Klimaschutz als Ersatzreligion: ein Interview des Schweizer Bloggers Freeman mit dem Philosophen Prof. Dr. Norbert Bolz von der technischen Universität Berlin

Religion ist als gesellschaftliches Bindemittel auch nach der Aufklärung nicht verschwunden, sie gehört immer noch zu den Grundbedürfnissen vieler Menschen. Verstand sich die Wissenschaft bis in jüngere Zeit als Zeuge von auf Messungen und daraus abgeleiteten Theorien fußenden, falsifizierbaren „Wahrheiten“, so hat ein Teil der postmodernen Klimaforschung inzwischen eine völlig andere Position eingenommen.

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Hier bei der Erforschung von Klima, wo extrem hohe Unsicherheiten vorherrschen und die faktische Unmöglichkeit vorliegt, allgemeingültige Aussagen oder gar Prognosen/Projektionen zu erhalten, werden von einer Gruppe politisch geförderter Advocacy-Experten nicht nur Forschungsergebnisse selektiert – evtl. sogar "korrigiert" (s. Climategate), sondern diese Wissenschaftler verstehen sich auch noch als ideologische Vorkämpfer. Das folgende Interview, das der bekannte Blogger Freeman nach Veröffentlichung seines Beitrags „Die Klimalüge als Ersatzreligion“ (s.u.) mit Norbert Bolz  geführt hat, beleuchtet den geschilderten Zusammenhang aus der Sicht eines Philosophen.

Leider gehen Freeman und Bolz auf einen ganz entscheidenden Aspekt der "Klimareligion" nicht ein, nämlich die zynische Instrumentalisierung von "Gläubigen", die einer niemals endenden medialen CO2-Gehirnwäsche ausgesetzt sind, durch politische sowie industrielle Profiteure, wie Windrad- und Photozellenhersteller, Versicherungen, Energieerzeuger, Banken usw. Insbesondere die Kirchen unterstützen auch noch die Profiteure, indem sie ungerührt auf den arlarmistischen Klimazug aufspringen, um dadurch den jahrelangen kontinuierlichen Aderlass an Mitgliedern aufzuhalten. "Naturschutz", auch wenn er in Wirklichkeit überhaupt keiner oder sogar das Gegenteil ist, verkauft sich bei Gläubigen heute eben immer noch am besten. Besser informierte Politiker und vor allem die industriellen Profiteure wissen über die brüchige wissenschaftliche Basis ihrer fragwürdigen, aber einträglichen Aktivitäten in Sachen "Klimaschutz" natürlich Bescheid. Da EIKE in seiner Rubrik „Energie“ in fast jedem Beitrag auf diesen Punkt eingeht, kann darauf verzichtet werden, hierzu einzelne Links anzugeben.

Prof. Dr. Horst-Joachim Lüdecke

EIKE-Pressesprecher

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9 Kommentare

  1. Eine Frage: Hat jemand Erkenntnisse, inwieweit die Scientologen in diese Sache verstrickt sind oder sind ihre Mitglieder sogar die Hauptdrahtzieher?

    Bei allem, was aus Amiland kommt, habe ich mir angewöhnt, immer das Schlimmste anzudenken und werde dann noch von der Realität oft genug überholt!

    Vielen Dank für weiterführende Links!

    KK.

  2. ad #4
    Sie schreiben: „Das Bundesumweltministerium unterstützt ein globales Übereinkommen zum weitgehenden Verbot von Quecksilber (Hg), weil es hochgiftig für Mensch und Umwelt ist und sich in der Umwelt anreichert.“

    Ach ja? Was sagen die Vulkane (Thunfische) dazu? Rund 2000-3000t Hg werden jährlich durch Vulkane in die Erdatmosphäre geblasen. Stand dieser Daten im Studium 1986.
    Wie will der Grüne Minister Dr. Röttgen das mit der EU-Richtlinie zum Glühlampenverbot vereinbaren?
    Weiß eigentlich irgendeiner dieser dr. jur. Technokraten noch wovnn sie da reden? Das einzige was diese Bande noch antreibt sind die schon fast täglichen Stimmungsbarometer der sinnfreien Umfragen bei repäsentativen Laien.
    Aber sie wären keine guten Juristen, wenn sie sich keine Hintertür offen ließen. Diese heißt hier: „weitgehend“. Was das auch immer im Konkreten heissen mag.

  3. #2: Sie sagen:
    „Gemäß dieser Lesart müssten alle Vertreter von gängigen Lehrmeinungen als „Gläubige“ bezeichnet werden.“

    VÖLLIG FALSCH

    das gilt nur für „Meinungen“ deren Übereinstimmung mit der Realität entweder nicht überprüfbar ist „es gibt einen Gott“ etc.,
    oder für Meinungen die nachweislich NICHT mit der Realität übereinstimmen.
    Das erste kann ich akzeptieren, so lange ich nicht durch „Nichtgläubigkeit“ behindert werde (Glaubensfreiheit)
    das zweite auf keinen Fall.

  4. @ Karl Gerorgs #2:
    Sie schreiben: „Gemäß dieser Lesart müssten alle Vertreter von gängigen Lehrmeinungen als „Gläubige“ bezeichnet werden.“

    Ist es denn etwa nicht so?
    Was bedeutet denn „glauben“! Es ist doch das Gegenteil von „Wissen“. Es darf einfach nicht hinterfragt oder gar angezweifelt werden, um nicht in die Fänge der Inquisition zu geraten.
    Beispiele gefällig?
    Um einfach mal andere „Wissenschafts“-bereiche zu nennen, die als neue Religion herhalten müssen und an welche unbedingt geglaubt werden muß und keinesfalls hinterfragt werden darf.
    Beispielsweise die Medizin, und hier besonders die Krebslehre und die Impfwissenschaft. Da werden sämtliche Erkenntnisse und Forschungsergebnisse, die von der vorherrschenden Lehrmeinung abweichen, aufs Äußerste mit allen nur verfügbaren Mitteln bekämpft. Beispiele dafür gibt es zu Hauf, die erspare ich mir lieber hier.
    Ein anderes Beispiel wäre z.B. die abiotische Ölentstehung, die es einfach so nicht geben darf. Oder die gesamte Thematik der „Freien Energie“. Jede abweichende Meinung wird unterdrückt, lächerlich gemacht oder als Verschwörungstheorie ganz einfach abgeschmettert.
    Und ganz besonders gräulich reagiert die momentan herrschende Lehrmeinung, wenn es um die Aufarbeitung der jüngeren Deutschen Geschichte geht, da werden andersartige Erkenntnisse sogar juristisch strafverfolgt. Aber das möchte ich hier ebenfalls nicht weiter ausbauen. Das kann sich jeder selbst ergoogeln.
    Es ist sehr hilfreich, sich selbst immer wieder die Frage zu stellen „qui bono“.

  5. #2: Karl Gerorgs sagt:

    „Ich lese immer „Umweltschutz: Ja!“ im EIKE-Slogan. Wo Sie hier Ihren Beitrag zum Umweltschutz verstehen, erschließt sich mir bei einer groben Sichtung Ihrer Artikelsammlung noch nicht. Kommt da noch was?“

    Umweltschutz gleich sauberes Wasser, saubere Luft, gesunde Böden und gesunde Menschen.

    Das Bundesumweltministerium unterstützt ein globales Übereinkommen zum weitgehenden Verbot von Quecksilber (Hg), weil es hochgiftig für Mensch und Umwelt ist und sich in der Umwelt anreichert.

    Das BMU unterstützt Energiesparlampen die kleinere Mengen Quecksilber enthalten, mit der Begründung, dass dadurch weniger Kohle verbrannt werden muss und dadurch weniger Quecksilber freigesetzt wird.

    Geht eine Lampe zu Bruch, kann das giftige Schwermetall in die Innenraumluft gelangen und das lokale Innenraumklima empfindlich belasten. Eine erste orientierende Stichprobe des Umweltbundesamtes (UBA) mit zwei Lampen zeigt: Unmittelbar nach dem Bruch kann die Quecksilber-Belastung um das 20-fache über dem Richtwert von 0,35 Mikrogramm/Kubikmeter (µg/m³) für Innenräume liegen, bei dem das UBA und seine Innenraumkommission eine Beseitigung der Ursache empfehlen.

    Durch intensives Lüften sinkt die Quecksilbermenge in der Luft aber wieder deutlich ab. Kinder und Schwangere sollten sich jedoch von zerbrochenen Energiesparlampen fernhalten.

    Frage, wie entsorgt eine wieder schwangere Mutter eine zerbrochene Energiesparlampe im Kinderzimmer?

    Dass der Anbau von Energiepflanzen Ackerböden nachhaltig zerstört und Lebensmittel verteuert, insbesondere in armen Ländern ist den Entscheidungsträgern bekannt. Es gibt zahlreiche Publikationen wie der Anbau stattzufinden hat, damit eben dieses nicht passiert.

    Die Realität sieht jedoch ganz anders aus. In Südamerika und Asien werden Mensch und Tier rücksichtslos vertrieben und es wird ihnen die Nahrungsgrundlage genommen.

    In Deutschland geben immer mehr Landwirte die Nahrungsproduktion freiwillig auf, weil mit Energiepflanzen höhere Rendite erwirtschaftet werden kann, oder unfreiwillig auf, weil Biogasanlagenbetreiber höhere Pacht für das Land bezahlen.

    Das dieses System irgendwann zusammenkracht ist abzusehen.

    Bereits im Jahr 2000 hat die EU Lärm als die größte Umweltbelastung bezeichnet. In Deutschland sind geschätzte 10.000 000 Menschen davon betroffen. Eine besondere Rolle spielt der tieffrequente Lärm. In diesem Bereich (Frequenzen unter 100 Hz) wurde es versäumt „Erheblichkeit schwellen“ rechtsverbindlich festzulegen. Aus diesem Grund kann die Windindustrie machen was sie will.

    Um 95% der Bevölkerung zu schützen wird von einigen Lärmforschern empfohlen die Begrenzungen (Frequenzen unter 100 Hz) ca. 10 dB unter der mittleren Hörschwelle anzusetzen. Inzwischen wurde zwar die mittlere Hörschwelle um 5 dB gesenkt, aber ohne jeglichen Rechtsanspruch.

    In der Nähe von Windparks kann durch Resonanz in den Schlafräumen die mittlere Hörschwelle im Bereich der Frequenzen unter 100 Hz bis zu 15 dB ÜBERSCHRITTEN werden.

    Unter diesen Bedingungen kann man nicht gesund bleiben. Das Problem wird dadurch beseitigt, dass in den Häusern einfach nicht gemessen wird. Hat auch keinen Sinn, weil die rechtlichen Grundlagen, die sogenannten „Erheblichkeit schwellen“ fehlen.

    Die Zerstörung von Ackerland, die Verteuerung von Nahrungsmitteln, die bekannte Gesundheitsbelastung durch tieffrequenten Lärm muss der Bürger über das EEG finanzieren und er wird gezwungen eine mögliche Belastung durch Quecksilber in seinem Wohnraum hinzunehmen.

    Vielleicht ist dies in denn Berichten bei EIKE nicht so deutlich erkennbar, aber den Kommentaren können sie diese Auffassung was unter Umweltschutz in diesen Foren verstanden wird allemal lesen.

    Helga Hung

  6. Gemäß dieser Lesart müssten alle Vertreter von gängigen Lehrmeinungen als „Gläubige“ bezeichnet werden.

    Ich lese immer „Umweltschutz: Ja!“ im EIKE-Slogan. Wo Sie hier Ihren Beitrag zum Umweltschutz verstehen, erschließt sich mir bei einer groben Sichtung Ihrer Artikelsammlung noch nicht. Kommt da noch was?

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