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Departing sunspot AR2597 has a stable magnetic field that poses little threat for strong solar flares. Credit: SDO/HMI
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Montag, 08.02.2010 18:53

Öl und Erdgas ohne Ende? Forscher findet Hinweise für abiotische Entstehung von Erdöl und Erdgas!

Es vergeht kein Tag, ohne dass uns eingehämmert wird, dass die fossilen Brenstoffe doch endlich seien. Schon dieser Befund rechtfertigt die rigorose CO2 Einsparung, bis hin zum ökonomischen Selbstmord. Dass dies - wenn es denn stimmt erst in einige hundert Jahren für Erdgas oder Erdöl, bzw. in einigen 1000 Jahren für Steinkohle zutreffen könnte, ficht die besorgten Bewahrer nicht an. Schließlich geht es um die heilige Nachhaltigkeit, die vermeintliche "Bewahrung der Schöpfung".

Dass damit besonders den Ärmsten unter den Armen der Zugang zu preiswerter Energie radikal abgeschnitten wird, kümmert bei soviel Heiligem Auftrag kaum jemanden.

Was aber, wenn die These von der fossilen Entstehung von Erdöl und Erdgas nicht stimmt? Bewiesen wurde diese These jedenfalls bis heute nicht eindeutig. Indizien gibt es, aber kaum Beweise. Vielleicht entstehen diese Kohlenwasserstoffe wirklich nicht (nur) biologisch, sondern abiotisch? Und immer wieder neu! Anhand der herkömmlichen These lassen sich jedenfalls die riesigen Methanseen auf den Monden von Jupiter und Saturn nicht erklären. Nach der These von Prof. Kutcherov schon. Lesen Sie selbst.

Update vom 16.3.10: Hier sehen Sie das 3 Sat Hitec Video zum Thema: http://www.3sat.de/hitec/

http://www.3sat.de/hitec/Forscher am schwedischen Königlichen Institut für Technologie (KTH) haben nachgewiesen, dass Fossilien von Tieren oder Pflanzen nicht nötig sind, um Rohöl oder Erdgas zu erzeugen. Das ist ein höchst einschneidendes Ergebnis. Es bedeutet, dass diese Energiequellen viel leichter gefunden werden und dass sie über die ganze Welt verteilt sein können. 

„Dank unserer Forschung wissen wir sogar, wo Öl in Schweden gefunden werden könnte!“ sagt Vladimir Kutcherov, Professor an der Abteilung für Energietechnik beim KTH in Stockholm.   

Zusammen mit zwei Forscherkollegen hat Professor Kutcherov den Prozess von Druck und Hitze simuliert, der auf natürliche Weise in den inneren Schichten der Erdkruste stattfindet. Dieser Prozess erzeugt Kohlenwasserstoffe, die primären Elemente von Öl und Erdgas.

Vladimir Kucherov zufolge sind die Ergebnisse ein klarer Hinweis darauf, dass uns die Ölreserven nicht ausgehen werden, was seit langem von Forschern und Experten befürchtet wird.

Er fügt hinzu, dass fossiles Öl durch Schwerkraft oder andere Kräfte nicht tiefer als 10,5 km, beispielsweise unter dem Golf von Mexiko, absinken kann. Das ist ein weiterer Beweis für Vladimir Kutcherov und seine eigenen Forschungsergebnisse, dass diese Energiequellen auch anders als in fossiler Form vorkommen können – das wird für längere Zeit eine lebhafte Diskussion unter den Forschern auslösen.

„Ohne Zweifel hat unsere Forschung gezeigt, dass Rohöl und Erdgas auch ohne Fossilieneinschluß vorkommen. Alle Arten von Felsformationen können Speicher für Öllager sein,“ behauptet Vladimir und setzt hinzu, dass dies sich auf Gebiete bezieht, welche noch unerforscht als mögliche Quellen für diese Art von Energie sind.  

Die Entdeckung hat mehrere positive Aspekte. Die Erfolgsrate der Konzerne für das Auffinden von Öl steigt dramatisch an – von 20 auf 70 Prozent. Weil die Kosten für das Bohren nach Öl und Erdgas extrem teuer sind, werden sich die Kosten radikal für die Ölfirmen ändern und schließlich auch für den Verbraucher. 

„Da werden Milliarden von Kronen eingespart,“ sagt Vladimir.

Um zu erkennen, wo es sich lohnt, nach Erdgas oder Öl zu bohren, hat Professor Kutcherov bei seinen Forschungen eine neue Methode entwickelt. Die Erde wird in ein fein vermaschtes Gitternetz eingeteilt. Dieses Gitternetz entspricht den Spalten, die als Wanderungskanäle [migration channels] die Erdschichten unter der Kruste durchziehen. Gute Stellen zum Bohren sind dort, wo diese Spalten sich treffen.   

Professor Kutcherov zufolge, sind die Forschungsergebnisse äußerst wichtig, schon deswegen, weil 61 Prozent des Weltenergieverbrauchs derzeit auf Rohöl und Erdgas beruhen. Die nächste Stufe dieser Forschungen enthält mehr Experimente, besonders um die Methode zu verfeinern, mit der die Bohrstellen für Öl und Erdgas leichter aufgefunden werden können.

Die Forschungsergebnisse von Vladimir Kutcherov, Anton Kolesnikov und Alexander Goncharov wurden kürzlich im Wissenschaftsjournal Nature Geoscience, Vol. 2, August veröffentlicht. 

Weitere Informationen: vladimir.kutcherov@indek.KTH.se  oder tel.: +46 8790 85 07. bzw. hier: 

Peter Larsson

Lesen Sie dazu auch das folgende Interview

Interview mit Professor Vladimir Kutcherov

Als Fortsetzung meines Artikels über die Resultate seiner Forschung über die Entstehung des Erdöls, habe ich ein Interview mit Professor Vladimir Kutcherov geführt, damit wir näheres über seine Arbeit und These erfahren.

Freeman: Vielen Dank Professor Kutscherov, dass sie mir die Gelegenheit geben ein Interview mit ihnen zu führen. Können sie bitte meinen Lesern erzählen, was ist ihr Hintergrund und was veranlasst sie zu erforschen, wo Petroleum herkommt?

Kutcherov: Ich war Student an der russischen Staatsuniversität für Öl und Gas und verfasste meine erste Dissertation dort im Jahre 1987. Und dann im Jahre 2005 schrieb ich meine Doktor Habilitus Dissertation in Moskau. Ich arbeitete an der Umeå Universität in Schweden für einige Jahre und jetzt bin ich Professor an der Königlichen Technischen Hochschule hier in Schweden. Ich halte auch den Lehrstuhl an meiner Heimatuniversität für Öl und Gas und ich bin Professor an der Staatsakademie für feinchemische Technologie in Moskau. Das ist meine Ausbildung und mein Hintergrund und während der letzten 20 Jahre habe ich die Eigenschaften und das Verhalten von komplexen Kohlenwasserstoff-Systeme studiert. Für mich war der Ursprung von Petroleum die interessanteste Frage schon in der Zeit als Student in Russland.

Seit Anfang des letzten Jahrzehnts bin ich der Initiator des Projekts „Tiefenöl“ in Russland und ich habe experimentelle Untersuchungen darüber durchgeführt. Das Hauptziel ist es zu prüfen, gibt es die Möglichkeit, dass Kohlenwasserstoffe unter bestimmten Bedingungen im oberen Erdmantel entstehen, in dem man Temperatur, Druck und den Inhalt des Mantels berücksichtigt. Und im Jahre 2002, nach sehr intensiver Forschung, veröffentlichten wir eine Reihe von Artikeln, wo diese Frage beantwortet wurde; ... ja, sie sind abiotisch. Es ist eine Realität, dass komplexe Kohlenwasserstoff-Verbindungen natürlich entstehen. Diese Forschungsergebnisse wurden an der Akademie der Wissenschaft in den Vereinigten Staaten von Amerika, in Russland und der Ukraine veröffentlicht.

Freeman: Ich habe ihre Forschungsergebnisse, die sie im August vergangen Jahres veröffentlicht haben, gelesen. Wie war die Reaktion darauf?

Kutcherov: Die moderne Ansicht über den Inhalt des oberen Erdmantels ist wie folgt. Es gibt fast keine Zweifel darüber, die einfachste Formen von Kohlenwasserstoffe, Methan oder CH4, ist im Erdmantel vorhanden, in der Tiefe unseres Planeten. Und unser Experiment war sehr einfach, wir wollten herausfinden, kann Methan unter den Bedingungen wie sie im oberen Erdmantel herrschen, in einer Tiefe von ca. 150 Kilometer, sich in schwerere Kohlenwasserstoffe verwandeln.

Was ist Erdgas? Um es einfach auszudrücken, eine Mischung aus vier gesättigten Kohlenwasserstoffe, Methan bis zu 99%, dann Ethan, einige Prozent an Propan und Butan. Dann haben wir Methan in einer Hochdruckkammer eingeschlossen und die Bedingungen wie sie im oberen Erdmantel sind reproduziert. Die Temperatur war zwischen 1'000 und 2'000 °K und der Druck zwischen 20'000 und 70'000 Atmosphären. Das sind die Bedingungen wie in einer Tiefe von 150 Kilometer.

Wir machten diese Experimente mit einen meiner Doktoranden, Anton Kolesnikov und einen führenden Forscher des Geophysischen Instituts an der Carnegie Universität in Washington DC, Alexander Goncharov. Und unser Ergebnis lautet: Ja, Methan kann man umwandeln, man kann schwerere Kohlenwasserstoffe produzieren. Wir erhielten eine Mischung in ähnlicher Zusammensetzung wie das natürliche Erdgas, was überall auf unserem Planeten gefunden wird. Es gibt definitiv keine Zweifel, Methan kann unter bestimmten Bedingungen in Erdgas umgewandelt werden.

Freeman: Und kann es auch in Petroleum umgewandelt werden?

Kutcherov: Einige Sätze zu Petroleum. Mit Petroleum meint man alle Formen von Kohlenwasserstoffe, von Gas bis zu Feststoffe, von Erdgas bis zu Teer, welche aus Gestein entstehen.

(Anmerkung: das Wort Petroleum stammt aus dem Griechischen und bedeutet Öl aus Gestein. pétra = Fels, Stein und lat. oleum = Öl. Wörter haben eine Bedeutung. Wussten die Griechen schon wo es herstammt?)

Petroleum ist eine generelle Bezeichnung. Wenn sie mich über Rohöl fragen, also Erdöl welches zum Beispiel in Saudi Arabien gefördert wird, dann ist meine Antwort, nein, noch nicht. Aber in unseren Experimenten erhielten wir eine Mischung aus Kohlenwasserstoffe, das wie Gaskondensat aussieht, also leichte Kohlenwasserstoffe, so etwa wie Benzin. Im Labor in Washington kam Erdgas heraus. Bei unseren weiteren Experimenten, dessen Resultate wir in den nächsten Monaten veröffentlichen werden, sind viel komplexere Verbindungen hervorgegangen. Nicht Erdöl, jedenfalls noch nicht!

Freeman: Das ist eine ziemlich revolutionäre Aussage. Sagen sie damit, es könnte möglich sein, dass das gesamte Öl auf der Welt nur durch einen chemischen abiotischen Prozess entstanden ist? Oder sagen sie, Erdöl ist durch beide, einer abiotischen und einer biotischen fossilen Methode, entstanden?

Kutcherov: Das ist eine Standardfrage. Ich bin kein Geologe, sondern ein Experimentalphysiker. Ich vertraue nur den Experimenten. Wir bestätigen einfach, komplexe Petroleumprodukte können unter Bedingungen wie sie im oberen Erdmantel herrschen entstehen. Es hat noch nie Experimente gegeben, welche die ganze Kette der Entstehung von Erdöl oder Erdgas durch Fossilien beweisen. Es gab nur Zwischenstufen, die nachgeahmt wurden. Aber niemand auf der Welt hat je eine Forschungsarbeit veröffentlicht, welche den ganze Prozess bestätigt, von Fossilien bis zu Rohöl.

Freeman: Das ist noch nie bewiesen worden?

Kutcherov: Durch ein Experiment noch nie!

Freeman: Das ist ja interessant. Dann beruht die ganze bisherige Lehrmeinung über die Entstehung von Erdöl nur auf einer Behauptung?

Kutcherov: Einzelne Zwischenschritte wurden modelliert, aber der ganze Prozess von Plankton bis Rohöl noch nie.

Freeman: Einer der Argumente für die abiotische Entstehung des Rohöl ist, man findet es sehr tief, bis zu 13 Kilometer. Ist das ein Argument gegen fossile Brennstoffe?

Klick drauf um zu vergrössern ...

Kutcherov: Was wir sagen ist, verschiedene Petroleumprodukte können in einer Tiefe von 40, 50 oder 70 Kilometern entstehen. Was die Entdeckungen betrifft, der letzte Ölfund den BP gemacht hat war im Golf von Mexiko. Sie bohrten ein sehr sehr tiefes Loch, bis auf 10,5 Kilometer und fanden dort Rohöl-Lagerstätten. Ich möchte daran erinnern, dass die biotische Entstehungstheorie nur eine maximale Tiefe von 5, oder sagen wir 7 Kilometer erlaubt. Hier haben wir aber 10,5 Kilometer. Wie Rohöl deshalb auf 10,5 Kilometer Tiefe gefunden werden kann, hat noch niemand erklären können. Aber wenn wir annehmen, das Öl kommt aus grosser Tiefe, dann ist alles erklärbar.

Freeman: Da Rohöl leichter ist als das umgebende Gestein, bewegt es sich ja nach oben und sinkt nicht.

Kutcherov: Absolut richtig. Ich sage ja nicht, die biotische Theorie ist völlig falsch. Was ich sage ist, lasst uns Experimente durchführen. Lasst uns den ganzen Mechanismus verstehen, den gesamten Entstehungsprozess nachvollziehen. Wir möchten einfach die Wahrheit herausfinden.

Freeman: Selbstverständlich, das ist ja der ganze Sinn der Wissenschaft und nicht an unbewiesenen Behauptungen sich festzuhalten.

Kutcherov: Ja genau, es geht nicht um Spekulation, sondern um pure Experimente. Das ist der Anfang und hier ist das Resultat. Dann kann jeder seine Schlüsse daraus ziehen. Was wir jedenfalls beweisen können, die Produktion von Kohlenwasserstoffe in grosser Tiefe ist möglich.

Freeman: Stimmt es, dass in Russland gewisse Ölfelder sich wieder aufgefüllt haben?

Kutcherov: Selbstverständlich und es sind nicht nur gewisse. Die neuesten Untersuchungen im Romashkino-Ölfeld, einer der grössten Ölfelder im europäischen Teil von Russland, zeigen, es kommt neues Öl dazu. Und es gibt nur eine Quelle dafür, aus grosser Tiefe. Es ist nicht möglich diese Tatsache durch eine sogenannte „horizontale Migration“ zu erklären. Es gibt auch keine organische Quelle dafür. Es ist nicht zu bestreiten, es kommt neues Rohöl ins Romashkino-Ölfeld und es stammt aus der Tiefe.

(Anmerkung: Das Ölfeld in Romashkino in der Republik Tatarstan ging 1948 in Betrieb und sollte schon längst ausgeschöpft sein, aber es liefert immer noch Öl.)

Wir können noch nicht sagen aus welcher Tiefe es kommt, jedenfalls noch nicht, aber es handelt sich definitiv um neues tiefes Öl.

Freeman: Heisst das, wenn man den Ausgleich zwischen Förderung und Nachfluss erreichen würde, also die Förderung auf ein Niveau reduziert, dass sich die Gesamtmenge im Gleichgewicht hält, würde dann ein Ölfeld nie ausgehen?

Kutcherov: Das ist eine sehr gute Frage. Unsere Experimente zeigen, alle gigantischen Ölfelder haben diese tiefe Quelle, um sie zu füllen und wenn wir ausrechnen könnten, wie viel Öl jedes Jahr nachfliesst, könnten wir ganz neue Strategien entwickeln, wie die gigantischen Ölfelder ausgeschöpft werden. Wir müssten nur so viel Öl entnehmen wie nachkommt. In diesem Fall müsste man nicht mit Wasserinjektion nachhelfen. Wir könnten die Ölfelder für alle Ewigkeit nutzen, jedenfalls hunderttausende Jahre.

Freeman: Wow, das ist ein sehr interessanter Aspekt.

Kutcherov: Ja und die ganze Ölförderung muss wegen dieser langen Lebensdauer neu überdacht werden. Wir benötigen Stahlhüllen in den Bohrlöchern, die viele hunderte Jahre halten und nicht 40 wie jetzt. Wir benötigen völlig neues Gerät, welches länger in Betrieb bleiben kann. Wir müssen demnach nicht nur die Strategie der Förderung der Ölfelder neu überdenken, sondern die gesamte Lebensdauer der Infrastruktur neu entwickeln. Die gesamte Öl- und Gasindustrie muss in dieser Hinsicht neue beleuchtet werden.

Freeman: Können sie bestätigen, dass das Öl hauptsächlich dort vorkommt, wo es Spalten in der Erde gibt? So wie der grosse Afrikanische Grabenbruch, der von Mosambik über Uganda, Sudan, Roten Meer, bis in den Irak führt. Entlang dieser Linie gibt es die grössten Ölvorkommen der Welt. Steigt das Öl durch die Spalten nach oben?

Kutcherov: Öl und Gas, wie ich sagte, wird in sehr grosser Tiefe produziert. Wie soll es in die Nähe der Oberfläche kommen? Nur durch sogenannte Migrationskanäle, also wie Strassen die in die Höhe führen. Das ist ganz klar. Das sind tiefe Spalten wie sie erwähnten. Diese tiefen Spalten und die Gegend rund herum sind ja auch die neuen Orte wo man nach Öl sucht. Denn das Öl kommt aus der Tiefe, sucht sich den Weg durch die Spalten nach oben und verteilt sich dann in die Breite. Deshalb muss man nicht überall nach Öl suchen, sondern in der Nähe dieser Gräben.

Wie findet man diese tiefen Spalten? Durch Tiefenseismik, die wohl sehr teuer aber aufschlussreich ist. Aber eine andere Methode ist, man sucht nach Öl dort wo Meteoriten eingeschlagen haben, also grosse Meteoritenkrater, die vor langer Zeit entstanden sind. Und bei einem dieser Krater, der sehr bekannt ist, handelt es sich um den Siljan Krater in Schweden.

(Anmerkung: der Siljan Krater hat einen Durchmesser von 55 km und ist die grösste Einschlagstruktur in Europa.)

Jetzt hat eine Privatfirma im Siljan-Krater angefangen zu bohren und sie haben Erdgas an hunderten Orten in kleineren Mengen gefunden. Sie haben mich gefragt, ob ich als Berater für dieses Projekt tätig sein kann. Jetzt analysieren wir die Eigenschaften dieses Gases und auch der Erdschichten. Unser Ziel ist es, eine grosse Gaslagerstätte zu finden, die dann industriell genutzt werden kann.

Freeman: Bedeutet das, wenn ein grosser Meteor die Erde trifft, öffnet der gewaltige Aufschlag die Erdkruste?

Kutcherov: Das ist richtig. Dieser Meteorit verursacht tiefe Falten und Spalten durch die Explosion, die bis zu 40 oder 50 Kilometer in die Tiefe gehen. Und die Kohlenwasserstoffe, welche im Erdmantel ruhen, kommen dann durch die Spalten hoch.

(Anemerkung: Der Golf von Mexiko, der eine kreisrunde Form hat, ist wahrscheinlich durch einen gigantischen Meteroeinschlag entstanden. Dort wird sehr viel Öl und Gas gefördert und es gibt am Meeresgrund sogenannte Asphaltvulkane und Unmegen an Methanhydrat.)

Freeman: Das bedeutet, es gibt viel mehr Öl- und Gasvorkommen als man bisher angenommen hat. Man kann diese Energieträger praktisch überall finden, oder?

Kutchjerov: Ich würde nicht überall sagen, weil tiefe Spalten sind das Resultat der Plattentektonik und Einschlagkrater sind nur eine kleine Ursache für Spalten. Nur, diese Subduktionszonen sind ein guter Ort nach Öl und Gas zu suchen.

Freeman: Ich weis, sie wollen nicht auf eine politische Diskussion eingehen und bei den wissenschaftlichen Fakten bleiben, aber das wird riesige Konsequenzen haben, was die Diskussion über eine angebliche Energiekrise betrifft, meinen Sie nicht?

Kutcherov: Ja, das wird es. Meine Meinung ist folgende, es spielt keine Rolle was die endgültige Lösung dafür sein wird. Der einfachste Weg wäre so weiter zu machen wie bisher und sagen wir mal Erdgas als Hauptenergielieferant auf unserem Planeten zu nutzen. Der schwerer Weg ist, eine neue Quelle für Energie zu entwickeln, wie Windmühlen oder eine Art von Fusion, Wasserkraft usw. Meiner Meinung nach hat die Lösung mit Erdgas die beste Perspektive und bietet Sicherheit. Aber egal wie, in jedem Szenarium sollte die wichtigste Frage der Umweltschutz sein.

Ein kleines Beispiel, in den USA sind mehr als 600 Millionen Fahrzeuge unterwegs und sie verbrennen Petroleum. Das ist verrückt. Zweidrittel des Rohöls wird für den Transport verwendet. Warum greift die Politik nicht ein und besteuert zum Beispiel die Verwendung eines zweiten, dritten oder sogar vierten Autos die ein Haushalt hat? Die Hauptfrage die ich betonen will lautet, egal welche Strategie man fährt, wie wird der Umweltschutz gelöst?

Freeman: Für mich sind das aber zwei getrennte Fragen, wo kommt das Öl her und welche politischen Konsequenzen zieht man daraus.

Kutcherov: Das ist völlig korrekt. Laut unseren Untersuchungen, müssen wir uns keine Sorgen über die Menge an Kohlenwasserstoffe auf unseren Planeten machen, es gibt mehr als genug für eine Million Jahre und ich werde das gleich beweisen. Die Frage lautet, wie man diese Menge nutzt, das macht mir eher Sorgen.

Es liegen Informationen von amerikanischen Geologen und ihren Studien vor, die sagen, die Gesamtmenge an Methan als Gashydrat auf unseren Planeten ist X Millionen Kubikmeter. Es ist eine bekannte Grösse, die man aus dem Internet holen kann. Wie viel Erdgas nutzen wir pro Jahr? Das ist auch bekannt. Wenn man die beiden Werte dividiert, dann sieht man, diese Lagerstätten reichen für mehrere Millionen Jahre.

Freeman: Wow, meinen sie damit das Methanhydrat, welches am Meeresboden lagert und aus Methangas bei hohem Druck und tiefer Temperatur entstanden ist?

Kutcherov: Ja, genau darum gehts. Im Moment wissen wir nicht, wie wir es fördern sollen. Ein Kubikmeter Methanhydrat liefert ca. 170 Kubikmeter Methan. Aber es ist nur eine Frage der Zeit, bis man eine rentable Förderung entwickelt. Jedenfalls ist es einfacher diese Technologie zu entwickeln, als eine komplett Alternative zum jetzigen System.

Freeman: Wenn das sich bestätigt, dann wäre ja die Notwendigkeit Kriege wegen Öl zu führen wegfallen. Darum gehts doch dabei, oder?

Kutcherov: Völlig richtig. Es gibt ein Buch, welches mein Freund Bill Engdahl geschrieben hat, über die neue Weltordnung der Angloamerikaner. Was darin steht ist absolut korrekt (Mit der Ölwaffe zur Weltmacht).

Freeman: In welche Richtung werden sie in Zukunft gehen?

Kutcherov: Ich werde das Petroleum-Szenario, das unsere Welt erwartet, in den nächsten Monaten präsentieren. Es findet ein grosser Energiekongress in Europa statt, wo sich Minister, Experten und Journalisten treffen werden und ich wurde gebeten eine Ansprache zu halten. Dort werde ich auf ganz einfache Weise den Ausblick auf die Petroleumentwicklung darlegen, bezogen auf den Energieverbrauch auf unseren Planeten, einschliesslich die Lösung zu Umweltfragen, die zuerst angegangen werden müssen.

Meiner Meinung nach ist Erdgas und Erdöl die Lösung für die Energieproduktion, mindestens für die nächsten hundert Jahre. Denn aktuell werden 61 Prozent der Energie daraus gewonnen.

Freeman: Gibt es etwas was sie noch an Botschaft meinen Lesern mitteilen wollen? Wie sie sich verhalten sollen, zum Beispiel?

Kutcherov: Wir leben am Ende des Anfangs der Petroleumära. Wir sind nicht mal in der Mitte angelangt.

Freeman: Das heisst, nicht bereits in einer Periode von „Peak-Oil“?

Kutcherov: Das ist völliger Blödsinn.

Freeman: Was sie sagen ist, einerseits müssen wir uns um die Umwelt kümmern, aber uns über das Ende von Öl und Gas keine Sorgen machen.

Kutcherov: Ja, wir haben genug Öl und Gas. Lasst uns überlegen, wie wir diesen Stoff richtig verwenden, zum Nutzen der ganzen Menschheit, aber gleichzeitig müssen wir unseren Planeten schützen.

Freeman: Vielen Dank für das Interview.

© Copyright 2010: Freeman - Alles Schall und Rauch Blog
Nachtrag (Mit dank an Leser Ch. Bartsch): die Vermutung, daß Erdgas und Erdöl nicht aus Fossilien stammt sondern in der "heißen Tiefe" gebildet wird, wurde bereits in den 50er Jahren von russischen Erdölexperten geäußert, möglicherweise aber auch schon viel früher. Wer mehr über diese Theorie lesen will, sollte sich das Buch von Thomas Gold beschaffen "Biosphäre der heißen Tiefe", das als Übersetzung aus dem Englischen im Jahr 2000 bei der "Edition Steinherz" in Wiesbaden erschien. Die Übersetzung stammt von Dr. Helmut Böttiger. Thomas Gold vertritt diese Theorie bereits seit 1977 und hat auch nach seinen Überlegungen die erste Bohrung am Siljan- Krater in Schweden durchführen lassen.


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46 Kommentare:
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#1: Thomas sagt:

am Dienstag, 09.02.2010, 16:22

Ich glaube schon lange nicht mehr das Öl von toten Tieren und Pflanzen stammt.
Siehe auch Literatur....

The deep hot biosphere : the myth of fossil fuels / Thomas Gold. - 1. softcover printing. - New York : Copernicus; [Heidelberg] : Springer, 2001. - XIV, 243 S. : Ill., graph. Darst.; (eng)
0-387-95253-5
Schlagwortketten:
Erdinneres / Biosphäre / Mikrobiologie
Erdinneres / Kohlenwasserstoffe / Entstehung / Theorie
Erdinneres / Festgestein / Erdgaslagerstätte / Erdöllagerstätte / Entstehung / Theorie

Thomas Gold war ein herforragender Wissenschaftler
Leider ist seine Teorie nie beachtet worden.

mfG

 

#2: klausV sagt:

am Dienstag, 09.02.2010, 19:15

Hat der Autor zumindest das Abstrakt des Papers von Kutcherov gelesen?
http://tinyurl.com/knsr8d

Die ersten 2 Zeilen lauten:
There is widespread evidence that petroleum originates from biological processes. Whether hydrocarbons can also be produced from abiogenic precursor molecules under the high-pressure, high-temperature conditions characteristic of the upper mantle remains an open question.

Das widerspricht seinen Spekulationen im Interview diametral.

 

#3: Michael W. Matthes sagt:

am Mittwoch, 10.02.2010, 01:20

EIKE: " ... Dass damit besonders den Ärmsten unter den Armen der Zugang zu preiswerter Energie radikal abgeschnitten wird, kümmert bei soviel Heiligem Auftrag kaum jemanden."

Die Reichsten unter den Reichen kümmern sich von ganzem Herzen.
Bezahlbare Energie, sauberes Wasser, ausreichende Ernährung? Petitessen; man muß schon PRIORITÄTEN setzen, "heiliger Auftrag" und so ...
Ich dachte, wir lebten in der Dekade des gefährlichen Klimawandels, "Dekade der Impfungen" klingt aber auch verführerisch. "Neue und ansonsten wenig gebräuchliche Impfstoffe", super, her damit! :-))
Die sog. Elite hat sich ganz schön viel vorgenommen, dabei liegt DAS GUTE doch so nah: Massenimpfungen gegen Klimawandel. Edel, hilfreich und gut: Bill und Melinda Gates "stiften" BigPharma 10.000.000.000US$ für Impfstoffe.

"Die Bill and Melinda Gates Foundation des Microsoft-Mitgründers und seiner Frau stellen weitere 10 Milliarden US-Dollar für die Erforschung, Produktion und Verteilung von Impfstoffen bereit. Das hat Bill Gates am heutigen Freitag auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos bekannt gegeben. Das Geld soll über zehn Jahre verteilt in verschiedene Projekte gesteckt werden, sagte Gates.

Die kommenden Jahre müssten zu einer "Dekade der Impfungen" werden.

Seine Stiftung hat bisher 4,5 Milliarden US-Dollar für Impfprogramme bereit gestellt. ...

Um das Ziel zu erreichen, 90 Prozent statt bisher 80 Prozent der Kinder zu impfen, sei aber noch mehr Geld möglich, sagte Gates. Das betonte auch Margaret Chan, Generaldirektorin der Weltgesundheitsorganisation WHO. Die Spenden der Gates Foundation seien beispiellos, aber nur ein kleiner Teil dessen, was benötigt werde.

Gates' Geld fließt vor allem der Global Alliance for Vaccines and Immunization (GAVI) zu, der unter anderem UNICEF, die WHO, die Weltbank, zivilgesellschaftliche Organisationen, die Gates-Stiftung und Regierungen angehören. ...

Dank ihrer Arbeit seien insgesamt 257 Millionen Kinder mit neuen und ansonsten wenig gebräuchlichen Impfstoffen versorgt worden, hieß es heute in Davos."
http://tinyurl.com/ydllda2

Gates "stiftet" GAVI, der die Gates-Stiftung angehört??
Ds kennen wir doch.

"Gore-Kritiker untersuchten den Stromverbrauch im Hause Gore und kamen dahinter, dass der CO2-Mahner 20-mal soviel Strom wie ein durchschnittlicher US-Bürger verbraucht.
Alles kein Problem, sagt Gore im Kongress, denn er kaufe dafür CO2-Ablässe.
- Gore kauft schlauerweise seine CO2-Ablässe von sich selbst, von der "Generation Investment Management LLP", einer "unabhängigen, privaten, durch die Eigner gemanagten Gesellschaft, die 2004 in London and Washington, D.C. gegründet wurde" wie es im Prospekt heißt.
Er steht dieser Gesellschaft als Vorsitzender vor und ist Gründungsmitglied.
Diese Gesellschaft ist ein Hedgefond, der den Handel mit CO2-Ablässen betreibt. ... " - http://tinyurl.com/yb2e76g

P.S.: Mein LINUX läuft super.

 

#4: Michael W. Matthes sagt:

am Mittwoch, 10.02.2010, 02:28

Sehr informativer und umfangreicher Artikel zum Thema:

http://tinyurl.com/ylaahbj

" (...) Sieben Jahre später, im Juni 2003 berichtete Geotimes über diese Situation im Golf von Mexiko (Raining Hydrocarbons in the Gulf), und die Sachlage wurde noch komplexer. "Unter dem Golf von Mexiko fließen Kohlenwasserstoffe nach oben durch ein kompliziertes Netzwerk an Verbindungswegen und Reservoirs. ... All das ereignet sich in der Jetzt-Zeit und nicht vor Millionen von Jahren", schrieb Larry Cathles, Chemiker und Geologe der Cornell University. "Wir betrachten ein gigantisches Durchfluss-System, in dem sich Öl gegenwärtig bildet, durch die überlagernden Schichten hocharbeitet, die Reservoire füllt und an den Ozeanböden austritt. Und all das in der Jetzt-Zeit!"

Cathles und seine Mitarbeiter schätzen in einer Studie, dass in einem Gebiet, südlich der Küste von Louisiana, das etwa 15% der Fläche von Österreich ausmacht, bis zu 184 Milliarden Tonnen von Öl vorhanden sind. Dies sind 30% mehr als die Menschheit bisher in ihrer gesamten Geschichte gefördert hat. ..."

 

#5: appenzeller sagt:

am Mittwoch, 10.02.2010, 10:22

Man sollte wirklich das ganze Geld was für Wind und Solarenergie sinnlos verschleudert wird und mehr Schaden anrichtet als es nützt,in Forschung und Entwicklung neuer Energieträger zu investieren.Wenn wir 100 Jahre dafür Zeit haben und überlegen was wir in den letzten 100 Jahren geschafft haben,so sollte es ohne große Hektik und sinnvollem Umweltschutz,auch funktionieren.
Das ganze Klimaschutzgelaber und die Co2 Hysterie inklusive des kompletten Probagandaapparates (WWF Greenpeace und Konsorten) und den dazugehörigen korrupten Geschäftemachern und Profiteuren würde sich dann kurzfristig selbst ad absurdum führen!

Und das wäre gut so.......

 

#6: Heiner Studt sagt:

am Mittwoch, 10.02.2010, 21:39

1. In seinem Buch „Biosphäre der heißen Tiefe“ (deutsch 2000) berichtet Thomas Gold von einer im Siljan-Krater niedergebrachten Bohrung, die eine stinkende Masse von Kohlenwasserstoffen erbrachte. Warum erwähnt Kutcherov, der ebenfalls hier bohren ließ, Thomas Gold nicht? Ich besorgte mir kürzlich auf antiquarischem Weg ein weiteres Buch von Thomas Gold „Das Jahrtausend des Methans. Die Energie der Zukunft – unerschöpflich, umweltfreundlich“ (Econ Verlag, 1988). Dort steht schon fast alles, was Kutcherov über Migration von in der Tiefe befindlichen Kohlenwasserstoffen erzählt. Warum wird Thomas Gold nicht erwähnt?
Zudem irritiert mich, dass Kutcherov den Verschwörungstheoretiker Engdahl seinen Freund nennt.

2. Hier meine Fundsache: Kurz vor dem geplanten Wegwerfen schaute ich noch mal in einen alten Erdölatlas des Westermannverlags für die Schulen aus dem Jahr 1966, herausgegeben also weit vor der sogenannten Erdölkrise von 1973. Da wird die nichtbiologische Erdölentstehungs-Theorie neben der vorherrschenden Lehrmeinung noch erwähnt, und zwar mit den Worten:
„...
Auf der anderen Seite stehen die Verfechter der Theorien vom anorganischen Ursprung des Erdöls. Solche Thesen traten zum Teil schon im vorigen Jahrhundert auf. Sie haben durch Kombinationen von amerikanischen und russischen Wissenschaftlern in den letzten Jahren neue Nahrung gefunden, die sich auf Ergebnisse extremer Tiefbohrungen und geochemische Überlegungen beziehen. Eine davon, die kürzlich von den Amerikanern Macdermott, Van Tuyl, Van Orstrand und P. C. Marx von der Kalifornischen Aerospace Corporation unterbreitet wurde, ist so kühn, daß sie hier nicht unerwähnt bleiben soll:
Unter den Druckverhältnissen und Temperaturen in 11000 bis 14000 Meter Tiefe verhalten sich Wasser, Graphit und Eisensulfide chemisch wie eine gigantische Batterie, in der das Graphit als elektrischer Leiter dient. Durch Aufspaltung der Wassermoleküle wird Wasserstoff frei, der nun mit dem Graphit Kohlenwasserstoff-Verbindungen eingeht, wie sie als Hauptbestandteile des Erdöls bekannt sind. So könnten eine ganze Reihe von Verbindungen entstehen — wie Öle, Wachse, Paraffine und andere —, die in der Erde aufwärts wandern und sich dabei in sogenannten Sekundär-Reaktionen mit anderen Substanzen, vor allem mit Schwefel, zusammenschließen. Auf diese Weise könnte es zu Sulfiden, Disulfiden, Merkaptanen und sonstigen Stoffen kommen, wie sie sich im Erdöl später wiederfinden. Als Beweis für derartige Sekundärprozesse werden die Mannigfaltigkeit der Schwefelverbindungen im Erdöl, die Schwefelvorkommen in Erdölgebieten sowie der relativ hohe Schwefelgehalt in sogenannten „schweren", asphaltbasischen Erdölen angeführt.
Weitere Hinweise für eine derartige oder ähnliche anorganische Entstehungsgrundlage des Erdöls sieht man in der Tatsache, daß bei Versuchsbohrungen in großen Tiefen Erdöl und Erdgas noch weit unterhalb von bisher bekannten Erdöl-Muttergesteinen entdeckt wurden. Aus solchen Gegebenheiten ließe sich schließen, daß die Quellen des Erdöls und der Erdgase tief im Präkambrium — vor etwa vier Milliarden Jahren — gesucht werden müßten, also noch in der Granitschale der Erde, deren untere Grenze in 10 bis 30 Kilometer Tiefe liegt. Da auch vulkanische Gase ungebundenen Wasserstoff und Methan enthalten — sowohl in der Lava des Aetna auf Sizilien wie auch javanischer Vulkane sind flüssige Kohlenwasserstoffe und feste Paraffine nachgewiesen worden —, ist der Beweis erbracht, daß Kohlenwasserstoffe sogar in noch tieferen Erdschichten vorkommen.“

(aus: Erdöl-Weltatlas, Georg Westermann Verlag, 1966, S. 108)

Mit anderen Worten: Die Theorie ist alt und wird wahrscheinlich nur deshalb unterdrückt, um den Preis des nur anscheinend knappen Guts Erdöl und Erdgas hoch zu halten.

 

#7: Michael W. Matthes sagt:

am Donnerstag, 11.02.2010, 02:00

@#6: Heiner Studt sagt:

"den Verschwörungstheoretiker Engdahl ..."

Der Kampfbegriff "Verschwörungstheoretiker" beschädigt die Glaubwürdigkeit eines Beitrages. "Verschwörungstheoretiker" (Whistleblower) haben den CLIMATEGATE-Wissenschaftsbetrug aufgedeckt.

"Wir sprechen von Verschwörung, wenn mindestens 2 Parteien (A und B) eine Handlung zum Schaden mindestens einer dritten Partei (C) planen und diese Absicht geheim halten."

Klassiker: Korruption. Wer Verschwörungen bestreitet, bestreitet Korruption. Gewagt.

 

#8: Michael W. Matthes sagt:

am Donnerstag, 11.02.2010, 02:06

Die Sache spricht sich 'rum. Peak-Oil-Gate?

WELT-Leser:

"Peak oil- und Klimaschwindel sagt:

Nein, wir müssen fossile Brennstoffe eben nicht einsparen. Die Klimalüge ist nicht die einzige, mit der die Steuerzahler propagandistisch bombardiert werden.

Die "peak oil"-Lüge ist die andere. Ihr zufolge ist der Höhepunkt der Ölförderung bereits überschritten, weil die Reserven zur Neige gehen. Das ist frei erfunden, aus gleichen Gründen der Zweckmäßigkeit bei der Plünderung der privaten Portemonnaies.

Bitte das Stichwort "abiotische Ölentstehung" googeln.

Jeder Ölkonzern und die von ihm finanzierten politischen Gruppierungen in aller Welt wird das natürlich in Abrede stellen. Knappheitsangst ist gut für den Preis.

Wir könnten alle für ein paar cent den Liter Auto fahren und unser Geld für schöne Dinge ausgeben, wenn allgemein bekannt wäre, daß man überall Öl finden kann, wenn man nur tief genug bohrt. Erdöl entsteht ständig neu, unter Druck und Hitze in der Tiefe des Planeten, und steigt bei günstigen geologischen Strukturen (Risse, Verwerfungen, Kanäle) hunderte von Kilometern nach oben. In manchen Ländern (Irak, Iran, Arabien) bis wenige Meter unter die Erdoberfläche.

Vergeßt endlich die Ölknappheits-Angst. Sie ist unbegründet."

Leserkommentar zu
"Forscher machen Front gegen den Weltklimarat"
http://tinyurl.com/yd3c5nw
(welt.de)

 

#9: Heiner Studt sagt:

am Donnerstag, 11.02.2010, 12:43

#7: Michael W. Matthes sagt:
am Donnerstag, 11.02.2010, 02:00

@#6: Heiner Studt sagt:

"den Verschwörungstheoretiker Engdahl ..."

Der Kampfbegriff "Verschwörungstheoretiker" beschädigt die Glaubwürdigkeit eines Beitrages.

___

Ich nehme die Kritik gern an. Zu Engdahl hab ich jetzt noch mal - bei Wikipedia - nachgelesen und mit Befriedigung zur Kenntnis genommen, dass er sich von der La-Rouche-Bewegung um die Zeitschrift "Neue Solidarität" getrennt hat. Ich halte übrigens die Ausführungen von William Engdahl zur Peakoil-Theorie für bemerkenswert. Vielleicht sollte sich Eike mal mit diesem immerhin in Deutschland lebenden Mann genauer auseinandersetzen, da er ja zum Thema einiges zu sagen hat. Ob es Verschwörungstheorie im schlechten Sinn ist, wird sich herausstellen.

 

#10: robert.johson sagt:

am Donnerstag, 11.02.2010, 20:04

Heiner Staudt hat recht. Der Blog, auf dem der Artikel erschienen ist, "Alles Schall und Rauch", ist nun wirklich alles andere als vertrauenserweckend. Mit all den populären antiamerikanischen und antiisraelischen Verschwörungstheorien, die dort gepflegt werden, mit all diesem gemachten paranoiden Stuss trägt er m.E recht deutlich die Handschrift der Stasi: Idiological Subversion wie aus dem Lehrbuch. Ich könnte mir vorstellen, dass der Autor, also der Interviewer "freeman", entweder selbst noch zu DDR-Zeiten in Agition und Poropaganda geschult wurde, oder ein gelehriger Zögling eines ehemaligen Mitarbeiters der Staatssicherheit oder eines sonstigen kommunistischen Ideologen ist. Diese Leute haben jetzt ja sogar ihre eigene Partei, Die Linke, und scheinen über beträchtliche finanzielle Mittel (das verschwundene DDR-Vermögen?) zu verfügen. Die Feindbilder sind die klassischen Feindbilder des Kommunismus sowjetischer Provenienz: USA, USA, USA und nochmals USA, der ganz große Satan. Außerdem die jüdische Weltverschwörung in allen bekannten Variationen, mal in Form der Rothschlids, dann wieder im Form des Judenstaates Israel. Herr Staudt hat recht. Ich verstehe nicht, warum er sich so leicht einschüchtern läßt.
Die Botschaft aller auf dem Schall&Rauch- Blog veröffentlichten Beiträge ist immer dieselbe: Die USA, die Juden und Israel, die CIA und der Mossad sind für alle Probleme und Konflikte dieser Welt verantwortlich. Kein kritisches Wort zum Kommunismus, zu KGB und Stasi. Völker hört die Signale ...

 

#11: einauge sagt:

am Freitag, 12.02.2010, 07:53

Die abiotische Theorie kam erstmals etwa um 1930 auf, Protagonist war ein sowjetischer Geologe deutscher Abstammung (Wolgadeutscher).
Nur was nützt es, wenn sozusagen das Öl(-Fass) sehr tief eingeraben ist, analog dem hochgehängten Brotkorb; bei beiden ist schwer heranzukommen.

 

#12: Gerold Schleritzko sagt:

am Freitag, 12.02.2010, 10:02

Also wenn hier schon eine Diskussion über ASR beginnt dann bitte auch die "Warnung an alle Verleumder" lesen!

http://tinyurl.com/yhrsawh

Seit einigen Monaten findet eine regelrechte Diffamierungskampagne gegen alle Webseiten und deren Betreiber statt, die der Wahrheitssuche verpflichtet sind, auch gegen ASR. Alle Seiten welche die Menschen über die wahren Hintergründe über 9/11 aufklären wollen, oder über die Neue Weltordnung, die Finanzkrise, die Grippehysterie oder andere wichtige Themen werden von sogenannten Pseudolinken mit braunen Dreck beworfen.....

LESEN UND SICH EIN EIGENES BILD MACHEN!



Kommentar:

Bitte unbedingt(!!) tinyurl anwenden.
mfG Admin

 

#13: Heiner Studt sagt:

am Freitag, 12.02.2010, 12:28

#12: Gerold Schleritzko sagt:
am Freitag, 12.02.2010, 10:02

Also wenn hier schon eine Diskussion über ASR beginnt dann bitte auch die "Warnung an alle Verleumder" lesen! --
Das hab ich getan. Ergebnis: negativ. Hier ein kennzeichnendes Zitat aus "Schall und Rauch". Damit ist natürlich noch nicht erwiesen, dass Engdahl selbst und sein Freund Kutcherov diese Ansichten teilen. Es ist ja durchaus möglich, richtige Erkenntnisse (zur abiogenen Erdölentstehung) zur Untermauerung verschwörungstheoretischer Anschauungen zu benutzen. Also gilt es, vorsichtig zu sein, mit wem man sich einlässt, aber das Kind nicht mit dem Bade auszuschütten. Hier das Zitat, das für sich spricht:

"Bush und seine Version des 11. September zu glauben, Bin Laden und 19 islamische Terroristen haben den World Trade Center zerstört, ist genau so wie wenn man Hitler und seine Lüge glaubt, es waren die Kommunisten die den Reichstag angezündet haben. Dabei ist bewiesen, sie haben beide es selber gemacht und einem "Feind" in die Schuhe geschoben, damit beide ihre Form der Ermächtigungsgesetze, der Etablierung der Diktatur und der Kriege rechtfertigen können.

Bei der letzten Bundestagswahl wurde ich mehrmals gefragt, welche Partei man wählen oder ob man überhaupt wählen sollte. Meine Antwort dazu war, ja übt euer Wahlrecht aus, stärkt die welche sich gegen den Krieg in Afghanistan ausgesprochen haben und wählt das "kleinste Übel", Die Linken. Na ihr Verleumder, wie passt denn das mit euren Lügen zusammen?"

 

#14: Michael W. Matthes sagt:

am Freitag, 12.02.2010, 13:11

#10: robert.johson bringt uns Verschwörungstheorien über "Alles Schall und Rauch". Hab' ich mir gelegentlich angeschaut, und NOCH NIE antisemitische Propaganda gesehen.

"die jüdische Weltverschwörung in allen bekannten Variationen ..." - glatte Lüge. Der WWF-Gründungsvater war seit 1934 bei der SS und beim NAZI-Geheimdienst, dortselbst als IG-Farben Verbindungsoffizier auch mit herstellung und Vertrieb von Zyklon-B befaßt ("Zyklon-Bernhard"). Unsere "Eliten" glauben ganz sicher nicht an irgendwelche abrahamitischen Götter. Supra-Nazi klärt:

“Es wäre unmöglich gewesen, dass wir unseren Plan für die Weltherrschaft hätten entwickeln können, wenn wir Gegenstand der öffentlichen Beobachtung gewesen wären. Aber die Welt ist jetzt weiter entwickelt und darauf vorbereitet, in Richtung einer Weltregierung zu marschieren. Die supranationale Souveränität einer intellektuellen Elite und der Weltbanker ist sicher der nationalen Souveränität, wie sie in der Vergangenheit praktiziert wurde, vorzuziehen”. (David Rockefeller 1991 auf der Bilderberger-Konferenz) Wikipedia

“ … Manche glauben gar, wir seien Teil einer geheimen Kabale, die entgegen den besten Interessen der USA arbeitet, charakterisieren mich und meine Familie als “Internationalisten” und Verschwörer, die gemeinsam mit anderen weltweit eine integriertere globale politische und wirtschaftliche Struktur schaffen – eine Welt, wenn Sie so wollen. Wenn das die Anklage ist, dann bin ich schuldig, und ich bin stolz darauf.”
Zitiert aus David Rockefellers “Memoirs” (2002)

btw, hat "robert.johson" schon mal was von GLADIO gehört?

 

#15: Gerold Schleritzko sagt:

am Freitag, 12.02.2010, 15:37

Kleine Ergänzung zu meinem vorigen Kommentar!

speziell zu #10: robert.johson

Ich will hier und jetzt nicht sagen was ich bei ASR (lese ich seit ca 1 Jahr) für plausibel halte und was nicht.

Das tut nichts zur Sache und würde den Rahmen des Post bei weitem sprengen.

Was mir wichtig ist - ist festzustellen dass dort

1. ... sehr berechtigte Fragen zu verschiedenen Themen aufgeworfen werden.
(und ja auch Themen welche dort nicht behandelt werden sollten in einer breiteren Öffentlichkeit diskutiert werden)
2. ... dass jeder Leser dazu aufgerufen wird! selber zu denken und sich zu informieren.
3. ... dass "Freeman" z.B.: über Zionisten und Juden schreibt und UNTERSCHEIDET!
(gehen Sie mal auf die Straße und fragen die ersten 100 Menschen die Ihnen begegnen ob sie Ihnen irgendetwas über Zionisten sagen können)

Wenn robert.johsen schreibt:
"Mit all den populären antiamerikanischen und antiisraelischen Verschwörungstheorien, die dort gepflegt werden, mit all diesem gemachten paranoiden Stuss ..."

... dann möchte ich aus genau diesem Grund (etwas ohne Argument als „Stuss“ zu bezeichnen) dazu auffordern sich damit näher auseinanderzusetzen und sich selbst ein Bild zu machen und nicht ein anderes (das von robert.johsen) unreflektiert zu übernehmen

An dieser Stelle verweise ich auf 3 Internetseiten welche Freeman NICHT in seinem Gästebuch freigeschalten hat (trotz mehrfacher versuche - warum entzieht sich meiner Kenntnis)

wirtschaftquerschuss http://tinyurl.com/kj3d6y
wirtschaftfacts http://tinyurl.com/ykkw33a
econo-matrix http://tinyurl.com/yfkodvh

sollte jemand Interesse an meinem Blog haben
- so ist dieser unter http://tinyurl.com/yzjxcx7
zu finden

DANKE für Ihre Aufmerksamkeit und schönes Wochenende!

Kommentar:

Hallo Herr Schleritzko,
bitte machen Sie hier keine Diskussion über ASR auf . Bei und geht es um Klima & Energie.
Danke
mfG
M.L.

 

#16: Ulrich Ritter sagt:

am Freitag, 12.02.2010, 17:48

Es ist immer gut, wenn Alternativen zu etablierten Theorien entwickelt werden. Vorliegender Bericht und Interview tun jedoch so, als ginge bislang die Exploration nach Erdoel und Erdags ohne jedes wissenschaftliche Konzept vor sich.

Dass Methan und andere sehr leichte Kohlenwasserstoffe im Erdmantel generiert werden, ist eigenlich nichts Neues. Dass Kutcherov die Synthese zu hoeheren Kohlenwasserstoffen gelungen ist, ist erfreulich, sagt aber nichts ueber die Entstehungsbedingungen der meisten Lagertstaetten von Erdoel und Erdgas aus. Ich habe ca 30 Jahre meines Berufslebens in verschiedenen wissenschaftlichen Instituten ueber Genese, Migration und Akkumulation von Petroleum geforscht. Dass die meisten Vorkommen von Petroleum organischen Ursprungs sind, steht ausser Zweifel. Es gibt ganze Bibliotheken von Literatur, die diesen Sachverhalt bestaetigen.Wie man behaupten kann, dass die organische Entstehung von Erdoel nicht «bewiesen» ist, ist mir ein Raetsel.

Wir haben ziemlich genaue Vorstellungen, wie ein Erdoelmuttergestein beschaffen sein muss, um entweder Oel oder Gas zu generieren.
Die experimentelle Bestimmung kinetischer Parameter ist heute Routine bei der Erdoelexploration, was erlaubt, die Entstehungstemperaturen von Oel oder Gas unter den jeweiligen geologischen Bedingungen recht genau zu modellieren.
Geochemiker koennen anhand von «fingerprints» Aussagen bezueglich der Korrelation von Oel und Muttergestein machen.
Es gibt Experimente und fundierte Erkenntnisse bezueglich der Eigenschaften von «carrier rocks» und Fallen, in denen schliesslich die Akkumulation erfolgt.

Die Integration von thermalen Bedingungen, Muttergestein, Carrier und Reservoir hat in den letzten 20 Jahren zu einer dramatischen Erhoehung der Erfolgsrate bei der Erdoelexploration gefuehrt.

Selbst wenn schwere Kohlenwasserstoffe unter Mantelbedingungen synthetisiert werden koennten, was ist mit der Stabilitaet unter den Bedingungen der unteren Erdkruste? Alle Experimente zeigen, dass Kohlenwasserstoffe (sagen wir ab C-10) innerhalb kuerzester Zeit in Gas aufgespalten werden, wenn die Temperatur ca 200C uebersteigt (unter Krustenbedingungen). Das wuerde erfordern, dass KWs aehnlich schnell an die Erdoberflaeche transportiert werden muessten wie Diamanten, bei letzteren sind das vulkanische Pipes, bei ersteren waere der Migrationsmechanismus etwas im Dunkeln. Offene «Spalten`» gibt es im Mantel kaum, da das Gestein dort viel zu plastisch reagiert. Die Porositaet in der tiefen Erdkuste ist nahe null, unabhaengig vom Gesteinstyp.

Im Siljan Krater wurde schon vor ueber 20 Jahren gebohrt. Anscheinend ist das Resultat damals wie heute dasselbe: Spuren von Kws, die auch mit einiger Wahrscheinlichkeit von unterlagernden palaeozoischen Gesteinen stammen koennen, die reich an organischem Material sind.

Ob Oel in grosser Tiefe gefunden werden kann, haengt in erter Linien von der Temperatur ab.Wenn ich mich recht entsinne, hat der Golf von Mexico einen extrem niedrigen Temperaturgradienten, weil die Sedimente schneller akkumulieren als der konduktive Temperaturausgleich erfolgt. Die Temperatur in 10km Tiefe kann also durchaus innerhalb des Stabilitaetsbereich von Oel liegen.

 

#17: robert.johnson sagt:

am Freitag, 12.02.2010, 18:39

Oje, in welches Wespennest hab ich denn da gestochen? Ich lese hier schon längere Zeit mit und habe die Seite bisher für einen seriösen Blog zum Thema "Klimawandel" gehalten. Der Link zu dieser Desinformationsseite hat mich dann aber doch etwas überrascht und irritiert. So etwas kann ich beim besten Willen nicht ernst nehmen. Von diesem Herrn wird z.B. auch behauptet, die Amerikaner (es sind, wie gesagt, immer die Amerikaner oder wahlweise auch mal die Juden) hätten gezielt das Erbeben in Haiti verursacht und lauter solch dummes Zeug.

Nein, von GLADIO hab ich noch nichts gehört. (Aber ich bin sicher, dass es da einen Wikipedia-Artikel oder eine Internetseite gibt, wo die Wahrheit und nichts als die Wahrheit dazu erfahren kann.) Dafür weiß ich aber, wer die Stasi war und was ihre Aufgaben in Westdeutschland waren: u.a."Aktive Beeinflussung des öffentlichen Lebens im Westen durch Eindringen von MfS-Informanten in alle wichtigen Bereiche (z. B. durch aktive Desinformation)" Wikipedia
Mit dem Internet ergaben sich für die ehemaligen offiziellen und inoffiziellen Mitarbeiter, von denen es bei Zusammenbruch der DDR je etwa 100 000 gab, ganz ungeahnte Möglichkeiten, ihre zersetzende Propaganda unters Volk zu bringen.

Ich besuche diese Seite hier, weil mich das Thema interessiert, über das man - zumindest bis vor kurzem - in den Medien nur sehr einseitig informiert wurde, und eigentlich weniger, um über (schlecht) getarnte kommunistische Propaganda-Seiten zu diskutieren. Vielleicht kann sich die Redaktion ja dazu äußern, wie sie zu den dubiosen Inhalten steht, die auf dieser Schall&Rauchseite propagiert werden?

 

#18: Michael W. Matthes sagt:

am Samstag, 13.02.2010, 08:39

#16: Ulrich Ritter sagt:

"Dass die meisten Vorkommen von Petroleum organischen Ursprungs sind, steht ausser Zweifel. Es gibt ganze Bibliotheken von Literatur, die diesen Sachverhalt bestaetigen.Wie man behaupten kann, dass die organische Entstehung von Erdoel nicht «bewiesen» ist, ist mir ein Raetsel."

Das klingt aber sehr nach "Konsens" unter Qualitätswissenschaftlern, wie wir's von der Emissionshändlermafia kennen. Z.B. wurde die Existenz des sog. "AIDS"-Virus nie bewiesen, geschweige denn der ominöse Schweinegrippe-Erreger.

KBW-Expertin:

„Selbstverständlich gilt das Humane Immundefizienz-Virus – im internationalen wissenschaftlichen Konsens – als wissenschaftlich nachgewiesen.“
(Ulla Schmidt mit Datum vom 5.1.2004 an den Bundestagsabgeordneten Rudolf Kraus)

"Gilt als nachgewiesen" - klare Aussage: Es wurde nicht nachgewiesen.
Zu den "ganzen Bibliotheken", sehr schönes Beispiel (auch halbwegs zum Thema, da WISSENSCHAFTSBETRUG durchaus Thema dieser Site ist):

(RKI-Korrespondenz)
"... Meine Frage nach einem wissenschaftlichen Beweis dafür, dass ein hoher Titer zuverlässig vor einer tatsächlichen Erkrankung schützt, war damit keineswegs beantwortet. Auch die Nennung der drei wissenschafltlichen Werke half mir keineswegs weiter, da diese (in den aktuellen Ausgaben) einen Umfang von mindestens 7.000 Seiten haben. ... "

Der Autor bittet das hochumstrittene RKI um Angabe der Seitenzahl. Eine vernünftige Antwort könnte z.B. lauten: "Auf Seite 875." Das wäre wohl zu unwissenschaftlich. RKI-Expertise:

"Auf Ihre Nachfrage weisen wir darauf hin, dass es in den biomedizinischen Wissenschaften keineswegs üblich ist, bei einer Quellenangabe auch die Seitenzahl anzugeben, auf der sich eine verwendete Einzelaussage findet (vgl. International Committee of Journal Editors Uniform Requirements for Manuscripts Submitted to Biomedical Journals: Sample References, www.nlm.nih.gov/bsd/uniform_requirements.html). Von daher ist aus unserer Sicht der erteilten Auskunft nichts hinzuzufügen. In ihr sind exakt die Angaben wiedergegeben, die wir seinerzeit den anfragenden medizinischen Laboren gegeben haben." - http://tinyurl.com/ya8cm9r

Zum abiotischen Öl: Ich bin der festen Ansicht, daß sich nahezu alle relevanten wissenschaftlichen Fakten oder Erkenntnisse in präziser Umgangssprache beschreiben lassen; selbst über's esotherische Thema Quantenmechanik habe ich mir (Non-Einstein) durchaus Verständliches gelesen.
Angesichts der weltweiten Ölfördermengen ging mir der laienhafte Gedanke durch den Kopf, daß Aber-Legionen von Dinos und anderen Urviechern ihr vorzeitliches Leben für's Öl ließen. Schön, wenn man solch ketzerische Gedanken expertiv formuliert sieht.

"Die Menge an gefördertem Öl in den letzten 100 Jahren übersteigt die Menge an Öl welches durch „Lebewesen“ hätte entstehen können."

"Erdöl wird aus sehr großen Tiefen von bis zu 13 Kilometer gefördert. Das widerspricht völlig der fossilen Herkunft, denn die Lebewesen aus dem Meer sind niemals dort hingelangt und der hohe Druck und die Temperatur in dieser Tiefe hätten alles organische Material zerstört."

"Letztes Jahr hat Russland Saudi Arabien als größten Ölproduzenten der Welt überholt." - http://tinyurl.com/yh32ksz

Einer geht noch - Ob die Kardinalfrage CUI BONO? wissenschaftlich oder verschwörungstheoretisch sei, ist belanglos. Es ist eine gute Frage.
Die einleuchtende Erklärung der "Vogelgrippe":

"Wenn ein Huhn weniger Eier legt oder einen blauen Kamm bekommt und das Huhn dann auch noch H5N1-positiv getestet wird, dann werden alle anderen Hühner vergast. So kamen die 100 Millionen durch H5N1 scheinbar getötete Hühner zustande. ... Im Westen sanieren sich damit die großen Betriebe, denn die an der „Seuche“ gestorbenen Tiere werden auf Kosten der Allgemeinheit zum oberen Marktpreis (!!) erstattet, während in Asien und überall wo Geflügel erfolgreich gehalten wird, der dortige Geflügelmarkt unter Anleitung der UNO-Organisation FAO mutwillig und absichtlich zerstört wird.

Alle großen westlichen Geflügelzüchter ... sorgen über ihre Tierärzte dafür, dass wenn der Marktpreis für Geflügel nach unten geht sie eine Seuche diagnostiziert bekommen, um ihre Tiere mit größerem Gewinn, als es bei normaler Bewirtschaftung möglich ist, zum staatlich garantierten Höchstpreis und zwar alle auf einmal zu „entsorgen.“ ..."

http://tinyurl.com/ybfy86f

"Man muss eine gewisse Panik schüren, und dann fließt das Geld."
- Prof. John Christy, Lead author for IPCC reports

 

#19: Michael sagt:

am Samstag, 13.02.2010, 16:20

Der Beitrag ist reichlich dubios wie die von Freeman (alias Manfred Petritsch) betriebene Alles Schall und Rauch Seite.
.
Das hypothetische abiotische Öl wäre genauso in geologischen Zeiträumen wie das biotische Öl entstanden. Die Behauptung, dass die Ressourcen an Öl und Gas für Millionen Jahre reichen, ist ein Fake und widerspricht allen wissenschaftlichen Erkenntnissen.
.
Bisher habe ich Eike als interessante Adresse mit seriöse Beiträgen abseits vom Öko-Mainstream weiterempfohlen. Das werde ich zukünftig lassen. Schade eigentlich.

Kommentar:

Der Beitrag ist ein Interview von Freeman mit dem Experten. Keine eigenen Meinung von Freeman. Man kann aus guten Gründen völlig anderer Meinugn sein. Aber veröffentlichen dürfen, sollte man dies schon. In diesem Sinne
mfG
M.L.

 

#20: Gerold Schleritzko sagt:

am Samstag, 13.02.2010, 16:47

1. ich gelobe besserung - keine diskussion mehr über ASR (wobei ich die ja nicht begonnen habe)

2. ein buchtipp für herrn robert.johnson (wobei ich zweifel habe dass er sich damit beschäftigen wird)

Nato-Geheimarmeen in Europa: Inszenierter Terror und verdeckte Kriegsführung
von Daniele Ganser und Carsten Roth
auf amazon -> http://tinyurl.com/yg9476e

3. ein filmtipp für herrn robert.johnson
Daniele Ganser: Die NATO und ihre Geheimarmeen

auf youtube -> http://tinyurl.com/y8776q5

4. möchte ich JEDEM denkenden menschen ans herz legen NICHT nur das wetter in frage zu stellen und kritisch zu hinterfragen.

5. bitte ich um entschuldigung dass ich hier nochmals "nicht zum thema passend" gepostet habe

6. sollten sie den beitrag nicht veröffentlichen habe ich dafür verständniss

sollte jemand eine weitere diskussion zu verschiedenen themen anstreben so kann dies auch auf meinem blog stattfinden

http://tinyurl.com/yzjxcx7

mfg


Kommentar:

Danke für Ihr Verständnis
mfG
M.L.

 

#21: medicus sagt:

am Sonntag, 14.02.2010, 22:48

Sehr geehrter Herr Ritter,

mich hat auch gewundert, daß Kutscherow im Interview nicht erwähnt, daß Thomas Gold im schwedischen Siljan-Gebiet zwei Bohrungen niederbringen ließ -- ein Umstand, der sich wahrscheinlich auf den west-östlichen Prioritätenstreit bei diesem Thema zurückführen läßt. Leider ist Gold 2004 verstorben. Wenn man aber der Darstellung in seinem (wirklich lesenswerten) Buch "Biosphäre der heißen Tiefe" glauben schenken darf, hat man einige tausend Liter gefördert, bevor die weitere Exploration aus finanziellen Gründen eingestellt wurde.

Lesenswert finde ich das Buch aber vor allem, weil Gold auch die Entstehung des Lebens in Gestalt der Archaeen unter die Erde verlegt, welche in der Erdkruste über geologische Zeiträume hinweg stabile Bedingungen vorfanden. Gold (und bestimmt hatte er auch sowjetische Vorgänger) glaubte, daß es die Archaeen waren bzw. immer noch sind, die einen Wasserstoff bzw. Methanstrom aus der Tiefe zu Erdöl konvertiert haben (ohne daneben eine sozusagen überirdische Genese auszuschließen), was er auch anhand von Isotopen-Analysen zu belegen sucht (Gasgemische, die schwere Kohlenstoff-Isotope tragen, werden abgereichert, wenn sie durch das Gestein langsam nach oben diffundieren). Da Sie als Geologe ein Experte auf diesem Gebiet sind, wüßte ich gerne, ob seine Darstellung zutrifft, daß Helium erfolgreich zur Erdöl-Prospektion eingesetzt wird?

 

#22: Michael W. Matthes sagt:

am Montag, 15.02.2010, 08:53

#19: "Michael" tönt:

"Die Behauptung, dass die Ressourcen an Öl und Gas für Millionen Jahre reichen, ist ein Fake und widerspricht allen wissenschaftlichen Erkenntnissen."

Solchen "Erkenntnissen", daß Aluminiumhydroxid und Quecksilberverbindungen Kinder und Schwangere vor der behaupteten "Schweinegrippe" schützen? :-)))

Daß die behauptete menschengemachte Erdüberhitzung zu mehr Dürren führt?

Rechts-Wissenschaftliche Erkenntnis, abgesegnet von unserem höchsten Gericht:

"Der Bundesgerichtshof untersuchte vor einiger Zeit die Frage, ob eine Heilmethode X als „wissenschaftlich anerkannt" gelten konnte. Er, der Gerichtshof, nahm sich dieser Frage an und kam zu dem Urteil, dass „der Begriff der wissenschaftlichen Anerkennung" im Grunde nichts anderes ist, als die gerade geltende Auffassung jener Fachleute, die „gerade das Sagen haben."

http://tinyurl.com/y9uavpr

P.S.:
"Die Menge an gefördertem Öl in den letzten 100 Jahren übersteigt die Menge an Öl welches durch „Lebewesen“ hätte entstehen können."

Kann "Michael" das widerlegen?

"Bisher habe ich Eike als interessante Adresse mit seriöse Beiträgen abseits vom Öko-Mainstream weiterempfohlen. Das werde ich zukünftig lassen."

Ich mach's mehr als wett. Versprochen.

 

#23: Wehlan sagt:

am Montag, 15.02.2010, 17:51

Schade, dass bei dem Thema "abiotische Erdölentstehung" über Verschwörungstheorien diskutiert wird. Dabei ist das Thema durchaus interessant, unabhängig davon, wer mal etwas gesagt hat.

Das bisherige "Totschlag-Argument" gegen die abiotische Theorie war die Isotopenzusammensetzung des Erdöls, nämlich der relativ hohe Gehalt an C12, der angeblich darauf hindeutet, dass es mehrere Anreicherungsprozesse gegeben haben muss. Erklärung: Schon bei der Aufnahme von CO2 aus der Luft durch Wasser findet eine C12-Anreicherung statt - genau wie bei allen unvollständigen chemischen Reaktionen mit Kohlenstoffverbindungen.
Nun wurde die Schlussfolgerung gezogen, dass abiotisches Erdöl einen höheren C13-Anteil haben müsste. Dabei wurde aber übersehen, dass jede Diffusion eine C12-Anreicherung bewirkt und Erdöl auch innerhalb der Erdkruste diffundieren kann. Deshalb die abiotische Theorie mit dem Isotopenargument nicht tot.

Ich nehme daher an, dass die nächsten Jahre noch einige Überraschungen hervorbringen werden. Hoffentlich verläuft die öffentliche Diskussion nicht so ideologisch wie beim Thema CO2.

Dr. Martin Wehlan, Dipl.- Chem.

 

#24: Michael Boden sagt:

am Montag, 15.02.2010, 21:26

Thomas Gold war kein Geologe, aber ein Astrophysiker, der sich in den letzten dreißig Lebensjahren dem Erdinneren zuwandte.
Von ihm stammt der Hinweis, daß eine heiße Entstehung der Erde keineswegs zwingend angenommen werden muss.
Bereits in einer frühen Phase, als der Protoplaner vielleicht nur 10 % seiner heutigen Masse enthielt, sei es zu Ausgasungen und Ausdampfungen gekommen, die eine dünne, aber ausgedehnte Protoatmosphäre erzeugten.

Nun sind die Impaktkörper nur ausnahmsweise groß (Meter bis Kilometer Durchmesser), in der Regel handelt es sich um Staubkörner, die frühzeitig abgebremst werden und sich Schicht um Schicht ablagern. Das wäre die "kalte" Entstehung der Erde.
Kalt heißt sicherlich: einige hundert
Grad C, vielleicht auch etwas mehr.

Aber dann erfolgt das Austreiben von Kohlenwasserstoffen natürlich nicht so excessiv wie beim Modell "heiße Erdentstehung".
Nun gehörten damals zur Grundausstattung der Erdmaterie 3 % Kohlenstoff.
Rein theoretisch konnte die Masse des Methans(u.a) fast 4 % der Erdmasse ausmachen, das sind 240 Trillionen Tonnen, die 170 fache Masse unserer Weltmeere.

Wenn davon nur ein Teil entwich (ich lasse das Thema Theia-Einschlag mal außer acht- ist nur eine gute Hypothese)
wäre z.B. mit 200 Trillionen Tonnen KW-Verbindungen zu rechnen.

Das würde beim gegenwärtigen Verbrauch länger reichen, als die Erde noch zu leben hat (5-6 Milliarden Jahre)

Wenn das wirklich so ist, (ist ja nur eine Hypothese) kommen wir einfach nicht ran an das Zeug, wir müssen so tief bohren wie es ökonomisch noch geht und warten auf das langsame Heraufdringen der Kohlenwasserstoffe, die sich allerdings wegen ihres irrsinnigen Druckes den Weg schon ganz gut bahnen können. Aber wenn sich die Lagerstätten nur mit 200 Millionen Tonnen pro jahr wieder auffüllen oder neu bilden, haben wir ein echtes Problem.

das kommt mir bekannt vor, erinnert irgendwie an die Geothermie.

10 hoch 31 joule sind im Erdball gespeichert (damit könnte ein Großkraftwerk für 300 Billionen Jahre betrieben werden, BILLIONEN!!) aber wir kommen nicht richtig ran.

Der aufwärts gerichtete Wärmestrom liegt bei lausigen 70 Milliwatt /qm!! Interessante Wärmereservoire gibt es viele, aber sie werden durch Nutzung abgekühlt und es kann 30 Jahre dauern bis sie wieder aufgefüllt sind.
Wie beim Öl??

das war jetzt echt zu lang, bitte um Entschuldigung.




 

#25: bernd Hartmann sagt:

am Dienstag, 16.02.2010, 20:57

Gemach! Die Theorie der anorganischen Entstehung von Erdöl ist nicht neu. Schon Kutcherovs Landsmann Mendelejew hat dies vetreten. Auch in der Tiefenbohrung auf der HI Kola gab es Spuren von Erdöl in Tiefen, wo es keinen Hinweis auf dessen Entstehung auf organischem Weg gab. In verschiedenen "Erdölen" wurden andererseits auch Relikte organischer Herkunft z. B. von Chlorophyllmelekülen nachgewiesen. Der Streit hinsichtlich organischer bzw. anorganischer Genese des Erdöls flackert immer mal wieder auf. Was nun richtig ist oder nicht - sei es drum.
Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass auch Erdöl als Rohstoff natürlich endlich ist.

 

#26: Bernd Walther sagt:

am Mittwoch, 17.02.2010, 08:41

Das eigentliche Problem hinter der peak oil Diskussion ist das exponentielle Wachstum der industriellen Zivilisation sowohl in Hinsicht auf die Zahl der Menschen auf der Erde als auch bezüglich des Ressourcen-Verbrauchs. Die Menschheit ist biologisch betrachtet eine Monokultur, die nicht getrennt von der Geo- und Biosphäre existieren kann. Das exponentielle Wachstum der letzten 100 Jahre einzustellen ist den meisten Kulturen auf der Erde wohl nicht möglich, da Wachstum beinahe universell in allen gegenwärtig vorherrschenden Kulturen als notwendig und natürlich verehrt wird.

Und deshalb wird die Menschheit wie andere mathematisch exponentiell wachsende Monokulturen das Schicksal von Überschuss und Kollaps ereilen - gleichgültig wie viel Öl sie noch finden wird. Wenn der das Wachstum begrenzende Faktor nicht die billige Energie ist, dann ist es halt Phosphor oder etc. sein. Keine Party kann ewig währen. Irgendwann wird sie enden müssen. Und die Lebensuhr der industriellen Zivilisation ist aufgrund ihres enormen Ressourcenverbrauchs und der Müllakkumulation ist schon reichlich weit fortgeschritten.

 

#27: Wehlan sagt:

am Mittwoch, 17.02.2010, 11:41

@ 26: Bernd Walther

Sehr geehrter Herr Walther,

ich nehme an, dass Sie an das Buch "die Grenzen des Wachstums" gedacht haben, als Sie die oben stehenden Zeilen geschrieben haben.

Meine Ansicht dazu ist, dass dieses Buch die Gehirne ganzer Generationen vernebelt hat, weil es falsche Schlüsse gezogen hat, die zu einer Endzeiterwartung führen. Manche glauben, dass unser bescheidenes Wirtschafts-Wachstum eine Katastrophe auslöst, weil es auf einem Ressourcenverbrauch beruht.

Nach meiner Kenntnis lag das Wirtschaftswachstum im 20. Jh. bei durchschnittlich 1,3 % pro Jahr. Wenn man also die Wirtschaftsleistung von 1900 gleich 1 setzt, hat sie sich im Jahr 1999 auf das etwa 3,5-fache gesteigert. Nach 500 Jahren (also 2399) hätten wir eine Wirtschaftsleistung vom etwa 630-fachen von 1900.

Ihre mathematische Schlussfolgerung über exponentielles Wachstum ist zwar rechnerisch richtig, aber Ihre praktische Schlussfolgerung über die letzten 100 Jahre trifft - ökonomisch gesehen - nicht zu. Darauf hat schon Julian L. Simon in seinem Buch "The ultimate Ressource" hingewiesen.

Richtig dagegen ist, dass das bisherige Wirtschaftswachstum im Kapitalismus stets mit steigendem Ressourcenverbrauch einherging. Die Frage ist aber, ob das so sein muss. Also ob Wirtschaftswachstum durch die vorhandenen Ressourcen (die meistens mit Bodenschätzen verwechselt werden) wirklich begrenzt ist und was eigentlich eine Ressource ist.

Für die alten Ägypter war der Bodenschatz Öl, der seit Millionen Jahren unter der arabischen Halbinsel liegt, keine Ressource, weil die Technologie fehlte. Erst mit der Erfindung der Verbrennungsmotoren wurde Öl zu einer Ressource. Also gibt es Ressourcen nicht per se, sondern sie entstehen durch menschlichen Erfindergeist. Die entscheidende Ressource ist also der Mensch. Natürlich braucht man immer preiswerte Energie, aber es ist eine Frage des Erfindungsgeistes, welche Energie-Reserven wir in zukünftigen Generationen haben werden. Die Steinzeit ist nicht aus Mangel an Steinen zu Ende gegangen, sondern weil etwas besseres erfunden wurde – und so wird das auch mit dem Öl sein.

Und deshalb ist die Lebensuhr der industriellen Zivilisation aufgrund des Ressourcenverbrauchs und der Müllakkumulation noch nicht weit fortgeschritten, sondern befindet sich noch in den Kinderschuhen. Totgesagte leben sowieso länger und Endzeiterwartungen sind unsinnig.

In der gesamten Geschichte der Menschheit gab es niemals eine lange Phase mit hohem Wirtschaftswachstum, sondern wir kennen nur die Antike mit bescheidenem Wirtschaftswachstum und den Kapitalismus. Alle anderen Epochen haben kein nennenswertes Wirtschaftswachstum hervorgebracht.

Die Alternative zum Wirtschaftswachstum wäre nur die Rückkehr zum Feudalismus, wobei die dann auftretenden Verteilungskämpfe alle jetzigen Probleme in den Schatten stellen würden.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Martin Wehlan

 

#28: Ulrich Ritter sagt:

am Montag, 22.02.2010, 11:18

@medicus
Mir ist kein Fall bekannt, in dem He erfolgreich zur Erdoelprospektion eingesetzt wurde. Das ist auch unwahrscheinlich, da Explorationsentscheidungen immer auf der Wuerdigung einer sehr grossen Anzahl von Daten und Informationen beruhen. Schliesslich geht es bei jeder Bohrung um Kosten von zig millionen €.

Was Siljan angeht: ich habe damals mit einem Geochemiker, der die organischen Proben Gold's analysiert hatte, darueber gesprochen. Auf jeden Fall waren die gefoerderten Mengen sehr gering und die Proben zeigten chemische Signaturen von ganz normalen maessig reifen Muttergesteinen.
Das Projekt wurde abgebrochen, bzw nicht weitergefuehrt, weil es dem schwedischen Steuerzahler nicht zuzumuten war, dafuer weiter zu bezahlen.

 

#29: Hugo Keller sagt:

am Mittwoch, 24.02.2010, 22:18

Zum Problem der abiogenen Herkunft von Öl,Gas und
Methan kann ich sehr das auch für Laien gut verständliche Buch von Hans Joachim Zillmer
Der Energie-Irrtum - Warum Erdgas u.Erdöl unerschöpflich sind - empfehlen.Es räumt gründlich auf mit den Geologie-Dogmen und enthält dazu eine Fülle von Literaturhinweisen.
Das Buch ist eine Offenbarung!

 

#30: Gogo sagt:

am Freitag, 26.02.2010, 20:06

#27: Wehlan sagt:

Sehr geehrter Herr Walther,
ich nehme an, dass Sie an das Buch "die Grenzen des Wachstums" gedacht haben, als Sie die oben stehenden Zeilen geschrieben haben.
Meine Ansicht dazu ist, dass dieses Buch die Gehirne ganzer Generationen vernebelt hat, weil es falsche Schlüsse gezogen hat, die zu einer Endzeiterwartung führen. Manche glauben, dass unser bescheidenes Wirtschafts-Wachstum eine Katastrophe auslöst, weil es auf einem Ressourcenverbrauch beruht.“

Dieser Beitrag ist sehr lehrreich. Dank dem Verfasser. Zeigt er doch wie Informationen aus den ursprünglichen Quellen interpretiert und wenn das bewusst geschieht, eben gefälscht werden.

Es ist zwar schon einige Jahrzehnte her, seit ich das Buch „Die Grenzen des Wachstums“ las, aber es hat sich von all den anderen Werken aus dieser Zeit, durch die Objektivität deutlich abgehoben.
Es behauptet nämlich nicht, dass sich die Welt in einer bestimmten Art und Weise weiterentwickeln wird, sondern sagt nur wie exponentielles Wachstum sich auf Basis der in den frühen 70er Jahren bekannten Weltdaten auswirkt und es beschränkt sich auch nicht auf die Bodenschätze.
Es steht explizit in „Die Grenzen des Wachstums“ geschrieben, dass sich die Welt nicht so entwickeln wird, wie sie die Modelle beschreiben, da Modelle grundsätzlich die Realität mit einem mehr oder weniger grossen Fehler abbilden. Modelle eben. Die Problematik der Unzulänglichkeit von Modellen wird in „Die Grenzen des Wachstums“ zu Beginn auch ausführlich beschrieben. Wer kennt schon alle Randbedingungen.

Die nun Jahrzehnte andauernde Kritik an diesem Buch bezieht sich aber weniger auf dessen Kernaussagen aus den Weltmodellen, sondern auf eine kleine Tabelle über Bodenschätze und diese Tabelle gibt ausdrücklich die in den frühen 70er Jahren bekannten Mengen an und es steht explizit geschrieben, dass es vermutlich noch mehr Bodenschätze gibt, die noch nicht bekannt, aber dennoch endlich sind.
In der von vielen Medien (Anmerkung: z.B. Radio, TV, FAZ, Zeit, Süddeutsche, Spiegel) kritisierten Tabelle wurde die Vermutung weiterer, aber noch nicht bekannter, Lagerstätten durch die Annahme der 5-fachen bekannten Bodenschätze Rechnung getragen und die unterschiedliche zeitliche Reichweite gegenüber den bekannten Bodenschätzen bei exponentiellem Wachstum dargestellt,- was zu relativ geringer Verlängerung der Reichweite führt. (Anmerkung: Es steht ja jedem Leser frei, selbst optimistischere oder aktuellere Annahmen zu treffen, der Effekt bleibt stets der gleiche, die Reichweite steigt, relativ, bescheiden an, was die Tabelle zeigen soll.)
Ausserdem steht in „Die Grenzen des Wachstums“ ausdrücklich geschrieben, dass die Verfasser sich ziemlich sicher sind, dass sich die Welt anders entwickeln wird als die Modelle vohersagen weil die Menschen vermutlich Gegenmassnahmen ergreifen werden und sich die Randbedingungen verändern. Die Gefahr einer grundsätzlich zu späten Erkennbarkeit eines Problemes bei exponentiellen Wachstums bleibt aber bestehen (Anmerkung: Das Problem ist allgemein bekannt, wie Beispiele aus Chemie, Mechanik, Biologie, Medizin, Lawinenforschung, Märchen, Sprichwörtern, Autounfällen u.s.w. zeigen.
Zudem ist es sehr bemerkenswert, dass das Datenmaterial für „Die Grenzen des Wachstums“, vor der Drucklegung, dem M I T (Massachusetts Institute of Technology) zur Kritik vorgelegt wurde. Die Stellungsnahme des M I Ts ist, soweit ich mich erinnern kann, in dem Buch mit abgedruckt!
Die Kritiker von „Die Grenzen des Wachstums“ behaupten (Anmerkung: das heisst mit 100 prozentiger Sicherheit), dass die Aussagen falsch sind, wobei im Buch aber die eingeschränkte Treffsicherheit der Modelle und den daraus abgeleiteten Prognosen stets hingewiesen wird.
Amüsanterweise hatten die Kritiker des Werkes, denen ich begegnet bin, a u s n a h m s l o s nur über das Buch gelesen oder gehört, das Buch selbst aber nicht gelesen.
„Entweder man hat es nicht gelesen oder man versteht nicht was man liest oder man lügt (vorsätzlich).“
Dass dann Aussagen ohne den zwingend erforderlichen Kontext getroffen werden wie
„Wirtschaftswachstum seit 1900 gleich 1% pa“ (Anmerkung: Moore’s Law geht bei der digitalen Hardware von einer Verdoppelung der Komplexität alle 2 Jahre, für einen Zeitraum von mindestens „64“ Jahre aus und seit 45 Jahren liegt es auf Kurs - und was geht heute noch ohne Elektronik) oder
„die Steinzeit ist nicht aus Mangel von Steinen zu Ende gegangen“ oder
„Eine Ressource wird erst durch den Bedarf zu einer Ressource“ oder
„Kapitalismus als Gegensatz zum Feudalismus“
verwundert nicht.

Welches Wirtschaftswachstum z.B.? Schon der Duden hätte genug Basis geboten um so unqualifizierte Aussagen zu verhindern.
Seit wann sind Feudalismus und Kapitalismus ein Widerspruch?
Gogo
p.s. ich vermute, die Steinzeit ist noch nicht zu Ende, aber nicht nur weil der Steineverbrauch noch nie so hoch war wie heute (frei nach Erich Kästner).

Kommentar:

" Ausserdem steht in „Die Grenzen des Wachstums“ ausdrücklich geschrieben, dass die Verfasser sich ziemlich sicher sind, dass sich die Welt anders entwickeln wird als die Modelle vohersagen weil die Menschen vermutlich Gegenmassnahmen ergreifen werden und sich die Randbedingungen verändern."
Wozu ist das Buch denn überhaupt geschrieben worden? Manche behaupten wg. der Aufforderung zu Gegenmassnahmen! Ich habe noch keine "Gegenmassnahme" (besonders im Sozialismus wurden viele erprobt) erlebt, die irgendetwas bewirkt hätte. Übrigens ich habe das Buch gelesen.
mfG
M.L:

 

#31: Günther Vennecke sagt:

am Montag, 01.03.2010, 16:33

@Hugo Keller

"... für Laien gut verständliche Buch von Hans Joachim Zillmer."

Offensichtlich haben Sie versäumt, sich ein wenig kritisch mit dem Autor Zillmer auseinander zu setzen.

Zillmer vertritt auch noch weitere, abstruse bis völlig absurde Ideen, er lehnt die Evolutionstheorie ab, behauptet ernsthaft, dass Mensch und Dinosaurier Zeitgenossen waren und was des absoluten Unfugs mehr ist.

Warum sollte er dann ausgerechnet in Bezug auf Gas und Öl richtig liegen, zumal er in keinem der Gebiete, über die er schreibt, irgendwelche tiefer gehenden Kenntnisse besitzt?

Letzteres erklärt wohl auch, warum er prinzipiell nur Unsinniges von sich gibt.

Es ist doch immer wieder erstaunlich, auf was für Schwätzer manche Menschen hereinfallen.

 

#32: Wehlan sagt:

am Dienstag, 09.03.2010, 11:52

@ #30: Gogo

Sehr geehrter Herr / Frau Gogo,

bitte entschuldigen Sie, das ich Ihnen erst heute antworte.

Es ist bei mir auch schon einige Zeit her, als ich das Buch "Die Grenzen des Wachstums" gelesen habe.

Interessant ist, dass Sie schreiben "dass die Verfasser sich ziemlich sicher sind, dass sich die Welt anders entwickeln wird als die Modelle vorhersagen, weil die Menschen vermutlich Gegenmaßnahmen ergreifen werden".

Nach meiner Kenntnis wurden sogar Gegenmaßnahmen vorgeschlagen. Rettung versprechen staatliche Planung oder besser noch internationale Behörden, die die Weltgeschicke steuern. Sie sollten das Wachstum drosseln, Wirtschaft und Konsumenten an die Kandare nehmen. Die Studie sagte ein globales Desaster voraus, das schon bis zur Jahrtausendwende eintreten werde. Alle wichtigen Rohstoffe würden ausgehen oder extrem knapp und teuer werden. Außerdem werde die Menschheit an Überbevölkerung, Nahrungsmangel und Umweltverschmutzung zu Grunde gehen. Das Gegenteil trat ein: Bis zum Jahr 2000 fielen die Preise fast aller wichtiger Ressourcen und sie waren reichlich vorhanden. In den Industrienationen wurde die Umweltverschmutzung heftig reduziert. Das Bevölkerungswachstum verlangsamte sich.

Glücklicherweise hat man auf diese Unglückspropheten nicht gehört. Alle Länder, die auf Wirtschaftswachstum setzten, haben heute eine höhere Lebenserwartung und eine saubere Umwelt als 1972.

Interessant ist auch, dass, tief Beeindruckt von den Prognosen des Club of Rome, der Wirtschaftkommissar der damaligen EWG (heute EU), der niederländische Sozialist Sicco Mansholt eine „strenge Planwirtschaft,“ „Rationierung“ und den Aufbau eines „sauberen Produktionssystems auf der Grundlage eines geschlossenen Wirtschaftkreislaufs forderte.“

Die Ursache des (gottlosen) Untergangsdenkens ist aber, dass Menschen plötzlich nicht mehr dem Wirtschaftswachstum und der sich weiter entwickelnden Technik vertrauen, sondern denken: "So geht es nicht mehr weiter". Dann wird versucht, das Chaos, das der Marktwirtschaft zugrunde liegt, zu ordnen. Damit fängt der Unsinn aber erst an.

Und heute wird in der Klimapolitik genau der gleiche Fehler wiederholt. Gut, dass Kopenhagen ein Flop war. Das falsche Handeln kommt von falschem Denken. Der Gedanke, dass wir am Ende sind, ist nichts weiter als Phantasielosigkeit. Genau so wenig wie man sich 1972 ein Internet denken konnte, so wenig können wir uns vorstellen, was im Jahr 2040 passiert.

Falsch Sie den Unterschied zwischen Feudalismus und Kapitalismus nicht kennen, müssen das Buch "Eigentum, Zins und Geld" von Heinsohn und Steiger lesen. Der Vorteil des Kapitalismus liegt in seinem Kreditwesen, das erlaubt, dass man sofort mit der Umsetzung einer Idee beginnen kann, ohne vorher anzusparen und dass man mehr zurückzahlen muss als man sich geliehen hat.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Martin Wehlan

 

#33: Grupp sagt:

am Sonntag, 14.03.2010, 19:33

Aus dem Golf von Darien blubbert jede Menge Kerzenwachs , mineralisches natürlich .
Am Maracaibosee blubbert seit zid tausenden von Jahren auf natürliche Weise Erdöl , darum riecht der ganze See nach Erdöl.
Methan bzw.Methanhydrat ist die Energiezukunft !
Es ist dies ein natürliches Recycling abgesehen von Archebacter welche CO2 zu Methan synthetisieren können wenn die " Suppe " die entsprechenden Kathalysatoren enthält .

 

#34: Gogo sagt:

am Montag, 15.03.2010, 14:36

#32 Wehlan sagt:
„Interessant ist, dass Sie schreiben "dass die Verfasser sich ziemlich sicher sind, dass sich die Welt anders entwickeln wird als die Modelle vorhersagen, weil die Menschen vermutlich Gegenmaßnahmen ergreifen werden".

Sehr geehrter Herr Dr. Wehlan,
es wurde nur der Verfasser zitiert und die Aussage ist völlig normal für jemand der einen Prozess modelliert. Wenn Sie ein Modell für einen Prozess entwickeln, dann erwarten Sie kaum, dass das Modell den realen Prozess exakt abbildet. Aber bei einem guten Modell können Sie Trends und Kollisionen erkennen. Deshalb modelliert man und probiert es aus. Das ist der Stand der Technik von Gestern, Heute und Morgen!

Der kritische Zeitabschnitt ist nach Meadows Modellen das letzten Drittel des 21. Jahrhunderts – wenn sich die Welt so weiterentwickelt wie Sie es bis zum Zeitpunkt der Herausgabe des Buches tat (Anmerkung: und es bis heute getan hat). Meadows Modelle liegen voll im Trend.
Oft behält man nur das in Erinnerung, an was man sich erinnern will. "Es kann nicht sein, was nicht sein darf." Das Desaster um die Jahrtausendwende kommt jedenfalls in diesem Werk nicht vor! Das ist gerade mein Vorwurf an die Medien und an Sie, dass das Werk bewusst falsch zitiert wird.
Die Welt war 1972 mit Sicherheit noch sauberer als sie es heute ist. Die Umweltzerstörung oder nennen wir es Umweltverbrauch war 1972 noch deutlich weniger.
Dass die Zerstörung bei uns weniger stark fortgeschritten erscheint, liegt zum Teil daran, dass wir unseren Schmutz und die schmutzigsten Prozesse in Schwellenländer ausgelagert haben wo man noch CKWs, Schwermetalle, Cyanide und Quecksilberverbindungen in Flüsse und Meere verklappen kann. Bophal und die Elektronikindustrie in Fernost lassen grüssen. Zum Schutz „deutscher“ Eichen fällen wir Bongossi, Teak und Anderes in Südamerika, Afrika, Asien, und Indonesien. Für den Anbau von (unsinnigen) Biokraftstoffen haben wir uns Flächen in Afrika, Südamerika und Indonesien gesichert. Wer sich auflehnt wird politisch destabilisiert, unter dem Mäntelchen einer humanitären Hilfe. Die Afrika Konferenz von 1885 ist noch nicht beendet.
Welches Land hat sich eine wirtschaftliche Wachstumsbeschränkung auferlegt? Ich kenne keines.
Welche Länder hatte die Chance für einen Neuanfang mit einem Marshallplan? Oder hätten Sie lieber den Morgenthauplan gehabt.
Es stimmt, 1972 haben wenige an ein Internet gedacht, sind doch erst 1968 und 1970 die prinzipiellen technischen Voraussetzungen dafür geschaffen wurden. Dann hat es aber 3 Jahrzehnte gedauert bis es praktisch funktioniert hat. Sie überschätzen die technische Entwicklung bis zum Jahr 2040. Wenn Sie zurückblicken, dann hat sich in en letzten 50 bzw 100 Jahren nicht so viel grundsätzlich Neues getan. Auto, Flugzeug, Elektrizität, Telefon, Fotografie, Raumfahrt, Atombombe, Radio, Fernsehen, Schallplatte, Rationalisierung – das alles gab es damals schon.
Nur eine neue Disziplin ist hinzugekommen, die auf Halbleitern basierende Elektronik und die einflussrechsten Applikation daraus, die Automation und die Kommunikation.
Der grösste Unterschied zwischen Zukunft und Vergangenheit, wenn sich die Randbedingungen nicht wesentlich verändern, wird der sein, dass immer noch weniger Menschen arbeiten müssen um den Lebensunterhalt einer Nation sicherzustellen. Dass diese Veränderungen etwas mehr Kreativität erfordern als derzeit geboten wird, zeigt die „Harz“ Diskussion. H.G.Wells zeichnete bereits dieses Bild vor.
Das letztlich entscheidende Wirtschaftswachstum, welches humanitären Nutzen bringt, wird noch einige Jahrzehnte unverändert im 2-stelligen Bereich weiterwachsen. Dafür habe ich bisher gearbeitet und nicht für blosse Kilogramm, Newton und Meter. Jede neue Erfindung reduziert den Bedarf an Arbeit und das Patentamt ist voll davon. Oder definieren sie die Erfindungshöhe mit Mehraufwand?
Monetär betrachtetes Wirtschaftswachstum wird deshalb zwangsläufig sinken, wie zahlreiche Güter zeigen, die aufgrund von Elektronik und Automation innerhalb von 30 Jahren um zumindest 99% billiger wurden. Ist doch bei vielen Gütern mit hoher Komplexität inzwischen das Gehäuse oder gar die Verpackung das Teuerste.
Ein etwas besserer Taschenrechner kostete 1974 etwa 1800 DM und heute vielleicht noch 18€. Der Rationalisierungseffekt könnte bei 10000% liegen, vom Funktionalitätsgewinn gar nicht zu reden. Der Preis für eine genaue Uhr fiel von etwa 2000 DM innerhalb von 3 Jahren auf etwa 10 DM. Das was man heute an Funktionen in einem Auto vorfindet, bewirkt selbst bei einen Airbus A380 Verwunderung – lediglich die Redundanzen fehlen. Ein zuverlässiger PC kostete in den frühen 80er Jahren etwa 60000 DM und das mit einer Rechenleistung, mit der nicht mal die Bedienungsoberfläche eines Mobiltelefons funktionieren würde. 10MB Harddisk kosteten 10000 DM.
Dass die Welt endlich ist, sehen Sie auch bei sich. Sie können das was Sie besitzen nur zu einem geringen Teil nützen. Noch immer derselbe eine Kopf, noch immer dieselben Sinne, dieselben Neurosen, noch immer 2 Arme und 2 Beine verbunden mit einem Tag der noch immer 24h hat. Vielleicht gibt es mal die Pille, die den Schlaf ersetzt (Aldous Huxley).
Es sei denn, jemand drückt wieder den Resetknopf wie 1914, 1939 (hard reset), 1857, 1873, 1929, 2008 (soft reset). Nach einer kurzen Phase des Bedauerns und dem Schwur „nie wieder“ freut man sich über das neue Wirtschaftwunder.
Man könnte jetzt über die Lernfähigkeit und Phantasiefähigkeit, einer bestimmten Spezies nachdenken.

Mit dem Begriff Feudalismus haben sie recht. Nur die Eigentumsrechte zu betrachten ist begrifflich falsch. Ich würde jetzt Neofeudalismus sagen, welcher die Vollendung des Kapitalismus darstellt. Das Kapital bestimmt die Politik. Die Demokratie wird, wie schon in der Antike, wieder zum Theaterspiel. Mich wunderst es, dass Sie Heinsohn zitieren, mit dem Sie doch kaum übereinstimmen.

Absolut neu für mich ist, dass Holland ein sozialistischer Staat ist. Waren die auch Mitglied im Warschauer Packt?
Sicco Mansholt war dort holländischer Landwirtschaftsminister und die Landwirtschaft der Niederlande exportiert nicht nur Tulpen und die Industrie eine ganze Menge hochentwickelter Güter.
MfG Gogo

 

#35: Statiker sagt:

am Dienstag, 16.03.2010, 09:30

Zum Thema gab es gestern eine Fernsehsendung: www.3sat.de/hitec "Öl - und doch kein Ende?".

 

#36: kraemer sagt:

am Dienstag, 16.03.2010, 10:05

Bisher galten für die Erdölgenese bzw. die Stabilität von Erdöl bestimmte thermische Grenzwerte, welche sich mittelbar aus der Vitrinit Reflektivität (Kohle Streifenart) bzw. der Illit Kristallinität (Tonmineral) herleiten liessen.
Jenseits gewisser Werte für die vg. Parameter war in den betreffenden Gesteinen kein Öl, sondern nur noch Gas zu erwarten. Diese Erfahrungen waren aber bisher nur auf das Modell der organischen Erdölgenese aus Kerogen ("Erdölmuttergestein" aus organischer Substanz) bezogen worden.
Allerdings wurden in den sog. "black smokers" im Bereich der Tiefssee-Plattengrenzen sowohl Methan (CH4) wie auch Schefelwasserstoff (H2S)vorgefunden; letzterer fällt erhebliche Schwermetallfrachten in Form extrem schwerlöslicher Sulfide (schwarz) aus.
Inwiefern unter gewissen P/T Bedingungen CH4 - möglicherweise katalytisch über Schwermetalle - zu höheren Alkanen synthetisiert werden kann, ist bislang noch wenig erfoscht. Eine Ansammlung längerer Alkane setzt allerdings auch das Vorhandensein von sog. "Erdölfallen" voraus, in denen sich das Öl sammeln kann. Insofern denke ich, die Erforschung der anorganischen Erdölgenese steckt zwar noch ziemlich in den Anfängen, ist aber mE physikochemisch durchaus denkbar.

 

#37: Wehlan sagt:

am Dienstag, 16.03.2010, 16:57

@ Gogo #34

Sehr geehrter Gogo,

Ihre Meinung zu bestimmten Dingen will ich nicht ändern - das ist Glauben – und der ist frei. Aber Sie machen bestimmte Aussagen und behaupten, dass dies die Wahrheit sei, ohne dies zu belegen.

Z.B. "Meadows Modelle liegen voll im Trend".
Ich kenne kein Modell von ihm, das im Trend liegt. Und J. Simon kannte auch keines.

Weiter schreiben Sie:
"Die Welt war 1972 mit Sicherheit noch sauberer als sie es heute ist."

Wobei nicht klar ist, was Sie mit "sauber" meinen. Die sozialistischen Staaten zu dieser Zeit waren das beste Beispiel dafür, wie man ohne nennenswerte Wirtschaftskraft ganze Landstriche verseucht. Auch in China sah es 1972 nicht besser aus als heute.

Wirtschaften mit Umweltzerstörung gleichzusetzen ist einfach Unfug. Umweltzerstörung entsteht einfach durch unwirtschaftliche (feudale oder sozialistische, was das gleiche ist) Ressourcennutzung. Eine entwickelte Wirtschaft ist einfach sauberer als eine unterentwickelte.

Weiter:
"Nur eine neue Disziplin ist hinzugekommen, die auf Halbleitern basierende Elektronik"

Aha, Gentechnik, Mikrobiologie, Nanotechnologie gibt es wohl nicht.

Ich habe übrigens nie behauptet, das Holland ein sozialistischer Staat ist - einfach etwas genauer lesen.

Liest man Ihre Zeilen, so könnte man meinen, dass die Welt bald untergeht, vor allem weil alles billiger wird. Das Gegenteil ist aber der Fall. Dadurch werden Dinge, die früher Privilegien waren, für alle erschwinglich.

weiter schreiben Sie:
"Man könnte jetzt über die Lernfähigkeit und Phantasiefähigkeit, einer bestimmten Spezies nachdenken."

Da haben Sie in gewisser Weise recht. Es fehlt uns an Phantasie, besonders Ihnen. Aber eigentlich ist die Phantasie genau so unendlich wie die Dummheit - sie entspringt auch demselben Geist. Deshalb ist auch exponentielles Wirtschaftswachstum möglich, weil die Phantasie unendlich ist. Und nach Heinsohn entsteht Reichtum nicht aus Gütern, sondern auch Rechten (Eigentum), wobei Geld uns Zins Derivate des Eigentums sind.

Wenn unsere Ökonomen mehr auf Heinsohn / Steiger hören würden, gäbe es auch wieder Möglichkeiten, die derzeitige Eigentumszerstörung zu beenden. Diese Eigentumszerstörung, besser Nichtnutzung von Eigentum zum Wirtschaften, ist es gerade, was uns in Ihren "Neofeudalismus" führt.

mfg
M. Wehlan

 

#38: kraemer sagt:

am Mittwoch, 17.03.2010, 15:57

Im Nachgang:

Lange Zeit hatte man bezgl. der Genese von Erzlagerstätten immer nach irgendeinem Pluton im tieferen Untergrund geforscht bzw. postuliert, das von einem solchen sich sämtliche bauwürdigen Erzlagerstätten herleiten würden.
Heute ist man davon überzeugt, daß auch sedimentäre Erzlagerstätten - ohne diesen besagten Pluton - in bauwürdigem Umfang entstanden sind (beispielsweise oolithische Eisenerze u.a).
Die Genese sedimentärer Erze gilt heute als gesichert und zwar simplifiziert im Modell des Übertritts metallhaltiger Lösungen aus einem Eh-positiven in ein Eh-negatives (anaerobes) Milieu mit entsprechender HsS Spannung.

Warum sollte man sich nicht auch die Freiheit geben, der anorganischen Erdölgenese weiter nachzugehen, wenngleich man sicher hier nicht simpel von einem nachwachsenden Rohstoff sprechen kann.

 

#39: Gogo sagt:

am Mittwoch, 17.03.2010, 22:03

#37: Wehlan:

„Ihre Meinung zu bestimmten Dingen will ich nicht ändern - das ist Glauben – und der ist frei. Aber Sie machen bestimmte Aussagen und behaupten, dass dies die Wahrheit sei, ohne dies zu belegen.“

Sehr geehrter Herr Wehlan,
auch wenn Sie wollten, - ein ganz klein wenig mehr an realistischen Perspektiven müssten sie schon aufzeigen. Belegen Sie irgend etwas?

Nur noch eine kleine Anmerkung zu Gentechnik, Mikrobiologie und Nanotechnologie:
Wo begegnen Ihnen „sichtbar“ im Alltag Gentechnik, Mikrobiologie und Nanotechnologie?
Wenn man diesen Disziplinen die Elektronik wegnimmt, dann sind wir wieder bei Mendel und zählen Erbsen. Mikrobiologie bzw. Gentechnik wurden z.B. von Leeuwenhoek, Mendel und Pasteur schon vor Jahrhunderten betrieben.
Lieber etwas Mangel an Phantasie als dumm.

MfG Gogo.

 

#40: Wehlan sagt:

am Donnerstag, 18.03.2010, 17:00

@ #39: Gogo

Es wirft kein gutes Licht auf einen Schreiber, der einen anderen für dumm hält. Es bedeutet nur, dass Ihnen die Argumente ausgehen.
Und Mendel und Pasteur gaben keine Gentechnik betrieben, die wussten noch nicht einmal, was Genetik ist. Der Begriff Genetik wurde erst 1905 von William Bateson eingeführt. Da waren Mendel und Pasteur schon tot.

Und was soll das mit der Elektronik ? Diese wäre ohne die Chemie nicht möglich, genau so wenig wie Nanotechnolgie ohne Elektronik möglich ist. Es ist doch selbstverständlich, dass man auf bekanntem Wissen aufbaut. Dabei gibt es größere und kleinere Fortschritte. Was das Elektron im 20. Jh. war, könnte das Photon im 21. Jh. werden. Ich wünschen Ihnen, dass Sie dies noch erleben.

mfg
M. Wehlan

 

#41: Gogo sagt:

am Donnerstag, 18.03.2010, 19:05

#40 Wehlan
"Und Mendel und Pasteur haben keine Gentechnik betrieben"

Dann fangen Sie mal an, alle Lehrbücher umzuschreiben.

MfG Gogo

 

#42: Michael W. Matthes sagt:

am Sonntag, 21.03.2010, 16:43

Umfrage:

"Was wissen Sie über die Entstehung von Erdöl?

* Es entstand über Millionen von Jahren aus Fossilien und Pflanzenresten
49% (1,896 Stimmen)

* Es entstand abiotisch, also nicht aus organischem Material
21% (824 Stimmen)

* Man weiß heute noch immer nicht, wie Erdöl und Erdgas entstanden sind
30% (1,179 Stimmen)

Abgegebene Stimmen: 3,899

http://tinyurl.com/y9oc7mx

 

#43: Peak-Oil.com sagt:

am Sonntag, 02.05.2010, 14:14

Abgesehen davon, daß ich den Boom, den die abiotische Theorie in jüngster Zeit durchmacht, für eine Verdrängungsstrategie halte, will ich auf folgendes hinweisen:

Egal ob Öl abiotisch oder biotisch entsteht, wichtig ist, mit welcher GESCHWINDIGKEIT das passiert. Derzeit fördern und verbrauchen wir Erdöl mit einer Geschwindigkeit von ca. 80 Millionen Barrel pro Tag (weshalb ein 1-Milliarden-Barrel-Fund grade mal 12 Tage reicht). Damit es KEINEN Peak in der Förderung gibt muss das "Nachwachsen" des Erdöls in MINDESTENS derselben Geschwindigkeit passieren:
http://peak-oil.com/abiotische-theorie.php

Wächst Öl langsamer nach, als es verbraucht wird, gibt es unweigerlich eine Verbrauchs-Obergrenze. Gemäß den Prinzipien von Angebot und Nachfrage und angesichts dessen, daß es keine Entwicklung zur Sparsamkeit mit dem Rohstoff gibt, sind steigende Preise leicht ableitbar.

Kommentar:

Herr Rost, bitte unter Klarnamen kommentieren. Sonst müssen wir Ihre Kommentare löschen.
mfG
M.Limburg

 

#44: Ted Rahe sagt:

am Mittwoch, 04.05.2011, 21:17

Hallo, guckt hier einJahr nach dem letzten Beitrag noch jemand herein? Also, in Göttingen kannte 1955 jeder Student den kriegsversehrten Physiker Bur4khard Heim. Er hatte entdeckt5, daß aus dem Erdinnern kontinuierlich Kohlnstoffverbindungen nach oben diffundieren. Leider war ich (ca. 1980, als ich ihn während einer von Dr. Herbert Gruhl organisierten Veranstaltung hörte, noch nicht für das Thema sensibilisiert. Aber ich denke, es handelte sich um Substanzen, die denen des Erdöls zumindest verwand sind.
Beste Grüße, Ted Rahe

 

#45: A. Marie sagt:

am Sonntag, 21.08.2011, 23:42

@Günther Vennecke

"Offensichtlich haben Sie versäumt, sich ein wenig kritisch mit dem Autor Zillmer auseinander zu setzen."

Mit dem Autor sich auseinanderzusetzen, entspricht keinem wissenschaftlichen Vorgehen.


"Zillmer vertritt auch noch weitere, abstruse bis völlig absurde Ideen, er lehnt die Evolutionstheorie ab, behauptet ernsthaft, dass Mensch und Dinosaurier Zeitgenossen waren und was des absoluten Unfugs mehr ist."

In Ihren Augen bzw. mit Ihrem Verstand mag dies abstrus erscheinen. Abstrus ist die Evolutionstheorie auf jeden Fall, da sie bestenfalls den Wert einer Religion hat. Sie steht nämlich ohne den allergeringsten Beweis da. Beweise werden nur tausendfach behauptet. Selbst Richard Dawkins verhielt sich 19 Sekunden wie ein Esel zwischen 1000 Heuhaufen und konnte sich nicht entscheiden, welchen der nichtvorhandenen Heuhaufen er der Welt als Evolutionsbeweis zeigen möchte.

Natürlich waren Dinosaurier und Mensch Zeitgenossen. Wahrscheinlich spielten sie bis vor rund 10000 Jahren noch miteinander. Oder bis vor vielleicht 1000 Jahren? Woher soll man das auch wissen, bei all den Fälschungen, welche uns umgeben. Der Steinmetz in Angkor muß jedenfalls noch einen Stegosaurus gesehen haben. Die Legenden sind zudem voll von komischen Drachen.

"Warum sollte er dann ausgerechnet in Bezug auf Gas und Öl richtig liegen"

Nun, genau aus dem Grund, weil er bei den anderen Theorien eben auch weitgehend richtig liegt.

"Es ist doch immer wieder erstaunlich, auf was für Schwätzer manche Menschen hereinfallen."

Mal gucken, wie Sie sich davor davonschwätzen: In der Erdkruste bis 16 km Tiefe haben wir eine bestimmte Konzentration an Uran, Thorium und Kalium. Rechnet man sich aus, wie hoch die Zerfallswärme ist, damit man diese Konzentration heute messen kann, ergibt sich für die Gesamterde eine Wärmeenergie von ca. 200 MJ/kg nach 4,6 Mrd. Jahren, wenn man dieselbe Konzentration für die Gesamterde als repräsentativ ansieht. Die Wärmeverluste durch die Erdkruste sind dabei bereits abgezogen.

Aber nicht damit davonschwätzen, daß am Ende der Erdentstehung zufällig die Erde mit einem Zuckerguss aus Uran, Thorium und Kalium verziert wurde.

Letztlich kommt dann raus, daß die Erde unterhalb der Kruste gasförmig sein muß. Und unsere gesamte Geologie grundfalsch ist. Es kommt sogar noch viel mehr schlüssig heraus, als Sie mit Ihrer unpolierten Denkerbse sich vorstellen können!

Erdgas und Erdöl haben wir in unerschöpflichen Mengen zur Verfügung.

Woher stammt der Staub bei Vulkanausbrüchen? Wurde da etwa der Staubsaugerbeutel geleert? Der Staub ist kondensiertes "Steingas"!

 

#46: Johannes Haerle sagt:

am Sonntag, 28.04.2013, 14:47

"Dass damit besonders den Ärmsten unter den Armen der Zugang zu preiswerter Energie radikal abgeschnitten wird, kümmert bei soviel Heiligem Auftrag kaum jemanden."

Äh, Hallo? Wer profitiert denn von guenstigen fossilen und nuklearen Energiepreisen?

Der Arme, der mit dem Fahrrad zur Arbeit faehrt? Oder der Reiche, der einen Audi Q7 fahren muss?

Der Arme, der eine 35m²/Person -Wohnung bezieht? Oder der Reiche, der in einer 120m²/Person-Luxusvilla wohnt?

Der Arme, der kein Unternehmen hat, oder der Reiche, der seine Industriehalle nicht Dämmen moechte, und sehr viel Prozessenergie fuer die Herstellung seiner Produkte braucht, die er mit besseren Wirkungsgraden halbieren koennte?

Wenn ich Politiker waere, ich wuerde die Mehrwertsteuer abschaffen, und sie auf die Energiepreise aufschlagen. Dann waere der ganzen Verschwendung der Reichen ein wenig ein Ende gesetzt, und die Armen haetten letztendlich dieselben Ausgaben, wie mit Mehrwertsteuer...

Wer bezahlt denn letzendlich meine Krankheitsausgaben fuer die Allergieen, Infektionen, asthmatischen Anfaelle, die der Reiche mit seiner ganzen Verschwendung verursacht hat? Der Arme, oder der Reiche?

Also bitte:
DEUTSCHLAND, BEVOR DU IRGENDWELCHE MAUTSTEUERN UND KRAM ERFINDEST, MACH DIE ENERGIEPREISE SO TEUER, DASS SICH JEDER 2 MAL UEBERLEGT, OB ER MIT EINEM BILLIGEN 3-LITER-KLEINKOMBI VON A-B FAEHRT, ODER MIT EINEM LUXERIOESEN 12-LITER-AUTO!!!

 
 
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