Klimakongress in Posen: Der Kongress tagt, doch die heiße Luft ist raus!

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An die 10.000 Teilnehmer sollen sich in der polnischen Industriestadt Posen versammelt haben, um die Erweiterung des Kyotoprotokolls voran zu treiben. Nachdem man sich in Bonn, Nairobi, Bali und jetzt in Posen traf, sollte es nun wirklich rund gehen. Mit immensem Aufwand werden geeignete Kongresstädte ausgewählt, die örtliche Hotellerie verdoppelt und verdreifacht glücklich ob der Wahl gleich die Preise, denn UN Teilnehmer und Beobachter sind bekannt dafür, daß sie alles zahlen (lassen). Diesmal also Posen. Die Posener wären sehr glücklich, zur Rettung der
Welt beizutragen versichert stolz ihr Oberbürgemeister.


Und

entsprechend ist der Aufwand – nicht nur der Stadt- die in einer

großzügigen Geste- den Teilnehmern sogar die kostenlose Fahrt im ÖPNV

erlaubt, sondern auch seitens der UNEP und ihrer Teilnehmer. Wie aus

gut informierten Kreisen der UNEP bekannt wurde, beträgt allein das

Core Budget für die letzten Großkongresse 54 Millionen $US. Und die

wollen ausgegeben sein. Entsprechend mächtig ist das Angebot an

riesigen Plakatwänden, an Pavillons, an NGO Ständen, an Computern für

allgemeinen Zugriff  und vor allem an Sicherheitspersonal.
Nur,

irgendwie hat der  Besucher das Gefühl von Leere. Mal etwas

weniger leer, mal etwas mehr. Die wenigen Besucher – sehr viele aus den

Entwicklungsländern-  schauen sich sehr entspannt die vielen -fast

immer- unbesetzten Stände der NGO´s an, die dort in großer Zahl ihre

herzzerreißenden Alarmmeldungen anpreisen, wie auf dem Obstmarkt der

Bananenhändler seine Restbestände. Man kennt sich, Küßchen links,

Küßchen rechts- man sieht sich ja nicht zum erstenmal und man

verabschiedet sich fröhlich auf ein Wiedersehen – mit Staatsknete

bezahlt- in Wonderful Copenhagen. Irgendwie will der ganze dargestellte

Alarmismus nicht zur Atmosphäre des sehr dünn besuchten Kongresses

passen. Wenige Delegierte suchen die fast immer leeren Medienstände

auf, immer emsig Ausschau haltend nach einem Reporter, der evtl. ein

Interview aufnehmen will.

Die EU hat sich gleich eine ganze Halle gemietet und eine schöne teure

Standlandschaft dahin geklotzt. Da darf dann auch nicht jeder rein. Nur

Delegierte versteht sich. Und wenn dann mal – selten genug- ein großes

Tier erscheint, meist in Begleitung eines Vor- und Nachtrosses, dann

heben sich die müden Blicke der sich vom Stress erholenden Besucher ein

wenig. Gleich aber wendet man sich wieder wichtigeren Fragen zu: Wie

sichern wir uns weiter Staatsgelder für Projekt A, wie kann man die

Mittelzuteilung für Projekt C duch neue Meeresspiegel Scenarien weiter

erhöhen. Oder wichtiger: Was machen wir heute abend? Die Bar gestern

war doch super? Und so weiter, und so weiter.

Wirklich Wichtiges wurde also in Posen weder gezeigt noch beschlossen.

Das Wenige aber in kräftige Worte gefaßt und der Welt als Erfolg

verkauft. Irgendwie hat der Beobachter aber trotzdem das Gefühl:  Die

Luft ist raus. Nur haben es bisher die meisten Medien noch nicht so richtig bemerkt.

Viele tun immer noch so, als ob morgen die Welt untergeht. Dabei wird die Welt seit langem kühler. Nicht nur in Posen, wie alle Meßstationen weltweit bestätigen.(s. Grafik unten). Manche brauchen eben etwas länger, das Offensichtliche zu bemerken. Zuviele Milliardengschäfte -zu unser aller Lasten- hängen wohl daran. Dazu paßt dann auch das traurig, frustrierte Statement in

Spiegel Online

"Louis Palmer hatte vom Klimagipfel in Posen mehr

erwartet. Denn das Interesse an Klimawandel und Erderwärmung hat durch

die Finanzkrise spürbar

abgenommen."

Und  Solartaxifahrer Louis Palmer im grauen, winterlich, kalten Posen zitiert resigniert einen Journalisten:

Jetzt habe so manche Zeitung aus Deutschland keinen Journalisten nach

Polen geschickt, weil das zu teuer sei. "Und die Leute mögen das Thema

nicht mehr hören."

denn…"Es ist kalt draußen. Und die Konferenz hat nicht den Charme,

den die Bali-Konferenz hatte. Es ist nur wenig Presse vor Ort, und die

ganze Stimmung ist so, als ob alle möglichst schnell wieder abreisen

möchten.

Es gibt doch auch noch gute Nachrichten!

Michael Limburg EIKE

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