Beispiele gibt es in den USA, China und Indien und ein paar anderen Ländern.
Die Floskel „für Jahrhunderte unbewohnbar“ wird gerne benutzt, hat aber kaum Aussagekraft. Der Großteil des Sperrgebiets um Tschernobyl gilt auch deswegen als unbewohnbar, da gar keine Maßnahmen getroffen werden um es bewohnbar zu machen. Es wird als Wohnraum gar nicht gebraucht. Die Behauptung klingt beeindruckend, ist aber nicht beweisbar noch widerlegbar.

„Blockheizkraftwerke“? Sie setzen also auf Gas? Das finde ich gut und würde ich auch empfehlen .Schiefergas ist die ideale Rohstoffquelle.

zu 1: Wenn der Strom für Großverbraucher wesentlich teurer wird passiert etwas ganz Simples. Die stellen erst ihre Investitionen bei uns ein und wandern dann Stück für Stück ab. Der erste große Stahlkonzern hat bereits offiziell angekündigt nicht weiter in Deutschland zu investieren und alle geplanten Investitionen zu streichen. Die Arbeitsplätze, Steuern usw. entstehen dann halt im Ausland.
Windenergie ist nicht günstig, sondern noch immer nicht marktfähig. Sie muss durch das EEG gestützt werden.
Solarenergie wird nur unwesentlich günstiger. Die Kosten müssten um ca. 80% fallen, damit Solarenergie kostendeckend wäre. Fragen sie mal bei Solarherstellern nach, wann damit zu rechnen ist.

zu 2: Von was für erneuerbarem Strom reden sie? Auf jeden Fall nicht von Wind und Sonne. Die können kaum geplant werden. Aus England gibt es offizielle Studien des Betreibers, dass die Stromproduktion aus Wind innerhalb von 5 Minuten um über 100 MW steigen oder fallen kann. Planungen über mehr als 3 Tage sind praktisch ausgeschlossen. Planungshorizonte von weniger als 3 Tagen sind ein Witz und keine Stabilität.

zu 3: Die Wasserstoffspeicherung hat einen Wirkungsgrad von 40%. Sie verlieren also ca. 60% des Stroms und der Wasserstoff kostet natürlich etwas. Die Produktionskosten plus den Strom den sie reinstecken. Oder denken sie, dass die Besitzer der Windanlagen den Strom kostenlos zur Verfügung stellen?
Wenn sie das noch in Methan umwandeln sinkt der Wirkungsgrad weiter. Entsprechend teuer sind solche Lösungen. Teurer Strom aus erneuerbaren Energiequellen plus große Verluste wegen geringer Wirkungsgrade ergibt sehr teure Speicher.
Das Gasnetz können sie nicht einfach als Speicher verwenden, da sie das nicht einfach voll und leer pumpen können. Das können sie nur mit Teilen machen die nicht mehr in Betrieb sind. Wissen sie wie ein Gasnetz funktioniert?
Die Folgen von Biomasse sieht man bereits. Die Verwendung von Pflanzenabfällen ist unrentabel, deswegen nutzt man gezielt Energiepflanzen. Durch die werden Lebensmittel verdrängt, es entstehen riesige Monokulturen, es werden große Mengen Pestizide und Dünger verwendet (andere Grenzwerte als beim Lebensmittelanbau) usw.. Bereits jetzt steigen die Pachtpreise für landwirtschaftliche Flächen und auch die Lebensmittelpreise.

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Herr Dieter H.,

ehrlich, egal, was Sie z.Z. lesen, von Faszination Wissen bis Wiki und Tageszeitung, setzen Sie es ab und lesen Sie erstmal in Ruhe hier die Themen unter Energie. Sie werden auf jede ihrer Fragen eine Antwort finden.

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Markus Gruber

Prof. Dr. Horst-Joachim Lüdecke schrieb:
"Die Welt ist leider wesentlich komplizierter und differenzierter als Sie sich es vorstellen."

So sehe ist es auch. Leider neigen viele dazu alles nur schwarz oder weiß zu sehen.
Ist es nicht schwarz, muss es weiß sein. So die gängige (un)Logik.

Angenommen Radioaktivität ist nicht so gefährlich wie es die Medien sagen,
dann wäre es dieser Logik nach total ungefährlich. Nein, noch besser, es ist sogar gesund!

Der Vergleich mit Höhenstrahlung in Flugzeugen und in den Körper aufgenommenen Radioaktivität
ist wie ein Vergleich von Äpfel und Mondgestein: im Flugzeug nimmt der Körper, im Gegensatz zur Nahrungsaufnahme und Atmung, keine Partikel auf.
Landet der Flieger ist die intensivierte Strahlung nicht mehr vorhanden, während die Partikel im Körper weiterstrahlen bis sie ausgeschieden werden oder zerfallen sind (Plutonium-239 hat eine Halbwertszeit von über 24000 Jahren und zerfällt überwiegend unter Aussenden von Alpha-Strahlung in Uran-235).
Hat man die Partikel mal im Körper, ist es als wäre man ein Dauerflieger. Bitte denken Sie darüber nach!

Noch gefährlicher werden die radioaktiven Partikel durch die Tatsache das der Körper sie nicht als das erkennt was es ist, so werden diese Partikel teilweise auch in den Knochen eingebaut.
Ein interessanter Link dazu:
http://www.goldseitenblog.com/muellenmeister/index.php/2011/03/29/in-drei-teufels-namen-jod-caesium-pluton

Zum Thema Missbildungen, welche angeblich nicht existieren.
Der Abfall aus Kernkraftwerken wird schon seit Jahrzenten in Waffen verbaut und als Panzerbrecher (ausschließlich) von den Amerikanern eingesetzt.
Jedes zweite Neugebohrene in Fallujah/Irak hat seitdem Deformationen.
Bitte machen sie doch einmal eine google Bildersuche nach "Depletet uranium" wenn sie dies alles nicht glauben.

So. Mehr schreibe ich dieses mal nicht, da ansonst der Post wieder zensiert wird oder "unabsichtlich" verschwindet.

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Sehr geehrter Herr Tobies,
zu Ihrem Kommentar: Jeder definiert die Kosten anders, doch die Endlagerung zahlt der Bürger. Diese Kosten sind noch lange nicht absehbar und riesig, siehe "Asse säuft ab".
Sie sind der Meinung, dass Kernkraft ungefährlicher als Kohle ist. Ist durch Kohle schon einmal vorgekommen, dass
riesige Landstriche für Jahrhunderte unbewohnbar wurden? Natürlich, sie würden trotzdem dort wohnen. Haben wir für
Kohle immer noch kein Endlager gefunden? Natürlich brauchen wir für Kohle keines. Ich erinnere mich noch dran, dass durch Tschernobyl auch in Deutschland, also 2000 Km entfernt, das Gemüse untergepflügt werden musste. Sie würden es natürlich trotzdem essen. Vor kurzem kam in Plusminus, dass die Windkraftwerke und andere Minikraftwerke zu ca. 40 % abgeschaltet werden, wenn zu viel Strom im Netz ist. Da sich AKW aber nicht einfach abschalten lassen, ist es besser, sie beim nächsten Brennelementewechsel stillzulegen und sofort in jedem Ort
Blockheizkraftwerke zu bauen, die Strom und Wärme liefern und sich nach Bedarf steuern lassen. Dadurch werden neue große Stromtrassen überflüssig, da diese nur für Großkraftwerke (auch Wind von Nordsee) benötigt werden.
Zu Ihrer These: Die Erneuerbaren sind zu teuer, instabil, keine Speichermöglichkeiten.
1. Zu teuer: Für Großverbraucher wie Aluminiumwerke usw. sollte der Strom teuerer werden, er kostet für diese weniger als der Gestehungspreis. Für Kleinverbraucher wird auch die Solarenergie durch das EEG immer billiger, wie schon erwähnt. Windenergie ist jetzt schon günstig. Was würden wir ohne Solarstrom bezahlen, wenn im Sommer
viele AKW kein Kühlwasser haben wie in Frankreich, die dann von uns Strom importieren.
2. Instabil ist erneuerbarer Strom nicht, es kann genau geplant werden, was am Tag geliefert wird. Da ist eher Kernenergie instabil, siehe Japan, wo die ganze Volkswirtschaft in Mitleidenschaft gezogen wird oder in Frankreich im Sommer.
3. Speichermöglichkeiten: Sollte Wind- oder Solarstrom dennoch zu viel produziert werden, kann dieser in Wasserstoff als Speicher umgewandelt werden. Da der Strom ja zu viel ist, kostet der Wasserstoff praktisch nichts.
Der Wasserstoff und Kohlendioxid aus der Luft wird Methan. Als riesiger Speicher könnte das Gasnetz dienen, das Speichermöglichkeiten für 2 Monate hat. Biomasse ist noch massiv ausbaubar, vor allem durch Verwendung von
Pflanzenabfall, sie wirkt als Regelenergie. Es sind über 80 % mehr ausbaubar.
(Film: Faszination Wissen- Vollversorgung mit erneuerbaren Energien).

21
Matthias Tobies

Sehr geehrter Herr H.,

fällt ihnen zu meinem Kommentar #23 nichts ein, weil sie so abrupt das Thema wechseln? Die Zahl kam doch von ihnen.
Die Kernenergie ist nicht so risikofrei wie Kohle sondern sie ist noch risikofreier. Über die Folgen von Kohleverstromung sollten sie sich mal informieren.
Die Erneuerbaren sind aber mit massiven Nachteilen behaftet. Sie sind zu teuer, instabil und es gibt keine Speichermöglichkeiten. Von Großkonzernen bleiben wir trotzdem abhängig, denn die großen Windparks und Solarkraftwerke werden von solchen Konzernen gebaut. Die Großkonzerne sind bereits jetzt der größte Einzelproduzent von „Ökostrom“.
Der Strom aus Müll wird nichts. Das zunehmende Recycling führt bereits jetzt dazu, das die Müllverbrennungsanlagen nicht ausgelastet sind.
Die von ihnen genannten Speichermöglichkeiten in allen Ehren, aber haben sie auch mal auf die Kosten, den Ressourcenverbrauch (Abhängigkeit vom Ausland) und die Wirkungsgrade geschaut? Der Wirkungsgrad von Wasserstoffspeichern liegt bei ca. 40%. Haben sie sich auch angeschaut wie viel solcher Speicher man bräuchte um Deutschland zu versorgen?
Das der Rückbau von KKW´s lange dauert ist kein Zeichen dafür das die Betreiber das nicht schaffen oder nicht finanzieren könnten. Es sind technische Notwendigkeiten. Schauen sie in die veröffentlichten Bilanzen der Betreiber und sie werden sehen, dass genügend Finanzkraft da ist. Besonders wenn die benötigten Mittel über 20 und mehr Jahre aufgeteilt werden.

Eines fehlt in ihrer Bekundung für Erneuerbare und dezentrale Energieversorgung. Wie wollen sie damit die Industrie und die Infrastruktur versorgen? Die Haushalte machen nur 25% des deutschen Stromverbrauchs aus.

22

Angenommen, die Kernenergie wäre risikofrei, ähnlich Kohlekraft, würde ich doch für die Erneuerbaren stimmen, da diese keine Abhängigkeiten von Großkonzernen und und zu anderen Ländern, in denen die Rohstoffe gefördert werden, bringt.
Die Erneuerbaren sind unzählige kleine Anbieter, in einigen Jahren ist der Strom vom Dach oder der Hauswand billiger als jeder
andere Strom. Dies bedeutet Unabhängigkeit und ein Stückchen Freiheit.
Ich bin für Mini-Windkraft auf dem Dach, die durch Solarenergie und Strom aus Müll und die nächsten Jahre noch von Blockheizkraftwerken (meist Gasimport) oft von Stadtwerken lokal erzeugt wird, doch hierbei wird die Energie sinnvoll, d.h. zu über 90% genutzt, nicht wie bei Großkraftwerken nur zu 30-40%, der Rest ist Abwärme, die eigentlich die Häuser heizen könnte. Daher werden keine teueren Überlandleitungen für den Strom benötigt. Da Solarenergie nur tagsüber verfügbar ist, Windenergie nur manchmal, ist es notwendig, Speicher zu bauen. Diese Speicher könnten die E-Autos sein, deren Batterien jetzt verbessert werden oder die Vanadium Redox Flow Batterie oder auch Wasserstoff. Die Fortschritte in der Solar- und Windtechnik wurden nur aufgrund des EEG Gesetzes gemacht. Das Zeitalter der Energie-Dinosaurier (Der Riese in der Werbung von EON) ist vorbei.
Daher gilt es auch, Desertec zu stoppen. Die Energieriesen werden wahrscheinlich nicht einmal genug Geld haben, die abgeschalteten AKW's auf eigene Kosten abzubauen und zu entsorgen, dies dauert Jahrzehnte (AKW Greifswald (Lubmin) wurde 1990 abgeschaltet und wird immer noch abgebaut). Dafür muss der Steuerzahler dann wieder aufkommen.

23
Matthias Tobies

Sehr geehrtrer Herr H.,

ich kenne die Studie mit den 204 Milliarden. Sie stammt von greenpeace und enthält Anteile wie:
- Kosten für DDR-Meiler
- Rückstellungen
- Einkünfte aus dem Handel mit CO2-Zertifikaten
- Kosten für die Endlagerung von Müll aus Forschung, Medizin und Industrie
- Kosten der Wismut (weiß nicht mehr ob es diese oder eine andere Greenpeacestudie war)
- Kosten der staatlichen Forschungsanlagen (zukünftige und jetzige)

Ich kann ihnen gerne bei jedem Punkt zeigen warum das keine Subvention ist, sondern nur genutzt wird um die Zahlen zu vergrößern. Am Ende bleibt nicht viel übrig. Erstaunlicherweise nennt greenpeace ihre Quellen für einen Großteil der Zahlen nicht und liefert auch keine Begründung / Erklärung warum sie etwas als Subvention ansieht.

24
Lutz Niemann

Zu 18, 19, 21, Herr Dieter H.

Es ist so, dass der Mensch nur das registriert, was in das Schema seiner Vorurteile passt.
Die Einleitung wird ignoriert, sie lautete:
„In der Kernenergiediskussionen haben sich im Laufe der Jahre viele Irrtümer eingeschlichen. Einfache, aber falsche Standartargumente werden ständig wiederholt und schließlich auch geglaubt. So funktioniert die Volksverführung, die Politik macht Gebrauch von davon. Was richtig ist, sollte an Hand unpolitischer Fachbücher beurteilt werden, im folgenden ein Versuch dazu.“

In der 30km-Zone um Tschernobyl arbeiten über 10 000 Menschen, das steht drin. Es wurde dort sehr viel geforscht von Prof. Kellerer, München, es gibt viele Veröffentlichungen dazu. Ich besitze sogar eine Originalarbeit, allerdings darf die weder zitieren noch weiter geben, weil ich dazu die Erlaubnis vom Ministerium brauche (weil es dazu Geld gegeben hat), und die erhalte ich nicht. So wird mit einfachen Mitteln die Verbreitung missliebiger Ergebnisse verhindert.

In unseren Medien kommen nur Greenpeace und einige Helfer zu deren immer währendem Einhämmern einfacher Sätze zu Wort. Und ich habe inzwischen sogar ein Buch entdeckt, in dem Blödsinn zur KE verbreitet wird, von einem Physikprofessor. Das muß ein bestelltes Werk zur Agitation sein, denn mit dem Unsinn, der dort verbreitet wird, hätte ich nie mein Abi geschafft, geschweige denn mein Studium abgeschlossen. Wie man bei dieser Kenntnis des Verfassers von Physik und Naturwissenschaften eine Professur erhalten kann, ist mir rätselhaft, daher glaube ich an ein bestelltes Buch gegen KE. Die NGO’s haben genug Geld.

Es nützt alles googeln nichts. Wenn jemand nicht der veröffentlichten Propaganda erliegen will, muß er sich alles selber erarbeiten, immer wieder nachrechnen, Vergleiche anstellen, sich alles merken oder die Zahlen aufschreiben, da hat Herr Prof. Lüdecke recht. Das ist zwar mühsam, aber es macht sehr viel Freude, selber eine Erkenntnis zu haben, als nur zu „G L A U B E N“.

25

Woher die 204 Mia. Subventionen kommen:
Hab in Google Subventionen Kernenergie eingegeben, die Zahlen variieren je nach Seite, Fakt ist jedoch, dass die Kernenergie zu riskant ist. Was passiert bei einem Krieg oder Terrorismus? Hier weitere Artikel zu Subventionen:
http://tinyurl.com/33xv4hf
http://tinyurl.com/3lb748w
http://www.energieblog24.de/atomenergie-teil-2-chronik-und-kosten/

26
Matthias Tobies

Sehr geehrter Herr H.,

wo haben sie die Zahl von den 204 Milliarden Euro her? Wie setzt sich die Zahl denn zusammen?

27

Sehr geehrter Herr Lüdecke,
die Realität wird hier gezeigt:

Jeder Kernreaktor verhindert weitere Unabhängigkeit. Die 204 Milliarden, die seit 1950 in die Kernenergie flossen, hätten Deutschland mit regenerativer Energie kostenlos versorgen können und zwar ohne Müll, der für Jahrtausende strahlt.

28

Im Artikel wird die Höhenstrahlung mit der Strahlung der Kernenergie gleichgesetzt, was so nicht stimmt, da die Höhenstrahlung nur während des Fluges auftritt. In den Körper aufgenommene Strahlung durch z.B. Einatmen oder Essen kontaminierter Nahrung wirkt direkt im Körper und zwar ein Leben lang (biol. Halbwertszeit). Der Artikel erwähnt leider auch nicht die unzähligen Mißgeburten, Soldaten, die lebenslang krank wurden, daß bis heute noch ca. 3500 Personen in Tschernobyl eingesetzt sind usw. In Fukushima war das riesengroße Glück, dass der Großteil der Strahlung auf offenes Meer geweht wurde. In Europa müssten wir, bei einem GAU in einem AKW am Rhein ganz Deutschland evakuieren, was natürlich nicht geht. Wer will dies verantworten?

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Dr.-Ing. K. Sander

Hallo Herr Tobies,
Zeolithfilter gegen radioaktive Schwermetalle kenne ich schon seit Ende der 1970er Jahre. Das kann man auch essen. Es gibt neben Jod auch eine Menge anderer Medikamente für den Notfall. z.B. holt Preussisch Blau Cs aus dem Körper. Andere Medikamente binden Kobalt, Plutonium usw. Es gibt auch Medikamente, die vor radioaktiver Strahlung schützen (z.B. Amifostin). Aber das meinte ich nicht. Ich hatte eher an eine Technologie gedacht, die rechtzeitig bei Schäden genutzt werden kann. Dazu gehören z.B. strahlungsfeste Roboter, leichte, strahlungssichere aber trotzdem stabile Schutzanzüge und Liste von Vorschriften/Empfehlungen zur Arbeitsreihenfolge im Störfall, eine Chemikalie (odr irgendetwas anderes), was die Kernspaltung schnellstmöglich abbricht (wirksamer als Bor) usw.

30
Matthias Tobies

@#15: Dr.-Ing. K. Sander:

Solche Technologien gibt es einige. Man spricht nur nicht gerne drüber, da das meiste vom Militär stammt. Im Kalten Krieg hat man aber so einiges für den Ernstfall entwickelt. Zum Beispiel Wasserfilter für Hausanschlüsse (Größe ungefähr ein Daumen) die Alfa-und Betastrahler sicher aus dem Wasser filtern. Nebenbei auch Hepatitisviren. Der Filter kommt aus Russland.

31
Dr.-Ing. K. Sander

Hallo Herr Fischer,
den meisten Ihrer Aussagen stimme ich zu. Allerdings war ich bei Punkt 9 etwas verwundert, wenn G. Antes das so geschrieben hätte.Dass ein Ereignis mit der angegebenen Wahrscheinlichkeit nicht erst in 10000 Jahren eintritt, sollte für jeden klar sein, der auch nur mal eine Vorlesung in Wahrscheinlichkeitstheorie gehört hat. Das Problem ist die nachfolgende Aussage. Die Wahrscheinlichkeit für das Eintreten eines Ereignisses ist nicht zu jedem Zeitpunkt 1. Das wäre ein sicheres Ereignis, welches sofort und überall (garantiert) eintritt. Es ist nur die Wahrscheinlichkeit 1, dass ein solches Ereignis irgendwann eintritt. Nur kann man nicht voraussagen, wann dieses Ereignis wo eintritt.

Und damit ergibt sich mein Problem mit Punkt 10. Damit der Bürger eine Entscheidung treffen kann, benötigt er ausreichend naturwissenschaftliche Bildung. Zudem muss er über Kosten, Nutzen und Risiken sachgerecht informiert werden. Und dazu zählen auch die Risiken und Schäden der Alternativen. Gegnwärtig ist die Berichterstattung in den Medien einseitig. Risken der alternativen Energien werden bewusst ausgeklammert. Der Bürger hat dann zwar das Gefühl, richtig entschieden zu haben. Aber das Gefühl trügt.

Die Natur hat das mit dem Endlager schon vorgemacht, die Frage ist, ob das eine sinnvolle Lösung auch für den Atommüll wäre. In diesem "Müll" steckt noch eine Unmenge Energie und die kann man nutzen. Der Müll aus KKW ist gegenüber dem militärischen Müll fast vernachlässigbar.

Wesentlich aus meiner Sicht wäre eine Technologie für den Schadensfall zu entwickeln. Auch ein fast unwahrscheinliches Ereignis kann bei einem inhärent sicheren Reaktor eintreten. Die Ursache muss man nicht unbedingt voraussagen können. Aber wenn dieses Ereignis eintritt sollte man Technologien haben, weitere Schäden zu verhindern und bestehende Schäden zu beseitigen, zumindest zu minimieren. Solche Technologien können auch an anderer Stelle nützen (z.B. Chemieunfälle ...).

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Der verdammte Browser verträgt wohl keine kleiner Zeichen

ist nicht auf einem akzeptablen Niveau von kleiner 10-5/a. Genaueres hierzu in

http://tinyurl.com/4xawrbz

und

http://tinyurl.com/3busorb

dazu noch (englisch)

http://tinyurl.com/3cgxeoy

Meiner Meinung nach hätte man spätestens 2004 nach dem Tsunamie in Sumatra aufwachen müssen und die Auslegung der Kraftwerke auf den Prüfstand stellen müssen. Mit anderen Worten, durch die Unfähigkeit der der japanischen Betreiber und Aufseher war das Risiko deutlich höher, als es hätte sein müssen und von dem man ausgehen hat.

Eine Unbewohnbarkeit ganzer Landstriche sehe ich jetzt weder für Fukushima noch für sonst wo durch kommerzielle Kernkraft.

Zu 10 Die Summe von 6E12 Euro wird wohl nicht mal zu Beseitigung der Schäden in Fukushima gebraucht. Und da sind Schäden an 4 Reaktoren aufgetreten. Ein echtes Gefälligkeitsgutachten der nicht wertbewerbsfähigen “Erneuerbaren“ was da verbreitet wird..
2E11 Euro an Schadensabsicherung wurde mal genannt. Bei einer angestrebten Kernschadenshäufigkeit von 4E-8 (Kerena) sind das Peanutsbträge pro Jahr. Und selbst bei Kernschadenshäufigkeit von 1E-5 ist das noch weniger wie die Brennelementesteuer.

Was die MSM in Deutschland zu dem Thema in letzter raus gelassen haben kann nur als Dogmatisierung und komplette Verdrehung der Tatsachen bezeichnet werden. Mit vergleichbarer Propaganda wurden auch schon Kriege, Prognome und andere alternativlosen Maßnahmen bei der Bevölkerung durchgesetzt.

Wenn Sie Hans Herbert von Arnim anführen, dann sollten Sie auch davon ausgehen, dass er nicht von ideologisch verblendeten Massen ausgeht, so wie wir sie vorliegen haben.

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@#1: Hans-Eberhard Fischer

und jetzt der Rest der abgeschnitten wurde

Dies ist nicht auf einem akzeptablen Niveau von

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@#1: Hans-Eberhard Fischer

Hallo Herr Fischer,

ich habe da einige Anmerkungen zu ihren Ausführungen. Ihre Ausführungen zum Bau und zur Planung neure KKW der im Vorschlag endet,

“dass es weitaus sinnvoller wäre, die Diskussion darüber nun zunächst einmal abklingen und dann eine längere Zeit ruhen zu lassen“

ist doch die Realität seit spätestens Tschernobyl. Das Feld wird der grünen Journallie überlassen, die dem Angstmichel mit angeblichen Horrormeldungen eingemüllt. Eine objektive Diskussion in der Öffentlichkeit findet nicht statt und diese wäre die Vorraussetzung. Unsere Medien schaffen es den Leuten jeden Quatsch einzureden. Was da läuft hat Methode.

Und Sie wolle jetzt auch noch dem einzigen Forum, das noch nicht die Krätze hat auch noch einen selbst gestrickten Maulkorb einreden?

Zum Endlager:
Die Finnen bauen ihres in den Granit. Das könnte man in Deutschland auch. Der größte Teil dürfte eh nur ein Rohstoff Zwischenlager sein.

Zur Struktur der Überwachung:
Ich kenne die Struktur in Deutschland. So schlecht ist die nicht. Jedenfalls deutlich besser als das was man über Japan hört. Ob es irgendwo besser als in Deutschland geregelt ist, wage ich zu bezweifeln. Wie Greenpiss mit Unterstützung des Speichel überhaupt zu den Behauptungen kommt, dass Störfälle verheimlicht werden können ist der Hammer. Eigentlich erfüllt dies den Tatbestand der Verleumdung. Das hat wie gesagt Methode.
Ich wäre trotzdem dafür, dass sich KKWs Privatwirtschaftlich versichern, womit die Sicherheit über den Tarif geregelt wird und eine effektive (privatwirtschaftliche) Überwachung organisiert wird. Am Rande; Das EEG Gutachte ist bekloppt.

Netze und Betreiber zu trennen ist grundsätzlich eine gute Idee.

“Aus dem Betrieb von KKWs darf keinerlei wirtschaftlicher Gewinn gezogen werden.“
Geht es noch? In welchem kommunistischen Traumland leben Sie denn?
Schon mal was davon gehört, dass der Markt so Dinge regelt?

Zu 5:
Im Prinzip ja. Das Ganze ist nur relativ komplex. Da haben schon die Spezialisten von Betreiber, Gutachter und Behörde ihre Schwierigkeiten den Überblick zu behalten. Die besten Werkzeuge der Welt, um diesen Überblick zu verbessern um damit bereits Pro Aktiv handeln zu können wurden in einem der ältesten deutschen KKWs entwickelt, das jetzt abgeschaltet werden soll. In weiteren Ausbaustufen, wäre dies dann auch für den Laien nachvollziehbar. Aber ist ja nicht. Es muss gleich die modernste Technik, mit der man Transparenz und sichere Alterung betreiben kann auch platt gemacht werden. Vielleicht kann man sie ins Ausland exportieren. Vielleicht sogar nach Frankreich. In Fessenheim werden neue Dampferzeuger eingebaut. Die werden wohl noch 30 Jahre dranhängen und sich an Deutschland dumm und dämlich verdienen. Da das Kraftwerk aber an der Grenze steht haben wir trotzdem 50% des Risikos bei dem Deutschland wohl im Ernstfall gar nichts bekäme.

“Es muss mit technischen Mitteln verhindert werden, dass der Betreiber die Weitermeldung von Störfällen verhindern kann – selbst der winzigsten.“
Sie haben keine Ahnung davon, wie viele Gutachter darauf aufpassen. Wenn da was ist, kann der Gutachter Verbesserungen fordern, an deren er mit Umsetzung und Abnahme wieder verdient. Das ist eine Gelddruckmaschine für die Gutachter.

Zu 6.
Westinghouse AP1000 oder Areva Kerena. Googlen Sie mal.

Zu 7.
Die elektronischen Verriegelungen fangen praktisch schon jede unvorhergesehene Bedienung ab.

Risiko-Abschätzung ist heute Stand der Technik.

Haftung für einen Groß-Schaden muss meines Erachtens versichert sein. Wollen aber die Politiker nicht, weil ihnen dann durch die steuerfreien Rückstellungen, Milliarden an Steuern flöten gehen.

Zu 9
In Tschernoby hat das Kernmaterial, das mit dem Graphitbrand ausgetreten ist die nähere Umgebung mit langlebigen Alphastrahlern verseucht. Dieser Landstrich müssten extrem aufwändig dekontaminiert werden. Dieser Reaktortyp ist mit den kommerziellen Kernkraftwerken nicht zu vergleichen.

In Fukushima sind nur die Spaltprodukte ausgetreten. Uran und Plutonium sind da wo sie hingehören; im RDB. Viel mehr konnte gar nicht mehr passieren, als dort schon passiert ist. Die Kerne hätten noch komplett zusammen schmelzen können. Das Resultat wiederum das Gleiche. Spaltprodukte kommen raus und Uran/Plutonium bleiben drin. Eigentlich war Fukushima ein weiterer Beweis für die Sicherheit von Leichtwasserreaktoren.

Das die deutschen Baureihen bei den Ereignissen wie sie in Fukushima zusammen kamen einen deutlich besseren Eindruck gemacht hätten, muss ich jetzt mal los werden. Zum einen wäre die Kühlung länger gelaufen weil die Notspeiseturbinen Speisewasser statt Kondensat gefördert hätten (3 Tage). Dann hätte man noch 2 Tage automatisch über das Kondensat fahren können, da die Kondensatkammern besser angeordnet sind. Innerhalb von 5 Tagen sollte man es doch schaffen pro Kraftwerk zwei Feuerwehrpumpen ran zu schaffen? Und explodiert wäre auch nichts weil die Robinatoren stromlos laufen. Und selbst wenn es zu Explosionen gekommen wäre, hätte es keine Undichtigkeiten unterhalb des Kerns gegeben, weil da keine Anschlüsse sind.

Es ist schon eine Beleidigung diese “alten vergammelten Dodge“ in Fukushima mit den “scheckheftgepflegten und mit allem Schnickschnak nachgerüsteten Benzen“ bei uns zu vergleichen.

Das größte Problem in den kontaminierten Bereichen stellt derzeit das Cäsium (30a Halbwertszeit) dar. Das Gebiet mit Dosisleistung > 20mS/a scheint nicht allzu groß zu sein. Mit entsprechenden Dekontaminationsmaßnahmen werden diese Gebiete in den nächsten Jahren wieder unter den Grenzwert kommen. Der derzeitige Evakuierungsbereich wird wohl hauptsächlich aufrecht erhalten weil man die Situation im Kraftwerk nachhaltig unter Kontrolle haben will. Noch mal Evakuieren wäre blamabel.

Zu:
“Der Mathematiker Gerd Antes schrieb am 14.03.2011 in seinem bemerkenswerten Aufsatz in der FAZ „Können wir von Japan lernen?“ sinngemäß, dass die Eintrittswahrscheinlichkeit eines Schad-Ereignisses von 1 Mal in z. B. 10.000 Jahren nicht die leiseste Aussage über die Wahrscheinlichkeit darüber macht, w a n n ein solches Ereignis eintreten könnte.“
muss man bemerken, dass die Liste der historischen Tsunamis für Japan für die letzten 500 Jahre 14 Tsunamis mit Wellenhöhen über 10 m ausweist. Die Periode liegt damit bei ca. 30 Jahren. Für einen Standort ergibt sich damit ein Risiko im Bereich von 10-3/a bis 10-2/a. Dies ist nicht auf einem akzeptablen Niveau von

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Vielen Dank Herr Niemann,
ich befürchte, die Demagogie hat Methode und ich finde nicht heraus, was dahinter steckt. Alle Parteien gleiche Meinung, fühlt sich an wie neuer Sozialismus.

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Herr Niemann,

Sie treffen den Nagel derart auf dem Kopf, daß ich Ihren Text gerne weiterverbreiten würde, wenn Sie erlauben.
Es wird immer über die Gefahren der Kernkraft lamentiert, aber es wird nie über die Gefahren gesprochen, die durch die Nichtnutzung der Kernkraft entstehen - z.B. Armut (vor allem auch geistige).
MfG
L. Grosser

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#1 "Ich bin deswegen der Meinung, dass es weitaus sinnvoller wäre, die Diskussion darüber nun zunächst einmal abklingen und dann eine längere Zeit ruhen zu lassen – wie eben auch diese KKWs in Japan. "

Seher geerter Herr Hans-Eberhard Fischer

Ich suche heute nach Antworten, nicht morgen wenn die Diskusionn abgeebt ist.

Aus diesem Grunde finde ich es durchaus gut wenn auf EIKE solch ein beitrag zu lesen ist.
Das darf meiner Meinung nach sehr wohl so weiter gehen.
auch deshalb weil hier ein Gegenpol zu den Medien zu finden ist.

MFG

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Lutz Niemann

Hallo, Herr Fischer,

es ist wohl doch nicht so richtig gelungen, das zu erklären, was gesagt werden sollte. Also versuche ich es noch einmal:

„In unserer Welt – insbesondere in Deutschland – wird eine Strahlendosis durch Radioaktivität sehr unterschiedlich beurteilt, sehr streng bei Kernkraftwerken, großzügig hingegen bei Flugreisen, Medizin und Bodenstrahlung, das ist Politik.“

In Japan ist die Dosisleistung in den evakuierten Gebieten höher als die Hintergrundstrahlung vor dem Unfall, aber immer noch erheblich kleiner als man es bei einer Flugreise auf Reiseflughöhe hat. Das heißt, beim Fliegen ist eine gewisse Bestrahlung durch Radioaktivität erlaubt, nicht jedoch infolge austretender Nuklide aus einem Kernkraftwerk.
Das ist Gesetz, aber ein unsinniges Gesetz.

Inzwischen habe ich auch auf den Seiten der IAEA nachgeschlagen:
Es sieht so aus, dass die Bodenkontamination mit Cs-137 gerade 100 Bq/m2 erreicht. Man hatte nach dem Tschernobyl-Unfall in Bayern eine Bodenkontamination von > 20 000 Bq/m2, in der Gegend um Gomel 1 Mill. Bq/m2, und zu den Zeiten der oberirdischen Kernwaffenversuche wohl auf der ganzen Nordhalbkugel ähnliche Werte.
Nun kann man aus der Bodenkontamination die Dosis ausrechnen, der ein dort lebender Mensch ausgesetzt ist. Und da ergibt sich bei 1 Mill. Bq/m2 eine Dosis von 16 mSv/Jahr, also vollkommen harmlos aus Strahlenschutzgesichtspunkten, aber laut Gesetz (wie derzeit in Japan) offenbar verboten.
Es gibt auf der Erde Gebiete, wo in der oberen 10cm Bodenschicht weit mehr als 1 Mill. Bq enthalten sind, und da leben auch Menschen. Ich hatte geschrieben: „Die ganze Welt ist voller radioaktiver Stoffe.“ Wenn unser Herrgott heute die Welt erschaffen hätte und müßte bei unseren Behörden wegen einer Dauerbetriebsgenehmigung nachfragen, dann würde sie ihn verweigert werden, weil er die Vorschriften der Strahlenschutzverordnung nicht beachtet hat. Die Erde müßte wieder eingestampft werden, weil es auf ihr zu viele Stellen mit zu hoher Radioaktivität gibt.
Ich zitiere gern Prof. Dr. Dietrich Schwarz:
„Die großen Risiken sind immer noch Hunger, Seuchen, Krieg, ferner die sogenannten Genussmittel, der Verkehr zu Lande, zu Wasser und in der Luft, der Bergbau und so fort. Das sind reale Risiken im Gegensatz zum hypothetischen Risiko eines großen nuklearen Unfalls. Ihre Größe übertrifft alles bei der Kernenergie auch nur Denkbare. Fast alle genannten Risiken werden durch Armut verursacht oder erheblich verschlimmert. Auch Naturkatastrophen aller Art treffen die Reichen weniger als die Armen. Kernenergie kann durch Bereitstellung hinreichender Mengen bezahlbarer Energie wirkungsvoll zur Bekämpfung der Armut beitragen und damit die großen Risiken mindern. Es kann nachvollziehbar dargelegt werden, dass ein globaler Verzicht auf Kernenergie menschliches Leben und menschliche Gesundheit vieltausendfach wenn nicht millionenfach stärker gefährden würde als ein globaler Ausbau der Kerntechnik mit deutschem Sicherheitsstandard.“ Und: „Es gibt eine Reihe hypothetischer Risiken, die erheblich größer sind als das der Kernenergie: Dazu gehören geistige Irreweisungen, von denen das 20-te Jahrhundert zwei sah.“
Schlussfolgerung: „Die Kerntechnik ist keine Risikotechnologie“, das scheint in Deutschland kaum noch zu vermitteln sein. Die Demagogie der Angsttrompeter hat voll gewirkt, in allen Parteien.
Lutz Niemann

39
Stefan Steger

@#1, Herr Fischer:
Sie schreiben: "5. Sämtliche Betriebsdaten der KKWs müssen permanent online (!) in der Weise so transparent verfügbar sein,...."

Und dann? Derartige "Transparenz" verursacht nur eine Informationsflut, mit der fast niemend etwas anfangen kann.
Ein Beispiel: Ich erinnere mich, daß vor kurzem ein bekannter grüner Politiker aus BW in einem Interview Gigawatt und Gigabyte verwechselt hat..
Ich schätze, daß 90% der Bevölkerung den Unterschied zwichen Energie und Leistung nicht kennen.

40
Dieter Rohrlack

Hallo Herr HE Fischer,

Sie schreiben

""4. Aus dem Betrieb von KKWs darf keinerlei wirtschaftlicher Gewinn gezogen werden. ""

und

""8. Investoren müssen ihre Einlagen mündelsicher verpfänden – gegebenenfalls ihr gesamtes Privatvermögen. ""

Wenn Sie 4) ernst meinen, wird wohl auch 8) nicht zu einem Problem werden.

Mit einigen anderen Punkten - z.B. Gewaltentrennung - haben Sie natürlich Recht.

DR

41
Matthias Tobies

Sehr geehrter Herr Fischer,

ihre 10 Punkte klingen für sich ja ganz stimmig (nicht alle). Im Ergebnis bedeuten sie aber das ende der Kernkraft. Keine Energieform und auch keine andere Technologie kann alle ihre 10 Punkte gleichzeitig erfüllen. Insbesondere Punkt 4 und Punkt 8 verhindern das effektiv. Welcher Investor steckt Geld in eine Anlage die laut Punkt 4 keine Rendite erwirtschaftet und für die er laut Punkt 8 mit seinem gesamten Vermögen haftet? Der einzige der das könnte wäre der Staat selber und damit der Steuerzahler, der dann auch die gesamte Haftung trägt.

"Existenzielle Fragen unseres Landes können nicht den repräsentativen Institutionen zur Entscheidung überlassen werden"

Wem denn dann? Dem Bürger der von den Zusammenhängen und Hintergründen keine Ahnung hat? Der sehr simpel durch Massenmedien zu manipulieren ist? Denken sie an Göbbels.

42
Jürgen Wanninger

Hatte heute den ersten längeren Stronmausfall (über 1 Stunde bei einem nicht besonders starken Gewitter), seit ich denken kann. Komischerweise hat die dezentrale Stromversorgung mit jeder Menge Photovoltaik um
mich herum einen Scheissdreck (sorry) an Strom geliefert.

@ Admin: #3 gehört wohl zu einem anderen Artikel

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Dr.rer.nat. W. Zernial

Hohes Lob für diese guten Informationen, aber es erscheint wirklich zwecklos und es ist fast zum..., wie der deutsche Michel gewickelt ist. Auf die französische Bezeichnung b... möchte ich lieber verzichten. Sachlichkeit ist out!
Die Strompreise werden sich vermutlich verdoppeln bei den zu erwartenden sinnlosen Investitionen in Wind-und Solarstrom und die gleichzeitig notwendige parallele Investition in Kohle- und Gaskraftwerke, die dann die restlichen 90% elektrische Energie bereitstellen, nicht zu vergessen die ca. 2000 km Überlandleitungen
Schöne neue Energiewelt!

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Wo sind die Beweise, dass eine Schutzimpfung wirksam und nützlich ist?

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Hans-Eberhard Fischer

Keineswegs soll der Eindruck entstehen, dass ich Herrn Dr. Niemann widersprechen will – eher im Gegenteil.

Auch ich bin der Meinung, dass der Mensch die Kernenergie (KE) nutzen kann – und vielleicht auch nutzen sollte? Nur: unter den bisherigen politischen und gesellschaftlichen Bedingungen ist das in unserem Land nicht (mehr) durchsetzbar. Kein Politiker würde sich darauf einlassen, z. B. den Bau neuer Kernkraftwerke (KKW) zu fordern, zu vertreten oder gar durchsetzen zu wollen (siehe Whyl!): das wäre politischer Selbstmord.

Warum das so ist, muss nicht diskutiert werden: es ist einfach Realität.
Laut Umfragen sind angeblich 70 % der Wähler gegen die Nutzung der KE.

Ich bin deswegen der Meinung, dass es weitaus sinnvoller wäre, die Diskussion darüber nun zunächst einmal abklingen und dann eine längere Zeit ruhen zu lassen – wie eben auch diese KKWs in Japan.
Jede weitere Diskussion ist derzeit eine völlig sinn- und nutzlose Zeit- und Gehirnschmalz-Verschwendung. Ja, sie ist gar kontraproduktiv, weil sie eine Befriedung der Diskussion verhindert.

Das gilt übrigens auch für die EIKE-Website.

Viel klüger wäre es aus meiner Sicht, die Zeit bis zu einer irgendwann einetzenden Beruhigung dafür zu nutzen, diese grundsätzlichen Fragen zu überdenken:

1.
Es muss die Frage eines Endlagers nicht nur geklärt werden, sondern es muss ein Endlager genehmigt und in Betrieb genommen sein – schon für den bisher angefallenen Atom-Müll – wo auch immer.

2.
Es müssen vollkommen neue Strukturen für den Betrieb und die Überwachung der KKWs geschaffen werden.
Dieses Gemauschele und Geschachere zwischen Betreibern, Überwachern und Politikern – womöglich gar in unsäglicher Personalunion –, wie es aus Japan bekannt geworden ist und es mit absoluter Sicherheit auch bei uns nicht viel anders ist, das ist nicht länger akzeptabel.
Betreiber, Überwacher und Politik müssen institutionell vollkommen getrennt und voneinander absolut unabhängig sein.
Personelle und Interessens-Verflechtungen darf es nicht geben.
Schon gar nicht dürfen diese Institutionen zum Endlager für abgebrannte Politiker werden – Kabarettisten-Wort …

3.
Der Betrieb der KKWs muss von den Netzbetreibern absolut getrennt sein, wie unter 2. beschrieben.

4.
Aus dem Betrieb von KKWs darf keinerlei wirtschaftlicher Gewinn gezogen werden.
Die Netzbetreiber müssen eine angemessene Einspeisungsvergütung bezahlen, wie das bereits heute für „Öko-Strom“ üblich ist.
Allein die Investitions-, Kapital-, Betriebs- und am Ende der Laufzeit die Abbau-Kosten dürfen erwirtschaftet werden.
Wie der Bau unter diesen Voraussetzungen finanziert werden könnte, weiß ich nicht, vielleicht über langfristige Anleihen mit festgeschriebenem Zinssatz, die über die Betriebszeit eines KKWs aus den Stromkosten permanent getilgt werden?

Inwieweit Steuern auf die Energiegewinnung erhoben werden dürfen, muss so festgeschrieben werden, dass sie die Politik nicht nach Gutdünken ändern kann. Sie könnten mit dem Diskontsatz verknüpft werden – einmal fest geschrieben, von der Politik nicht mehr veränderbar.

5.
Sämtliche Betriebsdaten der KKWs müssen permanent online (!) in der Weise so transparent verfügbar sein, dass sowohl Betreiber, als auch Überwacher, Politiker, ja Jedermann zu jeder Zeit per Internet Zugriff hat. Jeder – absolut Jeder – muss jederzeit den selben Stand haben können, wie der Betreiber.

Es muss mit technischen Mitteln verhindert werden, dass der Betreiber die Weitermeldung von Störfällen verhindern kann – selbst der winzigsten.

6.
Ein mir ganz wesentlicher Punkt:
Es müssen völlig neue KKW-Designs entwickelt werden, die uneingeschränkt „inhärent“ sicher sind. Der Ausfall existentieller Komponenten darf keinesfalls (!!!) dazu führen können, dass ein KKW in nicht beherrschbare Betriebsbereiche gerät.
Vielmehr muss das KKW den Betrieb dann konstruktiv gesichert einstellen.
Also ohne dass Regelstäbe eingefahren werden müssen, oder Kühleinrichtungen zwingend weiter arbeiten müssen etc.

7.
Aus Fehlbedienungen / Irrtümern der Betreibermannschaft usw. dürfen keinerlei Gefährdungen möglich (!) sein.
Siehe Murphys Gesetz …

Der HTR (Kugelhaufen-Reaktor) scheint derartige Eigenschaften besessen zu haben.

8.
Es muss vor (!) dem Bau eines neuen KKWs eine absolut transparente Risiko-Abschätzung und der daraus folgende Umfang möglicher Schäden und der Kosten angestellt werden.
Ganz eindeutig geregelt werden muss, wer die Haftung für einen Groß-Schaden trägt und in welchem Umfang.

Und auch, wer gegebenenfalls wie viel zu zahlen hat.

Investoren müssen ihre Einlagen mündelsicher verpfänden – gegebenenfalls ihr gesamtes Privatvermögen.

Es kann nicht angehen, dass ein Bank pleite anmeldet, ihre Barschaft aber vorher in Sicherheit gebracht hat.

9.
Seien sie auch noch so klein: Wenn aus einem KKW Gefahren drohen / möglich sind, die ganze Landstriche unseres Landes womöglich für Jahrhunderte unbewohn- und unbetretbar machen (siehe Tschernobyl, jetzt Fukushida), ist der Betrieb von KKWs in unserem Land nicht akzeptabel.

Der Mathematiker Gerd Antes schrieb am 14.03.2011 in seinem bemerkenswerten Aufsatz in der FAZ „Können wir von Japan lernen?“ sinngemäß, dass die Eintrittswahrscheinlichkeit eines Schad-Ereignisses von 1 Mal in z. B. 10.000 Jahren nicht die leiseste Aussage über die Wahrscheinlichkeit darüber macht, w a n n ein solches Ereignis eintreten könnte.

Instinktiv meinen wir – meinte auch ich ohne näheres Nachdenken –, dass ein solches Schad-Ereignis wahrscheinlich frühestens nach 10.000 Jahren eintreten könne – ein höchst unwahrscheinliches früheres Eintreten ordnen wir unbewusst einem indifferenten „Restrisiko“ zu.

Tatsächlich aber ist die Eintrittswahrscheinlichkeit laut Antes und auch logischerweise zu jedem beliebigen Zeitpunkt exakt „1“. Das heißt nichts anderes, als dass ein solches Ereignis lang (!) nach 10.000 Jahren eintreten könnte – oder eben auch in der nächsten Sekunde.
Die Wahrscheinlichkeit ist also stets und zu jedem beliebigen Zeitpunkt exakt gleich: „1“ nämlich.

10.
In der Website dieses nicht ganz unbekannten Hamburger Nachrichtenmagazins und auch anderswo war heute zu lesen, dass Schäden aus dem Betrieb eines einzigen (!) derzeitig betriebenen KKWs nicht zu versichern sind, weil sich diese im Lauf von Jahrzehnten auf bis zu 6 Billionen Euro kumulieren können.

Das mag mehr oder weniger übertrieben erscheinen – immerhin aber stellt diese Summe das Dreifache des derzeitigen Schuldenstands unseres Landes dar.
Selbst ein Bruchteil von zehn oder zwanzig Prozent dieser Summe würde womöglich das Ende unseres Gemeinwesens bedeuten – genau diese Gefahr scheint Japan derzeit zumindest partiell zu drohen.

Das aber ist der Bevölkerung dieses Landes offenbar nicht akzeptabel.

Zumeist hat der Bürger nämlich eine weitaus feinere Nase, als Politik, Wirtschaft und Wissenschaft.

Das rührt nicht zuletzt daher, dass die Bürger die Mehreren sind und damit über mehr Gehirne zum Nachdenken verfügen …

Zumindest muss aber dies Frage erlaubt sein:
Wollen wir ein solches Risiko unter den derzeitigen Bedingungen weiterhin eingehen?

Speziell über diesen Punkt muss es eine breite und emotionslose Diskussion geben.

Und der davon direkt und möglicherweise weitreichend betroffene Souverän – das Volk nämlich – muss darüber selbst und direkt entscheiden.

Existenzielle Fragen unseres Landes können nicht den repräsentativen Institutionen zur Entscheidung überlassen werden – die zumeist auch noch ganz andere Interessen vertreten, als die des angeblichen Souveräns.

Siehe dazu: Hans Herbert von Arnim: „Vom schönen Schein der Demokratie“ …