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Montag, 15.12.2014 08:46

EIKE 8. IKEK: "Energiewende – Das Milliardengrab ?"

Vortrag von von Dipl.-Ing. Michael Limburg

Die „Energiewende“ durch die politische Führung in Deutschland ist ein Billionengrab, ein Euro-Billionen-Grab. Wenn die Wende weiterhin so abläuft, wie es die politischen Beschlüsse und Ankündigungen vorsehen, dann wird sie die deutschen Stromverbraucher in Privathaushalten und Wirtschaft bis zum Jahr 2050 voraussichtlich mit insgesamt mindestens 7 Billionen Euro belasten. Es könnten auch 9 Billionen werden. Das hat der Diplom-Ingenieur Michael Limburg auf der 8. Internationalen Klima- und Energiekonferenz im Oktober des Jahres in Frankfurt am Main vorgerechnet

M. Limburg beim Vortrag auf der 8.IKEK

(Text von Dr. K.P. Krause)

Wie sich die 7 Billionen Euro zusammensetzen


Allein die zusätzlichen Stromkosten, die das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) verursacht, beziffert Limburg auf rund 2 Billionen Euro. Die zusätzlichen Kosten für das Stromnetz mit weiteren Trassen veranschlagt er auf 1 bis 1,5 Billionen. Die Energiesparverordnung (EnEV) führt nach Limburg zu einer Kostenbelastung von rund 3 Billionen. Hinzukommt: Mit zu hohen Stromkosten verlieren Betriebe an Wettbewerbsfähigkeit. Zwingt das, wie es schon geschieht, zu Schließungen oder zu Verlagerungen ins Ausland, gehen Arbeitsplätze dauerhaft verloren. Die Kosten, die sich daraus ergeben, sind noch nicht bezifferbar, aber es werden, so Limburg, weitere Milliarden sein. Hinzukommt, dass mit immer mehr Windkraft- und Fotovoltaikanlagen die Gefahr für die Netzstabilität noch größer wird als schon bisher. Denn der Strom mit Wind und Sonne ist höchst unzuverlässig, ist „Flatterstrom“. Netzzusammenbrüche führen zu flächendeckenden Stromausfällen. Auch diese Kosten lassen sich vorher schwer berechnen. In die Milliarden werden auch sie gehen.

Video von der 8.IKEK am 16.10.14 in Frankfurt/Main Energiewende das Milliardengrab? 

7 Billionen Euro sinnlos verpulvert Also rund 7 Billionen insgesamt. Wer nun sagt „Na ja, bis zum Jahr 2050 ist es noch ziemlich weit, und der jährliche Betrag – seit Beginn bis dahin durchschnittlich auf die Jahre gerechnet – sieht doch schon viel kommoder aus, das packen wir schon“, der unterschlägt, das auch der jährliche Betrag schon zuviel ist. Vor allem aber unterschlägt er dies: Diese Kosten von 7 Billionen sind völlig unnötig und werden sinnlos verpulvert. Denn ohne seine „Energiewende“ könnte sich Deutschland wie zuvor reibungslos und sicher mit Strom versorgen, ohne diese Billionen ausgeben zu müssen und ohne alle damit zu belasten. Und noch schlimmer: Das Klima wird damit schon gar nicht gerettet, dieses vorgebliche Ziel also noch nicht einmal erreicht. Wieviel sind 7 Billionen? Zum Beispiel: 140 Milliarden 50-Euro-Scheine Eine Billion ist bekanntlich eine Eins mit zwölf Nullen. Eine Billion sind tausend Milliarden, sieben Billionen also siebentausend Milliarden oder siebenhunderttausend Millionen oder sieben Millionen Millionen. Das sind Größenordnungen, die sich der Normalbürger schwer vorstellen kann. Versuchen wir es mal mit der 50-Euro-Banknote. Wer eine Billion Euro in 50-Euro-Scheinen auszahlen wollte, müsste sich 20 Milliarden dieser Scheine besorgen. Würde man alle diese Geldscheine der Länge nach hintereinander legen, so entstünde ein Band, das sich siebzigmal um den Erdball wickeln ließe. 2) Das also ist eine Billion. Aber mit sieben Billionen Euro in 50-Euro-Noten (= 140 Milliarden Scheine) käme man vierhundertundneunzigmal um die Erde herum. Also ziemlich viel Holz, untertreibend salopp gesagt. Aber zuviel Holz, wenn man nicht verblödet ist, es sei denn, es stecken Ziele dahinter, die verborgen bleiben sollen. Aber was verborgen wird, ist noch gefährlicher. Womit die Menschen für die „Energiewende“ geködert werden An Zielen, an Absichten, die nicht verborgen werden, führte Limburg in Frankfurt (neben dem Vermeiden von CO2 als „Klimaschutz“) diese auf: eine nachhaltige Entwicklung der Energieversorgung ermöglichen, die volkswirtschaftlichen Kosten der Energieversorgung auch durch die Einbeziehung langfristiger externer Effekte verringern (Internalisierung externer Kosten), fossile Energieressourcen schonen und die Weiterentwicklung von Technologien zur Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Quellen fördern sowie mit der EnEV bis 2050 einen nahezu „klimaneutralen“ Gebäudebestand zu erreichen. Ebenfalls ausdrückliches Ziel der Energiewende ist „Weg von der Stromerzeugung mit Kernkraft“. Aber für die Wende geködert werden die Menschen mit der bekannten, aber unbewiesenen Behauptung, anthropogenes CO2 führe zu einer zu starken Erwärmung der Erde und damit zu einem Klimawandel, folglich sei das (bestehende) Klima zu retten. Für 7 Billionen Euro ein Temperatursenkungseffekt in 36 Jahren um 0,004 Grad Selbst dann, wenn man der Behauptung glaubt und ihr folgt: Das Ergebnis ist derart grotesk, dass es ein Wahnsinn ist, dafür 7 Billionen Euro auszugeben und zu verschwenden. Auch das führte Limburg vor. Geht man vom Jahr 2000 aus, dann belief sich der errechnete deutsche Ausstoß von anthropogenem CO2 in Deutschland (Industrie, Haushalte, Verkehr, Energie u.a.) auf rund 830 Millionen Tonnen. Da sind zwar auch andere sogenannte Treibhausgase dabei, aber zu 99 Prozent bestehen diese 830 Millionen aus CO2. Der Ausstoß dieses vorgeblichen Treibhausgases soll – unter anderem durch Stromerzeugung mittels Wind, Sonne und „Biogas“ – bis 2050 auf 166 Millionen Tonnen verringert werden. Dann hätte das einen errechneten Temperatursenkungseffekt von gewaltigen 0,004 Grad – aber nur rein theoretisch, denn ob es wirklich (in 36 Jahren!) so kommt, ist unbeweisbar. Für zigtausend subventionierte Arbeitsplätze zigtausende bedrohte und vernichtete Die Arbeitsplätze in der Windkraft-, Fotovoltaik- und Biogasindustrie sind hochsubventioniert. So beliefen sich die EEG-bedingten Zwangsbelastungen der Stromverbraucher 2013 netto auf rund 20 Milliarden Euro. Mit diesem Betrag wurden die Erzeuger von EEG-Strom (aus Wind, Sonne, Biogas) subventioniert. 2013 waren in dieser Industrie nach Angaben Limburgs rund 85 000 Menschen real beschäftigt. Jeder Arbeitsplatz ist also im Durchschnitt mit 235 000 Euro subventioniert worden, weit mehr als einst im deutschen Kohlebergbau. Diesen subventionierten Arbeitsplätzen muss man auch jene Arbeitsplätze gegenüberstellen, die die Energiewende durch die Stromverteuerung vernichtet. Als Beispiele direkter Arbeitsplatzverluste nannte Limburg diese: Bei den Stromversorgern seien 20 000 Beschäftigte bedroht, bei den Kraftwerkzulieferern akut derzeit etwa 10 000, EnBW baue 1350 Arbeitsplätze ab, RWE 10 400, EON 11 000, Siemens (bei der Windkraft) 1000, Vattenfall 1500 sowie RWE, Evonik, Lanxess zusammen 30 000.3)

Test von K.P. Krauses Blog hier


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17 Kommentare:
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#1: Hans Diehl sagt:

am Montag, 15.12.2014, 10:59

Jede „seriöse“ Kostenbetrachtung basiert auf einer „Kosten/Nutzen“ Rechnung.
Allein damit ist schon alles über die 7 Billionen gesagt.

 

#2: Ulrich Walter sagt:

am Montag, 15.12.2014, 11:13

und da hat die Diehle wieder n Brett vor dem Kopf!

 

#3: T.Heinzow sagt:

am Montag, 15.12.2014, 11:18

Der intelligenteste und kürzeste Nullsatz des Jahres?:

"Allein damit ist schon alles über die 7 Billionen gesagt." Autor Pseudonym H. Diehl

 

#4: Rudolf Schmidt sagt:

am Montag, 15.12.2014, 11:27

Es muss doch endlich etwas geschehen, was diese schwachsinnige Energiewende und das weitere Vernichten von Vermögen stoppt. Inzwischen gibt es ja viele Bürgerinitiativen gegen Windmühlen, die sich an der Naturverschandelung und Gesundheitsgefährdungen entzünden, die aber immer noch nicht die Sinnlosigkeit erkennen. Wo bleibt denn Verdi, nichts zu hören und nichts zu sehen, sind doch Arbeitsplätze durch deren Verlagerung ins energiesichere Ausland bedroht. Es ist schon erstaunlich, wie die jahrelange Indoktrination von Ängsten gegen Kernenergie und CO2 fruchtet, aber nur bei uns und sonst nirgendwo. Wieso lebt noch jemand im Schwarzwald oder gar in der Schweiz, wo die natürliche Exposition radioaktiver Strahlung erheblich ist (siehe z.B. das Radon-Kataster im Internet), auch kann man die Grüngewandelten nur von einem Aufenthalt in einem Krankenhaus warnen. Die dort gegebene Exposition radioaktiver Strahlung nimmt doch jeder klag- und folgenlos im Kauf.

 

#5: Hans Diehl sagt:

am Montag, 15.12.2014, 13:05

Danke für die Bewertung. Besonders erfreulich, weil sie von einem ausgewiesenen Spezialisten für Parkplätze am Fischmarkt kommt.

 

#6: T.Heinzow sagt:

am Montag, 15.12.2014, 16:39

" ... dafür 7 Billionen Euro auszugeben"

Wenn es denn nur 7 Billionen EURONEN wären. Bei derartigen Berechnungen wird immer wieder vergessen, daß die Grundsätze der Investionsrechnung anzuwenden sind und methodisch zur realen potentiellen Schadsens-/Nutzenberechnung mindestens eine Alternativinvestion vollständig durchzurechnen ist. Dies heißt, daß nicht nur die Verluste zu thesaurieren und zu verzinsen sind, bis zum Break-Even-Punkt (wenn der denn je erreicht wird) und sich die Verluste aus der Differenz zum Verlauf der Kosten/Gewinne der Alternativinvestition(en) ergeben. Deshalb sind die 7 Billionen EURO m.E. zu niedrig gegriffen. Die bereits verschrotteten Windmühlen verursachen ja wegen der Fehlinvestition, die ja nur Verluste beschert hat, immer noch Schäden, wegen der weiter ansteigenden Zinslasten und der Differenz zu den Gewinnen der Alternativinvestition.

Die andere Frage ist, und das muß auch bei einem solchen Vortrag berücksichtigt werden, ob die Zuhörer die Hebelwirkung von Zins- und Zinseszins nebst der Thesaurierung von Verlusten überhaupt begreifen können. Denen wird ja immer erzählt, daß man mit abgeschriebenen Kraftwerken viel Geld verdienen kann ... . Und dann gibt es noch die Trollos vom Fischmarkt, die meinen durch Ersatz von billigen Waren durch teure Waren die Waren billiger machen zu können. Man sollte nicht übersehen, daß im Windmühlenland Schleswig-Holstein immerhin 7% der Schüler die Schulen ohne Abschluß verlassen. Ein enormes Wählerpotential für die Rattenfänger von Kiel ...

Kommentar:

"Wenn es denn nur 7 Billionen EURONEN wären. Bei derartigen Berechnungen wird immer wieder vergessen"
Nicht vergessen, sondern aus praktischen Gründen weggelassen. Das hätte den Vortrag überfrachtet, ohne mehr Erkenntnisgewinn zu garantieren.
mfG
M.L.

 

#7: T.Heinzow sagt:

am Montag, 15.12.2014, 20:00

"Das hätte den Vortrag überfrachtet, ohne mehr Erkenntnisgewinn zu garantieren."

Das habe ich auch so gesehen: "...und das muß auch bei einem solchen Vortrag berücksichtigt werden, ob die Zuhörer die Hebelwirkung von Zins- und Zinseszins nebst der Thesaurierung von Verlusten überhaupt begreifen können."

Der zusätzliche Erkenntnisgewinn der Berücksichtigung ist die Widerlegung des Märchens von der sog. "Anschubfinanzierung" und der garantierten Rentabilität je früher investiert wird. Mal schauen ob man das in einer plausiblen Graphik für Laien unterbringen kann.

 

#8: Walter Grobe sagt:

am Montag, 15.12.2014, 20:17

9 Billionen € bis 2050 „sinnlos verpulvert“ – diese Formulierung lenkt davon ab, daß es für Teile der Gesellschaft ein solches Programm durchaus Sinn macht.
Selbstverständlich ist es unter dem Gesichtspunkt einer sicheren und bezahlbaren Stromversorgung nicht nur kontraproduktiv, sondern sogar gefährlich, und die Klima-Argumentation ist rein idiotisch. Aber unter Kapital-Gesichtspunkten ist diese Verpulverung durchaus nicht idiotisch. Diese 9 Billionen werden durch zahlreiche Hände gegangen sein, darunter Banken, Investment-Gesellschaften, nicht wenige Schwindelfirmen ( wie längst erlebt);Firmen, die die Windräder, Leitungen usf. produzieren, reparieren, Handwerker usw. usf, Landwirte, die die Subventionen für die Solarpaneele auf ihren Scheunendächern gern einstreichen und ihren Boden für Windräder verkaufen; Hausbesitzer, die damit gleichfalls Schnäppchen zu machen hoffen…. Die alle und viele mehr können das Programm ganz und gar nicht als „sinnlos“ betrachten.
Unter volkswirtschaftlichem Aspekt kann man das Programm durchaus auch als eine Verzweiflungsmaßnahme des Staats gegen die ökonomische Krise sehen. ‚Wir wracken die bestehende Stromstruktur ab und bauen eine neue, damit der Rubel weiter rollen kann. Daß die neue Struktur eine viel schlechtere ist, darf in Kauf genommen werden.‘ Der Rubel wird denjenigen Teilen der Gesellschaft abgezwackt, die nicht in der Lage sind, sich unter die Profiteure des Programms einzureihen und in ihrer Rolle als Stromverbraucher und Steuerzahler es bezahlen müssen.
Es gibt einen noch übergeordneten politischen Aspekt. Man stelle sich einmal eine Entwicklung Deutschlands vor, in der durch den Ausbau der Kernenergie und ihre technische Weiterentwicklung der Strompreis so niedrig wäre, daß Industrien sich wieder ansiedeln würden, so manche Infrastrukturen auf ein höheres Niveau gehoben und die Kerntechnik in viele Länder exportiert werden könnte. Das Land würde sich damit wichtige Grundlagen sichern, um sein wissenschaftlich-technisches Potential, um das es weltweit noch immer beneidet wird, zu entwickeln (statt es zu verschrumpfen, was ein weiterer, durchaus nicht zufälliger Aspekt derjenigen Politik ist, die auf Energiewende macht). Das innere zivilisatorische Niveau würde steigen, so manche alte Gesellschafts- und Kapitalstruktur käme ins Wackeln, und bestimmte äußere Mächte würden wegen „Gefährdungen des internationalen Gleichgewichts“ intervenieren. Um es ganz kurz anzudeuten: der deutsche Kapitalismus und der Staat haben selbst Angst vor solchen Entwicklungen, und diese Angst ist der eigentliche Grund letzter Instanz, warum sie alle auf eine solche „Energiewende“ machen. Die Energiewende wurde von allen führenden Kapitalvertretern einschließlich der Führungen von RWE und Eon längst befürwortet. Im Sinne solcher reaktionären, umwälzungsfeindlichen politischen Bedürfnisse ist die Energiewende unerläßlich. Kein Argument, wie „idiotisch“ sie doch im Sinne der Stromversorgung sei, wird dieses politische Konzept erschüttern. Das ganze System steht in Frage.



 

#9: Dr. Wolfgang Rasim sagt:

am Dienstag, 16.12.2014, 01:22

# 8 Walter Grobe,

ich erkenne hier eine inhaltliche Übereinstimmung mit
u. a. Diskussionsbeitrag # 33 zu
"Energiewende Hauptakteur Graichen gesteht: Wir haben uns geirrt" (Lüdecke/Limburg; 10.12.204)

#33: Gerhard Bleckmannn sagt:

am Donnerstag, 11.12.2014, 16:50

"Deutschland ist ein Problem, weil die Deutschen fleißiger, disziplinierter und begabter als der Rest Europas sind.
Das wird immer wieder zu ‘Ungleichgewichten’ führen. Dem kann aber gegengesteuert werden, indem so viel Geld wie nur möglich aus Deutschland heraus geleitet wird. Es ist vollkommen egal, wofür. Es kann auch radikal verschwendet werden – Hauptsache, die Deutschen haben es nicht. Schon ist die Welt gerettet.”
(Joschka Fischer 2008 in den USA)
Da kann man sagen was man will, die haben es fast geschafft! Zitat Ende

Herr Grobe, wenn Sie und Joschka Fischer Recht haben, sind doch alle Aktivitäten von EIKE und vielen anderen Energiewende- Kritikern faktisch ohne Wirkung und dienen nur zur Beruhigung der weitgehend unwissenden Bevölkerung.

Don Quichote lässt grüßen.

Dazu wäre eine Stellungnahme von Herrn Limburg wünschenswert.

m. f. G.
W. R.




Kommentar:

Lieber Herr Rasim,
ich war schon versucht eine Stellungnahme zu Herrn Grobes Kommentar abzugeben. Doch dann dachte ich, dass das wohl die Mitleser erledigen würden.
Denn er beschreibt ja nur ein Paradoxon der Volkswirtschaftslehre und wendet es auf die "Nachhaltig Instabile Energien" NIE - Anlagen an, allerdings ohne zu erkennen, dass es ein solches ist.
Mit gleicher Berechtigung kann man es für einen volkswirtschaftlichen Segen halten, wenn man einen Arbeiter bezahlt, eine Grube zu graben und einen zweiten diese wieder zuzuschütten. Auch Schaufel- und Arbeitskleidungshersteller haben etwas von dieser unsinnigen Maßnahme. Nicht nur die Arbeiter. Also eine Umverteilung ohne Mehrwert.

Übrigens haben schon die ägyptischen Pharaos so gehandelt, wie es Herr Grobe für gut befindet. Sie ließen sich mit irrem Aufwand und natürlich mit höheren Zielen begründet, ihre Pyramiden bauen. Für nichts und wieder nichts. Jedenfalls für die nächsten 3000 Jahre. Seit ca. 200 Jahren haben die Ägypter etwas vom Aufwand ihrer fernen Vorfahren, nämlich den Tourismus. Ich fürchte bei den "Nachhaltig Instabile Energien" NIE - Anlagen wird dieser Zustand jedoch nie eintreten (Wie der Name schon sagt, ha,ha). Weder halten sie so lange, noch kann irgendjemand etwas mit diesem Strom anfangen.
mfG
M.L.

 

#10: T.Heinzow sagt:

am Dienstag, 16.12.2014, 10:46

@ Admin

"Paradoxon der Volkswirtschaftslehre"? Welches?

Es handelt sich hier - bei den sog. "EE" und der Subventionierung - um eine Idiotie der ökonomisch ungebildeten Politiker, die Lobbyisten auf den Leim gehen.
Formal wird jede Investition in ein ein neues Produktionsverfahren mit den Gewinnen aus der laufenden Produktion subventioniert. Die zu beantwortende Frage ist nur, wann die Produktion über den Verkauf der Produkte und der Gewinnmarge refinanziert sind, also den Break-Even-Point erreichen.

In der Volkswirtschaft gilt das auch, nur hat man die Idee von Keynes politisch nie umgesetzt, nämlich nie die Schulden der Investitionen aus den steuerlichen Mehreinnahmen zurückgezahlt ... .

Es darf nicht übersehen werden, daß sich gerade in dem Bereich der Energieversorgungspolitik seit dem Einspeisegesetz, welches von einem Physiker/Meteorologen, also ökonomischen Laien maßgeblich initiiert wurde, ideologisierte Laien tummeln, die die ökonomischen Folgen einer unsinnigen Investitionspolitik nicht absehen können. Eine Subventionierung (Anschubfinanzierung), die den Break-Even-Point nicht erreicht, hat dauerhafte Wohlfahrtsverluste zur Folge. Steht übrigens auch in den einschlägigen UBA- etc. Studien drin, wo immer nur auf kurzfristige Arbeitsplatzeffekte hingewiesen wird, die nur dann weiter bestehen würden, wenn es mit dem Export klappt, wobei übersehen wird, daß der Export einer zu subventionierenden Produktion beim Importeur dazu führt, daß dieser intern weniger Gewinne zur Verfügung hat, mithin auch nur weniger importieren kann. der Effekt tritt allerdings erst mit einer gewissen Zeitverzögerung ein, so daß die ökonomischen Idioten in der Politik den Zusammenhang nicht erkennen können, wenn sie es denn wollten.

Kommentar:

Völlig korrekt, lieber Herr Heinzow, sie führen das weit besser aus, als ich das könnte.
Mit Paradoxon meinte ich, dass auch völlig unproduktive Maßnahmen, die evtl. sogar noch Substanz zerstören, z.B. positiv in die GDP Berechnung eingehen.
mfG
M.L.

 

#11: T.Heinzow sagt:

am Dienstag, 16.12.2014, 12:16

Admin:
"... dass auch völlig unproduktive Maßnahmen, die evtl. sogar noch Substanz zerstören, z.B. positiv in die GDP Berechnung eingehen."

Das müssen die ja auch, es wird ja was produziert. Nur wird dann bewußt "vergessen" die Kosten/Gewinne auf der anderen Seite der Bilanz verursachungsgerecht gegenüber zu stellen.

Keynes hatte schon die richtige Idee, nur übersehen die Politiker und deren Finanzgenies, daß auch Kredite Geld kosten und man dieses Geld auch mit der Investition erwirtschaften muß, was die Politik beginnend mit W. Brandt, Schiller und H. Schmidt fabriziert hat, war der Münchhausen-Versuch des sich an den eigenen Haaren Hochziehenden.

Das mit den Lernkurven bei den sog. "EE", die zu einer zukünftigen Rentabilität führen sollen - also je mehr von dem unrentablem Schrott produziert wird, desto billiger/rentabler wird er werden - ist auch so eine Münchhausenstory. Diesen Unfug findet man sogar in peer-revieden Journalen. Vorzugsweise von Physikern abgeschrieben, die den Unterschied von Fixkostendegression und Lernkurve durch effizientere Fertigungsprozesse nicht erkennen können. Erinnert an die 5% Inflation, die 5% Arbeitslosigkeit verhindern sollten. Stichwort Phillipskurve, sehr lesenswert und auch verständlich für Laien, daß das nicht funktionieren konnte.

 

#12: T.Heinzow sagt:

am Dienstag, 16.12.2014, 12:25

zu #8

"Um es ganz kurz anzudeuten: der deutsche Kapitalismus und der Staat haben selbst Angst vor solchen Entwicklungen, und diese Angst ist der eigentliche Grund letzter Instanz, warum sie alle auf eine solche „Energiewende“ machen."

Der Mann hat doch Recht. Seine Satire ist 8leider) gründlich mißverstanden worden.

 

#13: J. Ehlig sagt:

am Mittwoch, 17.12.2014, 01:03

@#8: Walter Grobe
Den volkswirtschaftlichen, besser vielleicht kapitalistischen oder materiellen Aspekt sehe ich auch so.
Politik ist immer Ausdruck des materiellen und deshalb sehe ich den politischen Aspekt nicht als Ausdruck der Angst, sondern eben als Folge des materiellen und monetären Aspektes. Das Ganze hat ein bestimmtes Ziel.
Zurück zu den Klassikern und man beginnt zu verstehen: "Das Kapital hat einen Horror vor Abwesenheit von Profit, oder sehr kleinen Profit, wie die Natur von der Leere. Mit entsprechendem Profit wird Kapital kühn. Zehn Prozent sicher, und man kann es überall anwenden; 20 Prozent, es wird lebhaft...".
M.E. sind da nicht überall ökonomische Laien und Münchhausens am Werk, sondern das Ganze hat Methode. Es geht um Geld, Profit, Macht - möglichst schnell. Nicht um Volkswohlsein und Nachhaltigkeit. Um das zu vertuschen, gibts das neue Opium fürs Volk und genügend giftgrüne Fanatiker als Prediger.

 

#14: Walter Grobe sagt:

am Mittwoch, 17.12.2014, 23:28

Als Satire, wie Herr Heinzow meint, war mein Beitrag nicht gedacht und auch überhaupt nicht formuliert.

Ich kritisiere die kapitalistische Ordnung in ihrer heutigen Entwicklungsstufe, die anscheinend nicht mehr anders kann als solche Absurditäten hervorzubringen wie eine „Energiewende“.

Durch die „Energiewende“ wird das bisherige Stromversorgungssystem in Deutschland, das hauptsächlich auf Grundlage der Kernenergie und der Braunkohle in der Lage war, Strom zuverlässig und zu vertretbaren Produktionskosten bereitzustellen, abgewrackt und durch ein unzuverlässiges, um ein Mehrfaches teurer arbeitendes und auf primitiver Technik wie Windrädern basierendes System verdrängt. Darin sind sich mittlerweile alle politischen Parteien mit den Spitzenvertretern das Kapitals, den Medien und der Justiz einig ( die neue AfD weiß noch nicht so ganz, ob sie es riskieren darf, sich dem entgegenzustellen).

Wenn die Kritiker der „Energiewende“ bloß grüne Spinner und dumme Politiker am Werk sehen können, wird ihre Kritik keinen Erfolg haben. Diese Art von Kritik läuft schon lange und wirkungslos. Es handelt sich bei der „Energiewende“ nicht um Idiotie (obwohl man die in einzelnen Fällen dieses Personals auch nicht ausschließen kann), sondern um elementare Macht- Profit- und Überlebensinteressen des genannten Kartells aus Politik, Kapitals-Spitzen, Medien und Justiz (ach ja, Kirchen hatte ich vergessen.) Herr Ehlig hat mich da richtig verstanden.

Wenn man nicht an die Kritik dieser Strukturen ran will, ist alle Mühe vergebens.

Daß ich ein solches „pharaonisches“ Handeln, wie es im Falle der „Energiewende“ unter manchem Aspekt zum Vergleich mit der „Energiewende“ herangezogen wird, für gut befände, kann man mir wohl schlecht unterstellen. Ich finde es in höchstem Maß gesellschaftlich schädlich. Vielleicht habe ich das nicht ausreichend drastisch in meinem ersten Beitrag formuliert und so zu Mißverständnissen Anlaß gegeben.

Ein Land wie Deutschland hackt seine eigenen Wurzeln ab, wenn es derartig radikal gegen die Weiterentwicklung der Produktivkräfte vorgeht. Immerhin gibt es wenigstens noch ein paar andere Zweige von Wissenschaft, Technik und Industrie in diesem Land, gegen die der reaktionäre Angriff noch nicht so weit fortgeschritten ist.

Es gibt auch in anderen wichtigen Länder „Energiewende“-artige Strömungen. Aber alle entwickeln die Kernenergie weiter, China, Russland, Indien, Südkorea etc. bekanntlich in größerem Maßstab, und auch die USA (die haben ohnehin außerdem auch eine ziemlich gigantische militärische Nukleartechnik).

 

#15: T.Heinzow sagt:

am Donnerstag, 18.12.2014, 10:37

@ #14 W. Grobe

Sehr geehrter Herr Grobe,

die sog. "Energiewende" hat nichts mit dem, was Sie Kapitalismus nennen, zu tun. Es hat ausschließlich etwas mit Dummheit (naturwissenschaftliche, ökonomische) zu tun, was Sie auch an Prof. Vahrenholt festmachen können, der nicht in der Lage ist zu erkennen (das ist das, was er kommuniziert), welchen Schwachsinn er mit Repower betrieben hat und bei RWE wohl immer noch betreibt.

Wenn Sie Unternehmensführungen analysieren, werden Sie sehr schnell feststellen, daß die obersten Herrschaften die Grundlagen nicht (mehr) beherrschen. reuter, Schrempp, Piech, Pieschetsrieder, Zumwinkel, Großmann ... und wie sie alle heißen, denken nur noch in plakativen Kategorien (Economy of Scale, Shareholder Value, ...), so daß dann Unfug wie der Smart, A-Klasse, häßliche S-Klasse, Phaeton ...) oder eben "Erneuerbare Energie" herauskommen. Mit Kapitalismus hat das nichts zu tun, sondern damit, daß aufgrund der Unternehmens- und Führungsstrukturen enorme Agency Costs angehäuft werden.

In der Politik ist das noch schlimmer, denn da mischt auch noch die meist fachlich ungebildete Journaille mit. Sie können den Leuten vorrechnen, daß sich z.B. eine Windmühlenansammlung nicht rechnet. Sie können denen auch nachweisen, daß der Arbeitsplatzeffekt negativ ist, die schreiben entweder nichts darüber oder vertrauen den Lobbyisten. Vor etwa 6 Jahren habe ich den Leuten im Landkreis Cuxhaven während einer Podiumsdiskussion prognostiziert, daß keinerlei positive Beschäftigung durch die Offshore-Windenergiebranche entstehen wird. Prognose war richtig, denn entweder sind die Firmen pleite oder in Kurzarbeit.

Dementsprechend handelt es sich eher um Wahn und Massenhysterie, denn um rationales ökonomisches Handeln, wie es ja "der Kapitalismus" ist.

 

#16: Walter Grobe sagt:

am Freitag, 19.12.2014, 21:07

Sehr geehrter Herr Heinzow, könntes es denn nicht sein, daß die von Ihnen fast schon flächendeckend konstatierte Dummheit etwas mit dem Kapitalismus zu tun hat?
Freundlichen Gruß; und angenehme Feiertage!

W. Grobe

 

#17: T.Heinzow sagt:

am Freitag, 19.12.2014, 23:24

@ #16 W. Grobe

Flächendeckend hinsichtlich der Stromversorgung und damit zusammenhängender technischer und ökonomischer Fragen ist das richtig, aber sonst?

Ein Kapitalist hat kein Interesse daran, schlecht ausgebildete und gebildete Mitarbeiter zu haben. Das würde seinen Gewinn schmälern. Der Taylorismus (J. Taylor, Freund von Ford) hatte in gewisser Weise diese Zielrichtung. Inzwischen ist die Soziologie und BWL viel weiter vorangekommen. Allerdings führt Bildung auch zur Destabilisierung der Verwaltungen und der Politik. Leute, die zuviel wissen, hinterfragen auch zuviel. Kapitalismus ist auch nicht das, was Marx in die Köpfe Leichtgläubiger gepflanzt hat. Müntes Begriff bzgl. dessen in Form der "Heuschrecken" manch wirtschaftlich Handelnder ist da zutreffender. Und in gewissen Bereichen sehe ich auch einen "Raubtierkapitalismus".

 
 
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