Zunehmende Extremwetterereignisse – Realität oder Rätsel?

Die Medien sind wieder mal voll von Meldungen über zunehmende Extremwetterereignisse, wie Überschwemmungen, Hitzewellen, Hurrikane, sowie über ansteigende Meeresspiegel – all dies verursacht durch angestiegenes anthropogenes CO2 in der Atmosphäre. Das öffentlich rechtliche Fernsehen (ZDF) berichtete beispielsweise zur besten Sendezeit im heute Journal des 17.Juni 2009 über bereits zugenommene Stürme, Dürren, Hochwässer und Meeresspiegel und berief sich dabei auf den Inhalt eines einschlägigen Berichts des neuen Wissenschaftsberaters und Umweltaktivisten John Holdren an den amerikanischen Präsidenten.(Kommentar dazu siehe unten)
Ist es schon wieder soweit? Haben wir bereits Klimawandel in der von den Medien gemeldeten gefährlichen Form?


Man kann es nicht oft genug betonen: Gemäß Weltmeteorologieorganisation WMO und unbestrittener wissenschaftlicher Übereinkunft darf von Klimaänderungen erst in Zeiträumen von mehr als 30 Jahren gesprochen werden. 

Für eine verlässliche Antwort muss man sich in der Literatur informieren. (Hinweise dazu hier und hier und hier)

Erstaunlicherweise ist in ihr von den geschilderten Ereignissen und Entwicklungen nichts zu entdecken. Selbst das IPCC, das in seinem Bericht von 2001 ein spezielles Kapitel der betreffenden Problematik gewidmet hat, kann keine Zunahme von Extremwetterereignissen oder Meeresspiegeln auffinden (stellvertretende Literaturquellen im Anhang). Es darf betont werden, dass es sich hier nicht um umstrittene Meinungen, sondern um das verlässliche Ergebnis jahrzehntelanger meteorologischer Messungen handelt. 


Ist also die Diskrepanz zwischen Medienmeldungen und wissenschaftlichen Verlautbarungen ein Rätsel? Nicht ganz. Geht man den Zusammenhängen näher nach, klärt sich das Bild. IPCC-Klima-Modelle, über deren "Zuverlässigkeit" EIKE schon mehrfach berichtet hat, sagen die Ereignisse voraus. Wie verändern sich aber Voraussagen zu bereits eingetretener Realität in den Medien? Sehr einfach: Journalistische Meinungen mutieren zu Fakten, und wenige medienpräsente Fachleute (in Deutschland sind es immer die gleichen drei, nämlich Prof. Hans-Joachim Schellnhuber, Prof. Mojib Latif und Prof. Stefan Rahmstorf) lassen den Unsinn bewusst laufen. Konkret hat man von ihnen noch nichts über bereits eingetretene Zunahmen von Extremwetterereignissen und Meeresspiegeln in Klimazeiträumen gehört.

Ist damit das Rätsel gelöst?

Nein, immer noch nicht vollständig, denn es ist ein spannendes neues Phänomen entstanden, das indes nun den Rahmen der Klimaphysik überschreitet. Es besteht nämlich eine auffällige statistische Korrelation zwischen Größe und Häufigkeit der in den Medien genannten, zunehmenden Ereignisse und dem zeitlichen Abstand zur nächsten Klimakonferenz. Je kleiner der Zeitabstand, umso größer werden die Zahlen in den Meldungen. EIKE schlägt für diesen höchst interessanten Zusammenhang die Bezeichnung SK-Effekt (Schellnhuber-Klimakonferenz-Effekt) vor. Noch ist der SK-Effekt nicht quantitativ untersucht worden, es wird aber eine interessante Herausforderung werden, hier an der Schnittstelle zwischen Physik- und Sozio-Phänomenen Pionierarbeit zu leisten. EIKE wird seine Leser auf dem Laufenden halten.

Prof. Dr. Horst-Joachim Lüdecke
(Dipl.-Physiker)
EIKE-Pressesprecher

Kommentar zum Bericht an den amerikanischen Präsidenten von Marc Morano

Literatur zum ArtikeL.

– www.ipcc.ch, report 2001, the scientific basis , Has Climate Variability, or have Climate Extremes

  Changed, Section 2.7 in TAR-02.pdf (the scientific basis)

– Kraus H.; Ebel U.: Risiko Wetter, Springer Berlin, 2003

– Presse-Konferenz 24.4.2007, Berlin, http://metportal.dwd.de/bvbw/generator/Sites/DWDWWW/Presse/

  (Dez. 2008)

– G. Rosenhagen, Zur Entwicklung der Sturmaktivität in Mittel- und Westeuropa, promet, H.1/2, 2008,

  S.58

– Pressemitteilungen BSH, 26.9.2007,

  http://www.bsh.de/de/Das%20BSH/Presse/Pressearchiv/Pressemitteilungen2007/28-2007.jsp (Suchbegriff "Sturmfluten" eingeben)

– Global Warming Review: http://www.oism.org/pproject/s33p36.htm  (Dez. 2008)

– Puls, K-E.: "Anthropogener Meeresspiegelanstieg – Vom Konstrukt zur Panik?, Naturwissenschaftliche

  Rundschau, 61. Jahrgang, Heft 11 (2008)

– K.-E. BEHRE, Probleme der Küstenforschung, Bd.28, Isensee-Verlag, Oldenburg, 2003

http://wapedia.mobi/de/Meeresspiegelanstieg

– GEOPHYS.RES.LETT., VOL. 34, L01602, doi:10.1029/2006GL028492, 2007

– Heartland Inst. Chicago, 2008, http://www.heartland.org/Article.cfm?artId=22835

– Mörner, N.-A.: Claim That Sea Level Rising Is a Total Fraud, Interview with Dr. Nils-Axel Mörner,

  June 22, 2007 EIR Economics 33, http://www.schmanck.de/KlimaWiss/SeaLevel.htm

http://freenet-homepage.de/klima/hochwasser.htm

– Landsea,C.N.,Pielke,R.A.,Mestas-Nunez,Knaff: Atlantic Basin Hurricanes:   Indices of Climatic

  Changes. Climatic Change, 1999, 42; 89-129

– Christy,J., Spencer,R.: Global Temperatur Report 1978-2003, Earth System Science Center,

  University of Alabama, Huntsville, 8.Dez. 2003

– Raghavan,S., Rajesh,S.: Trends in Tropical Cyclone Impact, A Study in Andhra Pradesh, India,

  Bulletin of the American Meteorological Society, 2003. 84; 635-644

Der_Orkan_Kyrill.pdf

www.climatescienceinternational.org

http://www.sepp.org/publications/NIPCC-Feb%2020.pdf

Related Files

image_pdfimage_print

Wir freuen uns über Ihren Kommentar, bitten aber folgende Regeln zu beachten:

  1. Bitte geben Sie Ihren Namen an (Benutzerprofil) - Kommentare "von anonym" werden gelöscht.
  2. Vermeiden Sie Allgemeinplätze, Beleidigungen oder Fäkal- Sprache, es sei denn, dass sie in einem notwendigen Zitat enthalten oder für die Anmerkung wichtig sind. Vermeiden Sie Schmähreden, andauernde Wiederholungen und jede Form von Mißachtung von Gegnern. Auch lange Präsentationen von Amateur-Theorien bitten wir zu vermeiden.
  3. Bleiben Sie beim Thema des zu kommentierenden Beitrags. Gehen Sie in Diskussionen mit Bloggern anderer Meinung auf deren Argumente ein und weichen Sie nicht durch Eröffnen laufend neuer Themen aus. Beschränken Sie sich auf eine zumutbare Anzahl von Kommentaren pro Zeit. Versuchte Majorisierung unseres Kommentarblogs, wie z.B. durch extrem häufiges Posten, permanente Wiederholungen etc. (Forentrolle) wird von uns mit Sperren beantwortet.
  4. Sie können anderer Meinung sein, aber vermeiden Sie persönliche Angriffe.
  5. Drohungen werden ernst genommen und ggf. an die Strafverfolgungsbehörden weitergegeben.
  6. Spam und Werbung sind im Kommentarbereich nicht erlaubt.

Diese Richtlinien sind sehr allgemein und können nicht jede mögliche Situation abdecken. Nehmen Sie deshalb bitte nicht an, dass das EIKE Management mit Ihnen übereinstimmt oder sonst Ihre Anmerkungen gutheißt. Wir behalten uns jederzeit das Recht vor, Anmerkungen zu filtern oder zu löschen oder zu bestreiten und dies ganz allein nach unserem Gutdünken. Wenn Sie finden, dass Ihre Anmerkung unpassend gefiltert wurde, schicken Sie uns bitte eine Mail über "Kontakt"

Bitte beachten Sie unsere Datenschutzerklärung

4 Kommentare

  1. Sehr geehrter Herr Heuer,

    dass die Heftigkeit von Hurrikanen mit der Wassertemperatur zunimmt, scheint gesichertes meteorologisches Wissen zu sein. Und da sich bestimmte Zonen unseres Globus immer mal wieder erwärmen, andere umgekehrt abkühlen etc., wird man, wenn man nur intensiv genug sucht und die zumeist sehr unsicheren Daten lange genug durch die Mangel dreht, immer etwas in der von Ihnen angesprochenen Art finden. Die von Ihnen genannten Untersuchungen sind in diesem Sinne sicher völlig ok., wobei mir die genaue Messung von Hurrikan-Stärken sowie die entsprechende Statistik rein gefühlsmäßig etwas fragwürdig erscheint. Ich kann mich hier aber täuschen, bin schließlich kein Fachmann für diese Details. Bombensicher ist dagegen, dass im Nordatlantik und den deutschen Nordseeküsten in den letzten Jahrzehnten die Sturmstärken im Übrigen deutlich abgenommen haben – das wird in den Medien und bemerkenswerterweise auch von den offiziellen Wetterstellen nicht publik gemacht, man muss hier schon die Originalberichte lesen. Meldungen über zunehmende Hurrikane-Stärken irgendwo in der Karibik finden sich dagegen bereits in BILD. Eine recht einseitige Betrachtungsweise, finden Sie nicht auch?

    Es geht in meinem EIKE-Beitrag tatsächlich nicht um „cherry-picking“ und Mini-Effekte, sondern um die von den Medien gemeldeten und von den entsprechenden wissenschaftlichen Interessengruppen unkommentierten (weil gerne vernommenen) fiktiven Klimakatastrophen. Jedem Fachmann ist natürlich bestens bekannt, dass bis heute kein anthropogenes Signal in der Häufigkeit oder Stärke von Extremwetterereignissen auszumachen ist. Genau darum geht es, um nichts weiteres.

    Beste Grüße
    Ihr H.-J. Lüdecke

  2. Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Lüdecke,

    Eine neue Untersuchung scheint zumindest in den Tropen auf eine Zunahme der Stürme bei steigenden Wassertemperaturen hinzudeuten:

    Danach nehmen mit den Wassertemperaturen auch die hohen Eiswolken in der Region zu. Diese Wolken werden als ein Indiz für stärkere Stürme angesehen, weil mehr latente Wärme infolge erhöhter Wasserverdunstung die Konvektion verstärkt und damit natürlich auch die Bildung hoher Wolken. Link: http://www.sciencedaily.com/releases/2008/12/081227214927.htm

    Auch ein Zusammenhang zwischen Ozeantemperaturen und der Intensität (nicht der Anzahl!)von Hurrikanen wurde schon vor einiger Zeit nachgewiesen: http://www.sciencedaily.com/videos/2008/0204-global_warming_equals_stronger_hurricanes.htm

    Das die Anzahl der Hurrikane nicht zunimmt, könnte vielleicht mit zunehmenden Scherkräften zusammenhängen, denn durch die vermehrte Zufuhr latenter Wärme nimmt der Temperaturgradient zwischen warmer tropischer und der kühleren, arktischen Luft in der Höhe deutlich zu, während in Bodennähe der Temperaturgradient durch die überproportionale Erwärmung der Arktis eher abnimmt.

    Wie denken Sie darüber?

    Viele Grüße

    Jens Christian Heuer
    http://wetterjournal.wordpress.com

  3. Hi,
    anbei ein link zu PI,der sich allerdings hauptsächlich mit der Islamisierung Deutschlands beschäftigt.
    http://www.pi-news.net/2009/06/schande-ueber-uns/#comments
    Von mir, der ich ca. 20 Jahre Radios gesammelt habe, und alle „Gemeinschaftsempfänger“ hatte
    (=VE und co) stammt unter anderem der Beitrag #8.
    Einen meiner Meinung nach sehr guten Beirag zum Charakter deutscher Journallie ist #8 auf der zweiten Seite, der gleiche Autor beschreibt in Beitrag #12 ziemlich drastisch den deutschen (Gutmenschen)- Charakter.
    Dass PI kein Naziforum ist, zeigt alleine schon
    der Zeichner des „Moishe“ und die Tatsache, dass viele Beiträge von israelischen Mitbloggern kommen.
    Ich glaube, dass die PI- blogger es gut fänden, auch von Euch (endlich wissenschaftlich fundierte und ideologiefreie) Zuschriften und Verweise zu bekommen.
    Sie werden in diesem Forum mit Sicherheit keine Fans von Schellnhuber und co. finden.

    Alles Gute wünscht
    Yogi

    PS: Ich bin von PI NICHT beauftragt worden!!
    Sie brauchen meinen Beitrag auch nicht veröffentlichen! (können aber, wenn Sie mögen)

Antworten

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.



Wir freuen uns über Ihren Kommentar, bitten aber folgende Regeln zu beachten:

  1. Bitte geben Sie Ihren Namen an (Benutzerprofil) - Kommentare "von anonym" werden gelöscht.
  2. Vermeiden Sie Allgemeinplätze, Beleidigungen oder Fäkal- Sprache, es sei denn, dass sie in einem notwendigen Zitat enthalten oder für die Anmerkung wichtig sind. Vermeiden Sie Schmähreden, andauernde Wiederholungen und jede Form von Mißachtung von Gegnern. Auch lange Präsentationen von Amateur-Theorien bitten wir zu vermeiden.
  3. Bleiben Sie beim Thema des zu kommentierenden Beitrags. Gehen Sie in Diskussionen mit Bloggern anderer Meinung auf deren Argumente ein und weichen Sie nicht durch Eröffnen laufend neuer Themen aus. Beschränken Sie sich auf eine zumutbare Anzahl von Kommentaren pro Zeit. Versuchte Majorisierung unseres Kommentarblogs, wie z.B. durch extrem häufiges Posten, permanente Wiederholungen etc. (Forentrolle) wird von uns mit Sperren beantwortet.
  4. Sie können anderer Meinung sein, aber vermeiden Sie persönliche Angriffe.
  5. Drohungen werden ernst genommen und ggf. an die Strafverfolgungsbehörden weitergegeben.
  6. Spam und Werbung sind im Kommentarbereich nicht erlaubt.

Diese Richtlinien sind sehr allgemein und können nicht jede mögliche Situation abdecken. Nehmen Sie deshalb bitte nicht an, dass das EIKE Management mit Ihnen übereinstimmt oder sonst Ihre Anmerkungen gutheißt. Wir behalten uns jederzeit das Recht vor, Anmerkungen zu filtern oder zu löschen oder zu bestreiten und dies ganz allein nach unserem Gutdünken. Wenn Sie finden, dass Ihre Anmerkung unpassend gefiltert wurde, schicken Sie uns bitte eine Mail über "Kontakt"

Bitte beachten Sie unsere Datenschutzerklärung

*