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Daily Sun: 31 Aug 16
A new and possibly large sunspot is emerging at the circled location. Credit: SDO/HMI
http://www.spaceweather.com
Dienstag, 16.02.2016 09:21

Globale Erwärmung ? Die Antarktis kühlt dramatisch ab. Und die Arktis folgt.

Von Günter Keil

Den Lesern wird schon aufgefallen sein, dass in den Medien stets nur vom Meereis am Nordpol die Rede ist, das in der Tat abgenommen hat – so seit 1975 bis 2015 im Jahresmittel von 13,8 auf 12,2 Millionen Quadratkilometer (qkm).

Einerseits wird also die klimatische Situation in der Arktis so dargestellt, als ob ein massiver Rückgang der Eisfläche demnächst sogar die Nord-Ost-Passage im Norden Russlands für die Schifffahrt öffnen werde – andererseits wird die Situation am Südpol von den Medien schlicht ignoriert.

Zum Vergrößern anklicken

Damit wird stets die Geschichte vom harten Schicksal der Eisbären in der Arktis verbunden, die angeblich bald keine Eisschollen mehr vorfinden, auf denen sie leben und jagen können.

Was die Presse nicht berichtet, ist die in Ermangelung von verlässlichen Daten über die Eisbärenpopulationen unklare Situation, die eine Bewertung schwierig macht. Die bedeutende Internationale Union for Conservation of Nature IUCN hat 2014 folgende Zahlen festgestellt: Von den 19 Eisbären-Populationen mit insgesamt ca. 26.000 Tieren sind

·      3 abnehmend,

·      6 stabil,

·      1 zunehmend,

·      und für 9 Populationen gibt es unzureichende Daten.

Die genauesten Daten stammen aus Kanada; in der Russland zugewandten Seite der Arktis leben die Populationen, über die man zu wenig weiß.

Unstrittig ist, dass eine dauerhafte Verringerung der Meereisfläche die Lebensbedingungen der Eisbären verschlechtern würde; ein weiterhin bestehendes Problem ist jedoch auch die Jagd. Was ebenfalls nicht allgemein bekannt ist: Heute leben eindeutig mehr Eisbären als vor 50 Jahren.

Die Entwicklung in der Arktis

Betrachtet man die Entwicklung der Meereisfläche am Nordpol, dann ist eine stetige Abnahme seit dem Beginn der Satellitenmessungen festzustellen, wie es die Abb. 1 zeigt.

(Lit.1).

Abb. 1 (siehe oben rechts): Mittlere monatliche Meereisfläche der Arktis, jeweils für Januar, von 1979 bis 2016.  Blaue Linie: Mittelwert. Die rote Linie wurde von G.Keil eingefügt; sie gibt den Mittelwert der Veränderungen seit 2005 an. Der Januar 2016 zeigte einen erneuten Rückgang; dies führen die NSIDC-Experten auf das El Niño-Ereignis in der 2. Jahreshälfte von 2015 zurück.

Quelle: National Snow and Ice Data Center NSIDC, Univ. of Colorado (Lit.1)

Die Kurve vermittelt den Eindruck, dass diese Entwicklung anscheinend auch künftig so weiter gehen wird. Betrachtet man jedoch das rechte Ende der Kurve, dann wird deutlich, dass eine schlichte Verlängerung der seit 1979 fallenden blauen Mittelwertlinie über 2006 hinaus nicht zwingend ist; vielmehr zeigt sich, dass sich die mittlere Meereisfläche der Arktis in den letzten 10  Jahren nicht mehr verringert hat. Dies kann man durch die eingezeichnete rote Linie darstellen. Der gegenüber 2015 Anfang 2016 eingetretene Rückgang der Eisfläche wird von den Wissenschaftlern auf das in längeren Zeitabständen (zuletzt 1998) eintretende El Niño-Klimaphänomen im östlichen Pazifik zurückgeführt, das weltweit einen kurzen Erwärmungsschub bewirkt. Nach El Niño folgt in wenigen Jahren das wieder mit einer Abkühlung verbundene, ebenfalls natürliche La Niña-Ereignis.

Macht sich auch hier – wie in der Antarktis (s.u.) – der Stopp der globalen Erwärmung bemerkbar ? Erst die Daten der Folgejahre werden diese Frage beantworten; aber die NSIDC-Wissenschaftler verweisen auf eigene Beobachtungen und eine interessante Prognose dazu:

„Bis in die 90er Jahre zeigen die Beobachtungen einen Anstieg in dem Tempo des Eisverlustes im nordatlantischen Sektor der Arktis, dem eine Verlangsamung in den letzten Jahren folgte. Der beobachtete Trend über die Periode 2005 bis 2015 ist tatsächlich positiv (eine Tendenz zu mehr Eis). In einer neuen Veröffentlichung in den Geophysical Research Letters zeigen  Wissenschaftler des National Centre for Atmospheric Research NCAR, dass ihr Community Earth System Model CESM in der Lage ist, diesen Zeitraum des winterlichen Eis-Wachstums im Nordatlantik vorherzusagen. Diese Studie sagt voraus, dass in naher Zukunft das Meereis in diesem Teil der Arktis wahrscheinlich stabil bleibt oder sogar anwächst.“ (Zitat Ende). 

Damit bestätigt sich die sich aus dem jüngsten Teil der Kurve von Abb. 1 ergebende Vermutung, dass es in der Arktis bereits einen Stopp des Meereis-Rückganges gibt und die Voraussagen des NSIDC und des NCAR besagen, dass dieser Stopp anhalten und evtl. wieder in eine Zunahme übergehen wird.

Es ist somit zu erwarten, dass den Klimawarnern, die von dem Verschwinden des arktischen Meereises ausgehen, die Argumente abhandenkommen. Hinzu kommt dann die längst gegenteilige Entwicklung in der Antarktis (siehe unten), die nach jahrzehntelanger Stabilität nun schon seit Jahren eine Abkühlung des Ozeans und eine deutliche Zunahme des Meereises zeigt. 

Die Entwicklung in der Antarktis

Dass man in den Medien von der Entwicklung am Südpol, also der Antarktis, nichts liest und hört, liegt daran, dass sich daraus schon seit mehreren Jahren keine Paniknachrichten über die globale Erwärmung ableiten lassen. Ganz im Gegenteil, wie die Meereis-Daten zeigen. (Die Eisfläche des antarktischen Festlandes ist und bleibt konstant und wird daher in den Betrachtungen der gesamten antarktischen Eisfläche nicht berücksichtigt).

In der folgenden Abbildung 2 werden die Daten der Meereisfläche und der Ozeantemperatur der Antarktis zusammengeführt, um die Korrelation der beiden Kurven aufzuzeigen. Die Daten stammen vom Koninklijk Nederlands Meteorologisch Instituut (KNMI), das zum Ministerium für Infrastruktur und Umwelt gehört. (Lit.3).

 

 

Abb.2: Jährlich gemittelte Ozeantemperatur in Grad Celsius (blau; rechte Skala) und Veränderungen der Meereisfläche auf der südlichen Halbkugel SH (rot; linke Skala; Satellitenmessungen)  Bei der Eisfläche sind die Abweichungen vom langjährigen Mittelwert 11 Millionen qkm (Null-Linie) dargestellt. Eine Meeresfläche wird als Eisfläche bezeichnet, wenn sie zu mindestens 15% vom Eis bedeckt ist. Zur Verdeutlichung der Korrelation zwischen den beiden Kurven ist die Meerestemperatur „invertiert“ dargestellt, also nach oben abnehmend.                                                                                                                        

Grafik vom NSIDC auf der Grundlage der Daten vom KNMI. (Lit. 2 und 3).

Man sieht, dass die durch Satelliten gemessene Meereisfläche seit 1978 bis 1992 annähernd konstant bleibt – der Anstieg der Globaltemperatur hat am Südpol offenbar keine Wirkung. Ab 1992 beginnt sogar ein Anstieg der Eisfläche, der ab 2003 deutlich zunimmt und schließlich ab 2012 in einen dramatischen Zuwachs übergeht und für 2015 einen Rekordwert erreicht. Dass dies mit der fallenden Ozeantemperatur zusammenhängt ist logisch – und wird auch durch die gute Korrelation mit der Veränderung der Eisfläche bestätigt.

Ed Caryl schreibt dazu, dass der südliche Ozean ähnliche Erwärmungs- und Abkühlungs-Zyklen aufweist wie der Nordatlantik – nur nicht so ausgeprägt. Dieser Zyklus wird jetzt negativ und die Temperaturen an Land und im Meer gehen scharf nach unten, während das Eis anwächst.

Es gibt nun kein warmes Meerwasser, das die Eisfläche von unten zum Abschmelzen bringen kann. Der Ozean kühlt sich ab und befindet sich die meiste Zeit unterhalb des Gefrierpunktes.

Es ist nicht weiter verwunderlich, dass diese Entwicklung den Vertretern der Klimakatastrophen-Theorie nicht gefällt und in den Medien keine Erwähnung fand. 

Quellen:

Lit. 1: National Snow & Ice Data Center (NSIDC), “Arctic Sea Ice News & Analyses”, 4.2.2016, https://nsidc.org/arcticseaicenews/ 

Lit. 2: Ed Caryl: South Polar Ice Age: Stations Show “Dramatic” Antarctic Peninsula Cooling Since 1998, Sea Ice Surge”, NoTricksZone, 8.7.2015,  www.notrickszone.com/wp-content/uploads/2015/07/sea-temp-60-75oS.jpg

Lit. 3: KNMI (NL) Climate Explorer, Time Series, 23.1.2016,

www.climexp.knmi.nl/getindices.cgi?WMO=NSIDCData/S_ice_extent&station=SH_seaice_extent  

 


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28 Kommentare:
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#1: Hans-Eberhard Fischer sagt:

am Dienstag, 16.02.2016, 13:02

Ich las vor einiger Zeit an anderer Stelle, seit diese Tiere auf Spitzbergen unter absolutem Artenschutz stehen, habe die Eisbären-Population dort derart zugenommen, dass sich niemand mehr ohne Gewehr aus dem Haus traut - weil sich die Tiere immer dichter an menschliche Behausungen heranwagen.
Und wenn einmal ein Mensch einen Bären aus Notwehr erschießt, habe er anschließend ein Riesen-Strafverfahren am Hals ...

Wer kann schon wissen, was stimmt - ich glaube in puncto Klima, Eis an den Polen usw. kein Wort mehr. Vor allem, wenn aus aus dem Mund von Politikern stammt, oder einem diesen nahe Stehenden.

 

#2: T.Heinzow sagt:

am Dienstag, 16.02.2016, 13:11

Falsche Frage: "Macht sich auch hier – wie in der Antarktis (s.u.) – der Stopp der globalen Erwärmung bemerkbar ?"

Die Meereisschmelze wird nicht durch eine Änderung der Lufttemperatur nördlich des Polarkreises verursacht.

Die wesentliche Ursache ist eine Zunahme des Energietransportes durch den Golfstrom (höhere Temperatur und/oder höhere Umwälzung der THZ) und eine Erhöhung der Geschwindigkeit der Eisdrift durch Änderung der arktischen Luftsrömung.

Das Meereis schmilzt einerseits überwiegend von unten und an der Kante nördlich der Linie Grönland - Spitzbergen - Sibirien.

Es ist also die AMO, die "mitursächlich" für die Schmelze ist, einmal abgesehen von den industriellen (und vulkanischen) Rußteilchen, die die Albedo verringern.

 

#3: F.Ketterer sagt:

am Dienstag, 16.02.2016, 13:14

Aus dem Text
„[. . . ] Die rote Linie wurde von G.Keil eingefügt; sie gibt den Mittelwert der Veränderungen seit 2005 an. [. . . ]“
################
Sollte doch wohle heißen : „sie gibt den Mittelwert 2005-2016 an“. Nur: auch das macht die Rote Linie nicht. Könnte der Autor dies bitte aufklären?

 

#4: Werner Kohl sagt:

am Dienstag, 16.02.2016, 13:36

> Unstrittig ist, dass eine dauerhafte Verringerung der Meereisfläche die Lebensbedingungen der Eisbären verschlechtern würde<

Das stimmt so nicht. Wer die Publikationen der Eisbär-Expertin Dr. Susan Crockford liest, weiß, dass die Ausdehnung der arktischen Meereisfläche im Sommer (von der wird ja immer geredet) keine Rolle spielt, sondern die Bedingungen in den Frühlingsmonaten.

https://polarbearscience.com/?s=spring

Die Population hat sich übrigens in den letzten 50 Jahren verfünffacht (wie man auch bei Bjørn Lomberg nachlesen kann). Den primären Einfluss auf die Population hat übrigens die Jagd.

 

#5: H.Börger sagt:

am Dienstag, 16.02.2016, 14:54

Die Feststellung, über die Entwicklung der Antarktis sei letzthin nichts in den Medien gekommen, ist falsch. Vor zwei/drei Tagen im SWR: Das AWI hat festgestellt, daß die westliche Antarktis massiv abschmilzt.
Okay, ich habe nur die Hälfte mitbekommen. Nun aber habe ich mal anchgeschaut im Internet:
AWI: Wie stabil ist der Westantarktische Eisschild? Datum 09.02.2016 (!!!)
Wissenschaftler des AWI - Alfred-Wegener-Instituts, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung veröffentlichten eine neuen Studie. Darin kommen Sie zu dem Ergebnnis, dass eine zukünftige Erwärmung des Südlichen Ozeans bedingt durch steigende Treibhausgaskonzentrationen in der Atmosphäre die Stabilität des Westantarktischen Eisschildes empfindlich stören könnte. Ein Anstieg des globalen Meeresspiegels um mehrere Meter wäre die Folge. Ein Kollaps der Westantarktis könnte sich auch in der letzten Warmzeit vor 125.000 Jahren vollzogen haben, einer Zeit, in der die polare Oberflächentemperatur um etwa zwei Grad Celsius höher war als heute.
Die kleinen Tippfehler im Originaltext - was soll's. Der Inhalt ist doch wahrlich Klasse: Das ganze läuft unter dem Titel: Deutsches Klimaportal - Klimaservices für Deutschland. (www.deutschesklimaportal.de ....) Ja und dann geht es los mit IPCC 2013 ... also nix ist es mit der Feststellung: "Es ist nicht weiter verwunderlich, dass diese Entwicklung den Vertretern der Klimakatastrophen-Theorie nicht gefällt und in den Medien keine Erwähnung fand." Von wegen(er): Die machen unverdrossen weiter und mit Argumenten, daß man sich fremdschämen müßte, wenn man nur wüßte, wer man ist! Ich jedenfalls nicht - ich finde solche vom Steuerzahler hoch bezahlte "Wissenschaftler" sollten sich schämen! Wäre da der Begriff "Wissenschaftler-Pack" angemessen? Habe ich neulich jemanden sagen hören.

 

#6: H.Urbahn sagt:

am Dienstag, 16.02.2016, 15:25

Werter Herr Kohl,
Sie haben völlig Recht. Die Eisdicke im Frühjahr hat einen wesentlich größeren Einfluß auf die jeweilige Eisbärpopulation als die Ausdehnung des Sommereises. Denn, wenn das Eis im Frühjahr zu dick ist,ist es vorbei mit der Jagd auf Seehunde und es kommt zu einem drastischen Rückgang der lokalen Eisbärpopulation. Dies kommt in Kanada bei einigen Populationen nahezu regelmäßig alle 10 Jahre vor mit anschließender Erholung. Wie wenig die Ausdehnung des Meereises eine Rolle spielt zeigt die kürzliche Zählung der Eisbären im norwegischen Bereich um Spitzbergen. Dort ist trotz eines deutlichen Rückgangs des Meereisses die Eisbärpopulation um gute 40 % gestiegen und die Eisbären in dieser Gegend waren nicht nur gesund und gut genährt sondern regelrecht fett, wie die Autoren dieses Berichts schrieben.
MfG

 

#7: H.Urbahn sagt:

am Dienstag, 16.02.2016, 19:34

Werter Herr Börger,

ist ja dolle, daß das AWI die Ozeane mit Hilfe des CO2s aufheizen will. Die Strahlung des CO2 dringt nur Bruchteiele eines mm ins Wasser ein und das ist genau die Schicht aus der das Wasser verdunstet. Also wird das nichts mit der Ozeanerwärmung. Übrings die Eem-Warmzeit war bis zu 10° C wärmer als heute.
MfG

 

#8: G.Wedekind sagt:

am Dienstag, 16.02.2016, 20:11

Sehr geehrter Herr Keil,

Man sollte sich auch die Daten für das arktische Meereis vor 1978 anschauen. Denn die Temperaturen in der Arktis (75 - 90 Grad Breite) nach Hadley CRUT erreichten um ca. 1970 ein Minimum, nachdem sie ab 1940 ständig abgefallen waren von einem Niveau, daß ungefähr den heutigen Temperaturen entspricht. Erst danach stiegen sie wieder an. Man sollte annehmen, daß die Meereisausdehnung ungefähr diesem Verlauf folgt.

Tatsächlich gibt es in dem bekannten Lehrbuch zur Einführung in die Wissenschaft der Atmosphäre "Witterung und Klima", P.Hupfer, Wilhelm Kuttler, 11. Aufage 2005, Springer Verlag, die Abb 10.15: Da gehen die Daten zurück bis 1973 und nach diesen gab es ein Maximum in der Meereisausdehnung um 1977 (Houghton e.a. 2001). Es ist nach den Temperaturdaten also anzunehmen, daß das Eis bis zum Anfang der 70-ger Jahre zugenommen hat.

Einen ähnlichen Verlauf zeigt offensichtlich auch das Grönlandeis: Da gibt es auch (begrenzte) Messungen von vor 2000 ab 1959. Entlang einer EGIG-Linie in Westgrönland (von der Küste bis hoch auf das Eisschild) wurde das Eis vermessen. In diesen Messungen scheint man ebenfalls den Temperaturtrend wiederzufinden:

"… Entlang der EGIG-Linie (Expedition Glaciologique Internationale au Groenland) … in Grönland scheint die Eisdicke zwischen 1959 und 1968 zugenommen und danach bis 1992 wieder abgenommen zu haben. Es ist allerdings nicht bekannt, wie repräsentativ dieses Ereignis für das gesamte grönländische Eisschild ist."

Quelle: Warnsignal Klima, „Veränderungen der großen Eisschilde“, Ph. Huybrechts, ca. 1999

Fazit: Die Daten seit 1978 sagen nur die halbe Wahrheit.

MfG

G.Wedekind

 

#9: Günter Keil sagt:

am Mittwoch, 17.02.2016, 21:04

Die Antwort von F. Ketterers Frage fand ich heute im Mail-Service von Benny Peiser (TheGWPF): Die Webseite NoTricksZone brachte am 12,2,16 einen neuen Artikel von P. Gosselin "Arctic Sea Ice Trend May Have Turned The Corners As Ice Volume Picks Up Over Past 5 Years".
Eine der dort gezeigten Grafiken stammt von der Arctic Climate Research der Univ. of Illinois und zeigt klar, dass das Meereis der Arktik "über die letzte Dekade unverändert (flat) blieb". Also genau das, was ich mit meiner "roten Linie" veranschaulichen wollte.
Eine weitere Grafik auf dieser Seite stammt von PIOMAS und zeigt einen eindeutigen Aufwärtstrend der Meereisfläche in den letzten 5 Jahren - also die Bestätigung der von mir zitierten Aussagen des NSIDC und der NCAR. Die rote Linie hätte eigentlich in der Mitte nach oben abknicken müssen...
Quelle: www.notrickszone.com/2016/02/12/arctic-sea-ice-trend-may-have-turned-the-corner...

 

#10: F.Ketterer sagt:

am Donnerstag, 18.02.2016, 12:12

#9: Günter Keil sagt:
am Mittwoch, 17.02.2016, 21:04

Die Antwort von F. Ketterers Frage fand ich heute im Mail-Service von Benny Peiser (TheGWPF): [. . . ]

#### Anmerkung F.Ketterer #########

Ich fragte Sie, was ihre Rote Linie darstellt. Benny Peiser kann dies nicht beantworten.

#################################

#9: Günter Keil sagt:

„[. . . ] Eine der dort gezeigten Grafiken stammt von der Arctic Climate Research der Univ. of Illinois und zeigt klar, dass das Meereis der Arktik "über die letzte Dekade unverändert (flat) blieb". Also genau das, was ich mit meiner "roten Linie" veranschaulichen wollte. [. . . ]“

#### Anmerkung F.Ketterer #########

Ihre Rote Linie bezog sich auf die NSIDC Werte für den Monat Januar. Die Illinois Daten sind die laufende Anomalie. Äpfel und Birnen . . .

Falls Pierre Gosselin keine Veränderung über die letzte Dekade sieht, dann spricht dies gegen seinen Optiker. Ein kleiner Tipp: die Grafik kann man hier besser sehen:

http://tinyurl.com/uiuc-arcticSIEAnomaly

#################################

#9: Günter Keil sagt:

Eine weitere Grafik auf dieser Seite stammt von PIOMAS und zeigt einen eindeutigen Aufwärtstrend der Meereisfläche in den letzten 5 Jahren - also die Bestätigung der von mir zitierten Aussagen des NSIDC und der NCAR. Die rote Linie hätte eigentlich in der Mitte nach oben abknicken müssen...


#### Anmerkung F.Ketterer #########

Zwischen Fläche und Volumen können Sie schon unterscheiden? Zwischen Gemessen und modelliert auch?
Und nochmals die Frage: was sollte Ihre Rote Linie nun darstellen?

 

#11: Vaclav Endrst sagt:

am Donnerstag, 18.02.2016, 19:19

Antarktis kühlt dramatisch ab, die Arktis folgt. Es kann gut möglich sein, dass sich der Mensch dabei ein wenig beteiligt und zwar durch die Verbrennung von Kerosin bei der bekannte weise ein Abgas, das Wasser zur Hälfte enthält, entsteht. Vielleicht ist wenige bekannt, dass das Wasser nur in einem Aggregatszustand, nämlich als Dampf leichte als die Luft ist, als Wasser oder Eis ist es nicht der Fall. Weil das Wasser aber bei - 50°C noch positiven Dampfdruck hat, kann also verdunsten (deswegen die sg. Kondensstreifen nach unterschiedlich lange Zeit verschwinden), aber das heißt nur für einen Beobachter unsichtbar geworden sind. Bei nächste Gelegenheit werden aus dem Wasserdampf wieder Eiskristalle, aber das ist nicht alles. Es kommt auch zu beachtlichen Volumenkontraktion, für bessere Vorstellung bei dem dort herrschenden Druck wird aus cca 60 l Wasserdampf nur 18 ml Eis. Somit entsteht ein Unterdruck der aber ausgeglichen wird meistens aus der unteren Atmosphärischen Luft, der aber auch weitere Feuchtigkeit mit liefert. Dieses Prozess kann sich fast beliebig oft wiederholen, weil Wasserdampf leichte als die Luft ist und deswegen steigt über die Flugbahnen und bildet die " harmlosen " Schleierwolken. Wie harmlos diese sind wird erst dann klar, wenn man sich die Sonnenstrahlen die eigentlich die Polarregionen erreichen sollen dazu vorstellt. Ist dort nicht etwa den Eistrahlwinkel verdammt flach? Werden die Sonnenstrahlen zum Teil ins All abgelenkt? Kann deswegen die Polarregionen gerade deswegen langsam kälte werden? Wer kann es sicher verneinen?
Mit freundlichen Grüßen an alle die die Schleierwolken als harmlos bezeichnen.

 

#12: B. Geyer sagt:

am Donnerstag, 18.02.2016, 20:36

Einer der drei LInks funktioniert nicht.
Und beim anderen bekommt man als Überschrift das ein neuer Rekord für die minimale Eisausdehnung im Januar erreicht wurde. Wollte man mit dem Artikel nicht das Gegenteil beweisen?

 

#13: B. Geyer sagt:

am Sonntag, 21.02.2016, 19:15

Die Ausdehnung des Arktischen Eises erreicht aktuell neue Minimalwerte der Ausdehnung. Seit ein paar Tagen nimmt die Ausdehnung (so früh wie nie?) ab. Die Ausdehnung stellt mittlerweile (mit Abstand) einen neuen Rekordwert dar. Mag zwar für Januar der Trend gerade noch gleichbleibende Eisfläche zeigen, so wird das für Februar (und den Rest des Jahres) nicht mehr sein.

Kommentar:

Und nun? Steigt der Meeresspiegel an? Oder nimmt das Meereis bei nächster Gelegenheit wieder zu?
mfG
Admin

 

#14: B. Geyer sagt:

am Sonntag, 21.02.2016, 23:25

#13 Kommentar:

Wie soll schmelzendes Meereseis zu einem Anstieg des Meeresspiegels führen?
Und zunehmen wird es die nächsten 7 Monate auch nicht.

Kommentar:

Eben!
Zunehmen wird das Eis bestimmt wieder. Wie immer im Herbst. Und dann sehen wir weiter.
mfG
Admin

 

#15: B. Geyer sagt:

am Montag, 22.02.2016, 23:56

#14 Kommentar:

Wieso beantworten Sie nicht meine Frage wenn Sie nochmal kommentieren?
Also: Wie soll schmelzendes Meereseis zu einem Anstieg des Meeresspiegels führen?

 

#16: H.Urbahn sagt:

am Sonntag, 06.03.2016, 18:01

Interessant ist dazu eine neue Veröffentlichung von Zwally, der von einer Zunahme der antarktischen Eismassen schreibt, wie dies unter
Mass gains of Antarctic Ice Sheet greater than losses, NASA study reports
bei icecap.us nachzulesen.
mfG

 

#17: Hans Jung sagt:

am Sonntag, 06.03.2016, 18:28

Der aktuelle Temperaturtrend der Antarktis lt. neuesten UAH-Satellitendaten beträgt:
Land:+0.05/Jahrzehnt
See:-0.05/Jahrzehnt
Insgesamt: -0,1/Jahrzehnt
Würd ich jetzt nicht gerade als "dramatische Abkühlung" bezeichnen.
Das gesamte Polareis nimmt tatsächlich ab. Auch unter Berücksichtigung der leichten Zunahme in der Antarktis.
Globaler Meeresspiegel steigt momentan um 3,35mm/Jahr. Selbst wenn man nur den kurzen Zeitraum der Satellitendaten ab 1993 betrachtet, ist inzwischen eine Beschleunigung zu erkennen. Der Anstieg der letzten Hälfte ist größer als der gesamte.
Gruß
Hans Jung

 

#18: Hans Jung sagt:

am Sonntag, 06.03.2016, 18:31

"Der aktuelle Temperaturtrend der Antarktis lt. neuesten UAH-Satellitendaten beträgt:
Land:+0.05/Jahrzehnt
See:-0.05/Jahrzehnt
Insgesamt: -0,1/Jahrzehnt"
=========================
Lautet natürlich 0,01/Jahrzehnt

 

#19: Ulrich Tiburg sagt:

am Montag, 07.03.2016, 02:14

Zu#11 "Schleierwolken. Wie harmlos diese sind wird erst dann klar, wenn man sich die Sonnenstrahlen die eigentlich die Polarregionen erreichen sollen dazu vorstellt. Ist dort nicht etwa den Eistrahlwinkel verdammt flach?"

Bei uns Hobby Astronomen sind die Schleierwolken schon lange ein zunehmendes Ärgernis.Selbst wenn es am Tage schönster klarer Himmel ist, ziehen Abends Schleierwolken auf und machen Beobachtungen nahezu unmöglich.

Zu # 1. dass sich niemand mehr ohne Gewehr aus dem Haus traut - weil sich die Tiere immer dichter an menschliche Behausungen heranwagen" warum erinnert mich das an unsere Wölfe. Sorry gehört nicht hierhin.

 

#20: Oliver Hartmann sagt:

am Montag, 07.03.2016, 05:29

OT, aber einen Extra-Artikel wert:

Die US-amerikanische Eliteuniversität Yale schließt ihr Institut für Klimaforschung:
http://tinyurl.com/juy2gtc

Kommentar:

Bitte immer URL Verkürzer wie tinyurl verwenden.
mfG
Admin

 

#21: Juergen Uhlemann sagt:

am Montag, 07.03.2016, 12:03

Wenn man die Meereis Anomalie der Antarktis auf http://tinyurl.com/ylgz7ok anschaut dann ist es in der Satellitenmessung eher positive.

Die Meereis Anomalie der Arktis zeigt auf http://tinyurl.com/2ebcwor seit 2008 eher eine Pause.

Das U-Boot Skate (SSN-578) tauchte am 17 März 1959 am Nordpol auf und brachte die Asche des berühmten Entdecker Sir Hubert Wilkins zur Arktis. http://tinyurl.com/4y4z3g

Im März ist das Eisoberfläche noch immer am größten!

Was ist mit der Nordwest-Passage? Roald Amundsen ist durch sie durch von 1903 bis 1906. Er hat die Nordwest-Passage vermessen, mit den Menschen in Goja gelebt und deswegen war es so lange. Er hat es ohne Eiskarten, Eisbrecher, Satelliten und GPS geschaft!

Die Arktis war vor den Satelliendaten auch nicht stabil!

 

#22: Fred F. Mueller sagt:

am Montag, 07.03.2016, 12:05

@ # Ulrich Tiburg

Lieber Hr. Tiburg,

das Thema Schleierwolken interessiert mich. Gibt es dazu wissenschaftlich belastbare Untersuchungen/ Aufzeichnungen? Veränderungen über Zeiträume? Gibt es Aufzeichnungen z.B. zum Liquid Water Path?

Vielen Dank für Hinweise

Mfg

 

#23: Ulrich Walther sagt:

am Montag, 07.03.2016, 12:18

Die Raute des Schreckens aka kanzlerin der Belästigung:"seht ihr verblendeten AGW-Leugner, meine Energiewende wirkt, es wird kälter! Hurra!!"
SARKASMUS OFF

 

#24: Martin Landvoigt sagt:

am Montag, 07.03.2016, 14:08

#17: Hans Jung sagt:

Das gesamte Polareis nimmt tatsächlich ab. Auch unter Berücksichtigung der leichten Zunahme in der Antarktis.
----------------
Ein globaler Trend ist seit 30 Jahren nicht zu beobachten. Nur im letzten Jahr hat man wieder unterdurchchschnittliche Eisbedeckungen. 2017 kann das schon wieder ganz anders aussehen.
http://tinyurl.com/2nv9n6

------------ #17: Hans Jung sagt:
Globaler Meeresspiegel steigt momentan um 3,35mm/Jahr. Selbst wenn man nur den kurzen Zeitraum der Satellitendaten ab 1993 betrachtet, ist inzwischen eine Beschleunigung zu erkennen. Der Anstieg der letzten Hälfte ist größer als der gesamte.
----------------
Diese Werte finden sich nicht in den Pegel-gestützten Modellen, die Werte < 20 cm/100 Jahre ausweisen. Es gibt hier umfangreiche Diskussionen auf vielen Blogs.

Angaben pro Jahr machen wenig Sinn, denn hier gibt es ein gewisses Rauschen und zyklische Schwankungen.

 

#25: F.Ketterer sagt:

am Montag, 07.03.2016, 15:24

Sehr geehrter Admin,

Auf der Hompage ist von einer vom Autor verbesserten Version die Rede. Nach dem Klick auf den Link lande ich auf dieser Seite:
Ist das hier die verbesserte Version?
Ich sehe immer noch das alte Datum über demm Artikel.
Die in #3 und #10 erläuterten Fehler sind immer noch im Dokument enthalten auch die Grafik und Ihre Unterschrift ist weiterhin fehlerhaft.
Ich gehe davon aus, dass die verbesserte Version hier nicht zu sehen ist.
Oder ist das (wieder einmal) ein Fall von kognitiver Resistenz?

Kommentar:

Die überarbeitete Version finden Sie hier: http://tinyurl.com/h3lhyl5
mfG
Admin

 

#26: F.Ketterer sagt:

am Montag, 07.03.2016, 16:23

An den Admin betreffs #25:
„Kommentar:
Die überarbeitete Version finden Sie hier: http://tinyurl.com/h3lhyl5
mfG
Admin“
###############

Das kann ich nicht nachvollziehen:
Auf der Seite: http://www.eike-klima-energie.eu/
Lese ich
„Globale Erwärmung? Die Antarktis kühlt dramatisch ab. Und die Arktis folgt.
Überarbeitete Version
von Günter Keil „

In Ihrem Link ist von einer überarbeiteten Version nicht die Rede.

Ein erster grober Verglecih mit dem Archiv legt nahe, dass die alte Version der neun Version gleicht.
Ja ich habe meinen Browser Cache aufgefrischt.

Kommentar:

Wegen des (bisher) identischen Titels schaltete das System auf den alten Beitrag um. Ist jetzt behoben. Was es nicht alles gibt. Danke für die Info.
mfG
Admin

 

#27: Hans Jung sagt:

am Montag, 07.03.2016, 19:30

#24: Martin Landvoigt sagt:
#17: Hans Jung sagt:

Das gesamte Polareis nimmt tatsächlich ab. Auch unter Berücksichtigung der leichten Zunahme in der Antarktis.
----------------
Ein globaler Trend ist seit 30 Jahren nicht zu beobachten. ...
http://tinyurl.com/2nv9n6
====================
Herr Landvoigt, schaun sie sich ihren Link doch bitte nochmal an.
Trotz der ungünstigen Skalierung ist der negative Trend eindeutig zu erkennen.
Gruß
Hans Jung

 

#28: Ulrich Tiburg sagt:

am Dienstag, 08.03.2016, 00:52

Zu#22
das Thema Schleierwolken interessiert mich. Gibt es dazu wissenschaftlich belastbare Untersuchungen/ Aufzeichnungen? Veränderungen über Zeiträume? Gibt es Aufzeichnungen z.B. zum Liquid Water Path?

Hallo Herr Mueller

leider ist es nur aus der eigenen Beobachtung und immer wieder GesprächStoff bei Astronomietreffen. Es gibt aber recht viele Hobby Astronomen die recht gute Aufzeichnungen über die Wetterbedingungen machen und Profi Astronomen machen sicher sehr genaue Aufzeichnungen über die Wetterbedingungen. Hoffentlich konnte ich Ihnen weiter helfen.

Gruß Ulrich Tiburg.

 
 
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