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Departing sunspot AR2546 is big but quiet. Solar activity remains very low. Credit: SDO/HMI
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Dienstag, 22.05.2012 08:37

Stromspeicher - was sie sind, was sie taugen, was sie kosten!

Strom ist der am schwierigsten zu speichernde Energieträger. Deshalb wird Strom üblicherweise über Umwege gespeichert. Die Kosten der Stromspeicherung übertreffen teils die Kosten der Stromerzeugung. Man sucht daher den Strom bedarfsgerecht herzustellen. Innovative Kondensatorkonzepte und Schwungräder bieten sich als Kurzzeitspeicher an. Batterien dienen als Notstromspeicher. Pumpspeicherkraftwerke sind als preiswerte Tagesstromspeicher für konventionelle Stromerzeugungssysteme bewährt. Redox Batterien mit externem Speicher und Wasserstoff könnten technisch gesehen als 2-Wochen, oder Monatsspeicher Wind- und Solarenergie nutzbar machen. Allerdings sind die Kosten dieser Speicherung zusammen mit den ohnehin Vielfachen Kosten dieser religiös motivierten „Energieerzeugung“ nur mehr spirituell zu rechtfertigen.

Wenn man eine ohnehin schon umweltschädliche Windstromerzeugung mit einer Wasserstoffspeicherung (Wirkungsgrad 40%) kombiniert, kann man mit sehr, sehr großer Wahrscheinlichkeit davon ausgehen das es mehr Energie bedarf derartige Anlagen zu errichten und betreiben als diese je an Energie erzeugen.

Einleitung

Aus einer religiösen Laune heraus meint man in Deutschland und ein paar anderen Ländern, dass man den Strom mittels Wind-, oder Sonnenenergie gewinnen müsse. Auf die Problematik der Beliebigkeit der Verfügbarkeit dieser „Energien“ und der damit einhergehenden Nutzlosigkeit des auf diese Weise erzeugten Stroms angesprochen, wird immer wieder die Möglichkeit der Stromspeicherung in den Raum gestellt. In der Tat kann man technisch gesehen über gewisse Umwege Strom speichern. Im konventionellen Bereich wird dies seit vielen Jahrzehnten  praktiziert um die Kraftwerke gleichmäßiger auszulasten. Allerdings sucht man dies aus Kosten- und Umweltgründen wann immer möglich zu vermeiden. Bei der Stromspeicherung fallen hohe Kosten an, die teils die Kosten der Stromerzeugung übersteigen. Jede Art von Stromspeicherung hat einen Wirkungsgrad. Es kommt nur ein Bruchteil des Stroms aus dem Speicher den man eingespeist hat.

Foto Stefan, Speichersee

Zusammenfassung

Strom ist der am schwierigsten zu speichernde Energieträger. Deshalb wird Strom üblicherweise über Umwege gespeichert. Die Kosten der Stromspeicherung übertreffen teils die Kosten der Stromerzeugung. Man sucht den Strom bedarfsgerecht herzustellen. Innovative Kondensatorkonzepte und Schwungräder bieten sich als Kurzzeitspeicher an. Batterien dienen als Notstromspeicher. Pumpspeicherkraftwerke sind als preiswerte Tagesstromspeicher für konventionelle Stromerzeugungssysteme bewährt. Redox Batterien mit externem Speicher und Wasserstoff könnten technisch gesehen als 2-Wochen, oder Monatsspeicher Wind- und Solarenergie nutzbar machen. Allerdings sind die Kosten dieser Speicherung zusammen mit den ohnehin Vielfachen Kosten dieser religiös motivierten „Energieerzeugung“ nur mehr spirituell zu rechtfertigen.

Wenn man eine ohnehin schon umweltschädliche Windstromerzeugung mit einer Wasserstoffspeicherung (Wirkungsgrad 40%) kombiniert, kann man mit sehr, sehr großer Wahrscheinlichkeit davon ausgehen das es mehr Energie bedarf derartige Anlagen zu errichten und betreiben als diese je an Energie erzeugen.

1.  Strombedarf in Deutschland

Einem Stromnetz muss zu jedem Zeitpunkt soviel Strom zugeführt werden wie verbraucht wird. Der Stromverbrauch schwankt abhängig von der Jahreszeit durch den winterlichen Heiz- und Lichtbedarf. Der Strombedarf ist an Feiertagen niedriger, an Werktagen höher. Der Strombedarf schwankt im Tagesverlauf.

 

Bild 2 in MW (1)

1.1 Stromerzeugung

Der konventionelle Stromerzeugung in Deutschland teilt sich auf in:

Bild 3

Spitzenlast, Abdeckung auftretender Lastspitzen. Hierzu eignen sich schnell regelbare Gasturbinen und Speicherkraftwerke

Mittellast, zusätzliche schwankende Erzeugung gem. des auftretenden Bedarfs, überwiegend Kohlekraftwerke.  

Grundlast, Durchgehende Erzeugung des ganztägig auftretenden Bedarfs. Ideale Grundlastkraftwerke sind aufgrund niedriger Brennstoffkosten und hoher Baukosten Kernkraftwerke und Braunkohlekraftwerke.

Als Beispiel, Stromeinspeisung eines Kernkraftwerks

Bild 4

Ein konventionelles Netz bedarf einer  „Tagesstromspeicherkapazität“ um die täglichen Lastspitzen abzufangen und die Kraftwerke möglichst gleichmäßig zu betreiben.  Auch bei Ausfällen von Kraftwerken, Beispiel die Schnellabschaltung des KKW Krümmel, bedürfen sehr schnell zuschaltbarer Reservekapazitäten.

1.2 Ökostromeinspeisung

Ökostrom fällt unregelmäßig entsprechend den Launen des Wetters an.

Eine Tagesspeicherung des umweltschädlichen Windstroms kann die gröbsten Schwan-kungen der Windstromeinspeisung einebnen. Um jedoch mittels Windkraft konventionelle Kraftwerke zu ersetzen bedürfte es einer 2-Wochen, oder Monatsspeicherung.

 Bild 5

2. Stromspeicherung

2.1 Kondensatoren

In Kondensatoren wird elektrische Ladung zwischen zwei durch ein Dielektrikum getrennte Elektroden gespeichert. Die gespeicherte Energie folgt der Formel:

 

Bild 6

Bei der Entwicklung von Kondensatoren als Energiespeicher geht die Entwicklung hin zum Nanokondensator. …Dieses Ziel im Blick, ätzten die Forscher Millionen winziger Löcher in eine Aluminiumfolie.

Die Wände dieser nur etwa 50 Millionstel Millimeter breiten und einige Mikrometer tiefen Aushöhlungen beschichteten sie danach mit drei hauchdünnen Schichten aus Titannitrid und Alumimiumoxid. Jede dieser Nanoporen bildete einen kleinen Kondensator. Kontaktiert mit Elektroden aus Aluminium ergab sich ein Stromspeicher, der eine etwa 250-mal größere Oberfläche hatte als konventionelle Kondensatoren gleicher Größe. Dieser Nanostrukturen konnten bei ersten Messungen 100-mal mehr Strom speichern als bisher verfügbare Kondensatoren. Allerdings sind die Strommengen damit immer noch zu gering, um mit Lihtiumionen-Akkus zu konkurrieren… (7)

…Ihre Energiedichte wird mit 5 – 20 kWs/kg angegeben, und es sind Leistungen bis 10 kW erreichbar. Die Lebensdauer-Zyklenzahl beträgt ca. 1 Million und die Energieeffizienz liegt bei rund 95 %. Die Kosten belaufen sich auf 10 – 20 T€/kWh Speicherkapazität. (21)(vergl. Pumpspeicherkraftwerk z.B. 80 €/KWh)

Kondensatoren erlauben einen extrem schnellen Zugriff und werden deshalb sicherlich künftig weitere Anwendungen für unterbrechungsfreie Systeme, in der Elektrotechnik und Elektronik finden. Aufgrund hoher Kosten im Verhältnis zur Speicherkapazität (8),  begrenzter Kapazität und hoher Selbstentladung spielen sie keine Rolle als Langzeitspeicher.

2.2 Supraleitende Spulen

Spulen sind die Stromspeicher schlechthin.

Bild 7

Heutige  auf Spulen basierende Speicherkonzepte, basieren auf supraleitenden Spulen. Hierzu müssen die heutigen Supraleiter mittels flüssigem Helium, oder Stickstoff gekühlt werden. 

Aufgrund der hohen benötigten Kühlleistung weisen SMES eine im Vergleich zu anderen Speichertechnologien hohe Selbstentladerate von etwa 10-12% pro Tag auf. Hohe Wirkungsgrade lassen sich nur bei einer Nutzung als Kurzzeitspeicher erzielen (11, S94)

Der vor einiger Zeit diskutierte Einsatz von SMES in Großanlagen von 1000 bis 5000MWh…zum Tages-/Nachtausgleich sind nach heutigen Kostenanalysen nicht wirtschaftlich realisierbar. Allein schon aufgrund des benötigten großen Spulendurchmessers, der zwischen 100m bis etwa 1Km liegen würde…

SMES benötigen einen hohen Wartungsaufwand und gut ausgebildetes Personal (22).

Aufgrund des hohen Investitionsaufwands, des Aufwands für die Kühlung konnten sich SMES Spulen bislang nicht als Energiespeicher durchsetzen. Ein möglicher Anwendungsbereich könnte der Ausgleich von kurzfristigen Netzschwankungen sein, oder die Sicherstellung einer unterbrechungsfreien Stromversorgung.

2.3  Mechanische Energiespeicher - Schwungrad

Bild 8

Eine seit Jahrhunderten bekannte Methode zur Speicherung von Energie ist das Schwungrad.

Bild 9

Die speicherbare Energie nimmt quadratisch mit der Umfangsgeschwindigkeit und dem Abstand des Schwerpunkts vom Drehpunkt zu.  Die Fliehkräfte (Zentripetalkräfte) nehmen gleichfalls quadratisch mit der Winkelgeschwindigkeit und dem Abstand des Massenschwerpunkts vom Drehpunkt zu.

Moderne Schwungräder bestehen demzufolge aus Faserverstärkten Kunststoffen um hohe Drehzahlen zu ermöglichen, bzw. den Fliehkräften standzuhalten. Zugunsten einer möglichst reibungsfreien Lagerung sind die Räder magnetisch gelagert. Die Räder laufen üblicherweise im Vakuum (2). Die Energiedichte kann bis zu 222Wh/Kg erreichen (11). Die Kosten je KW Leistung liegen bei 100 – 300 €/KW. Die Kosten je KWh Speicherkapazität können bei alten Stahlsystemen gem. Wikipedia 5000 €/KWh betragen, Faserverstärkte Systeme sind entsprechend teurer (Ein Vielfaches dessen von Pumpspeicherkraftwerken).

Vorteile sind eine schnell abrufbare hohe Leistung. Nachteile die hohe Selbstentladung von bis zu 20% /Stunde und die hohen Kosten bezogen auf die Speicherkapazität. 

Schwungradspeicher sind ideal geeignet um kurzfristige Netzschwankungen, beispielsweise Anfahrströme von Industrieanlagen, oder Anfahr- und Bremsströme von Eisenbahnen zu glätten. Als Tages, oder Monatspeicher für die Stromerzeugung sind Schwungräder nicht geeignet.

2.4 Elektrochemische (Batterie) Speicherung

Eine Zwischenspeicherung von Strom, als Notstromversorgung, oder zur Netzstabilisierung wird seit Jahrzehnten praktiziert. In der Regel werden zu diesem Zweck Blei(akku)batterien wie im Automobil eingesetzt. In der Entwicklung und als Prototypen im Einsatz befinden sich innovative Batteriekonzepte wie die NaS (Natrium-Schwefel) Batterie, oder Vandium Redoxflowbatterien.

Bild 10

Batterien mit internem Speicher dienen vor allem der Kurzzeitspeicherung, während Redoxbatterien mit einem großen, externen Speicher für eine Wochen, oder Monatsspeicherung von Strom geeignet sein könnten. Bei Letzteren lassen sich beliebig große Tanks (Speicherkapazität) relativ preiswert errichten.

…Die Investitionskosten je KW betragen derzeit circa 2000 € für Großspeicher. Das entspricht in etwa dem Dreifachen der Investitionskosten von Druckluftspeichern...

Bild 11 (8)

 ..Durch die Trennung von Speicher und Wandler ergibt sich eine höhere Anzahl von Zyklen (etwa 12000), aber ein niedrigerer Wirkungsgrad (etwa 80%). Die Trennung von Speicher und Wandler lässt flexible Kombinationen aus Speichergröße und Konverter zu. Aufgrund der hohen Investitionskosten bietet sich aus wirtschaftlicher Sicht eine im Verhältnis zur Konverterkapazität große Speicherkapazität große Speicherdimensionierung (Vollaststunden >8h) an.

Bei den genannten Investitionskosten von 2000€/KW, 5% Zins, 2,5% Betriebskosten, 30 Jahren Abschreibungsdauer (Annuität 6,5%) und 20% Vollaststromerzeugung ergeben sich reine Speicherkosten von 10c/Kwh.

Bei einem Wirkungsgrad von 75% und Preisen für Windstrom von 9,4c/Kwh, bzw. Solarstrom von 16c/Kwh, ergibt sich ein Speicherstrompreis von 23c/KWh für gespeicherten Windstrom und 31c/Kwh für gespeicherten Solarstrom. Die Kosten für Strom aus Kohle und Kernkraft betragen 1,5 – 5c/KWh! Die Netzkosten und Verluste bleiben hierbei unberücksichtigt.

2.5 Druckluftspeicherkraftwerke

In Norddeutschland gibt es wenige Berge die mit ihren Höhenunterschieden die Einrichtung von Pumpspeicherkraftwerken erlauben. Andererseits ist der größte Teil der umweltschädlichen Windmühlen in Norddeutschland aufgestellt. In Norddeutschland gibt es zahlreiche Salzstöcke die sich als Speicher für Druckluft anbieten. Ein Druckluftspeicherkraftwerk ist im Grunde ein Erdgasturbinenkraftwerk. Wie in jeder Gasturbine wird Luft verdichtet, jedoch in diesem Fall nicht direkt in die Brennkammer geleitet, sondern bei Stromüberschuss in einen Speicher eingelagert. Bei großem Strombedarf wird die gespeicherte Druckluft in die Brennkammer der Gasturbine geleitet.

Bild 12

Aufgrund der Verwendung des teuren Brennstoffs Erdgas, des niedrigen Wirkungsgrads der Druckluftspeicherung, wird der Speicher Huntsdorf sowenig wie möglich genutzt. Eine Druckluftspeicherung ist möglich, ist allerdings nicht die erste Wahl.   Druckluftspeicher liessen sich mit einer großen Speicherkaverne als 14-Tage Speicher zur Nutzbarmachung „Erneuerbarer Energien“ nutzen.

2.6 Pumpspeicherkraftwerke

Pumpspeicherkraftwerke werden seit etwa 100 Jahren als Stromspeicher genutzt. Gegenwärtig werden in Deutschland Pumpspeicherkraftwerke mit gut 6610MW Leistung und 40GWh (11) Speicherkapazität betrieben. Pumpspeicherkraftwerke sind vergleichsweise preiswert und ermöglichen einen Ausgleich der täglichen Lastspitzen.(8)

..Kosten. PSW werden seit vielen Jahrzehnten wirtschaftlich rentabel eingesetzt. Die Investitionskosten betragen in etwa 750 €/KW..

Physikalisch ergibt sich die Energiespeicherung aus:

W = D x g x ΔH x V (Dichte des Wassers x Erdbeschleunigung x Höhendifferenz x Speichervolumen)

Die Energiespeicherung ist linear abhängig von der Höhendifferenz des Ober- und Unterbehälters und des Speichervolumens.

Schema Speicherkraftwerk:  

Bild 13

Die Gesamtverluste der Umwandlung halten sich in Grenzen. Etwa ¾ des eingespeisten Stroms können wiedergewonnen werden. Hinzu kommen die Verluste/Kosten der Zuleitung des zu speichernden und Ableitung des gewonnenen Stroms.

Bild 14

Pumpspeicherkraftwerke sind die erste Wahl als Tagesstromspeicher. Die Ausnutzung der Speicher beträgt etwa 20%.  Das heißt ein Pumpspeicherkraftwerk liefert etwa 20% des Tages Vollast. Gleichfalls wird 20% des Tages die volle Pumpleistung aus dem Netz bezogen.

Bild 15

Pumpspeicherkraftwerke sind die idealen Speicher für eine Tagesstromspeicherung und ergänzen den Einsatz von Kohlekraftwerken und umweltfreundlichen Kernkraftwerken. Pumpspeicherkraftwerke können beim Einsatz umweltschädlicher Windmühlen einen Beitrag zur Milderung von Erzeugungsspitzen leisten. Allerdings reichen die Pumpspeicherkapazitäten nicht aus um ein unbegrenztes Anwachsen der Windstromkapazitäten auszugleichen.

Zykluskosten Pumpspeicherkraftwerk am Beispiel des Projekts Atdorf

Aus der Investitionssumme von 1 Mrd. € und einer Leistung von 1400 MW (19) ergibt sich eine Investitionssumme von knapp 750 €/KW. Bei einem Zinssatz von 5% über 30 Jahre ergibt sich eine Annuität von 6,5%.  Bei 1% Betriebskosten entspricht dies 75 Mio € Kosten pro Jahr. Die beiden größten Pumpspeicherkraftwerke Goldisthal und Atdorf haben Speicherkapazitäten von knapp 8 und 9 Stunden. Bei einer Tagesspeicherung mit 20% Vollast – Speicher und Leistungsbetrieb ergeben sich Speicherkosten von 3c/KWh.

Bei einem 2 Wochenzyklus und 9h Speicherkapazität ergibt sich eine Auslastung von 2,7%. Damit betragen die Speicherkosten 23c/KWh.   Aufgrund der geringen Speicherkapazität der realen PSW- Kraftwerke  betragen die Kosten einer 2 Wochenspeicherung zig-faches einer Tagesspeicherung.

Pumpspeicherkraftwerke sind geeignet die Einspeisung des Zufallsstrom aus Wind,- und Solarenergie zu glätten und die Gefahr von Netzzusammenbrüche zu reduzieren, allerdings sind diese nicht geeignet Wind- u. Solarstrom zu erträglichen Preisen als Grundlaststrom nutzbar zu machen.

Die Kosten für gespeicherten Tagesstrom, Strom aus Kohle, oder Kernenergie, Erzeugungskosten 3c/Kwh (abgeschrieben), 75% Wirkungsgrad, 3c/KWh Speicherkosten ergibt sich ein Speicherstrompreis von 7c/KWh zuzüglich der Netzkosten und Verluste.

Die Kosten für gespeicherten Strom aus Windstrom, 2 Wochenspeicher, Strompreis gem. EEG 9,4c/Kwh betragen 36c/Kwh zuzüglich der Netzkosten und Verluste.

Die Kosten für gespeicherten Strom aus Solarstrom, 2 Wochenspeicher, Strompreis gem. EEG 16c/kWh betragen 44c/KWh zuzüglich der Netzkosten und Verluste.

Wind- und Solarstrom lässt sich auch mit Pumpspeicherkraftwerken zu Grundlaststrom konvertieren. Allerdings sind die Kosten ökologisch.

Die Pumpspeicherkraftwerkskapazität wird, soweit dies Landschaftsschutz und Bürgerinitiativen zulassen, kontinuierlich ausgebaut.  Ein weiteres Potential böten die aufgelassenen Braunkohlegruben, die man als Untersee nutzen könnte. Zusammen mit Seen auf Landschaftshöhe  liessen sich die Speicherkapazitäten signifikant erweitern .

2.7 Wasserstoff als Energiespeicher

Aufgrund der hohen Energiedichte bietet sich eine chemische Wasserstoffspeicherung als 2- Wochen, oder Monatsspeicher an um Wind- und Solarstrom grundlastfähig zu machen.

Funktion einer Wasserstoffspeicherung

Bild 16

Eine Alternative könnte es sein den erzeugten und gespeicherten Wasserstoff anstatt diesen zur Stromerzeugung zu nutzen an die chemische Industrie zu verkaufen. Allerdings wäre dies ein recht teurer Wasserstoff, insbesondere wenn man den aus religiösen Gründen subventionierten Ökostrom hierzu verwendet.

Kosten

Die Investitionskosten sind mit bis zu 2.500€/KW(für eine Speichergröße von 12h und einer Erzeugungsleistung von 300MW)vergleichsweise hoch. Sie werden vor allem durch den Konverter verursacht.

Auslegung

Die im Vergleich zum Speicher sehr hohen Konverterkosten fördern Anlagenkonfigurationen, in denen ein großes Speichervolumen eine hohe Vollaststundenzahl des Konverters ermöglicht.(8)

Einsatzmöglichkeiten

Der Wirkungsgrad ist mit 30 – 40% sehr niedrig. Auf Grund der im Vergleich zu Druckluft- oder Pumpspeicherkraftwerken hohen Energiedichte von Wasserstoff, ist mit Wasserstoff die Speicherung größerer Energiemengen bei geringem Platzbedarf möglich.

Zykluskosten Wasserstoffspeicher

Aus der Investitionssumme von 2500 €/KW Leistung (Die Größe der Kaverne ist nicht maßgebend  für die Kosten einer Wasserstoffspeicherung), 30 Jahren,  Abschreibungsdauer, 5% Zins, 6,5% Annuität und 2% Betriebskosten ergeben sich bei einer Nutzung von 20% Vollasteinspeicherung und 20% Vollastleistung reine Speicherkosten von 12c/kWh.

Die Kosten für gespeicherten Strom aus Windstrom (Land), 2 Wochenspeicher, Strompreis gem. EEG 9,4c/kWh, Wirkungsgrad 40%,  betragen 36c/kWh zuzüglich der Netzkosten und Verluste.

Die Kosten für gespeicherten Strom aus Solarstrom, 2 Wochenspeicher, Strompreis gem. EEG 16c/kWh (b), Wirkungsgrad 40%, betragen 52c/kWh zuzüglich der Netzkosten und Verluste.

Angesichts von Stromerzeugungskosten von 1,5 – 5c/kWh in modernen Kohle und Kernkraftwerken (s. Artikel Stromerzeugung) sind die obigen Erzeugungs-, und Speicherkosten zu denen noch die Verluste von 60% des eingespeisten Stroms und die Leitungskosten hinzukommen, ausschließlich ökoreligiös zu verstehen.

3.    Zusammenfassung der Kostensituation

Die Kosten des Stroms, der Speicherung und der Speicherverluste betragen häufig ein Mehrfaches der Stromerzeugung.

Bild 17

Zu den oben genannten Kosten addieren sich die Netzkosten (Kraftwerk –Speicher-Verbraucher) und die Transportverluste von etwa 1 -3% je 1000Km Leitung (5).

4.   Nutzung verschiedener Speicher in einem Stromnetz

Bild 18

A. Superkondensatoren, Spulen und Schwungräder eignen sich ideal für eine Kurzzeitspeicherung von Strom und einer Stabilisierung der Stromnetze.

B. Batterien mit internem Speicher eignen sich am Besten für eine Notstromversorgung von Krankenhäusern und Industriebetrieben die auf eine 100% Stromversorgung angewiesen sind

C. Pumpspeicherkraftwerke und mit Abstrichen Druckluftspeicher eignen sich zum Tagesausgleich der Stromversorgung.

D. Vanadium Redox Batterien mit externem Speicher und Wasserstoffspeicher eignen sich am ehesten zum Ausgleich der Erzeugungsschwankungen der Wind- und Solarstromproduktion, wobei die Kosten dieser Speicherung ökologisch sind.

 

Horst Trummler - Vandale

www.oekoreligion.npage.de

 

Erläuterungen:

a. Umrechnung KWh, GJ, SKE: 1 Kg SkE = 8,14 KWh = 29 MJ, 1 MJ = 0,278 KWh  

b. Erläuterung Solarstrompreis… Gem. (24) werden die Einspeisevergütungen für Solarstrom dieses Jahr zwischen 12,7 und 19,5 c/kWh abhängig von der Anlagengrösse und dem Zeitpunkt der Inbetriebnahme betragen. Für diese Betrachtung wurde ein Preis von 16c/kWh angenommen. 

f. Die Berechnung der Kapitalkosten erfolgt in diesem Artikel (in den anderen Artikeln wurde dies ähnlich Modell 1 gerechnet) auf der Basis einer gleich bleibenden Annuität.  

Bei dieser Betrachtung bleibt die Geldentwertung unberücksichtigt! In der Realität nehmen die Kapitalkosten eines Kraftwerks durch die Geldentwertung ab.

Quellen:

1. Homepage des UCTE (Europäisches Verbundnetz) vom 01.04.09

2. Diss. ETH 11444, Schnelldrehendes Schwungrad aus faserverstärktem Kunststoff, Peter von Burg, 1996

3. http://www.bmwi.de/BMWi/Navigation/Service/publikationen,did=53736.html Bundeswirtschaftsministerium

4. Who needs pumped storage plants?, Dr. Peter Vennemann, VGB Congress Power Plants 2009, Lyon, 23rd to 25th Sept. Vattenfall Wer

5. Energiespeicherung, Transport und Netzmanagement, Daniel Groß, Katharina Nowak, Andrea May, Matthias Schelling. Integration Erneuerbarer Energien, Druckluftspeicher

6. Integration erneuerbarer Energien, 18. Februar 2008, EON Energie Dr. Wolfgang Woyke

7. http://www.weltderphysik.de/de/4245.php?ni=1325, Effizienter Stromspeicher aus Nanoporen 20.03.2009 | Welt der Stoffe

8. DENA Studie,

9. Einbindung von Speichern für erneuerbare Energien in die Kraftwerkseinsatzplanung  - Einfluss auf die Strompreise der Spitzenlast, Dissertation Vanessa Grimm, Ruhr Uni Bochum, 2007 
http://www-brs.ub.ruhr-uni-bochum.de/netahtml/HSS/Diss/GrimmVanessa/diss.pdf, S16

10. Siemens PDF zu Energiespeichern

11. Büro für Technikfolgenabschätzung beim Deutschen Bundestag, Energiespeicher- Stand und Perspektiven, Dagmar Oertel, S35, S37, S94.  

12. Energiespeicher in Stromversorgungssystemen mit hohem Anteil erneuerbarer Energieträger Bedeutung, Stand der Technik, Handlungsbedarf 24.03.2009 

13. www.vde.de/de/fg/ETG/Arbeitsgebiete/V1/Aktuelles/Oeffentlich/Seiten/Energiespeicherstudie-Ergebnisse.aspx

14. Reaktortechnik 2, Vorlesung, April 1992,RWTH Aachen, Prof. Dr. Ing. K. Kugler, S144-147

15. http://www.wisoveg.de/rheinland/erft/erft-rb.htm Zugriff 01.

16. http://www-classic.uni-graz.at/inmwww/NEU/lehre/pdf/Energiewirtschaft_WS0506_Teil2.pdf

Logistik der Stromerzeugung Haar&Haar 

17. http://www.energie-verstehen.de/Energieportal/Navigation/strompreise,did=249606.html

vom 18.04.09

18. Who needs pumped storage plants? VGB Congress Power Plants 2009, Lyon 23 – 25.09, Vattenfall Europe Generation, RWE Power 29.09.2009, Dr. Hans Funke RWE Power AG, Lothat Thiel Vattenfall Europe Generation AG, Dr. Peter Vennemann, RWE Power AG.

19. www.landkreis-waldshut.de/landkreis-waldshut/index.php

20. http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:PV-Norddeutschland-2008-Tagesdarstellung.svg&filetimestamp=20090620134220 Jahresgang 2008,

Der Urheberrechtsinhaber dieser Datei hat ein unbeschränktes Nutzungsrecht ohne jegliche Bedingungen für jedermann eingeräumt. Dieses Nutzungsrecht gilt unabhängig von Ort und Zeit und ist unwiderruflich.

21. http://www.buch-der-synergie.de/c_neu_html/c_10_03_e_speichern_batterien_2.htm

22. Dr. Arman Nylias FZK.

23. Gem. dieser Quelle beträgt die Einspeisevergütung 2012  8,93c/kWh zzgl. Systemdienstleistungbonus 0,49c/kWh zzgl. Ggf. Repoweringbonus 0,49c/kWh

24. Google Ergebnisse

Photovoltaik Einspeisevergütung ab 01.04.2012 (stand 17. April 2012)


Inbetriebnahme 

Installierte Anlagenleistung – PV Dachanlagen / Vergütung in Cent je KWh

 

Bis 10 KW

Bis 1000 KW /1 MW

1 MW – 10 MW

 

Ab 01.04.2012

19,50 Cent

16,50 Cent

13,50 Cent

 

Monatliche Degression Mai – Oktober 2012

1,0%

1,0%

1,0%

 

Ab 01.05.2012

19,31 Cent

16,34 Cent

13,37 Cent

 

Ab 01.06.2012

19,12 Cent

16,18 Cent

13,24 Cent

 

Ab 01.07.2012

18,93 Cent

16,02 Cent

13,11 Cent

 

Ab 01.08.2012

18,74 Cent

15,86 Cent

12,98 Cent

 

Ab 01.09.2012

18,55 Cent

15,70 Cent

12,85 Cent

 

Ab 01.10.2012

18,36 Cent

15,54 Cent

12,72 Cent

 

 


 

Horst Trummler (Vandale) für EIKE


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112 Kommentare:
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#1: Horst Trummler sagt:

am Dienstag, 22.05.2012, 12:01

Hallo Miteinander,

ich kann nur raten den Artikel im PDF zu lesen, da die Darstellung des Artikels, zumindest auf meinem Computer, gräuslich ist.

Vandale

Kommentar:

Ich habe versucht, das einigermaßen gerade zu ziehen. Sorry - Einige stehen mit dem System auf Kriegsfuß. Ist aber auch nicht einfach.
mfG
admin

 

#2: A. Bauer sagt:

am Dienstag, 22.05.2012, 12:29

Wenn es nach den Ökologen geht ist Strom heute bereits speicherbar "...wir produzierten letztes Jahr x Kilowattstunden...wir verbrauchten y Kilowattstunden...demzufolge sind wir Stromexporteur..."

 

#3: Thomas Mayer sagt:

am Dienstag, 22.05.2012, 12:45

Hallo Herr Trummler,

die von ihnen angegebene und ehemals betriebene Seite www.oekoreligion.npage.de existiert leider nicht mehr. Statt dessen linken sie auf www.ke-wiki.de weiter. Die ke-wiki wurde jedoch umbenannt, und ist nun unter de.nucleopedia.org zu finden. Sie sollten die Weiterleitung ändern oder den Link nicht mehr im Text angeben, um tote Enden zu vermeiden.

Zuguter letzt möchte ich mich bei ihnen für ihre sachlichen Beiträge bedanken. Schade das sie nicht mehr eine eigene Homepage zu diesem Thema betreiben, sie war mir ein Vergnügen.

Gruß, Thomas

 

#4: Horst Trummler sagt:

am Dienstag, 22.05.2012, 14:56

Kommentar 3 Herr Mayer

Vielen Dank für das Lob!

Die eigene Seite musste ich aufgeben, da ich die zeitliche Belastung als Einzelner nicht bewältigen konnte. Des weiteren bestand mit meinem Umzug aus der arabischen Welt ein juristisches Risiko. Deshalb möchte ich gerne zugunsten von Artikeln für Eike widmen.

Ich werde in Kürze eine Seite "Das Kernkraftwerk der Zukunft" einrichten. Falls Sie Interesse haben freue ich mich immer über Unterstützung.

Vandale

 

#5: Andreas Gutzmann sagt:

am Dienstag, 22.05.2012, 17:38

Sehr geehrter Herr Trummler,

vielen Dank für den aufschlussreichen Artikel. Ich habe eine Frage hinsichtlich der Kostenermittlung. Gibt es eigentlich irgendwo eine Abschätzung, wie teuer der Strom aus Kernenergie wäre, würde die Haftung für Folgeschäden einer Havarie in einem Kernfraftwerk nicht gesetzlich auf 1 Mrd. Euro begrenzt sein. Wie sieht es mit der Haftung für andere Formen der Energieerzeugung aus?

vielleicht kann mir ja auch ein anderer Forumsteilnehmer einen Tip geben, wo ich Informationen dazu finden kann.


 

#6: Michael Clemens sagt:

am Dienstag, 22.05.2012, 19:24

Hallo Herr Trummler,

eine gelungene Zusammenfassung. Die dargestellten Kosten der Energiespeicherung über den Umweg Wasserstoff basieren wohl auf der VDE-Studie und sind m.E. Wunschdenken.

Die Branche fordert aktuell eine Vergütung für Windgas:

Wasserstoff > 25 ct/kWh (Hs)
CH4 > 30 ct/kWh (Hs)

http://tinyurl.com/cuxl5ku

Das ist mehr als das 10-fache der aktuellen Erdgaspreise.

Zusätzlich gibt es noch 50 % Investitionsförderung der Energievernichtungsanlagen durch den Steuerzahler.

Rechnerisch sind die daraus resultierenden Stromspeicherkosten dann etwa doppelt so hoch wie von Ihnen angegeben.

Gruß
Michael Clemens

 

#7: Thomas Heinzow sagt:

am Dienstag, 22.05.2012, 22:14

"Die Kosten für gespeicherten Strom aus Windstrom (Land), 2 Wochenspeicher, Strompreis gem. EEG 9,4c/kWh, Wirkungsgrad 40%, betragen 36c/kWh zuzüglich der Netzkosten und Verluste."

Schön,
aber leider komme ich auf einen Speichervolumenbedarf (bei 200 bar) von mindestens 230 km³, um die Schwankungen im Jahresgang ausgleichen zu können. lso in etwa vier bis fünfmal Kavernen vom Volumen des Bodensees schaffen und die gegen die Diffusion des komprimierten Wasserstoffs abdichten?

Ich habe da so meine Zweifel, ob das technisch und finanziell machbar ist.

Allerdings soll diese Kritik nicht Ihre sehr gute Zusammenstellung schmälern, die zeigt, daß die Vorstellung, man könne mit noch zu entwickelnder Speichertechnologie und deren Bau die sog. Energiewende meistern.

Sie sollten in Ihre Aufstellung die Kosten eines Jahrespeichers aufnehmen. Und Sie sollten darauf hinweisen, daß man im Prinzip den Bodensee auf 1200m hochpumpen können müßte oder 12300 PSKW des Typs Goldisthal bauen müßte, um die jahreszeitliche Fluktuation der Windenergieerzeugung auszugleichen.

 

#8: L. Stiller sagt:

am Dienstag, 22.05.2012, 22:29

Ein sehr guter Artikel, Herr Trummler.

Ein Punkt geht mir aber nicht weit genug:

Unter Abb. 17 Steht:

"Zu den oben genannten Kosten addieren sich die Netzkosten (Kraftwerk –Speicher-Verbraucher) und die Transportverluste von etwa 1 -3% je 1000Km Leitung (5). "

Es könnte der Eindruck entstehen, das die Netzkosten fix sind und für aller Erzeugungsarten gleich.
Steigt aber der Strompreis, wie z.B. bei Photovoltaik um ein Vielfaches, verteuert sich auch alles andere. Denn mit teurerem Strom werden auch Instandhaltungskosten der Netze Teurer oder die dafür benötigten Maschinen und Werkzeuge (so wie alle anderen Waren und Dienstleistungen teurer werden müssen).
Dazu kommt noch der nötige Ausbau der Netze diese Energien aufzunehmen.
Die Netzkosten bei PV werden also auch deutlich teurer sein als bei Kohle/Gas/Kernkraft.


PS: Gerade im Heute-Journal(Zitate Sinngemäß):

Sigmar Gabriel: "Die Energieversorgung ist sehr instabil, normalerweise sind 10 eingriffe im Jahr nötig, letztes Jahr waren es über 900"


Altmeier: "Die Solarhersteller leiden unter der Billigkonkurrenz aus China, da müsse was unternommen werden"

Nun er kann ja auch Strafzölle wie die USA einführen. Dann muss er keine Subventionen kürzen. Ob die Menschen keine PV mehr kaufen, weil die Subventionen zu niedrig sind, oder ob sie keine mehr kaufen, weil die Module teurer werden dürfte für die Solarhersteller auf das gleiche hinauslaufen : Insolvenz

Wenn die Einspeisevergütung nächstes Jahr weiter gekürzt wird,dann wird der Spuk hoffentlich endgültig ein Ende finden.

 

#9: Horst Trummler sagt:

am Dienstag, 22.05.2012, 23:58

Kommentar 5 Herr Gutzmann

Ich denke Sie haben sich einen dicken Oekobären aufbinden lassen.

Grossschäden aus Infrastruktur wie Staudämmen, Brücken und Kernkraftwerken lassen sich grundsätzlich nicht sinnvoll versichern. Im Gegensatz zur Autoversicherung wo 1000ende von Schäden durch die laufenden Prämieneinnahmen gedeckt werden, müssen die Versicherer solche Risiken mit viel Eigenkapital abdecken. Grossschäden führen bei den Versicherern zu schwankenden Erträgen was die Aktionäre nicht schätzen. Deshalb ist beispielsweise die Münchener Rück Aktie nur mit dem 6-fachen des erwarteten Gewinns bewertet.

In der OECD wurden durch kommerzielle Kernkraftwerke mittlerweile 10000 Reaktorbetriebsjahre gefahren. Dabei gab es in der OECD 2 schwere Unfälle Harrisburg/Three Mile Island und Fukushima*

Die Kosten der Reaktorunfälle von Fukushima betragen gem. einer Schätzung der japanischen Regierung 64 Mrd. $. Ein grosser Teil des Schadens wurde sinnlos verursacht wie die andauernde Evakuierung einer 20 Km Zone die zu grossen Teilen so radioaktiv kontaminiert ist wie der Südschwarzwald.
Die Kosten für den Reaktorunfall von Harrisburg betrugen 920 Mio. $, zuzüglich eines nagelneuen Kernkraftwerks, damaliger Wert 1 Mrd. $.

Wenn man die Kosten von 66 Mrd. $ durch die 10000 Reaktorbetriebsjahre dividiert erhält man einen Betrag von 6,6 Mio. $ je kommerziellen Reaktor und Jahr, oder 0,08c/kWh($).

Für die Deutsche Gesellschaft ist dies beispielsweise ein sehr gutes Geschäft als ein Deutsches Kernkraftwerk die genannten 6,6 Mio. $, ca. 4,5Mio € in Form von Steuereinnahmen in ca. 4 Betriebstagen generiert.

Vandale


*Ich habe mich bewusst auf die OECD beschränkt da es für den Raktorunfall in Tschernobyl keine sinnvollen Zahlen gibt, bzw. in der UDSSR kein realistisches Preissystem gab. Wenn man den Schaden von Tschernobyl auf 30 Mrd. $ schätzt und die Reaktorbetriebsjahre aus Non OECD Ländern addiert erhält man fast das gleiche Ergebnis.

 

#10: Horst Trummler sagt:

am Mittwoch, 23.05.2012, 00:11

Kommentar 6 Herr Clemens

Die Zahlen die ich für mittels Wasserstoff gespeicherten gepeicherten Strom nannte entstammen Grunddaten mangels ausgeführter Anlagen der DENA Studie. Das sind Schätzungen die einen ungefähren Anhaltspunkt zu den zu erwartenden Kosten liefern, mehr nicht!

Wenn die Oekobranche sich wesentlich höhere Subventionssätze wünscht kann dies viele Ursachen haben.

Vandale

 

#11: Horst Trummler sagt:

am Mittwoch, 23.05.2012, 00:22

Kommentar 7 Herr Heinzow

Ich meine schon dass man mit ausreichend Masoschismus und Sarkasmus die Energiewende "meistern" kann.

Man könnte die Nordseedeiche um 120m erhöhen und das Wasser als Speichersee bis Frankfurt am Main aufstauen. Dann könnten die Frankfurter nach windreichen Winterwochen auf dem Meer surfen.

Vandale

 

#12: Horst Trummler sagt:

am Mittwoch, 23.05.2012, 00:32

Kommentar 7 Herr Heinzow

Könnten Sie vielleicht den Rechengang zum Volumenbedarf für einen Wasserstoffspeicher offenlegen?

Gruss

Vandale

 

#13: b.biersauer sagt:

am Mittwoch, 23.05.2012, 03:46

Ein großer Nachteil für Deutschland, dass keine Lithiumzellen
für Speicherbatterien gefertigt werden, obwohl solche als Speicher dringend benötigt würden und dass auch keine Möglichkeit für die Errichtung von Pumpspeicherkraftwerken besteht.
Österreich hat diese Möglichkeit, wird aber zuwenig genutzt, zB. um den Weinsberger Wald nördl. der Donau, besteht ein Potential von 4,7TWh Obersee-Speicherbecken, mit einer Oberfläche von etwa 64 km² auf SH. 900m.
Die Donau als Unterbecken hat ausreichend Pumpwasser und die Lage ist inmitten der Konsumenten und auch von den deutschen aperiodischen WInd undPV-Anlagen nicht weit weg.
Hier könnte sich die deutsche Wirtschaft engagieren.
Sogar die Wien-Energie errichtet jetzt in OÖ. ein solches Speicherkraftwerk bei Molln:
http://www.oekonews.at/index.php?mdoc_id=1070525

 

#14: Thomas Heinzow sagt:

am Mittwoch, 23.05.2012, 06:12

@ #7

Ooops, ist mir da doch in Excel ein Tippfehler passiert. Es muß natürlich heißen 0,23 km³. Aber auch dieses Speichervolumen in Gesteinsschichten, z.B. Salzstöcken Gasdicht zu bekommen, dürfte schwierig sein.

 

#15: Gerd Stender sagt:

am Mittwoch, 23.05.2012, 09:37

#13 Herr Biersauer

"Österreich hat diese Möglichkeit, wird aber zuwenig genutzt, zB. um den Weinsberger Wald nördl. der Donau, besteht ein Potential von 4,7TWh Obersee-Speicherbecken, mit einer Oberfläche von etwa 64 km² auf SH. 900m.
Die Donau als Unterbecken hat ausreichend Pumpwasser und die Lage ist inmitten der Konsumenten und auch von den deutschen aperiodischen WInd undPV-Anlagen nicht weit weg.
Hier könnte sich die deutsche Wirtschaft engagieren."

Also wieder den Anschluss ans Reich vollziehen?
Die Österreicher werden uns was husten!

 

#16: Horst Trummler sagt:

am Mittwoch, 23.05.2012, 09:47

Kommentar 9 Vandale Rechenfehler

Ich hatte behauptet, dass der potentielle Schaden aus Reaktorunfällen 6,6 Mio. $ je Reaktorbetriebsjahr beträgt und...

Für die Deutsche Gesellschaft ist dies beispielsweise ein sehr gutes Geschäft als ein Deutsches Kernkraftwerk die genannten 6,6 Mio. $, ca. 4,5Mio € in Form von Steuereinnahmen in ca. 4 Betriebstagen generiert.

6.6 Mio. $ entsprechen aktuell 5 Mio. €. Das Kernkraftwerk Brokdorf speist 1400MWe in das Netz ein. Bei einem Stromertrag von 55€/MWh entspricht dies 77000€/h. Wenn man die Kosten von Brokdorf auf 18 €/MWh schätzt und die Steuerquote mit 30% annimmt so ergibt sich ein Steuerertrag von 15.500 € stündlich.

Damit es der Steuerzahlung von 14 Tagen damit das Kernkraftwerk Brokdorf das Risiko eines Reaktorunfalls für die Gesellschaft deckt.

Unberücksichtigt bleibt hierbei dass die Betreiber für Ihre Kernkraftwerke haften und damit die Schäden bis zur Insolvenz decken müssen.

Unberücksichtigt bleibt hierbei dass ein grosser Teil der Kosten in Fukushima willkürlich verursacht wurde.

Vandale

 

#17: Thomas Heinzow sagt:

am Mittwoch, 23.05.2012, 10:52

@ #11

Es lag ein Tippfehler bei der Division zweier Excel-Zellen vor. ' =C18/D19 ' statt ' C18/D18 '.

 

#18: b.biersauer sagt:

am Mittwoch, 23.05.2012, 14:05


#15: Gerd Stender
Irrtum, Gerd Stender. In einer Europäischen Union schon mal was von grenzüberschreitender Energie gehört?
Dies Ding mit den 4,7TWh Speichervermögen ist für ein österreichisches Inzuchtprojekt sowieso zu groß und kann daher nur international gelöst werden, daher meine diesbezgl. Anspielung.
Diese 64km² Speicherseen um den Weinsberger Wald, sind auf etwa 30 Oberseen aufzuteilen und könnten an die 10 Pumpkavernen bedienen. Eine genauere Planung hat dazu noch nicht stattgefunden, aber nehmen Sie einmal die 1:50.000 Karte und suchen Sie den Weinsberger Wald nördlich der Donau, dann werden Sie bei näherem Studium sehen dass entlang der 900m-Isohypsen Hochtalbecken erkennbar sind und es müssen nicht gerade diese 900m sein!
So wäre auch auf dem Sulzberg am Ostrong ein auf 800m liegendes Niveau für einen solchen Kurzzeitspeicher mit sehr kurzer Druckleitung zum Donaubecken projektierbar.
Damit kann jeder Interessierte selbst Studien zu Pumpspeichern nördl. der Donau versuchen!

 

#19: Horst Trummler sagt:

am Mittwoch, 23.05.2012, 15:56

Kommentar 18 Herr Biersauer

es gibt in Oesterreich, Schweiz und Deutschland zahlreiche Täler die man mit Talsperren als Speichersee nutzen könnte.

Die Herausforderung dürfte hier im Landschaftsschutz, diversen Bürgerinitiativen und von diesen aufgesattelten Politikern liegen.

Warum sollen die Schweizer, oder die Oesterreicher ihre bezaubernde Bergwelt den religiösen Launen der Deutschen opfern?

Vandale

Kommentar:

Eine Ergänzung: Der Bau von Goldisthal benötigte 30 Jahre Planung, 11 Jahre Bauzeit und verschlang 650 Mill. €. Das alles für eine Leistung von 8 GW über max. 8 h.
mfG
M.L.

 

#20: D. Glatting sagt:

am Mittwoch, 23.05.2012, 17:07

@#16: Horst Trummler,

Hallo Herr Trummler,

ich halte ihre überschlägige Berechnung zwar für deutlich besser, als alles was dem Michel gerade über die MSM erzählt wird, siehe Beispiel von heute:

http://tinyurl.com/cqfbj2y

Ich sehe die Sache jedoch noch mal anders.

Tschernobyl taugt aufgrund der Konstruktion und der Organisation nicht zum Vergleich mit deutschen Kernkraftwerken.
Fukushima taugt höchsten zum Vergleich der maximalen Folgekosten, wenn man den Kernschadensfall mit ungefilterter Entlüftung voraussetzt. Zum einen ist bei uns die Kernschadenswahrscheinlichkeit um Faktor 1000 kleiner und zum anderen ist eine ungefilterte Entlastung so wahrscheinlich wie dass ein Meteoriteneinschlag das Kraftwerk trifft. Wenn man demnach einen Kernschadensfall mit ungefilterter Entlastung in 10^17 Betriebsjahren mit einer abdeckenden Schadenssumme von 500 Milliarden € annimmt (Reaktor steht mitten im Ruhrpott und die Wetterlage führt zu einer Verteilung im näheren Umkreis) komme ich auf eine Schadenssumme von 4,5*10^-14 Cent/kwh hinsichtlich eines solchen Unfalls oder weniger als einem Cent pro Betriebsjahr.

Für die Kernschadensfälle mit gefilterter Entlastung, sofern die überhaupt notwendig wird, hat man im Wesentlichen nur den Schrott zu entsorgen. Da fallen also prinzipiell keine Versicherungskosten an, sondern nur die Entsorgungskosten, die auf den Betreiber gehen.
Wenn man jedoch auch hier recht abdeckend von einem Schaden von 1 Milliarde € wegen vorsorglicher Evakuierung etc. ausgeht (würde zu den Harrisburgzahlen passen), ist man bei 10^5 Betriebsjahren auch nur bei 0,045 Cent/kWh oder 10.000 € pro Betriebsjahr.

Es wird einfach nur mit der unheimlichen Angst der Bevölkerung vor dieser tödlichen unsichtbaren Strahlung gespielt.
Dazu dann auch wieder die fehlenden Mädchen in Geburtenraten oder Leukämiecluster in der Nähe von Kernkraftwerken. Und wenn nachweislich alles falsch ist. Es bleibt doch immer das Gschmäckle.
http://de.wikipedia.org/wiki/Brunnenvergiften
Damit wird mit Erfolg seit 30 Jahren gearbeitet.

Wenn in den Diskussionen den bürgern klar gemacht werden würde, was der Stand in Deutschland ist, nämlich, dass

- eine Kernschmelze eigentlich ausgeschlossen werden kann,
- eine Kernschmelze kaum eine Chance hat zu Kontaminationen zu führen
- und das selbst die Kontamination, siehe Japan, beherrscht werden kann.

würde bei vielen Bürgern wieder die Discounter Mentalität raus klommen und sie sich fragen, was das mit dem teuren Ökostrom soll. Vor allem wäre dann dem Murthygelalle von wegen „es kann ja doch Morgen und hier sein" ein Ende gesetzt.

Mal eine Frage an die Steuerexperten. Wie viele Steuern würden dem Staat denn bei einer Rückstellung von 200 oder 500 Milliarden über 30 oder 50 Jahre flöten gehen?

Grüße

 

#21: Thomas Heinzow sagt:

am Mittwoch, 23.05.2012, 18:00

@ alle und Dr. Paul
Lesenswerter Artikel

Heute in der FAZ auf Seite 3:

Besser man ist Selbstversorger
Energiewende praktisch: Ein schwäbisches Familienunternehmen wappnet sich gegen Stromausfälle

Für 20 Millionen wird demnächst eine Notstromdieselanlage angeschafft, damit der Laden nicht im Falle eines Blackouts in die Pleite rauscht.

Und für Herrn Dr. Paul ein ganz spezieller Artikel

http://tinyurl.com/cn7qvb8

Kommentar:

Das habe ich auch gemacht. 12 KVA Dieselaggregat (Typ Kipor aus China) mit automatischer Umschaltung. Kostenpunkt 5500 €.
Es wurde schon 2 x gebraucht.
mfG
M.L.

 

#22: Horst Trummler sagt:

am Mittwoch, 23.05.2012, 18:17

Kommentar 20 Herr Glatting

Ich hatte einen anderen Ansatz gewählt indem ich die Kosten der realen Unfälle dieser Welt ins Verhältnis gesetzt habe.


Hinsichtlich der Kosten eines Reaktorunfalls in Deutschland bin ich pessimistisch. Es müssten nur wenige der dämonischen Atomstrahlen den Filter eines KKW passieren um möglicherweise eine ökoreligiöse Panik zu erzeugen. Bitte bedenken Sie das die Behörden von Politikern und teils von berufsfremden Oekoaktivisten geführt werden. Die Medien lassen sich regelmässig von ihren Atomspezialisten leiten. Stellen Sie sich vor Fr. A. Marie würde die Empfehlungen initieren.

Denkbar wären willkürliche Evakuierungen grosser Landstriche

Denkbar wären enorme Dekontaminationsaktivitäten.

Die Kosten könnten auch bei geringen realen Folgen enorme Dimensionen erreichen. Es stellt sich die Frage ob die Filter bei einem Szenario bei dem der Panikschaden den realen Schaden weit übertrifft überhaupt sinnvoll sind.

Vandale

Kommentar:

"Denkbar wären willkürliche Evakuierungen grosser Landstriche "
Da stimme ich Ihnen zu! Denken Si enur an den "Erfolg" von "Die Wolke" der Lehrerin Gudrun Pausewang. Wurde in alle Köpfe heingeprügelt.
mfG
M.L.

 

#23: Thomas Heinzow sagt:

am Mittwoch, 23.05.2012, 18:44

"8 GW über max. 8 h."

So leider falsch. Die Nennleistung beträgt in gewissen Grenzen stufenlos regelbar 1060 MW. Die Speicherkapazität beträgt maximal ca. 8500 MWh. Insgesamt beliefen sich die Kosten einschließlich der Vorleistungen der "DDR" auf 1 Mrd. €.
Der Wirkungsgrad soll ca. 80% betragen.

Kommentar:

Das war ein Schreibfehler. Sie haben recht 1 GW über 8 h.
mfG
M.L.

 

#24: Thomas Heinzow sagt:

am Mittwoch, 23.05.2012, 18:54

"Wie viele Steuern würden dem Staat denn bei einer Rückstellung von 200 oder 500 Milliarden über 30 oder 50 Jahre flöten gehen?"

Gar keine, denn Rückstellungen sind zukünftiger Aufwand, der zu passivieren ist. Das heißt aber nicht, daß die Rückstellungen nicht wirtschaftlich genutzt werden dürfen.

 

#25: Michael Clemens sagt:

am Mittwoch, 23.05.2012, 20:05

#10 Horst Trummler

Hallo Herr Trummler,

da Wasserstoffspeicher noch nicht realisiert wurden, gibt es tatsächlich keine Erfahrungswerte. Praktisch scheidet aber die alkalische Elektrolyse als Stand der Technik aus, da diese Anlagen einen unteren Teilastbereich von 30 % haben, nicht einfach abgeschaltet werden können und damit nicht zum Aufnahme fluktuierender Energien geeignet sind. Momentan hofft man wohl auf die PEM-Elektrolyse. Kostet aber deutlich mehr bei weniger Lebensdauer und gibt es bislang nur im kW-Bereich. Damit sind die Kostensteigerungen erklärbar.
http://tinyurl.com/d7pruc4

Nach meiner Einschätzung kostet eine Langzeitspeicherung auch bei fiktiven Energiekosten=0 immer ein Mehrfaches einer Spitzenlasterzeugung und ist damit nur bei gesetzlichem Zwangsvergütungen gemäß EEG realisierbar.

Ansonsten ist die Idee mit der Energievernichtungskaskade Wasserstoff wohl eher ein Schildbürgerstreich.

Ein „Leuchtturmprojekt“ wird derzeit von der Fa. Audi geplant „E-Gas“. Die wollen im MW-Bereich teure Offshore Windenergie in „ Windgas“ konvertieren. Das soll dann als „klimaneutraler“ Treibstoff dienen. Daten findet man im Internet. Zum geplanten Baubeginn Juli 2012 geistert das sicher wieder durch die Presse. Die Energie- und Kostenbilanz des Vorhabens ist, vorsichtig ausgedrückt, bemerkenswert.

Ich habe mir vorgenommen, hierzu einen passenden kritischen Beitrag für EIKE zu verfassen.

Gruß
Michael Clemens

 

#26: S.Hader sagt:

am Mittwoch, 23.05.2012, 20:22

@Horst Trummler, #9: "Die Kosten der Reaktorunfälle von Fukushima betragen gem. einer Schätzung der japanischen Regierung 64 Mrd. $. Ein grosser Teil des Schadens wurde sinnlos verursacht wie die andauernde Evakuierung einer 20 Km Zone die zu grossen Teilen so radioaktiv kontaminiert ist wie der Südschwarzwald."

Das ist wohl eher ein Gerücht. Sie werden im Südschwarzwald kein bebautes Land finden, wo eine Strahlung von mehr als 20 Millisievert im Jahr vorliegt. Falls doch, wäre es schon nett, dass mit konkreten Messungen zu belegen.


#16: "Für die Deutsche Gesellschaft ist dies beispielsweise ein sehr gutes Geschäft als ein Deutsches Kernkraftwerk die genannten 6,6 Mio. $, ca. 4,5Mio € in Form von Steuereinnahmen in ca. 4 Betriebstagen generiert."

Das ein Reaktorunfall 55 Mrd. Dollar kostet, ist keine Naturkonstante. Es macht einen wesentlichen Unterschied aus, ob man eine dünnbesiedelte Küstenregion im Umkreis von 20 km evakuieren muss, oder den 20 km-Umkreis von Neckarwestheim, wo sich Städte wie Heilbronn (120.000 Ew.), Neckarsulm (25.000 Ew) ud Bad Rappenau (20.000 Ew) befinden.

 

#27: Chris Frey sagt:

am Mittwoch, 23.05.2012, 20:47

Hallo zusammen,

ganz dickes Lob von einem Laien nicht nur für den Artikel von Herrn Trummler, sondern auch für sämtliche Kommentare hier! Auf konstruktive und sachliche Weise werden selbst gegensätzliche Standpunkte diskutiert. Das ist ja Spitze! Vor allem: ich glaube fast alles verstanden zu haben!
Ich glaube, so eine Zusammenstellung in dieser Form sucht in Deutschland ihresgleichen.

Chris Frey

 

#28: Thomas Heinzow sagt:

am Mittwoch, 23.05.2012, 22:46

"Das war ein Schreibfehler. Sie haben recht 1 GW über 8 h."

Tipp- und Schreibfehler passieren schnell. :-)

Aber selbst mit Schreibfehler wäre die Speicherkapazität das was sie ist: Eine Lappalie.

Die wohl scheidende Staatssekretärin im Kieler Wirtschaftsministerium vertrat doch glatt die völlig absurde Ansicht, daß die Reaktivierung des PSKW Geesthacht mit 120 MW Leistung für 5 Stunden das Windenergieproblem in S.-H. lösen zu können.

 

#29: Horst Trummler sagt:

am Donnerstag, 24.05.2012, 07:59

Kommentar 25 Herr Clemens

ich freue mich auf Ihren Beitrag zum Thema Wasserstoffelektrolyse und werde dann auch gerne ein paar Sätze in den obigen Querschnittsartikel übernehmen.

Wenn Sie mir eine E-Mail Adresse hätten...

Gruss

Vandale

 

#30: D. Glatting sagt:

am Donnerstag, 24.05.2012, 08:11

@#24: Thomas Heinzow,

Danke Herr Heinzow für die Auskunft.
Wie kommt dann eigentlich Grünpiss darauf, dass die steuerfreien Rückstellungen für den Rückbau der Kernkraftwerke Subventionen darstellen?

 

#31: Horst Trummler sagt:

am Donnerstag, 24.05.2012, 08:37

Kommentar 26 Herr Hader

Die Aussage, dass die Radioaktivität in grossen Teilen der Evakuierungszone um Fukushima nicht höher liegt als im Schwarzwald (Ausnahme Nordwesten) kann man sich mit einiger Mühe selbst erschliessen. Es ist jedoch nicht nur meine persönliche Erkenntnis, sondern diese wird auch von der Fachwelt vertreten...Googlen.. Artikel ...Eike Fukushima – Der Jahrestag – Die Medien – Die Fakten! Stellungnahme des Strahlenschutzverband Schweiz 13.3.2012

Sie sprechen von einer Auswirkung eines möglichen Unfalls des umweltfreundlichen Kernkraftwerks Neckarwestheim auf die Region Neckarwestheim und addieren etwa 200.000 Einwohner im Umfeld der umweltfreundlichen Kernkraftwerke die evakuiert werden müssten. 2000000 Einwohner bedeuten etwa 80.000 Wohnungen a 150.000€ plus Gewerbe und Infrastruktur. Das macht einen Wert von 12 Mrd. € für die Wohnungen, bzw. ca. 25 - 30 Mrd. € als Gesamtwert der Gegend. Bitte bedenken Sie hierbei, dass die Region um Fukushima grösstenteils längst hätte wieder besiedelt werden können. Bitte bedenken Sie dass Deutsche Kernkraftwerke den austretenden Dampf im Falle eines Unfalls gefiltert in die Umgebung abgeben würden. Insofern wäre eine andauernde Evakuierung einer derartigen Region am ehesten als Panikschaden zu betrachten.

Warum sehen Sie schwere Unfälle ausgerechnet bei Kernkraftwerken mit ihrem sehr geringem Risikopotential?

Betrachten Sie doch mal den viel wahrscheinlicheren Fall dass eine umweltschädliche Windmühle auf ein ICE Gleis fällt und hunderte von Menschen zu Opfern dieser Risikotechnologie werden. Bei jedem Sturm fallen ein paar Windmühlen in Deutschland um.

Oder betrachten Sie mal die gefährlichen Solardächer. Wieviele Unfälle passieren täglich bei der Reinigung und Wartung dieser Hochrisikotechnologie. Solardächer sind möglicherweise gefährlicher als ein nicht-nachgerüsteter RBMK (Tschernobyl) Reaktor.

Vandale

 

#32: Horst Trummler sagt:

am Donnerstag, 24.05.2012, 09:14

Kommentar 27 Herr Frey

Die FAZ Kommentare waren meines Erachtens und nicht nur weil ich dort selber schrieb 2009-2010 das beste Forum in D. Vielfach, gerade wenn es um politisch korrekte Themen ging wo die Journalisten mit ihren bescheidenen Kenntnissen nur ihre politisch korrekten Parolen verbreiteten, waren die Kommentare informativer und durch wesentlich mehr Sachkenntnisse geprägt als der zugrunde liegende Artikel. Später hat man dort die Zensur so verschärft, dass die Kommentare nur mehr begrenzt hilfreich waren. Den aktuellen Stand kenne ich nicht.

Hier in Eike gibt es häufig sehr gute Kommentare von denen ich gerne lerne. Leider gibt es hier manchen Threads die durch andauernden Sparring, z.B. irgendwelche Damen die ihre Thesen wie ein Automat wiederholen, eher ermüden. Ich hoffe dazu beizutragen dieses Forum interessant zu machen.

Ich bewundere auch Ihr Engagement die diversen Artikel für EIKE zu übersetzen.

Vandale

 

#33: Kurt Laburda sagt:

am Donnerstag, 24.05.2012, 13:06

Hallo, Vandale
Zu Dr. Sören Hader (sorry, rer. nat. vergessen) gab es mal einen Beitrag auf EIKE:
http://www.eike-klima-energie.eu/climategate-anzeige/windraeder-toeten-voegel-und-fledermaeuse-upd[..] #59, 64,
Dr. rer. nat. Sören Hader ist demzufolge Grüner. Sie können sich die Mühe der Aufklärung sparen. Atom hat nun mal für eine Schlandsche Zifelmütze pfui zu sein. Befehl des Grünen! Und da hat die Zipfelmütze sich zu unterwerfen,zu kriechen und zu gehorchen.
Gruss
Übrigens: prima Bericht!

 

#34: Peter Zummach sagt:

am Donnerstag, 24.05.2012, 13:27

#10 Horst Trummler

Sehr geehrter Herr Trummler,

mir ist nicht ganz klar, wie man von "übertriebenen Maßnahmen" hinsichtlich der Evakuierungszone um F. sprechen kann, wenn doch z.Zt. das möglicherweise größte Gefahrenpotential noch gar nicht entschärft ist: Das beschädigte Abklingbecken in 30 Meter Höhe voll mit hochaktiven Brennelementen aus Block 4. Wie man hört, soll noch völlig unklar sein, auf welche Weise die Bergung überhaupt erfolgen kann. Und dann schon Entwarnung geben?

 

#35: Holger Burowski sagt:

am Donnerstag, 24.05.2012, 13:59

#31:Herr Trummler:
"Betrachten Sie doch mal den viel wahrscheinlicheren Fall dass eine umweltschädliche Windmühle auf ein ICE Gleis fällt und hunderte von Menschen zu Opfern dieser Risikotechnologie werden. Bei jedem Sturm fallen ein paar Windmühlen in Deutschland um."
Es mag ja sein, dass Sie schon zulange im arabischen Raum wohnen und deshalb die letzten 20 bis 30 Jahre der Entwicklung der Eisenbahntechnik in Deutschland nicht mitbekommen haben. Nur soviel, ein ICE fährt mit elektrischen Strom und wenn, praktisch und theoretisch ist die Wahrscheinlichkeit aber 0, wirklich mal eine Windmühle auf die Schienen fällt, wird Sie mit unendlicher Sicherheit die Stromversorgung unterbrechen und zwar dauerhaft und das bedeutet, dass der ICE ganz schnell steht. Sollte, was aber noch unwahrscheinlicher als unwahrscheinlich ist, die Windmühle kurz hinter einer Kuppelstelle einschlagen und somit der vorherige Streckenabschnitt noch unter Strom stehen, gibt es immer noch die Notfallvariante LZB. Das ist, falls Sie es noch nicht wissen, das Kabel, was auf den Schwellen liegt und nicht, wie einige immer noch glauben, der Stromversorgung dient, die kommt aus der Oberleitung, sondern der Übermittlung von Kommandos zur Steuerung des Zuges.

Es mag ja auch sein, dass im arabischen Raum die Gesetzgebung etwas anders ist, als bei unserer deutschen Gründlichkeit und diese schreibt vor, dass man einen Mindestabstand zu Gleisanlagen einhalten muss, der mit 100%iger Sicherheit verhindert, dass eine Windmühle auf die Schienen fällt.

Wieviele Windmühlen fallen denn in Deutschland pro Sturm um? Gibt's da auch ein paar Zahlen oder nur spektakuläre YouTube-Videos?
Und wieviele Elektrohandwerker fallen eigentlich so pro Jahr in Deutschland vom Dach? Gibt's da Statistiken oder ist das bloß "gefühlte Annahme"?

Nichts für ungut, Herr Trummler, Ihr Eingangsbeitrag über die Speicher ist ein lesenswerter, obwohl ich einige Dinge anders sehe und Sie unter einer doch recht tendenziösen "Attribuvitis" leiden.

Gruß Holger Burowski

 

#36: Horst Trummler sagt:

am Donnerstag, 24.05.2012, 14:33

Kommentar 34 Herr Zumnach

Im Abklingbecken liegen abgebrannte Brennelemente.

Von diesen Brennelementen geht keinerlei Gefahr aus sofern das Lagerbecken gekühlt wird. Da diese abgebrannten Brennelemente nur mehr wenig Wärme abgeben ist die Kühlung derselben nicht allzu kritisch.

Ich weiss nicht welche Pläne die Japaner haben, ich weiss auch nicht ob der Bereich des Beckens für abgebrannte Brennelemente sehr kontaminiert ist. Ich würde mangels besseren Wissens die Radioaktivität im Umfeld des Beckens mit den abgebrannten Brennelemente noch eine Weile abklingen lassen, ggf. die Trümmerteile ringsum mit Robotern abräumen und die Brennelemente dann bergen, in Transportbehältnisse packen und zur Wiederaufbereitung abtransportieren.

Wo soll die grosse Gefahr herkommen?

Vandale

 

#37: Horst Trummler sagt:

am Donnerstag, 24.05.2012, 15:22

Kommentar 35 Herr Burowski

Die Medien berichten ausgiebig über die geringsten negativen Vorfälle im Zusammenhang mit der Kerntechnik. Unfälle und Risiken sind bestens dokumentiert.

Der Giftmüllanfall bei Windmühlen und Solarzellen ist nahezu ein Tabuthema. Gleiches gilt für die Sicherheitsrisiken von Windmühlen und Solarzellen.

Informationen zu diesen mutmasslich umweltschädlichen und gefährlichen Technologien findet man nur durch Zufall und nicht systematisch, Artikel MDR über den Giftmüllanfall bei der Solarzellenfertigung, Seltene Erden Gewinnung China (Eike), 5 Tote bei Unfällen bei der Installation der Windparks in der Nordsee...

Im Fall der umfallenden Windmühlen hatte ich zu meinem Artikel Windenergie die Begriffe "Umgestürzte Windmühle", "Umgefallene Windmühle", WKA, Windkraftanlage, "Sturm Windkraftanlage" und ein paar mehr gegoogelt und stiess auf Dutzende kleiner Nachrichten in Lokalzeitungen. Aufgrund der unsystematischen Berichterstattung kann ich die Zahl der umfallenden Windmühlen nur mutmassen. Ich mutmasse, dass pro Jahr etwa 3 - 10 Windmühlen umfallen was ein Risiko von 1:2500 - 7000 bedeuten würde. Haben Sie bessere Zahlen?

Es ist sicherlich korrekt, dass eine umfallende Windmühle nur dann ein Risiko für eine elektrifizierte Bahnstrecke darstellt, wenn diese kurz vor einer Zugdurchfahrt stürzt. Dieses Risiko mag statistisch gering sein. In Niedersachsen und Schleswig Holstein wo die Windmühlen stehen gab es vor Jahren jedoch auch viele nicht-elektrifizierte Strecken die von Personenzügen durchfahren wurden. In Ostfriesland stehen Windmühlen nahe der A31 und zahlreicher Strassen was gleichfalls ein Risiko bedeutet.

Wieviele Unfälle bei der Wartung und Pflege der umweltschädlichen Solarzellen geschehen, lässt sich nur schätzen da diese Arbeiten häufig privat in der Freizeit vorgenommen werden.

Einerseits werden bewusst keine Zahlen erhoben, andererseits sollte dieser Umstand auch nicht dazu führen diesen Techniken Attribute wie "umweltfreundlich", "sicher" zu verleihen denen diese nicht gerecht werden. Deshalb schreibe ich meist "vermutlich", "wahrscheinlich", "mutmasslich"

Haben Sie Zahlen, Daten?

Vandale

 

#38: Herrmann Hurz sagt:

am Donnerstag, 24.05.2012, 15:45

# 34 Peter Zummach:
"mir ist nicht ganz klar, wie man von 'übertriebenen Maßnahmen' hinsichtlich der Evakuierungszone um F. sprechen kann, wenn doch z. Zt. das möglicherweise größte Gefahrenpotential noch gar nicht entschärft ist: Das beschädigte Abklingbecken in 30 Meter Höhe voll mit hochaktiven Brennelementen aus Block 4. Wie man hört, soll noch völlig unklar sein, auf welche Weise die Bergung überhaupt erfolgen kann. Und dann schon Entwarnung geben?"

# 36 Vandale: "Wo soll die grosse Gefahr herkommen?"

Das ist ein im Moment im englischen Sprachraum von den dortigen Kernkraftgegnern gehyptes Horrormärchen. Hier ist eine Erklärung und ausführliche Widerlegung desselben:

http://tinyurl.com/cthau4g

Gruß,

Herrmann Hurz

 

#39: Johannes Hartung sagt:

am Donnerstag, 24.05.2012, 15:52

@#13 b.biersauer:
"Ein großer Nachteil für Deutschland, dass keine Lithiumzellen für Speicherbatterien gefertigt werden, obwohl solche als Speicher dringend benötigt würden..."

Wie oft muss man noch den Elektroauto-Batterie-Schwindel erwähnen: Die typische Batterie kostet 10 000 Euro bei 20 kWh Kapazität und maximal 1000 Ladezyklen.

Also, was kostet es NUR AN BATTERIEVERSCHLEISS eine kWh in die Batterie zu laden und wieder heraus zu holen?

Jawohl, 50 ct.

Die LiOn Batterien haben ca. 90% Wirkungsgrad, dann müssen wir noch zwei Mal wandeln (Spannung und AC/DC) mit insgesamt garantiert nicht mehr als 90% Wirkungsgrad, so dass wir dann bei Kosten von ca. 60 ct/kWh sind [50/(0,9*0,9)].

Es gibt jetzt eine Firma, die versucht mit NaS Batterien Elektrizitätsbrokering zu betreiben
(http://www.younicos.com). Alles ganz löblich, es sind aber nur Auswüchse eines künstlich viel zu hohen Strompreises.

 

#40: Harry Hain sagt:

am Donnerstag, 24.05.2012, 18:17

ad Zumach u. a. Atomhysteriker:

Zitat aus Achgut.de

"Ist die deutsche Atomhysterie unheilbar?

Hier die internationale Presse:
Reuters: „Radiation from Fukushima nuclear disaster below cancer-causing level“

AP: „UN: Fukushima workers’ deaths not from radiation“

BBC: „WHO: Post-Fukushima radiation levels in Japan ‘low’“


Und hier die deutsche:
BILD: „Fukushima: Strahlungswerte krebserregend“

RP Online: „Strahlung bei Fukushima auf krebserregendem Niveau“

Welt: „WHO: Strahlungswerte über krebserregendem Niveau in Fukushima“

Zumindest der Spiegel kriegt’s richtig: Strahlengefahr durch Fukushima-Gau geringer als befürchtet.
"

Noch Fragen?

 

#41: D. Glatting sagt:

am Donnerstag, 24.05.2012, 20:15

@#31: Horst Trummler und #26 Hader,

Da GKN I vom Netz ist kommt ja nur noch GKN II in Frage.

Um Herrn Hader und anderen Bedenkenträgern klar zu machen, welcher Nullgefahr sie ausgesetzt sind, erkläre ich mal die größten Gfahren.

Der Sicherheitsbehälter (Containment, Kugel) der Prekonvoi Anlagen (KKU, KWG, KKP 2 und Konvoi Anlagen GKN II, Isar 2 und KKE ist so groß, dass man im Falle eines Kernschadens überhaupt nicht Entlasten muss. Eine Kontamination der Umgebung kann man daher doppelt ausschließen. Zum einen, weil man gar nicht Entlasten muss und zum anderen, weil man gefiltert Entlasten kann.

Das größte Schadenspotential dieser Kraftwerke besteht darin (TÜV PSA Symposium 2009 München), dass im Falle eines Kernschadens durch ein Leck in einem Dampferzeuger Heizrohr, an einer Stelle die nicht von Wasser bedeckt ist, Partikel in die Sekundärseite der Dampferzeugers (Das ist keine Turbine Herr Hader!) gelangen könnten. Wenn dann bei der vorherigen Entlastung der Sekundärseite ein Überdruckventil in Offenstellung hängen geblieben ist, könnte es sein, dass einige dieser dämonischen Strahlenpartikel austreten könnten.

Der Öffnungsquerschnitt in einem Dampferzeuger Heizrohr kann maximal so groß sein, dass bei einem Druckunterschied von ca. 80 bar 0,5 l Wasser pro Minute durchströmen können. Da sonst der Reaktorschutz das Kraftwerk schon abgefahren hätte. Die Größe eines Stecknadelkopfes ist demnach deutlich zu groß.

Die Sicherheitsventile werden dreifach redundant angesteuert wobei jährlich alle Ansteuerungen unter Leitungsbedingungen geprüft werden. Warum die nicht schließen sollen ist mir nicht klar, aber wenn es denn das größte Schadenspotential ist.

Wenn es denn wirklich zu diesem wohl überwältigenden Austritt dämonischer Strahlung käme, würde man wahrscheinlich den entsprechenden Schalldämpfer mit einer Feuerwehrspritze benetzen um die Kontamination einzudämmen.

Da stellt sich die Frage, wovor man eigentlich hier in Deutschland hinsichtlich Kernkraftwerke Angst haben soll. Das sind wie gesagt technische Fakten, die gegen instrumentalisierte Urängste stehen. Da hat man keine Chance. Aber die versucht man zu nutzen.

@ML
ich meine dies insbesondere gegenüber den Lesern von "Die Wolke" der Lehrerin Gudrun Pausewang. Ich habe mir ja mal den Kurzinhalt angetan. Die Ergebnisse von Fukushima zeigen, dass die Ausführungen eines ahnungslosen Menschen sind, die weit weg von jeder Realität sind. Ich bin halt für entschlossenes dagegen halten. Man hat sich meines unwesentlichen Erachtens viel zu lange in die Defensive treiben lassen.

Grüße

 

#42: S.Hader sagt:

am Donnerstag, 24.05.2012, 20:20

#31: "Die Aussage, dass die Radioaktivität in grossen Teilen der Evakuierungszone um Fukushima nicht höher liegt als im Schwarzwald (Ausnahme Nordwesten) kann man sich mit einiger Mühe selbst erschliessen. Es ist jedoch nicht nur meine persönliche Erkenntnis, sondern diese wird auch von der Fachwelt vertreten… Googlen. Artikel… Eike Fukushima - Der Jahrestag - Die Medien - Die Fakten! Stellungnahme des Strahlenschutzverband Schweiz 13.3.2012"

Sehr geehrter Herr Trummler, gehören Sie auch zu der Fraktion, die Recherchearbeiten immer dann auf andere abwälzen wollen, wenn sie ihnen lästig wird? ;o)


"Sie sprechen von einer Auswirkung eines möglichen Unfalls des umweltfreundlichen Kernkraftwerks Neckarwestheim auf die Region Neckarwestheim und addieren etwa 200.000 Einwohner im Umfeld der umweltfreundlichen Kernkraftwerke die evakuiert werden müssten. 2000000 Einwohner bedeuten etwa 80.000 Wohnungen a 150.000€ plus Gewerbe und Infrastruktur. Das macht einen Wert von 12 Mrd. € für die Wohnungen, bzw. ca. 25 - 30 Mrd. € als Gesamtwert der Gegend."

Eine Stadt ist mehr als die Summe seiner Eigenheime. Sie beinhaltet nicht nur die Infrastruktur für zehntausende Menschen, Standort für Unternehmen, Arbeitsplätze, medizinische Versorgung, usw. sondern bedeutet auch kulturelle Identität einer Region mit seiner ganzen Geschichte und hat deshalb auch einen hohen ideellen Wert. Wenn Sie meinen, Sie könnten das auf den Gegenwert von Eigenheimen reduzieren, dann zeigen Sie eine große Portion Betriebsblindheit, als ich Ihnen je zugetraut habe. Mal davon abgesehen, dass man für 150.000 EUR wenn überhaupt eine 2-Zimmer-Altbauwohnung mit vielleicht mal gut 50qm in dieser Region bekommt.

"Warum sehen Sie schwere Unfälle ausgerechnet bei Kernkraftwerken mit ihrem sehr geringem Risikopotential?"

Weil Sie das Thema hier angesprochen haben. :o)


"Betrachten Sie doch mal den viel wahrscheinlicheren Fall dass eine umweltschädliche Windmühle auf ein ICE Gleis fällt und hunderte von Menschen zu Opfern dieser Risikotechnologie werden. Bei jedem Sturm fallen ein paar Windmühlen in Deutschland um."

Diese Risiken bestehen auch. Im allgemeinen wird das Risiko als das Produkt aus Schadenshöhe und Eintrittswahrscheinlichkeit gesehen. Das Besondere bei Atomenergie ist, dass zum einen die Wahrscheinlichkeit eines schweren Unfalls sehr gering ist. Auf der anderen Seite ist der Worst-Case materiell so hoch, dass es nicht nur den Bankrott des Unternehmens bedeutet, sondern eine Region nachhaltig schädigt. Pauschal kann man erstmal nicht sagen, ob das Produkt beider Faktoren steigt oder sinkt. Auf der anderen Seite erwartet man von einer Privatperson und Unternehmen, dass er für Unfälle mit Höchstschäden aufkommen kann. Wer ohne Haftpflichtversicherung durchs Leben geht, handelt in den Augen vieler höchst unvernünftig. Von einem Unternehmen erwartet man ganz selbstverständlich, dass es die Kosten schwerer Unfälle begleichen kann. Ein AKW-Betreiber wird aber keinen Versicherer finden, der einen zweistelligen Milliarden Betrag oder mehr bereit hält. Da hilft es auch wenig, wenn dieses Unternehmen mit dem gesamten Besitz haftet, es aber im Fall der Fälle zahlungsunfähig wird und wie bei den Banken vom Staat gerettet werden muss.

Zum Beispiel ICE-Strecken, Herr Burowski hat schon wichtige Aspekte genannt. Es wäre zu klären, ob Windräder bis 200m an eine Trasse gebaut werden dürfen. Die Regeln diesbezüglich kenne ich nicht, als häufiger Bahnfahrer kann ich mich nicht daran erinnern, so nah an einen Windradturm vorbeigefahren zu sein. Beim ICE-Unglück in Eschede hat die DB ca. 35 Mio. DM Entschädigung gezahlt. Man kann dem Unternehmen vorwerfen, warum es den Hinterbliebenden nicht deutlich mehr an Schmerzengeld auszahlte. Letztlich wurde von deutschen Gerichten bestätigt, dass man deutlich mehr an Entschädigung zahlte als gesetzlich notwendig war. Der entscheidende Punkt ist, selbst beim Mehrfachen der Summe hätte das Unternehmen diese Schäden aus eigener Tasche zahlen können. AKW-Betreiber können das nicht.


#37: "Wieviele Unfälle bei der Wartung und Pflege der umweltschädlichen Solarzellen geschehen, lässt sich nur schätzen da diese Arbeiten häufig privat in der Freizeit vorgenommen werden."

Naja, also wenn jemand meint, er müsse als Privatmann unbedingt aufs Dach klettern und dann dort rumhantieren, handelt aus meiner Sicht fahrlässig. Genau dasselbe betrifft alle Arbeiten an Fachziegeln oder an der Schüssel auf dem Dach. Wer meint, er müsse da unbedingt Geld sparen und nicht den Fachmann rufen, geht selbst ein unnötiges Risiko ein. Das erinnert mich immer an so Geschichten hier im Ländle, wo Gartenbesitzer wegen den letzten Kirschen, die vier Meter hoch hängen, ihren Hals riskieren.

Ansonsten wenn man sich informieren will, was Arbeitsunfälle durch Baumaßnahmen und ähnliches betrifft, findet bei der Berufsgenossenschaft entsprechende Daten.


"Haben Sie Zahlen, Daten?"

Und schon wieder wollen Sie lästige Recherchearbeit outsourcen. Da schliesst sich wohl der Kreis. ;o)

 

#43: S.Hader sagt:

am Donnerstag, 24.05.2012, 21:36

#33: "Hallo, Vandale
Zu Dr. Sören Hader (sorry, rer. nat. vergessen) gab es mal einen Beitrag auf EIKE"

Nur nicht so förmlich, Herr Laburda, der Nachname tut es auch. :o)

"http://www.eike-klima-energie.eu/climategate-anzeige/windraeder-toeten-voegel-und-fledermaeuse-[..] #59, 64,
Dr. rer. nat. Sören Hader ist demzufolge Grüner."

Und sage noch einer, ich sei hier zu sehr auf Selbstdarstellung aus, die Publicity erledigen schon andere für mich. Aber ich muss Sie da leider enttäuschen, ein Grüner ist man deshalb noch lange nicht, nur weil ihn einige so bezeichnen.

 

#44: Thomas Heinzow sagt:

am Donnerstag, 24.05.2012, 23:25

@ H. Trummler #31

"Das macht einen Wert von 12 Mrd. € für die Wohnungen, bzw. ca. 25 - 30 Mrd. € als Gesamtwert der Gegend."

Das ist der Bilanzwert, aber nicht der Gesamtwert, denn solch eine Region generiert auch volkswirtschaftliche Gewinne, die ebenfalls zu berücksichtigen sind.

Was kostet die Unterbringung von 200.000 Menschen in Hotels? Der Ausfall der Produktion, die Einkommensverluste der 200.000?

Ich denke, daß Sie es sich zu einfach machen mit den Kosten und Folgekosten einer kurzfristig notwendigen Evakuierung eines Gebietes.

Bereits die Räumung von Stadtvierteln um einen WW-II Bombenfund bereitet erhebliche Schwierigkeiten und verursacht immense Kosten. Entschädigt wird allerdings niemand, der seinen Betrieb für Stunden stillegen muß.

 

#45: Johannes Hartung sagt:

am Freitag, 25.05.2012, 11:44

@41:D. Glatting:
"Man hat sich meines unwesentlichen Erachtens viel zu lange in die Defensive treiben lassen."

Vollkommen richtig, dass sehe ich genauso. Des lieben Friedens wegen, habe ich mir jahrelang verkniffen etwas zu sagen.

Das hat sich geändert, als vor einem Jahr eine evangelische Pfarrerin zum Hausbesuch mit "Atomkraft Nein danke" Sticker kam.

Seitdem sage ich den Nicht-Wissenschaftlern klar ins Gesicht: "Ihr habt keine Ahnung." Das hören die nicht gerne und ich beginne dann grundlegende Dinge aus Physik, Thermodynamik, Mathematik und Nukleartechnik abzufragen. Dann kommt grundsätzlich nichts.

 

#46: Horst Trummler sagt:

am Freitag, 25.05.2012, 13:03

Kommentar 44 Herr Heinzow 41, 42...

Ich bin kein Oekonom, habe jedoch den Eindruck, dass Sie Substanzwert und Ertragswert addieren.

Aus meiner Sicht gibt es einen Substanzwert dieser Region bestehend aus Wohnungen, Strassen und Betrieben. Dieser mag, s. Einwand Herr Hader Kommentar 42 Immobilienwerte im Schwabenland, höher liegen als ich zuvor geschätzt habe. Beispielsweise 40 Mrd. €,

Dann sollte man jedoch nicht den Ertragswert addieren. Ich nehme an, dass die Menschen und Betriebe eine kurze Zeit später an anderer Stelle recht schnell wiederum ihrem Gewerbe nachgehen.

Schliesslich gilt zu berücksichtigen dass der Schaden einer derartigen Evakuierung grösstenteils ein Panikschaden ist, s. Kommentar 41 Herr Glatting.

Vandale

 

#47: Horst Trummler sagt:

am Freitag, 25.05.2012, 13:21

Kommentar 42 Herr Hader

es ist korrekt, dass ich zu denjenigen gehöre..

Fraktion, die Recherchearbeiten immer dann auf andere abwälzen wollen, wenn sie ihnen lästig wird? ;o)

die auch gerne das Wissen anderer übernehmen. Mein Hirn ist viel zu klein und meine Zeit zu begrenzt um alles selber zu wissen und so verlasse ich mich gerne auf teils intelligentere Menschen die sich bereits eines Themas angenommen haben.

Im Falle Fukushima hatte ich mir bis Sommer 11 die veröffentlichten Radioaktivitätswerte angesehen und diese interpretiert.

Allerdings gibt es erfahrene Strahlenschutzfachleute denen ich nicht das Wasser reichen kann und die solche Werte wesentlich treffsicherer interpretieren können.

Basierend auf eigenen Erkenntnissen und den übernommenen Erkenntnissen bilde ich dann eine Meinung.

Vandale

 

#48: D. Glatting sagt:

am Freitag, 25.05.2012, 19:03

@#42: S.Hader,

was Sie und andere Kernkraftgegner nicht einsehen wollen ist Folgendes:

Das Schadenspotential ergibt sich aus Schadenswahrscheinlichkeit x Schadenshöhe.

Da das Austreten großer Mengen Radioaktiver Materialien aus deutschen Kernkraftwerken quasi 0 ist, kommt da auch kein Schadenspotential zusammen. Dafür gibt es technische Gründe.

Harrisburg ist der einzige Unfall der hinreichend mit den Schutzvorkehrungen in Deutschland vergleichbar ist. Ich sage hinreichend, weil die Vorkehrungen in Deutschland mittlerweile noch weit besser sind. Kam es in Harrisburg zu einer großflächigen Kontamination? Sind irgendwelche Gebiete verseucht worden?

Es ist nichts weiter als ein grünes Schauermärchen, das überhaupt eine großflächige Kontamination auftreten kann. Untermalt mit einer absurden Wahrscheinlichkeit mit der die so erschreckten nichts anfangen können, insbesondere weil ihnen was von Murphy erzählt wird und das dies doch auch morgen passieren kann.

In Japan ereignete sich eine Naturkatastrophe bei der 20.000 Menschen ihr Leben verloren und ein vier Reaktoren eines unzureichend gesicherten Kernkraftwerkes zu Schäden kam. Was muss da in Deutschland passieren, das hier ein Kernschadensfall in den mehrfach gesicherten Blöcken auftritt? In Relation müsste da das halbe Land durch einen Meteoriteneinschlag zerstört werden. Und selbst dann greift die gefilterte Entlastung.

In Japan bestand weder eine hinreichende Absicherung gegen die Einwirkung von außen noch eine Absicherung gegen das Austreten von Spaltprodukten nach einer Kernschmelze. In Deutschland hat man beides.

Wenn Sie von verstrahlten Landschaften hier in Deutschland sprechen, sind das genauso unhaltbare Schauermärchen, wie das der Lehrerin Gudrun Pausewang "Die Wolke". Dort wurde der Tod unzähliger Unbeteiligter nach einem Störfall postuliert. Was ist die Realität nach Fukushima? 0 Tote bei der Belegschaft und 0,0 Tote in der Bevölkerung. Keine wissenschaftlich nachweisbare Erhöhung der Krebsraten. Keine auf Dauer unbewohnbaren Gebiete. Komplett an der Realität vorbei!


Das Schadenspotential muss in Relation zum Volkswirtschaftlichen Nutzen gesehen werden.

Der Volkswirtschaftliche Nutzen der Kernkraft ist dagegen enorm.

Auf lange Zeit günstige Herstellungskosten für Strom. Und das wenn die optimistischsten Schätzungen das Ende der fossilen Energieträger sehen, denn mit Wiederaufbereitung und Brütertechnologie ergeben sich Vorräte für 5000 Jahre.
Diese Technologien könnte man im eigenen Land haben, womit man zumindest bei der Elektrizitätsversorgung vom Ausland abhängig wären.
Geringer Flächenbedarf
Die Ökobilanz ist hervorragend (anders als bei Vogelschreddern)
Keinen Bedarf an zusätzlichen Leitungen (anders als bei Vogelschreddern und Krähenspiegeln)
Bedarfsgerechte Produktion (anders als bei Vogelschreddern und Krähenspiegeln)
Keine Speicher sind notwendig (anders als bei Vogelschreddern und Krähenspiegeln, siehe Artikel!
Keine Umgestaltung der Landschaft wie bei der Braunkohle
Keine Bergschäden wie bei der Steinkohle
Keine Toten wie bei Offshore Vogelschreddern

Selbst für Japan, das jetzt diesen (selbstverschuldeten) Schaden hatte, hat sich der Einsatz der Kerntechnik bisher gegenüber fossilen Energieträger, die dort alle importiert werden müssen, gerechnet. Gegenüber “Erneuerbaren“ hat sich die Kerntechnik mindesten um den Faktor 10 gerechnet. Und dort wird jetzt halt auf den stand nachgerüstet den wir schon lange haben.

Kernkraft erzeugt Wohlstand und eine lebenswerte Umwelt.
“Erneuerbare“ bringen Wohlstandsverlust in einer verspargelten und mit Stromleitungen und Speicherseen verschandelten Umwelt.


@#45: Johannes Hartung,

danke Herr Hartung für Ihren Zuspruch. Die Medien geben immer nur den Gegnern die Argumente in die Hand. Dass die Schreiberlinge damit unseren Wohlstand gefährden ist denen egal.
“Des lieben Friedens wegen, habe ich mir jahrelang verkniffen etwas zu sagen.“
So ähnlich haben wohl auch die Betreibern jahrelang gedacht. Am Besten gar nicht auffallen und möglichst keine öffentlichen Diskussionen. Hätte ja fast geklappt. Die Laufzeitverlängerung war schon auf dem Weg und alles schien in Butter. Die nächste hätte man dann nachschieben können, wenn noch mehr Gras gewachsen gewesen wäre.
Aber dann kam Fukushima und diese Ball flach halten Taktik ist total in die Hose gegangen.
Wenn die Betreiber damals ganzseitige Anzeigen geschaltet hätten in denen aufgezeigt worden wäre, warum dies in Deutschland nicht passieren kann, und was das Abschalten kostet (inklusive der Arbeitsplatzvernichtung) hätten vielleicht die noch nicht ganz verblödeten angefangen zu Decken und gegen den indoktrinierten Mob gegen gehalten. Aber wenn die Versorger sehen, dass Sie zukünftig noch mehr Geld mit “Erneuerbaren“ verdienen können, fehlt denen komplett der Anreiz sich Imageschäden zu zuziehen.

Damit liegt es an den Bürgern im Land, die Schreihälse zu stoppen und den verbliebenen stummen Block der Bürger, die sich der Pankmache nicht angeschlossen hatten zu motivieren. Ich kann dabei nur versuchen, den EIKE Lesern den realen, vernachlässigbaren Gefährdungsgrad klar zu machen.

 

#49: Thomas Heinzow sagt:

am Freitag, 25.05.2012, 22:25

@ H. Trummler #

"Ich nehme an, dass die Menschen und Betriebe eine kurze Zeit später an anderer Stelle recht schnell wiederum ihrem Gewerbe nachgehen."

Da irren Sie sich gewaltig. Investitionen in derartiger Höhe incl. Erhalt des Humankapitals und der Marktfähigkeit sind nicht machbar. In dem Moment, wo andere Anbieter (wegen höherer Gewalt) zum Zuge kommen, hat der ursprüngliche Lieferant kaum noch eine Chance den Kunden zurückzugewinnen. Zu bewundern nach 20 Jahren Deutsche Einheit im Osten. Hab mir das Elend gestern mal wieder aus der Luft angeschaut. Von (neuen) Betrieben trotz Billionentransfers weit und breit keine Spur. Die in Osten konnten keine neuen Märkte erobern.

"Schliesslich gilt zu berücksichtigen dass der Schaden einer derartigen Evakuierung grösstenteils ein Panikschaden ist, s. Kommentar 41 Herr Glatting."

Herr Glatting hat eine irreal blühende ideologische Phantasie und kann von mir aus den bekannten Gründen nicht ernst genommen werden.

Panikschaden ist immaterieller Schaden, die anderen Schäden sind materieller Art und real. Mag schwer für Sie sein nachzuvollziehen, daß entgangene Gewinne und Einkommen auch Schäden sind.
Allein die Hotelunterbringungskosten belaufen sich bei 50€ pro Person und Tag bei 2,6 Mio. Einwohnern (Hamburg + Speckgürtel) für ein Jahr auf 47 Mrd. €.

Ihre Form der Zuschlagskalkulation ist schlichtweg zu simpel, um die relevanten ökonomischen Fakten zu erfassen.

Was meinen Sie wohl, was mit der Wirtschaft in Hamburg und den davon abhängigen Ländern und Bundesländern passieren würde, würde in der Elbe ein Containerschiff havarieren und die Fahrrinne blockieren?


 

#50: E. Mühsam sagt:

am Samstag, 26.05.2012, 00:35

Etwas zu den Redox-Flow-Zellen:
Es war einmal...
eine Firma, VRB Power, die seinerzeit die am weitesten fortgeschrittenen Prototypen gebaut hat.
Wie üblich kam man als KMU wegen der Kinderkrankheiten in finanzielle Engpässe. Statt die Bude staatlich zu protegieren, wie die Windmüller und Solarkrauter, ließ man sie am ausgestreckten Arm verhungern. Denn man hatte ja "profitable" Netzeinspeisung zum Wucherpreis statt der eherlichen Insellösung preferiert.
Mittlerweile wurden alle Patente und sonstigen Dinge von Wert von einem Venture-Kapitalgeber als Schnäppchen erworben und nach China gebracht. Neuer Name ist unten:
http://www.pdenergy.com/

 

#51: E. Mühsam sagt:

am Samstag, 26.05.2012, 00:41

Wasserstoffspeicher sind meines Erachtens nach Unfug. Theoretisch mögen sie ok sein, aber in der Praxis ist das Handling von Wasserstoff aufgrund des geringen Molekulargewichtes alles andere als einfach. Auf jeden Fall kann man damit gut Geld verbrennen.
Das hat wohl auch SIEMENS erkannt, die den Wasserstoffantrieb für ihr tolles Brennstoffzellen-U-Boot inzwischen loswerden wollen, sogar an den noch immer deklarierten NATO-Hauptfeind. ;)

p.s. Warum passen die Captcha-code hier so sehr zu den geschriebenen kommentaren? Liest der große Bruder Gedanken mit? ;)

Kommentar:

Ja,
admin

 

#52: Holger Burowski sagt:

am Samstag, 26.05.2012, 00:41

#37:Herr Trummler
"Der Giftmüllanfall bei Windmühlen und Solarzellen ist nahezu ein Tabuthema. Gleiches gilt für die Sicherheitsrisiken von Windmühlen und Solarzellen."
Ich bin der Meinung, dass diese Ausage wohl eher auf Unkenntnis beruht. Das Einzige, was ich bei der Herstellung von Silizium für PV-Elemente als stofflich gefährlich betrachte, ist das Trichlorsilan, was aber nicht als Abfall auftritt sondern Zwischenprodukt ist. Da aber dieser Schritt auch bei der Herstellung von Reinstsilizium in der Halbleiterherstellung benötigt wird, bin ich der Meinung, wer dieses Schritt als umweltschädigend bewertet, sollte konsequenterweise auch auf PC, Heimelektronik, Spülmaschine, Waschmaschine, Auto, generell alles, indem sich Elektronik befindet, verzichten - ich habe noch keinen gefunden, der so kensequent ist.
Weder von monokristallienen, noch von polykristallienen Siliziumscheiben der PV-Module geht irgendeine stoffliche Gefahr aus. Im Gegenteil diese können sie problemlos in den Stoffkreislauf der Reinstsiliziumherstellung zurückführen und sparen sich dabei die ersten beiden Prozessschritte und somit auch das Trichlorsilan.
Wo also genau geht denn Ihrer Meinung nach bei PV-Modulen aus Silizium die Gefahr des Giftmüllanfalls aus? Die PV-Module ansich beinhalten keine Elektronik, sondern nur noch Aluminium oder Kupfer als Leiter, Aluminium als Rahmen, Glas und Plaste. Da ist in jedem Laptop mehr Giftmüll drin.
Der eigentliche Giftmüll bei PV-Modulen ist Cadminum-Tellurid, aber das gibt es bei Siliziummodulen nicht, sondern ist eine völlig andere Art von PV-Modulen, die so gut wie keine Bedeutung haben. Und selbst diese Module, die anstelle von Silizium aufgedampftes Cadminum-Tellurid verwenden, versiegeln diesen Stoff sicher zwischen zwei Glasplatten und Glas gilt ja bekanntlich auch bei der Endlagerung von radioaktiven Abfällen als sichere Versiegelung.
Ich gehe davon aus, dass Sie mir bei der Windkraftnutzung Neodym als Giftmüllerzeuger vorwerfen. Ich bin der Meinung, dass es ein grundlegendes Problem der Seltenen Erden ist, dass ihre Gewinnung zur industriellen Nutzung generell als problematisch anzusehen ist, was die dabei anfallenden und zu nutzenden Stoffe betrifft. Ich bin aber auch der Meinung, dass diese Prozesse beherrschbar sind, so das nötige Verantwortungsbewusstsein vorhanden ist. Zudem ist es äußerst tendenziös Neodym bei Windkraftanlagen als Giftmüllerzeuger zu verurteilen, während man froh ist, dass in der Medizin ein Kernspintomograph mit Neodymmagneten weit ins Körperinnere blicken lässt, die Stellmotoren der Festplatte ebenso mit Noedymmagneten arbeiten und Stellmotoren der CNC-Maschine mit Neodymmagneten so genau arbeiten, dass das Auto lebenslange Garantie hat. Zudem bin ich ein Freund guter Hardrockmusik und die möchte ich nicht nur im MP3-Modus hören, sondern auch live gespielt und damit die Stones, AC/DC oder Deep Purple richtig gut klingen, benötigt man eine Soundanlage, die bei den Lautsprechern auch nicht ohne Neodym auskommen und dort nicht bloß grammweise.

An dieser Stelle, Herr Trummler, einen Seitenblick auf die Vorverarbeitungstufen des Urans, bevor es zur Stromerzeugung verwendet werden kann. Halten Sie die Prozesskette über Erzförderung, Yellowcake, Triuranoctooxid und Uranhexafluorid als umweltfreundlich und ungefährlich? An dieser Stelle auch mal einen Hinweis an
#49 Herrn Glatting: (in Bezug auf Kernkraft)
"Keine Umgestaltung der Landschaft wie bei der Braunkohle
Keine Bergschäden wie bei der Steinkohle",
Im Genensatz zu Ihnen (beiden) hatte ich nicht die Gnade der westlichen Geburt (frei nach Günter Gauß), sondern bin im östlichen Teil Deutschlands zur Welt gekommen und habe eine nicht unwesentliche Lebenszeit in der Nähe eines Gebirges dessen Name (Erzgebirge) ahnen lässt, dass da was zu holen ist. Und die russische Besatzungsmacht erkannte das ebenso. Recherchieren Sie einfach mal nach den Begriff "Ronneburger Titten", eine über Kilometer landschaftsprägende Landschaft des Uranbergbaues oder Königstein, Leupodishain (Sächsische Schweiz) oder
in der Wikipedia nach Wismut (Unternehmen). Da im Landschaftsschutzgebiet Sächsischen Schweiz keine Hochhalden, wie in Ronneburg, angelegt werden dürften, kann man auf die Idee, den Abraum einfach in die umliegenden Schluchten zu kippen. Mit dem Ergebnis, dass man im "Landschaftsschutzgebiet" kurze Zeit später die Sandsteinklettergipfel nicht mehr schweißtreibend von untern erkletterte, sondern von oben fröhlich erwanderte. Als schießlich in den 1970ern die Ausbeute nachließ, kam man auf die, meiner Meinung nach perfide, Idee, das Gestein, auch das auf den Halden, mit Schwefelsäure auszulaugen.
Werter Herr Trummler und werter Herr Glatting; aus den Wärmestübchen der Blockwarte eines Kernkraftwerkes kann man wunderbar über die "Umweltfreundlichkeit" der Kernenergie schwadronieren, wenn man die Drecksarbeit außerlandes verlagert. Im Gegensatz zu
Ihnen habe ich die Drecksarbeit gesehen und Sie gestatten mir, dass ich aus diesem Grund die "Umweltfreundlichkeit" von Kernkraft anders als Sie und EIKE einschätze.

Gefahren durch Windkraft: Mir ist nicht bekannt, dass durch umfallende Windkraftanlagen oder herabstürzende PV-Module in Deutschland bisher ein Mensch zu Tode kam. Auch die Unfälle bei Montage/Wartung PV-Anlagen sind ursächlich nicht der PV zuzuordnen, sondern der Schlampigkeit beim Arbeiten und der Mißachtung von Arbeitsschutzvorschriften. Einzig die bei den PV-Modulen auftretende Gleichspannung lasse ich als Alleinstellungsmerkmal gelten, aber auch dafür gibt es eindeutige Arbeitsschutzvorschriften.
Generell bin ich der Meinung, dass die persönlichen Lebensrisiken durch die Energieerzeugung in Deutschland, egal, ob Kernkraft, Wärmekraft, Wasser, PV, Wind oder wie auch sonst immer, nicht signifikant beeinflußt werden. Wogegen ich mich verwehre, ist der Versuch, aus ideologisch-tendenziösen Gründen, die Lebensrisiken aufgrund einer persönlich nicht gewünschten Arten der Energieerzeugung zu Ungunsten dieser zu verschieben.

Gruß Holger Burowski

 

#53: Holger Burowski sagt:

am Samstag, 26.05.2012, 01:00

#39: Herr Hartung
"Wie oft muss man noch den Elektroauto-Batterie-Schwindel erwähnen: Die typische Batterie kostet 10 000 Euro bei 20 kWh Kapazität und maximal 1000 Ladezyklen.

Also, was kostet es NUR AN BATTERIEVERSCHLEISS eine kWh in die Batterie zu laden und wieder heraus zu holen?

Jawohl, 50 ct."

Nur zu Ihrer Info.
Hersteller: Winner-Batterien
Type: SOLAR SMF 230Ah Solarbatterie
Kapazität: 230 Ah
Spannung: 12 Volt
Preis; 244,90 Euro + Versand

Macht bei mir 2,76kWh, benötige also bei 20 kWh 8 Stück und die kosten (ich rechne mit 250€/Stück) 2000 € und das macht 10ct/kWh.

Also schwindeln Sie mal schön weiter und schwadronieren Sie nicht soviel über Wissen in Kernphysik, Thermodynamik und was-weiß-ich-in-Physik, wenn Sie nicht mal Dreisatz und recherchieren beherrschen.

Gruß Holger Burowski

 

#54: Horst Trummler sagt:

am Samstag, 26.05.2012, 08:16

Kommentar 42 Herr Glatting

Sie schreiben...

Der Sicherheitsbehälter (Containment, Kugel) der Prekonvoi Anlagen (KKU, KWG, KKP 2 und Konvoi Anlagen GKN II, Isar 2 und KKE ist so groß, dass man im Falle eines Kernschadens überhaupt nicht Entlasten muss. Eine Kontamination der Umgebung kann man daher doppelt ausschließen. Zum einen, weil man gar nicht Entlasten muss

Ich rechne gerne Reaktoren und die enorme Baugrösse der Konvoi Anlagen, Durchmesser Sicherheitsbehälter 56m und des EPR sind mir dabei aufgefallen. Wenn ich die Wärmeübertragung im Falle einer Kernschmelze betrachte bedarf es eines solchen Durchmessers angesichts eines..Stahlbehälters - Luftschicht - Beton mit einer Wärmeleitfähigkeit von 2 W/m*K um an einem warmen Sommertag mit Sonneneinstrahlung 1 - 2 MW Wärme abzuführen.

Diese grossen Raktorgebäude sind ein Kostenfaktor. Wäre es nicht sinnvoller die Gebäude kleiner zu halten und die Kosten zu reduzieren? Wenn im Fall eines Unfalls keine echten Atomstrahlen frei werden, so werden die Deutschen Atomexperten der Medien gänzlich ihre Phantasie bemühen müssen und diese ist unendlich und damit ist der Schaden vorraussichtlich grösser. ..

Eine andere Frage...Die Sicherheitsbehälter stehen im Betrieb unter Unterdruck, die Atmosphäre ist auf

 

#55: Peter Jensen sagt:

am Samstag, 26.05.2012, 09:56

Herr Heinzow, erst mal wollen wir festhalten, dass die Infrastruktur um Fukushima durch den Tsunami und das Erdbeben zerstört wurde und nicht durch das AKW. Zweitens kehren die evakuierten Menschen schon wieder zurück und bauen ihre Heimat wieder auf. Und drittens: wieso nehmen Sie für ihre Schadenszahl nicht ganz Deutschland und 75 Euro und 3 Jahre Evakuierungszeit? Dann wird ihre Zahl noch größer und angsteinflößender. Und Viertens: warum setzen sie sich nicht für ein Verbot von Containerschiffen im Hamburger Hafen ein? Schließlich könnte ja mal ein Unfall passieren und die Fahrrinne blockiert werden. Was das für einen Schaden geben würde. Da muss man doch was tun!

 

#56: Horst Trummler sagt:

am Samstag, 26.05.2012, 09:59

Kommentar 54 Ergänzung an Herr Glatting

da mein vorheriger Kommentar abgschnitten wurde..

Sie schreiben...

Der Sicherheitsbehälter (Containment, Kugel) der Prekonvoi Anlagen (KKU, KWG, KKP 2 und Konvoi Anlagen GKN II, Isar 2 und KKE ist so groß, dass man im Falle eines Kernschadens überhaupt nicht Entlasten muss. Eine Kontamination der Umgebung kann man daher doppelt ausschließen. Zum einen, weil man gar nicht Entlasten muss

Ich rechne gerne Reaktoren und die enorme Baugrösse der Konvoi Anlagen, Durchmesser Sicherheitsbehälter 56m und des EPR sind mir dabei aufgefallen. Wenn ich die Wärmeübertragung betrachte bedarf es eines solchen Durchmessers angesichts eines..Stahlbehälters - Luftschicht - Beton mit einer Wärmeleitfähigkeit von 2 W/m*K um an einem warmen Sommertag mit Sonneneinstrahlung 1 - 2 MW Wärme abzuführen.

Diese grossen Raktorgebäude sind ein Kostenfaktor. Wäre es nicht sinnvoller die Gebäude kleiner zu halten und die Kosten zu reduzieren? Wenn im Fall eines Unfalls keine echten Atomstrahlen frei werden, so werden die Deutschen Atomexperten der Medien gänzlich ihre Phantasie bemühen müssen und diese ist unendlich und damit ist der Schaden grösser. ..

Eine andere Frage...Die Sicherheitsbehälter stehen im Betrieb unter Unterdruck, die Atmosphäre ist auf

 

#57: Horst Trummler sagt:

am Samstag, 26.05.2012, 10:30

Kommentar 49 Herr Heinzow

wir hatten vorhin über Neckarwestheim mit 200.000 Bewohnern im 20 Km Umfeld gesprochen.

Die Kernkraftwerke im Raum Hamburg wie Stade, Brunsbüttel, Brokdorf, Krümmel waren alle mehr als 20Km von Hamburg entfernt womit die Evakuierung Hamburgs ökoreligiöser Phantasie, oder extremer Atompanik vorbehalten bleibt.

Die Region um Stuttgart ist wirtschaftlich sehr stark, vielfältig, die Arbeitslosigkeit traditionell niedrig, so dass Arbeitnehmer potentiell schnell andere Arbeitsplätze im Raum Stuttgart finden.

Das Gwerbe um Neckarwestheim besteht aus Handel und Handwerk. Die potentielle Kundschaft wird auch an anderer Stelle einen Lidl vorfinden.

Es gibt in der Region zahlreiche Mittelständler die spezialisierte Produkte herstellen und verkaufen. Meine Erfahrung hierzu - Auflösung eines Spezialmaschinenbauers aus der Region nachdem dieses von Bosch aufgekauft wurde- keiner der Wissensträger ging der Branche verloren. Spätestens auf der nächsten Messe fand man die (tüchtigeren) ehemaligen Gesprächspartner wieder die dann mehrere Nachfolgeunternehmen mit gleichem, oder ähnlichen Produkten gegründet hatten.

Hinsichtlich der Grossunternehmen Lidl Zentrale, Unilever Knorr, Audi so kann Knorr den Markt leicht aus anderen Werken befriedigen, Lidl kann auch anderswo ein Verwaltungsgebäude mieten. Hinsichtlich Audi würde es sich anbieten, Audi das nicht mehr gebrauchte Opel Werk in Bochum per Gesetz anzudrehen, ähnlich wie man im WKII beispielsweise Daimler verdonnert hat den Opel Blitz LKW nachzubauen.

Vandale

 

#58: Horst Trummler sagt:

am Samstag, 26.05.2012, 10:38

Kommentar 53 Holger Burowski

Das Ihrerseits erwähnte Angebot betrifft stationäre Batterien.

Die Autobatterien müssen wohl etwas besser gegen Erschütterungen und Unfall geschützt werden. Es bedarf eines Reglers und eines Wechselrichters so dass man am Ende je nach Quelle, z.B. Bosch Vorstand 750 €/kWh, andere Quelle 1000$/kWh kommt.

Haben Sie den Regler hinzuaddiert? Wie sieht es mit dem Wechselrichter aus? Ist die Installation und der Raum inkludiert? 1m2 im Eigenheim kostet 1000 € (Osten) - 6000 € (München). Haben Sie den Platz eingerechnet?

Vandale

 

#59: Horst Trummler sagt:

am Samstag, 26.05.2012, 11:23

Kommentar 53 Holger Burowski

Ich meine, dass Sie die Fakten sehr selektiv betrachten und nach dem Motto betrachtet wenn man die Gefahren und Umweltschäden von Wind und Sonne nur ausreichend intransparent gestaltet, diese nicht-existent werden.

Der Hauptpunkt ist das die Energiedichte von Wind und Sonne auf diesem Planeten einfach unzureichend ist für eine moderne Energieerzeugung. Dadurch ergeben sich neben den hohen Kosten (dabei ist nicht berücksichtigt dass der Strom aus Wind und Sonne weitgehend wertlos ist), enorme Umweltschäden und grosse Gefahren. Bitte bedenken Sie dass es ca. 10 Millionen Solardächer von 5 KW peak bedarf um ein Kernkraftwerksblock zu ersetzen (Lebensdauer 20 vs. 60 Jahre, Nutzung 8% vs. 92% der Nennleistung).

Der Urantagebau von Ronneberg hat etwa 100000to Uran ergeben. Dies ergibt etwa 5.000.000 GWh Strom in Leichtwasserkraftwerken ohne Wiederaufbereitung. In Schnellen Brütern ergäbe dies 1.000.000.000GWh Strom. Dafür muss man im Falle umweltschädlicher Windmühlen sehr viele seltenen Erden, Kupfer, Eisen, Nickel, Chrom, ausgraben. Ich hatte im Falle der umweltschädlichen Windmühlen ein Gesamtverhältnis der Materialmengen, AP1000 zu 2 MW Windmühlen von 34:1 errechnet. Sehr wahrscheinlich bedarf es mehr Energie Wind- und Solarstrom zu erzeugen als diese sinnvoll an Strom erzeugen.

Sie sprachen davon dass die meisten Unfälle bei den umweltschädlichen Solarzellen und Windmühlen aus Unachtsamkeit geschehen. Dies ist auch bei anderen Energieerzeugungsarten so. Dennoch zählt man dies zu den Unfällen.

Meine persönliche Schätzung liegt bei etwa 5 - 10 Unfällen pro Monat, Wind und Solar in Deutschland. Der nutzbar erzeugte Strom ist gering. Insofern ist ein nicht nachgerüsteter RBMK Reaktor sehr sicher im Vergleich zu Windmühlen und Solarzellen.

Vandale


 

#60: B. Keseler sagt:

am Samstag, 26.05.2012, 11:29

@#53:
>>Nur zu Ihrer Info.
Hersteller: Winner-Batterien
Type: SOLAR SMF 230Ah Solarbatterie
Kapazität: 230 Ah
Spannung: 12 Volt

 

#61: E. Mühsam sagt:

am Samstag, 26.05.2012, 12:31

@#53 Burowski

Ich möchte Sie mal kurz auf Regel Nr. 4 des Forums hinweisen, damit Sie etwas in Ihrer Dreistigkeit gedämpft werden.
Ich weiß ja nicht, was Kollege Hartung Ihnen Schlimmes angetan hat, aber SO eine "Argumentationsweise" muß nicht sein!

Herr Hartung meinte unter dem Kostenaspekt sicher dieses:
http://tinyurl.com/ceummlt

Und wenn Sie dann mit "Solarakkus" unbekannter max. Ladezyklenanzahl aus dem Baumarkt kommen, ist das ein Äpfel-Birnen-Vergleich.

P.S. Evonik zieht derzeit in Kamenz/Sachsen die Produktion der hochgiftigen LiIonen-Akkus mit massiven Fördergeldern hoch.

p.s. diesmal lag der captcha aber daneben! :))

 

#62: Wolf Krab sagt:

am Samstag, 26.05.2012, 12:43

Hallo Leute,

Horst Trummler hat hier mit viel Akribie recht anschaulich die durch die Propaganda geisternden Fantasien (Speicher) zur angeblichen Lösung der Probleme einer volatilen Stromversorgung vorgestellt. Allein die realitätsbezogenen Möglichkeiten, wie Material, Volumen, Flächen-/Raumbedarf, Realisierungszeit und nicht zuletzt die Kosten, zeigen auf, dass diese sog. Energiewende hin zu Miefquirlen und Krähenspiegeln nicht nur in eine Sackgasse führt, sondern eine vorhersehbare Totgeburt mit nicht mehr erträglichen Wehen darstellt.

Selbst wenn es gelänge, unter Inkaufnahme irreparabler Umweltzerstörungen und riesiger Ressourcenverschwendung, annähernd ausreichende Speicherkapazitäten flächendeckend zu installieren/bauen, bleibt die Frage offen, wie und womit in welchem Zeitraum die Speicher geladen/gefüllt werden.

Deutschland hat einen Bedarf an elektrischer Energie von ~ 600 TWh (Tendenz steigend), das sind ~1,65 TWh p.d. (pro Tag). Es ist nicht gerade selten in unseren Breitengraden, dass über gesamt DE in einer Folge von 20 Tagen der Wind schläft und die Sonne nicht durch die dichte Wolkendecke dringt. Das bedeutet also, dass für einen derartigen Normalfall, der sich innerhalb kürzerer Zeitfolge mehrfach ereignen kann, gefüllte Speicher zur Verfügung stehen müssen, die für diese Zeit mindestens ~33 TWh liefern können (im Sommer weniger, im Winter mehr). Dann sind die Speicher leer. Diese Speicher müssen jetzt innerhalb kürzester Zeit wieder gefüllt werden. Seien wir mal optimistisch und sagen: der Wettergott ist uns wohlgesonnen und gibt uns 10 Tage Zeit zur Füllung. Das würde bedeuten, dass allein für das Laden der Speicher bei einem Wirkungsgrad (quer über alle Speicherarten) von ~60% die Miefquirle und Krähenspiegel für diese 10 Tage ~55 TWh liefern müssten. Dazu käme noch der 10 Tagesbedarf für die Versorgung des Landes von 16,5 TWh, das wären dann eine Stromproduktion von 71,5 TWh für die Zeit des Ladens/Befüllens der Speicher. Das bedeutet eine Tagesproduktion von ~7,15 TWh.

Wo soll das herkommen?

 

#63: E. Mühsam sagt:

am Samstag, 26.05.2012, 12:53

@#52: Holger Burowski

Sie scheinen ja heute zu später Stunde so richtig aufgedreht zu sein.

"Im Genensatz zu Ihnen (beiden) hatte ich nicht die Gnade der westlichen Geburt (frei nach Günter Gauß), sondern bin im östlichen Teil Deutschlands zur Welt gekommen und habe eine nicht unwesentliche Lebenszeit in der Nähe eines Gebirges dessen Name (Erzgebirge) ahnen lässt, dass da was zu holen ist. Und die russische Besatzungsmacht erkannte das ebenso. Recherchieren Sie einfach mal nach den Begriff "Ronneburger Titten", eine über Kilometer landschaftsprägende Landschaft des Uranbergbaues oder Königstein, Leupodishain (Sächsische Schweiz) oder
in der Wikipedia nach Wismut (Unternehmen). Da im Landschaftsschutzgebiet Sächsischen Schweiz keine Hochhalden, wie in Ronneburg, angelegt werden dürften, kann man auf die Idee, den Abraum einfach in die umliegenden Schluchten zu kippen. Mit dem Ergebnis, dass man im "Landschaftsschutzgebiet" kurze Zeit später die Sandsteinklettergipfel nicht mehr schweißtreibend von untern erkletterte, sondern von oben fröhlich erwanderte. Als schießlich in den 1970ern die Ausbeute nachließ, kam man auf die, meiner Meinung nach perfide, Idee, das Gestein, auch das auf den Halden, mit Schwefelsäure auszulaugen."

Entschuldigen Sie, aber Ihren Versuch, sich durch copy-paste aus den bekannten Internet-Seiten, wichtig zu machen, entbehrt nicht einer gewissen Komik.
Allein schon die Gnade der Geburt diesseits des Eisernen Vorhangs (aus meiner Sicht) gibt Ihnen mit Sicherheit nicht eine höhere Kompetenz.
Offenbar scheinen Sie wohl in ausgedehnten Gebieten Sachsens und Thüringens als Nomade auf Halden gelebt haben, wenn Sie da so ganz genau Bescheid wissen?
Im Übrigen haben Sie nicht Ihre Meinung geäußert, sondern einfach die Geschichten der überregionalen Zeitungen aus den 90-ern wieder vorgekaut, ergänzt durch paar dramatisierende Ausdrücke. Ich habe die auch gelesen, deswegen sind mir paar Details noch in Erinnerung.

Sie sollten einfach nicht so viel Rabulistik betreiben.
Wenn Sie was am Artikel auszusetzen haben, tun Sie es. Aber nicht auf die billige Art und Weise.

 

#64: A. Marie sagt:

am Samstag, 26.05.2012, 16:04

#22, #31: Horst Trummler

Klar, das Wetter kann auch lebensgefährlich sein, wenn es Hühnereier hagelt. Aber Sie können sich leicht schützen, wenn Sie das Brett vor Ihrem Kopf einfach mal über den Kopf halten!

Jedoch gelingt dies bei der Kernenergie nicht, da die Geschoße im Körper abgefeuert werden.

"Hinsichtlich der Kosten eines Reaktorunfalls in Deutschland bin ich pessimistisch. Es müssten nur wenige der dämonischen Atomstrahlen den Filter eines KKW passieren um möglicherweise eine ökoreligiöse Panik zu erzeugen."

Die dämonischen Atomstrahlen passieren sogar jedes Filter. Und diese sind in der Tat völlig ungefährlich. Jedoch sind es die Spaltproduktpartikel eben nicht und dazu bedarf es tatsächlich nur sehr geringer Mengen, um ganze Landstriche entwerten und unbewohnbar machen zu können.

"Die Kosten könnten auch bei geringen realen Folgen enorme Dimensionen erreichen. Es stellt sich die Frage ob die Filter bei einem Szenario bei dem der Panikschaden den realen Schaden weit übertrifft überhaupt sinnvoll sind. "

Sicher, einige zigtausend Tote spielen für Ihr Kalkül natürlich keine Rolle. Ich hätte auch kein Problem, im Schadensfall Sie samt Familie im Reaktorraum für einige Stunden hineinzubitten, um die dortige Luft zu atmen. Anschließend können Sie von Medizinern wie z.B. Dr. Paul bestimmt Hilfe erwarten, welche Ihnen garantiert keine akute Gefahr bestätigen werden.

Fukushima halte ich übrigens zwischenzeitlich für ein Fake, also für einen geplanten warmen Abriß. Es scheinen nur sehr geringe Restmengen an Radioaktivität freigesetzt worden zu sein. Auch das gewaltige Erdbeben scheint es gar nicht gegeben zu haben. Es fehlen die hierdurch zerstörten Häuser. Der Tsunami war natürlich echt. Aber eben offensichtlich nur durch einige atomare Unterwasserexplosionen ausgelöst.

Zum eigentlichen Thema.

Es wird etwa 14% der maximalen Mittellast für etwa 1 Stunde täglich als Spitzenlast benötigt. Insgesamt beträgt die Spitzenlastenergie etwa 1% der täglichen Gesamtenergie (alles nach Augenmaß ermittelt). Das bedeutet, die Spitzenlastproblematik darf mit relativ schlechtem Wirkungsgrad, aber geringen Investitionskosten, gelöst werden. Dazu kann man mehrere kleine Gasturbinenkraftwerke nehmen. Immerhin hat z.B. ein Düsentriebwerk einer A380 schon eine ganz beachtliche Leistung und ist eben ein Serienprodukt. Als Energiespeicher braucht man nur ein paar hundert Kubikmeter Treibstoff.

Sicherlich, ein paar kleine Umbaumaßnahmen fallen auch noch an. Schließlich will man keinen Schub sondern Strom erzeugen.

Ich will ja nicht behaupten, daß man all dies in einer Garage unterbringen kann. Aber irgendwo auf einer Wiese wird wohl noch Platz sein. Und sooooo schlecht ist der Wirkungsgrad bei einem Verdichtungsverhältnis von 13,5 schließlich auch nicht. Er ist sogar besser als der eines Kohlekraftwerks.

Alle anderen angedachten Problemlösungen halte ich für Schrottlösungen.

 

#65: D. Glatting sagt:

am Samstag, 26.05.2012, 19:44

@54: Horst Trummler,

Hallo Herr Trummler,

mit der passiven Kühlung des Containments habe ich mich eigentlich noch nie so richtig beschäftigt. Wie das bei den KWU/Areva Anlagen angedacht ist weiß ich im Moment nicht. Ich könnte mich aber bei Gelegenheit schlau machen. Bei den Westinghouse Anlagen habe ich schon Illustrationen mit Beregnungen des Containments gesehen.
Aber der Aufwand ein Containment zu beregnen halte ich für deutlich größer als mit, notfalls mobilen Pumpen, direkt Wasser über das Notspeisesystem in die Dampfererzeuger einzuspeisen.

Das nicht Entlasten müssen kommt aus der Berechnung, dass sämtliches Primärkreiswasser als Dampf bei ca. 150 °C vorliegen könnte und damit immer noch nicht der zulässige Containmentdruck erreicht wäre.

Zu versuchen das Contaiment zu verkleinern, wäre kann im anbetracht der anderen Erfordernisse nicht der richtige Weg sein. Alleine schon die KTA Forderungen hinsichtlich
Fertigungsgerecht und
Prüfgerecht
bedingen vernünftige Zugänge zu den Komponenten. Wenn an mehreren Komponenten gleichzeitig gearbeitet werden kann ergibt darüber hinaus eine deutliche Zeitersparnis. Es wäre alleine schon mal ein Fortschritt wenn die Laien unter den Kommentatoren sowie Pressefuzzies mal realisieren würden, dass in deutschen Kernkraftwerken die Abgabe größerer Mengen dämonischer Partikel nur eine Phantasievorstellung ist.

Es war bisher für jede Sicherheitsmaßnahme Geld da. Warum sollte man jetzt mit der Größen des Containments anfangen zu sparen. Absolut der falsche Platz.

Die Frage mit dem Unterdruck während des Betriebs ist leider nicht vollständig angekommen. Das dient zur Sicherstellung, dass alles was entweicht über den Kamin geht und somit erfasst werden kann.

Grüße

 

#66: B. Keseler sagt:

am Samstag, 26.05.2012, 20:06

Mein Kommentar #60 wurde abgeschnitten
(Fehler in der Forensoftware?)

hier noch einmal:
@ #53, H. Burowski:

"
Nur zu Ihrer Info.
Hersteller: Winner-Batterien
Type: SOLAR SMF 230Ah Solarbatterie
Kapazität: 230 Ah
Spannung: 12 Volt
Preis; 244,90 Euro + Versand"
------
Sie haben noch eine Kleinigkeit vergessen:
Gewicht: 55 kg

Demnach werden die Elektroautos der neuesten Generation wieder mit Bleiakkumulatoren ausgestattet?

Gruß
B. Keseler

 

#67: D. Glatting sagt:

am Samstag, 26.05.2012, 20:08

@52: Holger Burowski,

Hallo Herr Buowski,

ich hatte aufgrund des Masseverhältnisses von Kohle zu Uran beim Energieinhalt den Bergbau zur Urangewinnung ausgeblendet. Da wir aktuell keinen Uranbergbau zur Versorgung Deutschlands mit Energie haben, werde ich das auch weiterhin tun. Wo aktuell auch immer das Uran für deutsche Reaktoren her kommt, mache ich mir auch keine Gedanken. Das ist einfach nur ein Metall, das auf dem Weltmarkt angeboten wird.

Des Weiteren reden wir von kommerzieller Kerntechnik “westlicher Prägung“.

Was kann man in diesem Geschäft für die Umweltsünden der Roten Armee oder deren Stellvertreter in der DDR?

Was immer die Russen zur Versorgung ihrer Reaktoren und zum Bau ihrer Bomben gemacht haben müssen Sie die dafür verantwortlich machen und nicht die Betreiber, Befürworter und sonstige Menschen, die Kerntechnik als Option für die Energieversorgung Deutschlands halten.

Das Russen eine ganz besondere Auffassung zu Themen wie Ordnung und Sauberkeit haben, drückt sich ja in dem Spruch:

“Hier sieht es ja aus, wie bei den Russen“

aus. Ich kannte den Spruch aus meinen Kindertagen. Doch als wir 1988 an einem total versifften Gelände mit Unterkünften in der DDR vorbei gefahren sind, ist genau dieser Spruch meinem Freund entfahren. Daraufhin wurden wir darüber aufgeklärt, dass es sich hierbei um die Wohnanlage der russischen Kaserne handelt.
Seit jener Zeit ist mir die Begrifflichkeit dieses Spruches in mein Gehirn eingebrannt.

Die Art und Weise wie in der deutschen Kerntechnik gearbeitet wird steht diametral zu der russischen Auffassung von Ordnung und Sauberkeit.

Ihr Vergleich ist somit weder zulässig noch zielführend. Beschweren Sie sich bei den ehemaligen Besatzern anstatt sich von deren Gas abhängig zu machen.

Grüße

 

#68: Thomas Heinzow sagt:

am Samstag, 26.05.2012, 21:16

@ H. Trummler # 57

Hamburg liegt üblicherweise im Lee von Stade und Brodorf. Man hat damals am MI der Uni Ausbreitungsrechnungen gemacht. Bei entsprechender Schichtung der Atmosphäre und entsprechendem Wind sind 20 km ein Klacks. Konnte ich übrigens vorgestern sehr gut beobachten, als ein Recycling-Lager mit Plastikmüll abbrannte. Nur gut, daß keine Thermik herrschte und der Qualm in der Inversion hängenblieb. Die mehr als 50 km lange Rauchfahne war noch aus 80 km Entfernung zu sehen.

"Die Region um Stuttgart ist wirtschaftlich sehr stark, vielfältig, die Arbeitslosigkeit traditionell niedrig, so dass Arbeitnehmer potentiell schnell andere Arbeitsplätze im Raum Stuttgart finden."

So ein Blödsinn. Ihre Vorstellungen bzgl. des Arbeitsmarktes und der Kosten der Schaffung weiterer Arbeitsplätze sind absurd. Fragen Sie mal eine Kfz-Werkstatt, was die Einrichtung eines neuen Arbeitsplatzes an Investitionen erfordert.

 

#69: Kurt Laburda sagt:

am Samstag, 26.05.2012, 21:27

Es ist wieder da, das grüne, pöbelnde Funkenmariechen. Kaum, dass man es sieht, keift es wieder rum und bezichtigt andere Mitblogger, ein Brett vor dem Kopf zu haben:
...Klar, das Wetter kann auch lebensgefährlich sein, wenn es Hühnereier hagelt. Aber Sie können sich leicht schützen, wenn Sie das Brett vor Ihrem Kopf einfach mal über den Kopf halten!...
Aber wehe, man geht das Grüne selbst an- dann wird gewinselt. Klar- Grüne haben in dieser Bananenrepublik nun mal Sonderrechte...
Was die Rechtschreibung des Mariechens angeht- dafür gibt es Kurse (Volkshochschule). Und die nehmen sogar armselige grüne Funkenmariechen....

 

#70: Wolf Krab sagt:

am Samstag, 26.05.2012, 21:55

@ Thomas Heinzow #49

Sorry Herr Heinzow, wenn ich aus diesem Ballon die Luft raus lasse.

**zitat –„Was meinen Sie wohl, was mit der Wirtschaft in Hamburg und den davon abhängigen Ländern und Bundesländern passieren würde, würde in der Elbe ein Containerschiff havarieren und die Fahrrinne blockieren?“-tatiz**

Nichts wird passieren, zumindest nichts was irgendwie zur Sorge Anlass geben könnte.
Den Handelskontoren ist es völlig gleichgültig ob die eingehenden oder ausgehenden Waren über Hamburg, Bremerhaven, Wilhelmshaven, Rotterdam oder Antwerpen gelöscht oder geladen werden. Den Empfängern ist es auch schnurz, auf welcher Straße die Ware zu ihnen gelangt.

Abgesehen davon, dass die Fahrrinne der Elbe innerhalb weniger Tage wieder frei sein würde (oftmals praktiziert und daher erprobt) ist die zeitliche Verzögerung für die bei einer solchen Havarie im Hamburger Hafen festliegenden Schiffe keineswegs uneinbringbar. Die Fahrpläne für diese großen Container-Eimer sind da ausreichend flexibel. Und Jan Maat hätte sicherlich nichts gegen ein paar freie Tage in Hamburg.

Nix für ungut und schöne Pfingsten

 

#71: E. Mühsam sagt:

am Samstag, 26.05.2012, 22:46

@#64: A. Marie

Der war gut!
Werden Sie damit bei Harald Schmidt auftreten? ;)

 

#72: b.biersauer sagt:

am Sonntag, 27.05.2012, 11:39

#39: Johannes Hartung, Irrtum!
Lithiumzellen sind die derzeit ökonomischeste chemische Stromspeicherung, an Umwandlungsverlusten und Dauerhaftigkeit, da kann ansonst keine andere Batterietechnologie mithalten.
In Zukunft wird es nur den aperiodischen Strom, gespeichert in Akklumulatoren, zum Fahren geben.
Erdöl und andere fossile Brennstoffe werden der Vergangenheit gehören.
Daher ist es ein Versäumnis, solche Batterien, nach dem Stand der Technik, NICHT in Europa zu produzieren.
Auch für kleinere Stationäranlagen ist dieser Akku die Wahl. Neuere Entwicklöungen versprechen Serienprodukte, womit Autos biszu 800km mittels einer Ladung fahren können (ENVIA)
Die hier erhältlichen Akkus sind deswegen zu teuer, weil sie aus CHina importiert werden müssen, aber Envia hat die 400Wh/kg Zelle schon entwickelt und sie kostet 180$/kWh.
Lithium ist deswegen so ökonomisch, da eslediglich für die Beweglichkeit der Ladungsträger (im Promillebereich) nötig ist, das andere besteht aus Kohle, Alu und Plastik und wird auf M;aschinen gewickelt, wie zB. gewöhnliche Kondensatoren auch.
Einmalnach Envia googeln!

 

#73: Thomas Heinzow sagt:

am Sonntag, 27.05.2012, 12:33

@ W. Krab #70

"Den Empfängern ist es auch schnurz, auf welcher Straße die Ware zu ihnen gelangt."

Das ist richtig, aber es fehlen die Transportkapazitäten. Die hält nämlich niemand vor. Und natürlich fehlen die Anlandungskapazitäten.

"Abgesehen davon, dass die Fahrrinne der Elbe innerhalb weniger Tage wieder frei sein würde"

Na dann viel Spaß beim Sprengen und Wegräumen eines chinesischen Contaierschiffs. Vor der Weser lag mal ein russisches Wrack, auf das die Maasdamm rauffuhr und havarierte. Es hat lange gedauert, bis das Wrack beseitigt werden konnte.

"Die Fahrpläne für diese großen Container-Eimer sind da ausreichend flexibel"

Das sind sie nicht. Keine Reederei kann es sich auf Dauer leisten auch nur 1 Tide Verzug zu haben.

 

#74: Wolf Krab sagt:

am Montag, 28.05.2012, 00:27

@ Thomas Heinzow #73

Ich will hier kein neues Fass aufmachen, daher nur kurze Antwort auf Ihre Einwände.

**zitat –„ Das ist richtig, aber es fehlen die Transportkapazitäten. Die hält nämlich niemand vor. Und natürlich fehlen die Anlandungskapazitäten. “-tatiz**
Wie heißt es doch so schön?: ‚Wo ein Wille, da ein Gebüsch‘
Sie werden lachen, aber den Empfängern ist es auch schnurz, welche Spedition die Transporte durchführt. Da brauch es keine großartigen Vorhaltungen. Die einschlägigen Speditionen stehen in den großen Häfen mit „Kratzfuß“ vor der Tür.

**zitat –„ Na dann viel Spaß beim Sprengen und Wegräumen eines chinesischen Contaierschiffs “-tatiz**
Warum? Meinen Sie, dass chinesische Schiffe unter besonderem internationalen Artenschutz stehen, oder aus besonders widerständigem Stahl gebaut sind?
So etwas (das Wegräumen) geht heutzutage ggf. ruckzuck,

**zitat –„ Vor der Weser lag mal ein russisches Wrack, auf das die Maasdamm rauffuhr und havarierte.“-tatiz**
Oh Mann, das war Anfang 1963, zu einer Zeit, als die Spatzen noch Gamaschen trugen. Das war auf dem internationalen seinerzeitigen sog. Zwangsweg (-Relikt aus dem WKII minengeräumt) vor Wangerooge.

**zitat –„ Es hat lange gedauert, bis das Wrack beseitigt werden konnte.“-tatiz**
Das lag daran, dass das Wrack außerhalb der 3 Meilen-Zone lag und somit nicht mehr unter das sog. Strandrecht bzw. die sog. Strandordnung fiel. Inzwischen gilt auch hier rechtliche Erweiterung des Staatsgebietes auf 12 sm. Das bedeutet im Ernstfall sofortige Räumung zu Lasten des Schiffseigners.

**zitat –„ Keine Reederei kann es sich auf Dauer leisten auch nur 1 Tide Verzug zu haben. “-tatiz**
Och wissen Sie, vor Gott und auf See gelten ganz andere Zeitbegriffe.
Und von Bremerhaven, Wilhelmshaven oder Rotterdam nach China ist der Weg sogar etwas kürzer als von Hamburg.
Und, wie schon gesagt, die Räumung geht ja relativ schnell.

 

#75: Horst Trummler sagt:

am Montag, 28.05.2012, 10:10

Kommentar 65 Glatting

Ich meine Sie verkörpern das Problem der Kernenergie in Deutschland.

Sie und die Kernenergiegemeinde in Deutschland haben die Kritik der Gegner als Sachkritik aufgenommen. Man hat viele teure technische Features realisiert um dieser Kritik technisch den Wind aus den Segeln zu nehmen. Allerdings haben diese Features kommunikativ eher den Eindruck verstärkt das die Kernenergie eine Risikotechnologie ist. Man hat die Probleme auf Wunsch der Gegner offen benannt, anstatt analog von Wind- und Solarenergie einfach keine Fakten zu Risiken und Giftmüll zu veröffentlichen. .

Am Ende ist heute ein neues KKW nur mehr unter idealen Bedingungen wirtschaftlich womit diese Technik in Europa in dieser Form weitgehend aus dem Rennen ist.

Dabei haben Sie vollkommen den religiösen Charakter der Kritik verkannt. Ein KKW könnte alle Krebsfälle im 30Km Umkreis heilen und würde dennoch verurteilt.

Ich hatte hierzu einen Artikel "Kommunikation" geschrieben den EIKE nicht veröffentlicht hat.

Besser wäre es das Sicherheitsniveau auf dem Stand anderer Verfahren der Energieerzeugung zu halten und freie Mittel eher in eine Kommunikation...Kernenergie...Zukunft...Wohlstand zu stecken.

Vandale

 

#76: Horst Trummler sagt:

am Montag, 28.05.2012, 10:16

Kommentar 65 Herr Glatting

Was ich Sie fragen wollte ist...

Ein Reaktorgebäude steht in D unter Unterdruck. Die Atmosphäre ist auf einen Restsauerstoffwert von 5% eingestellt.

Andererseits sind die Komponenten des Primärkreislaufs nicht wärmeisoliert. Reaktorbehälter und Dampferzeuger strahlen bei einer Temperatur von gut 300°C sehr viel Wärme ab.

Wie führen Sie dieses Wärme aus dem Gebäude ab?

Vandale

 

#77: Horst Trummler sagt:

am Montag, 28.05.2012, 10:25

Kommentar 64 A. Marie

Ich hatte Sie im März mehrfach um eine Antwort gebeten und nie eine solche erhalten. Bevor ich auf weitere Kommentare Ihrerseits antworte bitte ich zunächst um die Beantwortung der offenstehenden Frage.

Vandale

Fr. A. Marie:

Ich würde mich freuen wenn Sie den ökologischen Strahlenschutz erläutern könnten. Dies ist sicherlich interessant als alle Deutschsprachigen Massenmedien deren "Erkenntnisse" für Ihre Berichterstattung nutzen.

Welche Hauptakteure, Rof. Lengfelder, Pflugbeil sind aktiv, in welchem Verband sind diese organisiert. Wie finanziert sich die ökologische Strahlenforschung?

Gibt es irgendwelche innerhalb der Oekologie anerkannten Erkenntnisse?

Welche Verbindungen gibt es zwischen den "Oekostrahlenforschern" und den Oekoaktivisten in den Ausichtsbehörden, z.B. zu Wolfram K, Michael S.

Gibt es derartige Oekostrahlenforscher auch ausserhalb des deutschsprachigen Raums, ich kenne niemanden?

Vandale

 

#78: Thomas Heinzow sagt:

am Montag, 28.05.2012, 11:06

@ W. Krab

"Und, wie schon gesagt, die Räumung geht ja relativ schnell."

Das ist Unfug, denn das nötige Bergungsequipment steht gar nicht zur Verfügung. Deutschland war noch nicht einmal in der Lage die Pallas zu bergen. Bereits beim zusammenstoß zweier Fähren auf der Trave gab es Koordinierungsschwierigkeiten.

"Die einschlägigen Speditionen stehen in den großen Häfen mit „Kratzfuß“ vor der Tür." Keine Spedition hält die notwendigen Kapazitäten vor, denn wer das täte, wäre sehr schnell insolvent.

"**zitat –„ Na dann viel Spaß beim Sprengen und Wegräumen eines chinesischen Contaierschiffs “-tatiz**
Warum? Meinen Sie, dass chinesische Schiffe unter besonderem internationalen Artenschutz stehen, oder aus besonders widerständigem Stahl gebaut sind?
So etwas (das Wegräumen) geht heutzutage ggf. ruckzuck,"

Wenn das Deutschland täte, würden die Chinesen Hamburg und Deutschland nie wieder ansteuern. Bremerhaven hat die Chinesen an Hamburg verloren, weil jemand aus der Hafenbürokratie ein chinesisches Schiff von der vertraglich zugesicherten Pier wegen eines Kreuzliners gegen den Willen des Kapitäns hat woanders hin hat verholen lassen.

"Och wissen Sie, vor Gott und auf See gelten ganz andere Zeitbegriffe."

Das war einmal. Aber träumen Sie ruhig weiter von der glorreichen Vergangenheit, wo Zeit angeblich keine Rolle spielte. Selbst Hilgendorf hat mit der Potosi durch Optimierung seiner Segelrouten mit Hilfe der Seewarte die Rentabilität der Flying-P-Liner gerade noch so erhalten.

 

#79: D. Glatting sagt:

am Montag, 28.05.2012, 12:11

@#76: Horst Trummler,

bei den SWR Anlagen ist die Kugel im Betrieb mit Stickstoff gefüllt. Das Containment von DWR Anlagen ist im Betrieb normalerweise begehbar.

Alle Komponenten der Primärseitigen sowie der Sekundärseitigen Systeme (Speisewasser und Frischdampf) sind isoliert. Selbst bei den Halterungen ist man um geringen Wärmeübertrag bemüht. Systeme die häufig Wiederkehrend geprüft werden und/oder hoher Dosisleitung ausgesetzt sind, wurden und werden ggf. mit schnell montierbaren Isolationskassetten versehen.

Das Problem der Wärmeabfuhr existiert also nicht.

Grüße

 

#80: A. Marie sagt:

am Montag, 28.05.2012, 20:11

#76: Horst Trummler

"Ein Reaktorgebäude steht in D unter Unterdruck. Die Atmosphäre ist auf einen Restsauerstoffwert von 5% eingestellt. "

5% Sauerstoff sind bereits tödlich.

Offenkundig hat es bei Ihnen noch nicht gehagelt und daher tragen Sie noch immer Ihr Brett vor dem Kopf.

Ihre Dummfragen beantworte ich wegen ihres zu hohen Schwachsinnsgehaltes (83 Vol. Prozent) nicht.

 

#81: Horst Trummler sagt:

am Montag, 28.05.2012, 20:32

Kommentar 79 Herr Glatting

Danke für die Information...

Darf ich fragen welche Isolationsmaterialien zum Einsatz kommen?

Viele Grüsse

Vandale

 

#82: Holger Burowski sagt:

am Montag, 28.05.2012, 21:14

#59: Herr Trummler
"Das Ihrerseits erwähnte Angebot betrifft stationäre Batterien."
Natürlich, die PV-Anlage soll ja auch stationär betrieben werden.

"Die Autobatterien müssen wohl etwas besser gegen Erschütterungen und Unfall geschützt werden. Es bedarf eines Reglers und eines Wechselrichters so dass man am Ende je nach Quelle, z.B. Bosch Vorstand 750 €/kWh, andere Quelle 1000$/kWh kommt.

Haben Sie den Regler hinzuaddiert? Wie sieht es mit dem Wechselrichter aus? Ist die Installation und der Raum inkludiert? 1m2 im Eigenheim kostet 1000 € (Osten) - 6000 € (München). Haben Sie den Platz eingerechnet?"

Einen Speicher aus Autobatterien mit einer PV Anlage zu kombinieren, ist Unfug, da an Autobatterien ganz andere Anforderungen gestellt werden. Deshalb gibt es ja spezielle Akkus für jede Anwendung. Laderegler für eine PV-Anlage mit 5kW-Peakleistung sind für 800 - 900Euro möglich, der Wechselrichter muss maximal für 100 Watt je 1KW Peakleistung ausgelegt sein; weil 1kW Peak pro Jahr soviel Energie erzeugt, dass man von 100Watt Dauerleistung ausgehen kann, wenn alles gespeichert wird.
Preis Wohnfläche: 5 bis 25 Euro/Monat, wenn nichts fremdfinanziert ist, alles andere setzt schon ein paar mehr Infos voraus.

Gruß Holger Burowski

 

#83: Holger Burowski sagt:

am Montag, 28.05.2012, 21:51

#59: herr Trummler:
"Der Hauptpunkt ist das die Energiedichte von Wind und Sonne auf diesem Planeten einfach unzureichend ist für eine moderne Energieerzeugung. Dadurch ergeben sich neben den hohen Kosten (dabei ist nicht berücksichtigt dass der Strom aus Wind und Sonne weitgehend wertlos ist), enorme Umweltschäden und grosse Gefahren. Bitte bedenken Sie dass es ca. 10 Millionen Solardächer von 5 KW peak bedarf um ein Kernkraftwerksblock zu ersetzen (Lebensdauer 20 vs. 60 Jahre, Nutzung 8% vs. 92% der Nennleistung).

Der Urantagebau von Ronneberg hat etwa 100000to Uran ergeben. Dies ergibt etwa 5.000.000 GWh Strom in Leichtwasserkraftwerken ohne Wiederaufbereitung. In Schnellen Brütern ergäbe dies 1.000.000.000GWh Strom. Dafür muss man im Falle umweltschädlicher Windmühlen sehr viele seltenen Erden, Kupfer, Eisen, Nickel, Chrom, ausgraben. Ich hatte im Falle der umweltschädlichen Windmühlen ein Gesamtverhältnis der Materialmengen, AP1000 zu 2 MW Windmühlen von 34:1 errechnet. Sehr wahrscheinlich bedarf es mehr Energie Wind- und Solarstrom zu erzeugen als diese sinnvoll an Strom erzeugen.

Sie sprachen davon dass die meisten Unfälle bei den umweltschädlichen Solarzellen und Windmühlen aus Unachtsamkeit geschehen. Dies ist auch bei anderen Energieerzeugungsarten so. Dennoch zählt man dies zu den Unfällen.

Meine persönliche Schätzung liegt bei etwa 5 - 10 Unfällen pro Monat, Wind und Solar in Deutschland. Der nutzbar erzeugte Strom ist gering. Insofern ist ein nicht nachgerüsteter RBMK Reaktor sehr sicher im Vergleich zu Windmühlen und Solarzellen."


Ronneburg: Zusätzlich kommt noch hinzu, dass man eine Tonne Gestein abbauen muss, um 1 Kilogramm Uran zu erhalten, also sind in Ronneburg 100.000.000 Tonnen Gestein abgebaut wurden. Auch Ihre Energiedichterechnung hinkt gewaltig. Die im Reaktor herrschende Energiedichte ist eine künstlich erzeugte, genauso gut können Sie die Energiedichte mit einer Linse vor dem PV-Modul steigern. Wenn Sie schon unbedingt Energiedichten vergleichen wollen, die in der Natur vorkommen, dann sollten Sie auch die Energiedichte des in der Natur vorkommenden Uranerzes als Vergleich nehmen.

Ihre Unfallschätzung halte ich für viel zu hoch, zudem können Sie absolute Wahrscheinlichkeiten nur vergleichen, wenn Sie die gleiche Anzahl von Objekten haben. Gäbe es Deutschland soviele Autos, wie Reaktoren, gäbe es mit sicherheit keine tödlichen Verkehrsunfälle. Oder anders ausgedrückt - abolute Wahrscheinlichkeiten dürfen nur bei gleicher Anzahl von Objekten verglichen werden, anderenfalls müssen sie mit relativen Wahrscheinlichkeiten arbeiten. lernt ,man alles bis zur 10. Klasse.

Gruß Holger Burowski

 

#84: Thomas Heinzow sagt:

am Montag, 28.05.2012, 23:25

@ H. Burowski

"5 bis 25 Euro/Monat, wenn nichts fremdfinanziert ist"

Was ist denn nun teurer: Eigenkapital oder Fremdkapital?

Lebensdauer meines letzten Bleiakkus 10 Jahre. Nur im Betrieb mit ner Solarzelle zur Fahrenergiebereitstellung hätte der nicht so lange durchgehalten. Warum wohl?

 

#85: D. Glatting sagt:

am Dienstag, 29.05.2012, 08:13

@#75: Horst Trummler,

Hallo Herr Trummler,

ich sehe mich zwar nicht als die Verkörperung (Inkarnation) des Problems der deutschen Kerntechnik ;-), aber ich weiß schon was Sie meinen. Und ich gebe ihnen Recht.

Technik, Kommerz und politische Verantwortung liegen in Deutschland in unterschiedlichen Händen, die nicht zusammen sondern gegeneinander arbeiten.

Wenn ich mir die Kommentarbereiche einiger Online Medien so anschaue, wo dem Ökosozialismus der Wind ins Gesicht bläst und darüber hinaus bedenke, dass der € vor dem aus steht und eine 1,2*10^15 $ Derivateblase zu platzen droht, stehen uns Zeiten ins Haus, die nur mit Kriegen zu vergleichen sind bei denen die Häuser stehen bleiben.

Wo die politische Entwicklung in den Zeiten des Hungers hinführen wird, kann ich nicht sagen. Bin ja kein Astrologe. Aber wir leben in spannenden Zeiten und mit jedem Vogelschreder und mit jeder Strompreiserhöhung wird mehr Menschen klar, dass es das nicht sein kann.

Und mit der Wirtschaftlichkeit der neuen KKW bleibe ich optimistisch. Nach 30 Jahren sind die auch abgeschrieben und werden dann so lange Strom liefern bis das Gebäude morsch ist. Und das kann dauern.

Noch zu den Dämmstoffen. Das scheinen handelsübliche Mineralwollen zu sein. Die üblichen Firmen, die man auch in anderen Branchen sieht machen dies auch hier.

Aus Harrisburg hat man jedoch zwei Lehren gezogen.

Die Dämmmaterialien werden in Kissen abgesteppt, auf das sie nicht die Sumpfpumpen beim Kühlmittelverlustfall schädigen können sondern in den Sieben hängen bleiben.

Die Abdeckbleche werden aus Aluminium hergestellt, da das Borsäurehaltige Primärkreismedium mit dem Zink reagiert und sich H2 bildet. Daher sind auch Gitterroste nicht aus verzinktem Stahl sondern aus Austenit hergestellt.
Wie gesagt, am Geld klemmt es nicht.

Grüße

 

#86: E.Teufel sagt:

am Dienstag, 29.05.2012, 09:55

@ Herr Trummler #59
Zitat:
"Lebensdauer 20 vs. 60 Jahre"
Was vergleichen Sie denn da. Den Tag, bis zu dem der Generator* ausgewechselt/erneuert werden muss? Warum hält denn der Generator in einem KKW 3mal so lang?

*) 'Generator' kann durch jedes andere Betriebsmittel ersetzt werden (z.B. Trafo)

"Der Hauptpunkt ist das die Energiedichte von Wind und Sonne auf diesem Planeten einfach unzureichend ist für eine moderne Energieerzeugung."
'Unzureichend', ist wohl ihre eigene religiöse Meinung?


"Dafür muss man im Falle (umweltschädlicher) Windmühlen sehr viele seltenen Erden, Kupfer, Eisen, Nickel, Chrom, ausgraben."
Adjektivitis? Dann erzählen Sie uns doch mal, wie Sie eine Stromerzeugung ohne Kupfer und Eisen aufbauen wollen. Über seltene Erden hatten wir auch schon lang und breit geredet. Aber in einer Anti-WKA-Religion muss man das anscheinend mantramäßig immer wiederholen.

 

#87: Holger Burowski sagt:

am Dienstag, 29.05.2012, 14:12

#84:Herr Heinzow
"Was ist denn nun teurer: Eigenkapital oder Fremdkapital?"
Das fragen Sie als Ökonom? Auf jeden Fall Fremdkapital - denn als Eigentümer einer Immobilie will das Grundbuchamt für einen Eintrag in der Abteilung 3 des Grundbuches einen Obolus haben und den Eintrag wiederum will der Fremdfinanzierer haben, damit er ganz sicher sein Geld wiederbekommt ;-).
Wenn Sie natürlich Ihr Eigenkapital zu einem höhren Zinssatz anlegen können, als der Fremdfinanzierer für seine Finanzierung haben will, ist es überlegenswert, sein Eigenkapital nicht zu nutzen. Des weiteren spielen unzählige steuerliche Aspekte eine Rolle, sodass eine allgemeine Aussage kaum möglich ist. Aber Sie werden sicher die geniale Lösung haben, auf die die Welt schon lange wartet?

"Lebensdauer meines letzten Bleiakkus 10 Jahre. Nur im Betrieb mit ner Solarzelle zur Fahrenergiebereitstellung hätte der nicht so lange durchgehalten. Warum wohl?"
Wozu wollen Sie den Akku eines Nicht-E-Autos an eine Solarzelle hängen? Welcher "Fahrenergie" stellt der Akku bei einen Nicht-E-Auto denn zur Verfügung? In der Regel dürften der Akku in einem Auto den Ladezustand "voll" haben, sonst würde er kaum 10 Jahre halten.

Gruß Holger Burowski

 

#88: Holger Burowski sagt:

am Dienstag, 29.05.2012, 14:51

#61:Her Mühsam:
"Ich möchte Sie mal kurz auf Regel Nr. 4 des Forums hinweisen, damit Sie etwas in Ihrer Dreistigkeit gedämpft werden.
Ich weiß ja nicht, was Kollege Hartung Ihnen Schlimmes angetan hat, aber SO eine "Argumentationsweise" muß nicht sein!

Herr Hartung meinte unter dem Kostenaspekt sicher dieses:
http://tinyurl.com/ceummlt"

Das mit der Regel 4 sehe ich anders. Ich habe keine Ahnung von Architektur, trotzdem erlaube ich ich mir eine Meinung zu Bauwerken zu haben. Wenn man davon ausgeht, dass Einstein der letzte Universalgelehrte war, dürften wir also nur noch selektiv zu unseren Fachgebieten (Beruf, semiprofessionelle Hobbies) eine Meinung haben und zum Rest keine. Ein Herr Pfarrer darf sich, genauso wie der Oberstudienrat, der Mediziner oder Lieschen Müller, eine Meinung zur Kernenergie bilden, unabhängig davon, dass ein Physiker sicher eine noch andere und wesentlich fundiertere hat. Es ist ein "Nachteil" der Demokratie, dass sich jeder eine Meinung zu jedem Thema bilden darf und kann, unabhängig davon, was für ein Bildungsstand er/sie hat bzw. wie die Meinungsbildung erfolgte. Diesen "Nachteil" können Sie nur durch eine Technokratiediktatur beseitigen. Insofern halte ich eine Herangehensweise, wie von Herrn Hartung erläutert, dass sich nur der eine Meinung über Kernenergie haben darf, die abweichend von seiner ist, wer vorher eine Physikprüfung abgelegt hat, für antidemokratisch.

"Und wenn Sie dann mit "Solarakkus" unbekannter max. Ladezyklenanzahl aus dem Baumarkt kommen, ist das ein Äpfel-Birnen-Vergleich."

1000 Ladezyklen. Da Sie ja rein rechnerisch keine Gegenargumente mehr finden, mäkeln Sie also am Hersteller rum, nennen Sie sowas inhaltliche Diskussionsführung? Ein Äpfel-Birnen-Vergleich ist es insofern, dass es Unfug ist, Akkus, die speziell für Autos konzipiert sind, in Solaranlagen einzusetzen

Gruß Holger Burowski

 

#89: Holger Burowski sagt:

am Dienstag, 29.05.2012, 15:00

#67: Herr Glatting
"ich hatte aufgrund des Masseverhältnisses von Kohle zu Uran beim Energieinhalt den Bergbau zur Urangewinnung ausgeblendet. Da wir aktuell keinen Uranbergbau zur Versorgung Deutschlands mit Energie haben, werde ich das auch weiterhin tun. Wo aktuell auch immer das Uran für deutsche Reaktoren her kommt, mache ich mir auch keine Gedanken. Das ist einfach nur ein Metall, das auf dem Weltmarkt angeboten wird."

So kann man das auch sehen, Neodym kommt irgendwo vor, aber bei uns nicht und wird aber auf dem Weltmarkt angeboten.

"Des Weiteren reden wir von kommerzieller Kerntechnik “westlicher Prägung“."

Also ich halte die Druckwasserreaktoren, die in der DDR verwendet wurden, weder für besser noch für schlechter, als die, die zur gleichen Zeit mit "westlicher Prägung" hergestellt wurden. Ich halte auch die Ausbildung der Bedienmannschaften weder für schlechter noch für besser.

Desweiteren ist es uninteressant, wo man Uran abbaut, auch bei "westlicher Prägung" müssen für 1 Kilogramm Uran, 1000 Kilogramm Gestein zutage gefördert und irgendwo abgelagern.

Gruß Holger Burowski

 

#90: Holger Burowski sagt:

am Dienstag, 29.05.2012, 15:09

#62: Wolfgang Krab:
"Es ist nicht gerade selten in unseren Breitengraden, dass über gesamt DE in einer Folge von 20 Tagen der Wind schläft und die Sonne nicht durch die dichte Wolkendecke dringt"

Das heißt über ganz Deutschland herrschen 20 Tage lang dieselben Druck- und Temperaturverhältnisse und das stellt sich nach 10 Tagen Wind- und Sonnenwetter zur "Speicherfüllung" mehrfach im Jahr ein. Bis heute warte ich darauf, dass endlich mal jemand diese kühne Behauptung beweist, Zahlen dafür dürfte es ja mehr als genügend geben.

Gruß Holger Burowski

 

#91: Horst Trummler sagt:

am Dienstag, 29.05.2012, 18:28

Kommentar 86 Herr Teufel

Die Lebensdauer von Kernkraftwerken wird auf 60 und mehr Jahre geschätzt. Das gilt natürlich nicht für alle Komponenten.

Die Lebensdauer von Windmühlen wird sehr häufig mit 20 Jahren angegeben. Der Windenergieverband spricht von einem zunehmenden Reperaturbedarf im 2. Jahrzehnt. Es mag sein, dass man eine Windmühle mit entsprechenden Reperaturen länger betreiben kann. Allerdings stellt sich dann die Frage der "Wirtschaftlichkeit" abseits des Subventionsregimes.

Vandale

 

#92: Horst Trummler sagt:

am Dienstag, 29.05.2012, 18:44

Kommentar 83 Holger Burowski

Es ist richtig, dass man die Energiedichte unterschiedlich definieren kann.

Sinnvoll erachte ich im Fall der Sonnenenergie die durchschnittliche Einstrahlung x 0,1 (realer Wirkungsgrad) und komme so auf ca. 120 kwh/m2/yr in Deutschland. Bei einem Stromwert von ca. 1c/kWh für den gewonnenen Zufallsstrom erbringt ein m2 1€/Jahr. Es dürfte für die Ingenieure sehr sehr herausfordernd sein dafür eine rentable Anlage zu bauen.

Bei Kernkraftwerken könnte man z.B. den gesamten Bau betrachten und kommt ohne Kühlturm auf ca. 300000to Material, AP1000. Die 12000to Uran die das Kraftwerk in 60 Jahren verbraucht sind nicht massgeblich.

Im Fall Ronneburg sprechen Sie von der Förderung von 1000to Gestein um 1 to Uran zu gewinnen. Das sind 1000ppm. Das entspricht in etwa auch den Werten der Kupfergewinnung, s. Geschäftsbericht XSTRATA. Wenn man davon ausgeht dass es eine zig-fache Menge Kupfer erfordert um mittels Windmühlen dieselbe Menge Strom zu erzeugen ergibt sich demzufolge eine entsprechend grössere Umweltbelastung. Als Gedankenstütze...Windmühlen verzeichnen eine durchschnittliche Auslastung von 15-16%. Damit bedarf es z.B. einer 6-fach höheren Menge an Transformatoren und Generatoren...

Vandale

 

#93: Thomas Heinzow sagt:

am Dienstag, 29.05.2012, 22:39

@ E. Teufel #86

"Anti-WKA-Religion"

Was ist das?

 

#94: Horst Trummler sagt:

am Mittwoch, 30.05.2012, 08:10

Kommentar 85 Herr Glatting

Sie schreiben...

Und mit der Wirtschaftlichkeit der neuen KKW bleibe ich optimistisch. Nach 30 Jahren sind die auch abgeschrieben und werden dann so lange Strom liefern bis das Gebäude morsch ist. Und das kann dauern.

Das ist exakt das Problem. Kein mit Vernunft begabter Mensch wird ein Projekt beginnen, dass erst nach 10 Jahren Planungs- und Bauphase und 25 Jahren Abschreibungsphase verspricht richtig Gewinn zu machen.

Innerhalb von 35 Jahren ändert sich eine Gesellschaft vollständig. In 35 Jahren wird die Deutsche Urbevölkerung vielleicht schon in der Minderheit sein wenn die Zuwanderer nicht aufgrund einer Verarmung wieder abwandern. In 35 Jahren gibt es, sofern es das politische System dann noch gibt, 9 Bundestagswahlen. Eine jede birgt die Gefahr das ein Amokläufer analog Merkel, Khan eine derartige Anlage zerstört, oder diese enteignet.

Kernkraftwerke sind nur dann erste Wahl wenn diese vom ersten Betriebstag an einen Cash Flow erwirtschaften der die Augen der Betriebswirte leuchten lässt.

Vandale

 

#95: Peter Jensen sagt:

am Mittwoch, 30.05.2012, 13:51

Herr Trummler, Sie bringen da leider einige Begriffe durcheinander.
Ein AKW verdient vom ersten Tag an cash flows. Und mit diesen cash flows werden die Abschreibungen verdient sowie die Tilgung und Zinsen der Finanzierung des Neubaus bezahlt. Danach sollte noch ein Gewinn pro Jahr übrig bleiben.
Kleines Beispiel (mit erfundenen Zahlen):
Cash flow pro Jahr aus Stromverkauf: 1000
Abschreibungen pro Jahr: 200
Zinsen pro Jahr: 100
Macht einen betriebswirtschaftlichen Gewinn von 700
Tilgung pro Jahr: 200
Es bleibt bei einem Gewinn von 700. In der Kasse sind noch drin 1000 (aus Stromvekauf) - 100 (Zinsen) minus 200 (Tilgung) = 700
Dass das jetzt auch 700 sind, ist Zufall wegen der von mir gewählten Zahlen.
Dazu kommen dann noch Personalkosten, Instandhaltung usw...
Aber die Abschreibungen fallen nach 30 Jahren als Aufwandsposten weg und damit erhöht sich der Gewinn pro Jahr nach 30 Jahren um die weggefallenen Abschreibungen.

Aber das war jetzt nur zur Klärung der Begrifflichkeiten, ansonsten stimme ich mit ihrer Kritik der "EE" völlig überein.

MfG
Peter Jensen

 

#96: D. Glatting sagt:

am Mittwoch, 30.05.2012, 15:07

Hallo Herr Burowski,

Von der Technik her gesehen kann man Ihnen aber nur Widersprechen. Wollen Sie Wirklich die aus minderwertigen Werkstoffen zusammengeschusterten KKWs der DDR (Die Grundwerkstoffe waren ja i.O. aber die Schweißungen aufgrund der Zusatzwerkstoffe nicht) ohne Containment und deshalb auch ohne gefilterte Entlüftung mit westdeutschen und französischen Kernkraftwerken vergleichen?

Da ist aber der Vergleich der Rennpappe mit ne S-Klasse mit ABS und Airbag mindestens genauso weit her geholt. Ich erkläre es jetzt mal Ihnen und anderen, die die Technik nicht verstehen.

Tschernobyl:
Kein Containemnt, keine Filter und dazu noch brennbares Material im Kernbereich.
Bei einem Kernschaden fängt das Graphit an zu brennen und verteilt Uran und Plutonium im näheren Umkreis (Deshalb ist die Umgebung auch nicht mehr gut zu besiedeln). Die Spaltprodukte (Jod, Cäsium, Strontium etc.) verteilen sich weiträumig in der Atmosphäre.

Fukushima
Containment aber keine Filter. Uran und Plutonium bleiben im Reaktor oder kommen höchstens bis zum Containment. Durch den Kernschaden ist der Druck im Containment derart angestiegen, dass man Entlasten musste. Da man keine Filter hatte, hat man auf die Brennelementebühne entlastet, damit sich dort wenigstens ein Teil der Spaltprodukte niederschlägt. Das war denn auch so. Leider auch das Wasser womit sich ein zündfähiges Knallgasgemisch bilden konnte. Im Nachhinein also eine schlechte Idee. Die Spaltprodukte haben sich in der Atmosphäre verteilt.

Greifswald
Kein Containment, keine Filter. Im Kernschadensfall also mindestens die Auswirkungen von Fukushima und wenn es schlecht läuft, tritt auch noch der Kernbrennstoff aus und liegt unter freiem Himmel. Das war nach den Weststandart nicht annehmbar. Deshalb wurden die Anlagen still gelegt.

D/CH/F/USA etc.
Containment mit Filter im Abluftsystem und mehrere unabhängige Abschaltsysteme, die redundant vorhanden sind. Zum einen ist es extrem unwahrscheinlich, dass es zum Kernschadensfall kommt und zum anderen ist durch Containment und Filter jederzeit sicher gestellt, dass der Unfall auf ein INES 5 Ereignis beschränkt bleibt. Siehe Harrisburg.

Es kann schon sein, dass die Ausbildung der Bedienmannschaften im Osten, mit denen im Westen vergleichbar war. Ob man im Osten auch Simulatoren der Warten im Maßstab 1:1 hatte, an denen man seltene Betriebsfälle üben konnte, weiß ich nicht.
Scheinbar wurde dort auch sehr umsichtig mit der fragilen Technik umgegangen was nach http://tinyurl.com/65wt3t4
und wie dargelegt den fehlenden Barrieren auch zu verständlich war.

Zum Bergbau
Wenn in Deutschland irgendein Bergbau betrieben wird, dann ist der an etliche Auflagen gebunden. Egal ob dies nun Uran, Neodym oder sonst was ist. Diese Auflagen dienen zum Schutz der Arbeiter, Anwohner und der Natur. Die Vorschriften, die diesen Auflagen zugrunde liegen erscheinen in vielen Fällen sehr restriktiv und sind daher meist mit hohen Kosten verbunden. Daher kann man immer nur mit Verwunderung feststellen, wie einfach es ist einen Vogelschredder aufzustellen, wo man sonst nicht mal die Erlaubnis für eine Parkbank bekäme.

Meinen Sie wirklich, dass man heute noch so eine Sauerei veranstalten könnte, wie seinerzeit die Rote Arme in der DDR? Es macht halt einen Unterschied wie das Gestein gefördert wird und wie der Abraum abgelagert wird. Versuchen Sie mal Uranbergbau "deutscher Prägung" durchzuführen.

Wie nun im Ausland Uran, Kohle oder Neodym gefördert unterliegt den dortigen Behörden. Die entsprechenden Zustände kann man anprangern. Da bekommt man aber viel zu tun.

Grüße

 

#97: Dr.Paul sagt:

am Mittwoch, 30.05.2012, 15:47

#96: D. Glatting,
danke für den wichtigen und einfach verständlichen Überblick. Es hilft bei dem gefährlichen Abenteuer, selbst zu denken :-)

Gruß

 

#98: Horst Trummler sagt:

am Mittwoch, 30.05.2012, 16:26

Kommentar 96 Glatting

Von der Technik her gesehen kann man Ihnen aber nur Widersprechen. Wollen Sie Wirklich die aus minderwertigen Werkstoffen zusammengeschusterten KKWs der DDR (Die Grundwerkstoffe waren ja i.O. aber die Schweißungen aufgrund der Zusatzwerkstoffe nicht) ohne Containment und deshalb auch ohne gefilterte Entlüftung mit westdeutschen und französischen Kernkraftwerken vergleichen?

Ihre Aussage zu den russischen KKW erinnert mich an den Bericht den die Panzerinspektion des Heeres zum Auftauchen des T34 geschrieben hatten. Lauter Kritik an der Ausführung..Optiken miserabel..Schweissnähte nicht verputzt..das Getriebe muss mit dem Hammer geschaltet werden...Antriebe nicht fluchtend..in der Realität war jedoch der T34 preiswerter und allen damaligen Deutschen Panzern auf eine Entfernung über 100m haushoch überlegen.

Die russischen WWER Kernkraftwerke sind preiswert, funktionell und erreichen z.B. in Finnland (gerade in IAEA Pris nachgesehen) eine Verfügbarkeit von z.B. 89%. Uebrigens die DDR KKW waren mit Ausnahme der ersten beiden Blöcke in Greifswald vom Typ WWER 440 - 213 und hatten ein Containment. Es mag Schwachstellen geben, Wärmetauscher undicht, Leittechnik miserabel aber dies lässt sich beheben.

Ich meine es gilt von dem hohen Ross herabzusteigen und die Technik wo möglich ein wenig zu vereinfachen.

Vandale

 

#99: D. Glatting sagt:

am Mittwoch, 30.05.2012, 19:50

@#94: Horst Trummler,

Sie haben recht mit allem was Sie sagen. Warum sehen dann das die Regierungen, Investoren und Bürger in Finnland, Frankreich, China und Tschechien

http://tinyurl.com/7f4o32v

anders als in Deutschland?

Könnte es an einer Indoktrinierung unserer MSM liegen. Grüße an Herr Laburda und ein Hoch auf die Zipfelmützenverdummungsanstalt GEZ.

Grüße auch an Dr. Paul. Danke für das Lob. Ich denke, wenn sich mal ein maßgeblicher Politiker mit diesen Argumenten vor die Presse stellen würde und die Reichsrundfunkanstalt an der Stelle mitziehen würde, wäre der Anti-KKW Spuck ratz faz vorbei.

Da stimmt es um so bedenklicher wenn man sich zurück erinnert an Heiner Geißler, der schon kurz nach Harrisburg gemeint hat, dass die Kernkraft politisch nicht mehr durchsetzbar sei. War der damals schon ein verkappter Grüner. Wurde er deshalb Schlichter bei S21?

Jedenfalls hat kein Politiker die Eier in der Hose und getraut sich so ei Statement abzugeben. Irgendeine Mutti, die der Grünpisspropaganda glaubt, dass Kleinkinder in der Nähe von “AKW“ eine erhöhte Leukämierate hätten, könnte ihn ja nicht mehr wähle. Die Pappnasen sollten sich mal überlegen, wie viele Nichtwähler es mittlerweile gibt, weil sie der grünsozialistische Einheitsbrei sie anödet.

Irgendwann werden diese Gutmenschen mal wieder Steckrüben essen und sich überlegen, wie sie mehr vom Leben haben könnten. Und dann werden die Priester hoffentlich auf ihrem eigenen Altar geopfert.

Grüße in die Runde

 

#100: D. Glatting sagt:

am Mittwoch, 30.05.2012, 21:26

@98: Horst Trummler,

Hallo Herr Trummler,

wenn die Blöcke 3 bis 6 in Greifswald mit Containment waren, dann bitte ich mein Nichtwissen zu entschuldigen. Ich weiß auch nicht ob diese Kraftwerke Filter in den Abluftanlagen hatten. In Finnland gibt es die Blöcke Loviisa 1 und 2. Die scheinen ähnliche Typen zu sein, die westliche Standards erfüllen. So gesehen hätte man womöglich die Blöcke 3 bis 6 entsprechend nachrüsten können.

Die Druckbehälter wurden aus 15Kh2MFA gefertigt. Es gab da eine Untersuchung am RDB Deckel von Greifswald 1. Da habe ich mal eine paar Sachen raus gezogen, Der 15Kh2MFA ist ein Vanadium mikrolegierter Feinkornbaustahl ähnlich den WB35, Altherm NiMoV und dem WSTE47 (durch die hohe Zulegierung von Chrome und Niob sogar deutlich besser), die man auch aus den Anfängen der deutschen Kerntechnik kennt.

Der Heilige Gral der deutschen Kerntechnik so wie er in der RSK Leitlinie für Druckwasserreaktoren bzw. den KTA Regeln 3201.1 bis 4 und KTA Regeln 3211.1 bis 4 niedergeschrieben ist, ist die

Zähigkeit.

Zähigkeit benötigt man wenn der Stahl hohen Belastungen ausgesetzt ist und nicht reißen soll. Dies ist normal bei Betriebstemperaturen erfüllt. Bei Vanadium mikrolegierten Feinkornbaustählen mit hohen Anteilen von Metallgiften wie Schwefel und Phosphor (wie es in den Schweißgütern der russischen RDB vorlag) kann dies zu Grobkornbildung und Zähigkeitsanisotropien führen. Das wiederum führt zu verminderten Zähigkeiten in der Wärmeeinflusszone der Schweißnähte. Das ist im Prinzip ein Nullproblem.

Wenn man jedoch einen Kühlmittelverluststörfall schon hat und jetzt mit der Noteinspeisung (Kaltes Wasser in heißen RDB) anfängt und einem die Nähte an den Stellen der geringen Zähigkeiten anfangen einzureißen und das gerade einspeiste Kühlwasser einfach wieder davon läuft, stinkt man schon ein wenig.

Ob 400 bis 500 MW Blöcke überhaupt richtig rentabel laufen, bezweifle ich ein wenig. Der Aufwand gegenüber einer 1400 MW Anlage schenkt sich nicht viel. Ich würde eine Wiederaufbereitungsanlage und zwei KERENA zu schnellen Einregelung des unnötigen Windstroms in MekPom nach Greifwald stellen. Einen Brüter russischer Bauart nach Karlsruhe oder Philippsburg und ...

Ich meine einfach locker bleiben und über alles reden.

Grüße

 

#101: S.Hader sagt:

am Donnerstag, 31.05.2012, 09:55

@Trummler, #96: "Zum Bergbau
Wenn in Deutschland irgendein Bergbau betrieben wird, dann ist der an etliche Auflagen gebunden. Egal ob dies nun Uran, Neodym oder sonst was ist. Diese Auflagen dienen zum Schutz der Arbeiter, Anwohner und der Natur. Die Vorschriften, die diesen Auflagen zugrunde liegen erscheinen in vielen Fällen sehr restriktiv und sind daher meist mit hohen Kosten verbunden."

Genau. Nur werden die hohen Sicherheitsstandards beim Abbau von Uranerz im Ausland genauso eingehalten? Wenn man den Stoff importiert, verlagert man nur das Problem nach aussen.

"Wie nun im Ausland Uran, Kohle oder Neodym gefördert unterliegt den dortigen Behörden. Die entsprechenden Zustände kann man anprangern. Da bekommt man aber viel zu tun."

Nur sind Befürworter dann die lästige Diskussion über gesundheitliche Belastungen im Bergbau in Deutschland los.


@Glatting, #99: "Grüße auch an Dr. Paul. Danke für das Lob. Ich denke, wenn sich mal ein maßgeblicher Politiker mit diesen Argumenten vor die Presse stellen würde und die Reichsrundfunkanstalt an der Stelle mitziehen würde, wäre der Anti-KKW Spuck ratz faz vorbei."

Das beinhaltet die schon fast naive Vorstellung, dass die Angst vor AKWs eine rein mediale Angelegenheit sei und sie nur durch die Medien ausgelöst wird. Sie vergessen dabei, dass die Menschen nicht dumm sind und man sie nicht wie einen Schalter meinungstechnisch in die eine oder andere Richtung switchen kann. Nehmen Sie doch sich selbst als Beispiel, welchen Einfluss haben die Massenmedien auf ihre Meinungsbildung bzgl. Atomkraft gehabt? Praktisch keine. Die Medien können wohl schlecht Schuld daran sein, dass Sie zu einem Atomkraft-Jünger wurden. Warum soll das bei vielen Menschen unbedingt anders sein?


"Jedenfalls hat kein Politiker die Eier in der Hose und getraut sich so ei Statement abzugeben. Irgendeine Mutti, die der Grünpisspropaganda glaubt, dass Kleinkinder in der Nähe von “AKW“ eine erhöhte Leukämierate hätten, könnte ihn ja nicht mehr wähle. Die Pappnasen sollten sich mal überlegen, wie viele Nichtwähler es mittlerweile gibt, weil sie der grünsozialistische Einheitsbrei sie anödet."

Sie vergessen, dass die CDU allen voran Frau Merkel die Laufzeitverlängerung durchdrücken wollte. Der Grund,weshalb sie nun vollkommen umgeschenkt ist, waren mit Sicherheit nicht irgendwelche Studien zur Krebshäufigkeit in AKW-Nähe. Die haben zuvor auch keine Rolle gespielt.

"Irgendwann werden diese Gutmenschen mal wieder Steckrüben essen und sich überlegen, wie sie mehr vom Leben haben könnten. Und dann werden die Priester hoffentlich auf ihrem eigenen Altar geopfert."

Also wenn das Ihre Argumentationslinie pro Atomenergie ist, nach dem Motto ohne diese Technik würden wir wieder zum Agrarstaat mutieren, dann muss es ja wirklich schlecht um diesen Industriezweig stehen. Dieses Märchen nimmt Ihnen nun wirklich kein vernünftiger Mensch mehr ab. Sie fallen damit noch hinter Äußerungen aus den 70ern von Hans Filbinger, der mit platten Sprüchen und Alarmismus das AKW Wyhl durchdrücken wollte. Aber es besteht noch Hoffnung, mit knapp 90 Jahren hatte Filbinger seinen Irrtum eingesehen, die Bevölkerung und die Lage der Stromwirtschaft falsch eingeschätzt zu haben. Das sollte auch Ihnen Hoffnung machen. :-) So platt und kritikunfähig wie Sie die Atomenergie anpreisen, muss man fast schon zum Atomkraft-Skeptiker und -Gegner werden, auch wenn einem das Thema nicht sonderlich interessiert.

 

#102: D. Glatting sagt:

am Donnerstag, 31.05.2012, 21:54

@Hader,

ich hoffe, dass Sie einer der ersten sind die raus fliegen, wenn die deutsche Industrie nicht mehr Wettbewerbsfähig ist aufgrund der schwachsinnigen Energiepolitik.
Was Sie immer noch nicht verstanden haben und auch nie verstehen werden ist, dass durch KKW für Sie, ihre Familie und all ihre Freunde hier in Deutschland keine Gefahr ausgeht.
Wenn Sie das immer noch nicht verstanden haben bestätigt das meinen Eindruck von Ihnen.
Aber den hat fast jeder außer Geistesgrößen wie Teufel, Fischer, biersauer und Mari.
Ach ja, da war noch einer. So wie Sie auf Filbinger kommen, kam der auf Brand und Schmidt.
Macht mal einen Zeitsprung in die Gegenwart Jungs. Es lohnt sich nicht nur wegen HD Fernsehen.

 

#103: S.Hader sagt:

am Freitag, 01.06.2012, 10:10

@D.Glatting: "ich hoffe, dass Sie einer der ersten sind die raus fliegen, wenn die deutsche Industrie nicht mehr Wettbewerbsfähig ist aufgrund der schwachsinnigen Energiepolitik."

Wo raus fliegen??? Aus dem Job? Glücklicherweise haben wir eine hohe Produktivität, die es erlaubt, Energiepreissteigerungen verkraften zu können. Wenn Sie schon beim Thema Wettbewerbsfähigkeit sind, dann machen Sie doch mal einen empirischen Vergleich zwischen den Industrien Frankreichs, einem Billigstromland und Deutschlands, als Teuerstromland.


"Was Sie immer noch nicht verstanden haben und auch nie verstehen werden ist, dass durch KKW für Sie, ihre Familie und all ihre Freunde hier in Deutschland keine Gefahr ausgeht."

Die Unfallwahrscheinlichkeit ist verglichen mit anderen Produktionsanlagen gering. Ich habe da nie etwas anderes geschrieben. Das Dumme ist nur die extrem hohe Schadenshöhe plus dem zeitweisen Verlust von Lebensraum. Das Risiko bleibt nachwievor das Produkt zweier Größen und kann man nicht durch das Ausblenden des einen Faktors kleinreden. Zudem haben es die Verantwortlichen verpasst, die Bevölkerung zu überzeugen und meinten mit einer antiquierten Informationspolitik, die weniger aus Transparenz sondern mehr aus Machtworten und Ignoranz bestand, die Bevölkerung beruhigen zu können.

In den 80er und 90er Jahren sah ich die Atomenergie recht positiv und hielt längere Laufzeiten für unproblematisch. Aber immer mehr bin ich zu der Ansicht gekommen, dass man die Brückentechnologie auch als solche so wahrnehmen sollte und sich Gedanken für die Zeit danach machen muss.

"Wenn Sie das immer noch nicht verstanden haben bestätigt das meinen Eindruck von Ihnen.
Aber den hat fast jeder außer Geistesgrößen wie Teufel, Fischer, biersauer und Mari."

Wenn Sie der Ansicht sind, Sie vertreten eine Mehrheitsposition und die anderen, die skeptisch bzgl. Atomenergie sind eine rare Minderheitenansicht, dann ist das wohl Ihrer Wahrnehmung geschuldet.

 

#104: D. Glatting sagt:

am Freitag, 01.06.2012, 19:47

@#101: S.Hader,

dienen ihre bescheuerten Bezüge eigentlich zur Verwirrung, auf das man es nicht mal merkt das Sie einen Schwachsinn auf Jemandens Kommentar geschrieben haben?

“Genau. Nur werden die hohen Sicherheitsstandards beim Abbau von Uranerz im Ausland genauso eingehalten? Wenn man den Stoff importiert, verlagert man nur das Problem nach aussen.“

Genau Hader, genauso wie die “Klimaschützer“ den Anbau von Ölpalmen zur Reduktion von Primärenergie und damit der angeblichen Reduktion von CO2 (Warum muss man das den reduzieren?) ins Ausland verlegen.

Im Bezug auf den Bergbau ist das für mich ein PAL (Problem anderer Leute).

Im Bezug auf Biodiesel ist es ein kompletter Schwachsinn. Ich habe die Plantagen schon gesehen, die in den Urwald rein gehauen wurden. War klasse für die Tierwelt! Und die Artenvielfalt der Botanik. Und alles um ein Klima zu retten, das keine Hilfe braucht. Super Sache.

“Das beinhaltet die schon fast naive Vorstellung, dass die Angst vor AKWs eine rein mediale Angelegenheit sei und sie nur durch die Medien ausgelöst wird.“
Wie man am anders verhaltenden Ausland sehen kann ist dem wohl so

“Sie vergessen dabei, dass die Menschen nicht dumm sind und man sie nicht wie einen Schalter meinungstechnisch in die eine oder andere Richtung switchen kann.“
Nein Herr Hader, man könnte die Leute nie fragen ob sie den totalen Krieg wollen, da die ja alle viel zu gescheit sind und sich der Opfer bewusst wären. Deshalb hat es so was ja auch noch nie gegeben. Würde ja eh keiner zujubeln.

Und nehmen Sie bitte mal zu Kenntnis, dass ich gegenüber Ihnen von Technik eine Ahnung habe und entsprechende Sachverhalte richtig einzuschätzen kann. Sie sind halt auf die Meinungsmache der Pressefuzzis angewiesen.

Deshalb glauben Sie auch, dass Frau Merkel die Laufzeitverlängerung durchdrücken wollte. Ihr erschien es als opportun bei einer abebbenden KKW Diskussion, den ökonomisch besseren Weg zu wählen.
Mit der Panikmache der Presse nach Fukushima, dachte die gelernte Sekretärin für Agitation und Propaganda, dass Sie mit einem Ausstieg aus der Kernkraft, wieder Wählerschichten an sich binden kann.

“Also wenn das Ihre Argumentationslinie pro Atomenergie ist, nach dem Motto ohne diese Technik würden wir wieder zum Agrarstaat mutieren, dann muss es ja wirklich schlecht um diesen Industriezweig stehen.“
Nein, das ist nicht meine Argumentationslinie pro Kernkraft, sondern meine Argumentationslinie anti “Erneuerbarer“. Ich stelle Kernkraft nur als mögliche Alternative in den Raum. Es sind ja genug, die dagegen sind. Kernkraft kann ein entscheidender Beitrag zum strategischen Versorgungsdreieck sein. “Erneuerbare“ nicht.

“So platt und kritikunfähig wie Sie die Atomenergie anpreisen, muss man fast schon zum Atomkraft-Skeptiker und -Gegner werden, auch wenn einem das Thema nicht sonderlich interessiert.“

Her Hader, Sie sind ein Künstler. Soviel Mist in einen einzelnen Satz zu packen ist schon klasse.
1. platt; meiner Argumentation in #96 haben Sie überhaupt nichts entgegen zu setzen
2. kritikunfähig; ich nehme fundierte Kritik, im Gegensatz zu Ihnen, wie z.B. Herrn Burowski, siehe ‚#89 schon ernst.
3. anpreisen; ich preise nicht an, sondern ich stelle Fakten zur Verfügung.
4. Gegner werden; waren Sie doch eh schon. Und was man ist kann man nicht mehr werden
5. nicht sonderlich interessiert; warum machen Sie sich dann die Mühe was dazu zu schreiben.


@#103: S.Hader,

“Glücklicherweise haben wir eine hohe Produktivität, die es erlaubt, Energiepreissteigerungen verkraften zu können.“
Bisher ja. Bisher hat man es auch noch nicht geschafft, dass Deutschland verreckt.

“Wenn Sie schon beim Thema Wettbewerbsfähigkeit sind, dann machen Sie doch mal einen empirischen Vergleich zwischen den Industrien Frankreichs, einem Billigstromland und Deutschlands, als Teuerstromland.“
OK, mach ich. Die französische Industrie wäre mit deutschen Strompreisen schon komplett im Sack und die Bürger würden zu 80% FN wählen und die verblieben Grünen teeren und federn.

“Das Dumme ist nur die extrem hohe Schadenshöhe plus dem zeitweisen Verlust von Lebensraum.“
Sie verstehen das mit der gefilterten Entlastung, sofern sie überhaupt notwendig werden würde, immer noch nicht. Mehr als INES 5 geht hier nicht. Da ist nichts mit Verlust von Lebensraum und ähnlichen Horrorszenarien. Da passiert weniger, als wenn ein Gefahrguttransporter nach einem Verkehrsunfall ausläuft.

“Das Risiko bleibt nachwievor das Produkt zweier Größen und kann man nicht durch das Ausblenden des einen Faktors kleinreden.“
Wie man ohne Mathematikkenntnisse mittlerweile zu einem Dr. Titel kommt, wird mir immer ein Rätsel bleiben.
Wenn ich eine Größe mit 0 multipliziere kommt immer 0 raus.

“Zudem haben es die Verantwortlichen verpasst, die Bevölkerung zu überzeugen und meinten mit einer antiquierten Informationspolitik, die weniger aus Transparenz sondern mehr aus Machtworten und Ignoranz bestand, die Bevölkerung beruhigen zu können.“
Da kann ich Ihnen sogar mal zustimmen.

“In den 80er und 90er Jahren sah ich die Atomenergie recht positiv und hielt längere Laufzeiten für unproblematisch.“
Wie das?


“Aber immer mehr bin ich zu der Ansicht gekommen, dass man die Brückentechnologie auch als solche so wahrnehmen sollte und sich Gedanken für die Zeit danach machen muss.“
Wie sind Sie denn “immerhin“ zu der Ansicht gekommen? Wenn Sie die Kernkraft genauso wie alle anderen Länder als Brückentechnologie sehen, dann machen Sie sich mal Gedanken für die Zeit nach dem Jahr 7000 AD. Mir ist das noch etwas lang hin bis dahin, da mach ich mir keine Gedanken. Der derzeitige Bau von Miefquierlen ist jedenfalls keine Lösung. Wenn er energetisch überhauptsinnvoll ist. Wie gesagt, was sich preislich nicht rechnet kann energetisch auch nicht sinnvoll sein.

Irgendwie laen Sie auch immer voll auf der Mainstreamwelle. Das macht mich etwas stutzig. Diejenigen die seinerzeit im Sportpalast “ja“ gegrölt haben, lagen auch meistens bei der Hauptmeinung. Sie wären der rechte Kandidat zum mitgrölen gewesen.

“Wenn Sie der Ansicht sind, Sie vertreten eine Mehrheitsposition und die anderen, die skeptisch bzgl. Atomenergie sind eine rare Minderheitenansicht, dann ist das wohl Ihrer Wahrnehmung geschuldet.“
In der Breiten Öffentlichkeit ist es derzeit wohl keine Mehrheitsmeinung. Unter der Leserschaft von EIKE könnte ich mir das allerdings gut vorstellen. Und wenn das Thema mit Fakten und Kosten und ohne grüne Ideologie diskutiert werden könnte, halte ich auch eine Mehrheit in der Öffentlichkeit für denkbar.

 

#105: S.Hader sagt:

am Freitag, 01.06.2012, 21:50

#104: "Genau Hader, genauso wie die “Klimaschützer“ den Anbau von Ölpalmen zur Reduktion von Primärenergie und damit der angeblichen Reduktion von CO2 (Warum muss man das den reduzieren?) ins Ausland verlegen."

@Glatting, ich sehe die Förderung von ölpalmenplantage äußerst kritisch. Es entsteht mehr Schaden als Nutzen, die Ökobilanz ist misserabel. Nicht alles was als grüne Technologie bezeichnet wird, ist es auch, geschweige denn sinnvoll.


"“Das beinhaltet die schon fast naive Vorstellung, dass die Angst vor AKWs eine rein mediale Angelegenheit sei und sie nur durch die Medien ausgelöst wird.“

Wie man am anders verhaltenden Ausland sehen kann ist dem wohl so"

In der Schweiz wurde auf lange Sicht der Atomausstieg beschlossen, in Belgien ebenfalls, allerdings unklar, wie es die neue Regierung handhaben wird, Italien hat die zaghaften Überlegungen ein AKW aufzustellen, schon wieder aufgegeben und in Frankreich hat vor kurzem ein Präsidentschaftskandidat gewonnen, wenn Sie sich entsinnen, der darüber laut nachgedacht hat, den Atomstromanteil langfristig auf 50% zu drosseln und das Wahlkampfversprechen abgab, AKW Fessenheim zu schliessen. Deutschland ist bisher den weitesten Schritt gegangen, man kann aber nicht wirklich sagen, dass es in der EU oder USA eine Atomeuphorie gebe. Wenigstens das sollten Sie zur Kenntnis nehmen.

"Nein Herr Hader, man könnte die Leute nie fragen ob sie den totalen Krieg wollen, da die ja alle viel zu gescheit sind und sich der Opfer bewusst wären. Deshalb hat es so was ja auch noch nie gegeben. Würde ja eh keiner zujubeln."

Die Gesellschaft hat sich hier in den letzten 70 Jahren schon verändert, falls Ihnen das nicht aufgefallen ist. In einen totalem Krieg wird keiner mehr ziehen.


"Und nehmen Sie bitte mal zu Kenntnis, dass ich gegenüber Ihnen von Technik eine Ahnung habe und entsprechende Sachverhalte richtig einzuschätzen kann. Sie sind halt auf die Meinungsmache der Pressefuzzis angewiesen."

Zur Kenntnis nehme ich Ihre Voreingenommenheit. Wenn Sie Spass auf Schw***vergleiche in technischen Dingen haben, nur zu.


"Ich stelle Kernkraft nur als mögliche Alternative in den Raum."

Interessant, so hatte ich Ihre Beiträge wirklich nicht verstanden. Kernkraft als Alternative, damit kann ich leben! Nur sehe ich die Erfolgsaussichten recht skeptisch, allein wenn ich nur die letzten 20 Jahre der Atomindustrie in der EU und USA sehe.


"1. platt; meiner Argumentation in #96 haben Sie überhaupt nichts entgegen zu setzen"

Die war ja auch nicht für mich gedacht. ;o)

"4. Gegner werden; waren Sie doch eh schon. Und was man ist kann man nicht mehr werden"

Nö, bis in die 90er Jahre hinein war ich ein Atomstrombefürworter. Jetzt finde ich, sollte man die Atomenergie auch wirklich als Brückentechnologie verstehen.

"5. nicht sonderlich interessiert; warum machen Sie sich dann die Mühe was dazu zu schreiben."

Ich hab nicht gesagt, dass ich nicht interessiert bin, sondern dass Sie mit Ihrer krassen Art selbst unbedarfte Leute, die sich vorher nicht damit großartig beschäftigt haben, eher noch zu AKW-Gegnern machen. Was Sie betreiben ist Antiwerbung und ein Bärendienst für die Atomindustrie, weil verstaubte Pro-Argumente aus den 70er Jahren wieder hervorgekramt werden.


"Bisher ja. Bisher hat man es auch noch nicht geschafft, dass Deutschland verreckt."

Na ein Glück, dass Sie nicht in Verdacht stehen, Alarmismus zu betreiben.


"OK, mach ich. Die französische Industrie wäre mit deutschen Strompreisen schon komplett im Sack und die Bürger würden zu 80% FN wählen und die verblieben Grünen teeren und federn."

...und die deutsche Industrie ist mit deutschen Strompreisen absolut konkurrenzfähig und die Wirtschaftslokomotive in der EU. Kann es vielleicht sein, dass Sie so langsam verstehen, dass wirtschaftlicher Erfolg vielleicht doch nicht nur allein vom Strompreis abhängt? Weil ohne Witz, das wäre ein echter Erkenntnisgewinn in dieser Diskussion.


"Sie verstehen das mit der gefilterten Entlastung, sofern sie überhaupt notwendig werden würde, immer noch nicht. Mehr als INES 5 geht hier nicht. Da ist nichts mit Verlust von Lebensraum und ähnlichen Horrorszenarien. Da passiert weniger, als wenn ein Gefahrguttransporter nach einem Verkehrsunfall ausläuft."

Ich denke mal, dass Thema wurde schon zu genüge durchgekaut, ich lasse Sie gerne bei dieser Meinung.


"Wie man ohne Mathematikkenntnisse mittlerweile zu einem Dr. Titel kommt, wird mir immer ein Rätsel bleiben.
Wenn ich eine Größe mit 0 multipliziere kommt immer 0 raus."

Naja, wer den natürlichen Treibhauseffekt nicht versteht, versteht vielleicht auch so manch anderes nicht. ;o) Nur in dem Punkt ist die Wahrscheinlichkeit eines schwerwiegenden Unfalls nicht gleich 0 und Sie werden auch keinen Fachmann finden, der Ihnen sowas bestätigen wird. Und ihre hemdsärmilige Art, kleine Wahrscheinlichkeiten in Produkten auf 0 zu kürzen, zeigt mathematische Defizite auf Ihrer Seite auf. Damit werden Sie keinen Mathematiker überzeugen können.


"Wie sind Sie denn “immerhin“ zu der Ansicht gekommen? Wenn Sie die Kernkraft genauso wie alle anderen Länder als Brückentechnologie sehen, dann machen Sie sich mal Gedanken für die Zeit nach dem Jahr 7000 AD. Mir ist das noch etwas lang hin bis dahin, da mach ich mir keine Gedanken."

Wird das jetzt wieder Klamauk oder doch eine ernsthafte Diskussion? Eine Brückentechnologie erstreckt sich für mich nicht über Jahrtausende, sondern dessen Auslaufen ist schon nach einigen Generationen abzusehen. Zudem sind in dieser Zeit kaum nennenswerte Innovationen auf dem Gebiet der Atomenergie entstanden, die auch praxisfähig waren. Da habe ich wesentlich mehr zutrauen in Wind und Sonne. Dessen Prototypen sind wenigstens einsatzfähig und ausbaubar.


"Irgendwie laen Sie auch immer voll auf der Mainstreamwelle. Das macht mich etwas stutzig. Diejenigen die seinerzeit im Sportpalast “ja“ gegrölt haben, lagen auch meistens bei der Hauptmeinung. Sie wären der rechte Kandidat zum mitgrölen gewesen."

Genausowenig wie Sie oder ich die Hände ins Feuer legen können, dass in jener Zeit wir die richtige Wahl getroffen hätten, sollten wir wirklich froh sein, nicht in dieser Zeit geboren zu sein. Und was ich verabscheue sind Menschen, die ohne Kenntnis der Lage von sich behaupten, sie hätten sich ganz anders entschieden. Solchen Leuten bin ich beispielsweise nach der Wende einigen begegnet, die großspurig erzählten, dass wenn sie in der DDR gelebt hätten, bewaffnete Kämpfer gegen das Regime gewesen wären. Wer nichts über die Zwänge und das Leben von damals weiss, sollte da eher ruhig sein. Damit soll in keinster Weise der Anschein erweckt werden, dass die DDR ein toller Staat gewesen war. Nur manchen fehlt einfach die Fähigkeit zu differenzieren und halten sich für die Größten. Aber ich schweife jetzt gewaltig ab.

Dem Mainstream anzugehören, halte ich persönlich für keinen Makel, von daher stört mich Ihr Vorwurf nicht. Evolutionsbiologisch gesehen fährt man mit dem Mainstream durchschnittlich gesehen besser als mit der Entscheidung, die von einer Minderheit getroffen wird. Die Kunst ist es, zu dem Mainstream noch soviel Individualität und Risikobereitschaft hinzuzumischen, um auch langfristig im Leben erfolgreich zu sein.

 

#106: Dr.Paul sagt:

am Freitag, 01.06.2012, 22:50

Die friedliche Nutzung der Kernenergie ist sicher so ein Meilenstein in der menschlichen Entwicklung, wie die Beherrschung des Feuers. Etwas, was der Mensch den Affen voraus hat.

Übrigens habe ich mir von einem Bauingenieur sagen lassen, dass Deutschland die schärfsten baulichen vorgeschriebenen Feuerschutzmaßnahmen der Welt hätte.

Vielleicht könnte ja man auch ganz aufs Feuer verzichten, ich meine die Affen ....
ahäm, nein nein, aber wir haben doch den Strom in der Steckdose,
mehr brauchen wir doch nicht ... (und das Auto, wehe, wenn mir das einer wegnimmt!)

mfG

 

#107: Dr.Paul sagt:

am Freitag, 01.06.2012, 23:12

Was ich sagen wollte, der Umgang mit Energie, ist sicher ein Schlüssel menschlicher Entwicklung, wie die Beherrschung des Feuers und der erste Motor.

Es kann nicht richtig sein,
die Reduzierung der Energieverfügbarkeit als politisches oder "menschliches" Ziel zu deklarieren, das w#re eher so etwas wie ein schleichendes Selbstmordprogramm.

Denn Leben benötigt Energie und es gibt im Universum nicht die Spur eines Mangels an Energie.
PERMANENTE Energiezufuhr ist eine Bedingung des Lebens.
Der Schüler lernt schon den ersten Hauptsatz,
dass man Energie nicht vernichten kann.
Man muss nur lernen,
richtig damit umzugehen.

Ein Speicher-Wasserkraftwerk ist eher eine sehr primitive Art des Umgangs mit Energie, ich möchte sagen, so etwas wie Verschwendung von Ressourcen.
Ebenso wie diese primitiven Windmühlen.

Das Anzapfen der Kernenergie sehe ich dagegen als extrem intelligentes Verfahren an, das sicher erst am Anfang der Entwicklung steht.

Ich sehe darin eine große Schance für die Menschheit.

Jetzt raten Sie mal, was ich von der verteufelten Gentechnik halte :-)

MfG

 

#108: D. Glatting sagt:

am Samstag, 02.06.2012, 19:53

@#105

“Nicht alles was als grüne Technologie bezeichnet wird, ist es auch, geschweige denn sinnvoll.“
Wo ist denn das Gegenbeispiel?

Ausstieg aus der Kernkraft:
Schweiz spielt auf Zeit, Belgien ebenso und Hollande wird die französische Energieautonomie auch nicht in Frage stellen. Vor allem weil da gerade ein EPR gebaut wird. Tschechien und Polen fangen an neue KKW zu bauen.
Die restliche Liste auch ganz schön lang.

Zu Manipulation durch die Medien.
Glauben Sie wirklich, dass Regierungen alle Farben, die Methoden zu Manipulation vergessen haben? Nein, man hat sie verfeinert. Bekommen Sie halt nicht mit. Wenn man Ihnen erzählen würde, dass die Erde eine Scheibe sei, würden Sie das auch noch glauben.


“Wenn Sie Spass auf Schw***vergleiche in technischen Dingen haben, nur zu.“
Eh Hader, wer wie Sie einen Dampferzeuger nicht von einer Turbine unterscheiden kann, hat den Kürzeren.

“Nur sehe ich die Erfolgsaussichten recht skeptisch,“
Lassen Sie doch mal den Markt im Ausland entscheiden.
http://tinyurl.com/crktlcl


“...und die deutsche Industrie ist mit deutschen Strompreisen absolut konkurrenzfähig und die Wirtschaftslokomotive in der EU. Kann es vielleicht sein, dass Sie so langsam verstehen, dass wirtschaftlicher Erfolg vielleicht doch nicht nur allein vom Strompreis abhängt?“
Sie vergessen die derzeitigen Rahmenbedingungen. Durch den Euro arbeiten die produktiven deutschen Arbeitnehmer für ein Entwicklungslandgeld. Dadurch verarmen die deutschen Arbeiter, die mehr für Energie und Urlaub zahlen müssen und die Industrie kann durch geringe Löhne (in Schwachgeld) und hohe Produktivität Gewinne einstreichen.
Was ist, wenn das Schwachmatengeld weg fällt und wieder anständiges Geld für anständige Arbeit gezahlt werden muss?



Weil ohne Witz, das wäre ein echter Erkenntnisgewinn in dieser Diskussion.

“Ich denke mal, dass Thema wurde schon zu genüge durchgekaut, ich lasse Sie gerne bei dieser Meinung.“
Das ist nicht meine Meinung, sondern, das sind Fakten. Passen aber halt nicht in ihr Weltbild. Damit ist Kernkraft ja gar nicht mehr furchtbar.

“Naja, wer den natürlichen Treibhauseffekt nicht versteht, versteht vielleicht auch so manch anderes nicht. ;o)“
Naja, wer nicht versteht, was ein physikalischer Effekt ist, uns darbet hinaus in der Zunahme des CO2 Gehaltes etwas Bedrohliches findet hat eh keine Ahnung von Wissenschaft, sondern lässt sich von politischen Agitatoren blenden.

“Nur in dem Punkt ist die Wahrscheinlichkeit eines schwerwiegenden Unfalls nicht gleich 0 und Sie werden auch keinen Fachmann finden, der Ihnen sowas bestätigen wird.“
10^-12 1/a ist für jede realistische Betrachtung quasi 0!

Die Betonung der Restwahrscheinlichkeit, die 99,9 % der Bevölkerung nicht begreifen können dienen lediglich der Verunsicherung.


“Wird das jetzt wieder Klamauk oder doch eine ernsthafte Diskussion?“
Nein, das ist kein Klamauk. es ist wissenschaftlich gesichert, also komplett anders wie mit dem Klimawandel, dass Uran, die Energiequelle der nächsten 5.000 Jahre ist. Ob Deutschland daran partizipiert oder nicht. Auf ein, zwei hundert Jahre kommt es mir dabei nicht an. wenn man weitere Vorkommen findet kann sich das auch um einige Tausend Jahre verlängern,

Uran ist die Brücke zur Thorium Technologie. Die wird dann die folgenden 50.000 Jahre die Energieversorgung sichern. Demnach brauchen wir frühestens in so ca. 50 bis 60 Tausend Jahren Technologien, die aus Wind und Sonne Energie bereit stellen. Und wenn man dann eh schon so knapp ist, wir man mit Sicherheit keine Systeme verwenden, die mehr Energie brauchen, als sie liefern.
Was soll der Quatsch der gerade läuft also?

Ich kann meine Hand nicht dafür ins Feuer legen, dass ich im Sportpalast nicht mitgegrölt hätte, dafür waren damals und sind sie heute, die Methoden zur Indoktrination, viel zu geschickt. Aber ich kann in meiner Vita auf einige Widerstände gegenüber der Hauptmeinung verweisen. Und dies politisch und privat.

Wie Sie ihre Fortpflanzung sichern ist mir Jacke wie Hose. Wenn ich jedoch eine Frau wären Sie für mich ein Langeweiler, Sauerstoffverbraucheer, unnötiger Anwesender,....

Und mit so jemand sich weiter zu unterhalten lohnt nicht.

Sie sind halt einfach nur ein Forentroll.

 

#109: Christian Wiesner sagt:

am Dienstag, 18.09.2012, 19:50

Wir forschen derzeit an kommerziell nutzbaren Schwungradspeichern mit 0,5 - 1,0 MWh Energieinhalt, zu akzeptablen Preisen :

http://www.rotokinetik.de

Der Schwungradspeicher wie oben dargestellt, der wohl im Forschungszentrum in Garching steht, hat übrigens eine Kapazität von deutlich mehr als 400 kWh, sie sollte tatsächlich bei ca. 1,4 MWh liegen.

Die 400 kWh entsprechen der Nenn-Energiemenge die der Einheit im Regelsbetrieb entnommen wird. Dabei sinkt die Drehzahl von ca. 1650 U/min auf ca. 1.200 U/min ab. Die Einheit wird praktisch nie zum Stillstand gefahren, also nie völlig 'entleert', wohl weil der mechanische Stress beim Anfahren aus sehr niedrigen Drehzahlen recht hoch ist ?

mfG

C. Wiesner

 

#110: Dr.Paul sagt:

am Dienstag, 18.09.2012, 23:37

#109: hallo Herr Christian Wiesner,
dann lassen Sie doch mal hören, wo denn der Haken bei diesen genialen Schwungräder steckt.
Ich höre da schon seit 50 jahren von.
In der Schweiz hatte es früher schon mal Elektrobusse mit Schwungrädern gegeben.
Vielleicht kann ein Physiker dazu was sagen.
Wäre doch genial für diese Windmühlen, wenn die gleich so ein Schwungrad in ihrem Fundament hätten.

mfG

 

#111: Christian Wiesner sagt:

am Mittwoch, 26.09.2012, 14:33

Hallo Herr Dr. Paul,

tatsächlich ist es wesentlich sinnvoller die Energiespeicher dort zu haben wo die Energie verbraucht wird, also bei den Städten, Gemeinden und Industrien, nicht dort wo sie produziert wird. Auf diese Weise könnte man auch das bereits vorhandene Leitungsnetz nutzen und so zumindest teilweise die Kosten des geplanten Ausbaus einsparen.

Schwungräder stehen und fallen mit den eingesetzten Materialien. Stahl erlaubt einen maximalen Energieinhalt von ca. 32 Wh/kg, mehr geht nicht, die Berstgrenze ist erreicht. Mit CFK dagegen liegt der theoretisch erreichbare Energieinhalt bei 222 Wh/kg, was bei einem 25 Tonnen schweren Rotor ca. 5,6 MWh entspricht. Wir wollen das schrittweise erreichen, der erste Schritt sind 0,5 MWh, dann 0,75, etc. . Der Rotor bleibt dabei immer derselbe, nur die Drehzahl und die Leistungselektronik ändern sich.

Natürlich ist es im Moment noch unglaublich teuer einen 25 Tonnen schweren Rotor aus CFK zu bauen, hier helfen aber die generelle Preisentwicklung - getrieben durch die Automobilindustrie - und ein spezielles Verbundverfahren das wir entwickeln (mehr darf ich nicht verraten ;-) ).

Der Rest ist im wesentlichen Stand der Technik, 'no rocket science' würde der Engländer sagen. Die Lagerung eines 25 t Rotors bei 6.000 U/min ist natürlich nicht trivial, ebenso die zu erwartenden Resonanzen im Rotor und der Welle, aber das ist alles beherrschbar. Unser Ziel ist eine Selbstentladung von ca. 1 - 2% / h, die Lagerleistung darf bei einer 1 MWh-Einheit also nicht höher als 20 kW werden. Der Rotor dreht natürlichim Niederdruck (Vakuum), wir werden aber auch Helium-Füllungen ausprobieren.

Mehr gibt es dazu eingentlich nicht zu sagen, nur dass erst die jüngsten politischen Entwicklungen so eine Einheit überhaupt sinnvoll haben werden lassen. Der Rest ist normale Deutsche (oder Schweizer ;-) ) Ingenieurskunst :-). Fragen gerne an mich : christian dot wiesner AT rotokinetik dot de .

 

#112: A. Röck (Cand.-Ing.) sagt:

am Dienstag, 18.02.2014, 21:06

A. Röck (Cand.-Ing.) @111: I) Mister Wiesner, Ihr Schwungrad (CFK) ist viel ineffektiver, als eines aus Stahl! II) Dichte Stahl = 7,85, CFK = 1,5! Falls zutrifft, dass das CFK-Rad, bei m = 25 t und n= 6000 U/min. ca. 6,5 MWh Energieinhalt ergibt, dann steht dem ggb.:
II) Das gleichgroße aus Stahl, Dichte = 7,85 g/cm³ könnte (7,85/ 1,5), also 5,2 mal mehr speichern!
III) Das PSW, geplant in Atdorf, 9 Mio m³ Wasser, Fallhöhe netto 600m; Capacity = 1400 MW x 10 h = 14000 MWh; also 2500 mal mehr, als ihr CFK- Bastel-Ding.
IV) Mit Typ Atdorf kann man 700 WKA für 10 h überbrücken! Mit ihrem Bämperlsding können Sie 1 WKA überbrücken nur 2,8 h lang.
V) 9. Klasse Schulphysik wiederholen! Oh, wie gut, dass keine Frauen hier sind; die sähen, was für Schwätzer die Männchen sind! Rwindenergie[at]gmx.de 18.2.1014

 
 
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