„Menschengemachter Klimawandel“? Ein Symposion

Der Philosoph und Lehrbeauftragte der TU Braunschweig, Dr. Gerhard Engel, hat die etwa 30-seitige Schrift „Menschgemachter Klimawandel, Ein Symposion“ vorgelegt. Es ist ein kleines Meisterwerk. Nach dem Muster philosophischer Diskussionen kommen alle Meinungsstandpunkte zu Wort. Neutraler Diskussionsleiter, der die hochgehenden Wogen stets glätten muss, ist ALPHA, die Gesprächskontahenten sind BETA, GAMMA, DELTA, EPSILON, PSI und OMEGA. GAMMA und EPSILON stehen für Naturwissenschaftler, BETA und DELTA für Soziologen, OMEGA und PSI schließlich für klimakatastrophen-verängstigte Bürger, die ein totales Umschwenken unserer Wirtschaft fordern. Über das Ergebnis der Diskussion soll hier nichts verraten werden, um die Spannung zu erhalten.


Das Werk (hier downloaden oder unten)wird durch emotional-bissige oder verärgerte Randbemerkungen der Kontrahenten ironisch gewürzt und stellt reinsten Lesegenuss dar. Der Humor kommt niemals zu kurz. Das erstaunlichste aber ist das hohe Fachniveau der Schrift, allein die umfassenden Literaturnachweise sind eine Fundgrube für Klimainteressierte. Es nötigt Respekt ab, wie es ein klimafachfremder Philosoph bewerkstelligen konnte, so punktgenau die wesentlichen naturwissenschaftlichen Streitpunkte herauszustellen, denn von Philosophen ist man eigentlich anderes gewohnt. Wenn überhaupt Kritik an dieser kleinen Kostbarkeit erlaubt sei, so ist es vielleicht der Skepsisvertreter OMEGA, der sich das Argument entgehen ließ, dass alle Klimaktastrophen bislang fiktiv sind und auf Computermodellen beruhen. Damit lägen ironische Seitenhiebe auf die Ideenphilosophie Platons nahe, etwa ein humoriger Vergleich mit dem Höhlengleichnis. Die Modelle wären die Schatten an der Wand und das reale Klima die Wirklichkeit – passen sie zusammen?

Man kann dem Autor empfehlen, sein Werk auch einmal als Theaterstück zu versuchen. Es ist bereits in der aktuellen Form hierfür geeignet angelegt. Nochmals Hut ab vor dieser Arbeit!

Prof. Dr. Horst-Joachim Lüdecke
(Dipl.-Physiker)
EIKE-Pressesprecher

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2 Kommentar(e)

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1
Albert Krause

Eine herrliche Arbeit! Für welchen Preis könnte man den Autor vorschlagen?
Kann EIKE nicht einen Weg finden, diese an Treffsicherheit kaum zu überbietende Arbeit (die kleinen Schwächen, die Lüdecke schon genannt hat und die wenigen Druckfehler wären leicht auszubessern) einem größeren Publikum nicht nur "näher zu bringen", sondern regelrecht "auf die Nase zu binden"? Zum Beispiel als Lektüre in deutschen Schulen, Lesen mit verteilten Rollen oder etwas anderes ähnliches, was die Pädagogen gerne und die Schüler mögen.
Mein Minimum einstweilen: Allerherzlichsten Glückwunsch Herrn Dr. Engel und falls ich mich nicht sehr irre: auch seinem Koautor, Professor Gerlich!

2

„P.70 Gamma: Oh, ich finde, man sollte auch dann an der Unterscheidung von Wetter und Klima festhalten dürfen, ......Kürzere Zeiträume sind für statistisch gesicherte Trendprognosen irrelevant ....“
Schade, das GAMMA so unkritisch mit dem Wort „Klima“ umgeht. Dazu ein Auszug aus DIE WELT, 25 März 1994, http://www.ozeanklima.de ,

Seit 150 Jahren wird Klima von der Wissenschaft definiert als das durchschnittliche Wetter in einer Region über einen längeren Zeitraum von rund 30 Jahren. Dass durchschnittliches Wetter auch dann durchschnittliches Wetter bleibt, wenn dieser Beschreibung ein anderer Name gegeben wird, hat bis vor wenigen Jahren niemanden gestört. Klima war denn auch nur ein Begriff in der Umgangssprache und in der Fachwelt selten zu hören. Was der Laie hinreichend genau mit sonnigem, mildem, regnerischem, maritimem und kontinentalem Klima bezeichnen konnte, wurde anderweitig nur in Statistik umgesetzt. Das Addieren und Teilen von Zahlen war Buchhaltertätigkeit von gesammelten Wetterdaten für die "Krummen und Lahmen" in meteorologischen Diensten. Der Altmeister dieser Zunft, der studierte Biologe Wladimir Köppen (1846-1940), brachte dies auf den Nenner: Die Witterung ändert sich, das Klima bleibt.
Nun stehen doch Klimaänderungen zur Diskussion. Modellrechnungen belegen dies, sagen Köppens Erben und begründen dies damit, dass die Konzentration von Treibhausgasen in der Atmosphäre wie auch die Lufttemperaturen steigen. Was Klima jedoch sein soll, darüber schweigt sich das neue Übereinkommen (Klimaübereinkommen von 1992) aus. Statt dessen werden nur Klimaänderungen und Klimasystem definiert. Über den Wert dieser Beschreibungen machten sich die Politiker keine Gedanken und akzeptierten sie als wissenschaftliche Definition (BT Drs. 12/4489 vom 5. März 1993). Dabei hätte jedoch auffallen müssen, dass es sich um nicht mehr als inhaltlose Formulierungen handelt. So soll "Klimasystem" bedeuten: die Gesamtheit der Atmosphäre, Hydrosphäre, Biosphäre und Geosphäre. Nachvollziehbar ist, dass sich jetzt jede klassische Naturwissenschaft für alle möglichen Vorhaben auf K1imasystemforschung berufen kann. Denn nach den jetzigen Vorgaben hätte man Klimasystem auch beschreiben können als das Zusammenwirken der Natur in ihrer Gesamtheit. Ein neues Etikett für den gebräuchlichen Begriff "Natursystem" ist überflüssig und keine Verständnishilfe für Politiker und Laien.
Zur Posse wird das Übereinkommen, wenn dort festgelegt wird: Klimaänderungen bedeutet Änderung des Klimas. Dieser Flop ist darauf zurückzuführen., dass die erste Weltklimakonferenz im Jahr 1979 den Versuch unternommen hat ,Klimaänderungen’ als statistische Abweichung von der Beobachtungsperiode gegenüber einer weiteren Beobachtungsperiode zu beschreiben.
Volle Text: http://www.ozeanklima.de/WELT_25031994/DIE_WELT_25031994.pdf,
Vgl. auch einen weiteren Beitrag zum Thema „Klima“ in DIE WELT, vom 26. April 1994: http://www.ozeanklima.de/#_ftnref4