Solarstrom-Förderung kostet Stromkunden 3 Mrd. Euro* im Jahr!

Die Überförderung wird Verbraucher über 20 Jahre belasten. Zuviel des Guten: Die Belastung der Verbraucher mit der Abgabe für Erneuerbare Energien ist 2010 um 70 Prozent gestiegen und liegt aktuell bei 20,47 Euro/MWh. Schon 2011 können 30 Euro/MWh* erreicht werden. Die solare Stromerzeugung ist derzeit mit einem Viertel daran beteiligt, liefert aber nur ein 16tel des Stroms aus erneuerbaren Quellen und gerade mal 1 Prozent des Gesamtstroms. Die von Bundesumweltminister Röttgen jetzt geplante Kürzung der Einspeisevergütung für solare Stromerzeugung ist dringend geboten, so der VIK, die Interessenvertretung der industriellen und gewerblichen Energiekunden.

Hierbei geht es schlichtweg um den Schutz der Verbraucher vor einer nicht gerechtfertigten Belastung. Und das bedeutet nur eine eher bescheidene Dämpfung des zukünftigen Fördergeldanstiegs in Höhe von etwa 0,5 Mrd. Euro im Jahr. Die Belastung der Stromkunden wird auch nach dieser Maßnahme weiter stark ansteigen,“ so die VIK-Geschäftsführerin, Dr. Annette Loske. Lediglich neu hinzukommende Anlagen sollen nach den jetzigen Plänen geringere Vergütungen erhalten. Für sie sollen eindeutige Überförderungen verhindert werden. Für die bis dahin errichteten Anlagen wird der Verbraucher dagegen die mehr als lukrativen Vergütungen über einen Zeitraum von 20 Jahren weiter finanzieren müssen.

Abbildung: Vergleich der Gestehungskosten pro kWh für verschiedene Energieträger. Die Kosten für Solar- und Windstrom enthalten nicht die zwangsläufig entstehenden Kosten zum Betrieb der zwingend erforderlichen Gas-Pufferkraftwerke, die die unstetige Anleiferung in Sekundenschnelle ausgleichen müssen. 

Aufgrund der überhöhten Förderraten wachsen die Solarfelder und -dächer aktuell schneller als jeder Zielkorridor der Bundesregierung es je vorsah – um 60 Prozent allein im Jahr 2009. Den Betreibern bescheren sie überhöhte risikolose Gewinne zu Lasten der Stromkunden. Der drastische Mengenanstieg führt unausweichlich zu einer weiter deutlichen Steigerung der für 20 Jahre fixen Fördergeldzahlungen. Diese wird über die Stromrechnungen von den Kunden bezahlt.

„Ohne Kosteneffizienz im EEG entwickeln wir keinen Energiemix, der für den Industriestandort Deutschland tragfähig ist. In den parlamentarischen Beratungen dürfen die geplanten, moderaten Absenkungen nicht weiter entschärft werden. Eigentlich müssten viel mutigere Schritte ergriffen werden, um die Kosten für die Verbraucher nicht noch stärker explodieren zu lassen“, so Dr. Loske weiter. Der VIK hofft, dass Umweltminister Röttgen den Weg der Effizienzprüfung im EEG weiterhin konsequent geht. Nur so kann ein wirklich gangbarer Weg in ein regeneratives Zeitalter gestaltet werden.

Pressemitteilung des VIK vom 19.4.10

* Abschätzung: 3 Mrd. = 30 Euro/MWh x 400 TWh (Gesamtstrombedarf ohne EEG-Härtefälle x 25 Prozent Solaranteil

 

Der VIK ist seit 60 Jahren die Interessenvertretung von energieintensiven Unternehmen aller Branchen, wie etwa Aluminium, Chemie, Glas, Papier, Stahl oder Zement. Er berät seine Mitglieder in allen Energie- und energierelevanten Umweltfragen. Im VIK haben sich 80 Prozent des industriellen Energieeinsatzes und rund 90 Prozent der versorgerunabhängigen Stromerzeugung in Deutschland zusammen geschlossen.

Rückfragen erbeten an

Roland Schmied, VIK-Pressesprecher

Tel. 0201 / 8 10 84-15, Mobil 0171 / 38 35 297 oder  Fax -715

r.schmied@vik.de

 

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2 Kommentare

  1. #1: Erik
    Vom SPIEGEL übersehen – Klartext von der Erdüberhitzungsexpertin:

    „Es dürfe jedoch nicht allein darum gehen, „den Leuten das Geld aus der Tasche zu ziehen“, sagte sie [EU-Klimaschutzkommissarin Hedegaard] der Neuen OZ.

    „Nicht allein“ – aber schon hauptsächlich.
    Neben €€€ geht’s auch um Macht und Ideologie.

    http://tinyurl.com/y7xf8ma

    „… Die Kritik am Weltklimarat IPCC wegen fehlerhafter Studien hält Hedegaard für „völlig unbegründet und unfair“. Es gebe keinen Zweifel an den fundierten Erkenntnissen des IPCC. Die Warnung vor der Erderwärmung ist für Hedegaard auch keine heiße Luft: Der in Europa kalte Januar sei weltweit gesehen „der wärmste Januar der Geschichte“. “

    Anm.: Phil Jones vor Millionenpublikum bei der BBC:
    Seit 1995 (LEIDER) keine Erderwärmung!

    Ein schlechter Witz:
    „Es gebe keinen Zweifel an den fundierten Erkenntnissen des IPCC.“

  2. http://tinyurl.com/y2ht3ud
    EU-Kommissarin fordert saftige Energiesteuer

    …das wäre nach dem EEG schon fast Doppelbesteuerung.
    „vor allem unter Experten auf regen Zuspruch.“ Natürlich wird auch gleich ein „Ökoexperte“ zitiert.

    Aber egal, hat das in Hopenhagen schon mit der Weltherrschaft nicht geklappt, muss man das Geld eben so umverteilen.

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