Studie: Elektroautos sind ohne staatliche Hilfen chancenlos!

Nachdem die kompetente Auto-Chefkonstrukteurin und schnellstplappernde Allzweckwaffe der Grünen Frau Renate Künast der deutschen Automobilindustrie wiederholt Versagen vorgeworfen hat, macht sich diese eilfertig und bußfertig (dazu von der Politik mit Milliarden „unterstützt“) ans Werk, das so schändlich versäumte nachzuholen. Man entwickelt nun Elektroautos – neudeutsch „Elektromobilität“ genannt. Ziel ist es einen 100 Jahre alten – immer wieder überprüften- Ladenhüter auf Biegen und Brechen zum „Durchbruch“ zu verhelfen. Doch da tun sich schwere Hindernisse auf. Eines davon heisst Preis.
….Eine umfassende Markteinführung von Elektroautos kann wegen der hohen Kosten der dafür benötigten Batterien nur mit umfassender staatlicher Hilfe sichergestellt werden.Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Unternehmensberatung Boston Consulting Group (BCG).Der Studie zufolge kosten Batterien für die Autos ohne Verbrennungsmotor auch in zehn Jahren noch bis zu 10 000 Dollar (7000 Euro) und machen weiterhin einen großen Anteil der Anschaffungskosten aus.


Aktuell kosten sie mehr als das Doppelte. "Angesichts der höheren Anschaffungskosten werden die Verbraucher genau prüfen, ob sich ein Elektroauto gegenüber einem Fahrzeug mit Verbrennungsmotor überhaupt lohnt", sagte BCG-Geschäftsführer Georg Sticher….

…"Momentan hält die großflächige Einführung von Elektroautos einer normalen Projektrenditeentscheidung kaum stand", sagte BCG-Manager Sticher. Daher könne "schnelle Weiterentwicklung und Marktdurchdringung nur mit Hilfe von regulativen Eingriffen und staatlichen Förderungen sichergestellt werden"

Aus "Die Welt" vom 9.1.10 ;  den ganzen Text findet man  hier

 Anmerkung der Redaktion: Im Klartext heisst das, die Käufer müssen (und werden) zum Kauf dieser teuren Spielzeuge gezwungen werden, wie heute schon bei den Erneuerbaren dank EEG etc. 

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10 Kommentar(e)

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1

#9: B.S.

Eine uralte, mir bekannte Applikation sind Grubenlokomotiven für explosionsgefährdete Umgebung. Die grundsätzliche Technik dürfte deutlich über 200 Jahre alt sein.
In jüngster Vergangenheit liefen Rekuperations Versuche mittels Druckluft (Bremsenergie Speicherung). Das würde in allen Fahrzeugen mit häufigen Stop and Go Betrieb gut funktionieren, ist aber unpopulär, - weil nicht elektrisch / elektronisch. Gleich unpopulär ist übrigens der Schwungradspeicher, der meines Erachtens noch mehr Vorteile aufweist. Beide Speicherprinzipien können auf existierende Technik zugreifen. Die Drucklufttechnik dürfte hier einen Vorsprung haben.

Gogo

2

Da hier ja auch einige Ingenieure vertreten zu sein scheinen, hätte ich - als völliger Laie in dieser Frage - eine Frage an diesselben: Vor Jahr und Tag hörte ich von einer Entwicklung in Frankreich, wonach jemand (ein Ingenieur? Weiß nicht mehr...) dort ein Fahrzeug mit Preßluft betrieben haben soll, das auch wohl recht ansprechende Leistungen vorzuweisen hatte. Wenn ich mich recht entsinne, soll es dann irgendwann auch zu einer Kooperation/oder auch einem Aufkauf durch den indischen Tata-Konzern gekommen sein. Habe leider nichts mehr von dieser Idee gehört, daher meine Frage, ob einem der Kommentatoren hier mehr über diese - damals zumindest recht vielversprechend aussehende (aber das ist am Anfang ja oft so...) - Entwicklung gehört hat??

3

In meinem Berufleben konnte ich zwei mal die jeweils euphorisch begrüßte Aufnahme von Entwicklungsarbeiten an Elektroautos erleben.
(Anfänge 70er und 90er Jahre). 1973 kam die erste "Ölkrise" hinzu mit Sonntagsfahrverbot, Ausnahme u.a. Elektroautos
Versuche mit VW eingestellt etwa 1975, zu teuer, zu uneffectiv (Gewicht zu Ladekapazität und Reichweite, Rückspeisung noch nicht richtig nutzbar)Knackpunkte: Preis, Lebensdauer der Batterie, Wartungskosten.
1995, nächste Hype: Die kommende Antriebsquelle ist die Batterie, die Ölreserven sind versiegt!
Daimler (mit AEG), Audi/VW mit Siemens, Versuche auch in Italien und USA/Kanada.
Fortschritte: kleinere Elektrotechnik, Umformer mit Rückspeisung, Motor, Ladegerät, Konzepte mit Tauschbatterie.
etwa 1997 eingestellt:Punkte wie oben - Knackpunkte wie oben: Lebensdauer der Batterie, Wartungskosten, Tauschbatterie nur von Spezialisten austauschbar (Gewicht) - d.h. zusätzliche Kosten für Vorhaltung und Wartung(!) zusätzlicher Batterien.
-> Als "Schnapsidee" kam dann die energiesparende Ankopplung von PKW's an LKW's über längere Strecken. Der Mehrverbauch beim LKW wäre marginal. Durfte aber nicht probiert werden.
Ein anderer älterer Ing. hat dann ausgerechnet, das ein umrüsten auf "Holzvergasung" viel wirtschaftlicher wäre. Seinen Brennstoff findet man bei Überlandfahrten überall.

Die Zeit ist mit weiteren 20 Jahren nun mal wieder reif für Elektroautos. dafür sind die Ausgangsbedingungen -> Gewicht des 5*Crash-Autos, verfügbare Einbauräume - noch schlechter geworden.
Ich persönlich räume Gasmotoren bessere Chancen ein.
Als Gas kann alles was brennt genommen werden: Öl-, Erd- oder Bio. Man muss auch an die sichere Handhabung von Großserien denken. Zusätzliches Servicepersonal kostet wieder viel zu viel.

4

@CS:
Nun ja bis jetzt wird solarer Wasserstoff so gut wie garnicht produziert, noch gibt es bisher ein flächendeckendes H2-Tankstellennetz.
Hatte sich BMW nicht vor kurzen aus dieser Technik wieder zurückgezogen?
Die Antriebs- und Versorgungstechnik der mit flüssigen Kohlenwasserstoffen angetriebenen PKW (LKW , Busse, Bahnen, Flugzeuge...) muss nicht mehr erprobt oder aufgebaut werden.
Bei nuclear erzeugtem Kraftstoff dachte ich eher an die Bruttechnik als an die Fusionstechnik.

5

@Ernst Mende
Ob Wasserstoff oder Kohlenwasserstoffe, solar oder nuclear würde ich davon abhängig machen, welche Technik zuverlässiger und am besten beherrschbar ist. Solaren Wasserstoff kann jeder Trottel produzieren. Und eine entsprechende Infrastruktur stünde sicher früher zur Verfügung, als eine einsatzfähige Fusionstechnik - in diesem Zusammenhang auf trad. Kerntechnik zu setzten, wäre ja auch eine Sackgasse.

6

Hallo CS,

richtige Gedanken, die Sie äußern.
Ich würde nur die Synthese von Wasserstoff in eine Synthese (ob solar oder nuclear angetrieben ist eine andere Debatte) von flüssigen Kohlenwasserstoffen austauschen. Dann brauchen wir keine neue Infrastruktur sondern können die vorhandene nutzen und weiterentwickeln.

7

Ich halte den Umstieg auf Elektrofahrzeuge aus ganz anderen Gründen für eine Sackgasse. Als Nischenlösung mögen sie taugen, aber als Massenprodukt? Wie wird sich wohl der Kupferpreis entwickeln, wenn jeder von seinem eisenbasierten Antriebsaggregat auf Elektroantrieb umsteigt? Kupfer wird völlig unbezahlbar werden. Und wo sollen die Rohstoffe und die Energie zur Produktion von Milliarden und Abermilliarden KWh Batteriekapazität herkommen und wie entsorgt man später das ganze Zeug wieder? Diese ganzen Probleme werden den Elektroboom doch spätestens auf halber Strecke abwürgen. Nur dann sind schon Unmengen Geld unwiederbringlich fehlinvestiert. Gleiches gilt für die Brennstoffzelle. Platin und Palladium sind jetzt schon nur begrenzt verfügbar und kaum zu bezahlen.
Für meine Begriffe besteht die einzig sinnvolle Lösung darin, mit solar erzeugtem Wasserstoff konventionelle Verbrennungsmotore zu betreiben. Sonne und Wasser gibt's genug , Eisen auch, und in die Entwicklung der Motoren muß nicht mehr viel investiert werden.. Das wäre wirklich "nachhaltig" und nebenbei noch CO2-frei. Sicherlich ist die Wasserstofftechnik noch nicht serienreif und das Transportproblem schwierig zu lösen, doch wenn man sich gleich die ganzen Zwischenschritte sparen (Hybrid, Elektro etc.) und das ganze Entwicklungspotenzial in diese Technik investieren würde, hätte man sehr bald eine dauerhaft verlässliche und unerschöpfliche Energiequelle - alles andere ist "zu kurz gesprungen" und auf längere Sicht Quatsch.

8

#2, @MP

500 x 0,12 = 60

9

Mein 12 Jahre altes Auto verfügt, wenn ich den Tank mit höchstversteuertem Super fülle, über eine "Energiemenge" die knapp 600 kWh (oder 11,5 kWh pro Kg Superbenzin) entspricht. Lithiumionenbattereien schaffen etwa 0,12 KWh pro Kg.
Ich müsste also um den Benzintank zu ersetzen etwa eine halbe Tonne Lithiumbatterien hinter mir herziehen. (Weitere technische Probleme lasse ich mal weg.)
Dies ist etwa die Dimenion die die Politik mit Subventionen oder Steuern ausgleichen müsste.

10

Das ganze erinnert mich stark an die damals als das non plus ultra dargestellte Elektroheizung.
Die auch heute noch sehr sinnvolle Art zu heißen, weil dort nämlich aus den Kraftwerken nicht verwendbarer Strom benutzt wird, wird leider von den Stomkonzernen als Nachtstromtarif viel zu teuer verkauft.

Dieser okologische wie okonomische Vorteil der Elektroheizung fällt bei den Autos leider weg, die Propaganda ist aber die Gleiche.