Energiepolitischer Appell: Wirtschaftsbosse wechseln vom Tief- in den Halbschlaf! Was ihnen fehlt, ist die Glaubwürdigkeit!

Gestern fand sich in großen deutschen Tageszeitungen eine ganzseitige Anzeige mit dem Titel „Mut und Realismus für Deutschlands Energiezukunft“, in der sich, koordiniert vom Bundesverband der deutschen Industrie (BDI), über 40 Top-Manager mit einem dringenden Appell an Bundeskanzlerin Angela Merkel wenden. Darin warnen die Wirtschaftsführer vor einer „Kapitalvernichtung in Milliardenhöhe“ durch das vorzeitige Abschalten der 17 deutschen Kernkraftwerke und fordern eine vorurteilsfreie Einbeziehung der Kernkraft und der Kohle in das für den Herbst angekündigte energiepolitische Gesamtkonzept der Bundesregierung.

Dieser Appell, das kann man jetzt schon sagen, wird die deutsche Wirtschaft nicht vorm grünen Selbstmord bewahren. Denn er bleibt von vornherein dem krankhaften grünen Weltbild verhaftet, wonach die drastische Senkung der CO2-Emissionen durch den Umstieg von preisgünstigen „fossilen“ auf teure und unstete „erneuerbare“ Energien die Schlüsselrolle im Kampf gegen den Klimawandel spielen soll. Noch vor fast genau fünf Jahren, im August 2005, d.h. kurz vor der folgenreichen Wahl Angela Merkels zur Bundeskanzlerin, hatte Carsten Kreklau, damals Mitglied der Hauptgeschäftsführung des BDI, erklärt, die deutsche Politik müsse zur Kenntnis nehmen, „dass absolute Emissionsminderungsverpflichtungen wie im Kioto-Protokoll international nicht durchsetzbar sind. Wenn wir in Deutschland mit höchstem Aufwand und immensen Kosten versuchen, den CO2-Ausstoß weiter zu senken, bringt das für das weltweite Klima fast nichts.“ Der BDI war damals drauf und dran, sich von der "Klimapolitik" nach Kioto-Muster zu verabschieden. Das ist nachzulesen in meinem Buch „Öko-Nihilismus“ (2007). Doch nach Angela Merkels Wahl ließ sich der Industrieverband – offenbar getragen von der Hoffnung, die Atomwirtschaft zum zweiten Standbein des parasitären Öko-Industriekomplexes machen zu können – darauf ein, tatkräftig an der Ergrünung der Deutschland AG mitzuwirken, indem er seine Mitgliedsunternehmen ermutigte, massiv in unwirtschaftliche Wind- und Solarparks zu investieren, um von deren gesetzlich garantierten Stromeinspeisevergütungen zu Lasten der Verbraucher zu profitieren. Dabei wollten die Industrievertreter nicht wahrhaben, dass die Zerstörung der Industriegesellschaft logischer Bestandteil des grünen Weltbildes ist. Erst als Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) diese Konsequenz in einem Meinungsartikel offen aussprach, läuteten bei den stromintensiven Industrien die Alarmglocken. Doch die Industrievertreter weigern sich noch immer, die grüne Ideologie grundsätzlich in Frage zu stellen.

Im "Brandbrief" der 40 Top-Manager werden denn auch alle Argumente für eine Verlängerung der Laufzeit von Atomkraftwerken von der angeblichen Unausweichlichkeit einer "regenerativen Energiewende" abgeleitet. Die Politik Angela Merkels wird nicht in Frage gestellt, sondern ausdrücklich unterstützt. Die vier Strom-Oligopole, die sich den deutschen Strommarkt wie Jagdreviere aufteilen, verfügen bekanntlich ohnehin über kurze Drähte zum Kanzleramt. Das erlaubt es der rotzfrechen grünen Energie-„Expertin“ Claudia Kemfert vom Berliner Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW), die Glaubwürdigkeit der Appell-Unterzeichner in Zweifel zu ziehen und ihnen vorzuwerfen, sie forderten aus Furcht vor dem Wettbewerb eine „rückwärtsgewandte Energiepolitik.“ Diese Interpretation hat in den Massenmedien eindeutig die Oberhand gewonnen. Der BDI und die Unterzeichner des "Energiepolitischen Appells" haben sich wohl einen Bärendienst geleistet. Wären sie den Einsichten gefolgt, zu denen sie vor fünf Jahren nachweislich schon einmal gelangt waren, stünden sie heute sicher glaubwürdiger da.

Edgar Gärtner; EIKE; zuerst erschienen bei eigentümlich frei "ef"

lesen Sie dazu auch den Kommentar von Herausgeber Thomas Schmid in der WAMS vom 22.8.10
Mehr dazu im Internet:

Energiepolitik: Wirtschaftsbosse wollen Merkel auf Kurs bringen

Brandbrief der Wirtschaftsbosse: Regierung unter Strom

Wirtschaft wirft Regierung Fehdehandschuh hin

40 Manager greifen Röttgens Politik an

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16 Kommentare

  1. „Der Beitrag von Herrn Edgar Gärtner vom 22.8.10 ist genau so, wie ich das sehe. Der offene Brief der Manager pro Kernenergie ist ein Kunstrukt, daß in jämmerlicher Weise mehr als 3/4 zur Betonung der Wichtigkeit von alternativen Energien betont, obwohl sich fast allen fachkundigen Unterzeichnern die Unsinnigkeit der alternativen Energiepolitik klar sein sollte. Ich habe aus diesm Grunde den Apell nicht unterschrieben.“

  2. @#10, Ivanfi,
    „wenn Sie die verständliche Haltung der Maschienenbauer unter die Lupe nehmen … müssen Sie sich nicht entschuldigen.“
    Es gibt auch Maschinenbauer, die den Zusammenhang begreifen, aber der mainstream der Verbandsoberen geht leider in eine falsche Richtung. Diese glauben, bei den Politikern durch „appeasement“ etwas zu erreichen und scheinen nicht zu erkennen, daß sie sich damit selbst das Wasser abgraben. Wenn´s dann die Strompreise explodieren, wird der verbandsinterne Druck steigen; das dauert aber noch etwas.

  3. Ach was mir gerade einfällt

    „““ Durch die Debatte über eine Laufzeitverlängerung seien praktisch alle Investitionen in neue Kohlekraftwerke gestoppt worden. „Viele hocheffiziente Ersatz-Kohlekraftwerke könnten schon viel weiter in der Planung sein“, bemängelte er. „Die Verlässlichkeit der Politik ist ein Problem, das nimmt uns Geschäft weg““““

    Dabei scheint der deutsche Maschinenbau noch nicht begriffen zu haben das gerade diese „Kohlekraftwerke“ zum Feindbild Nr. 1 geworden sind, denn diese machen ja pöses CO2.
    Deutsche Maschinenbauer haben wahrscheinlich ihre Scheuklappen dermassen eng gestellt, das sie einfach nicht sehen wollen was in dieser Republik eigentlich passiert.

    Es geht nicht darum das die Kernkraft die Kohle verdrängt, es geht darum das deutsche Öko-Bessermenschen ohne ein Hauch von technischen Wissen rundweg alles ablehnt was nach Konventionell oder Konzern riecht.
    Es geht darum das jeder Unwissende sich auf diverse „Machbarkeitsstudien“ interessierter Kreise verlässt obwohl die teilweise horrender Unsinn sind.

    Es geht darum das wir anscheinend vom Bundesumweltministerium in allen Belangen der Wirtschaft regiert werden und das Wirtschaftsministerium nur noch leise beigibt, das wir von Lehrer, Rechtsanwälte, Soziologen, Politologen…….in energietechnischer Hinsicht erzählt bekommen wie unsere zukünftige Energieversorgung auszusehen hat.
    Das der Klimahype da nur als Brechstange zur Durchsetzung irrsinniger Pläne herhalten soll obwohl der Rest der Welt so weiter wurschtelt wie bisher, scheint dagegen der nationalistischen Öko-Bewegung völlig am Popo vorbei zu gehen.

    Unsere Weltherrschaft…..äh Vorbildwirkung im Klimaschutz wird uns unsere Wirtschaftskraft kosten, Hauptsache ein paar gut betuchte Gutmenschen haben ein wohliges Gefühl in der Magengrube.

    EIKE, Sie nennen sich in ihren Namen auch Institut für ENERGIE, da sollten auch fundierte Aufklärungen zu den unsinnigen Vorhaben unserer Regierung und diverser NGO´s kommen, die eventuell ein kleines realistischen Umdenken vieler Energielaien bewirken sollte.

    Ich befürchte das schlimmste für dieses Land wenn sich nicht bald was grundlegendes ändern wird.
    Heinz Eng

  4. #11 Rainer Jakob

    Hallo Herr Jakob,

    das Problem sollte sich mit einer Schriftvergrößerung (Strg Taste + Mausrad)erledigen. Zumindest bei mir funktioniert es.

    Beste Grüße
    H.S.

  5. Ich finde es schade, daß ich DIESEN Artikel und ibs. die guten Kommentare von Herrn Eng nicht richtig lesen kann. Der Artikel – wie auch die Kommentare – werden von der rechten Randspalte teilweise überdeckt. Die anderen Artikel funktionieren aber richtig. Läßt sich da was ändern?

    Mit freundlichem Gruß

  6. Hallo Herr Steger,

    wenn Sie die verständliche Haltung der Maschienenbauer unter die Lupe nehmen, (das Hemd ist – wie jedem Geschäftmann, näher als die Hose) müssen Sie sich nicht entschuldigen.

    Unsere politischen Tausendsassel (GFCS-Parteien) produzieren Vorgaben, (Neuverschuldung? kein Problem!) womit die Maschinenbauer für die Produktion archaischer Mini-Energieeinheiten gutes Geld verdienen können.
    Auch die Stahlproduzenten und Händler sind hoch erfreut, weil sie Millionen Tonnen Stahl für die Windräder liefern können.
    Die Steuerzahler, die zwangsweise zahlenden Energieverbraucher habn’s ja.

    Wenn ab morgen in Berlin die Busse mit Pferdegespann gezogen werden, weil dem Senat die Plakettenordnung keine Änderung der Luftreinheit brachte, und deshalb neue, unverbrauchte Ideen gesucht werden, – das interessiert den Busfahrer auch nicht.
    Tausende Gestüte stehen bereit ihre Pferde für gutes Geld zu liefern und gleich ideologisch über ihre Opfer für den Umweltschutz, von der Rettung der Welt zu faseln. Die Bauern freuen sich auch: neue Flächen für Hafer-Anbau werden benötigt….

    In DIESER Republik gibt es nichts, was ALTERNATIVE HIRNIES nicht durchzusetzen vermögen.

    Die DDR ist tot! Es lebe die DDR….über alle Parteien hinweg kommen wir zu den längst vergessen glaubten ideologischen VERWERFUNGEN zurück. Die BRD-2009-2010 (Merkels DDR-Linie) macht es möglich. Und die CDU-Blockflöten singen mit.

    Ich bin (leider) unendlich resigniert…..

    Ivanfi (Rostock)
    24.8.2010

  7. @#8:
    „Die deutschen Maschinenbauer hingegen distanzieren sich von dem Appell zur Verlängerung der Atomkraftlaufzeiten…“

    Das liegt weniger an dem Appell, sondern am mangelnden Verständnis mancher maschinenbauender Unternehmensführer für die Belange eines stabilen elektrischen Netzes.

    Der Verband sollte bedenken, daß es zwar einige Mitgliedsunternehmen gibt die vom Verkauf unbrauchbarer „erneuerbarer“ Energielösungen leben, allerdings die gesamte Industrie (inkl. Hersteller von EE) von jederzeit verfügbarem und bezahlbarem Strom profitieren.

    PS: Sollte ich einem tüchtigen Maschinenbauer auf die Füsse getreten sein, bitte ich voreilend um Entschuldigung…

  8. So, ich kopiere mich nochmals……der Effizienz wegen.

    Da ham wa den Salat!

    Bröckelnde Reihen bei Atom-Appell

    http://tinyurl.com/34msgk9

    „“““Die deutschen Maschinenbauer hingegen distanzieren sich von dem Appell zur Verlängerung der Atomkraftlaufzeiten. Sie kritisierten am Montag zugleich die Bundesregierung, die im Koalitionsvertrag eine Laufzeitverlängerung vereinbart hat. Die Maschinenbauer hätten sich darauf verlassen, dass der im Jahr 2000 beschlossene Atomausstieg auch eingehalten werde und ihre Investitionspläne darauf ausgerichtet, sagte der energiepolitische Sprecher des Branchenverbands VDMA, Thorsten Herdan, dieser Zeitung. Durch die Debatte über eine Laufzeitverlängerung seien praktisch alle Investitionen in neue Kohlekraftwerke gestoppt worden. „Viele hocheffiziente Ersatz-Kohlekraftwerke könnten schon viel weiter in der Planung sein“, bemängelte er. „Die Verlässlichkeit der Politik ist ein Problem, das nimmt uns Geschäft weg.“““““

    Ich nenne es die “Schlacht der Lobbyisten”……diejenigen die vom EE-Hype profitieren gegen die Truppe die auf billigen Strom angewiesen ist oder diesen produziert.
    Selbst die deutsche Wirtschaft ist derart zerrissen das jeder Ansatz von “Energierealität” sofort wieder in den Boden gestampft wird.
    Folge der Spur des Geldes……..oder frage dich “wem nutzt es” und schon erkennst du die Wahrheit, Klimawandel und Terrorismus reichen völlig aus um ganze Völker zu knebeln und sämtlich Menschenrecht aufzuweichen oder ganz abzuschafffen, reicht das noch nicht aus erfindet man noch schnell eine Pandemie oder einen Vulkanausbrauch und schon hat man alles im Sack.

    Wie ich schon in meinen ersten Kommentar geäussert habe…….der Appell ist Bullshit……..hier nun der Beweis.

    MfG
    Heinz Eng

  9. Herr Eng #4 und #6 – Es geht vordringlich wie eine Art Leitformel um C02
    Art Leitformel um C02 – Neueste Botschaft bei uns aus dem Bonner Generalanzeiger…
    C02-Ausstoß soll halbiert werden
    Die rheinland-pfälzische SPD Landesregierung will die von ihr verursachte Menge ausgestoßenen
    Kohlendioxids (C02) bis 2020 mindestens halbieren. Basis für das jetzt vom Kabinett beschlossene Projekt „C02-neutrale Landesverwaltung“ sind Daten von 2008 !…wie das Umweltministerium in Mainz berichtete.
    216000 Tonnen C02 waren damals allein aus dem Energieverbrauch der Gebäude entstanden.
    Im Internet kann man die gesamte Darstellung abrufen, wobei es darum geht „alles“ auf erneuerbare Energie umzustellen !
    C02-Reduktion ist Fakt – basta – Egal ob Cdu,SPD
    oder Querfurzregierung alles dreht sich nur um
    C02 als der Grundstein überhaupt. Dies sollten wir uns wirklich einmal 100% verinnerlichen und
    nicht auf solche polemischen Anzeigen und andere Ablenkungsmanöver „reinfallen“ –

    Erich Richter

    Erich Richter

  10. @Steger

    Ich weiss, ich bin die verbale Axt im Walde, der virtuelle Elefant im Porzellanladen aber ich kann einach nicht mehr anders.
    Ich habe dienstlich mit Strömlingen zu tun, fahre „energetisch wertvoll“ eine KWK-Anlage und kann diese Öko-Geseiher einfach nicht mehr hören.
    Machbarkeitsstudien, wo man direkt erkennen kann welche EE-Lobby gerade mitgeschrieben hat lassen in mir nur noch die kalte Wut aufsteigen, denn ich weiss um was es da fachlich geht.
    Das können natürlich Menschen die einen anderen Beruf gelernt haben so nicht verstehen, das ist mir schon klar……..aber was muss ich noch alles an diesen Studien kritisieren bis endlich mal jemand da draussen aufwacht.

    Erst müssen die Menschen da draussen begreifen das die 100% Vollversorgung mit EE nie, niemals nimmer funktionieren wird, es sei denn man nimmt extreme Einbussen in Versorgungssicherheit und Strom/Spannungs-Qualität in Kauf.

    Es macht einfach keinen Spass mehr permanent gegen eine Wand des Unwissens anrennen zu wollen, wenn die eigentlichen Spieler (EVU) zu feige sind den Mund auf zu machen.

    Das Schleichen auf leisen Sohlen bringt hier nix, denn die bezahlten EE-Trolle im Netz werden nie aufgeben, denn es hängen abermilliarden Euros an diesen Geschäft…..die solange abgeschöpft werden bis die Blase endlich geplatzt ist.

    Passend zum Thema ist gerade die Sicherheitsabfrage per Capcha……..“STRAFE“….besser kann ich es auch nicht formulieren.

    Heinz Eng

  11. @#4: Herr Eng,

    ich habe diese Initiative unterschrieben, obwohl auch ich dabei Bauchschmerzen hatte. Ihre Kritik ist berechtigt, aber ich gehe davon aus, dass die dahinter stehenden Werbestrategen das so einkalkuliert haben und den Initiatoren sind die Schwächen sicherlich bekannt. Eine Initiative in einer Offenheit, wie Sie es formuliert haben, wäre dem deutschen Volke nicht zumutbar und würde der Sache sicherlich mehr schaden als nutzen (ich weiss, das ist ein geistiges Armutszeugnis für „das Volk“). Selbst die aktuelle abgeschwächte Version ruft schon heftigste Reaktionen hervor. Es gibt Situationen, da ist es besser scheinbar mit den Wölfen zu heulen und gleichzeitig eine sanfte Korrektur einzuleiten. Das politische Geschäft ist eben manchmal surreal.

  12. Der Effiziens halber, kopiere ich einfach mein Kommentar von Science Skeptikal hier rein:

    Es tut mir leid es so hart sagen zu müssen aber diese Initiative ist BULLSHIT.

    „““Die ökologische Ausrichtung unserer Energieversorgung ist richtig. Eneuerbaren und CO2-freien Energien gehört die Zukunft.“““

    Dieser Satz sagt alles wichtige dieser Initiative aus, denn die sogenannten Erneuerbaren werden NIE die Zukunft unserer Energieversorgung sein.
    Wir erdreisten uns zu behaupten das unser nachfolgenden Generationen zu blöd sind eine neue Technologie zu erfinden die unser Energieproblem auf Dauer lösen könnte.
    Nein, da pappen wir ineffektive Steinzeittechnologien mit mickriger Energiedichte in die Landschaft die auch noch gewaltige Energiespeicher benötigen (von denen noch keine in Sicht sind), bauen unnötig die Übertragungsnetze auf ein vielfaches des benötigten aus, nur um wetterabhängige Strömlinge extrem verlustbehaftet durch die Gegend zu karren.

    Norwegen als “die” Speicherlösung anzunehmen ist sowas von an den Haaren herbeigezogen das es mir als Fachkundigen die Gedärme umdreht.
    Hat sich mal ein einziger hier gefragt welche Kraftwerkskapazitäten eigentlich Norwegen hat?
    Hat sich ein einziger mal mit der tatsächlichen Realität der norwegischen Energieversorgung beschäftigt, weiß überhaupt jemand das Norwegen schon den Ausgleichshansel für dänischen Windstrom spielen muss?

    Beispiel:
    Laut SRU-Studie Szenario 2a/b sind Übertragungskapazitäten von 42-68 GW nach Norwegen geplant um deren Wasserspeicher als Ausgleich für unsere fluktuierenden Windströmlinge anzuzapfen……………..dann prüfe man einfach mal die Realität und knalle anschließen mit dem Kopf auf die Tastatur.
    Mit dem Stand von 2008 bestand die gesamte norwegische installierte Kraftwerkskapazität bei ACHTUNG !!!! bei 18,2 GW.

    Der nächste Schwachsinn gefällig?
    Jede Studie (BEE, SRU, BMU, Greenpeace, WWF) hat einen eklatanten Denkfehler intus der mir jedes mal Lachkrämpfe entlockt………Basisjahr 2007……..Additionsstudien vom feinsten……………erkennt jemand die Falle?

    2007 war das windstärkste Jahr (Windindex bei 103) seid wenigstens 12 Jahren…….toll wenn man damit seine netten Statistiken puscht, aber leider abseits jeglicher Realität.
    Wenn ich schon etwas “simuliere” das auf zufälligen Wettererscheinungen beruht, dann muss ich mir auch die Arbeit machen und das Wind/Sonnenschwächste und das Wind/Sonnenstärkste Jahr (der letzten 50 Jahre) heraussuchen und damit meine “Simulation” fahren.
    Am Ende wäre das Ergebnis so verheerend das wohl niemand diese Studie akzeptieren würde.
    Laut DWD werden im Jahre 2050 auch die Sonnenstunden um bis zu 4 % abnehmen….da hab ich in diversen Studien auch nichts finden können………also brauchen wir noch mehr Sonnenpaddel.

    Weiterhin werden bei allen Studien die deutschen Netzausbaumassnahmen großzügig unter dem Tisch fallen gelassen und am Ende wird auch noch mit großzügigen Stromimporten rumgerechnet ohne auf die zukünftigen energetischen Verhältnisse der europäischen Nachbarn einzugehen.

    Nein, der “energiepolitische Appell” ist nichts weiter als die Hoffnung der deutschen Industrie (teile davon) auf Kosten der Allgemeinheit fette Aufträge zu erhalten um auch in der Zukunft die Gewinne zu generieren die man bisher gewohnt war.

    „“““Die regenerative Energiewende ist nicht von heute auf morgen zu bewerkstelligen. Erneuerbare brauchen starke und flexible Partner. Dazu gehören modernste Kohlekraftwerke. Dazu gehört auch die Kernenergie, mit deren Hilfe wir unsere hohen CO2-Minderungs-Ziele deutlich schneller und vor allem preiswerter erreichen können als bei einem vorzeitigen Abschalten der vorhandenen Anlagen. Ein vorzeitiger Ausstieg würde Kapital in Milliardenhöhe vernichten – zu Lasten der Umwelt, der Volkswirtschaft und der Menschen in unserem Land.““““

    Klingt toll…..ist aber nur die Einsicht das ohne konventionelle Stromerzeuger das wunderbare “Öko-Land” Deutschland sofort im Dunkeln stehen würde. Inzwischen hat wohl auch der letzte Hinterwäldler begriffen, das man mit wetterabhängiger Energie keine Industrienation mit Strom versorgen kann.

    Sorry, von mir kriegen die definitiv keine Unterschrift.

    Heinz Eng

  13. Der erste Satz des erniepolitischen Appells
    „Die ökologische Ausrichtung unserer Energieversorgung ist richtig. Eneuerbaren und CO2-freien Energien gehört die Zukunft.“ klingt zwar sehr ideologisch geprägt, aber er gibt wohl einfach das wieder, was dem deutschen Volk tagtäglich von den Medien eingehämmert wird. Man hätte sich sicher gewünscht, wenn darauf hingewiesen worden wäre, dass die Machbarkeit einer solchen Zukunft mit Fug und Recht bezweifelt werden kann. Ich hätte mir auch gewünscht, dass der Begriff „ökologisch“ nicht verwendet worden wäre, da dieser wohl deutlich im Widerspruch zu den bis jetzt sichtbaren „erneuerbaren“ Energien steht.
    Ich habe mich dennoch entschlossen als Befürworter zu unterschreiben, da ich es einfach wichtig finde, wenn Personen, an denen die Medien nicht vorbeigehen werden, einmal klarstellen, dass wir unsere Zukunft in Frage stellen, wenn wir die traditionelle Ernergieversorgung schwächen um in eine erneuerbare Zukunft einzusteigen. Vielleicht bringt das ja doch eine breitere und weniger ideologisierte Diskussion in gang.

  14. Es ist ein moderner Mythos den viele Journalisten mit ihren Äußerungen pflegen, dass die Chefs der Wirtschaftsunternehmen irgendwelche egoistischen Partikularinteressen vertreten.
    Ein modernes Unternehmen kann in unserer globalen Wirtschaftsordnung nur überleben, wenn es die Interessen zweier Gruppen in Einklang bringt. Die Interessen des Unternehmens und damit seiner Mitarbeiter, sowie die Interessen seiner Kunden. Bei Energieunternehmen ist das wohl das ganze Land.
    Menschen die in Unternehmen arbeiten, die Produkte produzieren müssen, um Geld zu verdienen wissen das. Bei Äußerungen von manchen Journalisten oder Politikern gewinne ich ab und zu den Eindruck, dass sie das entweder nicht wissen oder vergessen haben.
    Ich finde es deshalb gut, dass diese Unternehmen mit ihrer Meinungsäußerung an der politischen Willensbildung teilnehmen.
    Mit rückwärtsgewandter Politik hat das nichts zu tun. Es mag spät sein, scheint mir aber notwendig.
    Es ist typisch für unsere Medien, dass dann neben der Sachdiskussion über ein tragfähiges Energiekonzept sofort eine Diskussion über Zeitpunkt oder Art und Weise der Meinungsäußerung aufgemacht wird. Das zeigt, dass viele Medien nicht mehr sachorientiert informieren und diskutieren.
    Es ist im Interesse von uns Allen, dass wir auch in Zukunft preiswerte Energie mit hoher Dichte ständig zur Verfügung haben, um die Probleme der Menschen auf diesem Planeten zu lösen.
    Mit freundlichen Grüßen
    Günter Heß

  15. Was nutzt es, wenn gewisse Manager laut und öffentlich werden aber deren Anliegen an der eigentlichen Sache vorbei geht. Es geht doch klipp und klar einzig und alleine darum, vor allem die Kernenergie „am Leben“ zu halten. Die irrwitzige Klimapolitik der Kanzlerin mit ihrem
    Anhang wird nicht in Frage gestellt. Vom folgeschwereren Thema C02 ist nirgendswo die Rede. Ja, Thomas Schmid von Welt am Sonntag freut sich weiterhin auf eine Kanzlerin, die das Energiethema als Jahrhundertthema begreift.
    Kein Wort von den unsäglichen Versuchen z.B. der
    Wirtschaft und der Stromversorger dieses Thema
    sogar an die Kinder heranzutragen, damit diese
    Druck auf ihre Eltern ausüben. Diese Indoktriation von Kindern ist ein Verbrechen und wurde im großen Stil von DW in alle Welt getragen…Kein Wunder, weil nur ganze 4-5% der Bürger bereit sind (wären) für Klimaschutz mehr zu bezahlen, was immerhin PIK-Chef Edenkofer kürzlich von sich gab.
    Die Wirtschaftsvertreter schreiben in ihrem Appell, Energieversorger und Verbraucher müßten die Mittel für den Ausbau der erneuerbaren Energien erwirtschaften. -Welch ein Hohn ! –
    Die Wirtschaft bestellt sich den Klimaschutz und drückt die Folgekosten den Verbrauchern auf. Gewinne privatisieren, Verluste sozialisieren – welch feiner Sache ! Alle Mehrkosten durch Zertifikationslasten, EGG, Netzausbau, Stromspeicherung, Offshore-Anschlüsse u.u.a. werden den kleinen Haushalten
    und Mittelstand, den Tarifkunden aufgedrückt. Die Verursacher dieser Kosten, nämlich die, die
    nach Klimaschutz und Eigennutz gerufen haben (Motto: Wettbewerbsvorteil Nr1.) werden ausgenommen. Was für eine Beschädigung demokratischer Entscheidungsstrukturen – Was für eine himmelschreiende Ungerechtigkeit – Was für eine Verachtung gegenüber dem Bürger !
    Stillschweigen darüber, das Regierung und Wirtschaft einen Privatvertrag geschlossen haben, am Parlament und an den Bürgern vorbei !
    Es ist erwiesen, dass sie sich gegenseitig die Einhaltung des Kosten-Nutzen-kriteriums zugesichert haben ! Es ist ein Vertrag zu Lasten Dritter, obendrein auf der faulen Grundlage fragwürdiger wissenschaftlicher Alibis, folglich ein rechtlich überhaupt nicht haltbarer Vertrag ! Das ganze ist kein Brandbrief, sondern halbfauler Zauber der den Kern des Problems nicht einmal streift !
    Was sollte „unsere Unterschrift“ unter dieses Werk ?

    Erich Richter

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