Die schlecht schmeckende Wahrheit: Die Kernkraft-Nein-Danke-Lobby hat uns alle hinters Licht geführt

Der bekannte englische Umweltaktivist, passionierter und lautstarker Klimaschützer, der Jounalist des Guardian Georg Monbiot, der den Klimarealisten schon mal ein „Nürnberger Tribunal“ an den Hals wünschte, hat sich jetzt vom Kernkraftgegner zum Kernkraftbefürworter gewandelt. Damit hat er sich viele Feinde gemacht. Es sind Leute, die zuvor zu seinen glühendsten Anhängern zählten. Lesen Sie, was er denen in Bezug auf den Wahrheitsgehalt ihrer Schreckensmeldungen ins Stammbuch schreibt.


In den vergangenen vierzehn Tagen habe ich etwas Schlimmes entdeckt. Die Atomkraft-Nein-Danke-Bewegung, zu der auch ich einmal gehörte, hat die Welt über die Auswirkungen der Strahlung auf die Gesundheit belogen. Unsere Behauptungen waren wissenschaftlich unbegründet, völlig falsch und einer Prüfung nicht standhaltend. Wir haben uns und den anderen Menschen einen Bärendienst erwiesen.

Das Ausmaß des Problems wurde mir nach einer Debatte  mit Helen Caldicott klar. Dr. Caldicott steht in vorderster Linie der Anti-Atomkraft-Aktivisten. Sie besitzt 21 Ehrendiplome und zahllose Preise, war sogar für einen Friedens-Nobel-Preis nominiert. Wie andere Grüne habe ich sie sehr bewundert. In der Debatte stellte sie einige schreckliche Behauptungen über die Gefahren der Strahlung auf. Also habe ich getan, was jeder tun würde, wenn er mit hinterfragbaren wissenschaftlichen Behauptungen konfrontiert wird: Ich habe die Quellen befragt. Frau Caldicotts Antwort hat mich sehr erschüttert. 

Zuerst hat sie mir neun Dokumente geschickt: Zeitungsartikel, Presse-Verlautbarungen und eine Anzeige. Nichts davon waren wissenschaftliche Publikationen; nirgendwo darin befanden sich Quellen für ihre Behauptungen. Nur eine der Presse-Verlautbarungen bezog sich auf einen Bericht der US National Academy of Sciences, den sollte ich lesen. Das habe ich getan – alle 423 Seiten. Keine ihrer Behauptungen wird darin unterstützt; der Bericht widerspricht sogar stark ihren Behauptungen über die gesundheitlichen Auswirkungen von Strahlung.

Da habe ich bei ihr nachgefragt und sie hat mir eine Reihe von Antworten gegeben, die mich erschrecken ließen – in fast allen Fällen bezogen sich die Antworten auf Publikationen ohne oder mit nur geringer wissenschaftlicher Bedeutung, ihre Behauptungen werden darin nicht gestützt oder ihnen wird sogar widersprochen. (Ich habe unsere Korrespondenz und meine Quellen auf meine Webseite gestellt.) Gerade habe ich ihr Buch "Nuclear Power Is Not the Answer" gelesen. Der Mangel an Referenzen auf wissenschaftliche Papiere und die überreichlich vorhandenen unbelegten Behauptungen erstaunen mich sehr.

Während der vergangenen 25 Jahre haben die Atomkraft-Nein-Danke-Aktivisten die Zahlen der Toten und der Krankheiten nach dem Tschernobyl-Unglück immer wieder angeführt, und sie haben missgestaltete Babys wie in einem mittelalterlichen Zirkus vorgeführt. Heute behaupten sie, dass 985.000 Menschen Tschernobyl zum Opfer gefallen wären, und dass die Menschen nachfolgender Generationen noch davon hinweggerafft würden. Diese Behauptungen sind falsch.

Das UN Scientific Committee on the Effects of Atomic Radiation (UNSCEAR) ist eine Parallelorganisation zum Intergovernmental Panel on Climate Change. Wie das IPCC verlässt es sich auf die führenden Wissenschaftler in der Welt, wertet Tausende von Papieren aus und erstellt eine Übersicht. Hier ist das Ergebnis zu den Auswirkungen von Tschernobyl: 

Von den Arbeitern, die bei der Eindämmung der Notlage in Tschernobyl eingesetzt worden waren, haben 134 ein akutes Strahlungssyndrom entwickelt, 28 verstarben bald danach. Neunzehn weitere sind später gestorben, aber nicht an Folgen der Verstrahlung. Die übrigen 87 haben andere Komplikationen erlitten, darin vier Fälle von soliden Tumoren und zwei Fälle von Leukämie.

In der übrigen Bevölkerung gab es 6.848 Fälle von Schilddrüsenkrebs bei Kindern – nahezu vollständig auf das Versagen der Sowjetunion zurückzuführen, die Menschen vom Trinken von Jod 131-verstrahlter Milch zurückzuhalten. Darüber hinaus „hat es keine schlüssigen Beweise anderer gesundheitlicher Beeinträchtigungen der Bevölkerung gegeben, die auf Verstrahlung zurückgeführt werden könnten.“ Menschen, die in den heute noch betroffenen Ländern leben, „brauchen keine Angst vor ernsthaften Folgen des Tschernobyl-Unfalls zu haben“.

Frau Caldicott hat mir erzählt, die UNSCEAR-Arbeit zu Tschernobyl wäre eine "totale Vertuschung". Obwohl ich auf Klärung gedrängt habe, hat sie immer noch nicht den geringsten Beweis für diese Unterstellung geliefert.

In einem Kommentar hat der Umweltredakteur des Guardian, John Vidal, meine Position zur Kernkraft böse gebrandmarkt. Anlässlich eines Besuchs in der Ukraine im Jahre 2006 sah er „missgestaltete und genetisch mutierte Babys in den Anstalten … Heranwachsende mit Wachstumshemmung und Zwergwüchsigkeit, Fötusse ohne Hüften und Finger“. Er hat aber keine Beweise dafür gesehen, dass das mit dem Tschernobyl-Unfall zu tun hätte.

Professor Gerry Thomas, der über die gesundheitlichen Folgen von Tschernobyl für UNSCEAR gearbeitet hat, sagte mir, es gibt "absolut keinen Beweis" für eine Zunahme von geburtlichen Missbildungen. Das Papier der National Academy, das ich auf Drängen von Dr. Caldicott gelesen habe, kam zu gleichen Schlussfolgerungen. Man fand heraus, dass strahlungsverursachte Mutationen in Spermien und Eiern ein derart geringes Risiko sind, "dass nichts davon bei Menschen entdeckt worden ist, noch nicht einmal bei der gründlich untersuchten verstrahlten Bevölkerung von Hiroshima and Nagasaki".

Wie Vidal und viele andere hat mich Frau Caldicott auf ein Buch verwiesen, das behauptet, dass 985.000 Menschen in der Folge des Unglücks verstorben wären. Es ist aus dem Russischen übersetzt und von Annals of the New York Academy of Sciences herausgegeben worden. Es ist das einzige Werk, das wissenschaftlichen Anschein hat und es scheint die wilden Behauptungen der Grünen über Tschernobyl zu unterstützen.

Eine vernichtende Kritik im Journal Radiation Protection Dosimetry zeigt auf, dass das Buch diese Zahl erzeugt durch die erstaunliche Annahme, dass alle Zunahmen von Sterbefällen durch ein weites Spektrum von Krankheiten durch den Tschernobyl-Unfall verursacht wären, sogar solche, die in keinerlei Verbindung mit Verstrahlung gebracht werden können. Es gibt keinen Grund für diese Annahme. Schon deswegen nicht, weil die Vorsorgeuntersuchungen in vielen Ländern nach dem Unfall dramatisch verbessert worden sind, seit 1986 hat es massive Veränderungen im ehemaligen Ostblock gegeben. In der Studie wird kein Versuch unternommen, Strahlungsexposition mit dem Entstehen von Erkrankungen zu korrelieren.

Die Publikation scheint aus einer Verwechslung hervorzugehen, ob Annals ein Buchverlagshaus oder eine wissenschaftliche Zeitschrift wäre. Die Akademie sandte mir folgende Aussage: "Auf gar keine Weise hat Annals der New York Academy of Sciences oder die New York Academy of Sciences diese Arbeit beauftragt; wir beabsichtigen auch nicht, die Behauptungen in der Übersetzung oder in den Original-Veröffentlichungen oder Zitierungen darin unabhängig zu prüfen. Das übersetzte Werk ist nicht von der New York Academy of Sciences fachbegutachtet worden, auch nicht von sonst jemanden."

Keine Quellenangaben, Widerlegung von Daten durch Anekdoten, willkürlich ausgewählte Studien, Missachtung der wissenschaftlichen Mehrheitsmeinung, Verweis auf Täuschungsmanöver zur Erklärung: all das ist schrecklich bekannt. So machen es die Klimawandelleugner, gegen die grüne Bewegung tapfer gekämpft und die Wissenschaft zu Hilfe gerufen hat. Es ist eine Enttäuschung, zu sehen, dass die Anhänger dieser Bewegung zu den Narrheiten greifen, die sie anprangerten.

Wir haben die Pflicht, unsere Urteile mit der besten verfügbaren Information zu begründen. Nicht nur müssen wir anderen Menschen die Sachverhalte fair darlegen, wir schulden auch uns selbst, keinen Lebenslügen anzuhängen. Großes Unrecht hat diese Bewegung angerichtet. Das müssen wir richtig stellen.

George Monbiot  The Guardian, 5. April 2011 

Anmerkung der Redaktion:

Monbiot vergaß zu erwähnen, dass zum "Hinters-Licht-führen" immer zwei gehören. Die einen die einen "hinters-Licht" führen wollen und die anderen, die sich (gern?) hinters Licht führen lassen.  Man darf außerdem gespannt sein, wann er entdeckt, dass die Klimabehauptungen des Öko-wissenschaftlichen Komplexes auf ebenso tönernen Füssen stehen.

Die Übersetzung besorgte Helmut Jäger EIKE

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27 Kommentare

  1. #24: Sabrina Schwanczar,
    wie schon so oft erklärt,
    das mit dem „kumulierten Risiko“ ist im Niedrigdosisbereich lediglich eine weit verbreitete ARBEITSHYPOTHESE.
    Ein statistischer Beweis dafür, wie bei anderen unzähligen potentiell krebserzeugenden Stoffen,
    existiert NICHT.
    Damit ist diese Arbeitshypothese widerlegt!

    Weiterhin ziehen Sie falsche Schlüsse aus der alltäglichen Anwendung von energiereichen Strahlen bei der Krebsbekämpfung.
    Nebenbei:
    Die effektivste Krebsbehandlung bleibt nach wie vor – soweit technisch möglich –
    die Entfernung (Operation)

    mfG

  2. #11: Harry Hain sagt:am Mittwoch, 13.04.2011, 12:26

    „Allerdings bedeutet auch eine hohe Wahrscheinichkeit nicht das das Ereignis eintritt, während eine geringe Wahrscheinlichkeit keine Garantie ist, das ein Ereignis nicht eintritt. Das ist wie mit dem Motorradfahren ohne Helm. Meistens geht es gut und Spaß macht es auch noch.“

    Da muss ich Ihnen zustimmen. Das ist auch bei Kernkraftwerken so. Die meiste Zeit geht es gut ….

    mfG

  3. #6: Harry Hain sagt:am Dienstag, 12.04.2011, 20:49

    @#4: Joerg Rein:

    Weiterhin wichtig hinsichtlich der Risikobewertung:
    – die Dosen kumulieren sich im Laufe des Lebens, d. h. je öfter eine Strahlenbelastung auftritt, desto höher ein „statistisches“ Erkrankungsrisiko.

    – Der gesunde Organismus repariert „Strahlenschäden“ in der Regel problemlos. Das kennen viele auch vom Sonnenbrand! Dieser heilt auch ab. Statistische steigt auch hier das Hautkrebsrisiko.
    – Krebszellen sind strahlenempfindlicher als gesunde Zelle. Diesen Umstand nutzt man in der Strahlentherapie zur Behandlung von Tumoren.“

    Zusammengefasst:

    Hautkrebs durch Sonnenbestrahlung behandelt man am besten mit weiterer Bestrahlung, weil Krebszellen darauf empfindlicher reagieren als gesunde Zellen, womit als Ergebnis steht:

    Je mehr Strahlung im Organismus im Laufe des Lebens kumuliert, desto gesünder der (Be-)Verstrahlte.

    In welcher wissenschaftlichen Studie ist das bewiesen?

    mfG

  4. Weiter aus obigem Text:

    „Eine vernichtende Kritik im Journal Radiation Protection Dosimetry zeigt auf, dass das Buch diese Zahl erzeugt durch die erstaunliche Annahme, dass alle Zunahmen von Sterbefällen durch ein weites Spektrum von Krankheiten durch den Tschernobyl-Unfall verursacht wären, sogar solche, die in keinerlei Verbindung mit Verstrahlung gebracht werden können. Es gibt keinen Grund für diese Annahme. Schon deswegen nicht, weil die Vorsorgeuntersuchungen in vielen Ländern nach dem Unfall dramatisch verbessert worden sind, seit 1986 hat es massive Veränderungen im ehemaligen Ostblock gegeben. In der Studie wird kein Versuch unternommen, Strahlungsexposition mit dem Entstehen von Erkrankungen zu korrelieren.“

    Können wir also festhalten:

    Es hat eine Zunahme von Sterbefällen gegeben. Und vermutlich auch von Erkrankungen.

    Können wir weiter weiter festhalten: Es gibt keine ausreichenden Vergleichdaten mit der Zeit vor dem Unfall.

    Und können wir insbesondere festhalten, dass andere Ursachen als das Tschernobyl-Unglück für die Zunahme an Sterbefällen bisher nicht belegt werden konnte, während man über Tschernobyl wenigstens weiß, dass es zu einer starken Strahlenbelastung gekommen ist.

    Nun kann sich jeder seine Meinung bilden, was von diesem erneuten Versuch der Atom-Kommunisten die Kernenergie zu verharmlosen zu halten ist.

    mfG

  5. @19 Herr Krasser, können Sie auch normal-verständliches Deutsch schreiben? Man versteht Ihr Kauderwelsch kaum, ausser dass Sie auch einer der links-grünen Ökofuzzis sind, die im EE Traumland den Untergang von Industriestaaten herbeiwünschen.

  6. #5: Thorsten Stehlik sagt:am Dienstag, 12.04.2011, 19:42

    Sehr geehrter Herr Rein. Ich finde ihren Kommentar sehr interessant. In welchem KKW arbeiten sie denn?
    Als Biologiestudent bin ich jedoch skeptisch, dass man diese negative Wirkung von Strahlung auf „das Blutbild“ bereits bewiesen hat. Es wäre sehr interessant zu erfahren welche Werte sich im Blutbild genau geändert haben und in welcher Zeit.

    MfG
    Thorsten Stehlik“

    Könnten sie uns mal verraten, an welcher Universität sie als Biologiestudent eingetragen, also immatrikuliert sind?

  7. Das gleiche gilt dafür:

    „In einem Kommentar hat der Umweltredakteur des Guardian, John Vidal, meine Position zur Kernkraft böse gebrandmarkt. Anlässlich eines Besuchs in der Ukraine im Jahre 2006 sah er „missgestaltete und genetisch mutierte Babys in den Anstalten … Heranwachsende mit Wachstumshemmung und Zwergwüchsigkeit, Fötusse ohne Hüften und Finger“. Er hat aber keine Beweise dafür gesehen, dass das mit dem Tschernobyl-Unfall zu tun hätte.

    Professor Gerry Thomas, der über die gesundheitlichen Folgen von Tschernobyl für UNSCEAR gearbeitet hat, sagte mir, es gibt „absolut keinen Beweis“ für eine Zunahme von geburtlichen Missbildungen. Das Papier der National Academy, das ich auf Drängen von Dr. Caldicott gelesen habe, kam zu gleichen Schlussfolgerungen. Man fand heraus, dass strahlungsverursachte Mutationen in Spermien und Eiern ein derart geringes Risiko sind, „dass nichts davon bei Menschen entdeckt worden ist, noch nicht einmal bei der gründlich untersuchten verstrahlten Bevölkerung von Hiroshima and Nagasaki“.“

    Auch hier ist fehlt es an aussagefähigen Daten, die diese Thesen stützen.

    mfG

  8. Das:

    „Das UN Scientific Committee on the Effects of Atomic Radiation (UNSCEAR) ist eine Parallelorganisation zum Intergovernmental Panel on Climate Change. Wie das IPCC verlässt es sich auf die führenden Wissenschaftler in der Welt, wertet Tausende von Papieren aus und erstellt eine Übersicht. Hier ist das Ergebnis zu den Auswirkungen von Tschernobyl:

    Von den Arbeitern, die bei der Eindämmung der Notlage in Tschernobyl eingesetzt worden waren, haben 134 ein akutes Strahlungssyndrom entwickelt, 28 verstarben bald danach. Neunzehn weitere sind später gestorben, aber nicht an Folgen der Verstrahlung. Die übrigen 87 haben andere Komplikationen erlitten, darin vier Fälle von soliden Tumoren und zwei Fälle von Leukämie.

    In der übrigen Bevölkerung gab es 6.848 Fälle von Schilddrüsenkrebs bei Kindern – nahezu vollständig auf das Versagen der Sowjetunion zurückzuführen, die Menschen vom Trinken von Jod 131-verstrahlter Milch zurückzuhalten. Darüber hinaus „hat es keine schlüssigen Beweise anderer gesundheitlicher Beeinträchtigungen der Bevölkerung gegeben, die auf Verstrahlung zurückgeführt werden könnten.“ Menschen, die in den heute noch betroffenen Ländern leben, „brauchen keine Angst vor ernsthaften Folgen des Tschernobyl-Unfalls zu haben“.“

    – liebe Leute von EIKE – können Sie in den Müll schmeißen, denn für derartige Aussagen gibt es keine verlässliche Datenlage.

    mfG

  9. die Beantwortung meines Beitrages vom 19.4.2011 ist für manchen vieleicht schnell erklärt, trifft aber nicht den Kern der Sache.
    Ich wollte damit keinen Vergleichswetbewerb starten.
    Sonst müsste Österreich dann mindestens soviele Atomkraftwerke haben bzw. Atomenergie verbrauchen wie z.B…..
    die Schweiz oder ähnliche Länder.

    Mittlerweile haben Deutschland und auch die Schweiz eine Vorreiterolle in Bezug Atomenergie- reduzierung eingeschlagen.

    Wunderbar das hier weiter in die Zukunft gedacht wird und nicht nur von einer Regierungsperiode
    bis zur nächsten.

    lg
    Rupert

  10. #16: rupert kasser

    Beispiel Österreich

    Lieber Herr Krasser

    der Fall Österreich ist schnell erklärt: das Land ist gesegnet (wie fast kein zweites) mit Wasserkraft (Stauseen in den Bergen, jede Menge Flusskraftwerke), ausserdem nicht besonders hoch industrialisisert. Für umfangreichen Fremdenverkehr oder die Staatskultur braucht es auch nicht so viel Strom (pro Person) wie in Deutschland. Das von Ihnen genannte Beispiel Österreich ist also nicht besonders repräsentativ und schon gar kein Role Model für Industriestaaten im Range Deutschlands.

  11. Ich frag mich wieso Staaten die bis heute ohne Kernenegie auskommen oder nur geringe Mengen importieren (z.B. Österreich ca. 6-7% Importmenge)
    überhaupt noch ein Leben in Wohlstand möglich ist.

    Wenn in anderen Staaten (z.B. Deutschland, England, Frankreich etc.) Lobisten immer wieder betonen das ohne Kernenergie der angestrebte Wohlstand nicht gehalten werden kann.

  12. Zitat in der Badischen Zeitung:
    „Drei Wellness-Sterne zieren das Radonbad
    Zertifizierte Qualität / Radongehalt des Heilwassers ist hoch“

    Und weiter unten:“…Wichtig war insbesondere die Bestätigung des Radongehalts. So wurde der für radonhaltige Heilquellen relevante Mindestgehalt an Radon von 666 Becquerel pro Liter bei der aktuellen Untersuchung mit 940 Becquerel deutlich überschritten.“

    Siehe: http://tinyurl.com/68x5vyv

    Dann ist es wohl wichtig, die „Strahlung“ auch noch von innen heraus zu haben?

    Einfach mal „radonhaltige Quellen“ recherchieren.

    PS:
    Davon abgesehen halte ich die Infopolitik der Japaner bei Fukushima für mehr als ungeschickt:
    – wenn es vorher Gründe gab, das Ereignis in INES 5 einzustufen, dann war das entweder richtig oder falsch.
    – – Eine nachträgliche Höherstufung kann dann in der Qualität kaum besser sein – wahr oder auch falsch? (jedoch der gute Ruf ist ruiniert)
    – Nur, was und wem soll das was bringen? Oder gibt es dort ebenso wie bei uns einige die an größerer Panik mehr verdienen?

  13. Sämtliche Energieagenturen warnen Deutschland vor den Folgen des Atomausstiegs.
    Jedoch wir bewegen uns, nachdem sich CDU/CSU/FDP unter dem Druck der Medien bezw. den gutorganisierten Lobbydruck professineller Panikmacher mit ihrem Atomasstieg den grünen Zyniker angeschlossen haben, in eine Öko-Diktatur.

    Die renomierte amerikanische Zeitschrift „SCIENCE“ stellte fest: “ Der Alleinausstieg, während die ganze Welt von USA über Finnland nach China die Kernindustrie ausbaut, entspricht der traditionellen deutschen Mentalität, sie sind höher, edler, anständiger als andere Völker“.
    Ohne Zweifel, eine abgeschwächte Form des alten deutschen Rassismus.

    Ausgerechnet die glühensten Verehrer der antiautoritären grünen 68-Ideale sind heute die stärksten Anhänger der Entmündigung, Bevormundung und Unterdrückung in allen Bereichen unserer Gesellschaft.
    Deutschland im Verbotswahn. Abschalten, verbieten, abschaffen neu anordnen.

    Um ihre Daseinsberechtigung zu untermauern ist es im Interesse der Grünen ungeheuerliche Horrorszenarien und Katastrophen heraufzubeschwören.
    Ich erinnere an die Schauermärchen vor einigen Jahren während der unnötig heraufbeschworenen BSE-Krise.
    Wochenlang gab es in allen Talgschows nur ein Thema: „BSE, Deutschland vor dem Aussterben“.

    Damals hatten nach Ansicht der einschägigen grünen Experten nur Vegetarier eine Überlebenschance, alle anderen krepierten vorzeitig an Kreuzfeld-Jacob.
    Neutrale Wissenschaftler die Kreuzfeld-Jacob als ganz normale Krankheit einstuften wurden öffentlich fast hingerichtet.

    Bei der aktuellen Panikmache bedenken die Grünen
    nicht, das Deutschland keinen Cent sicherer wird, wenn es seine Atomkraftwerke abschaltet, die Nachbarn weitere bauen und unsere hohen Sicherheitsstandards damit unterlaufen.

    Wenn wir in einigen Jahren ohne Atomkraft, zum Armenhaus Europas gehören, kommt mit Sicherheit die Kernforschung zurück nach Deutschland.
    Es fragt sich nur ob spät, sehr spät oder zu spät?

  14. Sehr geehrter Herr Rein,

    auch ich bin beruflich strahlenexponiert. (Kat. A, offene Quellen).

    Ich find’s großartig. Warum? Im Gegensatz zum Umgang mit nicht-radioaktiven toxischen Substanzen wissen Sie immer genau, was Sache ist. Sie können messen, dekontaminieren, kontrollmessen usw.

    Sie schreiben, man solle sich nur eine Dosis des 1000fachen vorstellen – „Gute Nacht Zellstruktur“.
    Ich nehme an, Sie meinen das 1000fache von 12000 Mikrosievert, die Sie genannt hatten (und die nebenbei bemerkt 12mSv sind).
    Das 1000fache ist 12Sv.
    Keine Frage – mit 12Sv als Ganzkörperdosis werden Sie schlechte Chancen haben.

    Aber was sagt diese Phantasie-Zahl aus?

    Hat jemals jemand von Ihnen verlangt, dass Sie sich dieser Dosis aussetzen sollen?

    Was soll also dieser Ausflug ins Land der Phantasie? Befriedigt das irgendwie?
    „Wow – ich habe 2 Promille der tödlichen Dosis ausgehalten – ich bin 2 Promille von einem Helden.“
    Sorry, wenn das etwas sarkastisch ist – aber die Motivation wird mir nicht ganz klar.

  15. Sehr geehrter Herr Rein,

    ich kann Ihren zwei Beiträgen bei bestem Willen nicht entnehmen, was Sie eigentlich aussagen wollen.
    Dass man bei der Arbeit mit radioaktivem Material auch Strahlung ausgesetzt ist, ist ja normal (und passiert auch bei jedem Röntgenvorgang).
    Sie werfen dann mit einigen Zahlen um sich, ohne irgendwelche Zusammenhänge herzustellen.
    So stellen Sie die Frage in den Raum, wie lange man bei 70 µSv/min arbeiten darf, um 1,5mSv zu erhalten: ca. 20 Minuten. Doch das ist doch offensichtlich nicht Ihr Problem?
    Doch Ihre Zahlen werden nur verwirrender. So schreiben Sie erst, dass Fremdarbeiter bereits nach 2 Wochen die Jahresdosis erhalten haben und zwei Sätze später, dass dies nach 4 Monaten der Fall ist – ja was denn nun?
    Auch Ihre Aussage, dass Ihre Organe etwas nicht mehr „verwinden können“, wenn die Strahlendosis 1000 mal höher ist, kann ich rein gar nichts anfangen, da z.B. die Bezugsgröße fehlt (1000 mal höher als was?). Diese Aussage trifft doch z.B. auch auf die natürliche Strahlung zu. Diese beträgt 2,5 mSv/Jahr. Bekommt man 1000 mal mehr ab, sind Gesundheitsschäden hoch wahrscheinlich.
    Abschließend nennen Sie noch einige Beispiele für Arbeiten, bei denen man eine Strahlenbelastung hat. Ja, ist so (s. Röntgenarzt). Und Sie sprechen von „unendlich“ vielen Arbeiten, bei denen das so ist. Sind Sie sich da sicher???

    Schön wäre es auch, wenn Sie mal genauer erläutern könnten, was das für „Fremdarbeiter“ sind, die die AKWs reparieren. Ich habe so das Gefühl, dass sie dem ARD-Märchen aufgesessen sind, dass in Kernkraftwerken Leute sicherheitsrelevante Arbeiten durchführen, die man so auf der Straße trifft.

    Also wie gesagt, ich habe mit Ihren Ausführungen echte Probleme – vielleicht können sie mir ja helfen.

    MfG

  16. #7: Jörg Rein
    zur Änderung des Blutbildes:
    Das Blutbild verändert sich auch nach einem heftigen Zechgelage. Ebefalls soll es sich auch verändern, wenn man sich ausschließlich bei einem bekannten Schnellrestaurant ernährt.
    Für sich allein genommen bei üblicher Dosis, ob Strahlung, Alkohol, Zigaretten oder Burger ist alles noch kein ernstes Problem. Niemand kann mit Gewissheit sagen wann und ob ein Umwelteinfluß bei einem Individuum unerwünschte Reaktionen (Krankheiten) hervorruft. Daher muss man mit Wahrscheinlichkeiten arbeiten. Allerdings bedeutet auch eine hohe Wahrscheinichkeit nicht das das Ereignis eintritt, während eine geringe Wahrscheinlichkeit keine Garantie ist, das ein Ereignis nicht eintritt. Das ist wie mit dem Motorradfahren ohne Helm. Meistens geht es gut und Spaß macht es auch noch.
    Daher gilt eben die Regel die unerwünschten aber nun einmal vorhandenen Einflüsse (Strahlung, toxische Stoffe etc.) möglichst gering zu halten un dnur „sinnvoll“ zu verwenden (Nutzenabwägung, wie beim medizin. röntgen) ). Wenn wir Menschen in der Lage sind mit Feuer umzugehen, auch dann wenn manchmal ausser Kontrolle ist, dann sollten wir es auch verstehen mit Strahlung umgehen zu können. Sie zu Verteufeln ist unsinnig und unseres Geistes unwürdig. Und: Angst und Panik sind schlechte Ratgeber.

    Sogar psychische Einflüsse machen Menschen organisch krank.

  17. Vielleicht slightly off topic, aber auf Deutschlandfunk kann man hören, welche Richtung die Reise bei der Energiewende geht.

    Hinweis: es wird nicht billiger und für einige Strombezieher könnte es eng werden.

    Thema: „Die Energiewende wird es nicht zum Nulltarif geben“
    Sven-Christian Kindler macht die Rechnung zum Atomausstieg auf

    http://tinyurl.com/3u9omh9

    Es ist wirklich traurig, dass es in den letzten Jahrzehnten (!) nicht gelungen ist, die Bundesbürger sachlich über die Energiepolitik zu informieren.

    Dieses Volk hat ja schon einige Erfahrung mit Utopien gemacht. Mich schreckt mal wieder die Einzigartigkeit des „Deutschen Vorgehens“. Wer sich noch mehr gruseln möchte, schaue sich in der ARD-Mediathek den letzten Presseclub an: „Deutschland alternativ? – Ein Land steuert um“

    http://tinyurl.com/43c5pq7

    Es bleibt spannend!

  18. #4: Joerg Rein
    mein Bruder hat vor knapp 2 Jahren >50 Sv (ja richtig gelesen, ohne milli und micro) abbekommen.
    raten Sie mal wies ihm geht

  19. #1: Helmut Kunz
    richtig, ippnw
    das ist auch so eine Organisation,
    die die Menschen systematisch hinters Licht führt,
    aber das ist nichts neues green peace gehört auch dazu.
    UNVERANTWORTLICH

  20. #5: Thorsten Stehlik
    #6: Harry Hain

    Sehr geehrter Herr Hain,
    ihre Ausführung ist korrekt. Was ich mit meiner Aussage bezwecken möchte ist, dass der Grenzwert der Tagesdosis in Kraftwerken 1,5mS ist. Es gibt verschiedene Arbeiten, wonach sie Dosen von 70 mikrosievert/min bekommen(Dichtungswechsel)Danach können sie sich ausrechnen wie lange sie diese Arbeiten ausführen dürfen. Hierfür werden meistens Leiharbeiter von Fremdfirmen genommen, diese sind im Jahr 2 Wochen in einem Kraftwerk, da sie die Jahresdosis erreicht haben. Dies bezieht sich hauptsächlich auf Revisionen von Dampferzeugern. Fremdpersonal hat in der Regel nach 4 Monaten die Jahresdosis voll.
    Bei einem Vergleich meiner Blutwerte sind vom Arzt selbst Anomalien festgestellt worden. Nach einer erneuten Untersuchung 6 Wochen später ist dies verschwunden, da kein weiterer Einsatz im Krafwerk erfolgte. Dies wiederholt sich Jahr für Jahr. Ich kann nicht sagen wie sich dieses Reparaturverhalten meines Körpers mit einer höheren Strahlendosis verhält.
    Wenn die Strahlendosis 1000 mal höher ist, kann ich davon ausgehen, das meine Organe diese nicht mehr verwinden können.
    Bezüglich der Strahlendosis gibt es verschiedene Arbeiten, wo die Dosis enorm hoch ist. Arbeiten hinterm Bioschild 200-2000mikrosievert/h, Rohrleitungsprüfung wo Punktstrahler vorkommen, Reaktor-Deckelprüfung, es gibt unendlich viele Arbeiten im und am Reaktor, die gemacht werden müssen, um die Sicherheitsprüfung zu bestehen.
    Diese Arbeiten sind für alle AKW im Bundesgebiet erforderlich.

  21. @#4: Joerg Rein:

    zur Einordnung:
    12.000 µSv = 12mSv
    Dosisgrenzwerte bei:
    – 15 mSv/a: in einigen Gebieten des Schwarzwaldes
    – 20 mSv/a: strahlenexponierte Personen
    – 10 – 25mSv je CT im Bauchraum
    – bis max. 250 mSv: Astronaut: (space-Shuttle)
    – 500mSv: Schwellenwert für akute Strahlenschäden
    – bis 100 Sv/Organ(!) bei Schildrüsenbestrahlung = 0,2 Sv Gesamtkörperdosis(!) / Therapie

    Weiterhin wichtig hinsichtlich der Risikobewertung:
    – die Dosen kumulieren sich im Laufe des Lebens, d. h. je öfter eine Strahlenbelastung auftritt, desto höher ein „statistisches“ Erkrankungsrisiko.
    – Dosis = Risiko
    Je höher die Dosis, desto höher das Risiko. Hohes Risiko bedeutet nicht, dass man davon betroffen wird. Geringes Risiko bedeutet nicht, dass man davon verschont bleibt.
    – Der gesunde Organismus repariert „Strahlenschäden“ in der Regel problemlos. Das kennen viele auch vom Sonnenbrand! Dieser heilt auch ab. Statistische steigt auch hier das Hautkrebsrisiko.
    – Krebszellen sind strahlenempfindlicher als gesunde Zelle. Diesen Umstand nutzt man in der Strahlentherapie zur Behandlung von Tumoren.

    Letale Strahlendosis (LD) (aus Wissenswertes zu ionisierenden Strahlen des Strahleninstitutes Uni Bonn)
    Sofortiger Tod (Mensch): 100 Sv einmalig (in Hiroshima starben alle Menschen, die mit mehr als 6 Sv bestrahlt wurden, und es starben 50% aller Menschen die mit 4,5 Sv bestrahlt worden waren)in Tokaimura ist zur Zeit (Nov. 1999) ein Arbeiter am Leben, der mit 10 Gy bestrahlt wurde.

    tödliche Dosis Mensch > 10 Sv [3]
    LD50 Mensch: 4,5 Sv einmalig [2]
    LD50 Ratte: 6 Sv einmalig [2]
    LD50 Fledermaus: 150 Sv einmalig [2]
    LD50 Wespe: 1000 Sv einmalig [2]
    LD50 Protozoen: 3300 Sv einmalig [2]
    Deinococcus radiodurans[1]: soll 30.000 rad überleben ! strahlenresistentestes Lebewesen
    Deinococcus radiodurans: soll 6000 rad / Std aushalten können (andere Quelle)
    ovarielle Sterilität: ab 3 Sv Gesamtdosis
    Chernobyl Feuerwehrmann: 11 Gy !
    [1] Das Deinococcus radiodurans (ehemals als Micrococcus radiodurans bezeichnet) ist ein extremophiles Bakterium, das gegen ionisierende Strahlung nahezu immun ist. Es gehört zu den Gram-negativen Kokken.

    [2] Mehl 1974
    [3] Ramm B, Lochner B 1983 Strahlung in Umwelt, Medizin und Technik Ullstein Verlag

  22. Sehr geehrter Herr Rein. Ich finde ihren Kommentar sehr interessant. In welchem KKW arbeiten sie denn?
    Als Biologiestudent bin ich jedoch skeptisch, dass man diese negative Wirkung von Strahlung auf „das Blutbild“ bereits bewiesen hat. Es wäre sehr interessant zu erfahren welche Werte sich im Blutbild genau geändert haben und in welcher Zeit.

    MfG
    Thorsten Stehlik

  23. Wenn ich diesen Artikel lese wird mir übel.
    Ich als strahlenexponierte Person, die in Atomkraftwerke arbeitet, habe verschiedenste Strahlendosis abbekommen. Nach dem Einsatz an einem Dampferzeuger, wo eine Dosis von
    12000 Mikrosievert in 3 Wochen keine Seltenheit ist, hat sich mein Blutbild schon verändert und das bei einer so geringen Strahlendosis. Jetzt stellen Sie sich vor die Strahlendosis ist 1000 mal höher, gute Nacht Zellstruktur. Wer diesen Bericht sich zu Herzen nimmt und glaubt was da geschrieben ist, der sollte seine Sommerferien in Fukujima verbringen und mit helfen, den Schutt weg zu karren, mal sehen ob er danach immer noch diesen Mist glaubt.

    Ich seh dich strahlen.

  24. Frau an Steuer, ungeheuer.

    Nunja, auch bei dem „Club of Rome“ war die Frau Donella H. Meadows eine treibende Kraft. Feministinnen sagen das sie die eigentliche Autorin ist, und nur Dennis Meadows vorgeschoben ist weil damals Frauen nicht anerkannt waren.

    Die Uno Gesundheitsbehörde hat auch einige Hysterische Zeiten hinter sich – dort pfuscht auch die Frau herum:

    http://preview.tinyurl.com/6hm594j

    Ich erkenne da ein Muster..

    Fritz

  25. Ein Kommentar zu diesem Fall aus einem anderen Forum, geschrieben von einem gewissen Brian Mays, der mir gefallen hat:

    I’m pretty sure that Monbiot has had a genuine change of heart. To understand Monbiot, you have to realize that he is someone who places enormous value on the words of authority. He is not the type of person who will question or try to second-guess what he perceives as a “consensus” among scientists.

    Given his left-leaning political philosophy, his self-identification as an environmentalist, and his inherent distrust of anything associated with corporations or the military, it was only natural that the “experts” he originally sought out were prominent environmentalists, almost all of whom were staunchly anti-nuclear, particularly back then. To him, they were the authorities (and enough of them have advanced degrees to give the veneer of respectability) and he accepted their word without question.

    The other thing to understand about Monbiot is that he is, by nature, a True Believer. When he accepts something, he takes it in as the whole truth and nothing but the truth. He is not one of the many sneaky people in this world who will lie and cheat, even to himself, to contort the evidence to adhere to his world view. For many years, he had been told by his chosen experts that an event such as what occurred at Fukashima-1 would be a devastating nuclear disaster, with massive deaths and destruction. Then, when that event came and the disaster did not materialize, it shook his faith in the “consensus.” He had an epiphany. In other words, he needed new experts.

    Fortunately, he turned to the UN organizations (whom he trusts because they are “the equivalent of the Intergovernmental Panel on Climate Change,” whom he inherently trusts already), and began to learn something real about the risks associated with radiation. Notice that Monbiot does not argue from first principles, as a technically knowledgeable person would do; all of his arguments against Caldicott are arguments from authority — this time from the NAS and UN organizations. Notice also how he brings “climate change” into the discussion. Now, to him, those in the anti-nuclear movement are the “deniers” who are against consensus science. Even though he has changed positions, he maintains that “good-guy/bad-guy” mentality that is essential to his highly polarized view of the world.

    This all reinforces what I’ve been saying for a long time. People complain that the nuclear industry does not do enough to get the word out, but realistically, there is only so much that the industry itself, and those who work for the industry, can do. It is up to the academics and government scientists to step up and counter the nonsense, because if they don’t, the Greens will have total control of the playing field. Note that Mobiot adds in passing that, “I still loathe the liars who run the nuclear industry.” There is no way that anyone in the industry would have been able to change his mind.

    P. S.: Danke für das Überarbeiten der capcha-Anzeige. Ist eine echte Verbesserung.

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