Meinungsfreiheit in der Wissenschaft in Gefahr? Wissenschaftler warnt vor bestellter Wissenschaft!

Ist die Indoktrinierung zum Endlager Gorleben kein Einzelfall?
Welchen Einfluss die Politik auf die Wissenschaft mitunter nimmt wurde erst kürzlich offenkundig durch die Einflussnahme der Politik auf die Eignungshöffigkeit des Salzstockes Gorleben in den 1980er Jahren für die Begutachtung durch die Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB). Der damalige Bundesforschungsminister Riesenhuber bestreitet natürlich erwartungsgemäß hiervon Kenntnis gehabt zu haben. Riesenhuber: “Ich weiß nicht mehr, was im einzelnen auf Arbeitsebene dazu gelaufen ist, falls ich es überhaupt je wusste”.


War in einer so wichtigen politischen Streitfrage der nuklearen Entsorgung Riesenhuber wirklich ahnungslos? Dann war er als Minister falsch am Platz. Zumal es ein Gegen-Gutachten des Quartärgeologen Prof. Duphorn gab, der sich vom Befürworter zum Gegner des atomaren Endlagers Gorleben wandelte.

Hat sich prinzipiell nichts geändert? Welche Einflussnahme übt die Politik heute zum „heißen“ Thema Klimawandel aus? Zum Beispiel veröffentlichte der Geophysiker Georg Delisle von der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) 2007 in einer renommierten Fachzeitschrift einen Forschungsbeitrag, der Kritik am IPCC-Bericht übt. Im Wesentlichen geht es darum, dass laut Delisle die Permafrostböden in der Arktis im 21. Jahrhundert nicht gefährdet sind.
In einem “vertraulichen” Dossier des Bundesumweltamtes, das sofort in der taz stand, wurde die Arbeit der Hannoveraner Behörde als “irrelevant”, “eindeutig falsch”, “anmaßend” und “fernab jeder Realität” gegeißelt (Überschrift des taz Artikels: „ Die Amtliche Lüge vom prima Klima”. Dem entgegen hat die American Geophysical Union, (AGU), die jüngste Klima-Publikation von G. Delisle zum “AGU Journal Highlight” gekürt.

Die Kanzlerin, die den Klimawandel als hervorragendes Instrument für milliarden-schwere Einnahmen aus dem CO2-Emissionshandel benutzen will, weiß wahrscheinlich (auch) erwartungsgemäß – ähnlich wie Riesenhuber damals – nichts von den Angriffen auf Delisle und die BGR.

Der wachsende Druck der Politik geht offensichtlich in Richtung Zwang und Gehirnwäsche. Dazu  SPIEGEL ONLINE (17.09.2009): „Immer mehr Industrieländer gehen dazu über, den Klimaschutz auch durch Gesetze zu erzwingen. In Großbritannien wächst laut einer Umfrage die Angst vor einer Klima-Polizei und drakonischen Strafen.“ Gerät auch die Meinungsfreiheit zu Klimawandel und Klimaschutz jetzt in ernste Gefahr?

Prof. Dr. Werner Kirstein

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3 Kommentar(e)

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Hierzu 2 Beispiele, die auf Readers Edition von einem Hyper Namens Vennecke geposted wurden:

"Wer ist schlimmer, die Holocaust-Leugner oder die AGW-Negierer?

In diesem Blog wird der Versuch unternommen, diese Frage zu beantworten:

http://selfdestructivebastards.blogspot.com/2009/09/flat-earth-society-ain-so-bad.html"

http://www.readers-edition.de/2009/09/03/oeldorado-30-mehr-netto-eine-strategie-fuer-kopenhagen/#comment-332628

Und

"...Tatsache ist aber, dass die AGW-Negierer den Versuch unternehmen, eine notwendige Entwicklung aus vordergründigen Motiven zu verzögern. Sofern sie dies wider besseres Wissen tun - und das trifft für eine ganze Reihe von ihnen zu - tragen sie in der Tat die Verantwortung für ihr Handeln, der Rest sind nur nützliche Idioten der Energieindustrie.

Würden die Menschen massenhaft auf diese perfide Clique hereinfallen, so müsste man sich ernsthaft Gedanken über geeignete Gegenmaßnahmen machen, die m. E. aber hauptsächlich in einer verbesserten Information der Bevölkerung bestehen sollten.
..."

http://www.readers-edition.de/2009/09/03/oeldorado-30-mehr-netto-eine-strategie-fuer-kopenhagen/#comment-332686

Mag sich jeder sein Urteil dazu bilden. Auch wenn es ein kleiner Spinner ist, der dies in der Form von sich gibt, steckt immer auch eine allgemeine Denkweise bestimmter Kreise dahinter.

Was das Bundesumweltamt betrifft, gibt es in der Personalhistorie seit 1998 sicher interessante Details zu ermitteln. Ich denke da nur an die sofortige Aktion mit der Einsetzung der befreundeten Kernkraftgegner in die Atombehörden.

http://www.novo-magazin.de/40/novo4044.htm

3

Dazu passt das skandalöse Vorgehen gegen den Biologen Mitchell Taylor(Polarbären sind nicht von Aussterben bedroht) von seiten seiner "Kollegoiden".Nachzulesen bei Ioanne Nova u.a.
bei icecap.us.