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Horst-Joachim Lüdecke: Energie und Klima - Chancen, Risiken, Mythen
Weitere Veröffentlichnunen von Horst Joachim Lüdecke hier
Sonntag, 21.02.2010 10:33

Klimadebatte: Taktischer Rückzug nach Debakel!

Die Kampfmoral der Alarmisten ist angeschlagen, aber noch lange nicht gebrochen. Die Gemeinde der Klima-Alarmisten hat schwer gelitten in letzter Zeit. Auf die vielleicht nur unbeabsichtigte Veröffentlichung von belastenden Emails folgte eine nicht enden wollende Reihe von Peinlichkeiten und Skandalen, welche ihre Glaubwürdigkeit in den Augen der Öffentlichkeit arg in Zweifel zog. Als man meinte, dass es schlimmer für sie nicht mehr kommen könnte, platzte dieser Tage eine neue Bombe. Phil Jones, der Wissenschaftler im Zentrum des Email-Skandals an der East Anglia Universität und bis dahin eine führende Figur der Klimawissenschaft weltweit, hat jetzt in einem Interview mit der „BBC“ zugegeben, dass es von 1995 bis heute keine statistisch signifikante Erwärmung gegeben hat. Außerdem gab er an, dass es gut möglich sei, dass die mittelalterliche Wärmeperiode die ganze Welt betraf – bisher hatten Alarmisten behauptet, diese Erwärmung sei ein nur regionales Phänomen gewesen. Und dann gab der Wissenschaftler noch kleinlaut zu, die Originaldaten, die dem berühmten Hockeyschläger-Diagramm zugrundeliegen, schlicht verloren zu haben.

Jahrelang hatten Skeptiker diese Daten zu sehen verlangt, und nun entpuppt sich der Wissenschaftler im Zentrum dieser Kontroverse als zerstreuter Professor. Es ist wie in einem schlechten Science-fiction Film: Die Welt droht unterzugehen, und der Forscher, der sie retten könnte, verschludert die entscheidenden Unterlagen, mit denen er die bösen Skeptiker im Dienste finsterer Kapitalisten hätte ruhigstellen können. Gespannt wartet das Publikum jetzt darauf, was der etwas in die Jahre gekommene jugendliche Held Al Gore tun wird, um den Untergang doch noch abzuwenden. Ein weiterer Oscar ist ihm dabei bestimmt sicher.

Die Skeptiker haben in diesen Tagen gut lachen. Sie haben jedoch allenfalls eine Schlacht gewonnen – den Krieg jedoch längst noch nicht. Manche Alarmisten schwenken derzeit eine weiße Flagge – nicht jedoch, um zu kapitulieren, sondern um einen „Waffenstillstand“ zu fordern. Exakt dieses Wort taucht im Titel eines aktuellen Beitrags von Roger Harrabin auf, Umweltanalyst der „BBC“. Der Redakteur meint darin, dass beide Seiten „Gemeinsamkeiten“ finden könnten und stellt außerdem fest, dass es „beim Klimathema immer um Risiko und Unwägbarkeiten geht – nicht um unumstößliche Fakten“. Politiker sollten daher ihre Argumente „im Rahmen von Risiko und Unsicherheit formulieren“. 

Doch genau hier liegt der Hund der Debatte begraben. Denn wenn in Sachen Klima die Risiken und Unwägbarkeiten groß sind, dann ist Demokratie das denkbar falscheste Vehikel, um Entscheidungen über die angemessenen Maßnahmen zu treffen. Risiken abzuwägen ist eine individuelle Entscheidung. Wenn jemand erkannt zu haben meint, dass die Welt einer baldigen Katastrophe entgegensteuert, und eine Möglichkeit zu sehen meint, diese abzuwenden, dann kann er nicht warten, bis sich demokratische Mehrheiten dafür finden. Er sieht sich dann moralisch verpflichtet, Diktator zu werden und für die Folgen seiner Handlungen die Gesamtverantwortung zu übernehmen. Dies ist die unter Alarmisten seit dem Scheitern der Kopenhagen-Konferenz mehr oder weniger offen diskutierte Handlungsvariante.

Es gibt aber noch eine andere Möglichkeit, Risiken auf der Basis von Individualentscheidungen zu begegnen. Diese Variante ist weder demokratisch noch diktatorisch, sondern marktwirtschaftlich. Und sie ist genau richtig für Situationen wie diese, wo Veränderungen größtenteils relativ langsam, teilweise jedoch auch sprunghaft und in den allermeisten Fällen in völlig unvorhersehbaren Richtungen verlaufen – können. Im marktwirtschaftlichen Szenario würden Individuen Versicherungen gegen Klimarisiken abschließen – oder auch nicht, je nachdem, wie sie ihre Lage persönlich einschätzen. Oder wie die Versicherungen die Lage einschätzen. Diese können auch genossenschaftlich organisiert sein. Wenn Individuen dort, wo sie sind, keine ausreichende Versicherung bekommen, die sie sich leisten können, dann können sie entweder auf Glück setzen oder wegziehen. In einer Welt eines realen Klimawandels werden manche Landstriche vorübergehend unbewohnbar, andere dagegen werden erstmals überhaupt bewohn- und bewirtschaftbar.

Solches Ansinnen ist für die allermeisten Klima-Alarmisten jedoch ein Sakrileg. Ihr Ziel ist eine global gesteuerte Wirtschaft und Menschheit. Wobei hier nicht die Wissenschaftler gemeint sind, sondern die Politiker und Funktionäre. Ein herbeigeredeter Klimawandel ist nur ihr Vorwand für Machtausweitung und für den zweiten Versuch eines real existierenden Sozialismus, diesmal weltweit. Ein deutlicher Indikator dafür ist die argumentative Rückzugslinie der Fußtruppen. In etlichen Diskussionen taucht immer wieder dieses eine Mem auf: Es gibt zu viele Menschen auf der Welt. In höflichen Kreisen wird das nicht erwähnt, aber die Häufigkeit, mit der dieses Argument derzeit in den Foren auftaucht, zeigt, dass diese Überzeugung weit verbreitet ist. Das ist auch nicht weiter überraschend, denn sie stimmt – unter einer entscheidenden Bedingung: Dass Sozialismus herrscht. Die gegenwärtige Verwirrung im Alarmistenlager bringt die wahren Beweggründe an den Tag. Wer offen über Bevölkerungsreduzierung redet, ist zwar schlau genug, die versteckte Agenda hinter dem Klimathema zu erkennen, aber nicht schlau genug, sie zu verschweigen. So wie Fußtruppen nun mal sind.

Eine sozialistische Welt wäre ganz gewiss nicht in der Lage, auch nur eine einzige Milliarde Menschen zu ernähren, zu behausen und zu bekleiden. Eine kapitalistische Welt hingegen wäre – man beachte den Konjunktiv – in der Lage, weit mehr als die heutigen sechs oder sieben Milliarden zu versorgen. Wieviel genau kann keiner sagen – das hängt vom Stand der wissenschaftlichen und technischen Entwicklung ab – und die nur im Kapitalismus gedeihen. Der Markt würde die Preissignale setzen, die die jeweils gegenwärtigen Grenzen des Wachstums markieren würden. Keine Zentralkommission wäre nötig. Knappheiten würden ganz von alleine durch die Preise widergespiegelt. Diese würden den Menschen als Wegweiser dafür dienen, was sie tun müssen, um diese Knappheiten zu vermeiden – zum Beispiel durch niedrigere Geburtenraten oder Wegzug aus unwirtlichen Gegenden. Oder zu überwinden – zum Beispiel durch Erschließung neuer Rohstoffquellen oder die Erfindung neuer Prozesse der Müllverarbeitung oder -nutzung.

Doch das kommt den Alarmisten nicht in den Sinn. Nicht weil sie etwas gegen den Kapitalismus haben – das haben sie dank ihrer Lehrer und den Massenmedien ohnehin – sondern weil ihre Einstellung auf einem Glaubenskonstrukt fußt, das mit dem Kapitalismus schlicht unvereinbar ist. Es ist der Glaube daran, dass die Realität heute, und wie sie in Zukunft sein wird, in ihrer objektiven Ganzheit erfassbar ist. Dieser prinzipielle Glaube ist die Grundlage für die Überzeugung, dass es den Menschen möglich ist, die für sie perfekte, fehlerfreie, makellos gerechte Welt zu gestalten. Man muss nur das richtige Bewusstsein haben. Wer es nicht hat, stört nur und muss aus dem Weg geschafft werden.

Kapitalismus fußt auf dem gegenteiligen Glauben, nämlich dass die Welt in ihrer Gänze nicht objektiv erfassbar ist, schon gar nicht, wie sie in Zukunft aussehen wird. Auf dieser Grundlage ist der einzige Weg zum Glück nicht die Gestaltung nach dem, und individuelle Anpassung an den, Masterplan, sondern ein riesiges Entdeckungsverfahren nach dem Prinzip von Versuch und Irrtum. Im Kapitalismus nutzen Individuen das Preissystem, um in all dieser Unübersichtlichkeit mit dem Rest der Welt zu kommunizieren. Und je mehr Menschen es im Kapitalismus gibt, desto mehr Arbeitsteilung ist möglich, desto mehr Information wird kommuniziert, desto leichter wird es, Knappheiten zu vermeiden oder sie zu überwinden. Im Sozialismus wird diese – wie auch andere – Kommunikation unterdrückt, damit der Masterplan zur Herstellung der angeblich besten aller Welten ungestört verwirklicht werden kann.

Die gegenwärtige Frontverschiebung in der Klimadebatte hat die hässliche ideologische Grundlage, die wahre Natur der Alarmisten sichtbarer gemacht. Damit ist schon viel gewonnen. Aber ihre Bataillone sind noch immer sehr stark, sowohl personell als auch finanziell und vor allem in den Medien. Ihre Moral ist zwar angeschlagen, aber noch lange nicht gebrochen. Ihr Glaubenskonstrukt ist noch vollständig intakt. Und das Klimathema ist zu wertvoll für sie, zu praktisch im Hinblick auf das Ziel eines weltweiten Sozialismus, als dass sie es leichtfertig aufgeben werden. Langfristig können die Skeptiker in diesem Kampf also nur dann siegen, wenn sie den Krieg um die Köpfe und Herzen der Menschen gewinnen, was im Streit um das richtige Messen und die richtige Interpretation wissenschaftlicher Fakten schnell mal übersehen werden kann.

Was werden die nächsten Schritte der Alarmisten sein? Vermutlich werden sie zunächst einmal abwarten, ob es in nächster Zeit wieder ein paar ungewöhnlich warme Jahre gibt. Dann können die medialen Kanonen wieder fröhlich Untergangsstimmung verbreiten – in der Hoffnung, dass bis dahin das jetzige Debakel in der Bevölkerung vergessen sein wird und die neuen Medien des Internet entweder nicht an Bedeutung gewonnen haben oder wirksam zensiert werden können. Falls die Natur nicht mitspielt, können sie eine taktische Konzession vornehmen und das „Hockey-Team“ in Gänze opfern, sie also der fehlerhaften Arbeit bezichtigen. Es wäre nicht das erste Mal, dass Sozialisten ihre Helfershelfer ihrem Schicksal überließen oder gar ans Messer lieferten, um die Gesamtbewegung zu schützen. Dann wäre die menschengemachte Klimakatastrophe nicht mehr „unmittelbar bevorstehend“, sondern nur noch „unabwendbar, wenn nichts geschieht“. Wenn das nicht hilft, bleibt eigentlich nur noch das Fallenlassen jeglicher Vorwände und der offene Schritt in die diktatorische Weltregierung, wie Brian Micklethwait in einer Analyse feststellt. „Wie im Fall der EU werden sie schlicht verkünden, dass ihre Herrschaft unvermeidlich ist, und dass nur Dummköpfe darauf beharren würden, sie in Frage zu stellen.“ Dies wäre jedoch, schließt Micklethwait seine Überlegungen ab, eine hochriskante Taktik, denn: „Diese Leute wollen nicht wirklich verkünden, dass sie die unanfechtbare Weltherrschaft besitzen, solange und bis das nicht tatsächlich der Fall ist.“

Solange zumindest gibt es noch eine Chance für die Freiheit.

mit Dank an Robert Grözinger von eigentümlich frei

Sie auch den neuen Artikel von Edgar Gärtner ebenfalls in eigentümlich frei

Internet:

„BBC“-Interview mit Professor Phil Jones

Roger Harrabin: Climate 'Armistice'

Brian Micklethwait: Climategate and the retreat from Immeditate

 


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34 Kommentare:
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#1: Michael Weber sagt:

am Samstag, 20.02.2010, 19:54

Das Primat der Politik wird restituiert.Endlich!
Das angebliche Bevölkerungswachstum ist in ganz
Europa und Nordamerika schon längst zum Erliegen gekommen.Ohne staatliche Eingriffe!
Ohne abgearbeiteten Masterplan!Das Gegenmodell
China (1-Kind-Politik) war trotzt riesiger
Anstrengungen nicht so erfolgreich auch wenn es
seine Wachtumsrate erheblich verringert hat.
Offensichtlich sind Bildung und Wohlstand die
wirksameren Werkzeuge um dieses Ziel zu erreichen. Ich finde es noch wichtig festzustellen, daß die Anhänger der Planwirtschaft sich fröhlich in allen
grossen Firmen und Organisationen etabliert
haben. Und wie im realen Sozialismus wird der
"Plan" notfalls mit Fälschungen erfüllt.Derzeit
exemplarisch zu besichtigen bei der Neubaustrecke Nürnberg-München und der U-Bahn
Köln.Sie streben nach Macht, die sie partiell
gross macht,scheuen Verantwortung aber wie der Teufel das Weihwasser. Die wird diskret in
Gremien und bei Experten entsorgt.Diese Sorte
Planwirtschaftler nennt sich heute Manager und
ist dabei unsere Wirtschaft zugrundezurichten.
Natürlich fürstlich bezahlt.Alle Krisen der
letzten 20Jahre sind ihnen anzulasten, auch die
erste Klimakrise seit 5 Mrd Jahren.

 

#2: Klaus Boos sagt:

am Samstag, 20.02.2010, 20:26

Ich teile die Ansicht, dass hinter diesem Alarmismus letztendlich eine lebensfeindliche, heimlich dem Malthusianismus verpflichtete Technokratie steckt.
Umso bedauerlicher ist es, dass sich die katholische Kirche für diese Zwecke einspannen lässt. Diese Ansichten und diese Politik wendet sich nur gegen die Lebens- und Entwicklungsmöglichkeiten der überwältigenden Mehrheit der (armen) Menschen, sie ist insgesamt schöpfungsfeindlich und vermeint die Schöpfung als Ganzes steuern zu können.
Wir alle sollten in unseren Gemeinden und gegenüber dem Klerus dafür eintreten, dass diese lebensfeindliche, in der Tendenz totalitäre Weltsicht von der Kirche abgelehnt wird.
Es gibt keinen Gegensatz zwischen Menschen und Umweltschutz.
Ich stimme auch mit der Einschätzung überein, dass diese "Schlacht" noch lange nicht gewonnen ist - zu mächtig sind die damit verknüpften Interessen. Vielleicht wird man die Sache wenig offen aufkochen, hinterrücks über "Erziehung" und Verdummung wird weiter an solchem Weltverständnis zu Gunsten einer kleinen Minderheit gebastelt.
Um Strategie und Taktik der "Skeptiker" besser zu bestimmen bedürfen wir einer eingehenden POLITISCHEN Beurteilung der Kräfteverhältnisse auf der ganzen Welt.

 

#3: NF sagt:

am Samstag, 20.02.2010, 21:38

Eigentlich hatten wir schon vor Tagen geklärt, wie die Aussagen von Jones im BBC - Q&A-Artikel (Link unten im Artikel!) missinterpretiert worden sind.

Doch hier im Artikel geht es einfach weiter! Entweder hat es immer noch nicht jeder begriffen oder man lässt die Hetzkampagne einfach weiterlaufen, wer weiß? Was soll's, nochmal GANZ langsam:


"[Jones]hat jetzt in einem Interview mit der „BBC“ ZUGEGEBEN, dass es von 1995 bis heute keine statistisch signifikante Erwärmung gegeben hat."

Ein kleines Beispiel (Archer, The Climate Crisis, S.42)
1856-2006 0,045 +/- 0,012 °C pro Jahrzehnt
1906-2006 0,074 +/- 0,018
1956-2006 0,128 +/- 0,026
1981-2006 0,177 +/- 0,052

Archer schreibt dazu, dass der Fehler immer größer wird, je kleiner das Zeitintervall ist. Bei ca. 10 Jahren ist der Fehler so groß wie der Trend selbst. Somit ist es zwecklos, solch kleine Zeiträume zu untersuchen.
Die Fehlerangabe hier bezieht sich auf das 1-Sigma-Intervall (ca. 68%). Jones bezieht sich sogar auf das 95%-Konfidenzniveau, was dem 3-Sigma-Intervall entspricht. Die Fehler oben müssten also noch mit dem Faktor 3 multipliziert werden!

Die Formulierung "JONES GIBT ZU" impliziert ein Eingeständnis, dabei formuliert Jones eine Trivialität. (Jones gibt zu, dass 2+2=4, wäre ähnlich merkwürdig formuliert.)

Umgekehrt sollte man sich fragen, wie Skeptiker von einer Abkühlung seit 1998 überzeugt sein können (natürlich haben Sie das heiße El-Nino-Jahr 1998 als Startjahr gewählt, aber geschenkt), die ja genauso statistisch bedeutungslos ist.


"Außerdem gab er an, dass es GUT [Das verfälschende "gut" sollte man streichen, siehe Originaltext! NF] möglich sei, dass die mittelalterliche Wärmeperiode die ganze Welt betraf – bisher hatten Alarmisten behauptet, diese Erwärmung sei ein nur regionales Phänomen gewesen."
Vermutlich geht es jetzt um den Hockeystick in seiner Urform von Mann et al. 1998, der im IPCC-TAR Erwähnung findet.
Dort steht, dass "the twentieth century was likely to have been the warmest of any century during the past 1000 years,...", wobei "likely" mindestens 66% bedeutet.
Likely heißt "wahrscheinlich" und nicht 100%-ige Sicherheit!
Die Forschung ging weiter, diverse verbesserte Rekonstruktionen wurden erstellt. Die im TAR angegebene Wahrscheinlichkeit hat sich seitdem wesentlich erhöht. Obwohl es unwahrscheinlich ist, kann demnach nicht mit Sicherheit behauptet werden, dass die MWP nicht wärmer war als heute.


Und jetzt das beste:
"Und dann gab der Wissenschaftler noch kleinlaut zu, die Originaldaten, die dem berühmten Hockeyschläger-Diagramm zugrundeliegen, schlicht verloren zu haben."

Häh?? Ich habe den Text gerade nochmals gelesen, bitte wo steht DAS im Jones-Interview?? Keine Silbe vom Hockeystick!!

Ich muss mutmaßen: Es gab noch weitere Interviews (zu nature habe ich damals verlinkt), wo es u.a. um die Frage der Daten von chinesischen Wetterstationen ging, die in einer Untersuchung von Jones zum Wärmeinseleffekt eingingen (nebenbei: Daten sind inzwischen auf der CRU-Homepage). Aber wo stand etwas über Daten zum Hockeystick??


Zum weiteren Text des Artikels:
Ich verfolge hauptsächlich Diskussionen der Klimaforschung, EIKE lese ich nur nebenbei.
Zur Beruhigung aller:
Bisher habe ich die Begriffe "Ökodiktatur" etc. nur bei EIKE gehört. Auch einer Diskussion, ob "Sozialismus" oder "Kapitalismus" besser für Maßnahmen gegen Klimaerwärmung sei, war für mich neu. An meinen Maßnahmen zur Ergreifung der Weltherrschaft muss ich noch etwas feilen, dazu sage ich deshalb jetzt nichts ;-)


Eine Bemerkung noch zu Harrabins (das ist der von der BBC, der für die seltsame Auswahl der Fragen im Jones-Interview verantwortlich ist) These, "beide Seiten" sollten aufeinander zugehen.
Wenn die Skeptikerseite mal anfängt, wissenschaftliche paper zu verfassen und eigene Forschung betreibt, dann ist sie sofort und automatisch "mit an Bord" (wie z.B. Lindzen).
Skeptiker, die nur wirre Anschuldigungen auf ihren Blogs oder Websites präsentieren, stellen sich selbst ins Abseits. Wissenschaftlicher Dialog geht nur über wissenschaftliche paper!!!

Kommentar:

"Bisher habe ich die Begriffe "Ökodiktatur" etc. nur bei EIKE gehört. Auch einer Diskussion, ob "Sozialismus" oder "Kapitalismus" besser für Maßnahmen gegen Klimaerwärmung sei, war für mich neu."
Wie üblich, Herr NF, klammern sich sich an wörtliche Begriffe, und nicht an deren wirklcihe Bedeutung und Hintergrund. Ob dies aus Mangel an Sachkenntnis, oder absichtlich erfolgt, weiß ich nicht.
Fest steht dass u.a. Schellnhuber mit seinen Gesinnungsgenossen die "grosse Transformation" vorher "grosse Kulturrevolution" genannt, vorbereitet. Dazu lief letztes Jahr ein öffentlich geförderter großer Kongress in Essen. Darin wurde lang & breit verschleiernd scheinheilig diskutiert, ob denn die Demokratie wirklich die richtige Regierungsform sei, oder ob eine Diktatur (unter Wissenschaftlerherrschaft, versteht sich) nicht besser geeignet sei, den großen "Gefahren" des Klimawandels zu begegnen.
Sie sollten weniger Ihre Spitzfindikeiten hier verbreiten, sondern beginnen, den Wald zu sehen und nicht einzelne Bäume.
Und noch etwas: Wer wie Archer ("Ein kleines Beispiel (Archer, The Climate Crisis, S.42)") behauptet, die Anomalien der Globaltemperatur auf 1/100 bis 5/100 K genau bestimmen zu können, kann zwar gut rechnen, hat aber die Fehler der Originaldaten nicht vollständig oder überhaupt nicht berücksichtigt. Diese sind nicht nur zufällig verteilt, sondern überwiegend systematischer (dazu noch schleichend wie beim UHI) und grober Art.
mfG
M.L:

 

#4: Erich Richter sagt:

am Sonntag, 21.02.2010, 08:14

Hier (aus meiner Sicht) das klassische Beispiel, welches nicht gerade für "Abwarten und techn. Rückzug spricht !
Hamburgs Aktivität werden hinsichtlich der Bewerbung als Europäische Umwelthauptstadt 2011 weiter ausgebaut " Zu diesem Zweck hat der Hamburger Senat das Hamburger Klimaschutzkonzept im Dez. 2009 (nach Kopenhagen) erneut "weiterentwickelt" =fortgeschrieben. Es ist mit über 300 Einzelprojekten weiter bindend.
Frau Anja Hadjuk -grüne Umweltsenatorin- sagt: Der gescheiterte Klimagipfel sollte niemanden entmutigen, des es gibt keine Alternative zum Klimaschutz. Wenn wir unseren Kindern und Enkeln eine intakte Erde hinterlassen wollen... Für Hamburg könne sie konkrete gute Nachrichten verkünden, denn für 2010 würden wiederum 25! Millionen Euro Fördergelder zur Verfügung gestellt.
Die Zielvorgabe !!! - zur Minderung des jährlichen C02-Ausstoßes sei dreistufig angelegt und orientiere sich an den Festlegungen der Bundesregierung. Mindestens 80% C02-Minderung bis 2050 sei für Hamburg eine verbindliche Zielvorgabe.
Klimawandel erfordere Innovationen und Investitionen! 179 Seiten ! beschreiben hierbei die genauen Vorgehensweisen.
(http://tinyurl.com/yj8m3bl)
Bürgermeister und städt. Umweltpolitiker aus aller Welt hätten in ihrem Gipfeltreffen (letzte Woche) in Kopenhagen vereinbart, daß die Städte "vorne an gehen wollen", wenn sich die Staatschefs nicht einigen...was ja passiert ist.
Anmerkung: Diese Aussage kommt meiner Ansicht nach direkt von Schellnhuber PIK Potsdam, als direkte Antwort und Ankündigung nach dem Scheitern von Kopenhagen..
Weiter ist zu entnehmen, daß über 400 europäische Städte zwischenzeitlich eine gemeinsame Strategie für nachhaltige Klima-und Energiepolitik vereinbarten. "Der Fisch stinkt also vom Kopf herab"!
Um Hamburg herum hat sich ein ganzer Verbund entwickelt wird von der Orga "Klim-Zug Nord" geführt und begleitet. Hier wird paralell zu den herkömmlichen Maßnahmen die sog. Anpassungsforschung betrieben, welche in die Richtung der Kipp-Elemente und deren Folgen im Sinne von Angstszenarien tendiert. Küstenschutz,
Hochwasserschutz, Binnenwasserschutz, zukunftsfähige Kulturlandschaften...und weitere 20 Teilprojekte werden den umliegenden Kreisen und Satelitenstädten von Hamburg "eingetrichtert" !
Info: www.klimzug-nord.de - und dies zieht sich bei Google nachsehen durch den ganzen Norden bis in die Mitte, mit weiteren "Klimzügen" ! Die Gefahr geht also bei weitem nicht nur von den sog. Alarmisten aus, sondern von den Vordenkern dieses grün-ideologisch unterwanderten Landes, ja man kann sagen...großer Teile der EU!
Ich sage es nochmals - wir müssen härter reagieren bzw. agieren und uns nicht von Querulanten z.B. schon hier im Blog in ellenlange Diskussionen aus
der pseudowissenschaftlichen Richtung irritieren lassen ! Hier geht es um knallharte Politik und wie man feststellen kann, läst sich keiner von Kopenhagen abhalten. "Deren" Weg in die Ökodiktatur steht fest ! Die stören sich nicht an "unseren" begründeten Einwänden..ganz im Gegenteil !

Kommentar:

Bitte unbedingt tinyurl.com anwenden.
mfG
Admin

 

#5: matthias schmitz sagt:

am Sonntag, 21.02.2010, 11:03

Phil Jones und seine Aussagen werden hier sachlich erklärt :
http://www.wissenslogs.de/wblogs/blog/klimalounge/klimadaten/2010-02-17/verkehrte-welt

Schlagworte mit durchsichtigen politischen Inhalten schlägt mir eigentlich nur auf Websides wie diesen hier entgegen .
Von Kompetenz keine Spur !

Kommentar:

Hört, hört!
mfG
M.L.

 

#6: erich richter sagt:

am Sonntag, 21.02.2010, 12:32

Zu Rahmstorf Stellungnahme in "WissenSlogs" vom 17.2.2010...sofort in seiner typischen Art bezeichnet er indirekt den Autor des Dailymail-Berichts über die Kehrtwende des Phil Jones als
mathematischen Analphabeten um sich folgend an wissenschaftliche Haarspaltereien auszulassen...und
wenn es im Begründungsdetail problematisch wird, greift er lieber zu englischen Textbausteinen.
Den Vorwurf eines Users, daß sich manche Klimaforscher auch schlecht vorbereiten, entschuldigt er damit,sie seien einfach keine PR-Experten ! Im übrigen schweigt er sich hinsichtlich der verschiedenen anderen Vorwürfen geflissentlich aus und verweist auf eine spätere
Stellungnahme...
Wie gesagt ich bin kein Wissenschaftler, aber die
Darstellungsweise von Rahmstorf läßt Zweifel an
seiner Glaubwürdigkeit weit offen.
Hinzu kommt noch, das jegliches politisches Kalkül
aus der Niederlage von Kopenhagen unerwähnt bleibt !

 

#7: matthias schmitz sagt:

am Sonntag, 21.02.2010, 12:36

Politische Anspielungen sind für mich immer sehr interessant und aufschlussreich um die Motivationen einzelner Meinungen zu bewerten und auch mitentscheidend für die sachliche Ernsthaftigkeit des Mitteilenden .
Gleichzeitig lässt es mich schmunzeln , wenn man man sich gerade wegen der Formulierungen in eine Ecke stellt und erhebliche Bevölkerungsteile , die eigentlich überzeugt werden sollen , von der Diskussion ausschliesst .
. Mit anderen Worten : Man schiesst sich selbst ins Bein ..
In dieser Frage ist EIKE unübertroffen und eigentlich ziemlich ehrlich , wenn auch nicht seriös .

Wenn Herr NF mit Ihren Begrifflichkeiten nichts anfangen kann , kann es daran liegen , dass er ideologische Diskussionen bereits in der Jugend abgelegt hat um der sachlichen unanfechtbaren Auseinandersetzung mehr Platz einzuräumen oder er hat die Staatsformauseinandersetzung nie betrieben .
Nicht er "klammert" sich an Begrifflichkeiten die mit dem Thema sehr marginal etwas zu tun haben , sondern die hier publizierenden und kommentierenden Personen .
Aber wie schon angedeutet: es macht mir eigentlich nichts mehr aus ,sondern deutet auf den Urheber .
Unverkrampfte Sichtweisen der aktuellen Klimapolitik sehen zum Glück anders aus



 

#8: Jürgen Wanninger sagt:

am Sonntag, 21.02.2010, 13:33

Hallo Herr Richter,

dann kann das Ziel nur sein, täglich die Medien durch Mails, Leserbriefe zu eine kritischen Berichterstattung über den AGW zu drängen.
So langsam kapieren die Medien bzw. verantwortlichen Journalisten ja beispielsweise welch Unsinn die massive PV-Förderung war und ist. Oder welcher Unsinn das unökologischste Fahrzeug aller Zeiten, der Toyota Prius mit seiner katastrophalen Gesamtenergiebilanz ist. Aber eine Künast rennt noch immer rum und hausiert mit diesem Blödsinn.

 

#9: erich.richter sagt:

am Sonntag, 21.02.2010, 13:50

Herr Schmitz - was ist los ?
Was wollen Sie -eigentlich- überhaupt sagen ?
Sie sprechen von unverkrampfter Sichtweise bei dem was letztlich in der Klimapolitik abläuft...die Sie gerne hätten. Dann legen Sie doch einmal unverbindlich los, was Sie darunter wirklich verstellen. Bewerten Sie doch die einzelnen Meinungen hier aus dem Blog. Welche Bevölkerungsteile werden hier ausgeschlossen und wer schießt sich selbst ins Bein ?
"Butter bei die Fische" Herr Schmitz und dann sehen
wir weiter ! Anmerkung: "NF" hat allerdings immer
Recht !

 

#10: Lilikatz sagt:

am Sonntag, 21.02.2010, 15:29

Es gibt genug Menschen auf der Welt. Wir müssen uns nicht weiter vermehren, auch wenn es Leute gibt, dien dann wegen der fehlenden Rentenzahler jammern. Das sind aber meistens die, die gar keine Kinder haben. Die Welt ist dicht genug bevölkert, und ein bißchen mehr Wald statt Städte wäre vielleicht gar nicht schlecht. Ich bin aber nicht der Meinung, dass man da staatlicherseits verordnen soll oder darf. Es gibt auch Länder auf dieser Welt, da gelten Kinde als Segen und nicht als Armutsrisiko wie hier, und es gibt auch Länder, da ist man schlicht drauf angewiesen, viele Kinder zu haben, die einen im Alter ernähren, weil es keine Altersversorgung gibt wie hier. Das muß man immer bedenken!

Ich will keinen Sozialismus wiederhaben, denn den kenne ich schon. Bevormundung jeglicher Art ist mir ein Greuel. Wegen der zurückgebliebenen Wirtschaftsweise herrschte in der DDR Arbeitskräftemangel, und das Kinderkriegen wurde propagiert (auch wenn Frauen mit Kleinkindern an ihren Arbeitsstellen regenrecht Spießruten gelaufen sind, wenn Kindchen krank war – ich habe das leider in unguter Erinnerung). Die DDR-Machthaber hätten sicher auch gern einen Mutterorden verliehen, wie es in der Sowjetunion ab dem 4. Kind üblich war, haben sich das aber vermutlich wegen der Nähe zu Hitler verkniffen. Der hatte nämlich so was schon.

Dan hätte ich hier noch einen netten Link zur Klimadebatte zu bieten: http://tinyurl.com/ygedz4n. Kleiner Kommentar dazu: Der Begriff „naturwissenschaftliche Legastheniker“ hat offenbar gesessen. Die Klimaretter haben ordentlich aufgejault. Dabei weist der Text zwei verschiedene Zahlen aus: 0,38 % CO2 in der Atmosphäre statt richtig 0,038. Peinlich für die Autorin (deren echte Lilikatz sich derweil im unökologisch warmen Wohnzimmer auf dem Sofa räkelt) und gleichermaßen peinlich für die Klimaretter, denn sie haben es nicht gemerkt. Dabei wäre es DER Aufhänger gewesen! Stattdessen haben sie sich wirklich als naturwissenschaftliche Legastheniker geoutet. (Erinnerung an Lord Monckton und sein Interview mit Greenpeace-Aktivisten in Kopenhagen).

 

#11: Treibhausbesetzer sagt:

am Sonntag, 21.02.2010, 15:32

Cui bono ?
Die Treibhaustheorie ist nur ein Vehikel für mehr Macht und Geld. Auch wenn sich die Theorie nunmehr langsam in laue Luft auflöst, werden die interessierten Kreise trotzdem weitermachen.
Die vermutlich verfolgten Ziele "Weltregierung" und "Transformation" der Gesellschaft (wohin ?)scheinen mir mit dem Grundgesetz nicht vereinbar zu sein. Ermittelt schon der Verfassungsschutz ?

 

#12: Michael Weber sagt:

am Sonntag, 21.02.2010, 15:34

Wie sie sich anstrengen, das "gefährliche Thema"
wegzukriegen.Possierlich anzusehen,wie liebevoll
und akkurat das Interview mit Jones interpretiert
wird, um möglichst jeden Bezug zur POLITIK zu
entfernen. Ein Ablenkungsmanöver,sonst nichts.
Der nächste Schritt wird dennoch sein,über die
politische Anmassung einiger Wissenschaftler, der
Politik Vorschriften zu machen,laut zu sprechen.
Wenn sie unsere Gesellschaftsordnung verändern wollen,Bitteschön, aber nur mit demokratischen
Mitteln. Der offenen Diskussion über Sinn und Unsinn ihrer Gutachten und geplanten Massnahmen
werden sie so oder so nicht entkommen.Bislang
konnten sie lokal breitmachen, weil sie von der
Öffentlichkeit unbemerkt arbeiteten, deren
Steuergelder sie in ihren Projekten versenken.
Aber genau das ändert sich gerade. Das wird auch
den Planwirtschaftlern von klimzug.nord noch
Schwierigkeiten machen. Und den vielen reisefreudigen Bürgermeistern aus Europa und
aller Welt, die auf Konferenzen auftauchen auf
denen sie nichts zu sagen haben. Hauptsache:
vergnügliche Reise mit politisch korrekter,
dienstlicher Begründung.Als Demokraten sind wir
verpflichtet, unsere gewählte Obrigkeit zu
beaufsichtigen und EIKE ist sehr hilfreich dabei.

Michael Weber

 

#13: Bernd Hartmann sagt:

am Sonntag, 21.02.2010, 17:37

`mal ganz nebenbei gesagt:
Ich glaube EIKE vergibt sich was, wenn es sich zu weit in ideologische Debatten einmischt, droht dabei selbst ideologielastig zu werden. Mich befremdet es jedenfalls, wenn sich hier angemaßt wird, über die eine oder andere Gesellschaftsform zu urteilen, ganz offensichtlich ohne zu wissen, worüber man gerade geredet hat! Wer das Wort Sozialismus in den Mund nimmt sollte genau wissen, dass es mehrfach in unserer Nationalgeschichte missbraucht wurde und dadurch inzwischen zu einer Worthülse verkommen ist. Oder will jemand ernsthaft behaupten, dass beispielsweise Willy Brandt als Verfechter des "demokratischen Sozialismus" einer menschenfeindlichen Idee nachgelaufen ist? Schuster lasst uns bei unseren Leisten bleiben!

 

#14: Wolfgang Berger sagt:

am Sonntag, 21.02.2010, 19:53

Lieber Herr "NF",

ich bin kein Klimaforscher sondern nur ein kleiner "dummer" Ingenieur. Was mir aber bei Ihrem Zitat aus Archers Arbeit sofort auffällt sind die angegebenen Differenzen der Meßwerte:

"Ein kleines Beispiel (Archer, The Climate Crisis, S.42)
1856-2006 0,045 +/- 0,012 °C pro Jahrzehnt
1906-2006 0,074 +/- 0,018
1956-2006 0,128 +/- 0,026
1981-2006 0,177 +/- 0,052"

Die Werte sind in Tausendstel Grad Celsius angegeben. Was für ein hahnebüchener Unsinn. Eine Differenz von 1856 bis 2006 von 0,045 K/Jahrzehnt setzt voraus, das beide Meßwerte in dieser Genauigkeit vorliegen. Ich gehe mal davon aus, dass der Ausgangswert für 1856 auf sog. Proxidaten beruht. Anhand von einer eng begrenzten Anzahl von Daten aus Baumringen und Tropfsteinen oder Ablagerungen in Gewässern will man die Globaltemperatur auf 3 Stellen hinter dem Komma genau feststellen? Das ist Unsinn hoch 3 oder 4. Die og. Werte sind reine Rechengrößen die wohl nur wenig mit der Wirklichkeit zu tun haben. Auch der Meßwert für 2006 liegt keinesfalls so genau vor. Keine Wetterstation mißt ihre Temperatur in tausendstel Grad Celsius. Die Wissenschaftler haben sich scheinbar so sehr in ihre Zahlenspiele verfranzt, dass sie den Bezug zur Realität völlig verloren haben.

 

#15: Marvin Müller sagt:

am Sonntag, 21.02.2010, 22:10

#6: erich richter sagt:
"Zu Rahmstorf Stellungnahme in "WissenSlogs" vom 17.2.2010...sofort in seiner typischen Art bezeichnet er indirekt den Autor des Dailymail-Berichts über die Kehrtwende des Phil Jones als mathematischen Analphabeten ..."

Da war er doch noch nett. Er hätte ihn ja auch als Lügner bezeichen können statt Unwissenheit zu unterstellen. Wer aus dem Interviewtext von Jones rausliest, es habe keine Erwärmung gegeben, der muß entweder mit der Sprache oder der Mathematik (in diesem Fall Statistik) ein Problem haben oder Lügen wollen. Was ist denn Ihre Meinung, was bei dem Daily Mail Jounalisten zutrifft? Sie können natürlich auch gern andere Erklärungen vorschlagen, nur plausibel sollten sie sein ...


Kommentar:

Jones sprach von "keine signifikante Erwärmung" Zur Bedeutung dieses Begriffes der statistischen Signifikanz schreibt Wikipedia:
"Unterschiede zwischen Messgrößen oder Variablen in der Statistik heißen signifikant (wesentlich), wenn die Wahrscheinlichkeit, dass sie durch Zufall so zustande kommen würden, nur gering ist. Liegt Signifikanz vor, wird statistisch darauf geschlossen, dass tatsächlich ein Unterschied vorliegt. Dennoch muss ein solcher Unterschied nicht zwingend vorhanden sein. Auch Unterschiede, die statistisch signifikant sind, können zufällig sein. Wie häufig das der Fall ist, hängt von der Auswahl der untersuchten Messgrößen ab: Es können zwischen 0 % und 100 % der statistisch signifikanten Zusammenhänge zufälligen Ursprungs sein."
mfG
M.L.

 

#16: matthias schmitz sagt:

am Montag, 22.02.2010, 11:13

Ich glaube nicht , dass die Selbstwahrnehmung bei den meisten Beteiligten hier ausreicht um die unsachliche Politiklastikeit zu entdecken .
Wenn ich gelegentlich politisch Unbelastete diese Webside vorstelle ist verständnislose Verwunderung der Regelfall . Sozialismusvergleiche sind einfach unzeitgemäss angesichts der Problematiken .
Herr Richter , ich glaube eher an starke politische Motivationen hier im Blog als an wirkliche Aufklärung ; schön , dass "Bernd Hartmann" diese Ausschweifungen auch bemerkt hat .
Solche User wären über kurz oder lang weg von dieser Seite , was mir allerdings wenig ausmacht . Sieht ein bisschen sektiererisch aus hier ,aber: ein hoher Grad an fanatischer Anteilnahme ist durchaus bei den Verbliebenen zu erkennen .
schönen Tag noch

 

#17: NB sagt:

am Montag, 22.02.2010, 11:33

Lieber Herr Berger,

"Was mir aber bei Ihrem Zitat aus Archers Arbeit sofort auffällt sind die angegebenen Differenzen der Meßwerte"

Wie Sie an der Einheit sehen können, sind die Werte keine Temperaturdifferenzen, sondern die Steigungen von linearen Trends, die sich aus der linearen Regression an die Zeitreihe der globalen Temperaturmittelwerte in den verschiedenen Intervallen ergeben.

"Eine Differenz von 1856 bis 2006 von 0,045 K/Jahrzehnt setzt voraus, das beide Meßwerte in dieser Genauigkeit vorliegen."
"Ich gehe mal davon aus, dass der Ausgangswert für 1856 auf sog. Proxidaten beruht. "

Das ist mathematisch falsch! Die Genauigkeit des globalen Mittelwertes beträgt ca. +/- 0,1 K (5%/95%-Intervall) im Einzelwert (=Jahresmittel). Diese Werte basieren alle auf instrumentellen Messwerten, die Genauigkeit kommt durch die Dichte des Messnetzes, also Interpolationsunsicherheiten, Qualität der individuellen Messgenauigkeit der Instrumente und der Homogenisierung zustande. Nach dem Fehlerfortpflanzungsgestz (das auch Ingeneiure kennen sollten), schrumpft der Fehler jedoch auch mit der Zahl der Messwerte. Schlußendlich ist das globale Mittel damit genauer als der Messwert an einer einzigen Station angebbar.

Im Moment wird ja auch wieder eine neue "Entlarvungsstudie" von Watts und Aleo diskutiert, die im Kern diese Unsicherheiten als zu gering ansehen. Nach den Autoren (ganz im Kanon von Skeptikern) müßte das Unsicherheitsintervall so groß sein, dass keine positiven Trends mehr signifikant anzugegeben sind.
Der Einzelfehler von 0,1 K schrumpft bei der Trendbildung jedoch mit Wurzel aus Anzahl der Jahre zusammen. Dagegen spielt beim Fehler des Trends der Kurvenverlauf eine Rolle. Kurzum, die Fehlerangebe beim Trend hängt komplizierter mit dem Einzelwerte und nicht eindeutig zusammen.

 

#18: Marvin Müller sagt:

am Montag, 22.02.2010, 12:11

M.L. schrieb: (Ausführungen zur statistischen Signifikanz nach meiner Anmerkung, wer aus dem Jones Interview rausliest, Jone habe gesagt, es gab seit 1995 keine Erwärmung, mache was falsch ...)

Was haben Ihre Ausführungen damit zu tun, daß Jones nicht gesagt hat, es habe keine Erwärmung gegeben? Kann man sich doch ganz einfach mal ansehen, wenn man auf den Graphen kuckt: http://preview.tinyurl.com/yfpk3nu
Also wer da keine Erwärmung sieht, muß mit Blindheit geschlagen sein. Dass Jones dann ausführlich begründet, daß der Trend da ist, aber aufgrund der Kürze des Intervalls ganz knapp an der Signifikanz vorbeischrammt, wird anscheinend gern unterschlagen.

Was denken Sie, Herr Limburg, denn, was beim Reporter der Daily Mail zu der Fehldarstellung führte? Oder anders formuliert, würden Sie es für gerechtfertigt halten, wenn jemand schreiben würden, es habe seit 2002 keine Abkühlung gegeben? Das wäre die falsch dargestellte Antwort von Jones auf 'C'...

 

#19: NB sagt:

am Montag, 22.02.2010, 12:22

Lieber Herr schmitz,

"Sozialismusvergleiche sind einfach unzeitgemäss angesichts der Problematiken .
Herr Richter , ich glaube eher an starke politische Motivationen hier im Blog als an wirkliche Aufklärung"

So sehe ich das auch. Auch wenn die Artikel meistens irgendwie noch wissenschaftliche Methodik vorgaukeln, so fehlt eigentlich nie der obligatorische süffisante Hinweis, dass dieser Artikel doch nun als weiterer Beleg dafür zu werten sei, dass die politischen Massnahmen zum Klimaschutz (oder neutraler: anthropogener "Klimakontrolle") keine wissenschaftlichen Grundlage hätten und der Steuerzahler nur betrogen werden soll. Also, um die Wissenschaft alleine geht es nie!

Ebenso unübersehbar ist aber auch, dass diese Belege untereinander völlig inkonsistent sind und keine wissenschaftlich unabhängige oder grundlegend neue Arbeiten sind, sondern ausschließlich reaktiv sind, quasi als "Gegenpole" mit wissenschaftlichem Erscheinungsbild zu bereits existierenden wissenschaftlichen Arbeiten dienen sollen.

Es gibt hier zahlreiche Leser, die sogar so weit gehen, dass die Klima-Debatte ohne die Wissenschaft zu führen sei (z.B. Herr Weber, Herr Egon). Was meines Erachtens völliger Unsinn ist, denn ohne die wissenschaftlichen Ergebnisse hätten und bräuchten wir diese Debatte nicht.

 

#20: Michael Weber sagt:

am Montag, 22.02.2010, 13:32

Die Herrschaften, die den Klimasozialismus einführen wollen, wehren sich mit Händen und Füssen dagegen, daß man das so real beschreibt.
Sie wollen mehr Geld ausgeben,als uns die
Bankenkrise gekostet hat, aber darüber soll nicht
geredet werden: Schöne Demokraten!Eigentlich sind
sie schon ein Fall für den Verfassungsschutz.Wer
eine Diktatur errichten will, steht nicht auf dem
Boden unserer Verfassung, und wenn er noch so viele "wissenschaftliche" Begründungen anbringt.
Die Wissenschaft soll die Welt erklären, aber
eben nicht regieren. Das ist Aufgabe der Politik.
Daß große Teile der deutschen Politik nun
Steuererhöhungen "wissenschaftlich" begründet
als "CO2-Abgabe" tarnen wollen ist ein leicht
durchschaubares Spiel.Aber es wird so teuer und
nutzlos, daß EIKE zu Recht darauf hinweist.

Michael Weber

 

#21: Wolfgang Berger sagt:

am Montag, 22.02.2010, 13:46

Hallo Hr. NF, NB oder wie auch immer,
(wollen Sie nicht mal einen richtigen Namen angeben, ich tue es doch auch)

Sie haben also genau dass bestätigt, was ich behauptet habe. Es handelt sich um Rechengrößen.
Ich gebe Ihnen mal ein Beispiel. Sie haben 6 gleichaussehende Werkstücke A, B, C, D, E und F.
Sie sollen bei den Werkstücken eine bestimmte Abmessung prüfen. Bei den Werkstücken A, B und C sollen Sie dies mit einem Schülerlineal und bei den Werkstücken D, E und F mit einer Micrometerschraube tun. Sie kommen bei A, B und C auf jeweils 5 mm. Bei D, E und F auf 5,08; 5,11 und 5,12 mm. Nun sollen Sie die Messungen vergleichen. Nach Ihrer Methode kommen Sie zu dem Ergebnis, dass die Werkstücke DEF durchschnittlich 0,1033 mm größer sind als Werkstücke ABC. Und das ist Unsinn obwohl mathematisch richtig. Denn die Meßbasis ist nicht vergleichbar und der mögliche Fehler mindestens genauso groß wie der Differenzwert.

Dass die Werte zur Globaltemperatur von 1856 auf Messungen beruhen überrascht mich. Damals war das Innere des afrikanischen und des australischen Kontnets noch weitgehend unerforscht. Von großen Flächen Nordamerikas gab es nur vage Vorstellungen. Auch riesige Gebiete Asiens waren wenig erforscht. Von regelmäßigen Temperaturaufzeichnungen ganz zu schweigen. Und dies ist Ihre Meßbasis für den Nachweis eines Temperaturanstieges von 0,675°C +/- 0,180°C. Alle Achtung vor Ihren Interpolationskünsten. Sorry, mich überzeugen Sie damit nicht.

 

#22: Alois Egon sagt:

am Montag, 22.02.2010, 14:34

@NB
Sehen Sie NB, sie haben es endlich begriffen.

Diese Diskussion muss politisch geführt werden weil estens die wissenschaftlichen Darstellungen offensichtlich nicht korrekt sind und zweitens die Politik darauf aufbauend Entscheidungen größten Ausmaßens trifft und getroffen hat.

Hier geht es nicht darum, jeden einzelnen Punkt wissenschaftlich zu widerlegen sondern einen Prozess auszulösen, der zunächst durch eine wirklich unabhängige und freie wissenschaftliche Untersuchung Ergebnisse liefert, auf deren Basis dann die Politik Entscheidungen treffen kann.

Dieser Weg ist nun mit guten Erfolgsaussichten auf den Weg gebracht und zeigt die Richtigkeit der Vorgehensweise.

Bis dann endgültig dieses Thema von unabhängigen Untersuchungen überprüft und entsprechende Konsequenzen gezogen sind, müssen wir in gleicher Weise weiter aktiv bleiben.

Ich freue mich, dass Sie in gleicher Weise wie ich eine Diskussion ohne Wissenschaftliche Ergebnisse als Unsinn bezeichnen.

Sorgen wir also möglichst schnell für die richtigen wissenschaftlichen Ergebnisse.

 

#23: erich Richter sagt:

am Montag, 22.02.2010, 16:47

Vielleicht sollte man mal ganz,ganz vorsichtig andeuten dürfen, daß die Klimarealisten wenn es
so weiter geht, vielleicht,evtl. nicht mehr "Herr"
im eigenen Blog sein werden, weil doch NF, NB und
andere wie z.B. "Schmitzens oder Müller´s" etwas
dagegen haben. Versuchen Sie es doch einfach mal
beim Vizechef Rahmstorf...?

 

#24: NF sagt:

am Montag, 22.02.2010, 17:26

Sehr geehrter Herr Berger,

Sie haben völlig Recht mit ihrer Kritik an der Tausendstelstelle. Statt "1981-2006 0,177 +/- 0,052" würde natürlich vollauf 0,18+/-0,05 genügen.

Mit zwei weiteren Punkten unterliegen Sie allerdings einem Irrtum:
Selbst wenn jede einzelne Messtation einen Fehler von einem halben Grad aufwiese, würde durch die Mittelwertbildung und die Standardabweichung (die proportional zu 1/Wurzel(n)) ist, dieses Ergebnis genauer sein.

Auch gingen keine Proxydaten wie Baumringe ein, seit ca. 1850 liegen instrumentell bestimmte Daten vor.

MfG

 

#25: NB sagt:

am Montag, 22.02.2010, 17:32

Lieber Herr Berger,

ein paar Verständnisfragen zu Ihrer Analogie: was entspricht dem Werkstück, den Linealen/Messbasen und was ist "Ihre Methode" (also meine?) im Ausgangsfall der Temperaturreihen?

Nochmal zur Klärung: ich selber habe noch nie auf dem Gebiet veröffentlicht, ich lese nur die Veröffentlichungen dazu und kann und will - ohne dass ich etwas selber überprüft habe oder in emails herumstöbere - meine Hand für die Autoren nicht ins Feuer legen, dass Alles richtig ist. Ich urteile nur anhand der veröffentlichten Methodik und wenn es danach wirklich läuft, so ist das für mich als Naturwissenschaftler wissenschaftlich/methodisch gesehen ok.

Was kommt denn nach Ihrer Rechnung als Fehler heraus, wenn man einrechnet (was die Autoren - glaubt man ihnen - ja schon korrekt tun), dass nach Ihrer Meinung 1856 die Datenanzahl dünn war?

Lieber Herr Egon,

"Diese Diskussion muss politisch geführt werden weil estens die wissenschaftlichen Darstellungen offensichtlich nicht korrekt sind und zweitens die Politik darauf aufbauend Entscheidungen größten Ausmaßens trifft und getroffen hat.
Hier geht es nicht darum, jeden einzelnen Punkt wissenschaftlich zu widerlegen sondern einen Prozess auszulösen, der zunächst durch eine wirklich unabhängige und freie wissenschaftliche Untersuchung Ergebnisse liefert, auf deren Basis dann die Politik Entscheidungen treffen kann."

Mal langsam! Ohne wissenschaftliche Evidenzen für ein Risiko besteht kein Bedarf an politischer Diskussion. Wie häufig in solchen Fällen, starten diese Evidenzen (wie auch politisch unverfänglichere Entdeckungen) zunächst bei einigen wenigen Beobachtungen am "Rande des wissenschaftlichen meanstreams" aber entwickeln sich nach ersten vagen Evidenzen dann zu neuen Forschungsrichtungen, die diese ersten Hinweise überprüfen, erhärten, verwerfen und differenzierter untersuchen. Bezüglich der CO2-Wirkung auf das Klima kennen Sie die historischen Anfänge mit Arrhenius. Lange blieb unklar, ob der CO2-Anstieg nun eine klimatologisch bedenkliche Entwicklung nimmt oder im normalen Klimarauschen untergeht. Letzlich war es ja auch bis vor kurzem so, dass niemand wissenschaftlich einen Einfluß nachweisen konnte. Das lag daran, dass der Effekt vor Jahrzehnten noch kleiner war, aber vor allem auch daran, dass die Wissenschaft mit der Analytik und Methodik auch noch nicht so weit war. Für die Wissenschaft ist die Sache nun ziemlich klar und das Risiko ist quantifiziert. Man hat damit der Politik eine wissenschaftlich fundierte Entscheidungsbasis gegeben.

Dass nun die unbedarfte Bevölkerung und interessierte Laien mit der Erklärung der wissenschaftlichen Ergebnisse ihre Probleme haben, ist nun ein Problem, aber ein anderes - nämlich ein didaktisch/kommunikationtechnisches. Und dass Sie meinen, man wäre wissenschaftlich noch nicht so weit, um daraus politische Entscheidungen zu treffen, ist halt ihre Meinung. Sie sei Ihnen gegönnt, ändert aber nichts daran, dass Wissenschaftler aus wesentlich differenzierteren Gründen (die Sie ignorieren, dogmatisch bestreiten oder sich lieber dem Sog von primitiven Verschwörungstheorien hingeben und sich damit selber aus dem Rennen schießen) das anders als Sie sehen und seit einigen Jahren das Risiko als so hoch einschätzen, dass Handlungsbedarf besteht.

Lieber Herr Richter,

zu #23: Was wäre daran so schlimm?

 

#26: Wolfgang Berger sagt:

am Montag, 22.02.2010, 18:40

Hallo Hr. NB, hallo Hr. NF,

vielen Dank für die Geduld, die Sie für mich aufbringen. (Für Hr. NB): Zu meiner Analogie: Der Unterschied zwischen der Datenlage 1856 mit riesigen Flächen auf Kontinenten und Ozeanen ohne Temperaturmessung, für die aber durch Interpolieren Werte errechnet wurden, und die heutige Datenlage mit einem wesentlich dichteren (aber längst nicht flächendeckenden) Meßstationennetz sind nach meiner Einschätzung etwa mit den von mir oben beschriebenen Ausgangsmessungen Schülerlineal und Micrometerschraube vergleichbar. Beide liefern in unterschiedlichem Maße brauchbare Werte, die jedoch nicht wirklich miteinander vergleichbar sind. Und der mögliche Fehler beim Interpolieren von Temperaturmessungen über große Flächen ist sicher bei etwa einer Größenordnung von 0,5 K, in Einzelfällen vielleicht auch wesentlich höher einzuordnen.
(Für Hr. NF.): Nach meiner Meinung sollen die vielen Nachkommastellen eine große Sicherheit bei den Werten suggerieren, welche so nicht vorhanden ist. Kürzlich las ich, dass für 2010 eine globale Mitteltemperatur von 13,58 °C (oder waren es 15,38 °C ?) erwartet wird. Eine Einschätzung einer zukünftigen Mitteltemperatur auf das Hundertstel genau! Respekt !!

Also nochmals Dank für Ihr Verständnis, wie gesagt ich bin absoluter Laie, glaube auch nicht an Verschwörungen, habe aber einen Kopf zum Denken und das tu ich dann auch manchmal.

 

#27: erich Richter sagt:

am Montag, 22.02.2010, 19:04

Zu 25# (NB) was wäre daran so schlimm?...wenn die
Klimarealisten nicht mehr "Herr" im eigenen Blog
sein würden ?
Das ist genau der Punkt, den gewisse Ideologen für
sich in Anspruch nehmen...sowie Sie ja wohl auch
einer sind. Sie spielen im Grunde den Klima-
Allwissenden in der Überheblichkeit "die Räume wie
die Fußballer sagen, noch enger zu machen".
Ihnen und Ihresgleichen ist letztlich alles Recht
was Ihnen auch nützlich werden kann.
EIKE z.B. in Ihrer Hand, wäre "der" ausgesuchte
Spottblock überhaupt, um Andersdenkende generell
lächerlich zu machen bzw. auf´s Glatteis zu führen
So wie Sie "Herrn Egon"(22#) in Ihrer Darstellung
(25#) erläutern, entspricht es genau dem bereits
eingeschlagenen Weg des Kleinbeigebens für den
Laien und der unbedarften Bevölkerung.
Dieses als didaktisch/kommunikationstechnisch abzutun ist doch lächerlich. Dies ist doch Euer spezielles Kulkül den Ökologismus mit der Klimapolitik so zu vermischen, daß nur noch die wenigsten Menschen durchblicken oder aber im interessanten Beiwerk (Emissionshandel) zum Beispiel einen guten geschäftlichen Sinn sehen, wenn sie zu den Bessergestellten sich zählen können. Da hat sich ein riesiger Markt entwickelt
der "natürlich" bedient sein will...letztlich zu
Lasten des "kleinen Mannes" !
Es geht doch schon gar nicht mehr um die eigentliche Wissenschaft, sondern um die neuen
Märkte der erneuerbaren Energien als Oberbegriff.
Der Umwelttechnologien wie z.B. von Siemens ergänzt durch große Werbekampagnen 2009 ca. 200 Millionen Tonnen C02 eingespart zu haben.
Klimaschutz ist einfach "in" und wird wie schon
gesagt mit Umweltschutz passend vermischt.
Anpassungsforschung wird bereits bundesweit betrieben oder ist im Aufbau...sagen wir vereinfacht mal, wenn es mit der Klimaerwärmung in den nächsten JaHREN -NICHT SO-klappen würde. 300 Millionen stellt das Bundesforschungsministerium trotz allem für den Kimaschutz zur Verfügung
(wieviel Honorar bekommen Sie eigentlich?)
Darum kann auch Latif IPCC-Fehler eingestehen und/oder die Medien diese Schwindeleien aufdecken.
Man wird dies wohlwollend abnicken und den schon
bestrittenen Weg nicht verlassen wollen.
Kippen kann dies nur eine aufgeklärte Bevölkerung
und das nicht nur in Deutschland sondern zumindest
EU-weit. Dies verhindert aber der Mainstream und
Leute wie Sie, welche vermutlich unter vielen Pseudonymen für Unruhe und Unsicherheit sorgen
sollen. Was könnte Sie oder NF -vielleicht sind
Sie ja identisch- ansonsten bewegen, sich mit solchen in Ihren Augen "primitiven" Menschen zu
befassen ?

 

#28: Eike Schulze sagt:

am Montag, 22.02.2010, 22:42

Zwar ist verständlich das die Autoren des Artikels die Klimaideologie links einordnen, allerdings ist die ursprüngliche Umweltideologie rechts oder klar ausgedrückt, von den Nazis ins Leben gerufen. Das Ganze segelte unter dem Begriff "Umweltschutz ist Heimatschutz" Für den ersten Überblick:

http://www.pawek.de/Schutz.htm

Deutlich wird, dass der faschistoide Ansatz der Umweltpolitik in seinen Prinzipien wieder aufgegriffen werden soll. Kontrolle über (Welt-)Wirtschaft und (Welt-)Bevölkerung. Dagegen haben sich glücklicherweise in Kopenhagen die Mehrheit der Staaten ausgesprochen.

MfG

Eike Schulze

 

#29: SK sagt:

am Dienstag, 23.02.2010, 11:37

Michel Weber:

"Das angebliche Bevölkerungswachstum ist in ganz
Europa und Nordamerika schon längst zum Erliegen gekommen.Ohne staatliche Eingriffe!
Ohne abgearbeiteten Masterplan!Das Gegenmodell
China (1-Kind-Politik) war trotzt riesiger
Anstrengungen nicht so erfolgreich auch wenn es
seine Wachtumsrate erheblich verringert hat.
Offensichtlich sind Bildung und Wohlstand die
wirksameren Werkzeuge um dieses Ziel zu erreichen."

Ich behaupte mal, nicht "bildung und Wohlstand" sondern eher "Brot und Spiele". Denn von Bildung und vom Wohlstand kann man heute im Vergleich zu 70ern oder 80ern kaum reden, beides ist den Bach runter.

 

#30: Reinhard sagt:

am Mittwoch, 24.02.2010, 13:28

Hallo zusammen,
ich als gelernter DDR-Bürger habe 40 Jahre Efahrung mit der Verbreitung von Ideologien. Aber ich muss hier ganzklar sagen von diesen paradiesichen Zustände wie im heutigen Deuschland konnte Erich Milke nur träumen! Eine Gleichschaltung aller Medien von den öffentlich rechtlichen bis zu den privaten. Wobei das Sendungsbewustsein der öffentlich rechtlichen Anstalten ein besonderes Dilemma widerspiegelt.
Der Steuerzahler bezahlt diese Leute, die Ihn eigentlich unabhängig aufklären sollen, für deren private Missionen. Die Wirklichkeit findet in den Klimanachrichten nicht statt. Selbst offensichtliche Lügen werden von unserer "freien Presse" widerspruchslos verbreitet. Beispiel: Thüringen Solarkürzungsdiskussion: Unsere MP Lieberknecht lässt verbreiten, dass Sie eine Umfrage zur Rettung dieser "grünen Energie" starten will. Jedem Haushalt müsste diese Rettung eine Herzenssache sein, da die Kosten mit 2,50 € pro Haushalt und Monat ja lächerlich gering sind. In diesem Stil wird hier jetzt schon seit 14 Tage Propaganda gemacht. An anderer Stelle lese ich dann in der gleichen Zeitung, dass 2009 Solarkosten in Höhe von 12 000 000 000,-€ angefallen sind. 12Mrd. geteilt durch 39Millionen Haushalte ergibt 307 €/Jahr = 25,-€/ Monat. Für eine "gute Sache" ist dieser kleine Rechenfehler allemal berechtigt!
Man kann auch durch kein Wahlverhalten Eifluß nehmen.
Siehe Röttgen!
Aber letztendlich basieren Klimadaten wie auch Arbeitslosenzahlen auf Statistiken. Wir haben es zugelassen, dass noch jede Regierung diese Statistik geschönt hat. Im Ergebnis wird damit jede Statistik zur Farce. Denn der Sinn jeder Statistik ist die Vergleichbarkeit. Dieser Ökologismus führt letztendlich dazu, dass wir unsere Resourcen an den falschen Stellen verplempern und für die wirklichen Herausforderungen keine Mittel mehr haben. Es ist eine Fortschrittsfeinliche rückwärtsgewandte Ideologie.

 

#31: erich richter sagt:

am Mittwoch, 24.02.2010, 15:52

Bravo Herr Reinhard - eigentlich wollte ich hier
nicht mehr teilnehmen...ein bemerkenswerter Beitrag
"zum um die Ohrenhauen"für die Politiker...Wie sagt man so schön im Volksmund - "alle in einen Sack" und man trifft eigentlich immer den Richtigen.
Dies bestätigt meine These -von der ökologistisch-
sozialistischen Unterwanderung unserer Kommunen
und Behörden seit der Wiedervereinigung.
Frage, wo sollten sie auch alle geblieben sein, die
ganzen früheren "Kommunisten" ?

 

#32: NF sagt:

am Mittwoch, 24.02.2010, 19:04

Sehr geehrter Herr Reinhard,

wechseln Sie die Zeitung oder schreiben Sie einen Leserbrief.

12 Mrd. in 2009 ist eine Ente, 12 Mrd. können sich nur auf einen längeren Zeitraum beziehen, vielleicht 10 Jahre?

(Auf jeder Stromrechnung steht ja der Anteil, der auf das EEG entfällt. 307€ wäre uns aufgefallen.)


MfG

 

#33: erich Richter sagt:

am Donnerstag, 25.02.2010, 08:28

Herr/Frau NF - Sie sind einfach unverbesserlich -
teilen sie doch mal 307 Euro durch 12 ???
Normale Bürger bezahlen ihre Energierechnung monatlich...alles klar ?

 

#34: mj sagt:

am Donnerstag, 25.02.2010, 10:26

Lieber NF, lieber Herr Richter,

die 12 Mrd. Euro beziehen sich auf die neu installierten Photovoltaik-Anlagen aus 2009. Nach dem EEG wird hierfür ein garantierter Preis über 20 Jahre gezahlt. Die Subventionen für die Anlagen aus 2009 werden also in den nächsten 20 Jahren über den Mehrpreis aus dem EEG bezahlt.

Siehe auch hier: http://tinyurl.com/yzmbrzc

 
 
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