437 Atomkraftwerke auf der Welt : Eine Nachricht und ihre Interpretation!

Die Nachricht stand am 16. Februar 2010 in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und war überschrieben “ 437 Atomkraftwerke auf der Welt“:
„Die Zahl der aktiven Kernkraftwerke auf der Erde ist im vergangenen Jahr leicht gesunken. Allerdings haben vor allem wegen vieler neuer Projekte in China die Bauaktivitäten stark zugenommen. In 30 Ländern wurden 2009 Atomkraftwerke betrieben oder gebaut, wie aus einer Auflistung der Fachzeitschrift „atw“ hervorgeht. Ende 2009 waren demnach 437 Kernkraftwerke in Betrieb, eines weniger als im Vorjahr. Drei Kraftwerksblöcke wurden endgültig stillgelegt: zwei in Japan und einer in Litauen. In Japan und Indien wurde allerdings jeweils ein neuer Reaktor in Betrieb genommen. Im Bau befanden sich 52 Kernkraftwerke in 14 Ländern. Von den elf im Jahre 2009 neu begonnenen Projekten sind neun in China und jeweils eines in Russland und Südkorea. Die chinesische Regierung plane in ihrem elften Fünf Jahresplan den Bau von 30 Atommeilern, davon hätten zehn das Baustadium erreicht, heißt es. In Südkorea würden derzeit sechs Reaktorblöcke errichtet, zwei weitere seien beantragt……


…Langfristig plane die Regierung in Seoul, bis 2030 weitere zehn Atom kraftwerke zu bauen. Aktive Bauprojekte zählt die Zeitschrift in folgenden Ländern: Amerika (l), Argentinien (l), Bulgarien (2), China (20), Finnland (l), Frankreich (l), Indien (5), Iran (l), Japan (l), Südkorea (6), Pakistan (l). Russland (8), Slowakische Republik (2) und Taiwan (2). In „fortgeschrittenem Planungsstadium" befänden sich derzeit 84 Reaktorblöcke in 17 Län dern. Die meisten Reaktoren sind in Amerika (104), Frankreich (59) und Japan (54) in Be trieb. In Russland sind 31 Anlagen am Netz, in Südkorea 20, in Großbritannien 19, in Indien 18, in der Ukraine 15 und in China elf. Auch in deutschen Nachbarstaaten ist die Atomkraft weiterhin beliebt: In Schweden waren 2009 zehn Anlagen in Betrieb, in Belgien sieben, in den Niederlanden eine, in Tschechien sechs und in der Schweiz sechs. In Deutschland erzeu gen derzeit 17 Kernreaktoren knapp ein Viertel des Strombedarfs. Zwei Meiler könnten noch 2010 vom Netz gehen, weil sie dann die ihnen von der Politik insgesamt zugestandene Strommenge erzeugt haben."

Soweit die Nachricht, und noch einmal zusammengefasst:  

• 2009 wurden in 30 Ländern der Welt 437AKW betrieben,  

• 2009 befanden sich in 14 Ländern 52 AKW im Bau, 

• In fortgeschrittener Planung befinden sich in 17 Ländern 84  Reaktorblöcke, 

• Im Artikel noch nicht aufgeführt sind die kürzlich vom US-Präsidenten angekündigten  30 neuen AKW. Nach der Fertigstellung werden in absehbarer Zeit insgesamt 663 AKW in Betrieb sein.  

Unter Berücksichtigung des beschlossenen und noch zu realisierenden vollständigen Ausstiegs aus der Nutzung der Kernenergie in Deutschland sind für die dieser Situation zwei Alternativen realistisch:

A – Aus deutscher Sicht: Die AKW-Technologie ist für die Existenz der Menschheit technisch unverantwortbar. Alle genannten Länder haben das noch nicht verstanden, weil ihre Wissenschaftler, Ingenieure und Politiker kollektiv dumm sind und/oder verantwortungslos handeln. Offensichtlich kennen nur wir Deutschen den richtigen Weg; eine Aufhebung des Ausstiegsbeschlusses ist eher unwahrscheinlich, denn das würde wohl unseren Nationalcharakter überfordern.

B – Aus der Sicht der Atomländer: Trotz der Entwicklung und Installation regenerativer Energien kann der rasant zunehmende Energiebedarf für immer mehr Menschen bei abnehmendem Angebot fossiler Brennstoffe ohne AKW nicht gedeckt werden, so dass man dem deutschen Beispiel nicht folgen wird. Da sich der steigende Bedarf kurz- bis mittelfristig nicht anders decken lässt, wird man weiter AKW bauen und betreiben und das damit verbundene Restrisiko in Kauf nehmen müssen.  

Fazit: Die Energieversorgung der Welt wird sich nach Plan B entwickeln; die anderen Länder werden sich nicht nach uns richten. Die historische Erfahrung mit dem deutschen Konzept „Am deutschen Wesen soll die Welt genesen“ lehrt, dass Deutschland mit seinem Weg scheitern wird und wir Bürger dafür die Zeche zu zahlen haben.  

Dabei ist Plan A im Kern unredlich und kann auch nicht wirklich ernst gemeint sein, denn: 

• Wären die Politiker der Grünen und der SPD (und der Linken ?)  tatsächlich von der Unverantwortbarkeit der Atomenergie überzeugt, hätten sie schon längst in der UNO den Antrag für ein weltweites Verbot der friedlichen  Nutzung der Kernenergie ein¬bringen müssen, selbst wenn sie davon auszugehen hatten, dass er abgelehnt würde.  

• Die von AKW potentiell ausgehenden Gefahren sind grenzüberschreitend. Deutschland ist von Ländern mit AKW umgeben. Sollten dort Unfälle auftreten, wirkten sie sich auch bei uns aus. Wir nehmen alle Lasten auf uns, um eine potentielle Gefahr zu vermeiden, wären ihr aber im Versagensfall genauso ausgeliefert. 

• Ein Hauptargument für die Ablehnung ist die Entsorgungsfrage: Bei technisch sachgerechter Lagerung kann die Gefahr, die von radioaktiver Strahlung ausgeht, ausgeschlossen werden, denn Deponien können in Salzstöcken oder in Tongesteinen eingerichtet werden, über die Deutschland reichlich und in guter Qualität verfügt. Beim Hinweis der Kernkraftgegner auf die Gefahren der AKW verdrängen sie, dass: 

• Wir zukünftige Generationen mit unserem Verbrauch von fossilen Brennstoffen und Rohstoffen und mit vielen langlebigen Produkten unserer chemisch-pharmazeutischen Industrie sehr viel grundsätzlicher benachteiligen. 

• Beurteilten wir die Technologien nach den tatsächlich verursachten Schäden, dürften wir keine modernen Verkehrsmittel benutzen: Autos, Flugzeuge und Schiffe haben bisher ungleich mehr Leben vernichtet als der Betrieb von AKW. Selbst die aggressivsten Kernkraftgegner wollen auf ihre Mobilität nicht verzichten.  

• Dass die Endlagerung noch nicht abschließend geregelt wurde, hat denn auch vorrangig politische Gründe: solange man das Problem nicht löst, kann man es instrumentalisieren. Für die Grünen war Anti-Atom anfangs die Grundlage ihrer Bewegung und später der Gründung ihrer Partei. Die Grünen haben es geschafft, trotz falscher Argumentation einen großen Teil der Bevölkerung gegen AKW einzunehmen. Mit der Mischung aus Unwissenheit und Angst lassen sich Wähler gewinnen. Helmut Schmidt meinte jüngst bei Reinhold Beckmann, dass die Deutschen wohl doch leicht verführbar seien. Die Erfahrung gibt ihm leider recht.  

• Mit dem Ausstieg aus der Kernkraft verlieren wir ein komplettes Industrie- und Wirtschaftssegment, während das Risikopotential unverändert bestehen bleibt.  

Warum ist den Grünen diese Indoktrinierung gelungen? Weil die Politiker der anderen Parteien, die grundsätzlich für die Beibehaltung der AKW sind, mangels Engagement und/oder Sachverstand nicht bereit waren und immer noch nicht bereit sind, ihren Standpunkt zu erläutern, zu begründen und zu verteidigen. Vielleicht sind wir das ‚Volk der Dichter und Denker’, unsere Fähigkeit für pragmatisches und flexibles Handeln ist bei vielen von uns jedoch eindeutig unterentwickelt.

Prof. F.K. Ewert EIKE

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44 Kommentare

  1. Als Kind sagte meine Mutter immer: „Und wenn alle anderen Kinder von der Brücke springen würden, würdest du es dann auch tun?“

    So liest sich zumindest der Artikel…

  2. In mehreren Zeitungen FTD, FAZ war zu lesen, dass die Grünen gerne an die 30Mrd Euro der KKW Betreiber heran wollen, die wie oben aufgeführt, zum Abbau und Lagerung des nicht mehr aufzubereiten Restmülls da sind.
    Um dann hinterher wieder zu sagen: Der Staat (Wer eigentlich, die Politiker und Beamten?) muss dafür aufkommen.

  3. #40
    Hier geht es nicht um Rauchen, Kläranlagen oder Feinstaub. Hier geht es um Atomkraftwerk und deren Betriebslebenszyklus.

    Vor zwei Jahren hätte auch jeder einem für bekloppt erklärt, wenn man Japan sich als unsichere Atomnation vorgestellt hat. Japan, dieses hochentwickelte High-Tech-Land. Oder auch in der USA könnte niemals nicht so ein Unfall passieren. Vor allen nicht in Harrisburg. Nein, die deutschen Atomkraftwerksbetreiber kommen noch von der rauhen deutschen Schule, wo noch Zucht und Ordnung herrschte. Da sind Pannen von vorn herein ausgeschlossen. Naja, außer halt in Krümmel.

    Also woher nimmst du deinen Optimismus?

  4. @Paul:
    Ich stempel keinem zum Idioten ab. Schon gar nicht die Betreiber. Ist doch clever, Gewinne heute produzieren, was kümmert uns morgen? Warum sollten sie Idioten sein?

    Für mich sind (transparente) Kosten ein nachgelagerter Punkt bei der Energieentstehung. Ich habe kein Problem, mehr für Energie zu bezahlen. Ich mache auch das Licht aus, wenn ich nicht im Raum bin 😉
    Die Kernkraftbefürter beschweren sich doch über die Kosten. Und ich sage: so richtig kann man erst dann eine Bilanz ziehen, wenn der Kreislauf einmal geschlossen wurde…
    Ich stelle auch keine Autos in großer Stückzahl her und ermittel erst hinterher meine Baukosten.

    Und was man immer auf die Grünen herumhackt? Das Thema der Endlagerung hätte vor mehr als 50 Jahren geklärt sein müssen. Von diesen 50 Jahren haben gerade mal 7 Jahre lang die Grünen das (Mit-)Sagen gehabt. Auf Landesebene in einigen der AKW-Bundesländer noch nie. Ich weiß, es ist ein unangenehmes Thema, niemand will so was vor seiner Haustür haben. Von daher rechne ich es Kretschmann hoch an, das Thema überhaupt mal wieder anzusprechen. Oder welcher Politiker hat das in den letztem 5 Jahren überhaupt thematisiert?

    Und zum fachkompetenten Menschen: nun ja, Asse. Achso, das waren nur die Gastarbeiter, keine fachkompetenten Menschen 😉

  5. #39
    Und vergessen Sie nicht, das Rauchen einzustellen, wenn Sie Angst vor Strahlen haben:
    30 Zigaretten/Tag macht 80mSv pro Jahr für Ihre Luftröhre.
    Ist allerdings auch denkbar,
    dass Raucher gegen Radioaktivität durch diese Exposition resistenter als Nichtraucher sind. ha, ha, das ist mein Ernst.
    Es gibt ja noch genügend chemische Kanzerogene in der Zigarette, die für den Lungenkrebs reichen.

    Die „technischen“ Fehler (ohne Strahlentote) in Japan sind jedenfalls keine rationale Begründung für das Abschalten in Deutschland, wo solche Fehle nicht bestehen.
    Man sollte lieber die Kläranlagen in Deutschland besser kontrollieren (EHEC) oder den Feinstaub in Klassenräumen.

    Gruß

  6. Falls du mich mit deinem letzten Beitrag meinen solltest: ich hatte ehrlich gesagt die Risikokosten noch gar nicht bedacht. Aber du hast natürlich Recht. Spätestens Fukushima sollte uns das lehren. In Japan ist es ja zumindest nicht so, dass der AKW-Betreiber nun für alle Kosten aufgekommen ist bzw. überhaupt ohne Insolvenz aufkommen kann. Und spätestens wenn der Staat einspringen muss, kann man von Sozialisierung der Energiekosten sprechen.

    Und was nun Krebsfälle angeht. Vertraue keiner Studie, die du nicht selbst gefälscht hast.

  7. #36: Verehrter Frank, informieren Sie sich einfach besser, bevor Sie falsche Behauptungen öffentlich machen. Auch jetzt reden Sie wieder von „keinerlei Erfahrungen“, das ist falsch. Sie stempeln damit die Betreiber zu Idioten. Deutschland ist weder das erste noch das letzte Land mit ausgezeichnet funktionierenden AKW´s.

    Hier im Forum konnte man 2010 lesen:
    „Insgesamt sind für das Projekt Gorleben von 1977 bis Ende 2007 Kosten in Höhe von rd. 1,51 Mrd. € entstanden, die zu 96,5 % von den EVU (Energieversorgungs-Unternehmen) finanziert worden sind.?“
    Das entspricht den von mir vorher zitierten gesetzlichen Auflagen von 1982:
    „Der notwendige Aufwand wird wie folgt verteilt: ?für ein Endlager für alle Arten radioaktiver Abfälle entfallen zu 96,5 Prozent auf diejenigen Vorausleistungspflichtigen, denen eine Genehmigung nach § 7 Abs. 1 oder Abs. 3 des Atomgesetzes für eine Anlage zur Spaltung von Kernbrennstoffen mit einer elektrischen Leistung von mehr als 200 Megawatt erteilt worden ist.?“

    Es gibt zudem bereits das für schwach- und mittelradioaktive Abfälle genehmigte Endlager „Schacht Konrad“, wofür bereits 900 Millionen Euro investiert wurden. Fragen Sie einen Fachmann, ich bin nur ein täglicher „Anwender“ von Strahlen, die Sie für so gefährlich halten.

    Das Infame von grüner Politik ist doch die systematische Verzögerung und fanatische Blockade der Endlagerung um sich danach über die fehlende Endlagerung zu beschweren, wie Sie es jetzt auch tun.

    Sie sollten einmal überlegen WOHER denn das ganze radioaktive Material stammt.
    Entsteht das vielleicht in den Strom erzeugenden Kernkraftwerken???
    Nein, es kommt aus der Erde. Z.B. im Schwarzwald liegt Uran, immerhin soviel, dass die Strahlenbelastung für den Menschen dort an einigen Stellen 15 mSv überschreitet.
    Ein Krankenhaus müsste sofort schließen mit einer solchen Strahlenbelastung.

    Und Sie sind der Meinung,
    der fachkompetente Mensch wäre nicht in der Lage radioaktive „Abfälle“ ordnungsgemäß wieder zurück in die Erde zu verfrachten???

    Solange die Grünen (in allen Parteien)das verhindern, – Schande über sie – mag das ja so sein.
    Irrationalität scheint eine besondere Deutsch Stärke zu sein.
    Ich habe einmal den Vorschlag gemacht, so einer fanatischen Kastorblockade „nachzugeben“,
    also wenn sich da Menschen quer legen etc. einfach anhalten, nicht nur einen Tag, eine Woche, ein Monat, bis die demokratische Mehrheit begreift,
    welch verlogene Ideologie dabei ist, das Funktionieren einer staatlichen Gemeinschaft zu zerstören.
    Wie kann man denn permanent Atomangst schüren
    und gleichzeitig die ordnungsgemäße Entsorgung blockieren.
    Das ist reines Parasitentum für eine Gesellschaft.

  8. Ergänzung:
    Quelle UNSCEAR -Report letzte Aktualisierung.

    Die vermutlich Zusatzfrage nach Spätschäden nicht direkt Betroffener ist ebenso schnell beantwortet.
    Es gab einen deutlichen Anstieg von Schilddrüsenkrebsen bei Kindern, die bis 1986 geboren wurden durch jodhaltige Milch.
    Die Todeszahl davon liegt jedoch noch unter der Zahl 28 für die direkt Betroffenen.

    Noch einmal,
    Mikroorganismen sind schädlicher als Strahlen

    Gruß

  9. @Dr. Paul: Bitte vermeiden sie persönliche Angriffe!

    Es ist ja gut und schön, wenn man vor knapp 30 Jahren einmal einen fiktiven Wert angenommen hat, was die Endlagerung kosten wird… Nur wenn keinerlei Erfahrungen vorliegen, was eine Endlagung kosten wird (woher denn auch?), sind das alles bestenfalls Hochrechnungen.

  10. #31: Sabrina Schwanczar
    Nehmen Sie endlich ein mal zur Kenntnis,
    dass beim Unfall von Tschernobyl nur 134 akut Strahlenkranke registriert und behandelt wurden.
    Dies ist eine definierte medizinische Diagnose,
    genannt ARS, wobei es 4 Schweregrade (Stadien) gibt.
    Von diesen starben innerhalb von 4 Monaten 28,
    bitte merken
    28 Strahlentote!!!
    Bei den 104 Überlebenden waren auch schwere Blutbildveränderungen (ARS III und IV), die sich innerhalb von Monaten wieder erholten. Immunologische Folgeveränderungen dauerten etwas länger, von mindestens 6 Monaten bis einige Jahre.
    Innerhalb von 5 Jahren kamen in den Familien dieser 104 Überlebenden nur 14 Kinder auf die Welt, sie waren ALLE gesund und normal.

    In Japan kam es trotz Supergau nicht zu einem einzigen Fall von schwerem ARS, das muss auch der schlimmste Atomgegner akzeptieren.

    Damit ist die friedliche (wichtig) Atomkraft nach wie vor die sicherste Art der Energiegewinnung.
    Und Strahlung weniger gefährlich als Bakterien und andere Mikroorganismen in menschlichen Abwässern.

  11. #33
    „Und wer sich nun beschwert, dass im Zuge des Atomausstieges die Energie teurer wird: wer weiß schon, wie teuer uns die Atomkraft irgendwann zu stehen kommen wird? Und ob die dafür aufkommen werden, die heute die AKWs betreiben?“

    Antwort:
    natürlich billiger!

    Sie sollten mit Ihrer Nichtkenntnis nicht von sich auf andere schließen.
    Am 28. April 1982 trat eine Endlager-Vorausleistungs-Verordnung in Kraft. (1982 BGBl. I S. 562)
    Die Kosten für sämtliche Entsorgungs- und Stilllegungsvorkehrungen sind seit jeher im Strompreis eingerechnet; sie haben einen Anteil von knapp 0,3 Cent pro Kilowattstunde.?

    Gruß

  12. Es kann ja jeder gut und gerne seine persönlichen Präferenzen haben, wie die Welt ihren Strom produziert. Meinetwegen auch, wieviel Energie wir wirklich brauchen.

    Atomkraft ist, das muss man leider so sagen, noch ein unausgereifter Kreislauf. Wir wissen im Moment gar nicht, was uns Atomkraft wirklich kostet bzw. kosten wird. Wir wissen ja im Moment noch nicht mal, wie letztendlich die Reaktorstäbchen verbuddelt werden und ob das hält. Oder wie man die Fläche, auf denen heute ein AKW stand, überhaupt wieder renaturieren kann.

    Mal überspitzt gesagt: Stelle ich ein Windrad auf, kenne ich die Kosten (Material, Verlegen der Leitungen – und das wichtigste – die Entsorgung).

    Das Thema der Endlagerung ist nun weit mehr als 50 Jahre ein Thema. Selbst wer nun auf die Grünen schimpft: auch die CDU, die SPD und FDP haben das Thema nicht bewältigen können. Im Gegenteil: mit dem Amtantritt von Kretschmann fiel erstmals wieder ein Bekenntnis, die Endlagerung voranzubringen. Sicherlich hat diese Aussage parteipolitisch ihren Preis. Aber wenn die Endlagerfrage endlich geklärt ist, können wir endlich sachlich über das Thema reden.

    Und wer sich nun beschwert, dass im Zuge des Atomausstieges die Energie teurer wird: wer weiß schon, wie teuer uns die Atomkraft irgendwann zu stehen kommen wird? Und ob die dafür aufkommen werden, die heute die AKWs betreiben?

  13. Liebe Frau Schwanczar ,
    Sie schreiben:“.. Und solche Studien, nach dem Fischesser stärker Quecksilber-belastet sind, als Amalgam-Zahnfüllungsträger, lasse ich mir auch nicht verkaufen.“

    Müssen Sie auch nicht kaufen. Aber Sie können versuchen diese zu verstehen.
    Zur Erklärung:
    Quecksilber (Hg) ist ein Metall, welches vom Körper nicht ohne weiteres aufgenommen/resorbiert wird. Mit „Aufgenommen“ ist nicht das Herunterschlucken in den Verdauungstrakt gemeint, sondern der Übertritt in die Blutbahn und damit in das Gewebe (Resorption). Und das ist relevant. Zwischen dem Lumen des Verdaungstraktes und der Blutbahn ist ein Art „Filter“ (Die Darmwand/Darmschleimhaut) die relativ selektiv arbeitet. Sie läßt nicht jeden Stoff, den wir schlucken, in die Blutbahn passieren. Aus einer Reihe von Untersuchungen weiß man nun sehr genau, das anorganische Verbindungen (Amalgam ist eine anorganische Verbindung aus den Metallen, HG, Silber, Zinn, Zink, Kupfer: Resorption ca. 4-6%) kaum aufgenommen werden. Während organische Verbindungen (hier vor allem die oft in Fischen vorhandenen organischen Hg-Verbindungen, Resorption bis 98%) fast vollständig die Darmwand passieren können und so in die BLutbahn und damit im Gewebe aufgenommen werden. Und das ist der Grund, warum Hg in Fisch und (Thunfischpizzen) so gesehen ein deutlich höheres Vergiftungspotential hat als Amalgam.

    Aus diesem Grund kann man nur mittels BLut- und/oder Urinuntersuchungen feststellen, wieviel Schadstoffe der Körper aufgenommen hat.

    Daher ist die bekannte Tübinger Amalgamstudie des BUND in ihrer Aussage auch völlig wertlos. Der damals damit beauftragte und überforderte Chemiker hat nur den Hg-Gehalt der Speichelproben gemessen und daraus messerscharf geschlossen, daß dies auch die Hg-Mengen sein müssen, die der Körper aufnehmen MUSS! Ich möchte nicht wirklich wissen, wieviel Studien aus den öko-friedens-anti-kkw-Religionsbewegungen von ähnlicher unwissenschaftlicher Qualtität sind. Deren Qualität vor allem der unbedarfte Bürger nicht überprüfen kann. Er sollte daher prinzipiell mißtrauisch sein.

    zx10

  14. @ Horst Trummler #15

    „Der Reaktorunfall in Tschernobyl hat gem. des UN Berichts von 2005 max. 4000 Opfer gefordert (Link bei http://www.oekoreligion.npage.de ). Dies entspricht max. 10 Opfer/Betriebsjahr.“

    Horst Trummler #23

    „Ein Unfall mit 10.000enden Opfer ist ein Produkt ökologischer Sehnsüchte.“

    Die Zahl der Opfer des Reaktorunfalles von Tschernobyl beträgt ein Vielfaches und in ist nicht ein Produkt ökologischer Sehnsüchte. Und dass bei einem vergleichbaren Kohlekraftwerk 10 Opfer pro Betriebsjahr zu erwaten sind, ist mir nicht bekannt.

    Dass auch in Deutschen KKW durch ausgetretene Radioaktivität verstrahlte Personal haben sie vergessen.

    Die infolge des Uranabbaus allein bei der Wismut in einer Größenordung von mehreren zehntausend Erkrankten und vorzeitig Verstorbenen haben sie ebenfalls nicht berücksichtigt. In Braunkohletagebauen erkrankt und stirbt faktisch gar keiner an den Arbeitsbedingungen.

    Dass im Umfeld des KKW Krümmel dreimal mehr Fälle von Leukämie bei Kindern aufgetreten sind, als statistisch zu erwarten, haben Sie ebenfalls unerwähnt gelassen.

    Was sich nicht mit der von Ihnen vertretenen Auffassung in Übereinstimmung bringen läßt, blenden Sie aus.

    @ Demming #24

    „Trotz Ihrer offensichtlichen Kenntnisse zur Zuverlässigkeit von Bauelementen, kennen Sie auch die PHA (vorläufige Notfall Analyse)?
    Darin werden genau solche Ausfälle untersucht.“

    Und was andert das den von mir unter #11 und #22 dargestellten Grundlagen zur Sicherheit von Technischen Anlagen?

    Doch wohl nichts. Und in Forsmark hat es offensichtlich nichts genützt. PHA ist eine Art Alibiveranstaltung um eine Sicherheit vorzugaukeln, die aufgrund der technischen Zusammenhänge gar nicht gewährleistet werden kann.

    @ Horst Trummler #17

    „Ein umweltfreundliches KKW wird beim Hochfahren nicht ausser Kontrolle geraten. Die in Deutschland betriebenen KKW sind stabil, bzw. haben einen sogenannten negativen Dampfblasenkoeffizienten. (bei einer Erhöhung der Leistung/Temperatur bilden sich Dampfblasen im Kühlwasser, dadurch wird die Moderation des Kernbrennstoffs herabgesetzt, die Leistung sinkt)“

    und @ Demming #19

    „Die in Deutschland genutzten AKWs können aus dem Prinzip heraus nicht (mehr) durchgehen, außerdem haben wir Sicherungen die auch ohne menschliches (Fehl-) Eingreifen funktionieren.“

    Und was passiert, wenn der Kühlwasserkreislauf durch Platzen eines Rohres außer Kraft gesetzt ist? – und dann dummerweise auch noch die Schnellabschaltung versagt?

    Das findet bei Ihnen nicht statt, sie überschauen alles. Genau das hat man in Tschernobyl auch geglaubt, Aber auch in Krümmel:

    „Aufgrund des Kurzschlusses innerhalb eines der beiden Maschinentransformatoren (AT01), der auch Auslöser für die Entzündung des Transformatorenöls und dem sich anschließenden Brand war, kam es zu einer Schutzanregung, die den Transformator durch die Öffnung des Leistungsschalters AC01 vom Netz trennte und zugleich durch Öffnung des Generatorschalters AQ02 den Trafo AT02 im intakten Strang unterspannungsseitig von der Generatorschiene isolieren sollte. Dabei kam es aber zu einer unvorhergesehenen Auslösung des zweiten Leistungsschalters AC02, wodurch das Kraftwerk vom 380-kV-Netz getrennt wurde. Das führte wegen der damit einhergehenden kurzzeitigen Unterspannung auf den Eigenbedarfsschienen, die in diesem Fall auf die Versorgung aus dem 110-kV-Fremdnetz umgeschaltet werden, zu einer im Betriebshandbuch für eine Maschinentransformatorstörung eigentlich nicht vorgesehenen Reaktorschnellabschaltung (RESA).“

    Quelle:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Kernkraftwerk_Kr%C3%BCmmel#Leuk.C3.A4mieh.C3.A4ufung

    Bevor ein neues Automodell in Serie geht wird es ausgiebig getestet. Das wirtschaftliche Risiko geht kein Automobil-Unternehmen ein, ein ungetestetes Auto in Serie zu produzieren. Trotzdem kam es bei einigen Modellen eines gestandenen technologisch führenden Automobilproduzenten, also von Toyota, zu klemmenden Gaspedalen und infolge dessen zu dutzenden Unfällen mit Todesfolge.

    Diese Beispiele und auch die ausgefallenen Notstromaggregate von Forsmark führen deutlich von Augen, dass trotz aller technischen Raffinesse und gewissenhafter Tests es immer wieder passiert, dass Gefahren unerkannt bleiben.

    Das alles wird von den Verfechtern der Kernenergie ausgeblendet. Sie biegen sich die Realität zurecht, wie sie sie brauchen.

    Und wenn es wieder einmal zu Unfällen wie in Tschernobyl kommt, wird die ewig gleiche Leier vom Fehler der ja hätte gar nicht passieren dürfen losgetreten.

    Das kennt man übrigens auch von anderen Ereignissen, z.B.
    – ICE-Unglück Eschede
    – Absturz der Wuppertaler Schwebebahn
    – Explosion der Raumfähre Challenger
    – das wirklich peinliche Transrapid-Unglück, wo nicht einmal einfachste Sicherheitstechnik, die das Befahren der Strecke verhindert hätte, installiert war.

    zu meinem Beitrag #16

    Wie Psychologen die Mathematik vergewaltigen:

    Wurden psychologische Tests Signifikanzuntersuchungen unterzogen, so wird damit ein Gültigkeitskriterium (Validität) ermittelt. Wird ein psychologischer Test mit einem Gültigkeitskriterium von 70% bzw. 0,7 von 100 Leuten beantwortet, so ist das Testergebnis bei 70 Probanden zutreffend, bei den übrigen 30 Probanden unzutreffend.

    Wenn Sie nun eine von den 100 Personen herausgreifen – gehört diese zu den 70% oder zu den 30% ?

    Der die mathematische Statistik vergewaltigende Psychologe oder Psychiater maßt sich nun folgendes Verhalten an:

    Er greift sich aus dem Kollektiv eine Person, die möglicherweise zu den 30%, bei denen das Testergebnis unzutreffend ist, gehört, heraus, und behauptet nun tollkühn – oder besser dummdreist und verantwortungslos – bei dieser Person sei das Testergebnis mit überwiegender Wahrscheinlichkeit (70%) zutreffend.
    So werden Menschen abgeurteilt

    und nun dazu, wie manche Ingenieure die Mathematik vergewaltigen:

    Die rechnen aus, dass die Fehlerwahrscheinlichkeit einer technischen Anlage, z.B. einer vollautomatischen Halbschranke z.B. 1:250.000 beträgt und behaupten, ein Fehler kommt praktisch gar nicht vor.
    Statistisch korrekt ist aber, dass ein Fehler einmal im Intervall von 250.000 auftritt und unbekannt ist, zu welchem Zeitpunkt innerhalb des Intervalls.

    mit freundlichen Grüßen

  15. Werte/r Gogo #29

    da Sie offensichtlich Fachmann/-frau in Sachen Qualitätssicherung sind, können Sie mir bestimmt deatilliert sagen, was in Forsmark wirklich „schiefgelaufen“ ist?
    Was war Ursache, was war Wirkung?
    Bisher sind Sie mir in dieser Frage nur durch Vermutungen aufgefallen.

    Zu dem in bestimmten Kreisen beliebten Thema „Tschernobyl“ ist schon alles gesagt worden, das muß ich nicht wiederholen.

    Zu unseren Vorfahren: Ich meinte damit die Frühmenschen bis zum Neandertaler, die so ziemlich alle Klimazonen überlebt haben und sich erfolgreich mit wilden Tieren um Nahrung stritten; insofern konnten sie die Risiken einschätzen.
    Die Menschen früher haben „Öko“ gelebt, aber mit den von Ihnen geschilderten negativen Folgen.
    Erst mit der Industrialisierung stieg die Lebenserwartung.
    Der Vergleich mit den Schutzpatronen des Mittelalters gefällt mir trotzdem, weil auch heute ähnliche Tendenzen zu beobachten sind, nur sind die neuen Heiligen „Öko“, „Bio“, „erneuerbar“, etc…

    Oberleitungsspannungen: Was ich davon halte? D,A,CH haben als Oberleitungsspannung 15kV mit 16,7Hz. Das überlagerte Netz hat 110kV.
    Diese Festlegung ist ein guter Kompromiss, der die langen Bahnstrecken und die mögliche Baugröße der Transformatoren berücksichtigt.
    Ich sehe kein anderes System, das entscheidende Vorteile brächte.
    Den Aussagen in #19 stimme ich zu (über das Stöckchen springe ich gerne).

    PS: Welche „Sicherheitslücke“ meinen Sie im vorletzten Satz? Oder ist das auch nur eine Vermutung? Woran soll ich arbeiten?

  16. #27: Stefan Steger:

    Sehr geehrter Herr Steger,
    diese „Kleinigkeiten“ reichen zumindest in der Nichtatomenergiesparte (das ist die restliche Industrie) zur Disqualifikation.
    Entgegen Ihrer Annahme versuche ich mich auf die wesentlichen Dinge zu konzentrieren.
    Es geht auch nicht um Andersdenkende, sondern um Falschdenkende im Sinn des Standes der Technik, wie Ihnen die zahlreiche Q-Literatur bestätigen wird. Die Entwickler derartiger Anlagen sind glücklicherweise besser als man von den Kommentaren her vermuten möchte. Mit KKWs hat das nichts zu tun, dazu hatte ich mich nicht geäussert.
    Es ging nur um seltsame, ja esoterisch anmutende Behauptungen, warum eine Technologie sicher sein soll und um die Verharmlosung von Störfällen.
    Wenn jemand sagt, dass von 4 Notstromaggregaten nur 2 starten konnten, dann sind die PKWs in Deutschland wesentliche zuverlässiger als die Sicherheitseinrichtungen eines KKWs.
    Wenn es der Fall gewesen wäre, dass 2 Notstromaggregate durch Explosionen zerstört wurden, dann ist klar, dass nur die 2 anderen starten können. Und wenn diese es taten, wäre die Startsicherheit der Aggregate nicht kritisiert worden. Bleibt natürlich noch die Frage zu klären, ob der Aufstellort der richtige bzw. dieser richtig gesichert war – trotz PHB.
    Also doch Diesel zu kaufen vergessen. Soviel zu Kleinigkeiten.
    Leider bin ich ein so unaufmerksamer Leser dass mir der unsinnige Vergleich (in Bezug auf das Thema) einer Seilzugbremse mit einem ABS System aufgefallene ist. Das ist wieder so eine Vernebelung von unterschiedlichen Begriffen wie zuverlässig, sicher und komplex.
    Mit den Zuverlässigkeitszahlen reflektieren Sie auf PHB etc. Wenn jemand sagt dass PHB etwa dasselbe ist, wie Ausfälle an Hardware im Labor zu ermitteln, dann weiss er eben nichts über PHB, SIL oder FMEA und damit auch (fast nichts) über die Qualitätssicherung. Aber KKWs sind sicher.

    Und dann sagen Sie in einem anderen Kommentar, dass unsere Vorfahren die Gefahren noch richtig einschätzen konnten. Dann frage ich mich weshalb hunderte von Schutzpatronen erfunden wurden. Wissen Sie wie hoch das Durchschnittsalter „damals“ war? 30Jahre? 40 Jahre? Arterhaltung mit 10 Geburten gerade geschafft.

    Tschernobyl: „max. 4000 Tote“, klar, wenn kaum jemand dort wohnt.

    Herr Steger, ich hatte den Eindruck Sie wissen viel mehr über die Thematik Stromnetze und Energieversorgung. Sollte es eine Sicherheitslücke geben, dann muss diese geschlossen werden und sollte nicht abenteuerlich hinwegdiskutiert werden. Erarbeiten Sie ein Vertrauen förderndes Sicherheitskonzept.

    Was halten Sie übrigens von den Oberleitungsspannungen in #19 von 18kV (D) und 30kV (F)? Ist der Rest von #19 ebenso „richtig“?
    MfG Gogo

  17. #26 Gogo
    Kommentar von Herrn Limburg:
    „50% Ausfall sind fast so gut wie 100%? Eine übliche Grössenordnung ist der ppm Bereich“. Wenn 4 Notfallaggregate vorhanden sind, und eines ausfällt, sind immer noch 75 % vorhanden. Das ist der Sinn der Übung. Wie sollen bei 4 Aggregaten eine Ausfallwahrscheinlichkeit im ppm Bereich erreicht werden. Bringen Sie da nicht die verschiedensten Begrifflichkeiten auf schwerste durcheinander?
    mfG
    M.L.

    Sehr geehrter Herr Limburg,
    50% Ausfall beim Start der Notstromaggregate, da deutet vieles auf zumindest einen Systemfehler hin.
    Warum laufen die eigentlich nicht ständig?
    Für ein einziges Notstromaggregat sind vermutlich zahlreiche Redundanzen vorhanden um die Betriebssicherheit zu gewährleisten.
    Würden sie ebenso beruhigt fliegen, wenn Sie wüssten, dass die Ausfallrate der Triebwerke eines Fliegers nicht im „ppm Bereich“ liegen würde.
    Es wird geradezu als normal hingestellt, dass ein Triebwerk beim Start oder bei der Landung ausfällt, weil man ja immer noch sicher auf dem Hudson River ohne Triebwerke landen kann.
    Man darf sich (hoffentlich) nicht vorstellen, dass 4 gleiche Notstromaggregate in dem gelb rot gestrichenen klimatisierten Raum nebeneinander befinden und dann eines nach dem andern zu starten versucht.
    Vielmehr befinden sich die Aggregate (hoffentlich) an verschiedenen Orten, da ein Störfall auch ein Aggregat mechanisch zerstören kann. Das ist aber nicht der Fall gewesen. Fehlstart unter Laborbedingungen.
    Das warum ist Spekulation. Vielleicht hat man nur vergessen Diesel zu bestellen. In einem KKW irgendwie verständlich.

    MfG Gogo

  18. Verehrte/r Gogo #26:
    Sie konzentrieren sich in Ihrem Beitrag auf Kleinigkeiten und wollen Argumentationen Anderdenkender nicht nachvollziehen.
    Beispiele:
    Was mit dem Vergleich einer Seilzugbremnse mit einem ABS gemeint war, sollte einem aufmerksamen Leser klar sein. Nebenbei: Tschernobyl hatte nicht mal Seilzugbremsen, die Betriebsmannschaft versuchte mit einer ausgeleierten Handbremse zu operieren…
    Oder: Ausfallzahlen von Bauteilen sind Annahmen, die in die Zukunft projiziert werden, eine Wahrscheinlichkeit ausdrücken und in den Sicherheitsanalysen berücksichtigt werden. Wo ist das Problem?
    Oder: Ist es so kompliziert zu verstehen, was mit dem Bezug auf 2/4 Notstromaggregaten gemeint war?
    Nebenbei: Auch in Forsmark bestand nie die Gefahr einer Kernschmelze; anderslautende Behauptungen irgendwelcher „Fachleute“ sind Unfug.

  19. #24: Demmig sagt:
    Sehr geehrte Frau Schwanzcar,
    danke für die längere Antwort, die Einblick gibt, wie Sie denken.

    „Trotz Ihrer offensichtlichen Kenntnisse zur Zuverlässigkeit von Bauelementen, kennen Sie auch die PHA (vorläufige Notfall Analyse)?
    Darin werden genau solche Ausfälle untersucht.“

    Dort werden vielmehr die Ergebnisse aus den von Frau Schwanzcar hervorragend beschriebenen Versuchen als Eingangsgrössen verwendet.
    Dass Unikate an Schlüsselstellen in der PHA gesondert betrachtet werden ist normal. Der Formalismus der PHA hat den Vorteil, dass man Selbstverständlichkeiten nicht vergisst, aber auch, dass man nicht zur Verantwortung herangezogen wird, wenn man nicht Neues hinzufügt obwohl man es eigentlich hätte tun müssen.
    Wie glauben Sie denn, dass die Industrie funktioniert?

    „Nur, ich habe den Eindruck, das Ihre Ängste vor einer Technik, die Sie ablehnen, davon nicht beeinflusst werden können?
    Meine Frage, wie man Ihnen evtl. die Ängste vor Atomkraftwerken nehmen könnte – Antwort: gar nicht, technische Argumente und Fakten spielen dabei keine Rolle.“

    Ausfallzahlen sind Fakten und dass die nicht eintreten ist Glauben.

    „Der angeführte Hinweis auf Tschernobyl:
    Bei diesem Vergleich denke ich an ein altes Auto mit Seilzugbremsen zu einem modernen mit hydraulischen Bremsn mit ABS und EPS.“

    Was haben Seilzugbremsen mit Ausfallwahrscheinlichkeit zu tun. Bestimmungsgerecht verwendete Seilzugbremsen fallen höchstwahrscheinlich nicht so oft aus wie ein ABS (was meinen Sie mit EPS?).
    Sie können beim ABS auf die Mechanik (die auch eine Seilzugbremse sein könnte) nicht verzichten. In Folge dessen haben Sie um ein Vielfaches mehr an Teilen, und deshalb mehr Ausfälle. Sie können natürlich einen Teil des ABS mit silent fail konzipieren. Kaputt ist trotzdem was und Redundanz haben Sie ab diesem Moment auch verloren.

    „Schweden: Was ist daran katastrophal, wenn von 4 Notstromaggregaten 2 ausgefallen sind, es sind noch immer zwei Einsatz?
    -> Deshalb ist das so gemacht.“

    Deshalb ist das so gemacht?????????????????????????????????????????
    Diese Argumentation hat das Zeug in die Geschichte einzugehen als Musterbeispiel für Unverantwortlichkeit und gröbste Fahrlässigkeit.
    50% Ausfall sind fast so gut wie 100%? Eine übliche Grössenordnung ist der ppm Bereich, damit das ganze KKW in den Prozentbereich kommt und damit das Gesamtsystem eine halbwegs vernünftige Verfügbarkeit aufweist.
    Empfohlene Fachliteratur: Home Faber (Max Frisch).

    „Ich will Sie nicht von etwas überzeugen, das können nur Sie selbst.„

    Mich haben Sie damit restlos überzeugt.

    MfG Gogo

  20. „Nach der Fertigstellung werden in absehbarer Zeit insgesamt 663 AKW in Betrieb sein.“

    Man kann sich seine Wirklichkeit auch zurecht träumen, wie obiges Zitat zeigt. Auch wenn der Begriff „absehbare Zeit“ wohl bewustt vage gewählt ist, kann man davon ausgehen, dass der Autor sich grüdnlich verschätzt hat.

    In den letzten 20 Jahren ist die Anzahl der in Betrieb befindlichen AKWs nur unwesentlich gestiegen und es gibt keinerlei Anzeichen dafür, dass sich das in den nächsten 20 Jahren ändern wird. Im Geggenteil: es ist sehr wahrscheinlich, dass die Zahl der AKWs in den nächsten 10 bis 15 Jahren sinken wird, weil die wenigen Neubauten mit den zu erwarteten Stilllegungen nicht werden Schritt halten können.

    Abgesehen davon ist die Angabe der „in Betrieb befindlichen“ AKWs eine reine Propagandalüge, denn sie berücksichtigt nicht, dass in einigen Ländern eine Reihe von Reaktoren seit mehreren Jahren stillliegen und es fraglich ist, ob sie jemals wieder Strom produzieren werden (z. B. Krümmel, Brunsbüttel und die 5 Reaktoren Kashiwazaki Kariwa in Japan, die allesamt seit 2007 außer Betrieb sind).

    Tatsächlich in Betrieb dürften zurzeit um die 400 Anlagen sein, Tendenz eher fallend als steigend, da mit zunehmendem Alter die Störanfälligkeit (Schnellabschaltungen) wächst und Wartungs- und Nachrüstungsaufwand steigt.

    Nach dem nächsten größeren Störfall wird sich zeigen, wie viele Länder noch auf Atomkraft setzen können.

    Zu meinen, dass die Anzahl der AKWs in „absehbarer Zeit“ sogar auf mehr als 600 steigt, ist überaus naiv und bestenfalls mit Wunschdenken zu erklären, nicht aber mit realistischer Wahrnehmung der Außenwelt.

  21. Sehr geehrte Frau Schwanzcar,
    danke für die längere Antwort, die Einblick gibt, wie Sie denken.

    Trotz Ihrer offensichtlichen Kenntnisse zur Zuverlässigkeit von Bauelementen, kennen Sie auch die PHA (vorläufige Notfall Analyse)?
    Darin werden genau solche Ausfälle untersucht.

    Nur, ich habe den Eindruck, das Ihre Ängste vor einer Technik, die Sie ablehnen, davon nicht beeinflusst werden können?
    Meine Frage, wie man Ihnen evtl. die Ängste vor Atomkraftwerken nehmen könnte – Antwort: gar nicht, technische Argumente und Fakten spielen dabei keine Rolle.

    Der angeführte Hinweis auf Tschernobyl:
    Bei diesem Vergleich denke ich an ein altes Auto mit Seilzugbremsen zu einem modernen mit hydraulischen Bremsn mit ABS und EPS.

    Schweden: Was ist daran katastrophal, wenn von 4 Notstromaggregaten 2 ausgefallen sind, es sind noch immer zwei Einsatz?
    -> Deshalb ist das so gemacht.

    Ich will Sie nicht von etwas überzeugen, das können nur Sie selbst.
    Gruß
    Demmig

  22. Hallo Fr. Schwanzcar,

    1. Gem. Murphy ist stets mit dem schlimmsten Zufall zu rechnen. In diesem Sinne finden auch in KKW, trotz des weit über dem allgemeinen Sicherheitsniveau liegenden Sicherheitniveaus, alle Unfälle statt die stattfinden können. Nur ist das Risikopotential eines KKW’s ziemlich begrenzt. Im Verhältnis zum Energieertrag ist das Risiko nun mal wesentlich geringer als das anderer Energiequellen. Ein Unfall mit 10.000enden Opfer ist ein Produkt ökologischer Sehnsüchte.

    2. Bitte seien Sie vorsichtig mit solche Quellen wie GRS, BMU, RSK und BfS. „Ökoatomexperten“ die mit der Machtübernahme von Rot-Grün mit solch wertvollen Ausbildungen wie einer solchen im Gartenbau leitende Funktionen in solchen Gremien wahrnehmen, sind eher spirituell zu sehen.

    Vandale

  23. @Horst Trummler, Stefan Steger, Demming

    In der Kürze der Zeit Folgendes:

    Es reicht nicht, zu wissen, wie die Kernspaltung gesteuert wird, wie ein Atomkraftwerk zusammengesteckt wird und wie man in der Sicherungstechnik Redundanzen gestaltet.

    Bevor man beispielsweise Relais oder Schütze in Technik mit hohen Sicherheitsanforderungen einbaut, unterzieht man diese Bauelemente ausgiebigen Tests.

    Z.B. erfasst man, nach wie vielen Schaltvorgängen ein Relais einen Fehler zeigt. Das eine Relais fällt viel früher aus, ein anderes später.

    Nach der Prüfung einer ausreichend großen Anzahl von Relais bildet man damit einen statistischen Mittelwert, welcher dann die Aussage liefert, nach wie vielen Schaltvorgängen ein Relais einmal eine Fehlfunktion liefert.

    Was bedeutet das in der Praxis?

    Das bedeutet, das im Durchschnitt ein Relais einmal bei einer entsprechenden Anzahl von Schaltungen ausfällt, nach der vom ermittelten Mittelwert angegebenen Anzahl von Schaltvorgängen – dabei das eine oder andere Relais überhaupt nicht, ein anderes deutlich früher.

    Das gilt genauso wenn beispielsweise zur Trennung einer Stromzufuhr in eine Leitung mehrere solcher Relais oder Schütze als Redundanz hintereinander geschaltet werden.

    Es gibt keine 100%ige Sicherheit. Die wird aber angesichts der Folgen einer außer Kontrolle geratenen Kernspaltung, wie z.B. in Tschernobl gebraucht.

    Im schwedischen Kernkraftwerk Forsmark waren 2 von 4 Notstromaggregaten ausgefallen. Für Sie vielleicht unglücklicher Zufall, für mich – wie oben dargelegt – niemals auszuschließen.

    Siehe dazu in der Stellungnahme der Gesellschaft für Reaktorsicherheit unter Anlage Punkt 11.

    http://www.grs.de/module/layout_upload/wdr_story.pdf

    Man kann es sehr deutlich formulieren: Man ist nicht in der Lage, die Funktion eines Notstromaggregats zu gewährleisten, aber gibt vor, ganau dies bei einem sehr viel komplexeren System, einem Kernkraftwerk zu können.

    Übrigens liefen Kernspaltung und deren Steuerung bei dem Kraftwerk in Tschernobyl grundsätzlich nicht anders ab, als bei den handelsüblichen Deutschen AKWs.

    @ Stefan Steger
    Ihre Frage aus 14: „Zur Stromversorgung: Können Sie eine Art der Stromerzeugung nennen, die nicht „gefährlich“ ist?“

    Ich hatte doch gesagt, dass nichts ohne Risiko ist. Es ist nur die Frage, welches Risiko man im ungünstigsten Fall in Kauf nehmen will. Die von Ihnen genannten Energieerzeugungsmethoden bergen mit Ausnahme des Staudammbruchs relativ geringe Risiken.

    Selbst wenn die Staumauer einer der größten Talsperren Deutschlands, der Hohenwarte-Talsperre brechen würde, wären die dadurch verursachten Schäden und Todesfälle im Vergleich zu einer Tschernobl-Katastrophe bei Hamburg vergleichsweise harmlos.

    #19: Demmig
    Zu den Risiken in der Medizin:

    Ich lehne Untersuchungen mittels Radioaktivität, wie etwa mittels radioaktiver Kontrastmittel, ab. Und solche Studien, nach dem Fischesser stärker Quecksilber-belastet sind, als Amalgam-Zahnfüllungsträger, lasse ich mir auch nicht verkaufen.

    Und in der Medizin ist ja sowieso alles was sonst im Leben unzulässig ist und sogar strafrechtlich sanktioniert ist, legal.

    Da werden z.B. Zwitter zu geschlechtsidentitätsgestörten Transsexuellen erklärt (ICD-10), Schwule als psychisch gestört klassifiziert (ICD-9).

    Depressionen werden mit Aufputschmitteln (Antidepressiva) behandelt und so die den Depressionen zugrunde liegenden neurologischen Schäden so weit verschlimmert, bis die Leute es nicht mehr aushalten und – wie im Fall Robert Enke geschehen – ihrem Leben ein Ende setzen.
    Laut Wikipedia wird nach Ausreizung derartiger „Therapie“ mit Elektroschocks weitertherapiert.

    Unter den Bedingungen der Bundesrepublik Deutschland wurden solche Behandlungen durchgeführt wie
    – Leukotomie (Zertrennung der Nervenverbindungen zwischen Gehirnteilen)
    – Hypothalamotomie (Zerstörung – in der Regel Verkochung mittels Elektrode (Sonde) – eines großen Teils des Hippocampus, eines Teils des Zwischenhirns, der grundlegende lebensnotwendige Funktionen aufrechterhält), was faktisch der Ermordung gleichkommt (siehe Bundesgesundheitsamt bga-Berichte 3/1978)
    – Das Handlungsunfähigmachen von Menschen in Pflegeheimen mittels Neuroleptika, bis die sich wundliegen und an der Bewegungsarmut vorzeitig versterben. Im normalen Leben ist das Freiheitsberaubung in Tateinheit mit körperverletzung)

    mfG

  24. Nun, da die Frage Ausstieg aus dem Ausstieg nun auf der Agenda steht, sind auch die Grünen ja wieder voll auf Krawall gebürstet. Am 21. März ist Demo in Neckarwestheim.

    Wäre es für diejenigen, die den Ausstieg vom Ausstieg begrüßen, nicht an der Zeit, selbst Farbe zu bekennen? Man muss sich ja nicht gleich in Neckarwestheim ans Werkstor anketten. Aber mit entsprechenden Reaktionen an unsere Parteien und auf Presseberichte kann man seine Meinung schon kundtun.

    Was ich bis heute nicht verstehe, isr, warum die Energieversorger keinen Tarif 100% Atomstrom anbieten? Die kWh 2ct billiger als beim Strommix und 4ct billiger als bei 100% Ökostrom. Ruckzuck würde die Meinung im Land kippen.

  25. @#15: Sehr geehrter Herr Trummler,
    Sicher haben Sie recht damit, daß auch die Solarzellen potentielle Gefahren haben, wie auch andere Energieformen. Meine Aussage war auch nur „Vermutlich die harmloseste Art“, Betonung auf „vermutlich“.
    @#16: Sehr geehrte Frau Schwanczar,
    Können Sie mir Bitte meine Frage aus #14 beantworten?
    Zitat:
    Können Sie eine Art der Stromerzeugung nennen, die nicht „gefährlich“ ist?
    Ich warte…..

  26. Sehr geehrte Frau Schwanzcar,

    Ihre Befürchtungen bzgl. AKW’s sind nach Ihrem Wissensstand für Sie real und damit für Sie eine Sache die es zu vermeiden gilt.
    So weit so gut. Wenn Sie erlauben, möchte ich diesen „Faden“ mal aufgreifen und Ihre Meinung wissen.

    Ich muss jedoch etwas ausholen.
    Unbestritten ist, in den 60er / 70er Jahren war die Öffentlichkeitsarbeit – zumindest in Deutschland, bzgl. Atomkraft nicht besonders ausgeprägt. Man wollte nie wieder Krieg und verband Atom mit der Bombe in 1945 über Japan. Weiterhin kamen die Anti-Atomkraftgegner auf und taten ihr Bestes um es zu verdammen. Physik und Technik sind da natürlich nicht erklärt worden.

    Einige der der Forumsteilnehmer und auch ich haben sich in ihrem (Berufs-) Leben schon näher mit Atomkraft zur Energieerzeugung befasst. Was man kennt verursacht keine Ängste mehr. Das in der öffentlichen Wahrnehmung immer wieder hochkommende Argument: Durchgehender Reaktor, Kernschmelze, Millionen von Toten war selbstverständlich ein wesentlicher Bestandteil der Entwicklungen.
    Die in Deutschland genutzten AKWs können aus dem Prinzip heraus nicht (mehr) durchgehen, außerdem haben wir Sicherungen die auch ohne menschliches (Fehl-) Eingreifen funktionieren.
    Tschernobyl ging nur deshalb hoch, weil das Personal die Sicherungen abschalten konnte.
    In deutschen AKWs wird ebenso wie bei allen anderen Wärmekraftwerken Wasser gekocht, der Dampf treibt dann eine Turbine, der Generator „schiebt“ dann Elektronen durch die Leitungen bis zu uns nach Hause, dort sieht man es dem Strom nicht an, wie er erzeugt wurde (auch nicht regenerativ).
    Der Dampfkessel und seine Druckleitungen und die Turbinenschaufeln sind die Elemente, die für heutige Wirkungsgrade optimiert wurden (natürlich auch andere in der „Kette“). Aus meiner Sicht als Ingenieur, sind das die kniffligsten Bauteile.
    Der technische Zustand ist alle 12 Monate nach einer umfangreichen Generalüberholung nachzuweisen.
    Dann haben wir die Statistik, nach denen diese AKWs keine besonderen Störfälle aufweisen, leider nicht getrennt nach „Atomreaktor“ und konventionelle Einrichtungen. Die von Minister Trittin damals initiierte Störfalleinstufung (nur) für AKWs gilt noch immer, wird aber vor allem von denen, dies damals unbedingt haben wollten ignoriert. Weiterhin, wenn dann mal die Sicherheitseinrichtungen das tun, wofür sie da sind, wird auch das als Beispiel für die Gefährlichkeit hochstilisiert.

    So, und nun die Frage an Sie:
    Wird / kann Ihre Meinung durch technische Hintergründe überhaupt beeinflusst werden? Würde Sie denn z.b. ein Lehrgang über die Physik und Technik der Atomkraftwerke (mit Vergleich zur gewollten Reaktion bei A-Bomben) beruhigen können? Oder sitzt diese Furcht vor dem Unbekannten so tief, dass sie nicht aufgelöst werden kann?

    Abschweifende Gedanken, allgemeine Wahrnehmung

    Widersprüche in der öffentlichen Wahrnehmung sehe ich in vielen Gebieten:
    Bestrahlungen und Infusionen mit strahlendem Material werden in der Medizintechnik locker begrüßt (auch wenn die Stärke der Strahlung oft wesentlich höher ist, als es die Grenzwerte für atomare Anwendungen erlauben). Die „heißen“ Abfälle sind auf der Oberfläche, in dem Geländer der AKWs gelagert, das ist so in Ordnung, aber die schwach radioaktiven Abfälle 600m und tiefer in den Schächten, das geht nicht.

    Handys und im Haus verlegte elektrische Leitungen, selbst wenn sie gerade keinen Strom führen machen einigen Angst. Aber die Fahrt mit der „elektrischen Eisenbahn“, mit bis zu 18.000V (Un x 1,2), in Frankreich mit bis zu 30.000V an der Oberleitung, das macht nichts (Fahrdrahthöhe 4m bis 7m, rechnen Sie mal Volt je Meter zum Fußboden – elektrisches Feld)
    Vor gut 100 Jahren, als die Elektrotechnik in den Anfängen war, gab es auch Vorführungen, bei denen Freiwillige die Wirkung Elektrisiergeräten selbst probieren konnten.

    Gerne wird auch ein Argument benutzt: Wenn ich schon nicht weis was passiert, dann gehe ich vom schlimmsten aus und mache lieber gar nichts – das ist damit die sichere Seite.
    Hmmm, dann müsste ich morgens lieber liegen bleiben, aber im Bett sterben die meisten Menschen!?

    Ich bin auf Ihre Meinungen gespannt.

  27. Frau Schwanzcar,

    Experten…

    In Deutschland gab es viele altmodische Kernenergieexperten. Diese haben gerechnet, gemessen, Versuche ausgewertet und dann ihre Ergebnisse in kommunikativ ungluecklicher Form veroeffentlicht. Meist sind sie nur in der Fachwelt bekannt. Ich kenne ein gutes Dutzend persoenlich. Keiner dieser Wissenschaftler teilt im Entferntesten ihre Ansichten.

    Mittlerweile gibt es in Deutschland auch eine „Oeko Atomwissenschft“ Die meisten dieser „Experten“ sind berufs- und fachfremd. Nach meiner Ansicht ist es erstaunlich wie wenig Wissen man nach jahrelanger Taetigkeit in einem Gebiet aufnehmen kann. Man meint das diese mit einer Teflonschicht vor Erkenntnissen geschuetzt sind. Sie stellen sich in Asse vor ein Fass leicht radioaktiven Inhalts und veranstalten daraus ein Oeko Spektakel. Sie koennen gut kommunizieren und werden von den hiesigen Medien gerne als Quelle genutzt.

    Idealerweise sollten diese Erkenntnisse der Oeko Atomexperten, aehnlich der biblischen Schoepfungsgeschichte, als spirituelle Antwort gewertet werden.

    Vandale

  28. Frau Schwanzcar,

    ich denke Sie haben sich ein paar große Ökobären aufbinden lassen.

    Ein umweltfreundliches KKW wird beim Hochfahren nicht ausser Kontrolle geraten. Die in Deutschland betriebenen KKW sind stabil, bzw. haben einen sogenannten negativen Dampfblasenkoeffizienten. (bei einer Erhöhung der Leistung/Temperatur bilden sich Dampfblasen im Kühlwasser, dadurch wird die Moderation des Kernbrennstoffs herabgesetzt, die Leistung sinkt). Dadurch läßt sich die Leistung nicht nennenswert über die Nennleistung steigern.

    Der Gedanke an eine Atomkatastrophe mit 3 Mio. Opfern ist ein Produkt ökologischer Sensüchte und Phantasien. Ein realer Atomunfall wird mit größter Wahrscheinlichkeit auf den Reaktor selbst beschränkt bleiben http://www.oekoreligion.npage.de „Die Atomkatastrophe“.

    Im Übrigen bin ich seit fast einem 1/4 Jahrhundert Ingenieur.

    Vandale

  29. An Eike erstmal Dank, dass Sie auch meinen die Kernenergie nicht vorbehaltlos unterstützenden Beitrag veröffentlicht

    haben.

    An
    Reinhard, Hans und Stefan Steger.

    Ihre Argumentation erinnert mich an Raucher, die dem Unterlassen des Rauchens begegnen mit den Worten:

    „Da könnte man doch gar nichts mehr tun.“

    Nichts ist ohne Risiko.

    Die Frage ist nur, welche Risiken geht man ein, was ist im Worscht-kääs vertretbar?

    Es ist eben ein Unterschied, ob bei der Explosion des Kessel eines Kohlekraftwerks 20 Menschen zu Schaden kommen, oder bei

    der Explosion eines der Kernkraftwerke bei Hamburg 3 Millionen Menschen und das Umland des explodierten Kraftwerkes auf

    lange Zeit verstrahlt ist.

    Das Monopol der Vergewaltigung mathematischer Statistik sollte man Psychologen nicht streitig machen.

    Von Ingenieuren erwarte und verlange ich, dass sie sich an die wissenschaftlichen Fakten halten.

    mfG

  30. Herr Steger, Sie behaupten das Solarenergie eine ungefährliche Form der Energieerzeugung sei.
    Ein RBMK (Tschernobyl) Reaktor erzeugt etwa 7000GWh /Jahr. Mittlerweile haben Reaktoren diesen Typs mehr als 400 Betriebsjahre absolviert. Der Reaktorunfall in Tschernobyl hat gem. des UN Berichts von 2005 max. 4000 Opfer gefordert (Link bei http://www.oekoreligion.npage.de ). Dies entspricht max. 10 Opfer/Betriebsjahr.
    Solarzellen haben im Solarweltmeisterland im Jahr 2009 gem. BDEW Prognose 5600 GWh umweltschädlichen, nutzlosen Zufallsstrom in das Netz eingespeist.
    Sofern mehr als 8 Personen beim Reinigen der umweltschädlichen Zellen vom Dach gestürzt sind, was nicht unwahrscheinlich ist, so sind Solarzellen als Energiequelle gefährlicher als russische RBMK Reaktoren.

    Vandale

  31. Sehr geehrte Frau Schwanczar,
    umsere Gesellschaft hat verlernt, Risiken richtig einzuschätzen; im Gegesatz zu unseren Vorfahren, die das noch sehr gut konnten (die wären damals sonst ausgestorben).
    Heute setzen wir uns dem Straßenverkehr aus, betreiben extreme Sportarten, steigen in Flugzeuge und Bahnen, etc… und verdrängen das damit verbundene Risiko. Das muß einerseits auch sein, weil wir sonst den ganzen Tag vor Angst schlottern würden und handlungsunfähig wären.
    Die Evolution hat dafür gesorgt.
    Andererseits werden heute aber „Risiken“ geradezu mit der Lupe gesucht – nach dem Motto: Es wär´ doch gelacht, wenn wir nichts finden würden.
    Würden z.B. die Sicherheitskriterien, die für die KKW gelten, auf den Straßenverkehr angewandt, hätten wir NULL Tote. Es dürfte dann nämlich z.B. immer nur ein Auto gleichzeitig fahren…etc.

    Zur Stromversorgung: Können Sie eine Art der Stromerzeugung nennen, die nicht „gefährlich“ ist?
    Kohlekessel sind schon explodiert, von den Toten im Bergbau ganz zu schweigen.
    Staudämme von Wasserkraftwerken sind schon gebrochen.
    In Biogasanlagen sind schon Menschen erstickt
    Windkraftanlagen: Tote sind mir nicht bekannt, aber der Tag wird kommen (ist nur eine Frage der Zeit), denn Rotorblätter sind bei Sturm schon durch die Luft geflogen.
    Photovoltaik: Vermutlich die harmloseste Art, aber dafür extrem ineffizient.

    Aber die meisten Toten gibt es in Deutschland sowieso bei der Anwendung des Stromes – auch Ökostrom kann tödlich sein!

  32. Bei „eigentümlich frei“ wird gefragt, warum der Minister Röttgen die Kernkraftwerke früher abschalten will: Ist der Mann noch in der richtigen Partei-oder bewirbt er sich jetzt schon um einen Posten beim Weltklimarat ? Oder, noch besser, beim GASPROM dem russischen Multikonzern ? Falls Schröder höchstdotierter Posten eines Tages frei wird.

  33. Hallo Sabrina,
    du bist genau der Typ Mensch der dem grünen Idealbild entspricht. 1. Es gibt zu viele Menschen auf der Welt. Sie stören nur diese idyllische Natur! 2. Jeder Fortschritt erleichtert nur das Leben dieser schädlichen Menschen und ist deshalb zu bekämpfen!
    Und das Risiko im Leben, liebe Sabrina, beginnt leider schon mit der Geburt.
    Deutscland ist ein Fall für den Psychiater. Dabei war vor 100 Jahren die Sprache der Wissentschaften Deutsch. Otto Hahn, Herz, Röntgen und wie die vielen anderen großartigen deutschen Entdecker alle hießen. Sie würden sich im Grab umdrehen!

  34. Hier habe ich einiges gelesen, was mir doch ziemlich unausgegoren scheint.

    z.B. Mehr wohlstand durch mehr Menschen in Australien.

    Nicht neu. In Deutschland hat man das auch mal so gemacht. Immer mehr junge Menschen zeugen, die dann als Beitragszahler mit Beiträgen unterhalb jeder privaten Rentenversicherung die Rentenzahlungen der Alten sichern. Es ist gescheitett.
    Hat man auch in armen Ländern so gemacht. Möglichst viele Kinder zeugen, die die Zeuger dann einmal versorgen können. Hat auch dort nichts gebracht.

    Oder Atomenergie.

    Wenn man den Reaktor hat, der auch bei unkontrolliertem Abbrennen der Kernbrennstäbe nicht in die Luft fliegt, und der dann auch keine verstrahlte Landschaft hinerlässt, warum nicht.

    Zunächst sollte man mal mit absturzsicheren Flugzeugen beginnen.

    Und wie war das doch bei Toyota ?

    Die Wahrscheinlichkeit eines GAUs wird angegeben mit dem Intervall, in welchem der GAU einmal auftritt. Sie ist bekanntlich nicht null.
    Der Zeitpunkt des Auftretens innerhalb des Intervalls ist dabei unbekannt.

    Man kann auch die Wahrscheinlichkeit eines GAUs beim Hochfahren des Reaktors ermitteln. Sie wird wiederum nicht Null sein.

    Es ist leider ein Spiel mit dem Feuer, nach dem Motto – wird schon gut gehen.

    Dachten die in Tschernobyl auch.

    mfG

  35. Die Ablehnung der Kernenergie durch große Teile der Bevölkerung ist auch auf eine zunehmende Dekadenz der deutschen Bevölkerung zurück zu führen.
    Beispiele: Alle wollen überallhin mit dem PKW fahren, aber vor der eigenen Haustüre soll keine Straße sein – und wenn dann nur mit Tempo-30-Zone. Viele fliegen in den urlaub und beschweren sich gleichzeitig über Fluglärm. Im Supermarkt gibt es im Winter Erdbeeren und gleichzeitig werden die CO2-Emissionen des Verkehrs verteufelt…usw.

    Jetzt zur Energieversorgung: Strom soll bitteschön immer verfügbar sein, darf nichts kosten und wenn es mal einen Stromausfall gibt, ist das Geschrei groß!
    Aber ein Kraftwerk oder eine Hochspannungsleitung? Bitte nicht vor meiner Haustüre! Zur Verhinderung derartiger Bauprojekte wird dann der „Umweltschutz“ bis zur Absurdität strapaziert.
    Wer schützt eigentlich die Menschen vor dem Umweltschutz?
    Wohlstand und Reichtum in unserer Gesellschaft werden als selbstverständlich angenommen (auch für die Zukunft) und von Politikern aller Coleur gerne nach eigentümlichen Gerechtigkeitskriterien umverteilt.
    Dass aber alles das erstmal erarbeitet werden muß und NICHTS selbstverständlich ist, wird immer mehr verdrängt. Die spätrömische Dekadenz (falls es die gab) grüsst!
    Basis unseres Wohlstandes ist aber eine sichere, preisgünstige und umweltverträgliche Stromversorgung (§1 Energiewirtschaftsgesetz).
    Ein alter Werbespruch eines Energieversorgers lautete: „Im Prinzip geht Alles, aber ohne Strom geht nichts“.

  36. Und diese Regierung ist sicher noch das kleinste Übel.
    Hat jemand das Pamphlet des Herrn Scheer ‚Der Weg zum Energieland Hessen‘ als hessisches Regierungsprogramm unter der Fast-MP Ypsilanti gelesen? Leider ist es nun im Netz verschwunden. Es ist unglaublich, vorausgesetzt man hätte versucht, das umzusetzen, was für einen Mist Politker verzapfen und veranlassen dürfen, ohne dafür in (finanzielle) Verantwortung genommen werden zu können.

  37. Es ist nicht „der deutsche Michel“,
    denn Umfragen zeigen, dass eine Mehrheit eher gegen den Atomausstieg ist,
    die ständigen Strompreiserhöhungen taten ihr übriges.
    Nein,
    es ist die Politik,
    die offensichtlich eine Minderheit wichtiger nimmt als eine Mehrheit
    und das mit einer Kanzlerin,
    die angeblich Physik studiert hat.
    Wir haben eine grottenschlechte Regierung

  38. Hallo Treibhausbesetzer (schöner Name) aber auch
    Sie sollten (worweg) einmal versuchsweise Ihren
    richtigen angeben.
    Bitte nicht so hart (mit uns selbst) umspringen-
    Sie profitieren ja auch von diesem Blog.
    NF,NB die „Herrinnen“ („ruf mich an“) sind sicherlich ein „klein wenig“ panoptisch aber „NF“
    will sich ja schon bald zurückziehen.
    Das letztere mit der Bombardierung der Medien betreibe ich schon seit geraumer Zeit…werde aber
    ehrlich gesagt zu 95% ignoriert…“das Schweigen im
    Silberwald“…aber das Motto gilt: „Steter Tropfen
    höhlt den Stein“ !

  39. Die Stadtwerke Erfurt haben mir gestern geschrieben, daß sie nun, leider, den Strompreis erhöhen müssen. Begründet wird die Erhöhung damit, daß nach dem EEG die Vergütungen für die Einspeisung von Photovoltaik-Anlagen und Windrädern ins Netz bezahlt werden muß. Gleichzeitig rechnen die Stadtwerke vor, wieviel der Staat bei den Stromkosten mitkassiert. Es ist fast wie beim Benzin. Ich habe wirklich Lust, den Stadtwerken zu schreiben, daß ich bitte nur mit Atomstrom beliefert werden möchte, und dem Minister, er solle doch den Anteil meiner Stromrechnung übernehmen, der dem EEG geschuldet ist.

  40. Im Urlaub hatte ich längere Gespräche mit einem Geologen aus Australien.
    Er erklärte mir, dass „Australien“ die älteste, unveränderte tektonische Platte der Erde sei. Australien hat verschiedene Klimazonen, die Menschen bevorzugen vor allem den Süden mit mediterranem Klima. Die Mitte wird durch eine große Wüste gebildet, sie ist seit Milliarden Jahren unverändert stabil und unbewohnt und zu nichts nutze, dort fehlt das Wasser.
    Seine von der Regierung beauftragten Untersuchungen ergaben exzellente Möglichkeiten, atomare Abfälle sicher zu lagern. Es wird angedacht, alle weltweit anfallenden Abfälle dort unterzubringen – gegen Gebühr, versteht sich und damit die geplanten Atomkraftwerke zu bauen. Bislang hat Australien noch keine AKW’s, will aber damit das Energieproblem wirtschaftlich sinnvoll lösen.
    Mit dieser zuverlässigen Energie soll u.a. auch Meereswasser entsalzt werden.
    Das bisher verfügbare Wasser reicht nur für die jetzt vorhandenen rd. 20 Mio. Einwohner. Es sollen aber mehr Menschen angesiedelt werden können, um weiteres Wirtschaftswachstum zu generieren. Natürlich fühlen sich nun auch Gegner der AKW’s aufgerufen.

    PS.
    Lord Monckton hat seine Tour durch Australien inzwischen wohl beendet. Die Beschwörer der AGW haben einen schlechten Stand, denn man beobachtet sehr wohl, dass z.B. die Pole nicht geschmolzen sind (außer Sommer / Winter).
    Der Handel mit CO2 Zertifikaten wurde abgelehnt, da darin nur eine zusätzliche Steuer erkannt wurde.

  41. Ich weiß nicht, was im Kopf des deutschen Michel so vor sich geht ?
    Wenn man den den Beitrag der „Freien Presse“ Chemitz über das dortige Braunkohlenkraftwerk von 09.03.2010 liest, graust`s den Hund mitsamt der Hütte.
    Aus Sicht der Nationalökonomie der reinste Nihilismus !
    Während in ihren Beiträgen die HerrInnen N.B, N.F. oder wer auch immer „statistisch“ um jedes Zehntel Grad Erwärmung feilschen, es keinen wissenschaftlichen Beweis für die „globale“ Bedeutung des CO2- Hitzetodes gibt, hat ein privates öffentliches Medium das Geld, um eine A3- Seite (ungefähr) mit Versatzstücken aus dem Klima- Panoptikum zu füllen.
    Wo her nehmen sie dieses Sendungsbewußtsein, nach ihrer Fasson die Menschheit zu retten ??
    Eine Hypothese wäre „Unkenntniss erhöht die Sicherheit des Urteils“ !
    Eine andere: „Ruinen schaffen ohne Waffen ! oder säg den Ast ab, auf dem Du sitzt“
    Alle „AGW- Nichtgläubigen“ sollten die Medien mit e-mails sachlicher Art „bombardieren“.
    Ich werde es tun !!

    MfG

  42. Die Fehler der Kernenergiegemeinde waren und sind..

    Die Kernenergiegemeinde hat teils bis heute nicht verstanden das es sich nicht um eine sachliche Diskussion handelt, sondern das man einer Religion gegenübersteht.

    Die Argumentation der Kernenergiegemeinde war und ist viel zu passiv.

    Die Werbung für Kernenergie vermeidet eindeutige und diskriminierende Aussagen.

    Mit der gewählten Kommunikation konnte beim besten Willen nicht gewonnen werden.

    Vandale

  43. Das Atomzeitalter hatte eine Pause eingelegt.

    In den mueden Industriestaaten des Westens ist die Entwicklung der Kernenergie und der Bau neuer Kraftwerke vor etwa 25 Jahren zum Stillstand gekommen. Man pflegt und erneuert die hochprofitablen, weil abgeschriebenen Kraftwerke. Man steigert deren Leistung. Eine Rentabilität neuer Kraftwerke ist aufgrund extremer Dokumentationsanforderungen und Auflagen nur unter guenstigen Umstaenden moeglich.

    Beispielsweise werden die Kosten eines EPR (Flamenville 1650 MWe) mit gut 4 Mrd. Euro angegeben. Die Baukosten eines CPR1000 (1100MWe)in China werden mit 1,9Mrd $ angegeben.

    Allerdings sind die jungen Industriestaaten Asiens dabei den Westen zu überholen. Man denke an den Auftrag von Abu Dhabi der nach Korea ging. Kraftwerksbauer wie Doosan, Dong Feng, Larssen & Toubro (Indien) werden in Kürze den Westen auch technologisch überholt haben.

    Mittlerweile wird in Indien ein halbkommerzieller Schneller Brueter errichtet. Man forscht an metallischem Brennstoffen und vieles mehr.

    Das Atomzeitalter geht weiter, allerdings ohne das müde Europa.

    Den vollen Artikel „Die Renaissance der Kernenergie“ finden Sie unter http://www.oekoreligion.npage.de

    Vandale

  44. Bei der Diskussiion um die KKW ist nicht so sehr die absolute Anzahl der KKW wichtig, sondern das was ´rauskommt.
    Die installierte Leistung der KKW steigt weltweit (wenn auch gering) und die produzierte elektrische Energie auch (aber auch gering), wenn konjunkturelle Schwankungen nicht berücksichtigt werden. Der Grund liegt in immer größeren Blöcken und einer steigenden Verfügbarkeit.
    Dieser Unterschied wird aber in der öffentlichen Diskussion häufig nicht berücksichtigt, weil vielen Verantwortlichen der Unterschied zwischen Leistung und Energie nicht klar ist (von anderen Defiziten ganz zu schweigen).

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