The Carbon Brief – ein weiterer Blog um Medien gezielt mit Alarmmeldungen zum Klima zu füttern.

Der Carbon Brief ist eine neuer Dienst mit Website, der dazu dienen soll, schnelle Antworten zu finden zu allen Artikeln in den Medien, die mit der Klimaänderung zu tun haben. Der Dienst richtet sich besonders an Journalisten und Politiker die von Argumenten der Klimarealisten bedrängt werden.
Sie soll daher auch als Referenzquelle für Artikel fungieren und sagt von sich selbst, dass sie ein unabhängiger Mediator zwischen Journalisten und Klimawissenschaftlern sein soll. Wie weit das zutrifft beleuchtet der nachfolgende Artikel:


Die Teilnehmer an Twitter scheinen unterschiedliche Erwartungen zu haben.

Andrew SimmsNef Bio: 10:10 Campaign Board Member (Vollmitglied der New Economic Foundation NEF), Mitglied von Greenpeace UK, Mitautor von The Green Deal Report, Gründer der 100 Month initiative, Vertrauensperson von TERI Europe (zusammen mit Rajendra Pachauri, Sir John Houghton und Sir Crispin Tickell).

Carbon Brief scheint sich speziell Sorgen darüber zu machen, wie skeptische Artikel in den Medien von Großbritannien bei den Menschen in Indien und China ankommen, und wie darüber in außereuropäischen Medien und Blogs berichtet wird (Hervorhebungen in Fettdruck von mir).

 „Die Medien haben einen gewaltigen Einfluss darauf, wohin sich die Klimadebatte in Großbritannien bewegt hat, ebenso wie in den USA, Australien und in der ganzen Welt. Kommentare in Zeitungen und Blogs werden oft kopiert und tausendfach rund um den Globus verbreitet. Die Art der Argumentation in [den Zeitungen] Guardian oder Daily Telegraph können einen signifikanten Einfluss darauf haben, wie über die Klimaänderung in China und Indien berichtet wird“. – The Carbon Brief.

Der weiteren Untersuchung zufolge zeigte die Website, dass dort offensichtlich ausschließlich Befürworter des Konsenses der Politik der Klimaänderung zu Wort kommen. Ein Blick auf den Link ihrer weiteren Quellen zeigt als erste zwei Links zum Climate Science Rapid Response Team und zu RealClimate sowie zu Climate Progress. Es gibt keinerlei Links zu skeptischen oder auch nur halbwegs kritischen Sites irgendwelcher Art.

 „Unser Forscherteam möchte einen Service für schnelle Antworten auf Artikel zur Klimawissenschaft anbieten. Wir gehen von Anfang an zu begutachteter Wissenschaft (peer-reviewed science) und fragen die relevanten Wissenschaftler nach ihrer Meinung“ – The Carbon Brief

Der Carbon Brief scheint nur für das spezielle Ziel gegründet worden zu sein, skeptischen Artikeln bzgl. der ‚Klimaänderung‘ entgegen zu treten, indem man sich auf Quellen bezieht, die sich den AGW-Konsens auf die Fahnen geschrieben haben, um diese skeptischen Artikel sofort zurückweisen zu können. Es ist ein Projekt des Energy and Strategy Centre, gegründet und unterstützt durch die European Climate Foundation (ECF).

Die ECF beschreibt sich selbst als „die größte philantropische [= menschenfreundliche] Organisation in Europa, die sich darauf konzentriert, die Politik dahin gehend zu beeinflussen, die Treibhausgasemissionen zu reduzieren“. – The Carbon Brief

 „…Um dieser Herausforderung gerecht zu werden, haben sich sechs Partner 2007 zusammen gefunden, um eine neue multimillionen teure philantropische Instanz zu gründen, die sich die European Climate Foundation nennt.” – About Us – ECF

Auf der Site von Carbon Brief behauptet man, gerade erst angefangen zu haben.

Ich mache mir Sorgen über diese neue, offensichtlich dem großen Grün, der AGW-PR der EU verschriebenen Maschine, die skeptische Stimmen mit sofortigen Widerlegungen und Mobbing auf Twitter hinweg spült. Es scheint, dass man dort hoch erfahrene PR-, Medien- und Kommunikationsmanager beschäftigt, mit allem, was das moderne Medienmanagement zur Verfügung stellt sowie mit allen benötigten finanziellen Zuwendungen, nur mit dem Ziel, der Agenda der European Climate Foundation zu folgen.

Schaut man beispielsweise auf das Profil von Carbon Brief, zeigt es bereits die Mitgliedschaft der Redakteure und des Umweltteams des Guardian, des Wissenschaftsredakteurs der Times, Greenpeace, der Partei der Grünen, 10:10 [10:10 ist eine Kampagne, die Individuen, Firmen und Institutionen dazu bringen soll, ihren Fußabdruck bzgl. des Kohlenstoffs während des Jahres 2010 um 10% zu reduzieren], 350 [350.org ist eine Organisation, die von sich selbst behauptet: Es ist unsere Mission, die Welt zu inspirieren, die Herausforderung der Klimakrise anzugehen – und ihr die Dringlichkeit bewusst zu machen, aber auch die Chancen. A. d. Übers.], Transitions Towns [eine Organisation, die sich auf die Fahnen geschrieben hat, Gemeinden irgendwie von der Kohlenstoffindustrie wegzubringen {bitte selbst browsen!}. A. d. Übers.] sowie linkslastige Institutionen wie die NEF und IPPR [Das Institute for Public Policy Research( IPPR )ist eine Denkfabrik in Großbritannien {UK think-tank}. A. d. Übers.].

Und sie werden die Anliegen von Carbon Brief twittern und jeden einzelnen Gedanken zurückweisen, um die ‚Botschaft’ an ihre tausende Teilnehmer an Twitter zu bringen (man erinnere sich an die Menschen in den Schlüsselmedien). Die Aktivisten der ‚Klimaänderung‘ werden sich zweifellos auf die skeptischen Blogs samt ihrer Kommentarspalten stürzen, um die Beiträge zu zerstören (to ‚troll‘ the articles).

Künftig wird jeder skeptische Artikel eine sofortige Antwort auf Twitter bekommen, einschließlich Links und voller PR-Unterstützung der Medien. Ich habe bereits solche Antworten gesehen auf Beiträge bei Watts Up, Bishop Hill, Bjorn Lomborg, Jo Nova, Christopher Booker, GWPF und anderen. Wie können sich unabhängige, nicht bezahlte und nicht finanziell unterstützte Blogger gegen eine professionelle PR dieser Art wehren, von einer mit Millionen Euro unterstützten Organisation mit einer Agenda wie oben beschrieben.

Niemand scheint dem Telegraph oder James Delingpole (den ich gefragt habe) oder Christopher Booker von Carbon Brief sowie all jenen Journalisten und Organisationen erzählt zu haben. Warum wohl?

James Delingpole (Telegraph) hatte gerade kürzlich erst eine ziemlich böse Erfahrung mit einem Twitter-Mob, und zwar infolge eines beleidigenden Beitrags von Ben Goldacre (Bad Science – Ben ist der zweite Anhänger des Carbon Brief in der Abbildung oben, und hat allein schon 85 000 Anhänger)

http://blogs.telegraph.co.uk/news/jamesdelingpole/100073468/if-ben-goldacre-thinks-im-a-what-does-that-make-him/

Ich denke, dass James demnächst mehr solcher Angriffe bekommt, da über jeden Artikel, den er schreibt, getwittert wird.

Die Betreiber des Carbon Brief

Der Website zufolge besteht das Führungsteam aus folgenden Figuren: Der Direktor von Carbon Brief, Tom Brookes, ist Direktor des Energy Strategy Centre (ESC) und der Kommunikationseinheit, die durch die European Climate Foundation (ECF) unterstützt wird. Redakteur Christian Hunt hat als Forscher und Gründungsredakteur für Greenpeace und das Public Interest Research Centre gearbeitet.

 „Wir glauben, dass Genauigkeit das Schlüsselwort in der Klimadiskussion sein sollte, und unser Ziel ist es, als unabhängiger Mediator zwischen den Medien und den Wissenschaftlern zu fungieren.

Unser Ziel ist es ferner, das Verständnis für die sozialen und politischen Risiken der Klimaänderung zu fördern, so dass wir als Gesellschaft Entscheidungen treffen können, die auf mehr Informationen beruhen“. – The Carbon Brief

Tom Brookes ist ein sehr erfahrener Profi für Kommunikation, und so einer wird berufen, um Skeptikern zu begegnen?

Tom Brookes, Direktor, ESC – bio ECF

Tom ist der Leiter des Energy Strategy Center (ESC), der Kommunikationsabteilung der European Climate Foundation. Er hatte führende Kooperations- und Beratungsverträge bei der Regierung inne.

Christian Hunt ist nach wie vor beim Board of Trustees  des Public Interest Research Centre tätig, welches seine Aufgaben folgendermaßen beschreibt:

 „Unsere Arbeit untersucht die Zusammenhänge zwischen Klima, Energie und Wirtschaft.

Unser Team soll Wissenschaft den Nichtwissenschaftlern nahe bringen, einschließlich der politischen Entscheidungsträger. Mit dem Wissen und der Erfahrung, komplizierte Forschung zu interpretieren, und mit den Fähigkeiten, dies in effektive kommunikative ‚Werkzeuge‘ (tools) zu packen, stellen wir die Brücke zur Verfügung zwischen den Menschen an vorderster Front der klimawissenschaftlichen Forschung und einem größeren Publikum.“

Ich darf wohl fragen, wie unabhängig sie in der Angelegenheit des Klimawandels wirklich sind, wenn man sich die Liste der Leute, Organisationen und Zuwendungen ansieht, die da involviert sind!

Profile der Kommentatoren

Der Carbon Brief trennt Profile von Kommentatoren und Wissenschaftlern, diese Profile sollen anscheinend eine Quelle darstellen für jede Medienorganisation, jeden Journalisten oder Blogger als eine sofort verfügbare Quelle des Profils jener Person, oder über ein Ereignis oder eine Organisation. Man vergleiche die Profile von Rajendra Pachauri, George Monbiot und Phil Jones mit denen von James Delingpole, Christopher Booker, Christopher Monckton, Benny Peiser und Bjorn Lomborg, um zu erkennen, welch meisterliches Management von PR und Medien hier am Werk ist, um einen Konsens bzgl. AGW zu fördern.

Die dahinter stehende Absicht scheint es zu sein, dass alle Medien, die auf einen dem Klimawandel skeptisch gegenüber stehenden Artikel stoßen (besonders Medien in China und Indien?), den Carbon Brief als Quelle heranzuziehen, ohne sich tiefer oder detaillierter mit der Materie zu befassen und ohne weitere Fragen zu stellen.

Ein Auszug aus dem ‘Climategate’ Profil des Carbon Briefs

Die Botschaft wurde von Skeptikern dahin gehend interpretiert, dass Wissenschaftler „den Rückgang verstecken” (hide the decline) wollen. Diese Interpretation wurde geäußert, obwohl die e-mail schon 1999 gesendet wurde, als die Temperaturen seit einigen Jahrzehnten noch stiegen.

Der mit dem Wort „Trick“ bezeichnete Prozess wurde vom Russell Report als eine legitime und wissenschaftlich begutachtete Methode beschrieben, um sich mit der Tatsache auseinanderzusetzen, dass ein Datensatz von Proxydaten der Temperatur aus Baumringen von den Ergebnissen von Temperaturmessungen abwichen – die Proxytemperaturen gingen zurück, während die realen Temperaturen weiterhin stiegen. Dieses Problem wurde ausführlich in der wissenschaftlichen Literatur diskutiert, und zwar vor dem e-mail-Leck bei der UEA.

Meine persönliche Meinung ist, dass historische Proxydaten, die nicht den Thermometermessungen folgen, ein wenig unzuverlässig sind, und dass man ihnen nicht zu große Bedeutung beimessen sollte. Dies gilt insbesondere, wenn man sie dazu benutzt hatte, eine historische Temperaturreihe zu rekonstruieren, die uns sagen soll, dass die gegenwärtigen Temperaturen noch nie aufgetreten waren, die AGW-Behauptungen belegen und dass wir jetzt etwas tun müssen!

Ein Auszug aus dem ‘Hockey Stick’ Profil von Carbon Brief

„…Mann veröffentlichte 2004 eine Liste von Widerlegungen der Mythen um den Hockeyschläger auf der Website von Realclimate.org.

Der skepitische Kommentator Andrew Montford veröffentlichte 2010 das Buch ‚The Hockey Stick Illusion‘. Die zentrale Behauptung der Illusion des Hockeyschlägers besteht darin, dass die kulthafte Graphik nur deshalb überlebt hat, weil es eine Verschwörung gegen Wissenschaftler gegeben hatte mit dem Ziel, den Begutachtungsprozess zu unterminieren und Zeitschriften, die abweichende Meinungen dazu abdrucken, zu diffamieren oder auszugrenzen.

Richard Joyner, emeritierter Professor für physikalische Chemie an der Nottingham Trent University begutachtete das Buch in [der Zeitschrift] Prospect magazine. Dabei suggerierte er, dass ‚Montfords Buch kein ehrlicher Beitrag‘ ist, weil er ‚fortwährend und ohne Beweise… die Aktionen und Motive derer, die er kritisierte, in Zweifel zog‘ “.

Jetzt frage ich mich, warum der Carbon Brief ausgerechnet diese spezielle Rezension gewählt hat; war sie wirklich ausgewogen und unabhängig angesichts der Tatsache, dass Matt Ridley (Autor von The Rational Optimist) ihr eine SEHR gute Beurteilung gab, die AUCH im Prospect Magazine erschienen war! Ich frage mich, was Steve McIntyre und Andrew Montford aus diesen zwei Profilen ablesen (bitte zur Gänze lesen). Zu dem Buch von Andrew Montford gibt es eine Menge sehr positiver Beurteilungen, einige davon hier.

Von Andrew Montford liegt eine Antwort zu dem Terminus ‚ohne Beweise‘  vor:

Dies ist höchst eigenartig! Ich meine die 270 Literaturhinweise in dem Buch. Das ist doch wirklich ziemlich viel Beweis. Und Prof. Joyner dürfte von den Klimagate-e-mails gehört haben, die ausführlich in Kapitel 17 beschrieben werden. Wenn das keine Beweise sind, was ist es dann?“

Was gibt es noch? „Nun, er sagt, ich hätte erwähnen sollen, dass Steve McIntyre vergeblich versucht hat, seine Ergebnisse der Baumringforschung zu veröffentlichen. Angesichts der Tatsache, dass in diesem Buch eines der behandelten Themen die Schwierigkeiten sind, denen die Skeptiker bei ihren Veröffentlichungen begegnen, ist dies wohl eine ziemlich bizarre Position, die Prof. Joyner hier einnimmt.“ – Bishop Hill

Gut ausgestattet und mit politischem Einfluss

Der Carbon Brief wird durch die European Climate Foundation gestützt, und es sieht für mich so aus, dass diese PR-Maschine speziell geschaffen wurde, um jedem Skeptizismus zu begegnen, und sie hat die Ausstattung, die Quellen, den politischen Rückhalt und die Kontakte, um genau das zu tun.

Das Ziel der European Climate Foundation ist es, eine Klima- und Energiepolitik zu fördern, die Treibhausgasemissionen in Europa massiv zu reduzieren und Europa zu helfen, eine noch stärkere internationale Führungsposition einzunehmen, um [die Folgen der] Klimaänderung abzumildern. … Um dieser Herausforderung gerecht zu werden, traten 2007 sechs Partner mit Zuwendungen bei, um eine neue, multimillionen Euro teure menschenfreundliche Institution zu gründen, die die European Climate Foundation genannt wird“ – Über uns ECF

Mir scheint, dass die Aktivitäten von Carbon Brief nicht mit den anderen beanspruchten Zielen der European Climate Foundation übereinstimmen, was mich zu ungläubigem Lachen brachte angesichts ihrer offensichtlichen ‚Doppelbedeutung‘ (Original: ‚doublethink‘).

 „Wir streben an, das Ansehen für objektive, qualitativ hochwertige Arbeit zu fördern, die weder politisch noch ideologisch beeinflusst ist.“ – Über uns ECF

Die European Climate Foundation (ECF) wird großzügig unterstützt durch ihre Partner und, noch wichtiger, hat gute politische Verbindungen in Europa für das eindeutige Ziel, Treibhausgase bis 2050 um 80-95 % zu reduzieren. Das Energy Strategy Centre ist der Bereich des europäischen Klimazentrums, der für Kommunikation und Medien steht. Dies würde darauf hindeuten, dass der Carbon Brief von seinem Anspruch, nichtideologisch und politisch nicht beeinflusst zu sein, weit entfernt ist. Sein einziges Ziel ist die Förderung der Agenda der ECF, die hart für die Klimapolitik der europäischen Union und für wirtschaftspolitische Änderungen arbeitet.

Der größte Teil der Mittel für die European Climate Foundation wird an NGOs weitergeleitet, um zu versuchen, mit deren Hilfe bedeutungsvolle Änderungen der Politik herbei zu führen. Wenn wir eine Notwendigkeit erkennen, der nicht entsprochen wird, engagieren wir uns auch in direkten Initiativen, wie z. B. die Erstellung von Arbeitsunterlagen, Einberufung von Versammlungen oder Gründung einer neuen Organisation. Wir streben keine öffentliche Aufmerksamkeit für unsere Bemühungen an und ziehen es stattdessen vor, den Erfolg hervorzuheben von denen, die tatsächlich die Arbeit machen.

Wir haben vier Hauptbereiche ausgemacht, sofort innerhalb Europas zu intervenieren:

• Energie-Effizienz in Gebäuden und Fabriken

• Generation einer Energieerzeugung mit niedrigem Kohlenstoffanteil (Original: Low-Carbon Power Generation

• Das Transportwesen

EU – Klimapolitik und -diplomatie

Die European Climate Foundation beschreibt die Mitglieder des Beirats (Advisory Board)

Diese internationale Körperschaft besteht aus angesehenen Experten, die ihre individuellen und gemeinsamen Erfahrungen in Politik, Wirtschaft, Akademien  und Zivilgesellschaft einbringen. Die Mitglieder des Beirats engagieren sich aktiv, die Mission der ECF voranzubringen, sowohl durch strategische Beratung als auch durch Befürwortung (advocacy).

Sie repräsentieren die Elite der europäischen Geschäftsleute, der NGOs, von Politikern und Lobbyisten. Darunter finden sich ein Mitautor des IPCC, der Vorsitzende des WWF, der Vorsitzende der Globe EU [Globe EU = eine überparteiliche Vereinigung des Europaparlaments. A. d. Übers.], einen Vizepräsidenten (VP) des Club of Rome, früheren Mitgliedern des Europaparlaments, der frühere Vorsitzende des Teams um Tony Blair, CEOs, Direktoren und Hauptinhaber von Körperschaften und Unternehmensberatern, einschließlich BP und Unilever. Wirklich die europäische Elite.

Ich hatte mir kurz einige ihrer Zuwendungen angesehen (hier). Diese schließen ein den Club of Rome, Greenpeace, WWF, Globe International [eine weltweit operierende Immobiliengesellschaft], Centre for European Policy – tatsächlich über 500 Geldgeber in weniger als 4 Jahren. Eine Organisation, die sich Sandbag nennt und die sich für einen verbesserten Zertifikatehandel in Europa einsetzt, hat mich besonders berührt. Sandbag hat Zuwendungen erhalten und wichtige Berichte geschrieben auf dem Gebiet der Lobbyarbeit für die Politik bzgl. der Kohlenstoffemissionen in Europa, hinter der die Climate Foundation steht.

Die Gründerin von Sandbag ist Bryony Worthington, inzwischen eine Baroness Worthington , nachdem ihr im vergangenen Jahr vom Chef der Labour Party Ed Milliband die lebenslange Lordschaft im House of Lords verliehen worden war, und zwar weil sie ‚führend am Verfassen‘ des Gesetzantrags zur Klimaänderung in Großbritannien mitgeschrieben hat. Anders als Lord Christopher Monckton hat sie inzwischen für den Rest ihres Lebens volles Stimmrecht im House of Lords, und sie wird zweifellos ihre Arbeit zur Klimaänderung hier fortsetzen (sie hat übrigens Englisch studiert).

Bryony Worthington ist auch Mitglied im Beirat der 10:10 – Kampagne, die hinter dem üblen ‘No Pressure’ video stand. Weitere Mitglieder dieser Kampagne (10:10 board members ) sind die Umweltaktivisten Andrew Simms und Tony Juniper. Andere Kollegen im Beirat von Sandbag sind u. A. Ed Gillespie, der Gründer von Futerra [einer Organisation, die Unternehmen hilft, korrekte grüne Botschaften zu formulieren; mehr hier] und Mike Mason, der Gründer von Climate Care , die Ihnen carbon offsets verkauft [das Browsen brachte mir keine Erkenntnis, was damit gemeint ist. Wen es interssiert, mehr z. B. hier . A. d. Übers] und die jetzt JP Morgan Chase gehört (ich habe eine, aber darüber schreibe ich ein andermal!). Als Mike Mason von Climate Care im vorigen Jahr in der Oxford Union mit Lord Christopher Monckton diskutierte, wurde er als Teil der JMorgan Climate Care Organisation geführt (es scheint, dass er die Organisation danach verlassen hat).

Diese eine Organisation allein ist für mich ein klarer Beweis, dass es wichtige Interessen und Repräsentationen durch Medien, Politiker, Banken und  Lobbygruppen bzgl. des AGW-Konsens‘ im Zentrum der EU-Politik gibt.

Was kommt als Nächstes für die skeptischen Websites?

Falls ich Zeit habe, werde ich diesem Beitrag einen weiteren folgen lassen, und zwar über das grüne soziale Netzwerk (the Green Social Network), und wie man vielleicht damit umgehen könnte.

Es ist immer noch sehr, sehr früh für den Carbon Brief; er steht gerade erst in den Startlöchern. Sie sagen, dass sie unabhängig sind, und behaupten, dass die Klimawissenschaft durch berechtigte Interessen deformiert wird.

 „Carbon Briefs Faktencheck über die Klimawissenschaft online und in der Presse. Wir stellen Informationen über die Leute und Organisationen zur Verfügung, die über den Klimawandel reden, und wir erarbeiten Hintergrundmaterial für wissenschaftliche Themen und Berichte in den Nachrichten.

Verzerrungen kommen in der Klimawissenschaft regelmäßig vor, teils weil die Klimawissenschaft ein sehr komplexes Thema ist, teils aber auch, weil verschiedene Interessen, getrieben durch finanzielle oder ideologische Motive, versucht haben, Konfusion zu erzeugen.

Wir sind ein Service für Journalisten und die online – Klimagemeinschaft. Unser Team von Forschern möchte eine schnellen Antwortservice für Beiträge der Klimawissenschaft zur Verfügung stellen. Wir begeben uns geradewegs in die begutachtete Wissenschaft und zu den relevanten Wissenschaftlern, um ihre Meinung einzuholen.

Im Moment sind wir im Frühstadium, diese Site zu gestalten” – About Us – The Carbon Brief

Was kann man also erwarten von diesem Carbon Brief, wenn die Erwartungen so hoch zu sein scheinen?

Andrew Simms Biographie: 10:10 Campaign Board Member, New Economic Foundation (NEF), Mitglied im Beirat von Greenpeace UK, Mitautor von The Green Deal Report, Gründer der 100 Month initiative, Trustee of TERI Europe (zusammen mit Rajendra Pachauri, Sir John Houghton und Sir Crispin Tickell)

Was kommt wirklich als nächstes?

Barry Woods den Originalartikel finden Sie hier

Übersetzt von Chris Frey für EIKE

Bemerkungen des Übersetzers zu diesem Text:  Wie ein roter Faden zieht sich durch diesen Beitrag die Sorge des Autors über die hier beschriebene Entwicklung. Auch seitens EIKE wurde mir dieser Beitrag als ‚höchst alarmierend‘ zur Übersetzung vorgeschlagen. Doch je länger ich an diesem Text sitze (ziemlich lange, weil ich auch immer wieder danach browsen musste, was hinter einigen mir völlig unbekannten Begriffen steckte), umso mehr komme ich eigentlich zu einer konträren Auffassung. Offensichtlich will man ja hier mit gewaltigen Kanonen auf ein paar kleine, ausschließlich privat finanzierte ‚Spatzen‘ schießen. Es kommt mir vor wie ein waidwundes wildes Tier, das kurz vor seinem Tode noch einmal alle Kräfte mobilisiert. Die Verzweiflung muss also wirklich groß sein!

Im Übrigen: Durch die gesamte Menschheitsgeschichte, zuletzt dokumentiert durch den Untergang der DDR und den Aufruhr in der arabischen Welt: Wann immer ein überholtes System sich mit immer größerer Gewalt gegen die Veränderung gestemmt hat, ist das schief gegangen! In 100% aller Fälle, ohne Ausnahme! Stets war die exponentiell immer größer werdende Kluft zwischen der offiziellen Propaganda und dem, was die Menschen in der Wirklichkeit erlebten, Ursache für Aufruhr.

Warum sollte es beim Thema Klimawandel anders sein? Es ist vielleicht doch das letzte Gefecht der Alarmisten!

Chris Frey

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7 Kommentare

  1. Zugegeben, hier wird viel Manpower vereinigt und es stehen starke Organisationen hinter diesem Versuch, die AGW-Thesen auf breiter Front zu stützen. Doch viel und stark bedeutet nicht unbedingt auch gut. Und ich glaube, der Übersetzer Chris Frey liegt mit seiner Einschätzung auf der richtigen Linie. Rufen sie doch nur einmal die in deutscher Übersetzung unter angebotene Seite mit so genannten Skeptiker-Argumenten und den dafür angebotenen „Antworten der Wissenschaft“ auf. Das zum Teil erschreckend niedrige Niveau der hier angebotenen 147 Beiträge hat mich zum Teil geradezu entsetzt. Wenn das ein Beispiel für die Umsetzung der Intentionen von CarbonBrief sein soll, dann muss man vor dieser AGW-lastigen Initiative wohl keine allzu große Sorge haben. Was allerdings nicht bedeuten soll, dass man die Gegenseite deswegen unterschätzen oder gar nicht ernst nehmen sollte.

  2. „Über das unausweichliche Scheitern der Klimapolitik“
    von Dieter Rulff

    „Es ist an der Zeit, von der Vorstellung Abschied zu nehmen, dass es noch zu einer globalen Vereinbarung zur Vermeidung der Klimakatastrophe kommt. Längst sind die Konferenzen, die sie herbeiführen sollen, in eine leer laufende Routine verfallen und simulieren einen Fortschritt, von dem in der Atmosphäre nichts zu spüren ist.“
    aus Cicero

  3. Lieber Chris Frey
    Schönen Dank für die Übersetzung. Ich teile Ihre angehängte Einschätzung, daß der Rücken der AGW-Profiteure an der Wand steht und sie jetzt versuchen, ihr Geschäftsmodell mit allen Mitteln zu retten. Dazu der millonenschwere Reklamefeldzug, der nichts nützen wird,weil ein schlechtes Produkt überteuert verkauft werden soll. An dieser Übung sind schon viele Agenturen gescheitert ( haben aber gut daran verdient)Die Liste der erfolglosen Kampagnen ist wesentlich länger als die der erfolgreichen. Den eigentlichen Grundfehler können sie nicht mehr beseitigen. Das CO-2 verfügt in der Natur nicht über die Klimasteuereigenschaften, die die AGW-Modelle vorsehen. Da hilft kein Marketing gegen immer mehr valide Forschungsergebnisse. Der von den AGW-Profiteuren avisierte Scheinmarkt bricht zusammen weil die Kosten/Nutzen-Rechnung nie stimmen wird.
    MfG
    Michael Weber

  4. Hallo Hr. Dr. Paul,

    das habe ich auch gelesen.
    Leider kommt man beim PIK zu der üblichen Schlußfolgerung (vor allem der letzte Satz regte mich zum Wort „Horrormeldung“ an):

    „In einigen Teilen Afrikas könne der Klimawandel zwar auch nützen, etwa durch den erhofften CO2-Düngungseffekt für Pflanzen oder durch erhöhte Niederschläge in Trockengebieten, in anderen aber schaden.
    Insgesamt sei das Schadenspotenzial sehr groß.“

  5. #1 hallo Herr Klasen,
    original – Auszug der „Horrormeldung“
    „Projected impacts relative to current production levels range from ?100% to +168% in econometric .. in statistical assessments.“
    das bedeutet „statistisch“ +68 %

  6. Dazu die neuste „Horrormeldung“ vom PIK, auch wenn sie „vieles noch nicht so genau Wissen“. Ein Schelm, wer dabei Böses denkt^^

    „Für die Ernteerträge von Afrikas Bauern ist der Klimawandel ein Risiko.“
    „Keine der afrikanischen Agrarregionen ist auf der sicheren Seite“, sagt der Leitautor Christoph Müller. „Das ist ein belastbares Ergebnis, auch wenn wir vieles noch nicht genau genug wissen.“

    Quelle: http://tinyurl.com/4m8eh6d

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