„Autoritäten nicht blind vertrauen“ – Interview mit Vince Ebert

Der Physiker und ehemalige Unternehmensberater Vince Ebert ist seit 1998 als Comedian tätig. Auf humorvolle Weise vermittelt er seinem Publikum dabei wissenschaftliche Erkenntnisse und weist auf verbreitete Wissenschaftsirrtümer in Politik und Gesellschaft hin. FreieWelt.net sprach im Exklusiv-Interview mit Vince Ebert über Comedy, Denkfallen und Politik. Lesen Sie hier Auszüge aus dem Interview

FreieWelt.net:  Sie nehmen im Rahmen Ihres Comedyprogramms die häufige Verzerrung wissenschaftlicher Erkenntnisse in der medialen Berichterstattung aufs Korn.  Wie kommt es zu diesen Verzerrungen?

Vince Ebert: Als vor einigen Wochen ein Trafobrand im Kernkraftwerk Krümmel zur Schnellabschaltung führte, habe ich in keinem einzigen „seriösen“ Medium erfahren, dass auf der achtstufigen internationalen Sicherheitsskala der Vorfall in die Kategorie „Null“ eingestuft wurde. Die öffentliche Diskussion über Reizthemen wie Atomkraft oder Gentechnologie wird von Menschen dominiert, die oft noch nicht mal wissen, was ein Gen ist, oder die Becquerel für einen französischen Landwein halten.

Obwohl man zum Beispiel die Photovoltaik mit jährlich einer Milliarde Euro subventioniert, macht sie nur 0,3 Prozent des Energiemixes aus. Rein von der Ökobilanz wäre es also effektiver, Langzeitarbeitslosen 100.000 Euro pro Jahr zu zahlen, damit sie ein, zwei Stündchen am Tag auf Ergometern für den deutschen Energiehaushalt strampeln Deswegen heißt Solarenergie ja auch so. Weil sie so lala funktioniert.

Aber statt sich ernsthaft mit zukunftsfähigen Technologien auseinanderzusetzen, träumen wir von Ackerbau und Viehzucht vor 100 Jahren, stellen Windmühlen auf und schicken unsere Kinder in Schulen in denen sie lernen, ihren eigenen Namen zu tanzen. Und dieses weltfremde Rumgeeiere nennen wir dann „Fortschritt“. 

FreieWelt.net:  Wie groß ist die Gefahr, dass die Wissenschaft von der Politik missbraucht wird?

Vince Ebert: Das Geschäft mit der angeblichen Klimakatastrophe ist ein sehr gutes Beispiel. Viele Politiker retten lieber das Klima in 50 Jahren, als sich heute mit so lästigen Themen wie Rentenpolitik oder der Gesundheitsreform zu beschäftigen. Der Staat pumpt seit Jahren Unsummen von Fördergeldern in Klimaforschungsinstitute – im Wesentlichen, um den Satz zu hören: Es wird alles immer schlimmer – wir müssen endlich etwas tun!

Vielen ist nicht bewusst, dass es in der Klimaforschung im Grunde gar nicht um Wissenschaft geht. Die computergestützten Klimamodelle, auf die sich alle Prognosen stützen, basieren nämlich alle auf sogenannten „nichtlinearen Systemen“. Ich habe in meinem Studium und später als Unternehmensberater diese nichtlinearen Systeme kennen gelernt und weiß, dass man mit ihnen jedes beliebige Ergebnis „errechnen“ kann, wenn man nur geschickt den ein oder anderen Anfangsparameter minimal variiert. Salopp gesagt sind Prognosen von Klimamodellen also nichts anderes als die in Formeln gegossene Meinung ihrer Schöpfer.

Das steht übrigens auch so im Weltklimabericht. In Kapitel 13 (ganz weit hinten also) findet sich der Satz: „Klimamodelle arbeiten mit gekoppelten nichtlinearen chaotischen Systemen. Dadurch ist eine langfristige Voraussage des Systems Klima nicht möglich.“ Egal ob Sie also eine Versicherung abschließen oder die Welt retten wollen – lesen Sie vorher auf jeden Fall das Kleingedruckte!…….

Nachdruck mit freundlicher Genehmigung des Autors.

Das ganze Interview finden Sie hier

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8 Kommentare

  1. Krishna Gans sagt: „… fängt der Würfel an zu schmelzen, ändert sich nichts mehr.“

    Doch!!! Wegen der Anomalien des Wassers sinkt (!) der Wasserspiegel – wenn auch wenig – bis das Wasser + 4 °C erreicht hat: dort hat Wasser bekanntlich seine größte Dichte.

  2. Sicher, der Spiegel steigt nach Hinzufügen eines Eiswürfels, aber dann nicht mehr, fängt der Würfel an zu schmelzen, ändert sich nichts mehr.
    Außer bei manchen „Klimaforschern“…..

  3. „Wenn man Eiswürfel in ein Glas Whisky tut, dann steig auch der Spiegel im Glas.“

    Da hat die Dame aber recht. Daher empfehle ich Ihnen, das Glas nicht zu voll zu machen, wenn Sie danach noch Eiswürfel dazu packen wollen.

  4. Greenpeace ist auch lustig. Heute bei den RTL-Nachrichten hat eine Greenpeace-Tante erklärt, wie man sich sich das Steigen des Meeresspiegels vorzustellen hat. Wenn man Eiswürfel in ein Glas Whisky tut, dann steig auch der Spiegel im Glas. Nicht gesagt hat sie, wie viele Gläser Whisky sie schon getrunken hatte.

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