Der Wärmeinseleffekt (WI) als Antrieb der Temperaturen – eine Wertung der DWD-Temperaturmessstationen

Alle sozio-ökonomischen Aktivitäten der Menschen ändern sowohl die unmittelbare Umgebung, als auch deren Energiebilanz. In Bezug auf das lokale Klima wirkt sich diese Aktivität u.a in einer schleichenden aber deutlichen Temperaturerhöhung aus. Dieser Effekt verfälscht also klimatologische Messungen um den Beitrag der durch Urbanisierung, andere Landchaftsnutzung oder Bewuchs entsteht. Fast immer sind diese Veränderungen nicht dokumentiert, und können bestenfalls – und auch nur für wenige Orte auf der Erde- grob geschätzt werden. Deswegen sind diese Veränderungen aus den Klima-Messwerten auch nicht herausrechenbar. Jede Temperaturmessung die für klimatologische Zwecke eingesetzt werden soll, sollte daher einem rigorosen WI-Test unterzogen werden. Zumindest sollte versucht werden die Größenordnung des daraus resultierenden Fehlerbandes abzuschätzen. Sonst ist das Ergebnis in aller Regel zu hoch. Das geschieht aber selten bis nie. Auch nicht in Deutschland, wie der folgende Beitrag Teil I und der in Kürze erscheinende Teil II zeigen.


1. Der Wärmeinseleffekt (WI) als Antrieb der Temperaturen – eine Wertung der DWD-Temperaturmessstationen

 

2 . Was sind Temperaturmessungen auf Großflughäfen wert oder, wie das ZDF mit (bewusst?) falschen Temperaturaussagen die Öffentlichkeit täuscht und die Abkühlung in Deutschland verschleiert

 

Teil 1

 

Der Wärmeinseleffekt (WI) als Antrieb der Temperaturen – eine Wertung der DWD-Temperaturmessstationen

 

Die Abbildung zeigt anschaulich den Wärmeinseleffekt (WI) über städtischen Gebieten gegenüber Land. Wie noch gezeigt wird, ist der WI in der Fläche (Land) ebenfalls nicht zu vernachlässigen, da vielerorts landschaftliche Veränderungen wie Trockenlegung stattfanden oder landschaftliche Nutzflächen geschaffen wurden.

Im komplexen Wetter- und damit Klimageschehen, gibt es eine Vielzahl von Parametern, die es zu berücksichtigen gilt, sollen die Entscheidungsträger in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft ein klares Bild erhalten, welches geeignet ist, die richtigen Entscheidungen dahingehend zu treffen, dass die Weichen für unser Land und unsere Gesellschaft weiter in Richtung Wohlstand und Zukunftssicherung gestellt werden. Eine Ausrichtung anhand eines einzigen Parameters, wie z.B. CO2 ist nicht nur grob fahrlässig, sondern zerstört auch die Perspektiven der nachfolgenden Gesellschaft, und damit das Wohl und die Zukunft unserer Kinder. Dass CO2 im Klimageschehen keine praktische Rolle spielt, hat EIKE schon in zahlreichen wissenschaftlich hinterlegten Artikeln dargelegt. Dass aber auch die vermeintlichen Beweise für eine postulierte anthropogene Erderwärmung, die Datenreihen, nicht das Halten, was der Betrachter erwartet – eine realistische Wiedergabe des Temperaturgeschehens der Gegenwart – wird über Climategate hinaus (EIKE berichtete darüber), der folgende Bericht darlegen.

Ein wichtiger Parameter, der in Temperaturzeitreihen zu berücksichtigen ist und in den Datenreihen diverser Institude, wie Hadley, GISS, aber auch dem DWD nicht berücksichtigt wird, ist der Wärmeinseleffekt (WI). Der WI beschreibt, wie sich die Veränderungen in Landschaft, Verstädterung und Bevölkerungszunahme auf die Temperaturen auswirken und damit vergleichende Temperaturaussagen beeinflussen und der WI, aufgrund seiner höheren Spreizung in der Gegenwart als in der Vergangenheit aus aktuellen Temperaturdaten herausgefiltert werden muss, da ansonsten falsche, zu hohe Temperaturwerte für die Gegenwart wider gegeben werden. Zum WI oder Urban Heat Island Effect (UHI), wie er in englischsprachigen Ländern genannt wird, gib es zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen (http://scholar.google.de/scholar?q=Urban+heat+influences&hl=de&as_sdt=0&as_vis=1&oi=scholart) oder hier (http://www.appinsys.com/GlobalWarming/GW_Part3_UrbanHeat.htm). Diese beschränken sich meist auf den amerikanischen Raum, wo das Thema, nicht nur in der Wissenschaft, breit diskutiert wird. Die Abbildung 1 gibt einen Überblick über die Wärmeinseln weltweit.

 

Abbildung 1 (Quelle: NASA) zeigt die Wärmeinseln weltweit, sowie deren Temperaturabhängigkeit (kleines Photo). “Es ist zu berücksichtigen, dass durch das Wachstum der Städte, der großflächigen Rodung von Wäldern und der Ausdehnung landwirtschaftlicher Produktionsflächen weiträumig Wärmeinseln geschaffen wurden, in deren Nähe die Messstationen heute deutlich höhere Lufttemperaturen registrieren.“ (Quelle: Uni Erlangen).

In den USA werden die Temperaturmessstationen des amtlichen Wetterdienstes einer unabhängigen Prüfung unterzogen, um deren Eignung, auch vor dem Hintergrund eines WI, zu ermitteln. 2009 fand eine abermalige Überprüfung der Temperaturmessstationen statt. Sage und schreibe ca. 61% der Messstationen zeigten ein Fehlerpotential von >2°C! Für eine Temperaturaussage, die von einer Erhöhung von Zehntel Grad Celsius pro Dekade ausgeht (IPCC-Prognosen), erübrigt sich die Aussage, dass solche Messstationen ungeeignet sind. Von insgesamt 1221 Messstationen, die das USHCN betreibt wurden 1003 überprüft. Es fand also keine Stichprobe, sondern mit 82% eine fast komplette Erfassung statt. Die Abbildung 2 gibt eine Übersicht der auditierten Messstationen und wie deren Bewertung ausfiel.

Abbildung 2 zeigt die Klassifizierung der über die USA verteilten Temperaturmessstationen. Die rote Farbe überwiegt eindeutig, Quelle: (http://www.surfacestations.org/).

Realitätsnahe Temperaturwerte geben Stationen wider, die abseits von Gebäuden, el. Anlagen oder sonstigen aktiven und passiven „Reflektoren“ platziert sind. Bei diesen Stationen fällt auf, dass keine nennenswerte Erwärmung über die letzten Jahrzehnte ausgewiesen wird, sondern lediglich ein schwacher Temperaturanstieg, wie er durch die gesteigerte Sonnenaktivität zum ausgehenden 20. Jahrhundert erklärt wird (Abbildung 3).

Abbildung 3 links zeigt die Messstation Orlando/Kalifornien. Deutlich ist zu sehen, dass die Temperaturen zu Beginn des 20. Jahrhunderts z.T. deutlich höher lagen als heute. Die Abbildung rechts (beide Abbildungen, Quelle: http://www.surfacestations.org/) zeigt eine ungenügende Station, die sich in unmittelbarer Nähe von aktiven Heizstrahlern befindet und einen starken Temperaturanstieg über die letzten Jahrzehnte ausweist.

Die vermeintlich starke Erwärmung, besteht demnach aus Asphalt, Autos, Auspufföffnungen, Abfallanlagen, etc. Anhand der Abbildung 4 sind die Auswirkungen der Populationsdichte und der damit verbundenen Ausbreitung urbaner Besiedelung auf die Temperatur zu sehen, bzw. wie die Populationsdichte, also Städte ihr eigenes, deutlich wärmeres Temperaturprofil besitzen, welches mit der Ausbreitung und Technologisierung der Städte mit wächst, was nichts anderes bedeutet, als dass die höheren gemessenen Temperaturen zumindest teilweise auf dem WI beruhen, sowohl in den USA, als auch in Deutschland, wie noch gezeigt werden wird.

 

Abbildung 4 zeigt den WI nach Goodridge 1996 für Kalifornien. Deutlich ist erkennbar, dass mit zunehmender Einwohnerzahl die Temperaturanomalie immer schneller steigt. Dies ist nicht allein durch das Fehlen von Grünflächen/Bäume, die moderierend auf den Temperaturverlauf wirken zurückzuführen, indem sie Feuchtigkeit abgeben und damit Verdunstungskühlung erzeugen, sondern auf den zunehmenden Einsatz von Elektro- und Verbrennungsmaschinen oder Kühlanlagen, die entsprechend ihre Verlustwärme, bzw. Abwärme an die Umgebung abgeben, was die Temperaturen immer mehr ansteigen lässt.

Vereinfacht gesagt, tritt folgendes ein, während z.B. vor 100 Jahren eine Messstation noch auf weiter, freier Flur angesiedelt war, wurde diese durch die Ausbreitung der Siedlungen eingeholt und liegt nun mitten in dieser Siedlung und deren Abwärme, was auf die Temperaturen nicht ohne Einwirkung bleiben kann. Ferner weiß jeder, dass es sowohl am Tag, als auch nachts, im Sommer wie im Winter, in Städten wärmer ist, als in der Umgebung. Bereits eine lokale Verschiebung der Messstationen zu städtischen Gebieten, würde also eine statistische Auswirkung in der Art bewirken, dass ein falsches Bild der tatsächlichen Temperaturwerte vorliegt, ein zu hohes. Die folgenden Abbildungen zeigen, wie durch das Aufstellen technischer Anlagen oder Gebäuden, der Temperaturgang der Messstation verfälscht wird und daher unbrauchbar für eine Langfristmittelwertaussage ist.

 

Abbildung 5 zeigt eine Temperaturmessstation in Perry, Oklahoma in unmittelbarer Nachbarschaft zur Feuerwehr. Dazu die Infrarotaufnahme, die zeigt, wie die Hauswand auf die Station rückkoppelt.

 

Abbildung 6 zeigt eine Temperaturmessstation in Glenns Ferry, Idaho in unmittelbarer Nähe einer Trafostation. Auch hier entlarvt die IR-Aufnahme, wie stark sich der Trafo erhitzt und auf die Station einwirkt.

  

Abbildung 7 zeigt eine Temperaturmessstation in Lampasas, Texas. Diese wurde in 2000 näher zu einer Radiostation positioniert, wodurch es einen deutlichen Temperatursprung gab (Datenreihe rechts, rote Linie).

Problematisch ist weiter die Tatsache, dass zunehmend Messstationen auf Flughäfen in die Datenfindung einer Mittelwerttemperatur einbezogen werden. Ihr Anteil stieg von wenigen % in den 1930-Jahren auf über 40%. EIKE berichtete darüber (http://www.eike-klima-energie.eu/uploads/media/100420_GISS_METAR_DE.pdf). Ein eklatantes Beispiel, über den Wert dieser Messstationen zeigt Ihnen die Abbildung 8. Sie ist jedoch nicht die Ausnahme,  wie wir am Beispiel der Wetterstation auf dem Frankfurter Flughafen zeigen werden.

  

Abbildung 8 zeigt die Temperaturmessstation auf dem Flughafen von Rom und dessen Lage zum Rollfeld.

Es erübrigt sich jeder Kommentar zur Güte dieser Messstation. Auch wenn andere Messstationen auf Flughäfen nicht so eklatant falsch aufgestellt wurden, es bleibt die Tatsache, dass Verkehrsflugzeuge über ihre sehr heißen Abgase aus ihren Triebwerken, ihre nähere Umgebung erwärmen. Je höher das Flugaufkommen und dieses steigt bekanntlich von Jahr zu Jahr (von kleinen Rückgängen in Wirtschaftskrisen abgesehen), desto mehr Flugbewegungen, desto mehr Abwärme und desto stärkerer Einfluss des WI auf die örtlichen Temperaturen und dies alles vor dem Hintergrund, dass sich der Anteil der Flughafen-Messstationen im Datenerfassungsnetzwerk ständig erhöht und derzeit bei 41% liegt.

Dass der WI nicht auf die USA beschränkt ist, braucht nicht gesondert dargelegt zu werden, da physikalische Auswirkungen überall auf der Welt gleich sind. So zeigt denn die Abbildung 9, die wissenschaftlichen Untersuchungen zum Wärmeinseleffekt für Asien, Nordamerika, Europa und Deutschland (Rheingraben). Deutlich ist erkennbar, dass die Stadttemperatur deutlich von der Umgebungstemperatur Land abweicht, also verfälschte Werte liefert. Die Abbildung zeigt die Temperaturunterschiede von Städten gegenüber dem Umfeld.

  

Abbildung 9 zeigt den WI für Städte in Asien, USA, Europa und für Siedlungen im Rheingraben, Quelle: Christian-Dietrich Schönwiese, Klimatologie, Stuttgart, 2003.

In seiner Veröffentlichung vom 03. März 2010 berichtet der bekannte Physiker und Klimawissenschaftler Roy Spencer, dass die Auswirkungen des Wärmeinseleffekts von der Besiedlungsdichte abhängen (Abbildung 10). Bei Änderungen von geringen Bevölkerungsdichten ist der WI proportional am stärksten, d.h. hier tritt die größte Erwärmung in Relation zur prozentualen Veränderung der Bevölkerungsdichte auf. Da im 20. Jahrhundert weit mehr kleinere Ansiedlungen in ihrer Bevölkerungsdichte zunahmen, als große Städte, die darüber hinaus noch einen geringeren prozentualen Erwärmungstrend beim Zuwachs der Besiedlung ausweisen, liegt hier ein weiterer Aspekt, warum die gemessenen Temperaturen ab der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts zunahmen.

  

Abbildung 10 zeigt den WI-Temperaturantrieb in Abhängigkeit der Bevölkerungszunahme. Die Beziehung ist nicht linear, unterhalb von 1.500 Einwohner/km2 ist der WI-Anstieg ganz besonders ausgeprägt.

Wie sieht es nun mit dem WI in unserem Land aus? Nach unserem Kenntnisstand misst der DWD an 531 Stationen Lufttemperatur und- feuchte. Von den 531 Stationen sind die meisten sog. nebenamtliche Stationen, die nicht von DWD-Personal betreut werden.  Der DWD gibt auf seiner Internetseite an, dass das Hauptamtliche Netz aus 182 Wetterwarten und Wetterstationen, 48 davon 24-stündig mit Personal besetzte Wetterwarten, darunter 16 Flugwetterwarten an internationalen Verkehrsflughäfen, 28 davon zeitweise mit Personal besetzte Wetterwarten, 106 davon vollautomatische hauptamtliche Wetterstationen incl. zwei unbemannte Feuerschiffe, zwei Leuchttürme und drei Bojen/Baken besteht (Stand: 10.06.2010). Abbildung 11 zeigt die Übersicht.

 

Abbildung 11 (Quelle: DWD) zeigt Lage und Art des Hauptamtlichen DWD-Messnetzes.

Sind alle Messstationen des DWD so aufgestellt, wie die Messstation in Abbildung 12, so wäre der WI sicherlich nur ein untergeordneter Parameter in Deutschland zur vergleichenden Temperaturaussage, sofern sich am Landschaftsbild nichts änderte. D.h. keine Waldrodung, bzw. Trockenlegung von Wiesen für Ackerland stattfand, da bekannt ist, dass Wald und Feuchtgebiete viel Wasser an ihre Umgebung abgeben und durch die dabei entstehende Verdunstungskühlung (Prinzip einer Klimaanlage) mildernd auf das Temperaturprofil wird. So stieg z.B. durch die weiträumige Trockenlegung des Rheingrabens um Karlsruhe das Temperaturprofil vergleichsweise stark an, was auf diesen Effekt, zumindest teilweise, zurückzuführen ist.

 

Abbildung 12 zeigt Lage und autom. Messstation des DWD in Lügde-Paenbruch.

Es braucht jedoch nicht lange gesucht zu werden, um eine gänzlich ungeeignete Messstation zur Mittelwertangabe der Temperaturen zu finden. Dies ist die im April 2009 (kein Aprilsscherz) in Betrieb genommene Wetterstation in Offenbach, Abbildung 13.

  

Abbildung 13 zeigt die DWD Wetterstation in Offenbach am Tag ihrer Einweihung. Gut zu sehen, dass sie in Mitten einer Häuserfront liegt, die aus einer dunklen Betäfelung besteht (also sehr wärmeabstrahlend ist – „Schwarzkörper“) und darüber hinaus noch gegenüber einer wärmeverspiegelten Glasfläche liegt. Dazu noch unter einer Betonüberdachung, die die Hitze staut. Diese Messstation taugt weder für eine Temperaturaussage, noch für eine sachgerechte Mittelwertbildung. Weiter ist es schon eigenartig, dass eine solche Messstation, die nur ein stark überhöhtes Temperaturprofil ausweisen kann, gerade im Kopenhagen-Jahr 2009 in Betrieb genommen wurde. Wir erinnern uns noch an die vollmundige Aussage von Prof. Rahmstorf und Kollegen, dass 2009 das zweitwärmste Jahr seit mehr als 130 Jahren gewesen sein soll. Sollten in die Berechnung Ergebnisse wie von dieser Station eingeflossen sein?

Die nächsten Abschnitte werden aufzeigen, dass der WI, den der DWD in seinen Mittelwerten der Temperatur weitgehend nicht berücksichtigt, also unbeachtet lässt, auch in Deutschland keine vernachlässigbare Größe darstellt. In persönlichen Mails (an Herrn Kowatsch), räumt der DWD für Städte wie Frankfurt zwar einen WI-Antrieb von 1°C ein, geht aber davon aus, dass dieser in der Fläche umgerechnet nicht mehr als 0,1°C liegt, was, wie gezeigt wird, eine Falschaussage ist.

Herr Müller-Westermeier vom DWD, Zitat: “Natürlich gibt es einen Wärmeinseleffekt in großen Städten. Er kann dort im Mittel auch etwa 1 Grad ausmachen.  In Anbetracht des auch in Deutschland geringen Anteils dicht bebauter Gebiete an der Gesamtfläche ist das aber weniger als 0,1 Grad. Dieser Effekt ist auch nicht neu und hat sich in den letzten Jahrzehnten kaum verändert, so dass der  Wärmeinseleffekt für irgendwelche Temperaturveränderungen in den letzten Jahren völlig ohne Belang ist.“ Zitat Ende.

Auf den Nenner gebracht, ist der WI die Aufheizung der Umgebung durch den Menschen. Feiner ausgedrückt durch sozio-ökonomische Einflüsse. Wie die Abbildung 9 zeigt, tritt er global auf und verursacht regional erhebliche Verzerrungen im Temperaturprofil und wirkt somit statistisch global als eine deutliche Erwärmung. Er ist keine allgemeine Temperaturerwärmung durch klimatische Veränderungen, sondern eine Zusatzerwärmung der Orte, die durch den Menschen besiedelt wurden. Die Auswirkungen der Zivilisation, wie Landschaftsveränderung und Technologisierung spielen dabei dominante Rollen. Er ist dem natürlichen Klimatrend überlagert und schwächt Kälteperioden ab, bzw. verstärkt Wärmeperioden. In beiden Fällen verfälscht er statistische Vergleiche, insbesondere, wenn vermehrt Stationen in städtischen Gebieten verwendet werden, erheblich. Siehe http://www.eike-klima-energie.eu/news-anzeige/cimategate-update-12-cru-jones-gibt-zu-nur-10-bis-20-der-weltflaeche-zeigten-erwaermung/?tx_ttnews[cat]=1&tx_ttnews[pS]=1262300400&tx_ttnews[pL]=2678399&tx_ttnews[arc]=1&tx_ttnews[pointer]=1 oder hier http://www.eike-klima-energie.eu/news-anzeige/in-erwartung-eines-us-amerikanischen-temperatur-gate/?tx_ttnews[cat]=1&tx_ttnews[pS]=1264978800&tx_ttnews[pL]=2419199&tx_ttnews[arc]=1

In den Städten ist der WI-Wert am größten (der DWD räumt, wie bereits erwähnt, in Städten 1°C ein, Mail an Herrn Kowatsch), auf dem Lande ist der WI kleiner, aber vorhanden. Die Wetterstationen messen diese Zusatzerwärmung zwangsläufig automatisch mit, vor allem, weil sie sich oft in bebauten Gebieten befinden. Da der WI keine sprunghafte, sich plötzlich ändernde Größe darstellt, wie z.B. Wetterereignisse, wird sein Einfluss nicht wahrgenommen und unterschätzt, was jedoch nicht als Entschuldigung für den DWD gesehen werden kann, den WI zu nicht zu berücksichtigen, wie wir noch zeigen werden.

Ein Beispiel vorweg: Der Jahresmittelwert betrug 2009 bei der Wetterstation am Flugplatz Heathrow bei London 11,9 Grad, bei der Ostalbwetterwarte in Neresheim im Süden Deutschlands nur 8,1 Grad, obwohl sich diese Station nicht außerhalb von Neresheim, sondern in einer Siedlung und dort an einem Südhang befindet. Ein Unterschied in den Mitteltemperaturen von fast 4°C, der durch die Insellage Großbritanniens und damit milde Winter allein nicht erklärbar ist, aber vor dem Hintergrund des WI in Städten und im speziellen auf Großflughäfen, wie wir noch zeigen werden. Wem die Ostalbwetterwarte zu speziell ist, in 2009 lag die Mitteltemperatur in Deutschland bei 9,2°C, was immer noch einen Unterschied von fast 3°C ausmacht. Worauf dieser große Unterschied wesentlich beruht, werden wir unter “Temperaturmessstationen auf Großflughäfen“ (Kapitel 2) zeigen. Übrigens lag laut Met Office (http://www.metoffice.gov.uk/climate/uk/datasets/Tmean/ranked/UK.txt) die Mitteltemperatur 2009 in Großbritannien bei 9,17°C. Gut 2,7°C Temperaturdifferenz zu London Heathrow. Dieser Differenzwert von ca. 2 ½ °C wird uns auch noch später, beim Flughafen Frankfurt Rhein-Main begegnen.

Dass Messdaten nicht WI-bereinigt werden, liegt nicht daran, dass es hierzu keine Verfahren gibt. Es gibt einfache Verfahren zur ungefähren Bestimmung des WI, die jeder selbst vornehmen kann. Jedoch gehört zu Ihrer Anwendung die genaue Kenntnis der Metadaten über der Zeit. Außerdem wurde bis heute kein standardisiertes, überall akzeptiertes und damit breit anwendbares Verfahren dafür entwickelt.

Beispiel (durchgeführt von Herrn Kowatsch):

Gemessen wird die Temperatur auf dem Schulhof nach einem vergleichbaren Verfahren. Die Schule selbst liegt am Ortsrand der Gemeinde Abtsgmünd. Anschließend begibt man sich mindestens 100 m entfernt auf eine Wiese, 10 Messungen ergeben den Durchschnittswert des WI für diesen Punkt, an diesem Tag und bei diesen bestimmten Tageswetterbedingungen. Die Messungen wurden ab Anfang Juni 2010 durchgeführt. Der Schulhof war stets wärmer als die Temperaturen 1m über dem Wiesengras. Stets konnte ein Durchschnitts-Wert für den WI bestimmt werden, der in der Größenordnung von einem Grad lag!

Korrekturverfahren für den WI werden jedoch bei den Wetterstationen selbst meist nicht angewendet. So kann es nicht verwundern, dass die einzelnen Leiter der Wetterstationen den speziellen Wärmeinseleffekt ihrer Station gar nicht kennen. Deshalb werden grundsätzlich die gemessenen Temperaturen ohne Korrekturen nach Offenbach zur Zentrale des Deutschen Wetterdienstes (DWD) weitergegeben und daraus die Mittelwerte für Deutschland errechnet. Und es ist leider nicht so, dass alle Stationen des DWD so aufgestellt sind, dass sie nicht durch WI-Fehler behaftet sind.

Der DWD geht bei der Aufstellung und Betrieb seiner Messstationen von folgenden Aufstelldingungen aus:

·   Die Hütte/Screen stehe unbeschattet auf dem Messfeld

·   Sie stehe in beachtlichem Abstand von Bäumen, Hecken und Gebäuden oder sonstigen Hindernissen (allg. Regel: Hindernisentfernung größer als zweifache Hindernishöhe)

·   Bei DWD-Messnetzen besteht die Forderung, dass die Messfühler sich in 2 m Höhe über dem Boden befinden. International üblich sind aber auch: 1,5 bis 2 m, z.B. bei der  “französischen Hütte“

·   Die Türöffnung der Messhütte weise nach Norden

·   Der Tritt vor der Hütte hat zur Vermeidung von unerwünschten Erschütterungen keinen Kontakt zum Aufbau (Gestell) der Thermometerhütte

·   Es hat keine (unbekannte) Ortsveränderung über die Zeit stattgefunden

·   Im Detail gelten die allgemeinen Aufstellbedingungen und Fehlerklassifizierungen des US Climate Reference Network Rating Guide

Wie sieht nun die Realität aus? Von den von uns überprüften DWD-Wetterstationen, sind für eine statistische Temperaturvergleichsmessung ca. 40% nicht geeignet. Insgesamt wurden 130 Stationen nach folgenden Kriterien überprüft, wobei mehrere hundert Photos ausgewertet wurden:

·         Zu nahe an Gebäuen, also reflektierenden Flächen. Als „Faustformel“ gilt der doppelte Abstand der Messstation zur Gebäudehöhe (siehe oben)

·         Verkehrsaufkommen, oder Parkplätze in unmittelbarer Nähe (Abwärme)

·         Messstation in bevorzugt warmen Gebieten (z.B. Innenstadt)

·         Messstation am Oberrand eines Steilhanges mit Sonnenlage (Aufwärme/Thermik verfälscht Ergebnis)

·         Messstation wird abgeschattet. Befindet sich nicht auf freiem Gelände

Hier fünf Beispiele nicht geeigneter Stationen für eine statistische Zeitreihenbetrachtung.

  

Abbildung 14: Freiburg, Bewertung: Gänzlich ungeeignet, da in unmittelbarer Nähe zu einem mehrgeschossigen Gebäude, einer vielbefahrenen Straße und eines Parkplatzes.

  

Abbildung 15: Klippeneck, Bewertung: Nicht geeignet, da sie in unmittelbarer Nähe eines Parkplatzes liegt.

  

Abbildung 16: Stuttgart Flughafen, Bewertung: Nicht geeignet, da viel zu nahe an der Startbahn gelegen.

  

Abbildung 17: Weissenburg, Bewertung: Nicht geeignet, da in unmittelbarer Nähe eines Supermarktes, eines Parkplatzes und einer Straße gelegen.

  

Abbildung 18: Links, Hornisgründe, Bewertung: Nicht geeignet, da in unmittelbarer Nähe zum Waldrand und am oberen Hang einer größeren Anhöhe gelegen. Wärmebeeinflussung durch Thermik. Rechts, Schömberg, Bewertung: Nicht geeignet, da zu nahe an einem Parkplatzes gelegen – Fahrzeugabwärme.

Welche Faktoren bestimmen den WI? Wärmeabstrahlende technische Systeme wurden bereits gezeigt (Abbildung 5 – 7).

Allgemeine Gründe sind die Zunahme der Bevölkerung, die Zunahme des Wohlstandes und die damit bedingte zunehmende Bebauung und die Zunahme des Energieverbrauchs. Hier im Einzelnen:

1)  Bebauung durch Gebäude und Versiegelung der Landschaft

  

Abbildung 19 zeigt den Tagesgang der Temperatur an einem sommerlichen Strahlungstag in Bodenhöhe für verschiedene Böden, nach Fezer 1975. Es fällt nicht nur auf, dass über Beton und insbesondere Asphalt die Temperaturen z.B. sehr stark über denen des Waldbodens liegen, sondern, dass auch ein deutlicher Temperaturunterschied von mehreren °C zwischen Gras, Wald oder landwirtschaftlichen Flächen liegt. Messstationen, die ursprünglich auf freiem Feld standen und zwischenzeitlich in einer Gras, Hecken oder offenen Waldlandschft stehen (oder umgekehrt), weil sich das Landschaftsbild über die Jahrzehnte änderte, was nicht wirklich verwundern kann, geben somit deutlich veränderte Temperaturwerte wieder und verzerren jeglichen Temperaturvergleich. Die Gründe hierfür sind vielfältig:

–  Im Sommer speichert der verwendete Feststoff die tagsüber von der Sonne eingestrahlte  Wärme (spezifische Wärmekapazität der Stoffe) und gibt sie nachts ab, die Bebauung erwärmt somit die Umgebung.

–  Wenn es regnet, fließt Regenwasser sofort ab und erzeugt keine Verdunstungskälte.

–  Bäume und Pflanzen, die vor der Versiegelung der Landschaft angesiedelt waren, haben einen erheblichen Teil der Sonnenstrahlung für ihre Fotosynthese verwendet. Nur ein Teil der Sonnenstrahlung erreichte den Boden. Die Sonnenstrahlung wurde abgefangen, und in chemischer Form in den Pflanzen gespeichert. Die Versiegelung der Landschaft hält weltweit an, bedingt durch die Bevölkerungszunahme.

–  Zunahme des Wohlstandes in Teilen der Welt, vor allem auf der Nordhalbkugel.

Je weiter ein Land im Norden liegt, desto größer ist der Energieanteil, der zur Heizung benötigt wird. Deshalb steigt auch der Wärmeinseleffekt der Siedlungen, je weiter man nach Norden kommt. Dies ist sicherlich ein Aspekt, warum die gemessene globale Erwärmung umso größer ist, je weiter man nach Norden kommt. Über weitere Gründe der „Norderwärmung“ hat EIKE bereits berichtet (http://www.eike-klima-energie.eu/klima-anzeige/giss-streicht-temperaturdaten-aus-der-arktis-und-daten-der-wassertemperatur-in-den-suedlichen-ozeanen-um-die-antarktis/?tx_ttnews[pointer]=3)

2) Umwandlung natürlicher Feucht- und Waldgebiete in Nutzflächen.

Auch die freie, unbebaute Landschaft hat gegenüber dem Deutschland vor 100 Jahren eine Erwärmung erfahren, die auf dem WI beruht. Es handelt sich dabei nicht um eine statistische Umlegung des WI aus der Bebauung auf die Gesamtfläche des Landes,  wie der Deutsche Wetterdienst dies per Mail darlegt und eine genannte Schätzung von 0,1°C WI in der Gesamtfläche abgibt, sondern um einen realen, basierend auf Landschaftsumgestaltung, Wärmeinseleffekt.

Besonders wird dies im Rheingraben sichtbar. In den letzten 50 Jahren wurden Flussauen und Feuchtwiesen trockengelegt, wodurch z.B. die Herbstnebeltage verschwanden und der der Sonnenschein dadurch automatisch zunahm. Die Bebauung hat sich zudem in den letzten 50 Jahren verdreifacht. Über den größeren WI nimmt die Zahl der heißen Tage (Sommertage, >25°C) in direkter Abhängigkeit zu. Ein weiteres Gebiet ist die Bodenseeregion, die touristisch erschlossen wurde und ebenfalls landwirtschaftlich großflächig genutzt wird. Nach den geschilderten Prämissen sollte sich in beiden Regionen ein vergleichsweise großer WI in der Fläche zeigen, was auch der Fall ist, wie Abbildung 20 belegt.

  

Abbildung 20 zeigt die Änderung in der Zahl der Sommertage in Baden-Württemberg, Quelle: “Klimawandel in Baden-Württemberg, Fakten – Folgen – Perspektiven“ (2010), Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr, nach den Daten des Instituts für Meteorologie und Klimaforschung, Karlsruhe. Deutlich ist zu sehen, dass exakt in den Regionen, in denen eine große Landschaftsveränderung (großflächige Trockenlegung, Bebauung, etc.) vorgenommen wurde und damit ein hoher WI entstand, die prozentuale Änderung wegen des WI besonders stark ausfällt.

So speichern mehrjährige Pflanzen durch ihr tiefes und ausgedehntes Wurzelwerk bis zu 5-mal mehr Regenwasser (S.d.W. 11/07, “Erde und Umwelt“) als Nutzpflanzen wie Weizen, Mais, etc. Die entsprechenden Flächen (in Deutschland betrifft dies etwa 50% der gesamten Landesfläche) können also im Minimum nur noch 1/5 der üblichen Wassermenge aufnehmen. Es ist nämlich nicht vorrangig die vielerorts angeprangerte Flächenversiegelung durch Bebauung (beträgt ca. 6% der gesamten Landesfläche in Deutschland), die für das vermehrte Abfließen des Regenwassers verantwortlich ist!

Die Auswirkungen, die die Abholzung auf den Wasserhaushalt und damit auf den Feuchtegehalt der Atmosphäre und damit wiederum auf Niederschläge hat, wird an folgendem Beispiel des Instituts für Angewandte Geologie der Uni Erlangen transparent: “Der beträchtliche Wasserumsatz aufgrund der pflanzlichen Transpiration wird durch folgende Werte verdeutlicht: So gibt beispielsweise eine ausgewachsene Sonnenblume pro Tag über 1 Liter Wasser an die Atmosphäre ab. Bei gutem Grundwasseranschluss kann in einem trockenheißen Sommer eine große Birke zwischen 400 und 700 Liter pro Tag verdunsten und eine 100-jährige Buche sogar 9.000 Liter pro Tag. Ein Quadratkilometer Buchenhochwald verdunstet im Sommer jeden Tag etwa 2.000.000 Liter und im gesamten Jahr etwa 360.000.000 Liter. Umgerechnet auf je 100 g Blatt-Trockenmasse benötigt pro Vegetationsperiode eine Tanne 7 Liter Wasser, eine Buche jedoch 74 Liter. Aus den eben genannten Zahlen wird ersichtlich, welch entscheidende Bedeutung die Wälder und hier vor allem die Laubwälder für die Erhaltung eines eingespielten Klimaablaufes besitzen.“ (Quelle: http://www.angewandte-geologie.geol.uni-erlangen.de/klima1.htm).

In den Tropen ist dieser Wert noch höher, so dass durch die Abholzung der Wasserhaushalt aus dem Gleichgewicht gerät und damit auch die Temperaturen verändert werden, was zu regionalen Dürre- und Hitzeperioden führt.

Größere Waldbestände, auch Moore und Sumpfgebiete wirken ausgleichend auf die Temperaturen an der Erdoberfläche, bei einer Verringerung dieser Vegetationsflächen gestaltet sich das Witterungsgeschehen daher extremer.

Der WI der freien Fläche ist demnach eine reale Größe. Er beruht auf Landschaftsumgestaltungen, welche die physikalischen Eigenschaften der Landfläche verändert haben. Die Trockenlegung und Verdichtung der Landschaft von zig-tausenden von km2 in den letzten 100 Jahren in Deutschland, siehe hierzu Spektrum der Wissenschaft, 08/06, S. 80, “Schwerlast auf dem Acker“ als entscheidenden Faktor.

  

Abbildung 21 (Quelle: Spektrum der Wissenschaft, 08/06, “Schwerlast auf dem Acker“) zeigt die Faktoren der Bodenverdichtung. Wortlaut S.d.W.: Einst erstklassige Ackerböden lassen heute pro Zeiteinheit höchstens noch ein Zehntel bis Hundertstel der Wassermenge versickern, die in einem ursprünglichen, lockeren Waldboden versickern würde. Selbst ein Tausendstel kommt vor.“ Der große Rest fließt ab! Er geht der Wärmeregulierung verloren.

Durch das schnellere Abfließen des Oberflächenwassers wird die Verdunstung in der freien Fläche entscheidend verringert. Feuchtwiesen, Tümpel, Weiher, Moore und nasse Talauen wurden in bäuerliche Leistungswiesen und Ackerland umgewandelt. Eine Trockenwiese heizt sich schneller auf als die zuvor dagewesene Feuchtwiese. Die Austrocknung des Waldes erfolgt von unten, nicht von oben.

Dieser Wärmeinseleffekt der freien Fläche wurde unseres Wissens bislang in der Literatur noch nirgends beschrieben oder berücksichtigt. Er ist jedoch, aus den bereits genannten Gründen, als nicht unerheblich einzustufen. In den letzten hundert Jahren ist die Weltbevölkerung von 1 auf ca. 6,7 Milliarden gestiegen. Die damit verbundene Versiegelung des Bodens behindert den Wärmetransport durch Verdunstung in die Atmosphäre. Das hat natürlich Auswirkung auf das regionale Klima und unter Umständen auch global, wenn man an die Rodung von Regenwäldern denkt.

Regionale Auswirkungen:

–  Durch das entzogene Wasser wurde die Verdunstungskühlung erniedrigt.

–  Die Nebeltage wurden weniger. Aus der feuchten Fläche bildete sich der Frühnebel, im Herbst. Vor allem im November waren die Talauen oft tagelang zu und die Sonnenstrahlung wurde wieder reflektiert. Weniger Sonne erreichte den Erdboden. In den letzten 10 Jahren sind aus meinem Heimatort (Kowatsch) die Nebeltage nahezu ganz verschwunden. Selbst im November lösen sich die Nebel spätestens am Nachmittag meist auf.

Vor diesem Hintergrund ist die Temperaturzeitreihe des DWD für Deutschland zu betrachten, Abbildung 22.

  

Abbildung 22 zeigt den Temperaturgang der Jahresmittelwerte*) in Deutschland von 1999  2009, Datenquelle: DWD. Dazu den 3-Jahres-Trend und den Dekadenmittelwert. Von einer Erwärmung in Deutschland ist nun wahrlich nichts zu sehen. Gleich viele Werte liegen unter, bzw. auf der Mittelwertlinie, wie über ihr. Derzeit fallen die Temperaturen und liegen unterhalb der Dekadenmittellinie, was auch für 2010 so bleiben wird. Nach den Temperaturzeitreihen des DWD ist es in Deutschland seit 10 Jahren um 0,7°C kälter geworden, gegenüber dem Maximalwert in 2000. Gegenüber dem Trend um gut 0,3°C. Anhand der Abbildung 3 (Teil 2, folgt in Kürze), die die Monatsmittelwerte bis August 2010 zum Vergleich 2009 zeigt, wird ersichtlich, dass in 2010 die Temperaturen weiter fallen werden!

*) Wir haben die Absolutwerte und nicht die Schwankungswerte, also die Anomalien dargestellt, weil wir uns an die Darstellung des DWD in seinen Jahresberichten halten möchten (siehe Abbildung 23 und 24), der ebenfalls die Absolutwerte wiedergibt.

Abbildung 22 zeigt weiter, dass ausgerechnet zum IPCC-Jahr 2007, als das IPCC politik- und medienwirksam seinen AR4 präsentierte, sich in Deutschland die Temperaturen von der globalen Temperaturentwicklung abkoppeln, siehe Abbildung 26, Teil 2. Während in 2006 und 2007 global die Temperaturen deutlich fallen, stiegen diese hingegen in Deutschland stark an. Gegenwärtig liegen die Deutschland-Temperaturen wieder auf dem Niveau der IPCC-Vorjahre. Erklären können wir Ihnen diese Diskrepanz zu den globalen Temperaturwerten nicht, da wir nicht wissen, welche Messstationen der DWD für die einzelnen Jahre zur Mittelwertbewertung herangezogen hat und welche Algorithmen er jeweils dabei verwendete.

In 2007 waren die Informationsaussagen des DWD erklärungsbedürftig. So veröffentlichte er in seinem Jahresbericht 2006, welcher im April 2007 (kurz nach dem AR4 oder sollen wir sagen, passend zum AR4) präsentiert wurde, auf dem Titelblatt die folgende Abbildung.

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Abbildung 23 (Quelle: Jahresbericht 2006, DWD, Deckblatt) zeigt Deutschland, davor eine Temperaturkurve, die zur Gegenwart hin plötzlich sehr stark ansteigt und bei dem Temperaturwert von 12,0°C verharrt. Anmerkung: wie sich die Temperaturen in der Realität entwickelten, zeigt Abbildung 22. Die erklärungsbedürftige Abbildung vom Deckblatt wird im Jahresbericht an keiner Stelle auch nur ansatzweise kommentiert, nicht einmal erwähnt! Beim Betrachter wird indes leicht der Eindruck erweckt, dass die Temperaturen in Deutschland dabei sind, alle Rekorde zu brechen, was, wie die Abbildung 22 belegt, gegenteilig der Fall ist. Im Jahresbericht 2006 findet sich auf Seite 5 dann die korrekte und auch beschriebene Zeitreihe, die allerdings längst nicht so spektakulär aussieht (Abbildung 24).

  

Abbildung 24 zeigt die Jahresmittelwerttemperatur*) in Deutschland von 1900 – 2006, Quelle: Jahresbericht 2006, DWD, Seite 5. 2006 lag die Temperatur im Mittel bei 9,5°C und damit 1,3K über dem klimatologischen Referenzzeitraum 1961 – 1990 von 8,2°C, wobei dieser Durchschnitt in einer Kälteperiode liegt (wir erinnern uns noch an die Aussagen aus Politik und Wissenschaft zur bevorstehenden Eiszeit in den 1970-Jahren) und damit vergleichsweise niedrige Referenzwerte liefert. Das Chart sieht lange nicht so spektakulär aus, wie Abbildung 23 (unkommentiert!) vom Titelblatt. Der Wert von 9,5°C deckt sich mit den Werten, die der DWD uns zur Verfügung stellte.

*) Die Kurve ist hinsichtlich der Absolutwerte wenig aussagefähig, da Deutschland heute andere Grenzen als 1900 hat (in der Fläche noch die Hälfte), Messorte sich änderten, der Wärmeinseleffekt einfließt u.v.m. Vor 1900 wurde darüber hinaus in Süddeutschland nicht nach Celsius, sondern nach Réamur gemessen.

Als kleiner „Nachhilfeunterricht“ für den DWD haben wir die AMO-Zeitreihe (Atlantik Multidekaden Oszillation – gibt die Oberflächentemperatur im Nordatlantik wieder) von 1880 – 2000 hinzugefügt. Werden nun deren Schwankungen mit dem polynomischen Trend verglichen, den der DWD in seiner Abbildung zeigt, wird deutlich, dass dieser im Gleichklang mit der natürlichen AMO, die von der Sonne moderiert wird, ist. Fällt die AMO, so dreht der polynomische Trend und wird negativ. Steigt hingegen die AMO wieder an, dreht der polynomische Trend erneut und wird positiv.

Es kann nun wirklich nicht verwundern, dass in Deutschland die Temperaturen von der Windströmung abhängen, insbesondere von der Westwindströmung vom Atlantik. Abbildung 25 zeigt deutlich, warum die Temperaturen in Deutschland in den 1970-Jahren zu steigen begannen.

  

Abbildung 25, Quelle: Sächsisches Landesamt für Umwelt und Geologie, zeigt die West-Wetterlagen im Sommer- und Winterhalbjahr im Zeitraum von 1881 – 2000. Deutlich ist zu erkennen, dass seit Beginn der 1970-Jahre die West-Wetterlagen im Winter stark zunahmen (was wärmere Winter bedeutet) und im Sommer dagegen abnahmen (was trockenere und wärmere Sommer bedeutet). Zunahme der West-Wetterlagen im Winter und Abnahme der West-Wetterlagen im Sommer bewirken, dass in Deutschland die Temperaturen steigen. Im Winterhalbjahr mildere Winter und im Sommerhalbjahr mehr Sonne, wie Abbildung 26 zeigt.

  

Abbildung 26 zeigt die mittlere Sonnenscheindauer in der alpinen Region, Quelle: (http://mitglied.multimania.de/nature2000/wkr128.htm). Der polynomische Trend stimmt mit dem der Abbildung 24 überein. Die Sonnenscheindauer begann in den 1970-Jahren zuzunehmen, bis zum Beginn des 21. Jahrhunderts, parallel zur Erwärmungsphase. Seitdem fällt die Sonnenscheindauer und es wird wieder kälter. Eigentlich triviale Zusammenhänge, die dem DWD offensichtlich als Erklärung des gegenwärtigen Temperaturniveaus nicht einfallen. Auch hier haben wir zum Vergleich die Zeitreihe der AMO, diesmal in feinerer Auflösung (Quelle: http://www.cdc.noaa.gov/Correlation/amon.us.long.data) angeführt. Es fällt auf, dass jeweils die minimale Sonnenscheindauer (Minwert des dynamischen Trends) exakt mitten in der AMO-Kaltphase liegt und der Maxwert mitten in der AMO-Warmphase! Darüber hinaus wird eine Periodendauer von ca. 69 Jahren ersichtlich. Diese Periodendauer stammt von der Sonne und wurde von dem Astrophysiker Dr. Landscheidt beschrieben. Sie basiert auf Drehimpulsänderungen (Bahndrehimpuls und Eigendrehimpuls) der Sonne, wodurch deren magnetische Aktivität (mit) gesteuert wird. Eine Vertiefung des Themas würde an dieser Stelle zu weit führen.

Nach diesem kleinen Exkurs und „Nachhilfeunterricht“ für den DWD, was unser Wetter und die AMO lenkt, zurück zum Wärmeinseleffekt, der von verschiedenen Faktoren, von denen wir bereits einige aufzählten, abhängt.

3) Anstieg des Energie- und Stromverbrauchs

–  Die Anzahl der elektrischen Verbraucher in- und außerhalb der Gebäude hat sich in den letzten 50 Jahren ständig erhöht.

–  Europa ist heller geworden. Aufgrund des Wohlstandes hat die Anzahl der Beleuchtungsquellen zugenommen, was beispielsweise aus dem Weltall gut erkennbar ist (Abbildung 1). Die Anzahl der Beleuchtungskörper und Straßenbeleuchtungen hat sich dabei in den letzten 40 Jahren vervielfacht. Jeder Beleuchtungskörper gibt Wärme an die Umgebung ab. Für das Ausgangsjahr der Temperaturzeitreihe, 1880 ist die Stromerzeugung mit Null ansetzen, also auch kein WI-Effekt vorhanden. Das gleiche gilt für die anfallende Abwärme im Straßenverkehr.

–  Die Zunahme der Industrialisierung: Jeder Arbeitsprozess verschlingt Energie und erzeugt Wärmeabgabe.

Um Missverständnissen vorzubeugen. Hier geht es nicht darum, die Menschheit auf den Stand des 19. Jahrhunderts zurückzuwerfen, wie dies einige militante Klimaalarmisten mit sich tragen, sondern darum, aufzuzeigen, dass es nicht statthaft ist, unkommentiert Wetterdaten von vor hundert Jahren, mit denen von heute zu vergleichen.

Aus den genannten Gründen ist abzuleiten, dass der WI sich nicht auf Großstädte  beschränkt wie der Deutsche Wetterdienst behauptet, sondern generell bei Messergebnissen zu berücksichtigen ist.

Eine wertvolle Arbeit zur Erfassung des WI in Mitteleuropa und somit auch in Deutschland hat unlängst der renommierte Professor für Meteorologie und Klimatologie, Horst Malberg in der “Berliner Wetterkarte“ (http://www.berliner-wetterkarte.de/) veröffentlicht, “Über scheinbare und tatsächliche Klimaerwärmung seit 1850“. Anhand von Vergleichen am Regressionsparameter, also dem Temperaturanstieg von einer Dekade zur nächsten, von 5 Messstationen (Hochenpeißenberg, Berlin-Dahlem, Prag, Basel und Wien) ermittelte er den WI. Die Station Hochenpeißenberg, auf einer Höhe von 1.000m diente dabei als Referenzstation.

  

Abbildung 27 (Quelle: Prof. Malberg) zeigt den Temperaturanstieg an 5 Temperaturmessstationen in Europa von 1851 – 2000, dem Jahr, als in Deutschland nach Angaben des DWD die höchsten Temperaturen im Betrachtungszeitraum auftraten. Wie gesehen, fallen seitdem die Temperaturen deutlich.

Während die Referenzstation Hohenpeißenberg (Hpbg) einen Anstieg von +0,76°C seit dem Ende der “Kleinen Eiszeit“, der kältesten Periode der letzten 2.000 Jahre, ausweist, liegt der Temperaturanstieg in den Städten zum Teil deutlich höher. In Basel beträgt er +1,58°C. Prof. Malberg: “Diese unterschiedliche Erwärmung innerhalb eines Klimabereichs lässt sich nicht mit den Auswirkungen eines übergeordneten Klimaantriebs erklären. Es ist die lokale Situation, es ist der Wärmeinsel-Effekt der wachsenden Städte, der die natürliche globale/regionale Erwärmung „anthropogen“ verstärkt hat. Damit täuschen die Temperaturreihen eine Erwärmung vor, die z. T. deutlich über der natürlichen Klimaerwärmung seit 1850 liegt.“

Wie wir Ihnen anhand des Teil 2 zeigen werden, liegt der WI noch höher, da zunehmend Temperaturstationen auf Flughäfen in die Datenreihen einfließen.

Fazit:

Der Wärmeinseleffekt (WI) steigt ständig mit der Veränderung der Landschaft und der Gesellschaft. Die Temperaturmessstationen des DWD sind für eine vergleichende Temperaturaussage zum Großteil nur bedingt, bzw. nicht geeignet, da der DWD zum einen, seine eigenen Vorgaben zum Betrieb und Aufstellung von Messhütten nicht einhält und zum anderen, der DWD den vorhandenen Wärmeinseleffekt, der für den derzeit noch höheren Temperaturwert im Vergleich zum Langfristmittel verantwortlich ist, weitgehend unberücksichtigt lässt.

 

Teil 2 in Kürze

  

Josef Kowatsch

Raimund Leistenschneider – EIKE

 

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38 Kommentare

  1. Aus dem Text:

    „Abbildung 8 zeigt die Temperaturmessstation auf dem Flughafen von Rom und dessen Lage zum Rollfeld.
    Es erübrigt sich jeder Kommentar zur Güte dieser Messstation.“
    ————————–

    Das ist nicht das Rollfeld, sondern ein „Flugzeugparkplatz“. Es erübrigt sich jeder Kommentar zur Güte diser Bereichterstattung.

    MfG
    Ketterer

  2. Lieber Herr Klasen, #36

    „die Existenz / Nichtexistenz einer übergeordneten Macht (Gott, etc.) wurde bisher genauso wenig wissenschaftlich bewiesen wie der sogenannte „Menschen verursachte Klimawandel“

    Hier sowieso nicht. Wissenschaftliche Erkenntnisse entstehen kaum in einem Plauderforum irgendwelcher Leute.

  3. Sehr geehrter Hr. Baecker,

    die Existenz / Nichtexistenz einer übergeordneten Macht (Gott, etc.) wurde bisher genauso wenig wissenschaftlich bewiesen wie der sogenannte „Menschen verursachte Klimawandel“ (AGW). Ich denke mal, in diese Stoßrichtung ging der Kommentar von (Hr.?) dHovestadt, da sie diesen ja wie ein „Glaubensbekenntnis“ verteidigen und keinerlei Argumente dagegen akzeptieren.

  4. „*) Die Kurve ist hinsichtlich der Absolutwerte wenig aussagefähig, da Deutschland heute andere Grenzen als 1900 hat (in der Fläche noch die Hälfte), Messorte sich änderten, der Wärmeinseleffekt einfließt u.v.m. Vor 1900 wurde darüber hinaus in Süddeutschland nicht nach Celsius, sondern nach Réamur gemessen.“

    Die Absolutwerte sind auf die heutigen Grenzen Deutschlands bezogen, der Einfluß der Änderung der Messorte und der WI-Effekt werden durch Homogenisierung korrgiert, evtl. andere Masseinheiten werden selbstverständlich umgerechnet.
    Halten Sie den DWD für so unfähig, solche Offensichtlichkeiten zu übersehen?

    „Als kleiner „Nachhilfeunterricht“ für den DWD haben wir die AMO-Zeitreihe (Atlantik
    Multidekaden Oszillation – gibt die Oberflächentemperatur im Nordatlantik wieder) von 1880 – 2000 hinzugefügt. Werden nun deren Schwankungen mit dem polynomischen Trend verglichen, den der DWD in seiner Abbildung zeigt, wird deutlich, dass dieser im Gleichklang mit der natürlichen AMO, die von der Sonne moderiert wird, ist. Fällt die AMO, so dreht der polynomische Trend und wird negativ. Steigt hingegen die AMO wieder an, dreht der polynomische Trend erneut und wird positiv.“

    Ich denke nicht, dass diese Nachhilfe den Namen verdient hat.
    Für Sie als kleine Nachhilfe sei gesagt, dass der evtl. Gleichklang zwischen AMO und polynomischem Trend doch vielmehr vom Grad des Polynoms anhängt (Zahl der lokalen Maxima und Minima, siehe Grundlagen der Differentialrechnung) und damit nicht zwangsläufig ein Naturgesetz indiziert. Aber Weiterforschen würde sich vielleicht lohnen, das Standard-Verfahren ist die PCA, und dies ist aufwändiger.

    „Eigentlich triviale Zusammenhänge, die dem DWD offensichtlich als Erklärung des gegenwärtigen Temperaturniveaus nicht einfallen.“

    Woher wollen Sie das wissen? Solche Korrelationen werden doch untersucht? Trivialerweise ändern sich diese auch, wenn sich das Klima insgesamt ändert. Es wird global wärmer, aber lokal kann sich dies ganz unterschiedlich bemwerkbar machen, denn der Klimawandel wird ja in unseren Breiten vor allem über Zirkulationsänderungen bedingt.

    Ich glaube, Sie haben die Vorstellung im Kopf, dass ein globaler temperaturanstieg sich exakt überall gleichartig vollziehen muss. Diese Vorstellung ist falsch, wie Sie an vergangenen Klimaänderungen sehen können.
    Daher ist es auch völliger Unsinn, globale temperaturänderungen mit lokalen zu vergleichen und Unterschiede als Diskrepanzen oder Beweise für einen nicht-existierenden treibhausgasbedingten Kliamwandel zu sehen. Ihre Beweis-Prämisse ist zu unselektiv.

  5. Beim Temperaturdiagramm auf dem Deckblatt im DWD-Klimareport 2006 handelt es sich um das Deutschlandmittel des Herbstes, wie man leicht in Abb. 2-6 im report sieht.

    Sie vergleichen also irrtümlicherweise das Jahresmittel mit dem Herbstmittel. Da kann natürlich nur Blödsinn rauskommen.

    Kehren Sie erstmal vor der eigenen Haustür anstatt anderen versätzliche Fehler oder Betrug vorzuwerfen!

  6. Geben Sie mal in die Suchfunktion unter http://www.dwd.de das Stichwort „RCS-Stationen“ ein und gucken sich die Graphiken der RCS = Reference Climatological Stations Potsdam, Hohenpeissenberg und Zugspitze an. Alle zeigen zwischen 1900 und heute einen 100jährigen linearen Trend zwischen 0,6 und 1 °C/100 Jahre. Ist dieser Trend auch bedingt durch den WI-Effekt?

  7. Lieber Herr Kowatsch, #29

    „Vom DWD haben wir umfangreiches Material im Vorfeld erhalten, sowie Infos aus einem ausführlichen mail-Schriftverkehr bezogen.“

    Und warum veröffentlichen Sie das nicht? Ich denke, gemeinsam lassen sich Ihre fachlichen Interpretationsschwächen eliminieren.

    „Das Verfahren Homogenität oder Homogenisierung eignet sich nicht, um den Korrekturfaktor Wärmeinseleffekt aus den Datenreihen herauszufiltern und ihn auszumerzen.“

    Falsch.

    „Beim Schriftverkehr hatte ich auch den Eindruck, dass der DWD sich mit diesem urbanen WI-Effekt noch überhaupt nicht näher beschäftigt hatte,“

    Falsch.

    „sonst könnten nicht Sätze geschrieben werden wie, der Wärmeinseleffekt sei keine Erfindung der Neuzeit, den habe es früher auch bereits gegeben: Deshalb könne man ihn außer acht lassen.“

    Ich glaube nicht, das der DWD dies genau so geschrieben hat. Daher wäre es glaubwürdiger, wenn Sie die originale Antworten hier veröffentlichten und nicht Ihre Interpretation.

    „Kennzeichen des WI ist nicht, dass er innerhalb einer kurzen Zeitspanne bei einer Station auftrat, und dann nahezu unverändert über die nächsten Jahrzehnte blieb. In so einem Falle würde das Verfahren der Homogenisierung greifen,“

    Falsch, Sie haben offensichtlich noch nie eine Homogenisierung gesehen.

    „der WI entwickelte sich vielmehr in den letzten 150 Jahren durch die anthropogene … was zu einem schleichenden Erwärmung bei allen Stationen führte.“

    So ist es.

    „Der WI ist auch keine statistische Umrechnung der wärmeren Stadt auf die freie Fläche Deutschlands und das mache etwa nur 0,1 C aus, billigte mir der DWD immerhin zu.“

    Auch dies habe ich Ihnen bereits erklärt. Der DWD sagt nicht, dass der flächengemittelte WI-Effekt 0,1 °C betrge, sondern das der FEHLER den man durch die unvollkommende Eliminierung des WI-Effekts im D-Mittel bekommt, höchstens 0,1°C betrage. Verstanden?

    „Wobei man wissen muss, dass die Stationen des DWD mehrheitlich eben nicht in der freien Fläche Deutschlands stehen.“

    Sehen Sie, Sie wissen überhaupt nicht, was der DWD aussagt.

    „Allein aus solchen Aussagen erkennt der Leser, dass man sich in Offenbach mit der Sache WI noch gar nicht auseinandergesetzt hat, und damit hat der DWD natürlich auch kein Verfahren zur Ausmerzung des WI aus den Daten der einzelnen Stationen entwickeln können. Er hat den WI bislang schlichtweg ignoriert.“

    …und schließen aus Ihrem Unverständnis Falsches.

    „Kein einziger Stationsleiter in Deutschland kennt die allmähliche Entwicklung des WI seiner eigenen Station über die letzten 100 Jahre,“

    Ich habe bereits oben geschriebn, dass die WI-Korrektur erst zentral erfolgt, denn dafür muss man natürlich die Klimadaten aus den umliegenden ländlichen Stationen heranziehen. Haben Sie immer noch nicht verstanden.

    Nun habe ich Ihnen so viele Links gegeben und Sie ignorieren einfach, was der DWD wirklich macht!

    „Zur Versuchs-Bestimmung des WI einer Station bräuchte man Umgebungsbeschreibungen der Station von damals. In einer Versuchsreihe müsste man dann die Umgebung von damals auf dem freien Felde, mindestens 1Kilometer entfernt von jeglicher Bebauung nachmodellieren, und die über Jahre dauernden Temperaturmessungen mit den heutigen und von damals vergleichen.“

    Sie Witzbold, das oder ähnlichstes wird doch gemacht.

    „Dann zusätzlich, die 0,1C, die der DWD als Erwärmung durch die heutige Bebauung zugesteht, addieren.“

    Unsinn! Das ist kein Korrekturwert, sondern ein Fehlerbereich!

  8. Vom DWD haben wir umfangreiches Material im Vorfeld erhalten, sowie Infos aus einem ausführlichen mail-Schriftverkehr bezogen.
    Das Verfahren Homogenität oder Homogenisierung eignet sich nicht, um den Korrekturfaktor Wärmeinseleffekt aus den Datenreihen herauszufiltern und ihn auszumerzen. Beim Schriftverkehr hatte ich auch den Eindruck, dass der DWD sich mit diesem urbanen WI-Effekt noch überhaupt nicht näher beschäftigt hatte, sonst könnten nicht Sätze geschrieben werden wie, der Wärmeinseleffekt sei keine Erfindung der Neuzeit, den habe es früher auch bereits gegeben: Deshalb könne man ihn außer acht lassen.
    Kennzeichen des WI ist nicht, dass er innerhalb einer kurzen Zeitspanne bei einer Station auftrat, und dann nahezu unverändert über die nächsten Jahrzehnte blieb. In so einem Falle würde das Verfahren der Homogenisierung greifen, der WI entwickelte sich vielmehr in den letzten 150 Jahren durch die anthropogene allmähliche Umgestaltung (Zerstörung) der einstigen Naturlandschaft, womit der Mensch die physikalischen Oberflächeneigenschaften der Erde veränderte, was zu einem schleichenden Erwärmung bei allen Stationen führte. Wir haben das im Artikel beschrieben. Der WI ist auch keine statistische Umrechnung der wärmeren Stadt auf die freie Fläche Deutschlands und das mache etwa nur 0,1 C aus, billigte mir der DWD immerhin zu. Wobei man wissen muss, dass die Stationen des DWD mehrheitlich eben nicht in der freien Fläche Deutschlands stehen. Allein aus solchen Aussagen erkennt der Leser, dass man sich in Offenbach mit der Sache WI noch gar nicht auseinandergesetzt hat, und damit hat der DWD natürlich auch kein Verfahren zur Ausmerzung des WI aus den Daten der einzelnen Stationen entwickeln können. Er hat den WI bislang schlichtweg ignoriert.
    Kein einziger Stationsleiter in Deutschland kennt die allmähliche Entwicklung des WI seiner eigenen Station über die letzten 100 Jahre, zumal Deutschland sich seit der Zeit des Kaiserreiches radikal verändert hat. Kaum eine Station steht an den ursprünglichen Ort, und wenn, dann hat sich deren Umgebung vollkommen verändert. Zur Versuchs-Bestimmung des WI einer Station bräuchte man Umgebungsbeschreibungen der Station von damals. In einer Versuchsreihe müsste man dann die Umgebung von damals auf dem freien Felde, mindestens 1Kilometer entfernt von jeglicher Bebauung nachmodellieren, und die über Jahre dauernden Temperaturmessungen mit den heutigen und von damals vergleichen. Dann zusätzlich, die 0,1C, die der DWD als Erwärmung durch die heutige Bebauung zugesteht, addieren.
    Die 0,5 Grad, die Prof. Mahlberg in seiner jüngsten Arbeit als WI für Deutschland in den Jahren 1850 bis 2000 durch vergleichende Messreihen entwickelt hat, sind eine konservative, eher untertriebene Anfangseinschätzung des WI. Er geht fälschlicherweise von der Annahe aus, dass der Hohenpeißenberg in den letzten 150 Jahren keinen WI entwickelt hat.
    (Vielen Dank für die adressen, der letzte link von funktioniert bei mir nicht.)

    Mit freundlichen Grüßen: J. Kowatsch.

  9. Lieber Herr Leistenschneider, #24

    hier für Sie zur Einarbeitung in die Qualitätskontrolle beim DWD (historischen Klimadaten) ein link http://tinyurl.com/2wh6xow

    Und hiermit kann man DWD-Stationen nach Ausstattung bzw. Funktion selektieren http://tinyurl.com/3a5myfp).
    Es gibt übrigens aktuell 1294 DWD-Stationen in der Kategorie Klimastation.

    Und hier finden Sie etwas über die Verfahren zur räumlichen Homogenitätsprüfung, die insbesondere zur klimatologischen Bewertung vom WI-Effekt erfassten Stationen bedeutsam ist.
    http://tinyurl.com/37ccspq

  10. Lieber Herr Leistenschneider, #24

    „Nochmals, danke für die Zustimmung, wozu Temperaturmessstationen geeignet sind.“

    Ok, Sie stimmen mir also zu, dass eine Qualitätsprüfung ergibt, ob und wenn wie Temperaturmessungen an Wetterstationen geeignet sind, zur Berechnung repräsentativer klimatischer Temperaturen herangezogen werden.

    Warum stellen Sie dann aber trotzdem einen unzutreffenen Prozeßablauf dar und behaupten, dass Rohdaten oder als ungeeignet bewertete Daten dazu verwendet werden?

    „für Deutschland-Mittel bei den Temperaturen benutzt und die hierzu gänzlich ungeeignet sind:
    Nürnberg, Hamburg-Fuhlsbüttel, Flughafen Hahn, Franfurt/Main (Flughafen), München-Stadt,“

    Schön, zeigen Sie uns also EXZIPLIT, dass diese Messdaten inklusive WI-Effekt zur Berechnung des Klimaatlas bzw. Deutschlandmittels verwendet werden (das behaupten Sie doch, richtig?). Das ist ja der eigentliche Knackpunkt!
    Wenn ich mir z.B. die monatlichen Karten der Temperaturverteilung des DWD ansehe, vermisse ich WI-Effekte um die Städte herum. Können Sie mir das erklären?

    „… Aber Sie wollten explizit eine Station mit Parkplatz und geparktem Auto in 2-3m Abstand, nun, Karlsruhe z.B. (siehe Photos in unserem Teil 2, erscheint in Kürze).“

    Unter Berücksichtigung Ihrer partiellen Antworten, stellen sich meine Fragen nun folgendermaßen dar:
    1) beantwortet!

    2) Weisen Sie bitte explizit (anhand von Messungen bzw. theoretischen Überlegungen) nach, dass der Fehler durch parkende Autos an Ihrer Beispielstation Karlsuhe „ganzzahligen °C“ erreichen kann.

    Zum 3. Male:
    3) Ich bat Sie, die 130 überprüften Stationen namentlich zu nennen und die 40% Ihrer Meinung nach „nicht geeigneten“ zu markieren. Gibt es einen Grund, dass Sie dies nicht zeigen?

  11. #23 @Baecker
    1. Bitte unterlasse dieses eklige ‚Lieber‘ in der Anrede, oder haben wir schon miteinander geschlafen?
    2. Wenn Du nicht verstehst, wenn Erwachsene mit Dir reden, die Sprache und Analogien für 6 Jährige verstehst Du auch nicht, sollen wir dann nun mit den Teletubbies anfangen?

    Zum Rest .. vergiß es einfach. Einem gläubingen kann man die Bibel nicht ausreden. Zum Glück gibt es immer mehr Menschen, die die Wahrheit erkennen. Mir ist meine Zeit einfach zu schade, Tag ein Tag aus Leuten Deines Glaubens die Wahrheit zu sagen …

  12. zu24:
    Danke, Herr Leistenschneider, dass Sie M-Stadt erwähnt haben. Und jetzt auch noch ohne Augenbeobachtungen!! Was der DWD sich leistet, ist ein Skandal!!!!! Nach fast 40 Jahren dort blutet einem das Herz!!!

  13. Sehr geehrter Herr Baecker,#12

    „ich glauben Sie haben mich missverstanden.“

    Da die deutsche Sprache sehr klar und verständlich ist, wohl nicht. Nochmals, danke für die Zustimmung, wozu Temperaturmessstationen geeignet sind.

    „Dazu folgende Punkte. 1) Nennen Sie mir namentlich eine Station, die bei der Berechnung des Deutschlandsmittels vom DWD benutzt wird und an deren dafür verwendeten Temperatursensor Autos in 2-3 m Abstand parken.“

    Ich kann Ihnen gleich eine Handvoll Stationen nennen, die der DWD für Deutschland-Mittel bei den Temperaturen benutzt und die hierzu gänzlich ungeeignet sind:

    Nürnberg, Hamburg-Fuhlsbüttel, Flughafen Hahn, Franfurt/Main (Flughafen), München-Stadt,… Aber Sie wollten explizit eine Station mit Parkplatz und geparktem Auto in 2-3m Abstand, nun, Karlsruhe z.B. (siehe Photos in unserem Teil 2, erscheint in Kürze).

    Im Teil 2 haben wir einige davon behandelt und gezeigt, wie groß dort der WI ist und warum diese Stationen gänzlich ungeeignet sind. Zu Ihrer Frage der ausgewählten Stationen, werden wir natürlich dem DWD die Liste, mit den Belegen und Begründungen zukommen lassen.

    „Ich sehe aber den physikalischen Zusammenhang mit meiner Frage und Ihren vagen Hinweisen nicht.“

    Das wundert mich nicht, aber es gibt vorzügliche Literatur zum Strahlungsübergang und zur Verwendung der Strahlungstransportgleichung in der die Planksche Strahlungsfunktion enthalten ist, mit denen in der Physik Strahlungsbetrachtungen in Gasen vorgenommen werden… Der Wirkung von sensibler und latenter Wärme(flüssen) u.v.m. Lohnt sich, einmal dort reinzuschauen.

    Viele Grüße R.L.

  14. Lieber Herr Frank, #21

    auf das Sternchen verzichte ich gerne, wenn Sie mir demonstrieren, ob Sie mich überhaupt im notwendigen Umfang verstanden haben, denn Ihre Analogie ist unzureichend.

    Das Thema ist zudem an sich einfach genug, da braucht man keine Analogien, oder haben Sie Angst, sich konkret festzulegen, oder können Sie sich nicht anders als in solchen Bildern ausdrücken?

    Tip: Die Klimatologen wissen natürlich, was im Glas ist. Daher ist Betrug der Statistik durch Selektion prinzipiell möglich. Ich habe jedoch keine Veranlassung anhand der wissenschaftlichen Literatur zu glauben, dass dies passierte.

  15. #14: NicoBaecker
    „“Aber allgemein: Dieser WI ist also eine garantiert zu 100% anthropogen verursachte Erwärmung. Und tatsächlich scheint man sich mit Temperaturmessungen auch nur auf diese Gebiete zu konzentrieren (mit wenigen Ausnahmen). Wenn ich nun aber diese Fläche in Bezug setze zur gesamten Erdoberfläche, kommt doch wohl nur ein Promillesatz heraus, oder?“

    Aber die Auswirkung der WI-Effektes auf das globale Mittel wurde doch schon im Artikel und von mir genannt: es sind unter 0,1°C. Also dürfte ich doch wohl fragen, was Herr Frey da in Form eines „Promille-Satzes“ noch haben will.“

    Ich erkläre es Dir mal, als ob Du 6 Jahre alt wärst …

    Du hast 10000000000000 Glässer mit reinem, frischen Wasser und 10 Gläser mit Wodka.
    Der Alkoholgehalt der gesamten Flüssigkeit ist natürlich vernachlässigbar.
    Nun trinkst Du von den 10000000000010 Gläsern genau 10 Gläser leer.
    Am nächsten morgen, nach nen paar Asperin und Co stellst Du fest, das Wasser Kopfweh bereitet, ohne natürlich zu sagen, dass Du genau die 10 Gläser getrunken hast, die voll mit Wodka waren.

    Und nun transformir mal diese Fabel auf die Messstationen mit WI-Effekt. Du bekommst auch ein Sternchen, wenn Du es mal richtig machst.
    Aber bitte nicht erschrecken, wenn Du plötzlich einen anderen Betrag als „es sind unter 0,1°C“ rausbekommst.

    Liebe Grüsse
    Dein Erklärbär

    PS: Sorry Ihr anderen, aber vielleicht muss man so mit denen reden, damit sie ansatzweise was verstehen

  16. Ich muss mich doch ziemlich wundern, wie hier um diesen „Promille-Satz“ von Herrn Frey in #5 und meine Nachfrage dazu gegackert wird. Ich fragte deswegen nach, weil Herr Frey schreib:

    „Aber allgemein: Dieser WI ist also eine garantiert zu 100% anthropogen verursachte Erwärmung. Und tatsächlich scheint man sich mit Temperaturmessungen auch nur auf diese Gebiete zu konzentrieren (mit wenigen Ausnahmen). Wenn ich nun aber diese Fläche in Bezug setze zur gesamten Erdoberfläche, kommt doch wohl nur ein Promillesatz heraus, oder?“

    Aber die Auswirkung der WI-Effektes auf das globale Mittel wurde doch schon im Artikel und von mir genannt: es sind unter 0,1°C. Also dürfte ich doch wohl fragen, was Herr Frey da in Form eines „Promille-Satzes“ noch haben will.

    Lieber Herr Paesler, #18

    Ihre Argumentation dreht sich ein weg im Kreis.

    Lesen Sie meine Artikel nochmal durch, da steht eigentlich schon alles im Prinzip. Und wenn Sie genauer wissen wollen, wie Qualitätskontrolle von Klimadaten geht, so setzen Sie sich mit dem DWD in Verbindung.

  17. zu 12: Genau diese Qualitätsbewertung machen die Klimaabteilungen der Wetterdienste….: Wetterstationen werden und wurden nach den Kriterien der Personaleinsparungen immer mehr an Flughäfen angesiedelt, Lagen, die natürlich für klimatologische Langzeitbeobachtungen völlig ungeeignet sind. (Säkularstationen wie Potsdam müssen daher mit Eigeninitiative der klimatologisch interessierten vor der Vernichtungswut des DWD gerettet werden!)In Augsburg hatte das zumindest den positiven Effekt, dass eine völlig ungeeignete Station in einem Fabrikinnenhof (!!!!) aufs freie Feld verlagert (und inzwischen schon wieder umgesiedelt) wurde. An einer solchen Station, wie auch der in M-Stadt kann man übrigens sehr schön die Strahlungswirkung der Gebäude feststellen ohne dafür allzuviel Physik zu verwenden; es ließen und lassen sich sogar unterschiedliche Differenzen zu homogenen Nachbarstationen feststellen, je nachdem wieviele Sonnenstunden der jew. Monat hatte! Um zum Anfang zurückzukommen: Qualitätsbewertung? Lächerliches Wunschdenken!

  18. @Norbert Fischer

    Zitat:
    —–
    „@ klasen
    1 Promille = 1 Tausendstel = 0,001
    Natürlich °C.
    Ich verstehe ihr Problem („Promille von was?“) nicht ganz.“
    —–
    Mal wieder dem Thread nicht richtig gefolgt, wie ?
    Das Promilleproblem hatte ja wohl der Bäcker, oder ? (in #6)
    Ich würde es wirklich mal mit Lesen der Posts von oben (#1) bis unten (z.Z. #14) versuchen, dann erspart man sich derartige Peinlichkeiten und fehlerhafte „Schuldzuweisungen“

    Aber eben mal einen kleinen Giftpfeil auf Verdacht rausschießen ist natürlich einfacher und „effektvoller“ ( wie pinkeln gegen den Wind, danke für diese erneute Demonstration )

  19. Sehr geehrter Hr. Fischer,

    wenn sie schon mitreden möchten, dann bitte auch richtig mitlesen.

    Hr. Baecker fragte dies („Promille von was?“) in #6 zu dem Satz von U. Langer aus #4 („Wenn ich nun aber diese Fläche in Bezug setze zur gesamten Erdoberfläche, kommt doch wohl nur ein Promillesatz heraus, oder?“).

  20. @ klasen

    1 Promille = 1 Tausendstel = 0,001

    Natürlich °C.

    Ich verstehe ihr Problem („Promille von was?“) nicht ganz.

  21. Lieber Herr Langer, #11

    „Mit Ihrer Aussage „Messwert – Fehler = verwendeter Wert“ haben Sie das Thema verfehlt. “

    Wieso?

    „Es ging darum, ob Sie in der Lage sind, zu zeigen, dass bei einer groben Fehlerabschätzung mit Hilfe einer Funktion (Bevölkerungsdichte ? WI-Effekt) der Restfehler unter 0,1°C fällt. “

    Das nenne ich Thema verfehlt, denn meine persönliche Meinung dazu wird in dem Leistenschneider/Kowatsch Artikel doch nicht erwähnt, hallo?

    „Ihre Ausführungen zu dem Thema, wann eine Messstation weggelassen wird, verschärft ja auch nur das Problem. Denn der dadurch verursachte Fehler ist ja auch noch im Restfehler von 0,1°C enthalten.“

    Nein, der Fehler durch reduzierte Messdatendichte ist größer (sogar der größte) und wird bei HadCRU separat ausgewiesen.

    „Bitte beachten Sie bei einer Darlegung auch solche Probleme, wie sie in #8 dargelegt sind. “

    Solche Einflüsse werden bei der Qualitätsprüfung berücksichtigt.

    „Sie müssten also z.B. auch zeigen, dass“

    Ich habe nicht vor, ein n+1 tes paper dazu zu verfassen.

    „Ich persönlich halte den angegebenen Restfehler von 0,1°C bei den z.B. im GISS angewandten Verfahren, dass Sie selbst als „vereinfacht“ bezeichnen, für reines Wunschdenken.“

    Wen interessiert das schon? Mich interessiert, was wissenschaftlich dazu rausgefunden wurde, und dass dies korrekt wiedergegeben und nicht ignoriert wird.

    „PS: Nur zu Ihrer Information – es gibt keine „Satellitenmessungen der bodennahen Temperatur“.“

    Die Satelliten sind in der Lage, die vertikale Temperatur entsprechnend verschiedener Gewichtsfunktionen zu messen. Da gibt es auch eine, die ihren Schwerpunkt am Boden hat. Aber generell haben Sie Recht: es ist nicht genau dasselbe wie Stationsmessungen, die Daten sind jedoch gut korreliert.

    „PPS: Den „anthropogenen WI-Effekt“ kann man nicht mit dem „anthropogenen globalen Erwärmungseffekt“ verwechseln, da der eine Bestandteil des anderen ist.“

    Prinzipiell ist dies zwar eine Definitionssache, aber üblich ist es, die regionalen anthropogenen Klimaeffekte von den WI-Effekten zu trennen, da diese unterschiedliche Ursachen haben.

  22. Lieber Herr Leistenschneider,

    ich glauben Sie haben mich missverstanden. Wetterstationen werden natürlich auch zur Klimabeobachtung verwendet. Aber nicht immer sind Wetterstationen nach ausschließlich optimalen Kriterien für repräsentative Klimadaten definiert, sondern stellen häufig einen Kompromiss verschiedener Kriterien dar. Daher zeigen Temperaturmessungen unterschiedliche Qualitäten zur Verwendung für die repräsentative Beschreibung des dortigen Klimas. Genau diese Qualitätsbewertung machen die Klimaabteilungen der Wetterdienste, der WMO oder Forschungseinrichtungen. Ein Aspekt dabei betrifft die quantitative Bewertung und Korrektur der Daten um den individuellen WI-Effekt. Ich kann Ihnen also nur raten, sich genau mit den Verfahren auseinanderzusetzen. Ihr Missbrauchsvorwurf fusst auf schwachen Argumenten!

    „Zu Ihrer Frage, der Fahrzeugabwärme im Abstand von ca. 2-3 m, … Dies ergibt folglich ein Fehlerfenster von annähernd Null (meistens nachts) bis zu ganzzahligen °C. “

    Dazu folgende Punkte. 1) Nennen Sie mir namentlich eine Station, die bei der Berechnung des Deutschlandsmittels vom DWD benutzt wird und an deren dafür verwendeten Temperatursensor Autos in 2-3 m Abstand parken.
    2) Weisen Sie bitte explizit (anhand von Messungen bzw. theoretischen Überlegungen) nach, dass der Fehler durch parkende Autos „ganzzahligen °C“ erreichen kann.
    3) Ich bat Sie, die 130 überprüften Stationen namentlich zu nennen und die 40% Ihrer Meinung nach „nicht geeigneten“ zu markieren. Gibt es einen Grund, dass Sie dies nicht zeigen , haben Sie den DWD zu Ihren Erkenntnissen gefragt oder beabsichtigen Sie das?

    „Zu Ihrer Frage, der reflektierten, also grundsätzlich langwelligen Strahlung an Gebäudewänden.“

    Diese Frage wollen Sie mit Hinweis auf Abb3, Abb19 und dem wattsupreport beantworten. Ich sehe aber den physikalischen Zusammenhang mit meiner Frage und Ihren vagen Hinweisen nicht.

    Zu Abb3: wie wurde nachgewiesen, dass der Anstieg durch Strahlungswirkung des Gebäudes kommt, der kann doch „beliebig viele“ andere Ursachen haben? Abb19: was Sie da zeigen, kennt man als Meteorologe natürlich. Meine Frage ist spezifischer: Ich möchte den konkreten Fall an einer Ihrer untersuchten Stationen explizit und quantitativ überprüft haben. In Abb19 geht es um die Beeinflussung der Temperatur in 2 m Höhe aufgrund der unterschiedlichen Böden darunter. Was hat dies nun mit der Wirkung einer Wand in x Meter Abstand zur Temperaturhütte zu tun? Bitte explizit die physikalischen Zusammenhänge (Grenzschichttheorie, konvektiver Austausch etc.) Iher Überlegungen ausführen (zumindest die grundsätzlichen Überlegungen). Sie behaupten, ein Temperatusensor in x Meter Abstand von einer Wand würde bei ausgewählten Wetterlagen um maximal y °C höhere Temperaturen zeigen. Meine einfache Frage ist, wie ist der Zusammenhang zwischen x und y, bei welchem x übertrifft y 1°C (es reicht ein Stationsbeispiel zur Verdeutlichung, für welches Sie x und das aufgrund Ihrer physikalischen Überlegungen erwartete y nennen)?

  23. Sehr geehrter Herr Baecker,

    Mit Ihrer Aussage „Messwert – Fehler = verwendeter Wert“ haben Sie das Thema verfehlt. Es ging darum, ob Sie in der Lage sind, zu zeigen, dass bei einer groben Fehlerabschätzung mit Hilfe einer Funktion (Bevölkerungsdichte ? WI-Effekt) der Restfehler unter 0,1°C fällt.

    Ihre Ausführungen zu dem Thema, wann eine Messstation weggelassen wird, verschärft ja auch nur das Problem. Denn der dadurch verursachte Fehler ist ja auch noch im Restfehler von 0,1°C enthalten.

    Bitte beachten Sie bei einer Darlegung auch solche Probleme, wie sie in #8 dargelegt sind. Sie müssten also z.B. auch zeigen, dass die Aussage von Herrn Leistenschneider „Die stat. Verteilung ergibt dabei eine Anhebung der Temperaturreihe, die nicht heraus gerechnet werden kann, da zufällig.“ falsch ist. Sie müssten also zeigen, dass es hier möglich ist, einen zum Teil zufällig zum anderen Teil ständig auftretenden systematischen Fehler von mehreren Grad so weit heraus zu rechnen, dass er in einem Standardfehler von 0,1°C verschwindet.

    Ich persönlich halte den angegebenen Restfehler von 0,1°C bei den z.B. im GISS angewandten Verfahren, dass Sie selbst als „vereinfacht“ bezeichnen, für reines Wunschdenken.

    MfG

    PS: Nur zu Ihrer Information – es gibt keine „Satellitenmessungen der bodennahen Temperatur“.

    PPS: Den „anthropogenen WI-Effekt“ kann man nicht mit dem „anthropogenen globalen Erwärmungseffekt“ verwechseln, da der eine Bestandteil des anderen ist. Ihre Ableitung der Aussage von Herrn Frey zu einer solchen Verwechslung zeugt von gravierendem Unverständnis. Bleibt für mich die Frage, ob Sie selbst Inhaber dieses Unverständnisses sind oder ob Sie mit Ihrer Bemerkung ein solches Herrn Frey unterstellen wollten. Ich tippe auf letzteres.

  24. #6: NicoBaecker sagt:

    „Wenn ich nun aber diese Fläche in Bezug setze zur gesamten Erdoberfläche, kommt doch wohl nur ein Promillesatz heraus, oder?“

    „Promille von was?“

    Sehr geehrter Hr. Baecker,
    solch eine Frage habe ich von ihnen nicht erwartet, diesen Bezug habe sogar ich Verstanden, sie als Studierter(!?) sollten mir Laien darin einiges voraus haben. Somit kann man ihre Fragestellung („Promille von was?“) nur als Provokation interpretieren! Oder geben Sie hier mehr vor als Sie in Wirklichkeit sind?

  25. zu 3: Was sagt denn der DWD dazu:
    Der DWD sagt natürlich gar nichts dazu, da dieses Problem diejenigen, die etwas sagen müssten, überfordert! Und man kann mit solchen Manipulationen sehr schön einen Erwärmungstrend aus dem Hut zaubern, das ist schließlich auch nötig, um in der Hierarchie des DWD vorwärts zu kommen. Aber vielleicht ist ein solches Verhalten auch keine gezielte Regierungshörigkeit, sondern tatsächlich Unkenntnis elementarer klimatologischer Zusammenhänge! Wie ich selbst erfahren habe, als ich vor Jahren monierte, dass die Klimawerte von MUC immer noch mit den Normalwerten von M-Riem verglichen wurden!!! Der damalige Verantwortliche war damit, wie schon gesagt überfordert! Ähnliche Beispiele massivster klimatologischer Inkompetenz beim DWD kann ich bei Bedarf nachreichen, war schließlich lange genug bei dem Laden und bin, erstaunlich genug, psychisch immer noch unauffällig (o.B. wie Ärzte sagen…). Aber noch ein Vorschlag an unsere zwei N-Komiker hier, die ja von Meteorologie und Klimatologie auch keine Ahnung haben: Bewerbt Euch doch beim DWD, da kann jeder was werden, Hauptsache mainstream-denken, oder noch besser: Gar nicht denken!

  26. Sehr geehrter Herr Baecker,#3

    „Zu den Standorten der Wetterstationen muss gesagt werden, dass die Ausgabe nicht alleine darin besteht, Klimadaten zu erfassen.
    Eine Station in der Stadt hat ihren Sinn, wenn sie meteorologische Parameter und Zustände messen soll, die für die städtische Umgebung relevant sind.“

    Vielen Dank für die Zustimmung. Sie haben messerscharf erkannt, wozu Temperaturmessstationen geeignet sind, bzw. zu dessen Zweck diese aufgestellt wurden und wozu sie heute, regelrecht missbraucht werden und grundsätzlich nicht geeignet sind – zur vergleichenden Aussage von Werten untereinander oder zu „historischen“ Temperaturwerten. Hierüber handelt der Bericht, nicht darüber, wozu die Messstationen einmal eingerichtet wurden.

    Zu Ihrer Frage, der Fahrzeugabwärme im Abstand von ca. 2-3 m, ist dies, wie Ihnen sicherlich sofort verständlich, z.B. von der jeweiligen Windrichtung, der vorhandenen Motorwärme im Messfenster, also wann das Fahrzeug abgestellt wurde abhängig, weiter, ob sich das Fahrzeug zusätzlich durch die Sonneneinstrahlung erwärmt – Temperaturen über Lackoberflächen vom über 60°C sind im Sommer keine Seltenheit, u.s.w. Dies ergibt folglich ein Fehlerfenster von annähernd Null (meistens nachts) bis zu ganzzahligen °C. Die stat. Verteilung ergibt dabei eine Anhebung der Temperaturreihe, die nicht herausgerechnet werden kann, da zufällig. Solche, dem Messzufall überlassene Messstationen sind indes weder zur vergleichenden Messung, noch zur Gebietsmessung geeignet. Abgesehen davon, dass die Aufstellung gegen die eigenen Vorgaben des DWD verstößt. Wir hatten diese aufgelistet.

    Zu Ihrer Frage, der reflektierten, also grundsätzlich langwelligen Strahlung an Gebäudewänden. Nach den Gesetzen der Gasstrahlung wird die Strahlungsintensität einer Oberfläche beim Durchgang durch die Atmosphäre durch Absorption und Streuung geschwächt (Gesetz von Bouguer). Bei großer Weglänge (langwelliges IR) wird die Strahlung durch den Gaskörper vollständig absorbiert und in Wärmeflüsse gewandelt. So ist z.B. der langwellige Strahlungsaustausch an den Außenoberflächen von Gebäuden für den entscheidenden Wärmeverluststrom an die Umgebung verantwortlich. Vor allem im Sommer. Hier handelt es sich auch nicht um Zehntel-°C Beeinflussung, sondern um °C, wie im Temperaturverlauf zu der Abbildung 3 rechts zu sehen, oder in der Abbildung 19. Siehe auch (http://wattsupwiththat.files.wordpress.com/2009/05/surfacestationsreport_spring09.pdf). Viele Grüße R.L.

  27. Sehr geehrte Damen und Herren,
    unter der Abbildung 16 hat sich der Fehlerteufel eingeschlichen. Dort ist nicht die Messstation Stuttgart Flughafen, sondern die Messstation Klippeneck abgebildet. Wir bitten dies zu entschuldigen. Die zum Text zugehörige Abbildung liefern wir im Teil 2 nach. Vielen Dank für Ihr Verständnis. Viele Grüße R.L.

  28. Lieber Herr Langer, #4

    „und erklären uns Dummdödeln doch mal z.B. am Bespiel einer Messstation wie am Flughafen Rom, wie bei Hadley ein solcher offensichtlicher Wärmeinseleffekt so weit eliminiert wird, das der Restfehler bei 0,1°C liegt. “

    Ganz einfach, indem man die vom WI-betroffenen Daten entsprechend um den WI-Effekt korrigiert. Die 0,1°C sind dann der globale gemittelte maximale Resteffekt, der sich durch sich aus den Ungenauigkeiten der Korrekturmethoden ergeben.
    Die Korrektur wird bei aufwändigen Verfahren lokal individuell gemacht entsprechnd der lokalen WI-Wirkung durch Vergleich mit der Umgebung. Vereinfacht (siehe Hansen) durch einen funktionalen Zusammenahng mit der Bevölkerungsdichte entsprechend den oben gezeigten Zusammenhängen.

    Es kann aber auch sein, dass man zu dem Schluß kommt, dass die Station nach WI-Korrektur keine Zusatzinformationen zum repäsentativen Klima liefert und dann weggelssen wird. Das ist dann der Fall, wenn die Korrektur der WI-Station einer Extrapolation der Umgebungswerte an den WI-betroffenen Stationsort gleichkommt. Dann liefert die korrigierte Station keine Zusatzinformationen mehr (ist statistisch kein zusätzlicher Freiheitsgrad).

    Lieber Herr Frey, #5

    „Was soll das denn? Im Übrigen denke ich, dass die beiden Autoren die gesamte Literatur sehr sorgfältig durchkämmt haben.“

    Dann wäre es ja kein Problem, diese anzuführen, wie man dies allgemein halt so macht.

    „Aber allgemein: Dieser WI ist also eine garantiert zu 100% anthropogen verursachte Erwärmung.“

    Richtig. Aber verwechseln Sie den anthropogenen WI-Effekt nicht mit dem anthropogenen globalen Erwärmungseffekt.

    „Und tatsächlich scheint man sich mit Temperaturmessungen auch nur auf diese Gebiete zu konzentrieren (mit wenigen Ausnahmen).“

    Sie meinen auf städtische Gebiete, wie kommen Sie darauf?

    „Wenn ich nun aber diese Fläche in Bezug setze zur gesamten Erdoberfläche, kommt doch wohl nur ein Promillesatz heraus, oder?“

    Promille von was?

    Die obere Grenze des dadurch möglichen globalen Temperatureffektes wird doch die ganze Zeit schon genannt: 0,1 °C.

    „Dann fragt sich natürlich, warum man nicht Satellitenmessungen benutzt. Vielleicht, weil die nicht das gewollte Ergebnis zeigen?“

    Das macht man ja, und wie Sie nachprüfen können, stimmen Satellitenmessungen der bodennahen Temperatur mit WI-eliminierten Stationsmessungen im Rahmen der Genauigkeit überein.

    „Sollte es wirklich zu einer Klimaabkühlung kommen (was für mich hier viel überzeugender dargelegt wird als das, was in den ganzen Märchenzirkeln unbewiesen behauptet wird), könnten wir doch diesen WI noch sehr gut gebrauchen, oder?“

    Ob das nun gut oder schlecht ist, können Sie selber beurteilen. Den WI können Sie ja täglich selber erfahren.

  29. Hallo zusammen,

    zunächst zur letzten Frage in #3. Ein Vorgang, der noch nirgends in der Literatur beschrieben ist – und man fragt, auf welcher Literatur dies basiert. Was soll das denn? Im Übrigen denke ich, dass die beiden Autoren die gesamte Literatur sehr sorgfältig durchkämmt haben.

    Aber allgemein: Dieser WI ist also eine garantiert zu 100% anthropogen verursachte Erwärmung. Und tatsächlich scheint man sich mit Temperaturmessungen auch nur auf diese Gebiete zu konzentrieren (mit wenigen Ausnahmen). Wenn ich nun aber diese Fläche in Bezug setze zur gesamten Erdoberfläche, kommt doch wohl nur ein Promillesatz heraus, oder? Dann fragt sich natürlich, warum man nicht Satellitenmessungen benutzt. Vielleicht, weil die nicht das gewollte Ergebnis zeigen?
    Nach allem, was ich verstehe, ist dieser WI nun einmal in entwickelten Gebieten vorhanden. Sollte es wirklich zu einer Klimaabkühlung kommen (was für mich hier viel überzeugender dargelegt wird als das, was in den ganzen Märchenzirkeln unbewiesen behauptet wird), könnten wir doch diesen WI noch sehr gut gebrauchen, oder?

    Chris Frey

  30. Sehr geehrter Herr Baecker,

    wenn Sie so den totalen Durchblick haben, dann lassen Sie doch die große weite Welt einmal daran teilhaben oder wenigstens den Besuchern von EIKE und erklären uns Dummdödeln doch mal z.B. am Bespiel einer Messstation wie am Flughafen Rom, wie bei Hadley ein solcher offensichtlicher Wärmeinseleffekt so weit eliminiert wird, das der Restfehler bei 0,1°C liegt.

    MfG

  31. „Korrekturverfahren für den WI werden jedoch bei den Wetterstationen selbst meist nicht angewendet. So kann es nicht verwundern, dass die einzelnen Leiter der Wetterstationen den speziellen Wärmeinseleffekt ihrer Station gar nicht kennen. Deshalb werden grundsätzlich die gemessenen Temperaturen ohne Korrekturen nach Offenbach zur Zentrale des Deutschen Wetterdienstes (DWD) weitergegeben und daraus die Mittelwerte für Deutschland errechnet. Und es ist leider nicht so, dass alle Stationen des DWD so aufgestellt sind, dass sie nicht durch WI-Fehler behaftet sind.“

    Hier haben Sie falsche Vorstellungen vom Ablauf der Datenbearbeitung und dem Sinn von Wetterstationen.

    Zu den Standorten der Wetterstationen muss gesagt werden, dass die Ausgabe nicht alleine darin besteht, Klimadaten zu erfassen.
    Eine Station in der Stadt hat ihren Sinn, wenn sie meteorologische Parameter und Zustände messen soll, die für die städtische Umgebung relevant sind. So z.B. ist es im Hinblick auf Vorhersage, Wetterwarnungen, Gutachten wichtig, den wahren meteorologischen Zustand in der Stadt inklusiver seiner „sozioökonomischer“ Effekte zu messen (städtische Modifikationen vom Temperatur, Sicht, Niederschlag, etc.). Es gibt somit viele Wetterstationen, die Klimadaten nur als „Zusatzprodukt“ (dazu gibt es auch einen eigenen Schlüsselsatz) liefern und die auch nur bedingt als regional repräsentativ betrachtet werden können.

    Somit ist klar, dass die Station instrumentenkorrigierte Rohdaten liefert, also im Rahmen der Messgenauigkeit korrekte Messwerte der Temperatur für den lokalen Standort. Dies wird z.B. bei der Wettervorhersage benötigt (MOS), denn diese soll schließlich die Temperatur vor Ort inkl. Wärmeinseleffekt vorhersagen und nicht einen Wert, der nur gültig wäre, wenn dort keine Stadt wäre!

    Zum Ablauf der Datenverarbeitung: Es werden also wahre Messwerte an die Zentrale vermittelt. Diese fließen dann in die unterschiedlichen Datenbanken ein (z.B. fast realtime in die Datenassimilationsroutine der Wettervorhersagemodelle oder eben als Rohdaten in die Klimadatenbank).

    Die Berücksichtigung des WI erfolgt erst zum Zwecke der Berechnung regional repräsentativer Klimadaten, z.B. für Klimaatlanten. Dazu analysiert man mehrere Zeitreihen und eliminiert den WI-Effekt durch Vergleich mit ländlichen Stationen oder mit Hilfe von Modellen, die man wie z.B. Spencer aus Statistiken ableitet.
    Dabei kann auch rauskommen, das eine Station so unrepräsentativ ist, dass man sie klimatologisch überhaupt nicht verwenden kann (die meteorologisch trotzdem sinnvoll ist). Aus der Temperaturverteilung im Klimaatlas (interpoliert auf ein Gitter) läßt sich leicht das Deutschlandmittel ausrechnen.

    „Wie sieht nun die Realität aus? Von den von uns überprüften DWD-Wetterstationen, sind für eine statistische Temperaturvergleichsmessung ca. 40% nicht geeignet. Insgesamt wurden 130 Stationen nach folgenden Kriterien überprüft, wobei mehrere hundert Photos ausgewertet wurden:“

    130 Stationen? Donnerwetter, können Sie die mal namentlich auflisten und die 40% nicht geeignen markieren? Danke!
    Was sagt denn der DWD dazu?

    „Welche Faktoren bestimmen den WI? Wärmeabstrahlende technische Systeme wurden bereits gezeigt (Abbildung 5 – 7).“

    Sie verwechseln da etwas: Die Wetterhütte soll die Lufttemperatur messen und nicht die Strahlung. Die Wärmeabstrahlung der Wand erhöht zweifellos den Strahlungsfehler, aber den gibt es durch die Sonneneinstrahlung ohnehin. Meine Frage ist also: wie groß ist der zusätzliche Strahlungsfehler durch die Wärmeabstrahlung der Wand? Reden wir hier von hunderstel, zehntel Grad oder einem bias oder einigen Graden?
    Da Sie dies ja eigentlich wissen müssen: wie groß ist denn der Strahlungsfehler durch Sonne einer Hütte in °C?

    „Je weiter ein Land im Norden liegt, desto größer ist der Energieanteil, der zur Heizung benötigt wird. Deshalb steigt auch der Wärmeinseleffekt der Siedlungen, je weiter man nach Norden kommt. Dies ist sicherlich ein Aspekt, warum die gemessene globale Erwärmung umso größer ist, je weiter man nach Norden kommt. Über weitere Gründe der „Norderwärmung“ hat EIKE bereits berichtet“

    Es errechnet sich leicht, dass der anthropogene Energieverbrauch ca. 0,03 W/m2 gemittelt über die Erdoberfläche beträgt. Global kann dies vernachlässigt werden. Lokal ist dies eine der Ursachen für den WI.

    „Bewertung: Nicht geeignet, da zu nahe an einem Parkplatzes gelegen – Fahrzeugabwärme.“

    Interessant, wieviel Grad sind dies? Hundertstel? Tausenstel Grad?

    „Dieser Wärmeinseleffekt der freien Fläche wurde unseres Wissens bislang in der Literatur noch nirgends beschrieben oder berücksichtigt. “

    Das überrascht mich, auf welcher Literatur basiert dies?

  32. „Sage und schreibe ca. 61% der Messstationen zeigten ein Fehlerpotential von >2°C! Für eine Temperaturaussage, die von einer Erhöhung von Zehntel Grad Celsius pro Dekade ausgeht (IPCC-Prognosen), erübrigt sich die Aussage, dass solche Messstationen ungeeignet sind. Von insgesamt 1221 Messstationen, die das USHCN betreibt wurden 1003 überprüft. Es fand also keine Stichprobe, sondern mit 82% eine fast komplette Erfassung statt. Die Abbildung 2 gibt eine Übersicht der auditierten Messstationen und wie deren Bewertung ausfiel.“

    „Es erübrigt sich jeder Kommentar zur Güte dieser Messstation. Auch wenn andere Messstationen auf Flughäfen nicht so eklatant falsch aufgestellt wurden, es bleibt die Tatsache, dass Verkehrsflugzeuge über ihre sehr heißen Abgase aus ihren Triebwerken, ihre nähere Umgebung erwärmen. Je höher das Flugaufkommen und dieses steigt bekanntlich von Jahr zu Jahr (von kleinen Rückgängen in Wirtschaftskrisen abgesehen), desto mehr Flugbewegungen, desto mehr Abwärme und desto stärkerer Einfluss des WI auf die örtlichen Temperaturen und dies alles vor dem Hintergrund, dass sich der Anteil der Flughafen-Messstationen im Datenerfassungsnetzwerk ständig erhöht und derzeit bei 41% liegt.“

    Herr Leistenschneider und Herr Kowatsch,

    Sie lernen es anscheinend nie. Da, wo sich nach Ihrer Meinung sich jeder Kommentar erübrigt, fängt die Wissenschaft an. Sie sehen doch selbst, dass der WI-Effekt in gewissen Rahmen quantifizierbar ist (siehe Ihre eingefügten Diagramme). Ob nun eine vom WI-Effekt betroffene Station repräsentativ für eine grid-box ist oder nicht, entscheidet sich, ob die Messungen ausreichend genau homogeniesierbar auf die vom WI-Effekt nicht betroffene Umgebung ist oder nicht. Dass Sie wieder mal das Wichtigste nicht erklären und um den heißen Brei herumreden, ist ja mittlerweile Ihr Markenzeichen.
    Aber es besteht ja noch Hoffnung. Widmen Sie sich im zweiten Teil Mal der wissenschaftlichen Wirklichkeit und erklären Sie hier, wie die Extraktion von repräsentativen (!) Temperaturreihen geschieht – falls Sie dazu überhaupt befähigt sind – statt nur nette Fotos und Diagramme aus dem Netz zu bringen und eine lächerliche story darum zu basteln

    „Dass Messdaten nicht WI-bereinigt werden, liegt nicht daran, dass es hierzu keine Verfahren gibt. Es gibt einfache Verfahren zur ungefähren Bestimmung des WI, die jeder selbst vornehmen kann. Jedoch gehört zu Ihrer Anwendung die genaue Kenntnis der Metadaten über der Zeit. Außerdem wurde bis heute kein standardisiertes, überall akzeptiertes und damit breit anwendbares Verfahren dafür entwickelt.“

    Hier widersprechen Sie sich. Erst schreiben Sie, dass diese nicht bereinigt werden, was schlichtweg gelogen ist, dann räumen Sie ein, dass es einfache Verfahren aber kein Standardverfahren gibt, was richtig ist. Wenn Sie sich z.B. der Hadley globale Temperaturreihe ansehen, so ist dort explizit der Fehlerbalken aufgrund eine nicht perfekten WI-Effekt Korrektur eingerechent. Sie sehen da, dass dieser Effekt unter 0,1°C in den Jahresmitteln beträgt und dies etwa den gleichen Fehler im 100jähigen Trend ausmacht. Diesen Wert nennt auch der DWD oben. Ich weiß nicht, was Sie eigentlich für ein Problem haben. Sie vermuten Fehler, können diese aber nicht quantifizieren, sondern sagen lediglich „so geht’s nicht“. Gleichzeitig ignorieren Sie die Verfahren der Klimatologen und dass diese Fehlergrenzen angeben. So geht das nicht!

  33. Hallo,

    Sorry, wenn ich diesen Thread missbrauche, aber garde wird ja viel über ein Video diskutiert. Diese Kommentare der üblichen Verdächtigen auf Scienceblogs sind sehr aufschlussreich:

    http://tinyurl.com/36tn9ut

    Mal sehen wie weit es her ist mit der Meinungsfreiheit auf DScienceblos und wie schnell mein Kommentar gelöscht wird:

    ***Diesen Webbeitrag sollte man NIE NIE NIE vergessen.

    Bisher finde ich hier die einzigen Leute, die dieses Video nicht nur akzeptabel finden sondern sogar gutheissen. Endlich bekennt sich eine Minderheit unter Wissenschaftlern zu ihrer wahren Identität und Dummheit.

    Da mag Ludmilas Beitrag noch gerade so durchgehen: im Sinne von … „ich finde das Video zwar nicht gut seine Kritiker sind Idioten …

    Aber lieber Jörg und und Georg … das ist wie die Deutschen zu sagen pflegen „too much“ … 😉

    Ich habe das Video nicht gesehen und fand den ganzen Hype erst einmal extrem übertrieben. Ich dachte, dass man diese Oeko-loonies damit nur noch anspornt. Aber ihr habt wieder, IM NAMEN DER WISSENSCHAFT gesprochen.

    Bei soviel Oeko oder Klima-patriotismus kommen mir immer gleich die Tränen LOL liebe Oekobrüder, wir kämpfen wahrlich für die gleiche Sache … ROTFL***

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