Steigen die Arktis-Temperaturen wirklich auf ein Rekordhoch?

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Die klare Antwort NEIN! Hier ist die Wahrheit:

Die Arktische Erwärmung in den 30er und 40 er Jahren des 20. Jahrhunderts war deutlich stärker. ( CRU, Jones 2008)

Gleichwohl berichten die Nachrichtenagenturen heute erneut von dramatischen Temperatursteigerungen in der Arktis, anläßlich eines Berichtes der NOAA (http://www.arctic.noaa.gov/reportcard/).


Zitat ?Der Spiegel?:
? Der Klimawandel in der Arktis nimmt dramatische Ausmaße an: Die Temperaturen in diesem Herbst liegen um satte fünf Grad über dem Normalwert – und damit so hoch wie noch nie seit Beginn der Messungen. Nun schmilzt das Eis im hohen Norden noch schneller, es droht eine Kettenreaktion. ?

 Dann schreibt der Spiegel weiter:

 ?Der jährliche Bericht der US-Wetter- und Ozeanbehörde NOAA verheißt nichts Gutes: Die Temperaturen in der Arktis liegen um fünf Grad über dem langjährigen Durchschnitt, schreiben die 46 Wissenschaftler aus zehn Ländern.

Der Grund sei unter anderem der zuletzt dramatische Verlust von Meereis: Je weniger Eis auf der Wasseroberfläche schwimmt, desto weniger Sonnenlicht wird ins All reflektiert. Die Folge: Das Wasser und damit auch die Luft erhitzen sich noch schneller, wodurch wiederum mehr Eis schmilzt – der Klimawandel in der Arktis verstärkt sich durch diesen Rückkopplungseffekt selbst und ist deutlich stärker ausgeprägt als in anderen Weltregionen.?

Im Folgenden soll nur auf den Temperaturteil der Studie eingegangen werden. (http://www.arctic.noaa.gov/reportcard/atmosphere.html)

Auf den ersten Blick sieht die dort präsentierte Temperaturkurve dramatisch aus,  jedoch zeigt sie nicht die ganze Wahrheit.

In der Zusammenfassung kann man lesen: Die Herbsttemperaturen liegen um 5°C über dem langjährigen Mittelwert und dieser wird berechnet aus den Jahresmittelwerten 1961?90. Die Abbildung in der Studie zeigt jedoch nicht die Herbsttemperaturen der Arktis, sondern die an Land gemessenen Lufttemperaturen zwischen dem 60. und 90. Breitengrad.

 

Wie man leicht sehen kann ist der Anstieg der Temperatur seit ca. 1960 ungefähr 1,5°C im Jahresmittel an Land. Und wo bleiben die Temperaturen auf See?

Die tatsächlichen gemittelten Temperaturen der gesamten Arktis  aus derselben Datenbank (CRU, Phil Jones) im 70. ? 90. Breitengrad sind oben zu sehen.

Daraus geht klar hervor, daß die arktische Erwärmung zwischen 1918 und 1960 viel stärker war und eine Erwärmung von ca. 4°C zwischen 1918 und 1938 stattgefunden hat. Betrachtet man nur den Anstieg seit 1960, erhält man genau den Eindruck den ?interessierte Kreise? uns vermitteln wollen.

Die Geographiebücher sagen uns, daß die Arktis nördlich des 66,33. Breitengrades liegt und ca. 26 Millionen km2 Fläche umfaßt, davon sind ca. 12 Millionen km2 Land (Grönland, Kanada, Rußland usw. siehe weiß oben eingeblendet) und 14 Millionen km2 Arktischer Ozean (im Polarkreis schwarz).

 

Schlußfolgerung: 

Die Pressemeldung Zitat:? Die Temperaturen in der Arktis liegen um fünf Grad über dem langjährigen Durchschnitt? ist deshalb falsch, denn der arktische Ozean ( mehr als 50% der Fläche) wurde nicht berücksichtigt, was man ja auch unter der Grafik lesen kann.

Sehr trickreich ist auch: Man vermeldet 5°C Temperatursteigerung im Herbst, zeigt die gemittelten Jahrestemperaturen an Land und diskutiert als Ursache das geschmolzene Eis auf dem Meer!
Dies ist Pseudowissenschaft.

Im Übrigen:

Die Wiederholung der Arktischen Erwärmung der 30er Jahre haben Forscher der Ohio State University anhand der Auswertung von Karten und Bildmaterial der Region in einer Studie 2007 auch nachgewiesen. (http://researchnews.osu.edu/archive/grnlndice.htm)

 

Zitat: ? The fact that recent changes to Greenland’s ice sheet mirror its behavior nearly 70 years ago is increasing researchers‘ confidence and alarm as to what the future holds. Recent warming around the frozen island actually lags behind the global average warming pattern by about 1-2 degrees C.?

Und zum Schluß noch mehr Wahrheiten: Die Eismasse nimmt seit 2007 dramatisch zu, siehe unten ( The Cryosphere today 17.10.08):

Ernst-Georg Beck

Dipl. Biol.

17.10.2008

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