Klimawandel: Privatsender ntv bietet Prof. Rahmstorf Plattform für unzutreffende Behauptungen

EIKE antwortet auf das kürzlich ausgestrahlte n.tv.de – Interview mit Prof. Rahmstorf vom Potsdamer Institut für Klimafolgenforschung (PIK) und stellt richtig
Eine Vorbemerkung in eigener Sache: Der Leser wird gebeten, für den teilweise hohen Umfang der Gegendarstellung Verständnis aufzubringen. Die angesprochenen Sachfragen sind differenzierter Natur und bedürfen daher im Interesse einer Vermeidung von Allgemeinplätzen oder gar von Polemik unabdingbar ausführlicherer Erläuterung. Die angegebenen Quellen dienen der Überprüfung der Aussagen in der EIKE-Gegendarstellung.


1.    Rahmstorf sagt aus, es gäbe einen praktisch kompletten Konsens, dass der Mensch durch seinen Ausstoß von Treibhausgasen das Klima aufheizt. Ferner beklagt er, die sog. "Skeptiker" , wären in den Medien überrepräsentiert.


EIKE: Zunächst eine Klarstellung: Die Kritiker der IPCC-Auffassung streiten die mögliche erwärmende Wirkung von zunehmendem atmosphärischem CO2 keineswegs ab. Sie sagen allerdings mit zutreffender Begründung und auf der Basis des heutigen wissenschaftlichen Stands aus, dass dieser Effekt vernachlässigbar ist und keineswegs zu einer Klimagefährdung führen kann. Wir werden im Übrigen zur Belegung dieser Aussage weiter unten den medienbekannten PIK-Professor Hans-Joachim Schellnhuber selber als unseren Zeugen auftreten lassen.
Den von Rahmstorf genannten, fast kompletten Konsens der Wissenschaft gibt es nicht. Dies bezeugen die Manifeste tausender Naturwissenschaftler und Klimaforscher, die bislang sämtlich der politischen Korrektheit in der Medienberichterstattung zum Opfer fielen. Es handelt sich (die Auszählung ist nicht vollständig) um das Leipziger Manifest [1] von 1995, den Heidelberger Aufruf [2] von 1992, die Oregon-Petition [3], die kanadische Petition von 2006 an den Ministerpräsidenten von Kanada Stephen Harper [4], das ICSC [5] und den NIPCC-Bericht [6]. Der Soziologe Prof. Kepplinger (Univ. Mainz) hat speziell deutsche Klimaforscher anonym befragt und ebenfalls keinen Konsens feststellen können [7]. Konsens ist die meistbeschworene und zugleich die unzutreffendste Behauptung in einer Auseinandersetzung von politischen Klima-Popagandisten der IPCC-Richtung mit unabhängig-neutralen Klimaforschern, Naturwissenschaftlern und Ingenieuren. Die Kritiker des IPCC treten mehrheitlich und engagiert für Naturschutz ein und haben mit der Erdölindustrie soviel gemein wie alle anderen Deutschen auch: Sie heizen ggf. ihre Wohnungen mit Öl oder Gas und fahren ihre Autos mit Diesel oder Benzin.  Sie wollen aber nicht hinnehmen, dass die wissenschaftliche Wahrheit verbogen wird.

Insbesondere wird von den Kritikern am IPCC die aus fragwürdigen CO2-Argumenten hergeleiteten Forderungen einer "neuen" Energiewirtschaft als Nachfolge-Ideologie des Marxismus identifiziert, die es sich zum Ziel gesetzt hat, unsere freiheitliche Wirtschaftsordnung und unsere demokratischen Grundlagen zu zerstören [8]. Eine unzumutbare Wortwahl wie "Klimawandel – Rote Karte für die Leugner" [9] bestätigt diese Beobachtung bestens. Mit einem derartigen Titel wird Propaganda geschürt. Niemand mit gesunden Sinnen leugnet Klimawandel. Klima wandelt sich immer, konstantes Klima ist unmöglich.

Rahmstorf sollte sich in der Konsens-Frage vielleicht an seinen Institutskollegen Prof. Hans-Joachim Schellnhuber wenden, der in der Veröffentlichung [10] als Mitautor auf S. 731 aussagt:

"Moreover, our findings may be relevant to the current debate over global warming. While most climatologists hold that there is already empirical evidence for human interference with the climate, a few others strongly disagree ".

Und dabei handelt es sich hier nur um einen, wie auch immer gearteten menschlichen Einfluss auf Klimaparameter, dem nur wenige Klimaforscher widersprechen, nicht aber um die viel unsicherere Aussage, anthropogenes CO2 sei für eine maßgebende globale Erwärmung verantwortlich. Damit ist tatsächlich die Mehrheit aller Klimaforscher nicht einverstanden, eine solche Meinung darf aber im Interesse einer Wahrung der reichlich fließenden Klima-Forschungsmittel heute nicht mehr laut geäußert werden.

Die angebliche Überrepräsentation von Skeptikern (besser: Realisten) in den deutschen Medien ist eine zynisch- absurde Falschaussage. Praktisch alle deutschen Medien sind inzwischen auf IPCC-Linie, kritische Meinungen lässt man nicht zu Wort kommen. Als stellvertretendes Beispiel kann die Süddeutsche Zeitung genannt werden. Sie berichtete von dem unmittelbar bevorstehenden Ende von Tuvalu infolge Überschwemmung durch globale Erwärmung und nannte dabei (implizit) mehrere Meter bis zum Jahre 2100. Empörte Leserbriefe, die lediglich die nüchternen Fakten anmahnten, dass bis zum heutigen Tage, weltweit gemittelt, etwa 2 mm Anstieg pro Jahr als natürliches Phänomen gemessen werden, eine Steigerung dieses Wertes nicht beobachtet wird und in Tuvalu selbst von diesem geringen Anstieg nichts zu sehen ist, wurden von der SZ nicht veröffentlicht. So sieht es zur Zeit überall im deutschen Blätterwald aus. EIKE wird in Kürze über einen besonders pikanten Fall von Wahrheitsunterdrückung berichten. Der DVGW –  Deutscher Verband des Gas- und Wasserfachs -, ein Verein, der in seiner Mitgliederzahl mit dem VDI vergleichbar ist, bat den Autor als aktives DVGW-Mitglied um einen Klimaartikel zur Veröffentlichung in seinem monatlichen Fachblatt "Energie Wasser – Praxis". Gegen den Aufsatz gab es seitens der DVGW-Redaktion inhaltlich keine Einwände, er wurde infolgedessen zur Veröffentlichung freigegeben und redaktionell fertiggestellt. Unmittelbar vor Erscheinen erfolgte dann der Rückzieher auf Grund politischer Intervention von einer dem Autor nicht bekannten Seite. Der vom DVGW bearbeitete Aufsatz, das Freigabe- und das Rückzugsschreiben an den Autor wird in den nächsten EIKE-News veröffentlicht werden, so dass sich der Leser selber ein Bild von der angeblichen "Überrepräsentation von Skeptikern" in den Medien machen kann.   

Tatsächlich herrschen hierzulande in der Klimaberichterstattung Unterdrückungsverhältnisse wie in der ehemaligen DDR, sieht man vom Straftatbestand einmal ab. EIKE hat in seinen "Medien-Enten" diese Entwicklung an Hand des z.Teil haarsträubenden Unsinns, den die deutschen Medien inzwischen über Klimafragen von sich geben, ausführlich dokumentiert. Aber nicht nur die Medien, sogar offizielle Regierungsstellen geben inzwischen Unwahrheiten von sich, wenn sie beispielsweise von bereits eingetretenen, zunehmenden Extremwetterereignissen sprechen [20]. Rahmstorf könnte etwas für die wissenschaftliche Wahrheit und ihre Verbreitung tun, wenn er sich zumindest gegen die gröbsten Unrichtigkeiten öffentlich äußerte, angesichts seiner Medienpräsenz wäre dies kein Problem. Dass er es nicht unternimmt, spricht für sich.     

2.    Rahmstorf  beklagt, dass insbesondere in den USA Realisten immer häufiger zu Wort kämen und vermutet dahinter den Umstand, dass es nun mit dem Klimaschutz ernst werden würde.

Tatsächlich beweist die Aussage von Rahmstorf nur dies: Er ist nicht an einer offenen Diskussion interessiert, sondern bevorzugt vielmehr eine undemokratische Meinungsgleichschaltung. Ein Fachmann von Format, der sich seiner Sache sicher ist, heißt dagegen Widerspruch stets willkommen. Dies gibt ihm Gelegenheit, seine richtige Auffassung zu vermitteln, zu überzeugen und dabei vielleicht noch selbst hinzu zu lernen. Das ist guter wissenschaftlicher Stil, wie wir ihn z.B. von Albert Einstein kennen. Diese Zeiten sind aber längst vorbei. Falls Realisten in den USA tatsächlich häufiger zu Wort kommen, und EIKE kann dies nicht entdecken oder gar bestätigen, liegt dies daran, dass die Fadenscheinigkeit der CO2-Katastrophe auch den Nicht-Fachleuten immer deutlicher klar wird. Die in den letzten Jahren zunehmend kälteren Winter und das stark anwachsende Arktis-Eis tun ihr Übriges.
   

3.    n.tv gibt im Interview die Aussage vor, die Klimaforscher seien sich einig, dass der globale Temperaturmittelwert nicht um mehr als 2 0C im Vergleich zur vorindustriellen Zeit ansteigen dürfe. Rahmstorf nimmt die in Interview-üblicher Weise vermutlich zuvor abgesprochene n.tv-Steilvorlage dankbar auf und stellt Zusammenhänge zwischen Erwärmung und Katastrophenereignissen, insbesondere Dürre-Ereignissen her.


EIKE: Fast alle Klimaforscher sind sich über die 2-Grad-Frage einig? Welche Klimaforscher? Hat EIKE hier etwas versäumt oder gar in der Fachliteratur überlesen? In der seriösen Fachliteratur ist über den 2-Grad-Wert nichts zu entdecken. Die ominösen 2 Grad sind politische Propaganda, die von den wenigen IPCC-Advocacy-Experten unters Volk gestreut und den Politikern angedient werden. Klima ist nicht auf irgendwelche Temperaturwerte zu stabilisieren oder zu begrenzen, das ist absurd und unmöglich. Zu diesem Punkt weiter unten mehr.

Zur Einstimmung beginnen wir wieder mit Prof. Schellnhuber, dem PIK-Kollegen von Rahmstorf. Schellnhuber hat in seinem ZEIT-Interview ein extrem düsteres Bild unserer Klimazukunft infolge zunehmender CO2-Konzentrationen gezeichnet, und EIKE hat hierüber in seinen News ausführlich berichtet [11]. Gemäß Schellnhuber ist es 5 Minuten vor Zwölf, und wenn nicht unmittrelbar gehandelt wird …. , dann geht die Welt in einer unvermeidbaren CO2-Klimaerhitzung unter, in Ozeanen bilden sich riesige Todeszonen und weiterer Unsinn mehr.

Man kann Schellnhuber aber auch einmal von seiner anderen Seite betrachten, nämlich der des seriösen Wissenschaftlers. Hier kommt Erstaunliches zum Vorschein! Schellnhuber ist Mitautor einer Fachveröffentlichung über Temperatur-Daten von weltweit insgesamt 95 Messtationen und deren statistische Interpretation [12].  In dieser Veröffentlichung lesen wir auf S. 5 unter Punkt (iii)

"In the vast majority of stations we did not see indications for a global warming of the atmosphere. Exceptions are mountain stations in the Alps [Zugspitze (D), Säntis (CH), and Sonnenblich (A)], where urban warming can be excluded."

Es bleibt das Geheimnis Schellnhubers, wie die von ihm in der Zeitschrift "DIE ZEIT" geschilderten, durch globale Erwärmung verursachten Katastrophen Realität werden können, wenn gemäß seiner eigenen Aussage keine Erwärmung existiert.
Um die Dinge weiter zurecht zu rücken, sind unten die historischen COMNISPA-Temperaturdaten bis 9000 Jahre vor unserer Zeit gezeigt. Sie stellen die genaueste historische Temperaturkurve dar, die heute zur Verfügung steht und basieren auf der Analyse von Stalagmiten [13], [19]. Ihr Verlauf wird weltweit von zahlreichen Kurven mit dem gleichen Verfahren auf allen Kontinenten bestätigt [14]. Die COMNISPA-Kurve zeigt eine früher nicht gekannte Variabilität der Globaltemperaturen. Wie soll bei solch einer Variabilität die von Rahmstorf geforderte 2-Grad-Grenze eigentlich aussehen? Die COMNISPA-Kurve belegt die Absurdität dieser Forderung.

Die COMNISPA-Kurve lässt keine Gefährdung in jüngster Zeit durch zu hohe Temperaturen erkennen. Im Gegenteil: Die mittelalterlichen Temperaturmaxima waren gut 0,5 0C höher als die jüngste Erwärmung (in rot), von den Maxima um 3500 und 7000 Jahre vor unserer Zeit ganz zu schweigen. Von ungewöhnlichen Überschwemmungen im Mittelalter ist aus der historischen Literatur nichts bekannt. Und da der jüngste Erwärmungstrend im Übrigen leider schon wieder gebrochen ist und kälteren Wintern und zunehmendem Arktis-Eis Platz gemacht hat, bleibt die Frage: "Wo, wann, wie und wodurch soll eigentlich die beschworene CO2-Katastrophe stattfinden?".  

Der von Rahmstorf hergestellte Zusammenhang zwischen Dürren und Erwärmung ist nicht durch wissenschaftliche Nachweise bzw. seriöse Fachveröffentlichungen gedeckt. Als stellvertretendes Beispiel für die hier vorgenommenen Falschaussagen von Rahmstorf seien die australischen Buschbrände näher betrachtet, in denen zahlreiche Todesopfer zu beklagen waren. Tatsächlich ging eine Hitzewelle den Brandereignissen voraus, wie sie immer wieder im Süden Australiens im Staat Victoria vorkommt und keineswegs ungewöhnlich ist. Victoria liegt im Schnittpunkt der extrem heißen Nordwinde aus den australischen Wüsten und den extrem kalten Südwinden aus der nahen Antarktis. Allen Tennis-Liebhabern, die die Australian-Open verfolgen, sind die extremen Temperaturverhältnisse von Melbourne bestens bekannt (es ist nicht ungewöhnlich, dass sich dort die Temperaturen innerhalb eines Tages um mehr als 20 Grad Celsius verändern können). Ungewöhnlich war also keineswegs die Hitzewelle, sondern die seit Jahren geübte Politik der regierenden Grünen, die es gesetzlich untersagt hatten, das brennbare Unterholz (fuel) zu entfernen und ferner den Hausbau in unmittelbarer Nähe von Waldgebieten zuließen, ja sogar noch förderten. Manche Hausbesitzer, die gegen die Vorschriften verstießen und ihre Häuser großflächig freirodeten, überlebten zwar den Feuersturm, mussten aber zuvor Geldbußen bis zu 50.000 A$ zahlen. Die größte australische Tageszeitung "The Australian" hat ausführlich hierüber berichtet. Die Brände fanden im Staat Victoria statt. In New-South-Wales, wo zwar die gleiche Hitze herrschte, aber durch frühzeitiges Abbrennen des fuel und mit Unterholzrodungen eine andere Forstpolitik betrieben wird, kam keine einzige Person durch Waldbrände zu Schaden. Die Ureinwohner Australien wenden im Übrigen das Verfahren des Abbrennens bereits seit zehntausenden Jahren an. Schlussendlich ist zu erwähnen, dass australische Forstexperten schon Wochen vor der Katastrophe dringende Warnungen vor dem Brand-Desaster aussprachen und die richtigen Gegenmaßnahmen, d.h. unmittelbare Evakuierung der betroffenen Orte forderten, denn für Unterholzrodungen war es bereits viel zu spät. Es wurde nichts unternommen!

4.    Im n.tv-Interview wird die Gefährdung durch ansteigende Meeresspiegel durch Erwärmung beschworen.

EIKE: Es ist zu betonen, dass es sich hier ausschließlich um fiktive Zukunftsaussagen auf der Basis von Modellrechnungen handelt. Bis zum heutigen Tage ist keine über die natürliche Bewegung der Meeresspiegel hinaus messbare Meeresspiegelerhöhung nachweisbar, und auch aus den früheren Warmphasen (s. COMNISPA-Kurve) sind keine ungewöhnlichen Überschwemmungen bekannt [15],[16]. Zu Modellrechnungen sagt im Übrigen das IPCC höchstselbst in seinem wissenschaftlichen Bericht von 2001, Sec. 14.2.2.2 auf S. 774 aus

„.. we are dealing with a coupled-nonlinear chaotic system, and therefore that the long-term prediction of future climate states is not possible“.

Trotzdem sind heute Computer-Klimamodelle die „Mutter“ aller IPCC-Klimakatastrophen, und in den IPCC-Berichten für Politiker ist im Gegensatz zu den wissenschaftlichen IPCC-Berichten vom vorgenannten Caveat über Klimamodelle nichts mehr zu vernehmen. Da Klimamodelle auf Wettermodellen basieren, ist ihre chaotische Eigenschaft verständlich. Wetter lässst sich bekanntlich nur bis zu einem Zeitraum von grob einer Woche zuverlässig vorhersagen, Chaos ist hier als "Schmetterlingseffekt" populär bekannt geworden. Klimamodelle sind theoretische Konstrukte, die grosso modo durch keine aktuellen Messergebnisse bestätigt werden. Die in den letzten 8 Jahren gemessene Abnahme der Globaltemperatur hat beispielsweise kein einziges Modell vorhergesagt.

5.    Im Interview ist von einer Kettenreaktion die Rede, d.h. eine real gefahrlose Erwärmung soll sich durch Verstärkungseffekte zu immer höheren Temperaturen aufschaukeln.

EIKE: Hier werden sog. Rückkoppelungen, z.B. die temperaturerhöhende Wasserdampfrückkoppelung angesprochen. Diese Rückkoppelungen gibt es, es gibt aber ebenso Gegenkoppelungen, die temperaturabsenkend wirken. Bis heute gibt es keinen wissenschaftlichen Nachweis, ob Rückkoppelungen oder Gegenkoppelungen überwiegen. In der Natur dürften die Gegenkoppelungen die Rückkoppelungen tatsächlich majorisieren, ansonsten hätten wir seit der Kreidezeit mit ihren wesentlich höheren Temperaturen und höheren CO2-Konzentrationen einen unaufhaltsamen Temperaturanstieg bis heute erlebt, oder genauer gesagt, wir würden gar nicht existieren. Auch nach den mittelalterlichen Temperaturmaxima wurde es schließlich wieder kälter. Ein überwiegende Einfluss von Rückkoppelungen ist nicht belegbar. Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen, ist  nochmals zu betonen, dass die Wissenschaft aber keine belastbar-beweiskräftigen Aussagen machen kann [17]. Jeder kann daher behaupten, was er will und seine "Klimamodelle" entsprechend so programmieren, dass sie das ausgeben, was gewünscht wird. Zu diesem Thema eine Anmerkung: einer der Autoren (Lüdecke), der mit dem Klimaforscher Dr. Urs Neu in konträrem E-Mail-Austausch stand, bat seinen E-Mail-Partner, der die Rückkoppelungen hochhielt, ihm doch bitte-sehr Beweise für das Überwiegen dieser Rückkoppelungen zu nennen bzw. Beweise dafür, dass Gegenkoppelungen gegenüber den Rückkoppelungen unmaßgeblich seien. Die freundliche und aussagekräftige Antwort von Dr. Neu an Lüdecke, der von einem Überwiegen der Gegenkoppelungen ausgeht, war: "Wollen Sie das riskieren"?
 
6.    n.tv fragt: Was ist mit dem Permafrost? Rahmstorf befürchtet, dass bei tauendem Permafrost Methan als noch stärkeres Klimagas als CO2 freigesetzt werden könnte. n.tv danach: passiert das nicht längst? Rahmstorf räumt als Antwort ein, dass es sich tatsächlich nur um ein Risko handelt.

EIKE: Ein großflächiges Auftauen des Permafrostbodens im Norden wurde bislang nicht beobachtet. Dieses Szanario wird im Übrigen mit der zunehmenden globalen Abkühlung auch zunehmend unwahrscheinlicher. Die als "Beleg" oft gezeigten schiefen, bereits z.Teil im Permafrostboden eingesunkenen russischen Holzhäuser, sind aus anderen als klimatologischen Ursachen gefährdet. Tatsächlich sind es marode, leckende Kanalisations- und Heizungsrohre, die die lokale Erwärmung und das Schmelzen des Perma-Eises verursachten (die ZEIT hat über diesen Effekt berichtet).

7.    n.tv gibt an, dass der CO2-Ausstoß bis 2050 im Vergleich zu 1990 weltweit halbiert werden muss, wenn die 2-Grad-Marke gehalten werden soll. Für Deutschland bedeute dies eine Reduzierung um 80 bis 85 Prozent. Rahmstorf sagt aus, dass dies tatsächlich notwendig sei und es vor allem machbar wäre. Gemäß Rahmstorf sei es möglich, unsere Energieversorgung zu 100% aus erneuerbaren Energien zu bestreiten.

EIKE: Zu der Frage, ob CO2 überhaupt einen merkbaren Einfluss auf Globaltemperaturen ausübt, wurde bereits oben eingegangen. Wie wir gesehen haben, gibt es hierfür bis heute keinerlei messbare Anzeichen und infolgedessen auch keine Beweise. EIKE hat oben sogar den PIK-Experten Schellnhuber hierfür als Zeugen angeführt. Rahmstorf mag ein ordentlicher Physiker sein, aber von Energiewirtschaft hat er entweder nur sehr unzureichende Kenntnisse, oder er strebt in Verfolgung einer destruktiven Ideologie die komplette Deindustrialisierung Deutschlands, wie im ehemaligen Morgenthau-Plan der Allierten nach dem 2-ten Weltkrieg an. Deutschland sollte damals in eine reine Agrarfläche umgewandelt werden. Schon heute sind weite Teile Mittel- und Norddeutschlands durch Windradparks entstellt, wobei durch diese Maßnahmen kein einziges konventionelles Kohlekraftwerk oder gar ein Kernkraftwerk ersetzt werden konnte.

Windräder liefern aktuell etwa 7% des deutschen Stroms, Photovoltaik gerade einmal 0,5%. Dieser Strom ist nutzlos, weil er unstetig anfällt und Elektrizität bekanntlich in größerem Maßstab nicht gespeichert werden kann.

100% deutsche Energieversorgung mit erneuerbaren Methoden würde in unsere Republik wieder Zustände der Energiewirtschaft einführen, wie sie zur Zeit der alten Germanen geherrscht haben, die zum Kochen und Wärmen das Brennholz aus den Wäldern sammelten. Die von Rahmstorf geforderte Reduktion des CO2-Ausstoßes in Deutschland in Höhe von 80% bis 2050 bedeutet übrigens auf Grund des Anteils Deutschlands an der globalen CO2-Emission eine bis zu diesem Zeitpunkt erzielbare Temperaturabsenkung von 0,017 0C. Niemand, der seine Sinne noch beisammen hat, kann so etwas ernst nehmen. Selbstredend wird von Rahmstorf wie auch von Schellnhuber die CO2-freie Kernenergie nicht favorisiert [18].

Quellen:

[1] http://en.wikipedia.org/wiki/Leipzig_Declaration
[2] http://en.wikipedia.org/wiki/Heidelberg_Appeal
[3] http://en.wikipedia.org/wiki/Oregon_Petition
[4] http://www.nationalpost.com/story.html?id=3711460e-bd5a-475d-a6be-4db87559d605
[5] www.climatescienceinternational.org
[6] http://www.sepp.org/publications/NIPCC-Feb%2020.pdf
[7] www.kepplinger.de/files/Der_Einfluss_der_Medien_auf_die_Klimaforschung.pdf
[8] Gärtner, E.L.: Öko-Nihilismus, TvR Medeinverlag (2007)
[9] www.pik-potsdam.de/stefan/Publications/Other/klimageschichte.pdf
[10] Koscielny-Bunde, E., Bunde, A., Havlin, S., Romaqn, H.E., Goldreich, Y., Schellnhuber, H.-J.: "Indication of a Universal Persistence Law Governing Atmospheric Variability", Physical Review Letters, Vol. 81, no. 3 (20. July 1998)
[11] www.eike-klima-energie.eu und dort den Suchbegriff "Schellnhuber" eingeben
[12] Eichner, J.F., Koscielny-Bunde, E., Bunde, A., Havlin, S., Schellnhuber, H.-J., "Power-law persistence and trends in the atmosphere: A detailed studdy of long temperature records", Physical Review E 68, 046133 (2003)
[13] Mangini,A. et al.: Persistent Influence of the North Atlantic hydrography on central European winter temperature during the last 9000 years, Geophysical Research Letters, 18. Jan. 2007
[14] www.co2science.org, dort "data" – "medieval warm period project"
[15] Puls, K-E.: "Anthropogener Meeresspiegelanstieg – Vom Konstrukt zur Panik?, Naturwissenschaftliche Rundschau, 61. Jahrgang, Heft 11 (2008)
[16] Mörner, N.-A.: Claim That Sea Level Rising Is a Total Fraud, Interview with Dr. Nils-Axel Mörner,
     June 22, 2007 EIR Economics 33, http://www.schmanck.de/KlimaWiss/SeaLevel.htm
[17] Lindzen, R.: "Climate Alarm: What we are up against, and what to do", News Releases, The Heartland Institute, 8.3.2009
[18] Rahmstorf, S., Schellnhuber, H.J.: Der Klimawandel, C.Beck, Wissen (2007)
[19] Lüdecke, H.-J.: "Tropfsteine heizen Klimadebatte an", Wiener Zeitung, Forschung, 29.April 2009
[20] S. hierzu beispielsweise die Webseite des Baden-Württembergischen Umwelministeriums

Prof. Dr. Horst-Joachim Lüdecke
EIKE-Pressesprecher

P.S.: Der Autor dankt den Kollegen Limburg (Dipl.-Ing. und EIKE-Vizepräsident) und EIKE-Mitglied Dr. Link (Dipl.-Physiker) für nützliche Anmerkungen, Korrekturen und Ergänzungen.

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5 Kommentar(e)

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1

@Erik M.:
danke für den Hinweis, aber ich suche den kompletten Report. Hast du da vielleicht einen Link?

2

In dem ersten Satz der Gegensdarstellung wird behauptet, dass die IPCC-Kritker eine zunehmende Erwärmung durch zusätzliches CO2 nicht abstreiten.

Das ist erstens falsch und zweitens, wo sind die Beweise für diese These. Sollte man bei EIKE etwa immer noch an den Treibhauseffekt glauben?

3

@Klimalaie
den NIPCC-Bericht finden Sie im Link der Fussnote [6) am Ende des Beitrags unter "Quellen:" 😉

4

... genau die passende Antwort! Mit Fakten und Quellen. Hoffentlich lesen das auch die Redakteure von n-TV und was noch wichtiger ist, viele, viele Menschen in unserem Land! Aber ich denke schon. Zumindest in meinem Bekannten- und Kollegenkreis kennt mittlerweile jeder die EIKE-Homepage.

5

Hallo,
in diesem Artikel wird der NIPCC Bericht erwähnt. Ich bin auf verzweifelter Suche nach ihm. Hat vielleicht einer einen Link?

Gruß