Climategate Update 9: Die Climategate Zeittafel – 30 Jahre Wissenschaft im Dienst einer politischen Agenda

Selten war in der Presse auf der ganzen Welt so viel zum Thema Klimawandel zu lesen, wie in den letzten Wochen. Ein Umstand, der nicht weiter verwundert. Schließlich stand mit dem Klimagipfel in Kopenhagen die viel zitierte “wichtigste Konferenz der menschlichen Geschichte” ins Haus. Allerdings gab es diesmal einen, im Vergleich zu früheren Medienereignissen dieser Art, entscheidenden Unterschied. Neben den üblichen Katastrophenwarnungen und Geschichten über die nahende Endzeit mischte sich diesmal auch eine erkleckliche Zahl an Berichten, die so gar nicht mehr ins Bild der Einigkeit unter den Wissenschaftlern passten. In diesen war von gefälschten Daten die Rede, vom verstecken von Ergebnissen und vom gezielten zurückhalten von unliebsamen Publikationen.


Das Watergate der Klimawissenschaft

Grund für den Wandel in der Berichterstattung war die Aufdeckung eines wissenschaftlichen Skandals, der sich möglicherweise als größter Betrug in der Geschichte der Wissenschaft herausstellen könnte. Und schon bald war ein einprägsamer Name für die Affäre um gefälschte Daten und korrupte Wissenschaftler gefunden. Climategate – in Anlehnung an den Watergate-Skandal, der Anfang der 70er das politische Establishment in den USA erschütterte und im Rücktritt von Präsident Nixon gipfelte.

Ganz ähnliches könnte auch als Resultat von Climategate passieren. Hat doch die etablierte Klimaforschung im Zuge der Affäre erheblich mehr zu verlieren, als nur ihre Glaubwürdigkeit. Und es wird mit jedem weiteren Tag wahrscheinlicher, dass in Folge des Skandals um manipulierte Wissenschaft bald die ersten Köpfe rollen werden.

Dass bei der mit gigantischen staatlichen Mitteln geförderten Klimawissenschaft offensichtlich betrügerische Methoden angewendet wurden hat nämlich inzwischen auch einige ihrer Geldgeber auf den Plan gerufen, einmal genau zu überprüfen, wen und was sie da eigentlich so großzügig finanziell unterstützen. In den USA befassen sich jetzt die Anwälte des einflussreichen US Department of Energie (DOE) mit dem Fall. Die Behörde hat ihren Mitarbeitern kürzlich eineMitteilung mit der Aufforderung geschickt, sämtliche “Dokumente, Aufzeichnungen, Daten, Gesprächsnotizen und Korrespondenz, egal ob im Original oder Kopie, Entwurf oder finales Dokument” zwischen der Behörde und den beteiligten Klimaforschern zur weiteren Überprüfung zur Verfügung zu halten. Dass sich jetzt amerikanische Anwälte einer Bundesbehörde mit dem Thema befassen kann für die Beteiligten eigentlich nur eins bedeuten: Großer Ärger steht ins Haus.

Wird IPCC Präsident Pachauri der Richard Nixon von Climategate?

 

Rajendra Pachauri, Präsident des Weltklimarats der UN

Und großen Ärger könnte auch dem Präsidenten des Weltklimarates, dem Inder Rajendra Pachauri, bevorstehen. Hatte sich doch herausgestellt, dass Pachauri über zahlreiche Aktivitäten massiv persönlich vom Hype um das Klima profitiert (EIKE , Telegraphund die Welt berichteten).  Er ist ganz offensichtlich nicht der neutrale Kämpfer für ein besseres Weltklima sondern einer, der weltweit mit das größte finanzielle Eigeninteresse an eben diesen Regulationen hat, für die die von ihm geführte Organisation sich so vehement einsetzt. Um bei der Analogie zum Watergate-Skandal zu bleiben, könnte Pachauri über diese finanziellen Verwicklungen stolpern und damit zum Richard Nixon der Climategate-Affäre werden.

Die Climategate Zeittafel

(Volle pdf  Version hier) Eines scheint also bereits jetzt klar zu sein. Die Zahlreichen Verstrickungen um den Climategate-Skandal sind äußerst verworren und kompliziert. Um ein wenig Struktur in die ganze Geschichte zu bringen hat Mohib Ebrahim eine Zeittafel erstellt, auf welcher sehr anschaulich dokumentiert wird, wie seit 30 Jahren Wissenschaft dazu missbraucht wird, um einer politischen Agenda Vorschub zu leisten.

2009.12.23_climategate_timeline_2000

Unser Tipp: Drucken Sie sich das Poster aus und hängen Sie es an einer geeigneten Stelle auf. Mit so viel Lesestoff werden auch die besonders langen und dunklen Nächte in der kalten Jahreszeit wie im Fluge vergehen. Druckvorlagen gibt es in A4A3 oder A2. Das komplette Dokument als PDF finden Sie hier.

Die Zeitreihe erzählt die Geschichte von der Klimakatastrophe von ihren frühen Anfängen im Jahr 1981 an, als der gerade gekürte Direktor des NASA Goddard Institute for Space Studies (GISS), James Hansen, eine erste Analyse einer Globaltemperatur erst im Journal Science und dann in der New York Times der Weltöffentlichkeit vorstellte. Die Menschengemachte Globale Erwärmung war geboren.

Vorläufig letzter Punkt in der Zeitreihe ist der 12. Oktober 2009. An diesem Tag schickte der amerikanische Klimatologe Kevin Trenberth seine inzwischen berühmte E-Mail an seine Kollegen, in welcher er offen aussprach, dass die Klimawissenschaft nicht in der Lage ist, das Klima zu erklären:

TRENBERTH: “Hi all, Well I have my own article on where the heck is global warming? We are asking that here in Boulder where we have broken records the past two days for the coldest days on record. … The high the last 2 days was below 30F and the normal is 69F [40 degrees warmer], and it smashed the previous records for these days … This is January [winter] weather [in early autumn].
The fact is that we can’t account for the lack of warming at the moment and it is a travesty that we can’t. The CERES data … shows there should be even more warming: but the data are surely wrong. Our observing system is inadequate.

Allein diese wissenschaftliche Bankrotterklärung sollte ausreichend sein, die an Climategate beteiligten Klimaforscher in die Wüste zu schicken und so den Weg zu ebnen für eine Klimawissenschaft, die diese Bezeichnung auch wirklich verdient. Und zwar indem sie Wissenschaft betreibt, um neue Erkenntnisse zu gewinnen und so der Wahrheit ein wenig näher zu kommen. Und nicht, um ein vorgefertigtes Weltbild zu bestätigen und so als williger Handlanger der Politik die Rechtfertigung für eine Agenda der globalen Wirtschafts- und Finanzkontrolle zu liefern.

Ruodlf Kipp: Der Beitrag erschien zuerst bei Science Sceptical Blog.

Quellen und weitere Literatur:

JoNova – ClimateGate: 30 years in the making

WUWT – The Climategate Timeline: 30 years visualized

Financial Post – Climategate Part 1 – A 2,000-page epic of science and skepticism

Financial Post – Climategate Part 2 — A 2,000-page epic of science and skepticism

Die Achse des Guten – Climategate Berichterstattung von Dirk MaxeinerMichael Miersch und Dr. Benny Peiser

The Global Warming Policy Foundation

Science & Public Policy Institute

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3 Kommentare

  1. The Univerity of East Anglia, Penn State University, the University of Virginia, NASAs GISS, NOAA, and the US Department of Energy all agree (and in 6-part harmony!) there is no osicpnracy. The presence of unreleased climate data at all of these institutions is purely coincidence. Who am I to disagree? The Eurythmics

  2. „… für ein CO2-freies Land Baden-Württemberg“. –

    Mit solchen bildungsfernen religiösen Fanatikern kann man doch nicht ernsthaft diskutieren.

  3. Alle Naturschutzverbände Deutschlands beteiligen sich an der politischen Propaganda. Dabei kommt der höchste Blödsinn zustande wie jetzt momentan bei der Tagung der Umweltverbände in Radolfzell am Bodensee: Gerstern abend schrieb mir ein Bekannter: „…vorhin hörten wir im SWR-Fernsehen in den Nachrichten einen Ausschnitt der Rede der BUND-Landesvorsitzenden Brigitte Dahlbender bei den Radolfzeller Naturschutztagen. Was sie sagte, hat uns beide schier vom Stuhl gehauen:

    „Das Land (Baden-Württemberg) ist im Moment auf der Versagerliste. Wir fordern vom Land weitreichendes Handeln. Dazu gehört für uns ein Klimaschutzgesetz, das CO2 als Schademission anerkennt. Und wir fordern den rigorosen und weitreichenden Ausbau der erneuerbaren Energien sowie das Schaffen dezentraler Strukturen für ein CO2-freies Land Baden-Württemberg“.
    Wir müssen, wie Krishna Gans es bereits getan hat, die beiden Begriffe Umweltschutz und Klimaschutz auseinanderdividieren. Für Umweltschutz ist jeder, aber diese blöde Klimaschutz taugt zu gar nichts und bindet Gelder, die dem Umwelt- und Naturschutz verloren gehen.
    Herr Limburg, haben sie zufüllig auch die mail-adresse vom BUND-BW und vom SWR.?

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