Das schmutzige Geheimnis der Wind- und Sonnenkraftnutzung!

Es gibt keinen Sonnenkollektor der bei Dunkelheit Strom produziert, genauso wenig wie es ein Windrad gibt, das bei Flaute Strom erzeugt. Ebenso wenig ist elektrische Energie (direkt) speicherbar. Deshalb ist ein Stromnetz ohne konventionelle Kraftwerke prinzipiell nicht betreibbar. Diese einfach nachvollziehbare Tatsache lässt sich auch nicht durch ein phantasieren über die notwendige Entwicklung von „Speichertechnologien“ übertünchen: Wenn man bedeutende Mengen elektrischer Energie für Tage zwischenlagern muss, gelangt man spätestens bei der Rückwandlung bei der konventionellen Kraftwerkstechnik. Es sei denn, man will Pump-Speicher-Kraftwerke, Batterien,Gasturbinen, Brennstoffzellen etc. ernsthaft als „neue Erfindungen“ verkaufen.

All diese Prinzipien sind seit Jahrzehnten in der kommerziellen Anwendung. „Forschungsvorhaben“ beziehen sich allenfalls auf die Verbesserung bekannter Verfahren. Wie (relativ) gering das Entwicklungspotential ist, kann auch der technische Laie nachvollziehen, wenn er es mit der rasanten Entwicklung von PC, mobilem Telefon usw. vergleicht. Oder noch drastischer gesagt: Erfindungen, die sich in rund einem Jahrhundert nicht am Markt etablieren, sind – aus welchen Gründen auch immer – Totgeburten. Klassisches Beispiel hierfür ist das „Elektroauto“, welches alle paar Jahrzehnte wieder auf der Bildfläche erscheint. Immer genau dann, wenn die Erfahrungen der vorhergehenden Entwicklergeneration wieder vergessen worden sind und man die alten Sackgassen wieder ungestraft neu betreten darf. Die neueste Wiederauferstehung findet gerade unter dem Deckmäntelchen der Speicherung „alternativer“ Energie statt.

Dass Wind und Sonne nicht wirtschaftlich sind, ist längst bekannt. Dass man mit ihnen überhaupt kein bedarfsgerechtes Stromnetz betreiben kann, ebenso. Man hat sie in der Energiewirtschaft deshalb stets als „Additive Energieformen“ bezeichnet, um unmissverständlich zum Ausdruck zu bringen, dass sie eben keine „Alternative“ zu einer konventionellen Stromversorgung sein können, sondern lediglich eine Ergänzung. Warum aber ein sündhaft teures zusätzlichen Energiesystem auf das ohnehin vorhandene draufsatteln, wenn man wegen der „Zufälligkeit“ von Wind und Wetter gar nicht auf eine konventionelle Stromversorgung verzichten kann? Natürlich wegen dem Klima, ein Schelm wem langsam anderes dämmert. Schließlich muss man doch um so weniger Kohle verbrennen, um so mehr elektrische Energie aus Wind und Sonne „CO2-frei“ produziert wird. Ist das wirklich so oder ist auch hier der Wunsch nach einer besseren Welt der Vater des Gedankens?

Dazu ist es notwendig, sich etwas näher mit der Technik auseinanderzusetzen. Der Wind ist ein unsteter Gesell. Jeder, der schon mal auf dem Wasser gewesen ist, weiß wie schnell er kommen kann und auch wieder verschwindet. Ganz besonders gilt das, wenn „böiges Wetter“ angesagt ist. Was soll das aber mit der Produktion von CO2 zu tun haben? Dazu muss man erst einmal die Physik einer Windmühle verstehen: Die Leistung hängt mit der 3. Potenz von der Windgeschwindigkeit ab. Mit einfachen Worten gesagt: Wenn beispielsweise bei einer bestimmten Windgeschwindigkeit eine bestimmte Leistung erzeugt wird, wird bei der doppelten Windgeschwindigkeit bereits die achtfache Leistung, bei der dreifachen Windgeschwindigkeit die 27-fache und bei der vierfachen Windgeschwindigkeit gar die 64-fache Leistung erzeugt! Eine Windmühle ist also ein regelungstechnischer Albtraum. Für den Betreiber kann die Sache nur profitabel sein, weil er die Kosten und Umweltbelastungen auf die Allgemeinheit abwälzen kann. Dies geschieht, indem der jeweilige „Netzbetreiber“ mit diesen Schwankungen technisch und wirtschaftlich leben muss und gesetzlich verpflichtet ist, sie stets und zu seinen (!) ausschließlichen Lasten „auszuregeln“. Überdies werden ihm die daraus resultierenden Umweltbelastungen (!) auch noch angelastet. Jetzt wird mancher empört sein öko-ideologisch geschultes Haupt schütteln wollen: Schließlich wird doch kein Brennstoff verbrannt, wenn die Windmühle produziert. Doch ist die Versorgung mit elektrischer Energie wirklich so simpel?

In jedem Augenblick muss genau so viel Strom erzeugt werden, wie gerade verbraucht wird. Wird mehr Strom eingespeist, als gleichzeitig verbraucht wird, erhöht sich die Netzfrequenz. Wird weniger eingespeist als verbraucht, sinkt sie ab. Dabei ist es völlig unerheblich, ob ein Kraftwerk ausfällt oder sich ein zusätzlicher Verbraucher in das Netz einschaltet. In jedem Fall muss eine ausreichende Reserve vorgehalten werden. Wobei Reserve nicht gleich Reserve ist: Es kommt entscheidend auf die Reaktionsfähigkeit an. Man muss sich das, wie bei einer Transportaufgabe vorstellen. Wenn man eine Person von A nach B befördern muss und die Ankunftszeit keine Rolle spielt, reicht es aus, ein Ersatzfahrzeug auf dem Hof bereit zu halten. Fällt das erste Fahrzeug aus, kann man ganz entspannt das Ersatzfahrzeug hinterher schicken. Völlig anders stellt sich das Problem dar, wenn die Ankunftszeit garantiert werden muss oder ein Warten aus anderen Gründen (z. B. Personenschutz) nicht möglich ist. In diesem Fall muss ein Ersatzfahrzeug bereits mitfahren, um bei einem Ausfall ein unmittelbares Umsteigen zu ermöglichen. Dieses Ersatzfahrzeug verbraucht aber auch Treibstoff. Bei der Stromversorgung ist die Reaktionszeit nahe Null. Man muss also stets eine entsprechende Reserve mitlaufen haben. In der guten alten Zeit der Vertragsfreiheit konnten die Vertragspartner (Energieversorger und Stromkunde) sich zum gegenseitigen Vorteil arrangieren. Eine Vergleichmäßigung des Stromverbrauches wurde vom Energieversorger z. B. über Leistungspreise dem Kunden honoriert. Wer gedankenlos Großgeräte einschaltet und damit das Netz stört, muss dafür kräftig zahlen. Es ist daher heute in jedem Krankenhaus und in jeder Hotelküche üblich, „Spitzenlast-Optimierung“ zu betreiben. Industrielle Großverbraucher (Stahlwerke etc.) stehen unmittelbar mit den Energieversorgern in Kontakt und müssen außergewöhnliche Lastspitzen Tage vorher beantragen und abstimmen. Umgekehrt konnten die Energieversorger durch die (nahezu) freie Standortwahl und die Gestaltung ihres Kraftwerksparks für eine optimale Erzeugung sorgen. Mit der Einführung der Planwirtschaft in Gestalt des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) wurde dieses höchst erfolgreiche System zerstört. Es gibt nun in der Gestalt des „Windparkbetreibers“ oder „Solarstromerzeugers“ einen dritten, der ausschließlich zur eigenen Gewinnmaximierung tätig werden darf. Ausdrücklich auch dann, wenn er durch sein Gewinnstreben die Gesellschaft (wirtschaftlich) schädigt. Dieses – schon rechtsstaatlich pikante Konstrukt – wurde ausschließlich über einen angeblichen Schutz der Umwelt legitimiert. Die alte Geschichte von den angeblich „höheren Interessen“ die ein schädigendes Verhalten rechtfertigen. Inzwischen sind die wirtschaftlichen Konsequenzen für jeden offensichtlich geworden. An dieser Stelle sei nur auf die explosionsartig steigende „Umlage für Ökostrom“ verwiesen. Aber sind wir nicht alle bereit, ein paar Opfer für die Rettung der Welt zu bringen? Schließlich soll doch durch die Freisetzung von CO2 aus Kraftwerken die Welt untergehen. Mag das glauben wer will. An dieser Stelle soll es nur um die Frage gehen, ob denn überhaupt durch den Bau von „Windparks“ und „Kollektorfarmen“ tatsächlich das Klima gerettet werden kann.

Wir erinnern uns an das bisher gesagte: Wind und Sonne sind zufällige Größen, deren Vorhersage nichts weiter als Wettervorhersage ist. Sie können sich sehr schnell und mit erheblicher Stärke ändern. Der Regelungstechniker würde sagen, sie sind echte Störgrößen mit sehr starken Gradienten (z. B. Leistungsänderung infolge einer in einen Windpark einfallenden Bö). Man muss daher ständig konventionelle Kraftwerke mitlaufen lassen, um das Netz überhaupt stabil halten zu können. Diese Kraftwerke müssen zwangsläufig einen Teil ihres Brennstoffes ungenutzt verbrennen. Sei es durch den Betrieb in Teillast mit schlechteren Wirkungsgraden oder durch sogenanntes „Androsseln“. Was nichts weiter als eine Umschreibung dafür ist, dass man den aufwendig erzeugten Dampf nicht in der Turbine seine Arbeit verrichten lässt, sondern (einen Teilstrom) unverrichteter Dinge im Kondensator niederschlägt. Es ist halt genau wie mit dem leeren Fahrzeug hinter der Kolonne: Will ich jederzeit ein Umsteigen garantieren, muss das „leere Auto“ stets hinter der Kolonne herfahren. Niemand käme auf die Idee, den notwendigen „Spritverbrauch“ nur auf die Fahrzeuge „mit Personen“ zu beziehen. Spätestens beim nächsten Tankstopp müssen alle Fahrzeuge wieder betankt werden.

Will man die tatsächliche Primärenergieeinsparung durch „Wind und Sonne“ in einem Stromnetz bestimmen, sind aufwendige Messungen bzw. Simulationen notwendig. Für das grundsätzliche Verständnis reichen aber einfache Abschätzungen aus. In einem Netz ergibt sich der Nutzungsgrad als das Verhältnis aus der in dem Betrachtungszeitraum verbrauchten elektrischen Energie zu dem hierfür eingesetzten Brennstoff .

NG = E / Br

Bisher konnte man die im Netz konsumierte elektrische Energie mit der in den Kraftwerken nahezu gleich setzen. Zukünftig gestaltet sich die Bilanzierung etwas schwieriger: Wem soll man die elektrische Energie, die auf dem langen Weg vom Windpark in der Nordsee zu dem Kunden in München in der Leitung „verbraten“ wurde, als „Umweltschutz“ anrechnen? Dem Windpark in der Nordsee oder dem Kraftwerk vor den Toren Münchens? Hätte man den Strom nicht aus dem Windpark, sondern aus dem nahen konventionellen Kraftwerk bezogen, hätte er gar nicht verbraucht werden müssen. Warum sich Rechtsanwälte im Zusammenhang mit der Berechnung von „Netzentgelten“ noch nicht hinreichend mit dieser Frage auseinandergesetzt haben, entzieht sich meiner Kenntnis. Ich vermute, spätestens wenn der Handel mit „CO2-Zertifikaten“ eine lukrative Größenordnung erreicht hat, wird sich die Frage stellen, wer eigentlich die Zertifikate bezahlen muss, die ein Kraftwerk gar nicht gebraucht hätte, wenn es nicht für die Unterstützung des Windparks eingesetzt worden wäre. Will man auch nur den Anschein eines Verursacherprinzips aufrecht erhalten, werden das wohl die Windparks selber tun müssen.

Bevor es weiter gehen kann, muss an dieser Stelle mit einem unter Laien weit verbreiteten Irrtum aufgeräumt werden: Der Gleichsetzung von Wirkungs- und Nutzungsgraden. Wirkungsgrade beziehen sich auf Leistungen und geben damit grundsätzlich nur eine Momentaufnahme wieder. Nutzungsgrade hingegen bilanzieren die in einem Betrachtungszeitraum erzeugten und verbrauchten Energien. Die praktischen Konsequenzen kennt jeder von uns aus den Verbrauchsangaben in Autoprospekten. Die Verbrauchsangaben im Prospekt gelten für genau definierte Betriebspunkte (Liter Benzin bei 80 km/h) unter idealen Bedingungen und entsprechen somit Wirkungsgraden. Was wir später an der Tankstelle messen und ermitteln sind Nutzungsgrade: Den tatsächlichen Verbrauch im Zeitraum „zweier Tankfüllungen“ gemittelt über alle realen Betriebszustände. Dies ist ganz wichtig, da der Allgemeinheit immer nur Wirkungsgrade von Kraftwerken bekannt sind. Nutzungsgrade des realen Betriebs sind aus gutem Grund Geschäftsgeheimnisse! Sie hängen stark von der Betriebsweise ab. Wenn ein Kohlekraftwerk angedrosselt gefahren wird, um den Regelbetrieb zu unterstützen, hat das mit seinem Wirkungsgrad im Abnahmeversuch nur noch sehr entfernt zu tun! Man kann sich als Außenstehender nur einen Überblick über die tatsächlichen Nutzungsgrade verschaffen, wenn man sich sehr eingehend mit den Energiestatistiken auseinandersetzt. Dort wird für ein gesamtes Versorgungsgebiet (z. B. Deutschland) der in einem Kalenderjahr eingesetzte Brennstoff aufgelistet.

Wie verhält es sich aber mit den Nutzungsgraden konventioneller Kraftwerke in einem gemischten Netz? Bisher ging man stark vereinfachend von dem Ansatz aus, dass der „alternativ“ produzierte Strom eine entsprechende Menge Brennstoff in den konventionellen Kraftwerken ersetzt. Vereinfachend ermittelte man die „CO2-Einsprung“ durch die Multiplikation mit den entsprechenden Kraftwerkswirkungsgraden für Kohle, Gas etc. Gemäß der Kraftwerksverteilung konnte man so die „CO2-Einsprung“ bilanzieren. Diese Methode führt — bei immer stärkerem Einsatz von Wind und Sonne – zu einer notwendigerweise (methodisch bedingten) Überzeichnung der „CO2-Einsprung“. Ein Übergang zu den tatsächlichen Nutzungsgraden – einschließlich der Bereitschaftsverluste und den zusätzlichen Verlusten durch die Verschiebung der Betriebspunkten – ist zwingend erforderlich. In einem gemischten Netz ergibt sich der Nutzungsgrad als das Verhältnis aus der in dem Betrachtungszeitraum verbrauchten elektrischen Energie verringert um die netto „Alternativenergie“ (ohne Transportverluste) zu dem hierfür eingesetzten Brennstoff Brgem.

NGgem = (E – Ealt) / Brgem

Der in einem realen Netz durch „Alternativenergien“ eingesparte Brennstoff DeltaBr ergibt sich aus der Differenz zwischen dem in einem (rein) konventionellen Netz verbrauchten Brennstoff und dem für einen gemischten Betrieb notwendigen Brennstoffeinsatz Brgem.

DeltaBr = Br – Brgem

Setzt man in diese Gleichung die beiden ursprünglichen Gleichungen ein, erhält man:

DeltaBr = Br – Brgem = E / NG – (E – Ealt) / NGgem

Wie gesagt, der Nutzungsgrad in einem gemischten Netz NGgem muss wegen der zusätzlichen Verluste (Bereitschaftsverluste, Androsselung, Verschiebung aus den optimalen Betriebspunkten usw.) schlechter sein, als in einem konventionellen Kraftwerkspark mit optimaler Fahrweise NG. Wie hoch die tatsächliche „CO2-Einsparung“ in einem gemischten Netz ist, kann nur über umfangreiche Simulationen oder Messungen ermittelt werden. Für eine erste Abschätzung reicht jedoch ein Gedankenexperiment aus. Wie würden sich die Nutzungsgrade verhalten, wenn der Brennstoffmehrverbrauch im gemischten Betrieb gerade die Einsparung durch „Wind und Sonne“ auffressen würde? Anschließend kann man die Ergebnisse mit Erkenntnissen aus der Praxis diskutieren.

0 = DeltaBr = Br – Brgem = E / NG – (E – Ealt) / NGgem

NG / NGgem = E / (E – Ealt)

Man erhält dadurch eine Funktion für die Verschlechterung des Nutzungsgrades in einem gemischten Betrieb NGgem in Abhängigkeit von dem Anteil der „Alternativenergie“ Ealt am Stromverbrauch E.

NGgem = (1 – Ealt / E) * NG

Was besagt nun vorstehende Gleichung? Wenn 10 % der verbrauchten elektrischen Energie aus Wind und Sonne gewonnen würden, dürfte sich der Nutzungsgrad der konventionellen Kraftwerke nur auf 90 % verschlechtern, damit überhaupt eine „CO2-Einsparung“ erfolgt.

Ein modernes Braunkohlekraftwerk hat einen elektrischen Netto-Wirkungsgrad von 43%. Da diese Kraftwerke in der Grundlast laufen, entspricht der Wirkungsgrad auch ziemlich genau dem Nutzungsgrad. Ein Nutzungsgrad von 39% im Regelbetrieb mit Androsselung erscheint illusorisch. Ein modernes Kombikraftwerk (Gas und Dampf) verfügt über einen Wirkungsgrad von 57%. Sein Nutzungsgrad als „Backup“ für Wind und Sonnenkraftwerke dürfte eher bei 36% liegen, da zwar die Gasturbine recht schnell auf Laständerungen reagieren kann, nicht aber der angeschlossene Dampfkessel. So dauert es nach einem nächtlichen Stillstand etwa 15 Minuten die Gasturbine hochzufahren, der Dampfkessel braucht eine gute Stunde. Während dieser Zeit sind die Wirkungsgrade miserabel. Der Nutzungsgrad für eine Tagesperiode ist deshalb bereits wesentlich schlechter als der Auslegungswirkungsgrad.

Man muss es vielleicht noch einmal deutlich sagen: Ein Anteil von 10% an der elektrischen Energie ist bereits ein ehrgeiziger Wert, denn auf Grund der geringen Vollbenutzungsstunden dieser Energiearten ist ihr Leistungsanteil an den Tagen an denen der Wind überhaupt weht, sehr viel höher. Man möge sich mal einen Feiertag (geringer Stromverbrauch) mit stärkerem Wind und Sonnenschein betrachten. Schon heute ist an solchen Tagen der Leistungsanteil der „Alternativenergien“ höher als 50%. Solche Werte sind im Kraftwerksbetrieb nur mit erheblicher „Brennstoffvernichtung“ beherrschbar.

Von besonderer Ironie — wenngleich seit langem bekannt — ist, dass bei Sturm über Dänemark deren Stromnetz nur durch die nahen Kernkraftwerke (Leitungskapazitäten) in Deutschland und Schweden stabilisiert werden kann. Lediglich Kernkraftwerke können wegen ihrer Wärmespeicherkapazität und ihrem „Selbstregelverhalten“ (Dampfblasenkoeffizient) solch starke Leistungsgradienten (3. Potenz der Windgeschwindigkeit) ausregeln. Noch dazu, ohne wesentliche Verschlechterung des Wirkungsgrades. Gasturbinen können hier kaum mithalten, Kombikraftwerke mit Sicherheit nicht. Mit steigendem Anteil der Windenergie wird der Gasverbrauch eher steigen als sinken. Vielleicht mag man hier den Grund finden, warum zwei führende Propagandisten der Wind- und Sonnenenergie heute (?) Gasvertreter sind. In den USA ist jedenfalls die Gasindustrie nach wie vor der führende Sponsor der „Klimaindustrie“. Dies ist nicht weiter verwerflich. Wenn man ein zusätzliches Produkt (Erdgas) auf einem etablierten Markt (Kohle und Kernenergie in der Stromerzeugung) unterbringen will, muss man halt ordentlich „Überzeugungsarbeit“ leisten. In diesem Sinne sind die „Gasmänner“ Schröder, Fischer und Co ganz normale „Staubsaugervertreter“, die für ihre „Verkaufsgespräche“ adäquat entlohnt werden.

Liberalen Instituts der Friedrich Naumann Stiftung am 24.2.11

Dr. Klaus-Dieter Humpich ist Dr. Ing. für Energie- und Verfahrenstechnik. Er ist seit 1992 auf den verschiedensten Gebieten der Energie und Kraftwerkstechnik international und freiberuflich tätig.

Weiterführende Literatur:

Kent Hawkins: Wind Integration Realities – Case Studies of the Netherlands and of Colorado, Texas, Master Resource.

C. le Pair & K. de Groot: The impact of wind generated electricity on fossil fuel consumption.

K. de Groot & C. le Pair: The hidden fuel costs of wind generated electricity.

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20 Kommentare

  1. Sie betreiben keine immanente Kritik sondern Propaganda. Ganz einfach dadurch, dass sie annehmen, die Verfechter von Solarstrom und Windenergie würden behaupten, diese würden ausreichen. Jedem, der halbwegs dazu ausgebildet ist, ist klar, dass Spitzenlasten entstehen und sowohl Speicher als auch eine Vielzahl unterschiedlicher Lösungen bestehen müssen. Warmwasserkollektoren zum Beispiel sind ein erheblicher dezentraler Energiesparmechanismus, der keinerlei Leitungsnetze bedarf und sich sehr sehr schnell amortisiert bei wenig Materialaufwand.
    Blockheizkraftwerke haben eine weitaus höhere Effizienz als sie Großkraftwerke je erreichen können. In Sachen Licht sind Einsparungen von 90 Prozent durch LED-Technik möglich, die Investitionen amortisieren sich überaus schnell. Und Erdgas/Biogas und Kohle werden bereit stehen müssen, keine Frage.
    Ein kurzfristiger Preissprung kann aber kein Argument sein. Die Subventionen im Agrarbereich übertreffen die im erneuerbare Energienbereich. Dennoch steigt der Brotpreis und der Benzinpreis stärker als der Mehrkostenanteil bei Ökostrom.
    Schwankungen sind ebenfalls kein Argument, die Verfügbarkeit von Öl schwankt ebenfalls stark, siehe Ölkrise. Da bleiben dann die Lichter aus und es ist „normal“.

  2. #17: Andreas Demmig

    Sehr geehrter Herr Demmig,
    das mache ich nur für Sie und es hat sich gelohnt (für unser Land).

    Ihr Kommentar,
    „Was soll die Aufzählung von technischen Selbstverständlichkeiten“
    zeigt, dass Sie lernwillig und lernfähig sind. Bisher hatten Sie noch eine gegenteilige Meinung vertreten und jetzt stimmen Sie meinen „Selbstverständlichkeiten“ uneingeschränkt zu.
    Super!

    „Thema verfehlt“
    Nein Herr Demmig,
    es geht um einen polemischen, und sachlich falschen 1. Absatz im Leitartikel welcher sich nur auf das Autoritätsargument stützt.
    Die Sinnhaftigkeit eines Prinzips oder einer Technologie hat nämlich nichts mit deren Alter zu tun, auch wenn der Verfasser das vorbetet.
    Der gesamte Artikel wird dadurch entwertet.

    Mit freundlichen Grüßen
    Paul Gogo

  3. #16: Krishna Gans sagt:
    „Die Räder kann man durchaus mittels Elektromotor antreiben, ohne einen Radnabenmotor zu verwenden.“
    —–
    Velo Solex läßt grüßen – Effektivität ist was anderes ;.)

    Sehr geehrter Herr Gans,
    danke für die hervorragende Ergänzung, zeigt diese doch einmal mehr, dass gerade uralte Technologien auch 2011 noch enormes Potenzial inne haben.
    Es sind die mechanisch kraftschlüssigen Drehmomentübertragungen welche in fast allen heutigen Fahrzeugen Anwendung finden.
    Im Prinzip, wie Sie richtig sagen, wie beim 70 Jahre alten Velo Solex – genial einfach. Hätte von Saint Exupery sein können.

    Nochmals zurück zu elektrisch angetriebenen Rädern. Man könnte es auch so machen wie es prinzipiell bei einigen hundert Millionen Fahrzeugen gemacht wurde.
    Der elektrische Radantrieb dagegen, zeichnet sich auch in diesem Zusammenahng aus, dass er mit ein bis mehreren „Velo Solex“ weniger auskommen kann – aber wir haben ja auch 2011. Dadurch hat das System weniger „mechanische“ Verluste.
    >Man muss das Rad nicht neu erfinden, nur weil die Anzahl der Speichen anders ist.< Mit freundlichen Grüßen Paul Gogo

  4. #12 Korrektur

    Es sollte heißen: – Man >sah< jeweils eine Chance usw. # 15 Lieber Herr Goga, dieser Blog hat als Thema "Wind und Sonne.." und nicht Ihr geliebtes E-Auto - Thema verfehlt. Was soll die Aufzählung von technischen Selbstverständlichkeiten, man kann auch sagen Plattitüden, für die Sie so viel Zeit opfern? Außerdem, Ihre Sticheleien verfangen nicht, da müsste jemand kommen, den man ernst nehmen kann.

  5. @Paul Gogo #15
    —–
    „Die Räder kann man durchaus mittels Elektromotor antreiben, ohne einen Radnabenmotor zu verwenden.“
    —–
    Velo Solex läßt grüßen – Effektivität ist was anderes ;.)

  6. #14: Kurt Laburda sagt:
    „das Elektroauto mit Radnabenmotoren ist ein uralter Hut. „Serienreife“ gab es schon um 1900. (Porsche- Lohner) und sie waren damals bei Sportveranstaltungen den Benzinkutschen ziemlich überlegen.“

    Sehr geehrter Herr Laburda,
    Radnabenmotore hatte ich weder geschrieben noch gemeint.
    Schön, dass Sie diese favorisieren und auch die Technikgeschichte kennen.
    Deshalb sind sie aber kein alter Hut, allerhöchstens für eine bestimmte Applikation nicht geeignet. Sie würden sicher das Rad nicht als uralten Hut bezeichnen, obwohl es seit Jahrtausenden die Entwicklung entscheidend geprägt hat. Sie werden aber auch zugeben, dass ein stahlbereiftes Holzrad etwas weniger „gute“ Eigenschaften hat als ein gummibereiftes Rad und wenn dieses dank dem Ventil auch noch variabel mit Gas gefüllt werden kann ist das weiter vorteilhaft und doch bleibt es nur ein Rad.

    Mit Ihren Radnabenmotoren bin ich eher skeptisch. Vielleicht sind diese in absehbarer Zeit für einen Kleinwagen machbar, aber aus wirtschaftlich Gründen wird man vermutlich mit einem anderen Fahrzeug beginnen, bei dem zusätzlichen Komfort-, Funktions- und Leistungsgewinn auch bezahlt bekommt. Ein Fahrzeug mit mehr Masse erfordert jedoch ein höheres Drehmoment und zumeist auch mehr Leistung. Das dürfte mit den Radnabenmotoren schwierig werden.
    Die Räder kann man durchaus mittels Elektromotor antreiben, ohne einen Radnabenmotor zu verwenden.
    Es ist sehr löblich, dass auch Sie sich den Ingenieuren von damals für ihre genialen Ideen widmen. Diese werden wieder auferstehen wenn sie erfahren welche grossartige Technik im Jahre 2013 zur Verfügung steht und welche noch bessere Technik im Jahr 2023 zur Verfügung stehen wird. Leider waren ihnen diese Möglichkeiten während ihrer Schaffenszeit noch verwehrt. Aber das, was möglich war haben sie genutzt. Sie werden bestimmt zu den Käufern der ersten würdigen PKWs mit elektrisch angetriebenen Rädern zählen.
    MfG PG

    #12: Andreas Demmig sagt:
    „Keine Firma hat vor 20, 40 und inzwischen bald 100 Jahre Geld hinausgeschmissen, nur um etwas „auszuloten“.
    – Man ja jeweils eine große Chance, mit der entwickelten Technik Geld zu verdienen.
    – Und natürlich, Ihr Faible für Radnabenantriebe.“

    Lieber Herr Demmmig,
    was möchten sie denn wirklich sagen?
    Sie sind für mich der Beweis, dass Don Quichotte noch lebt? Leider ohne Sancho Panza, der Ihnen Ihre Entrücktheit von der Welt sowie der nahen Vergangenheit, der Gegenwart und jeglicher Zukunft vor Augen geführt hätte.

    Da handelt ein wesentlicher Teil dieses Forums von unsinnigen, fehlgeleiteten und wirkungslosen Subventionen und jetzt schreiben Sie, dass das nicht möglich ist.
    Haben Sie das vergessen? Oder ist Ihnen das gar nicht aufgefallen? Mit „Technik ausloten“ war ich sehr höflich und positiv denkend.

    Wo sind denn die entsprechenden Exponate Ihres Unternehmens? Stehen diese im Valentinmusäum? Oder sind sie auf dem Schrottplatz gelandet – oder nur als Blaupause im Papierkorb.
    Nehmen Sie für sich in Anspruch, neben den elektrischen Komponenten, auch noch die Struktur des E-PKWs entwickelt zu haben, oder glauben Sie, dass der Ersatz des Verbrennungsmotores durch einem E-Motor eine wettbewerbsfähige Serienlösung darstellt? Wissen Sie, dass eine PKW Entwicklung eine Zahl mit 9 Nullen an Euros kostet?.

    Wie wollten Sie einen E-Motor steuern ohne Leistungstransistoren für hohe Spannungen? Noch in den 80ern konnte man es sich nicht mal leisten einen Scheiberwischermotor mit Transistoren zu schalten?
    Wie wollten sie ohne preiswerte Leiterplattentechnik die Bauelemente kontaktieren?
    Wie wollten Sie ohne SMD Technik, Hybridtechnik ASICS usw die erforderliche Packungsdichte erreichen?
    Wie wollten Sie ohne Mikroprozessor steuern?
    Wie wollten Sie ohne PC den Mikroprozessor programmieren?
    Während Sie sich noch über einen Schwungradspeicher totlachen, fährt Porsche damit auf der Rennstrecke wie auf der Porsche und auch Bosch Webseite zu lesen ist.
    Alle Entwickler Ihres Konzerns – ausser Ihnen – wussten das.
    Der Vorstand wusste das auch, weshalb dieser Konzern in den 80er Jahren mit viel Aufwand eine automobile Sparte schuf um mit diesen neuen Techniken als Zulieferer zu agieren.
    Der Vorstand eines anderen Unternehmens sagte noch 1977 „Es gibt keinen Grund, warum irgendjemand einen Computer in seinem Haus wollen würde.“ – weshalb es DEC auch nicht mehr gibt!

    Mit freundlichen Grüßen
    Paul Gogo

  7. #10: Paul Gogo sagt:< ............ Hallo, Herr Gogo das Elektroauto mit Radnabenmotoren ist ein uralter Hut. "Serienreife" gab es schon um 1900. (Porsche- Lohner) und sie waren damals bei Sportveranstaltungen den Benzinkutschen ziemlich überlegen. Siehe: http://de.wikipedia.org/wiki/Ferdinand_Porsche
    oder : Google: Porsche Lohner. Auch einen“Hybrid“ – Antrieb gab es, weil die Accus sauschwer waren. Somit pflanzte man einen Benzinmotor vor einen Generator, der die Radnabenmotore mit Strom versorgte. Sogar mit Allrad gab es ihn- vier Radnabenmotore…..
    Gruss

  8. Das schmutzigste Geheimnis der Solarzellenbranche überhaupt ist unlängst vom Umweltbundesamt offengelegt worden. Es geht um die Freisetzung der in der Solarzellenproduktion verwendeten Gase Schwefelhexafluorid (SF6) und Stickstofftrifluorid (NF3). Diese Gase jedoch sind wirkliche Treibhausgase. Sie haben laut Umweltbundesamt die 22800 fache bzw. 17200 fache Klimawirksamkeit von CO2 und darüberhinaus, das ist nun das wirklich dramatische daran, diese Gase sammeln sich in der Atmosphäre an und verbleiben für sehr lange Zeiten darin.

    Ich zitiere aus dem Dokument (*):

    “SF6 hat eine atmosphärische Lebensdauer [7] von 3200 Jahren [1]. Das bedeutet, dass sich von einer zu einer bestimmten Zeit freigesetzten Menge SF6 nach 100 Jahren immer noch 97% in der Atmosphäre befinden. Da SF6 erst seit einigen Jahrzehnten verwendet wird, lässt sich folgern, dass sich nahezu die gesamte jemals freigesetzte Menge an SF6 noch in der Atmosphäre befindet und sich auch während des in Klimaszenarien typischer Weise betrachteten Zeitraums von bis zu hundert Jahren nicht verringern wird. Vielmehr ist aufgrund des in Produkten befindlichen, aber noch nicht freigesetzten SF6 eine weitere Zunahme zu erwarten. ”

    im Gegensatz zu CO2- und Methangas-Emssionen, für die es auf der Erde natürliche Quellen und damit auch natürliche Senken gibt, gilt dies für SF6- und NF3- Emissionen jedoch nicht. Laut wikipedia bleibt der Großteil des Gases ungenutzt und muss kostenintensiv entsorgt werden. Zum Teil entweicht es – gewollt oder ungewollt – direkt in die Umwelt. Hieraus erklärt sich u.a. auch der kürzlich gemessene starke Anstieg der Stickstofftrifluoridkonzentation in der Hochatmosphäre, besonders über Ost- und Südostasien.

    Auf die Produktionsbedingungen in Asien haben wir jedoch nur einen geringen bzw. keinen Einfluss.

    (*) http://www.umweltbundesamt.de/luft/downloads/sf6-nf3.pdf

  9. „Mit dem Beispiel Elektroauto wird die Einfältigkeit nochmals bestätigt, denn niemand hat vor 20, 40 oder 60 Jahren ernsthaft einen Serien Elektro-PKW entwickeln wollen.“

    Na, ja, lieber Herr Gogo,
    wenn es auch Themen gibt, in denen ich mit Ihnen übereinstimme.
    – Aber so etwas wie die von Ihnen kopierte Aussage, das stimmt einfach nicht. Keine Firma hat vor 20, 40 und inzwischen bald 100 Jahre Geld hinausgeschmissen, nur um etwas „auszuloten“.
    – Man ja jeweils eine große Chance, mit der entwickelten Technik Geld zu verdienen.
    – Und natürlich, Ihr Faible für Radnabenantriebe.

    Ja, Sie haben Halbwissen auf diesem Gebiet, nutzen aber oft die falsche Seite.
    Was Ihnen fehlt, ist die Praxis und deren gnadenlose Auslese. Gehen Sie doch mal wieder ins Museum.

    „Wer möchte mit einer so eklatanten Realitätsfremde in Verbindung gebracht werden?“
    Offenbar Sie selbst.

    Jedoch habe ich keine Lust, die in einem anderen Oberthema hier bereits geführte Diskussion mit Ihnen erneut zu führen.

    Einen guten Abend

  10. „Erfindungen, die sich in rund einem Jahrhundert nicht am Markt etablieren, sind – aus welchen Gründen auch immer – Totgeburten.“

    Fax und Demokratie zeigen, dass diese Aussage falsch ist. Man muss schon etwas genauer hinschauen, um über Erfindungen zu urteilen.

  11. Leitartikel: Das schmutzige Geheimnis der Wind- und Sonnenkraftnutzung
    Dr. Klaus-Dieter Humpich
    Liberalen Instituts der Friedrich Naumann Stiftung

    „All diese Prinzipien sind seit Jahrzehnten in der kommerziellen Anwendung.
    „Forschungsvorhaben“ beziehen sich allenfalls auf die Verbesserung bekannter Verfahren. Wie (relativ) gering das Entwicklungspotential ist, kann auch der technische Laie nachvollziehen, wenn er es mit der rasanten Entwicklung von PC, mobilem Telefon usw. vergleicht. Oder noch drastischer gesagt: Erfindungen, die sich in rund einem Jahrhundert nicht am Markt etablieren, sind – aus welchen Gründen auch immer – Totgeburten. Klassisches Beispiel hierfür ist das „Elektroauto“, welches alle paar Jahrzehnte wieder auf der Bildfläche erscheint. Immer genau dann, wenn die Erfahrungen der vorhergehenden Entwicklergeneration wieder vergessen worden sind und man die alten Sackgassen wieder ungestraft neu betreten darf. Die neueste Wiederauferstehung findet gerade unter dem Deckmäntelchen der Speicherung „alternativer“ Energie statt.“

    Es ist schön, dass sich der Verfasser schon in der Einleitung outet.
    Forschungsvorhaben beziehen sich immer auf die Verbesserung bekannter Verfahren. Grenzen und Umfang eines Verfahrens kann jeder Forscher oder Auftraggeber selbst definieren.
    Mikroskopie gibt es beispielsweise schon ein halbes Jahrtausend. Nur hat heute ein „Aldi“ Mikroskop für „19€90“ unvergleichbar bessere Eigenschaften als eines von z.B.1700, das sich nur wohlhabende Institutionen / Personen leisten konnten.
    Wenn das Objekt nicht zum Mikroskop „geht“, weil es vielleicht ein Teil einer Brücke, Schiff, oder Flieger ist, dann hat wieder Aldi die Lösung. Für 29€90 gibt es ein Kamera-Mikroskop, dessen Bild mit Hilfe eines PCs auf allen Bildschirmen weltweit fast zeitgleich angesehen werden kann. Das Aldi Mikroskop dient dabei nicht der Elektronik, nicht anderen Mikroskopen, sondern den Brücken-, Schiff- und Flugzeugbauern, die es sich jetzt leisten können, so ein Mikroskop „ständig“ in der Aktentasche mit sich zu führen um dadurch bessere Produkte erhalten.
    Zugegeben, die Modelle von Zeiss, Olympus & Co sind besser, kosten mehr, aber für ein kleines Ingenieurbüro heute durchaus erschwinglich. Die Aldiversion hat trotzdem Nutzen. Der Verfasser könnte damit die Zecke von seinem Hinterkopf noch rechtzeitig selbst entfernen.

    Mit dem Beispiel Elektroauto wird die Einfältigkeit nochmals bestätigt, denn niemand hat vor 20, 40 oder 60 Jahren ernsthaft einen Serien Elektro-PKW entwickeln wollen. Wer sich damit beschäftigt hat, wollte die bestehenden Technologielücken, die technische Machbarkeit und die Meilensteine auf der Zeitachse ausloten und vielleicht auch noch einen hypothetischen Kapitalbedarf für den Zeitpunkt x ermitteln.
    Zuerst wäre jedoch zu klären, welche Merkmale ein Elektroauto haben kann, haben muss und haben darf.
    Es sollte zumindest durch Elektromotore angetriebene Räder haben – nehme ich an. Allein dieses Merkmal ist technologisch erst seit ca. 10 Jahren darstellbar. Geeignete elektrische Maschinen nebst Steuerelektronik gab es bis dahin im Zivilbereich nicht. In naher Zukunft wird der PKW mit elektrisch angetriebenen Rädern eine schlichte evolutionäre Weiterentwicklung sein, um Funktion, Energiebedarf, Leistung, Struktur, Sicherheit, Masse und Kosten weiter zu optimieren. Wirtschaftlich wettbewerbsfähig kann so ein Fahrzeug aber heute, am 4. März 2011 noch nicht sein, dazu sind noch Milliardenaufwendungen für die Entwicklung nötig.
    Transistor 1947, Integrierte Schaltung 1972, Mikroprozessor 1975, das sind die Meilensteine der 4. industriellen Revolution. Es ist das Mooresche Industriezeitalter.
    Es ist beachtenswert, dass die Elektronik in den seltensten Fällen direkt mit dem Menschen direkt in Kontakt kommt. Deshalb zeugt es von völligem Unverstand, wenn z.B. die Disziplin Maschinenbau/Fahrzeugbau oder Bauwesen bezüglich des Fortschrittes mit der Elektronik verglichen würde. Die Elektronik hat keinen Selbstzweck. Forschung, Lehre und Industrie haben dem längst Rechnung getragen und eine neue Disziplin, die Mechatronik geschaffen. Ob Dampf/Otto/Diesel/Stirling-Motor, ob Flugzeugturbine, Spannbetonbrücke, Tunnel, Verladekran, fast immer ist es die Elektronik, welche eine neue Entwicklungsstufe einer anderen Disziplin ermöglicht. Sie ist „Dienstleister“.
    Ein Telefon bleibt ein Telefon, auch wenn im selben Gehäuse noch ein PC, ein GPS, Beamer, Camcorder, Voicerecorder, Temperaturmesser, Datalogger, Uhr, TV, Radio usw. eingebaut sind. Spracheingabe und Sprachausgabe sind das Kennzeichen eines Telefons seit Philipp Reis und das wird auch immer so bleiben. Dass das Telefon heute in einer so komfortablen Form zur Verfügung steht, liegt an der Elektronifizierung des Produktes sowie der Entwicklungs- und Fertigungseinrichtungen während der letzten 15 Jahre.

    Erfuhren nicht gerade diejenigen Disziplinen von der Elektronik einen enormen Schub, die über einen langen Zeitraum eine relativ geringe Innovationsrate aufwiesen? Ist eigentlich logisch.
    Wer möchte mit einer so eklatanten Realitätsfremde in Verbindung gebracht werden?
    Paul Gogo

  12. nicht den zweiten Schritt vor dem ersten.
    Zunächst muss man erkennen, dass man in eine Sackgasse läuft, je früher desto besser.
    Erst der Stop, weiter in die Sackgasse zu rennen, mach den Weg frei, ein „besseres“ Energie-Management zu finden.

    Prinzipiell hat der Mensch schon genügend Kenntnisse diesen Weg zu finden.
    Ich würde ihn aber nicht mit Schlagworten belasten, wie „Wachstum auf Teufel komm raus“ etc.
    Denn das Gegenteil klingt nach „Verzicht“, das ist gefährlich.
    „Technik“ muss natürlich mit Vernunft eingesetzt werden.
    Willi Brand hat in einer seiner ersten Wahlreden versprochen, dass der Himmel über dem Ruhrgebiet wieder blau werden sollte.
    Heute versteht man das gar nicht mehr, denn er ist längst blau geworden, ebenso wie der Rhein seine höchste Verschmutzung irgendwann vor 1970 hatte.
    Früher konnte man im Ruhrgebiet sein frisch gewaschenes Hemd nicht zum Trocknen aus dem Fenster hängen, es wurde rußig, grau.
    Nur die Technik hat das ermöglicht.
    Aber nicht läuft ohne Energie.
    Anti CO2-Ökologismus ist lebensfeindlich, naturfeindlich und menschenfeindlich.
    Energiemangel gibt es PRINZIPIELL NICHT.
    Man muss nur den Umgang mit ihr verbessern,
    das kann nicht heißen, auf sie zu verzichten.

  13. @ Peter Müller
    Wo ist die Notwendigkeit von Dr. Humpich Lösungsmöglichkeiten anzubieten? Solange die weltweiten Wirtschaftssysteme ausschließliche auf Wachstum ausgerichtet sind und auf Teufel komm raus Dinge produziert werden, welche keiner benötigt und hierfür immense Mengen Energie benötigt wird gibt es keine alternativen zu fossilen- und Kernkraftwerken!
    Im Übrigen: lesen Sie zwischen den Zeilen, Dr. Humpichs Kritik impliziert die Lösung: Kohle- und Kerkraft! China (und andere) hat dies begriffen und plant 50-60 Kernkraftwerke die nächsten Jahre zu bauen; sprich China kümmert sich um das wesentliche, nämlich die Stromversorgung effektiv in seinem Land sicherzustellen, statt mit diesem Klimahumbug das Volk zu verstören und das knappe Geld aus der Tasche zu ziehen!

  14. Die Weiterentwicklung von Speichertechnologien für elektrischen Strom war in den letzten 100 Jahren so sinnvoll wie etwa das Einfrieren von heißem Wasser für die Zeit, wenn man mal heißes Wasser braucht.
    Inzwischen haben sich die Zeiten aber geändert. Da wir die Abhängigkeit von OPEC und Co. satt haben und den Abbau von Jahrtausenden alten fossilen Brennstoffen gegenüber der nachfolgenden Generation nicht verantworten können, gilt es sich nach anderen Möglichkeiten umzuschauen. Wir sind hier auf dem Niveau des dreirädrigen Motorwagen um die Jahrhundertwende. Der war damals nicht der Weißheit letzter Schluß, aber immerhin ein Anfang.
    Wir sollten das oben Beschriebene als Anspron nehmen, diese Dinge als Aufgaben zu sehen, die es zu lösen gilt.
    Nur sich hinsetzen und alles schlecht zu reden ist keine Kunst. Das kann jeder.
    Atomkraft strahlt, Kohle und Öl sind schmutzig, Wind und Sonne zu unstetig …. so what?
    Mein lieber Herr Dr. Humpich Ihre Kritik mag zu x% berechtigt sein, aber über Ihre Ideen wie das Dilema zu lösen ist, lese ich leider nicht ein Wort.

  15. @Philippe Maron:
    Das trifft auf die hier genannten Technologien nicht zu. Die schwimmen geradezu in Geld.
    Das Elektroauto wurde nicht weiterentwickelt, da die Batterietechnik einfach nicht weit genug ist. Ist sie bis heute noch nicht und wird sie in absehbarer Zeit auch nicht sein.
    Die sogenannten „alternativen“ Energiequellen wurden nicht weiterentwickelt, weil sie in Wirklichkeit keine Alternative sind. Deswegen werden sie in der Wissenschaft und Energiewirtschaft auch nicht so bezeichnet. Die Gründe sind im Artikel genannt. In der Praxis sieht man das daran das nicht ein konventionelles Kraftwerk geschlossen werden konnte, trotz massiver Kapazitätszuwächse bei Wind, Sonne und Biomasse und gleichzeitig sinkender Nachfrage (in 2010).
    Warum sollte jemand solche Energiequellen entwickeln, die reine Überkapazitäten zu überhöhten Preisen liefern?

  16. Es ist leicht, eine nicht vorangeschrittene Erfindung als Totgeburt abzutun. Das Elektroauto hat sich in erster Linie wegen der Erdöllobby nicht weiterentwickelt. Die klassische Glühbirne ist ebenfalls ein klassiches Beispiel. Das Thema der geplanten Obsoleszenz spielt natürlich mit hinein, allerdings schlägt es in dieselbe Kerbe:

    Wenn jemand seine Macht durch eine neue Idee angegriffen sieht, wird er sie nicht durchssetzen, denn er wird a) keine finanzielle Hilfe bekommen oder b) seine Idee verkaufen und der Käufer lässt sie in den Archiven verrotten.

  17. Wilhelm Busch und der Wind in „Schein und Sein“
    Ärgerlich
    Aus der Mühle schaut der Müller,
    Der so gerne mahlen will.
    Stiller wird der Wind und stiller,
    Und die Mühle stehet still.
    So gehts immer, wie ich finde,
    Rief der Müller voller Zorn.
    Hat man Korn, so fehlts am Winde,
    Hat man Wind, so fehlt das Korn.

  18. Zitat: „In jedem Augenblick muss genau so viel Strom erzeugt werden, wie gerade verbraucht wird.“

    Ich glaube dass dieser sehr wichtige Punkt den allermeisten Laien nicht klar ist. Mir war er lange nicht klar. Genauer: Mir war nicht klar, dass dieses Gleichgewicht durch aktives Steuern auf der Erzeugerseite hergestellt wird.

    Ich stellte mir vor, dass sich das im Netz „irgendwie von selbst“ ausgleicht. Dass die Kraftwerke den Strom produzieren und quasi so viel davon ins Netz leiten, wie gerade reingeht. Und die Verbraucher zapfen auf ihrer Seite den Strom wie Wasser aus einer Leitung. Soviel wie sie gerade zapfen, so viel geht auf der anderen Seite wieder rein.

    Von Netzleitstellen hatte ich nie gehört. Und niemand weiß, wo diese Dinger sind. Die Kraftwerke sind weithin bekannt, die Netze sind für jeden sichtbar.

    Ich weiß, jetzt stehen hier vielen Leuten die Haare zu Berge. Tut mir Leid. Doch ich bin überzeugt, viele Laien denken ganz genau so.

    Woher kommt diese falsche Vorstellung? Als ich das erste Mal etwas über Strom in der Grundschule lernte, da wurde mir ein großes Brett präsentiert. Darauf waren ein Glühlämpchen, ein Schalter und eine Batterie, das alles verbunden mit einem dicken Kabel. In der Mitte stand groß und in Schönschrift „Der Stromkreis“.

    Ein paar Links zu schönen Lehr-Stromkreisen:

    http://tinyurl.com/483m5y9

    http://www.roesa.uni-oldenburg.de/strom/img/Strom-Stromkreis.jpg

    http://tinyurl.com/4sartvj

    http://tinyurl.com/4j7quq4

    http://tinyurl.com/4o8g6ce

    http://tinyurl.com/4gajwel

    So wie es da funktionierte, so stellte ich es mir eben in groß vor. Inzwischen weiß ich, dass daran so ziemlich alles falsch ist. Aber das hat mir nie jemand erklärt.

    Dass viele andere Leute so denken, erkenne ich an dem Modell des so genannten „Stromsees“, mit dem Ökostromerzeuger die Leute täuschen. Hier ein Beispiel:

    „Unser Strom wird über ein Netz verteilt und der Gag bei einem Netz ist ja, dass jeder Punkt mit jedem anderen verbunden ist (wenn auch über Zwischenstationen). In dieses Netz speisen auf der einen Seite die Kraftwerke ihre produzierte Energie ein. Dazu gehören sowohl “klassische” Produzenten wie Kohle oder Atomkraftwerke, aber auch erneuerbare Energien wie Wind oder Solar. Die Abnehmer hängen wiederrum am Netz und ziehen beim Verbrauch Strom ab.

    Das ganze Modell wird auch Stromsee genannt. Die Produzenten kippen quasi Energie in den See hinein und die Verbraucher schöpfen sie heraus. Anhand des Sees kann man nun auch das Beispiel vom Anfang wieder aufgreifen: welches “Energiewasser” bekomme ich denn nun? Genau, man kann es nicht mehr sagen, es ist alles gemischt.“

    Und hier eine eingängige Animation:

    http://www.door2energy.de/basics/popup/stromsee/stromseemodell.html

    Die alternativen Energien schmarotzen bei den konventionellen die Regelleistung, und das wird durch das Bild vom Stromsee geschickt verschleiert. Wir sollten daran arbeiten, ihnen den Schleier zu entziehen.

    Gruß,

    Kai Steinle

  19. Wenn jetzt noch in Rechnung gestellt wird, dass diese Winddinger, die ja zusätzlich in die Landschaft gestellt werden, bei ihrer Herstellung und Wartung auch noch Energie verbrauchen, (Stahl etc.) dürfte die Energiebilanz mehr als verheerend sein.
    Bei Solarmodulen das Gleiche.

    Da man jedoch den Ökologismus mehr als (Staats)Religion betrachten muss, sind diese Winddinger natürlich weithin sichtbare Zeichen ihrer Gläubigen. Dagegen sind die christlichen Gipfelkreuze, auf unseren Alpengipfel tatsächlich popelig.

  20. Ich möchte meine Ausführungen mit einem Zitat von Al Gore beginnen:Die US Stromversorgung kann nach den Vorstellungen des früheren US-Vizepräsidenten und Nobelpreisträgers binnen 10 Jahren komplett auf erneuerbare Quellen umgestellt werden.Ähnliche Einschätzungen hören wir auch jeden Tag von unseren Politikern.In der Dena-Netzstudie 2 wurde nun die Integration von 30% erneuerbarer Energien in die deutsche Stromversorgung untersucht.Ob Windenergieanlagen das Netz im Falle von Großstörungen stabilisieren und dazu beitragen können,Fehlersituationen zu beheben bzw. einen Beitrag zur Systemsicherheit leisten können, sind insbesondere folgende Fragen zu klären:Können Windräder genügend Kurzschlußleistung aufbringen,damit Kurzschlußschutz-bzw. Impedanzschutzeinrichtungen selektiv ansprechen? Wer liefert die für den Betrieb des Netzes nötige Blindleistung? Wer stellt die erforderliche Regelleistung zur Verfügung? Wie soll die Wiederaufbaustrategie nach einem Schwarzfall funktionieren? Was ist mit der Inselnetzfähigkeit? Wer bewerkstelligt die Frquenzhaltung im Netz? Es gibt m.E.von keinem Vetreter eines EVU in Deutschland eine dezidierte Stellungnahme zur o.g. Netzproblematik. Statt dessen wird jeden Tag die zukünftige Stromversorgung in Deutschland von Politikern mit Chaffeurswissen erklärt.Toll.
    M.f.G. W.Limbach

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