Renaissance der Kernenergie II: Die Lösung des Entsorgungsproblems.

Gemäß Aussage einer SHELL-Studie „Energy Needs, Choices and Possibilities – Scenarios to 2050 (2001)” wird sich der Energiebedarf der Menschheit bis 2050 in etwa verdoppeln und er wird zunehmend in Form elektrischer Energie benötigt. Dass Verdoppelung bei ansteigenden Bevölkerungszahlen und zunehmendem Lebensstandard nicht mit regenerativen Energien erreicht werden kann, ist jedem einsichtig, der mit elementaren physikalischen, technischen und wirtschaftlichen Grundbegriffen der Stromerzeugung vertraut ist.


Die einzige, von so gut wie allen Nationen dieser Erde verfolgte Lösung zur Schaffung einer umweltgerechten, zuverlässigen, wirtschaftlichen und nachhaltigen Energiequellen zur Deckung des elektrischen Strombedarfs ist die Kernenergie. Ausnahmen von dieser Regel bilden Länder, wie beispielsweise Norwegen, die auf Grund ihrer einmaligen geographisch-topologischen Voraussetzungen ihren Strombedarf ausschließlich aus Wasserkraft decken können.

Bei der hierzulande fast nur noch mit Ideologie geführten Auseinandersetzung um Restlaufzeiten von Kernkraftwerken wird übersehen bzw. verschwiegen, dass inzwischen inhärent sichere Kraftwerkstypen zum Ersatz älterer Anlagen auf dem Reißbrett und in Erprobungsanlagen bereit stehen. Man teilt die zahlreichen Methoden, mit denen Kernkraftwerke arbeiten und ihren Entwicklungsstand in „Generationen“ ein. Eine Übersicht hierzu biete der im Internet zugängliche Beitrag von T. Schulenberg von der TH Karlsruhe, gehalten auf der 71. Jahrestagung der Deutschen Physikalischen Gesellschaft, Regensburg im März 2007, erliegt hier als pdf-File bei. Der vorliegende Beitrag beschränkt sich auf das nicht nur technisch, sondern zumindest in Deutschland auch gesellschaftspolitisch wichtige Detailproblem, wie diese neuen Kraftwerkstypen mit dem radioaktiven Abfall fertigwerden. Gibt es inzwischen Verfahren, die das Problem des Kernmülls zuverlässig lösen?

Zuvor sei aber noch eine Anmerkung zur Sicherheit der aktuellen Kernkraftwerke in Deutschland eingeschoben. Bereits die heutigen Leichtwasser-Reaktoren (LWR) sind gegen einen sog. größten anzunehmenden Unfall (GAU) inhärent sicher. Bei ihnen ist zwar (theoretisch) eine Kernschmelze möglich, grundsätzlich aber nicht eine Katastrophe, wie sie in Tschernobyl vorkam. Das liegt am „negativen“ Temperaturkoeffizienten des LWR-Typs. Der Wirkungsquerschnitt für die erforderliche Kernspaltung, der die zum kontinuierlichen Betrieb unabdingbare Kettenreaktion im Reaktor ermöglicht, ist nur für langsame (thermische) Neutronen ausreichend groß. Daher müssen die bei der Kernspaltung entstehenden schnellen Neutronen abgebremst (moderiert) werden, was beim LWR – wie es sein Name besagt – mit Wasser als Moderator erfolgt. Geht die Kettenreaktion infolge einer Havarie „durch“, erhitzt sich der Moderator, hier das Wasser, und es verdampft. Damit hört aber die moderierende Wirkung automatisch auf. Die Neutronen aus den gespaltenen Kernen sind nun zu schnell für die weitere Kettenreaktion, die damit automatisch aussetzt. Eine gute Übersicht zur Sicherheitsproblematik der aktuellen Reaktorgeneration ist als pdf-File „Kernreaktor_Sicherheit.pdf“ beigefügt. Das von einigen politischen Interessengruppen gerne instrumentalisierte Bild eines „explodierenden“ Kernreaktors ist mit den in Deutschland laufenden LWR-Typen prinzipiell unmöglich.  

Der oft als Abschreckungsbeispiel herangezogene RBMK-Reaktor in Tschernobyl war ein Siedewasserreaktor mit zusätzlichem Graphitmoderator, der neben der Stromerzeugung für militärische Zwecke genutzt wurde und der zudem regelungstechnisch instabil war. Da Graphit brennt und die Steuerung dieses extrem gefährlichen Reaktortyps fehlerhaft vorgenommen wurde, konnte die Katastrophe passieren. Beim LWR-Typ ist Analoges unmöglich, allerdings ist durch die Restwärme nach einer Havarie immer noch eine Kernschmelze denkbar, die bei den jetzt verbesserten Konstruktionen durch spezielle Auffangbecken unschädlich gemacht wird (Generation III). Solche Maßnahmen werden sich in fernerer Zukunft bei entsprechenden Typen der IV. Kernreaktor-Generation erübrigen, die dann in allen Belangen inhärent sicher sind.

Der EIKE-Beitrag über das nukleare Abfall-Problem ist als pdf-File

"Die_Transmutation_von_radioaktivem_Abfall.pdf"

angehängt. Ferner sind eine Reihe weiterer pdf-Files zum vertieften Studium zur Verfügung gestellt. Zusätzliche Information kann den Quellen entnommen werden, die im EIKE-Beitrag so weit als möglich in der zugänglichen Internet-Form angegeben werden.

Prof. Dr. Horst-Joachim Lüdecke

EIKE Pressesprecher  

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50 Kommentar(e)

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1

Sehr geehrter Prof. LÜdecke,
leider konnte ich erst jetzt Ihren Artikel zur Transmutation der Transurane lesen. wir sind uns sicher beide einig, daß eine Wiederaufarbeitung zur Gewinnung des Urans und auch des Plutoniums sinnvoll und zur Resourcenschonung auch notwendig ist. Allerdings kam ich Ihre Auffassung zur Entwicklung und Bau eines "transmutationsreaktors" zur Verringerung oder gar Vermeidung der langlebigen Transurane nicht teilen. Bei der Endlagerung sind weniger die Transurane (immer unterstellt wir arbeiten zur Gewinnung des Plutoniums wieder auf) sondern die langlebigen Spaltprodukte. Bei der Transmutation stehen aber aus den dann gespalteten Transuranen entsprechende Mengen an langlebigen Spaltprodukten und damit sind wir unser Problem nicht los. Denn wie gesagt, die ganzen Untersuchungen zur Endlagerung zeigen, daß die "Sorgenkinder" die langlebigen Spaltprodukte sind. Diese zu Vernichten wäre mit einer Spaltionsneutronenquelle mit Flüssen von 10 hoch 17 Neutronen pro Sekunde und cm2 möglich. Dies ist technisch zwar machbar, solche Quellen haben aber auch nur ein Querschnitt von etwa 1 cm2.
Noch ein Randbemerkung zu dem Artikel von Herrn Schulenburg zur Reaktorentwicklung: Einen SWR 1000 sicherheitstechnisch auf die gleiche Stufe zu stellen wie einen Ap1000 hieße einen Mercedes der neusten Generation mit einem aus den achtziger Jahren zu vergleichen. Auch kenne ich viele Kollegen die einen Konvoireaktor für wesentlich besser halten als den EPR. Statt den Konvoireaktor zu verbessern wurde er von den Franzosen wenn ich es überspitzt formuliere verschlimmbessert.
Mit freundlichen Grüßen und ein frohes Weihnachtsfest
H. Urbahn

2

Die Welt hat mal wieder Gelegenheit, sich sich über die Deutschen zu wundern und zu amüsieren, wie diese sich die Kernenergie betreffend völlig irrational aufführen. Erinnerungen an "le waldsterben" werden wach...
Aber was will man nach jahrzehntelanger Indoktrination und Panikmache anderes erwarten. Statt weitgehender Energieunabhängigkeit vom Ausland wird die Abhängigkeit immer stärker ausgebaut. Dem dummen Volk wird erzählt, daß die Windrädchen und Solarpaneele unabhängig machen, die dazu nötigen Schattenkraftwerke werden verschwiegen (Ich fasse es sowieso nicht, wie jemand, der noch denkfähig ist, sich nicht die Frage stellt, wo denn der Strom bei Nacht und Windstille herkommen soll.) Die sogenannten Biogasanlagen sind sowieso ein eigenes Thema (u.a.Vernichtung von Nahrungsmitteln).
Jedenfalls funktioniert die Strategie prima - die "Erfinder" des Planes und ihre Hilfstruppen können zufrieden sein, die Kernenergie in D ist bald am Ende, nicht zuletzt dank "unterstützender" Maßnahmen und Gesetze, die z.B. dafür sorgen, daß der strahlende Abfallberg ohne Not verzwanzigfacht wird, um den politischen Druck zu erhöhen und die Bevölkerung aufzuputschen. Gleichzeitig wird die Forschung lahmgelegt und dabei war D einmal führend auf diesem Gebiet. Aber da soll es ja keine Verbesserungen geben - zumindest nicht in D...
In anderen Ländern wird schon vielversprechend daran geforscht, wie man die tatsächlich übrig bleibenden 5% Abfall weiter verringern oder verwerten kann.
P.S.:Wann wird denn in D endlich die Nuklearmedizin abgeschafft? Die produziert doch auch strahlenden Abfall....

3

Kernkraftfalle und Grüne

http://tinyurl.com/2u3cctf

4

Der traurige Witz dabei ist, daß der erhoffte "Erlöser" Kernenergie noch immer Antreiber des üblen CO2-Spiels ist, weil er ohne die CO2-Lasten für fossile Stromerzeuger nicht konkurrenzfähig ist.

Dazu eine unverdächtige Quelle: Die World Nuclear Association, die die WNN-Informationen herausgibt.

"UK nuclear proponents await market reform. The three firms preparing to build new nuclear power plants in the UK have said in unison that energy market reform is necessary for them to proceed. EdF Energy, Horizon Nuclear and NuGeneration all spoke with one voice at the Nuclear Industry Associations' annual conference in London. EdF Energy said that electricity market reform is "absolutely critical to underpinning the investment case for any nuclear project". It wants to see a floor price for carbon dioxide emissions, "so fossil fuel generators pay a price for their pollution just as nuclear power pays for its waste." This is a stated aim of the UK government, but its proposals on this have not yet seen the light of day. EdF Energy would also like to see the introduction of low-carbon capacity payments among the government's new measures, to ensure enough capacity is built. EdF also called for "clear limits to the level and duration of subsidies for other energy sources to avoid distorting the market in the long term."
WNN 2/12/10 UK"

5

Na klar!
Es geht um Bevölkerungsreduzierung.
Was früher Zyklon B war, schafft "biodynamisch" konzentriertes CO2.
In der unkonzentrierten Normalversion ist es völlig harmlos, mehr noch, es ist nützlich.

6

zu #2 CCS
Ist jetzt die Kampagne zur Bevölkerungsreduzierung in ihre heiße Phase getreten ? Vermeintlich leergepumpte Ölfelder haben gern die Tendenz, sich nach einer gewissen Zeit wieder mit Öl zu füllen...
Frankreichs Idee zur Aufbewahrung des "Klimakillers" ist auch apart. Das CO2 wird in ein aufgelassenes Bergwerk am Fuße der Pyrenäen gepumpt. Pikantes Detail: Das Bergwerk befindet sich in einer aktiven Erdbebenzone, wo der Boden mindestens einmal, meist jedoch öfter pro Jahr wackelt...

Noch ein Wort zum Thema Elektroenergie: Man sollte sich als Kunde seinen Strommix wirklich frei und mit den jeweiligen realistischen Preisen zusammenstellen können und zwar nicht nur wie bisher nach dem Motto "grün - grüner- am grünsten", das wäre freier Markt, aber das ist ja nicht erwünscht.

7

zu #37, 26 und 32: Tschernobyl

Hat jemand aus der Gesprächsrunde Zugang zu seriösen, möglichst aus verschiedenen Quellen stammenden seismischen Daten aus der betreffenden Zeit? Das wäre ja wirklich interessant, die Geschichte richtig einordnen zu können....

8
Horst Stricker

An Frau Thiele,

“Man spinnt noch immer von der EU als "Union der 100-Prozent-Erneuerbare-Energien".
Das kann man wohl sagen! Ich lebe seit 18 Jahren im Nordwesten der Iberischen Halbinsel, bisher wurden wir hier von dem Weltrettungswahn mehr oder weniger verschont, das änderte sich aber in den letzten Jahren. Man versuchte das CO2 Virus auch hier in den Köpfen der Menschen zu verankern.
Die Medien begannen in der gleichen propagandistischer Art ,wie sonst überall, zu berichten....”Wegen dem globalen Temperaturanstieg durch den Treibhauseffekt, verursacht durch den CO2-Anstieg der menschlichen Emissionen “... war die Standardformel mit der gebetsmühlenartig fast jede Nachrichtensendung begonnen wurde.
Der de facto Strommonopolist schulte seine Mitarbeiter mit Al Gores Film, der übrigens auch an allen Schulen gezeigt wurde, ein . Dann kamen die “Erneurbaren,” ENERCON, NORDEX und eine dänische Firma in Personalunion mit dem Monopolisten verschonten fast keinen Höhenzug des kleinen Landes. Die ehemals unberührte Natur der Bergkuppen mußte den Windmühlen und Zugangsstraßen weichen ,nur ein Beispiel: um die 9 Windmühlen eines Parks zu verbinden legte man 22km Schotterpiste a 6m Breite an. Ganz zu schweigen von den Fundamenten und man hat in diesem Park, nach NUR einem Jahr Betrieb , sämtliche Getriebe der WKA’s (Rotordurchmesser ca.75m) auswechseln müssen weil sie ihren Geist aufgaben.
Der andere Aspekt ist die Korruption, die seit je her für diese Art von Krankheit und Vetternwirtschaft anfällige Lokalpolitik ließ sich nicht zwei mal bitten, jedenfalls sind viele steinreich geworden(8-10 Luxuskarossen versch.Edelmarken/Pers.) sind keine Seltenheit . Für die Windparkbetreiber bestimmt nur Peanuts, bei diesen Summen an Subventionsgelder die eingestrichen werden, es zahlt ja eh der dumme Verbraucher
Wenn man dann als Grüner o.ä. ewtl. noch Aktien dieser Firmen besitzt, dann kann man schon verstehen warum diese Herrschaften 100% Erneuerbare fordern.
Ich befürchte , uns wird so mancher Schildbürgerstreich nicht erspart bleiben und der ganze Spuk wird erst aufhören wenn alles zugrunde gerichtet ist

M.f.G.
Horst Stricker

9

Herrn Stricker:

Der "karpow'sche" Erfolg liegt schon allein darin, daß es gelungen ist, einen Krieg anzuzetteln zwischen der Kernenergie und den fossilen Energien.
Und wie in jedem Krieg gibt es nur Verlierer. Selbst die Pfiffigen, die den Krieg in Gang halten, weil sie meinen, damit gute Geschäfte machen zu können, werden schließlich Opfer des Krieges.

Unsere Politiker haben in diesem Kriegsgewinnler-Rausch längst Überblick und Kontrolle verloren, sie sind nur noch Getriebene, die sich an ihre vermeintliche "Macht" klammern wie Ertrinkende an den Strohhalm. Diktieren tun andere. Sie geben die Forderungen über Strohmänner an die Regierung rein, gerade waren es die Grünen mit der Drucksache vom 1.12.2010.
http://www.gruene-bundestag.de/cms/default/dokbin/363/363537.antrag_cancun.pdf
Sehr häufig war es auch die FDP.

Man spinnt noch immer von der EU als "Union der 100-Prozent-Erneuerbare-Energien".
Man träumt noch immer von "Vorreiterökonomie", dabei wurden Wind- und Solarstromerzeuger längst als Behinderte identifiziert, die ohne Staatskrücken gar nicht laufen können. Solange Krücken-Stütze geliefert wird, nimmt man die mit, fiele das CO2-Argument und damit das EEG weg, wäre der Spuk sofort vorbei.

Den Spuk bis zum bittere Ende zu erhalten, dafür wurde karpow'sch vorgesorgt. Erst wurde die Wirtschaft in die CO2-Falle gelockt, die nun ohne Skrupel die Bürger "schlachtet", um selber zu überleben.

Und das genau war die Absicht, der "Kapitalismus" sollte eine häßliche Fratze zeigen - und die zeigt er nun tatsächlich, alles läuft nach Plan.

10
Horst Stricker

#41 Hanna Thiele sagt:
"In diesem Sinne kann man die Idee "Öko-Weltrettung durch Geohygiene" getrost "karpow'sch" nennen."

Wie war , wie war, Russland hat zwar die Schlacht aber nicht den Krieg verloren und scheint gestärkt aus dieser vergangenen Konfrontation hervorzugehn, wärend es dem Westen wie König Pyrrhus ergeht.
Wie perspektivlos und vor allem wie tief müssen die westlichen Wirtschaftslenker gesunken sein, allen voran die Energiekonzerne ,wenn sie all ihren Wachstum allein auf Volksverdummung und Subventionen einstreichen ausrichten.
Russland hingegen ist ein Land mit enormen Ressourcen, das sich bei einigermaßen geschickter Führung noch einige Zeit auf der Weltbühne behaupten wird. Darum ist es sehr verwunderlich, daß sich die europäische Wirschaft nicht stärker diesem Lande zuwendet,da wo der Markt für europäische Produkte, allen voran deutsche,noch lange nicht gesättigt ist.

Beste Grüße

Horst Stricker

11

Sehr geehrter Herr Luedecke,

da Sie die Arbeiten von Gerlich & Tscheuschner (2009) sowie Kramm und Dlugi (2010) direkt ansprechen und folgendermassen interpretieren:

"Es muss darauf hingewiesen werden, dass die von Gerlich, Tscheuschner und Kramm veröffentlichten Aufsätze, die von einer Null-Wirkung des anthropogenen CO2 auf Globaltemperaturen sprechen, noch nicht einmal von den AGW-Gegnern und schon gar nicht von der Fachwelt insgesamt geteilt werden."

sehe ich mich gezwungen, gegen diese Missinterpretation Stellung zu beziehen, wobei ich mich auf die von Dlugi und mir veroeffentliche Arbeit mit dem Titel "On the Meaning of Feedback Parameter, Transient Climate Response, and the Greenhouse Effect: Basic Considerations and the Discussion of Uncertainties" beschraenke:

Die Zusammenfassung dieser Arbeit lautet:

"Abstract: In this paper we discuss the meaning of feedback parameter, greenhouse effect and transient climate response usually related to the globally averaged energy balance model of Schneider and Mass. After scrutinizing this model and the corresponding planetary radiation balance we state that (a) this globally averaged energy balance model is flawed by unsuitable physical considerations, (b) the planetary radiation balance for the Earth in the absence of an atmosphere is fraught by the inappropriate assumption of a uniform surface temperature, the so-called radiative equilibrium temperature
of about 255 K, and (c) the effect of the radiative anthropogenic forcing, considered as a perturbation to the natural system, is much smaller than the uncertainty involved in the solution of the model of Schneider and Mass. This uncertainty is mainly related to the empirical constants suggested by various authors and used for predicting the emission of infrared radiation by the Earth’s skin. Furthermore, after inserting the absorption of solar radiation by atmospheric constituents and the exchange of sensible and latent heat between the Earth and the atmosphere into the model of
Schneider and Mass the surface temperatures become appreciably lesser than the radiative equilibrium temperature. Moreover, both the model of Schneider and Mass and the Dines-type two-layer energy balance model for the Earth-atmosphere system, containing the planetary radiation balance for the Earth in the absence of an atmosphere as an asymptotic solution, do not provide evidence for the existence of the so-called atmospheric greenhouse effect if realistic empirical data are used."

Das ist der Inhalt des Papers von Kramm & Dlugi (2010). In dieser Arbeit werden im wesentlichen theoretische Konzepte untersucht, die in der Klimatologie verwendet werden. Wir haben gezeigt, dass die sog. "climate feedback equation", die auf der Arbeit von Schneider & Mass (1975) beruht, aus physikalischen Gruenden zu verwerfen. Das ist insofern interessant, weil die sog. Klimasensitivitaet auf dieser Gleichung beruht. Diese wurde in allen IPCC-Reports zur Berechnung der Zunahme der globalen Oberflaechentemperatur infolge des sog. anthropogenen radiativen Forcings herangezogen, was Dlugi und ich durch das entsprechende Zitat belegt haben.

Wenn die "climate feedback equation" aus physikalischen Gruenden zu verwerfen ist, dann gilt das auch auf alle Groessen, die davon abgeleitet werden. Warum die "climate feedback equation" aus physikalischen Gruenden zu verwerfen ist, laesst sich leicht darlegen. Schneider und Mass (1975) haben weder die Fluesse von sensibler und latenter Waerme an der Grenzflaeche Erde-Atmosphaere noch die Absorption solarer Strahlung in der Atmosphaere durch gasfoermige Substanzen und Wolken beruecksichtigt. Was das bedeutet, laesst sich an Hand folgender Zahlen belegen: Von den etwa 340 W/m^2, die im globalen Mittel den Oberrand der Atmosphaere erreichen, werden etwa 100 W/m^2 entsprechend der planetaren Albedo von 30 % ins Weltall zurueckgestreut. Es verbleiben also etwa 240 W/m^2 uebrig, die im System Erde-Atmosphaere energetisch wirksam sind. Davon werden etwa 80 W/m^2 in der Atmosphaere durch gas- und partikelfoermige Stoffe absorbiert. Was die Erdoberflaeche erreicht, sind etwa 160 W/m^2. Diese teilen sich auf in die Fluesse von sensibler und latenter Waerme (insgesamt etwa 100 W/m^2) und dem Netto-Strahlungsfluss im Infrarotbereich (etwa 60 W/m^2). Letzterer ist bei weitem der kleinste Flussanteil. Selbstverstaendlich ist dieser Netto-Strahlungsfluss wie die Fluesse von sensibler und latenter Waerme aufwaertsgerichtet, was bedeutet dass auch der Netto-Strahlungsfluss zur Erwaermung der Atmosphaere beitraegt. Es muss noch darauf hingewiesen werden, dass die Aufteilung nicht auf einem festen Verhaeltnis beruht, was bedeutet, dass die Aenderung eines Flusses durch die beiden anderen Fluesse ausgeglichen wird.

Schneider & Mass (1975) haben nur ein planetares Strahlungsgleichgewicht fuer die Erdoberflaeche betrachtet, was nachweislich falsch ist, denn an der Erdoberflaeche existiert wegen der Fluesse von sensibler und latenter Waerme und dem Energietransport unterhalb der Erdoberflaeche (der global gemittelt wenig zur globalen Energieflussbilanz an der Grenzflaeche Erde-Atmosphaere beitraegt) bestenfalls ein Energiegleichgewicht.

Es sei noch vermerkt, dass der Fehler, der bei der Linearisierung des Stefan-Boltzmannschen Gesetzes entsteht, wie sie durch Schneider & Mass infolge der Verwendung des Budykoschen Ansatzes vorgenommen wurde, erheblich groesser ist als die berechnete Zunahme durch das anthropogene radiative Forcing.

Zum Schluss noch ein Hinweis: Stephen Schneider war kein Experte auf dem Gebiet der Physik der Atmosphaere bzw. Klimatologie, als er zusammen mit Mass diese Arbeit verfasste. Es wimmelt nur so von solchen Arbeiten in der Klimatologie, wo Fachfremde gravierende Fehler in die Literatur einbrachten. Sie, Herr Luedecke, sind zwar von Hause aus Physiker, haben aber auf einem ganz anderen Gebiet. Auf dem Gebiet der Physik der Atmosphaere sowie der Klimatologie gelten Sie allenfalls als interessierter Laie, solange Sie es unterlassen, Publikationen zu diesem Thema in begutachteten Fachzeitschriften zu publizieren. Ich frage mich also, auf Grund welcher Qualifikation Sie sich das Recht herausnehmen, die Arbeiten von Gerlich & Tscheuschner (2009) sowie Kramm & Dlugi (2010) so sinnentstellend zu bewerten.

Mit freundlichen Gruessen

Gerhard Kramm

12

Ja, Herr Stricker, die Öko-Planwirtschaft wurde gekonnt eingefädelt, so quasi auf den Umweg über diejenigen, die man Kapitalisten nennt - und die man mit dem jeder Marktwirtschaft innewohnenden Gewinnstreben in die Falle gelockt hat. Das ganze wurde eingebettet in die friedliche Nutzung der Kernenergie als Hoffnungsträger, mit dem eingebauten Spätzünder CO2.

An unserer Stromwirtschaft ist zu besichtigen, wie sie sich mit Ihrem "urgent call" nach CO2-Reduktion peu à peu selber in die Enteignung führt, andere Wirtschaftszweige werden folgen.
Die ehemals Kommunistischen Länder dagegen machen das Gegenteil, praktizieren eine pragmatische Wirtschaftspolitik ohne Ideologie.

In den Jahrzehnten wirtschaftlicher Unterlegenheit gegenüber dem Westen trösteten sich die Russen damit, daß sie in der Königsdisziplin strategischen Denkens, dem Schachspiel, immer den Weltmeister stellten, nur kurz unterbrochen vom Sieg Bobby Fischers, eines amerikanischen Juden. Den Turnierrekord hielt Anatoli Jewgenjewitsch Karpow.

Karpow verstand es, meisterhaft und weitsichtig zu manövrieren. Er erweiterte das Schachvokabular um das Adjektiv "Karpow'sch". Es steht für das pythonartige Ersticken des Gegners durch eine methodische, gelassene Spielweise.

Man sagte: "Karpows Absichten erschließen sich seinem Gegner erst, wenn es keine Rettung mehr gibt".

In diesem Sinne kann man die Idee "Öko-Weltrettung durch Geohygiene" getrost "karpow'sch" nennen.

Hanna Thiele

13
Horst Stricker

Sehr geehrte Frau Thiele

Sie haben wie immer in Ihren Kommentaren, die ich bisher gelesen habe , den Nagel auf den Kopf getroffen. Beängstigend ist vor allem die Dimension dieser Geschichte. Diese CO2 Propagandaaktion geht ja quer durch (fast) alle westlichen bzw.NATO Länder. Das war von Anfang an eine politische Entscheidung bei der man sich die Wissenschaft drumherum “zurechtgebogen “ hat. Mitte der Achziger Jahre hat man dann angefangen das CO2-Süppchen auf kleiner Flamme zu kochen, die Zeit und vor allem die medialen Möglichkeiten waren aber noch nicht reif für den großen Paukenschlag.
Erst nach dem Untergang des Ostblockes und verstärkt durch die “Experten” des einstigen Gegners ging es dann richtig los.
Es kann doch kein Zufall sein, daß fast alle wichtigen Rundfunkanstalten und Printmedien der EU-Länder, wie orchestriert, in das gleiche Horn blasen . Diejenigen die sich dieses Spiel ausgedacht haben dürften einiges an Macht verfügen und nicht locker lassen, bis der letzte Tropfen herausgepresst ist . Die “führende Politikerkaste” ist letztendlich nur noch von deren Gnaden, korrupt oder erpressbar, oder beides zusammen.
Grüne, vesch. NGO-s und auch andere Parteien ( meistens vom linken Spektrum), die sich den AGW auf die Fahnen geschrieben haben und mit Zähnen und Klauen die Durchsetzung der entsprechenden Maßnahmen forcieren wollen, sind m.E. nur die “nützlichen Idioten”, die dann wenn die ganze Bude zusammenkracht, dumm aus der Wäsche gucken werden und die ganze Schuld an dem angerichteten Schlammassel erhalten werden.
Die Mehrheit im Volke hat anscheinend immer noch nicht begriffen, daß der Garant für
Wohlstand und soziale Stabilität, billige Energie ist.

Mit freundlichen Grüßen,

Horst Stricker

14

Herrn Stricker:

"Schließlich muß man die Leute mit den gefährlichen Risiken einschüchtern, und so kommt man an Geld für mehr Sicherheit"

.... diesen Satz kann man auch anders auslegen, nämlich:
"Mit all den Sicherheitsauflagen wird Strom aus Kernkraftwerken sehr teuer, d.h. Kohlekraftwerke sind wieder im Vorteil".

Da liegt ja der Grund, daß "Atompapst" Häfele und andere alles getan haben, mit CO2-Abgaben der Kohle einen Klotz ans Bein der Wettbewerbsfähigkeit zu binden.
Dafür mußte die Angst der Menschen vor der Klimakatastrophe größer gemacht werden als die Angst vor der Strahlenkatastrophe.

Und in diesem olympischen Wettbewerb der Großrisiken haben wir das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht.
Keiner sagt: Aufhören mit dem Quatsch, denn inzwischen hat die Politik kapiert, daß sie auf diesem unlauteren Streit um Märkte ein neues Abgabensystem aufbauen kann.

15

Zu #32
http://tinyurl.com/37lfead
Das was Tschetscherow, mit verschmitztem Gesichtsausdruck, in den Minuten 13:30-13:40 sagt hat leider überall Schule gemacht, im Allgemeinen nicht zu Gunsten des Schlusswortes:

"Schließlich muß man die Leute mit den gefährlichen Risiken einschüchtern, und so kommt man an Geld für mehr Sicherheit"

16

An Krishna Gans bzgl. # 26 u. 32:
>
Es gab vor ein paar Jahren auf ARTE eine sehr interessante und nachvollziehbare Dokumentation darüber, was wie und wann in Chernobyl passierte: Chernobyl ist [...] über einem Erdbebengebiet gebaut worden (über 2 tektonische Platten), [...] in Chernobyl kam es zum Worst case, einem Erdbeben, mit den entsprechenden Folgen.

http://www.mefeedia.com/watch/30784171 - (Der wahre Grund von Tschernobyl)

Der Film stützt sich auf Aussagen von Konstantin Tschetscherow, über den ich folgenden Artikel auf RIA Novosti finden konnte:

„Der GAU von Tschernobyl: Ist der Reaktor wirklich leer?“

http://www.de.rian.ru/comments_interviews/20060530/48842852.html
Zitat:
„Ich habe mich an einen anderen Mitarbeiter des Zentrums gewandt, an den Physiker Dr. Alexander Borowoj. Über 20 Jahre hat er die Tätigkeit der Wissenschaftlergruppe des Kurtschatow-Instituts in Tschernobyl geleitet. "Ich kenne Konstantin Tschetscherow. Wir sind Kollegen. Auch wenn er seiner Ausbildung nach weder Physiker noch Atomwissenschaftler ist, er hat das Luftfahrtinstitut absolviert", sagte Borowoj. ‚Er ist tatsächlich in den ersten Tagen nach der Havarie nach Tschernobyl gereist. Doch fuhr er bald wieder ab und ist erst nach 18 Monaten zurückgekehrt, gegen Ende 1988.’ "

In dem Artikel geht es um eine andere Behauptung von Konstantin Tschetscherow. Es sei fast alles radioaktive Material in die Atmosphäre gelangt, gegen die Lehrmeinung der Mehrheit, 95 - 97 % seien in der Ruine verblieben.

Heutzutage kann man schon sehr leichte Erdbeben weltweit messen und genau lokalisieren. Dies wird auch rund um die Uhr gemacht und aufgezeichnet. Kein Erdbeben das einen größeren Schaden anrichtet entgeht den seismischen Aufzeichnungen. Wikipedia:

Moderne Breitbandseismometer (seit 1976, heute für wissenschaftliche Zwecke allgemein verwendet) [...]. Breitbandseismometer decken einen weiten Frequenzbereich ab (etwa 15 Oktaven gegenüber den 10 Oktaven des menschlichen Hörbereichs). Die höchsten Frequenzen liegen im unteren Hörbereich bei etwa 50 Hz und die tiefsten bei etwa einer Schwingung pro Stunde. Auch die Gezeiten der festen Erde mit Perioden von 12 und 24 Stunden werden noch erfasst, wenn auch nicht so genau wie mit einem Gravimeter. Die kleinste erfassbare periodische Beschleunigung des Erdbodens liegt bei einigen Billionsteln (10-12) der normalen Schwerkraft. Gleichzeitig vermögen diese Instrumente regionale Erdbeben bis zur Magnitude 7 unverzerrt aufzuzeichnen.

Ob zu der Zeit in Tschernobyl ein hinreichend schweres Erdbeben geschah, könnte man heute an den Aufzeichnungen wohl exakt ablesen. Da kann man auch nix geheim halten.

Im Übrigen müssten die in Prypjat und Tschernobyl evakuierten Menschen doch das Erdbeben gespürt haben. Davon ist auch nichts bekannt. Die hätten doch die Verbindung zum Unglück sofort hergestellt, wenn bei Ihnen die Küchenuhr von der Wand gefallen ist.

Ich glaube, man kann die Erdbebentheorie ins Reich der Legende verweisen.

Gruß,

Kai Steinle

17

Ja, der Plan ist von "jemand", Herr Glatting.

Er heißt Sacharow und es ist der Plan "Geohygiene", mit dem per Umweltauflagen der Kapitalismus an die kurze Kette gelegt werden soll, um die Lebensverhältnisse weltweit gleichzumachen.
1956 auf dem XX. Parteitag machte sich die KPdSU dieses Ziel zu eigen, denn man erkannte, daß die Parole "Kapitalismus führt in die Verarmung" in der Sackgasse gelandet war, denn die Menschen im Sowjet-Einflußbereich wollten lieber in den Kapitalismus fliehen, als unter Planwirtschaft arm und gleich zu sein - siehe DDR in diesen Jahren.

Genscher war es, der den Plan "Fesselung des freien Unternehmertums" in Deutschland einführte, um die "Republikflucht" obsolet zu machen.
Westerwelle will als Außenminister das Werk im Weltmaßstab weiterführen, den inzwischen wollen viele aufgeklärte Bürger aus Gesamtdeutschland fliehen.
Westerwelle nennt es "Klimagerechtigkeit".

Die Grünen sind die Gewinner dieses faulen Spiels, denn unter den grünen Anstrichen der bürgerlichen Parteien wirkt ihr Grün noch am glaubwürdigsten - auch wenn da an etlichen Stellen rot durchschimmert.
Und die Grünen sind die einzige Partei, die ein Thema zur Identifikation haben: "ANTI-ATOM".

Das haben sie dem "Atompapst" Häfele zu verdanken, der sich - glaubwürdigen Zeugen zufolge - tatsächlich nach Tschernobyl gebrüstet haben soll, den Grünen '"mit CO2 ins Gehirn gesch......." zu haben - so wörtlich.

Jeder Schiß ist bekanntlich braun - und braun sieht auch das grüne Jugendverführungsprogramm aus.
http://www.siebenlinden.de/htmcontent2107.html
Da "lernen" unsere verführten Kinder Demonstrieren gegen Castor und Nazis.
Und die bürgerlichen Parteien gucken hilflos zu, weil sie sich im Netz ihrer eigenen CO2-Lüge verfangen haben.

Grüße
Hanna Thiele

18

Hallo Frau Thiele,

ja es scheint wohl so, als ob man zur Verbreitung der Kerntechnik, versucht hat das CO2 Märchen als Katalysator zu verwenden. Dass man sich damit eine grüne Hydra züchtet wusste man damals noch nicht.

Das Zitat von Menke-Glückert hört sich an als ob er das von einer Bilderberger Konferenz mitgebracht hätte. Irgendwie wundert es mich schon länger, dass insbesondere in Deutschland, die Grünen eine so starke propagandistischen Rückhalt in den Medien haben und dabei so extrem fortschrittsfeindliche Ideologie verbreiten können/sollen.

Soll Deutschland verrecken? Ist das der Plan von irgend jemand? Sind die Grünen nur deren Wasserträger?

Und ist die Kerntechnikindustrie so blöd und versucht ähnlich zur Anfangsargumentation beim CO2 Schwindel mitzuschwimmen?

Grüße

D. Glatting

19

Hallo Herr Gans,

die Schilderung, dass ein Erdbeben der Katastrophe voraus ging, klingt prinzipiell plausibel. Des Weiteren sind Erdbebenbelastungen insbesondere beim Anfahren relativ kritisch. Aber dass der eine Block in sich zusammen fällt und die anderen Blöcke scheinbar unbeschädigt bleiben erscheint mir zumindest seltsam. (Man weiß auch nicht alles)

Des Weiteren fehlt mir die “Was passiert dann Maschine“ zwischen Erdbeben und Explosion. Wie konnte es aufgrund des Erdbebens innerhalb von 20 Sekunden zu so eine rapiden Erhöhung der Reaktivität kommen, auf das zu einer Explosion kommt. Das hätten die Filmemacher schon besser ausarbeiten sollen. Vielleicht stimmt ja die offizielle Schilderung soweit und das Erdbeben war nur noch der Funke an der Lunte. Die Schlussfolgerung, dass das Inventar nicht mehr in Gebäude ist sondern prima verteilt wurde hat was für sich. Die Schilderung, dass nur 4% des Inventars freigesetzt wurde schien mir aufgrund eines die ganze Nacht in Flammen stehenden Grafitblockes schon immer schleierhaft.

Noch mal zurück zu Mühlheim-Kläglich. Dort hat man aufgrund der Erdbebengefahr Reaktorgebäude und Maschinenhaus weiter auseinander gebaut. Dies sollte die Belastungen der Speisewasser und Frischdampfleitungen zwischen diesen beiden Gebäuden im Falle eines Erdbebens vermindern. Das ist eine rein betriebliche Maßnahme, damit die Belastungen dieser Leitungen bei einem Erdbeben (Notfall) innerhalb der zulässigen betrieblichen Belastungen (Betriebsfall) bleiben und damit nach einem Notfall nicht getauscht werden müssten. Das sind in diesem Bereich betriebliche Leitungen, die nicht für die Beherrschung eines Störfalls gebraucht werden.

Da man aber in Deutschland nicht mal eine Hundehütte ohne Genehmigung bauen darf, war es schon tolldreist, diese Planänderung nicht ordnungsgemäß zu beantragen.

Grüße

D. Glatting

20

Hallo Herr Glatting,

das Projekt "CO2-Klimaschutz" ist keine Idee der Grünen, genau so wie das EEG keine Idee der Grünen ist.

Es ist ein Projekt der FDP, Hans Dietrich Genscher hat es initiiert gleich 1969 nach seiner Bestallung als Innenminister der Regierung Brandt/Scheel.
Genschers Intimus Menke Glückert hat schon vor Jahrzehnten formuliert, um was es geht:

"Weltklimastabilisierung als Wirtschaftsgroßprojekt"
"Noch niemals zuvor in der Weltgeschichte hat es ein solch umfassendes ehrgeizig-plankompliziertes Wirtschafts-Großprojekt gegeben. Derartig gewaltige Anstrengungen, die von einer Aufgabe normaler Gewohnheiten und Wohlstandsansprüchen begleitet werden, hat es bisher nur in Kriegszeiten gegeben" - so schrieb Menke-Glückert wörtlich.

Diese Leute haben die Kernenergie benutzt als "Trojanisches Pferd", den CO2-Virus in die Gesellschaft zu schleusen.
Und die damals aufblühende Nutzung der Kernenergie hat sich benutzen lassen, den Umbau der Gesellschaft auf Entcarbonisierung einzuleiten - ob bewußt oder unbewußt, das weiß ich nicht.
Besonders hervorgetan hat sich der "Atompapst" genannte Prof. Häfele.

Die Grünen gab es damals noch gar nicht. Sie haben den CO2-Lügen-Mist erfolgreich benutzt, um darauf ihren Erfolg aufzuziehen, denn sie haben schnell erkannt, daß sich die bürgerlichen Parteien mit ihrer CO2-Lüge erpreßbar gemacht haben.

Hanna Thiele

21

D.Glatting #28
Es war nicht übermäßig schwer, den Film im Internet zu finden:

http://www.mefeedia.com/watch/30784171
bzw.
http://tinyurl.com/37lfead

22

Herr Luedecke,

Sie schrieben:

"Hinweis: Diese Diskussion gehört nicht zur News über Kernenergie. Daher werden alle weiteren Beiträge, die hier weitermachen, gelöscht. Es wird auf die Rubrik "Klima" verwiesen, wobei gebeten wird, die EIKE-News der Besprechung der Arbeit von Kramm, Dlugi erst einmal abzuwarten."

Darf ich Sie daran erinnern, dass Sie diese Diskussion in einem Kommentar zum Beitrag von Erich Richter (#2) mit einer Falschdarstellung der Arbeiten von Gerlich & Tscheuschner (2009) sowie Kramm & Dlugi (2010) begonnen haben.

MfG

23

@ #29: Hanna Thiele

Hallo Frau Thiele,

ich bin mit fast allem was Sie schreiben einverstanden.

Nur mit den Protagonisten aus dem Bereich Kerntechnik kann ich nur bedingt zustimmen. Bedingt ja, da es schon Politiker gab (und gibt), die dieses Argument vorgeschoben haben.
Bedingt ja, weil die Versorger auf den grünen Zug aufspringen wollen, da sie auch an den “Erneuerbaren“ verdienen und die Kernkraft auch als quasi CO2 frei darstellen können. Von der unsäglichen CCS Geschichte fang ich erst gar nicht an.

Bedingt nein, da die größten AGW-Verkünder auch die größten Kernkraftgegner sind. Die Partei der Grünen entstand aus der Anti-Atomkraft Bewegung und die Haltung zum AGW ist seit der Kleinen Anfrage legendär. SPD und SED ziehen da voll mit und auch die anderen Blockparteien erzählen was von Übergangs- oder Brückentechnologie.

Wenn Sie jedoch weitere Anhaltspunkte haben, dass das CO2 Märchen von Protagonisten aus dem Bereich Kernenergie am Leben erhalten wird bin ich ganz Ohr. Dann haben die noch nicht gemerkt, dass sie sich damit selber f.....

Die Resultate sind Anfeindungen und unnötigen gesetzlichen Vorgaben mit denen man in der Kerntechnik leben muss. Das Projekt KTR (Von Tritt ihn angefangen wird von Röttgen immer noch betrieben) sollte/soll die Kerntechnik rechtlich quasi unmöglich machen. Ist ja auch Jurist der Mann.

Auch deshalb bin ich für die Privathaftpflicht für Kernkraftwerke. Damit kommt die Sicherheitsüberwachung weg von politischer gewollter Einflussnahme hin zu effektiven privatwirtschaftlichen Lösungen. Wenn der objektive Bewertungsmaßstab (Geld) für das Gefährdungspotential von Kerntechnischen Anlagen gefunden ist, werden einer Menge “Experten“ der Gegner die Argumente ausgehen.

Grüße

D. Glatting

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An Herrn Glatting:

Ich bin nicht gegen Kernenergie.
Ich bin gegen Verlogenheit und Scheinheiligkeit.
Ich bin dagegen, mit falschen Argumenten die richtige Politik machen zu wollen.

Und ich habe den nicht unberechtigten Eindruck, daß das Thema CO2 ohne die Desinformation der Protagonisten aus dem Bereich Kernenergie längst vom Tisch wäre.
Damit würden all die CO2-Trittbrettfahrer auf ihr Normalmaß schrumpfen und man könnte endlich anfangen, pro und contra der einzelnen Stromerzeugungsformen abzuwägen, um zu einer sicheren, bezahlbaren und umweltfreundlichen Stromversorgung zu kommen - so wie das Grundgesetz forderte, bevor mit CO2 Chaos in den Gehirnen der Politiker ausgelöst wurde.

Hanna Thiele

25

@#26: Krishna Gans

Hallo Herr Gans,

von einem Erdbeben zu der Zeit an diesem Ort wusste ich bisher noch nichts. Haben Sie noch einen Link oder irgend einen Hinweis wo man diese Doku noch finden kann. Alle anderen Hinweise werden auch gerne aufgegriffen.
Nach dem Ende des kalten Krieges und der SED in so manchen Landesregierungen, hätten die Nachfolger der Sowjetunion dies doch klar stellen können. Z. B. auf Russia Today,

Grüße

@ #27: Hanna Thiele

Hallo Frau Thiele,

ich nehme mal an, dass Sie ihre Abneigung gegen die Kernkraft zum Ausdruck bringen wollen.

Ich bin zwar für Kernkraft aber unterstütze die Forderung nach privater Haftpflicht für Kernkraftwerke vollumfänglich. Nur so lassen sich die Risiken der Kernkraft entsprechend dem britischen ALARP (As Low As Reasonable Possible) Prinzip praktikabel umsetzen.
Nur so kann das unterschiedliche Sicherheitsniveau entsprechend Technik und allen anderer Faktoren entsprechend feststellen und bewerten. Man kann Gesetze, Richtlinien und Verordnungen schreiben solange man will; es hängt immer an den Menschen, die das umsetzen.

Meines Erachtens wären die Prämien für manche Betreiber unerschwinglich und für andere Peanuts.

Grüße

26

Was bedeutet "Renaissance" beim Thema Kernenergie?
Es bedeutet Renaissance der Spaltung der Gesellschaft und Steigerung der Verlogenheit.

Es bedeutet, daß China seine Kapazität an Kernkraftwerken von 10 Gigawatt auf 80 bis 90 Gigawatt ausbauen will.
Es bedeutet, daß der stellvertretende Direktor der Internationalen Atombehörde (IAEA) Juri Sokolow fordert, Kernenergie als "Klimaschutzmaßnahme" anzuerkennen.

Das bedeutet, daß der "Krieg" gegen die Kernkraft verstärkt wird - und damit die Spaltung der Gesellschaft.
http://www.atomhaftpflicht.de/traegerkreis.php3

27

@Jens Fischer #20
Es gab vor ein paar Jahren auf ARTE eine sehr interessante und nacvollziehbare Dokumentation darüber, was wie und wann in Chernobyl passierte: Chernobyl ist wie Mühlheim-Kärlich über einem Erdbebengebiet gebaut worden (über 2 tektonische Platten), Kärlich wurde nicht in Betrieb genommen, in Chernobyl kam es zum Worst case, einem Erdbeben, mit den entsprechenden Folgen. Vergessen Sie diese immer wieder gern geschilderten "russischen Dämlichkeiten" - die waren damals dem kalten Krieg geschuldet und fern der Wahrheit.

28

Herr Prof. Dr. Lüdecke - Sie haben mir #2 bestätigt dass meine Anmerkungen richtig seien.
Ich bin kein Wissenschaftler und das wissen Sie ja, aber Ihre Begründung bezüglich G.T. und Kramm sagt mir so nicht zu.
Ich habe den Mainstream der Presse nur als Beispiel genommen...wie vermeintliche Außenseiter "behandelt" werden. Sie stellen in diesen Zusammenhängen die drei Herren doch als Außenseiter dar und Herr Kramm hat Sie auf diesem speziellen Gebiet auch als Außenseiter bezeichnet. Wenn also aus Ihrer 1. Antwort zu meiner Eingabe #2 hervorgeht, dass es bezgl. der Klimasensivität keine Rolle spielt ob 0 oder 1 Grad vorliegen und die sich hieraus ergebenden Schlussfolgerungen die gleichen bleiben, dann bin ich doch gar nicht so begriffsstutzig, wie Sie es in Ihrer 2. Antwort #24 darstellen.
Nochmals, wenn es auf "ein und das selbe" hinausläuft, warum denn diese erneuten berichtigenden Darstellungen ? Ferner ich wüsste nicht konkret, wo ich die Klimawissenschaftler welche die AGW-Hypothese ablehnen in die Minderheit gestellt hätte. Es trifft aber sicherlich doch zu, dass der Presse-Mainstream die konträren Klimawissenschaftler (Skeptiker) ins Abseits weiterhin stellt und somit nach Außen hin der Anschein einer Minderheit geweckt wird. Wir bauen uns immer wieder neue Hindernisse selbst auf, anstatt sie aus dem Weg zu räumen, hierauf zielte letztlich mein Leserbrief #24..und "kämpfen" war ja wohl in "..." gesetzt.

Viele Grüße
Erich Richter

29

Die Frage die sich mir -immer wieder stellt - was sind eigentlich Außenseiter (Taten) ?
Kann es nicht Positiv sein, wenn sich jemand nicht einer Gruppe zugehörig fühlt und seine eigene Meinung vertritt ? Der sog. "Mainstream" in der Pressearbeit steht doch wohl nicht gerade
auf "unserer" Seite. Hier "kämpfen" also gleich
zwei Außenseiter(gruppen) gegeneinander, Lüdecke
./. Gerlich/Tscheuschner...Frage ist das nötig ?
Lachender Dritter wird, wenn es so weiter betrieben wird "jemand" anderes sein !
Schöne Grüße von Richter...nicht Oberschiedsrichter !

30

Herr Dr. Luedecke

schreiben Sie meinetwegen einen Kommentar zur Arbeit von Kramm und Dlugi (2010), wenn Sie der Auffassung sind, dass etwas kritikwuerdig daran ist. Dann koennen mein Ko-Autor und ich darauf eingehen. Das ist der in der Wissenschaft uebliche Weg.

Was Sie hier im Namen von EIKE treiben, ist fern jeglicher sachlicher Kritik. Sie versuchen nur zu suggerieren, dass man die Arbeiten Gerlich & Tscheuschner (2009) sowie Kramm & Dlugi (2010) nicht ernstzunehmen braucht, weil diese nur Aussenseitermeinungen darstellen.

Darf ich Sie daran erinnern, dass Sie, der noch nie eine Arbeit zur Physik der Atmosphaere bzw. Klimatologie in den einschlaegigen Fachzeitschriften publiziert hat, ein krasser Aussenseiter sind und nicht der Oberschiedsrichter in den genannten Fachgebieten.

MfG

Gerhard Kramm

31

Liebe Hanna,

es ist mittlerweile in Deutschland ueblich geworden, dass Leute wie Herr Dr. Luedecke, der nie etwas auf den Gebieten der Physik der Atmospahaere sowie der Klimatologie in einschlaegigen Fachzeitschriften publiziert hat, sich anmassen, die 'peer-reviewed'-Arbeiten von Experten auf den Gebieten in Frage zu stellen. Was diese Leute nicht in Frage stellen, ist ihre eigene Kompetenz, mag sie noch so winzig sein.

Ich frage mich, warum Herr Dr. Luedecke nicht den in der Wissenschaft ueblichen Weg geht, und einen Kommentar zu der Arbeit von Kramm und Dlugi (2010) schreibt und diesen bei dem zustaendigen Journal zur Veroeffentlichung einreicht. Die Autoren haben dann die Moeglichkeit, auf einen solchen Kommentar ( falls er ueberhaupt das 'peer-reviewe'-Verfahren uebersteht) zu antworten.

So wie im Falle von Gerlich & Tscheuschner (2009) versucht Herr Dr. Luedecke nur Zweifel zu saehen, wobei er sich der Methode der blossen Behauptung bedient. Dass er dabei auch noch sich der Technik der Missinterpretation bedient, kommt fuer mich nicht mehr ueberraschend.

32

Hallo,
mir ist auch der Haarsträubende Artikel über den Tschernobyl-Unfall aufgefallen.

Wer Interesse an dem tatsächlichen Unfallvorgang hat, dem wird hier geholfen:

http://tinyurl.com/3xggocc
(links auf Chernobyl klicken)

Die Seite ist zwar schon lange down, aber zum Glück gibt es das Webarchiv.

33

Die Leichtigkeit, wie die globale Probleme wie eine sichere Lagerung und nachhaltige Entsorgung von Atommuell derzeit behandelt wird, ist beängstigend.
Auch das Unwissen über die gesamte "Wertschöpfungskette" bei der Erzeugung von Elektrizität durch Atomkraft ist erschreckend.
Mehr hier:
http://tinyurl.com/37edczg

34

Lieber Herr Lüdecke, Kommentar in #11

ich schließe mich Herrn Fischer in #14 an. Sie können kaum davon ausgehen, dass Sie wissenschaftlich korrekt vorgehen, wenn Sie einige paper vorziehen und anderen ignorieren ohne wissenschaftlich nachvollziehbare Gründe dafür anzugeben.
Wenn Sie die wissenschaftliche Qualität eines papers davon abhängig machen, ob der Autor ethisch verwerflich gehandelt hat oder ihm solches vorgeworfen wird (die "climategate"-Story), so heißt das eigentlich nur, dass Sie nicht anhand der wissenschaftlichen Methodik beurteilen.

"Feedback lässt sich im Übrigen nur bei non-radiative-forcing events sauber durch Messungen bestimmen,": Können Sie diese Aussage einmal aus einen nachvollziehbare physikalische Basis setzen und ggf. durch entsprechende wissenschaftliche Arbeiten belegen?

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@ #15: Dirk Löbbe

D´accord, meine Rede. Leider muß ich vermuten, daß das zwar in allen Ländern, aber nicht in Deutschland erfolgen wird. Vermutlich müssen wir damit rechnen, daß zu viele Bürger den Forderungen der "Landschaftsgärtner" folgen werden.
Es fehlt ein guter, charismatischer politischer Moderator, der "echten Fakten" einem Volke vermittelt, daß naturgemäß laienhaft ist. Insofern sind wir alle Laien, je nach Thema. 🙂

36

Warum wird der Name des Verfassers des Kommentars Nr. 13 nicht ausgeschrieben?
Prof. Dr. Gerhard Kramm ist ein hochangesehener Wissenschaftler, Verfasser anerkannter Studien zu dem Thema, um das es EIKE doch geht - dem Klima.
http://en.wikipedia.org/wiki/Gerhard_Kramm
Prof. Lüdeckes Ignoranz gegenüber diesen Erkenntnissen ist schwer verständlich!

Wie kann EIKE der Regierung und den Grünen wissenschaftliche Ignoranz glaubwürdig ankreiden, wenn man sich selber eine derartig selektive Sichtweise erlaubt?

37

Ein Atommüll Problem gibt bei kaufmännischer Betrachtung, aus den folgenden Gründen tatsächlich nicht.

1. Die wirtschaft hat erkannt, das Waste = Atommüll einen Wert besitzt.
2. Es kommt darauf an, den Wert zu erkennen und zu nutzen.
3. Atommüll erzeugt Wärme, die durch Luft - Wasser Wärmepumpen Jahrzehnte lang, für Heizungen genutzt werden kann.
4. Die technischen Entwicklung wird wahrscheinlich dazu führen, das ein gewisser Prozentsatz aufbereitet werden kann um in der Industrie oder der Medizin Verwendung zu finden.
Das beste Beispiel sind die Abraumhalden der Goldminen in Johannesburg. Nachdem die Halden Jahrzehnte lang wertvolle Industrieflächen blockierten, ermöglichte neueste Technologie das Restgold im Wert von ca. 5 $ pro Tonne herauszulösen. Heute sind fast alle Halden verschwunden, der Sang wurde verbaut und die Flächen kommerziell genutzt.

Ich gehe davon aus, das dasselbe mit dem sogenannten Atommüll passieren wird.
Er sollte daher nur sicher zwischegelagert werden.

MfG
Löbbe

38
Norbert Fischer

Zum Kommentar in #11:
""Meinen" Wert inkl. Fehlerintervall gibt es nicht, ich arbeite nicht auf diesem Gebiet - ebensowenig wie Sie und NF. Ich beurteile und komme zu anderen Schlussfolgerungen, das können Sie gerne kritisieren, anderenfalls wäre es ja langweilig."

Genau darauf zielte meine Frage zum Fehlerintervall ab. Ihre Meinung zum Wert der Klimasensitivität ist eben nicht nach wissenschaftlicher Methodik gebildet worden (dazu gehören notwendigerweise Fehlerbetrachtungen), sondern durch selektive Auswahl ihnen genehmer wissenschaftlicher Papiere. Ihr Wert ist also Ausdruck subjektiver Meinung, nicht wissenschaftlicher Erkenntnis, ich finde, das sollten Sie, Herr Lüdecke, in Vorträgen stärker betonen. QED 😉

Richtig, ich arbeite ebenfalls nicht in der Klimaforschung. Genau deshalb tue ich auch nicht so, als hätte ich wissenschaftliche Erkenntnisse zu bieten, die alle Experten in den Schatten stellen.

39

Hallo Herr Urban,

wenn es zur Beseitigung der Reststoffe einer Energieerzeugung bereits großtechnisch praktizierte Verfahren gibt, Wiederaufbereitung WAK, La Hague, Endlagerung WIPP Anlage (Salzstock) in New Mexico, so muß man wohl Landschaftsgärtner* sein um darin ein Problem zu sehen.

Wenn Sie mögen, schreiben Sie mir doch ein Mail.

Vandale

*Der Ausdruck Landschaftsgärtner wird in der Branche gebraucht um einen Person zu beschreiben die eine persönliche Prägung und eine branchenuntypische Berufsausbildung durchlaufen hat. Der Begriff steht in keinem Zusammenhang zu diesem Forum.

40

Lieber Herr Lüdecke, Kommentar in #5

http://tinyurl.com/3ay3ds9
hier ein link zu einem Vortrag, in dem die Ergebnisse verschiedener Autoren und Untersuchungen zum Wasserdampffeedback zusammengefasst sind. In der Abb. auf S. 12 sind die WV-feedback Parameter lambda aus den verschiedenen Untersuchungen eingetragen. Kein Wert reicht mit dem Fehlerintervall ins Negative, die Mittelwerte sind alle größer als 1.7 W/m2K.

Bitte geben Sie Ihren Wert inkl. Fehlerintervall an, sodass man diesen mit den übrigen vergleichen kann.

Beachten Sie auch den hinteren Teil des Vortrags: da wird über die Zusammenhänge von tropischen feedback zum globalen feedback berichtet. Welchen Zusammenhang zwischen tropisches und globales feedback gibt Lindzen an?

41

Hallo Herr Fischer, #5

habe ich da etwas übersehen? Ich sehe nicht, dass Lüdecke irgendetwas konkret Wissenschaftliches auf Ihre Frage geantwortet hat.

-unterschiedliche Messmethoden, die zu gleichen Ergebnissen kommen, bestärken normalerweise dieses Ergebnis
- Im Falle von Lindzen/Paltridge scheint es also auch mit den widerlegungenden papern nicht so einfach zu sein. Die Frage ist nun, wann eigentlich eine wissenschaftliche Veröffentlichung als widerlegt zu werten ist.
- ungekehrt ist es auch nicht wissenschaftlich, gegensätzliche Resultate einfach zu ignorieren und erst bei Nachfrage darauf einzugehen (aber auch dort fehlen die wissenschaftlichen Argumente)

- auf das Fehlerintervall bin ich auch gespannt...

42

"Ebenfalls unzumutbar ist die Behauptung, das Atommüllproblem sei ein "nicht-existentes Problem".

Herr Trummler meinte sicherlich:
Atommüll ist ein "nicht-existentes Problem" im Sinne der bereits vorhanden Lösungen und weitere Aussichten (5. Generation).

Die häufig in D anzutreffende grundpessimistische Einstellung zu "Problemen" ist offensichtlich (30 Jahre grüne Gehirnwäsche und Vollkaskomentalität) . Aber nicht bei Herrn Trummler.
Sagen wir einmal so: es wird in D gerne problematisiert, oftmals eine subtile, legitime Form der Wichtigtuerei. Und so sprechen wir in D mittlerweile mehr Probleme als Lösungen an und verfallen dann auch noch zu oft in depressiver Protestkultur gegen alles.
Ich teile die Einschätzung von Herrn Trummler. Atommüll ist kein "wirkliches Problem". Hier wird das "Problem" eher durch die Perspektive bestimmt und weniger durch die Sache als solche. Wenn - was ich hier im Forum erwarte - - den KKW endlich wieder und notwendigerweise Vorrang eingeräumt werden soll, muß auch in den vielen "willigen" und klugen Köpfen das Problembewußtsein vom "ökologischen" Ballast der letzten 30 Jahre befreit werden. Mehr Nüchternheit mit einem guten Schuß Optimissmus würde schon reichen.
#(Glosse) Atommüll ist kein Problem. Außer sie haben vergessen ihre Mülltonne leeren zu lassen. Atome sind schließlich überall! 😉

43

Hallo Herr Trummler,
Ihren Kommentar habe ich leider nicht mehr lesen können, so daß sich meine Aussage auf die bei Herrn Grabitz wiedergegeben beschränken muß. Auch will ich mich auf ihre Äußerung "die Endlagerung sei ein nicht existierdendes Problem" beschränken. Ich denke, ich kann mir dazu ein Urteil erlauben, da ich jahrzehnte als Gutachter auf dem Gebiet des Strahlenschutzes gearbeitet habe und u.a. mit dafür gesorgt habe, daß das Endlager Konrad heute betriebsbereit ist. Die Kenntnisse, die wir zur Endlagerung von wärmeentwickenden radioaktiven Abfällen haben, erlauben es mir zu sagen, daß Ihre Äußerung zwar überspitzt ist, aber kein Grund sein kann Ihren Kommentar zu streichen, insbesondere , wenn ich bedenke, daß tagelang der wirklich unsinnige Artikel über die Ursache des Tschernobyl-Unfalls bei dem sich bei jeden Fachmann die Haare gesträubt haben, auf Eike ohne Kommentar gestanden hat
Mit freundlichen Grüßen
H. Urbahn

44
Norbert Fischer

@ lüdecke

Wir waren schon einmal weiter.

Wiederum stützen Sie sich bei ihrem Wert der Klimasensitivität von 0-1°C nur auf selektiv ausgewählte Papiere, die teils widerlegt, teils zweifelhafter Natur sind. Wiederum ignorieren Sie, dass jede Methode zur Messung der Klimasensitivität ihre Stärken und Schwächen hat, auch die ERBE-Daten. Wir waren schon einmal weiter, nämlich bei der Übersicht in Knutti/Hegerl.

Dort findet man zum Beispiel Methoden, wo die Klimasensitivität ohne Computermodelle bestimmt wurde.

Ich empfehle auch das Paper von Dessler et al., 2009, dort wurde das Wasserdampffeedback aus Daten gemessen! Das alleine durch Messung bestimmte Gesamtfeedback deckt sich mit IPCC-Prognosen.

PS:
Können Sie mir ein Fehlerintervall für den von Ihnen genannten WErt von 1°C liefern? Es heißt doch immer: Kein Messwert ohne Fehlerangabe, gilt auch für Skeptiker. Wetten, dass darauf keine Antwort erfolgt?

45

Hallo Herr Grabitz,

in Ergänzung zur Äusserung von heute abend und in der Hoffnung das Meinungsbild des Administrators nicht zu sehr zu belasten hoffe ich das diese Äusserung erscheint.

Ich hatte im Kommentar von heute, 25.11, nicht beabsichtigt den Eindruck zu hinterlassen, dass meine Sicht zur Atommüllproblematik ausschliesslich ausserhalb Europas, Russland, China, Indien, Naher Osten, geteilt wird. Auf dem diesjährigen Kongress des Deutsch-Schweizer Strahlenschutzverbandes auf einer Nordseeinsel wurden sehr ähnliche Ansichten vertreten. In der Zeitschrift, Strahlenschutzpraxis finden Sie gleichfalls Beiträge die ähnliche Positionen vertreten.

Vandale

46

Hallo Herr Grabitz,

offensichtlich passen meine Kommentare nicht in das Meinungsbild des hiesigen Administrators.

Kommentare von Vandale können Sie weiterhin in der FAZ finden.

Sie brauchen auch nicht zu spekulieren warum meine Sichtweise sich wesentlich von der in D üblichen unterscheidet. Es liegt schlicht daran, dass ich einen Teil meiner Lebens- und Berufserfahrung ausserhalb Europas gesammelt habe. Das gilt in gleicher Weise für einen Teil der Personen mit denen ich eng verbunden bin und die mich ein wenig beraten (Als Einzelperson wäre ich mit dem Spektrum der Energie- und Kernenergietechnik völlig überfordert).

Fall Sie mehr wissen mögen, schreiben Sie mir doch einfach ein Mail.

Vandale

47

Auch wenn ich in gewisser weise (für einige) ins "Fettnäpfchen" trete.Damit ich auch tief genug hineintreten kann, muss ich etwas weiter ausholen.
Otmar Edenhofer spricht z.B. zur jetzt beginnenden Weltklimakonferenz in Cancun von der eigentlich größten Wirtschaftskonferenz seit dem 2. Weltkrieg, weil er es für einen großen Fehler hält, die Klimapolitik von den großen Themen der Globalisierung abzutrennen. Warum ? Weil "wir" noch 11000 Gigatonnen!!! Kohlenstoff in den Kohlenreserven unter unseren Füßen haben und wir
dürfen nur 400 Gigatonnen in der Atmosphäre ablagern, wenn wir das 2 Gradziel und die Reduzierung der C02-Werte um 95% erreichen wollen. Es führt also (seiner Ansicht) nach kein Weg daran vorbei, dass der Großteil der fossilen
Reserven im Boden bleiben muss...
Wenn "wir"die Klimaskeptiker (zum großen Teil) der Richtigkeit der Professoren Gerlich und Tscheuschner sowie Prof. Kramm folgen wollen, dann ist von diesen Herren der Nachweis erbracht worden, dass auf der Grundlage der objektiven und keiner Meinungsbildung unterworfener Gesetze der Physik der eindeutige Beweis erbracht worden dass es keinen C02-Treibhauseffekt gibt...was das Klima betrifft.
In diesem Sinne ist es also ein Schuss ins Knie an weiteren Reduktionen von C02 festzuhalten...um dubiöse Temperatur Ziele und ferner die Rückführung "ins Mittelalter"(C02) fortzusetzen. Dem zu Folge erübrigt sich ferner auch das sog. CCS-Verfahren der Einlagerung von Millionen Tonnen von C02 in die Erde oder wie bereits geschehen in erloschene Oelfelder in der
Nordsee ! Wir haben "Kohle" bis zum "Nimmerleinstag" und können somit auch auf die sog. Brückentechnologie Atomkraftwerke durchaus verzichten. Das ganze "Geschwätz" wäre demnach sozusagen für die "Katz" !
Leider aber stehen dahinter -immer noch- ganz große wirtschaftliche Interessen wie z.B. der Emissionshandel. In den USA soll er zur Jahresfrist eingestellt werden, aber unsere Spezialspezialisten aus Wirtschaft und Politik sehen dies weiterhin bestimmt anders !
Wir müssen das Volk wachrütteln und zwar mit der Panikmache vor allem der Einlagerung von C02, dem sog. CCS-Verfahren. Geht die "Blase" im Sleipner-Oelfeld in der Nordsee hoch, wo z.Zt.
Millionen von Tonnen von C02 eingelagert werden,
dann sterben Mensch und Tier vor allem im Norden wie die Fliegen ! Dagegen ist Atomabfallentsorgung "pillepalle" !

Schöne Grüße und hoffentlich keine kalten Füße
Erich Richter

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Gut, unzumutbarer Unsinn, hätte ich jetzt nicht unbedingt gesagt, allerdings ist die Meinungsdarstellung sehr exponiert. Das „nicht-existente Atommüllproblem“ hat mich auch überrascht. Hoffnungslosigkeit konnte ich beim Autor ebenfalls nicht feststellen. Unpassend fand ich den Hinweis auf die eigene Internetseite, auf der man sich besser informieren könne als hier.
Ansonsten haben mir die Kommentare von H. Trummler recht zugesagt (auf seiner Seite war ich natürlich schon vorher), denke aber dass er in einer realen Welt lebt und mit diesem Kommentar daneben gegriffen hat.

49

Wie bereits in den IIASA-Reports aus den siebziger Jahren zu finden, die unter der Leitung von Wolf Haefele, dem Vater des deutschen Schnellen Brueters, angefertigt wurden, wird in den Anlagen zu dem Artikel wieder die Propaganda gegen das CO_2 betrieben. Offenbar ist es das Ziel von EIKE, die Renaissance der Kernenergie zu foerdern.

50

wo ist der Kommentar vom Trummler ?