Arktisches Eis II: Schwankungen der arktischen Eisbedeckung und wodurch sie ausgelöst werden.

Jedes Jahr im sog. Sommerloch grassieren Meldungen über eine vermeintlich gefährliche Eisschmelze in der Arktis, so auch wieder in diesem Jahr. Darum möchte wir Ihnen ein paar Hintergrundinformationen liefern, die arktische Eisschmelze besser einschätzen zu können. Die wichtigste Erkenntnis daraus: Dass im Sommer das arktische Eis deutlich zurückgeht, ist ebenso natürlich, wie im Herbst die Blätter von den Bäumen fallen. Aber was beeinflusst nun die Eisentwicklung? CO2 oder andere Faktoren?
Unser Autor R. Leistenschneider fasst die Faktenlage zusammen.


Der Wissenschaftler Prof. Dr. Morison (Polar Science Center – PSC) und sein Team stellten fest, dass es einen unmittelbaren Zusammenhang der arktischen Seeeisbedeckung mit der Arktischen Oszillation (AO) gibt: "The winter of 2006-2007 was another high Arctic Oscillation year and summer sea ice extent reached a new minimum." Betrachten wir nun explizit die Winter-AO, um eine Prognose erstellen zu können, wie sich die Sommereisschmelze in 2009 entwickeln wird.

Abbildung 1

Die Abbildung (Quelle: NOAA) zeigt den Winter AO-Index für die Jahre 1950 – 2008 (letzter roter Balken). Es ist deutlich erkennbar, dass die AO sich in einer ausgeprägten Warmphase befindet.  Der 2007-Wert (vorletzter Balken) veranlasste Prof. Dr. Morison zu seiner o.a. Aussage. Da der 2008-Wert nicht signifikant anders aussieht, ist auch in 2009 von einem deutlichen Rückgang der arktischen Sommermeereisbedeckung auszugehen, zumal auch die AMO (Atlantic Multidecadal Oscillation) noch positiv ist, wodurch die Wassertempe-raturen vergleichsweise hoch bleiben. Die AMO ist ein Maß für die Wasseroberflächentemperatur im Atlantik. Da es sich bei der arktischen Seeeisbedeckung um schwimmendes Eis handelt, ist klar, dass vergleichsweise hohe Wassertemperaturen eine Sommereisschmelze begünstigen.

Wie sehr die AMO in Relation zur Eisbedeckung auf der Nordhalbkugel steht, geht überdeutlich aus der folgenden Abbildung hervor.

 

Abbildung 2

Die Abbildung (Quelle: Slupetzky, 2005, Uni Salzburg) zeigt die zyklische Entwicklung der österreichischen Gletscher von 1890 – 2005. Es ist gut erkennbar, dass der derzeitige Rückzug auf einen längeren Eisvorstoß folgt und, dass es in den Jahren von 1930 bis in die 1960-Jahre, ähnlich geringe Eisbedeckungen gab, wie heute. Der Gletscherzyklus zeigt weiter sehr starke Ähnlichkeiten mit der AMO und keine mit einem CO2-Atmosphärenpegel (kleines Bild).

Die AMO befindet sich derzeit in einer ausgeprägten zyklischen Warmphase, was zusammen mit der Warmphase der AO, die Sommereisschmelze in 2009 weiter begünstigen wird. Da die AMO keinerlei Korrelation mit dem CO2-Atmosphärenpegel aufweist, muss nach einem anderen Zusammenhang gesucht werden. Ihr zyklisches Verhalten deutet auf natürliche Ursachen hin. Hier bietet sich geradewegs die zyklische solare Aktivität an.

Abbildung 3

Die Abbildung links zeigt den NAO-Winterindex von 1865 – 2000 (Quelle: Deutscher Wetterdienst). Deutlich ist in der Wellenform ein 10-Jahres-Zyklus abgebildet, der zeitlich exakt mit dem Schwabezyklus der Sonne korreliert. Hohe Indexwerte sind mit einer intensiven nordatlantischen Westdrift und damit milderen Temperaturen verbunden. Rechts ist der NAO-Winterindex von 1982 – 1998 abgebildet (ergänzt nach Quelle: American Mete-orological Society Journal Online, Volume 13, Issue 5, März 2000). Die kleine Abbildung ist hineinkopiert und zeigt den Schwabezyklus der Sonne im selben Zeitraum. Er stimmt exakt mit dem NAO-Winterindex überein.

Ich möchte Ihnen noch weitere Abbildungen zeigen, die die Abhängigkeit der AMO von der Sonnenaktivität belegen. Die folgende Abbildung zeigt oben die NAO im Zeitraum von 1973 bis 2002. Darunter das elektrische Feld (E) des Sonnenwinds. Als dritten Graph den planetary magnetospheric Kp-Index und den dynamischen Druck (P) des Sonnenwindes, Quelle: Lund-University, Schweden (http://sunspot.lund.irf.se/nao1.html). Der Kp-Index ist eine Maßgröße für die geomagnetische Sonnenaktivität, die aus den Daten von 13 weltweiten Observatorien bestimmt wird. Der Kp-Index geht zurück auf Prof. Julius Bartels, der ihn 1949 entwickelte.

 

Abbildung 4

Es ist ein deutlicher Zusammenhang zwischen dem NAO-Verlauf und den verschiedenen Sonnenaktivitätsparametern festzustellen. Dies zeigt auch die folgende Abbildung. Sie stammt aus der Arbeit “Solar Wind Variations Related to Fluctuations of the North Atlantic Oscillation“ von Fredrik Boberg (Lund Observatorium, Schweden), Henrik Lundstedt (Swedish Institute of Space Physics).

 

Abbildung 5

Die Abbildung zeigt oben die Gruppe der Sonnenflecken (RG) für 33 Sonnenzyklen, vom Zyklus -12 bis Zyklus 20 und darunter die Stärke der positiven NAO, Quelle: (http://sunspot.lund.irf.se/NAO_article1.pdf). Es ist unschwer in beiden Diagrammen das gleiche Muster erkennbar.

Es ist somit ersichtlich, dass die AMO von der Sonne moderiert wird und mit ihr die arktische Seeeisentwicklung. Da die AMO durch die starke Sonnenaktivität bis 2003 in ihre positive Warmphase gebracht wurde, in der sie, da Wasser bekanntlich eine hohe Wärmekapazität hat und damit träge reagiert, noch ein paar Jahre bleiben wird.

Dass die arktische Sommereisschmelze kein bedrohliches Ereignis sein kann, geht übrigens aus dem sog. archimedischen Prinzip hervor. Schmilzt schwimmendes Eis, so ändert sich dadurch der Wasserpegel um keinen Millimeter, wie die folgende Abbildung zeigt.

 

Abbildung 6

Nach diesem kleinen Exkurs, zurück zu den Arbeiten von Prof. Morison über die arktische Eisschmelze. Das Forscherteam um James Morison fand heraus, dass sich (durch die geänderten Meeresströmungen) der Salzgehalt der arktischen See seit 2002 deutlich geändert hat (folgende Abbildung links).

 

Abbildung 7

Die Abbildung links zeigt die Trendkonturen des Druckes der arktischen See im Zeitraum von 2002 – 2006, verglichen mit dem Referenzwert der 1990-Jahre. Der Druck steht im direkten Zusammenhang mit dem Salzgehalt, weil die Änderung des Wasserdrucks durch die im Wasser gelösten Stoffe – Salz – bestimmt wird. D.h. eine Erhöhung des Druckes ist gleichbedeutend mit einer äquivalenten Erhöhung des Salzgehaltes – je höher der Druck, desto höher der Salzgehalt. Die Messungen entstanden mit GRACE. GRACE ist ein Gemeinschaftsprojekt der NASA und des DLR (Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt).

Zu diesem Chart habe ich Ihnen, die sich veränderte Eisbedeckung im Zeitraum von 1979 – 2005, wobei die Eisschmelze in den 2000-Jahre vergleichsweise hoch ausfiel, Quelle: NASA, zum Vergleich herangezogen. Werden beide Abbildungen miteinander verglichen, wird sofort ersichtlich, dass die Regionen, die eine hohe Eisschmelze zu verzeichnen haben, überwiegend auch die Regionen sind, in denen sich der Salzgehalt des Meerwassers erhöht und damit der Schmelzpunkt des Eises herabgesetzt wurde, d.h., dass die Eisschmelze bereits bei tieferen Temperaturen eintritt, bzw. bei höheren Temperaturen verstärkt stattfindet, mit einer großen Eisschmelze in der Fläche.

Wir alle kennen diesen Effekt in der Wintersaison, wenn der Gefrierpunkt von Schnee durch das Ausbringen von Salz auf die Straße herabgesetzt wird und dadurch der Schnee/das Eis auch bei Minustemperaturen bereits schmilzt. Noch etwas möchte ich Ihnen nicht vorenthalten.

Jeder Interessierte kennt wohl die beiden folgenden Abbildungen.

Abbildung 8

Die linke Abbildung zeigt die arktische Eisbedeckung im September 1979, unmittelbar nach der Kälteperiode der 1960- und 1970-Jahre, als alle Welt von der vermeintlich drohenden Eiszeit sprach (http://scottthong.files.wordpress.com/2007/03/newsweek1975globalcooling.JPG). Die rechte Abbildung dazu im Vergleich, die arktische Eisbedeckung im September 2005.

Wie bereits gezeigt, ist der Eisrückgang auf Veränderungen im Salzgehalt zurückzuführen und in der Fläche besonders in den Eismeerbereiche vor der russischen Küste zu sehen. Hier ist in der Tat ein deutlicher Rückgang in der Fläche zu sehen, was die beiden Aufnahmen zeigen. Ich habe daher die Aufnahmen näher betrachtet und als Orientierung zu den Küstenbereichen (zum Vergleichen) Flächen markiert.

Abbildung 9

Es ist erkennbar, dass bereits 1979 vor der Einmündung des sibirischen Flusses Lena, eine Ausbuchtung in der Eisbedeckung und damit eine verstärkte Eisschmelze zu beobachten ist. Diese hat sich bis zum Jahr 2005 noch weiter ausgeprägt (rechte Abbildung). Die Eisrückgangsflächen A1, A3, A4 liegen im Flachwasserbereich, was die These, eine Erwärmung hätte dies einzig verursacht, stützt. Wir alle wissen z.B., dass sich eine geringe Wassermenge schneller erhitzen lässt, als ein große. Die Eisrückgangsfläche A2, die wie eine Zunge in die Eisfläche ragt, liegt indes über einem Tiefseegraben von 4.000 m Wassertiefe (folgende Abbildung). Aufgrund der thermischen Trägheit und der physik. Wärmekapazität müsste sich eigentlich die Wärme verteilen, was zu einer Abschwächung des Eisrückgangs führen müsste. Das Gegenteil ist jedoch der Fall. Es kann demnach mit dem alleinigen Postulat, eine Erwärmung wäre für den Eisrückgang verantwortlich, etwas nicht stimmen.

 

Abbildung 10

Prof. Morison hat zweifelsfrei festgestellt, dass sich durch zyklisch veränderte Meeresströmungen der Salzgehalt im arktischen Meer verändert hat. Die Gebiete, die eine Zunahme der Salzkonzentration zeigen, korrelieren stark mit den Eisrückzugsgebieten. Es kommt offensichtlich noch eine weitere Komponente, der Schadstoffeintrag über die sibirischen Flüsse hinzu. Schadstoffe verteilen sich vorrangig in der Oberfläche und verstärken dort die Eisschmelze. Wir alle wissen aus Tankerhavarien, dass sich Schadstoffe auf Grund der geringeren chemischen Reaktion in kaltem Wasser dort länger halten und es zu einer Akkumulation kommt. So gelangen über die sibirischen Flüsse jedes Jahr über 4.000 km3 Wasser und mit diesem, gewaltige Schadstoffmengen ins Polarmeer. So senkt z.B. das natürliche Frostschutzmittel Ammoniak (Ammoniak ist eines der wichtigsten und häufigsten Produkte der chemischen Industrie. Es dient als Ausgangsstoff für Stickstoffdünger, aber auch zur Sprengstoffproduktion) den Gefrierpunkt von Wasser ganz erheblich.

Anhand der geschilderten Zusammenhänge möchte ich eine Prognose zur Entwicklung der arktischen Eisbedeckung für die nächsten Jahre abgeben.

Fazit für 2009: Sowohl der noch erhöhte Salzgehalt in den vorrangigen Schmelzregionen, die positive AMO und der hohe Winter-AO-Wert für 2008 werden auch in 2009 die Eisflächen im Sommer deutlich schmelzen lassen, wodurch auch (noch) 2009 eine deutliche Eisschmelze beobachtet wird.

Fazit bis 2015: Der geschilderte Dekadenzyklus und der Rückgang in der Sonnenaktivität werden die Meeresströmungen im Polarmeer wieder ändern, dadurch den Salzgehalt verringern, sowie die AO in die Kaltphase überführen. Da die AMO weiter in einer (abgeschwächten) Warmphase bleibt, wird die Eisschmelze zwar rückläufig ausfallen, aber die Eisbedeckung nicht die Ausmaße von 1979 erreichen.

Fazit ab 2015: Mit weiterer zurückgehender Sonnenaktivität (siehe S. 217 – S. 266) wird auch die AMO in ihre zyklische Kaltphase wechseln und die Eisbedeckung, vor allem im Sommer, weiter zunehmen. Die Werte von 1979 werden dabei deutlich überschritten werden, da mit dem fallenden 208-jährigen de Vries/Suess-Zyklus der Sonne (http://wetterjournal.wordpress.com/2009/07/14/der-einfluss-des-im-mittel-208-jahrigen-de-vriessuess-zyklus-auf-das-klima-der-erde/) und dem Minimum im Gleißberg-Zyklus, der den 11-jährigen Schwabe-Zyklus der Sonne moderiert, die Sonne vergleichsweise inaktiv bleibt und die Temperaturen weiter fallen lässt. Land- und Seetemperaturen werden dann, aufgrund der Wärmekapazität des Wassers, synchron zur Sonnenaktivität laufen. Derzeit ist noch von der Energie, die die Meere durch die aktive Sonne im ausgehenden 20.- und zu Beginn des 21. Jahrhunderts erhielten, in den Meeren gespeichert.

Zum arktischen Eisrückgang noch ein dramatischer Bericht der der Royal Society:

In den Regionen um den Polarkreis hat ein bemerkenswerter Klimawechsel stattgefunden. […] Mehr als 2.000 Quadratmeilen Eisfläche zwischen 74 und 80 Grad nördlicher Breite, die bislang die Grönlandsee bedeckten, sind in den letzten zwei Jahren vollkommen verschwunden […]

Die Kälte, die das Gebiet der Arktis über Jahrhunderte in einen undurchdringlichen Eispanzer verwandelt habe, sei offenbar in kürzester Zeit höheren Temperaturen gewichen. Auch in Zentraleuropa gibt es alarmierende Zeichen für eine rasche Klimaerwärmung:

“Alle Flüsse, die im Hochgebirge entspringen, haben aufgrund der abgetauten Schnee- und Gletscherwasser weite Regionen überschwemmt….”

Die britische Royal Society empfiehlt dringend die Entsendung von Schiffen, um den dramatischen Klimaumschwung im Nordmeer zu erforschen…

Obiger Bericht der Royal Society stammt vom 20. November 1817.

Einen Überblick über die arktische (und antarktische) Eisbedeckung liefert der folgende Link: (http://arctic.atmos.uiuc.edu/cryosphere/). 

R. Leistenschneider

Den ganzen Bericht können Sie auch als pdf Datei herunterladen

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16 Kommentare

  1. Also, es ist schon verrückt und widersprüchlich, was alles zum arktischen Eis im Internet zu finden ist:

    Selbst aus dem Alfred Wegener Institut, das an sich den IPCC-Treue-Eid geschworen hat, kommen entgegengesetzte Aussagen:
    http://tinyurl.com/yayjoec
    (Polareis) Dicker als erwartet
    Auszug: (…)
    Doch eins haben die Polarforscher schon vor Ort in der Arktis feststellen können:
    Das schwimmende Eis rund um den Nordpol sei an vielen Stellen mächtiger als erwartet, berichtet Daniel Steinhage vom Alfred-Wegener-Institut.
    ……………………..
    „Bei den ersten Ergebnissen war für meine Kollegen überraschend, dass sie aus den Satellitenmessungen mitbekommen haben, dass die Ausdehnung des Meereises weiter abgenommen hat.
    Auf der anderen Seite haben sie aber dort, in Regionen wo sie in der Vergangenheit schon mal gemessen haben, demgegenüber dickeres Eis gemessen.
    Im Extremfall haben sie bis zu 15 Meter dickes Meereis gemessen.“

    Was das bedeutet, ist noch nicht klar.
    ………………….
    Die Wissenschaftler könnten beim Messen rein zufällig auf Stellen gestoßen sein, wo das Eis durch Strömungen, Drift oder Wind zusammengeschoben ist.
    Weil es aus der Vergangenheit nur relativ wenige Vergleichsdaten gibt, ist die Interpretation schwer.
    So kann sich auch der Geophysiker Steinhage noch keinen Reim auf die ersten Resultate machen.

    „Also, ich denke schon, dass dieser Trend vorhanden ist. Aber die aus meiner Sicht interessantere Frage ist, ob das eine kurzfristige Schwankung ist oder eine langfristige.
    Es kann durchaus sein, dass die Menge des Meereises konstant ist und dass die abnehmende Fläche durch ein Anwachsen der Dicke kompensiert wird.
    ————————————

    Dagegen existieren zahlreiche Internetbeiträge, die tendenziös nichts anderes glauben wollen, als ein innerhalb von Jahren oder max 10 Jahren die Eisfreiheit der Arktis kommen wird. Eher: kommen soll! – damit sie endlich sagen können, wir haben es euch schon immer gesagt!
    Nur: die Angsttrompeter haben ja nichts aus der Waldsterberei-Blamage gelernt. Immer mit den gleichen Bildern (Fichtelgebirge an der tschechischen Grenze) haben sie ein komplettes Waldsterben orakelt.

    Heute werden immer mit den gleichen Bildern (Eiswände brechen in der Antarktis ins Meer) die TV-Beiträge „überzeugend“ geschmückt. Klimahysterie-gläubige Menschen sind entsetzt, obwohl sie sich auch die Mühe machen könnten, sich der Manipulation ihrer Gläubigkeit zu widersetzen.

    Das ist allerdings auch eine Frage der Lifestyle: Wo, in welcher gesellschaftlichen Gruppe fühle ich mich wohl?….bei denen, die endlos unter der eigenen Hysterie leiden und sich von den Klima-Retter der Welt sehr gerne vereinnahmen lassen, gar im Auftrag derer Wichtigtuern Geld verdienen, oder zu denen, die vernünftig und unesotherisch diesen gesellschaftlichen Wahn ablehnen, sich diesem widersetzen.
    ——————————————–
    Noch ein Beitrag, der die Arktis – trotz „Eisfabrik“ verschwinden prophezeit:
    http://tinyurl.com/yddc76t
    25.11.2009
    Eisfabrik der Arktis?
    Die Laptewsee im Wandel. Von Tomma Schröder
    ————————————————

    http://tinyurl.com/yhg9kku

    Das Nordpolarmeer verliert seine Eisdecke
    Das Wasser im Nordpolarmeer zwischen Spitzbergen und Grönland erwärmt sich immer stärker, haben deutsche Meeresforscher ermittelt.
    ——————————————————————————-

    Besonders amüsant ist (aus meiner Sicht) dieser SWR-Beitrag:

    SÜDWESTRUNDFUNK SWR2 WISSEN – Manuskriptdienst „Tauwetter in der … 4. Nov. 2009 … Forschungsschiff „Polarstern“. Im Sommer 2008….
    Sie beobachten seit vielen Jahren die Eisdicke in der Arktis
    http://tinyurl.com/ykb7qjt

    Ivanfi (Rostock)

  2. Lieber Herr Ivanfi.
    das würde mich auch interessieren, die Frage ist gut. Außerdem wissen wir, dass seit 2007 die Eisbedeckung des Norpols um 26% in der Fläche zugenommen hat. Muss auch so sein, denn seit 9 Jahren haben in Deutschland die Temperaturen im Schnitt um 0,7C abgenommen. Das sind Daten vom DWD in Offenbach, denen ich vertraue, im Gegensatz zu den Temperaturdaten der Klimafälscher. Außerdem war dieser Januar um 3.2 Grad kälter als der langjährige Durchschnitt. Natürlich muss dies Auswirkungen auf eine Poleiszunahme haben.

  3. Hallo,
    kann es sein, dass Sie die „Polarstern“ des Alfred Wegener- Institutes in Bemerhaven meinen??

    Gruss

    PS: Die Polarstern wird wohl garnichts sagen, sondern leise ihr Rohöl in sich rein schlabbern- aber die Mitarbeiter des genannten Instituts (so sie denn dürfen, Einschränkung der Meinungsfreiheit ist ja wohl in der Bananenrepublik Deutschland zum Normalzustand geworden…)

  4. Ich habe vor etwa 2 Jahren im DLF gehört, dass von einem deutschen Forschungsschiff in Arktisnähe Messflugzeuge die Eisdicke mit einer Zeitaufwändigen Scan-Technik messen.

    Zur damaligen Zeit wurde berichtet, dass trotz hysterischer Medienmeldungen (Nordpol eisfrei!!!!! Nun wissen wir mittlerweile, dass eine Eisfreiheit in den vielen Jahrzehnten, seit dem man dies überhaupt beobachten kann, zu Normalität gehört. Eine eben beobachtete eisfreie Saison medial als Alarmzustand zu bezeichnen ist ANGSTROMPETEREI, Profilierungssucht, daher die typische Geldeinnahmequelle für verlogene Politiker, NGOs, Geschäftemacher!!!) das Eis NICHT dünner wurde.

    Die Flugzeug-Scannung brachte insgesamt keine Erkenntnisse für Veränderungen.

    Nun wäre es interessant zu wissen, was das Forschungsschiff HEUTE hierzu SACHLICH zu sagen hat, ohne der Merkel-Regierung und IPCC katzbuckeln zu müssen. (Wes‘ Brot ich ess‘, dess‘ Lied ich sing‘)

    Vielleicht kennt jemand das Schiff (aus Bremen?) und kann Informationen hier liefern.

    MFG. Zoltan Ivanfi (Rostock)

    29.1.2010

  5. „vorsicht! leibe freunde der sonne“(nach s. effenberg)

    1. mit wenig mühe googelt man „CO2“ und findet bei wikipedia den co2 gehlt der atmosphäre über die letzten 400000 jahre.
    hier kann mit leichtigkeit die globale industrialisierung seit ca. 1850 für den anstieg an co2 in der atmosphäre verantwortlich gemacht werden…
    http://tinyurl.com/ybc45rl

    2. bez. grundsatzpapier klima
    wie können sie von dokumentierten klimaänderungen reden, ohne die arbeiten des IPCC anzuerkennen, und wo sind ihre beweise? gibt es keinen zusammenhang von co2 und ihrer „kosmischen“ strahlung?-vielleicht in form von absorbtion?
    dem co2 ist es egal ob es antropogen oder anders entstanden ist(bez. „tektonischer gründe“).

    als erhellende weiterführende litertatur sind james lovelocks bücher über die gaia theorie zu empfehlen.

  6. Ich las vor zwei Tagen, dass laut NASA-Messungendas Arktiseis sowohl was die Ausdehnung als auch die Dicke angeht so stark geschrumpft sei wie seit Jahren nicht Um bei den Dikussionen mit den zahlreichen Klimahysterikern gewappnet zu sein, bitte ich um eine Stellungnahme zu dieser Meldung.

  7. Hallo Herr Leistenschneider,

    mit großem Interesse verfolge ich die aktuelle Entwicklung der Anomalie der Eisbedeckung der Aktis, zu entnehmen dem Web-Portal
    „Cryosphere today“ unter
    http://arctic.atmos.uiuc.edu/cryosphere/IMAGES/current.anom.jpg

    Meine Frage: steht uns eine neue Eiszeit ins Haus?

    Wenn man die rasante Abnahme der negativen Anomalie der letzten 3 Jahre extrapoliert, kommt man auf einen Schnittpunkt der 0-Linie (also Erreichen der 10-Jahres-Normalwrte) in drei Jahren. Danach könnte es frisch werden…

    Bin sehr gespannt auf Ihre Antwort,
    Beste Grüße
    Boris Culik

  8. Sehr geehrter Herr Leistenschneider,

    „Die Liste lässt sich beliebig fortsetzen, so dass es wissenschaftlich als gesichert angesehen werden kann, dass nicht THG´s, sondern die Sonne die arktische Eisschmelze direkt oder indirekt, über die beschriebenen Schwingungen, moderiert.“

    Sehe ich nicht so. Das Klima wird von vielen gleichzeitig wirkenden Ursachen bestimmt. Solange nicht gezeigt ist, daß die Sonnenaktivität 100% der Klimavariationen erklärt, kann man nichts ausschließen. Daher meine Frage nach Zahlen und Fakten.

    „PS.: Es ist an der Zeit, dass „Hobbyklimatologen“, wie Sie sich ausdrücken, sich, neben tausenden Wissenschaftlern (siehe „Global Warming Petition“), den Fakten annehmen und dem interessierten Leser aufzeigen, was unser Wetter/Klima beeinflusst, damit, neben dem staatlich bestimmten einseitigen Meinungsbild, wie in der Wissenschaft üblich, pluralistische Ansichten miteinander konkurrieren, unter denen sich, die der Realität am Nächsten kommende Beweiskette durchsetzen kann.“

    Hierzu haben Sie meine volle Zustimmung. Ich denke aber, dies ist jedem Interesierten heute schon möglich. Das Problem ist vielmehr, dass sich Fakten zu komplizierten Sachverhalten nicht von selbst erklären und daher stets Erläuterungsbedarf von Insidern/Experten nötig ist.

  9. Sehr geehrter Herr NB,

    sorry, dass ich Ihnen erst heute antworte. Sie haben insofern recht, dass auf ein paar Seiten, die komplexen Wechselwirkungen zwischen wesentlichen Klimafaktoren in Europa und den USA, die AMO ist eine, ebenso, wie die mit ihr in Relation stehende NAO und die AMM (die hier nicht erwähnt wurde) auf der einen Seite und der Sonne, auf der anderen Seite, nicht in der Art und Weise abgehandelt werden können, wie dies z.B. eine Dissertation oder ein Forschungsbericht mit ihren mehreren hunderten Seiten vermag. Der Artikel soll einen Einblick für den Interessierten geben, was die Eisschmelze in der Arktis verursacht und maßgeblich beeinflusst. Dies sind natürliche Ursachen und kein anthropogenes THG.

    Hier noch ein paar Links, welche ausführlich auf die Zusammenhänge zwischen den oben beschriebenen Jahres-, Dekaden- und Multidekadenschwingungen eingehen:
    http://tinyurl.com/l2ay9g

    http://tinyurl.com/lv6qdq

    http://tinyurl.com/mu8gql und

    http://tinyurl.com/n86jel

    Die Liste lässt sich beliebig fortsetzen, so dass es wissenschaftlich als gesichert angesehen werden kann, dass nicht THG´s, sondern die Sonne die arktische Eisschmelze direkt oder indirekt, über die beschriebenen Schwingungen, moderiert.

    PS.: Es ist an der Zeit, dass „Hobbyklimatologen“, wie Sie sich ausdrücken, sich, neben tausenden Wissenschaftlern (siehe „Global Warming Petition“), den Fakten annehmen und dem interessierten Leser aufzeigen, was unser Wetter/Klima beeinflusst, damit, neben dem staatlich bestimmten einseitigen Meinungsbild, wie in der Wissenschaft üblich, pluralistische Ansichten miteinander konkurrieren, unter denen sich, die der Realität am Nächsten kommende Beweiskette durchsetzen kann.

    Viele Grüße R.L.

  10. Lieber NB,

    Will nicht mehr viel Zeit verschwenden. Ich picke lediglich die Punkt aus Ihrem Beitrag heraus, die mir wichtig erscheinen (Im Grunde sind wir uns ja fast einig).

    „Wer dagegen bei der Ursache-Forschung für Klimaänderungen mögliche Ursachen von vorherein ohne belastbare wissenschaftliche Gründe ausschließt oder favorisiert, kann kaum als Profi gelten.“

    — Richtig.

    „Denn die Frage der Relevanz ist selbstverständlich eine Frage der quantitativen Wirksamkeit (wie so oft)!“

    — Da gibt’s nichts hinzu zu fügen.

    „Und da kommt raus, daß man sich in den nächsten Jahrzehnten um natürlich getriebene Klimaänderungen, die zu Nachteilen (globalen Ausmaßes) führen, nicht zu fürchten braucht (es sei denn, es schlägt ein Meteorit u.a. ein…).“

    — Stichwort „Maunder Minimum“.

    „Ich persönlich orientiere mich an wissenschaftlicher Methodik statt wohlwollendes Augenzusammenkneifen.“

    — Wie gesagt. Ich mußte die Augen auch nicht zusammen kneifen.

    „Ich verlasse mich also lieber auf quantitative Aussagen. Und solange mir das niemand liefert, betrachte ich die Behauptung nur als vorläufige Idee.“

    — Wie oft muß man Ihnen denn eine Lüge erzählen, bis sie es als quantitiv hochwertig bezeichnen?

    „Um sich hier eine wissenschaftsbasierte Meinung zu bilden, muß man eben auch eine Menge darüber wissen.“

    — Selbstverständlich.

    „Ist diese Aussage nun „logisch gedacht“ oder Ihr „Bauchgefühl“?“

    — Eine logische Schlußfolgerung. Aber wenn ich mein „Bauchgefühl“ logisch interpretiere, komme ich auf das selbe Ergebnis.

  11. Lieber Herr AHJ,

    anders herum, ich habe geschrieben „Profis sind beim CO2“ und nicht „CO2-Forscher“ als Profis bezeichnet. Das käme mir überhaupt nicht in den Sinn, wenn ich lese, was „CO2-Forscher“ über CO2 und seine Wirkung oder Nicht-Wirkung aufs Klima so von sich geben. Wer dagegen bei der Ursache-Forschung für Klimaänderungen mögliche Ursachen von vorherein ohne belastbare wissenschaftliche Gründe ausschließt oder favorisiert, kann kaum als Profi gelten.
    Sie scheinen ja mit „CO2 Forscher“, ausschließlich die Forscher zu meinen, „die offensichtlich ihr gesamtes physikalisches und chemisches Wissen über Bord geworfen haben.“- nun, das sind selbstredend auch keine Profis.

    „Wenn Sonnenaktivität, Treibhauseffekt, Milankovi?-Zyklen (bitte selber googeln), Meeresströmungen u.v.m. unser Klima beeinflussen könn(t)en, wieso wird dann ausschliesslich auf dem CO2 (was nur 1 von vielen sog. Treibhausgase ist) herum geritten? “

    Alle von Ihnen genannten Ursachen wurden/werden seit Jahrzehnten auf ihre Klimawirksamkeit hin untersucht (eben nicht „nur“ von Hobbyklimatologen). Man kann nicht a priori sagen, eine bestimmte Ursache (z.B. das gegenwärtig in der Öffentlichkeit ins Visier geratene anthropogene CO2) sei DER Klimatreiber schlechthin.

    Denn die Frage der Relevanz ist selbstverständlich eine Frage der quantitativen Wirksamkeit (wie so oft)!

    Die Fokussierung der Öffentlichkeit, Politik, Technik und Wissenschaft aufs CO2 liegt ja nicht daran, dass es der höchstwirksamste Einflußfaktor auf Klima schlechthin sei, sondern weil es Gründe gibt, anzunehmen (im quantitativen Vergleich!), dass dieses in der Atmosphäre verbleibende anthropogen erzeugte CO2 in den kommenden Jahrzehnten eine Klimaänderung auslöst (primäre Wirkung und über Sekundäreffekte), die die gegenwärtige Biosphäre belastet und nachhaltig zu Nachteilen führt.

    Das bedeutet logischerweise nicht (und dies wird auch von ernsthaft argumentierenden Wissenschaftern nicht wirklich behauptet – außer, man wolle diese missverstehen, versteht sie wirklich nicht oder will ihnen etwas Abweichendes in den Mund legen), dass andere Ursachen – insbesondere natürliche – nicht mehr wirken würden!

    Die Wissenschaft behauptet allerdings oft, dass diese natürlichen und nicht-beeinflußbaren Faktoren in den kommenden Jahrzehnten nicht zu so großen Änderungen führen können wie durch die Folgeerscheinungen der sich abzeichnenden Freisetzung von CO2 anderen Treibhausgasen. Somit ist auch ein Teilergebnis der Klimaforschung, nun quantitativ abschätzen zu können, wie sensitiv das Klimasystem in Vergangenheit und Zukunft auf die verschiedenen Klimatreiber reagiert(e). Und da kommt raus, daß man sich in den nächsten Jahrzehnten um natürlich getriebene Klimaänderungen, die zu Nachteilen (globalen Ausmaßes) führen, nicht zu fürchten braucht (es sei denn, es schlägt ein Meteorit u.a. ein…).

    „Was man nicht sehen will, sieht man auch nicht. Ich musste nicht mal die Augen zusammen kneifen um eine Korrelation zu sehen.“

    Nun, das trifft für mich nicht zu. Ich persönlich orientiere mich an wissenschaftlicher Methodik statt wohlwollendes Augenzusammenkneifen. Denn mit letzterem kann sich alles Mögliche einbilden – probieren Sie es aus. Zumal hier klar ist, wie man die Güte von Korrelationen quantifiziert. Ich verlasse mich also lieber auf quantitative Aussagen. Und solange mir das niemand liefert, betrachte ich die Behauptung nur als vorläufige Idee.

    „Wie gesagt: Ich bin weder Klimaskeptiker noch Klimaleugner“ – bingo, ich auch nicht – „und offen für jede Erklärung die – nach den Regeln des „Logischdenkens“ – Sinn ergibt.“
    Das ist eine notwendige aber eben leider nicht hinreichende Voraussetzung. Um sich hier eine wissenschaftsbasierte Meinung zu bilden, muß man eben auch eine Menge darüber wissen.

    „“Diese „Offenheit“ ist meines Erachtens, neben der „Lösungssuche“, Maxime der Wissenschaft. Dies scheint bei Ihren „Profis“ nicht der Fall zu sein, womit sie sich auf der „Qualitäts-Skala für Profis“ gegen Null bewegen.“

    Ist diese Aussage nun „logisch gedacht“ oder Ihr „Bauchgefühl“?

  12. NB schreibt: „Das stimmt. Aber es wird ja auch nicht behauptet, dieser Zusammenhang würde über eine lineare und synchrone Korrelation erfolgen (was ja nach dem physikalischen Modell des Treibhauseffektes auch nicht zu erwarten wäre, wenn es richtig wäre).“

    Wie kommen Sie dann auf das schmale Brett, die „CO2-Forscher“ als Profis zu bezeichnen? Die Forscher, die offensichtlich ihr gesamtes physikalisches und chemisches Wissen über Bord geworfen haben (siehe auch für Laien: http://www.chemie-im-alltag.de/articles/0024/index.html). Wieso sind Forscher, die sämtliche anderen Ursachen untersuchen, welche – sei es offensichtlich, oder auch nur theoretisch – Veränderung unseres Klimas zur Folge haben können „Hobbyklimatologen“? Nur weil sie kein Geld vom Staat bekommen? Nur weil sie uns nicht den Weltuntergang prognostizieren?

    Wenn Sonnenaktivität, Treibhauseffekt, Milankovi?-Zyklen (bitte selber googeln), Meeresströmungen u.v.m. unser Klima beeinflussen könn(t)en, wieso wird dann ausschliesslich auf dem CO2 (was nur 1 von vielen sog. Treibhausgase ist) herum geritten? Mal ganz davon abgesehen, dass (siehe Link oben) bei 100%iger Abschaffung der menschlichen Emissionen am Gesamthaushalt kaum etwas geändert wäre und sich das Weltklima nicht im Geringsten darum kümmern würde (aber das ist eine andere Baustelle).

    NB schreibt: Ich wäre ja froh, wenn Sie hier Ihre „offensichtlichsten Aktio/Reaktio Erscheinungen“ zeigen könnten, aber das sehe ich momentan noch nicht überzeugend genug!“

    Naja, es gibt auch Leute, die die „Raucher/Lungenkrebs“-Kurve nicht überzeugend genug finden. Das kann ich Ihnen nicht verübeln, da es offenbar menschlich ist, Zusammenhänge nicht erkennen zu wollen. Was man nicht sehen will, sieht man auch nicht. Ich musste nicht mal die Augen zusammen kneifen um eine Korrelation zu sehen.

    Wie gesagt: Ich bin weder Klimaskeptiker noch Klimaleugner (was für bescheuerte Wörter), sondern lediglich ein CO2-Atheist und offen für jede Erklärung die – nach den Regeln des „Logischdenkens“ – Sinn ergibt. Diese „Offenheit“ ist meines Erachtens, neben der „Lösungssuche“, Maxime der Wissenschaft. Dies scheint bei Ihren „Profis“ nicht der Fall zu sein, womit sie sich auf der „Qualitäts-Skala für Profis“ gegen Null bewegen.

  13. Lieber Herr AJH,

    „Bei den CO2/Klimaerwärmung-Diagrammen ihrer sogenannten Profis benötigt man wesentlich mehr Fantasie, um eine Korrelation erkennen zu können.“

    Das stimmt. Aber es wird ja auch nicht behauptet, dieser Zusammenhang würde über eine lineare und synchrone Korrelation erfolgen (was ja nach dem physikalischen Modell des Treibhauseffektes auch nicht zu erwarten wäre, wenn es richtig wäre).

    Ich wäre ja froh, wenn Sie hier Ihre „offensichtlichsten Aktio/Reaktio Erscheinungen“ zeigen könnten, aber das sehe ich momentan noch nicht überzeugend genug!

    PS: ich favorisiere hier gar nichts, solange es keine quantitativen Resultate gibt!

  14. NB schreibt:
    „eine Korrelation zwischen NAO bzw. AMO und Sonnenaktivität kann ich anhand Ihrer gezeigten Diagrammen in Abb. 4 & 5 bestenfalls nur erahnen!“

    Bei den CO2/Klimaerwärmung-Diagrammen ihrer sogenannten Profis benötigt man wesentlich mehr Fantasie, um eine Korrelation erkennen zu können.

    Es ist erstaunlich, wie die offensichtlichsten Aktio/Reaktio Erscheinungen übersehen werden können. Ihre „Profis“ sollten vielleicht mal die Al-Gore-Brillen abnehmen und forschen, wie es richtige Profis nun eben tun würden.

    Ihr CO2-Jünger seid schon ein putziges Völkchen… Wenn ihr nicht so zur Geldvernichtung beitragen würdet, könnte man das CO2-Gehampel wenigstens als amüsante Belustigung ertragen.

    Aber kümmern sie sich nicht um meine bescheidenen Hobbyklimatologen-Bemerkungen und gehen lieber zurück in Ihre Kirche. Ich möchte niemandem den Glauben streitig machen. Das macht nur die Kirche selbst.

    Grüsse vom Atheist

  15. Abgesehen von der leider fehlenden pdf wieder ein hervoragendes Ausräumen von Irrtümern und Richtigstellung des hysterischem Geplänkels des „Establishments“

  16. Sie schrieben:
    „Es ist somit ersichtlich, dass die AMO von der Sonne moderiert wird und mit ihr die arktische Seeeisentwicklung.“

    eine Korrelation zwischen NAO bzw. AMO und Sonnenaktivität kann ich anhand Ihrer gezeigten Diagrammen in Abb. 4 & 5 bestenfalls nur erahnen!

    Haben Sie da mal eine mehr quantitative Korrelations-Analyse, wie hoch ist denn R-Quadrat, und wieviel der Klimaindex-Zeitreihen-Varianzen AMO/NAO wird durch (welchen) Sonnenaktivitätsindex denn erklärt, 1% oder 100% – und wenn durch welche Physik? Über die Zusammenhänge Sonnenaktivität-Klima wird schon seit Jahrzehnten debattiert – ohne wesentliche Fortschritte. Nun scheinen sich die Hobbyklimatologen draufzustürzen und den ganzen Kram nochmal wegen der CO2-Hysterie aufzukochen während die Profis beim CO2 sind. Wie auch immer: So überzeugt mich Ihr Bericht überhaupt nicht – da fehlt einfach das Quenchen wissenschaftliche Arbeit!

    Mit freundlichen Grüßen
    NB

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