Klimaschutzkonferenz in Bonn: Die Deutschen sollen zahlen!

Dirk Messner kennt kaum jemand außerhalb des Klüngels von Umweltberatern, Ministerialen, Landespolitiker oder anderen indirekt oder direkt staatsfinanzierten NGO´s. Dabei nimmt der Mann ein wichtige Stellung ein. Schließlich ist er Chef des Instituts für Entwicklungspolitik und zusätzlich stellvertretender Vorsitzender des Beirates der Bundesregierung für globale Umweltveränderungen (1). Das Deutsche Institut für Entwicklungspolitik (DIE) wie sein Institut mit vollem Namen heisst, ist eine gGmbH mit Sitz in Bonn. Gesellschafter sind die Bundesrepublik Deutschland (75 %) und das Bundesland Nordrhein-Westfalen (25 %). Der Beirat besteht aus einer Ansammlung ehrenwerter Männer und Frauen, die sich in der Umweltlobby bestens auskennen, deren guter Wille und Kompetenz zu kostspieligen Umweltfragen von der Bundesregierung gern und ausgiebig genutzt wird und deren Rat nach aussen hin als neutral und wissenschaftlich fundiert ausgegeben werden kann.

Der Beirat, sein Institut und mit ihm sein Chef leben also von unseren Steuergeldern. Und das nicht schlecht. Da es sich gut damit leben läßt und gar nicht erst die Gefahr aukommt, dass sich dieser schöne Zustand irgendwann ändern könnte, fordert Dirk Messner deutlich mehr. "Wer emittiert muß zahlen" lautet die Überschrift zu einem Interview mit ihm, dass er der ihm wohlgesonnenen  FAZ (2) jüngst gewährte:
Darin drängt Messner die z.Zt. statfindende  xte Bonner Klimaschutzkonferenz zur Eile. Als Ansporn benennt Meissner – in gleicher schriller Tonlage wie sein Beiratskollege Schellnhuber eine zukünftige Katastrophe nach der anderen. Nichts wird ausgespart! So sagt Messner auf die entsprechende Frage der FAZ:

  • FAZ: Die Klimaverhandlungen scheinen auf der Stelle zu treten. Was wären die Folgen eines Scheiterns?
  • Messner: Eine instabile, unsichere Welt mit irreversiblen Schäden. Ohne einen verbindlichen internationalen Fahrplan zur Senkung der Treibhausgasemissionen wären im Verlauf dieses Jahrhunderts Temperaturerhöhungen um 3,5 bis 7 Grad Celsius zu erwarten. Die Folgen sind absehbar: Die Zerstörung landwirtschaftlicher Flächen, Wasserknappheit rund um den Erdball, die Bedrohung vieler Menschen durch Extremwetterereignisse und massive Migrationsströme.
  • Woher er dies so sicher weiß, behält er zwar für sich. Der Interviewer hakt auch nicht nach. Schließlich weiß das inzwischen ein jeder. Versteht sich. Auch ganz sicher ist sich Dirk Messner darin, dass die erforderliche und mögliche Verhinderung, der seit nunmehr 20 Jahren herbeiprognostizierten Klima-Katastrophen sofort sehr, sehr viel Geld kosten wird, und auch wer dafür  zahlen muß. Nämlich ingesamt der Westen, im partiellen der deutsche Steuerzahler. Und da fügt es sich zufällig gerade gut, dass sein Institut genau weiss, wie man die noch bereit zu stellenden immensen Mittel an die frohen Entwicklungsländer umverteilt. Ein Schelm der böses dabei denkt. Denn wer muß zahlen, fragt scheinheilig der Interviewer?

Es sollte das Verursacherprinzip gelten. fordert Herr Mesner scheinbar gerecht und sagt weiter:

Wer viel emittiert, muss entsprechend zur Kasse gebeten werden. Ein internationaler Emissionshandel oder Steuern auf Treibhausgasemissionen wären Mechanismen, um diese Mittel aufzubringen. Doch wichtig ist: Die Vermeidung eines gefährlichen Klimawandels ist viel billiger als die Kosten des Nichthandelns. Der Umbau der Weltwirtschaft in Richtung "low carbon economy" wird uns weltweit jährlich etwa 1 bis 2 Prozent des globalen Sozialproduktes kosten. Die Kosten eines gefährlichen Klimawandels liegen zukünftig zwischen 5 und 20 Prozent der globalen Wertschöpfung.

Die besagte Konferenz in Bonn ist inzwischen an einem toten Punkt angekommen. Es geht um Geld, sehr viel Geld, unser Geld. Niemand will freiwillig zahlen, jeder sucht einen Dummen, um ihm die Kosten für die – inzwischen von jedem als politsche Religion erkannte Klimaschutzpolitik-, aufzuladen.  Da müssen dann wieder mal die Deutschen in die Bresche springen. Und nach Meinung mancher in der Regierung sind wir auch dazu bereit.
Unter der Überschrift "Klimavertrag nur gegen Geld" ("Unser Geld" versteht sich. ) bringt es die FAZ in der gleichen Ausgabe auf den Punkt.
 Zitat: Nach Ansicht von Koch-Weser wird es keinen Klimavertrag geben, wenn die Industriestaaten den Entwicklungs- und Schwellenländern nicht auch erhebliche finanzielle Konzessionen machten.
….Koch-Weser verweist auf jüngste Studien der amerikanischen Stiftung "ClimateWorks", wonach die Entwicklungs- und Schwellenländer bis 2020 jährlich zwischen 65 und 100 Milliarden Euro brauchten, um die zusätzlichen Kosten ihres notwendigen Beitrags zur Emissionsminderung zu leisten. Davon seien 20 bis 40 Milliarden ein finanzieller Ausgleich dafür, dass tropische Länder Regenwälder nicht abholzen und Aufforstung betreiben. Diese Wälder sind ein wichtiger Kohlendioxid-Speicher. "Weil die öffentlichen Haushalte der Industrieländer diese Mittel nicht aufbringen können, muss der größte Teil aus den Erlösen des Emissionshandels abgezweigt werden. Daher sollten möglichst alle Zertifikate versteigert werden, wenn es ein globales Klimaabkommen gibt."

Damit läßt sich gut verdienen: finden
….Finanzinstitute, die mit Emissionszertifikaten für Kohlendioxid handeln. (Sie) hoffen auf einen Erfolg der Klimaverhandlungen in Bonn und damit auf einen globalen Vertrag Ende 2009 in Kopenhagen. Dort soll ein Nachfolgeabkommen für das in drei Jahren auslaufende Kyoto-Protokoll vereinbart werden, um die Emissionen an Treibhausgasen zu beschränken und damit die Erderwärmung möglichst unter 2 Grad zu halten.

Die einzig gute Nachricht ist, dass die beschworenen 2 ° C mögliche Erwärmung – herbei gerechnet aus dazu frisierten Modellen- schon wieder Schnee von gestern ist. Nach neuesten Satellitenmessungen lag im Abpril 2009 die  Globaltemperatur um glatte 0,09 °C über dem Ø Wert von 1961 bis 1990. Also dort, von wo der ganze Schreckensrummel einst begonnen hat. Erwärmung findet nicht statt. Interessiert das keinen?

Michael Limburg EIKE

Anmerkungen:

1       Mitgleider des Wissenschaftlichen Beirates der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen
* Claus Leggewie, Direktor des Kulturwissenschaftlichen Instituts Essen, Forschungskolleg der Universitätsallianz Metropole Ruhr
    * Reinhold Leinfelder, Generaldirektor des Museum für Naturkunde an der Humboldt-Universität, Berlin
    * Dirk Messner, Direktor des Deutschen Instituts für Entwicklungspolitik gGmbH, Bonn
    * Nebojsa Nakicenovic, Professor für Energiewirtschaft, Technische Universität Wien und International Institute for Applied Systems Analysis, Laxenburg
    * Stefan Rahmstorf, Professor für Physik der Ozeane, Universität Potsdam, und Leiter der Abteilung Klimasystem am Potsdam Institut für Klimafolgenforschung
    * Hans Joachim Schellnhuber CBE, Direktor des Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung und Visiting Professor der Oxford University (Fachbereich Physik und Christ Church College)
    * Sabine Schlacke, Professorin für Öffentliches Recht mit dem Schwerpunkt deutsches, europäisches und internationales Umweltrecht, Verwaltungsrecht, Universität Bremen
    * Jürgen Schmid, Vorstandsvorsitzender und wissenschaftlicher Leiter des Instituts für Solare Energieversorgungstechnik e.V. und Professor an der Universität Kassel, Institut für Elektrische Energietechnik, Fachgebiet Rationelle Energiewandlung
    * Renate Schubert, Professorin für Nationalökonomie und Direktorin des Instituts für Umweltentscheidungen, Eidgenössische Technische Hochschule Zürich

2 Frankfurter Allgemeine Zeitung, 05.06.2009, Nr. 128, S. 14

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2 Kommentare

  1. Am 28.6.2009 habe ich dem Demagogen Dirk Messner folgenden Leserbrief geschickt:

    Sehr geehrter Herr Messner,

    mit Bezug auf das Interview mit Ihnen in Entwicklung und Zusammenarbeit, muss ich Ihnen leider vorwerfen, dass Sie entweder desinformiert sind oder absichtlich Desinformation betreiben. Beides ist im Hinblick auf Ihre Position als stellvertretender Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU) hochgradig bedenklich.

    Sie behaupten in Ihrem Interview, dass der Treibhauseffekt noch schneller greife als bisher angenommen und begründen diese Behauptung unter anderem mit dem angeblichen Schmelzen der Eisschilde, was mit einem Vergleich von Satellitenaufnahmen der Eisausdehnung der Arktis vom September 2005 mit derjenigen vom September 2007 prominent illustriert wird. Hier betreiben Sie eindeutig „cherry picking“, denn wenn Sie z.B. einen beliebigen Maitag des Jahres 2009 mit demselben Maitag des Jahres 2004 verglichen hätten, wären Sie genau zum ungekehrten Schluss gekommen, dass nämlich die arktische Eisausdehnung zunimmt. Hier finden Sie den Verlauf der arktischen Eisausdehnung in den letzten Jahren: http://www.ijis.iarc.uaf.edu/en/home/seaice_extent.htm. Im Anhang finden Sie darüber hinaus eine Graphik mit den Anomalien der arktischen und globalen Durchschnittstemperaturen der letzten 120 Jahre (Quelle: International Arctic Research Centre der University of Fairbanks, Alaska), sowie eine Graphik mit der Durchschnittstemperatur der letzten 9000 Jahre ermittelt aus Temperaturindikatoren in Stalagmiten aus Tropfsteinhöhlen rund um den Globus, die sich als hervorragendes Klimaarchiv erwiesen haben (Quelle, Prof. Mangini, Universität Heidelberg). Aus diesen Unterlagen ersehen Sie, dass der mäßige Temperaturanstieg im vergangenen Jahrhundert nach dem heuristischen Prinzip am besten und einfachsten als ganz gewöhnliches Naturereignis interpretiert werden darf.

    Seit etwa der Jahrhundertwende nimmt die Globaltemperatur (300.000 tägliche Satellitenmessungen der unteren Troposphäre, gleichmäßig über den Globus verteilt. Quelle University of Alabama, Huntsville) sogar wieder ab, während sich der Verlauf der CO2-Konzentration in der Atmosphäre umgekehrt proportional zur Temperatur verhält (siehe Grafik im Anhang). Im Gegensatz zu den Behauptungen einiger IPCC-Funktionäre mit Rückendeckung einer Handvoll, zu Alarmismus neigender Wissenschaftler, die ich Ihnen bei Bedarf gerne namentlich nenne, gibt es (außer einiger theoretischer Überlegungen) keine belastbaren wissenschaftliche Fakten und keine Messungen, die belegen, dass CO2 in erheblichem Umfang zu den historischen und prähistorischen Temperaturschwankungen unserer Erde beigetragen hat. Diese forsche Behauptung tragen herausragende Klimawissenschaftler aus aller Welt mit. Als Beispiel will ich nur auf den NIPCC-Report verweisen ( http://www.sepp.org/publications/NIPCC_final.pdf ), der aufgrund der technischen Berichte des IPCC-Reports zu ganz anderen Ergebnissen kommt als die IPCC-Funktionäre in ihrem Synthesis Report „Summary for Policy Makers“, der nachweisbar durch vielfältige Unterlassungen und selektive Informationsverwendung gekennzeichnet ist.

    Darüber hinaus verschweigen Sie in Ihrem Interview die Tatsache, dass der Grad der Eisbedeckung der südlichen Hemisphäre im September 2007, als die arktischen Eisausdehnung gering war, ein Maximum erfuhr (seit Beginn der Satellitenbeobachtungen: Siehe Graphik im Anhang und http://www.ecoworld.com:80/blog/2009/04/30/antarctic-ice-increasing/). Der Südwinter 2007 war besonders kalt. In Buenos Aires gab es erstmalig seit 89 Jahren wieder Schneefall.

    Nach mehrjähriger intensiver Beschäftigung mit dieser Materie könnte ich meine Argumentationsreihe fast beliebig lange fortsetzen.

    Da Sie von falschen Voraussetzungen ausgehen, haben Ihre Behauptungen, Befürchtungen, Warnungen und Prognosen keine Substanz, auch wenn zur Zeit immer noch der überwiegende Teil der Medien und eine desinformierte Politik Ihre Einschätzungen teilen. Bitte unterdrücken Sie nicht die Entwicklung armer Länder durch Ihre ethisch unhaltbare Forderung, sie müssten CO2 einsparen.

    Mit freundlichen Grüssen

    Dr. Albrecht Glatzle

  2. Wichtige Aufklärung betreibt das E.I.K.E. und Herr LIMBURG hiermit; herzlichen Dank!
    Ob dadurch doch noch rechtzeitig vor „Kopenhagen“ Vernunft und (intellektuelle) Redlichkeit in die Politik einziehen werden und die Milliarden-Abzocke verhindert wird?
    Bitte bemühen wir uns überall darum! H. BRAN

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