Warum regenerative Energien in Deutschland keine Zukunft haben!

Im Sinne eines nachhaltigen Klimaschutzes sind regenerative Energien derzeit in aller Munde. Wie realistisch ist aber eine Voll-Versorgung durch regenerative Energien in Deutschland? Und was bringt es für das Klima? Zu den regenerativen, oder Erneuerbaren Energien (EE) gehören Wasserkraft, Windenergie, Biomasse und Biogas, Solarthermie und Photovoltaik und die Erdwärme (Geothermie). Kann man mit diesen Energieformen den Primärenergieverbrauch in Deutschland abdecken? Der Primärenergieverbrauch ist der Gesamtenergieverbrauch mit Strom, Wärme und Verkehr in Deutschland. Der primäre Energiebedarf Deutschlands wird derzeit zu über 90% aus den konventionellen Energieträgern Öl, Kohle, Gas und Kernenergie gedeckt. Die EE machen weniger als 10% aus.


Schaut man sich nur den Stromanteil an, so werden ca. 15% des Strombedarfes in Deutschland durch die EE gedeckt. Davon ca. 0,003% aus Erdwärme, 0,6% aus Photovoltaik, 3,4% aus Wasserkraft, 4,2% aus Biomasse und 6,6% aus Windenergie.

Vor allem die Photovoltaik- und Windkraftanlagen werden derzeit in Deutschland stakt beworben und ausgebaut. Hier besteht das größte Potential, zumindest, wenn man den Versprechungen der Werbung und den laufenden Kampagnen glauben schenkt.

Biomasse und Wasserkraft sind weitgehend ausgebaut. Der Ausbau der Biomasse ist alleine durch die landwirtschaftlichen Flächen sehr beschränkt und die Flüsse sind weitgehend ausgebaut, so dass hier keine großen Steigerungsraten zu erwarten sind. Wie sieht es mit der Erdwärme aus? Nur wenige Standorte in Deutschland sind für Erdwärmeprojekte geeignet, u.a. der obere Rheingraben und Standorte in Süddeutschland. Zudem muss man in Deutschland sehr tief bohren – einige Kilometer – um eine Temperatur von über 100°C zu erreichen, was die Sache sehr ineffektiv und zugleich unwirtschaftlich macht.

Es bleiben also die Photovoltaik und die Windkraft. Für Photovoltaikanlagen stehen noch genügend Flächen zur Verfügung, bei der Windkraft sieht das anders aus. Hier setzt man vor allem auf das so genannte Repowering, dabei werden alte Anlagen durch neuere, leistungsfähigere Anlagen ersetzt. Zudem gibt es noch Ausbaupotential im Meer. Aber auch das ist begrenzt. Zudem sind die negativen Auswirkungen auf den Menschen und die Umwelt zu berücksichtigen, wie z.B. Schallbeeinträchtigung (durch Infraschall), Schattenschlag, Vogelschlag, etc..

Wie bedarfsgerecht produzieren Photovoltaik- und Windkraftanlagen den Strom?

Derzeit ist eine Speicherung von Strom, jedenfalls im großen Umfang, nicht möglich. Zudem ist die Speicherung von Strom sehr teuer. Daher wird der Strom immer bedarfsgerecht produziert. Überkapazitäten und Unterkapazitäten müssen also ausgeglichen werden.

Zur Photovoltaik:
 Schaut man sich die Globalstrahlung, darunter versteht man die gesamte an der Erdoberfläche auf eine horizontale Empfangsfläche auftreffende Solarstrahlung an, so zeigen sich starke jahreszeitliche und tägliche Schwankungen. Als Beispiel habe ich Wasserkuppe gewählt, eine zentrale Erhebung in Deutschland.

Moderne Photovoltaikzellen erreichen in etwa einen Wirkungsgrad von 10 – 20 %. Also nur 10 – 20 % der eingestrahlten Leistung werden in Strom umgesetzt.

In der Nacht ist es dunkel. Es wird kein Strom produziert. Im Winter sinkt die solare Verfügbarkeit beträchtlich ab. Hier ist der Bedarf aber ausgerechnet am größtem. Im Sommer steigt die solare Verfügbarkeit beträchtlich an. Hier ist der Bedarf aber am geringsten. Das gilt übrigens auch für Solarthermieanlagen. Bedarf und Verfügbarkeit stehen also genau im entgegengesetzten Verhältnis zueinander.

Zur Windenergie: Bei der ins Stromnetz eingespeisten Windenergie sieht es nicht wesentlich anders auf. Als Beispiel zeige ich die bei transpower (Tochtergesellschaft von E.ON) eingespeiste Windenergie im Jahre 2009.

Die 15. minütigen Mittelwerte der eingespeister Windenergie zeigen Schwankungen zwischen ca. 0 – 8.000 MW. D.h. die eingespeiste Leistung kann innerhalb von kürzester Zeit um mehrere tausend MW schwanken. Diese Schwankungen richten sich natürlich nicht nach dem Bedarf der Stromkunden. Entweder wird zu wenig Strom produziert, oder aber zu viel. Je nachdem, wie der Wind weht. Der Bedarf der Stromkunden muss also durch Regelkraftwerke ausgeglichen werden. Je weiter die Windenergie ausbaut wird, desto schwerer fällt es diese Schwankungen zu kompensieren. Immer leistungsfähigere Regelkraftwerke müssen her. Bisher können das nur konventionelle Kohle-, Gas-, oder Kernkraftwerke kompensieren, so genannte Schattenkraftwerke, die hinter jedem Windpark stehen müssen. Der Verschleiß ist durch das ständige hoch und runter fahren hoch.

Die Folgen

Der Strom aus den konventionellen Kraftwerken wird immer teurer, u.a. da nicht mehr mit Volllast produziert werden kann, sondern gedrosselt produziert werden muss, je nachdem wie viel Windstrom gerade eingespeist wird. Je weniger Strom die konventionellen Kraftwerke einspeisen können, desto länger dauert es, ehe sie sich bezahlt machen, oder desto höhere Preise muss man für den eingespeisten Strom verlangen, damit sich die Kraftwerke in gleicher Zeit bezahlt machen. Hinzu kommen die Kosten für Emissions-/ CO2-Zertifikate. Das führt dazu, dass Kohlekraftwerke unwirtschaftlich werden. Neubauten von effizienteren Kohlekraftwerken, die alte, emmisionsstarke Kohlekraftwerke ersetzen, werden dadurch verhindert. Diese Entwicklung erleben wir gerade. Das führt langfristig gesehen zu Versorgungslücken, die letztendlich über das Ausland abgedeckt werden müssen. Damit wird der Strom allerdings noch teurer.

Fazit: Schon jetzt wird der Strom aus EE hoch subventioniert. Über das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) werden die Abnahme und ein Festpreis für Strom aus EE gesetzlich garantiert. Die überhöhten Preise werden als so genannte Umlage an die Stromkunden, also an Sie, weiter gegeben.

Die Energiekosten werden mit den Ausbau der EE weiter steigen. Zum Einen sinken die Produktionskosten für EE nicht so schnell wie erwartet. Zum Anderen verdrängen die EE durch die staatlichen Subventionen, die garantierte Abnahme und durch CO2-Zertifikate die konventionellen Kraftwerke, bzw. machen den Strom aus konventionellen Kraftwerken unwirtschaftlich, teurer und/ oder zusätzliche Strom-Importe erforderlich.

Auf kurz, oder lang müssen wir weg von den konventionellen Energien, die Rohstoffe sind begrenzt. Dazu eignen sich aber weder die Windkraft noch die Photovoltaik, noch die anderen EE in Deutschland. Es gibt weder die notwendigen Energiespeicher, um eine Versorgungssicherheit zu garantieren, noch genügend Ressourcen um eine Vollversorgung durch EE zu garantieren. Vielfach fallen in diesem Zusammenhang die Worte Kombilösung und Energieeffizienz. Eine Kombination aus verschiedenen EE kann Energielücken schließen, diese aber auch erzeugen. Man denke nur an Flauten, lange Winternächte, Ernteausfälle bei Biomasse, etc. die zusammenfallen. Zudem sind wir in Deutschland derzeit weit weg von Energieeffizienz. Der Stromverbrauch steigt von Jahr zu Jahr, trotz der Einführung energiesparender Geräte. Lediglich die Wirtschaftskrise hat im letzten Jahr zu einer geringfügigen Abnahme des Stromverbrauches geführt. Man bedenke, die steigenden Energiepreise gehen vor allem auf Kosten der Kleinverdiener.

Was bringen EE für das Klima?

Trotz Solar- und Windenergie-Booms wird in Europa kein Gramm CO2 eingespart. Denn für jedes neue Windrad in Deutschland darf in Osteuropa mehr Kohle verfeuert werden. Schuld daran ist ausgerechnet die Klimapolitik der Europäischen Union: Denn der EU-weite Emissionshandel legt die Gesamtmenge an CO2 fest, die Stromkonzerne und Industrie ausstoßen dürfen. Und diese Menge ist unveränderlich – egal wie viele Windräder errichtet werden.

Was würden die EE für das Klima bringen, wenn der Emissionshandel nicht wäre?

Maximal 0,002 °C (ZWEI TAUSENDSTEL GRAD) sind der deutsche Beitrag am Klimaschutz, welcher durch die geplanten Reduktionen bis 2020 den Berechnungen nach erreicht werden könnte. Eine Fortführung bzw. Verschärfung der deutschen Reduktionen nach 2020 würde einen weiteren Beitrag im TAUSENDSTEL BIS HUNDERTSTEL GRAD BEREICH leisten. Dieser wird uns weitere Milliarden kosten.

Michael Krüger. Der Beitrag erschien zuerst bei Science Sceptical 

Nachtrag: Die ersten Vernünftigen scheinen sich jetzt an die Öffentlichkeit zu wagen. Gerade wird berichtet, dass die Indianapolis Power and Light Company ihren Vertrag mit der französischen EDF Energies Nouvelles zum Bezug von Windstrom gekündigt hat. Wieder mal sind die Amerikaner sachlicher und rationaler als wir. Details dazu hier

Datenquellen

Wetterdaten Wasserkuppe

transpower Windenergieeinspeisung

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92 Kommentare

  1. Hallo Herr Lutz,

    natürlich ist es in den genannten Fällen von kWh/kg (Energiedichte) die Rede.

    Es war meine Schuld, dass da zu Rückfragen gekommen ist.
    Ich habe in #64 dies richtig gestellt.

    Sie schreiben : „Kurtz noch ein Sinnfolles Energie versorgungskonsept…“, – ist dies eine Art Ausländerdeutsch? Lustig….

    Gruß aus Rostock:
    Ivanfi
    28.4.2010

  2. #54
    18kW/kg? Welche Einheit soll das sein? Leistungsgewicht von Benzin?
    ……
    Ich Schlage vor das ganze mal in Jule oder in kwh/kg anzugeben.
    Das macht das ganze dann verständlich.
    kw ist Leistung, gleich Momentanwert.
    kwh ist gleich Arbeit und Stellt erst den Absolutwert dar.

    Kurtz noch ein Sinnfolles Energie versorgungskonsept sicht anders aus als das was bei uns in Deutschland läuft.

  3. Welche Großprojekte sind eigentlich schon in Bau ?
    Ich meine damit solche Projekte wie der oder die Solarthermie „Kraftwerke“ in der Sahara oder der Windpark in der Nordsee.

    mfG Thomas Lutz

  4. #88 Jürgen Wanninger sagt:
    „Blödsinn“
    „Wenn wir mehr Marktwirtschaft hätten und diese Gesellschaft weniger auf Pump leben würde, gäbe es auch viel weniger Fahzeuge und die Luft wäre noch besser.“

    Lieber Herr Wanninger,
    es gibt Menschen, die immer nur zurückblicken.
    Sie bringen mit dem A2 ein schönes Beispiel. Dieser wird nicht mehr produziert. Sind aber inzwischen die 10 Millionen neuer Automobile pro Jahr in Europa so gebaut wie Ihr A2?
    Eher doch wie ein Hummer!

    Das mit dem Filter haben Sie leider nicht verstanden. Dieses Filter dient dazu einen dreckigen Prozess hinterher zu säubern.
    Ich kann mir dagegen einen sauberen Prozess vorstellen, der eine Filterung überflüssig macht.
    Sie können sich bestimmt daran erinnern wie ein Diesel vor 40 Jahren gequalmt hat und wie wenig ein Diesel heute qualmt – schon ohne Filter. Je weniger man vorne reinschütten muss, um so weniger kann hinten „rausqualmen“. Da der technische Fortschritt mit der Jahrtausendwende nicht endete, wird es möglich sein, zukünftig von einem Diesel noch sauberere Abgase zu erhalten – auch ohne Filter. Im Idealfall sind dazu ein paar Bytes zusätzlich in dem Steuer-µP erforderlich.

    Ich nehme nicht für mich in Anspruch, darüber urteilen zu können was alles nicht möglich ist und halte es Ihrer Bescheidenheit zu gute, dass Sie nicht für sich in Anspruch nehmen, darüber zu urteilen was möglich sein könnte.

    Die Geschichte hat gezeigt, dass die Realität die Vorstellungskraft der meisten Menschen deutlich übertrifft. Es erinnert an den Streit um die Dampfmaschine zwischen Watt und Threvithick. Kaum war Watt „tot“, konnte sich die bessere Technik durchsetzen.
    Sogar die (unbemannte) Raumfahrt nach Jules Verne mit einer Riesenkanone (180km Höhe) ist Realität geworden.
    Die Mobilität des Menschen ist ein elementares Gut, weshalb die Evolution bei der Fauna die Mobilität besonders gut entwickelt hat, einschliesslich Fliegen und Tauchen.
    Das wollen sie einschränken!
    Und Sie wollen bessere Luft und freie Strassen durch Armut!
    Vermutlich halten Sie Krieg, Krankheit und Nahrungsmangel für eine besonders innovative und humanitäre Methode um für saubere Luft und freie Strassen zu sorgen?

    Mit freundlichen Grüßen
    Paul Gogo

  5. @ Paul Gogo,

    selbstverständlich weiss ich, was ich geschrieben habe. Und genau das ist ja auch der Grund, warum Ihr Beitrag Sinnvolles und Blödsinn wild zusammenmischt.

    Blödsinn ist es beispielsweise, wenn Sie fordern: ‚Die ideale Lösung benötigt keinen Filter.‘ Ein Otto- oder Diesel-Motor hat immer Verbennungsrückstände. Diese nicht zu filtern, wenn sie in irgendeiner Form schädlich sind, halte ich für Blödsinn. Es sei denn, Schäden durch die Filter überwiegen die Abgasrückstände. Das ist mir bei Kat und Partikelfilter aber nicht bekannt. Als langjähriger Motorradfahrer kann ich Ihnen sagen, dass unsere Luft heute, trotz erheblich höherer Verkehrsdichte, subjektiv (Geruch, Verschmutzung) wesentlich besser ist, als noch vor 30 Jahren. Und das sehe ich als fortschrittlich an. Und um Ihrem nächsten Einspruch gleich zuvorzukommen: Wenn wir mehr Makrtwirtschaft hätten und diese Gesellschaft weniger auf Pump leben würde, gäbe es auch viel weniger Fahzeuge und die Luft wäre noch besser. Aber das ist ein anderes Thema.

    Es scheint Ihnen insgesamt etwas am Gesamtüberblick zu fehlen. Schönes Beispiel für den geforderten Leichtbau war der Audi A2. Im Gesamtenergieverbrauch hat dieses Fahrzeug aber mehr Energie bei seiner Produktion (Al) verschlungen, als später im Betrieb eingespart werden konnte. Gleiches gilt für den Hybrid-Schwachsinn. Sie stecken vorher mehr Energie in das Fahrzeug, als sie in der gesamten Betriebsdauer später wieder einsparen können. Das ist nur was für Dummköpfe wie Künast und Palmer. Ansonsten praktiziert jeder Hersteller Leichtbau im Rahmen der gesellschaftlich (Crashtest) geforderten Sicherheit und Stabilität. Und dann sollten wir nicht vergessen, dass die Leute heute auch nicht mehr in Fahrzeugen mit dem Komfort der 60iger Jahre fahren wollen. Solche könnte man natürlich auch viel sparsamer herstellen. Wir könnten aber auch im halben Wohnraum pro Kopf leben und so viel Energie sparen usw. Sie können ja mal Ihre Mitmenschen danach befragen. Wie gesagt, ich bin Unternehmer und gewohnt, ganzheitlich zu denken.

    Eine Diskussion über Markwirtschaft mit Ihnen hier zu führen, wird mir zu mühsam, gehört auch nicht zum Thema und geht schon gar nicht in ein paar Blog-Beiträgen. Schönes WE.

  6. #85: Jürgen Wanninger sagt:

    „aus meiner Sicht mischen Sie hier Sinnvolles und Blödsinn wild miteinander“

    Lieber Herr Wanninger,
    Sie sollten Ihren Kommentar unter Ihrem obigen „Motto“ betrachten.
    Das Ende meines Beitrages „Was mir……auf der Feder liegt…..“ stammte übrigens fast 1 : 1 aus Ihrem Beitrag #70. Gefällt es Ihnen nicht mehr?

    Lesen müssten Sie schon:
    Weder mit Worten, noch zwischen den Zeilen wird in #83 Staub- und Schadstoffbelastung durch die Abgase akzeptiert. Ganz im Gegenteil. In Frage gestellt wird lediglich die Art wie das erreicht werden soll.
    Vermeidung zu einem frühen Zeitpunkt ist immer besser als nachbessern.
    Ein Filter verträgt sich grundsätzlich nicht mit dem Begriff Vermeidung.
    Die ideale Lösung benötigt keinen Filter.
    Wenn Sie definitiv wissen, dass es keine andere Lösung gibt, als die derzeitige, dann soll es mir recht sein. Ich habe aber meine Zweifel. Wir werden in 20 Jahren (vielleicht) sehen was schon früher möglich gewesen wäre.

    Kat und bleifreies Benzin haben grundsätzlich nichts miteinander zu tun. Bleifreies Benzin hätte man auch ohne Kat einführen können. Stimmt doch – oder?
    Finden Sie, dass das genannte Fahrzeug mit 1,7 Tonnen Fahrzeugmasse fortschrittliche Technik repräsentiert? Es gibt da den Begriff Leichtbau.

    Was gedenken Sie gegen die verwahrlosende Gesellschaft zu tun?

    Natürlich liegt genug Dreck herum, der offenbar auch Sie stört, aber Behälter mit Pfand werden inzwischen rar (dank sammelnder Mitbürger). Also Pfand erhöhen und auf alle Verpackungen ausweiten. Lassen Sie sich ein effektives System einfallen!
    Halten Sie es als volkwirtschaftlich und betriebswirtschaftlich agierender Unternehmer für effektiver wenn tausende von Arbeitern diesen Dreck wieder einsammeln müssen?

    Mit freundlichen Grüßen
    Paul Gogo

  7. Sehr geehrter Herr Gogo,

    aus Ihren Beiträgen wird immer wieder deutlich, dass Ihre Denkweise zu sehr von der Trittin-Ideologie geprägt ist, wobei in den Schlussfolgerungen stellenweise die Logik durch „ideologische Verblendung“ und Machbarkeit durch Wunschdenken ersetzt werden.

    Ich bitte Sie zu verinnerlichen, dass die aus den 68gern stammende Ideologie nicht die Rettung des blauen Planeten zum Ziel hat, sondern in erster Linie die Ablehnung der modernen Industriegesellschaft mit all ihren Errungenschaften (Gentechnik, Transrapid, Atomkraft, Individualverkehr, industrielle Landwirtschaft usw.) propagiert und die naturnahe Lebensweise des Mittelalters (mittelalterliche Landwirtschaft, Windmühlen, Wassermühlen, kein Individualverkehr usw.) verherrlicht. Diese technologiefeindliche Grundhaltung lässt sich gut mit Umweltschutz verknüpfen. Nach der jahrzehntelangen einseitigen Berichterstattung in Deutschland wird diese Trittin-Ideologie als Umweltschutz pur und Rettung der Erde wahrgenommen. Fälschlicherweise. Ich kenne genug Umweltschützer (nicht Deutsche), die Gentechnik und Atomkraft als Beitrag zum Umweltschutz, und andererseits Windmühlen als Vögelmörder und Staudämme als regionale Biosphärenzerstörer als umweltschädlich ansehen. Mit dieser Haltung würde man hierzulande als Feind der Umwelt und als Gefahr für die Zukunft gebrandmarkt. Früher nur hier und in Greenpeacekreisen, wobei allerdings die Trittin-Ideologie ein guter Exportschlager geworden ist.

    Denken Sie bitte darüber nach!

    Dazu kommen noch Bilanzfälschungen und Wunschdenken.

    Beispiel Elektroauto: Von der Primärenergie (letztendlich überwiegend durch Verbrennung von Gas und Kohle) kommt nur 1/3 in die Steckdose an, 2/3 gehen durch Energieumwandlungsprozesse und Transport verloren. Im heutigen Auto (Otto/Diesel/Gas) wird die Verbrennungsenergie direkt in Bewegung umgewandelt und ist damit effektiv. Für den Antrieb eines Elektroautos wird 3x so viel Primärenergie verbraucht (da 2/3 der Energie verloren geht, bevor diese dem Auto zugeführt wird), damit 3 mal mehr Gas verbrannt (im Kraftwerk) für die gleiche Kilometerleistung, bei dem Brennstoffzellenauto das Gleiche. Das klingt in den Medien ganz anders. Ob es sich um Umwissen, Betrug oder Wunschdenken handelt, dass sich diese Antriebe bis zum Perpetuum mobile weiterentwickeln lassen, muss jeder für sich entscheiden. Von Speicherproblemen mal ganz abgesehen….

    Es ist richtig, dass „Wenn jemand haben will, dass hinten (Auspuff) weniger rauskommt, dann muss derjenige vorne (Motor) weniger reinschütten….“. Sie müssten aber hinzufügen, dass weniger Energie zu Verfügung stünde. Wenn jemand schnell und komfortabel von A nach B kommen will, verbraucht er automatisch viel Energie. Beim heutigen Stand der Technik ist neben der stetigen minimalen Verbrauchsreduzierung ein Sprung nur durch Gewichtsminimierung auf Kosten des Komforts oder Leistungsreduzierung auf Kosten der Geschwindigkeit möglich. Braucht kein Mensch, da ist das Fahrrad besser. Aus der Trittin-Propaganda hat sich den Köpfen der Mehrheit, auch in Ihren, festgesetzt, dass die bösen Konzerne nicht wollen… dabei ist der Energieerhaltungssatz schuld. Und Energiebilanzen sollen ehrlich sein und auf die Primärenergie bezogen werden.

    Versuchen Sie die Trittin-Ideologie als Roter Faden Ihrer Denkweise abzuschütteln und vorurteilsfrei zu analysieren. Dann sieht die Welt anders aus. Ich war auch schon mal verblendet…

    PG

  8. @ Paul Gogo,

    aus meiner Sicht mischen Sie hier Sinnvolles und Blödsinn wild miteinander. Weniger zu verbrauchen ist klar sinnvoll. Das geschieht ja auch. Jeder Hersteller, der ein sparsameres Fahrzteug auf den Markt bringt hat Wettbewerbsvorteile und wird gekauft. Dem Sinn des Dieselfilters zu widersprechen aber ist töricht. Der Dieselfilter kostet nur wenig Mehrverbauch (siehe unten), reduziert aber, zumindest gewisse, wenn auch nicht alle Emmissionen. Das ist positiv. Punkt. Gleiches gilt für den Benzin-Kat. Der war schon dadurch sehr nützlich, dass giftiges Blei aus dem Benzin verbannt wurde. Auf die Haltbarkeit der Motoren hatte dies keinen erkennbaren negativen Einfluss.

    Ansonsten ist es natürlich positiv, wenn wir die Effizienz von Motoren erhöhen. Schönes Beispiel ist der Common-Rail-Diesel. Nur blöderweise erzeugt gerade dieser viel effizientere Motor (ich fahre einen Ford Mondeo Kombi TdCi, 140PS, hoher Nutzwert durch riesiges Ladevolumen, bestens ausgestattet, dementsprechend fast 1,7t Leergewicht. Dennoch benötige ich nur um oder sogar unter 6l/100km, selbstverständlich mit Partikelfilter) gerade die schädlichen Feinstäube.

    Und zum Dosenpfand: Dem wollte ich mit meinem Kommentar gar nicht widersprechen. Ich wollte nur darauf hinweisen, dass der Dummkopf Trittin sich in sieben Jahren als Minister mit nichts anderem als Atomaustieg und Dosenpfand beschäftigt hat. Und mit Parteipolitik eben!

    Aber ich halte es trotzdem für Blödsinn (das Dosenpfand). Da Sie so gerne Energiebilanzen betrachten. Haben Sie schon mal die Energie bedacht, die dieses ganze Dosenpfandmanagement samt Tausender neuer Pfandmaschinen verbraucht? Und was soll das eigentlich? Liegt heute weniger Dreck rum. Schmeisst diese verwahrlosende Gesellschaft nicht alles nur noch in die Gegend?

    Am Ende Ihres Beitrags wird es etwas wirr. Nur soviel: Ich besitze und führe ein kleines Unternehmen und bin sehr wohl in de Lage, ganzheitlich wirtschaftlich zu denken – betriebswirtschaftlich wie volkswirtschaftlich. Und wenn Sie das EE schon zitieren, einen größeren Schwachsinn als die massive Förderung der Photovoltaik gibt es in diesem Land ja wohl kaum!

  9. @ Paul Gogo

    Ganz Große Klasse, Wahnsinn nimm deinen Durchlauf, dass ist einfach nur Haarsträubend, Herr schmeiß Hirn vom Himmel.

    Ist wieder Ausgang oder was? Wie halten Sie sich bloß aus?

  10. #81 Jürgen Wanninger:
    „Schöne beispiele wären der Katalysator oder der Dieselfilter. Letzterer, ich weiss, er filtert nicht die Feinststäube, dennoch bringt er uns Fortschritt, hätten wir viel schneller haben können, wenn nicht der ‚Atomausstiegs und Büchsenpfand-Trittin‘ Umweltminister gewesen wäre.“
    „Mit einer Steurerparnis (Subvention) auf Diesel-PKW mit Partikel-Filter hätte sich diese für die Luftqualität auf jeden Fall fortschirttliche Technik viel schneller durchgesetzt. Zweifellos ein Vorteil für deutsche Fahrzeuge auf dem Weltmarkt.“

    Sehr geehrter Herr Wanninger,
    Ihr Kommentar in #70 kam mir schon unheimlich vor, konnte ihn aber wegen der Widersprüchlichkeit nicht richtig deuten.
    Durch #81 wurde er nun klar.

    Katalysator und Dieselfilter sind sehr gute Beispiele wie man es nicht machen sollte, aber üblicherweise macht.
    Diese Massnahmen verstossen in ihrer Art und Weise wie sie verordnet wurden gegen Ökonomie und Ökologie und sind deshalb entwicklungshemmend.

    Der Katalysator hat zu einem immensen Mehrverbrauch an Energie geführt und die Motorenentwicklung um mindestens ein Jahrzehnt blockiert und das ohne zu wissen, ob diese Massnahme in der Gesamtheit nicht eine negative ökologische Bilanz aufweist. Von der Ökonomie ganz zu schweigen.
    Wenn jemand haben will, dass hinten (Auspuff) weniger rauskommt, dann muss derjenige vorne (Motor) weniger reinschütten. Das wäre wenigstens ökonomisch (eine der sichtbarsten tragenden Säulen im Kapitalismus), wahrscheinlich auch ökologisch (die etwas schwer erkennbare tragende Säule jeder Staatsform).
    Beworben wurde der Katalysator mit:
    Abgasfrei, abgasarm, schadstofffrei, schadstoffarm und CO2 reduzierend!!!
    Ist doch kaum ein Unterschied zwischen den Begriffen???
    Wie immer wird erst Dreck generiert und dieser hinterher herausgefiltert.
    Logisch wäre gewesen, weniger Dreck zu generieren.

    Der Katalysator war eben ein gutes Geschäft, konnte man doch ein Ausstattungsmerkmal mehr verkaufen. Gleiches gilt für den Dieselfilter.

    Ich bin überzeugt, dass Massnahmen beim Energiewandlungsprozess und durch Veränderungen des Energieträgers bei konsequenter Zielsetzung einer möglichst hohen Energieausbeute in kWh/km viel mehr erreichbar gewesen wäre und in Zukunft viel mehr erreichbar sein würde.

    Das Flaschen- bzw. Dosenpfand ist dagegen sehr sinnvoll, wenn man die verdreckte Umgebung betrachtet. Leider ist es viel zu niedrig und zu wenig umfassend wie folgendes aktuelle Beispiel zeigt:
    An einer Bundesstrasse wird jedes Jahr auf etwa 100m Länge ein Müllsack mit 100 Liter Verpackungsmüll eingesammelt (wie gerade geschehen), der aus fahrenden Autos stammt. Da frage ich mich wie ohne Zwang derartige Erziehungsmängel beseitigt werden können.

    Vermutlich sieht die (Ihre?) Lösung einen von Polizei und TÜV kontrollierten Abfallbehälter im Fahrzeug vor, wegen dem das Fahrzeug dann etwas grösser, schwerer und stärker gebaut werden muss.

    Was mir in diesem Zusammenhang noch auf der Feder liegt, ist, dass es interessanterweise so viele superkluge Köpfe gibt, denen Kosten und Bezahlbarkeit nur belanglose Nebensächlichkeiten zu sein scheinen. Das ist eine realitätsferne „bezahlt wird es vom Staat“ – mich kümmert es nicht – Mentalität.
    Mit derselben Logik urteilen diese Köpfe über Energieeinsparung und EE und ihnen ist nicht einmal bewusst was Energiekosten und was Anlagenkosten sind.

    Es geht nicht darum, ein Schlafmittel zu haben, sondern eine nachhaltige Lösung.
    In diesem Sinne wünsche ich weiterhin gut zu ruhen.

    Mit freundlichen Grüßen
    Paul Gogo

  11. Hallo Webmanager,

    in meinem letzten Beitrag (#81) ist die letzte Zeile irgendwie abhanden gekommen. Könnten Sie die bitte nachträglich ergänzen. Sie war sinngemäß etwas so:

    Mit einer Steurerparnis (Subvention) auf Diesel-PKW mit Partikel-Filter hätte sich diese für die Luftqualität auf jeden Fall fortschirttliche Technik viel schneller durchgesetzt. Zweifellos ein Vorteil für deutsche Fahrzeuge auf dem Weltmarkt.

  12. Hallo Herr Limburg,

    grundsätzlich teile ich Ihre Auffassung, dass Subventionen zu einer ineffizienten Volkswirtschaft führen. Dennoch halte iches für sinnvoll, wenn ein Staat sagt: Hier ist (könnte) eine sinnvolle Technik sein, die fördere ich fünf Jahre aus Steuermitteln. Erlangt sie (zumindest annähernde) Marktreife, dann wird sie sich weiter durchsetzen und der Staat konnte einen Prozess beschleunigen, der letztlich allen nutzt. Wem tut das weh? Schöne beispiele wären der Katalysator oder der Dieselfilter. Letzterer, ich weiss, er filtert nicht die Feinststäube, dennoch bringt er uns Fortschritt, hätten wir viel schneller haben können, wenn nicht der ‚Atomausstiegs und Büchsenpfand-Trittin‘ Umweltminister gewesen wäre.
    Mit einer Steurerparnis (Subvention) auf Diesel-PKW mit Partikel-Filter hätte sich diese für die Luftqualität auf jeden Fall fortschirttliche Technik viel schneller durchgesetzt. Zweifellos ein Vorteil für deutsche Fahrzeuge auf dem Weltmarkt.

  13. Hallo Herr Vogtländer,

    Ich möchte noch einmal auf Ihren Beitrag #8 zurückkommen und Ihnen hier voll und ganz zustimmen. Man kann m.E. nach EE nicht pauschal ablehnen oder ihnen zustimmen. PV und Wind sind (von Ausnahmen abgesehen) aber aufgrund Unstetigkeit solange ineffizient, als es keine günstigen Stromspeicher gibt. Biogas und Geothermie (wenn geologisch unbedenklich) jedoch werden, eben wegen der Stetigkeit, nach kurzer Anschubsubvention rentabel werden sind damit nur zu begrüßen. Was nach einer Anschubsubvention aber noch immer nicht marktfähig ist wie die flächendeckende PV und Wind eben, gehört vom Markt.

  14. Gestern Abend war der angekündigte Vortrag von Herrn Dr.Thuss auf Einladung des CDU-Ortsverbandes Plauen. Herr Dr.Thuss legte seine Ansichten gestrafft und mit vielen Diagrammen unterlegt dar und stellte sich anschließend einer z.T. zwar kontrovers geführten, aber immer sachlich geliebenen Diskussion. Das nenne ich Meinungsfreiheit.

    Das Interessanteste an der Sache war, daß Herr Thuss zwar logischerweise seine Ansichten vertritt, sich jedoch anderen Sichtweisen und Ansichten keineswegs verschließt. Da herrschte ein ganz anderes, auf wesentlich höherem Niveau befindliches Klima als in der hier so festgefahrenen Diskussion.

    Deshalb an dieser Stelle herzlichen Dank an die Plauener CDU für die Einladung und Herrn Dr. Thuss für sein Kommen.

    MfG
    UV

  15. #77: Stefan Steger

    Zitat von Herrn Steger:
    „Der Stromverbrauch wird weiter steigen und ein Ausbau der konventionellen und nuklearen Stromerzeugung wird kommen. Ich halte das für notwendig, Andere werden das noch lernen müssen (auch wenn´s wehtut).“

    Ganz meinerseits, Herr Steger.
    Der weltweite, undogmatische Umgang mit der Kernenergie ist bekannt, mehr als offensichtlich, wenn man diese ohne Scheuklappen via BRD betrachtet.
    Solche, GEHT’S NOCHT TEURER – EE-Spielereien, wie es in der BRD läuft, sind woanders finanziell nicht zu leisten und nicht gewollt.

    Zudem entfallen bei KKWs die riesigen PV-Felder, massenweise Windräder, Enver-Hodscha-Bunker und so bleiben Landschaften natürlich erhalten.

    Die KKWs sind, was Leistungsfähigkeit, niedrigen Strompreis betrifft nicht zu überbieten.
    Hochspannungsleitungen müssen nicht oder kaum ausgebaut werden, weil bei KKWs nicht nötig ist, mit der Zusammenschaltung tausender, temporärer EE-Anlagen, unentwegt im Balanceakt zu jonglieren, Verbraucher mit Propaganda und ständiger Bevormundungen, gar Strafen (geplante tageszeitorientierte Preise bei EE) zu drangsalieren, rund um die Uhr zu überwachen.

    Die KKWs übertreffen weit in ihrer Ressourcen-Sparsamkeit die EE-Erzeugung und deren bekannte Pläne für eine weltweite Vernetzung.

    Die Landschaft in ihrer Natürlichkeit zu belassen: das ist Umweltschutz woanders in der Welt.

    Wen es interessiert, kann über Pläne weltweiter EE-HGÜ-Vernetzung nachlesen und sich über deren Kosten und gigantische Ausmaße wundern:
    http://tinyurl.com/y2xheev
    http://tinyurl.com/y4zxvdc

    MFG. Ivanfi

  16. Sehr geehrter Herr Gogo @#76,

    „we are on the same track now“
    – Are you really sure?

    Vertretbare Kosten werden von jedem anders definiert. Ich als Privatmann könnte ein paar Cent mehr pro kWh „verkraften“ aber eine stromverbrauchsintensive Industrie rechnet mit Centbeträgen hinter dem Komma – und wandert ggf. ab oder macht „dicht“.
    Zu den Stromspeichern: Die Technologien, die heute machbar sind, sind bekannt und realisiert, i.d.R. als Spitzenlastkraftwerke, bei denen die höheren Speicherkosten in Form von höheren Verkaufspreisen am Markt erzielt werden können.
    „Und Zukünftig“? Wenn ich das wüsste, wäre ich reif für den Nobelpreis. Die bisherigen Forschungsergebnisse sind bei genauer Betrachtung aber eher ernüchternd.
    In der Zukunft brauchen wir Realitätssinn, die EE können bei Weitem nicht das leisten, was ihnen von interessierter Seite manchmal angedichtet wird, außer wir definieren eine neue Physik.
    Ideen, wie z.B. „Desertec“ oder HGÜ-Kabel nach Skandinavien werden durch politische Rahmenbedingungen behindert (ähnlich Nordstream)oder gar verhindert. Die Akzeptanz in der Gesellschaft – spätestens wenn die Bagger anrücken und Tausende Kilometer Kabeltrassen quer durch das Land ziehen – wird auch ein großes Problem werden („Sankt Florian“).
    Der Stromverbrauch wird weiter steigen und ein Ausbau der konventionellen und nuklearen Stromerzeugung wird kommen. Ich halte das für notwendig, Andere werden das noch lernen müssen (auch wenn´s wehtut).

  17. #73 Stefan Steger:
    „Das Hauptproblem ist die volatile Einspeisung der WEA/PV und die fehlende Speichermöglichkeit nennenswerter Energiemengen zu vertretbaren Kosten“

    Sehr geehrter Herr Steger,
    vielen Dank für Ihre Antwort „we are on the same track now“.

    Ihre Antwort generierte zahlreiche Fragen. Einige greife ich heraus.
    Was sind vertretbare Kosten?
    Welche Energiespeicher halten Sie gegenwärtig für machbar? Und zukünftig?
    Welche sonstigen Massnahmen halten sie für zielführend?

    Mit freundlichen Grüßen
    Paul Gogo

  18. #70 Jürgen Wanninger:

    Sehr geehrter Herr Wanninger,
    zuerst mal ein Kompliment für Ihren Beitrag.
    Sie sind der Erste, der mir nicht eine Vorlesung über Vorwiderstände, Transformatoren, Relais etc. hält.
    Zu 2 Punkten folgende Anmerkungen:

    „Es geht nicht darum, was theoretisch denkbar wäre. Was ist praktisch machbar?“

    Richtige Theorien vorausgesetzt, ist alles was theoretisch denkbar auch praktisch machbar.
    Wenn dem nicht so ist, dann ist die Theorie falsch. Die Praxis dominiert die Theorie.
    Es gibt kurioserweise auch Fälle, in denen versucht wird, mit falschen Theorien die längst vorhandene Praxis zu negieren!

    „Und es geht wie mit dem unsäglichen Öko-Schwachsinn des Toyota Prius Hybrid-Autos.“

    Wenn Sie das Modell Prius im speziellen ansprechen, dann gebe ich Ihnen recht. Wenn Sie allgemein ein KFZ mit elektrifiziertem Antriebsstrang meinen, dann widerspreche ich. Ähnliche Diskussion bezüglich Automatikgetriebe und Dieselmotor gingen über Jahrzehnte. Seit Schuhmacher bzw. Le Mans ist das kein Thema mehr. Es kommt nur auf die richtige PR an.
    Toyota hat für den Prius bezüglich PR ein hervorragendes Bild gezeichnet. Ein Fahrzeug, von dem vermutlich Toyota selbst hofft, dass nicht allzu viele davon verkauft werden, aber viel Grünes darüber gesprochen und geschrieben wird, wurde das Grüne Mustermobil schlechthin, sogar von der Politik beworben! So kann man seine zukünftige Marktposition festigen.
    Gemäss ADAC verursacht 1kg zusätzliche Fahrzeugmasse etwa 1 Liter Mehrverbrauch je 15000km Fahrstrecke. Das sind schon mal 400 Liter Mehrverbrauch / Jahr wegen Batterien, Generator, Getriebeteilen u.s.w.
    Die freie Marktwirtschaft erlaubt das. Grün ist nur ein Nutzer davon.

    Exupery sagte sinngemäss: eine Maschine ist nicht dann perfekt, wenn man nichts mehr hinzufügen kann, sondern wenn man nichts mehr weglassen kann.

    Unökologisch bedeutet den Ast absägen auf dem man sitzt! Wenn Sie aber Öko als Hype meinen bin ich Ihrer Meinung. Vor allem die vielen Organisationen im Sog der Grünen betrachten die Welt immer noch als eine Momentaufnahme, die es unveränderlich für alle Zeit zu bewahren gilt, obwohl die hohe Dynamik vom Klima bis zur Geologie etwas ganz anderes zeigt.

    Mit freundlichen Grüßen
    Paul Gogo

  19. #71: Paul Gogo

    Zitat:
    „dass jemand sich seine „Mehrheiten“ bei all denen holen will, die viel dafür geben würden, wenn Sie nicht durch äussere Umstände in diese Situation gekommen wären.
    Eine derartige Diskriminierung bringt nur jemand zustande, der geistig verwahrlost im Luxus lebt.“
    —————————-

    Nur soviel zu Ihrem „Gogo-LACHER“:
    Ich lebe weder in Luxus, noch in geistiger Verwahrlosung.

    Sie scheinen jedoch eher auf dem Mars oder in der Sirius-Staubwolke zu leben, nach Ihrer phantastischen Kategorien geurteilt….

    Sie haben nun mit Ihrer Diffamierung in #71 reichlich über das Ziel hinausgeschossen.

    Bitte haben Sie dafür Verständnis, dass ich mit Ihnen keine Konversation mehr zu führen gedenke.
    Es hätte ohnehin keinen Sinn, da Sie meinen Standpunkt diskriminieren und Ihren eigenen Standpunkt endlos weiterentwickeln, als wenn dies jemanden HIER interessieren würde.

    Nun, lachen Sie Ihre bittere Tränen weiter. Es ist gesund. Vielleicht hilft es Ihnen.

    Ivanfi (Rostock)
    13.4.2010

  20. Sehr geehrter Herr Gogo @#65:

    „Welche Probleme haben die PVAs und WEAs Ihrer Meinung nach?…“

    – Das Hauptproblem ist die volatile Einspeisung der WEA/PV und die fehlende Speichermöglichkeit nennenswerter Energiemengen zu vertretbaren Kosten. Die Frage, ob AC oder DC ist dabei untergeordnet:
    Kein Wind, kein Strom; das gilt bei AC und DC.

    Grundsätzlich:
    Bei der Beurteilung der „Fähigkeiten“ erneuerbarer Energien ist es unerheblich, ob das Netz mit AC oder DC betrieben wird. Die Wirkungsgrade und Kosten sind bei vernünftiger Auslegung sehr ähnlich und in dieser Frage nicht entscheidend.

  21. @Paul Gogo

    Herr Gogo,
    in Norddeutschland nennt man Typen wie Sie Klugschnacker, außer heißer Luft und am Ende Beleidigungen nicht viel mehr. Ihre Ideen sind substanzlose Luftschlösser welche sich auf Grund Ihrer Undurchführbarkeit in Wohlgefallen auflösen, Sie sollten einfach stille sein und sich geschlagen geben wie ein Mann, statt aus dem Schutz der Anonymität zu beleidigen.

    Karl Rannseyer

    Non Serviam

  22. #69: Zoltan Ivanfi sagt:
    „Herr Gogo, Sie sind ein perfekter Planer. Wenn es um den ständigen Anreiz zum Entwickeln und Geldverdienen geht, sind Sie (wären Sie) der ideale Partner für die Industrie, die ständig auf der Suche ist, nach verkaufbaren Ideen. Ob mit oder ohne Subventionen auf Kosten der Gemeinschaft“.

    Sehr geehrter Herr Ivanfi,
    ich wollte einen, auch für Sie, erkennbaren Anreiz für effektiveren Energieeinsatz schaffen. Nur wenn Sie „Dollars“ sehen, leiten Sie davon einen Handlungsbedarf ab. Sie hätten aber auch einen weniger „bevormundenden“ Vorschlag machen können, hatte ich die Idee doch langsam genug entwickelt.
    Meine Produkte zeichnen sich in der Tat dadurch aus, dass sie mit geringerem Aufwand gefertigt werden können und /oder einen höheren Kundennutzen aufweisen (beides lässt sich nicht immer mit einem Entwicklungsschritt erreichen).

    Sie sind schon richtig lustig – ich habe schon lange nicht mehr so viele bittere Tränen lachen müssen,
    dass jemand sich seine „Mehrheiten“ bei all denen holen will, die viel dafür geben würden, wenn Sie nicht durch äussere Umstände in diese Situation gekommen wären.
    Eine derartige Diskriminierung bringt nur jemand zustande, der geistig verwahrlost im Luxus lebt.

    Mit freundlichen Grüßen
    Paul Gogo

  23. Hallo Herr Gogo,

    ich verfolge jetzt den Blog über viele Beiträge und Ihren Disput mit einigen anderen Schreibern.
    Jetzt habe ich Kopfweh vom andauernden Schütteln desselben.
    Ich denke, Sie sind genau der Typus ‚moderner‘ Mensch, unter dem dieses Land seit der ‚Nein-danke-Sonneblumengeneration‘ leidet: Der öko- und sozialromatische Träumer.
    Kosten, Bezahlbarkeit und praktische Machbarkeit scheinen für Sie belanglose Nebensächlichkeiten zu sein. Sie haben die typische grüne realitätsferne ‚Geld erwirtschaften andere – ich geb’s aus‘ – Mentalität.
    Es geht nicht darum, was theoretisch denkbar wäre. Was ist praktisch machbar?
    Wie wollen Sie 39 Millionen Stromzähler zeitgleich austauschen? Oder wie lange sind Sie persönlich bereit, auf Strom zu verzichten, weil eine solche Umstellung Monate dauern würde. Dass Sie moderne Dc-taugliche Lichtschalter besitzen wollen, ist scghön für Sie. 95% der Haushalte haben diese aber nicht! Offensichtlich haben Sie auch soviel Geld (mit PV-Subventionen verdient?), dass Sie ab einer Stichwoche sämtliche Elektrogeräte wegwerfen und durch neue DC-geräte ersetzen können. 95% der Bevölkerung hat dies aber auch nicht. Und wer sollte überhaupt soviele Elektrogeräte bis zu welchem Zeitpunkt produzieren können? Das ist Spinnerei total!
    Die von Ihnen angedachte Änderung des Strombetztes könnte nur über JAHRZENHTE erfolgen. Alle ab Tag X verkauften E-Geräte müssten für eine lange Übergangszeit für beide Stromarten kompatibel sein. So etwas macht aber nur Sinn, wenn wirklich große Teile der Erde zumindest aber mal Europa einheitlich mitwirken. Und dann muss wirklich eine deutliche Netto-Energieeinsparung winken! Denn alle unvermeidbaren Doppelversorgungsmaßnahmen verbrauchen sehr viel Energie und Ressourcen. Sonst verpuffen Ihre Energieeinsparungen. Und es geht wie mit dem unsäglichen Öko-Schwachsinn des Toyota Prius Hybrid-Autos. Der muss übrigens über 3 Millionen km laufen, um die bei seiner Produktion zusätzlich verbrauchte Energie überhaupt wieder erwirtschaften zu können.
    Ist die DC-Versorgung aber nicht soviel effizienter (das allerdings kann ich nicht beurteilen – ich wollte hier nur Ihre Realitätsferne beurteilen), dann sind diese ‚fortschrittlichen‘ Ideen der gleiche ideologische Müll, wie ihn die Generation Trittin seit Jahrzehnten über dieses Land ausschüttet.
    Was mir in diesem Zusammenhang noch auf der Feder liegt, ist, dass es interessanterweise nirgendwo auf der Erde einen Staat mit einer ähnlich großen Anhäufung von superklugen besserwisserischen Dummköpfen wie B90/Grüne gibt.

  24. #68: Paul Gogo

    Herr Gogo, Sie sind ein perfekter Planer. Wenn es um den ständigen Anreiz zum Entwickeln und Geldverdienen geht, sind Sie (wären Sie) der ideale Partner für die Industrie, die ständig auf der Suche ist, nach verkaufbaren Ideen. Ob mit oder ohne Subventionen auf Kosten der Gemeinschaft.

    Dennoch: soviel neurotische Erbsenzählerei, direkte und indirekte Bevormundung – ist nicht meins, Herr Gogo.

    Dann bin ich doch froh, dass es noch einige Milliarden Mit-Menschen auf der Erde gibt, die diesen Weg zu gehen vielleicht wegen ihrer wirtschaftlichen Rückständigkeit, oder wegen unüberbrückbarer Mentalitätsunterschiede kein Interesse bekunden.

    MFG. Ivanfi
    12.4.2010

  25. #67 Klaus Hempen sagt:
    „Auch die von Ihnen angeführten, „drahtlosen Lichtschalter“ sind lediglich für Wechselspannung geeignet. Wenn sie sich einmal die Mühe machen würden das Innenleben dieser Ihrer Lichtschalter zu betrachten, dann würden Sie feststellen,……….“

    Sehr geehrter Herr Hempen,
    ein Entwickler entwickelt Komponenten, Module, Systeme wie immer Sie diese Dinge nennen wollen. Natürlich sondiert ein Entwickler, aber die Aufgabe lautet „make ist happen“ und das ist nicht eine Aufzählung wie und warum etwas nicht funktioniert. Nur weil Sie sich das technisch nicht vorstellen können, heisst das noch lange nicht, dass diese Technik nicht schon seit dem Ende des letzten Jahrtausend im Einsatz ist.

    Es geht um die Energieversorgung von Morgen, und dabei ganz wesentlich um die intelligante Ergänzung der nicht erneuerbaren Energien durch Sonnenenergie wovon eine ganze Menge leicht genutzt werden kann.
    Dass noch grosses Potenzial zur Verringerung des Energieverbrauches vorhanden ist, scheint offensichtlich zu sein und sollte mit höchster Priorität genutzt werden. In diesem Zusammenhang hatte ich DC genannt. Warum nicht einen ohnehin vorhandenen Trend nutzen?

    Meine Leuchten akzeptieren Wechsel- und Gleichspannung, haben an letzterer eine etwas höhere Lichtausbeute, sind fernsteuerbar und ohne Leistung schaltenden Relais oder Triacs.
    Wie wollen Sie das nationale oder globale Energieproblem lösen, wenn Sie schon vor den vergleichsweise überschaubaren Aufgaben der letzten Meile kapitulieren.
    Ihre 39 Millionen Messeinrichtungen werden doch ohnehin alle 10 Jahre ausgetauscht und ggf. verschrottet, repariert und / oder neu kalibriert. Schon für dieses Geld bekommen Sie 39 Millionen neue „Zähler“, die sowohl an DC als auch an AC arbeiten könnten. Einige weitere Merkmale hatte ich Ihnen schon genannt. Die Reduzierung der Verbrauchspitzen im Haushalt wäre noch ein weiterer Synergieeffekt.
    Das sind noch alles keine Hürden, für die man besonders tief in die Hitech Kiste greifen müsste, sondern Stand der Technik.
    Mit den gleichen überholten Argumenten wird der EE der Kampf angesagt. Wenn WKAs zu teuer sind, dann sollte man versuchen diese kostengünstiger ausführen. Wenn die WKAs zu störanfällig sind, dann sollte man diese betriebssicher und langlebiger bauen. Wenn WKAs zu viele Emissionen erzeugen, dann sollte man diese reduzieren. Wenn sich Aufstellorte für WKAs als zu windarm herausstellen, dann müssen diese überdacht werden.
    Wieso gibt es aber noch nach Süden ausgerichtete Dächer ohne Solarthermie Nutzung? Sie emittieren keine Störungen, „verbrauchen“ keine Landschaft und die Energie ist gut speicherbar. Sind 30% fossiler Primärenergieanteil für Gebäudeklimatisierung nicht pure Dekadenz?

    Könnte ein von der Bezugsmenge progressiv abhängiger Energiepreis bei, Heizöl, Gas, Kohle und Pellets beim Endverbraucher einen Anreiz für Solarthermie bieten?
    Bei Strom könnte man zusätzlich niedrige Verbrauchsspitzen prämieren.
    Bei 39 Millionen Haushalten hätte dies bestimmt einen Spareffekt. Der neue Energiezähler könnte das möglich machen.
    Mit freundlichen Grüßen
    Paul Gogo

  26. Sehr geehrter Herr Gogo,

    ich beziehe mich auf Ihre Ausführungen unter #61. In meinen Ausführungen unter #58 habe ich darauf verwiesen, dass eine vorhandene technischer Komponenten allein nicht ausreicht ein so großes System wie das Niederspannungsnetz zu den einzelnen Haushalten von Wechselstrom auf Gleichstrom so ohne weiteres umzustellen. Bei ca. 39 Millionen Haushalten habe ich einen Teil von Komponenten aufgezeigt, die bei Einführung einer Gleichspannungsversorgung in Haushalten ausgetauscht werden müßten. Nicht verlöschende Lichtbögen in Elektroanlagen können Brände auslösen und so muß die gesamte Installation in einem Haushalt bei der Umstellung auf Gleichspannung auf nicht für Gleichspannung geeignete Komponenten überprüft werden. Gleichzeitig müssen alle Gerätesteckdosen gegen neue, nur für Gleichstrom bestimmte Gerätesteckdosen zu ersetzen, damit nicht alte, nur für Wechselstrom geeignete Elektrogeräte versehentlich an das Netz angeschlossen werden können und dadurch Schäden entstehen.

    Sie sollten einmal einen Vorschlag machen, wie Sie bei tausenden, an eine Trafostationen angeschlossenen Haushalten, in den Haushalten gleichzeitig Stromzähler, die komplette Elektroinstallation, alle Haushaltsgeräte u.s.w. austauschen wollen und wer das alles bezahlen soll. Und das Ganze bei ca. 39 Millionen Haushalten.

    Sie neigen dazu Dinge durch einander zu bringen. Bei den Lichtschaltern geht es nicht darum, ob diese ortsveränderlich, drahtlos sind, sondern darum, ob diese für Gleichspannung geeignet sind, was die heutigen Lichtschalter nicht sind. Sie führen folgendes aus:

    „Was kann ich dafür, dass sie noch so antiquierte und ortsunveränderliche Lichtschalter mit Drahtanschluss verwenden. Sogar bauliche Maßnahmen sind dafür erforderlich gewesen und für alle Ewigkeit einzementiert, im wahrsten Sinne des Wortes. Die mit Abstand teuerste Lösung mit „20″m laststromdurchflossener Leitung. Aber Sie reden von Kosten.
    Meine Lichtschalter arbeiten drahtlos, brauchen keine Zuleitung und keine Batterie, können an jeden beliebigen Ort im Raum in ausreichender Stückzahl angebracht werden.“

    Auch die von Ihnen angeführten, „drahtlosen Lichtschalter“ sind lediglich für Wechselspannung geeignet. Wenn sie sich einmal die Mühe machen würden das Innenleben dieser Ihrer Lichtschalter zu betrachten, dann würden Sie feststellen, dass sich darin die besagten Relais, die Wechselspannung bis 250 Volt und nur Gleichspannung bis 28 Volt schalten können, befinden. Oft befinden sich diese Angaben auch auf dem Relais selbst. Der Funksignalempfänger und die Ansteuerungselektronik der Relais erhalten Ihre Betriebsspannung über einen Kondensator zu Spannungsminderung, weil diese sehr preiswert und klein ist und keine Wärmeverluste erzeugt, funktioniert auch nur bei Wechselspannung. Sollte es sich ausnahmsweise um eine rein elektronische Variante handeln, so werden dort TRIAC’s eingesetzt, die auch nur mit Wechselspannung arbeiten können.

    Würden Sie Ihr privates Haushaltsnetz also auf Gleichstrom umstellen, säßen Sie erst einmal sprichwörtlich im Dunkeln trotz der nach Ihren Worten „nicht antiquierten, sondern drahtlosen Lichtschalter“.

    Mit freundlichen Grüssen

    Klaus Hempen

  27. #64 Zoltan Ivanfi:
    „natürlich meinte ich kwh/kg überall im Text! Und es ging ja in all den Zusammenhängen um die Energiedichte“

    Sehr geehrter Herr Ivanfi,
    das freut mich aber, dass Sie nun auch den Unterschied zwischen Leistungsdichte und Energiedichte kennen.

    Wie schon in #54 erwähnt, hatte ich nirgendwo Batterien erwähnt und schon gar nichts über die Energiedichte ausgesagt.
    Das Thema Akkumulatoren stammt von Ihnen.
    Hätte ich Ihren Kommentar nicht lesen sollen?

    Vielleicht kommt von Ihnen irgendwann einmal ein positiver Kommentar anstelle der ständigen Destruktionen.
    Einen Weg, bei dem Sie nur über Ihren Halbschatten springen müssen, hatte ich Ihnen schon aufgezeigt.
    Versuchen Sie es mit Destruktion der Destruktion.

    Mit freundlichen Grüßen
    Paul Gogo

  28. #56 Stefan Steger:

    Sehr geehrter Herr Steger,
    danke für Ihre sehr interessanten Ausführungen zum Thema Stromnetze.
    Wie Sie richtig erkannt haben, war mein Fokus primär auf die letzte (und die erste) Meile gerichtet. Die grossen Netze waren unberücksichtigt.
    Es war aber interessant zu lernen, dass es dem elektrischen Strom nicht anders ergeht wie den Kartoffeln, die von „Hamburg“ nach Sizilien zum Schälen transportiert wurden. Selbstverständlich dann wieder geschält zurück nach „Hamburg“ (vielleicht war es auch eine andere Stadt in D). Der Energieverbrauch ist in jedem Fall zu hoch.
    Es wird sehr interessant werden, wie sich die 50Hz und DC bei den grossen Energieschienen ergänzen und ob diese Energieschienen so weiterbestehen werden. Die Spatzen wird es freuen, wenn sie sich die Füsse wärmen können.

    Auch mit der Lebensdauer haben Sie recht. 100 Jahre für einen Transformator sollten durchaus erreichbar sein. Ein Halbleiter tut sich da noch schwer. Wird aber ein 2010 gefertigter Transformator 2110 noch in Betrieb sein, nur weil er nicht ausgefallen ist?

    Welche Probleme haben die PVAs und WEAs Ihrer Meinung nach? In einem Leitartikel wurde die 50Hz Abweichung als grosses Problem dargestellt.
    Gibt es doch keine Hürden mehr für Dezentralisierung und Diversifizierung?

    Noch eine kleine Anmerkung zu den Kosten. Sie sagen einmal:
    „Ein Drehstromtransformator (ab 30MW bis >500MW) ist in Bezug auf Kosten und Lebensdauer jeder Elektronik weit überlegen.“
    Dann aber wieder:
    „Mag sein, das ist ein Thema der Energieanwender und deren Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen. Für das „Netz“, w.o. definiert ist das nicht entscheidend.“
    Ich denke, dass der industrielle Verbraucher nicht die Möglichkeit hat, die Kosten beliebig weiterzugeben. Der Stromproduzent sehr wohl.

    Nochmals zurück zum Bahnstrom.
    2010 nochmals 16,7Hz / 15kV festlegen? Ich habe da so meine Zweifel. Würde man F folgen? Oder wäre es DC. Oder noch etwas anderes? Was meinen Sie?

    Mit freundlichen Grüßen
    Paul Gogo

  29. #59: Paul Gogo

    Hallo Herr Gogo,

    natürlich meinte ich kwh/kg überall im Text! Und es ging ja in all den Zusammenhängen um die Energiedichte. Dass ich mich da verschrieben habe, tut mir leid.

    Aber Sie gaben mir noch keinen Hinweis: wo Sie im Netz (praktische, nicht theoretische) Akkumlatoren kennen, deren Energiedichte bei einigen kWh/kg sein soll.
    Bei Wikipedia bestimmt nicht. Da habe ich schon nachgelesen.

    MFG. Ivanfi

    8.4.2010

  30. Hallo Frau Fuchs,

    Grimms Märchen waren es bestimmt nicht, aber irgendjemand muss Sie falsch informiert oder in die Irre geführt haben?

    Oder Sind Sie eine absolute Energiespezialistin, (die uns in die Tasche steckt), die voll Bescheid weiss?

    Dann können Sie sich bestimmt vorstellen, dass sämtliche GRUNDLASTWERKE (insbesondere alle AKWs) in der BRD abgeschaltet werden und durch das Jonglieren in den Verbundnetz-Zentralen der BRD mit den vorhandenen, schon sehr beachtlichen TEMPORÄREN Kapazitäten, eine wunderweise stabile Stromversorgung entsteht.

    Ich möchte nur für 3 Tage (72 Stunden) einen solchen Versuch, nach Ihren (naiven) Vorstellungen durchgeführt sehen.

    Vielleicht stellen Sie (oder Ihr zuständiger Bundestagsabgeordneter nach Ihrer Anregung) mal diesen Wunsch an die energiepolitischen Sprecher der GFCS-Parteien, die dann die FACHLICHE Durchführbarkeit eines Versuchs (und späteren Dauerzustand) BEANTWORTEN würden.

    Wetten, dass Ihr Wunsch wegen technischer Nichtrealisierbarkeit abgelehnt wird?

    Große Träumer sind schon, unsere sehr verehrten GFCS-Abgeordnete, aber – soviel technischen Grips haben sie trotzdem, dass sie für die Quadratisierung des Kreises nicht die Verantwortung übernehmen.

    Schreiben Sie mir bitte, ob Sie meinen Vorschlag gut finden?

    MFG. Ivanfi (Rostock)
    8.4.2010

  31. Wenn erneuerbare Energien (ja, ich räume ein, der Begriff ist in der Tat irreführend, da Energie ja bekanntlich nicht produziert, sondern nur umgewandelt werden kann) so unfassbar ineffizient sind und – O-Ton einer der Forenbesucher – „nicht geeignet sind, eine Industrienation zu versorgen“, wie erklären Sie sich dann, dass es bereits heutzutage möglich ist, in den Sommermonaten das komplette deutsche Stromnetz nur durch Strom aus EEs zu speisen??? Hmm?

  32. #58: Klaus Hempen:
    „…….läßt sich leicht feststellen, daß nicht vertretbare finanzielle Kosten entstehen. Jeder Lichtschalter in einem Haushalt ist für 230 Volt Wechselspannung ausgelegt…..“

    Sehr geehrter Herr Hempen,
    seit ich DC Sub-Netze ins Spiel gebracht habe, höre ich nur warum das nicht geht und wie teuer das alles sei. Amüsanterweise wurden die meisten Kritiker still und leise inzwischen von dieser Technik überholt, denn es gibt heute um ein vielfaches mehr DC Anwendungen als in den 50er Jahren, egal ob Sie das von der Anzahl der Installationen oder von der Leistung her betrachten. Tendenz zunehmend.
    Die Alternative der Kritiker, ist meist das, was wir derzeit haben. Schon in den Museums ist die Vergangenheit weiter fortgeschritten.

    Wenn ein Entwickler schon während der Konzepterstellung ständig auf die Kosten achtet und alles was gut (und ggf. teuer) ist, schon in der Konzeptphase ausschliesst, wird das Ergebnis in der Regel eine teure Notlösung sein – weil der Entwickler nicht weiss wohin er gehen soll. Wüsste er, wie die technisch perfekte Lösung aussieht, dann könnte er auch die Kosten dafür zu senken.
    Oftmals ist es dann wie Essen kochen. Eine versalzene Suppe verschwendet Salz, wenn sie gar nicht schmeckt, nicht nur Salz, sondern die Suppe mit all dem was an Aufwand hineingesteckt wurde. Das weiss jede Hausfrau, weshalb man sie auch öfter fragen sollte, wenn es um HiTech geht.

    Sie haben natürlich recht, wenn Sie eine 1:1 Übertragbarkeit für nicht gegeben halten. Deshalb hatte ich von Problemzonen gesprochen, wenn Sie sich richtig erinnern. Es wäre naiv zu glauben, dass etwas, was in 2 Minuten kreiert wurde nicht weiter verbesserungsfähig ist.
    Von einem erfahrenen Entwicklungsingenieur würde ich eine Liste mit erkannten Problemen und den Lösungen dazu erwarten – vor allem die Lösungen. Wieso wollen Sie 230V DC mit dem Relais schalten? Weil man es 1950 auch so gemacht hat? Warum schalten Sie die elektromechanischen Relais nicht im stromlosen Zustand, dann halten sie viel länger als bei AC? Es ist aber schon sehr wertvoll, dass ich jetzt auch weiss, dass 230V 50Hz genormt sind, –danke im Namen aller, die das bisher nicht wussten.
    Was kann ich dafür, dass sie noch so antiquierte und ortsunveränderliche Lichtschalter mit Drahtanschluss verwenden. Sogar bauliche Massnahmen sind dafür erforderlich gewesen und für alle Ewigkeit einzementiert, im wahrsten Sinne des Wortes. Die mit Abstand teuerste Lösung mit „20“m laststromdurchflossener Leitung. Aber Sie reden von Kosten.
    Meine Lichtschalter arbeiten drahtlos, brauchen keine Zuleitung und keine Batterie, können an jeden beliebigen Ort im Raum in ausreichender Stückzahl angebracht werden.
    Kosten in der Standardversion, Made in China 6€50. (Deutsche „Entwickler“ hielten diese Technik für viel zu teuer und überliessen China den Markt). In der Luxusversion mit silbriger Frontplatte kostete der Schalter 29€ (nur die Frontplatte ist Made in Deutschland. China überlies D die primitive Produktion der Frontplatte. D freute sich darüber, weil man mit der Frontplatte die höhere Wertschöpfung im Land behielt, bis, ja bis China die Frontplatte für 0,99€ mit goldiger Oberfläche anbot). Als Problemlöser dafür haben wir Peter Harz.
    Das kommunikative Vorschaltgerät des Leuchtmittels kostet 5€ mehr gegenüber dem ohne drahtlos Interface.

    Wollen Sie noch ein paar Beispiele, bei denen es genau so oder ähnlich gelaufen ist, nur dass das Land nicht China war.

    Die Umwälzpumpen für die Heizung wollen wir doch ohnehin durch geregelte/gesteuerte Pumpen ersetzen mit Durchflussmesser und drehzahlveränderlichen Motor. Wir wollen doch Energie einsparen, noch dazu wenn es sich um Verbraucher mit Grundlast Charakter handelt. Muss ich Ihnen erklären, was an ihrer Umwälzpumpe noch alles auf dem Stand der Flint Stones ist?
    Sie stimmen mir doch sicher zu, dass die derzeit noch üblichen elektromechanischen Messeinrichtungen nur noch für das Museum taugen. Kein Entwickler würde heute einen so aufwändigen Energiemesser bauen. Viel zu teuer, viel zu gross, nicht diagnosefähig, aufwändig zu kalibrieren.

    Mit Ihren Batterien zielen sie vermutlich auf meine Elektrifizierung des Antriebstranges im Automobil. Da stimme ich Ihnen zu. Zu schwer, zu gross, zu kurzlebig, zu empfindlich, zumindest für die nächsten paar Jahre. Sie sollten dennoch nicht ihre Batterien von 1950 mit denen von 2010 vergleichen. Wenn sie die von 2010 auch so schlecht behandeln wie die von 1950, dann müssen Sie sich nicht wundern.
    Der elektrische Radantrieb ist jedoch nicht auf Batterien angewiesen. Eine dieselelektrische Lok oder ein dieselelektrisches Schiff ist es auch nicht.
    Man könnte schon den Eindruck bekommen, dass der gegenwärtige Entwicklungsstand bis zum jüngsten Tag nicht mehr verbessert werden kann.
    Hätten Sie sich vor 5 Jahren vorstellen können, dass Sie eine 1TB Festplatte für 50 € bekommen oder dass beim „Aldi“ um die Ecke, 128 MB Memorysticks „for free“ sich neben der Kasse in dem berühmten Glas anstelle der Bonbons befinden, ausreichend um Ihre gesammelten literarischen Werke zu speichern (nur einer, nicht das ganze Glas voll)?

    Mit freundlichen Grüßen
    Paul Gogo

  33. @ #41: Zoltan Ivanfi am Sonntag, 28.03.2010, 21:59

    Sehr geehrter Herr Ivanfi,

    #…so tief, wie Sie stehe ich in dieser Materie nicht…#

    Das müssen Sie auch nicht. Es reicht, wenn man den Überblick hat, der Ihnen fehlt, was unschwer zu lernen ist, wenn man sich für das Thema interessiert.

    #Ich halte strikt nichts von Energieproduktions-Anlagen, die in ihre Produktivität weit, weit unter den, der AKW-Anlagen liegen.#

    Erstens sollten Sie das für Biomasse-Anlagen einmal nachweisen, zweitens spielen bei Biomasse (bei weitem nicht nur Biogas, wie Sie mir das andichten, sondern auch Biomasse-Kraftwerke und BtL-Anlagen) Entsorgungseffekte sowie land- und forstwirtschaftliche Aspekte im Vordergrund und drittens kann man aus Gülle keine Kernbbrennstäbe herstellen.

    Im übrigen: Ich bin auch für KKW, nur auch realistisch genug, um zu begreifen, daß das, was ich mir wühnschen würde, nämlich Bau neuer Blocks oder gar Werke, praktisch nicht durchsetzbar ist. Gegen das, was dann abliefe, wäre Gorleben ein Klacks. Das hat auch Röttgen eingesehen – und dafür z.T. verbale Dresche in der eigenen Partei bezogen.

    #Ich halte auch deshalb nichts von temporären EE-Produktionsanlagen, deren Daseinsberechtigung in der CO2-Hysterie begründet ist…#

    Ich sehe Biomasse-Anlagen nicht aus dem Blickwinkel der CO²-Hysterie (derich im übrigen nicht fröne), sondern aus bereits mehrfach genannten Sichten.

    und deren ZWANGS-Einspeisung mit einer Dauersubventionierung der Gesellschaft aufrecht erhalten wird.

    #Die Zwangseispeisungen bewirken dreifache Kosten für die Gesellschaft.
    Erstens die subventionierten Investitionskosten, zweitens die Subventionierung durch die Einspeisevergütung, drittens die korrekterweise zu erfolgende Bezahlung der Beriebs-Ausfallzeiten der Grundlastwerke, bzw. der Anspruch der EE-Betreiber auf Lastenausgleich, wenn sie den gerade verfügbaren Strom mangels Bedarf oder mangels Organisierbarkeit ncht verkaufen können.#

    In erstens und zweitens gebe ich Ihnen teilweise Recht. Subventionen sollte man aber getrennt betrachten, da es sie in zahlreichen Bereichen der Wirtschaft gibt. Man sollte sie generell auf den Prüfstand stellen und ggf. durch Risikokapital ersetzen, wodurch weniger staatliches Geld „verbrannt“ wird. Allerdings generieren Subvention alles in allem auch Steuern, wenn die damit in Gang gebrachten Investitionen Gewinn abwerfen.

    Subventionen sind aber getrennt von Einspeisevergütungen zu betrachten. Sie sind ein geschickter Winkelzug von „Umweg-Subventionierung“. Daß ich so etwas ablehne, hatte ich schon ausgeführt, aber alle Teilmeinungen von meiner Seite, bei denen ich mit Ihnen übereinstimmen, scheinen Sie lieber ins Ignorantenstadl zu verbannen, anstatt darauf einzugehen, wie z.B. Subventionskürzungen (zunächst) bei Photovoltaik oder im EEG vorgeschriebene Degressionen, nicht zu vergessen den Entwurf der Novelle zum EEG.

    Natürlich ist das EEG eine Chimäre und ein Ärgernis. Nur läßt sich da durch wütende Diskussionen nichts ändern. Es muß nachgedacht werden, wie dieses Monster schrittweise zurückgefahren werden kann. Kleine Ansätze sind bereits vorhanden, man sollte sie nur zur Kenntnis nehmen.

    Witzig sind Sie auch noch. Ich habe herzlich gelacht, als ich las, daß Ihrer Ansicht nach auch für Biomasse-Anlagen, um die es mir ja ausschließlich geht, Kraftwerke im Standby-Betrieb vorgehalten werden müßten. Ich sag’s Ihnen mal langsam zum Mitmeißeln: Biomasse-Anlagen sind grundsätzlich grundlastfähig, ja mehr noch: Mit Biogas und z.T. auch BtL (deren Hauptverwendungszweck allerdings ein anderer ist), sind sogar Lastschwankungen ausgleichbar. Hinzu kommen noch Verfahren zur Energiespeicherung incl. Transport, die sich größtenteils noch in der Entwicklung befinden, jedoch sehr aussichtsreich sind.

    Abschließend: Zu den von Ihnen angesprochenen Exportfragen fühle ich mich nicht auskunftsfähig. Ich vermute aber, daß Anlagen für alternative Energien im Export denselben Schwankungen unterliegen wie jedes andere Exportgut auch. Manches wird auch durch Importe kompensiert. So sprach ich neulich mit einem Fachmann, der meinte, daß Solarmodule künftig vermehrt aus China kommen, die Qualität nichts zu wünschen übrig ließe und dadurch die Subventionen in etwa 5 Jahren auf Null gesetzt werden könnten. Ich kann das momentan nicht nachprüfen. Solar ist nicht meine Hauptstecke.

    Freundliche Grüße nach Rotsock
    Uli Vogtländer

  34. #57: Zoltan Ivanfi

    Sehr geehrter Herr Ivanfi,
    In #51 sprachen von kW/kg.
    In #57 sprechen Sie von kWh/kg.
    Ihrem letzten Kommentar entnehme ich, dass das für Sie dasselbe ist.

    Ich stehe zu meinen genannten Beträgen und Wikipedia wird dem sicher nicht widersprechen. So schlecht ist Wikipedia gar nicht.
    MfG
    Paul Gogo

  35. Sehr geehrter Herr Gogo,

    Sie schreiben unter #49:

    „Inzwischen recherchierte ich ein wenig zum Thema „Gleichstromversorgung der letzten Meile“. In der Tat laufen bereits Untersuchungen bezüglich der Wirtschaftlichkeit einer Gleichspannungsversorgung. Die Technik ist, wie schon erklärt, weitgehend vorhanden. Verwunderlich ist das nicht, bei derart grossen strategischen Vorteilen dieser Technik. Die Elektrifizierung des Antriebsstranges im Automobil wird die Verbreitung in den anderen Industriezweigen noch beschleunigen.“

    Bis zum Ende der 50ziger Jahre gab es in Deutschland auch noch die Stromversorgung in Haushalten mit Gleichstrom. Heute ist eine einheitliche Stromversorgung mit 230 Volt Wechselspannung in Deutschland vorhanden.
    Wenn man die „letzte Meile“, also die Einspeisung von Gleichstrom bei den Haushalten, realisieren möchte, läßt sich leicht feststellen, daß nicht vertretbare finanzielle Kosten entstehen. Jeder Lichtschalter in einem Haushalt ist für 230 Volt Wechselspannung ausgelegt, wenn damit Gleichspannung geschaltet wird bleibt bei Gleichspannung ein Lichtbogen zwischen den Schaltkontakten bestehen. Das Gleiche gilt für Relais, die in vielen Einrichtungen, wie Schaltuhren, Steuerungen für Heizungsanlagen, Haushaltsgeräten u.s.w, verwendet werden Laut Datenblatt der Relais sind diese bei Wechselspannung für 250 Volt geeignet, während diese bei Gleichspannung nur 28 Volt ohne Lichtbogen schalten können. die Wechselspannung hat den Vorteil, daß die Spannung alle 10 Millisekunden durch den Nullwert läuft und so ein Lichtbogen verlöscht.
    Des weiteren müßten ca 39 Millionen Stromzähler in den Haushalten sowie alle Motorantriebe: Umlaufpumpen von Heizungen, Waschmaschine, Trocknern, Garagentore u.s.w, ausgetauscht werden.
    Im übrigen habe ich zu Beginn meiner Ausbildung zum Elektromechaniker vor meinem Studium im Jahre 1950 Elektrotransporter von einer mehr als 1000 Fahrzeuge umfassenden Flotte gewartet. Die größte Fehleranfälligkeit wiesen die schon damals sehr teuren Akkumulatoren auf, deren positiven Elektroden in regelmäßigen Abständen erneuert werden mußten. Heute, nach 60 Jahren, ist noch kein bedeutender Fortschritt festzustellen.

    Technisch großartig erscheinende Lösungen scheitern oft an den vielen scheinbaren Kleinigkeiten, die bei der Umsetzung beachtet werden müssen. Ein Entwicklungsingenieur spricht da aus Erfahrung.

    Mit freundlichen Grüßen

    Klaus Hempen

  36. Hallo Herr Gogo,

    wenn Sie immer so forsch rechnen, habe ich den Eindruck, dass Sie sich durch Überzeugung statt Sachlichkeit leiten lassen.

    Sie sprechen von EINIGEN kWh/kg Energiedichte bei Akkumlatoren.

    WELCHE, bereits in der Praxis bewährte Akkus meinen Sie damit?
    —————————————————

    Die heutzutage besten Akkumlatoren für E-Autos sind Lithium-Ionen, Lithium-Polymer oder Lithium-Metall-Polymer Akkus. (LMP von Mirko Hannemann, Berlin)

    Sonst sind folgende Daten in Wikipedia nachlesbar:
    http://tinyurl.com/3xtska
    „Beispielsweise beträgt die Energiedichte eines Lithium-Polymer-Akku 140–180 Wattstunden pro kg Masse“
    Ergo: hier steht 0,14-0,18kWh/kg.
    Meine Daten im Text mit 0,2kW/kWh waren schon großzügig zu Ihren Gunsten formuliert.

    MFG. Ivanfi (Rostock)
    5.4.2010

  37. Hallo Herr Gogo, @#53

    „Sie als Netz-Spezialist fragen mich?“

    Danke für die Blumen, zur Vermeidung von Missverständnissen hatte ich sicherheitshalber nochmal gefragt. Vorweg: Ich verstehe unter „Netz“ das Verbundnetz (380kV), Überregionales Verteilnetz (110kV), regionales Verteilnetz (20/10kV) bis zum Ortsnetz Niederspannung (380V).

    „Die sehr gute Umspannbarkeit von DC ist eines der wesentlichen Merkmale…“

    Das gilt für Anwendungen im Watt oder Kilowattbereich, nicht aber für Umspannungen im MW-Bereich. Ein Drehstromtransformator (ab 30MW bis >500MW) ist in Bezug auf Kosten und Lebensdauer jeder Elektronik weit überlegen.

    „Nennenswerte projektspezifische DC Netze oder Subnetze gibt es im zivilen Bereich seit etwa einem halben Jahrhundert. Heute liegen die Kosten dafür um „99%“ niedriger.“

    Mag sein, das ist ein Thema der Energieanwender und deren Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen. Für das „Netz“, w.o. definiert ist das nicht entscheidend.

    „DC Netze sind äusserst robust. Es können viele Quellen gleichzeitig einspeisen, ohne dass etwas ausser Tritt gerät.“

    Auch für ein DC-Netz gilt, daß zu jedem Zeitpunkt die Einspeisung dem Verbrauch entsprechen muß. Die DC-Subnetze leben davon, daß sie sich die benötigte Energie entweder aus dem vorgelagerten Netz oder aus Speichern besorgen und „überschüssige“ Energie zurückspeisen und damit die Stabilitätsprobleme exportieren.

    „Solarthermie in Verbindung mit Photovoltaik … kommt mit einem Gleichspannungsnetz besser zurecht…“

    PV-Anlagen arbeiten mit Wechselrichtern am 400V-Drehstromnetz genauso gut, wie an einem DC-Netz. PV-Anlagen haben ganz andere Probleme. Gleiches gilt für WEA´s, die größtenteils sowieso Asynchronmaschinen haben.

    „Derzeitige Applikationen, erstrecken sich erstaunlicherweise von 100MW.“

    Das ist nicht erstaunlich, denn bei sehr langen Strecken (je nach Spannungsebene ab ca. 100km) ist Wechselstrom ungünstig, weil die Blindleistungsbilanz der Leitung (oder Kabel) ungünstig wird. Da bietet DC Vorteile, weshalb in solchen Fällen trotz der sehr hohen Kosten HGÜ´s eingesetzt werden.

    Zusammenfassung:
    DC mag Vorteile in lokalen Sub-Netzen bieten, nicht aber im regionalen und überregionalen Netz. Entscheidend ist die leichte Transformierbarkeit von wechselstrom mit 50Hz bei sehr großen Leistungen.
    Nebenbei: Die Bahn mit 16,7 Hz ist ein Kompromiss, um die Transformierbarkeit mit dem sehr großen Netz vereinen zu können.

  38. zu #53
    Entschuldigung für einen gravierenden Tippfehler (keine Redundanz imn Text).

    Der letzte Satz sollte lauten:
    Derzeitige Applikationen, erstrecken sich erstaunlicherweise von 100MW.

    MfG
    Paul Gogo

  39. #51: Zoltan Ivanfi sagt:
    „Sie sind wirklich ein unverbesserlicher Idealist, der alles auf die HEUTE in der BRD üblichen Praxis setzt, die seit 1999 immer mehr Blüten treibt. (Grenzenlose Subventions-, Forschungsgelder- Vergabepolitik, je verrückter und unwirtschaftlicher die Ideen sind – umso besser.)“

    Wie schön könnte die Erde sein, wenn Edison, Siemens, Benz, Threvithick, Tesla, Pasteur Ihre Mentalität gehabt hätten. Alles Wissen der Welt hätte noch auf Ihrem Hinkelstein neben dem Faustkeil Platz, wenn Sie noch leben würden in Ihrem Alter.

    „Zu Ihren E-Auto Träumen:

    Vorweg, ich hatte mit keiner Silbe Batterien erwähnt.
    Fakt ist, dass sich bei diversen Fahrzeugarten der elektrische „Rad“ Antrieb durchgesetzt hat, weil er entscheidende Vorteile aufweist. Im PKW Bereich muss diese Technik noch erarbeitet werden. Damit gewinnt man so viele Synergieeffekte, dass dutzende, zum Teil neue, Fahrzeugfunktionen ohne zusätzlichen Aufwand zur Verfügung stehen.
    Synergien sind übrigens ein wesentliches Merkmal von mechatronischen Gebilden. Der elektrifizierte Antriebsstrang wäre das erste Produkt bei dem das nicht der Fall wäre. Funktioneller, komfortabler, sparsamer, leichter, billiger……….
    Bis jetzt ist die Skalierung der installierten Leistung in den grossen und in den kleinen Leistungsbereichen gelungen.
    Erinnern Sie sich an den Dieselmotor. Grosse 2-Takt Diesel hatten schon früh einen hohen Wirkungsgrad. Unter 50kW gab es so gut wie keine Dieselmotore mit vergleichbaren Wirkungsgrad. Heute ist die Skalierung in die unteren Leistungsbereiche möglich.

    „Solange Gas und Benzin (18kW/kg) gegenüber die Akkus 0,2kW/kg bringen…..“

    18kW/kg? Welche Einheit soll das sein? Leistungsgewicht von Benzin?
    0,2kW/kg ? Ein Akku kann es auf einige kW/kg bringen, da liegen sie um mindestens eine Zehnerpotenz zu niedrig!

    MfG
    Paul Gogo

  40. #52: Stefan Steger:

    Sehr geehrter Herr Steger,
    Sie als Netz-Spezialist fragen mich?

    Vorweg, das hat nichts damit zu tun, ob man Anhänger von DC ist oder nicht. Das ist nur eine Frage der Notwendigkeit und/oder der Wirtschaftlichkeit (wenn man frei entscheiden kann).
    Die sehr gute Umspannbarkeit von DC ist eines der wesentlichen Merkmale. Umspannerbausteine erreichen inzwischen pro Volumen eines Stückes Würfelzuckers um 100W Leistung.

    Der Vorschlag DC für die letzte Meile ist eine Ableitung dessen, was seit einem Jahrzehnt mehr und mehr zum Industriestandard wird und als Baukasten zur Verfügung steht. Nennenswerte projektspezifische DC Netze oder Subnetze gibt es im zivilen Bereich seit etwa einem halben Jahrhundert. Heute liegen die Kosten dafür um „99%“ niedriger.

    Wenn letztlich fast jedes Endgerät einen Umrichter beinhaltet, dann ist es logisch diese Geräte mit Gleichspannung zu versorgen.
    Umgekehrt gilt, wenn DC zur Verfügung steht, dann lohnt sich der Einsatz eines Umrichters erst recht oder
    wenn ein Umrichter sein muss, dann eröffnet dieser völlig neue Wege für DC- und n-phasige AC-Endgeräte.
    Das gleiche wie für die Verbraucher gilt auch für die „Erzeuger“.
    DC Netze sind äusserst robust. Es können viele Quellen gleichzeitig einspeisen, ohne dass etwas ausser Tritt gerät. Keine Synchronisationsprobleme. Rückspeisungen können einfachst verhindert werden, wenn so gewollt.
    Als ein etwas vereinfachender Vergleich sei die Parallelschaltung von Akkumulatoren gleicher Nominalspannung genannt. Man kann praktisch beliebig viele Akkumulatoren unterschiedlicher Kapazität und unterschiedlicher Ladung zu unterschiedlichen Zeiten ohne jede Zusatzmassnahme parallel schalten und betreiben, ohne dass es grundsätzliche Probleme gibt.

    Solarthermie in Verbindung mit Photovoltaik ggf. Einbindung einer Wärmepumpe,zur Unterstützung des Eigenbedarfes beim Endverbraucher kommt mit einem Gleichspannungsnetz besser zurecht. Gleiches gilt natürlich auch für Windkraftanlagen um nur die alternativen Energiequellen zu nennen. Das gilt auch für BHKWs unterschiedlichster Art.

    Grosse Felder von Wandlern alternativer Energie, ggf. mit Energiespeichern, werden zukünftig aller Wahrscheinlichkeit an DC Netzen arbeiten.

    Selbstverständlich gibt es mit DC auch Problemzonen, die jeweils zu lösen sind.

    Derzeitige Applikationen, erstrecken sich erstaunlicherweise von 100MW.

    MfG Gogo

  41. @ #49
    Werte/r Gogo,
    Sie schreiben in Ihrem letzten Absatz über „Gleichstromversorgung der letzten Meile“ und über die „derart grossen strategischen Vorteile dieser Technik“.
    Es sollen auch „bereits Untersuchungen bezüglich der Wirtschaftlichkeit einer Gleichspannungsversorgung“ laufen.

    Sie sind scheinbar ein Anhänger der Gleichstromversorgung.
    Wenn wir uns an das Thema dieses Blogs halten, frage ich mich, welchen Vorteil eine Gleichstromversorgung „der letzten Meile“ haben soll und was sie beim Einsatz der „Erneuerbaren Energien“ bringen soll?

    Können Sie das präzisieren?
    Haben Sie verlässliche Quellen?

  42. Sehr geehrter Herr Gogo,

    Sie sind wirklich ein unverbesserlicher Idealist, der alles auf die HEUTE in der BRD üblichen Praxis setzt, die seit 1999 immer mehr Blüten treibt. (Grenzenlose Subventions-, Forschungsgelder- Vergabepolitik, je verrückter und unwirtschaftlicher die Ideen sind – umso besser.)

    Zu Ihren E-Auto Träumen:
    „Die Elektrifizierung des Antriebsstranges im Automobil wird die Verbreitung in den anderen Industriezweigen noch beschleunigen.“

    Haben Sie sich auch mal kritisch mit dem Thema befasst? Weil wenn Sie sich da bemüht hätten, wüssten Sie, dass ALLE bisherige Propaganda um das E-Auto denen dient, die damit kurzfristig die Taschen füllen können.

    Ein Beamter, ein Ministerium, das Gelder dafür wegen Unsinnigkeit verweigern würde, könnte kurzerhand seine Karriere riskieren.

    Man fördert also alles, was damit zu tun hat und werden SYSTEMATISCH weitgehend kleine Vorteile (mit Leichtbauweise versucht man einen Vergleich zum Normalauto zu propagieren, was verlogen ist.) schöngeredet, AUFGEBLASEN, große Nachteile (Katastrophale Akkupreise, Ladezyklen-Kosten, 200-400kg Batteriegewicht, unakzeptable Reichweite, Heizung im Winter frisst die Batterie leer, etc.) verniedlicht, „übersehen“, verschwiegen.

    Zuletzt gabs im ADAC-Motorwelt ein 3-4 Tage Testbericht von W. Rudschies: „Mit dem Strom schwimmen“.
    Wenn Sie durchlesen bleibt kein gutes Haar an E-Mini von BMW und hätte der Titel lieber: „E-Mini – UNGESCHMINKT“ heissen müssen.

    Solange Gas und Benzin (18kW/kg) gegenüber die Akkus 0,2kW/kg bringen und astronomisch kosten, bleiben alle Spielereien schöne Einnahmequellen für die daran beteiligten schlitzohrigen Instituten und Autobauern.

    Sehen Sie sich mal an, wie man mit ähnlichen „Projekten“ (RailCab) seit 10 Jahren auf Kosten der Steuerzahler leben kann:
    http://tinyurl.com/yh8susn

    Frohe Ostern!
    Ivanfi (Rostock)
    3.4.2010

  43. Sehr geehrter Herr Gogo,

    die Energie, die kostenlos überall ankommt, verbreitet sich gleichmäßig und hat damit keine bzw. nur sehr geringe Niveauunterschiede. Damit lässt sie sich nicht effektiv (d.h. billig) gewinnen und nutzen. Das Märchen, dass man die thermodynamischen Grundgesetze der Natur wegforschen kann und dann diese unendliche Energiequelle preiswert nutzen kann, bleibt ein Märchen. Mann kann Energie nicht zwingen, nach oben zu fließen oder bei einem gleichmäßigen Niveau dahin zu fließen, wo man sie braucht.

    Nutzung der Energie bei einer Beibehaltung der Energieform kann nur in sehr geringen Umfang genutzt werden, nur direkte Wärmestrahlung zu Warmwasseraufbereitung o.ä. Letztendlich wird in erster Linie Elektroenergie gebraucht, also müssen immer verlustreiche Energieumwandlungsprozesse vorgenommen werden.

    Die restlichen Bemerkungen gehen am Thema vorbei.

    Der Glaube ist immer stärker als die Logik, und Sie glauben unerschütterlich, dass der riesige Sonnenenergieüberfluss auf der Erde preiswert genutzt werden kann, man muss nur entsprechend forschen. Die Gesetzmäßigkeiten der Energieumwandlungsprozesse lassen sich aber nicht wegforschen, auch wenn fast alle in Deutschland fest daran glauben. Ich kann Ihnen nur eine Wette anbieten, dass wenn Erdöl und Erdgas aufgrund dem Ende der Vorkommen richtig teuer werden, die überflüssigen Solaranlagen und Windmühlen verschrottet werden und die Gesellschaft verstärkt in Atomstrom und Kohleverbrennung investieren wird. Dies würden dann auch die meisten mit grünen Parteibüchern befürworten.

    Wir können uns den nutzlosen und überteuerten „Öko-Strom“ nur deshalb leisten, da wir bisher noch über genügend preiswerte Gas-, Öl- und Atomenergie verfügen.

    Viele Grüße
    PG

  44. #48 Zoltan Ivanfi … “das Geld, samt Schulden für Ihre geliebte Geothermie verspielen.“
    „Energieumwandlungs- und Speicherungs- Abnormalitäten“
    #45 Zoltan Ivanfi… “ Blitze für Latentwärmespeiche“

    Sehr geehrter Herr Zoltan Ivanfi,
    es passiert Ihnen jetzt schon zum 3. Mal, dass Sie meine Themen verwechseln. Es gab keinen Beitrag zu Biogas oder Geothermie, auch nicht zu Ihren Blitzen für Latentwärmespeicher.

    Ein Hinweis vorweg, in der Technik gibt es die von Ihnen genannten Abnormalitäten bei Energieumwandlung und Energiespeicherung nicht. Sie halten sich streng an die Gesetze der Physik, die Sie auch mit politischen Anschauungen nicht ausser Kraft setzen können. Auch nicht die Verluste von über 70% in dem von Ihnen aussschliesslich favorisierten thermisch – mechanisch- elektrischen Wandlungs- und Verteilungsprozess.

    Wie schön könnte die Erde sein, wenn Edison, Siemens, Benz, Threvithick, Tesla, Pasteur Ihre Mentalität gehabt hätten. Sie müssten nicht mal bei Ihrer Zahnoperation unterschreiben. Sie wären ohne Operation mit 90% : 10% gestorben. Nur mit etwas Glück wäre das schnell gegangen (wie aus den zahlreichen Funden interpretiert werden kann).
    Nicht mal Öl gäbe es, wie Sie selbst schreiben: „Die Firmen, die bohren, garantieren FÜR REIN GAR NICHTS! Verstehen Sie bitte dies!
    Gebohrt? Nichts gefunden? Geld weg!“

    Welche verantwortungsvolle Ökonomie gäbe es ohne Idealismus? Nur Ihr „unveränderliches“ Gestern.

    Sie kommen an eine Weggabelung und müssten sich entscheiden….. Sie aber drehen sich um und betrachten nur den Weg, den sie gegangen sind: Der Weg war für Sie bequem. ..und sind inzwischen ein alter Mann und stehen noch immer an derselben Weggabelung.

    Inzwischen recherchierte ich ein wenig zum Thema „Gleichstromversorgung der letzten Meile“. In der Tat laufen bereits Untersuchungen bezüglich der Wirtschaftlichkeit einer Gleichspannungsversorgung. Die Technik ist, wie schon erklärt, weitgehend vorhanden. Verwunderlich ist das nicht, bei derart grossen strategischen Vorteilen dieser Technik. Die Elektrifizierung des Antriebsstranges im Automobil wird die Verbreitung in den anderen Industriezweigen noch beschleunigen.
    MfG Gogo

  45. Herr Gogo, Sie mit Ihrem enthusiastischen Erdwärmexxxxxxx!

    Zitat;
    „Macht es Sinn mit einer über 1000°C warmen Wärmequelle, 45° warmes Badewasser zu bereiten? Vielleicht noch über 3 verschiedene Energieformen hinweg gewandelt!!!“

    Ich hätte ein ganz bisschen weniger Blauäugigkeit von Ihnen erwartet.

    Sie müssen schon aus den Medien mitbekommen haben, dass Bohrungen für ERDWÄRME-Gewinnung eine sehr hohe Blindgänger-Rate haben.

    Kosten pro Bohrung einige Millionen Euro! JEDE Bohrung ist ein Glücksspiel (wie z. B. bei Erdöl, Erdgas) und nach mehr als 3 unglücklich verlaufenden Bohrungen kann das Vorhaben als gescheitert (rausgeschmissenes Geld) betrachtet werden.

    Dass es einige gut laufende Beispiele in der Praxis gibt, können überhaupt nicht darüber hinwegtäuschen, dass JEDER Investor das Geld dafür scheut, wie der Patient, die Zahn-Operation bei der er noch immerhin 50/50% Überlebenschancen unterschreiben muss.

    Die Firmen, die bohren, garantieren FÜR REIN GAR NICHTS! Verstehen Sie bitte dies!
    Gebohrt? Nichts gefunden? Geld weg!

    Wir sind ja hier nicht in Island, die auf einem riesigen Lavastein-Kessel sitzen!

    In der Schweiz, hörte ich in 2009, wurden vorläufig solche Pläne auch wegen Berggefährdung eingestellt.

    In der Nähe von München lief eine kurze Zeit lang ganz gut eine Geotherme-Gewinnungsanlage, die in 2009 leider verstopfte.

    Nun müsste man mit einer zusätzlichen Bohrung für Millionen für Euro neben der Schadstelle neu gebohrt werden. Die Wirtschaftlichkeit der Anlage sieht deshalb total düster aus.
    Man scheut das Geld auszugeben, weil MAN FÜR NICHTS GARANTIERTEN kann!

    Wären Sie, Herr Gogo, ein Millionär, würden Sie bestimmt ohne mit den Wimper zu zucken Ihr ganzes Vermögen verzocken, das Geld, samt Schulden für Ihre geliebte Geothermie verspielen.

    Idealismus und nüchterne, verantwortungsvolle Ökonomie sind zwei verschiedene Paar Schuhe…..

    MFG. Ivanfi (Rostock)
    1.4.2010

  46. #44: Peter Georgiew:

    Sehr geehrter Herr Georgiew,
    mit „zuerst einmal stellt uns die Natur alles zum Nulltarif zu Verfügung“
    stimmen Sie mir doch noch zu, dass gerade die Energie, die zum Nulltarif bei jedem ankommt Aufmerksamkeit verdient.

    „Das Prinzip der Turbine, Sie haben kinderleicht Energie gewonnen.“
    In #37 schrieben sie, das sei eine jahrtausend alte Technologie, die im 21. Jahrhundert nichts mehr zu suchen hat und jetzt ist es Ihre Erfindung des 21. Jahrhunderts.
    Was jetzt? Halten Sie strömungsmechanische Energiewandler noch für zeitgemäss oder nicht?

    „Alle erneuerbaren Energiegewinnungsprozesse finden bei geringen Energiedifferenz statt und sind damit sehr uneffektiv (wie Beispiel Badewanne), da es sich schon laut Definition immer um Energie handelt, die sich schon überall gleichmäßig verteilt hat.“

    Schön, dass sie die Badewanne genannt haben, genau um die geht es. Macht es Sinn mit einer über 1000°C warmen Wärmequelle, 45° warmes Badewasser zu bereiten? Vielleicht noch über 3 verschiedene Energieformen hinweg gewandelt!!!
    Hat die direkte Nutzung unter Beibehaltung der Energieform und der einfachen Speicherung nicht einen unschlagbaren Vorteil?
    Befinden wir uns in einem offenen oder geschlossenen thermodynamischen System?
    Jedes Physikbuch hätte Ihnen die Antwort gegeben.

    „Sie haben soweit Recht, dass ich unpräzise formuliert habe: Richtig wäre….“

    Nein, Sie haben präzise formuliert, aber das, was Sie so präzise formuliert hatten, war schlicht unrichtig.
    Das Gegenteil von präzise ist unpräzise!

    MfG Gogo

  47. Ergänzung zu #45
    die Subventionierung a la DDR-Gemüseladen war nicht nur „süß-alternativ“. Sie war auch Anstiftung zum Missbrauch. Kaufte man das Obst im Laden auf und verkaufte es wieder an der Annahmestelle, hatte man einen satten Gewinn. Dagegen mussten dann Instrumentarien wie eine Fünf-Pfund-Beschränkung herhalten. Diese wiederum wurde durch das Aufteilen der rationierten Mengen auf die Oma und Enkel umgangen. Das Prinzip „Hase und Igel“ lassen grüßen.
    Wer heute Solarstrom-Dach-Module hat, macht nichts anderes. Er „verkauft“ den von seinem Dach kommenden Strom für mehr Geld als er seinen Strom fürs Häusle wieder „einkauft“.
    Das heißt im Klartext, es ist nicht die von manchem hier im Blog als notwendig bezeichnete Anschubfinanzierung, sondern ein Umlenken von Geldern der „kleinen Leute“ in die Taschen derer, die sich ihre Investitionen damit vergolden.

  48. Gedanken zu Gogos Energiegewinnungsphantasien. (Blitze für Latentwärmespeicher und vielleicht für Speicher auf Rädern?):

    Je verrückter und je teurer und schizofrener eine Idee ist, umso beliebter sind diese Energieumwandliungs- und Speicherungs- Abnormalitäten in alternativ verbohrten Kreisen, die aber bedenken müssten, dass sie ihren Wohlstand gerade erst RATIONELLEN Produktionsformen zu verdanken haben.

    Es werden DINOSAURIER entwickelt, Ressourcen noch und nöcher in EE- Produktions- und Speicherungsanlagen verbaut.

    Irgendwann ist der ganze Spuk vorbei, weil nach wettbewerbsfähigeren, schlichten Welt-Vorbildern auch die BRD sich auf puritane, rationelle Energieerzeugung zurückbesinnen muss.

    Die TECHNIK-Dinosaurier unserer Zeit bleiben späte Zeugen einer verbohrten, letztendlich auch in der BRD dekadenten, daher menschenfeindlichen Ideologie.

    Ideen spinnen kann man ja endlos.

    Ich würde vorschlagen jedem Fahrradfahrer zum Mitführen einer Wärmetasche und eines Stromspeichers zu verpflichten. Dann können sie die eingesammelte Wärme und Strom an den Energie-Annahmestellen abliefern. Natürlich gegen gutes Geld.
    —————————————–
    Hat man in der DDR 5 kg. frische Pflaumen oder Stachelbeeren aus der Gartenernte übrig gehabt, bekam man bei jedem Gemüseladen 2 Mark/kg.
    Der EVP für das Obst lag bei 1 Mark/kg. Ist dies nicht süß-alternativ, wie heute?

    Diese „schöne“ alte Welt – ALS ALTERNATIVE ERRUNGENSCHAFT der GFCS-Parteien – kommt unaufhaltsam auf uns zurück.

    Willkommen im Kuriositätenkabinett der Technik-Dynos-Phantastereien.

    MFG. Ivanfi (Rostock)
    30.3.2010

  49. Sehr geehrter Herr Gogo,

    zuerst einmal stellt uns die Natur alles zum Nulltarif zu Verfügung, auch das Erdöl. Teuer wird es wegen Knappheit (Leichtöl) oder ungünstiger Form (Ölsand, Öl in vielen Kilometer Tiefe, erneuerbare Energien).

    Zu Thermodynamik: Energie hat die Eigenschaft, immer von dem höheren auf einem niedrigeren Niveau zu fließen und das niedrigste Niveau anzustreben, unaufhaltsam. Daher ist auch das Speichern (auf höherem Niveau) so schwierig. Für die Energiegewinnung bedeutet das, dass man einen Prozess starten muss, bei dem Energie von höheren zum niedrigeren Niveau fließt. Dabei kann man einen Teil der fließende Energie abzweigen und für eigene Zwecke nutzen. Bei einer Turbine ist es am leichtesten verständlich, (Gas mit hoher Temperatur und Druck (also hohes Energieniveau) fließt zum niedrigeren Niveau und ein Teil des Energieflusses wird durch Turbinenschaufeln „aufgefangen“. Absolut jede Energiegewinnung erfolgt nach diesem thermodynamischen Grundprinzip, unabhängig von den Energieformen.

    Der Prozess (und damit die Energiegewinnung) ist um so effektiver, je größer der Niveauunterschied ist, je steiler die Energie von höheren auf dem niedrigeren Niveau fällt (z.B., Windmühle liefert mehr, wenn der Wind stärker bläst, weil die Luftdruckunterschiede größer sind (also höherer Abstand Energieniveau)).

    Zweites Beispiel: wenn Sie einen Liter Wasser in einem altmodischen Teekocher zum sieden bringen, wird erhitzter Wasserdampf aus der Öffnung pfeifen. Stellen Sie dem Dampfstrahl ein Schaufelrad im Wege, wird es sich drehen. Das Prinzip der Turbine, Sie haben kinderleicht Energie gewonnen. Kippen Sie das siedende Wasser in die Badewanne, geht zwar die Energie nicht verloren, sondern verbreitet sich gleichmäßig. Es findet zwar immer noch ein Energiefluss zwischen des etwas wärmeren Wassers und Luft statt, aber die Differenzen sind geringer und Sie können die Energie nicht mehr kinderleicht einfangen.

    Alle erneuerbaren Energiegewinnungsprozesse finden bei geringen Energiedifferenz statt und sind damit sehr uneffektiv (wie Beispiel Badewanne), da es sich schon laut Definition immer um Energie handelt, die sich schon überall gleichmäßig verteilt hat. Sie haben soweit Recht, dass ich unpräzise formuliert habe: Richtig wäre: Wenn keine Energiedifferenz vorhanden ist, ist die Gewinnung von Energie völlig unmöglich. In der Natur entstehen (aufgrund ständigen Zufluss von Sonnenenergie) immer wieder kleine Energiedifferenzen, die für E-Energiegewinnung (allerdings wenig und teuer) genutzt werden können. Sie haben noch mal Recht mit den Blitzen: Gäbe es auf der Erde ein konstantes Gewitter oder einen konstanten Orkan, würde es sich lohnen, Technologie und Technik für das Einfangen der Energie zu entwickeln. Dort hätten wir wieder die hohen Energiedifferenzen, die die Verbrennung und die Kernenergie um ein vielfaches effektiver machen. Damit hätten wir den zweiten Pferdefuß der EE. Keine konstanten Prozesse. Ausnahmen wie große Staudämme oder ev. Biogasanlagen bestätigen nur die Regel: Billige Energie aus dem “Nichts“ ist unmöglich. Leider….

    Viele Grüße
    PG

  50. #37: Peter Georgiew:

    Sehr geehrter Herr Georgiew,
    danke für Ihren ausführlichen Kommentar und dass Sie klar Stellung beziehen.

    „Die ältesten Energiegewinnungstechnologien sind Windmühlen und Wassermühlen, das Prinzip hat sich im letzten Jahrtausend nicht geändert daher ist es Unfug.“

    Es ist aber weder logisch noch zwingend, dass ein Technikprinzip, nur weil es seit einigen 1000 Jahren als bekannt gilt deshalb überholt ist.
    Ist es das Rad? Ist es der Hebel? Ist es der Spiegel? Ist es Glas? Ist es Keramik? Ist es Schmieden?
    Kein KKW und kein Wasserkraftwerk funktioniert ohne diese Windmühlentechnologie und die anderen vorgenannten Technologien.

    „Für eine effektive Energiegewinnung ist es nicht entscheidend, wie viel Energie zu Verfügung steht, sondern ausschließlich in welcher Form.“

    Dann fangen Sie doch Blitze ein.

    „Wenn Energie nicht chemisch (Kohle Erdöl), oder physikalisch (Kernenergie) gebunden ist, verbreitet sich diese überall gleichmäßig (z.B. EE) und lässt sich dann praktisch nicht mehr gewinnen, bis auf paar überteuerte Krümel.“

    Was ist jetzt richtig? Wenn man Sie überteuert gewinnen kann, dann ist der erste Teil falsch.
    Es ist aber direkte und indirekte extraterrestische Energie! Die wird zum Nulltarif angeboten. Damit ist der 2. Teil auch falsch.

    Was können Sie thermodynamisch vertiefen?

    MfG Gogo

  51. #38: Uli Vogtländer sagt
    „Neuerdings ist Abwärme durch nahezu verlustfrei arbeitende mobile Speicher über kurze Distanzen (bis 30 km) auch transportierbar und rechnet sich.“

    Sehr geehrter Herr Vogtländer,
    mit grossem Interesse las ich Ihre Ausführung über „Wärme auf Rädern“.

    Die dezentrale Wärmegewinnung und Versorgung aus bisher ungenutzten Quellen halte ich für äusserst interessant. Da die Speicherung in Sorbtions- und Latentwärmespeichern in der Literatur immer wieder als problematisch bezüglich der Zyklenfestigkeit dargestellt wurde, verfolgte ich diese Technologie praktisch nicht mehr. Ihrer Schilderung entnehme ich, dass die Zyklenfestigkeit inzwischen kein Problem mehr darstellt.
    Damit füllt diese Technologie eine Lücke für die sehr häufigen Fälle in denen gerade Wärme mit relativ niedrigen Temperaturniveau benötigt wird (Prozess- und Sicherheitsgründe) mit so gut wie vollständig vorhandener Technik. .
    Ich sehe gerade im Hinblick auf die Solarthermie ein riesiges bisher nicht genutzes Potenzial. Mit „linearen“ Speichermedien benötigt man eine dem Füllgrad proportionale Ladetemperatur, welche den Wirkungsgrad des Energiewandlers stark vermindert. Dieses Problem wäre damit gelöst.
    Wo kann ich mich darüber umfassend schlau machen.
    MfG Gogo

  52. Sehr geehrter Herr Vogtländer,

    trotz Ihrer Vorliebe und Ihrer umfangreichen Begründungen für Biogasanlagen, kann ich mich auch für diese EE-Form nicht begeistern lassen. Einige Gründe habe ich schon genannt. Und: so tief, wie Sie stehe ich in dieser Materie nicht, ein Nebendiskussionsforum mit mir wäre auch nicht angebracht zu verfolgen.
    —————————————

    Ich halte strikt nichts von Energieproduktions-Anlagen, die in ihre Produktivität weit, weit unter den, der AKW-Anlagen liegen. (Produktivitäts-Rückwärtsentwicklung ideologisch begründet.)

    Ich halte auch deshalb nichts von temporären EE-Produktionsanlagen, deren Daseinsberechtigung in der CO2-Hysterie begründet ist und deren ZWANGS-Einspeisung mit einer Dauersubventionierung der Gesellschaft aufrecht erhalten wird.

    Die Zwangseispeisungen bewirken dreifache Kosten für die Gesellschaft.

    Erstens die subventionierten Investitionskosten, zweitens die Subventionierung durch die Einspeisevergütung, drittens die korrekterweise zu erfolgende Bezahlung der Beriebs-Ausfallzeiten der Grundlastwerke, bzw. der Anspruch der EE-Betreiber auf Lastenausgleich, wenn sie den gerade verfügbaren Strom mangels Bedarf oder mangels Organisierbarkeit ncht verkaufen können.
    ———————————————————

    Dass die BRD, dank der, seit 10-11 Jahren ständig steigender, weitgehend dekadenten Entwicklungsstufe und der Unschlagnbarkeit ihrer Exportfähigkeit JEDEN Unsinn bezahlen, beliebige Schulden produzieren kann, ohne ins Schleuder zu kommen, ist – aus meiner Sicht ein sehr interessanter, bewundernswerter Tanz auf dem Vulkan. Möge dieser Tanz gut enden.

    Mich würde aber die ungeschminkte (sicherlich klimaskeptische) Regierungs-Meinung der Länder PL, CZ, SK, H, RO, BL, HR, SRB, MK, I, F, GR, E, P interessieren, inwiefern sie bei LEEREN Kassen, bei gravierenden sozialen Problemen und bei einer unglaublich desolaten Infrastruktur (Straßenverhältnisse, Wasser- Abwasser- Strom-Versorgung, Gebäudesubstanz, etc.) das Geld und die wirtschaftliche Macht haben, den Deutschen Weg zu gehen.

    Wenn der deutsche Exportanteil innerhalb der EU von der derzeitigen 30% (Tendenz steigend) vielleicht auf 50 % wachsen soll, – weil der BRD keiner das Wasser reichen kann – und die wichtigsten, eifersüchtigen Konkurrenten F, GB dies in ihrer Ohnmacht als Brüskierung empfinden, können politische Differenzen entstehen, die kaum friedlich und besonnen beigelegt werden können.

    Zudem sind die deutschen Exporterfolge innerhalb der EU nur soviel Wert, wie die belieferten Länder (Schlusslichter in der Exportfähigkeit) noch in der Lage sind die abgenommenen Waren zu bezahlen.

    Steigende Defizite in diesen Ländern führen zu EU-Strafmaßnahmen, zu aufgezwungenen Korrekturen, Euro-Turbulenzen (Griechenland) und logischerweise zum Verlust als Absatzmarkt für deutsche Produkte.

    Damit wäre der Tanz auf dem Vulkan vorbei….

    MFG Ivanfi (Rostock)
    28.3.2010

  53. #39 „Ingrids Bruder“

    Dazu kann ich nur den sächsischen Humoristen Eberhard Cohrs zitieren:

    Gleichstrom heißt so, weil er gleich bezahlt werden muß.-
    Wechselstrom kann mit einem Wechsel bezahlt werden.
    Bei Drehstrom dreht es sich darum, ob er überhaupt bezahlt wird.
    Und mit Schwachstrom kocht die MITROPA ihren Kaffee.
    :-)))))

  54. Nochmal zum Thema Gleich- oder Wechselstrom:
    Es ist doch klar: Die Energieversorger bevorzugen Wechselstrom, weil sie damit den selben Strom an viele Verbraucher gleichzeitig verkaufen können – und das funktioniert so:
    Mit einem Draht wird der Wechselstrom zum verbraucher geschickt und kurz danach wird er dem Verbraucher mit dem anderen Draht (der zur Irreführung „Schutzleiter genannt wird) wieder weggenommen und zum nächsten Verbraucher geschickt. Damit es der Kunde nicht merkt, geschieht das sehr schnell, in der Sekunde 50 mal! Mit Gleichstrom ginge das nicht.

  55. #22: Zoltan Ivanfi

    Sehr geehrter Herr Ivanfi,

    „Vielen Dank für Ihre gründliche Analyse.
    Ich kann aber Ihnen nicht so ausführlich antworten…“

    Warum eigentlich nicht? Ich hatte Ihnen einige Fragen gestellt, deren Beantwortung ich leider vermissen muß. Kann ich von der alten Regel ausgehen: „Schweigen bedeutet Zustimmung“? Oder reichen Sie ihre Meinung zu meinen Ausführungen noch nach?

    #Sie sprechen von „Anschubfinanzierung“. Diese Wortwahl sehe ich kritisch, nehmen Sie dies aber bitte nicht persönlich.#

    Aber nicht doch. Mit mir können Sie durchaus noch wesentlich härter diskutieren, ohne mich gleich aus der Ruhe bringen zu lassen. Ich weiß, wovon ich rede, wofür ich eintrete. Da bin ich „Gegenwind“ gewohnt und bleibe bei faktengestützter sowie auf Praxiserfahrungen basierender Argumentation.

    #Mit solcher liebenswürdigen Ausrede ist es üblich in den Medien davon abzulenken, dass bei diesen EE-Projekten eine Dauersubvention vorliegt.#

    Jede Subvention kann und darf nur eine Übergangslösung sein. Anders aber sind Innovationen nicht an den Markt zu bringen. Und ich erwähnte ja schon, daß dies international so ist. Eigentlich bin ich ja von Hause aus Subventionskritiker,

    aber wenn es nicht anders geht… #JEDE EE-Subventionierung wird den Investoren mit mindestens 20 Jahre Preisgarantie weit über dem Preis für billigen Atomstrom gesichert.#

    Im Grunde durchaus Zustimmung, aber der Teufel liegt nun einmal im Detail. Sie sollten das EEG einmal genauer lesen.

    Hier steht auch etwas von Degressionen. Hinzu kommt die im Entwurf vorliegende Novellierung des EEG, die Sie wahrscheinlich noch gar nicht kennen, sowie die Entscheidung von Bundesumweltminister Röttgen, die Solarförderung zurückzufahren. Meiner Meinung nach hätte er zwar erst mal die Windmüllbremse betätigen sollen, aber man kann von einem erst ein halbes Jahr im Amt befindlichen Minister, der offenbar mit einer in rotgrüner Vergangenheit steckenden Ministerialbürokratie zu kämpfen hat, in dieser kurzen Amtszeit keine Wunder erwarten.

    #Man kann von Anschubfinanzierung reden, wenn man einem Kleinunternehmen nach der Gründung in den ersten 2-3 Jahren die Steuern erlässt, und/oder einen Betrag für diesen Zweck schenkt.#

    Vielleicht werden Sie staunen: Da gehe ich im Prinzip sogar mit. Aber leider wird das ein paar Tage länger dauern.

    #Wie gesagt, die EE-Subventionierung ist eben Subventionierung, die auf die Dauer nur zur ENERGIE-VERTEUERUNG auf der ganzen Linie gedacht ist.#

    Auch hier stimme ich Ihnen zu. Das EEG setzt grundsätzliche marktwirtschaftliche Prinzipien außer Kraft, indem der Bürger dazu verdonnert wird, einen Energie-Mix zu bezahlen. Soll man doch die Energierarten gesondert anbieten. Wer KK-Strom haben will, bezahlt den Preis dafür und wer Windmüll-Strom bevorzugt, auch usw. Für den Fall des Falles soll dann letzterer halt ein Notstromasggregat vorhalten, wenn Flaute herrscht.

    Sog. „Ökostrom-Angebote“ hingegen sind eine totale Mogelpackung. So bietet e.on Thüringen Öko-Strom aus Wasserkraft der Werra an, der natürlich seinen Preis hat. Keiner hat bisher nachgeprüft, ob die kWh, die zu diesem Tarif verkauft werden,

    innerhalb der Kapazitäten liegen, die das „Rinnsal“ Werra so hergibt.

    Im folgenden weise ich Sie auf einen Widerspruch in Ihren Überlegungen hin. Zum einen sagen Sie:

    #…seit etwa 1 Jahr viel zitierte DEZENTRALE Energieversorgung als wichtiger Bestandsteil der NEUEN Ideologie….#

    zum anderen:

    #…dass die Deutschen immer wieder zur Größenwahnsinn, zu einer ideologischen, METAPHYSISCHEN Gigantomanie

    neigen….#

    Was denn nun? Zwischen Dezentralisierung und Gigantomanie besteht doch ein Widerspruch.Dezentralisierung senkt die Netzgebühren und kann dem Preisdiktat der Konzerne entgegenwirken. Eine Biogas-Anlage in unserer Region verkauft Wärme zu 70% des Preises, den die Abnehmer für Erdgas bezahlen müßten (bezogen auf Energiegehalt). Und da ist das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht, da zur Zeit an Optimierungen gearbeitet wird, und zwar in jeder Hinsicht – vom Rohstoffspektrum („Input“) über die Technologie bis zur Verwertung überschüssiger Abwärme, was nach neuesten Forschungsergebnissen mittlerweile möglich ist, auch per Umwandlung in Kälte. Neuerdings ist Abwärme durch nahezu verlustfrei arbeitende mobile Speicher über kurze Distanzen (bis 30 km) auch transportierbar und rechnet sich. Man muß das halt nur wissen statt es zu ignorieren.

    Den danach in Ihrem Beitrag aufgeführten philosophischen Exkursen kann und will ich nicht folgen. In meinem Studium habe ich mich zwangsweise mit marxistisch-leninistischer Dialektik und der damit einhergehenden Metaphysik-Kritik befassen müssen, das Notwendigste mit Widerwillen für die Prüfung gepaukt, um es hinterher wieder zu vergessen. Ich bin Naturwissenschaftler und vollziehe lieber nach, was vorn reingeht und hinten rauskommt und wie sich das rechnet, anstatt darüber zu philosohieren.. Daß da noch sehr viel Optimierung nötig ist, gebe ich nicht nur zu, sondern möchte das ausdrücklich betonen. Aber darüber rede ich nicht nur.

    Energie aus Biomasse erfüllt als einzige alternative Energieart gleich zwei wichtige Voraussetzungen: Sie ist grundlastfähig und speicherbar. Und: Sie kann Importe ersetzen, ohne daß wir einen Kotau vor Ölscheichs und Gaszaren machen müssen.

    Und eins sei noch einmal ausdrücklich wiederholt: Bio-Energie läßt sich aus Abfallstoffen gewinnen, bevor es um gezielten, dann aber auch optimierten Anbau ertragreicher Energiepflanzen geht. So lange es hierbei noch große Potentiale gibt (verfüge da über einigermaßen verläßliche Zahlen und gehe ich mit offenen Augen durch die Welt), sollte man diese auch ausschöpfen.

    Dieser Tage hat die „Parfümerie-Abteilung“ einer benacharten Agragenossenschaft wieder mal ihre neueste „Eau de Güllette-Collection“ vorgestellt und dadurch Scharen von Touristen angelockt. 🙂 Ab nächsten Donnerstag werden wieder in den meisten Regionen in Abhängigkeit von örtlichen Regelungen die Abbrennfeuer in den Gärten nebeln. Hier wird Energie nutzlos in die Luft geblasen und der hohe Feuchtegehalt der meist aus Gehölzschnitt, aber auch Gras und Laub
    bestehenden Abfälle garantiert weitere aromatische Duftnoten in der Umgebungsluft. Dies abzustellen, dürfte ja auch mit dem Credo des EIKE übereinstimmen, das da zwar lautet „Klimaschutz nein“, jedoch „Umweltschutz ja“.

    Mit freundlichen Grüßen
    Uli Vogtländer

  56. Lieber Gogo,

    Ihr Beitrag unter 8. (Technikfeindlichkeit, Innovationsfeindlichkeit) wiederspiegelt zwar die öffentliche Meinung und die persönliche Meinung von einem Großteil der Bevölkerung, die im hohen Maße von der Ideologie der Grünen Partei geprägt ist, sie beinhaltet dennoch 2 Grundsatzfehler:
    1. Die ältesten Energiegewinnungstechnologien sind Windmühlen und Wassermühlen, das Prinzip hat sich im letzten Jahrtausend nicht geändert, daher ist es Unfug, diese Technologien als die Innovation des 21. Jahrhundert zu feiern. Eine echte Technik- und Innovationsfeindlichkeit ist die strikte Ablehnung der modernsten und effektivsten Energiegewinnungstechnologie, der Kerntechnik. Im Mittelalter wurde der Energiebedarf mit erneuerbaren Energien gedeckt, der technologische Aufschwung im 19. Jahrhundert ist unmittelbare Folge der verstärkten Nutzung von Verbrennungsenergie, der weitere Aufschwung im 20. Jahrhundert und das hohe Lebensniveau haben wir im hohen Maße dem Erdöl und der Kernenergie zu verdanken. Die Rückkehr zu erneuerbaren Energien wird auch eine Rückkehr auf das Lebensniveau des Mittelalter nach sich ziehen, auch wenn es hier nur wenige bewusst ist. Kernfusion wäre eine Lösung, nicht das verplempern von Ressourcen für Windmühlen.
    2. Für eine effektive Energiegewinnung ist es nicht entscheidend, wie viel Energie zu Verfügung steht, sondern ausschließlich in welcher Form. Da gibt es eine interessante Parallele zum Wasser, es ist unstrittig sehr knapp, andererseits ist 2/3 der Erde von Wasser bedeckt und wir haben Angst, dass Landflächen unter Wasser verschwinden. Beim Wasser ist es jedem klar, dass wir ausschließlich Süßwasser brauchen, bei der Energie will es niemand wahr haben, dass wir ausschließlich „Energie in konzentrierter Form“ brauchen. Wenn Energie nicht chemisch (Kohle Erdöl), oder physikalisch (Kernenergie) gebunden ist, verbreitet sich diese überall gleichmäßig (z.B. EE) und lässt sich dann praktisch nicht mehr gewinnen, bis auf paar überteuerte Krümel. Wenn Sie im Winter das Fenster öffnen, verteilt sich die Wärmeenergie gleichmäßig in der Stadt und lässt sich nicht mehr einsammeln, Sie müssten neue Energie über die Heizung zufügen. Jede Form der Energie verhält sich so, es ist ein thermodynamisches Grundgesetz der Natur. Die erneuerbare Energiegewinnung ist immer ein Versuch, die bereits gleichmäßig verteilte Energie einzusammeln, daher bleibt die EE immer ein Subventionsfall.
    Ich will nicht weiter thermodynamisch vertiefen. Mit einem gesunden Menschenverstand, eine Portion ideologischer Neutralität und etwas kritischen Abstand zu der „Trittinverseuchten“ öffentlichen Meinung ist es leicht zu verstehen. Billige Energie in Überfluss ohne Brennen etc. ist ein unerfüllbarer Traum, manchmal auch bewusste Täuschung.

    Viele Grüße

  57. #33 Karl Rannseyer:
    „also doch NB`sche Manier. Kurz, ganz kurz gesagt Gogo, Du hast keine Ahnung von der Materie,
    also solltest Du es mit dem Nuhr Dieter halten „ Wenn man keine Ahnung hat ,einfach mal die …““

    Sehr geehrter Herr Rannseyer,

    „unter Blinden ist der im Vorteil, der weiss, dass er nicht sieht“

    MfG Gogo

  58. 34 Zoltan Ivanfi:
    „Was den Prozessverlauf meinem „geschilderten Albtraum“ betrifft, haben Sie vielleicht zur Kenntnis genommen, daher nicht in die Antwort mit einbezogen.“

    Sehr geehrter Herr Ivanfi,
    sehr wohl erahne ich Ihren Albtraum und nicht nur den und habe das mit -unendlich traurig- gewürdigt. Politik kann man hier aber nicht diskutieren. Sie haben gesehen was Informationen bewirken können, obwohl diese in tausenden von Katalogen und in millionenfacher Hardware bereits realisiert wurden, nur weil der Leser mit einer für ihn neuen Applikation (gut oder schlecht) überfahren wird. Ist die „Lernphase“ vorbei, kommt die Psyche ins Spiel. Was nicht sein darf, das kann auch nicht sein.
    Die Analyse einer politischen Situation bereitet durch die Tabuisierung bestimmter Merkmale praktisch unlösbare Probleme.
    Man sollte aber nicht in Lethargie verfallen, solange diese nicht die einzige verbleibende Aktivität ist.
    Es ist wichtig zuerst zu analysieren – aber das haben Sie doch längst getan.

    MfG Gogo

  59. #32: Gogo

    Lieber Herr Gogo,

    wenige Zeilen meiner Kritik haben Sie zitiert.

    Was den Prozessverlauf meinem „geschilderten Albtraum“ betrifft, haben Sie vielleicht zur Kenntnis genommen, daher nicht in die Antwort mit einbezogen.

    Die Parallelen zur CO2-Hysterie und der dazugehörigen Sachzwang-Abläufe, mit dem BRD-Polit-Zirkus (GFCS) in der Begleit-Propaganda, ist erschreckend nach meiner Auffassung.

    Das Ganze kann uns jederzeit mit anderen Dingen der Kaisers Neuen Kleider passieren, (GUG nannte ich) soweit das politische System so ideologisiert, ignorant, taub, selbstherrlich an den Menschen, denen das Geld abkassiert wird, vorbei trampelt.

    MFG. Ivanfi
    25.3.2010

  60. @ Gogo

    Liebe/r Gogo,

    also doch NB`sche Manier. Kurz, ganz kurz gesagt Gogo, Du hast keine Ahnung von der Materie,
    also solltest Du es mit dem Nuhr Dieter halten „ Wenn man keine Ahnung hat ,einfach mal die …“
    So long, Gogo gatched ;-))

    Non Serviam

    Karl Rannseyer

  61. #29: Zoltan Ivanfi sagt:
    „Ganz bestimmt findet man 100 Wissenschaftler in der BRD, die mit entsprechenden Studien „beweisen“ würden, dass ein Gleichstromnetz jedem Einwohner 10 Jahre Lebenszeitverlängerung brächte.“

    „Herr Gogo, machen Sie den Vorschlag bei den Grünen. Sie sind für jeden alternativen Mist sogar für Esotherik begeisterbar, und vor allem: DIE GRÜNEN, die GRÜNE PROPAGANDA, mit ihren schlagfertigen, auch militanten NGOs SIND MÄCHTIG.“

    Sehr geehrter Herr Ivanfi,
    da haben Sie wirklich recht, das Internet ist voll von solchen Wissenschaftlern, voll von perpetuum mobiles, voll von populären Irrtümern.
    Was ist ein Wissenschaftler? Nach Ihrer Definition würde ich sagen, einer bei dem es zum Ingenieur oder zum Politiker nicht gereicht hat.
    Bezüglich Grün können Sie beruhigt sein. Grün betrachtet die Welt als eine Momentaufnahme, die es für alle Zeit zu bewahren gilt und das eigentliche Zukunftsproblem ist noch nicht Programm.

    Mit dem Gleichstromnetz hatte ich lediglich einen Entwicklungstrend etwas extrapoliert. Das müsste Ihnen als Elektriker doch alles bekannt sein.
    Es ist erschreckend wie weit die Technik den Köpfen so mancher Fachleute inzwischen enteilt ist und diese Fachleute entscheiden über Fachfragen.
    Es ist nicht Krieg, nicht Krankheit, sondern nur Gleichspannung.
    Stellen Sie sich vor, wir hätten ein akutes Problem, gar nicht auszudenken.

    MfG Gogo

  62. #26: Zoltan Ivanfi:
    „Ich bin selbst Elektrotechniker und sehe KEINEN Gewinn durch Gleichstrom-Netze und Haushaltsgeräte. Es sei denn, man will aus Gründen der STHRAHLUNGSMANIE, Angstneurose, im Haushalt, den Mumpitz „Elektrosmog“ mindern.

    „Genauso würde man über Sinn und Unsinn über Tempolimit 50 Kmh auf allen Autobahnen und 30 kmh in allen Ortschaften diskutieren können. Es gäbe bestimmt Millionen (Fußgänger, Fahrradfahrer, Rollstuhlfahrer), die dafür wären.“

    Sehr geehrter Herr Ivanfi,
    aus Ihren Kommentaren spricht stets eine grosse Traurigkeit darüber, dass die Welt so ist wie sie ist. Auch Sie haben Ihren Anteil daran, dass die Welt so ist wie sie ist. Ändern Sie die Welt!
    Weit im Hintergrund sehe ich noch ein Lichtlein leuchten, das auch komplexe politische Zusammenhänge erahnt. Welche Aktivitäten leiten Sie davon ab?

    Dass Gleichstromnetze keinen Gewinn bringen ist Ihre berechtigte subjektive Meinung. Mit dem Multiplikator des explizit genannten Fachmannes wird es aber kritisch. Sie lehnen sich damit sehr weit aus dem Fenster und haben vermutlich den point of no return bereits überschritten, während die Realität an Ihnen vorbei huscht. Populäre Irrtümer sind häufiger und vielfältiger als Sie vielleicht denken.

    Das Thema Elektrosmog ist durchaus ernstzunehmen und Sie diskriminieren mit Ihrer Aussage eine Menge betroffener Menschen und die in den EMV Labors, nur weil Ihnen die Sensoren dafür fehlen. Es hat nämlich erst einmal nichts mit Angstneurosen und Strahlungsmanie zu tun. EMV Probleme verfolgen uns ständig und sind etwa so leicht auszurotten wie die gegen Antibiotika resistenten „Keime“ in den Krankenhäusern.
    Es gibt Menschen, die merken, ob eine 50 Hz Leitung im Raum aktiv ist oder nicht. Andere wiederum fassen ein schutzisoliertes Gerät an, bei dem kein übliches Messgerät irgend ein Leck anzeigt und fühlen, ob es an Spannung liegt oder nicht. So etwas ist faszinierend. Der Techniker sollte die Fähigkeit zum Staunen nicht verlieren. Ob eine schädigende Auswirkung vorliegt, lässt sich davon nicht ableiten, aber das Gegenteil auch nicht.

    Nun Ihr absolut traurigster Satz:
    …“dass ganz Europa und Asien mit 220/380 V Drehstrom arbeiten. .Auch Rest-Europa würde eine Umstellung in Bausch und Bogen ablehnen.“

    Was interessiert uns denn Resteuropa, wenn Deutschland eine bessere Technologie hat. Sollen wir deshalb die Gülle neben dem Brunnen in die Erde kippen, weil das irgendwo in Resteuropa noch so gemacht wird.
    Vielleicht werden demnächst wieder Frauen gesteinigt, weil irgendwo in der Welt das noch Brauch ist? Opportunismus pur!
    Es scheint eine typisch deutsche Eigenschaft zu sein, zuerst über den Zaun zu schauen, anstatt sich auf diesseits des Zaunes zu konzentrieren.
    Reinhard May hat das mit „mann aus alemania“ schon vor vielen Jahren treffend ausgedrückt.
    Wenn wir, als eines der am höchsten entwickelten Länder auf diesem Planeten, der Meinung sind, dass wir eine gute Lösung gefunden haben, mit der wir z.B. 10 % eines Wertes einsparen könnten, dann sollten wir das tun. Ob die anderen Staaten dadurch überhaupt berührt würden ist nicht sicher. Bewährt es sich, werde andere folgen.
    Dass Umstellungen nicht so einfach sind, zeigen die unterschiedlichen Stromarten, Spannungen und Frequenzen der Bahnstromversorgung. Vieles ist historisch / technisch begründet aber nicht mehr zeitgemäss oder glauben Sie man würde den Bahnstrom heute auch noch so auswählen.
    Aber, die Verlegung des Münchner Flughafens um 20km innerhalb von 4h und ohne Unterbrechung des Flugbetriebes war eine Meisterleistung. yes we can too!

    Mit 220/380V sind Sie nicht mehr ganz auf der Höhe der Zeit. Die Spannungen wurden neu festgelegt
    Da aber ohnehin bald nur noch wenige Geräte existieren werden, in denen nicht zuerst gleichgerichtet wird, ist diese Änderung nur von marginaler Bedeutung – zumindest für die letzte Meile.
    Wäre die Destruktion der Destruktion für Sie ein Weg? Vielleicht kommt dann ein Vorschlag heraus.
    Sie haben recht, ich mache mir es leicht, aber ich bin ein Gärtner und sehe das aus einer grösseren Entfernung.
    MfG Gogo

  63. #28: Zoltan Ivanfi
    Werter Herr Ivanfi,
    ich hatte mitnichten vor Ihnen dergleichen unterschieben wollen, ich bin im Gegenteil in Gänze Ihrer Meinung betreffs der unsinnigen Idee einer Gleichspannungsversorgung im Landes-, oder noch irrer, Weltweiten Maßstab.
    Wahrscheinlich habe ich mich zu Ihrem Leidwesen etwas unklar ausgedrückt, ich bitte das zu entschuldigen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Karl Rannseyer

    P.S.: Schönen Gruß nach/an Rostock.

  64. Sehr geehrter Herr Karl Rannseyer,

    nichts, aber auch rein gar nichts habe ich mit meiner Wortmeldung gegen Sie anstellen wollen. Meine Kritik an der Gleichstrom-Diskussion galt dem Initiator, nicht Ihnen.

    Statt Non Serviam, habe ich Sie hiermit hoffentlich überzeugt.

    Nicht für Ungut:
    Ivanfi (Rostock)
    24.3.2010

  65. #25: Gogo

    Jetz male ich mal den Teufel an die Wand:

    Ganz bestimmt findet man 100 Wissenschaftler in der BRD, die mit entsprechenden Studien „beweisen“ würden, dass ein Gleichstromnetz jedem Einwohner 10 Jahre Lebenszeitverlängerung brächte.

    Dann wäre der Zug nicht mehr zu stoppen. Die Parteien überschlagen sich um den Gleichstromumbau und streiten erbittert darum, wer dafür in die Geschichte eingehen darf.

    Fiktive Stimme eines Pateimitglieds der Klima-Nationalen Front:
    „150 Milliarden Neuverschuldung? Peanuts. 1,8 Billionen Schuldenabbau? Hab’n wir schon lange…wen stört’s.
    Wer stellt solche unerzogene, ethisch verwerfliche Fragen, wenn wir mit dem samtweichen, kuscheligen Gleichstrom Millionen Menschenleben retten können?
    Ich bitte Sie!…..“

    ——————————

    Herr Gogo, machen Sie den Vorschlag bei den Grünen. Sie sind für jeden alternativen Mist sogar für Esotherik begeisterbar, und vor allem: DIE GRÜNEN, die GRÜNE PROPAGANDA, mit ihren schlagfertigen, auch militanten NGOs SIND MÄCHTIG.
    Das haben wir seit 1999 schmerzlich lernen müssen.

    Dann gibt es im Handumdrehen ein Gleichstrom-Umbau-Gesetz, wo die Bevölkerung mit einem „kleinen Obolus“ 30 Jahre lang für eine „Große Zukunft“ zahlen muss. Ob der Wähler es will oder nicht, ist Wurscht.

    Der neu entstandene Gleichstrom-Industrieller Komplex (finanziert aus dem GUG Gesetz der Nationalen Front) wird sämtliche NGOs mitfinanzieren, die dann zusammen mit der positiven Rückkopplung der gleichgeschalteten Medien in der Volksverdummung GANZE ARBEIT leisten.

    German perfect. Schöner geht’s wirklich nicht…..

    MFG. Ivanfi (Rostock)
    24.3.2010

  66. #26: Zoltan Ivanfi
    „Ich sehe hier also eine spannende, intellektuelle elektrotechnische Diskussion.“

    Werter Herr Ivanfi,

    ich kann dieser Utopie keinerlei spannendes Moment abgewinnen. Für intellektuell
    habe ich es ebenfalls nicht empfunden, ich bin lediglich etwas erschrocken über den Mangel an Logik.
    Wie ich schon vorher schrieb werde ich mich fachspezifisch nicht mehr zu diesem Thema äußern,
    dass ist mir gelinde gesagt zu blöde.

    Non Serviam

    Mit freundlichen Grüßen

    Karl Rannseyer

  67. Eigentlich wollte ich mich in diese fruchtlose Gleichstrom –Disskussion nicht einschalten.

    Ich bin selbst Elektrotechniker und sehe KEINEN Gewinn durch Gleichstrom-Netze und Haushaltsgeräte. Es sei denn, man will aus Gründen der STHRAHLUNGSMANIE, Angstneurose, im Haushalt, den Mumpitz „Elektrosmog“ mindern.

    Ich sehe hier also eine spannende, intellektuelle elektrotechnische Diskussion.

    Genauso würde man über Sinn und Unsinn über Tempolimit 50 Kmh auf allen Autobahnen und 30 kmh in allen Ortschaften diskutieren können. Es gäbe bestimmt Millionen (Fußgänger, Fahrradfahrer, Rollstuhlfahrer), die dafür wären.
    ———————————-
    Bevor man ernsthaft behauptet, Gleichstromnetze für Wohngebiete seien besser, müssen noch berücksichtigt werden, dass ganz Europa und Asien mit 220/380 V Drehstrom arbeiten.
    (Auch Rest-Europa würde eine Umstellung in Bausch und Bogen ablehnen. Sie haben noch in 100 Jahren mit desolaten Infrastrukturen zu tun, und haben mit chronischem Geldmangel zu kämpfen.)

    Man muss betrachten, dass kaum ein Land auf der Welt in einer solch ausgeprägten Dekadenz lebt, in der man aus Langeweile alles auf den Kopf stellen kann.

    Wenn die Industrie nun ausschließlich für den deutschen Markt GLEICHSTROM-Geräte produziert, deren Entwicklungskosten und relativ geringe Produktionszahlen würden die Kosten erheblich steigern.

    Kosten spielen ABER bei uns KEINE Rolle, das wissen wir, seit dem Rot-Grün die Macht übernahm und diese, die noch Oppositionsparteien der BRD- auf grün-hysterische Linie sozialdemokratisiert hatten.
    GFCS = Die nationale Front der BRD entstand. Und keiner hat‘s gemerkt?

    Seit dem überschlagen sich alle etablierten Parteien darum, wer die Welt besser, schneller, gründlicher, teurer retten kann.
    „Dasch wäscht weisser! Weisser geht’s nicht…“ Nein, Persil!, nein, Ariel!, nein, Weisse Riese!……..“

    Die Gleichstrom-Manie wäre der falsche Weg.
    Andererseits: in unserer dekadenten Gesellschaft gibt es nichts, was es nicht gibt. Was kostet uns die Welt….

    MFG. Ivanfi
    23.3.2010

  68. #23: Karl Rannseyer

    „Wenn Sie vom Fach wären müsste ich mir diese Vermutungen gar nicht durchlesen ( ich bin höflich also mach ich es trotzdem), da hier nicht zu finden.“
    „Ich möchte sehen wie Sie mit einem Gleichspannung betriebenen Kühlschrank Ihre Hausinstallation aufbrennen oder wie Ihr Hausanschluss mit mehr als Armdicken Kabeln auf Gleichspannung/-strom umgestrickt wird.“

    Sehr geehrter Herr Rannseyer,
    Entschuldigung, die Einleitung war unglücklich formuliert.
    Sind Sie damit einverstanden, wenn ich meine elektrischen Geräte näher betrachte und Ihnen sage, was mir daran auffällt? Vielleicht haben wir ja eine ähnliche Ausrüstung. Ich verspreche Ihnen, es ist spannend und überraschend wie ein Krimi.

    Da sind einmal die Leuchtstoffröhren mit ihren Vorschaltgeräten. Diese können mit 230V und 50Hz bzw. 60 Hz sowie mit Gleichspannung zwischen etwa 190V und 260 V betrieben werden. Die Lichtausbeute des Systems Leuchtmitte/ Vorschaltgerät ist an DC eindeutig höher. Das Vorschaltgerät wandelt AC in DC und dann wieder in AC mit höherer Frequenz für das Leuchtmittel um. Sichtbarer Vorteil ist, dass man hat nicht ständig das 100Hz-flimmern im Augenwinkel hat.
    Jede „Energiesparlampe“ macht im Prinzip das gleiche. Es gibt selbstverständlich viele „Kunstschaltungen“, deren Ziel es ist Bauteile, meist zu Lasten der Eigenschaften einzusparen. Wenn diese Vorschaltgeräte nur an Gleichspannung funktionieren müssten, wären sie billiger, kleiner, leichter und sparsamer.
    Die meisten meiner zahlreichen Netzgeräte mit höherer Leistung richten zuerst die Netzspannung gleich, zerhacken dann die Gleichspannung mit einigen kHz bis MHz in eine Wechselspannung, dann wird mit einem winzigen Transformator transformiert und dann wieder gleichgerichtet. Ich lese, Netzspannung von 90V bis 240V, 50Hz oder 60Hz, und bin mir fast sicher, dass dieses Gerät so funktioniert wie eben beschrieben. Wenn es noch dazu sehr klein und vor allem leicht ist, dann habe ich die Gewissheit, dass es so ist. Ein kleiner Eisenkern mit nur wenigen Windungen Kupferdraht ist eben sehr leicht und billig. Das betrifft alle meine Notebook-, PC-, Drucker-, Kamera-, Mobile- etc. Netzteile. Deshalb sind diese auch so klein, leicht und billig. Ein paar alte teure Kupfer und Eisengräber fand ich noch.
    Interessant ist, dass diverse Gerätehersteller auf Anfrage auch die Freigabe für 230V Gleichspannung gegeben haben.
    Mein Kühlschrank hat noch einen Motor, der 50 Hz benötigt. Aber wenn dieser seine Drehzahl verändern könnte, dann hätte man ihn effizienter und komfortabler konstruieren können. Geringen Anlaufstrom, stets eine optimale Drehzahl für den stationären Betrieb und eine erhöhte Drehzahl für die kurzzeitig erforderliche erhöhte Kühlleistung nachdem beschicken, abtauen oder was auch immer. Voraussetzung dafür ist die interne Gleichrichtung. Der Nächste, je nach dem wie lange mein jetziger noch hält, wird so etwas vermutlich schon haben. Der Motor würde vermutlich aus wirtschaftlichen Gründen mit Drehstrom veränderlicher Frequenz gespeist. Resultat, besser, billiger, sparsamer.
    Der Induktionsherd wäre ebenfalls mit Gleichspannung „glücklicher“ (billiger, einfacher), die Mikrowelle auch (einfacher, billiger).
    Im Hobbyraum steht noch eine Bohrmaschine, angetrieben mit einem Drehstrom-Kurzschlussläufermotor. Dieser wird aus einem Frequenzumrichter gespeist, der aus 230V, 50Hz zuerst Gleichspannung macht und dann aus der Gleichspannung einen Drehstrom mit einstellbarer Frequenz zwischen 10Hz und 150 Hz generiert, was einer Drehzahlspreizung von 1:15 entspricht. Mit einer Gleichspannungsversorgung wäre der Umrichter einfacher und billiger und vor allem besser. Radio, HiFI, TV usw. würden ebenfalls Gleichspannung vorziehen. Für andere technische Geräte zum Messen, Schweissen, Zerspanen trifft das ebenfalls zu, wie die Applikationen aus der Industrie zeigen, auch die der Gleichspannungs-Subnetze, an denen möglicherwiese zig Elektromotore hängen.
    Da fällt mir gerade das Bügeleisen auf. Das könnte Probleme bereiten.
    Trotz des Bügeleisens, das dann einen Wechselrichter benötigen würde, könnte man bei mir Morgen umstellen. Es wäre nur von Vorteil. Wenn es bei 230V bleibt, kann sogar die Glühbirne in der Toilette verbleiben.
    Allerdings sollte man bedenken, dass mit Gleichspannung etwa 30% mehr Leistung über eine vorhandene Leitung übertragen werden kann.

    Wenn es 1882 HGÜ gab, war das wohl ein Resultat der fehlenden Technik. Man hat vermutlich die hohe Spannung direkt vom Generator abgenommen und an einem anderen Ort direkt einen Motor angetrieben. Einen brauchbaren Transformator für höhere Frequenzen kann ich mir zu dieser Zeit nicht vorstellen.
    Ich bin überzeugt, dass HGÜ nicht nur Vorteile bei grossen Entfernungen bietet. Vermutlich kann eine HGÜ Schiene stabilisieren und für Redundanzen sorgen, in Kombination mit dem 50Hz Netz. Man darf gespannt sein, was die Zukunft bringt.
    Das grosse Energienetz ist eine Sache, mir ging es mehr um die letzte Meile bis zum Endabnehmer und dem Endabnehmer und die problemlose Anbindung von Photovoltaik und ggf. Windenergie.
    Der Kommentar erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und Ausschliesslichkeit. Um das zu gewährleisten würde ich sicher mehr als 1000 Seiten benötigen.

    MfG Gogo

  69. Hallo Gogo @#12:

    Selbstverständlich ist eine Technik nicht deswegen schlecht, nur weil sie nicht zu 100% andere Energieformen ersetzen kann.
    Ich bin Befürworter der Kernenergie, weiss aber auch, daß man damit alleine nicht alle Energieprobleme lösen kann, genauso wenig wie mit anderen Energieformen.
    Genauso wenig bin ich absoluter Gegener der EE, muss aber leider fetsstellen, daß dieser Energieform häufig Fähigkeiten angedichtet werden, die völlig unrealistisch sind.
    Wer will, kann sich PV oder Windanlagen errichten, aber bitte auf eigene Kosten und Risiko. Die Subventionen dieser Energieformen kosten inzwischen ca. 10 Milliarden Euro pro Jahr(!) ohne große energetische Effizienz.
    Entscheidend ist der Energiemix, der so einzustellen ist, daß jede Energieform ihre Stärken einbringen kann (Verfügbarkeit, Preis, Abhängigkeiten, Redundanzen)

    Zu den rotierenden Speichern: Diese Speicher können, genauso wie Speicher basierend auf supraleitenden Spulen, für einige Sekunden bis zu Minuten Strom speichern, um kurzzeitige Spannungsschwankungen (Flicker) auszugleichen
    oder im Falle eines Blackouts ein geordnetes „Herunterfahren“ von Anlagen oder Rechnern etc. zu ermöglichen.
    Grundlage der langfristig orientierten Energieversorgung können diese Speicher nicht werden, weil auch deren Kapazitäten viel zu gering sind. Sie sind nur von lokaler Bedeutung, wie bereits diskutiert.

    Was muß getan werden?

    Unser Land braucht DRINGEND ein realistisches Energiekonzept für die nächsten 50 Jahre!
    Dabei können die EE ein kleine Rolle spielen, mehr nicht; deren Nachteile sind bekannt und hinreichend diskutiert worden.
    Mit Geld können die Regeln der Physik nicht außer Kraft gesetzt werden.
    Leider haben wir heute nur ein Sammelsurium idealistischer (ideologischer) und realitätsferner Vorschläge, die ohne Abstimmung nebeneinander existieren und sich teilwiese gegenseitig blockieren.
    Beispiele:
    Lobpreisung der Windenergie offshore und erbitterter Widerstand gegen den nötigen Bau von Leitungen.
    Lobpreisung der Wasserkraft und erbitterter Widerstand gegen Staustufen.
    Lobpreisung der Windenergie onshore und erbitterter Widerstand gegen Windräder vor Ort
    Verteufelung der alten Kohlekraftwerke als „Dreckschleudern“ und Verhinderung des Baus neuer umweltfreundlicher Kohle-KW
    Alles zusammen ist als Sankt Florians-Prinzip bekannt.

  70. Werte/r Gogo,
    „ ich meine, es würde sich für Sie lohnen mal etwas näher auf Ihre eigenen Elektrogeräte einzugehen.Die funktionieren vermutlich anders als sie denken.“

    Versuchen sie jetzt NB nachzueifern oder wie soll ich Ihren Versuch verstehen?
    Sie sollten aus Unkenntnis der Qualifikation des anderen niemals so plump und unqualifiziert daher schwadronieren.

    Ich möchte sehen wie Sie mit einem Gleichspannung betriebenen Kühlschrank Ihre Hausinstallation aufbrennen oder wie Ihr Hausanschluss mit mehr als Armdicken Kabeln auf Gleichspannung/-strom umgestrickt wird.

    „ Alle anderen Geräte würden wahrscheinlich mit Gleichspannung prinzipiell besser funktionieren…“

    Wenn Sie vom Fach wären müsste ich mir diese Vermutungen gar nicht durchlesen ( ich bin höflich also mach ich es trotzdem), da hier nicht zu finden.
    Auf Ihren Ausflug Richtung Subnetze will ich gar nicht eingehen.
    HGÜ gibt es in der Tat schon etwas länger als 50 Jahre (erste Versuch 1882), wenn sie sich aber informiert hätten, wüssten Sie ab wann sich und unter welchen Gegebenheiten diese auch lohnen.
    Wenn Sie die von mir angegebenen Links benutzt hätten wäre auch Ihnen als Laie ( Sie entschuldigen?) klar gewesen warum ich AC DC vorziehe wenn`s um Wirtschaftlichkeit geht.
    Ich werde mich zu diesem Thema nicht weiter äußern da ich es normalerweise vorziehe Freizeit und Beruf zu trennen.

    Non Serviam

    MfG

    Karl Rannseyer

  71. #20: Uli Vogtländer

    Sehr geehrter Herr Vogtländer.

    Vielen Dank für Ihre gründliche Analyse.

    Ich kann aber Ihnen nicht so ausführlich antworten, aber einen kleinen Ausschnitt würde ich doch unter die Lupe nehmen.

    Sie sprechen von „Anschubfinanzierung“. Diese Wortwahl sehe ich kritisch, nehmen Sie dies aber bitte nicht persönlich.
    Mit solcher liebenswürdigen Ausrede ist es üblich in den Medien davon abzulenken, dass bei diesen EE-Projekten eine Dauersubvention vorliegt.

    JEDE EE-Subventionierung wird den Investoren mit mindestens 20 Jahre Preisgarantie weit über dem Preis für billigen Atomstrom gesichert.

    Man kann von Anschubfinanzierung reden, wenn man einem Kleinunternehmen nach der Gründung in den ersten 2-3 Jahren die Steuern erlässt, und/oder einen Betrag für diesen Zweck schenkt.
    Wie gesagt, die EE-Subventionierung ist eben Subventionierung, die auf die Dauer nur zur ENERGIE-VERTEUERUNG auf der ganzen Linie gedacht ist.

    Und uns, dummen Schafen wird eingeredet, das sei für einen GUTEN ZWECK. Die Welt retten wir, wenn wir alle an einem IDEOLOGISCHEN Strang ziehen. Abweichler, Querulanten werden gesellschaftlicher Missbilligung ausgesetzt.

    Im Übrigen habe ich den Eindruck, dass die, seit etwa 1 Jahr viel zitierte DEZENTRALE Energieversorgung als wichtiger Bestandsteil der NEUEN Ideologie, der CO2-freien BRD sein soll.
    Diese neue Ideologie hat für meine Begriffe Züge einer Neuen Welt, in der „Milch und Honig fließt“.

    Manche mögen es als Brüskierung empfinden, aber ich, als ein wenig Aussenstehender, werde das Gefühl nicht los, dass die Deutschen immer wieder zur Größenwahnsinn, zu einer ideologischen, METAPHYSISCHEN Gigantomanie neigen.

    Früher hatten wir den bekannten Volks-Diktator, der innerhalb von kurzer Zeit eine Tausendjähriges Reich zu errichten dachte, heute ziehen sämtliche maßgebliche Parteien (GFCS) an einem ideologischen Strang, um das Sonnenreich zu errichten, das uns in die Ewigkeit die Zukunft weist.

    Dass schon nach 10 Jahren solche Wunsch-Gebilde Makulatur sein können, dass sich die Welt vielmehr DIALEKTISCH entwickelt, will man nicht glauben. Solche Töne von Störenfrieden, Spaßverderbern, in der neuen Volksgemeinschaft, will man heute auch nicht hören. Der so selbstverständliche, sozialromantische ideologische Eifer macht jeden (fast jeden) blind. Man fiebert für Die Große Sache mit….

    Es ist doch alles so schön logisch mit dieser DEZENTRALEN EE-Versorgung.

    Ich zitiere aus einem früheren Beitrag von mir:
    ———————————–
    „Was liegt näher, als hinterhältig eine WEITGEHENDE Dezentralisierung dieser EE-Anlagen zu propagieren: Jedem Dach seine EE-Anlage, jedem Hof sein Windrad, jedem Wohnblock seinen BHKW, jedem Bürger seine EE-Aktie!

    So sind alle, bzw. eine wahrhaftig überwältigende Mehrheit der Bevölkerung mitgefangen, mitgehangen.
    Sie zahlen VIEL für den Strom und zugleich wird die aufkommende Kritik abgewürgt, weil sie selbst daran MITVERDIENEN, bescheiden mit ihren Wind-Solar- Beteiligungen etwas einnehmen.

    Mit dieser schlitzohrigen, typisch grünen Politik werden AKZEPTANZ einfach durchgedrückt, Kritik komplett überrollt, plattgewalzt.“
    ——————————–
    So in etwa soll das Tausendjährige Sonnenreich aussehen. Wenn nichts zwischenkommt.
    Aber – aus der Geschichte wissen wir: es kommt immer irgend etwas zwischen.

    Schön ist die Metaphysik, aber sie ist immer nur ein geschichtlich kurzer Traum. Die Dialektik ist stärker und zerstört die Metaphysik. Nach der Mode Dezentralisierung folgt eine neue Mode. Und sie heißt: Zentralisierung. Wetten?

    MFG. Ivanfi (Rostock)
    22.3.2010

  72. #14: Horst Trummler

    Sie haben sich ein paar große Ökobären aufbinden lassen.
    „Grundsätzlich ist die Energiedichte von Sonne und Wind nicht geeignet um zur Energieversorgung einer Industriegesellschaft genutzt zu werden.“
    „Die Umweltbelastung „Erneuerbarer“ Energien ist enorm.“

    Sehr geehrter Herr Trummler,
    die ökologischen Teddys von Steiff trage ich ganz locker, denn um die handelt es sich in meinem ungünstigsten Fall.
    Dass die auf die Landmassen einfallende Globalstrahlung dafür ausreicht, hätte Ihnen schon Ihr Taschenrechner gesagt. Dass die Sonne für die Erde nie untergeht, wissen Sie auch. Dass das trotzdem keine Lösung ist, zeigt Ihnen schon Ihr Blick in den Spiegel.

    Im Kommentar #8 war von einem nenneswerten Beitrag die Rede und dieser war auf die Solarthermie (Gebäudeheizung) fokussiert (die technologischen Voraussetzungen sind hier am weitesten fortgeschritten). Der Windkraft wurde auf den wenigen, gut bewindeten Landstrichen, eine Chance eingeräumt, der Photovoltaik auf jedem Dach, bis zur Deckung des jeweiligen Eigenverbrauches. Kleinvieh gibt auch Mist. So ein System hat zudem auch strategische Vorteile für das Land. Aber alles ohne Subventionen auf Energie!
    Die Nutzung der Windenergie ist grundsätzlich eine sehr einfache Technologie mit einer durchaus nennenswerten Leistungsfähigkeit wie Millionen von langlebigen Windkraftanlagen seit einigen 100 Jahren zeigen.
    Wenn aber hektisch schnelle Gewinne eingefahren werden müssen, dann schiesst man gerne über das Ziel hinaus.
    Vielleicht ist Ihnen bekannt, dass die Welt mit Windkraft entdeckt wurde und mit einem Wasserfahrzeug die Strecke New York – Cornwall/UK (über 5000km) mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von über 60km/h zurückgelegt wurde – mit Windkraft.
    Die Entwicklung über die Jahrhunderte zeigt doch eine Steigerung um mehrere Zehnerpotenzen. Warum soll diese Entwicklung nicht weitergehen.
    Von welcher Umweltbelastung sprechen Sie?
    MfG Gogo

  73. re: #9 – Zoltan Ivanfi

    Hallo Herr Ivanfi,

    ich habe Ihren Beitrag aufmerksam gelesen und durchdacht und mir deshalb auch Zeit mit dessen Beantwortung gelassen.

    #ALLE EE-Energieformen, die nur mit der massiven EEG-Unterstützung existieren und überhaupt entstanden sind, halte ich für politisch-künstlich geschaffen, ohne Dauersubvention nicht marktfähig.#

    Das stimmt zur Zeit zum Gr0ßteil. Aber verschaffen Sie sich bitte einmal einen Überblick, inweit EE weltweit subventioniert werden. Ich in grundsätzlich kein Freund von Subventionen, halte sie aber über gewisse Zeit als Anschubfinanzierung technologischer Innovationen für sinnvoll. Man sollte auch die Gegenfinnazierung über Steuern nicht außer Acht lassen.

    Sie, Herr … Vogtländer stellen es zu verkürzt dar, wenn Sie eben von puren Kompost-Abfällen beim Biogas reden.#

    Da haben Sie meine Ausführungen leider nur ungenau gelesen und. Schauen Sie bitte noch mal rein. Ich hatte die Rang- und Reihenfolge einsetzbarer Materialien genau definiert.

    #Für die Biogasanlagen werden überwiegend Mais, Weizen, etc. als Futtermittel verwendet.#

    Ich lerne gern hinzu. Nennen Sie mir bitte eine Biogasanlage, die Weizen aus „Futtermittel“ einsetzt und ich bin um eine Erkenntnis reicher.

    #Der ursprüngliche Sinn der Kompost-Holz-Abfallverwertung ist schon längst überholt und wird an sich gar nicht verschwiegen.#

    Soso. Warum plant dann Choren den Bau einer SunDiesel-Gamma-Anlage bei Ihnen in Lubmin? Am weitesten bei der energetischen Verwertung sind meines Wissens die Bayern, die Durchforstungs- und Fällabfälle sehr intensiv genutzt werden, indem man sie vor Ort shreddert und in Biomasse-Kraftwerke liefert.

    #Zudem halte ich es für Ressourcenverschwendung, wenn die da entstehenden Gase mit, auf Gasverbrennung umgebauten Dieselmotoren verheizt werden. Die Stromerzeugung mit den Kolbenmotoren-Generatoren sind in jeder Hinsicht unwirtschaftlicher, teuerer, als eine Gasturbine.#

    Es wäre zu beweisen und auch zu ergründen, mit welcher Technik Biogasanlagen in Deutschland arbeiten, vor allem Neuanlagen.

    Bekannt ist aber, daß Biogas, vor allem aufbereitetes, in Erdgas-Netze einspeisbar ist und somit die Technologie seiner energetischen Verwertung keine Rolle spielt.

    #Ich selbst halte also auch nichts von den künstlich hochgeputschten, geförderten Biogasanlagen, weil deren Wirtschaftlichkeit nur künstlich aufrecht erhalten wird, und deren Getreidehunger ethisch verwerflich ist.#

    Da stehen Sie offenbar wiederum nicht in der Materie. Mal ein ganz simples Beispiel. Allein der Entsorungseffekt für Gülle… Muß ich weiter reden? Auch Sie sind ja in einer touristisch hoch (noch wesentlich höherer als unserer) frequentierten Region zum Hause. Ich könnte das fortsetzen. Auch sprach ich von bisher ungenutzten Abfällen sowie Anbau von Energiepflanzen auf Öd- und Brachländern und erst dann von gezieltem Anbau vorrangig neuer ertragreicher Energiepflanzen, wobei ich derzeit Fallopia favorisiere.

    Und noch einmal die Frage nach mit Getreide betriebenen Biogasanlagen. Außerdem hatte ich in meinem Beitrag bereits angeführt, daß Nahrungs- und Futtermittelkonkurrenzen mit Bioenergie-Rohstoffen tunlichst ausgeschlossen werden sollten. Eine „ethische Verwerflichkeit“ kann ich nicht darin erkennen, wenn es Überschneidungen der Verwendungszwecke gibt. Man kann ja auf den gleichen Flächen auch neue Energiepflanzen anbauen. Dann plötzlich ist es wohl nicht mehr „ethisch verwerflich“, oder? Ist für Sie vielleicht auch der Anbau von Kartoffeln zur Herstellung von Schlichte „ethisch verwerflich“? Ethisch verwerflich wäre nur der Rückbau von Nahrungsgüter-Flächen zugunsten des NaWaRo-Anbaus. Das wird zwar immer wieder behauptet, ist in der Praxis jedoch nicht der Fall, sondern vortreffliches Propagandainstrument zu künstlicher Preistreiberei am Nahrungsgütermarkt, was mich fatal an die Praktiken von „Big Oli“ erinnert.

    #….die sich gegenseitig das Futter streitig machen.#

    Die Polemik vorab habe ich bewußt ausgeblendet. Die Abstimmung der Rohstoffbereitstellung für benachbarte Anlagen muß von örtlichen Körperschaften vorgenommen werden. Dadurch lassen sich Überschneidungen und damit Konkurrenzen vermeiden. Hierbei müssen verschiedene Faktoren einfließen wie Einzugsgebiete, Nutzung von Ressourcen oder Anbau ertragreicherer Energiepflanzen. Allein wenn man den Raps-Unsinn („Bio-Diesel“-Brühe) herunterfährt, sind wir schon einen Schritt weiter und haben weitere Flächenreserven.

    #Wenn wir keine CO2-Hysterie hätten, wäre man besser beraten, sowohl überschüssige Holzabfälle, wie verbrennungswürdigen Haushaltsmüll in entsprechend großen, wirtschaftlich arbeitenden Kraftwerken zu verbrennen.#

    Das hat mit CO²-Hysterie nichts zu tun. Ich persönlich halte auch nichts von den IPCC-Mogelpackungen und finde den anthropogenen Anteil an der Klimaerwärmung für schlicht und ergreifend unwichtig. Es geht mir aber um energetische Verwertung natürlicher Ressourcen und landwirtschaftlicher Potentiale. Eine partielle Dezentralisierung hat den Vorteil kurzer Wege, sowohl hinsichtlich der Anlieferung der Rohstoffe als auch der Fernwärmenutzung aus Abwärme incl. neuer Verfahren des Energietransports. Das ist mit Großanlagen allein nicht zu schaffen.

    Hinzu kommt, daß Hausmüll nach Vorsortierung und biologisch-mechanischer Aufbereitung zu EBS als Heizstoff schon Verwendung findet, z.B. in Ihrem Bundesland in Stavenhagen. Ein Problem bei der Aufbereitung von Müll zu EBS bzw. reiner Müllverbrennung besteht allerdings dann, wenn der Anteil feuchter Abfälle wie Grünschnitt oder Bioabfälle zu hoch ist. Und letztens: Wie wollen Sie es unter diesem Aspekt bewerkstelligen, Gülle energetisch zu verwerten, die zum Großteil aus Wasser besteht.

    MfG
    UV

  74. #17: Karl Rannseyer

    Sehr geehrter Herr Rannseyer,
    ich meine, es würde sich für Sie lohnen mal etwas näher auf Ihre eigenen Elektrogeräte einzugehen.
    Die funktionieren vermutlich anders als sie denken.
    Ihr Kühlschrank schreit noch nach 230V/50Hz, hat auch noch nicht die Effizienzklasse die er haben könnte, ebenso wie die Heizungsumwälzpumpe und auch der Trafo Ihrer alten Märklin von 1960. Alle anderen Geräte würden wahrscheinlich mit Gleichspannung prinzipiell besser funktionieren – mit weniger Wärmeentwicklung. Deshab werden in der Industrie vermehrt Subnetze mit Gleichstrom verwendet mit Spannungen von z.B 100V bis 1000V, weil es kostengünstiger, effizienter und störungsärmer ist. Manche Prozessregelungen sind nur aus einer Gleichstromquelle heraus möglich, weshalb stets vorher gleichgerichtet wird.
    Die Energieübertragung ist gerade über weite Strecken mit Gleichspannung verlustärmer, weshalb man es bei der Überbrückung grosser Stecken auch so macht. HGÜ gibt es schon seit ca. 50 Jahren!
    Allerdings sehe ich die Umstellung als das grösste Problem an und 10 Jahre Vorlauf müssten schon sein. Es gibt selbstverständlich noch mehr technische Details, die beachtet werden müssten.
    MfG Gogo

  75. #15 Zoltan Ivanfi

    Was liegt näher, als hinterhältig eine WEITGEHENDE Dezentralisierung dieser EE-Anlagen zu propagieren: Jedem Dach seine EE-Anlage, jedem Hof sein Windrad, jedem Wohnblock seinen BHKW, jedem Bürger seine EE-Aktie!

    @ Zoltan Ivanfi
    Mit der Einspeisevergütung ist das schon Realität geworden. Warum soll ich keine Photovoltaikanlage auf meinem Dach installieren, wenn sich das für mich dank der Bezuschussung rechnet, obwohl ich eigentlich gegen Subventionen bin? Meine Nachbarn bezahlen für mich – und ich für die.
    Die Aufgabe der Politik ist es, auch in diesem Fall, die technischen Möglichkeiten zu ordnen und ggf. auch zu fördern. Dass die Politik dann etwas anderes daraus macht, ist die Schwäche der Politik.
    Auch der Erfolg der Römer kann an einer Handvoll weitsichtigerer Herrscher geknüpft werden. Eine vielfache Anzahl von Regenten war deutlich weniger weitsichtig und weniger erfolgreich.
    Es sollte jedoch nicht sein, dass eine vielversprechende Technik wegen der Gefahr einer mangelhaften Politik abgelehnt wird. Die eigentliche Herausforderung ist die Politik.
    Vor einer echten Krise könnte man schon Angst bekommen.

    Die Bagatellisierung einer Energiemenge, die nicht über Importe oder Abhängigkeiten erkauft wird ist unverständlich. Ob ich eine 10ct Münze als Beilagscheibe verwende, hängt extrem von der Dringlichkeit des Bedarfes ab.
    Im Sozialbereich schwellt so mancher Partei schon bei durchgesetzten infinitesimal geringen Mehrleistungen der Kamm. Kann natürlich sein, dass dies auch das Ziel war…………

    Dagegen kann die Solarthermie für Gebäudewärme einen zweistelligen Prozentbereich am Gesamtenergiebedarf Deutschlands ohne jede Belastung eines Netzes oder einer Infrastruktur u.s.w. abdecken. Die Technik ist mit geschätzten 80%, bereits vorhanden. Derartige Anlagen werden sich in Zukunft in kurzer Zeit amortisieren.
    Wie schon in #8 ausgeführt, sollte die Photovoltaik selbst nicht subventioniert und nur bis zur Deckung des Eigenbedarfes herangezogen werden.

    Ohne die genauen Energiebedarfsschwankungen in Deutschland zu kennen, schliesse ich Antitechnik nicht aus, wenn die Wind- und Solarenergieschwankungen wegen einer Netzbelastung keinen Beitrag leisten können. Das Netz muss beriets ohne EE mit ganz anderen Schwankungen zurechtkommen. Spitzenlastkraftwerke sind deshalb bereits Bestandteil der Versorgung. Der Tageseintrag passt m.E. recht gut zum Arbeitsrhytmus der Industrie.

    MfG Gogo

  76. #8: Gogo sagt:
    „Wäre ein Gleichstromnetz statt des 50Hz Netzes bis zum Endverbaucher hin nachdenkenswert? Weniger Stabilitätsprobleme? Die meisten elektrischen Geräte würden ohnehin mit Gleichstrom einen höheren Wirkungsgrad aufweisen und kleiner, leichter und billiger werden.“

    Zum ersten Teil Ihrer Frage, Sie würden die Kosten eines Gleichspannungsnetzes sehr schnell zu spüren bekommen. Es würden keine Möglichkeiten zum Ausgleich und zum umleiten von grösseren Energiemengen mehr vorhanden sein.
    Es ist einfach wirtschaftlicher und effizienter Wechselspannung über große Entfernungen zu transportieren.
    Zum zweiten Teil dieser Frage, die meisten elektrischen Geräte (?), kann ich so nicht nachvollziehen. Die meisten Geräte welche mit Gleichstrom betrieben werden, werden mit geringerer Spannung als 230V betrieben, müssten also heruntertransformiert werden, mit Gleichspannung unmöglich, nur durch entsprechende Regelwiderstände, mit denen Sie dann natürlich Ihre Wohnung Heizen könnten. Aber was wenn Sommer ist und es ohnehin schon zu warm ist, oder im Winter gerade mal die entsprechenden Geräte nicht in Benutzung sind und somit nichts ´runterzuregeln ist. Da kann`s schon mal kalt werden in der Hütte.

    http://tinyurl.com/ydvachn

    http://tinyurl.com/y8ldzth

    Non Serviam

    MfG

    Karl Rannseyer

  77. Das Gleiche wie bei dem „Herauspicken“ der ökologisch guten Seiten der Wasserkraft bei gleichzeitigem Kampf gegen die dadurch bedingte Naturzerstörung und den Flächenverbrauch gilt doch grundsätzlich auch bei der Nutzung der Windkraft.
    Bei der wird allerdings noch ein ganz anderes Problem bisher völlig unter den Tisch gekehrt.
    Wieso sollte denn deren weltweit nennenswerte Nutzung keine Beeinträchtigung des Klimas verursachen?
    Wer kennt nicht das markante Beispiel vom Einfluss des Flügelschlags eines Schmetterlings am Amazonas auf das chaotische System Wetter?
    Und da soll es völlig unbedenklich sein, einem derart empfindlichen System abertausende von MegaWatt zu entnehmen?
    Während beim CO2 noch trefflich über die Beeinflussung des Klimas durch den menschlichen Anteil gestritten wird, untersucht kein ach so besorgter „Alarmist“ die Kehrseiten seiner neuen Götter.

  78. @#11: Gogo

    Gogo, Sie haben recht, ich hätte Sie wegen der Biogasgeschichte nicht nennen dürfen.
    Dennoch möchte ich auf Ihren Ansatz der „Dezentralisierung“ zurückkommen.

    Die EE-Dezentralisierung in der BRD ist eine ganz erhebliche politische Kategorie.

    Immer wieder ist es zu merken, zu erkennen, dass ganz eifrige grüne Politiker wie Bärbel Höhn, Trittin, etc. nicht ohne Hintergedanken die Dezentralisierung fördern wollen, koste was es wolle.

    Jeder weiss, dass je höher der Anteil der Solarzellen, Windräder, Biogasanlagen an der Stromerzeugung liegt, umso höher sind die zu zahlenden Kilowattpreise. Bei 100% Wind-Solar-Biomasse könnte ein durchschnittlicher Verbraucherpreiss von 30-40 Cent/kWh entstehen. Hierbei habe ich den Gewinnaufschlag des Energieversorgers, die Mehrwertsteuer, die Netzkosten nicht zurechnen können, weil ich deren Höhe nicht kenne.

    Was liegt näher, als hinterhältig eine WEITGEHENDE Dezentralisierung dieser EE-Anlagen zu propagieren: Jedem Dach seine EE-Anlage, jedem Hof sein Windrad, jedem Wohnblock seinen BHKW, jedem Bürger seine EE-Aktie!

    So sind alle, bzw. eine wahrhaftig überwältigende Mehrheit der Bevölkerung mitgefangen, mitgehangen.
    Sie zahlen VIEL für den Strom und zugleich wird die aufkommende Kritik abgewürgt, weil sie selbst daran MITVERDIENEN, bescheiden mit ihren Wind-Solar- Beteiligungen etwas einnehmen.

    Mit dieser schlitzohrigen, typisch grünen Politik werden AKZEPTANZ einfach durchgedrückt, Kritik komplett überrollt, plattgewalzt.

    Natürlich ist dies noch nicht in trockenen Tüchern. Aber die soooo selbstsichere Behauptung von Politkern, systemkonformen Managern und Instituten: DIE ZUKUNFT IST DEZENTRAL, wird als Propagandaparole für die komplette Verwirklichung der og. Abläufe gebraucht.

    Ob dann noch CO2 irgendeine Rolle im Klima spielt, oder nicht, ist nicht wichtig. JEDER, der da mitgehangen ist, wird als eigene Schutzbehauptung an der CO2-Hysterie festhalten.
    (Hatten wir nicht ähnliche, jedoch – zugegeben – noch schlimmere ideologische Strukturen in der Nazizeit? Feindbilder sind austauschbar!)
    ————————————————-

    Wasserkraft habe ich bei der Strompreis-Berechnung hier vernnachlässigt, weil dies eine bereits bekannte konservative, preiswerte Stromerzeugung ist, die von den ÖKO-Kämpfern noch vor 5 Jahren sehr stark als umweltproblematisch, umweltzerstörend eingestuft wurde.

    Heute haben wohl GRÜNEN Vorstände die Kämpfer BRD-intern zurückgepfiffen. In der BRD ist seither Wasserkraft in der Propaganda positiv belegt.
    Und ebenso, zeigen sich die Grünen verlogen, was die Endlagerung unterirdischer Gifte betrifft. Abgebrannte AKW-Stäbe? Nein danke. CO2 mit 1000 bar unterirdisch? Gerne!

    Nochmals zur Wasserkraft:
    Die GRÜNEN Aktivisten und derer zahlreichen internationalen Organisationen bekämpfen JEDEN Staudamm im INTERNATIONALEN Bereich und alle bereits existierende oder geplante Wasserkraft-Projekte, weil sie diese als Zerstörung der Umwelt ansehen und auch gerne als PRO-Separatistische politische Waffe in den betreffenden Ländern benutzen, was ich als grobe, unverschämte Einmischung in die innere Angelegenheiten der jeweiligen Ländern betrachte.

    Die meisten Einmischungen vom Westen sind übrigens bewusste subversive Vorgänge, die gerade erst in einem friedlichen Land Bürgerkriege produzieren. Walter van Rossum beschrieb dies vor Jahren sehr treffend.
    Diese meine politische Position ist NICHT BRD-Systemkonform. Mir macht dies jedoch nichts aus, weil ich weder von CO2-orientierten, noch von sonstwie gearteten, die Menschenrechtskeule schwingender politischer Weltbefreiung was halte.

    Meine Devise ist: Die Natur macht keine Sprünge. Wir sollten geduldig und ohne Zwang mit der Natur, mit den Völkern und Gesellschaften der Welt umgehen. Das ist die einzige Garantie für eine FRIEDLICHE Welt. Und dafür brauchen wir weder NATO, noch IPCC oder eine Weltregierung.

    MFG. Ivanfi (Rostock)
    20.3.2010

  79. Hallo Gogo,

    Sie haben sich ein paar große Ökobären aufbinden lassen.

    Grundsätzlich ist die Energiedichte von Sonne und Wind nicht geeignet um zur Energieversorgung einer Industriegesellschaft genutzt zu werden.

    Das ist vergleichbar eines Goldabbaus an der Nordseeküste. Es gibt dort zwar auch Gold, nur ist die Konzentration so gering das desseen Abbau nicht lohnt.

    Das Ergebnis sind gewaltige Anlagen die einen minimalen Ertrag nutzlosen Zufallsstrom erzielen.

    Die Kosten betragen in der Regel ein Vielfaches dessen dem Verstande geschuldeter Energien. Die Umweltbelastung „Erneuerbarer“ Energien ist enorm. Es bedarf wahrscheinlich mehr Energie Solarzellen, oder Windräder zu errichten und zu betreiben, als diese je an Energie erzeugen.

    Wir sind gegenüber modernen Technologien sehr aufgeschlossen. Neue Kohletechnologien sind verheissungsvoll. Die umweltfreundliche Kernenergie kann einen steigenden Energiebedarf für Millionen Jahre preisgünstig und umweltfreundlich decken.

    Vandale

  80. Hallo Ivanfi,

    auf meiner Internetseite finden Sie die Rechengrundlagen um die Kosten einer umweltschädlichen Windmühle zu rechnen, beispielsweise das Rechnen mit gleichbleibenden Annuitäten und Kostenansätze für die Betriebskosten.
    Sie finden im Artikel „Ein wenig Kritik an der Windenergie“ auch fertige Kostenanalysen der Windenergie.
    Es gibt seitens der Windmühlenbetreiber auch Geschäftsberichte aus denen sich die Kosten ergeben.

    http://www.oekoreligion.npage.de

    Vandale

    PS: Sparen Sie sich das Rechnen, Sie werden nur wütend werden.

  81. #10 Stefan Steger

    „Möchten wir z.B. alle KKW in Deutschland ersetzen, dann müssten wir klären, wie lange gespeichert werden muß.
    Nehmen wir einen Tag (24h): 3x o.g. Pumpspeicherkraft kann 1000MW für 24h liefern.
    Wir brauchen aber 20.000MW (=Leistung der installierten KKW).
    Also nochmal 20X, das sind dann 60(!) o.g. Pumpspeicherkraftwerke – und das reicht nur für einen Tag.
    Windfleuten können aber mehrere Tage oder Wochen dauern. Für z.B. eine Woche Speicherdauer bräuchten wir 60×7=420(!!!) Pumpspeicherkraftwerke dieser Größenordnung“

    Sehr geehrter Herr Steger,
    da haben Sie natürlich recht. Energiespeicher sind immer zu klein. Ihre Zahlen bleiben unangetastet. Die Grössenordnung scheint realistisch und Sie haben das sicher alles verifiziert.
    Keineswegs sollten die nächsten 30 Jahre mit einem Speicherkraftwerk überbrückt werden. Wäre ja auch noch temporär, gemessen an der Erdgeschichte! Alantropia mit dem Atlantik als Speichersee und das Mittelmeer leerpumpen……

    Gerade deshalb war auch nicht der Ansatz alle „Öl“ & KKWs“ durch „regenerative“ Energien zu ersetzen, sondern das was sinnvoll möglich ist. Die Propeller an der Nordsee habe ich nur flott drehend in Erinnerung. Das deutsche Binnenland dagegen erscheint mir als einer der windstillsten Plätze auf der Erde.
    Schnell hochzufahrende Kraftwerke unterschiedlicher Bauweise sind nicht neu, um Lastschwankungen im Netz auszugleichen. Es ging nur um die Kompensation sehr kurzfristiger Angebotsschwankungen durch Windkraft und Photovoltaik, welche das Netz ausser Tritt bringen könnten – gemäss den Fachlaufsätzen dieser Seite. Schwankungen wurden deshalb im Sekunden- und Minutenbereich angenommen und der Energieinhalt eines hypothetischen Pumpspeicherkraftwerkes mit 20GWh für den „oberen Speichersee“ Maria Laach angenommen.

    Sie schreiben aber ebenfalls was alles nicht funktioniert.
    Was müsste getan werden, damit es funktioniert?
    Haben Sie schon einen grossen Schwungradspeicher untersucht? Haben Sie bedenken, dass während jeder Ladung die Erdachse taumelt oder im Crashfall ein Erdbeben entsteht?
    Wären die Schwungradspeicher nicht auch für das konventionelle Stromnetz, mit Schwankungen bis über 40%, von Vorteil? Oder wäre dann die Stromversorgung zu einfach?

    Die Kernfragen aus #8 waren:
    „Ist eine Technik schlecht, weil diese nicht zu 100% die fossilen und nuklearen Energieträger ersetzen kann?“
    „……und selbst wenn nur 40% der Wassererwärmung und Raumheizung damit gedeckt werden würden, sollte sich das doch lohnen“
    denn das ist immerhin fast so viel wie im gesamten Strassenverkehr verfeuert wird und man kann ja noch besser werden.
    MfG Gogo

  82. #9: Zoltan Ivanfi

    „Sie, Herr Gogo und Vogtländer stellen es zu verkürzt dar, wenn Sie eben von puren Kompost-Abfällen beim Biogas reden.“

    Sehr geehrter Herr Ivanfi,
    sie sind vermutlich in einen anderen Kommentar reingerutscht. Ich hatte weder Biogas, noch Kolbenmotoren erwähnt.
    Dezentralisierung der Energieerzeugung halte ich aber für grundsätzlich sinnvoll. Die Industrie praktiziert die Dezentralisierung in sehr vielen Bereichen. Auch bei „Bunkern“ macht es Sinn. Die USA outsourcen schon ihre Verteidigung an Privatunternehmen (laut Medienberichten).

    MfG Gogo

  83. Hallo Gogo
    @#8:
    in meiner Antwort möchte ich mich auf das Thema der Speicherung elektrischer Energie beschränken.
    Strom kann vielfältigt gespeichert werden, aber alle heute bekannten Techniken haben den Nachteil, daß sie keine ausreichenden Kapazitäten haben.
    Beispiel:
    Ein größeres Pumpspeicherkraftwerk hat 1000MW und kann für ca. 8h liefern (wenn überhaupt).
    Möchten wir z.B. alle KKW in Deutschland ersetzen, dann müssten wir klären, wie lange gespeichert werden muß.
    Nehmen wir einen Tag (24h): 3x o.g. Pumpspeicherkraft kann 1000MW für 24h liefern.
    Wir brauchen aber 20.000MW (=Leistung der installierten KKW).
    Also nochmal 20X, das sind dann 60(!) o.g. Pumpspeicherkraftwerke – und das reicht nur für einen Tag.
    Windfleuten können aber mehrere Tage oder Wochen dauern. Für z.B. eine Woche Speicherdauer bräuchten wir 60×7=420(!!!) Pumpspeicherkraftwerke dieser Größenordnung
    Dazu kämen die Kohle-KW in der gleichen Größenordnung…also ist die Speicherung technisch nicht realisierbar, von der gesellschaftlichen Akzeptanz dieser Anlagen abgesehen.
    Das gleiche gilt für Druckluftspeicher, rotierende Speicher, etc..
    Werden alle diese Speichertechniken auf die tatsächlich benötigten Größen hochgerechnet, scheiden Sie sofort aus.
    Diese Speicher werden heute eingesetzt, um lokal in einem Versorgungsgebiet Lastspitzen im Bereich einiger Minuten oder Stunden abzufangen – mehr nicht.

  84. Biomasse oder Verbrennen? So einfach kann ich mich für die Biomasse nicht begeistern. ALLE EE-Energieformen, die nur mit der massiven EEG-Unterstützung existieren und überhaupt entstanden sind, halte ich für politisch-künstlich geschaffen, ohne Dauersubvention nicht marktfähig.

    Zudem hängen falsche Technik und falsche Begründung magnetisch zusammen: Wenn die CO2-Hysterie fällt, fallen alle, damit aufgebaute Kartenburg-Elemente.Die Tausende Enver-Honscha-Bunker gehören dazu.

    Sie, Herr Gogo und Vogtländer stellen es zu verkürzt dar, wenn Sie eben von puren Kompost-Abfällen beim Biogas reden. Für die Biogasanlagen werden überwiegend Mais, Weizen, etc. als Futtermittel verwendet. Der ursprüngliche Sinn der Kompost-Holz-Abfallverwertung ist schon längst überholt und wird an sich gar nicht verschwiegen.

    Zudem halte ich es für Ressourcenverschwendung, wenn die da entstehenden Gase mit, auf Gasverbrennung umgebauten Dieselmotoren verheizt werden. Die Stromerzeugung mit den Kolbenmotoren-Generatoren sind in jeder Hinsicht unwirtschaftlicher, teuerer, als eine Gasturbine.

    Andersrum gesagt: die 50 – 500 MW Gaskraftwerke (Tausende werden als temporäre GRUNDLAST- Werke geplant zum Ersatz der abzuschaltenden KKWs) werden auch als Gasturbinen und nicht als Riesen-Kolbenmotoren konzipiert. Grund: WIRTSCHAFTLICHKEIT!

    Ich selbst halte also auch nichts von den künstlich hochgeputschten, geförderten Biogasanlagen, weil deren Wirtschaftlichkeit nur künstlich aufrecht erhalten wird, und deren Getreidehunger ethisch verwerflich ist.

    Wenn die Biogasanlagenförderung, wie bis jetzt weitergeht, entstehen schon überall in der Landschaft in Sichtweite die Enver-Hodscha-Bunker, die sich gegenseitig das Futter streitig machen.

    Wenn wir keine CO2-Hysterie hätten, wäre man besser beraten, sowohl überschüssige Holzabfälle, wie verbrennungswürdigen Haushaltsmüll in entsprechend großen, wirtschaftlich arbeitenden Kraftwerken zu verbrennen.

    Die dazu nötige Filtertechnik ist seit 30 Jahren vorhanden. Dänemark, Holland, Belgien, ist die Technik üblich. Auch in der BRD gibt es einige Müllverbrennungsanlagen, die – ohne CO2-Hysterie – wirtschaftlich und umweltschonend arbeiten.

    Ich finde, einige wenige solche Kraftwerke sind besser als 10.000 Enver Hodscha- Bunker in der BRD.

    MFG. Ivanfi (Rostock)
    19.3.2010

  85. Technikfeindlichkeit, Innovationsfeindlichkeit

    Viele Male wurde nun schon geschrieben, weshalb „regenerative“ Energien zu nichts taugen.
    Dagegen sind äusserst selten Hinweise zu finden was man tun müsste, damit die „regenerativen“ Energieformen einen signifikanten Beitrag zur Energieversorgung leisten könnten?
    Es kann doch nicht um die Fragestellung gehen entweder „regenerative“ Vollversorgung oder „Öl“& KKWs.

    Ich empfinde einige Artikel und Kommentare als extrem technik- und fortschrittsfeindlich:

    -die umweltschädliche Windkraft, tötet sogar Vögel.
    -die energieversorgungssicherheitsfeindliche Photovoltaik bringt die Netze ausser Tritt.
    -Wasserkraft ist bereits ausgeschöpft.
    -pneumatische Speicher haben einen zu schlechten Wirkungsgrad.
    -Gyrospeicher sind zu teuer.
    -die Sonne scheint zu unregelmässig.
    -sie scheint häufig dann, wenn wir sie nicht benötigen.
    -Windpropeller sind zu aufwändig.
    -geothermische Energie liegt zu tief.
    -Solarthermie hat dieselben Probleme wie Photovoltaik.
    -100%ige Deckung durch regenerative Quellen ist nicht möglich.
    -Biomasse kann keinen wesentlichen Beitrag leisten.
    -regenerative Energien gibt es ohnehin nicht.

    Was ist denn möglich? Nur das, was wir derzeit schon haben? Wenn es schlecht ist, kann man es verbessern?
    Es kann doch nicht sein, dass laufend einfliessende extraterrestische Energien, direkte und indirekte, in Hülle und Fülle vorhanden sind und wegen home made problems für mehr Schaden als Nutzen sorgen.
    Welche Technologien würde man denn benötigen, um die derzeitigen Schwachstellen zu beseitigen?
    Ist eine Technik schlecht, weil diese nicht zu 100% die fossilen und nuklearen Energieträger ersetzen kann?
    Die Wasserkraft kann dies bei uns nicht.
    Dennoch wird die Wasserkraft als ein Erfolg betrachtet, trotz erheblicher Eingriffe in die Natur und Verunstaltung derselben.
    Bei Wind, Photovoltaik, Solarthermie, Geothermie soll es kein Erfolg sein?
    Wäre es nicht ein Erfolg, einen Teil der fossilen Energieträger durch die praktisch nicht versiegenden Energieströme zu nutzen?

    Wenn eine subventionierte Technik volkswirtschaftlich schlecht ist, dann sagt das nichts darüber aus ob die Technik selbst schlecht ist. Es ist immer der Kontext, bzw. die Applikation. Es gilt dann die Subventionen abzuschaffen und nicht die Technik.

    Windräder dorthin, wo es auch ausreichend Wind gibt und dorthin, wo man sie ohne grosse Probleme bauen kann. Dadurch begrenzt sich ohnehin die zur Aufstellung geeigete Fläche.
    Wenn ein Gyrospeicher den Energiefluss glätten kann, warum haben wir keine Gyrospeicher im GWh Grösse. Welche Speicherdaten werden benötigt? Welche Technik gibt es bereits? Welche Technik fehlt noch? Wäre ein Gleichstromnetz statt des 50Hz Netzes bis zum Endverbaucher hin nachdenkenswert? Weniger Stabilitätsprobleme? Die meisten elektrischen Geräte würden ohnehin mit Gleichstrom einen höheren Wirkungsgrad aufweisen und kleiner, leichter und billiger werden.

    Pumpspeicher Kraftwerke wären offenbar eine gute Lösung. Angeblich gibt es dafür keine geeigneten Plätze.
    Gibt es keine geeigneten Topografien oder gibt es nur zu viel Widerstand gegen Pumpspeicherkraftwerke?

    Was wäre, wenn man die Energieregelung bei der Photovoltaik zum Endverbraucher hin verlegen würde. Ohne Stromerzeugungsvergütung, ohne Netzeinspeisung, nur bis zur Deckung des Eigenverbrauches.

    Solarthermie kommt mit technisch einfachster Energiespeicherung zurecht, weist keine Beeinflussung vorhandener Energienetze auf, und hat hohen Wirkungsgrad. Die Technik ist fast vollständig vorhanden und weist hohes Kostensenkungspotenzial für die Anlage auf (geschätzt: bis 75% wenn eine Standardisierung der Komponenten erfolgt).
    Millionen Dächer böten sich dafür an und selbst wenn nur 40% der Wassererwärmung und Raumheizung damit gedeckt werden würden, sollte sich das doch lohnen. Die Graphik bezüglich der Globalstrahlung sieht doch gut aus, zumal man die Strahlen auch senkrecht einfangen kann. Alles nur eine Frage der Quantität (Speichergrösse).

    MfG Gogo

  86. Mit Interesse lese ich derzeit vermehrt auf Ihrer Seite.

    In Vielem kann ich Ihnen zustimmen, jedoch bestätigen Ausnahmen die Regel. Ein Beispiel dafür ist Biomasse, womit ich mich als diplomierter Agrarwissenschaftler seit Jahren intensiv beschäftige. Ich glaube, mit diesem Thema sollten Sie sich einmal näher befassen. Ich tippe mal nur kurz einige Eckpunkte an:
    – Dualismus von Entsorgung und Versorgung (Aufarbeitung von Bio-Abfällen einschl. Gülle)
    – Vermeidung von Luftverschmutzung, Energie- und CO²-Verschwendung (Verwertung statt offener Verbrennung, z.B. von Gehölzschnitt- und Forstabfällen)
    – Vermeidung unnütz überbedarfsgerechter Kompostierungen
    – Unterstützung der Land- und Forstwirte in ihrer neuen Rolle als Landschaftspfleger
    – gezielter Anbau von Energiepflanzen, vorrangig auf landwirtschaftlich kaum nutzbaren Böden wie Ödland oder Rekultivierungsflächen mit dem Nebeneffekt einer Verbesserung der Bodenfruchtbarkeit), danach auf bisherigen Stillegungsflächen und erst dann auf „regulären“ Ackerflächen unter Beachtung eines weitgehenden Ausschlusses von Konkurrenzen zu Nahrungsgütern und Futtermitteln
    – weg von ineffektiven Energiepflanzen wie Raps oder Mais zu neuen, ertragreicheren Arten wie Miscanthus, Igniscum oder Kurzumtriebskulturen
    usw.

    Es gibt zwar diverse Erhebungen über Biomasse-Potentiale, die aber allesamt mit kritischen Augen zu betrachten sind. Deshalb meine einfache wie einleuchtende These: Das Vorhandene nutzen, machen, entwickeln und sehen, wie weit man kommt. Mit wachsenden Erfahrungen und Erkenntnissen ergeben sich dann kontinuerlich neue Möglichkeiten, Mittel und Methoden.

    Den Vortrag von Herrn Dr. Thuss am 15.4. in Plauen, zu dem ich eingeladen wurde, werde ich mit Interesse verfolgen.

    Mit freundlichen Grüßen
    Uli Vogtländer

  87. Ich möchte auch uk82 in der Forderung um die Offenlegung der sozialen Schäden unterstützen, verbunden mit der Bitte an EIKE, sich um die Offenlegung der KOSTEN der immer teuerer werdenden EE-Energieerzeugung zu kümmern.

    Folgende Meldung fand ich im Internet:

    „Wie der norwegische Ölkonzern StatoilHydro bekannt gab, ist das weltweit erste schwimmende Windrad „Hywind“ vor Norwegens Küste eingeweiht worden.“

    http://tinyurl.com/yfs7v3m

    11.09.2009 – ENERGIE
    „Hywind“ geht in Betrieb
    Klaus Oberzig
    Auszug:

    „Die von Siemens gelieferte Turbine mit einer Leistung von 2,3 MW befindet sich 65 Meter über dem Wasser und wird von einem Dreiblatt-Rotor mit 82,4 Metern Durchmesser angetrieben. Die Anlage ist mit drei flexiblen Seilen am Meeresboden befestigt. StatoilHydro will das Windrad zunächst zwei Jahre lang testen, bevor es das Projekt weiter vorantreibt.
    Bevor das 400 Millionen Norwegische Kronen (50 Millionen Euro) teure Projekt gebaut wurde, waren umfangreiche Berechnungen und Modellversuche in einer Wellenanlage vorausgegangen.“

    „Nach Berechnungen des US-amerikanischen National Renewable Energy Laboratory ist allein das Windpotenzial innerhalb von 50 Seemeilen vor der US-Küste größer als die derzeit installierte elektrische Leistung aller US-Kraftwerke – das wären mehr als 900 GW. „

    —————————————————–

    Wer kann es ausrechnen, ob und wie 40-50 Millionen Euro Herstellungskosten für ein 2,5MW Windrad LOHNEND für den Investor sind?
    Die Amortiesierung über die EEG-Regelung halte ich es schlicht für unmöglich.

    Wie läuft es in diesem Finanzierungs-Bereich und warum verstehen wir es nicht massiv den Ökomumpitz anzugreifen, VERNICHTEND zu kritisieren?

    MFG. Ivanfi (Rostock)
    18.3.2010

  88. #4 UK82 – Sie haben im Prinzip Recht…aber wir haben gerade Einige hier im Blog, was Sie selbst auch wohl bemerkt haben (NB/NF…)die besonders
    gesteigerten Wert auf Ihre eigene hochwissenschaftliche Philosophie legen und sich
    in Haarspaltereien ergötzen können, nur um Ihre Interessen von anderen vermutlich gesteuert hier unterzubringen die die „gesunden“ Absichten vieler
    Interessenten an einer „normalen“ Politik zu durchlöchern. Das liegt nicht an EIKE.
    Ich stimme Ihnen da voll zu und wir müssen mit vereinten Kräften schon diesem Blog versuchen, unsere eigene Richtung durchzusetzen und dies der Politik mit bislang bescheidenden Mitteln zu übertragen. Ich will mich nicht in der Fordergrund
    hiermit stellen, aber ich bin z.B. jetzt damit beschäftigt den offenen Brief von der FDP-Fraktionsvorsitzenden aus Nordfriesland Heide-Marie Rasch
    über die direkte „Seitenempfehlung von EIKE“ an viele Kreisverbände der FDP zu senden. 33 Aussendungen sind dies seit gestern !
    Wenn Sie für EIKE und deren Beiträge sind, dann machen Sie-wenn es Ihre Zeit erlaubt-mit einem Ihnen wichtig erscheinenen Artikel ebenso !

    Erich Richter

  89. Ich möchte hier mal etwas Schreiben, bezüglich der unsozialen Auswirkungen dieses Unglückseligen EEG.
    In meinem Bekanntenkreis gibt es mehrere Familien mit Kindern, in denen nur einer Verdienst zum Unterhalt beiträgt.
    In diesem Winter habe ich es nun erlebt, dass Familien nur noch einzelne Räume beheizen konnten, da Öl/Gas/Strom zu teuer wurde. Eine Familie ist komplett auf Holz-/Kohlebefeuerung in Öfen (die vielleicht noch so mancher hier kennt) umgestiegen, teilweise wurde auf dem Ofen in der Küche gekocht, da der Elektroherd zuviel Strom braucht!
    Strom/Gas/Öl/Wasser wird bei diesen Familien natürlich an allen Ecken und Enden gespart, mit welchem Ergebnis? Mit der nächsten Jahresabrechnung erfolgt mal wieder eine Erhöhung, der vielfach beschwore Anbieterwechsel hilft da auch nur kurzzeitig! Und das sind Familien aus dem sogannten Mittelstand (so es ihn früher einmal gab)!
    Über solche sozialen Missstände berichten die Medien, wenn überhaupt, nur am Rande und in Sendungen/Magazinen die nicht unbedingt seriös wirken!
    Mir jedenfalls langt es diesbezüglich. Was ich diesen Winter erlebt habe hat mir gezeigt wie unsozial dieses ganze System ist!
    Bei den ganzen Diskussionen die hier bei EIKE und sonst in diesem Land zum Thema EEG/Klimawandel stattfinden, finden die oben angesprochenen Missstände keinen Einzug. Es wird auf einem so hohen Niveau diskutiert, dass die Menschen schlichtweg vergessen werden!

  90. Fragen zu OFFSHORE-WKA-Kosten.

    Woher kommen diese wahnsinnigen Summen, die man für die Vorbereitungsarbeiten, Verschiffung der Fundament-Materialien, Kosten für wahnsinnige Spezialbeton-Mengen, Verschiffung und Aufstellung der Windräder, Seekabelverlegung, spätere Wartungsarbeiten, etc., ausgeben muss?

    Auch dann, wenn man auf See mit 32% Auslastung rechnen kann (Binnenland: im Durchschnitt 16%), ist kann doch die Ausbeute mit einen 2,5 MW Windrad doch in keinem Verhältnis stehen zum Energiegewinn. Weder volkswirtschaftlich, noch CO2-Bilanz-mäßig.
    (Siehe: 17.3.2010 um 18 Uhr: 3Sat Bilder aus Deutschland: Beitrag über Spezialschiffskräne für Offshore-Windanlagen.)

    Ich habe in den letzten 2 Monaten einen langjährigen DLf-Wissenschaftsjournalisten (Sönke Gäthke), der Windkraft-Spezialist ist, mehrfach angeschrieben, und um Kosten-Auskünfte gebeten.
    LEIDER antwortet er nicht. Offensichtlich ist ihm meine, bereits bekannte ablehnende Position zur EE nicht willkommen.
    —————————————–

    Ist unter den Blogteilnehmern eine, wie auch immer geartete positive Bilanz im sehr hochgelobten und überall in der EU, sogar in den USA geförderten Offshore-WKA bekannt?

    Einerseits schließe ich selbst völlig aus, dass die Anlagen bei dem IRRSINN-AUFWAND tatsächlich gewinnbringend für einen Zeitraum von 30 Jahren sein sollen, andererseits bestätigen die aussergewöhnlich intensiv laufenden Bauarbeiten, die Beteiligungen vieler Werften mit Spezialschiffbau (auch hier Wahnsinns-Kosten, die die Auftraggeber locker bezahlen) dass die Firmen, denen diese Investitionen gehören, daran gut, sogar sehr gewinnbringend verdienen.

    MFG. Ivanfi (Rostock)
    17.3.2010

  91. Der Autor hat sich ziemlich von der jahrelangen Oekopropaganda berieseln lassen.

    Es gibt keinen Grund waru, die Erzeugungskosten fuer sog. Erneuerbare Energien schneller sinken sollten, als beispielszeise diese fuer Kohle, oder Kernenergie. Die Kosten fuer den umzeltschaedlichen Windstrom sind offensichtlich in den vergangenen Jahren eher gestiegen.
    Der Wind wird in der Zukunft nicht stetiger, oder staerker wehen und die Sonne nicht intensiver scheinen.

    Vandale

  92. Der Schwindel mit den „erneuerbaren“ oder „regenerativen“ Energien fängt doch schon bei der Bezeichnung an: Was erneuert sich denn da? Energie jedenfalls nicht, denn es gilt immer noch der Energieerhaltungssatz.
    Mit dem Begriff „erneuerbar“ wird für den technisch wenig gebildeten Durchschnittsbürger nur eine heile Energiewelt suggeriert, damit ihm Herz und Geldbeutel aufgehen.

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