Die Thermostat – Hypothese!

Die Thermostat – Hypothese besagt, dass tropische Wolken und Gewitter aktiv die Temperatur der Erde beeinflussen. Dies hält die globale Temperatur im Gleichgewicht.
Viele Arten von Beweisen werden präsentiert, um die Thermostat–Hypothese zu untermauern und zu erläutern – die Stabilität der Erdtemperatur in der Geschichte, theoretische Überlegungen und eine Beschreibung des Mechanismus, der für das Gleichgewicht sorgt.


Die Stabilität der Erdtemperatur über lange Zeiträume der Vergangenheit war schon sehr lange ein klimatologisches Rätsel. Die Variation der Temperatur des Globus’ lag bei +/- 3% (einschließlich der Eiszeiten) während mindestens der letzten halben Milliarde von Jahren, dem Zeitraum also, für den wir die Temperatur abschätzen können. Während des Holozäns variierte die Temperatur um weniger als 1%. Und auch während der Eiszeiten war die Temperatur im Allgemeinen genauso stabil.
Im Gegensatz zur Stabilität der globalen Temperatur gibt es seit langem Hinweise (Gough, 1981; Bahcall et al., 2001), dass die Strahlung der Sonne vor 4 Milliarden Jahren nur etwa drei Viertel des heutigen Wertes erreichte. Jedoch war es auf der Erde in frühen geologischen Zeiten nicht um den gleichen Betrag kälter. Proxy–Daten der Temperatur wie z. B. das Verhältnis zwischen Deuterium und Wasserstoff sowie der Sauerstoff–Isotope O16 und O18 zeigten keine Anzeichen für eine Erwärmung der Erde um 30% während dieser Zeit. Warum hat sich die Erde nicht erwärmt, die Sonne aber schon?
Dies nennt man das “Schwächeparadoxon der frühen Sonne” (Faint Early Sun Paradox) nach Sagan und Mullen, 1972. Normalerweise wird dies damit erklärt, dass in der frühen Erdatmosphäre viel mehr Treibhausgase enthalten waren als in der heutigen Atmosphäre.
Jedoch würde dies eine graduelle Abnahme des GHG–Forcings [Green House Gas] implizieren, die genau zu der  Milliarden Jahre langen Zunahme der solaren Strahlung bis auf den heutigen Wert passen müsste. Dies erscheint sehr unwahrscheinlich.
Viel wahrscheinlicher ist, dass irgendein natürlicher Mechanismus die Globaltemperatur in geologischen Zeiträumen reguliert hat.

Bejan (Bejan 2005) hat gezeigt, dass das Klima grob als eine Wärmekraftmaschine modelliert werden kann, mit dem Ozean und der Atmosphäre als agierende Medien. Die Tropen sind das heiße Ende der Wärmekraftmaschine. Ein Teil der tropischen Hitze wird in den Weltraum abgestrahlt. Die agierenden Medien sorgen dafür, dass der übrige Anteil der Wärme zu den Polen transportiert wird. Dort, am kalten Ende der Wärmekraftmaschine, wird die [restliche] Wärme in den Weltraum abgestrahlt. Bejan hat gezeigt, dass die Existenz und räumliche Verteilung der Hadley–Zellen ein aus diesen Vorgängen ableitbares Ergebnis darstellen. Er zeigte auch, wie die Temperatur durch dieses System bestimmt wird.
“Wir verfolgen dies aus der Sicht der Konstruktion, die darin besteht, dass die (globale) Zirkulation selbst eine fließende Geometrie repräsentiert, die das Ergebnis der Maximierung des globalen Geschehens ist und globalen Einschränkungen unterliegt.
Die größte Kraft, die dieses zusammengesetzte System erzeugen kann, lässt sich mit dem reversiblen Betrieb eine Kraftwerkes vergleichen. Die Energieerzeugung in diesem Rahmen ist proportional zu

 
Hier steht q für den gesamten Energiefluss des Systems (von den Tropen zu den Polen) und TH und TL für die höchsten und tiefsten Werte der Temperatur (aus den Tropen und den Polarregionen in Kelvin). Das System arbeitet unaufhörlich, um jenen Energieausstoß zu maximieren. Hier sieht man das ganze System dargestellt, das die Wärme von den Tropen zu den Polen transportiert.


 
Abbildung 1: Die Erde als Wärmekraftmaschine.

Die subtropischen Hadley–Zellen liefern die Energie für das System. In den Tropen ist die Sonneneinstrahlung (orangene Pfeile) am stärksten, weil die Sonne dort am steilsten steht. Die Länge der orangenen Pfeile repräsentiert die relative Stärke der Sonnenstrahlung. Warme, trockene Luft sinkt um den 30. Breitengrad nördlicher und südlicher Breite ab und bildet die großen Wüstengürtel rings um den Globus. Die Wärme wird durch eine Kombination von Ozeanen und Atmosphäre zu den Polen transportiert. An den Polen wird die Wärme in den Weltraum abgestrahlt.
Mit anderen Worten, variable Systeme wie das Erdklima legen kein stabiles Temperaturregiment fest. Sie regenerieren ihre eigene Entwicklung dergestalt, dass sie die erzeugte und verbrauchte Energie maximieren. Es ist dieser dynamische Prozess, und nicht eine einfache lineare Transformation der Zusammensetzung der Gase in der Erdatmosphäre, der die allgemeine Temperaturspanne des Planeten bestimmt.
Man beachte: das Konstruktionsgesetz besagt, dass jedes sich in einer Umlaufbahn bewegende System danach strebt, sich „quasi zu stabilisieren“ in irgendeinem idealen Status. Dieser ideale Status wird aber nie erreicht. Im Falle des Erdklimas ist dies der Zustand maximaler Energieproduktion und maximalem Energieverbrauch. Und dies wiederum impliziert, dass jeder wasserartige Planet eine ausgeglichene Temperatur aufweist, die aktiv durch das Fließsystem festgelegt wird. Siehe das Papier von Ou (unten) für ein besseres Verständnis dieses Systems.
Mechanismen, die das Klima bestimmen

Jede Wärmekraftmaschine hat ein Ventil. Das Ventil kontrolliert, wie viel Energie in die Maschine einfließt. In einem Auto nennt man dieses Ventil das Gaspedal. Es kontrolliert die eingehende Energie.
Die Stabilität der Temperatur auf der Erde mit der Zeit (einschließlich des Wechsels zwischen Eis- und Zwischeneiszeiten, die jeweils ebenfalls stabil waren), sowie theoretische Überlegungen lassen vermuten, dass diese Wärmekraftmaschine, die wir Klima nennen, irgendeine Art von Regulator haben muss, der das Ventil kontrolliert.
Während alle Wärmekraftmaschinen ein solches Ventil haben, enthalten nicht alle einen Regulator. In einem Auto ist ein solcher Regulator das Tachometer (“Cruise Control”). Es reguliert das Ventil (das Gaspedal). [Fast alle Autos in den USA haben eine Vorrichtung, mit der man eine bestimmte Geschwindigkeit konstant einstellen kann, ohne ständig das Gaspedal zu berühren. A. d. Übers.] Ein Regulator passt den Energiefluss zum Automotor an, um eine konstante Geschwindigkeit zu erreichen, unabhängig von äußeren Einflüssen (z. B. Berge, Wind, Effizienz und Verluste des Motors).
Man kann die Kandidaten für die Regulierung des Klimas eingrenzen indem wir erstens zur Kenntnis nehmen, dass ein Regulator das Ventil kontrolliert (welches im Gegenzug den Energiezufluss einer Wärmekraftmaschine kontrolliert). Zweitens gilt, dass ein erfolgreicher Regulator in der Lage sein muss, das System über das gewünschte Resultat hinaus zu treiben (overshoot).
(Beachte, dass sich ein Regulator, der ein Trägheitsloop enthält, von negativem Feedback unterscheidet. Ein negatives Feedback kann einfallende Energie höchstens reduzieren. Es kann nicht für ein Gleichgewicht sorgen, wenn verschiedene Antriebskräfte, variable Ladungen und veränderliche Verluste auftreten. Dies kann nur ein Regulator.)
Der größte Teil der Absorption von Wärme durch die Erde findet in den Tropen statt. Die Tropen bestehen wie die übrige Welt überwiegend aus Ozeanen; und die Landmassen dort sind nass. Mit einem Wort, die dampfenden Tropen. Es gibt kaum Eis dort, so dass es nur von der Bewölkung abhängt, wie viel Sonnenenergie in die Wärmekraftmaschine des Klimas eingeht.
Ich schlage zwei separate, in Wechselwirkungen stehende Mechanismen vor, die direkt den Wärmehaushalt der Erde regulieren – tropische Kumulus- und Kumulonimbus–Wolken. Kumuluswolken sind die flauschigen „Wattebälle“, die in relativ geringer Höhe über dem Erdboden an warmen Nachmittagen entstehen. Kumulonimbuswolken sind Gewitterwolken, die aber auch als kleine Kumuli beginnen. Beide Wolkentypen sind Teil des Ventils, das die eintreffende Strahlung kontrolliert und ggf. reduziert. Außerdem sind Kumulonimbuswolken selbst aktive Wärmekraftmaschinen, die den notwendigen Überschuss zur Verfügung stellen, um als Regulator des Systems zu fungieren.
Ein einfaches Gedankenexperiment zeigt, wie dieser Wolkenregulator wirkt. Es nennt sich „Ein Tag in den Tropen“.
Ich lebe mitten in den feuchten Tropen auf 9 Grad südlicher Breite mit Blick auf den Pazifik von meinem Fenster aus. Der typische Wetterablauf an einem Tag sieht folgendermaßen aus. Tatsächlich ist es ein typischer Sommertag überall in den Tropen. Der Wetterbericht lautet so:
Klar und windstill bei der Morgendämmerung. Leichter Wind, gegen Mittag aufkommende Wolkenbildung. Weiter zunehmende Bewölkung am Nachmittag mit einzelnen Schauern und Gewittern. Aufklaren zum oder nach Sonnenuntergang, eventuell noch ein einzelnes Gewitter nach Einbruch der Dunkelheit. Fortschreitendes Aufklaren bis zur Morgendämmerung.
Dies ist der allgemeine Tageszyklus tropischen Wetters, einfach genug, um überall in der Welt als Klischee zu dienen.
Dieser Ablauf wird angetrieben durch die Tag-/Nachtvariation der Stärke der Sonnenenergie. Vor der Morgendämmerung ist die Atmosphäre typischerweise ruhig und klar. Sobald der Ozean (oder feuchtes Land) sich erwärmt, steigen Temperatur und Verdunstung. Feuchte, warme Luft beginnt aufzusteigen. Dabei kühlt sich die Luft ab, und die Feuchtigkeit kondensiert zu Wolken. Die Wolken reflektieren das Sonnenlicht. Die Wolken verschließen das Ventil etwas und reduzieren so die einfallende Energie. Damit beginnen sie, das System abzukühlen. Dies ist der Anteil des negativen Feedback der Klimakontrolle durch die Wolken.
Die tropische Sonne ist stark, und trotz des negativen Feedback durch die Kumuluswolken wird es weiter wärmer. Je mehr die Sonne auf den Ozean scheint, umso mehr warme, feuchte Luft entsteht, und umso mehr Kumuluswolken bilden sich. Natürlich reflektieren diese noch mehr Sonnenlicht, so dass das Ventil noch etwas weiter geschlossen wird. Aber der Tag bleibt warm.
Die volle Entwicklung der Kumuli bildet die Bühne für den zweiten Teil der Temperaturregulation. Dies ist kein bloßes negatives Feedback. Es ist das klimaregulierende System. Mit weiter steigender Temperatur und Verdunstung verändern sich die flauschigen Kumuli plötzlich. Sie schießen nach oben und bilden Ambossformen; schießen Tausende von Metern hoch in den Himmel in kurzer Zeit. Die Kumuli haben sich in Kumulonimben oder Gewitterwolken verwandelt. Der säulenförmige Wolkenkörper des Gewitters wirkt wie eine gigantische vertikale Warmluftröhre. Das Gewitter saugt warme, feuchte Luft von den bodennahen Luftschichten und jagt sie in den Himmel. In der Höhe kondensiert der Wasserdampf, so dass die latente Wärme wieder in fühlbare Wärme umgewandelt wird. Die Luft erwärmt sich dadurch wieder [im Vergleich zur Umgebungsluft, A. d. Übers.] und steigt immer weiter nach oben.
An der Wolkenobergrenze wird die Luft aus der Wolke ausgeblasen, weit oberhalb des größten Teils des atmosphärischen Kohlendioxids. In dieser dünnen Atmosphäre kann die Luft viel leichter in den Weltraum ausstrahlen. Durch die Bewegung im Wärmeschlauch des Gewitters umgeht die aufsteigende Luft die meisten Treibhausgase und wird erst wieder an der Obergrenze der Troposphäre ausgeblasen. Während des Transportes nach oben gibt es keine radiative oder interaktive Wechselwirkung zwischen der aufsteigenden Luft einerseits sowie der unteren und mittleren Troposphäre andererseits. Im Inneren des Gewitters wird die aufsteigende Luft kanalisiert und an der Obergrenze wieder ausgeblasen.
Zusätzlich zur Reflektion des Sonnenlichtes an der Obergrenze der Kumuli und des Wärmetransports in die obere Troposphäre, wo die Wärme leicht in den Weltraum abstrahlen kann, kühlen die Gewitter die Erdoberfläche auf vielfältige Weise, besonders über dem Ozean.

1. Durch Wind angetriebene Verdunstungskälte. Hat die Entwicklung des Gewitters erst einmal begonnen, bildet sich an der Basis ein eigenes Windsystem. Dieser selbstgenerierte Wind verstärkt die Verdunstung in vielfältiger Weise, besonders über dem Ozean.

a) Die Verdunstung nimmt linear mit der Windgeschwindigkeit zu. An einer typischen Squall-Linie mit einer Geschwindigkeit von 10 m/s ist die Verdunstung etwa zehnmal größer als unter „ruhigen“ Bedingungen (definitionsgemäß um 1 m/s).
b) Der Wind lässt die Verdunstung durch die Entstehung von Gischt und Sprühnebel sowie durch das Abtrocknen von Bäumen und Blättern zunehmen. Dies vergrößert die für die Verdunstung zur Verfügung stehenden Flächen erheblich, denn an der Gesamtoberfläche der Millionen von Tröpfchen verdunstet das Wasser genau so wie an der Erdoberfläche selbst.
c) In geringerem Umfang trägt auch die Erzeugung von Wellen durch den Wind zur Vergrößerung der Oberfläche bei (eine wellenförmige Oberfläche liefert einen größeren Beitrag zur Verdunstung als eine flache).
d) Durch Wind erzeugte Wellen wiederum lassen die Turbulenz in der Grenzschicht stark zunehmen. Dies verstärkt die Verdunstung, weil trockene Luft aus höheren Luftschichten bis zur Erdoberfläche herunter gewirbelt wird, während gleichzeitig feuchte Luft aufwärts weht.
e) Da sich der aufgewirbelte Sprühnebel rasch auf die Lufttemperatur erwärmt, die in den Tropen häufig höher ist als die Wassertemperatur, verstärkt sich die Verdunstung ebenfalls verglichen mit derjenigen an der Wasseroberfläche.

2. Durch den Wind zunehmende Albedo. Der Sprühnebel, Gischt und die weißen Wellenkämme sorgen für eine erhebliche Zunahme der Albedo der Meeresoberfläche. Dies reduziert die vom Ozean absorbierte Energie.

3. Kalter Regen und kalter Wind. Wenn die feuchte Luft durch den Wärmeschlauch in der Gewitterwolke steigt, kondensiert das Wasser und fällt aus. Da dieses Wasser aus Luftschichten mit Temperaturwerten unter dem Gefrierpunkt fällt, kühlt es die untere Atmosphäre, durch die es fällt, und die Oberfläche beim Auftreffen. Diese [selbst produzierte] Kaltluft weht radial aus dem Zentrum des fallenden Regens heraus und kühlt so auch die umgebende Luft.

4. Zunahme des Gebietes mit Reflektion. Weiße, flauschige Kumuli sind nicht groß und reflektieren [das Sonnenlicht] nur an ihrer Oberseite. Andererseits reflektiert der vertikale Luftschlauch des Gewitters das Sonnenlicht auf der gesamten Länge. Dies bedeutet, dass Gewitterwolken eine viel größere Fläche beschatten als ihr eigener horizontaler Durchmesser, vor allem am späten Nachmittag.

5. Modifizierung hochtroposphärischer Wolken aus Eiskristallen (Linden [Lindzen?] 2001, Spencer 2007). Diese Wolken bilden sich aus den winzigen Eispartikelchen, die aus der Wärmekraftmaschine des Gewitters ausgeblasen werden. Es scheint so, als ob die regulatorische Wirkung dieser Wolken eine größere Auswirkung haben, da man von ihnen glaubt, dass sie eher wärmend (wegen der Absorption von IR) als abkühlend wirken (durch Reflektion).

6. Verstärkte nächtliche Ausstrahlung. Anders als langlebige Stratusbewölkung lösen sich Kumuli und Kumulonimben im Allgemeinen zur Nacht auf, bis zu dem typischen klaren Himmel der Morgendämmerung. Dies gestattet eine verstärkte Wärmeabstrahlung in den Weltraum.

7. Absinken trockener Luft bis zur Oberfläche. Die oben aus dem Gewitter ausgeblasene Luft sinkt als Gegengewicht außerhalb der Wolke wieder ab. Diese absinkende Luft ist sehr trocken, denn beim Aufsteigen hat sie fast ihre gesamte Feuchtigkeit durch Kondensation in der Gewitterwolke abgegeben. Je trockener diese Luft ist, umso mehr Feuchtigkeit kann sie bis zum erneuten Aufsteigen aufnehmen. Dies verstärkt die verdunstungsbedingte Abkühlung der Erdoberfläche.

Indem sie eine solche Fülle abkühlender Mechanismen zur Folge haben, sorgen Kumuli und Gewitterwolken extrem effektiv für eine Abkühlung der Oberfläche. Zusammen bilden sie den Regulator für die Temperatur in den Tropen.

Aber wo ist dieser Mechanismus?

Das Problem bei meinem Gedankenexperiment, [das Wetter an] einem typischen tropischen Tag zu beschreiben, liegt darin, dass es sich ständig ändert. Die Temperatur steigt und fällt, die Wolken bilden sich und fallen wieder zusammen, der Tag wechselt zur Nacht und umgekehrt, die Jahreszeiten kommen und gehen. Wo in all dieser ewigen Änderung ist der regulatorische Mechanismus? Wenn sich alles fortwährend ändert, was sorgt dafür, dass es Monat für Monat und Jahr für Jahr das Gleiche ist? Wenn die Bedingungen immer unterschiedlich sind, was hindert sie daran, den Rahmen zu sprengen (to run off the rails)?
Wenn man die Wirkung des Regulators beobachten will, braucht man einen anderen Standpunkt. Man braucht eine zeitlose Betrachtung ohne Jahreszeiten und ohne den Wechsel von Tag und Nacht. Und komischerweise gibt es in diesem „Ein Tag in den Tropen“ genannten Gedankenexperiment tatsächlich einen solchen zeitlosen Standpunkt, bei dem es nicht nur keinen Tages- und Nachtrhytmus gibt, sondern bei dem es auch immer Sommer ist.
Der Standpunkt ohne Tag und Nacht, von dem aus wir die Wirkung des Regulators beobachten können, ist der Standpunkt der Sonne. Man stelle sich vor, man beobachte die Erde von der Sonne aus. Aus diesem Blickwinkel gibt es Tag und Nacht nicht. Alle Teile der sichtbaren Erde liegen fortwährend im Sonnenlicht. Und unter der Sonne ist immer Sommer.
Wenn wir die allgemeine Definition akzeptieren, dass Norden oben liegt, bewegt sich die sichtbare Erdoberfläche von links nach rechts durch die Erdrotation. Also befindet sich der linke Rand der sichtbaren Erdoberfläche immer beim Sonnenaufgang und der rechte Rand immer beim Sonnenuntergang. Der Mittag liegt in einer vertikalen Linie unterhalb der Sonne in der Mitte. Von diesem zeitlosen Standpunkt aus ist der Morgen immer und ewig links, der Nachmittag rechts zu finden. Kurz gesagt haben wir auf diese Weise die Zeitkoordinaten durch die Koordinaten des Weltraumes ersetzt. Dies macht die Wirkung des Regulators anschaulich.
Die Tropen erstrecken sich von links nach rechts über die runde sichtbare Oberfläche. Am linken Ende der Tropen, nach dem Sonnenaufgang, erkennt man nur sehr wenige Wolken. Die Wolken nehmen immer mehr zu, je weiter man auf diesem Band nach rechts wandert. Um die Mittagszeit gibt es schon recht viele Kumuli, während weiter rechts immer mehr Kumuli und auch eine zunehmende Zahl von Gewitterwolken weite Gebiete der Tropen überdecken.
Es ist, als ob es einen abgestimmten Spiegel [zur Reflektion des Sonnenlichtes] über den Tropen gibt, mit den wenigsten Wolkenspiegeln links, die allmählich immer mehr zunehmen bis zur ausgedehnten Bewölkung und den Gewittern rechts.
Nach der Bildung der Hypothese, dass aus Sicht der Sonne die rechte Seite der Tropen stärkere Bewölkung aufweist als die linke, dachte ich „Hey, das ist eine überprüfbare Position, um meine Hypothese zu stützen oder zu zerstören“. Um zu untersuchen, ob die postulierte stärkere Bewölkung im rechten Teil der Erdoberfläche wirklich existiert, habe ich ein Mittel von 24 Bildern vom Pazifik aneinander gereiht, jeweils aufgenommen am 1. und am 15. eines jeden Monats über ein ganzes Jahr. Daraus ermittelte ich die mittlere Änderung der Albedo und daraus folgend die Änderung des Antriebs zu jeder Zeit. Hier ist das Ergebnis:

 
Abbildung 2. Ein-Jahres-Mittel von Satellitenbildern des Satelliten GOES–West aufgenommen jeweils zur Mittagszeit lokal unter dem Satelliten.

Die innertropische Konvergenz erkennt man an dem hellen Band in dem gelben Rechteck. Die lokale Zeit wird durch die blauen Linien im Bild angezeigt. Die Uhrzeiten stehen unter den zugehörigen Graphen. Die rote Linie in der Graphik zeigt die Anomalie der Sonnenstrahlung (in Watt pro Quadratmeter) in der gelb umrandeten Fläche. Der schwarze Graph zeigt die Albedo in diesem Gebiet.
Die Graphik unter dem Bild zeigt die Albedo und die Solarstrahlung im [Bereich des] gelben Rechtecks um die innertropische Konvergenz. Man beachte die starke Zunahme der Albedo zwischen 10.00 und 11.30 Uhr. Sie sehen den Mechanismus, der dafür sorgt, dass die Erde sich nicht überhitzt. Er sorgt für eine Änderung der Sonnebestrahlung von –60 W/m² zwischen zehn Uhr und Mittag.
Nun überlegen Sie, was passiert, wenn es aus irgendwelchen Gründen in den Tropen etwas kühler ist. Die Sonne braucht dann länger, die Oberfläche zu erwärmen. Die Verdunstung setzt erst später am Tag ein. Wolken bilden sich nur zögernd. Die Gewitter bilden sich später, es bilden sich weniger davon, und wenn es nicht warm genug ist, bilden sich diese riesigen, die Oberfläche kühlenden Wärmekraftmaschinen überhaupt nicht.
Und aus der Sicht der Sonne verlagert sich die Reflektionstätigkeit nach rechts, so dass mehr und längere Zeit die Sonne scheint. Die Reduzierung der Sonnenstrahlung um 60 W/m² findet erst später am Tag statt, so dass die lokale Einstrahlung zunimmt.
Wird es in den Tropen hingegen ein wenig wärmer als normal, verschiebt sich die Reflektion nach links, und Wolken bilden sich früher. Heiße Nachmittage begünstigen die Bildung von Gewittern, die die Oberfläche kühlen. Auf diese Weise sorgt eine sich selbst justierende Abkühlung im Schatten von Gewitterwolken dafür, dass sich die Temperatur am Nachmittag in Grenzen hält.
Nun haben einige Wissenschaftler behauptet, dass Wolken ein positives Feedback haben. Aus diesem Grunde sollen Gebiete mit mehr Wolken wärmer werden als Gebiete mit weniger Wolken. Dieses positive Feedback wird als Ursache dafür gesehen, dass Wolken und Wärme miteinander korreliert sind.
Ich und andere vertreten eine entgegengesetzte Auffassung. Ich sage, dass die Wolken durch die Erwärmung entstehen, und nicht die Erwärmung durch die Wolken.
Glücklicherweise gibt es Wege, um abzuschätzen, ob Änderungen der Reflektivität durch die Wolkenschirme und Gewitter in den Tropen durch steigende Temperaturen begünstigt werden (und diese damit begrenzen), oder ob eine Zunahme der Wolken die Temperatur allgemein steigen lässt. Das heißt, man muss die Änderung in der Albedo zusammen mit der Änderung der Temperatur betrachten. Hier folgen zwei Ansichten der Albedo in den Tropen im Abstand von sechs Monaten. Der August ist der wärmste Monat in der Nordhemisphäre. Die Sonne befindet sich nördlich [des Äquators]. Beachte die hohe Albedo (hellblaue Gebiete) über Nordafrika, China und die nördlichen Gebiete von Süd- und Mittelamerika. Im Gegensatz dazu ist die Albedo in Brasilien, Südafrika und Indonesien/Australien gering.

 
Abbildung 3. Monatliche mittlere Albedo. Beide Darstellungen liegen ein halbes Jahr auseinander.

Im August herrscht auf der Nordhemisphäre, im Februar auf der Südhemisphäre Hochsommer. Hellblaue Gebiete zeigen die höchste Reflektivität (die größte Albedo).
Im Februar steht die Sonne im Süden. Die Verteilung der Albedo ist umgekehrt. In Brasilien und Südafrika sowie Australien ist es warm unter der Sonne. Als Reaktion darauf bilden sich die Wolken, so dass diese Gebiete nun eine hohe Albedo aufweisen. Im Gegensatz dazu ist die Albedo im Norden niedrig, mit Ausnahme der hohen Reflektion in den Wüsten Sahara und Rub Al Khali.
Man erkennt ganz klar, dass die Wolkenalbedo (von Kumuli und Kumulonimben) dem Sonnenstand folgt und die Erde vor der Überhitzung bewahrt. Dies zeigt ziemlich eindeutig, dass die Wolken sich infolge der Wärme bilden und nicht umgekehrt.
Unabhängig davon zeigen diese Bilder auch auf andere Weise, dass die Wärme die Wolkenbildung auslöst. Bekanntlich erwärmt sich das Festland im Sommer stärker als der Ozean. Wenn wirklich die Temperatur die Wolkenbildung steuert, müsste es über Land eine größere Änderung der Albedo geben als über dem Ozean. Und das ist ganz klar der Fall. Man erkennt im Nordpazifik und im Indischen Ozean, dass mit der Sonne die Albedo zunimmt, besonders dort, wo das Wasser flach ist. Aber die Änderungen über Land sind allgemein viel größer als die Änderungen über dem Ozean. Auch dies zeigt, dass sich die Wolken infolge der Erwärmung bilden und diese dadurch limitieren.

Wie der Regulator funktioniert

Die Bildung tropischer Kumulus- und Gewitterwolken wird durch die Dichte der Luft bestimmt. Die Dichte ist eine Funktion von Temperatur (die die Dichte direkt beeinflusst) und Verdunstung (Wasserdampf ist leichter als Luft).
Ein Gewitter ist sowohl eine sich selbst erzeugende als auch eine sich selbst erhaltende Wärmekraftmaschine. Die beteiligten Faktoren sind mit Feuchtigkeit geladene warme Luft und flüssiges Wasser. Sich selbst erzeugend bedeutet, dass immer dann, wenn es über tropischen Ozeanen warm genug wird, was fast jeden Tag geschieht, und wenn Temperatur und Feuchtigkeit ein bestimmtes Maß erreichen, die flauschigen Kumuli plötzlich explodieren. Die Wolken schießen nach oben und zeigen die fortschreitende Entwicklung der feuchtwarmen Luft. In der Höhe verlässt die aufsteigende Luft die Wolke und wird durch von unten nachströmende feuchte Luft ersetzt. Auf einmal wird aus einer friedlichen Wolke ein aktives Gewitter.
Sich selbst erzeugend heißt, dass sich Gewitterwolken spontan als eine Funktion von Temperatur und Feuchtigkeit bilden. Oberhalb des Gemenges, das für die Bildung des ersten Gewitters erforderlich ist, nimmt die Anzahl der Gewitter rasch zu. Diese rasche Zunahme der Gewitteraktivität begrenzt den möglichen Temperaturanstieg, [den es ohne diese Wolken geben würde].
Sich selbst erhaltend heißt, wenn ein Gewitter erst einmal entstanden ist, braucht es nicht mehr die volle Auslösetemperatur, um sich zu erhalten. Der Grund hierfür ist durch das sich bildende Windsystem an der Basis sowie durch von oben absinkende trockene Luft die Verdunstungsrate erheblich zunimmt. Das Gewitter wird durch die Dichte der Luft getrieben. Es braucht eine Quelle leichter, feuchter Luft. Die Dichte der Luft wird bestimmt sowohl durch die Temperatur als auch durch den Feuchtegehalt (komischerweise ist Wasserdampf mit einem Molekulargewicht von 16 nur wenig mehr als halb so schwer wie Luft mit einem Molekulargewicht etwa bei 29).
Die Verdunstung ist nicht nur abhängig von der Temperatur, sondern vielmehr von einer komplexen Mischung aus Windgeschwindigkeit, Wassertemperatur und Dampfdruck. Die Verdunstung wird mit einer statistischen Formel berechnet […by what is called a „bulk Formula“], was bedeutet, dass diese Formel ein Erfahrungswert ist und nicht auf irgendeiner Theorie basiert. Eine allgemein benutzte Formel lautet:

E = VK(es – ea)

Hier bedeutet:
E = Verdunstung
V= Windgeschwindigkeit (als Funktion des Temperaturgegensatzes[?T])
K = ein konstanter Koeffizient
es = Dampfdruck an der verdunstenden Oberfläche (als Funktion der Wassertemperatur in Grad Kelvin zur vierten Potenz [?])
ea = Dampfdruck der darüber liegenden Luft (Funktion von relativer Luftfeuchtigkeit und Lufttemperatur in Grad Kelvin zur vierten Potenz)
In dieser Formel ist hauptsächlich zu beachten, dass die Verdunstung linear von der Windgeschwindigkeit abhängt. Das heißt, dass die Verdunstung in der Nähe eines Gewitters um eine Größenordnung höher sein kann als in kurzer Entfernung davon.
Zusätzlich zur Änderung der Verdunstung gibt es zumindest noch einen anderen Mechanismus zunehmender Wolkenbildung bei zunehmendem Wind, und zwar die Entstehung von Salzkristallen aus dem Ozean. Sich brechende Wellen bei starkem Wind erzeugen diese mikroskopisch kleinen Salzkristalle. Sie bilden die Hauptquelle der Kondensationskerne für Wolken, die sich über dem Ozean bilden. Die Erzeugung dieser zusätzlichen Kondensationskerne zusammen mit einer verstärkten Verdunstung führt zu größeren und schnelleren Änderungen der Wolkenbildung mit steigender Temperatur.
Also bedeutet zusätzliche Verdunstung durch den Wind, dass die Temperatur bei der Gewitterbildung bei gleicher Luftdichte unter der Auslösetemperatur liegen kann. Dies wiederum bedeutet, dass das Gewitter auch dann aktiv bleibt, wenn es die Oberfläche bis weit unter die Auslösetemperatur abkühlt.
Dieses Vermögen, die Temperatur unter die Auslösetemperatur zu drücken, unterscheidet den Regulator vom negativen Feedback. Ein Gewitter kann mehr als nur die Bodenerwärmung zu begrenzen. Es kann mechanisch die Oberfläche unter die erforderliche Auslösetemperatur abkühlen. Das erlaubt es dem Gewitter, eine bestimmte Temperatur in der Region rings um das Gewitter festzulegen.
Eine Schlüsselfunktion dieser Kontrollmethode (Veränderungen einfallender Energie, Arbeit, zunehmende Wärmeverluste, die den Temperaturanstieg bremsen) liegt darin, dass das Gleichgewicht der Temperatur nicht bestimmt wird durch Änderungen der [Wärme]verluste oder durch Änderungen des Antriebs im System. Das Gleichgewicht der Temperatur wird bestimmt durch Wind, Wasser und Wolken in Abhängigkeit von steigender Temperatur, und nicht durch die Effizienz oder die Menge der in das System eingehenden Energieflüsse.
Außerdem wird das Gleichgewicht der Temperatur nur unwesentlich durch Änderungen der Stärke der Solarstrahlung beeinflusst. Nimmt diese Strahlung ab, verringert sich die Verdunstung, was die Wolkenbildung vermindert und wiederum mehr von der Sonnenstrahlung zur Erdoberfläche durchkommen lässt. Dies ist die wahrscheinliche Antwort auf die schon lange im Raum stehende Frage, wie die globale Temperatur selbst in den geologischen Zeiträumen so stabil sein konnte, in denen die Stärke der Sonnenstrahlung markant zugenommen hat.
Allmähliche Variationen des Gleichgewichts und des Antriebs
Falls die Thermostat–Hypothese zutrifft und die Erde tatsächlich ein aktiv bestimmtes Gleichgewicht der Temperatur aufweist, was ist dann der Grund für die langsamen Veränderungen und Verschiebungen der Temperatur, die man sowohl in historischen als auch in geologischen Zeiträumen beobachtet hat?
Wie Bejan gezeigt hat, ist ein bestimmender Faktor der Temperaturentwicklung, wie effizient die ganze globale Wärmekraftmaschine die Terawatt von Energie von den Tropen zu den Polen transportiert. In geologischen Zeiträumen sind die Anordnung, die räumliche Verteilung und die Höhe von Landmassen offensichtlich ein sehr großer Faktor in dieser Hinsicht. Darin liegt auch der heutige Hauptunterschied zwischen der Arktis und der Antarktis. Die fehlende Landmasse in der Arktis bedeutet, dass unter dem Eis warmes Wasser zirkuliert. In der Antarktis ist es kalt bis in die Knochen… 
Außerdem stellt die ozeanische Geographie, die die Meeresströme beeinflusst, die warmes Wasser in Richtung der Pole und kaltes Wasser in Richtung Äquator transportieren, ebenfalls einen großen Faktor der aktuellen Temperatur in der globalen Wärmemaschine dar.
In kürzeren Zeiträumen könnte es allmähliche Änderungen der Albedo geben. Die Albedo ist eine Funktion von Windgeschwindigkeit, Verdunstung, Dynamik der Wolken und (zu einem geringeren Grad) Schnee und Eis. Verdunstungsraten werden durch die Gesetze der Thermodynamik bestimmt, so dass lediglich Windgeschwindigkeit, Dynamik der Wolken sowie Schnee und Eis das Gleichgewicht beeinflussen können.
Die Veränderlichkeit des Gleichgewichts der Temperatur könnte beispielsweise das Ergebnis einer weltweiten Änderung der mittleren Windgeschwindigkeit sein. Die Windgeschwindigkeit reguliert den Wellengang in den Ozeanen, und es kommt zu langfristigen Änderungen in der Wechselwirkung zwischen Ozean und Atmosphäre. Diese Änderungen der Windgeschwindigkeit könnten das Gleichgewicht der Temperatur auf zyklische Weise verändern.
Oder es könnte zusammen hängen mit einer generellen Änderung von Farbe, Typ oder Ausdehnung von Wolken und/oder Schnee und Eis. Die Albedo hängt ab von der Farbe der Oberfläche, die die Energie reflektiert. Wenn sich diese Reflektionen aus irgendwelchen Gründen ändern, könnte dies das Gleichgewicht der Temperatur beeinflussen. Die Reflektionseigenschaften von Schnee und Eis ändern sich durch Russablagerungen auf der Oberfläche, was zu verstärktem Schmelzen führen könnte. Die Reflektion von Wolken ändert sich durch eine Farbveränderung durch Aerosole oder Staub.

Schließlich könnten die Veränderungen des Temperaturgleichgewichtes auch mit der Sonne zusammen hängen. Die Variation der magnetischen [Felder] und des Sonnenwindes könnten groß genug sein, um Veränderungen hervorzurufen. Es gibt starke Hinweise darauf, dass die Bewölkungsmenge beeinflusst wird durch den 22-jährigen Hale–Zyklus, und diese 14-jährige Aufzeichnung überdeckt nur einen Teil davon.

Schlussfolgerungen und Ausblick
1. Die Sonne stößt mehr Energie aus, als nötig ist, um die Erde zu rösten. Aber sie wird daran gehindert durch die Wolken, die etwa ein Drittel der einfallenden Sonnenstrahlung zurück in den Weltraum reflektieren. So weit wir heute wissen, hat dieses System der Wolkenbildung zur Begrenzung des Temperaturanstiegs noch nie versagt.

2. Dieser reflektierende Wolkenschirm bildet sich in den Tropen als Folge steigender Temperatur.

3. Sofern die Temperatur weiter steigt, wird der reflektierende Wolkenschirm verstärkt durch Wärmekraftmaschinen, genannt Gewitter. Diese kühlen die Erdoberfläche auf vielfältige Weise, transportieren Wärme nach oben und verwandeln Wärme in Arbeit.

4. Wie auch die Kumuli bilden sich Gewitter als Folge steigender Temperatur.

5. Weil sie von der Temperatur angetrieben werden, wenn die Temperatur in den Tropen steigt, nimmt die Bildung von Gewittern und Kumuluswolken zu. Diese Kombination reguliert und begrenzt den Temperaturanstieg. Wenn die Temperatur der Tropen niedrig ist, klart der tropische Himmel auf, und die Erde erwärmt sich rasch. Aber wenn es in den Tropen heißer wird, begrenzen Kumuli und Kumulonimben diese Erwärmung. Dieses System hält die [Temperatur der] Erde innerhalb eines schmalen Bandes von Temperaturwerten.

6. Das System zur Regulierung der Erdtemperatur basiert auf den unveränderlichen Gesetzen der Physik von Wind, Wasser und Wolken.

7. Dies ist eine vernünftige Erklärung dafür, wie die Temperatur der Erde Hunderte von Millionen Jahren so stabil war (oder besser, zweifach stabil in Kalt- und Warmzeiten).

Willis Eschenbach, Tuvalu. Die Originalversion erschien zuerst bei Watts Up hier

dankenswerterweise übersetzt von Chris Frey EIKE
Weiterführende Literatur

Bejan, A, and Reis, A. H., 2005, Thermodynamic optimization of global circulation and climate, Int. J. Energy Res.; 29:303–316. Available at http://homepage.mac.com/williseschenbach/.Public/Constructal_Climate.pdf
Richard S. Lindzen, Ming-Dah Chou, and A. Y. Hou, 2001, Does the Earth Have an Adaptive Infrared Iris?, doi: 10.1175/1520-0477(2001)082<0417:DTEHAA>2.3.CO;2
Bulletin of the American Meteorological Society: Vol. 82, No. 3, pp. 417–432.
Available online at http://ams.allenpress.com/pdfserv/10.1175%2F1520-0477(2001)082%3C0417:DTEHAA%3E2.3.CO%3B2
Ou, Hsien-Wang, Possible Bounds on the Earth’s Surface Temperature: From the Perspective of a Conceptual Global-Mean Model, Journal of Climate, Vol. 14, 1 July 2001. Available online at http://ams.allenpress.com/archive/1520-0442/14/13/pdf/i1520-0442-14-13-2976.pdf

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63 Kommentar(e)

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1

@ #62: Michael Weber sagt:

"es ja auch einfach erklären können, warum der jetzige CO2-Stand nicht mit 25-40m Meeresspiegelerhöhung verbunden ist."

Wie kommt es denn zu Meeresspiegelanstiegen, hmm?

2
Michael Weber

@ #61
Wenn es Ihnen klar ist ,Herr Baecker, müssten Sie
es ja auch einfach erklären können, warum der
jetzige CO2-Stand nicht mit 25-40m Meeresspiegelerhöhung verbunden ist. Sie kneifen einfach weiter vor dem Eingeständnis, daß CO2 nicht die Wirkung hat, die ihm die AGW-Gemeinde
zuschreibt.
Michael Weber

3

#60: Michael Weber sagt:

wieso? Für mich ist das paper klar. Ansonsten gilt weiterhin mein Tip.

4

@ #59 Baecker
Wo bleibt denn nur Ihre Einlassung zur Sache? #51
und #52. Wollen Sie nach vergeblichem Ablenken das politisch bewährte Aussitzen ausprobieren? Sie selber haben doch den Beleg geliefert. daß CO2 nicht so wirkt, wie die AGW-ler glauben.
Michael Weber

5

@ #58: Michael Weber

ich hatte auch solche Lehrer in Mathe/Naturwissenschaften. Dann macht man sich eben von deren Unzulänglichkeiten unabhängig und sucht sich anderweitig die Infos.

Und so habe ich Ihnen hier auch schon öfter den Tip gegeben, nicht an meinen Worten kleben zu bleiben, sondern sich unabhängig und nicht personengebunden zu informieren.

6

Ach,Herr Baecker
Unser Lehrer verhedderte sich regelmässig ab der Mittelstufe bei der Herleitung von Formeln und Beweisen. Dann kam unausweichlich sein/Ihr Satz "Lesen Sie erst mal..." und der Abbruch des Themas. Nachmittags liess er sich von Kollegen updaten und in der nächsten Stunde klappte die Herleitung mit Hilfe eines unübersehbaren Spickzettels. Nachfragen auch von Einserschülern unerwünscht. Eine Analogie zu Ihrem Verhalten ist
für mich unübersehbar. Genau wie er lenken Sie vom eigentlichen Thema ab, dem von Ihnen gelieferten Beweis für die Harmlosigkeit des CO2.
Nur können Sie keine Strafarbeiten verfassen lassen, wenn es unbequem wird. Ich warte auf Ihre sachliche Einlassung.
Michael Weber

7

@ #54: Michael Weber

"Den Trick "lesen Sie erstmal das" hat schon mein alter Mathelehrer angewendet,wenn er nicht mehr weiterwußte."

Nun, dann haben Sie also immer noch nichts daraus gelernt. Bei Ihnen kam das als Ratlosigkeit an. Aber vielleicht waren Sie in den Augen Ihresm Mathelehrers nur ein hoffnungsloser Fall, der es nie kapieren wird. So kann man sich eben täuschen.
Ich hatte auch solche mitschüler, die Ihre 5 kassierten und stets der Meinung waren, dass der Leher Schuld war.

8

Hallo Herr Richter
Bei dem Unruhestifter bin ich mir nicht schlüssig, ob wir es mit einer Person oder einem Avatar zu tun haben. Ist auch egal. Wer eine offene Diskussion befürwortet, was ich tue, muss konsequenterweise auch Position beziehen, was ich auch tue. Und wenn Herr Baecker Material liefert, das seine eigenen Aussagen widerlegt, mache ich das sogar gerne. Die Sache wird in der Mehrheit mit den besseren Argumenten entschieden.
Dank meiner derzeitigen Tätigkeit habe ich die Gelegenheit mit Akademikern aus aller Welt über das Thema zu reden. Die Tendenz für die AGW-Kirche ist ständig fallend.Aber noch müssen wir jeder Fehlinformation widersprechen, damit sie , je früher je besser, auf den ihr zustehenden Rang einer Sekte kommt.
Mit Grüssen nach NRW
Michael Weber

9

Herr Weber #54 - warum befassen Sie sich immer noch mit diesem Störenfried ?
Sie wissen genau, dass es seine Absicht ist, hier im Blog Unruhe und Verwirrung zu stiften - vielleicht ist er ja sogar ähnlich wie NF ein bezahlter Schreiberling ?

gruß Erich Richter
Was macht PdV ?

10

@#52 Nico Baecker
Den Trick "lesen Sie erstmal das" hat schon mein alter Mathelehrer angewendet,wenn er nicht mehr weiterwußte. Ein sicheres Indiz, daß Sie keine Argumente gegen den von Ihnen selbst vorgelegten Beweis haben. Das scheint Ihr Hauptproblem zu sein,von dem Sie abzulenken versuchen.Widerlegen Sie die Logik. Wenn Sie das nicht können,sollten Sie es zugeben statt mal wieder abzulenken.
Michael Weber

11

@ #51: Michael Weber,

was ist das wieder für ein Unsinn von Ihnen? Verstehen Sie lieber erstmal, worum es geht, und lesen das paper.

12

Na was ist, Herr Baecker
versuchen Sie sich wieder vor Ihren eigenen Belegen davonzuschleichen? So wie bei den 7°? Da Sie schweigen, nehme ich an, daß Sie die von mir verwendete Logik akzeptieren, das aber aus politischen Gründen nicht zugeben wollen.
Als engagierter AGW-Politiker dürfen Sie das.
So macht man Politik.
MfG
Michael Weber

13

Lieber Herr Baecker
Mit Aradhna et alii liefern Sie selber den Beweis, daß das CO2 nicht in der Lage ist, den
Meeresspiegel oder die Temperatur merklich zu verändern.Weder ist der Meeresspiegel um 25-40m gestiegen,noch hat sich die Temperatur um 3-6 Grad erhöht. Also kann Ihre CO2-These nicht stimmen. Die leichte Erwärmung seit der kleinen Eiszeit ist nun wirklich kein schlagender Beweis, wir liegen immer noch unter dem römischen und mittelalterlichen OPTIMUM.
MfG
Michael Weber

14
Bernd Hartmann

Hallo nochmal, Herr Bäcker,
danke für die Infos. Schaue ich mir noch mal in Ruhe an.
Mit freundlichem Gruß
B. Hartmann

15

Lieber Herr Hartmann,

hier noch ein neueres paper zum CO2 Gehalt (Mitteltemperatur und Meereshöhen) im Tertiär. Spannend bleibt die Frage noch dem Zusammenhang von geringem CO2-Gehalt und den Eiszeitzyklen.

Originally published in Science Express on 8 October 2009
Science 4 December 2009:
Vol. 326. no. 5958, pp. 1394 - 1397
DOI: 10.1126/science.1178296
Prev | Table of Contents | Next

Reports
Coupling of CO2 and Ice Sheet Stability Over Major Climate Transitions of the Last 20 Million Years
Aradhna K. Tripati,1,2,* Christopher D. Roberts,2 Robert A. Eagle3

The carbon dioxide (CO2) content of the atmosphere has varied cyclically between ~180 and ~280 parts per million by volume over the past 800,000 years, closely coupled with temperature and sea level. For earlier periods in Earth’s history, the partial pressure of CO2 (pCO2) is much less certain, and the relation between pCO2 and climate remains poorly constrained. We use boron/calcium ratios in foraminifera to estimate pCO2 during major climate transitions of the past 20 million years. During the Middle Miocene, when temperatures were ~3° to 6°C warmer and sea level was 25 to 40 meters higher than at present, pCO2 appears to have been similar to modern levels. Decreases in pCO2 were apparently synchronous with major episodes of glacial expansion during the Middle Miocene (~14 to 10 million years ago) and Late Pliocene (~3.3 to 2.4 million years ago).

16

Lieber Herr Bäcker,
ja ich fand den Artikel auch interessant.
Die Naturwissenschaftler unter den Klimaforschern haben sicher schon durch die Aktivitäten von McIntyre und McKittrick gelernt.
Mit freundlichen Grüßen
Günter Heß

17

@#45: Norbert Fischer

Der Fehler fängt mit dem Hockeystick an, siehe dazu

http://tinyurl.com/2e6cm7r

und er hört durch die ganze Sendung nicht auf. Es werden keinerlei Fakten genannt sondern nur Behauptungen aufgestellt. Es war aber ein schöner Einblick in ihre Gedankenwelt. Kelly Bundy können Sie mit diesem Filmchen sicher vom AGW überzeugen.

Sie sollten sich mal darüber bewusst werden, dass Sie es hier nicht mit einer Schafherde zu tun haben, die die Aussagen des IPCC als Wahrheit hinnimmt. Eigentlich alle IPCC Studien zum MWP basieren auf Baumringdaten. Man hat hier systematisch die Schwächen der Untersuchungsmethode ausgenutzt und darüber hinaus massiv die Auswertungen manipuliert. Exemplarisch ist dies oben am Hockeystick dargestellt. Passt doch auch prima in die allgemeine Vorgehensweise dieses Betrugsvereins.

Des Weiteren kommen alle Untersuchungen aus geologischen Untersuchungen zu komplett anderen Ergebnissen, siehe auch

http://tinyurl.com/37warbg

Da Sie in einer Welt des Glaubens an den IPCC leben, bringt man an Sie diese Daten halt nicht ran.

18

Lieber Herr Hess, #42

endlich nehmen sich mal richtige Statistiker die Temperaturrekonstruktionen vor. Mal sehen, was Klimatologen da noch lernen müssen. So muss Wissenschaft laufen. Ich bin gespannt auf das paper, aber für die 45 Seiten muss ich mir Zeit nehmen. Danke für den link.

Lieber Herr Hartmann, #38

so ist das eben mit Hobbys. Aber spannend ist es trotzdem. Momentan beschäftige ich mich jedoch weniger mit Paläoklimatologie, da kann es dann passieren, dass man nach ein paar Jahren nicht mehr im Thema drin ist.

19
Norbert Fischer

@ D.Glatting

Beruhigt mich ja, dass Sie auch keinen Fehler gefunden haben.

Sie schreiben aber:
"An den Mann’schen Hockeystick muss man glauben. Und danach hab ich abgeschaltet."

Ich meine, es waren nicht nur Manns Kurve, sondern auch die anderen abgebildet, die allesamt einen ähnlichen Verlauf abbilden und auf Paläodaten, nicht auf "Glauben" basieren.

Anders sieht es mit der "Skeptikerlehrmeinung" aus, dass die MWP wärmer war im Vergleich zu heute. Da man mir bis heute keine wissenschaftliche Untermauerung dieser These vorgelegt hat, muss man halt dann glauben. Ich tu's nicht, denn "wünschen" und "glauben" sind schlechte Ratgeber in der Naturwissenschaft, ich halte mich lieber an die Fakten.

Ihnen ist aber hoffentlich aufgefallen, dass die "Hockeysticks" nur ein winziges Mosaiksteinchen in der Vielzahl der Argumente für global warming sind, oder?

20

Lieber Herr Hartmann,
ein weiterer interessanter Artikel aus der Paläoklimatologie.
http://tinyurl.com/2ymf39
Alberto Mangini ist allerdings ein Paläoklimatologe der durch solche Äußerungen:
„Nein, unser Planet wird nicht sterben. Und der moderne Mensch ist an der Erwärmung vermutlich weniger schuld, als die IPCC-Berichte suggerieren. Aber klar werden wir uns auf einen Klimawandel einstellen müssen. Und die nötigen Umstellungen werden von der Menschheit einen weit größeren Aufwand erfordern als vielfach angenommen. Der natürliche, kurzfristige Klimawandel lässt sich ohnehin nicht mehr aufhalten. Wir müssen also lernen, damit umzugehen.
Es sollte für uns auch möglich sein, die Fehler der Trojaner zu vermeiden, die diese Zyklen nicht rechtzeitig erkennen konnten. Zugegeben: In einer Zeit, in der der Mensch zum Mond fliegen kann und die tiefsten Geheimnisse des Lebens enträtselt, wirkt diese schlichte Erkenntnis recht ernüchternd.“
bei Meeresforscherklimatologen nicht besonders populär ist.
Mit freundlichen Grüßen
Günter Heß

21

@#41: Norbert Fischer

Dazu bin ich als Naturwissenschaftler nicht Laie genug um das ernst zu nehmen.

Aber scheinbar haben so “Fachleute“ wie Sie ihr Wissen von solchen Sendungen.

Diesen Unfug mit Lord Monkton zu vergleichen ist die nächste Frechheit, die Sie vom Stapel lassen. Aber wie gesagt ihr wissen kommt ja von dieser Sendung. Da kann man nicht mehr erwarten.

Was ich zu Beginn gleich oberwitzig fand waren die aufgeführten Institute aus so hoch wissenschaftlichen Ländern wie Uganda, Kammerton Zaire, Sudan, Nigeria, Senegal, und Simbabwe.

Ich konnte gar nicht nachzählen wie oft das Wort “belief“ vor kam. Ja wir sollen glauben. Glauben hilft. An den Mann’schen Hockeystick muss man glauben. Und danach hab ich abgeschaltet. Dieses unterirdische Niveau muss ich mir bestimmt nicht antun.

Aber der “Fachmann“ nimmt das Gesagte für bare Münze.

22

Lieber Herr Hartmann,
Als Ergänzung zum Thema Unsicherheiten in paleoklimatischen Temperaturdaten ein netter Link hier:
http://tinyurl.com/2uchdnp
Das paper findet sich auf der Webseite verlinkt.
Mit freundlichen Grüßen
Günter Heß

23
Norbert Fischer

@ D.Glatting

"mit http://tinyurl.com/25tdbrj haben Sie sich ja jetzt in diesem Forum ultimativ lächerlich gemacht."

Warum? Können Sie Gründe benennen?
Es ist für Laien wie Sie verständlich gemacht, im Unterschied zu Präsentationen á la Monckton aber korrekt.

24

Lieber Herr Fischer #28:
Sie schreiben:
„Haben Sie schon die Stelle im Film gefunden, wonach eine Erklärung durch Änderung der solaren Aktivität praktisch ausgeschlossen ist, Herr Limburg?“
Ich habe die Stelle gefunden. Allerdings habe ich nicht verstanden, warum die Beobachtung, dass Nachttemperaturen stärker steigen als Tagtemperaturen ein Argument sein soll, dass es die Sonne nicht gewesen ist. Ich meine sowohl Tag als auch Nachttemperaturen werden von der Sonne bestimmt.
Stärkere Sonneneinstrahlung schmilzt tagsüber Schnee und Eis, verdampft Wasser. Das heißt die Luft ist nachts feuchter und es regnet nachts mehr. Was bewirkt denn das?
Könnten Sie mir also bitte das nur sehr kurz vorgetragene Argument im Film erläutern?
Mit freundlichen Grüßen
Günter Heß

25
Bernd Hartmann

Sehr geehrter Herr Heß,
ja, wie so oft ist Ihrem Kommentar meinerseits nichts mehr hinzuzufügen...
Danke für Ihre Sachlichkeit! (musste ich `mal bemerken)

Mit freundlichen Grüßen
B. Hartmann

26
Bernd Hartmann

Sehr geehrter Herr Bäcker,
ich bin froh, dass wir uns einen Zustand des gegenseitigen Einvernehmens unter voller Wahrung unserer subjektiven Eigenheiten erarbeitet haben (s. auch Nachbarthread Isolinien usw.). Wir wissen natürlich auch, dass ein intensiverer und erschöpfender Austausch schon rein physisch die Möglichkeiten des uns zur Verfügung stehenden Vorrats an Zeit und Energie weit übersteigt.

Mit freundlichen Grüßen
B. Hartmann

27

#35 Aber,aber Herr Dr Baecker
Ich hatte Sie gebeten. Ihre abstruse Behauptung mit einer Quelle zu belegen, nicht mit einer weiteren,ebenso abstrusen Behauptung. Als Wissenschaftler kennen Sie ja den Unterschied zwischen Behauptung und Beleg. Handeln Sie also gefälligst nach Ihren angeblich eigenen Maßstäben. Wenn Sie diese hier nicht einhalten wollen/können beweisen Sie selbst, daß Sie CO2-Politik betreiben und Wissenschaft politisch instrumentalisieren.Quod erat demonstrandum.
MfG
Michael Weber
PS Die Volksverhetzung dürfen Sie sich an Ihr Politiker-Bein binden. Schmückt ungemein. MW

28

Lieber Herr Hartmann,
Ich habe ihre Bemerkung nicht bissig empfunden.
Sie schreiben:
„Ungeachtet dessen, bleibt nach wie vor der Bedarf, sich auseinanderzusetzen, sich auszutauschen, in wie weit etwas Vermutungen sind oder tatsächlich Fakten darstellen.“
Ich sehe auch den Bedarf sich auseinanderzusetzen, weil es natürlich Grauzonen gibt.
Ich möchte aber trotzdem gerne darauf hinweisen, dass die Autoren der naturwissenschaftlichen Veröffentlichungen auf die wir uns in der Diskussion beziehen die Verantwortung haben, eine Vermutung auch als solche sprachlich zu kennzeichnen. Es sollte nicht den Lesern überlassen sein das zu tun und sich erst darüber auseinandersetzen zu müssen. Das gehört zu dem Standard einer naturwissenschaftlichen Veröffentlichung dazu. Selbstverständlich darf der Autor in dem Paper dann eine subjektive Bewertung vornehmen. Er muss sie aber auch sprachlich kennzeichnen.
In der Diskussion im Internet und in den politischen Zusammenfassungen wird das leider häufig vermischt. Sie haben Recht wir müssen darüber diskutieren.
Mit freundlichen Grüßen
Günter Heß

29

Lieber Herr Hartmann, #24

Falls meine Erklärung mit dem Tiefpass etwas zu methodisch und technisch war, um es verstehen, ich meinte im Grunde ähnlich wie Herr Hess, dass man die paläoklimatologischen Rekonstruktionen immer im Hinblick auf ihre Genauigkeit sehen muss und dies bei Vergleichen mit den gegenwärtigen Klimakenntnissen berücksichtigen muss. Mit der "CO2-Brille" tun Sie - denke ich - vielen Paläoklimatologen unrecht. Ich haben Ihnen geschildert, dass man das Klima der Kreidezeit mit CO2 alleine nicht erklären kann. Dort sind offensichtlich die Daten und Modellvorstellungen so weit, dass man das Bündel Arbeitshypothesen
quantitativ bewerten kann.

"Rogovaya / St. Petersburg (auch 2001):
Paläogen 120 - 160 ppm CO2
Neogen 190 ppm CO2
Womit ich nur sagen will, dass die Damen und Herren da noch Einiges zu tun haben, um auf einen Nenner, egal auf welchen, zu kommen."

Wie Sie im IPCC Bericht sehen könnnen, schwanken die Angaben noch mehr. Hier einen gemeinsamen Nenner zu fordern, würde aber bereits die Hypothese voraussetzen, dass es in den Zeitaltern ein durchgehend konstantes CO2 Niveau +/- einige 10 ppm gegeben haben sollte, und die großen Unterschiede in den publizierten Daten an der unzureichender Datenqualität läge.
Diese Hypothese kann ich nicht unterschreiben, denn dies erscheint mir zu vorschnell.
Natürlich muss man die Messgenauigkeit und Unterschiedlichkeit der Methoden und Orte berücksichtigen. Aber man muss genauso gut überlegen, ob es nicht auch Prozesse auf Zeitskala der Messabstände geben könnte, die solche Schwankungen als real erklären könnten.

"Es bleiben auch noch die Meeresspiegelschwankungen, welche auch besonders in noch älteren Epochen ganz offensichtlich sehr sehr oft vollständig ohne Gefrieren und Abtauen von Süßwasser stattfinden konnten."

Um in der Kreidezeit lagen die Meerespiegel ca. 200m über heute. Dies passt mit dem Volumen der geschmolzenen Pole nur von der Großenordnung grob zusammen. Innerhalb der Kreidezeit schwanken diese auch noch um 60 Meter. Dies muss man auch erklären. Da kann man sich schon mal Gedanken machen über die Raten von Subduktion- und Neuentstehung von Kontinentalplattenmassen, denn wenn die Wassermasse im Großen und Ganzen konstant blieb und da die thermische Ausdehnung nicht ausreicht, so bleibt wohl nur die Form der Ozeanbecken und Kontinentalplatten.

Lieber Herr Weber #30

"apokalyptischen Übertreibungen der Klimazukunft, die jegliche wissenschaftliche Resumees masslos übersteigen? Ich hab sowas noch nie verfasst."

Doch, Sie sprechen davon, dass Klimawissenschaftler den Weltuntergang und das Ende der Menschheeit verkünden, um dies dann wieder zu negieren. Ihre Taktik ist: erst masslos aufbauschen, dann beruhigen. So funktioniert Volksverhetzung.

30

@#29

mit

http://tinyurl.com/25tdbrj

haben Sie sich ja jetzt in diesem Forum ultimativ lächerlich gemacht.

31
Bernd Hartmann

Lieber Herr Heß (#26),
ja, nach dem nochmaligen Durchlesen Ihres Textes, muss ich schon feststellen, dass ich Sie hätte besser verstehen können. In diesem Sinne habe ich sicher etwas zu verbissen reagiert.
Ungeachtet dessen, bleibt nach wie vor der Bedarf, sich auseinanderzusetzen, sich auszutauschen, in wie weit etwas Vermutungen sind oder tatsächlich Fakten darstellen. Im Nachhinein betrachtet, konnte mir mit einem Text von ca. 10 Sätzen natürlich nicht gelingen darzustellen, wo etwas "wackelig" ist und wo weniger.

Mit freundlichen Grüßen
B. Hartmann

32
Karl Rannseyer

#30: Michael Weber sagt: „ ...Gegenüber allen Mitlesern! Die sind sicher genauso gespannt wie ich, wie Sie Ihre Behauptung belegen. ...“

Herr Weber,
nun werden Sie mal nicht so „unverschämt“ ;-)) , Sie bringen diesen „Ritter von der traurigen Gestalt“ doch in Erklärungsnot, der Rest ist Glaube.
Die Kirche des CO² versucht sich in wissenschaftlicher Erklärung genau wie der Klerus seinerzeit zur Stellung der Erde zur Sonne.
Am Ende siegt die Wissenschaft über den Glauben und es bleibt nur noch eine traurige Gestalt ...
Ich hoffe ich trete Ihnen, als Theologe, nicht zu nahe mit derlei Formulierungen.

Mit freundlichen Grüßen

Karl Rannseyer

33

@Norbert Fischer #27

Sie und ihre Anhänger glauben wahrscheinlich auch noch, dass die Erde eine Scheibe ist, die auf einer eingeschalteten Herdplatte steht. Wenn Sie Regional keine Hitze feststellen können, dann gehen Sie gleich auf die ganze Welt los. Irgendein Fleckchen auf dieser Erde wird sich schon finden, dass in Ihre Klimapropaganda passt.

34
Michael Weber

Lieber Herr Baecker
Ihre demonstrativ zur Schau gestellte "Wissenschaftlichkeit" können Sie beweisen.Wo findet der geneigte Leser meine apokalyptischen Übertreibungen der Klimazukunft, die jegliche wissenschaftliche Resumees masslos übersteigen? Ich hab sowas noch nie verfasst.
Wenn Sie keinen Beleg beischaffen können, outen Sie sich als Opfer von Halluzinationen. Gegenüber allen Mitlesern! Die sind sicher genauso gespannt wie ich, wie Sie Ihre Behauptung belegen.
Mit allerfreundlichsten Grüssen
Michael Weber

35
Norbert Fischer

Nachtrag zu #27:
Der Film ist unter http://tinyurl.com/25tdbrj zu sehen.

36
Norbert Fischer

@ M.L.
""eine Vielzahl von Indizien für ein stattfindendes global warming"
Ach Gottchen, langsam wird´s langweilig lieber Herr Fischer."

Mag sein, aber viele (s. z.B. #25) benötigen einfach mal eine Zusammenfassung der Fakten.

Haben Sie schon die Stelle im Film gefunden, wonach eine Erklärung durch Änderung der solaren Aktivität praktisch ausgeschlossen ist, Herr Limburg?

Dann freue mich mal über den nächsten, superspannenden EIKE-Artikel über eine kaputte Messstation in Australien oder der Antarktis 😉

Bis dahin MfG

37
Norbert Fischer

Warum versagt der Thermostat gerade?

Global warming findet statt.
Zur Begründung präsentiere ich ein 10-minütiges Filmchen von Dr. James Powell, in dem eindrucksvoll eine Vielzahl von Indizien für ein stattfindendes global warming zusammengefasst werden.

Viel Spaß ich schließe mich dem Schlusswort an:
"Decide yourself!" und ergänze: "But take a look at the facts before!"

38

Lieber Herr Hartmann #24,
ich glaube Sie haben mich missverstanden.
Selbstverständlich kann man aus paläoklimatischen Rekonstruktionen Aussagen gewinnen.
Die Frage ist doch welche Qualität die Aussage hat und da gibt es doch Unterschiede.
Nehmen wir an wir hätten eine Temperaturkurve rekonstruiert. Da können wir Aussagen generieren wie, in der Periode X war es wärmer als in der Periode Y. Der Beleg für diese Aussage ist die Rekonstruktion mit der entsprechenden Unsicherheit. Damit haben wir eine belegte naturwissenschaftliche Aussage.
Nehmen wir weiter an wir hätten eine CO2-Kurve rekonstruiert. Da können wir Aussagen generieren wie, in der Periode X war die CO2 Konzentration höher als in der Periode Y. Der Beleg für diese Aussage ist die Rekonstruktion mit der entsprechenden Unsicherheit. Damit haben wir eine belegte naturwissenschaftliche Aussage.
Da höhere Temperatur mit höherer CO2 Konzentration einhergeht könnten wir vermuten, dass die höhere CO2 Konzentration die höhere Temperatur verursacht. Da wir aber wissen, dass das Klimasystem nichtlinear ist und mehrere Faktoren eine Temperaturrerhöhung oder CO2 Konzentrationserhöhung hervorrufen können, könnte es auch anders sein. Damit haben wir höchstens einen Hinweis auf eine unbelegte naturwissenschaftliche Aussage, also eine Vermutung.
Dass diese Aussage eine Vermutung ist, muss man nun in einem naturwissenschaftlichen Paper deutlich kennzeichnen und von Aussagen für die man Belege hat deutlich unterscheiden. Das gebietet die wissenschaftliche Sorgfalt. Das habe ich mit meiner Anmerkung gemeint.
Mit freundlichen Grüßen
Günter Heß

39

@#23: NicoBaecker

Herr Bäcker,

ihre Argumentation ist zur Zeit wirklich wieder voll die Lachplatte. Lügen Al hatte die einzige griffige Korrelation, die die AGWler jemals hatten SOOOOOOOOOOO gerne vorgeführt. Temperatur und CO2 gehen Hand in Hand. War ja supertoll. Bis jemand merkte, dass immer zuerst die Temperatur steigt und dann die CO2 Konzentration.

Und dies hat sich durch alle Erdgeschichtlichen Zeitalter durchgezogen. Für mich ist dies im Anbetracht von der Argumentation aus dem Artikel

Rückkopplung des Klimasystems der Erde!

hier auf EIKE vom 20.08.2010 die Eindeutige Beweis, dass CO2 keinerlei Einfluss auf das Klima der Erde hat. Ganz einfache Argumentation.

Globale Temperatur steigt, CO2 Konzentration steigt. Wenn erhöhte CO2 Konzentration zur weiteren Erwärmung führten würde, könnte es ja nicht mehr kühler werden.

So; und um diese zwei Zeilen klare Logik zu widerlegen werden Sie nun wieder zwei Seiten gedanklichen Müll verbreiten, der von der nächsten Galaxie zu stammen scheint. Glauben Sie denn noch im ernst, dass hier jemand dieses Geschwafel liest? Lassen Sie es deshalb gleich bleiben.

Machen Sie sich doch mal richtig lächerlich. Schreiben Sie einen Artikel über die Klimageschichte der Erde in Anbetracht des CO2 Forcings. Herr Limburg wird sich da bestimmt nicht quer stellen so einen Artikel zu veröffentlichen. Genauso wie Sie an allem Klimarealistischen rum mäkeln können dürfen Sie hier auch sicher so etwas veröffentlichen. Lassen Sie sich Zeit, man kommt auch mal eine zeitlang ohne Sie aus.

Viel Spass

dg

40
Bernd Hartmann

Lieber Herr Heß,
vielen Dank für Ihre Bemerkungen! Aus Ihnen spricht natürlich der Physiker. Das ist auch voll o.k. so. U. a. meine Berufsehre gebietet, dass ich Ihnen antworte, eben weil ich den Inhalt Ihrer Bemerkungen nicht ganz so stehen lassen kann.

U. a. durch Postings bei EIKE, die ja im gesamten deutschsprachigen Raum nachlesbar sind, weiß man, dass Äußerungen besonders fachlicher Natur einen seriösen Hintergrund haben sollten, wenn man nicht Gefahr laufen will, sich lächerlich zu machen. Und auch deshalb habe ich mich bewusst auf die letzten 65 Mill. Jahre und ganz wenige Sachverhalte beschränkt. Sie haben selbstverständlich Recht damit, dass aktuelle Messungen viel genauer sind, als indirekt ermittelte Werte, die die Vergangenheit betreffen. Eine andere Wahl zur Erlangung von Informationen, Werten aus der Vergangenheit usw., als diese aus Proxydaten (ich verwende das Wort sehr ungern, weil es besser ist, konkrete Methoden zu benennen) gewonnen werden können, gibt es leider nicht. Aber immerhin sind sie experimentell ermittelt, sind mit der Angabe eines diskreten Fehlerintervalls ausweisbar, weisen aber eine geringere Auflösung als direkt gemessene Werte auf. Logisch ist auch, dass der Auflösungsgrad von quantitativen Aussagen in dem Maße sinkt, wie der Unschärfegrad von Informationen mit der Größe der zurückliegenden Zeit zwangsläufig steigt. In diesem Sinne würden Sie sich andererseits positiv wundern, welche konkreten Aussagen (keineswegs nur Vermutungen) man tatsächlich treffen kann bspw. bezüglich der früheren Verbreitung von Meeren, deren einstige Wasserstände, Paläotemperaturen, der Zusammensetzung der Atmosphäre zu längst vergangenen Zeiten usw. Dies natürlich immer unter dem Aspekt, dass es sich dabei nie um direkt gemessene Zustände, Größen usw. handeln kann. Der ursächliche Hintergrund meiner Aussage, ob sie nun als richtig oder falsch befunden wird, ist meine persönliche Aversion gegen Denkweisen, die ausschließlich auf schmalen Pfaden verlaufen. Zumindest in meinem Beruf kann ich vermerken, dass dies erfahrungsgemäß häufig in Sackgassen und zu Verstrickungen führen kann.

Mit freundlichen Grüßen
B. Hartmann

Lieber Herr Bäcker,
wirklich, ich habe keinerlei Ambitionen, die in der Literatur angegebenen CO2-Gehalte der Atmosphäre vergangener Epochen beurteilen zu wollen. Beim Durchsehen von neueren Literaturangaben selbstsverständlich nicht nur der 1980-er Jahre fiel mir deren Widersprüchlichkeit besonders in der Angabe von Größenordnungen auf. So fand ich Ihre Information auch bestätigt (z.B. BGR Hannover / Berner u.a. 2001). Dagegen hier einmal Angaben von Rogovaya / St. Petersburg (auch 2001):
Paläogen 120 - 160 ppm CO2
Neogen 190 ppm CO2
Womit ich nur sagen will, dass die Damen und Herren da noch Einiges zu tun haben, um auf einen Nenner, egal auf welchen, zu kommen.

Es bleiben auch noch die Meeresspiegelschwankungen, welche auch besonders in noch älteren Epochen ganz offensichtlich sehr sehr oft vollständig ohne Gefrieren und Abtauen von Süßwasser stattfinden konnten.
Um mich nicht zu wiederholen (s.o), möchte ich meine innere widerstrebende Haltung dagegen mit anderen Worten ausdrücken, nämlich dass das Aufsetzen von Brillen mit Filtern - so auch "CO2-Brillen" - erschwert, die anderen Bäume im Wald zu erkennen.

Mit freundlichen Grüßen
B. Hartmann

41

Lieber Herr Hartmann, #21

die Forschungsergebnisse zum Klima der Kreide der letzen 15 Jahre sind inzwischen konkreter geworden als das, was man in Lehrbüchern der 80igern (mein letzter Geologiestand) findet. Paläoklimatologisch ist naturgemäßig noch vieles unsicherer als zum heutigen Klima. Aber die Hypothese, dass der Treibhauseffekt eine gewichtige Rolle bei der Erklärung des Klimaverlaufes hat, ist - nicht überraschend -ziemlich alt. So richtig Substanz bekam die Erforschung aber erst als man Mitte der 80iger herausfand, dass die CO2-Konz. ca. 4 mal höher als heute vorindustiell war. Damit war klar, dass dies ein wesentlicher Klimafaktor sein muss. Dies hat sich in den letzten Jahren bestätigt, aber - wie das immer so ist - stellt es sich komplexer dar. Denn man weiß auch, dass die andere Land-Meer-Verteilung sowie der damit veränderte meridionale Wärmetransport durchs Meer alleine schon wesentliche Klimafaktoren sind und sogar die Sensitivität des Klimasystems auf CO2 beinflusst. So war es z.B. alleine aufgrund der verschobenen Kontinente 3-4 Grad wärmer als heute auch ohne den CO2-Effekt einzurechnen. Inkl. dem erhöhten Treibhauseffekt kommt man für die ältere Kreidezeit auf ingesamt 8 Grad im globalen Mittel wärmer als heute. Somit wäre man auch mit einem maximal-Szenario 2100 noch nicht mit der Mitteltemperatur bei der der älteren Kreidezeit.

Herr Weber, #22

Selbst als Theologe müsste man eigentlich so bodenständig sein zu wissen, dass es nicht nur Himmel oder Hölle gibt.
Ihre apokalyptischen Übertreibungen der Klimazukunft übersteigen jegliche wissenschaftliche Resumees maßlos und Ihre demonstrativ zur Schau gestellte Ignoranz der Sachlage aus Sicht der Wissenschaft langweilt.

42

Lieber Herr Baecker
Wenn Sie #14 nicht verstehen können ist er noch lange nicht sinnfrei. Sinnfrei ist es eher ein
Spurengas technisch aufwendig in die Erde pressen
zu wollen, das sich zu über 90% freiwillig (ohne menschliches Zutun) aus der Atmosphäre entfernt
hat.
MfG
Michael Weber
PS. Eigentlich hatte ich Ihnen zugetraut, daß Sie mir intellektuell folgen können.

43
Bernd Hartmann

Lieber Herr Bäcker,
sehen Sie, ich habe mir so eine Zahl natürlich nicht aus den Fingern gesogen. Ihre Quellen und meine widersprechenn sich offensichtlich um Größenordnungen!
Ich gehe dem nach.
B. Hartmann

44

Lieber Herr Hartmann #9,
ich finde es schwierig 65 Millionen Jahre Erdgeschichte, die wir grob mit schlechter Auflösung als Vermutung vorliegen haben, mit einem 150 Jahreszeitraum vergleichsweise hoher Auflösung zu vergleichen. Selbst die heutigen Klimamodelle haben Schwierigkeiten absoluttemperaturen genau zu bestimmen. Die IPCC Modelle fürs 20. Jahrhundert überdecken etwa 5 K Unterschied in der Absoluttemperatur, etwa von 12 bis 17°C laut Climate Explorer.
Das heißt eine Aussage wie:
Vor 2 Millionen Jahren hatten wir 200 ppm und 12 °C und jetzt haben wir 350 PPM und 15°C und das auf CO2 zurückzuführen erschiene mir schon sehr zweifelhaft, weil wir ja auch die Albedo und die mittlere Wolkenbedeckung damals nicht kennen.
Das heißt wir können sicher etwas qualitatives Lernen aus diesen Rekonstruktionen, etwas quantitatives wohl eher nicht.
Trotzdem ist es sinnvoll das zu rekonstruieren und die Ergebnisse als Hypothesen aufzuschreiben.
Leider neigen meiner Beobachtung nach viele Menschen dazu Hypothesen als physikalische Realität darzustellen.
So auch Herr Innerhofer in #5, indem er schreibt:
„Die letzte Erwärmung ist ohne Treibhausgase nicht vollständig erklärbar und ich denke, so langsam sollten sich alle damit abfinden, denn es führt physikalisch keine Weg vorbei.“

Auch ihre Aussagen:
„Bis vor 2,5 Mill. Jahren spielte das Auftauen und Gefrieren von Süßwasser im Zusammenhang mit Meeresspiegelschwankungen keine wesentliche Rolle. Änderungen des atmosphärischen CO2-Gehaltes hatten bis vor 2,5 Mill. Jahren keinen signifikanten Einfluss auf großregionale und globale Klimazustände.“
Scheinen mir deshalb nur Vermutungen zu sein.
Mit freundlichen Grüßen
Günter Heß

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Gunnar Innerhofer

@ Heller, Hess & Co.

vergessen sie, wie genau die CO2 Variationen "früher" waren, ob 280 od. 300 ist doch fast völlig wurscht.
Wir gehen an die 400 und mehr als 350 hat es sicher schon sehr sehr lange nicht mehr gegeben.

Das physikalische daran ist, dass CO2 eben in seinen wohl bekannten Spektren IR absorbiert und man weiß auch, dass die Banden fast gesättigt sind, aber eben nur fast und deshalb wird mal ganz sicher mehr IR in den unteren 15km Luftschicht absorbiert und das kann durchaus ein paar 1/10°C global machen. Was sollen diese blöden Fragen? Ich frage auch ja auch nicht, warum 1+1 zwei ergibt.

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#14: Michael Weber
Kurze Rede und sinnfrei.

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Lieber Herr Hartmann,

geben Sie mal bei google

+Cretaceous +climate +greenhouse

ein. Da werden Sie ein Menge Forschung finden, die sich mit der Rekonstruktion und quantitativen Erklärung des Kreide-Klimas befassen. In diesen Forscherkreisen ist die dominante Rolle des Treibhauseffektes für die Erklärung des Klimas der Kreide ziemlich offensichtlich. Die Forschung konzentriert sich nun darauf, die Messungen mit den Klimarekonstruktionen per Modelle zu erklären. Das läuft in etwa so ab, wie ich Ihnen sagte. Hinzu kommt naoch, das man sich noch Gedanken machen muss, wieso das CO2 damals eigentlich höher war, wie der Kohlenstoffkreislauf damals auf den Zeitskalen also ablief, zusätzlich scheint das Treibhausgas Methan auch eine wichtige Rolle gehabt haben.

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Lieber Herr Hartmann, #15

"Nur kurz zum CO2: Allein bspw. im Eozän (Paläogen bzw. Alttertiär) und im mittleren Miozän (Neogen bzw. Jungtertiär) gab es in unserern Breiten Temperatutoptima mit deutlich höheren Temperaturen als heute bei CO2-Gehalten in der Atmosphäre von unter 200 ppm..."

Unter 200 ppm war in den pleistozänen Eiszeiten, da war es im Schnitt 3-4 Grad kälter als heute.
Im Eozän war es vielleicht global 8 Grad wärmer als heute bei CO2 Gehalten zwischen ca. 250 bis 1000 ppm, im Miozän vielleicht global 5 Grad wärmer als heute bei CO2 Gehalten zwischen ca. 250 bis 500 ppm.
Sie sehen, die Erdgeschichte hat da schon einiges durch den Tiefpassfilter unleserlich gemacht. Und wenn Sie den CO2-Gehalt aus einer tertiären Koralle mit einem Temperaturwert aus einem Tiefsee-proxy korrelieren, können Sie leicht 2 Werte in Beziehung setzen, die einige 10.000 Jahre auseinanderliegen und deren globale Relevanz für das damalige Weltklima auch nicht sicher ist. Wir wissen aus dem Quartär, wie stark sich das Klima in einigen 10.000 Jahren verändern kann. Daher kann es sein, dass Sie für das Tertiär nie bessere Aussagen ableiten können als z.B. durch eine Korrelation des heutigen Klimas mit den CO2-Gehalten der Würmeiszeit.
M.a.W. so große Fehlerbalken vorhalten müssen, dass damit alles und nichts erklärt werden kann. Heißt das nun, das CO2 keine Rolle spielte? Natürlich nicht!
Andererseits kann man jetzt auch weniger pedantisch an die Sache gehen und sagen, die Tendenz stimme doch. Denn von Eozän-Miozän-heute sank der langfristig über Millionen von Jahren gemittlere CO2 Gehalt und ebenfalls die Temperatur. Zumindest auf dieser Zeitskala hat man eine Korrelation. Mit dem nicht ganz dummen Ansatz der bekannten CO2-Temperatur-Relation kommt raus, dass bei 1000ppm die Temperatur ca. 4 Grad höher als heute, bei 500 ppm ca. 2 Grad höher als heute sein musste. Und damit der CO2-Effekt alleine nicht ausreicht. Nun waren damals die Pole noch nicht vereist, also war die einfallende kurzwellige Energie auch höher, was ebenfalls zu einer Erhöhung der Temperatur führen sollte. Auf so langen Zeitskala gab es aber auch andere klimarelevante Effekte, wie die Änderungen der Meeresströme. Kurzum, Sie sehen die Grenzen solcher Abschätzungen. Zur wissenschaftlichen Beantwortung der Frage werden Sie also nicht umhinkommen, die Klimafaktoren quantitativ zu erfassen und mit den verfügbaren Informationen zu verknüpfen.

49
Bernd Hartmann

Guten Tag, Herr Bäcker,
ich hatte tatsächlich nicht vor, das Thema und seine vielen Facetten auszuwalzen. Ich wollte mich absichtlich so kurz wie möglich fassen.
Im konkreten Fall, sehe ich auch nicht, was ich übel nehmen sollte. Also alles o.k.

Nur kurz zum CO2: Allein bspw. im Eozän (Paläogen bzw. Alttertiär) und im mittleren Miozän (Neogen bzw. Jungtertiär) gab es in unserern Breiten Temperatutoptima mit deutlich höheren Temperaturen als heute bei CO2-Gehalten in der Atmosphäre von unter 200 ppm...

B. Hartmann

50

#13 Langer Rede kurzer Sinn:
Das CO2 hat über Jahrmillionen physikalisch einwandfrei gewirkt und dabei trotz bis zu
zwanzigfachen Konzentrationen keinen nennenswerten Schaden angerichtet.
Michael Weber

51

Lieber Herr Hartmann,

nein, kein Schnellschuß, sondern eher eine etwas ironisch-ruppige Aufforderung, Ihren zitierten Satz konkreter auszuführen.

Bitte verzeihen Sie meine Art, ich bin an einer Diskussion darüber wirklich interessiert. Nur um dies zu vervollständigen: ihre sonstigen Ausführungen in #9 finde ich sehr gut zusammengefasst. Aber aus dieser Zusammenfassung kann ich weder logisch noch didaktisch den Satz: "Änderungen des atmosphärischen CO2-Gehaltes hatten bis vor 2,5 Mill. Jahren keinen signifikanten Einfluss auf großregionale und globale Klimazustände." ableiten. Nach meinem Verständnis fehlen dazwischen wichtige Erklärungen.

Denn vom physikalischen Standpunkt aus wirkt der Treibhauseffekt unabhängig vom geologischen Zeitalter. Dies ist nämlich keine Frage des Ja oder Neins, sondern der Quantität. Die Signifikanz dieses Effektes ist nun sowohl von seiner quantitativen Wirksamkeit selbst als auch von der anderer Klimafaktoren abhängig.
Beispiel: Die Aerosole eines Vulkanausbruchs können über wenige Jahre das Klima global dominieren, Änderungen der Treibhausgase in diesem Zeitraum gehen in diesem Klimasignal unter und zeigen daher keine Signifkanz. Wenn aber die Treibhausgase monoton zunehmen summiert sich ihre Wirkung trotz vergleichsweise geringer jährlicher Änderung im Laufe von Jahrzehnten auf ein Klimasignal, das eine vergleichbare Amplitude wie der kurzfristige peak durch Vulkanaersole hat. Der Unterschied ist die Zeitskala (= die Form des Frequenzspektrums). Ähnliches gilt für das Verhältnis zwischen tektonisch bedingten Klimafaktoren wie der Öffnung von Meeresengen und die damit verbundenen Änderungen der Meeresströme oder die klimatische Wirkung der Eispole. Dies sind auf langfristiger Zeitskala markante Klimafaktoren, lassen sich aber nicht gegen die Dynamik kurzfristiger Klimafaktoren "ausspielen", denn man vergleicht unterschiedliche Zeitskalen!
Nun kommt noch hinzu, dass die Klimadynamik nicht 1:1 in proxys abgebildet wird. Ein proxy stellt immer einen zeitlichen Filter dar, und in der Regel ist dies ein Tiefpass. D.h. die langfristige Klimadynamik wird intensiver abgebildet als die kurzfristige (bei gleicher Amplitude). Und dieser Filtergang ist um so ausgeprägter, je tiefer man in die Vergangenheit guckt. Bei der Signifikanzprüfung eines Klimafaktors, muss also die Filtercharakteristik berücksichtigt werden.
Wenn Sie also sagen, dass "Änderungen des atmosphärischen CO2-Gehaltes hatten bis vor 2,5 Mill. Jahren keinen signifikanten Einfluss auf großregionale und globale Klimazustände.", so klingt das für mich, dass Sie die zeitabhängige Filtercharakteristik der Proxys bei dieser Aussage nicht berücksichtigt haben. Denn die Signifikanz eines Klimasignals dessen Dynamik sich auf kürzeren Zeitskalen abspielt, nimmt automatisch ab, wenn sich die Abschneidefrequenz des Tiefpasses in die Vergangenheit zu immer kleinenen Frequenzen verschiebt, die also immer längeren Zeitspannen entsprechen. Dies alleine würde Ihre Aussage erklären. Aber umgekehrt beantwortet sie nicht die Frage, wie denn nun die Wirkung quantitativ unter Berücksichtigung der Filtercharakteristik wirklich war. Oder vereinfacht gefragt, basiert die Signifikanz darauf, dass nichts feststellen kann oder dass da wirklich nichts war?

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@Niko Bäker

Zum "historischen" CO2:

Zitat
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"The researchers state: “The world of the ancient past had been thought by scientists to differ from ours in many respects, including having carbon dioxide levels much higher – over twenty times as high – than those of the present.
[..]
This ‘modern-looking’ pattern suggests that those ancient carbon dioxide levels could not have been as high as previously thought, but were more modest, at about five times current levels (they would have had to be somewhat higher than today’s, because the sun in those far-off times shone less brightly)"

Zugegeben, eine etwas andere Zeit, aber es ist eben nicht alles so, wie man "immer meint"
http://tinyurl.com/38sp6h3
Auch bei WUWT nachzulesen
http://tinyurl.com/2atoebw

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Bernd Hartmann

Guten Tag nochmal, Herr Bäcker,
bei dem, was Sie da schrieben, kann es sich nur um einen reflexartigen Schnellschuss Ihrerseits gehandelt haben. Finde ich im konkreten Fall nicht so schlimm, kann ja mal in der Hitze des Gefechts passieren!

Ich hatte mich sehr wohl bemüht, auszudrücken, was in der Fachwelt auf keinen Widerspruch treffen kann und hatte auch nicht benannt, was der Motor für die genannten Veränderungen sein könnte. Das mit dem CO2 ist ein wenig aus dem Kontext gerissen. Bitte lesen Sie den Text daraufhin (auch auf die Anfechtbarkeit meiner Äußerungen hin) noch einmal genau. Gerade für die letzten 65 Mill. Jahre ist die klimaprägende Rolle von CO2 keinesfalls so einfach festzumachen.

Und welche Paläoklimatologen (Sie wissen, diesen Beruf gibt es in Wirklichkeit nicht!) Sie da meinen, weiß ich wirklich nicht. Rein gefühlsmäßig kann ich mir aber vorstellen, dass dies eher junge karrierebewußte junge Menschen betrifft, die projektbezogen (befristete Anstellungen)und auftragsgemäß berichterstatten und die den geowissenschaftlich-naturwissenschaftlichen Apparat im Komplex nicht mit der Muttermilch eingesogen haben. Besonders für unser Land wäre das überhaupt nicht untypisch.

Guten Abend!
Bernd Hartmann

54

Lieber Herr Hartmann,

"Bis vor 2,5 Mill. Jahren ...Änderungen des atmosphärischen CO2-Gehaltes hatten bis vor 2,5 Mill. Jahren keinen signifikanten Einfluss auf großregionale und globale Klimazustände."

Das sehen die Paläoklimatologen, die quantitative Klimarekonstruktionen machen, anders!

55
Bernd Hartmann

Lieber Herr Heß,
Ihren Äußerungen in #6 stimme ich inhaltlich sowie in ihrer Art und Weise voll zu. Ich möchte dem noch "eins draufgeben" in dem Fall nicht physikalisch sondern eher indirekt:

Man nehme die letzten 65 Mill. Jahre unserer Erdgeschichte. Vor 35 Mill. Jahren begann sich der antarktische Eisschild zu bilden, die Entstehung des Grönländischen Eisschildes begann vor 21 Mill. Jahren, vor ca. 2,5 Mill. das Quartär - das Zeitalter des periodischen Wechsels von Warm- und Kaltzeiten. Die letztgenannte Epoche stellt ein qualitativ vollkommen neues Zeitalter dar, wie es in der Art für alle vergangenen Epochen der Erdgeschicht in dieser Deutlichkeit nicht nachgewiesen werden konnte. Vor 65 Mill. Jahren herrschte in unserern Breiten ein über das Jahr relativ ausgeglichenes subtropisches Klima, welches sich bis heute zu dem uns bekannten gemäßigten Klima mit deutlicher Ausprägung von Jahreszeiten wandelte. Innerhalb der betrachteten Zeitspanne waren unsere heimatlichen Gefilde vielfach von Meeren umspült oder über lange Zeiträume von diesen im Resultat von Meeresspiegelschwankungen bedeckt, die viele Dutzende von Metern betrugen. Bis vor 2,5 Mill. Jahren spielte das Auftauen und Gefrieren von Süßwasser im Zusammenhang mit Meeresspiegelschwankungen keine wesentliche Rolle. Änderungen des atmosphärischen CO2-Gehaltes hatten bis vor 2,5 Mill. Jahren keinen signifikanten Einfluss auf großregionale und globale Klimazustände.
________________________________-.
(Die Länge der Linie einschl. des Bindestrichs und des Punktes sollen die letzten 65 Mill. darstellen, wobei der Bindestrich und der Punkt das Pleistozän bzw. dementsprechend das Holozän symbolisieren sollen.)
Das bedeutet also, dass nun ab der Zeit vor 2,5 Mill. Jahren ganz andere Faktoren für bspw. Meeresspiegelschwankungen und Klimaveränderungen signifikant wirken.
Über diese hier nur oberflächlich dargelegten grundlegenden Sachverhalte herrscht in der Fachwelt Konsens. Die Richtigkeit dieser Aussagen ist nicht damit zu begründen, dass in der Fachwelt darüber ein Konsens als solcher herrscht - nein!- weil die Forschung gesicherte wissenschaftliche Erkenntnisse lieferte und damit bisher verborgene Fakten aufdeckte.
Die geschilderte Faktenlage ist natürlich kein Beweis für eine Widerlegung der nun, wie meist einfach postuliert, exklusiven Rolle des CO2 bei der Entwicklung des Klimas. Aber schon allein diese Information sollte zwangsläufig im Falle unvoreingenommen Denkens zu einer kritischen Haltung und der Abkehr von ausschließlichen einseitigen Denkrichtungen hinsichtlich der z.Z. populären Rolle des CO2 als Klimagas führen.
Mit freundlichen Grüßen
B. Hartmann

56
Michael Weber

Lieber Herr Innerhofer
Die letzte Erwärmung ist überhaupt die EINZIGE über die gemessene Temperaturdaten vorliegen.Und die Messungen begannen in einer Kaltzeit. Bei der
vorletzten Erwärmung waren die Treibhausgase genauso beteiligt wie seit Jahrmillionen. Also nichts Neues unter der Sonne.Die Wissenschaft des Wärmehaushalts der Erde steckt noch in den Kinderschuhen. Es mangelt an Daten und Beweisen Die Wirtschaft,vor allem Banken und Versicherungen, hat sich die CO2-These zu eigen gemacht um lukrative Geschäfte zu machen.
CDOs in neuem Gewand. Mit neuen Modellen untermauert. Bis Sie Opa sind werden Sie noch viele gescheiterte Modelle erleben und wenn Sie Glück haben etwas mehr über die Physik des Erdwärmehaushaltes wissen. Da weiss heute nämlich keiner was genaues und deswegen ist alles "nicht vollständig erklärbar". Unken ist keine Wissenschaft!
MfG
Michael Weber

57

@ Innerhofer:

"Die letzte Erwärmung ist ohne Treibhausgase nicht vollständig erklärbar..."

Ich schließe mich Herrn Heß an und hätte auch gerne eine entsprechende Erklärung.

Alles, was ich dazu kenne, ist ein "Indizienbeweis" mittels statistischer Methoden. Die Möglichkeit, mittels Statistik physikalische Zusammenhänge zu erkennen, schätze ich allerdings als nicht vorhanden ein.

Wenn man sich die Fehlerbalken anschaut, die schon im IPCC-Bericht beim Strahlungsantrieb von Aerosolen und Wolken eingezeichnet sind, ist da noch vieles denkbar.

58

Lieber Herr Innerhofer,
sie schreiben:
„Die letzte Erwärmung ist ohne Treibhausgase nicht vollständig erklärbar und ich denke, so langsam sollten sich alle damit abfinden, denn es führt physikalisch keine Weg vorbei.“
Ich höre die Behauptung immer wieder. Qualitativ gesehen leisten die Treibhausgase sicher ihren Beitrag. Aber warum führt physikalisch kein Weg daran vorbei? Können Sie das denn mal genauer erklären bzw. wie groß war denn der quantitative Beitrag der Treibhausgase seit 1980. Denn die Erwärmung seit 1980 könnte ja laut IPCC-Bericht bzw. laut NASA-Messungen überwiegend auch durch eine Änderung der Wolkenbedeckung bzw. der Albedo erklärt werden. Und dazu gibt es wie gesagt experimentelle Messungen. Ich denke als Naturwissenschaftkler finden wir uns am besten dann damit ab, wenn jemand zeigt, dass es die Wolken oder die Albedo nicht gewesen sein können. Vielleicht können Sie uns aber erklären wie ihre Behauptung gezeigt wird.
Mit freundlichen Grüßen
Günter Heß

59
Gunnar Innerhofer

auch ich denke, dass sich der Planet nicht beliebig weit erwärmen od. abkühlen lässt, nicht die nächsten paar Milliarden Jahre, erst dann wir er angeblich vom roten Riesen verdampft.

Tatsache ist aber auch, dass im Speziellen die NHK Temperatur sehr von der sommerlichen Insolation zwischen 60 und 70°N abhängt. Diese erreichte im frühen Holozän wieder ein Maximum und ist seither an fallen bzw. ist zz. auf viele Jahrhunderte ziemlich konstand. Die NHK hat sich seither auch abgekühlt, langsam, aber beständig mit den bekannten Variationen wie MWP und LIA.
Die letzte Erwärmung ist ohne Treibhausgase nicht vollständig erklärbar und ich denke, so langsam sollten sich alle damit abfinden, denn es führt physikalisch keine Weg vorbei. Interessant bleibt es dennoch, denn die sg. Feedbacks können durchaus auch deutlich in die negative Richtung ausschlagen und auch dabei muss man sich mal überlegen, warum Feedbacks gernerell so kontinuerlich wirken sollten. Das System ist nun mal dynamisch, auch wenn man es gut schafft, diese Dynamik zu ungehen, ändert das nichts am Klima und Wettersystem selbst.
So werden wir wohl noch einige Überraschungen erleben, ich zu mindest, weil ich noch kein Opa bin.

60
Markus Estermeier

@Kirschstein

Sei froh, daß so ein Thermostat nicht von jetzt auf gleich wirkt. Möglicherweise wären wir sonst immer noch in der letzten Eiszeit.

61
Michael Weber

Herr Kirschstein
Klima ändert sich ständig! Warum Sie eine ganz normale Erwärmung nach einer Kaltzeit für einen AGW-Beweis halten ist mir schleierhaft. Es zeigt doch nur,dass der Regelmechanismus prima
funktioniert.
Michael Weber

62

Schon sonderbar, was dem Skeptikersender so alles einfällt, um den AGW in Abrede zu stellen.
Bei der bisher festzustellenden Klimaerwärmung hat der Thermostsat anscheinend versagt.

63

Dachte Ich´s mir doch.
Unsere Gigantische Klimamaschine läuft und verrichtet zuverlässig ihre Arbeit.

"Der Alte würfelt nicht" Albert Einstein.

Die Feinabstimmung in der Natur ist Faszinierend.