Globaltemperatur zu hoch? ( (II)) Weltbekannte Klimawissenschaftler äußern sich zum ‚Satelliten-Gate’ Skandal!

Das Programm der USA zur Überwachung der Umwelt durch Satelliten ist erschüttert. Die US–Regierung gibt zu, dass Satellitensensoren, die die globale Erwärmung messen, zunehmend geschädigt sind – die Temperaturwerte könnten lokal um 5° bis 8 °C falsch sein

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In dem in Anlehnung an frühere Begriffe einer immer mehr eskalierenden Reihe ‚Satellite-Gate’ genannten Skandal gibt es immer mehr Beweise, dass NOAA über diese Fehler seit Jahren Bescheid wusste. Weltbekannte Klimawissenschaftler und sogar frühere Berichte der Regierung nennen Unterfinanzierung und Misswirtschaft als Auslöser für die immer steiler werdende Spirale der katastrophal schlechten Satellitendaten. Grundlegende Fehler bei fünf Satelliten unterminieren die globalen Daten.

Am meisten verstört die Tatsache, dass erst die Veröffentlichung meines Artikels in der vergangenen Woche die Behörden dazu gebracht hat, den fehlerhaften Satelliten NOAA-16 außer Betrieb zu nehmen. Aber worauf Dr. John Christy hinweist, das reale ‚Satelliten-Gate’ gilt nicht nur für einen Satelliten. Der Skandal ist viel verbreiteter mit vergleichbaren Fehlern im gesamten Netzwerk; der Skandal besteht auch darin, dass es eines Tipps aus der Öffentlichkeit und der weithin ausgestrahlten Sendung meines Artikels bedurfte, bevor eine der herausfordernden Müllbehälter, NOAA-16, abgeschaltet wurde.

Leser, die die Details verpasst haben, als die sensationelle Geschichte zum ersten Mal ruchbar wurde, können hier nachlesen: Climatedepot.com.

Der oberste Programmadministrator bei NOAA, Chuck Pistis, versuchte zunächst unaufrichtig, meinen Bericht zu diskreditieren und die Angelegenheit mit Desinformationen reinzuwaschen. Tatsächlich könnten wir einen rauchenden Colt haben, wenn wir die jüngsten Verlautbarungen mit den falschen Daten des satellite’s AVHRR Subsystem Summary [etwa: Zusammenstellung der AVHRR–Daten des Satelliten] vergleichen. [AVHRR = Advanced Very High Resolution Radiometer = hochauflösende Fernerkundung mittels Radar].

Die offizielle Zusammenstellung enthält keinerlei Hinweise über irgendeine ‚Sensorverschlechterung’ (‘sensor degradation’) seit dem Start des Satelliten im September 2000. Und doch, wie ich von Spitzenklimawissenschaftlern zuverlässig informiert wurde, wurden NOAA diese Fehler schon vor Jahren mitgeteilt.

Trotzdem ließ die US–Agentur weiterhin die fehlerhaften Daten zahlreichen internationalen Institutionen zukommen, ohne darauf hinzuweisen, dass die Satellitensensoren “verschlechtert” worden waren und deren Daten unzuverlässig waren, um die Klimaänderung zu untersuchen.

NOAA-16 wurde als ein Satellit im Polarorbit mit Instrumenten und Sensoren für AMSU [siehe Link], AVHRR und High Resolution Infrared Radiation Sounder (HIRS) ausgerüstet. Letzte Woche hat jemand aus der Öffentlichkeit das katastrophale Scheitern dieser Instrumente entdeckt. Dr. John Christy lenkte meine Aufmerksamkeit auf spezielle begleitende Fehler, die er entdeckt und vor Jahren dem AMSU mitgeteilt hatte.

Befürchtet NOAA jetzt eine Flut internationaler juristischer Klagen?

Der ausrangierte Satellit war ununterbrochen in Betrieb, bis er kurz nach Erscheinen meines Artikels (am 10. August 2010) vom Netz genommen wurde. In dem Artikel habe ich in vollem Umfang dargelegt, wie ernsthaft fehlerhaft die Sensoren waren. Die automatischen Messungen waren durchsetzt mit Hunderten, wenn nicht Tausenden falscher und absurd hohen Temperaturmessungen, einige davon so hoch wie 612°F (der Siedepunkt des Wassers liegt bei 212°F). Wir wissen jetzt, dass NOAA mindestens seit 2006 über diese hanebüchenen Anomalien im Bilde war, aber nie darauf hingewiesen hat (siehe unten).

Besorglicherweise wurde von NOAA nicht bekannt gemacht, wie viele Nutzer der Daten (hauptsächlich international tätige Meteorologen und Klimaforscher) von den falschen Daten betroffen waren. Aber wir wissen, dass die automatischen Messwerte weltweit verbreitet worden waren und dass deren Werte der Land- und Wassertemperatur von Klimawissenschaftlern in ihren Modellen verwendet wurden, seit der Satellit im September 2000 gestartet wurde. Als Konsequenz und ohne volle Offenlegung durch NOAA muss befürchtet werden, dass unzählige wissenschaftliche Studien über global steigende Temperaturen jetzt nur noch Makulatur sind.

Man kann darüber spekulieren, warum NOAA so zögerlich war und so gravierende Fehler so lange nicht zugegeben hat. Vielleicht aus Furcht vor einer Fülle juristischer Klagen von den Nutzern der Daten, hauptsächlich nationale Regierungen und Forschungsinstitute an Universitäten. Nur aufgrund dieser Daten stimmen die meisten Wissenschaftler darin überein, dass sich unser Planet während des zwanzigsten Jahrhunderts um 0,6 K erwärmt hat (mit einer Fehlergrenze von 0,5 K – aber diese Fehlergrenze sieht jetzt völlig bedeutungslos aus).

Aus der Analyse der schwindlerischen Temperaturwerte, bevor NOAA diese aus dem Netz nahm, könnte sich ergeben, dass fast alle falschen Messungen der Temperatur weit außerhalb der erwarteten Mittelwerte liegen – viele durch einen Faktor vier oder fünf – fast keiner dieser Werte lag niedriger als das Mittel.

Die US–Regierung hat das zunehmende Scheitern im Rahmen von Satellite-Gate vorausgesehen.

Aber es war nicht nur eine Handvoll skeptischer Klimatologen, die Alarm geschlagen haben. Die National Academy of Sciences ist in ihrem 2007 erschienenen, 455 Seiten starken Bericht zu dem Schluss gekommen, dass wegen der Verschlechterung (degradation) im Satellitennetzwerk der USA die Möglichkeiten der Nation, Klima und Unwetter zu überwachen, in „großer Gefahr“ sind.

Zufällig in der gleichen Woche, in der mein Artikel zur Abschaltung von NOAA-16 geführt hatte, hat Susan Bohan ihren exzellenten Artikel hier veröffentlicht, in dem sie die breiter angelegten Systemfehler in größerem Rahmen innerhalb des Satellitennetzwerkes bloß stellte. Neben vielen anderen katastrophalen Fehlern berichtet Bohan: „Der Satellit Landsat 7 ist defekt. Und das ist symptomatisch für das angeschlagene Programm der Nation zur satellitengestützten Überwachung der Umwelt“.

Die Bezeichnung ‚Satelligate’ wurde von dem Blog CO2insanity.com geprägt, nachdem man auf das Problem aufmerksam gemacht worden war.

Mindestens fünf Satelliten zu Messungen des Klimas sind betroffen

Dummerweise basierte Bohans Artikel nicht auf irgendwelchen unbegründeten, von ‚big oil’ finanzierten Desinformationen von Seiten der Skeptiker, sowieso ein immer mehr verblassender Mythos, sondern auf einem Bericht des Accountability Office der
US–Regierung (GAO). GAO räumte ein, dass neun neue Klimamessinstrumente in der jüngsten Satellitengeneration bereits 2006 außer Betrieb genommen oder ihre Kapazitäten begrenzt wurden. GAO ist die ausführende Institution des US–Kongresses.

Als Konsequenz wurden mindestens fünf dieser Satellitenprogramme als entweder abgeschaltet oder als ernsthaft betroffen identifiziert:

  • Landsat 7 (Gegenwärtig im Orbit) ist defekt mit der Folge von Datenlücken. Wissenschaftler bekommen nicht alle Informationen, die sie bekommen sollten.
  • NPOESS (National Polar-orbiting Operational Environment Satellite) wird keine Sensoren haben, die den Energieausstoß der Sonne auf den 2. und 4. Satelliten misst.
  • Bei dem GOES-R (Geostationary Operational Environmental Satellite-R Series) wurden 14 Sensoren abgeschaltet. Daten über die Höhe der Wolkenuntergrenze, die Ozonschicht, die Farbe und Turbulenz des Ozeans, Wolkenbildung, Schneebedeckung etc. wurden effektiv neutralisiert.
  • Kein Sensor [zu Messungen] der Bewegung von Treibhausgasen und Verschmutzungen. Kein Sensor, um Änderungen der Temperatur auf der Erde mit der Zeit zu erfassen. (NOAA hat sich nicht einmal dazu herabgelassen zu versuchen, Zuwendungen dafür zu erhalten, um die eliminierten Sensoren zu halten!).
  • Der Sensor, der messen sollte, wie die Temperatur der Erde auf Änderungen der Solarstrahlung reagiert, wurde im Juni 2010 von der Regierung Obama abgeschaltet.

Vielleicht ist es kein Zufall, dass die gegenwärtige Vorsitzende von NOAA, Dr. Jane Lubchenco, handverlesen von Präsident Obama, erklärt hat, ihre Agentur würde ihre Rolle bei der Entwicklung einer grünen Wirtschaft spielen.

Ungeachtet der Ausgaben der US–Regierung in Höhe von über 80 Milliarden Dollar für die Klimaforschung hat daher das Scheitern der Zuteilung ausreichender Mittel für das Satellitenprogramm zu einer ernsthaften Vertrauenskrise des gesamten Datensatzes geführt (Hinweis: Die Kosten für einen typischen NOAA–Satelliten belaufen sich auf etwa 11 Millionen Dollar,  und das Netzwerk holt diese Millionen durch den weltweiten Verkauf der Daten für die US–Regierung wieder herein).

Beweise von Klimaexperten deuten auf Verschwörung zum Betrug

Dr. Roy Spencer kommentierte: „Was auch immer mit NOAA-16 (oder der Software) passiert ist – offensichtlich waren GEWALTIGE Fehler enthalten. Wir hatten immer Probleme mit AMSU von NOAA-16 und haben [dessen Daten] vor langer Zeit fallen gelassen. Sie hatten solche Verzerrungen, dass sie für die Klimaüberwachung unbrauchbar waren“.

Dr. Christy benannte Fehler ausschließlich für die AMSU–Instrumentierung und nicht Probleme mit dem AVHRR–System. Er riet mir: „Wir haben 2006 eine Menge Zeit verbracht, um zu versuchen, mit den Daten von NOAA-16 zu arbeiten, aber die Fehler waren so unberechenbar, dass wir am Ende nicht anders konnten, als sie als eine unserer Grundlagen unseres Datensatzes zu eliminieren“.

Wie viele Analysten schon seit Langem angemerkt hatten, gehen diese Fehler noch weit über die schockierend absurden Messwerte von 604°F, gemessen in Egg Harbor im  US–Bundesstaat Wisconsin, hinaus.

Dr. Timothy Ball, Klimaberater des Militärs und Hauptautor eines neuen Buches, in dem die Treibhausgastheorie verworfen wird, meint: „Bestenfalls deutet der gesamte Vorgang auf große Inkompetenz, schlimmstenfalls auf einen absichtlichen Versuch, eine Temperaturaufzeichnung zu konstruieren, der zum politischen Tagesgeschäft passt“.

Die Mainstream–Medien sind blind für einen neuen ‘Gate’–Skandal

2006 haben Christy und Spencer versucht, eine technische Analyse der NOAA-16 AMSU zu vervollständigen, aber Christy legte offen, dass es „sehr ermüdend war, und dass wir eine Menge Wege verfolgten, die sich alle als Sackgassen herausstellten“.

Solche erschreckenden Fakten erscheinen einfach nicht in den Nachrichten der
Mainstream–Medien, und während der ganzen Zeit ringen die Forscher vergeblich darum, Schritt zu halten mit den immer größer werdenden Datenlücken wegen der fortgesetzten Abschaltung von Sensoren. Zum Beispiel, jeden Monat arbeitet Dr. Christy mit Dr. Spencer daran, das sich ständig ändernde Patchwork der Datensätze der globalen Temperatur zusammen zu stückeln, das von ganzen elf Instrumenten auf elf verschiedenen Satelliten seit 1979 geliefert wird.

Bei einem so langen Zeitraum war vermutet worden, dass kosmische Strahlen oder Partikel die hoch empfindlichen Geräte an Bord der Satelliten [in ihrer Funktion] beeinträchtigt haben könnten.

Spencer veröffentlicht seine Ergebnisse auf seinem Blog, während Christy seinen umfassenderen Bericht der Satellitenprobleme hier veröffentlicht.

Werden systematische Messfehler sogar noch mehr Leben kosten?

Der wegen seiner in der Welt führenden Wettervorhersagen international respektierte Piers Corbyn der Website Weatheraction.com ist ein anderer Experte, der sich über die skandalösen Ausfälle im Satellitennetzwerk beklagt.

Piers tobte im Blog der Climate Realists: „Diese Enthüllung bestätigt einmal mehr, was ich und Tom Harris dem Fernsehsender Russia Today am 5. Februar 2010 gesagt haben, nämlich dass WIR EINFACH NICHT verlässlich WISSEN, wie die Temperaturen der Welt sind und wie sie sich im letzten Jahrzehnt oder Jahrhundert verändert haben“.

Corbyn hat die westrussische Hitzewelle dieses Sommers korrekt vorhergesagt, ebenso wie eine generelle Zunahme SEHR extremer Ereignisse (bestätigt durch die horrenden Überschwemmungen in Pakistan und China sowie die „Superkälte“ in Teilen der Südhalbkugel), und zwar Wochen und Monate im Voraus.

Eine wachsende Liste von Ausfällen der satellitengestützten Erfassung der globalen Erwärmung

Satelligate weist auf noch eine andere, wütend machende Praxis der Regierung hin, frisierte Zahlen der globalen Erwärmung zu verbreiten. Trotz der jahrelangen drängenden Forderungen von Wissenschaftlern auf allen Seiten der Debatte zur globalen Erwärmung  nach mehr Transparenz und besserem Zugang zu den Daten, haben eifrige Erfüllungsgehilfen innerhalb der NASA und der CRU in Britannien solche Anfragen stets abgelehnt und ungesetzlicherweise Forderungen des Freedom of Information Act FOIA [etwa: Gesetz zum freien Zugang zu Informationen] verletzt.

Wie schon bei WattsupWithThat erwähnt, sind solche Fehler und Defizite zusammen mit glattem Datenbetrug lange Zeit unter den Teppich gekehrt worden. Damit wurden noch mehr Leben in Gefahr gebracht.

Tatsächlich hat sich das öffentliche Vertrauen in die Verlässlichkeit offizieller Warnungen vor der Apokalypse durch die Lieferanten der von NOAA hinausposaunten gefälschten Daten in zunehmenden Zynismus gewandelt. Eine wachsende Zahl von Steuerzahlern verleiht ihrer Opposition zu der eilfertigen Einführung immer höherer Steuern Ausdruck, die den Lebensstandard der Ersten Welt beeinträchtigen, vor allem, weil sie eingeführt werden sollen, bevor die wirklichen Tatsachen feststehen.

Fragen, auf die NOAA die Antworten verweigert

Angesichts der Tatsache, dass NOAA offiziell lediglich zugegeben hat, “Bilder” aus ihren Archiven nur zurückgezogen zu haben, ohne all die falschen Daten zu erwähnen, die ebenfalls auf den Müll geworfen wurden, habe ich die folgenden und immer noch unbeantworteten Fragen an Dr. Jane Lubchenco von NOAA gestellt:

  • Welche Schritte haben Sie unternommen, um Umfang und Ausmaß dieser Datenfehler zu ermitteln, und was wird unternommen, dass sich so etwas in Zukunft nicht noch einmal ereignet?
  • Haben Sie herausgefunden, ob diese Temperaturfehler andere Daten und Ergebnisse beeinträchtigen; im Besonderen, unterminieren diese Vorkommnisse in irgendeiner Weise die Glaubwürdigkeit offizieller Verlautbarungen der Regierung, die schon über Klimaänderungen gemacht wurden, und falls ja, wie stark?

Bis Lubchenco darauf eindeutige Antworten gibt, fürchte ich, dass hier ein neuer ‘Phil Jones’ erzeugt wird. Ohne volle Transparenz und eindeutige Antworten wird der endlose Medienhype über die Gefahren der sogenannten ‚Treibhausgastheorie’ das bleiben was er ist – ein Hype.

 John O´Sullivan; Montag, 16. August 2010 Original in Canada Free Press hier

Übersetzt von Chris Frey. Alle Einschübe in eckigen Klammern vom Übersetzer. Fett Hervorhebungen EIKE Redaktion; Sämtliche anderen Hervorhebungen im Original.

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4 Kommentare

  1. Sehr geehrte Damen und Herren,
    darf ich anfragen, inwiefern es möglich wäre, dass die Satelliten garnicht so falsch messen, wenn man berücksichtigt, dass mit dem Chemtrail-Haarp-Projekt eben auch stark erhitzbare Metalle in die Atmosphärenschichten ausgebracht werden?
    Wenn diese mit Hochleistungsradaren dann „aus Versehen“ in höheren Atmosphärenschichten gemessen werden, dann könnte m.E. sogar eine
    600°-Messung „aus Versehen“ mal mit dabei sein, oder liege ich da so komplett falsch?
    M.E. beachtenswert finde ich, dass die NOAA auf ihrer Homepage unter „Department of Commerce“ firmiert, ich schmunzele dann immer, wenn ich mir z.B. „Wiss. Inst. xy“ als „Abteilung der Wirtschaftsbehörde“ firmierend
    vorstelle.

    Mit vielen Grüßen

  2. À propos:

    Warum stehen Satellitenaufnahmen von den (angeblich schmelzenden) Polkappen unter strengster militärischer Geheimhaltung?
    Das gilt auch für detaillierte Landkarten.
    Was gibt’s da zu verbergen??

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