Eine Klima-CO2-Blase ist geplatzt Die Chicagoer Klimabörse CCX schließt mangels Geschäft!

Die Deutsche Bank befindet sich auf Abwegen und hat es noch nicht einmal gemerkt. Da gibt ihr Leiter der Globalen Vermögensverwaltung, der US-Amerikaner Kevin Parker, der FAZ ein Interview, in dem er sich dazu bekennt, über seine von ihm gelenkten Investitionen insbesondere nur solche Unternehmen zu fördern, die weniger Kohlendioxyd verbrauchen, die CO2-neutral produzieren und die führend und nachhaltig in Umweltschutzaspekten sind. Nicht ohne auch noch einige lobende Worte über einen anderen Experten des Klimas, den ehemaligen Vizepräsidenten der USA, Al Gore, zu verlieren. Soweit die Aussagen eines kompetenten Bank- und Anlagefachmannes zu der komplexen physikalisch-geologischen Frage des Klimawandels und der Rolle, die das CO2 dabei spielt.


Übersehen haben dabei leider nicht nur dieser Herr, sondern die auch ansonsten in realen Klimafragen recht aufgeschlossene FAZ (Artikel dazu hier) die außerordentlich signifikante Tatsache, daß die gesamte von den Medien und der Politik  hochgekochte Frage der Rolle des CO2 als Klimatreiber zusammenzubrechen und im Sumpf zu versinken droht: Der gesamte Handel mit sogenannten Verschmutzungsrechten in der Vereinigten Staaten ist dort nämlich mangels Masse und Umsatz sang- und klanglos eingestellt worden. Der FAZ, der Welt oder gar der Süddeutschen  war diese bemerkenswerte Entscheidung der Chikagoer Klimabörse, der CCX, noch nicht einmal eine einfache Meldung wert, obwohl sie doch symbolisiert, was Industrie und Geschäftsleute außerhalb Deutschlands und auch Europas von der nun geplatzten Blase halten. 

Der Handel mit Verschmutzungsrechten, der von der CCX in Chicago durchgeführt wurde, ist eingestellt worden. Diese Nachricht, die seriös auf die erste Seite jedes Presseorgans gehört hätte, ist hierzulande nicht bemerkt, verschlafen oder einfach unter den Teppich gekehrt worden. Der Emissionshandel, oder Cap and Trade, wie er in den USA genannt wird, ruht auf der Annahme, daß eine Reduktion von CO2 und anderen „Treibhausgasen“ durch  finanzielle Strafen und Belohnungen einfach zu regulieren sei: Wer weniger von diesen Gasen emittiert als ihm vorgegeben worden ist, kann die Differenz an jene Unternehmen verkaufen, die mehr ausstoßen als sie eigentlich dürften. Der Preis von CO2 und den anderen von der Politik nicht gewünschten Gasen wird so über Angebot und Nachfrage geregelt. Soweit die Theorie. Die Praxis hat bisher immer anders ausgesehen, öffnete sie doch Betrügern und willfährigen staatlichen Stellen und Kontrollbehörden Tür und Tor für Manipulationen: Es können mehr Verschmutzungsrechte  ausgegeben werden, als eigentlich erforderlich. An diesen kann man sich dann über die damit verbundenen „freien“ Boni bereichern. Ferner, wer kontrolliert die reale Emission, wenn über vermeintliche oder auch tatsächliche „Umweltschutzmaßnahmen“ eine Reduktion der Emissionen herbeigeführt worden ist? Der Mauschelei wird so der Weg geebnet.

Tatsache ist, daß das Handelsvolumen an der CCX seit Februar 2010 auf nahezu Null gesunken ist, da niemand in den USA ein Interesse daran hatte, CO2 –Zertifikate zu handeln. Zuletzt war der Preis für eine Tonne CO2 auf 5 US Cent gefallen.  Den Todesstoß versetzten dann am 2. November die US-Zwischenwahlen, bei denen die Republikaner, die den Klimaambitionen von Präsident Obama immer mit Abstand begegnet waren, die Mehrheit  im Repräsentantenhaus gewannen. Damit war jeglicher möglichen zukünftigen  Klimagesetzgebung  der Boden entzogen worden. Es sei hier noch angemerkt, daß der „Klimaexperte“ Al Gore, der sich in die CCX eingekauft hatte, rechtzeitig sein Scherflein in Sicherheit brachte und seine Anteile gegen (noch) gute Dollars verkaufte.

Und wie sieht die Sache in Deutschland und darüber hinaus in  EU-Europa aus? Noch gibt es sie, die ECX, die europäische Klimabörse. Und sie wird wohl noch solange bestehen bleiben, wie die Kyoto-hörigen Europäer an die Vorgaben des Kyoto-Protokolls glauben. Immerhin hat die EU für die kommenden Jahre die phantastische Summe von 9 Milliarden € für Klimaschutzprojekte im Energiesektor in die Planung eingestellt. Dieses Geld sollte an und für sich aus den Einnahmen des Emissionshandels gewonnen werden, die die Unternehmen der EU für ihren CO2-Ausstoß kaufen sollten. Und dafür sollte die Europäische Investitionsbank noch 300 Millionen CO2 -Zertifikate aus bisher nicht genutzten Reserven bereit stellen. Doch was geschieht, wenn das gesamte Kartenhaus sang- und klanglos zusammenbricht und sich die Rolle des CO2 als vermeintlicher Klimatreiber als ein verfrühtes Osterei entpuppt? Nicht nur die Deutsche Bank, die maßlos in diesen Markt investiert ist, hätte ein Riesenproblem. Dem Steuerzahler würden nicht Millionen, sondern Milliarden verbleiben. Zu wünschen wäre es. 

Dr. Klaus Jürgen Goldmann EIKE

Bitte schauen Sie auch in den treffenden Artikel von Günter Ederer im Anhang

Weitere Links zum Thema

Professor S. Fred Singer: Die grüne Blase steht vor dem Platzen

Der CO2-Handel in den USA ist gestorben

Collapse of Chicago Climate Exchange Means a Strategy Shift on Global Warming Curbs

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7 Kommentar(e)

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1

Das ist für mich nur ein großes Ablenkunsmanöver. Die Gpündungsinvestoren der Börse bezeichneten diese vor etwas mehr als einem Jahr noch als ein Billioneninvestment (!). Und nun plötzlich soll alles aus sein?

Einer der Geldgeber waren George Sorros (direkt und über viele Tarnfirmen) und Al Gore.

Nein, das ist nur ein Ablenkungsmanöver. niemand sollte darauf reinfallen.

2

In der Tat eine gute Nachricht.

Hab neulich mal gelesen, dass ein Baum der im Wald umfällt, etwa solange braucht um zu verfaulen, wie er zum Wachsen gebraucht.

Genau so ist es mit der CO2-Lüge. Was wir jetzt erleben ist der Anfang vom Ende. Es dauert halt noch ein paar Jahre.

3

Hallo Herr Lutz,

es ist schon denkbar, dass die Chinesen Solarstrom in Deutschland für 10c/KWh irgendwann möglich machen.

Dann haben Sie einen weitgehend nutzlosen, umweltschädlichen Zufallsstrom zu ähnlichen Kosten wie der gleichfalls nutzlose Windstrom.

Solange ein bedarfsgesteuertes Netz betrieben wird müssen Sie Schattenkraftwerke betreiben um Windstille, Regenwetter, Nacht, zu kompensieren. Sie gewinnen lediglich die eingesparten Brennstoffkosten, Nuklear 0,5c/KWh, Braunkohle 1c/KWh, Steinkohle 2c/KWh.

Die Solarstromerzeugung ist im Sommer 5 mal höher denn im Winter. Die Erzeugung findet Tags zwischen 09:00 und 15:00 statt wenn kein Arbeitnehmer zuhause ist. Es gibt nur wenige Menschen die eine größere Menge dieses umweltschädlichen Stroms nutzen könnten.

Ein fairer Preis für Zufallsstrom könnte 1c/KWh betragen.

Vandale

4

Endlich mal eine erfreuliche Nachricht
CO² Handelsplase platzt.
Hoffentlich bekommen wir das auch bald.
#3 "Werbung auf Seite 5"
Das ist schon irgendwie Paradox aber warum sollte die Zeitung nicht für Potovoltark werben es briegt ihr gutes Geld.
Nicht subvensioniert würde ich mir das schon gefallen lassen.
Schöne blaue Dächer.
Immerhien schlies ich auch mal selber welche an oder ärgere mich über die Wechselrichter die Probleme bereiten.
Aber was ist nicht subvensioniert ?
Würde sagen wenn diese Anlagen sich für 10 cent Kwh rentieren...
Aber jetzt bitte nicht fragen wovon ich Nachts Träume.
Vieleicht von dem was Konrad Adenauer gesagt hat .. Wohlstand ohne Umferteilung.
Vom Ende des Betruges der Korruption
und des Ökologissmus.
Und das möglichst bald.
lol.

5
Dr. Christoph Müller

Betr.: Kolummne von Günther Ederer

Was hier vielleicht ergänzend zu dem Artikel von Günther Ederer aus der Fuldaer Zeitung vom 13.11. zu erwähnen ist: Die Kolumne stand auf Seite 2 (linke Seite), nach einmaligem Umblättern zeigt sich dann auf Seite 5 (rechts) eine ganzseitige Werbeanzeige mit einem Formatfüllenden Luftbild einer Photovoltaikanlage, hier wurde für entsprechende erneuerbare Energien geworben.

6

Die Deutsche Bank wird ihre Investments, genau wie 2007 die strukturierten Finanzmarktprodukte noch rechtzeitig an die staatlichen Landesbanken verkaufen. Ein entsprechendes Interview mit Kevin Parker findet man in der FAZ...meinen Kommentar gleich dazu...

In anderen Meinungsäusserungen von Landesbanken findet man die Aussage stärker in "Erneuerbare Energien" zu investieren.

Die Deutschen Landesbanken werden regelmässig alle paar Jahre vom Steuerzahler vor dem Zusammenbruch gerettet. In diesem Fall ist dies dann das religiöse CO2. Hinzu kommt, dass der rasante Anstieg der Subventionen für "Erneuerbare Energien" Deutschland in wenigen Jahren überfordern wird. Dann wird man wohl, wie in Spanien, die Subventionen rückwirkend kürzen müssen und zahlreiche Kredite werden notleidend.

Vandale

7

Das ist ein großes Schritt in die richtigen Richtung.Da wird hoffentlich die Planung eines Kraftwerks zu Kohlendioxids freie Kohlenverstromung eingestellt und nicht nur das.