Riesige Energiequelle Schiefergas: Die Hits reißen nicht ab

Es muss laut und deutlich gesagt werden: ENERGIEKRISEN SIND DAS ERGEBNIS VON ‚OBERIRDISCHER GEOPOLITIK’ UND NICHT ETWA KNAPP WERDENDER ROHSTOFFE. Hinsichtlich der Reserven müssen wir den Alarmismus der Untergangsängste ein für allemal begraben, jedenfalls dem jüngsten Bericht der US Energy Information Administration (EIA) zufolge, der klar hervorhebt, dass abbauwürdige Schiefergesteine in 14 Gebieten außerhalb der USA, verteilt über 32 Staaten vorhanden sind. Während das Gerede über eine Energiekrise Aufmerksamkeit heischende Schlagzeilen macht und den Verkauf entsprechender Bücher ankurbelt, ist es eine Tatsache, dass die gegenwärtig zirkulierenden Karten über die globalen Energiereserven bedeutungslos sind.
Energiefachleute können danach streben, Übertreibungen zu vermeiden, wenn es um die Schiefergasrevolution geht, aber es ist eine simple Tatsache, dass die weltweiten Vorkommen von Schiefergas und Öl zusammen mit den gigantischen Ölsänden in der kanadischen Provinz Athabasca abbauwürdige Energievorkommen nahelegt. Das ist alles Übertreibung – aber sie ist gerechtfertigt. Lassen Sie uns nun die harten Fakten beleuchten.

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Weltweite Schiefergasreserven  

Die schiere Größenordnung dessen, was der jüngste EIA-Bericht (World Shale Gas Resources: An Initial Assessment of 14 Regions Outside the United States) enthält, kann gar nicht überschätzt werden. Hier folgt ein Auszug aus diesem richtungweisenden Bericht der schmackhaften Perspektiven:

Obwohl sich die Schätzungen über die Vorkommen von Schiefergas vermutlich mit der Zeit noch ändern werden, wenn zusätzliche Informationen eingehen, zeigt der Bericht, dass die internationale Basis für Schiefergas als Energiequelle riesig ist. Die erste Schätzung des technisch abbaubaren Schiefergases in den 32 Staaten beläuft sich auf 5760 Billionen (trillions) Kubikfuß (ca. 163 Billionen m³)… Fügt man die in den USA verfügbaren Mengen von 862 Billionen Kubikfuß (ca. 24 Billionen m³), ergibt sich für die USA und die 32 anderen Staaten eine Gesamtsumme von 6622 Billionen Kubikfuß (ca. 188 Billionen m³).

Um diese Menge an Schiefergasreserven anschaulich zu machen: Die bis zum 1. Januar 2010 belegten Reserven von Erdgas betragen etwa 6609 Billionen Kubikfuß (ca. 187 Billionen m³), die weltweiten technisch abbaubaren Reserven grob geschätzt 16000 Billionen Kubikfuß (ca. 453 Billionen m³), also weit mehr als Schiefergas. Addiert man die bekannten Schiefergasvorkommen zu den anderen technisch verfügbaren Gasvorkommen nimmt die weltweit verfügbare Reserve um über 40% zu auf 22600 Billionen Kubikfuß (ca. 640 Billionen m³).

Auf seiner exzellenten Website No Hot Air schreibt Nick Grealy enthusiastisch: „Hier wachsen die weltweiten Vorräte an Gas durch die zusätzliche Quelle Schiefergas um 40%, was im Bericht des Potential Gas Committee der USA schon 2009 anklang. Das scheint heute veraltet, aber wer will sich schon darüber streiten?“

Nun, ich denke, höchstwahrscheinlich die Spitzenalarmisten unter den Angstpropheten – die alle Gefahr laufen, lukrative Buchgeschäfte zu verlieren.

Machen Sie sich keine Illusionen, das Phänomen der Schiefergas- und –ölvorkommen wird die Parameter der Debatte um die globale Energie verändern, wie die unten stehende Karte des EIA klar genug macht. Und man erinnere sich, hierbei handelt es sich um ‚abbauwürdige Ressourcen’.

Karte 1. Quelle: ‘EIA, 2011’

Aber sogar der Bericht des EIA selbst zeigt lediglich eine zurückhaltende Schätzung, denn es fehlen einige grundlegende potentiell maßgebliche Beteiligte. Wenn die Karte 1 oben allein die verfügbaren Energiereserven verändert, dann müsste man diese Angaben erheblich nach oben erweitern, wenn es gelänge, andere große Lieferanten von Schiefer wie z. B. Russland, Indien und besonders China mit zu berücksichtigen. Siehe hier:

Karte 2. Quelle: ‘No Hot Air, 2011’

Sehen Sie, was ich mit realistischeren und potentiell gigantischen neuen Energiereserven meine?

Übergangsbrücke  (Transitional Bridge)

Besonders faszinierend an der ganzen Sache ist, dass – wie sich herausgestellt hat – Europa neben der Kohle über signifikante Energiereserven verfügt, die großzügig verteilt sind. Die Liste reicht von 8 Billionen Kubikfuß (ca. 0,2 Billionen m³) in Deutschland bis 180 Billionen Kubikfuß (ca. 5 Billionen m³) in Frankreich und die enorme Menge von 187 Billionen Kubikfuß (ca. 5,2 Billionen m³) in Polen. Aber selbst bei großen Verbrauchern von Gas wie UK mit projizierten 20 Billionen Kubikfuß (ca. 0,5 Billionen m³) bedeutet es mehr als eine Verdoppelung der Energiereserven aus den Nordseeressourcen.

Die Karte der EIA zeigt abbauwürdige Ressourcen in einer schwindelig machenden Größenordung rund um den Globus. China mit seinen 1275 Billionen Kubikfuß, Argentinien mit 774 Billionen Kubikfuß, Mexiko mit 681, Südafrika mit 485, Kanada 388, Algerien… Nun, Sie haben die Botschaft verstanden. Und wer weiß, wie viel Schiefergas oder –öl unter den bisher nicht untersuchten Ländern des Nahen Ostens liegen?

Eines ist klar. Sehr bald werden wir Schiefergas nicht mehr als unkonventionelle Energiequelle bezeichnen, weil sie bald wirklich sehr konventionell sein wird. Ebenso müssen wir verstehen, dass diese Beurteilung der EIA nur eine erste Übersicht darstellt und eine gänzlich konservative Schätzung darstellt, jedenfalls wenn sich diese Informationen als unsicher herausstellen. Es sollte auch klar sein, dass die Abschätzung der EIA nicht potentielle Lagerstätten von Schieferöl wie die massiven Vorkommen von Ölsand in Athabasca oder die kürzlich von Israel bekannt gegebenen Lagerstätten vor seiner Küste einschließt, ebenso wie Lagerstätten unter dem Meeresboden.

Alles in allem bestätigt der Bericht, dass fossile Treibstoffe noch Hunderte von Jahren zur Verfügung stehen. Genauso signifikant ist der Umstand, dass sich sehr viel davon in den ‚Hinterhöfen’ der jeweiligen Staaten befindet – und außerhalb des Bereiches diktatorischer Regimes liegt, die gegenwärtige Reserven als geopolitische Waffe einsetzen.

Also können wir es jetzt wie Frankreich machen. Das geht so: ignorieren, es im Boden belassen und verzweifelt nach Alternativen zu russischem Gas suchen. Oder wir machen es auf vernünftige Weise – die Prozesse zum Abbau und SAGD (für Ölsand) wurden probiert und man kann ihnen vertrauen, egal was die Öko-Medien da hineininterpretieren wollen – wir beginnen zu bohren und sparen Milliarden Dollar für unnötige Öl- und Gasimporte.

Starke Sache, meinen Sie nicht?

Peter C. Clover den Originalartikel finden Sie in der Energy Tribune hier

Übersetzt von Chris Frey für EIKE

Update:

Offensichtlich um eine billige Energieversorgung zu verhindern wurde wieder postnormale Wissenschaft bemüht. Unter der Überschrift:

Forscher erklären Erdgas zum Klimakiller

berichet Spiegel Online über prompte "Warnungen"  von "Forschern" über diese unkonventionelle Energiequelle hier:

Die Einleitung liest sich so:

Neben Windkraft soll auch Erdgas den raschen Atomausstieg in Deutschland erleichtern – doch eine neue Studie lässt Zweifel aufkommen: US-Wissenschaftler halten den Energieträger für viel klimaschädlicher als bisher angenommen. In bestimmten Fällen soll er sogar gefährlicher sein als Kohle.

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28 Kommentare

  1. #15: Hofmann,
    Sie haben völlig recht, es geht ins „Religiöse“,
    leider mit der (fast) jeder Religion anhaftenden Intoleranz,
    die wir eigentlich mit dem auch jahrhundertelang blutig erkämpften Recht, nicht glauben zu MÜSSEN eigentlich abgelegt hatten.
    Glaubensfreiheit als verbrieftes Grundrecht jeder demokratischen Verfassung.

    Zweifellos ein Rückfall ins Mittelalter

  2. Hallo Herr Hartmann,

    danke für ihren exzellenten Artikel, der mir als Laie einige Fragen beantwortet hat. Großes Kompliment!!

    Erschreckt hat mich etwas, wie gering die Umweltauflagen in den USA sind (siehe http://tinyurl.com/632o322). Ich schließe aus ihrem Artikel allerdings, dass man Schiefergas prinzipiell auch „sauber“ fördern kann.

    (Ihr Artikel ist mir damals entgangen, bis vor kurzem hielt ich Schiefergas noch für ferne Zukunftsmusik.)

    Schöne Ostertage

  3. #25 Norbert Fischer
    Herr Fischer, da gebe ich ihnen vollkommen recht. Man könnte dazu auch nochmals den von mir für EIKE im Mai 2010 verfassten und hier auch vorgestellten Artikel „Schiefergas als alternativer Energierohstoff – nur eine goldrauschähnliche Euphorie?“ durchlesen. (Ich kann ihn im EIKE-Archiv nicht mehr finden. Vielleicht stelle ich mich zu dumm dabei an!? Aber wenn er wirklich nicht mehr vorhanden ist, frage ich mich, ob darin eine Absicht besteht oder nicht. (Auch gleichzeitig eine Frage an die Administration!))
    Ganz zweifellos hätte jemand anders diesen Artikel viel besser schreiben können als ich. Aber inhaltlich gibt er wohl doch ohne Zweifel einige Antworten auf im vorliegenden Beitrag überhaupt nicht angeschnittene kritische Fragen.

    Mit freundlichen Grüßen
    B. Hartmann

  4. Sollte der Leser nicht auch erfahren, wie die Förderung des Schiefergases derzeit technisch abläuft? Warum werden karzinogene Chemikalien beim „fracking“ in den Erdboden gepumpt?

    Um den Leser zu einer rationalen Bewertung von Schiefergasnutzung in Deutschland zu bewerten, ist es notwendig, ihm ALLE Fakten, dh. Vorteile (das ist hier im Artikel gelungen), aber auch die Nachteile zu nennen.

    Wir erfahren hier von jedem abgeknickten Windrad, warum berichtet man nicht über verseuchtes Grundwasser bei der Schiefergasförderung in Pennsylvania?

  5. #15: Hofmann,M sagt:

    Sie verwechseln Glauben mit Glauben. Da gibt es Unterschiede. Menschen haben ein Bedürfnis etwas zu glauben. Sie brauchen einen Glauben an etwas damit sie ihre Persönlichkeit danach ausrichten können. Da greift schlicht das bewusstwerden der Ungewissheit über die Zukunft ein.

    Die Kirchen haben den Glauben an den Glauben gelehrt – keinen Glauben wie „glaubt an das Kreuz“. Die heutigen Heidnischen/Paganen und Materiellen Glaubenssätze wie „Kernkraftwerke sind böse“ sind einfach nur Primitive Ersatzglaubenssätze weil der positive Glaube an das Wahre, Gute und Schöne verdrängt worden ist.

    Nun suchen die Menschen etwas was ihnen den Glauben an das Wahre, Gute und Schöne zurückgibt. Dann meinen sie das mit der abschaffung der Kernkraftwerke das Paradies eintritt. Oder halt nach der Abschaffung des Kapitalismus, oder des Patriarchats und und und..

    Diese Problematik haben schon im Altertum die Philosophen und die Kirchenväter bedacht. Die Lösung des Problems ist eben der Glaube an den Glauben an sich. Genauso wie der Glaube das die „Gutheit des Guten“ der Quell alles Lebens ist.

    Sie waren uns weiter vorraus als wir denken. Anselm von Canterbury, Bernhard von Clairvaux und co sind da wirklich gute Quellen.

    Ziemlich Nachdenklich das ganze – und es trennt „Glauben“ von „Wissenschaft“ – denn es ist Sünde an Wissen zu glauben, man verwechselt es nämlich sehr bald wieder.

    Der Spruch „Ich weiss das ich nichts weiss“ lässt sich auf das Christentum anwenden: „Ich weiss das Gott eine grosse Unbekannte ist, ich weiss nicht was er ist, ich weiss auch sehr wenig darüber, ich verstehe auch sehr wenig darüber – aber DAS, das weiss ich wenigstens.“

    Es lohnt sich da vernünftig nachzuforschen – wir haben unsere eigene Philosophisch-Spirituelle Tradition.

    gruss

    Johann

  6. Wenn ich es richtig verstanden habe, werden die Ölsände in Kanada überwiegend im Tagebau abgebaut, während die Schiefergase in Tiefen von 2-4.000 m lagern. Da wird ein Tagebau wohl eher nicht in Frage kommen.

  7. #18,#19 Falkner Bernhard,
    das ist richtig, das kennen wir doch vom deutschen Braunkohleabbau, oder gehen Sie mal ins dicht bewohnte Ruhrgebiet, hier wie da nicht unproblematisch, wie Chemie und Industrie generell, hier muss man also anschließend „renaturieren“; können Sie z.B. im rheinischen Vorgebirge besichtigen.
    Ich kenne die Problematik vom Grundwasser her.
    Der größte Übeltäter ist dabei aktuell der Mensch selbst mit seinem Kanalabwasser,
    darauf werden Sie vermutlich nicht verzichten wollen 🙂
    Wahrscheinlich ist die Atomkraft noch am schonensten und am zukunftssichersten auf jeden Fall.

  8. @Johannes Berger #17
    Wenn Sie den Raubbau an der Natur geiseln durch den Abbau von Schiefersand, dann müssen Sie auch die erneuerbaren Energieformen geiseln!!!
    Es ist ein Raubbau an der Natur, wenn ich Kilometerlange Leitung für Windmühlen durch die Landschaft ziehe, wenn ich Windmühle in die Natur pflaster, wenn Pumpspeicherkraftwerke in die Landschaft geformt werden, wenn Monokulturen für Biogasanlagen in Deutschland einzug halten, wenn trink und bewässerungswasser für Pumpspeicherwerke vorgehalten werden müssen, wenn seltene Erden durch Raubbau an der Natur für die Solar- und Windmodule herhalten müssen.
    Wind- Solar- und Biogasanlagen benötigen unmengen an natürlcher Fläche. Natur und Landschaft werden dadurch sehr stark in Anspruch genommen. Ein fossiles Kraftwerk benötigt nur einen Bruchteil der Fläche!

  9. Ölsandabbau in Kanada: Hier standen mal Urwälder und wohnten indigene Bewohner. Ein Gebiet von der Grösse Englands soll dieser Art Raubbau zum Opfer fallen.
    Wenn man sich die Weltkarte oben anschaut nicht
    nur England!

    Das Bild dazu gibts auf Google

  10. Hat auch mal jemand gesehen wie man das Zeug abbaut da wird die Erde abgetragen und mit riesigen Baggern wird der Schiefersand abgetragen da wächst kein Baum mehr! Wollen wir das wirklich?

  11. Nachdem hier überraschenderweise meist pro Schiefergas und pro fossiele Energieträger gepostet wird, muss ich doch auch meinen Senf dazu geben. Es wird immer nur von Profit geschieben. Geht es denn immer nur ums Geld?! Ist ein wenig Ideologie nicht viel besser als andauerndes Profitsteben.

    Doch wieder zum Schiefergas: Die Bedenken für die Umwelt (Stichwort: Grundwasser) werden in dieser Diskussion komplett ausgeblendet. Dass der Abbau technisch eher problematisch ist und auch nach Jahren zur Verunreinigung des Grundwassers führen könnte sagt hier niemand. Auch werden durch den Abbau unberührte Naturlandschaften zerstört.

    Die Menschheit wird sich durch Ihre Profitgier bald selbst abschaffen.

  12. Frau/Herr W. Naumann,
    was Sie sagen, ist ja bekannt. Abere „längst überholt“ ist eine qualitative Wertung. „längst“ heißt höchstens das 2. Jahr und bezüglich der Fördermengen beider Länder lässt sich sagen, dass sie in der gleichen Größenordnung liegen.
    Wie lange das noch dauern wird, dass beide Länder hier fast gleich auf gleich liegen bzw. dass und ob das eine oder andere Land deutlich die Führung übernimmt, ist überhaupt nicht klar, wird künftig hoch interessant, dies weiter zu beobachten.

    Mit freundlichen Grüßen
    B. Hartmann

  13. @Johann Winkler #14
    Der Glaube ersetzt das Wissen. Das deutsche Volk soll wieder zum „glauben“ erzogen werden und das „Wissen“ über die Wahrheit soll nur einigen Wenigen zur Verfügung gestellt werden. Warum wird in den deutschen Medien nur die positiven Seiten der erneubaren Energieformen diskutiert und über die negativen Seiten wird der Mantel des Schweigens ausgebreitet. Nicht nur die Medien breiten diesen Mantel aus sondern auch Kirche und Staat. Die Gesellschaft soll langsam aber sicher „Transformiert“ werden. Weniger Fortschrittstechnik und mehr Rückschritt zur „Alten guten Zeit“. Das sollte das Wahre Bekenntnis der Politik an die Bürger Deutschlands sein!

  14. @2 und co

    Das ist sehr leicht zu verstehen, wenn man die Kultur des Landes kennt. Die Deutschen sind sehr religiös. Sie wollen das Wahre, Gute und Schöne. Auch die Technologiefähigkeit hängt davon ab – es wird gesucht um eine höhere Weisheit in der Physik, Chemie und Mathematik zu finden. Im Grunde suchen die Deutschen wieder nach Gott, das was man ihnen genommen hat – erst 1806 durch Napoleon und seine Propagandadeppen, dann 1918 und spätestens von 1933 bis 1945 war das meiste tot – 1968 war das Ende.

    Sie wollen es GUT machen, suchen nach DEM GUTEN und setzen es dann um. Aber es wird nichts helfen ausser sie lernen wieder ihre Religion kennen, denn die Deutschen waren Jahrhunderte lang die ritterlichen Europas.

    Bis Heute hat der Ordnungssinn und die Liebe zum Detail überlebt – daher auch der hohe Entwicklungswert der Nation.

    Findet es wieder, und schiebt endlich die bösartige Propaganda weg! Sie haben gelogen. Sowohl über die Kreuzzüge, Hexenverbrennungen, Inquisition und co..

    Johann

  15. @Chris Frey #5
    Das haben Sie einen richtigen Gedanken, der mir seit längern auch schon im Kopf rumgeht. Und nach etlichen Talkshows und Nachrichtensendungen in den verschiedensten Kanälen habe ich den Eindruck gewonnen, dass immer eine Tendenz zur kollektiven persönlichen Verurteilen der Kernkraft gesprochen wurde. So zu sagen, dass die Medien nicht mehr objektiv das Thema „Energie“ vertretten. Die Medien nehmen bewusst eine positive Stellung ein, wenn es um die „erneuerbaren Energieformen“ geht und eine negative Haltung ein, wenn es um die Kernkraft geht. Auch werden Großkonzerne in den Medien oft „negativ“ belegt und die kleinen 1-Euro Jobs aufgewertet. Auch wird in den Medien das „soziale“ schon so verehrt, dass es schon wieder „unsozial“ ist.
    Meiner Meinung nach ist die ganze Medienlandschaft schon vom Ökosozialismusvirus druchdrungen. Die Realität soll durch die Ideologie ersetzt werden. Das kann nur mit einer unsanften Bauchlandung enden.

  16. Und schon wieder das Schiefergas!
    Ich kann mich beim besten Willen des Eindrucks nicht erwehren, dass es sich hierbei um eine groß angelegte Propagandakampagne made in USA handelt. Was braucht man, zum Teufel nochmal, das Schiefergas in den eurasischen Industriestaaten?! Entweder hat man Erdgas oder Erdöl selbst oder importiert es seit eh und je. Und in den Exportländern sind die Quellen für Erdöl und Erdgas noch längst nicht am Versiegen!

    Außerdem muss bedacht werden, dass das „Zeugs“ bevor es in großem Maßstab gewonnen werden soll, erst einmal in ebenso großem Maßstab in Etappen erkundet werden muss. Bei kurzfristigem Handlungsbedarf gäbe es dafür (für Erkundungsarbeiten sowie für die Förderung) in ganz Europa weder personelle, fachliche noch materielle Kapazitäten und in Deutschland schon gar nicht. Das müssten dann schon andere für uns übernehmen (Wer wohl..?). Und nach den „bewehrten“ Wild-Cat- und Try-and-Error-Methoden US-amerikanischer Prägung des 19. Jh. wird in Europa („der alten Welt“) niemand ernsthaft arbeiten wollen.

    Ganz offensichtlich ist, dass die Schiefergaspropaganda eine Facette der US-Geopolitik im Streben nach Hegemonie darstellt:
    1. Man will damit Russland als größten Konkurrenten auf dem Gebiet der Erdgasförderung zurückdrängen, verunsichern, in Schach halten – seinen wachsenden Einfluss als Rohstofflieferanten für den Rest von Europa verringern.
    2. Den Einfluss hauptsächlich auf die EU vergrößern indem aufgrund fehlender Kapazitäten US-amerikanische Konzerne mit ihrer materiellen Basis und entsprechendem know how auf den europäischen Markt drängen würden.
    3. Die Schiefergaskampagne ist ebenso eine indirekte Kampfansage an die Förderung und den davon abhängigen Vormarsch alternativer Energien (ob sie denn wirklich alternativ sind oder auch nicht) und wird deshalb auch auf massive Widerstände der grünen Politik stoßen.

    Noch vor 20 Jahren hätte ich müde abgewunken und wenigstens gedacht: Hört nur auf mit eurer betonköpfigen kommunistischen antiwestlichen Propaganda! Heute denke ich anders. Es ist schlimmer, scheinbar komplizierter, viel subtiler…
    Ja, stimmt`s doch – es geht um die Kontrolle der internationalen Rohstoffmärkte, wirtschaftlichen und politischen Einfluss!

    Mit freundlichen Grüßen
    B. Hartmann

  17. @Helmut Kunz: Sie haben nur in Teilen Recht. Das es diese Lagerstätten gibt ist schon ziemlich lange bekannt. Wie groß die allerdings sind wusste man bisher nicht. Man hat sie gar nicht erst erforscht. Das holt man jetzt nach und man ist überrascht wie groß die Resserven doch sind.
    Ähnlich sieht es mit fast allen anderen Ressourcen aus. Man findet regelmäßig neue Lagerstätten. Die erde ist bei weitem nicht so gut erkundet wie wir immer annehmen.
    Die steigende Förderung von Schiefergas hat nicht viel mit den Ökos zu tun, sondern mehr damit, sich von Gasimporten unabhängig zu machen. Ein weiterer Grund war die Gaspreisbindung an den Ölpreis, was die Förderung erst rentabel machte. Hier sind tatsächlich mal nicht die Ökos dran schuld.

  18. Bei solchen reisserischen, angeblich völlig Neues verkündenden Artikeln muss man immer realistisch bleiben.
    Wenn solche, angeblich riesigen Energievorkommen bisher (angeblich) „nicht bekannt“ waren, hat das aus Erfahrung immer einen typischen Grund: bisher war das keinesfalls unbekannt (wo soll auf unserer erforschten Erde noch solch ein grosses Geheimnis schlummern?), aber die Förderung indiskutabel teuer.
    Also würde die Förderung nur Sinn machen, wenn die Ökolobby es geschafft hat, die Energiepreise so in die Höhe zu treiben, dass sich das lohnt.
    Nach wie vor bleibt es dann aber eine zeitbegrenzte Lösung, denn immer verstecktere Energie immer teurer aus der Erde zu „lutschen“ (gilt auch für die Kohle) hilft künftigen Generationen auch nicht wirklich weiter.

    Was mich eher wundert ist, dass immer wieder publiziert wird, Erdöl wäre nicht pflanzlichen Ursprungs und würde somit in der Erdkruste immer neu entstehen. Dies aber nach Jahrzehnten der Publizierung immer noch ungeklärt ist.
    Wenn dem so wäre, wäre das eine wirkliche Lösung.

  19. Herr Dr.W.Zernial # 6 – ich finde es „sehr gut“, dass Sie sich „so“ geäußert haben, denn jede Vernunftstimme zählt doppelt !
    Schon vor einigen Jahren hieß es – alle Parteien
    drängen irgendwie zur Mitte…und jetzt drängen Sie ins „Grüne“ und es gibt gewisse Kräfte in diesen Reihen, welche die Demokratie in „gelbe“=
    in die Wüste schicken wollen und das ist die große Gefahr überhaupt.

    Erich Richter (manchmal hier zugegen)

  20. M. Hofmann ist leider zuzustimmen, wir haben einen Parteien Einheitsbrei, der sich mangels naturwissenschaftlicher Kenntnis und mangelnder kritischer Fähigkeiten zu einem energetischen salto mortale mit Genickbruch entwickeln kann. Alles träumt von Wind, die Sonne wird wegen hoher Förderungskosten schon ein bisschen kritisiert. Und die reale im Jahresmittel verfügbare Windleistung bezogen auf die veröffentlichten Zahlen von ca 20 GW (immerhin wie 20 große Kernkraftwerke) beträgt nur etwa ein Fünftel. Und auch die Nord- und Ostsee Investitionen werden da nur geringfügig besser.
    Auch im ZDF gestern Abend wurden kritische Stimmen zwar nicht ganz unterdrückt, aber so recht wollte keiner sie hören. Und das Volk staunt und ist in weiten Teilen entweder nicht interessiert, denn noch kommt der Strom egal woher aus der Steckdose, oder versteht die Zusammenhänge eh nicht. Die Hauptsache, die so wahnsinnig gefährlichen AKW´s werden zugemacht.
    Eigentlich wollte ich solche Zeilen nie schreiben, aber jetzt musste das mal sein. Ein schönes sonniges und windiges Wochenende!

  21. Hallo Herr Hoffmann in #2,

    ich stimme Ihnen zu, doch eines macht mir Gedanken. Sie erwähnen die Medien. Bisher war es doch immer so, dass den Medien gesagt wurde, was sie zu schreiben haben. Diesmal kommt es mir aber erstmals so vor, dass die Medien völlig freiwillig sich gleichschalten! Oder irre ich mich da? Wenn nicht, muss man nicht eine neue Dimension des Problems befürchten, das Sie ansprechen?

    Chris Frey, Übersetzer

  22. Hallo,
    Und immer daran denken, was das Grüne schmiert:
    Wie stehen die Grünen zu dem Umstand, dass ihre Politik der extremen Subventionierung von Solar- und Windenergie einhergeht mit Parteispenden unter anderem der IBC Solar AG, der SMA Solar Technology AG, der Ostwind-Verwaltungsgesellschaft mbH, der Umweltkontor Renewable Energy, der EWO Energietechnologie GmbH, der Conergy AG, Pro Vento, der Nordex AG, der Windpark G. W. Meerhof GmbH & Co. KG, der Ersol AG, der Windpark wohlbedacht GmbH & Co. KG, der Wind Projekt Development GmbH, der Solarworld AG, der SMA Technologie AG, der Solon AG für Solartechnik, der AGU Energie- und Elektrotechnik GmbH?)
    Siehe da!!!Das korrupte, grüne Pack hat eine, von ihren Schmiergeldzahlern aufgetragene und als Gegenleistung für die Bezahlung von ebendiesen erwartete „Leistung“ zu erbringen
    Und deswegen wird ein (total verblödetes) Volk via Energiemangel vor die Wand gefahren! Hauptsache, das Grüne kann sich fettfressen.
    Mahlzeit!

  23. Das muss doch das baldige Ende dieser wahnwitzigen Klimapolitik sein…Es gibt bestimmt wichtigere Dinge (weltweit) als das Klima verändern zu wollen.
    Schlaft weiter vor allem im Münsterland, wo schon entsprechende Bohrungen und Test gemacht werden und geht auf die Barrikaden ihr „Affen“

    Gruß Erich Richter

  24. Ich verstehe nicht, warum die deutsche Politik ab einen gewissen Zeitpunkt immer diktatorisch daherkommen muss.
    Erst hatten wir die „Braune“ Diktatur, dann die „Rote“ Diktatur und jetzt die „Grüne“ Diktatur!!!
    Alle Diktaturen haben eines gleich, sie starten mit großen ideologischen Versprechungen und erlangen nach kurzen eine knallharte Bauchlandung. Dabei bedient sich die deutsche Politik immer der gleichen Mittel. Die Medien werden mit Propagandamaterial besetzt. Dieses Material ist meist „Realitätsfremd“ lässt andere Meinungen in der Öffentlichkeit nicht hochkommen. Es wird gelogen und betrogen. Der Bürger wird eingelult mit ideologischen Versprechen…bis es dann zu spät ist.
    Die Welt hat noch so viele Jahrhunderte mit fossiler Energie vor sich. Und Deutschland will auf einmal den Weg der Luxusenergie (erneuerbare Energieformen) gehen. Und die deutsche Politik geht noch weiter, sie will die komplette Transformation der Gesellschaft. Der deutsche Bürger soll wieder zum Sammler und Jäger werden und von Luft und Liebe leben.
    Hat sich schon mal jemand Gedanken gemacht, wie man sich in einer Ökodiktatur am besten zurechtfindet ohne sein wirtschaftlich-technisches Hirn zu verlieren?

  25. Das „Update“ ist das unterhaltsame Sahnehäubchen bei diesem Artikel. Das Märchen von der Ressourcenknappheit dient nur zur Vermehrung der Tantiemen für Bücher, die eher in Abteilung Esoterik oder Belletristik/Science Fiction gehören. Vermutlich sind wahren Gewinner dieser „Diskussionen“ die Verlage und Autoren, evtl. die Pharmaindustrie für Beruhigungsmittel, Herz-Kreislaufmedikamente, Psychopharmaka und Jodtabletten. 🙂

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