Richtigstellung: Der renommierte Wissenschaftsautor Dr. Sven Titz nennt CO2 nicht Giftgas“

Wir freuen uns über diese Klarstellung und haben den Text in den News zu dieser Meldung entsprechend geändert. Gleichzeitig drücken wir unser Bedauern darüber aus, dass durch den -für den Leser nicht zu erkennenden- unverantwortlichen Eingriff der Redaktion dieses Blattes der Eindruck entstehen musste, dass der renommierte Wissenschaftsjournalist einem solchen Unsinn das Wort redet. Wir bedauern daher diese Fehlmeldung, weil unsere Auseinandersetzung mit dem Thema Klimawandel auf Fakten beruhen sollte und nicht auf Zeitungsenten. 

Michael Limburg

Vizepräsident EIKE




Kinderindoktrination statt Kinderbildung: Die Schleswig Holsteiner Nachrichten nennen in ihrer Kinderbeilage CO2 ein giftiges Gas !

http://www.shz.de/

Sylter Rundschau, 22. August 2009

KiNA>Nachrichten für Kinder: Ein Speicher in der Tiefe für das Klimagas CO2

Wohin mit dem Kohlendioxid (CO2), das bei der Stromerzeugung entsteht? Einige Leute wollen das giftige Gas im Boden speichern – auch in Schleswig-Holstein. Kina erklärt die Technik – und warum es Streit darum gibt.

Ketzin – ringsum sind Felder und Bäume, die Vögel zwitschern. Die Forschungsanlage in der Nähe der kleinen Stadt Ketzin in Brandenburg liegt so richtig auf dem Land. Nur ein paar Tanks deuten darauf  hin, dass an diesem Ort etwas Ungewöhnliches  passiert. In den Tanks steckt nämlich das Gas Kohlendioxid. Hier wird es unter  die Erde gepumpt.

Kohlendioxid – kurz CO2 – kommt ganz normal in unserer Luft vor. Viel davon entsteht, wenn Öl, Kohle, Gas oder Benzin verbrannt werden – also etwa in Kraftwerken und in vielen Autos. Das ist ein Problem. denn zu viel Kohlendioxid in der Luft schadet dem Klima. Es trägt dazu bei, dass sich unsere Erde erwärmt. Viele Politiker und Wissenschaftler zerbrechen sich deswegen den Kopf, wie wir Menschen weniger Kohlendioxid in die Luft pusten können.

Eine Idee dabei ist: Weg mit einem Teil des Kohlendioxids, ab unter die Erde! Genau das probieren die Forscher hier in Ketzin aus. Sie pumpen das Gas in den Boden. „Seit einem Jahr machen wir das jetzt“, sagt Michael Kühn, einer der Wissenschaftler. 19.000 Tonnen Kohlendioxid seien schon tief im unter Ketzin. So viel bläst manch großes Kraftwerk in Deutschland an einem halben Tag etwa durch seine Schornsteine in die Luft.

In Ketzin pumpen die Forscher das Gas durch ein Rohr 700 Meter in den Boden. Ganz unten hat das Rohr Löcher. Durch die kommt das Gas heraus. In dieser Tiefe hat das Gestein unter Ketzin Poren wie ein Schwamm. Dieser Gesteinsschwamm ist mit salzigem Wasser gefüllt. Wenn das Kohlendioxid hinuntergepumpt wird, drückt es das Salzwasser beiseite.

Aber das Gas ist leichter als Wasser. Warum blubbert es nicht einfach durch das Gestein wieder nach oben, bis zur Erdoberfläche? Das liegt daran, dass über dem Gasspeicher eine Gesteinsschicht aus Lehm ist, erklärt der Fachmann Michael Kühn. Und die hält dicht. Unter der Lehmschicht bleibt das Kohlendioxid gefangen wie die Luft in einer Taucherglocke.

Die Forscher wollen ausprobieren, ob das Kohlendioxid wirklich im Boden bleibt. Solange das so wäre, könnte das Gas dort unten dem Klima nicht mehr schaden. Wenn der Test zu Ende ist, holen sie das Rohr aus der Erde. Anschließend füllen sie viel Zement in das Loch, um es abzudichten.

 „In den Jahren danach werden wir dann  die Stelle überwachen“, sagt Michael Kühn. Denn die Forscher und die Einwohner von Ketzin wollen natürlich nicht, dass plötzlich Gas aus dem Boden kommt. An einigen Orten protestieren die Menschen auch gegen das Ganze. Die Forscher hoffen aber, dass ihr Versuch ein bisschen hilft, den Menschen die Angst vor so einem Gasspeicher zu nehmen.

SVEN TITZ

Schleswig-Holsteinischer Zeitungsverlag GmbH & Co. KG

Nikolaistraße 7
24937 Flensburg
Telefon: 0461 / 808 – 0
Leserservice: 0180 / 180 1010  <leserbriefe@shz.de>

 

E-Mail vom 27.08.09 an <leserbriefe@shz.de>

Wie bereits im Untertitel mitgeteilt distanziert sich der Autor Dr. Sven Titz von der Bezeichnung "giftiges Gas" für CO2. Diese stamme auch nicht von ihm, sondern von der Redaktion. 

 

 

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„Autoritäten nicht blind vertrauen“ – Interview mit Vince Ebert

FreieWelt.net:  Sie nehmen im Rahmen Ihres Comedyprogramms die häufige Verzerrung wissenschaftlicher Erkenntnisse in der medialen Berichterstattung aufs Korn.  Wie kommt es zu diesen Verzerrungen?

Vince Ebert: Als vor einigen Wochen ein Trafobrand im Kernkraftwerk Krümmel zur Schnellabschaltung führte, habe ich in keinem einzigen „seriösen“ Medium erfahren, dass auf der achtstufigen internationalen Sicherheitsskala der Vorfall in die Kategorie „Null“ eingestuft wurde. Die öffentliche Diskussion über Reizthemen wie Atomkraft oder Gentechnologie wird von Menschen dominiert, die oft noch nicht mal wissen, was ein Gen ist, oder die Becquerel für einen französischen Landwein halten.

Obwohl man zum Beispiel die Photovoltaik mit jährlich einer Milliarde Euro subventioniert, macht sie nur 0,3 Prozent des Energiemixes aus. Rein von der Ökobilanz wäre es also effektiver, Langzeitarbeitslosen 100.000 Euro pro Jahr zu zahlen, damit sie ein, zwei Stündchen am Tag auf Ergometern für den deutschen Energiehaushalt strampeln Deswegen heißt Solarenergie ja auch so. Weil sie so lala funktioniert.

Aber statt sich ernsthaft mit zukunftsfähigen Technologien auseinanderzusetzen, träumen wir von Ackerbau und Viehzucht vor 100 Jahren, stellen Windmühlen auf und schicken unsere Kinder in Schulen in denen sie lernen, ihren eigenen Namen zu tanzen. Und dieses weltfremde Rumgeeiere nennen wir dann „Fortschritt“. 

FreieWelt.net:  Wie groß ist die Gefahr, dass die Wissenschaft von der Politik missbraucht wird?

Vince Ebert: Das Geschäft mit der angeblichen Klimakatastrophe ist ein sehr gutes Beispiel. Viele Politiker retten lieber das Klima in 50 Jahren, als sich heute mit so lästigen Themen wie Rentenpolitik oder der Gesundheitsreform zu beschäftigen. Der Staat pumpt seit Jahren Unsummen von Fördergeldern in Klimaforschungsinstitute – im Wesentlichen, um den Satz zu hören: Es wird alles immer schlimmer – wir müssen endlich etwas tun!

Vielen ist nicht bewusst, dass es in der Klimaforschung im Grunde gar nicht um Wissenschaft geht. Die computergestützten Klimamodelle, auf die sich alle Prognosen stützen, basieren nämlich alle auf sogenannten „nichtlinearen Systemen“. Ich habe in meinem Studium und später als Unternehmensberater diese nichtlinearen Systeme kennen gelernt und weiß, dass man mit ihnen jedes beliebige Ergebnis „errechnen“ kann, wenn man nur geschickt den ein oder anderen Anfangsparameter minimal variiert. Salopp gesagt sind Prognosen von Klimamodellen also nichts anderes als die in Formeln gegossene Meinung ihrer Schöpfer.

Das steht übrigens auch so im Weltklimabericht. In Kapitel 13 (ganz weit hinten also) findet sich der Satz: „Klimamodelle arbeiten mit gekoppelten nichtlinearen chaotischen Systemen. Dadurch ist eine langfristige Voraussage des Systems Klima nicht möglich.“ Egal ob Sie also eine Versicherung abschließen oder die Welt retten wollen – lesen Sie vorher auf jeden Fall das Kleingedruckte!…….

Nachdruck mit freundlicher Genehmigung des Autors.

Das ganze Interview finden Sie hier




Arktisches Eis II: Schwankungen der arktischen Eisbedeckung und wodurch sie ausgelöst werden.

Der Wissenschaftler Prof. Dr. Morison (Polar Science Center – PSC) und sein Team stellten fest, dass es einen unmittelbaren Zusammenhang der arktischen Seeeisbedeckung mit der Arktischen Oszillation (AO) gibt: "The winter of 2006-2007 was another high Arctic Oscillation year and summer sea ice extent reached a new minimum." Betrachten wir nun explizit die Winter-AO, um eine Prognose erstellen zu können, wie sich die Sommereisschmelze in 2009 entwickeln wird.

Abbildung 1

Die Abbildung (Quelle: NOAA) zeigt den Winter AO-Index für die Jahre 1950 – 2008 (letzter roter Balken). Es ist deutlich erkennbar, dass die AO sich in einer ausgeprägten Warmphase befindet.  Der 2007-Wert (vorletzter Balken) veranlasste Prof. Dr. Morison zu seiner o.a. Aussage. Da der 2008-Wert nicht signifikant anders aussieht, ist auch in 2009 von einem deutlichen Rückgang der arktischen Sommermeereisbedeckung auszugehen, zumal auch die AMO (Atlantic Multidecadal Oscillation) noch positiv ist, wodurch die Wassertempe-raturen vergleichsweise hoch bleiben. Die AMO ist ein Maß für die Wasseroberflächentemperatur im Atlantik. Da es sich bei der arktischen Seeeisbedeckung um schwimmendes Eis handelt, ist klar, dass vergleichsweise hohe Wassertemperaturen eine Sommereisschmelze begünstigen.

Wie sehr die AMO in Relation zur Eisbedeckung auf der Nordhalbkugel steht, geht überdeutlich aus der folgenden Abbildung hervor.

 

Abbildung 2

Die Abbildung (Quelle: Slupetzky, 2005, Uni Salzburg) zeigt die zyklische Entwicklung der österreichischen Gletscher von 1890 – 2005. Es ist gut erkennbar, dass der derzeitige Rückzug auf einen längeren Eisvorstoß folgt und, dass es in den Jahren von 1930 bis in die 1960-Jahre, ähnlich geringe Eisbedeckungen gab, wie heute. Der Gletscherzyklus zeigt weiter sehr starke Ähnlichkeiten mit der AMO und keine mit einem CO2-Atmosphärenpegel (kleines Bild).

Die AMO befindet sich derzeit in einer ausgeprägten zyklischen Warmphase, was zusammen mit der Warmphase der AO, die Sommereisschmelze in 2009 weiter begünstigen wird. Da die AMO keinerlei Korrelation mit dem CO2-Atmosphärenpegel aufweist, muss nach einem anderen Zusammenhang gesucht werden. Ihr zyklisches Verhalten deutet auf natürliche Ursachen hin. Hier bietet sich geradewegs die zyklische solare Aktivität an.

Abbildung 3

Die Abbildung links zeigt den NAO-Winterindex von 1865 – 2000 (Quelle: Deutscher Wetterdienst). Deutlich ist in der Wellenform ein 10-Jahres-Zyklus abgebildet, der zeitlich exakt mit dem Schwabezyklus der Sonne korreliert. Hohe Indexwerte sind mit einer intensiven nordatlantischen Westdrift und damit milderen Temperaturen verbunden. Rechts ist der NAO-Winterindex von 1982 – 1998 abgebildet (ergänzt nach Quelle: American Mete-orological Society Journal Online, Volume 13, Issue 5, März 2000). Die kleine Abbildung ist hineinkopiert und zeigt den Schwabezyklus der Sonne im selben Zeitraum. Er stimmt exakt mit dem NAO-Winterindex überein.

Ich möchte Ihnen noch weitere Abbildungen zeigen, die die Abhängigkeit der AMO von der Sonnenaktivität belegen. Die folgende Abbildung zeigt oben die NAO im Zeitraum von 1973 bis 2002. Darunter das elektrische Feld (E) des Sonnenwinds. Als dritten Graph den planetary magnetospheric Kp-Index und den dynamischen Druck (P) des Sonnenwindes, Quelle: Lund-University, Schweden (http://sunspot.lund.irf.se/nao1.html). Der Kp-Index ist eine Maßgröße für die geomagnetische Sonnenaktivität, die aus den Daten von 13 weltweiten Observatorien bestimmt wird. Der Kp-Index geht zurück auf Prof. Julius Bartels, der ihn 1949 entwickelte.

 

Abbildung 4

Es ist ein deutlicher Zusammenhang zwischen dem NAO-Verlauf und den verschiedenen Sonnenaktivitätsparametern festzustellen. Dies zeigt auch die folgende Abbildung. Sie stammt aus der Arbeit “Solar Wind Variations Related to Fluctuations of the North Atlantic Oscillation“ von Fredrik Boberg (Lund Observatorium, Schweden), Henrik Lundstedt (Swedish Institute of Space Physics).

 

Abbildung 5

Die Abbildung zeigt oben die Gruppe der Sonnenflecken (RG) für 33 Sonnenzyklen, vom Zyklus -12 bis Zyklus 20 und darunter die Stärke der positiven NAO, Quelle: (http://sunspot.lund.irf.se/NAO_article1.pdf). Es ist unschwer in beiden Diagrammen das gleiche Muster erkennbar.

Es ist somit ersichtlich, dass die AMO von der Sonne moderiert wird und mit ihr die arktische Seeeisentwicklung. Da die AMO durch die starke Sonnenaktivität bis 2003 in ihre positive Warmphase gebracht wurde, in der sie, da Wasser bekanntlich eine hohe Wärmekapazität hat und damit träge reagiert, noch ein paar Jahre bleiben wird.

Dass die arktische Sommereisschmelze kein bedrohliches Ereignis sein kann, geht übrigens aus dem sog. archimedischen Prinzip hervor. Schmilzt schwimmendes Eis, so ändert sich dadurch der Wasserpegel um keinen Millimeter, wie die folgende Abbildung zeigt.

 

Abbildung 6

Nach diesem kleinen Exkurs, zurück zu den Arbeiten von Prof. Morison über die arktische Eisschmelze. Das Forscherteam um James Morison fand heraus, dass sich (durch die geänderten Meeresströmungen) der Salzgehalt der arktischen See seit 2002 deutlich geändert hat (folgende Abbildung links).

 

Abbildung 7

Die Abbildung links zeigt die Trendkonturen des Druckes der arktischen See im Zeitraum von 2002 – 2006, verglichen mit dem Referenzwert der 1990-Jahre. Der Druck steht im direkten Zusammenhang mit dem Salzgehalt, weil die Änderung des Wasserdrucks durch die im Wasser gelösten Stoffe – Salz – bestimmt wird. D.h. eine Erhöhung des Druckes ist gleichbedeutend mit einer äquivalenten Erhöhung des Salzgehaltes – je höher der Druck, desto höher der Salzgehalt. Die Messungen entstanden mit GRACE. GRACE ist ein Gemeinschaftsprojekt der NASA und des DLR (Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt).

Zu diesem Chart habe ich Ihnen, die sich veränderte Eisbedeckung im Zeitraum von 1979 – 2005, wobei die Eisschmelze in den 2000-Jahre vergleichsweise hoch ausfiel, Quelle: NASA, zum Vergleich herangezogen. Werden beide Abbildungen miteinander verglichen, wird sofort ersichtlich, dass die Regionen, die eine hohe Eisschmelze zu verzeichnen haben, überwiegend auch die Regionen sind, in denen sich der Salzgehalt des Meerwassers erhöht und damit der Schmelzpunkt des Eises herabgesetzt wurde, d.h., dass die Eisschmelze bereits bei tieferen Temperaturen eintritt, bzw. bei höheren Temperaturen verstärkt stattfindet, mit einer großen Eisschmelze in der Fläche.

Wir alle kennen diesen Effekt in der Wintersaison, wenn der Gefrierpunkt von Schnee durch das Ausbringen von Salz auf die Straße herabgesetzt wird und dadurch der Schnee/das Eis auch bei Minustemperaturen bereits schmilzt. Noch etwas möchte ich Ihnen nicht vorenthalten.

Jeder Interessierte kennt wohl die beiden folgenden Abbildungen.

Abbildung 8

Die linke Abbildung zeigt die arktische Eisbedeckung im September 1979, unmittelbar nach der Kälteperiode der 1960- und 1970-Jahre, als alle Welt von der vermeintlich drohenden Eiszeit sprach (http://scottthong.files.wordpress.com/2007/03/newsweek1975globalcooling.JPG). Die rechte Abbildung dazu im Vergleich, die arktische Eisbedeckung im September 2005.

Wie bereits gezeigt, ist der Eisrückgang auf Veränderungen im Salzgehalt zurückzuführen und in der Fläche besonders in den Eismeerbereiche vor der russischen Küste zu sehen. Hier ist in der Tat ein deutlicher Rückgang in der Fläche zu sehen, was die beiden Aufnahmen zeigen. Ich habe daher die Aufnahmen näher betrachtet und als Orientierung zu den Küstenbereichen (zum Vergleichen) Flächen markiert.

Abbildung 9

Es ist erkennbar, dass bereits 1979 vor der Einmündung des sibirischen Flusses Lena, eine Ausbuchtung in der Eisbedeckung und damit eine verstärkte Eisschmelze zu beobachten ist. Diese hat sich bis zum Jahr 2005 noch weiter ausgeprägt (rechte Abbildung). Die Eisrückgangsflächen A1, A3, A4 liegen im Flachwasserbereich, was die These, eine Erwärmung hätte dies einzig verursacht, stützt. Wir alle wissen z.B., dass sich eine geringe Wassermenge schneller erhitzen lässt, als ein große. Die Eisrückgangsfläche A2, die wie eine Zunge in die Eisfläche ragt, liegt indes über einem Tiefseegraben von 4.000 m Wassertiefe (folgende Abbildung). Aufgrund der thermischen Trägheit und der physik. Wärmekapazität müsste sich eigentlich die Wärme verteilen, was zu einer Abschwächung des Eisrückgangs führen müsste. Das Gegenteil ist jedoch der Fall. Es kann demnach mit dem alleinigen Postulat, eine Erwärmung wäre für den Eisrückgang verantwortlich, etwas nicht stimmen.

 

Abbildung 10

Prof. Morison hat zweifelsfrei festgestellt, dass sich durch zyklisch veränderte Meeresströmungen der Salzgehalt im arktischen Meer verändert hat. Die Gebiete, die eine Zunahme der Salzkonzentration zeigen, korrelieren stark mit den Eisrückzugsgebieten. Es kommt offensichtlich noch eine weitere Komponente, der Schadstoffeintrag über die sibirischen Flüsse hinzu. Schadstoffe verteilen sich vorrangig in der Oberfläche und verstärken dort die Eisschmelze. Wir alle wissen aus Tankerhavarien, dass sich Schadstoffe auf Grund der geringeren chemischen Reaktion in kaltem Wasser dort länger halten und es zu einer Akkumulation kommt. So gelangen über die sibirischen Flüsse jedes Jahr über 4.000 km3 Wasser und mit diesem, gewaltige Schadstoffmengen ins Polarmeer. So senkt z.B. das natürliche Frostschutzmittel Ammoniak (Ammoniak ist eines der wichtigsten und häufigsten Produkte der chemischen Industrie. Es dient als Ausgangsstoff für Stickstoffdünger, aber auch zur Sprengstoffproduktion) den Gefrierpunkt von Wasser ganz erheblich.

Anhand der geschilderten Zusammenhänge möchte ich eine Prognose zur Entwicklung der arktischen Eisbedeckung für die nächsten Jahre abgeben.

Fazit für 2009: Sowohl der noch erhöhte Salzgehalt in den vorrangigen Schmelzregionen, die positive AMO und der hohe Winter-AO-Wert für 2008 werden auch in 2009 die Eisflächen im Sommer deutlich schmelzen lassen, wodurch auch (noch) 2009 eine deutliche Eisschmelze beobachtet wird.

Fazit bis 2015: Der geschilderte Dekadenzyklus und der Rückgang in der Sonnenaktivität werden die Meeresströmungen im Polarmeer wieder ändern, dadurch den Salzgehalt verringern, sowie die AO in die Kaltphase überführen. Da die AMO weiter in einer (abgeschwächten) Warmphase bleibt, wird die Eisschmelze zwar rückläufig ausfallen, aber die Eisbedeckung nicht die Ausmaße von 1979 erreichen.

Fazit ab 2015: Mit weiterer zurückgehender Sonnenaktivität (siehe S. 217 – S. 266) wird auch die AMO in ihre zyklische Kaltphase wechseln und die Eisbedeckung, vor allem im Sommer, weiter zunehmen. Die Werte von 1979 werden dabei deutlich überschritten werden, da mit dem fallenden 208-jährigen de Vries/Suess-Zyklus der Sonne (http://wetterjournal.wordpress.com/2009/07/14/der-einfluss-des-im-mittel-208-jahrigen-de-vriessuess-zyklus-auf-das-klima-der-erde/) und dem Minimum im Gleißberg-Zyklus, der den 11-jährigen Schwabe-Zyklus der Sonne moderiert, die Sonne vergleichsweise inaktiv bleibt und die Temperaturen weiter fallen lässt. Land- und Seetemperaturen werden dann, aufgrund der Wärmekapazität des Wassers, synchron zur Sonnenaktivität laufen. Derzeit ist noch von der Energie, die die Meere durch die aktive Sonne im ausgehenden 20.- und zu Beginn des 21. Jahrhunderts erhielten, in den Meeren gespeichert.

Zum arktischen Eisrückgang noch ein dramatischer Bericht der der Royal Society:

In den Regionen um den Polarkreis hat ein bemerkenswerter Klimawechsel stattgefunden. […] Mehr als 2.000 Quadratmeilen Eisfläche zwischen 74 und 80 Grad nördlicher Breite, die bislang die Grönlandsee bedeckten, sind in den letzten zwei Jahren vollkommen verschwunden […]

Die Kälte, die das Gebiet der Arktis über Jahrhunderte in einen undurchdringlichen Eispanzer verwandelt habe, sei offenbar in kürzester Zeit höheren Temperaturen gewichen. Auch in Zentraleuropa gibt es alarmierende Zeichen für eine rasche Klimaerwärmung:

“Alle Flüsse, die im Hochgebirge entspringen, haben aufgrund der abgetauten Schnee- und Gletscherwasser weite Regionen überschwemmt….”

Die britische Royal Society empfiehlt dringend die Entsendung von Schiffen, um den dramatischen Klimaumschwung im Nordmeer zu erforschen…

Obiger Bericht der Royal Society stammt vom 20. November 1817.

Einen Überblick über die arktische (und antarktische) Eisbedeckung liefert der folgende Link: (http://arctic.atmos.uiuc.edu/cryosphere/). 

R. Leistenschneider

Den ganzen Bericht können Sie auch als pdf Datei herunterladen

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Elektromobilität im Test: Der Bund will 8 Modellregionen mit 500 Mill. € Steuergeld „fördern“!

Elektromobilität in Verbindung mit erneuerbarer Energie wäre ein Traumpaar, wenn der Ladestrom aus erneuerbare Energien für die Autofahrer bezahlbar wäre. Eine kWh Energie aus Diesel oder Benzin kostet derzeit rd. 10 Cent inklusive rd. 40 % Mineralöl-Steueranteil und Mehrwertsteuer, also ohne Steueranteile rd. 4 Ct/kWh.
Strom aus Sonnenenergie kostet ohne Steueranteile rd. 43 Ct/kWh, Strom aus Windenergie im  Onshore/Offshoremix rd. 12 Ct/kWh.
Berücksichtigt man, dass der Wirkungsgrad des Elektroantriebs ohne Fahrzeugklimatisierung mit 20 kWh/100 km etwa um den Faktor 3 günstiger ist als der Brennstoffantrieb (6 l/100 km), so wäre bei Windstrom so etwa Gleichpreisigkeit gegeben, bei Strom aus Sonnenenergie wäre dieser jedoch noch immer um den Faktor drei teurer, also einem Benzinpreis von rd. 4 Euro pro Liter entsprechend.
Wegen der begrenzten Stromspeicherfähigkeit heutiger Batterien müsste man im Winter auf die Autoheizung und im Sommer auf die Klimatisierung aus Energiespargründen wohl komplett verzichten, da die 20 kWh /100 km fast ausschließlich in mechanische Antriebsenergie umgewandelt werden.
Wenn das Elektroauto an einer üblichen Haushaltssteckdose 230V mit 3 kW Ladeleistung aufgeladen wird, benötigt man rd. 7 Stunden Ladezeit um den Akku mit 20 kWh für 100 km Fahrstrecke zu laden. Ob die vorgesehene staatliche Anschubhilfe von 500 Mio. € (5.000 € Zuschuss für die ersten 100.000 E-Autos) den Verdruss über die geringe Reichweite und fehlende Klimatisierung ausreichend kompensieren kann, wird die Zukunft erweisen.

 
Warum das bisher mit der Markteinführung von Elektroautos nicht funktionierte,  kann man am Hockenheimring erfahren, dort ist zu lesen:

Dr. Georg von Opel stellte mit einem elekt-rogetriebenen Opel GT am 17./18.05.1971 sechs neue Weltrekorde auf. Im Fond des Wagens hatte man die 360 Volt Batterien in vier Trögen untergebracht. Den Kilometer mit fliegendem Start legte er mit 188,86 km/h zurück, die 10 Meilen Distanz mit 127,16 km/h." Das war vor 38 Jahren!
Am Institut für Stromrichtertechnik der RWTH Aachen war zu dieser Zeit der Ford 12 M mit Elektroantrieb auch bereits vielfach erfolgreich erprobt und durch Diplom- und Promotionsarbeiten gut und reichhaltig dokumentiert. Wenn Opel das Weltmeisterauto 1971 serienmäßig gebaut hätte, wären sie damals schon pleite gewesen, weil keiner es gekauft hätte.
Die Spinnerei über Netzstützfunktionen und gewinnbringende Rücklieferung der elektrischen Energie ist in Kenntnis des Energiemarktgeschehens und der energietechnischen Erfordernisse im UCTE-Verbundnetz ohnehin absurd. So genannte "Intelligente Netze" mit Zugriff für Jedermann ist da wohl ein verführerisches Stichwort, für Politiker, Journalisten, und einige praxisferne Theoretiker,  ebenso wie die derzeit – bezeichnenderweise von der Münchener Rück vermarktete – medienfüllende Idee vom Strom aus der Sahara, von dem Herr Dr. Großmann, CEO bei RWE,  treffend sagte:
 "Es ist eine prima Idee. Mehr aber auch nicht."

Dem ist nichts hinzuzufügen, außer, dass die schöne Braut des Traumpaares „Auto/Erneuerbare  Energie“ für die meisten Autofahrer unbezahlbar wäre oder technisch unterlaufen würde. Dagegen kann bei Akzeptanz der Ladezeit und Reichweitenbegrenzung die Aufladung zu den reinen Arbeitskosten im normalen Mixstromtarif durchaus attraktiv für den Betrieb eines Elektroautos sein.

Prof. Dr. Alt

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Das Ende des Solar-Märchens!

ddp schreibt in der Welt dazu: "Der Solarpark im brandenburgischen Lieberose ist der größte in Deutschland. Das Kraftwerk mit einer Leistung von 53 Megawatt ist 162 Hektar groß, was der Fläche von mehr als 210 Fußballfeldern entspricht. Nach der endgültigen Fertigstellung im Dezember sollen rund 700 000 Dünnschicht-Module Strom erzeugen.Der Solarpark soll künftig Strom für etwa 15 000 Einfamilienhäuser liefern. Damit könnten rund 35 000 Tonnen Kohlendioxid im Jahr eingespart werden."

Es sagt natürlich niemand der Bevölkerung dass es sich um ein grünes Luxusobjekt 1. Klasse handelt. 160 Mio € Investition für maximale und seltene 53 MW Spitzenleistung, aber auch nur dann, wenn die Sonne mal kräftig scheint. Das ist in Brandenburg sicher häufiger als im verregneten Jülich, aber trotzdem nicht so häufig um die Anlage rentabel zu machen. Solaranlagen haben im kühlen, dunklen Deutschland einen Nutzungsgrad von nur 8%. Also nur 8% der Zeit im Jahr liefern sie rechnerisch ihre Nennleistung ab. Dafür werden  3000 €/kW Investition aufgewendet. Für ein Kraftwerk, das nur zu 8 % der verfügbaren Zeit rechnerisch in Betrieb ist. Ein modernes Kohlekraftwerk, dass statt der hier verbrauchten Fläche von 162 Hektar, ca. 200 Hektar verbrauchte, dafür aber rund um die Uhr (Mutzungsgrad 90 %) seine Leistung von 650 MW – also mehr als das 10 fache bereitstellt, wäre für einen Buchteil der Kosten/kWh zu haben gewesen. Und hätte ein Vielfaches des CO2 eingespart, so man es denn unbedingt einsparen will.

Aber, kaum dass die internationale Konkurrenz – die jeder als Lippenbekenntnis unbedingt will- zeigt was sie kann, nämlich einfache Technologie deutlich billiger zu produzieren als wir, fordern deutsche Solarunternehmen wieder die Einführung paradiesischer Schutzräume und Subventionen: David Schraven schreibt dazu in der Welt vom 21.8.09

"Die deutsche Solarbranche fordert staatliche Eingriffe, um ihre tiefe Krise zu überwinden. Vor allem die in den europäischen Markt drängenden chinesischen Hersteller bereiten den deutschen Produzenten Kopfschmerzen. "Wir erleben eine Art von Dumping", sagte der Vorstandschef des Solarkonzerns Conergy, Dieter Ammer….."  und " Wir brauchen eine Europaklausel im EEG, um unseren Markt zu schützen", sagte Asbeck. Nur Module aus europäischer Produktion sollten gefördert werden."

So wie unsere Politiker gestrickt sind wird dieser ungenierte Ruf nach Protektionismus und Bürgergeld nicht verhallen und so werden sie das teure Pflänzchen Solarwirtschaft mit unserem Geld zusätzlich weiter päppeln. Das EEG macht´s möglich und die Landesfürsten wetteifern beim Subventionieren.

Lesen Sie dazu alle Artikel in der -immer noch an solare Wunder glaubenden- Rheinischen Post. http://nachrichten.rp-online.de/article/wirtschaft/Das-Ende-des-Solar-Maerchens/49415

und die Welt. http://www.welt.de/die-welt/wirtschaft/article4366637/Solarbranche-fordert-noch-mehr-Subventionen.html

M.L. EIKE




Klima, Sonnenflecken und kosmische Strahlung Teil II

Unsere Annahme steht im Widerspruch zu der an sich korrekten Feststellung des IPCC, dass die Änderung der totalen Strahlung während eines 11-jährigen Zyklus sich nur um 0.1% ändert. Daraus wird fälschlicherweise geschlussfolgert, dass dies vernachlässigbar sei. Dem ist nicht so, weil ein ganzes Spektrum der solaren Aktivität (coronale mass ejections, energetic flares, eruptive prominences), die den Sonnenwind beeinflussen, ausgeblendet wird. Lockwood et al.[2] haben gezeigt (Graphik 1), dass die Stärke des solaren Magnetfeldes sich im letzten Jahrhundert verdoppelte.

               Graphik 1

Dies hat sich aber deutlich in diesem Jahrhundert geändert, wie die folgende Graphik 2 zeigt.

 
  

       Graphik 2

Ein schwaches solares Magnetfeld produziert ein schwaches interplanetares Magnetfeld (IMF). Der Graphik 2 kann entnommen werden, dass das Feld im Zyklus 20, dies war die Zeit, als die Eiszeit prophezeit wurde, kein Maximum hat. Der Zyklus 23 besitzt nur ein schwaches Maximum und endet mit einer drastischen Abnahme zu sehr kleinen Werten. Ein analoges Verhalten zeigt auch der 10.7cm Fluss, ein anderer Indikator für die Sonnenaktivität.

 

   Graphik 3

Die Varianz der Sonnenaktivität hat einen direkten Einfluss auf die Stärke der kosmischen Strahlung (Graphik 4)[3]. In der Graphik ist die jährlich gemittelte Stärke der kosmischen Strahlung als Funktion des jährlich gemittelten 10.7cm Flusses für die Jahre 1964 bis Dezember 2008 dargestellt. (Daten: CR:   http://www.ngdc.noaa.gov/stp/SOLAR/COSMIC_RAYS/cosmic.html und 10.7cm Fluss http://omniweb.gsfc.nasa.gov/cgi/nx1.cgi)

 

Graphik 4

Der Einfluss der kosmischen Strahlung auf die Wolkenbildung und damit auf das Erdklima wurde zuerst von Svensmark und Friis-Christensen[4] publiziert. Es wurde gefunden, dass eine Zunahme der kosmischen Strahlung um 3.5% zu einer Änderung der Wolkenbedeckung um 3% führt. Eine Änderung der Wolken um 1% entspricht ungefähr einer Abnahme des radiative forcing um 0.5W/m2. Die Verdopplung des Magnetfeldes im 20. Jahrhundert hat zu einer Reduzierung der kosmischen Strahlung um 15% geführt[5]. Die Zusammenhänge zwischen der Sonnenaktivität (Anzahl der Sonnenflecken, 10.7cm Fluss), der kosmischen Strahlung und der Wolkenbedeckung zeigen die folgenden Graphiken 5 und 6, die aus der zitierten Arbeit entnommen wurden.

 

             Graphik 5

       

                  Graphik 6

Das oben erwähnte CLOUD-Projekt soll die mikroskopischen Details der Zusammenhänge, die zu einem großen Teil noch nicht verstanden sind, zwischen kosmischer Strahlung, Aerosolen und Wolkenbildung aufklären.

Die kosmische Strahlung produziert einen Schauer von Sekundärprozessen, die einen direkten Einfluss auf die Aerosole und die Wolkenbildung haben (Graphik 7). Dies wird besonders deutlich, wenn man sich die Forbush-Ereignisse ansieht. Darunter versteht man die drastische Reduzierung der kosmischen Strahlung innerhalb von Stunden oder Tagen, die durch magnetische Plasmawolken infolge von solaren Protuberanzen verursacht werden (Graphik 8).

   

Graphik 7

 

      Graphik 8

Die Graphik 8 zeigt die Abnahme des Wasserinhaltes der Wolken und die der Bedeckung als Funktion der Stärke der Forbush-Ereignisse[6].

Es gibt natürlich eine unmittelbare Verbindung mit der Temperaturänderung (Graphik 9).

  

Graphik 9: Die dünne Linie ist das 10jährige Mittel. Die Punkte sind Forbush-Ereignisse gemessen in der Vostok-Station auf der Antarktis zwischen 1981 und 1991.[7]

Nach Forbush-Ereignissen gibt es fast immer einen deutlichen Anstieg der Bodentemperatur. Auch wenn die Details noch nicht vollständig verstanden sind, überzeugt doch dies Experiment der Natur.

Ein weiterer Magnetfeldeffekt wurde kürzlich von Persinger[8] diskutiert nämlich die Energieproduktion durch den dynamischen Druck des IMF innerhalb des Magnetfeldes der Erde. Obwohl der Druck mit 2.5nPa sehr klein ist, steht dem eine sehr große Troposphäre gegenüber, was zu einer jährlichen magnetisch induzierten Energie von 5.6·1017J führt.

Ein anderer Indikator für die magnetische solare Aktivität ist der geomagnetische aa-Index. Zwischen seiner Variation und der der Temperatur besteht eine direkte Beziehung, die der folgenden Graphik 10 entnommen werden kann. Es gibt zwischen den beiden Kurven einen Verzug von 6±2 Jahren. Die Reduzierung des Maximums 5 ist eine Folge verstärkter, abkühlender vulkanischer Tätigkeit in dem Zeitraum.

 

Graphik 10: Links ist die Temperaturanomalie (durchgezogene Kurve) in °C und rechts ist der aa-Index (gepunktete Kurve) in nT abgetragen.

Der Verlauf des aa-Indexes vom Januar 2000 bis Ende Juni 2006 ist in der Graphik 11[9] abgebildet.

 

                          Graphik 11

Man erkennt im Gegensatz zu dem starken Anstieg im 20. Jahrhundert eine Abnahme, die in den letzten 12 Monaten besonders ausgeprägt ist und Werte unterhalb des Minimums der Graphik 11 angenommen hat.

Die zeitlichen Variationen des aa-Index werden verursacht durch den solaren Dynamo, der ein chaotisches Verhalten besitzt, was sich in einer Folge von Bifurkationen äußert[10]. Eine Ursache dafür ist die irreguläre Bahn, die der Schwerpunkt der Sonne ausführt. Landscheidt[11] hat dies in mehreren Publikationen untersucht und dabei u. a. Folgendes festgestellt.

 

Graphik 12: Ungeglättete zeitliche Änderung des Drehmomentes

Man erkennt, dass alle Kaltzeiten mit den Minima der zeitlichen Änderung des Drehmomentes korrelieren, wenn diese einen Schwellwert unterschreiten. Die erwarteten Minima in diesem Jahrhundert sind nicht so klein, wie zur „Maunder“-zeit, aber ihre Zahl ist größer. Aus diesem Sachverhalt schlussfolgert Landscheidt, dass das nächste Minimum um 2030 vom Typ des Maunderminimums sein wird.

Abschließend wollen wir noch einen subtilen Beleg dafür liefern, dass die solare Strahlung die Dynamik des Klimas bestimmt. Scafetta et al.[12] gehen von der Vermutung aus, dass die Gleichungen für das Klima von stochastischer, nichtlinearer Natur sind und dass sie ein Gedächtnis (Nichtmarkovsches Verhalten) haben. Diese Annahme ist zweifellos korrekt. Im Anschluss daran halten sie fest, „dass man meinen könnte, dass der kleinste der Faktoren, die das Wetter und das Klima bestimmen, die solare Einstrahlung ist. Aber Nichts könnte weiter von der Wahrheit sein als dies.“ (übersetzt)

Um dies zu beweisen untersuchen sie die Statistik der Zeitverläufe für die Temperatur auf der Nord-, der Südhalbkugel und über den Ozeanen und die der Sonneneruptionen. Die Standardabweichung für beliebige Prozesse ist gegeben durch , wobei x entweder die Temperatur ist oder eine Eruption. Der Exponent H heißt Hurstexponent und er ist für ein System ohne Gedächtnis, wo die Ereignisse unkorreliert sind, ½, wie man es von der Brownschen Bewegung kennt. Die Anzahl der Eruptionen ist bei einer aktiven Sonne größer, was deren Frequenzen in den Zeitkurven bestimmt. Sie errechneten für den Hurstexponenten für die Temperatur folgende Werte: global H=0.95±0.02; für den Norden, H=0.89±0.02; für den  Süden, H=0.96±0.02; für das Land, H=0.88±0.02 and; für die Ozeane, H=0.98±0.02. Die großen H-Werte für die Temperatur implizieren eine lange Nachhaltigkeit. Mit anderen Worten, die Temperatur ändert sich nur allmählich von Monat zu Monat. Dies ist zu vergleichen mit H=0.93±0.02 den Hurstexponenten für die Sonneneruptionen. Da das System Erde nicht die Sonne beeinflussen kann, bleibt nur die Folgerung, dass das komplexe Netzwerk (Klima) durch das komplexe Netzwerk (Sonne) gestört wird und die statistischen Eigenschaften von diesem übernimmt. Dies wird als das Komplexitätsanpassungsphänomen bezeichnet[13]. Entscheidend ist hier, dass sehr kleine Intensitäten genügen um dem passiven System das Verhalten aufzuzwingen (0.1% z.B.). In einer späteren Arbeit greifen sie das Thema noch einmal auf und schätzen ab, dass wenigstens 69% der im vergangenen Jahrhundert beobachteten Erwärmung auf die Aktivität der Sonne gehen[14].

Zusammenfassend kann man sagen, dass die Sonne nicht nur den integralen Wärmehaushalt der Erde bestimmt, sondern auch dessen statistische Eigenschaften. Dies geschieht nicht nur durch die eingestrahlte Energie, sondern auch durch den Sonnenwind und die magnetischen Felder. Alles zusammen regelt weitgehend den Temperaturverlauf auf der Erde, was aber in einem komplizierten und komplexen Wechselspiel geschieht, in welches auch die Meeresströmungen mit einzubeziehen sind. Dies wird durch die letzte Graphik 13 verdeutlicht.

Die Diskussion der Zusammenhänge zwischen der Temperaturverteilung und den Meeresströmungen würde eine neue Thematik eröffnen und wird deshalb hier nicht durchgeführt. Der interessierte Leser findet hier

http://icecap.us/index.php/go/joes-blog/amo_the_key_global_climate_indicator/

woher auch die Graphik stammt, eine Vielzahl von Arbeiten zu dieser Thematik.

 

           Graphik 13


[1] http://www.bp.com/sectiongenericarticle.do?categoryId=9023768&contentId=7044479

[2] Lockwood et al. – A doubling of the Sun’s coronal magnetic field during the past 100 years NATURE 399 (1999) 437-439

[3] B. Hüttner

[4] Svensmark H and Friis-Christensen E – Variation of cosmic ray flux and cloud coverage, Journal of Atmospheric and Solar-Terrestrial Physics 59 (1997) 1225

[5] Fastrup et al. – arXiv:physics/0104048 CLOUD (Cosmics Leaving OUtdoor Droplets), A study of the link between cosmic rays and clouds with a cloud chamber at the CERN PS

[6] Svensmark et al. – Cosmic ray decreases affect atmospheric aerosols and clouds, GEOPHYSICAL RE SEARCH LETTERS, VOL. ???, XXXX, DOI:10.1029/,

[7] Egorova et al. – Influence of variations of cosmic rays on atmospheric pressure and temperature in the Southern

   pole region, J. Atmos. Solar-Terr. Phys. 62, 955-966.

[8] Persinger – The possible role of dynamic pressure from the interplanetary magnetic field on global warming,

  International Journal of Physical Sciences Vol. 4 (1), pp. 044-046, January, 2009

[9] B. Hüttner, Quelle: UK Solar System Data Centre

[10] FEYNMAN, J; GABRIEL, S B – PERIOD AND PHASE OF THE 88-YEAR SOLAR CYCLE AND THE MAUNDER MINIMUM: EVIDENCE FOR A CHAOTIC SUN Solar Physics 127 (1990) 393-403

[11] http://www.schulphysik.de/klima/landscheidt/iceage.htm

[12] Scafetta et al. – Solar turbulence in earth’s global and regional temperature anomalies, PHYSICAL REVIEW E 64 (2004 ) 026303-13

[13] West, B J; Grigolini, P – Sun-Climate Complexity Linking, PHYSICAL REVIEW LETTERS 100 (2009) 088501-4

[14] Scafetta, N; West, B J –  Is climate sensitive to solar variability?, Physics Today 3 (2008) 50-51

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Augenmaß beim Klimaschutz

Das Dilemma der anstehenden Entscheidung: Sicher eintretenden Wirtschafts-Problemen stehen angenommene Klimaprobleme gegenüber. Diese Schrift konzentriert sich auf nachprüfbare und anschauliche Fakten zu den wesentlichen Fragen der Erwärmung, die jeder leicht nachvollziehen kann.

Die vorliegende Schrift bringt daher einen Satz aktueller, noch wenig verbreiteter Informationen als Ergänzung zur verbreiteten offiziellen Linie. Nur so kann jeder beide Seiten beurteilen. Da bisher die Darstellung der offiziellen Linie (menschengemachter Klimawandel durch CO2-Emissionen mit katastrophalen Folgen) bisher noch überwiegt, sollen hier die bisher weniger beachteten Forschungen eingebracht werden.

Die Arbeit greift den Begriff Klimaschutz auf, weil er einen allseits verstandenen Bedeutungsinhalt hat, wenngleich viele die Frage, ob wir überhaupt eine Handhabe besitzen, für ungeklärt halten.

CS

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Atlantische Wirbelstürme: Ein Beitrag von Dipl.-Meteorologen Klaus-Eckart Puls, sowie die erstaunliche Wandlung des US-Klimaforschers Michael Mann

Unser neben dem Autor dieser Zeilen weitere Pressesprecher, Dipl.-Meteorologe Klaus-Eckart Puls, hat zum Thema "tropische Wirbelstürme" jüngst einen an den Klima-Laien gerichteten Übersichtsartikel verfasst, der im Laufpass 0309 vom August 2009 veröffentlicht ist. Der Inhalt dieses Beitrags (hier als pdf-File) spricht für sich und braucht nicht weiter kommentiert zu werden. Interessant auch ein weiterer zum Thema gehörender Artikel aus dem Tagesanzeiger. Dieser Beitrag liegt ebenfalls als pdf-File bei. Weitere Weblinks zum Thema "Wirbelstürme" hier und hier.

Besonders kritische Blogger werden vielleicht immer noch nicht zufrieden sein. Daher wird hier ergänzend ein absolut ofenfrischer, nur wenige Tage alter Artikel vom 13.August 2009 über das Thema "tropische Wirbelstürme" vorgestellt. Der Hauptautor ist Michael Mann, und der Aufsatz ist in der renommierten Fachzeitschrift nature als LETTER erschienen. Klimaforscher Michael Mann ist uns bestens von seiner berühmt-berüchtigten Hockey-Stick-Kurve her bekannt, deren starke Fehlerhaftigkeit inzwischen nachgewiesen wurde und zur Korrektur durch M. Mann selber führte. Er galt, zumindest bis heute, als einer der rigidesten IPCC-Advokaten.

Sein Aufsatz trägt den Titel "Atlantic hurricanes and climate over the past 1500 years". Aus urheberrechtlichen Gründen wird hier nur die erste Seite als pdf-File angegeben. Wir finden dort gleich am Anfang die Sätze "Antlantic tropical cyclone activity, as measured by annual storm accounts, reached anomalous levels over the past decade.The short nature of the historical record and potential issues with its reliability in earlier decades, however has prompted an ongoing debate regarding the reality and significance of the recent rise". Der zweite Satz trifft in der Tat den Punkt! Eine Dekade sind für Klima-Aussagen zu kurz, ferner hat unser guter M. Mann punktgenau die Dekade besonders vieler und starker Stürme, unter ihnen den berühmten Kathrina, erwischt. Danach war es dann bekanntlich ungewöhnlich ruhig geworden (s. auch den Bericht von Puls). War die Wahl dieser speziellen Dekade Zufall oder Absicht, schließlich gibt es auch noch vor und nach Kathrina Hurrkane-Statistiken? Wir wollen und können dies nicht entscheiden. Dass seine Klima-Kollegen und natürlich auch EIKE die Signifikanz des von M. Mann benannten Anstiegs bezweifeln, ist daher nachvollziehbar. Von dieser Seite her bietet der Aufsatz gegenüber der umfassenderen Zusammenstellung von Klaus-Eckart Puls nichts Neues: Eine Zunahme von tropischen Wirbelstürmen über ausreichend lange Zeiträume ist definitiv nicht nachweisbar.

Etwas anderes ist aber höchst bemerkenswert: Der Wirbelsturm-Aufsatz von M. Mann et al. erwähnt den Begriff "CO2" oder gar "anthropogenes CO2" mit keinem Sterbenswort. Als Ursache von tropischen Wirbelstürmen werden ausschließlich natürliche Fluktuationen, wie z.B. die NOA, der El Nino etc. angesehen. Mit anderen Worten: Die von M. Mann in seiner Einleitung erwähnte Zunahme von Hurrikanen wird mit menschgemachtem CO2 nicht mehr in Verbindung gebracht. Wir haben hier also neben vielem anderen den allerjüngsten Beleg dafür, dass die seriöse Klimawissenschaft sich längst von der ehemaligen Arbeitshypothese einer maßgebenden Beeinflussung von Extremwetterereignissen durch anthropogene CO2-Emissionen verabschiedet hat. Und noch ein weiteres gibt zu denken: In einer kleineren Wiener Klima-Fachkonferenz in 2009 hat M. Mann einen Vortrag gehalten, in dem er von 60% Sonneneinfluss auf Klimawerte sprach (persönliche Mitteilung eines Konferenzteilnehmers an den Autor). Bekanntlich sind die wissenschaftlichen IPCC-Berichte dem inzwischen wohl unbestrittenen Einfluss der Sonne auf Klimawerte nicht sonderlich freundlich gesonnen. Was ist von all dem zu halten? Beginnt etwa M. Mann die Fronten zu wechseln? Wie auch immer: Wenn die Entwicklung des ehemaligen IPCC-Advokaten Michael Mann in dieser Geschwindigkeit weitergeht, werden wir ihn in spätestens zwei Jahren bei EIKE als neues Mitglied begrüßen dürfen.

Prof. Dr. rer.nat. Horst-Joachim Lüdecke

EIKE-Pressesprecher

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Viel Wind um Nichts!

„Only bad news are good news“ (Nur schlechte Nachrichten sind gute Nachrichten) lautet das Credo vieler Medienschaffender. So verwundert es nicht, dass sich viele Artikel der letzten Jahre ungehemmt den Weltuntergangsfantasien hingeben: „Wenn die Flutwelle kommt“ (NZ, 12.06.07, S.12); „Vor uns die Sturmflut“ (FTD, 16.08.07, S.11); „Geht das Cuxland unter?“(NZ, 23.01.07, S.15); „Vor uns die Sintflut“
(FAZ 25.11.06.); „Mehr Umsatz durch mehr Stürme“ (FTD, 22.10.07, S.A2); „Die Klimaerwärmung hat Wind und Wellen stärker werden lassen, mit steigender Tendenz“(WamS, 26.03.06, S.73); „Mehr Sturm und sintflutartiger Regen“(NZ, 27.11.07); „Die Welt soll in Fluten versin- ken“(FAZ, 15.12.06, S.42). Diese Prophezeiungen sind bis heute nicht eingetreten. Im Gegenteil: Es wird z.B. an der Deutschen Nordsee-Küste vom Deutschen Wetterdienst ein Jahrhundert-Trend zu abnehmendem Wind festgestellt, was fu?r die boomende Windenergie-Industrie
zum Problem werden könnte, wie die Financial Times Deutschland fest stellte. Verkehrte Welt? Von wo weht hier der Wind?
Den ganzen Text finden Sie als pdf Datei in der Anlage

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AP meldet mal wieder Eisschwundalarm in der Arktis!

Um aber die Lage der Arktis wirklich zu beurteilen, muss man Jahreswerte vergleichen  und nicht Monatswerte: Und da gibt das Internationale Arktis Forschungs Center in Alaska eindeutige Entwarnung: für August melden die Eis-Forscher, daß die Eisdecke seit zwei Jahren um rund eine Million Quadratkilometer zugenommen hat. Das freut sicher auch die Eisbären. Die nachfolgende Graphik gibt Ihnen den Beleg für diese obigen Angaben, die man leicht aus den Internet-Daten der Forschungseinrichtungen ziehen kann.

Hier erkennt man in grün rechts unten die deutliche Zunahme um die runde Million Quadratkilometer seit 10. August 2007. Die Schwankung der blauen Jahreskurve zeigt außer dem Außreißerjahr 2007 überhaupt keine Auffälligkeiten, außer einer stetigen Eiszunahme seit einigen Jahren. Diese Eiszunahme kann durchaus zum Nachdenken anregen, was die befürchtete globale Erwärmung angeht. Irgendwie müßte sich eine Erwärmung, wenn sie denn stattfände, doch an einer Eisschrumpfung ablesen lassen.

 Im unteren Bild sind die selben Daten in einer anderen Darstellung: Alle Jahre sind übereinander gelegt. Man sieht deutlich die Sommerschmelze jedes Jahr mit Eisverlusten von rund 8 Millionen Quadratkilometern. Dieses wird so gern als "dramatisch" beschrieben, hat aber gar nichts mit einem "Drama" zu tun und ist gar nicht durch irgendeine globale Erwärmung, sondern allein jahreszeitlich bedingt. Gäbe es eine globale Erwärmung, würde die ja ganzjährig wirken,  und dann müßten die Kurven der neueren Jahre zwingend immer niedriger ausfallen, als die der Vorjahre.  Das tun sie aber nicht. Im Gegenteil: die rote Kurve  von 2009 scheint auf dem besten Wege zu sein, auf das langjährige Durchschnittsniveau von 6 Mio Quadratkilometer einzuschwenken und von dort aus wieder mit der alljärlichen Rasanz emporzuschnellen. Mother Nature läßt grüßen.

Übrigens können hier interessante Detailinformationen zur Arktis abgefragt werden.Dort sieht man: Alle melden übereinstimmend: es wird kälter und das Eis nimmt seit Jahren zu. 

http://www.ijis.iarc.uaf.edu/en/home/seaice_extent.htm

http://ocean.dmi.dk/arctic/meant80n.uk.php

http://arctic-roos.org/observations/satellite-data/sea-ice/ice-area-and-extent-in-arctic

http://saf.met.no/p/ice/nh/type/type.shtml

CS EIKE




Missing Link

Der IPCC Expert Reviewer Dipl. Ing. Peter Dietze hat in brillanter Weise anhand der HITRAN-Messungen (Emissions-, also Abstrahlungsspektren der Erde in den Weltraum) aufgezeigt, dass selbst, wenn die Annahmen des IPCC zutreffen würden, also CO2 ein wirksames sog. Treibhausgas wäre, die max. Erwärmung lediglich 0,7°C bei CO2-Verdopplung beträgt, folgende Abbildung.

Abbildung 1

Die Abbildung zeigt das Emissionsspektrum der Erde (IR-Abstrahlung) über die Wellenzahl von 400 – 1600 1/cm (wirksames Strahlungsspektrum) aus Satellitensicht. Bei 15 ?m soll die Wärmeabstrahlung durch CO2 maximal behindert sein. Es ist deutlich der sog. Strahlungstrichter zu sehen, Quelle: Peter Dietze.

Wir alle wissen, dass die IPCC-Annahmen fehlerhaft sind, wie z.B. die wegweisenden Arbeiten von Gerlich und Tscheuschner zeigen, “Falsification Of The Atmospheric CO2 Greenhouse Effects Within The Frame Of Physics“ (http://arxiv.org/PS_cache/arxiv/pdf/0707/0707.1161v4.pdf), aber bleiben wir einmal in der Rolle des IPCC und sagen, CO2 hätte eine klimawirksame Komponente. Dann ergäbe der oben gezeigte Emissionstrichter, der die zurückgehaltene Energie wiedergibt, bei Integration der Fläche, eine absorbierte Leistung von 37 W/m2. Da im besagten Wellenzahlbereich CO2 unbestritten von Wasserdampf überlagert ist, verbleiben noch 27 W/m2 übrig, die der Wirkung von CO2 zugeschrieben werden können. Nach den Untersuchungen diverser Wissenschaftler, u.a. von Prof. Fischer (Institut für Meteorologie, Uni Karlsruhe), ergibt sich bei CO2-Verdopplung eine Transmissionsänderung von max. 10% in den Nebenbanden, folgende Abbildung, so dass der Physiker Peter Dietze einen Strahlungsantriebswert von 2,7 W/m2 bei CO2-Verdopplung, also auf dann fast 800 ppm, errechnet.

Abbildung 2

Die Abbildung links zeigt die Transmissionsänderung bei einer CO2-Verdopplung in der Atmosphäre. Es findet in der Hauptbande keine und in den Nebenbanden eine geringe Transmissionsänderung von 10% statt, Quelle: Prof. Fischer, IMK Karlsruhe.

Mit diesem Strahlungsantrieb lässt sich dann die max. mögliche Temperaturerhöhung bei CO2-Verdopplung errechnen. Dies sind max. 0,7°C (immer unter der Prämisse, wenn denn die Annahmen des IPCC zutreffen!). Das IPCC kommt nun zu einem viel höheren Wert von, je nach Modell, bis zu 4,5°C. Dass dies falsch ist, hat bereits der Physiker, Herr Dr. Dittrich auf EIKE minutiös dargelegt ( positionspapier-zur-fehlerhaften-bewertung-des-co2einflusses…). In der folgenden Abbildung sind seine Beweisführungen zusammengefasst.

Abbildung 3

Die Abbildung zeigt die logarithmisch folgende Temperaturänderung von 0 – 760 ppm CO2. Die grüne Kurve zeigt den Temperaturverlauf nach den Annahmen von Herrn Dietze, mit einer Temperaturerhöhung von 0,7°C bei CO2-Verdopplung. Die rote Kurve zeigt den Temperaturverlauf für das IPCC-Szenario mit einer Temperaturerhöhung um 4,5°C bei CO2-Verdopplung, Quelle: Dr. rer. nat. Dittrich auf EIKE. Da die rote Kurve ihren log. Charakter bereits unterhalb 7°C verlässt und darüber hinaus auch noch im Minus landet, darf diese getrost als Falsifikat gekennzeichnet werden. Die rot gestrichelte Linie zeigt, wie sie verlaufen müsste.

Jetzt kommen wir zum Knackpunkt! Nach den zweifelsfrei richtigen Berechnungen von Dietze, müsste sich die zusätzliche Erwärmung in einer erhöhten Abstrahlungsleistung bemerkbar machen, siehe Anfang des Artikels; was ist der sog. Treibhauseffekt. In der HITRAN-Abbildung wird diese erhöhte Abstrahlung durch die braune Kurve gekennzeichnet (blaue Pfeile in Abbildung 1).

Das GISS (Goddard Institute of Space Science), welches unter seinem Direktor Hansen (einer der glühendsten Verfechter der IPCC-Thesen) nicht in die Nähe von IPCC-Kritikern gerückt werden kann, hat folgende Abbildung, auf die mich Herr Ermecke hinwies, veröffentlicht.

Abbildung 4

Die Abbildung zeigt die ändernde Strahlungsabgabe (Variabilität, TOP = Top Of Atmosphere) der Erde im Zeitraum 1984 – 2005. Anmerkung: Dem GISS ist bei der Beschriftung der Zeitachse ein Fehler unterlaufen, es muss natürlich heißen, Year plus 1900, Quelle: (http://isccp.giss.nasa.gov/zFD/an9090_LWup_toa.gif).

Wir können also zweifelsfrei sehen, dass die Abstrahlungsleistung und somit die Temperaturen auf der Erde im Betrachtungszeitraum beträchtlich variieren, was aufgrund der Klimavariabilität auch nicht verwundert. Wir gehen in unserer Betrachtung zur braunen Kurve in der HITRAN-Messung zurück, die eine Erhöhung der Abstrahlungsleistung beim sog. Treibhauseffekt aufzwingt. Die Frage ist nicht ob eine solche Abstrahlungsänderung stattgefunden hat (die Erdtemperaturen ändern sich bekanntlich und bleiben nicht konstant), sondern auf Grund wessen sie stattgefunden hat. Hat sie stattgefunden, auf Grund der IPCC-Postulate, also wegen der sog. Treibhausgase, allen voran CO2 oder auf Grund variabler, geänderter Sonnenaktivität, wovon die Mehrzahl der Wissenschaftler, siehe Global Warming Petition (http://www.oism.org/pproject/) ausgeht. Herr Dr. Hüttner hat das Thema, Sonne und Klima jüngst auf EIKE (http://www.eike-klima-energie.eu/news-anzeige/klima-sonnenflecken-und-kosmische-strahlung/) aufgegriffen und gezeigt, dass nur die Sonne an der Erwärmung beteiligt ist. Von mir ist über den Einfluss des de Vries-Suess-Zyklus der Sonne, der um 2003 sein 208-jähriges Maximum hatte, im Wetterjournal (http://wetterjournal.wordpress.com/) ein Artikel erschienen. Vergleichen wir also zuerst das obige Chart der Strahlungsabgabe (Variabilität) mit der Mauna Loa-CO2-Kurve.

Abbildung 5

Im Vergleich des Zeitraumes von 1984 – 2005 zeigt die Mauna Loa-CO2-Kurve den bekannten linear ansteigenden Verlauf und hat keinerlei Korrelation mit der Abstrahlungsleistung der Erde und damit auch keinen Zusammenhang mit irgendeinem Treibhauseffekt. Da, wie bereits mehrfach erwähnt, der sog. Treibhauseffekt sich in einer Abstrahlungserhöhung der Erde widerspiegeln muss, kann CO2 folglich auch keinen Einfluss auf einen solchen haben!!!

Nun zu der Betrachtung mit der Sonnenaktivitätskurve.

Abbildung 6

Die Abbildung links zeigt die Häufigkeit der solaren Neutronenströme pro Jahr als Maß solarer Aktivität, Quelle, Dr. Hüttner auf EIKE, “Klima, Sonnenflecken und kosmische Strahlung“. Es ist überdeutlich das gleiche Muster (Fingerabdruck) zu erkennen.

Abbildung 7

Die Abbildung zeigt die aus Proxys ermittelte Sonnenaktivität. Rot aus Sauerstoffisotopen in Eisbohrkernen, grün aus 14C von Baumringen und blau aus 10Be in polaren Eisbohrkernen. Unten ist der Temperaturverlauf (rot) und dazu die CO2-Konzentration (schwarz) abgebildet, Quelle: Paul Scherrer Institut (Schweiz). Alle Grafen wurden 10-Jahres-geglättet. Die vertikale Linie steht zu Beginn des Industriezeitalters. (http://www.psi.ch/medien/Medienmitteilungen/mm_Altai08/deutsch.jpg)

Beim Vergleich der Veränderung der Abstrahlungsleistung der Erde mit den Sonnenaktivitätskurven spiegelt sich nicht nur der Aufwärtstrend bis 2003 wieder, sondern auch das Muster, also der Fingerabdruck, so dass die Aussage von Schellnhuber, Lativ und Co., CO2 würde die Erdtemperaturen treiben und hätte Einfluss auf das Klima, getrost als Wissenschaftsmärchen bezeichnet werden kann. Es ist, wie die GISS-Kurve eindeutig belegt, allein die Sonne, die für die Temperaturvariabilität verantwortlich ist und unser Klima moderiert. Es bedarf keiner weiteren praktischen Beweise.

Raimund Leistenschneider – EIKE

Den Aufsatz finden Sie auch in besserer Auflösung als pdf Datei im Anhang

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Klimakatastrophensensation: Potsdam hat eigenen Treibhauseffekt! Vorzeitige Planerfüllung: Zwei Grad Ziel der Bundesregierung fast erreicht.

Und die heutigen Werte wurden u.a. auch schon mal zu Beginn des 19. Jahrhunderts erreicht. Weit vor Beginn der Industrialisierung. Vielleicht war es auch falsch von den Berlinern, ihre Werte einer rigorosen, leider wissenschaftlich erforderlichen, Korrektur zu unterziehen, die alle nichtklimatischen Einflüsse ausmerzte. Mediale Aufmerksamkeit bekommt man soo nicht.

Ziemlich sicher ist daher, daß dieser Potsdamer Treibhauseffekt anthropogen verursacht wurde. Schließlich wurde er in der hauseigenenen Wetterstation des PIK gemessen. Ein schöner Erfolg für das PIK und ein noch schönerer Erfolg für die Landesregierung. Um diesen Erfolg zukunftsfest zu machen, wurde flugs eine weiteres Institut für Klimafolgenforschung IASS  gegründet. Gründungspräsident ist der allseits bekannte und bestens vernetzte unerschrockenen Bekämpfer des Waldsterbens, der Qualitätsforscher und Politiker Prof. Klaus Töpfer. Somit können wir sicher sein, dass der Strom von Alarmmeldungen aus Potsdam auch in Zukunft nicht abreißt. Lesen Sie selbst was der stv. Direktor des Instituts für Klimforschungsfolgen Gerstengarbe den PNN in die Feder diktierte. EIKE nahme sich die Freiheit und unterzog manche seiner Äußerungen einem Faktencheck. Die Fragen im Interview stellte Jan Kixmüller von PNN.

 Interview und Faktencheck

„Wir ha­ben nur eine Stell­schrau­be“

Prof. Fried­rich-Wil­helm Gers­ten­gar­be zur Glaub­wür­dig­keit des UN-Kli­ma­be­rich­tes und die Not­wen­dig­keit des Kli­ma­schut­zes (13.08.08)

PNN: Seit dem IPCC-Be­richt des UN-Kli­ma­ra­tes 2007 gilt es als si­cher: die der­zei­ti­ge Erd­er­wär­mung wird vom Men­schen ver­ur­sacht. Nun wer­den Stim­men lau­ter, die dem wi­der­spre­chen. Die ges­tie­ge­ne Koh­len­di­oxid-Kon­zen­tra­ti­on in der At­mo­sphä­re sei nicht die Ur­sa­che, son­dern die Aus­wir­kung der Er­wär­mung.

Prof. Gers­ten­gar­be PIK: Es wird wär­mer, das zwei­felt nie­mand mehr an. Auch die Kor­re­la­ti­on zwi­schen dem An­stieg von CO2 seit der in­dust­ri­el­len Re­vo­lu­ti­on und dem Tem­pe­ra­tur­an­stieg ist be­legt. Dass da­bei das Koh­len­di­oxid die Ur­sa­che ist, lässt sich dem IPCC-Be­richt klar ent­neh­men. Der An­stieg der Kli­ma­ga­se­mis­si­on passt beim Durch­rech­nen der letz­ten 100 Jah­ren ge­nau zum Tem­pe­ra­tur­an­stieg, den wir ge­mes­sen ha­ben. Lässt man das CO2 in den Mo­dell­rech­nun­gen weg, hät­ten wir im Mo­ment kei­ner­lei Tem­pe­ra­tur­an­stieg. Es gibt kei­ne wis­sen­schaft­li­che Ar­beit, die in ei­nem Fach­jour­nal er­schie­nen ist, die CO2 als Ur­sa­che der Er­wär­mung aus­schließt. Die Kri­ti­ker stel­len im­mer nur eine Be­haup­tung auf, blei­ben den Nach­weis aber schul­dig.

Kom­men­tar EIKE : Alle hier auf­ge­stell­ten Be­haup­tun­gen sind falsch! Be­grün­dung s.u.

1. Be­haup­tung G.: Es wird wär­mer..!.

Kom­men­tar EIKE: Die Ø Tem­pe­ra­tur­be­rech­nun­gen al­ler mit die­ser Fra­ge seitens des IPCC be­trau­ten In­sti­tu­te egal ob Bo­den­mes­sun­gen, Bal­lon­mes­sun­gen oder -die genau­es­ten von al­len mit Sa­tel­li­ten mit über 60.000 Mes­sun­gen am Tag über 90 % der Erd­ober­flä­che-  zei­gen: Es wird seit 1998 nicht mehr wär­mer, son­dern spä­tes­tens seit 2002 deut­lich küh­ler.(Gra­fik links) Folgt man den Sa­tel­li­ten­mes­sun­gen al­lein, so gab es bis auf die El Nino Spit­ze  1998 über­haupt kei­ne nen­nens­wer­te Er­wär­mung, die Tem­pe­ra­tu­ren sind bis jetzt wie­der auf das Ni­veau von 1978 zu­rück­ge­gan­gen. (Gra­fik rechts)

 

2. Be­haup­tung G….. das zwei­felt nie­mand mehr an.

Kom­men­tar EIKE: Herr G. hat of­fen­bar eine ext­rem se­lek­ti­ve Wahr­neh­mung. Welt­weit ge­hen tau­sen­de re­nom­mier­te Wis­sen­schaft­ler seit Jah­ren ge­gen die­se Falsch­be­haup­tun­gen vor. Zu nen­nen sind u.a. der Leip­zi­ger Appell mit knapp 200 Un­ter­zeich­nern, der Hei­de­lber­ger Appell mit 4000 Un­ter­zeich­nern, die Ore­gon Pe­ti­ti­on mit über 31.0000 Un­ter­zeich­nern, der Brief an den UN Ge­ne­ral­sekre­t­är Ban-ki-Moon mit 100 Un­ter­zeich­nern[1], der Brief an den US Se­nat mit über 650 Un­ter­zeich­nern und zu­letzt der of­fe­ne Brief an Frau Mer­kel mit über 250 Un­ter­zeich­nern. Da­von über 70 % Wis­sen­schaft­ler und Aka­de­mi­ker.

3. Be­haup­tung: Auch die Kor­re­la­ti­on zwi­schen dem An­stieg von CO2 seit der in­dust­ri­el­len Re­vo­lu­ti­on und dem Tem­pe­ra­tur­an­stieg ist be­legt……….Der An­stieg der Kli­ma­ga­se­mis­si­on passt beim Durch­rech­nen der letz­ten 100 Jah­ren ge­nau zum Tem­pe­ra­tur­an­stieg, den wir ge­mes­sen ha­ben.

Kom­men­tar EIKE: Wie Herr G. zu die­ser  Aus­sa­ge kom­men kann ist völ­lig un­verständ­lich, wenn man ihm nicht be­wuß­te Falsch­aus­sa­gen un­terstel­len will. Selbst Bo­den­mes­sun­gen, mit ih­rem hö­he­ren  Tem­pe­ra­tur­ver­ lauf als alle an­de­ren Me­tho­den, zei­gen, dass es kei­ne ste­ti­ge Kor­re­la­ti­on zwi­schen der CO2 Kon­zen­tra­ti­on und der er­rech­ne­ten Er­wär­mung gibt. Wie die Ab­bil­dung oben dar­stellt, ist die Kor­re­la­ti­on mal po­si­tiv, mal ne­ga­tiv, dann wie­der po­si­tiv, seit 1998 wie­der ne­ga­tiv. Eine ste­ti­ge Kor­re­la­ti­on ist aber un­be­ding­te Vo­raus­set­zung über­haupt eine mög­lich Ur­sa­che-Wir­kungs­be­zie­hung in Be­tracht zu zie­hen. Ob es sie gibt ist da­mit noch lan­ge nicht ge­sagt. So je­den­falls in der rich­ti­gen Wis­sen­schaft. Aber of­fen­sicht­lich nicht im PIK. Geht man noch wei­ter in der Zeit zu­rück, wie es das IPCC tut. Z.B. 10.000 Jah­re, dann zeigt die nächs­te Gra­fik (untere) wie­der­um kei­ne Kor­re­la­ti­on, so zwei­fel­haft die vom IPCC selbst erstell­ten Kur­ven auch sein mö­gen.

4. Be­haup­tung G: …dass da­bei das Koh­len­di­oxid die Ur­sa­che ist, lässt sich dem IPCC-Be­richt klar ent­neh­men.

Kom­men­tar EIKE: Auch die­se Aus­sa­ge ist nicht kor­rekt, son­dern eine In­ter­pre­ta­ti­on des Herrn G. Das IPCC ist viel vor­sich­ti­ger als Herr G. Weil für diese These -trotz 50 jähriger Forschung- kein einziger Beweis vorgelegt werden konnte[2], wird im AR4 (Fourth Assessment Report des IPCC vom Mai 2007) darüber vorsichtig geschrieben[3]: "It is very highly li­ke­ly that green­house gas for­cing has been the do­mi­nant cau­se of the ob­ser­ved glo­bal war­ming over the last 50 ye­ars"... wo­bei an an­de­rer Stel­le der Be­griff "very li­ke­ly" mit ? 90 % Wahr­schein­lich­keit  de­fi­niert wur­de. Fragt man die Au­to­ren, wie denn die Wahr­schein­lich­keit wis­sen­schaft­lich be­rech­net wur­de – dazu dient i.A. der spe­zi­el­le Zweig der Sta­tis­tik und Wahr­schein­lich­keits­rech­nung- dann er­fährt man, dass nie­mand das be­rech­net hat. Es geht auch gar nicht. Man schätz­te die­se aus dem Bauch­ge­fühl ei­ner Hand­voll da­mit be­fass­ter Ex­per­ten und an­hand von Mo­del­len. Zi­tat Prof. Pe­ter­sen, Nie­der­län­di­scher IPCC Leit­au­tor, auf ei­ner Pres­se­kon­fe­renz zum AR4: “ Die­se Ein­stu­fun­gen ba­sie­ren auf ei­ner Kom­bi­na­ti­on von Sta­tis­tik – wie gut tref­fen (mat­ching) die Er­geb­nis­se der Mo­del­le die Be­obach­tun­gen in der Re­a­li­tät- und dem Ur­teil von Ex­per­ten“.[4]

Aus die­ser un­ver­bind­li­chen Schät­zung eine kla­re Ur­sa­che zu ma­chen ist eine gro­tes­ke Über­deh­nung der Tat­sa­chen.

5. Be­haup­tung G. ….Es gibt kei­ne wis­sen­schaft­li­che Ar­beit, die in ei­nem Fach­jour­nal er­schie­nen ist, die CO2 als Ur­sa­che der Er­wär­mung aus­schließt. Die Kri­ti­ker stel­len im­mer nur eine Be­haup­tung auf, blei­ben den Nach­weis aber schul­dig.

Kom­men­tar EIKE:. Auch das ist ,wie al­les an­de­re vor­her frei er­fun­den. Es gibt hun­der­te von Fach­ar­ti­keln in Fachjournalen, die sich mit die­ser Fra­ge be­schäf­ti­gen und zu völ­lig an­de­ren Aus­sa­gen kom­men. Die kla­re An­sa­ge dort: Das CO2 hat kei­nen mess­ba­ren An­teil an der be­obach­te­ten mo­de­ra­ten Er­wär­mung, we­der jetzt noch frü­her. Wohl aber wirkt die Er­wär­mung auf ge­lös­tes CO2 im Was­ser. (Stich­wort Spru­del­fla­sche). Also in um­ge­kehr­ter Rei­hen­fol­ge.

Auf dem 2. in­ter­na­ti­o­na­len wis­sen­schaft­li­chen Kli­ma­kon­gress im März d.J. in New York mit ca. 800 Teil­neh­mern, sprach sich nicht ei­ner der Teil­neh­mer für eine wich­ti­ge Rol­le des CO2 als Wirk­me­cha­nis­mus auf die Glo­bal­tem­pe­ra­tur aus. Die Dis­kus­si­on dreht sich da­rum, ob das CO2 ei­nen klei­nen, aber nicht mess­ba­ren, oder gar kei­nen Ein­fluss auf die Tem­pe­ra­tur hät­te.

Klar er­kenn­ba­re Ur­sa­chen des be­obach­te­ten An­stiegs sind die so­la­ren Schwan­kun­gen der In­ten­si­tät und der die Mes­sung al­ler­or­ten ver­fäl­schen­de städ­ti­sche Wär­me­in­se­lef­fekt (UHI). Im­mer­hin stieg die Zahl der Men­schen im letz­ten Jahr­hun­dert auf von 1,5 Mil­li­ar­den auf jetzt 6,7 Mil­li­ar­den. Ger­ne wei­sen wir jede Men­ge Li­te­ra­tur da­rü­ber nach.

PNN: Gibt es un­ter den IPCC-Au­to­ren kei­ne Zwei­fler?

Prof. Gers­ten­gar­be PIK: In dem Bericht ist zu­sam­men­ge­tra­gen wor­den, was die For­schung welt­weit der­zeit zu bie­ten hat. Da ste­hen ei­ni­ge tau­send Wis­sen­schaft­ler da­hin­ter. Da­bei hat man sich auf den kleins­ten ge­mein­sa­men Nen­ner ge­ei­nigt, dem alle noch zu­ges­timmt ha­ben. So­mit gibt es kei­ne ab­wei­chen­de Mei­nung, im Ge­gen­teil war die­ser Kon­sens für ei­ni­ge Wis­sen­schaft­ler noch zu schwach for­mu­liert.

1. Behauptung G.: ….Da stehen  einige tausend Wissenschaftler dahinter. 

Kom­men­tar EIKE: Die­se Aus­sa­ge ist ge­nau so falsch wie die ers­ten. Das IPCC hat 2007 den AR4 (As­sess­ment Re­port 4) ver­öf­fent­licht. In al­len Be­rei­chen wur­den die Alarm­mel­dun­gen zu­rück­ge­nom­men, nur nicht in der Zu­sam­men­fas­sung für po­li­ti­sche Ent­schei­der (SPM). Der Haupt­be­richt – erst Mo­na­te nach der Zu­sam­men­fas­sung ver­öf­fent­licht- bes­teht aus 3 Be­rich­ten WG I (The sci­en­ti­fic ba­sis) WG II Im­pacts, (adap­ta­ti­on and vul­ne­ra­bi­li­ty); WG III (Mit­iga­ti­on of cli­ma­te change).

Nur der Be­richt WGI be­schäf­tigt sich mit den wis­sen­schaft­li­chen Grund­la­gen. Der Rest be­ur­teilt die so­zioö­ko­no­mi­schen Fol­gen, bzw. die Mög­lich­kei­ten der Ver­mei­dung und nimmt die Er­geb­nis­se von WGI als ge­ge­ben an. WGI ist auf­ge­teilt in 11 Ka­pi­tel. Lt. Prof. Rahm­stof ha­ben da­ran 600 Wis­sen­schaft­ler mit­ge­ar­bei­tet.

Das ent­schei­den­de Ka­pi­tel 9 (Un­der­stan­ding and At­tri­bu­ting Cli­ma­te Change)[5] wur­de von nur 9 (Leit-) Au­to­ren ge­schrie­ben, sie wur­den da­bei von 50 con­tri­bu­ting Au­to­ren un­ter­stützt, die oft in di­rek­ter Ab­hän­gig­keit (Stu­den­ten, zu­ar­bei­ten­de Kol­le­gen am sel­ben In­sti­tut tä­tig, etc.) zu ih­nen stan­den. 62 Gut­ach­ter be­wer­te­ten das Ka­pi­tel 9. Da­von mach­ten 60 % nur 1 bis 5 Kom­men­ta­re, z.B. über Schreib­feh­ler bis zu all­ge­mei­nen An­mer­kun­gen. Vie­le der Au­to­ren tra­ten in den an­de­ren Ka­pi­teln als Re­vie­wer auf[6], vie­le der Re­vie­wer wa­ren als Au­to­ren an den an­de­ren 10 Ka­pi­teln be­tei­ligt. Fast alle Au­to­ren und Gut­ach­ter zi­tier­ten sich in ih­ren Kom­men­ta­ren z.T. häu­fig sel­ber. Das gan­ze Bild ist – we­gen der stän­di­gen ge­gen­sei­ti­gen Zi­tie­rung und Mit­ar­beit über­aus ver­wir­rend. Tat­sa­che bleibt, dass nur sehr we­ni­ge un­ab­hän­gi­ge Gut­ach­ter (ins­ge­samt 4) ne­ben den Au­to­ren, die Aus­sa­gen des Ka­pi­tels 9 ins­ge­samt un­ter­stütz­ten. Kei­ne 100, kei­ne 500, kei­ne 1000, oder tau­sen­de.

2. Be­haup­tung G.: So­mit gibt es kei­ne ab­wei­chen­de Mei­nung.

Kom­men­tar EIKE: Auch die­se Aus­sa­ge ist falsch, wenn man sich im De­tail an­schaut, was die Re­vie­wer for­der­ten. (sie­he Fuss­no­te 3, dort ab Sei­te 24) jedoch wur­den ihre ab­wei­chen­den Mei­nun­gen nicht über­nom­men. Die gros­se Mehr­heit der Un­ter­stüt­zer die­ser Mei­nung ar­bei­ten hin­ge­gen in For­schungs­ein­rich­tun­gen – über­wie­gend staat­lich oder staats­nah- de­ren Exis­tenz von der The­se der anth­ro­po­ge­nen Er­wär­mung ab­hängt.

PNN: Es gibt For­scher, die be­haup­ten seit 1998 gehe die glo­ba­le Mit­tel­tem­pe­ra­tur wie­der zu­rück.

Prof. Gers­ten­gar­be PIK : Das ist schlicht­weg falsch. Hier wur­den Da­ten falsch in­ter­pre­tiert. Das deckt sich in kei­ner Wei­se mit un­se­ren Be­obach­tun­gen. Wir zeich­nen in Pots­dam seit 1893 lü­cken­los Wet­ter­da­ten auf, die­se Kli­ma­rei­he gibt uns ein­deu­ti­gen Auf­schluss über die Ent­wick­lung. Die Jah­res­mit­tel­wer­te von Pots­dam zei­gen, was hier los ist: 1893 la­gen wir bei rund acht Grad im Mit­tel­wert, heu­te sind wir im Mit­tel bei fast zehn Grad, das sind an­dert­halb Grad mehr, und das fin­den wir bei fast al­len me­te­o­ro­lo­gi­schen Sta­ti­o­nen welt­weit, das ist Fakt. Es wird also nicht käl­ter. Es kann auch in Zu­kunft wie­der ein­zel­ne käl­te­re Jah­re ge­ben, aber man muss den lang­jäh­ri­gen Trend be­trach­ten.

Be­haup­tung G.: …glo­ba­le Mit­tel­tem­pe­ra­tur gehe wie­der zu­rück. … Das ist schlicht­weg falsch. Hier wur­den Da­ten falsch in­ter­pre­tiert.

Kom­men­tar EIKE : Auch hier be­haup­tet G. Falsches bzw. Halb­wah­res. Die Da­ten brau­chen nicht in­ter­pre­tiert zu wer­den, denn es sind auf Be­obach­tungs­da­ten al­ler IPCC In­sti­tu­te basierende offizielle Berechungen der Globaltemparatur, die die Ab­küh­lung zei­gen. Siehe erste Grafiken

G. lenkt dann ab mit der Zeit­rei­he von Pots­dam. Er tut so, als ob Pots­dam für den Rest der Welt steht. Lei­der "ver­gaß" er zu sa­gen, dass die Pots­da­mer Wet­ter­sta­ti­on bei ih­rer Grün­dung auf kah­lem ebe­nen Feld stand (s. unteres Bild der Sä­ku­lar­sa­ti­on um 1893), heu­te ist sie von dich­tem Wald um­ge­ben. Die­ser Wald­wuchs erzeugt ein eigenes, warmes, windgeschütztes, lokales „Bestands- und Mikroklima“ und er­höht im Jahresmittel die Tem­pe­ra­tur, die ge­mes­sen wird, merk­lich, wie je­der Me­te­o­ro­lo­gie-Stu­dent lernt. Eine Kor­rek­tur die­ses Er­wär­mungs­ef­fek­tes wur­de von G. je­doch nicht durch­ge­führt, wie er jüngst per­sön­lich be­stä­tig­te.

 

Schaut man sich da­ge­gen die kor­ri­gier­te Ber­li­ner Dah­le­mer Rei­he an, lü­cken­los ver­füg­bar von 1701 bis 2008 und nur 14 km Luft­li­nie von der Potsdamer Station ent­fernt (Bild unten), dann er­kennt man, daß wir jetzt eine Tem­pe­ra­tur in Ber­lin, wie die am An­fang des 19. Jahr­hun­derts ha­ben, ohne CO2-Korrelation.


 

Der lineare Trend der Dahlemer Reihe zeigt einen Anstieg von nur 0,08°C/Jahrhundert. Die Temperatur steigt in diesen 300 Jahren von ca. 8,75°C auf 9°C. Das ist statistisch völlig irrelevant. Selbst wenn man vom deutlich sichtbaren Kälteloch um 1892 ausgeht, beträgt der Anstieg auf das heutige Niveau nur etwa 1 °C. Hat Potsdam also in­zwi­schen ei­nen ei­ge­nen PIK-Treib­haus­ef­fekt? Oder misst man dort hauptsächlich den Waldeffekt mit?

PNN: Wir hat­ten 2007 eine Häu­fung von Mo­na­ten, die über­durch­schnitt­lich warm wa­ren. Ist das nun wie­der vo­rü­ber?

Prof. Gers­ten­gar­be PIK :Nicht un­be­dingt. Die Mit­tel­tem­pe­ra­tur ist zu­rück­ge­gan­gen auf das obers­te Ni­veau des­sen, was bis­her be­obach­tet wur­de. Im Mo­ment geht es wie­der nach oben. Der Juni zum Bei­spiel war über­durch­schnitt­lich warm. Auch die Tem­pe­ra­tur am Bo­den liegt noch hö­her als nor­mal. Dort gab es 2007 Re­kord­wer­te.

PNN: Also wa­ren die letz­ten bei­den Som­mer gar nicht so schlecht, wie es ei­nem vor­kam?

Prof. Gers­ten­gar­be PIK :Die Mi­ni­ma, also die Nacht­tem­pe­ra­tu­ren sind am deut­lichs­ten an­ges­tie­gen. Die Hit­ze­pe­ri­o­den wa­ren eher kurz. Doch eine gan­ze Rei­he Tage ka­men auf­grund der ho­hen Mi­ni­ma an ei­nen Tro­pen­tag he­ran. Das macht sich be­merk­bar. Ins­ge­samt wer­den die Som­mer nicht käl­ter oder schlech­ter. Die­se Wahr­neh­mung ist sub­jek­tiv ge­prägt, weil wir die Jah­re zu­vor sehr war­me Som­mer hat­ten. Dann fällt ein Som­mer, der ein we­nig zu­rück fällt so­fort auf. 12-jäh­ri­ge Schul­kin­der ha­ben heu­te noch nie ei­nen wirk­lich schlech­ten Som­mer er­lebt, wie wir sie etwa in den 60er Jah­ren hat­ten.

Kom­men­tar EIKE :  s.o. An­mer­kun­gen zu den Pots­da­mer Wer­ten

PNN Der Trend nach oben be­stä­tigt sich also wei­ter­hin?

Prof. Gers­ten­gar­be PIK : Ja. Bet­rach­tet man zum Bei­spiel die Ent­wick­lung der Som­mer­ta­ge (mehr als 25°C) in Deutsch­land wäh­rend der letz­ten 56 Jah­re, kann man feststel­len, dass es jetzt pro Jahr etwa 18 Som­mer­ta­ge mehr gibt als um 1950. Im Mit­tel sind es pro Jahr 29 Tage. Um­ge­kehrt ha­ben die Frost­ta­ge (un­ter 0°C) deut­lich ab­ge­nom­men, im Mit­tel um 20 Tage pro Win­ter. Das al­les sind deut­li­che Zei­chen da­für, dass die Ext­re­me bei uns zu­neh­men: ein kla­res In­diz für eine Kli­ma­än­de­rung.

Be­haup­tung: Ext­re­me neh­men zu: ein kla­res In­diz für eine Kli­ma­än­de­rung.

Kom­men­tar EIKE: Dies ist völlig aus der Luft gegriffen und durch nichts belegt. Ein paar Sommertage machen noch keine Klimaänderung. Dazu sagt der Deutsche Wetterdienst (DWD) eindeutig : "Bei extremen Wetterereignissen sind in Deutschland hingegen bisher keine signifikanten Trends zu beobachten gewesen. Auch solche Ereignisse wie die Hochwassersituation 2002 gehören zum normalen Repertoire unseres Klimas."(Quelle: Mitteilungen der Deutschen Meteorologischen Gesellschaft, 3/2002, S. 2). Zum gleichen Ergebnis kam der "Extremwetter-Kongreß 2006" in Hamburg –  weltweit ! (Quelle: WETTERmagazin, 04/2006).

PNN: Und der Nie­der­schlag?

Prof. Gers­ten­gar­be PIK :Das kann man gut am ver­füg­ba­ren Was­ser un­ter ei­nem Kie­fern­be­stand, der ja für Bran­den­burg von Be­deu­tung ist, mes­sen: Im Hit­ze­jahr 2003 ging die Was­ser­ver­füg­bar­keit in ei­nem Me­ter Tie­fe ab Mai stark zu­rück. Aber 2008 ha­ben wir in den ers­ten Som­mer­mo­na­ten so­gar da­run­ter ge­le­gen, wir be­we­gen uns bei der Was­ser­ver­füg­bar­keit in die­sem Jahr in un­se­rer Re­gi­on so­gar im Be­reich der Tro­cken­heit von 2003. Dies er­klärt sich durch die Kom­ple­xi­tät des Kli­mas: bei mehr Son­nen­ein­strah­lung ha­ben wir auch mehr Ver­dunstung. Auch wenn es zwi­schen­durch mal reg­net.

PNN: Bei der Son­ne geht ge­ra­de eine sehr ak­ti­ve Pha­se zu Ende. Könn­te es des­we­gen wie­der käl­ter wer­den?

Prof. Gers­ten­gar­be PIK :Die Son­ne hat ei­nen Ein­fluss, der ist aber nicht so stark, dass er die Ent­wick­lung do­mi­niert. Es gibt tat­säch­lich eine Kor­re­la­ti­on zwi­schen der so­la­ren Ein­strah­lung (So­lar­par­ti­ke­lef­fekt) und der Ano­ma­lie der glo­ba­len Mit­tel­tem­pe­ra­tur zwi­schen den Jah­ren 1878 und 1987. Aber ab 1988 lau­fen die­se Kur­ven wie­der kom­plett aus­ei­nan­der. Die Son­nen­ein­strah­lung geht zu­rück, die Mit­tel­tem­pe­ra­tur nicht. Dass sie da­vor über ei­nen be­stimm­ten Zeit­raum zu­sam­men ge­passt ha­ben, ist also nur Zu­fall. Es ver­hält sich wie bei den Stör­chen und Kin­dern: im Ap­ril wer­den die meis­ten Kin­der ge­bo­ren, in der glei­chen Zeit kom­men die Stör­che aus dem Sü­den zu­rück. Es bes­teht also eine hohe Kor­re­la­ti­on zwi­schen bei­den Vor­gän­gen. Den­noch wis­sen wir, dass die Schluss­fol­ge­rung „Der Klap­per­storch bringt die Ba­bys“ nicht rich­tig ist.

Kom­men­tar EIKE: Stimmt nicht. s.o.

PNN: Zu­rück zum Koh­len­di­oxid, wo­her wis­sen wir si­cher, dass es tat­säch­lich so schäd­lich für das Kli­ma ist?

Prof. Gers­ten­gar­be PIK :Es gibt da ei­nen klas­si­schen Ver­such, der zeigt, dass Koh­len­di­oxid Wär­me­strah­lung ab­sor­biert. Eine Inf­ra­rot­ka­me­ra er­zeugt von ei­nem Men­schen ein Wär­me­bild. Schi­ebt man ei­nen Glas­kas­ten da­zwi­schen und lei­tet CO2 in den Kas­ten, sieht man wie die Wär­me­strah­len zu­neh­mend ab­ge­schirmt wer­den.

Kom­men­tar EIKE: 

 Dies ist die klassische Verdummungsmethode. Entweder sagt G. das mit Absicht, dann ist es gewollte Verdummung, oder er weiss es nicht besser. Das CO2 Strahlung in bestimmten Banden absorbiert ist ein alter Hut. Bei der Atmosphäre reden wir allerdings von 0,038 Vol % CO2. Im G.-schen Glaskasten sind es viele Prozente bis 100 %. Die wenigen zehntel Promille in der Atmosphäre sind für die von der Erde ausgehende IR-Strahlung schon seit vorindustrieller Zeit (1850) nahezu gesättigt –  mit anderen Worten: Ihr Aufnahmevermögen für Strahlungsenergie ist erschöpft. Wenn ein Mann wie G. das nicht weiss, dann muss er sich sein Lehrgeld wiedergeben lassen. Dazu hier die Meinung des Chemie-Nobelpreisträgers Prof. Paul Crutzen: " Es gibt bereits so viel CO2 in der Atmosphäre, daß in vielen Spektralbereichen die Aufnahme durch CO2  fast vollständig ist, und zusätzliches CO2 spielt keine große Rolle mehr",  (Quelle: P.J.Crutzen (Nobelpreis Chemie); T.E.Graedel: Chemie der Atmosphäre, Spektrum Akad.Vlg,, Berlin, 1993, S.414).

PNN: War­um kommt dann die Son­nen­strah­lung noch durch die At­mo­sphä­re zur Erde?

Prof. Gers­ten­gar­be PIK : Die von der Sonne ankommende kurzwellige Strahlung wird von den Treibhausgasen nicht absorbiert, gelangt also nahezu vollständig am Erdboden an. Dort wird sie in langwellige Wärmestrahlung umgewandelt, von der wiederum ein Teil von den Treibhausgasen absorbiert wird und somit zur Erwärmung der Atmosphäre beiträgt. Der Physiker Svante Arrhenius hat als erster 1896 auf die Klimasensitivität von Kohlendioxid hingewiesen. Den natürlichen Treibhauseffekt, ohne dessen Existenz die Erde ein Eiskugel wäre, hat der Mathematiker Joseph Fourier schon 1824 richtig beschrieben.

Kom­men­tar EIKE: Auch hier mischt G. Falsches mit Halbwahrem. Der Treibhauseffekt im echten Treibhaus hat mit dem sogenannten THE des IPCC nichts zu tun. Im geschlossenen Gärtner-Treibhaus – das auch von Arrhenius für die Atmosphäre postuliert wurde- wird die erwärmte Luft von den Glasdächern und Wänden am Entweichen gehindert („Luftfalle“). In der Atmosphäre verteilt sich die erwärmte Luft hingegen nach den Gesetzen der Thermodynamik, es existiert dort weder ein Glasdach noch ein CO2-Dach!. Versuche mit infrarotdurchlässigen Scheiben (aus Kochsalz) für ein Treibhaus,  haben schon Anfang des vorigen Jahrhunderts ergeben, dass dieses Treibhaus genau so gut funktioniert, wie eines mit Glasscheiben, die im Infraroten ja undurchlässig sind. Die Arrhenius These war schon damals komplett widerlegt.

PNN: Wir kom­men also nicht um Re­duk­ti­on von CO2 he­rum?

Prof. Gers­ten­gar­be PIK : Der Temperaturanstieg ist da und bereitet uns weltweit Probleme. Wir haben nur eine Stellschraube, an der wir drehen können: das CO2 als eine der Ursachen. Dabei muss es egal sein, wie groß der Anteil des CO2 an der Erwärmung ist, wenn wir den Schaden so gering wie möglich halten wollen. Wir müssen unsere Atmosphäre warten, wie wir es mit einer Maschine auch machen.

Kom­men­tar EIKE: Wieder falsch. Der geringe Temperaturanstieg von ca. 0,7 °C bereitet keinerlei Probleme. Millionen Europäer zieht es jedes Jahr nach Süden, Millionen Amerikaner in den SUN Belt. Die Wachstumszonen für Ackerbau breiten sich in die höheren Breitengrade aus und sichern die Ernährung von Millionen zusätzlicher Menschen. Es gibt weder im Atlantik, noch im Pazifik, noch in den Tropen eine Zunahme der Anzahl noch der Stärke von Stürmen. Im Gegenteil sie nehmen ab.

PNN: Die Kli­ma­for­scher mah­nen eine Re­duk­ti­on der Treib­haus­ga­se um 80 Pro­zent an. Kri­ti­ker sa­gen, dies wür­de uns ins Mit­tel­al­ter zu­rück ka­ta­pul­tie­ren.

Prof. Gers­ten­gar­be PIK : Das ist völliger Unsinn. Energiesparen hat noch nie zu einer Verschlechterung des Lebensstandards geführt. Die Japaner verbrauchen nur halb soviel Energie wie wir, dennoch leben sie nicht im Mittelalter. Der Klimawandel könnte eine Chance für neue Entwicklungen sein. Wir haben Untersuchungen am PIK, die zeigen, dass weniger als zwei Prozent des weltweiten Bruttosozialproduktes ausreichen, um die Folgen des Klimawandels soweit abzudämpfen, dass wir damit noch umgehen können. Diese Berechnungen der Wirtschaftswissenschaftler sollten die Kritiker erst einmal widerlegen.

Kom­men­tar EIKE : Hier redet G. erneut völligen Unsinn, wohl weil es nicht sein Metier ist. Die verlangte Reduktion um 80 % (von jetzt 11 auf 2,2 t/Kopf und Jahr) ist niemals durch Energiesparen zu erreichen. Das weiß jeder Ingenieur und jeder Volkswirt. Um das zu erreichen muss unser Lebensstandard auf den vom heutigen Indien zurückgefahren werden. Das will das PIK mit seinem Chef Schellnhuber an der Spitze im Einklang mit der Liga für eine industriefreie Welt (BUND; Greenpeace, NABU etc.). Viele schriftliche Zeugnisse belegen das. Jeder Verbrennungsprozess erzeugt CO2, jeder Transport, die gesamte Wertschöpfungskette beruht auf Energie. Die merkwürdigen Berechnungen des PIK sind längst durch bekannte Wirtschaftswissenschaftler widerlegt worden. Berühmte Leute wie Tol, Henderson, Nordhaus etc. zeigen, dass diese Forderung unbezahlbar teuer wird und nur durch massive Senkung des Lebensstandards erreicht werden kann. Zum Nutzen weniger, zum Schaden aller!

PNN: Was mag die so ge­nann­ten Kli­ma­skep­ti­ker mo­ti­vie­ren?

Prof. Gers­ten­gar­be PIK : Erst einmal gibt es natürlich die Verlierer, etwa die Kohle- und Erdölindustrie. Dann gibt es Menschen, die Angst haben, auf ihren Wohlstand verzichten zu müssen. Daneben die Querulanten, die immer gegen den Strom schwimmen. Schwieriger wird es mit den „Hobby-Wissenschaftlern“, die zu einem anderen Ergebnis kommen und dann alles anzweifeln. Hinzu kommen noch Wissenschaftler anderer Disziplinen, die nun vom Fördermittelkuchen weniger bekommen, weil sie nicht zum Klima forschen. Diese Gruppen haben sich gebildet, weil das Thema nun politisiert ist.

Kommentar EIKE: Auch dies ist Unsinn. Tausende von Wissenschaftlern weltweit protestieren gegen die Pseudowissenschaft vom anthropogenen Treibhauseffekt. Sind das alles Hobbywissenschaftler? Was ist dann der "Wissenschaftler" Gerstengarbe? Sie sind auch keine Verlierer, sondern im Gegensatz zu Gerstengarbe, ehrliche Wissenschaftler, die der Wahrheit in der Forschung dienen.

PNN: Und wenn wir in 20 Jah­ren he­raus­fin­den, dass doch nicht der Mensch an der Erd­er­wär­mung schuld ist?

Prof. Gers­ten­gar­be PIK : Das Beste, was mir als Wissenschaftler passieren kann, ist mit 80 Jahren festzustellen, dass ich mich geirrt habe. Denn dann können wir uns darüber freuen, dass es nicht so schlimm gekommen ist, wie angenommen. Wenn wir heute alle zum gleichen Ergebnis kommen, müssen wir warnen. Und wenn wir richtig liegen, entwickeln wir Ideen, wie wir das Problem eingrenzen können. Das ist in jedem Fall günstiger, als nichts zu tun. Alternative Energiequellen brauchen wir ohnehin, da besonders die fossilen Energieträger Erdöl und Erdgas nur begrenzt verfügbar sind.

Kommentar EIKE :  Dies ist besonders scheinheilig. Denn heute schon, nicht in 20 Jahren, haben G. und seine Kollegen die Grundlage dafür gelegt, daß dieses Land zu Grunde gerichtet wird. Schon immer war Anpassung die besondere Fähigkeit der Menschen, auch in der kleinen Eiszeit und anderen Klimaepochen. Die von G. und seinen Gesinnungsgenossen geforderte Vermeidung ist extrem teuer und führt zu keinerlei Resultaten, ausser denen, dass das PIK weiterhin durch die Steuerzahler fürstlich subventioniert wird.

Michael Limburg EIKE


[1]  http://scienceandpublicpolicy.org/re­print/open_let­ter_to_un.html

[2] Prof. Mit­chell (2007) IPCC Leitautor Chef des Brisischen Met-OfficeIt is only pos­sib­le to at­tri­bu­te 20th Cen­tu­ry war­ming to hu­man in­ter­fe­rence using nu­me­ri­cal mo­dels of the cli­ma­te sys­tem.” 51 World Eco­no­mics, 8 (1): 221228.

[3] 1. Buch der WG1 (Working group 1) be­schäf­tigt sich nur das Ka­pi­tel 9 mit der Zu­ord­nung (At­tri­bu­ti­on..) der vor­her da­rin be­leuch­te­ten Be­obach­tun­gen und An­nah­men.

[4] Zi­tat aus nwt (Na­tuur­we­ten­schap & Tech­niek,) Mist in kris  tal­len bol 03, S 29 Tekst Mar­cel Crok en Tho­mas Jaarsma

[5] Nä­he­res dazu hier McLean; Peer re­view? What peer re­view? Fai­lu­res of scru­tiny in the UN’s Fourth As­sess­ment Re­port Sep­tem­ber 07

[6] Prejudiced authors, Pre­ju­di­ced fin­dings Did the UN bias its at­tri­bu­ti­on of “glo­bal war­ming” to hu­man­kind? by JohnMcLean July, 2008

 




Kernkraft: Warum sagen Sie nicht die Wahrheit Herr Trittin?

Trittin schreibt in seiner Einleitung: „Arnulf Baring“* fordert einen neuen Energierealismus. Dazu ist es nötig, sich den Realitäten der Atomenergie auch zu stellen.“
Die von Trittin dargestellten Realitäten der Atomenergie sind in vielen Punkten falsch, unsachlich oder überzogen. Zu den einzelnen Äußerungen von Trittin ist folgende Gegendarstellung erforderlich:

Behauptung 1: Kein Kernkraftwerk ist vor einem Super-GAU sicher.

Trittin hat sich offenbar nicht ausreichend mit den Mehrfachabsicherungen der deutschen Kernkraftwerke befasst. Der häufig geäußerte Hinweis auf Tschernobyl zieht bei deutschen Kernkraftwerken nicht. In Tschernobyl wurde ein unzulässiger Versuch mit massiver Abschaltung von Sicherheitseinrichtungen durchgeführt. Die ursprünglich zur Erzeugung von Waffenplutonium gebauten Reaktoren vom Tschernobyltyp hätten in Deutschland nie eine Genehmigung erhalten.

Behauptung 2 : Fast nirgends ist die Entsorgung gelöst.

In Deutschland könnte dies längst erledigt sein, wenn Trittin und dann Gabriel die Weitererkundung von Gorleben nicht seit 9 Jahren sabotiert hätten. In der Vereinbarung vom 14.6.2000 steht, dass bisher nichts gegen die Eignung von Gorleben spricht. Das hat die Rot-Grüne-Bundesregierung mit dem damaligen Umweltminister Trittin unterschrieben. Die ganze Welt beneidet uns um unsere Salzstöcke.

Behauptung 3 : Der Ausbau erneuerbarer Energien kommt viel schneller voran als gedacht:

Möglich macht es das von Trittin unter Rot-Grün durchgesetzte Erneuerbare Energie-Gesetz (EEG). Die unwirtschaftlichen Stromvergütungen für Wind- und Solarstrom bezahlen wir als Bürger über den Strompreis. Das ist eine massive Subvention. Mit solchen Subventionen könnte man auch Ananas am Nordpol anbauen. Auch Ex-Bundes-Wirtschaftsminister Müller hatte schon 2001 diese überzogenen Subventionen beklagt.

Behauptung 4: Neue Atomkraftwerke sind unwirtschaftlich.

Gegenüber Wind- und Solarstrom sind die AKWs allemal wirtschaftlich. Können die Finnen, Franzosen, Engländer, Russen, Chinesen, Inder und andere Nationen nicht rechnen oder sind sie zu dumm? Sie alle wollen neue Kernkraftwerke bauen: Schweiz, Italien, Ungarn, Türkei, selbst das OPEC-Land Venezuela.

Behauptung 5: Die Mehrheit der Bevölkerung, darunter viele Wähler von CDU/CSU lehnen die Kernenergie ab oder will sie höchstens noch übergangsweise dulden.

Die Umfragen über viele Jahre haben immer wieder gezeigt, dass eine Mehrheit von etwa 60 % den Weiterbetrieb der deutschen Kernkraftwerke will. Einige Tausend Grüne und die Berufsprotestierer von Greenpeace, die sich öffentlichkeitswirksam in den Medien präsentieren, geben ein falsches Bild über die tatsächlichen Verhältnisse.

Behauptung 6: Die Bundesregierung veranschlagt die bisher geflossenen direkten und indirekten staatlichen Subventionen für die Atomwirtschaft auf gut 30 Mrd. €. Jede neue Technologie braucht Anschubfinanzierung.

In den vergangenen 8 Jahren sind fast 22 Mrd. € in die Solarstromerzeugung geflossen und rund 30 Mrd.€ in die Förderung der Windenergie. Während jetzt mit der Kernkraft echtes Geld verdient wird, werden die erneuerbaren Energien, insbesondere Solar- und Windstrom laufend weiter subventioniert mit dem Geld der Stromverbraucher. Und das obwohl die Techniken bewährt sind.

Behauptung 7: Die ältesten laufenden Atomkraftwerke kommen im Laufe ihres Betriebes jedes für sich auf 400 Störfälle.

Das sind nach der Internationalen INES-Skala meldepflichtige Ereignisse, aber keine Störfälle. Alle kleinsten Vorfälle müssen gemeldet werden, wie z.B. der Ausfall einer Pumpe.

Behauptung 8: Die EVUs haben die Vereinbarung zum Atomausstieg nicht in einer Art Blackout, sondern auf Basis einer nüchternen Kalkulation unterschrieben.

Falsch! Das war damals fast eine Erpressung der Rot-Grünen Bundesregierung, mit Unterstützung der Chaoten von der Straße. Die EVUs erwarteten damals mit der Zustimmung zum Atomausstieg eine Beruhigung der Situation.

Behauptung 9: die ältesten 7 deutschen Atomkraftwerke sind schlecht ausgerüstet, so dass es bei einem Absturz eines Verkehrsflugzeuges auf das Kraftwerk zu einer Freisetzung von Radioaktivität kommen würde.

Wenn das stimmte, dann gilt das erst Recht für die mehr als 100 Atomkraftwerke rundherum um Deutschland. Aber nur in Deutschland wird das Spiel mit der Angst getrieben. Die Reaktorschutzhüllen (sog.Containments) sind für den Absturz von Militärmaschinen ausgelegt.

Behauptung 10: In der EU 27 ist die Zahl der Atomkraftwerke rückläufig. Waren 1988 noch 177 Anlagen in Betrieb, so sind es heute nur noch 145 Anlagen.

Diese Aussage ist unseriös und falsch. 1988 gab es die EU 27 noch nicht, damals existierte noch der Ostblock. Dort wurden massiv Kernkraftwerke stillgelegt (auch in der ehemaligen DDR) wegen der zusammengebrochenen Infrastruktur.

Behauptung 11: Deutschland wird zunehmend zum Stromexporteur. 2007 entsprach das der Leistung von 4 Großkraftwerken.

Die aus Deutschland 2007 und 2008 exportierten Strommengen von 19 und 22,5 Terawattstunden  machen für Trittin Deutschland zum Stromexporteur. Dass es sich dabei nur um ca. 4% der deutschen Stromerzeugung handelt, die in den Vorjahren auch schon in die umgekehrte Richtung flossen, bleibt ungesagt.

Behauptung 12: Statt der vereinbarten 3 Mrd.€ wird das neue Kernkraftwerk in Finnland 4,5 Mrd. € kosten.

Das ist für die Offshore-Windanlagen ähnlich. Deren Strom wurde zunächst mit Erzeugungskosten von 10 cts/kWh veranschlagt, inzwischen hat die Windstromlobby durchgesetzt, dass die Vergütung 15 cts/kWh betragen muss, um kostendeckend zu sein.

Behauptung 13: Gerade einmal 2,5 % der weltweit genutzten Endenergie stammen aus der Kernspaltung.

Da wird mit unzutreffenden Begriffen gerechnet. Die Endenergie beinhaltet auch den Verbrauch an Wärmeenergie  und den Kraftstoffverbrauch für den Verkehrssektor. Das ist ein Trittinscher Taschenspielertrick. Man muss hier die Stromproduktion betrachten, diese beträgt weltweit 12 % aus Kernenergie.

Behauptung 14: Schon heute beschäftigt die Erneuerbare Energie Branche 280.000 Menschen.

Das ist erfreulich für die Arbeitsplätze bedeutet aber für die Volkswirtschaft eine enorme Subvention. Setzt man nur 20.000 € pro Arbeitsplatz und Jahr an, so sind das rund 5 Mrd.€ pro Jahr. Nach Angaben des RWI wird jeder Arbeitsplatz in der Solarstrom-Industrie mit 153.000,- Euro pro Jahr subventioniert.

Behauptung 15: Die Erneuerbaren Energien kosten die Bevölkerung 1,50 €pro Person und Monat.

Das wären 72 € pro Jahr für einen 4-Personen-Haushalt. Diese Zahl ist viel zu niedrig. Für einen 4-Personenhaushalt liegt sie heute bei 500 € pro Jahr mit steigender Tendenz mit weiterem  Ausbau des Solarstroms.

Behauptung 16: Die heutige Grundlast – auch dies ist eine entscheidende Neuerung seit 2001 –ist bereits erneuerbar. Der Strom der zuerst eingespeist wird, ist aus erneuerbaren Energien.

Dies ist eine falsche und dumme Argumentation. Grundlast heißt: dies ist Strom, der immer verfügbar ist für die Industrie und auch für den privaten Stromverbraucher. Wind- und Solarstrom sind wetterabhängig und nicht kalkulierbar. Die Bürger sind sicher nicht bereit ihren Strombedarf für den Computer, den Küchenherd und die Beleuchtung nach dem Wetter zu gestalten. Den Grundlaststrom in Deutschland liefern Kernkraftwerke und Braunkohlekraftwerke.

Behauptung 17: Die Atomkraft ist längst zur Bremse für den Klimaschutz geworden.

Falsch !  Die deutschen Kernkraftwerke vermeiden pro Jahr 150 Mill. t CO2, soviel wie der gesamte Kraftfahrzeugverkehr ausstößt.

Behauptung 18: Es wird Zeit, dass wir uns von der Atomenergie als einer altmodischen Nischentechnologie verabschieden.

Antwort: Wir brauchen weltweit alle Möglichkeiten zur Energieerzeugung, einschließlich der Kernenergie. In aller Welt werden neue Atomkraftwerke gebaut. Es sind zur Zeit 34 Atomkraftwerke im Bau , ca. 80 in konkreter Planung und mehr als 100 in der Vorplanung. Es wird Zeit, dass Deutschland als hoch industrialisiertes  Land den Atomausstieg in den Papierkorb der Geschichte legt, wie es in Schweden erfolgt ist.

Dr. Ludwig Lindner Bürger für Technik

* Jürgen Trittin schreibt darin: Dieser Artikel ist eine Replik auf den Artikel des Publizisten und Historikers Arnulf Baring „Kernenergie: die Geschichte eines Realitätsverlusts“ in der FAZ vom 2.7.09 S.12.

Anmerkung EIKE

Jürgen Trittin war früher Mitglied des kommunistischen Bundes Westdeutschland. Daher rühren seine ideologisch- dialektischen Argumentationen. Erhellend dazu einige Zitate von Trittin, die seine Ansichten untermauern.

"Wir werden den Leuten den Wohlstandschauvinismus schon austreiben." (Jürgen Trittin als Bundesumweltminister und Regierungsmitglied)

»Energie ist die Basis fast jeder Wertschöpfung. Der Zugang zu Energie, zum Beispiel zu Strom, entscheidet vielfach darüber, ob überhaupt Wertschöpfong beginnen kann. «Buch Trittin "Welt Um Welt" S. 130

Der internationale Klimaschutz operiert bereits mit einer absoluten Obergrenze für Emissionen und mit Verschmutzungsanteilen, die einzelnen Ländern zugewiesen werden. (…) Das Verursachertprinzip müssen wir aber nicht nur für Staaten einführen, sondern für alle globalen Akteure, für internationale Konzerne ebenso wie für Verbraucher aus der globalen Oberschicht.  "Welt Um Welt, S. 104

Dazu jemand der eine kühlen Kopf bewahrte:
"Jedes Gesetz, das er mit Rückendeckung der SPD durchsetzt, schadet der Wirtschaft. Deutschlands sinkender Wohlstand hat einen Namen: Jürgen Trittin" (Hans-Olaf Henkel, Ex-BDI-Präsident)

Michael Limburg EIKE




EIKE vs. Umweltministerium von Baden-Württemberg

Daraufhin wurde unser Pressesprecher, Prof. Dr. Lüdecke aktiv und schrieb die Ministerin des UMBW, Frau Tanja Gönner am 28.4.09 persönlich an, indem er auf die üblichen Fehlinformationen des UMBW, die sich in nichts von den medialen Falschmeldungen zum Thema Klimawandel unterscheiden, hinwies. Insbesondere die Fakten der meteorologischen Langzeitmessungen, die im IPCC-Bericht aus dem Jahre 2001, im Sec. 2.7, TAR-02, "Has Climate Variability, or have Climate Extremes changed?" ausführlich analysiert wurden und keine Zunahme der vom UMBW als bereits real bezeichneten Extremwettererentwicklung kennen, wurde erwähnt.  Als Antwort auf Herrn Prof. Lüdecke folgte ein freundliches Schreiben des leitenden UMBW-Ministerialrats Martin Eggstein vom 13.7.09, das nunmehr einer deutlicheren und ausführlicheren Klarstellung vom 5.8.09 seitens unseres Pressesprechers bedurfte. Das Schreiben des UMBW vom 13.7.09 sowie das Schreiben von Prof. Lüdecke vom 5.8.09 als pdf-Files weiter unten.

 EIKE ist gespannt, ob sich das UMBW dazu durchringen kann, die von der Gegenseite präsentierten Klimafakten zur Kenntnis zu nehmen. EIKE will keine Meinungen verbreiten, sondern versucht, Vertreter von Institutionen, die sich gedankenlos Meinungshülsen des PIK zu eigen machen, zum selbständigen Nachdenken zu bringen. Eine fast unlösbare Arbeit!

Michael Limburg, EIKE

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