US Klimaaktivist Hansen sagt, die US-Demokratie sei nicht in der Lage, mit der Globalen Erwärmung umzugehen, und ruft das kommunistische China auf, die „Menschheit zu retten”

Der NASA-Wissenschaftler im Herzen des Fiaskos der Globalen Erwärmung scheint gewillt, noch mehr Kontroversen auszulösen, nachdem er in einem Artikel (op ed piece) für [die Zeitung] The South China Morning Post in einer persönlichen Stellungnahme geschrieben hatte, dass die amerikanische Demokratie unfähig ist, mit der Globalen Erwärmung umzugehen, und dass das kommunistische China die „letzte Hoffnung“ der Welt sei.


In diesem op ed piece für die chinesische Zeitung, den er mit dem Titel „Die chinesische Führung wird gebraucht, um die Menschheit zu retten“ versehen hat (veröffentlicht unter der Rubrik der Preis der Änderung) gab er die Schuld für den Ausstoß des allermeisten CO2, das vermutlich die Globale Erwärmung auslöst, seinem Heimatland USA; und er appellierte an China, nicht den gleichen Weg zu gehen. Hansen sagte, dass China die „letzte Hoffnung“ der Welt sei und forderte China auf, „die Welt durch die gefährlichste Krise zu führen, die die Menschheit und die Natur je erlebt haben“.

In einem darauf folgenden Artikel auf seiner Website nennt Hansen die Amerikaner „Barbaren” und verdammte die amerikanische Demokratie, indem er China aufforderte, Steuern auf in Amerika hergestellte Produkte zu erheben, bis Amerika endlich den Vorgaben folgt.

Er erinnerte mit Bitterkeit daran, wie seine Erkenntnisse über die Effizienz von Treibstoffen, die er und sein „A-Team” (wie er es nannte) gewonnen hatten, jahrelang durch den demokratischen und juristischen Prozess in den USA aufgehalten worden war:

[„The A-Team“: eine amerikanische Fernsehserie mit George Peppart und Dirk Benedict in den Hauptrollen, voller Gewalt, Schießereien und Schlägereien. A. d. Übers.]

 „Wir haben den Prozess ‚gewonnen‘, doch hat der gesamte Vorgang die Zeit für Taten um Jahre verzögert. Ich habe daraus die Lehre gezogen, dass es nicht nur fast unmöglich ist, eine effektive Gesetzgebung durch den Kongress zu bekommen, sondern auch, dass spezielle Interessen die Anwendung entsprechender Gesetzte auf fast unbegrenzte Zeit verhindern können.“

James Hansen, China and the Barbarians.

Die Erklärung, dass die amerikanische ‚Demokratie’ (auf die er sich sarkastisch bezog) nicht mit der Klimaänderung fertig wird, und dass die Welt auf die chinesische kommunistische Diktatur sehen sollte, dürfte zu Kontroversen führen.

Potentiell sogar noch kontroverser ist, dass Hansen fortfährt, das gegenwärtige demokratische System in den USA als „dysfunktional“ zu verdammen, weil sich in ihm nicht die Kohlenstoffsteuern einführen lassen, nach denen er verlangt hatte. Noch ist jedoch nicht alles verloren, gibt er doch in einer wirklich unglaublichen Passage in seinem Brief der chinesischen Regierung Ratschläge, wie sie mit dem Kongress umgehen solle:

 „Jedoch gibt es eine Möglichkeit, dies zu umgehen, und zwar mit der Verwirklichung einer zunächst moderaten Kohlenstoffsteuer, die in Chinas eigenem Interesse sei. Nach einer Abstimmung mit anderen Nationen, wie z. B. der EU, könnten China und diese anderen Nationen steigende interne Kohlenstoffsteuern einführen. Die bestehenden Regeln der Welthandelsorganisation WTO würden es danach zulassen, Zölle auf die Produkte aller Länder zu erheben, die nicht eine ähnliche interne Kohlenstoffsteuer oder –abgabe eingeführt haben.

Die USA würden dann gezwungen, eine Wahl zu treffen. Entweder können sie ihre Abhängigkeit von fossilen Treibstoffen und nationale Investitionen in dieser Hinsicht mit einer steigenden Kohlenstoffsteuer belegen, oder sie könnten einen kontinuierlichen Abstieg akzeptieren in eine zweit- oder drittrangige Wirtschaft.“

Meine Lesart dieses Schriftstücks ist, dass Hansen einer auswärtigen kommunistischen Diktatur Ratschläge erteilt, wie man die amerikanische Demokratie aushebeln und Amerika „gezwungen“ (seine Worte) sein könnte, entweder Kohlenstoffsteuern einzuführen oder „einen kontinuierlichen [wirtschaftlichen] Abstieg zu akzeptieren“. Es ist wirklich atemberaubend, dass es einem öffentlich beschäftigten hohen Beamten zu gelingen scheint, mit derartig unpatriotischen Aktivitäten ohne jede Rüge oder ein Disziplinarverfahren davonzukommen.

Hansen schließt seine bemerkenswerten persönlichen Ratschläge, indem er seiner Hoffnung Ausdruck verleiht, dass China in der Lage sein wird, „gute Barbaren”(d. h. willfährige Westler) zu finden, die China helfen, „an einer effektiven Politik mitzuwirken“. Er merkt an, dass das Größte an China ist, dass die Regierung nicht durch die unbequemen Regeln der Demokratie wie Wahlen oder Rechenschaft vor dem Volk gebunden sind, und dass sie einfach ihre Beschlüsse durchsetzen können.

Ich habe den Eindruck, dass die chinesische Führung einen langen Blick darauf werfen wird, vielleicht wegen der langen Geschichte ihrer Kultur im Gegensatz zum Westen mit seinen kurzen Wahlzyklen. Gleichzeitig hat China die Kapazität, politische Beschlüsse rasch umzusetzen.

Hansen hat auch behauptet, dass der Meeresspiegel um 75 Meter steigen wird, wenn alle fossilen Treibstoffe verbrannt sind und keine Aktionen dagegen unternommen werden.

 Weiterführender Link (Kommentar der Washington Times) hier 

Zusätzlich:

Bishop Hill hat darauf hingewiesen, dass Hansens Anbetung der chinesischen kommunistischen Diktatur eine zunehmende Modeerscheinung unter den Klimaalarmisten ist.

Auf dem populären Blog Treehugger findet sich ein Artikel, in dem die stolzen Ankündigungen der Volksrepublik China ehrfürchtig wiederholt werden, dass ihr grandioser Fünfjahresplan, die Energieeffizienz zu steigern, mit Hilfe von Stromausfällen und der Schließung von Institutionen einhergeht, um die Ziele zu erfüllen.

Wie die Kameraden bei Treehugger betonen, ist eine ruchlose kommunistische Diktatur einfach viel effektiver in diesen Dingen als eine Demokratie:

„Es ist interessant zu sehen, mit welchem Engagement China diese Ziele zu erreichen versucht – durch das Schließen ganzer Unternehmungen und durch Stromsperren. Mit Sicherheit hätte es einige Kritik an China auf der Weltbühne gegeben, wenn es diese Ziele verfehlt hätte, aber dass wäre wahrscheinlich nicht so schlimm gewesen. Man sollte sich den Unterschied der politischen Kulturen vor Augen führen: Was glauben Sie wäre geschehen, wenn die USA auf ähnliche Weise versucht hätten, die Ziele zur Reduzierung des Energieverbrauchs durchzusetzen, mit dem Nebeneffekt einer Wirtschaft, die den Bach hinuntergeht?“

Ich kann es Ihnen mit einiger Gewissheit sagen: Wir hätten dies gar nicht bemerkt.

Sie sind sicher gut im „Durchsetzen” von Dingen. Falls Sie wirklich beschließen, auf der Site von ‚Treehugger‘ einen Kommentar zu schreiben, bleiben Sie bitte höflich und denken Sie daran, sie respektvoll als „Kameraden“ anzureden!

Man lese auch meinen kürzlich erschienenen Beitrag hier , wie die neue grüne Regierung von Großbritannien ernsthaft nach einer „stärkeren Zusammenarbeit“ mit den Chinesen strebt – er enthält auch ein Video von dem französischen Nachrichtenkanal News 24 darüber, wie die chinesischen Bürger als Teil der „Umerziehung“ zum Arbeitsdienst gezwungen werden, etwa 2 Millionen, dem Bericht zufolge.

Die Revolution wird kohlenstoffneutral sein.

Vollständiger Link: http://hauntingthelibrary.wordpress.com/2011/01/12/hansen-us-democracy-not-competent-to-deal-with-global-warming-calls-on-communist-china-to-save-humanity/

Übersetzt von Chris Frey für EIKE

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41 Kommentar(e)

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1

Und genau so ist das Herr Hofmann.

China hat genügend Top Wissenschaftler die die Dinge, die das Klima bestimmen, selbst beurteilen können. Wenn der Westen mit dem Klima Geschäft machen will – machen sie mit und werden versuchen es zu ihrem Vorteil zu nutzen. Dass der deutsche Steuerzahler chin. Solaranlagen subventioniert ist nur einer der ganz offenkundigen Vorteile die China aus dem Klima zieht.
das Programm Chinas sieht vor bis 2050 von 10 auf 600 Kernkraftwerke zu kommen !! So spart man CO2 !
- und verkauft dafür HFC 23 Zertifikate an Deutsche Energieunternehmen. Einfach clever !! Dummheit der anderen ausnutzen.

#17 H. Fischer
So, wie die Bürger der USA eine Abneigung gegen den Kommunismus haben, ist das was Hansen hier sagt, Verrat an den Idealen.

#39
„Global warming findet statt und hat überwiegend anthropogene Ursachen.“

seit 10.000 Jahren findet das statt. Immer wieder mal. Na und ?
überwiegend menschengemacht ? wie viele irre geleiteten Geister vermelden solche Mär ?
Bitte keine 97%.

2

Dieser James Hansen hat immer noch nicht gemerkt, wie die Menschen so ticken!!!
Weder die Menschen in den USA, in China, in Europa und in den Schwellenländer dieser Erde werden auf Kohlenstoff verzichten. Die Basis jeden modernen Wohlstands basiert auf Strom aus fossilen Stoffen (Kohle,Oel,Gas,Uran). Wer diese Grundstoffe des Wohlstandes verbannen will, der führt seine Gesellschaft auf die Höhe der Entwicklungsländer zurück!!!
Die Basis der chinesischen Wohlstandes basiert auf Kohle- und Kernkraftwerke. Weiter wird die Wasserkraft und zum Schluss die Windkraft eine Rolle spielen. China zieht sein Ding durch!!!
China setzt weiter auf Kohle, Uran und das Kapital. China setzt auf eine zentrale und schnelle Entscheidungspolitik und fährt damit sehr gut. Damit haben die Chinesen es geschäft vom Entwicklungsland zum Globalplayer zu werden. Zur Zeit kauft sich die chinesische Bank in amerikanische Banken ein. Solange für China das C02 und der Klimawandel ein gutes Geschäft ist solange werden Sie daran festhalten. Wenn dieses ganze C02-Geschäftsmodell unrentabel für China wird, wird dieses Modell eingestampft. So einfach ist das!!!

3
Norbert Fischer

Lieber Herr Hartmann,

ich denke, Herr Weber hat mich verstanden.

Beim Ende der Diskussion bezog ich mich auf den sogenannten Konsens, wie er hier zuletzt in einem EIKE-Artikel beschrieben wurde:

Global warming findet statt und hat überwiegend anthropogene Ursachen.

Wie schrieb der (Skeptiker-)Autor doch im Artikel? Er selbst kenne auch keinen Skeptiker, der dies ernsthaft bestreiten würde.

Sie schildern Punkte, von denen einige, z.B. der Kohlenstoffkreislauf, von sehr großem wissenschaftlichen Interesse sind. Man mag es bedauern, aber man muss wohl zur Kenntnis nehmen, dass die Öffentlichkeit nicht so wissenschaftsinteressiert ist wie wir.

Deshalb bleiben wir wohl unter uns:

Zur Temperaturmessung:
Was wäre, wenn die Temperaturen in Wahrheit 0,1° (was eine Menge Holz ist!) höher wären als angegeben? Wäre für Sie das dann der Beweis für die Korrektheit der IPCC-Vorhersagen?

Umgekehrt: Was wäre, wenn sie in Wahrheit 0,1° niedriger wären. Wäre das dann der Beweis für die Unbrauchbarkeit der Vorhersagen?

Ich gönne dem Watts ja seine schönen Bildchen und Artikelchen zu Wetterstationen, aber so richtig spannend finde ich das nicht, weder im ersten noch im zweiten Fall.

Umgekehrt wird's interessanter:
Ab welchem Temperaturanstieg sind Sie denn zu überzeugen, dass wir ein ernstes Problem haben:
Wenn ab jetzt noch ein halbes, ganzes oder etwa noch mehr °C dazukommen?
In welchem Jahr wäre dies dann auf Basis der IPCC-Vorhersagen? Wäre dann noch Zeit zum Umsteuern?

Sie sehen, dass deshalb die Unsicherheiten schon Grund genug zum Handeln sind. Sehen die Politik und ein Großteil auch so. Das "Wie handeln?" wird daher auch hauptsächlich diskutiert.

Andersherum gilt: Wer der Ansicht ist, CO2-Emissionen seien harmlos und Handeln unnötig, der muss in Anbetracht des potenziellen Schadens sich aber sehr, sehr sicher sein (Klar, Herr Weber, Sie sind sich sicher, aber ich meine eine andere Art von "Sicherheit").

@ weber
Geht ganz schnell: Wie kommen Sie auf diesen Unsinn in ihrem letzten Beitrag? Lassen Sie ihre Unterstellungen.
Mit Grüßen aus der Realität.

4
Michael Weber

Warum so ängstlich Herr Fischer?
Sie geben doch indirekt zu, daß die Argumente der CO-2-AGW-ler nicht stimmen und daher auch niemand überzeugen können.Den Reklamefeldzug des IPCC in den Neunzigern jetzt als Diskussion zu verkaufen,zeigt wie die "normale Welt" tickt,in der Sie leben. Überall Ausflüchte suchen,um ja eine ernsthafte Diskussion zu vermeiden. "Hic Rhodos,hic salta!" sagen Leute mit Bildung.Es sollte Ihnen klar sein, daß man den evolutionären Wettbewerb der besseren Argumente nicht beenden kann. Sie schon gar nicht. Dazu fehlt Ihnen das gewisse "Alles". Sie sind ja nicht mal Manns genug,sich einer öffentlichen Diskussion zu stellen. Seien Sie froh, daß man bei EIKE die meisten Ihrer Ergüsse widergibt, obwohl Sie auch hier Diskussionen nicht führen.(Wenns für ihn brenzlig wird, verschwindet der Fischer)
MfG
Michael Weber

5
Bernd Hartmann

#36
Lieber Herr Fischer,
Ihre Bemerkung "Diese Frage wurde in den 90ern des letzten Jahrhunderts heiß diskutiert, diese Diskussion ist für Wissenschaft und Öffentlichkeit abgeschlossen." kann man wirklich so nicht stehen lassen! Was die Öffentlichkeit betrifft, mag Ihre Auffassung durch den allgemeinen Eindruck bestätigt sein. Der allgemeine Eindruck stimmt sicher, weil in der Öffentlichkeit kaum eine Diskussion darüber stattfindet. Hinsichtlich der Wissenschaft stimmt Ihre Behauptung definitiv nicht!

So muss ich konstatieren, dass zum Beispiel unter meinen Fachkollegen hinsichtlich der Auffassung einer klimabestimmenden Rolle des CO2 keineswegs ein Konsens herrscht. Nein, es ist dabei sogar eine mehrheitlich ablehnende Haltung von meinen Kollegen aus dem Hochschulbereich, der Forschung und der Wirtschaft zu verzeichnen. Für alle ist auch ersichtlich, dass sich selbst Physiker auch in exponierter Stellung als Sachkundige in der Klimaphysik mitunter darüber uneins sind, auch wenn sie die physikalisch Beweisbarkeit des Treibhauseffekts als solche anerkennen. Meiner persönlichen Beobachtung entspricht es zum Beispiel, dass sich auch erfahrene Physiker aus anderen Teilbereichen der Physik meist zurückhaltend bei der Bewertung der CO2-Rolle äußeren.

Hinzu kommen alle bekannten objektiv existierenden Unzulänglichkeiten der praktischen Anlage des "Temperaturmessexperiments" für die Meere und Luft allein auf landbasierten Stationen. Schon rein wissenschaftlich gesehen, besteht kein Zweifel daran, dass es dort Einiges, um nicht zu sagen Vieles zu verbessern gibt. Auch unabhängig davon, muss einem bspw. doch schon allein beim Unterfangen des Heranziehens von Meeresspiegelschwankungen zur Beweisführung für die Untermauerung von Klimaänderungen die Hutschnur hochgehen. Jahraus jahrein wird damit Panik geschürt. Es bleibt nichts als Verärgerung übrig angesichts dessen, dass kompetente Wissenschaftler dazu öffentlich nicht angehört werden und einfach nicht zu Wort kommen. Weiß man doch gut Bescheid über die „Dünnhäutigkeit“ der Erdkruste, auf der sich die Ozeane lokalisieren, darüber, dass es für Fragen der globalen Temperaturentwicklung viel wichtiger und effektiver wäre, das Volumen der Meere insgesamt zu ermitteln. Davon ist man jedoch derzeit hinsichtlich einer zuverlässigen Bestimmung weit entfernt. Man kann deshalb auch über Meeresspiegelschwankungen diskutieren, man kann es aber auch getrost sein lassen.

Außerdem bestehen objektiv riesige Wissenslücken bezüglich des Kohlenstoffkreislaufs auf der Erde in qualitativer und quantitativer Hinsicht, letztendlich nicht lückenlos und befriedigend geklärte astronomische Sachverhalte, die klimabeeinflussend wirken können, der erdeigene Anteil an der gesamten Wärmebilanz (auch wenn das für manche Physiker zum Lachen anregen sollte) u. v. a.

Aus wissenschaftlicher Sicht ist es doch wirklich interessant, dass der gemessene atmosphärische CO2-Gehalt, welcher seit er gemessen wird, kontinuierlich anstieg, mit den in geschichtlichen Zeiten gemessenen Temperaturen der Luft nicht wirklich signifikant korreliert. (Wie der Zusammenhang zwischen Temperatur und CO2-Gehalt der Atmosphäre in der geologischen Vergangenheit war, ist bekannt.) Wo sind die „Störeinflüsse“ trotz anthropogenem Einfluss, trotz beweisbarem Treibhauseffekt, gibt es einen anthropogenen Einfluss bzw. wie groß ist er wirklich usw. (Nebenbei gesagt, ist da keineswegs den Physikern allein das letzte Wort zu geben!)

Als Mensch mit Anspruch auf Objektivität und Wissenschaftlichkeit muss doch Kritik und Protest aufkommen und es tut auch weh, wenn man beobachtet, dass mit Ausschießlichkeitsdenken der hochgepriesenen freien ausgewogenen Meinungsbildung und eben auch der Wissenschaft eine Filzbrille aufgesetzt wird.

Mit freundlichen Grüßen
B. Hartmann

6
Norbert Fischer

Auch wenn's ihnen wehtut, Herr Weber:

Sie wünschten gerne die Frage, ob es ein "anthropogenes global warming" gibt, öffentlich diskutiert?

Diese Frage wurde in den 90ern des letzten Jahrhunderts heiß diskutiert, diese Diskussion ist für Wissenschaft und Öffentlichkeit abgeschlossen.

Die öffentliche Diskussion kreist seit einigen Jahren deshalb vernünftigerweise um die Frage, wie eine Klimapolitik, die den Gefahren entgegenwirkt, aussehen könnte. Sie erinnern sich an die Berichterstattung zu Cancun vielleicht?

Man liegt hier bei EIKE eben komplett falsch, darf hier und überall wo man will seine konträre Meinung äußern, Sie können aber nicht verlangen, dass man ihre Meinung ernstnimmt bzw. im Fernsehen und in Zeitungen wiedergibt (Stichwort: Qualitätsmedien sondern abstrusen Müll eben aus)

PS:
Nun freuen Sie sich doch, dass überhaupt jemand aus der normalen Welt wie ich überhaupt noch mit ihnen spricht. Die meisten ignorieren vernünftigerweise derlei.

7

Lieber Herr Fischer
Wieder muss ich widersprechen,da Sie die vielen "CO-2 ist an allem schuld-Berichte" in den Medien für eine Diskussion halten. Mit denen werden wir allerdings überfüttert. Nur die Auseinandersetzung unterschiedlicher Standpunkte sucht man vergebens. Also findet keine offentliche Diskussion statt. Aber sie kommt in Gang.Warum sinkt denn die Zustimmung zur AGW-Panikmache? Wegen der erfolgreichen Kleinarbeit von vielen EIKE-Mitgliedern oder wegen dem Wetter? Wie schon gesagt, Demokratie wird gelebt, oder existiert nicht. Kein Wunder,dass Sie die Verfassungen der UDSSR und des 3.Reiches nicht kennen. Oder den Unterschied zwischen formal und real. Vielleicht fallen Sie deswegen so gern auf ihre "formal richtigen" Modelle rein. Die sind nicht mehr Wert als die genannten Verfassungen.
MfG
Michael Weber

8

@Norbert Fischer#32
Quatsch, den Namen Hoffmann habe ich als Blog genannt, auf dem dieses Vennecke ebenfalls seine undemokratische Gülle ausleert.

Und Schellnhuber braucht man nicht selektiv zitieren, im Gegenteil, je vollständiger je besser, er der er bestimmte Politiker verachtet (Interview in "die Zeit") was er sogar bestätigt hat, wenn sie denn nichts tun würden ( was ein Schellnhuber als elitäres Etwas für richtig erachtet )

9

@Admin:

Sie haben versehentlich 2 fast gleichlautende Kommentare von Mir freigeschaltet.

Ich wollte ihnen noch erklären was passiert war:

Ich habe immer Probleme mit dem Captcha, es braucht immer 3-4 anläufe. Irgendwann hatt ich das gefühle das das Captcha das wort abschneidet. Also hab ich bei Kommentar 27. das Captcha "inakti" nicht so eingegeben sodern habe als Antwort das sinvolle Wort Inaktiv eingegeben. Dummerweise kam dann eine Meldung vom server das dieser nicht erreichbar war. Als er wieder erreichbar war habe ich es erneut probiert und diesen noch etwas geändert und jetzt sind beide kommentare frei. Bitte kommentar nr. 27 löschen.

Und schauen sie mal, warum das Captcha meistens nicht komplett angezeigt wird. Ich benutz Firefox 3.1.13

10
Norbert Fischer

@ krishna gans

Ich kam mir auch veralbert vor, hier meine demokratische Gesinnung angeben zu müssen. Warum Kommentatoren hier solche Selbstvertändlichkeiten infrage stellen, kann ich mir auch nicht erklären. Sie selbst haben es übrigens auch bei den Herren Vennecke und V.Hoffmann getan, ebenfalls ziemlich albern und unter der Gürtellinie.

Ein paar Ebenen höher geschieht dasselbe Spiel mit Hansen, Strong, Schellnhuber oder wem auch immer, der vielleicht mal etwas gesagt hat, was man durch selektives Zitieren und aus dem Zusammenhang reißen mit viel böswilliger Absicht in einen solchen Kontext bringen könnte.
AGWler diskutieren solche Hirngespinste und paranoiden Vorstellungen erst gar nicht.
Vielleicht könnte mal mit Herrn Weber Demokratie diskutieren, der schreibt hier ja, dass die Sowjetunion und das 3.Reich "formal lupenreine Demokratien" sind.

@ Herr Stiller

Sie denken zu statisch. Zahlen muss ja nur, der zuviel CO2 ausstößt, also auf ambitionierte Klimapolitik verzichtet. Aber selbst dann sind diese Zahlungen peanuts im Vergleich zu den Zahlungen, die wir momentan pro Jahr für fossile Rohstoffe ins Ausland überweisen. Übrigens müsste selbst China nach meinen Ideen zahlen, wenn Sie nicht erfolgreich ihre Klimapolitik verschärfen.

@ weber
Die Diskussion um den Klimawandel findet doch statt in Fernsehen und Presse. Es scheint sogar, dass manche inzwischen schon "überfüttert" sind.
Sie meinen wohl, solange ihresgleichen nicht in den Medien präsent sind, wäre ein demokratisches Defizit vorhanden. Ich meine, dass man in der Öffentlichkeit nicht ernst genommen wird, hat man sich hier hart erarbeitet. Und wer wie Sie glaubt, dass IPCC mit 15 Angestellten und ein paar Millionen Jahresetat könnte in souveränen Staaten missliebige Meinungen unterdrücken, der verkennt die Machtlosigkeit des IPCC und das Funktionieren unserer Demokratie.

Ihre Stimme ist hier doch vernehmbar, warum beschweren Sie sich? Sie sind frei, Ihre Meinung kundzutun. Sie können auch dafür eintreten, dass diese Meinung politisch organisiert wird. Wir sind ein freies Land (trotz mir (Ironie!!))

11

Zitat NF:
"Ich stimme ihnen auch ausdrücklich zu, dass der einzig faire Maßstab die Pro-Kopf-Emissionen sind.

Meine Idee wäre, dass es so etwas wie einen Fahrplan geben, der für z.B. 2050 bestimmte Ziele festsetzt: Sagen wir 2-3 t/Kopf für Industrieländer, 3-5 t/Kopf für Schwellen- und Entwicklungsländer. Noch längerfristiger wäre dann eine Angleichung aller Werte weltweit auf niedrigem Niveau anzustreben."

Das ist genauso dämlich wie alle anderen arten Co2 Emissionen zu begrenzen.
Es würde dann sowieso nur dazu führen das sich immer mehr ausländische Firmen sich in Metropolen wie z.B. Shanghai ansiedeln um davon zu profitieren das 600 Mio Chinesen die so arm sind das sie kaum CO2 "erzeugen" den Pro Kopf Durchschnitt massiv absenken, während die 100 Mio menschen die in Shanghai leben, sogar mehr CO2 produzieren wie die 80 mio in Deutschland.

Wenn dann müsste man den CO2 verbrauch jedes einzelnen messen und die, die weniger als der Schnitt benötigen bekommen Geld von denen die mehr als der schnitt benötigen. Und wenn man sich das klar macht sieht man auch die Idiotie dieser ganzen Sache. Denn dadurch das nicht mehr einzelne Länder davon profitieren würden sondern die einzelnen Individuen würd sich dafür ohnehin keine politische Mehrheit finden.

Co2 Einsparung und Handel ist und bleibt sinnlose "Energieverschwendung"

Viele andere Beispiele machen auch deutlich , das es nicht um Einsparung geht sondern nur um Politik. Warum sonst soll die KFZ Steuer nach CO2 Ausstoss festgelegt werden? Wenn es um Einsparung gehen, dann müsste es auf den Spritpreis umgerechnet werde. Wer 80000 KM im Jahr fährt bezahlt entsprechend viel, und für den lohnt es sich dann auch ein Sparsames Auto zu kaufen. Und nicht für den Gelegenheitsfahrer der 1x im Monat entfernt gelegene Verwandte besucht und dabei den CO2-gehalt von 10 Litern Benzin freisetzt.

Es wird Zeit das die Leute mal darüber nachdenken, dann wird auch deutlich das es mitnichten darum geht den angeblichen menschgemachten Klimawandel aufzuhalten.

12

@Norbert Fischer #26
Daß eine demokrtaische Gesinnung hast ehrt Dich, ist aber eigentlich so selbstverständlich, daß man da nicht auch noch lobhudeln muß, oder ?
Schön wäre es, würden so Schellnhubers Äußerungen, z.B. so etwas wie demokratische Gesinnung durchscheinen lassen, oder gar "Homer" Hansen, dann bräuchten wir hier gar nicht über Diktatur und womöglich Ökofaschismus diskutieren.
Leider ist es aber so, daß unter den Umweltbewegten undemokratische Tendenzen und Aktivitäten vorhanden sind.
Ich sage z.B. nur Vennecke bei RE oder beim Hoffmann, V. läßt erahnen, was auf anders Denkende zukommen kann, hätten solche Kanaillen das Sagen.

13

@Norbert Fischer#26
Nachtrag
Zitat:
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"Es sollte Ihnen zu denken geben, dass der Begriff "Ökodiktatur" nur von Skeptikern erhoben wird."
-----
Von wem denn sonst ?
Bitte Erläuterungen

14

Widerspruch, Herr Fischer
Der demokratische Prozess über Klima hat in keinem einzigen Land stattgefunden.Eine breite Diskussion über das Für und Wider ist nirgends nachweisbar. Sie wurde von dem Polit-Verein IPCC kampagnenmässig unterdrückt um seine politische Agenda durchzuziehen. Das ist bestens dokumentiert. Bis heute verweigern sich die
Anhänger der CO-2-AGW-Gemeinde einer öffentlichen Diskussion über Schaden und Nutzen des Klimawahns.Das wäre Demokratie. Sie hingegen verwechseln die Formalien mit der Sache. Formal waren auch die UdSSR und das 3.Reich lupenreine Demokratien. In der Tat ist es der vereinigten Klima-Lobby gelungen, sich mit allen verfügbaren Mitteln eine Mehrheit unter gewählten Vertretern zu beschaffen. Die gezielte Manipulation war da erfolgreich.Heute traut sich keiner mehr "gegen das Klima" zu sein,obwohl das dem Wetter völlig egal ist. Was der Mehrheit überaus klar ist: Bei den persönlichen Prioritäten der Bundesbürger spielt das Klima eine nachrangige Rolle! Danach müssten sich die Abgeordneten vor allem um ein funktionsfähiges Renten-,Sozial- und Gesundheits-Wesen kümmern. Wobei sie kläglich versagen. Das
Klima ist für sie ein willkommenes Mittel, um von der eigenen Unfähigkeit abzulenken. Koste es,was es wolle.Parteiübergreifend! Das hat mit Demokratie nichts zu tun.
Bevor Sie sich selbst als Demokraten loben, sorgen Sie besser dafür, daß die öffentliche Diskussion endlich in Gang kommt. Laden Sie Ihre Gegner zu öffentlichen Diskussionsveranstaltungen ein, das ist gelebte Demokratie. Nicht vorreden,vorleben!
MfG
Michael Weber

15

Zitat NF:
"Ich stimme ihnen auch ausdrücklich zu, dass der einzig faire Maßstab die Pro-Kopf-Emissionen sind.

Meine Idee wäre, dass es so etwas wie einen Fahrplan geben, der für z.B. 2050 bestimmte Ziele festsetzt: Sagen wir 2-3 t/Kopf für Industrieländer, 3-5 t/Kopf für Schwellen- und Entwicklungsländer. Noch längerfristiger wäre dann eine Angleichung aller Werte weltweit auf niedrigem Niveau anzustreben."

Das ist genauso dämlich wie alle anderen arten Co2 Emissionen zu begrenzen.
Es würde dann sowieso nur dazu führen das sich immer mehr ausländische Firmen sich in Metropolen wie z.B. Shanghai ansiedeln um davon zu profitieren das 600 Mio Chinesen die so arm sind das sie kaum CO2 "erzeugen" den Pro Kopf Durchschnitt massiv absenken, während die 100 Mio menschen die in Shanghai leben, sogar mehr CO2 produzieren wie die 80 mio in Deutschland.

Wenn dann müsste man den CO2 verbrauch jedes einzelnen messen und die, die weniger als der Schnitt benötigen bekommen Geld von denen die mehr als der schnitt benötigen. Und wenn man sich das klar macht sieht man auch die Idiotie dieser ganzen Sache. Denn dadurch das nicht mehr einzelne Länder davon profitieren würden sondern die einzelnen Individuen würd sich dafür ohnehin keine politische Mehrheit finden.

Co2 Einsparung und Handel ist und bleibt sinnlose "Energieverschwendung"

16
Norbert Fischer

Sehr geehrter Herr Langer,

in allen demokratischen Ländern wurden Klimaschutzziele demokratisch verabschiedet (oder eben nicht, s. USA). In Deutschland wird das Ziel von allen demokratischen Parteien angestrebt.

Strafzölle gegen verschiedene Formen von Dumping bzw. Einhaltung gewisser Standards sieht schon die WTO vor. Ist für Sie so etwas schon "Diktatur", hier dann "Ökonomiedikatatur"?.

Es sollte Ihnen zu denken geben, dass der Begriff "Ökodiktatur" nur von Skeptikern erhoben wird. Niemand sonst spricht davon oder strebt so etwas an.
Der thread hier ist ein schönes Beispiel dafür, wo Sie und andere dikatorische Absichten unterstellen, meinen Einsatz für Demokratie und Menschenrechte aber geflissentlich überlesen.
Sie sind offensichtlich ein leichtgläubiges Opfer gewisser Arten manipulativer Berichterstattung außerhalb der üblichen Qualitätsmedien. Das Gegenteil von skeptical ist immer noch gullible.

Mit demokratischen Grüßen

17

Über welchen Schwachsinn redet man hier eigentlich. Nach 1 kommt 2 und erst 3.

Zuerst muss man mal nachweisen, dass ein erhöhter CO2 Gehalt Auswirkungen auf das Klima der Erde hat. Diesen Nachweis konnte bisher keiner liefern.

Zweitens muss man dann Nachweisen, dass diese Auswirkungen schädlich sind. Derzeit sind mehr positive als negative Auswirkungen zu erkennen.

Drittens muss man sich entscheiden ob man was gegen die Auswirkungen tun will. Da stellt sich mir die Frage, warum gegen eine Sache mit positiven Auswirkungen vorgehen will.

Wenn man sicher wüsste, dass es zu Veränderungen kommt, sich sicher ist, dass diese sehr negativ für alle Beteiligten sind und dann alle Beteiligten einig sind, dass man was dagegen tun muss, dann kann man in konkrete Verhandlungen einsteigen.

Wenn man sich geeinigt hätte, dass man was tun muss, kann man darüber reden wie man es umsetzt. Darüber handelt dieser Artikel.

Nichts als dummes Geschwätz eines bekloppten Weltverbesseres, der schon die globale Abkühlung mit der Verbrennung fossiler Brennstoffe in Verbindung brachte und dann die globale Erwärmung und demnächst die Störung des Klimas.

Hansen und Fuchs sollte sich vor allem darüber im Klaren sein, dass Sie für ihre subversiven Äußerungen in so umsetzungsfreudigen Nationen des Hochverrats angeklagt werden würden. Die Prozesse sind dort ebenso fair, wie die Vollstrechung der Urteile.

18

Sehr geehrter Herr Fischer,

Ihre Argumentation in #17 beginnen Sie mit der Aussage:
„Klimapolitik eines vollentwickelten Landes nenne ich ambitioniert, wenn man 80-90% CO2 bis 2050 einsparen möchte.“

Und auf dieses Ziel bauen Sie dann Forderungen nach einem verbindlichen Fahrplan für eine pro-Kopf-Emission an CO2 für alle Länder auf und falls sich die USA da nicht freiwillig anschließt, muss sie mit Strafzöllen halt dazu gezwungen werden. Das müsste dann ja wohl auch für andere Abweichler gelten.

Da beschreiben Sie doch sehr schön die Grundzüge der geplanten Diktatur.

Danke für diesen "wertvollen" Beitrag, Herr Xxxx Fischer. Sachlich fundiert, logisch durchdacht, klar strukturiert, genau so solls sein. Prima (keine Ironie)

MfG

19

#17 NF
"Ich stimme ihnen auch ausdrücklich zu, dass der einzig faire Maßstab die Pro-Kopf-Emissionen sind."

So ein Unsinn! Das ist ein Denken, das einzig auf die Besteuerbarkeit des Bürger durch wen auch immer abzielt, mit dem Effekt der Senkung von Lebensqualität.
Einzig "fair" ist das ZIEL jedes Energieeinsatzes, nicht die Höhe.
Anders gesagt das Schaffen von Mehrwert. Letztlich geht es um die Lebensqualität aller, natürlich möglichst ohne schädliche Umweltveränderung. Energie muss dazu VERBILLIGT werden, nicht verteuert. Pflanzen nutzen weit mehr Energie als der Mensch. Prinzipiell ist also Energie keine Mangelware, das widerspricht nicht dem Bemühen einer effizienten Nutzung von Energie, wie uns die Fotosynthese lehrt.

20

@#20: Norbert Fischer sagt:
" "Die Amis sind in der Mehrheit halt nicht so blöde wie die Europäer..."

So? Warum zeigen dann Bildungsstudien das Gegenteil? "

Vielleicht, weil "Klugheit" nicht nur aus der Anhäufung von (manchmal zweifelhaftem) Faktenwissen besteht, sondern auch "gesunder Menschenverstand" dazu gehört???

Mit anti-ökofaschistischen Grüßen

21
Karl Rannseyer

#12: M. Dobe sagt:
am Donnerstag, 20.01.2011, 13:24
„ ... Aber deswegen, weil man sich mit seinen Standpunkten nicht durchsetzen konnte, undemokratische Vorgehensweisen zu loben und zu fordern kann auch nicht akzeptiert werden.“

Genau das ist der Punkt an dem Hansen ( nicht Hanson) die Ebene eines rationalen und zivilisierten Menschen verlässt und da er selbst zu „barbarischen“ Maßnahmen mit Hilfe der Chinesischen Kommunisten animiert. Aus Mangel an überzeugenden Argumenten und Beweisen, nur auf Statistiken (welche fragwürdig sind) aus Werten von mehr als zweifelhafter Qualität und Modellen,
welche alles zeigen wenn man nur will nur nicht die Zukunft, gestützt, „greift“ er zum Mittel der Gewalt mit China als Büttel. Wenn es auch nur als versuchte Drohung oder anbiedern an die Chinesen oder auch nur um mal wieder Aufmerksamkeit zu erregen gedacht war, der Mann ist Angestellter der USA-Regierung, sollte in -D- ein Beamter oder Angestellter sich einer „feindlichen Macht“ derart anbiedern, derartige politisch relevante Äußerungen tätigen, wäre er die längste Zeit Staatsdiener gewesen! Nun Hansen hat diese Äußerungen sicherlich auch mit Blick auf den Staatsbesuch der Chinesischen Führung in D.C. gemacht.
Wie auch immer, er muss reichlich frustriert und verzweifelt sein wenn er zu solch Mitteln greift, scheint sein Boot ist leck ...

Mit freundlichen Grüßen
Karl Rannseyer

22
Norbert Fischer

@ b. keks

"Die Amis sind in der Mehrheit halt nicht so blöde wie die Europäer..."

So? Warum zeigen dann Bildungsstudien das Gegenteil?

Trotzdem danke für diesen "wertvollen" Beitrag, Herr Keks. Sachlich fundiert, logisch durchdacht, klar strukturiert, genau so solls sein. Prima (Ironie Ende)

23

@#11: Norbert Fischer sagt:
"Das amerikanische System wird mittelfristig keine Klimaschutzpolitik hervorbringen können."

Ihr Wort in Gottes Ohr, lieber Herr Fischer.
Die Amis sind in der Mehrheit halt nicht so blöde wie die Europäer und speziell die obrigkeitshörigen Weltuntergangsdeutschen.

Mit anti-ökofaschistischen Grüßen

24

Von den USA sollte man in der Tat nichts erwarten, das nicht ratifizierte Kyoto-Protokoll ist ein Beleg dafür.

Eigentlich ging es doch der USA nur um Energiekontrolle, da war Klima ein prima Vehikel. Insoweit wird die USA nix unterschreiben, wodurch sie Macht einbüßen würden und Beschneidungen der Wirtschaft hinnehmen müssten. Sie werden deshalb kein Vertragswerk unterzeichnen. China auch nicht, es sei denn, dies ist so schwammig, dass es den politischen und wirtschaftlichen Interessen nicht gefährlich wird. Rußland, Brasilien und Japan werden nur CO2-Reduktion zustimmen, wenn sie die Daten immer selbst ermitteln dürfen. Bleibt die EU, die werden allerdings irgendwann auch wieder von ihrem Öko-Trip abkommen, wenn sie feststellen, dass die Kosten in keinem Verhältnis zu nutzen stehen. Das kann jedoch noch einige Jahre dauern.

25
Norbert Fischer

@ Herr Dobe (#12)
Zustimmung, deshalb bevorzugen wir es wohl alle, in einem demokratischen Rechtsstaat zu leben.

Sehr geehrter Herr Boos,

nach Durchsicht ihres Beitrags #13 muss ich zugestehen, Sie haben Recht:

Es war nicht fair von mir, die Klimapolitik einer vollentwickelten Region wie der EU mit der eines Schwellenlandes zu vergleichen.

Klimapolitik eines vollentwickelten Landes nenne ich ambitioniert, wenn man 80-90% CO2 bis 2050 einsparen möchte. Natürlich erwartet niemand von einem Schwellenland mit steigendem Energiebedarf Reduktionen, China spriht da gerne von Steigerung der Energieeffiezienz.

Ich stimme ihnen auch ausdrücklich zu, dass der einzig faire Maßstab die Pro-Kopf-Emissionen sind.

Meine Idee wäre, dass es so etwas wie einen Fahrplan geben, der für z.B. 2050 bestimmte Ziele festsetzt: Sagen wir 2-3 t/Kopf für Industrieländer, 3-5 t/Kopf für Schwellen- und Entwicklungsländer. Noch längerfristiger wäre dann eine Angleichung aller Werte weltweit auf niedrigem Niveau anzustreben.

Unter der Perspektive eines 2°-Ziels ist also auch China gefordert, mittel- bis langfristig Emissionen zu reduzieren, diese betragen heute schon etwa 6 t/Kopf.

Wir Industrieländer müssten eben beweisen, dass niedrige Emissionen und hoher Lebensstandard verträglich sind, was nicht allzu schwer sein dürfte.

Und was ist mit den USA? Sie werden nicht plausibel erklären dürfen, warum einem US-Bürger das Mehrfache des Ausstoßes eines anderen Bürgers dieser Welt zusteht. Sehen Sie es nicht selbst ein, dann dürfen auch Strafzölle kein Tabu sein.

@ grabitz
"Hanson begibt sich in die Position eines Verräters seines Landes."
Für Sie nur ein müdes Kopfschütteln...
Schämen Sie sich.

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würde auch gerne wissen, wie man Klima schützt,
in meinem Garten sind schon letztes Jahr zwei neue Weinstöcke erfrohren. Ich hätte es gerne etwas wärmer!

27

Herr Fischer schrieb:
"...amerikanische System wird mittelfristig keine Klimaschutzpolitik hervorbringen können.
Jemand anderer Meinung?..."

Ja, wie sieht denn bitteschön eine Politik aus, die das Klima schützen soll/will?
Insbesondere, wenn ich mich an die Definition des Wortes "Klima" erinnere (Wettergeschehen über einen langen Zeitraum).
Heißt das nun, die Politik habe mit passenden Gesetzesentwürfen dafür Sorge zu tragen, daß sich das Wetter in den nächsten 50 Jahren nicht ändern dürfe?
Wie soll das realisiert werden, nachdem nun die CO²-Schwindel-Blase nach dem Clima-Gate weltweit geplatzt ist (natürlich außer hier in der BRD)?
Dazu müßten die Politiker und ihre Ausführungsorgane aber wirksamen Einfluß auf das Wetter haben.
Na gut, wenn die meisten Politiker bei ihrem korrupten Geschwafel weniger heiße Luft produzieren täten, könnte es eine Erwärmung verlangsamen. [Ironie aus]

Aber so vermute ich wieder einmal das alte beliebte Täuschungsmanöver, indem der wirklich notwendige, aber arg vernachlässigte Umweltschutz, klammheimlich in Klimaschutz umbenannt wird, weil man auf diese Art und Weise eine Menge nichtdenkender Mitläufer gewinnen kann. Ich habe in vielen Gesprächen bereits Leute darüber aufklären müssen, daß es zwischen Umwelt und Klima wirklich einen gewissen, aber gewaltigen Unterschied gibt.

28

#3 H. Fischerja, richtig
das chin. „Klimaschutzprogramm“ wenn ich das mal so nennen darf - sie haben dieses Wort ja so gerne – bewegt sich im Plan bis 2050, 600 neue Kernkraftwerke zu bauen.
Von chinesischer Seite aber nicht aus Gründen des Klimaschutzes, nicht um CO2 einzusparen sondern ganz pragmatisch aus Gründen der billigeren Energieerzeugung, um Ressourcen zu schonen, und auch bestimmt um sauberere Luft.
Leuten wie Ihnen kann man natürlich vormachen (sie können es ja nachvollziehen) dies geschehe aus Gründen des Klimaschutzes. Und sie können es dann mit Überzeugung weiterverkaufen. Ein guter Verkäufer ist von seinem Produkt felsenfest überzeugt, nur dann ist er in der Lage jedmöglichen Blödsinn zu verkaufen. (vor etlichen Jahren wurde der Welt bester Verkäufer gekürt. Der Entscheid lief zwischen einem der den Schwarzen in Afrika Höhensonnen verkaufte und einem der Eskimos Kühlschränke verkaufte. Weiß aber nicht mehr wer 1. wurde)
Aber wie wär´s, wenn Sie China für klug und somit als Vorbild halten ? dann könnten wir doch auch Kernkraftwerke bauen, oder ?

Natürlich kann Hansen von China mehr erhoffen. Ein diktatorisches System hat immer mehr Möglichkeiten zur Durchsetzung seiner Ziele als ein demokratisches.(das war G.W. Bush auch klar). Bleibt nur noch die Frage : will China Treibhausgasreduzierungen ? warum ? bringt es ihnen einen Vorteil ?

mit anderen Worten : Hanson begibt sich in die Position eines Verräters seines Landes.
in meinen Augen ist er blind. China hat bisher nur wenig oder keine Anzeichen gemacht auf den Klimazug in der AGW Richtung aufzuspringen. Wieso sollen die dann plötzlich Retter sein ? Deutschland – oder deren politische Kaste mit der recht gut gesteuerten Medienlandschaft – wäre DER Partner, weil überzeugt wie ein Riese - aber leider, machtpolitisch ein Zwerg.

29

Hier ist sicher nicht der Ort eine allgemeine Chinadebatte abzuhalten. Dennoch in aller Kürze zwei drei Anmerkungen.
Die Gefahr, daß die chinesische Wirtschaftsentwicklung nur eine "Blase" ist, ist denkbar gering. Während 2008 praktisch die gesamte Welt in der Krise steckte, hatte China dennoch ein Wachstum von 8,5%, China hat mittlerweile ein relativ umfassendes System der Produktion und entwickelt ebensfalls Wissenschaft und Forschung relativ zielstrebig und umfassend.
Wenn Herr Fischer meint die europäischen Staaten wären eine Beleg für "erfolgreichere Klimapolitik" als China so muss man das wohl relativieren. China ist ein Schwellenland, ein Großteil seiner (zumeist bäuerlichen) Bevölkerung hat ein BIP pro Kopf das auf dem Niveau eines Entwicklungslandes steht, während in etwa 300-450 Millionen Chinesen (zumeist an der Küste) langsam (eigentlich schnell) das Niveau eines entwickelten Landes erreichen. Die Entwicklungsprobleme Chinas sind also GIGANTISCH, während die europäischen Staaten durchwegs industrialisiert sind, bzw. in einer postindustrialisierten Gesellschaft angekommen sind. Steigerung des Energieverbrauches findet bei uns KAUM MEHR statt, das regelt schon der Preis und die Entwicklung der Energieeffizienz. Ganz anders in China, wo große Teile des Landes noch fundamentaler Entwicklung bedürfen. Chinas Energieverbrauch wird UNWEIGERLICH steigen und die chinesische Führung hat auch nie einen Zweifel daran gelassen.Allerdings ist China bereit die Effizienz des Energieverbrauch pro prduzierter Einheit durchaus beachtlich zu senken.
Man darf ja nicht vergessen, dass China zwar der größte Emittent von sog. "Treibhausgasen" ist, aber auch mit 1,4 Mrd.Menschen in etwa 3 mal soviel Menschen hat wie die EU. Der Pro-Kopf-Ausstoss an CO2 in China ist natürlich bei weitem niedriger als in Europa, geschweige denn in den USA. Würde man nur die absoluten Zahlen nehmen(also nur den Gesamtausstoss einer Nation) wäre wohl der Vatikan führend im Umweltschutz. So ein Maßstab ist lächerlich, die Welt gehört allen Menschen und alle Menschen haben das Recht auf ausreichenden und GLEICHEN Energieumsatz (der bedingt ja das Maß der Entwicklung). So gesehen ist die chinesische Umweltpolitik um ein vielfaches bemühter, weitsichtiger und effektiver als die europäische.
Wenn ich ein Bild bemühen darf: Europas Umweltpolitik gleicht eher einer Parkpflege eines herrschaftlichen Anwesens, während die chinesische Umweltpolitik sich ständig im "Wettstreit" mit WIRKLICHEN fundamentalen Entwicklungsproblemen einer armen Bevölkerung konfrontiert sieht.Und wenn mir die bösartige Bemerkung erlaubt ist: die europ. Umweltpolitik scheint mir wirklich nur zu oft eine heuchlerische Parkpflege für "uns zu Hause" zu sein.
Übrigens - diese Einsicht schlägt sich in den internationalen Rankings über Umweltstandards und Umweltpolitik nieder. Da rangiert China in der Nähe der USA (obwohl die USA gesegnte Möglichkeiten hätte) und zwar hauptsächlich weil die Politik und ihre Durchsetzung allgemein als hervorragend eingeschätzt wird.

30

Es ist schon seltsam wie China von vielen schöngeredet wird. In den 1980er Jahren war es Japan, das mit seiner staatlich geförderten Wirtschaft als Vorbild herhalten musste. Dem japanischen MITI wurden wahre Wunder attestiert, während der Westen, bzw. die westlichen Firmen als Idioten dargestellt wurden.
Nun ist es also China von dem die allein glückselig machende Weisheit ausgeht. Eigentlich müsste es ja heißen die KPCh, die mit ihrer Weitsicht („I have the impression that Chinese leadership takes a long view“) das Land in eine blühende Zukunft führt. Dabei wird gerne übersehen, dass dafür auch mehrere Anläufe notwendig waren, die obendrein Millionen Menschen das Leben gekostet haben. Es ist seltsam, dass die Wirtschaftspolitik unter Mao völlig vergessen wird. Und die gelobte schnelle Umsetzung von Entscheidungen („At the same time China has the capacity to implement policy decisions rapidly.”) ist nicht anderes als eine Folge der völligen Rechtlosigkeit des Einzelnen gegenüber dem Staat. Diese Rechtlosigkeit betrifft übrigens auch Firmen.
In der Tat, ein Projekt wie der „Drei Schluchten Staudamm“ wäre in einer Demokratie schwer zu realisieren gewesen. Ist das so schlimm? Ich bin froh, dass ich diese Rechte habe! Und ich wünsche diese Rechte übergangslos jedem Menschen und auch jedem Chinesen!
Und dann noch zu behaupten, dass die chinesische Führung scheinbar nur nach besten technischen Gesichtspunkten entscheidet („The leaders seem to seek the best technical information and do not brand as a hoax that which is inconvenient.“) und sich nicht von Fehlinformationen leiten lässt ist schon erstaunlich. Woher hat Herr Hansen diesen Einblick in die Informationsbeschaffung der chinesischen Hierarchien? Und woher wissen er und die Chinesen welche Informationen die besten sind? Das sind schon interessante Fragen. In einer Demokratie wird dies üblicherweise in zahlreichen Diskussionen erörtert. Das ist mühsam, zeitraubend und manchmal auch nicht Ziel führend. Aber deswegen, weil man sich mit seinen Standpunkten nicht durchsetzen konnte, undemokratische Vorgehensweisen zu loben und zu fordern kann auch nicht akzeptiert werden.
Jeder der mit einem totalitären Regime einen Pakt sucht sollte sich klar sein, dass er schon bald auf der anderen Seite stehen könnte, wenn das Regime seine Meinung ändert.

Diese Diskussion über die „Klimaschutzpolitik“ wird auch bei uns in Deutschland leider nicht geführt. Zumindest nicht in der breiten Öffentlichkeit. Das ist sehr bedauerlich. Über die Gründe kann man nur spekulieren. Es wäre angesichts der gewaltigen Kosten der „Klimaschutzpolitik“ sicherlich nicht zuviel verlangt eine Kosten-Nutzen Rechnung vorzulegen. Dies ist in den USA etwas anders. Die Menschen verlangen zu Recht Belege für den Sinn der Kosten, die ihnen auferlegt werden sollen. Ist das schlimm. Nein, das ist Demokratie.

31
Norbert Fischer

@ all

In einigen Beiträgen wird unterstellt, Hansen hätte "totalitäre Ambitionen" bzw. sei "gaga".

Haben diese Kritiker wirklich die Schrift von Hansen gelesen wie ich? Ich vermute mal nein.
Falls doch, bitte ich um Belege aus Hansens Text.

Ich nehme mal an, wir sind uns alle in Hansens Ansicht einig: Das amerikanische System wird mittelfristig keine Klimaschutzpolitik hervorbringen können.
Jemand anderer Meinung?

Dies ist doch keine Kritik an demokratischen Systemen, die Staaten der EU beweisen doch alleine schon, dass demokratische Systeme erfolgreich klimapolitik initiieren können (sogar besser als China mit seinem autoritären System!).

Diese Kritik richtet sich also speziell an die amerikanische Ausgestaltung der Demokratie. Meines Erachtens haben die USA ein System, das das Verhindern sehr leicht macht und das Umsetzen von Politik sehr erschwert.

Egal, ob es sich um Klimapolitik, Health Care Bill, Staatsfinanzen (man befrage mal Schwarzenegger zu Kaliforniens Finanzpolitik) oder was auch immer.

Und wer dies mit den "barbarians" (auch in Hansens Text in Anführungsstrichen!) nicht verstanden hat und glaubt, Hansen hätte seine Mitbürger als Barbaren bezeichnet, beweist nur ein völliges Unverständnis chinisischer Geschichte.

Der Kern von Hansens Botschaft ist fast banal:

Ohne die USA und China ist Klimapolitik zum Scheitern verurteilt. Die USA bewegen sich auf absehbare Zeit kaum bzw. nur ganz langsam, hoffen wir also, dass China klüger agieren wird.

PS:
Ich hielte es für sinnvoller, Hansens Text zu diskutieren, als im Chor Hansen als Person zu diffamieren.

32
Mathias Köcher

Das "kommunistische" China interessiert sich für Wirtschaftswachstum. Dabei bewegen die Führung zwei Sorgen:

1. Die chinesische Wirtschaft bildet möglicherweise eine Blase aus, welche bei mangelnder Nachfrage aus dem Ausland und gerade schleppend anlaufendem Binnenkonsum zu platzen droht.

2. Die amerikanische Wirtschaft, deren Zahlen weit dramatischer sind, als die Griechenlands, deren positive Prognosen nur auf statistischen Tricks und Verschleierungen sowie auf einem (völlig unbegründeten)Vertrauen in den Dollar beruhen, könnte einbrechen und damit auch der amerikanische Konsum.

China müsste keine Zölle auf amerikanische Waren erheben - das bißchen Import lohnt die Mühe nicht. Von den ~15 Billionen Dollar amerikanischer Staatsschulden hält China 2,8 Billionen Dollar als Währungsreserve.
DAS ist ein Druckmittel.

Aber geht es Hanson wirklich darum, China "ins Boot" zu holen? Oder will er vielmehr, propagandistisch wirksam, die Amerikaner "wachrütteln"? So wie die Künstler, die für den Fall, dass G.W. Bush jun. gewählt würde, ihre Auswanderung ankündigten?

Nun, Bush jun. wurde gewählt, Eddie Vedder & Co. sind noch amerikanische Staatsbürger und Hansons Aufschrei wird ebenfalls schlicht verpuffen, da die US-Bürger unterhalb der oberen 10.000 sich gerade mehr Sorgen um ihr aktuelles Überleben machen, als um mehr oder weniger wahrscheinliche Unannehmlichkeiten ihrer (Urur-) Urenkel.

Wie sehr sich China für Klimaschutz interessiert, hat man in Kopenhagen gesehen. Ob sich die chinesische Führung 1 Jahr nach Kopenhagen "endlich" dafür interessiert, ihr Wachstum durch eine starr "einzementierte" Beschränkung der CO2-Emissionen zu beschränken, darf bezweifelt werden.

Allenfalls wird statt dreckiger Kohlekraftwerke auf Atomstrom gesetzt. China ist nicht Afrika. China lässt sich nicht mit vielleicht 1 Milliarde Dollar an Transferleistungen "das Maul stopfen" und die Wirtschaft zugunsten der "alten Welt" deckeln, wenn es jetzt schon allein in den USA - pro Jahr - ~3 Billionen Dollar verdienen kann.

Also auch die Intension "bittebitte bleibt arm, damit wir einigermaßen (einfluss-)reich bleiben können", die Hanson von der amerikanischen (Wirtschafts-)Führung eingeflüstert worden sein könnte, wäre nichts weiter, als hilfloses Angstgeschrei.

China hatte vor 500 bis 600 Jahren aufgehört, riesige Flotten bis nach Afrika zu senden, um neue Räume zu erkunden und hat es damit den Europäern überlassen, mit ihren "Nussschalen" Weltreiche aufzubauen. Die Folgen für China sind bekanntermaßen schmerzlich gewesen - statt Weltmacht wurde man Kolonie.

Es darf auch bezweifelt werden, dass beabsichtigt ist, eine solche Entwicklung noch einmal zuzulassen.

Hansons Aufruf wird in China also kaum mehr Beachtung erzielen, als die Muppet-Show - wenn mir diese flache Pointe erlaubt ist.

33

Sehr geehrter Hr. Boos,

ich habe China nicht mit dem "Steinzeit-Kommunismus" von Pol Pot verglichen, sondern nur dessen schlimmste Ausbildung als abschrekendes Beispiel angeführt!.
Persönlich erachte ich (für eine gewisse Übergangszeit!!!) das derzeitige System in der Volksrepublik China als das beste für das Land und die wirtschaftliche Entwicklung, nicht unbedingt für die Staatsbürger. Wie Hr. Fischer schon Anmerkte, innenpolitiscsh gärt es dort. Ob eine noch "frische" chinesische Demokratie damit umgehen könnte wage ich zu bezweifeln, wobei ich keinesfalls die Methoden der derzeitigen gut heißen möchte.
Und nochmals zu Hr. Hansen, nur Menschen die kaum Einschränkungen ihrer perönlichen Freiheit kennengelernt haben, können genau diese Einschränkung fordern! Absurd!

34
Norbert Fischer

Hansens Schrift ist auf alle Fälle interessant und empfehlenswert, es lohnt sich, es im Original zu lesen, weil ich die Darstellung im Artikel als sehr tendenziös (ich bin ja höflich) empfinde.

Manche Links im Artikel funktionierten nicht, der letzte führte zum Ziel: http://tinyurl.com/6k26vo7

Hansen ist einer der Wissenschaftler, der sich mit am stärksten politisch engagiert, was ihn auch angreifbar macht. Das Schriftstück ist ein gutes Beispiel für seine politische Arbeit.
Gut, reden wir also heute mal anstatt über Wissenschaft über Politik.

Seine Argumentation ist nachvollziehbar:
Ohne die USA bzw. China als Hauptemittenten ist keine Klimaschutzpolitik erfolgreich. Ich teile Hansens Pessimismus in Bezug auf die USA und muss deshalb ebenfalls hoffen, dass sich China - ähnlich wie die EU - als klüger erweisen wird.

Darf ich Chinas Klimapolitik jetzt lobend erwähnen oder wird es dann auch über mich heißen, ich würde "Chinas Diktatur anbeten"?
Darf ich Chinas Diktatur verurteilen und trotzdem Chinas Anstrengungen im Klimaschutz loben? Ich sehe da keinen Widerspruch.

Übrigens halte ich es für einen Irrtum (den man auch häufig aus Politik und Ökonomie hört), dass das chinesische System "effizienter" sei als ein demokratisches. Ich prophezeie mal kühn innenpolitische Probleme, die eher zunehmen werden.

In politischen Diskussionen habe ich schon mehrfach das Argument gehört, europäische Klimapolitik wäre eine Benachteiligung gegenüber der US- oder chinesischen Wirtschaft.
Ich entgegnete - wie ich seit heute weiß - mit demselben Argument wie Hansen:

Genau wie die USA in Chinas Währungspolitik eine unfaire Handelspraxis sehen und regelmäßig mit Strafzöllen drohen, genauso kann die EU gegen Handelspartner Strafzölle aufgrund von "Ökodumping" verhängen. Mein Eindruck ist, die USA brauchen momentan wohl etwas Druck von außen, China erscheint da etwas williger zu sein.

35

Nun, ich habe mit Hansen und den totalitären Ambitionen der Klimahysteriker nichts am Hut.
Aber diese Art der "Chinakritik" finde ich ehrlich gesagt unangemessen.
China versucht das Leben von 1.4 Mrd. Menschen zu modernisieren und bescheidenen Wohlstand für seine Menschen zu erreichen (und scheint doch ziemlich erfolgreich dabei zu sein).
Das mit Pol Pot zu vergleichen ist denn doch etwas unterirdisch. Überhaupt finde ich es politisch unklug und sachlich nicht gerechtfertigt die Frage des "anthropogenen Klimawandels" auf Teufel komm raus mit der Tea Party und dem alten und unnützen Schema von "rechts" und "links" hinter alten Scheuklappen abzuhandeln.
Der Versuch mittels CO2 Handel und Energieressourcenbewirtschaftung totalitäre Entwicklungen in den hochentwickelten Ländern zu befördern ist ja nur die innere Seite des Versuches über Energiekontrolle die Entwicklungsmöglichkeiten der armen und Schwellenländer zu moderieren, bzw. nach den Bedürfnissen der reichen Nationen auszurichten.
Leider hat sich das unter echten und Pseudolinken noch nicht herumgesprochen. Dieser Betrag wird diese Tendenz eher verstärken.
Die Hilflosigkeit Hansen`s freut mich - deswegen muss man keine Attacke gegen China reiten.

36
Klaus Jankowsky

Eigentlich kann man Mr. Hansen nur dankbar sein. Hat er doch spätestens durch diesen Artikel der Fratze die Maske vom Gesicht gerissen.

37

Da gibt es nur noch eines zu sagen:

GAGA, wirklich GAGA.

Oder wie die Amis sagen:
Is he nuts???

38
Reinhard Martin

Wo sind wir nur gelandet? Das wir so etwas nach 1989 noch einmal erleben müssen? Da wird ein riesen Aufstand veranstaltet wenn die Linken vom Kommunismus faseln? Was sind diews für Aufforderungen? Die Aushebelung der Demokratie durch Ökoterroristen? Wer legt diesen Herren endlich das Handwerk?

39
Erich Richter

Warum denn "so weit ausholen" ? Unsere "Spezial Spezialisten" haben doch schon die stärkst möglichste Zusammenarbeit eingeleitet...VW, Mercedes, Bosch usw. sowie große Teile der Textilherstellung= Billigproduktionen aller Art.
Da ist doch dieser Schritt "bald" nur noch ein Klax. Wir werden die Sklaven der Chinesen -eben-
verraten und verkauft aus purer Gier, Geldgier !
Die meisten der "kleinen Leute" sprechen doch auch schon Chinesisch..wie z.B."ming sching sin fott" = Mein Geld ist weg !

Erich Richter

40

Der Herr ohne Geburtsurkunde in Washington ist doch nicht besser. Sonst würde seine Administration doch nicht mit allen Mitteln und am Kongress vorbei seinen alarmistischen Unsinn umzusetzen.

41

Wie kommunistische Diktaturen den CO2-Ausstoß begrenzen können, hat seinerzeit Pol Pot in Kambodscha eindrucksvoll vorgeführt!

Hr. Hansen gehört nicht in die Führungsposition einer demokatisch legitimierten Behörde, wenn er deren Grundlage dermaßen angreift!