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The sun is blank--no sunspots. This means solar activity is very low. Credit: SDO/HMI
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Freitag, 30.12.2011 08:29

Die Energiewende ist schon gescheitert (mit Update 4.1.12)

Update vom 4.1.12

Man stelle sich vor, daß einem TV-Sender ein Drehbuch über ein politisches Thema angeboten wird, dessen Inhalt sich in Kurzform etwa wie folgt liest:

„In Japan ereignet sich ein furchtbares Erdbeben mit einer gewaltigen Tsunamiwelle, die eine riesige Zahl an Toten zur Folge hat. Auch ein großes Atomkraftwerk an der Küste wird schwer beschädigt. Im fernen Deutschland bricht Panik aus, obwohl in diesem Land die sichersten Reaktoren stehen und weder schwere Erdbeben noch Tsunamis drohen. Die deutsche Regierungschefin – nennen wir sie Frau M. – hat aber eine Idee:

Sie will ihren Gegnern endlich das Atomangst-Argument aus der Hand schlagen, mit dem man sie ständig ärgert. Sie will jetzt die Atomenergie einfach abschaffen und verkündet, daß sie nun plötzlich begriffen hätte, daß Atomreaktoren unsicher sind. Das habe sie vorher nicht gewußt. Frau M. ist übrigens Physikerin. Sofort werden sieben Kernkraftwerke abgeschaltet, die übrigen dann später. Weil die Reaktorsicherheits-Experten leider erklären, daß die Atomkraftwerke doch sicher sind, beruft Frau M. einen Ethikrat, der gar nicht erst über den Ausstieg diskutieren soll, sondern dem sie gleich die gewünschte Antwort als Frage vorlegt: „Wie kann ich den Ausstieg mit Augenmaß vollziehen…?“ Diesem Ethikrat gehört kein Energieexperte an, jedoch 2 Bischöfe.....

Dieser Rat gibt die gewünschte Antwort und dann wird ein Ausstiegs-Gesetzespaket beschlossen, das Parlament und Bundesrat anschließend in Rekordzeit verabschieden. Es herrscht große Angst, denn schon morgen können die Reaktoren explodieren. Jedenfalls genau die, die zuerst abgeschaltet wurden. Die übrigen noch nicht. Der jetzt fehlende Strom wird nun zum großen Teil aus den Nachbarländern importiert: Und das ist wieder überwiegend Atomstrom. Das stört jetzt aber niemanden mehr. Deutschland ist noch einmal davon gekommen. Frau M. nennt es die Energiewende.“

Das Drehbuch wird wegen Unglaubwürdigkeit abgelehnt. Soweit die Fiktion.

Wie man weiß, hat sich das aber tatsächlich im Frühjahr und Frühsommer 2011 zugetragen. Jetzt, wo sich die ersten Auswirkungen zeigen und die Fehler im Gesetzeswerk, in den Methoden ihrer Kaschierung und in der Argumentation der Regierung deutlich hervortreten und nun auch Reaktionen aus dem Ausland vorliegen, kann man eine Diagnose der sogenannten Energiewende versuchen.

1. Übertreiben, Beschönigen, Weglassen, Verschweigen

Wer die amtlichen Verlautbarungen zur Energiepolitik, zur Begründung von Gesetzen, die die Förderung bestimmter Energietechnologien betreffen, die politischen Erläuterungen zu sämtlichen staatlichen Maßnahmen auf diesem Gebiet kritisch betrachtet, der kann zunächst die durchgängig festzustellenden fast unglaublichen Fehler nicht fassen.

Bis er das System erkennt: Vorbei sind die Zeiten, als eine Oberste Bundesbehörde unter keinen Umständen die Bürger gezielt getäuscht und mit falschen Informationen in die Irre geführt hat. Die einzige lässliche Sünde war in diesen “guten alten Zeiten” das Weglassen allzu peinlicher Aussagen – aber es wurde niemals gefälscht und gelogen.

Vorbei. Die Manipulation von Fakten und absichtliche Falschinformationen sind seit etwa 6 Jahren zu einem normalen Mittel der Öffentlichkeitsarbeit geworden.

Da es sich bei dem Thema Energiewirtschaft und Energietechnik um Fachgebiete handelt, die dem Normalbürger eher fremd sind, war diese Politik der systematischen Desinformation außerordentlich erfolgreich – wie die Umfragen auf diesem Gebiet belegen.

Das Haupt-Schlachtfeld dieses Medienkriegs sind die sogenannten erneuerbaren Energien, die es natürlich nicht gibt, denn Energie ist nicht erneuerbar. Gemeint sind regenerative Energietechniken, mit denen die Strahlungsenergie der Sonne, die kinetische Energie von Luftströmungen oder die chemische Energie von Biomasse ausgenutzt werden kann. Es war und ist das politische Ziel der letzten und der derzeitigen Bundesregierung, für diese Energietechniken trotz ihrer vielfachen und massiven Nachteile eine öffentliche Akzeptanz zu erreichen und Widerstände der Fachleute zu neutralisieren. Dazu dient diese systematische Fehlinformation – sie ist ein politisches Instrument zur Durchsetzung ideologischer Ziele.

Eine Grundbehauptung für die Rechtfertigung der „Erneuerbaren“ ist der Ersatz von Kohlekraftwerken durch Wind- und Solarstrom. Tatsächlich konnte jedoch dadurch bis zum heutigen Tag kein einziges Kohlekraftwerk stillgelegt werden, weil diese Anlagen selbst bei starker Einspeisung des „grünen“ Stroms als Reserve unverzichtbar sind: Wenn Wind- oder Solarstrom wetterbedingt kurzfristig ausfallen, müssen diese Kohlekraftwerke so schnell wie möglich wieder hochgefahren werden und einspringen.
Man beachte: Sie müssen innerhalb von ca. 30 Minuten hochgefahren werden, was im Klartext bedeutet, daß sie nicht etwa aus dem kalten Zustand innerhalb von Stunden angefahren werden – da würde jede kurzfristige Ausregelung der Netzstörung nicht mehr möglich sein - , sondern die ganze Zeit „im Leerlauf“ betrieben werden müssen, was erheblich Kohle benötigt. Deshalb ersetzen Wind- und Solarstrom bei ihrer Einspeisung ins Netz nicht etwa den äquivalenten Kohleverbrauch der Kraftwerke im Verhältnis eins-zu-eins, sondern nur einen Teil davon.
Die Energiewende hat diese Situation noch weiter verschärft:
Auf dringende Bitten der Regierung und ihrer Bundesnetzagentur mußten die Kraftwerksbetreiber selbst ältere, nur noch teilweise betriebene Kraftwerksblocks wieder anfahren, weil deren Strom nach der Abschaltung der 8 Kernkraftwerke dringend gebraucht wird.
Es kann festgestellt werden:
Der Treibstoff für Merkels Energiewende ist Kohle – und zwar viel mehr als bislang.  Daß es auch dabei aus verschiedenen Gründen wieder klemmt, wird in Kap. 8 „Das stille Ende großer Ankündigungen“ und Kap. 14 „Für die Bürger wird es immer teurer“ beschrieben.

Die von Frau Merkel angestrebte sogenannte Energiewende ist – abgesehen vom Ausstieg aus der Kernkraft – in allen Einzelheiten seit 6 Jahren der Kern der Energie-Regierungspolitik, neu ist nur der geradezu messianische Ehrgeiz, die selbst gesteckten Ziele in relativ kurzer Zeit zu erreichen. Der Anspruch, damit Vorbild für den Rest der Welt zu sein, ist nicht neu, sondern eher typisch.

Ein kurzer Durchgang durch die politisch wichtigsten Förderfelder im Energiebereich zeigt die offensichtlichen, aber verschwiegenen Schwachstellen:

2. Windstrom – Versorgung nach Wetterlage

Die Stromerzeugung mit Windkraftanlagen zeigt wegen deren Wetterabhängigkeit extreme Schwankungen – einschließlich tagelanger Perioden ohne jede nennenswerte Leistung, aber auch plötzlich auftretende Leistungsspitzen, die das Verbundnetz an den Rand des Zusammenbruchs bringen. Großflächige Stromsperren drohen, vor allem im Winter, wenn der Bedarf steigt, das Ausland weniger liefert – und Flaute herrscht. Bei plötzlichem Starkwind kann das Gleiche geschehen. Man läßt es darauf ankommen.

November 2011: Lastganglinie aller deutschen Windkraftanlagen in viertelstündlicher Auflösung (Quelle: wilfriedheck.de)

Eine sehr beeindruckende Zahl zum Ausmaß der wetterbedingten Leistungsschwankungen der Windkraft und des Solarstroms nannte der Leiter Politik und Märkte der Essener RWE Innogy, Holger Gassner auf einem VDI-Kongress Ende November 2011:

„Es seien allein im ersten Halbjahr 2011 Variationen der verfügbaren Windkraftkapazitäten von 23 GW (= 23.000 MW) und der Photovoltaikleistung von 13 GW beobachtet worden.“

Ein Alptraum für die Übertragungsnetz-Betreiber. Die stets bei der Einweihung neuer Windparks behauptete Versorgung von mehreren tausend Haushalten gehört hierbei zu den Standardlügen, denn bei Flaute kann kein einziger Haushalt versorgt werden.

Es konnte trotz der bereits installierten gewaltigen theoretischen Maximalleistung aller Windkraftanlagen noch kein einziges Kohlekraftwerk abgeschaltet werden, weil die WKA im Gegensatz zu Kohle- und Kernkraftwerken eben keine Grundlast liefern – das heißt zu jeder Stunde an jedem Tag. Im Gegenteil: Man benötigt schnell regelbare Kraftwerke, die einspringen, wenn sich die Leistung der WKA zu schnell ändert, und die Kraftwerke, die das am besten können, sind Kernkraftwerke. Diese werden nun der Reihe nach abgeschaltet und fallen als Netzstabilisatoren aus.

Daher müssten neue Gasturbinen-Kraftwerke für diesen Zweck gebaut werden; allerdings rentiert sich das nicht.

Weil große Stromspeicher fehlen, muß man buchstäblich um jeden Preis versuchen, überflüssigen Windstrom, der oft genug verschenkt werden muß, ins Ausland zu leiten. Manchmal muß sogar dem Abnehmer dafür noch ein Preis bezahlt werden. Der dafür benutzte Begriff ist „negativer Preis.“ Der Erzeuger erhält dennoch die EEG-Einspeisevergütung; der Verbraucher zahlt dann doppelt für den überflüssigen grünen Strom.

Endgültig auf den Kopf gestellt wird die bei der Energiewende prinzipiell missachtete Marktwirtschaft durch die sogenannte Härtefallregelung in §12 EEG: Zufällig anfallender Wind- oder Solarstrom, der vom Netzbetreiber nicht akzeptiert werden kann und dessen Produktion folglich unterbleibt, muß trotzdem bezahlt werden – siehe Kapitel 5.

Der Ausbau der Windkraft erfolgt weiterhin mit hohem Tempo. Das vergrößert das Problem – aber man negiert es. Prinzipiell könnten Pumpspeicherwerke diese Schwankungen ausgleichen, aber Deutschland hat viel zu wenige davon und der immer größer werdende Bedarf kann hier niemals gedeckt werden.

Es werden Langzeitspeicher benötigt, um längere Flauten abfangen zu können. Eine 10-tägige Flaute ist nicht selten; aber Deutschland erlebte gerade eine 44 Tage andauernden Hochdruck-Wetterlage im Oktober – November 2011, die einen nicht enden wollenden, spektakulären Einbruch in der Windstromerzeugung mit sich brachte.

Es gibt bereits die Daten

Konventionelle Stromerzeugung und Windkraft im November 2011 (wilfriedheck.de)

Von der gesamten in Deutschland installierten Windstrom-Leistung von 27.215 MW (Stand nach EWI vom 30.6.11) lieferten die Windräder an 27 Tages des November:

  • An 2 Tagen 30% ihrer möglichen elektrischen Arbeit ;

  • an 4 Tagen 15%

  • an 5 Tagen 7 – 8%

  • an 2 Tagen 4 – 5%

  • an 11 Tagen 2 – 2,5%

Zu diesem Thema schreibt Prof. Dr. Fritz Vahrenholt, RWE Innogy GmbH, daß bei 450 TWh (Terawattstunden = Milliarden kWh) Jahresverbrauch der durchschnittliche Tagesverbrauch bei 1,25 TWh liegt und bei 10 Tagen somit bei 12,5 TWh. Die derzeit in Deutschland vorhandene Kapazität an Pumpspeicher-Kraftwerken beträgt 7.000 MW, mit denen sich rund 0,04 TWh an Strom erzeugen lassen, wenn sie komplett leer laufen.

Demnach würde zur Abpufferung der Flautenzeit von 10 Tagen das 313-fache der heute installierten Pumpspeicherleistung benötigt. Dies sei für Deutschland und die Alpenregion auch auf Grund von Akzeptanzproblemen vollkommen unrealistisch.

Somit wird in vielen Studien oft auf Norwegen verwiesen.

Dort sind die meisten Speichermöglichkeiten derzeit einfache Stauseen mit natürlichem Zulauf, die zwar in Engpaßzeiten Strom liefern könnten, aber nicht als Senke (= Stromaufnahme bzw. –Speicherung) in (Windstrom-) Überschußzeiten zur Verfügung stehen. Zudem müßte im Bedarfsfalle einer Flaute in Deutschland ja auch noch Norwegen weiterhin versorgt werden.

Lastgang in Norwegen 2011 (wilfriedheck.de)

Die letzte Oktoberwoche und der November 2011 zeigten, daß Prof. Vahrenholts Annahme einer 10-tägigen Flaute als „worst case“ noch stark untertrieben war: Diese Flaute dauerte 3 bis 4 Wochen.

Angesichts dieser Misere werden von der Regierung Hoffnungen auf ganz neue Stromspeichermöglichkeiten geweckt: So trotz der oben beschriebenen Aussichtslosigkeit die Nutzung norwegischer Wasserkraftwerke per Seekabel, die Erzeugung von Wasserstoff mit überflüssigem Windstrom oder die Verwendung von Elektroautos als Speicher für das Stromnetz. Zu diesen Visionen weiter unten.

Ein weiteres, wohl nur aus Verzweiflung geborenes Riesenprojekt

ist der Bau von mindestens 3000 km neuer Höchstspannungsleitungen von Nord- nach Süddeutschland, um den im Norden erzeugten, dort aber gar nicht benötigten Windstrom bis nach Baden-Württemberg und Bayern zu transportieren, wo auch die Abschaltung der Kernkraftwerke besonders große Löcher in die Stromversorgung gerissen hat. Selbstverständlich kann der unzuverlässige Windstrom diese Grundlaststrom-Lücke auch nicht annähernd ausgleichen.

Daß der Plan auch aus anderen Gründen unrealistisch ist, kommt noch hinzu: Siehe dazu Kapitel 6 „Das zweimal vergessene Netz.“

Wenn man alle Systemschwächen der Windkraft ignoriert und nur die installierte, aber fast nie gelieferte Maximalleistung herausstellt und diese den Bürgern auch noch als zuverlässige Stromversorgung verkauft, dann kann man sie für die stärkste der “Erneuerbaren” halten. Realistisch betrachtet ist es jedoch nur eine gelegentliche, unberechenbar und zufällig anfallende Stromerzeugung, die nicht nur sehr teuer ist, sondern auch eine Störung der Stromversorgung darstellt.

Die Regierung kann das aber nicht zugeben,

denn für sie ist Windstrom die Schlüsselkomponente in ihrem Energiekonzept, das sich ohne die Verwirklichung von dessen Phantasiezahlen in Nichts auflösen würde: Bis 2030 sollen die sog. Erneuerbaren enorme 50 Prozent der Stromversorgung liefern; allein die Offshore-Windparks 15 %.

Abgesehen von den erwähnten prinzipiellen Systemschwächen, an denen die Physik und das Wetter Schuld sind, gibt es aber bereits jetzt Schwierigkeiten beim Anschluß der später weitestgehend nutzlosen Windräder auf See: Der Netzbetreiber Tennet, der im vergangenen Jahr das 11.000 km lange Höchstspannungsnetz von E.on gekauft hat, muß nun alle Windparks in der Nordsee anschließen. Jetzt warnte Tennet die Bundesregierung in einem Brandbrief vor Engpässen. Für die Anbindung der Windparks an die Stromnetze auf dem Festland haben die Netzbetreiber feste Fristen. Tennet:

“Tatsächlich gibt es in sämtlichen laufenden Projekten erhebliche Schwierigkeiten im Planungs- und Baufortschritt.“

Alle Beteiligten „stießen an die Grenzen ihrer Ressourcen“, und „hinzu kommen massive Probleme bei der Beschaffung des Kapitals.“ Das ist der Unterschied zwischen Ministerialpapieren und der Wirklichkeit.

Mit welchem tatsächlichen Windräder-Ausbau bis 2022 zu rechnen ist, hat soeben (Anfang Dezember 2011) dankenswerterweise die Bonner Bundesnetzagentur – immerhin eine staatliche Behörde – ermittelt bzw. abgeschätzt: Sie hat den Strombedarf und die Stromerzeugung in Deutschland in drei Szenarien berechnet; als Grundlage für den dann nötigen Netzausbau.

Welches Szenario dann Realität werde, hänge vor allem davon ab, wie stark die Windkraft zulege, sagte Behördenchef Matthias Kurth. Im mittleren Szenario erwartet die Behörde einen Ausbau der installierten Windstrom-Leistung

  • auf dem Festland von 27.100 MW auf 47.500 MW

  • bei Offshore-Windparks von 100 MW auf 13.000 MW 

Die Netzagentur rechnet deshalb auch mit zeitweise erheblichen Stromüberschüssen. Wie diese dann zum Schaden der Verbraucher behandelt werden, ist in Kapitel 5 „Jenseits der Planwirtschaft…“ beschrieben.

In Anbetracht der schon beim jetzigen Ausbau kaum noch zu beherrschenden Schwierigkeiten – siehe die obigen Ausführungen zum unlösbaren Speicherproblem – ist diese Abschätzung der Bundesnetzagentur im Grunde die Projektion einer von Deutschland ausgelösten Katastrophe für den gesamten europäischen Netzverbund. Bereits jetzt beginnen sich die angrenzenden Länder dagegen zu wappnen: Siehe die Ankündigung Polens, die deutschen Windstrom-Überschüsse nicht mehr aufzunehmen – in Kap. 12 „Energiewende bedroht die Nachbarländer“. 

Da diese voraussichtlich lange vor dem Erreichen der erwarteten Ausbauzahlen eintreten wird, bekommen wir sie ein paar Milliarden Euro billiger.

3. Solarstrom – geringer Nutzen für sehr viel Geld

Auch die Stromgewinnung aus Sonnenlicht leidet unter dem Wetter und zusätzlich auch unter den Tageszeiten: In der Dämmerung und des Nachts gibt es überhaupt keinen Strom. Ebenso liegt die Leistung der Photovoltaik (PV)-Module bei bedecktem Himmel, bei Regen und auch bei einer Schneedecke auf den Modulen bei Null. Weil auch bei klarem Himmel die Einstrahlung in Deutschland verglichen mit südlichen Ländern eher bescheiden ist, liefern alle für teures Geld installierten Photovoltaik-Zellen trotz ihrer inzwischen gewaltigen installierten theoretischen Maximalleistung, die Ende 2010 bereits den enormen Wert von 16.900 MW erreicht hatte, wegen ihres sehr geringen Nutzungsgrades auch nur einen kläglichen Anteil von 1,9% an der Inlands-Stromerzeugung.

Probleme verursacht die Photovoltaik wegen ihrer dezentral verteilten Einspeisung

auch in den unteren Spannungsebenen des Netzes, das bisher nur auf die Versorgung der Abnehmer, aber nicht auf die Bewältigung vieler Stromerzeuger ausgelegt ist. PV-Anlagen derzeit so ausgelegt sind, dass alle Anlagen – wie in der bisherigen Niederspannungsrichtlinie des BDEW gefordert – bei einer Netzfrequenz von 50,2 Hz, die die Folge einer gefährlich zu hohen Stromeinspeisung ist, gleichzeitig vom Netz gehen.

Dieser abrupte Einbruch kann dann zu einem Netzausfall führen, wie das BMU in einem Berichtsentwurf vom Mai 2011 selbst konstatiert – vgl. Kapitel 6.

Deshalb plant es, den Anwendungsbereich des § 6 EEG auch auf PV-Anlagen zu erstrecken, so dass auch diese in das Einspeisemanagement nach § 11 EEG einbezogen werden. Daß die Betreiber der unteren Verteilungsnetze überhaupt eine Chance zu einem Eingriff in die zahllosen Einzelanlagen haben, ist nicht der Fall.

Denn „bei Wolkendurchzug funktioniert das bei Solarstromanlagen nicht“,

wie der Leiter des Fachgebiets Elektrische Energieversorgungsnetze der TU München, Prof. Rolf Witzmann nüchtern feststellte. Gegen den dadurch verursachten rapiden Wechsel von Leerlauf zu voller PV-Leistung ist der Netzbetreiber machtlos; es hilft nur automatische Abschaltung durch die Einzelanlage selbst und kein „Einspeisemanagement“.

Genau darüber denkt das BMU jetzt nach. In die PV-Anlagen müßten Meßgeräte eingebaut werden, die ständig die Netzfrequenz messen und bei zu hoher Gesamt-Einspeisung, die sich durch Überschreiten der kritischen 50,2 Hertz-Grenze ankündigt, die Einzelanlage abschalten. Das erfordert also eine teure Nachrüstung aller PV-Anlagen. Aber damit nicht genug: Man kann davon ausgehen, daß auch hier wieder dafür gesorgt wird, daß dem Betreiber der nicht gelieferte Solarstrom voll bezahlt wird. Das ist schließlich das Prinzip der Regierung – siehe die „Härtefallregelung“ des EEG § 12.

Der Solarstrom-Nichterzeuger wird also dem Übertragungsnetzbetreiber einen Nachweis über die von seiner Automatik verhinderte Stromeinspeisung liefern müssen, was einen interessanten neuen Entschädigungs-Bürokratismus auszulösen verspricht.

Daß diese Entschädigungen und wahrscheinlich auch die technischen Nachrüstungen der PV-Anlagen wieder von den Stromkunden zu bezahlen wären, kann man sicher erwarten.

Die Erzeugung des Solarstroms ist extrem teuer

Die Besitzer derartiger Anlagen erhalten – entsprechend dem EEG-Gesetz – ab 1.7.2011 pro eingespeister Kilowattstunde 24,4 Cent, was dann dem Strompreis für Endverbraucher aufgeschlagen wird. Und das Geld, das die Solarzellen kostet, geht inzwischen zu ca. 60% nach China. Deutschland ist dank seiner übertriebenen Photovoltaik-Zwangsförderung der weitaus größte Kunde von Chinas neuen PV-Fabriken. Dort sind die Arbeitsplätze entstanden – mit dem Geld der Stromverbraucher, die sich keine eigene PV-Anlage leisten können.

China hat diesen gewaltigen, von deutschen Verbrauchern bezahlten Geldstrom für den Aufbau seiner Photovoltaik-Produktion eingesetzt und ist inzwischen der weltgrößte Hersteller. Chinas Solarzellen sind konkurrenzlos billig und jetzt brechen den deutschen Unternehmen die Umsätze weg. Deutschland exportierte 2010 Solarstromanlagen für 138 Millionen Euro nach China; China exportierte im Gegenzug solche Anlagen im Wert von 5,9 Milliarden Euro nach Deutschland.

Verluste werden geschrieben, Pleiten und Arbeitsplatzverluste drohen.

Es trifft diejenigen Arbeitsplätze, die nach grünen Plänen eigentlich an die Stelle der Jobs in der konventionellen Energiewirtschaft treten sollten. Der Windkraft droht exakt das gleiche Schicksal: 2006 fanden sich unter den zehn weltgrößten Windkraftanlagen-Herstellern noch vier deutsche. 2010 standen nur noch zwei Namen auf der Liste – wohl aber vier chinesische. Das ständig wiederholte Argument über die Erneuerbaren als Jobmaschine löst sich jetzt auf.

Ebenso wie der Windstrom leistet auch der Solarstrom keinerlei Beitrag zur Grundlast-Stromversorgung. Im Gegenteil stört auch diese Wetter-abhängige Stromeinspeisung vor allem die Stabilität im Netz und beansprucht ebenfalls große Stromspeicher, die es nicht gibt.

Ein erstaunliches Eingeständnis ist im EEG-Erfahrungsbericht 2011(Entwurf) des BMU zu lesen:

„Die Vergütungszahlungen im Rahmen des EEG beliefen sich 2010……auf über 12 Mrd. €….. Hier ist es in den letzten Jahren zu Fehlentwicklungen gekommen (!). So entfielen 2010 im Stromsektor von rund 23,7 Mrd. € Investitionen in erneuerbare Energien allein 19,5 Mrd. € und damit über 80% auf die Photovoltaik.“

Und zum Thema Strompreise liest man:

„Insgesamt stieg seit dem Jahr 2000 die durchschnittliche Vergütung für Strom aus (allen) erneuerbaren Energien von 8,5 Cent / kWh auf voraussichtlich 15,5 Cent / kWh (2010) an. Diese Entwicklung mußte dringend gestoppt werden.“

Mit der zum 1.1.2012 vorgesehenen EEG-Novelle, genannt „neues EEG“, habe die Regierung

„wirksam gegengesteuert und insbesondere mit dem Abbau der Überförderung der Photovoltaik entschlossen gehandelt.“

Das Zugeständnis durch die Regierung, daß es hier eine Überförderung gibt, ist interessant; die Behauptung, daß sie nun abgebaut würde, ist unwahr:

In einer Mitteilung des BMU über „Daten und Fakten zur Photovoltaik-Förderung“ vom 17.11.11 heißt es, daß nach dem am 1.1.12 in Kraft tretenden „neuen EEG“ der „Ausbaukorridor“ möglicherweise auf 2500 – 3500 MW zusätzliche PV-Leistung pro Jahr sinken könnte. Ob und wann das tatsächlich erfolgt, bleibt im Unklaren; konkrete und später nachprüfbare Angaben werden vermieden.

Mit einer Absenkung hat das wenig zu tun,

denn ein weiterer jährlicher Ausbau der PV um die genannte Leistung ist nur wenig kleiner als der in den ersten 9 Monaten von 2011 erfolgte Zubau mit 3400 MW. Es soll also genau so weiter gehen, nur nicht so extrem wie im Boomjahr 2010 mit 7200 MW Zubau.

Aber die weitere gewollte Entwicklung, die auch weiter über das EEG und damit über die Verbraucher finanziert wird, ist hier absichtlich nicht quantifiziert worden.

Diese Verschleierungstaktik des BMU hat nun die Bundesnetzagentur – immerhin eine staatliche Behörde – in ihrem im Kapitel 2 „Windstrom…“ erwähnten Bericht vom Dezember 2011 durchbrochen:

Er befaßt sich auch mit dem erwarteten Ausbau der Photovoltaik und nennt Zahlen. Hier erwartet die Behörde in ihrem wahrscheinlicheren Szenario bis 2022 einen Anstieg von heute 18.000 MW auf enorme 54.000 MW. Auch dies wird zu den für die bedauernswerten Verbraucher kostenträchtigen Stromüberschüssen führen.

Ebenso wie der erwartete extreme Ausbau der Windkraft (s.o.) dürfte auch dieser enorme Anstieg der PV sowohl an den dadurch ausgelösten Netzstörungen als auch an den nicht mehr verkraftbaren Kosten scheitern – aber erst nach vielen weiteren von den Verbrauchern gezahlten Milliarden Euro, die in diesem Falle zum größeren Teil nach China fließen.

Die Regierung sitzt in der Klemme:

Einerseits setzt sie voll auf die Photovoltaik. Sie ist eben neben dem Windstrom die zweite Säule der Energiewende. Sie darf trotz erwiesener Nutzlosigkeit nicht fallen, koste es was es wolle.

Andererseits ruiniert die „Überförderung“ die „notwendige Akzeptanz des EEG“ (Zitat aus dem o.e Bericht des BMU). Aber ohne eine derartige die Marktmechanismen außer Kraft setzende Überförderung könnte es den dringend gewünschten Zubau nicht geben. Und auch das „neue EEG“ sorgt weiterhin dafür.

4. Biogas: Wenn Nahrungsmittel verheizt werden

Im Gegensatz zu Wind- und Solarstrom ist Biogas ein Energieträger, der gleichmäßig anfällt, gut speicherbar ist und mit dem auch über einen längeren Zeitraum Strom erzeugt werden kann, obwohl das seine mit Abstand schlechteste Nutzung darstellt. Ebenso wie die für eine Stromerzeugung vollkommen ungeeignete und quantitativ marginale Geothermie wird Biogas zu sehr zur Gewinnung elektrischer Energie eingesetzt, anstatt es mit einfachen Mitteln zu Erdgas zu veredeln und dem Wärmemarkt zuzuführen.

Der Grund dafür ist die ideologische Überbewertung von Stromerzeugung, was zum exzessiven und teuren Ausbau der Windkraft und der Photovoltaik geführt hat und was gleichzeitig zu einer Vernachlässigung der Nutzung regenerativer Energiequellen für die Wärmeerzeugung führte: Solarthermie und die Nutzung von Erdwärme mittels Wärmepumpen hätte statt dessen eine konsequente und wirkungsvolle Förderung verdient.

Die Probleme des Biogases liegen aber nicht allein in einer ineffizienten Nutzung:

Das Hauptproblem ist der große Flächenverbrauch, der zuvor landwirtschaftlich genutzte Flächen betrifft und an die Stelle der Produktion von Nahrungsmitteln Energiepflanzen setzt. Zwar wird angestrebt, pflanzliche Reststoffe und andere biologische Abfälle vermehrt einzusetzen, aber der Druck auf die Umwandlung von Agrarflächen zur Produktion von Raps, Mais, Miscanthus etc. hält wegen der damit erzielbaren weitaus höheren Renditen unvermindert an – eine direkte Folge der Überförderung. Und selbst wenn Gülle zu Biogas vergoren wird, erhöht die Zugabe von Weizen den Gasertrag beträchtlich – und wird unbedenklich angewendet.

Die gleichen Probleme ergeben sich bei der Herstellung von Biotreibstoff. Hier tritt ein weiterer negativer Umwelteffekt auf: Es wird in großem Umfang Palmöl aus subtropischen Ländern – z.B. Indonesien – eingeführt und hier verarbeitet. Im Ursprungsland werden daher neue Ölpalmplantagen eingerichtet und dafür Tropenwald gerodet.

Schon lange prangern vor allem die Kirchen die Umwandlung von Agrarflächen und die Verwendung von Lebensmitteln als Energieträger als unethisch und skandalös an. Selbst das dem Umweltministerium nachgeordnete Umweltbundesamt spricht Biogas und Biodiesel schon lange jeglichen Umweltnutzen ab. In seiner hilflosen und erfolglosen Verteidigung der Einführung des E-10-Treibstoffs wagte es der Umweltminister Röttgen denn auch nicht, diesem irgend einen positiven Umwelteinfluß zuzuschreiben.

Es stellt sich die Frage,

wie lange die Politik und die Öffentlichkeit dieser vom Staat unterstützten Vernichtung von Agrarfläche noch zuschaut. Daß man damit die Energiewende in irgendeiner Weise unterstützen könnte, wird durch einfache Rechnungen widerlegt, aus denen hervorgeht, daß in Deutschland nicht annähernd die für signifikante Biogas-Steigerungen erforderlichen Flächen verfügbar sind. Von den katastrophalen Konsequenzen für den Naturschutz ganz abgesehen.

5. Jenseits der Planwirtschaft: Entschädigung für die Nicht-Erzeugung von „Ökostrom“, Verpflichtung zur Hellseherei und „negative Preise“

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz EEG enthält mehrere kaum glaubliche Vorschriften. Einige Beispiele:

Entschädigung für die Strom-Nichterzeugung

Die Härtefallregelung des EEG – der §12 – bestimmt: „Wird die Einspeisung von EEG-Strom wegen eines Netzengpasses…… reduziert, sind die von der Maßnahme betroffenen Betreiberinnen und Betreiber ……für 95 Prozent der entgangenen Einnahmen…zu entschädigen. Übersteigen die entgangenen Einnahmen in einem Jahr ein Prozent der Jahreseinnahmen, sind die Betreiberinnen……zu 100 Prozent zu entschädigen.“

Mit anderen Worten: Bei besonders häufigen Netzstörungen durch den grünen Strom gibt es für dessen Erzeuger mehr Geld.

Dies erinnert leider sehr an die Praktiken der Agrar-Planwirtschaft in der EU, wo ebenfalls Produktionsvermeidungen finanziell belohnt werden. In Deutschland wird  nun auch  die Energiewirtschaft dazu verurteilt, nach den schlimmsten Methoden der Planwirtschaft zu einem ineffizienten Milliardengrab zu verkommen.

Gesetzliche Verpflichtung zur Hellseherei

Der §12 EEG enthält auch eine Verpflichtung für die Netzbetreiber, die offenbar von den Gesetzesmachern für notorische Betrüger gehalten werden, in die Zukunft zu sehen und das Ergebnis den Betreibern der Ökostromanlagen (EE-Anlagen genannt) verbindlich mitzuteilen. Zitat:

„Betreiber von EE-Anlagen sollen künftig spätestens am Vortag vom Netzbetreiber über den erwarteten Zeitpunkt, den Umfang und die Dauer des Einspeisemanagements (Anm.: gemeint ist der Eingriff des Netzbetreibers, z.B. das Stoppen der Einspeisung in sein Netz) informiert werden.“

Der Netzbetreiber muß also „spätestens am Vortag“ eine Netzüberlastung oder Netzstörung voraussehen. Da derartige Überlastungen gerade durch den plötzlichen und massiven Anstieg von Windstrom innerhalb von Stunden verursacht werden, muß das der Netzbetreiber „spätestens am Vortag“ „den erwarteten Zeitpunkt“ und auch „den Umfang“ sowie ebenfalls „die Dauer“ der morgigen Störung und seiner dann notwendigen Eingriffe sicher feststellen und mitteilen..

Wahrscheinlichkeits-Aussagen, wie sie die Meteorologen gerne benutzen, da selbst sie niemals exakt die regionalen Wettergeschehnisse vorhersagen können, sind hier unzulässig.

Man darf auf das Ergebnis der sicher kommenden Zivilklagen von Erzeugern gegen Netzbetreiber, die ihren hellseherischen Pflichten nicht nachgekommen sind, gespannt sein.

Diese Bestimmung sagt alles sowohl über den Realitätsbezug als auch über die Denkweise im Bundesumwelt-Ministerium.

Ökostrom-„Verkauf“ zu „negativen Preisen“

Bemerkenswert ist, daß es durch diese Härtefallregelung des EEG dem Netzbetreiber nicht erlaubt ist, bei Unverkäuflichkeit des Ökostroms an der Strombörse diesen abzuschalten bzw. dessen Einspeisung abzulehnen. Er muß stattdessen den vom Markt unerwünschten Strom entweder verschenken, oder gar noch dem Interessenten Geld bezahlen, damit er den Strom abnimmt. Das wird beschönigend „negative Preise“ genannt.

Das BMU schreibt in seinem „EEG-Erfahrungsberichts-Entwurf 2011“:

„Im September 2008 wurde an der Strombörse die Möglichkeit negativer Preise eingeführt. Dies ist bislang weltweit einzigartig. (Anm.: Die Verfasser sind eindeutig stolz darauf). Tatsächlich sind negative Preise inzwischen mehrfach vorgekommen, im Extremfall wurden Preise bis zu minus 500 €/MWh erreicht.

Um die Höhe negativer Preise zu begrenzen, sah die Ausgleichsmechanismus-Ausführungsverordnung (AusglMechAV) vom 22.2.2010 eine bis zum Jahresende 2010 befristete Übergangsregelung vor, welche die Netzbetreiber in Ausnahmefällen von der Pflicht befreite, EEG-Strom um jeden Preis an der Börse verkaufen zu müssen. Um das Kostenrisiko auch über das Jahr 2010 hinaus zu reduzieren, enthält die AusglMechAV seit dem 1.1.2011 eine bis zum 28.2. 2013 befristete Möglichkeit, negative Preise zu begrenzen. Danach greifen Preislimits zwischen minus 150 und minus 350 Euro.“

Es geht also genau so weiter. Selbstverständlich erhält der Erzeuger auch in diesen Fällen seine volle Einspeisevergütung, die genau wie die Zuzahlung an den Abnehmer den Verbrauchern aufgebürdet wird, die dadurch den grünen Strom doppelt bezahlen müssen.

 

Auch hier stimmt die Parallele zur Agrarpolitik der EU: Überschüsse, die keiner braucht, werden verbilligt, also unter den Erzeugungskosten, ins Ausland exportiert, wodurch dann die regionalen Erzeuger aus dem Markt verdrängt werden. Die durch den Überschußexport in den Empfängerländern angerichteten Schäden addieren sich zu den finanziellen Schäden, die in den EU-Staaten angerichtet werden. Eine exakte Parallele zum jetzt von Deutschland praktizierten doppelt subventionierten Export des überflüssigen Wind- und Solarstroms, der ebenfalls in den Empfängerländern zu Schäden führt: Deshalb die von Polen angekündigte Importsperre für grünen deutschen Überschuß-Strom. (Siehe den Abschnitt „Deutschlands Energiewende bedroht die Nachbarländer“ in Kapitel 12.) 

Selbst die UdSSR und ihre Satellitenstaaten haben es während der Ära des „real existierenden Sozialismus“ und seiner letztlich das ganze System zerstörenden Planwirtschaft nicht fertig gebracht, die Nichtproduktion eines Wirtschaftsgutes mit einer Bezahlung zu belohnen. Das war Deutschland vorbehalten. Und das BMU hat hier recht: Das ist einzigartig.

6. Die zweimal vergessenen Netze

Mit den nicht vom Markt, sondern durch die Zwangssubvention des EEG kräftig wachsenden Installationen von Windrädern und Photovoltaikanlagen entstanden zwei ganz unvermeidliche Probleme, die die Große Koalition überhaupt nicht und die Schwarz-Gelbe Regierung erst nach massiven Warnungen der Netzbetreiber ernst nahmen:

Problem Nr.1:

Zum einen bemerkte man schließlich, daß der größere Teil der Windstromanlagen in Norddeutschland liegt, wo man aber deren Strom nicht brauchen kann. Anders in Süddeutschland, wo es nach der Abschaltung mehrerer der dortigen Kernkraftwerke durchaus einen Bedarf gäbe – wenn es dafür ausreichend dimensionierte Nord-Süd-Höchstspannungsleitungen gäbe. Was nicht der Fall ist.

Problem Nr.2:

Zum anderen bemerkte man bis zum Oktober 2011 nicht, daß es auch noch ein zweites gravierendes Netzproblem gibt: Im weitaus größeren regionalen Verteilungsnetz, das technisch nur für die Versorgung der Abnehmer, keineswegs aber für die stark schwankende Stromaufnahme aus vielen dezentralen Windparks und Photovoltaikanlagen (s.u.) und die Weiterleitung dieses Stroms in das Höchstspannungsnetz ausgelegt ist.

Zum bereits bestehenden Ausmaß dieser Situation hat Ende November Holger Gassner, der Leiter Politik und Märkte bei der RWE Innogy, mitgeteilt, daß allein im ersten Halbjahr 2011 ganz enorme Schwankungen der verfügbaren Windkraftkapazitäten von 23.000 MW und der Photovoltaikleistung von 13.000 MW beobachtet worden.

Zum Problem Nr. 1: Für eine bessere Abnahme des Windstroms wünscht die Regierung bereits bis 2020 den Bau von 3000 km neuen Höchstspannungsleitungen von Nord- nach Süddeutschland. Aber der ehemalige Wirtschaftsminister Brüderle legte am 21.3.2011 Eckpunkte für den Stromnetzausbau vor:

“Für den ehrgeizigen Ausbau der erneuerbaren Energien würden etwa 3.600 km neue Leitungen benötigt.”

Die Deutsche Energie-Agentur Dena rechnet jedoch mit erforderlichen 4.450 km an zusätzlichen Höchstspannungsleitungen und die parlamentarische Staatssekretärin im BMU, Katherina Reiche, nannte gerade 4200 km. Die Chancen dafür sind allerdings verschwindend. Bürger wehren sich erfolgreich dagegen; die Planungs- und Genehmigungsverfahren dauern und die Kosten sind enorm. Bisher sind gerade nur 214 km neu gebaut worden (s.u. „Monitorbericht“).

Weil die abgeschalteten Kernkraftwerke zuvor ganz wesentlich zur Stabilisierung des Netzes beigetragen hatten, das mit der schwankenden Ökostromproduktion zu kämpfen hat, – sie können Leistungsschwankungen am schnellsten von allen Kraftwerken durch massives Gegensteuern ausgleichen – mußten zuletzt immer häufiger Windparks zwangsweise abgeschaltet werden. Allein 2010 gingen dadurch ca. 150 Millionen kWh verloren.

Das führte aber keineswegs zu einer geringeren Belastung der Verbraucher,

denn die Regierung hat im EEG in der „Härtefallregelung“ des §12 dafür gesorgt, daß auch in derartigen Fällen Geld fließt: Die Windstromerzeuger, deren Stromeinspeisung wegen der drohenden Stabilitäts-Störung des Netzes von den Netzbetreibern abgelehnt wird, bekommen trotzdem für die Nichterzeugung von Windstrom eine Entschädigung, „die den entgangenen Vergütungen entspricht.“. Näheres in Kapitel 5.

Die Bundesnetzagentur hat in ihrem „Monitorbericht 2011“ interessante Zahlen mitgeteilt. Die Hälfte von 24 besonders wichtigen Ausbauprojekten verzögere sich und die bestehenden Netze seien „durch die Vielzahl der in den letzten Jahren zu erfüllenden Transportaufgaben und die Veränderung der Erzeugungsstruktur (im Klartext: Massiver Ausbau der Wind- und Solarstromerzeugung, Abschaltung von 8 Kernkraftwerken) „am Rand der Belastbarkeit angekommen.“

Die Netzagentur bezieht sich auf Stromleitungen, die im August 2009 als vordringlich eingestuft wurden – mit der Einführung des Energieleitungsausbaugesetzes.

Der Zeitverzug bei diesen 12 Projekten liege zwischen 1 und 4 Jahren.

Erst 214 km von insgesamt 1807 km seien bislang fertiggestellt. Nach Informationen von SPIEGEL-Online werden in dem Monitorbericht 2011 weitere 73 Projekte genannt, die sich nach Angaben von Übertragungsnetzbetreibern verzögern (Angaben vom 2. Quartal 2011).

Auch die Anbindung der neuen Offshore-Windparks an das Netz an Land gerät in Turbulenzen: Soeben warnte der Netzbetreiber Tennet, der in Norddeutschland das E.ON-Stromnetz übernahm, die Bundesregierung in einem Brandbrief vor Engpässen. Es gebe in sämtlichen laufenden Projekten erhebliche Schwierigkeiten im Planungs- und Baufortschritt. Alle Beteiligten „stießen an die Grenzen ihrer Ressourcen“, auch gebe es massive Probleme bei der Kapitalbeschaffung.

Wie die Bürger auf die Aussicht auf den geplanten massiven Ausbau der Hochspannungstrassen reagieren, wird in Kapitel 9 näher beschrieben. Der bremsende Einfluß der vielen Bürgerinitiativen wird von den Netzbetreibern jedenfalls als noch ernster betrachtet, als die langen Genehmigungszeiträume.

Die Zielvorgabe ist vollkommen unrealistisch

wird aber aufrecht erhalten, denn Berlin will auf keinen seiner Stützpfeiler für die Energiewende-Vision verzichten, seien sie auch noch so brüchig. Aber auch einer eingespielten Maschinerie für die Illumination des Bildes einer vollkommen auf „erneuerbaren“ Energiequellen beruhenden Zukunft passiert hin und wieder ein Fehler – bzw. kommt versehentlich ein Stückchen Wahrheit ans Licht:

Das Bundesumweltministerium BMU hat in seinem bereits mehrfach zitierten „Entwurf des Erfahrungsberichts 2011 zum Erneuerbare-Energien-Gesetz“ auf Seite 38 und 39 bemerkenswerte, fast resignierende, Sätze veröffentlicht:

„Es muß davon ausgegangen werden, daß der Netzausbau auch künftig nicht in dem erforderlichen Maß vorankommen wird.“

Und weiter heißt es:

„Obwohl sich die betroffenen Netzbetreiber bemühten, die bestehenden Netzengpässe im Verteilnetz zu überwinden, stieg die durch das Einspeisemanagement abgeregelte Strommenge (Anm.: Das heißt: die abgelehnte Aufnahme ins Netz) aus Windenergieanlagen von 2004 bis 2009 auf das 7-fache an. Einzelne Netzausbaumaßnahmen an kritischen Stellen im Netz könnten große Wirkung entfalten und diesen Trend abschwächen. Dennoch dürfte das Einspeisemanagement mit zunehmendem Ausbau der erneuerbaren Energien weiter an Bedeutung gewinnen, weil es zunehmend zu Netzengpässen kommen wird.“

Zum Problem Nr. 2: Wie im Kapitel3 „Solarstrom..“ beschrieben, treten Netzprobleme keineswegs nur im Hochspannungsnetz auf, das mit dem Transport der Windstrom-Schwankungen nicht fertig wird, sondern sie zeigen sich zunehmend auch in den unteren Spannungsebenen. Dafür sind die immer zahlreicher werdenden Photovoltaikanlagen, insbesondere Solarparks, aber auch Windparks im Binnenland verantwortlich, die mit ihren wetterabhängigen Schwankungen das nicht für Tausende von Stromeinspeisern ausgelegte regionale Netz in Schwierigkeiten bringen.

Man kämpft jetzt mit dem „50,2 Hertz-Problem“,

der abrupten, massenhaften Selbstabschaltung der Photovoltaikanlagen bei Netzüberlastung durch zu hohe Einspeisung. Diese Sicherheitseinrichtung ist vorgeschrieben und sehr vernünftig. Nur hat die Regierung übersehen, daß sie sich damit ein neues Problem einhandelt, wenn eine riesige Anzahl von PV-Anlagen, mit der kein vernünftiger Mensch im sonnenarmen Deutschland je rechnen konnte, das gleichzeitig tut.

Die nun notwendige technische Nachrüstung aller PV-Anlagen mit automatischen Meß- und Abschaltgeräten sowie die mit Gewißheit auch hier künftig praktizierte Entschädigung der PV-Betreiber für den nicht gelieferten Strom würde wohl unweigerlich wieder den Stromverbrauchern aufgebürdet werden.

Als einzige realistische Abhilfe gilt deshalb der Ausbau nicht nur der höchsten, sondern auch der unteren Spannungsebenen mit ihren Netzen und der Einsatz von Ortsnetztransformatoren. Dazu gab es endlich auch eine Zahl – und zwar eine sehr hohe: Katherina Reiche, parlamentarische Staatssekretärin im BMU, erklärte Ende November 2011 auf einem VDI-Kongress, daß das Netz „massiv umgebaut“ werden müsse. „Beim Höchstspannungsnetz seien 4.200 km, bei den Verteilnetzen 200.000 km in moderner Netztechnik nötig.“

Sie reagierte damit vermutlich auf eine im Auftrag des Bundesverbandes Windenergie angefertigte Studie der Ecofys Germany GmbH, in der ein folgenschwerer Satz steht (eigene Ergänzungen in Klammern):

„Die Ausfallarbeit durch Abregelung (d.h. Abschalten der Wind- und Solarstrom-Einspeiser) aufgrund von Netzengpässen im Übertragungsnetz (Höchstspannungsnetz mit 380 oder 220 Kilovolt; Länge 35.000 km) ist bislang noch wesentlich kleiner als die Ausfallarbeit aufgrund von Netzengpässen im (1,7 Millionen km großen) regionalen Verbundnetz.“

Das Hauptproblem für die Netzstabilität liegt also bei den Verteilnetzen:

Bei dem regionalen Hochspannungsnetz (100 oder 60 kV mit 77.000 km); dem Mittelspannungsnetz (30 – 3 kV mit 500.000 km) und Niederspannungsnetz (400 oder 230 Volt mit über 1 Million km) – und die zusammen sind riesenhaft. (Daten von Verivox).

Der Verband kommunaler Unternehmen VKU forderte deshalb in einer Erklärung vom 17.11.2011 die Politik und die Regulierung auf, ihren Blick auf diese 1,7 Mio km der Stromverteilnetze zu richten und nicht nur auf die knapp 35.000 km der Höchstspannungs-Übertragungsnetze, denn mehr als 80% der Anlagen der „Erneuerbaren Energie“ waren 2009 an die unteren Verteilnetze angeschlossen und haben diesen die Probleme gebracht..

Der VKU rechnet für einen derartigen Ausbau und die Integration der dezentralen Energieversorgung in den Verteilnetzen mit 25 Mrd € bis 2030. Darin seien die Kosten des Umbaus zur vielseitigen Meß- und Steuerbarkeit (Smart Grids) noch nicht einmal enthalten. Auswirkungen auf den Strompreis sind unausweichlich.

Peinlich für die Regierung:

Im neuen Energieleitungsausbau-Gesetz EnLAG sind nur die Höchstspannungs-Trassen des Übertragungsnetzes vorgesehen. Es ging den Gesetzesmachern nur um die Durchleitung des Windstroms von Nord nach Süd. Die Gefährdung der Stabilität des weitaus größeren Verteilnetzes durch die vielen unkontrollierten Stromerzeuger hatte man übersehen.

Während die Bundesregierung und ihre Bundesnetzagentur die anwachsende Bedrohung der Netzstabilität herunterspielen – Röttgen bezeichnete solche Warnungen unlängst als Horrorszenario – wächst in der Industrie eben diese Sorge. Nicht aus Freude an Horrorszenarien, sondern aus konkreten Erfahrungen im Jahre der Energiewende 2011.
Das Handelsblatt berichtete am 29.12.2011 über die sinkende Qualität der Stromversorgung: „Mit der beschleunigten Energiewende kommt es bereits heute zu bedenklichen Qualitätsverlusten bei der Stromversorgung“, wird Volker Schwich, der Vorstandsvorsitzende des Verbandes der Industriellen Energie- und Kraftwirtschaft (VIK) zitiert. Die Stabilität komplexer Produktionsprozesse sei bedroht – lange bevor die Allgemeinheit einen Blackout bemerkt. Kurze Unterbrechungen im Millisekundenbereich und Frequenzschwankungen führten jetzt häufiger als früher zu Problemen.
In einem Brandbrief an den Präsidenten der Bundesnetzagentur M. Kurth listet eine Tochterfirma des norwegischen Norsk-Hydro-Konzerns, der als drittgrößter Aluminiumhersteller der Welt in Deutschland an 14 Standorten Unternehmen der Al-Primärproduktion betreibt, die Probleme aus den Instabilitäten auf. Man beobachte „seit Juli 2011 eine beunruhigende Häufung aus Netz- und Frequenzschwankungen.“
In dem Schreiben werden die 5 wesentlichsten Fälle aus den vergangenen Monaten aufgelistet, die zu teuren Schäden geführt hätten. Die steigende Zahl der netzbedingten Produktionsbeeinträchtigungen sei beunruhigend. Eine solche Häufigkeit von Zwischenfällen habe es in den vergangenen Jahrzehnten nicht gegeben.

Die Bundesnetzagentur, die über die Netzstörungen eine Statistik führt, berücksichtigt aber nur ungeplante Unterbrechungen, die länger als 3 Minuten dauern. Der sich daraus ergebende Index (SAIDI) sieht deshalb optisch gut aus.
Er berücksichtigt aber aus der Sicht der Industrie nicht die sich häufenden und wachsende Probleme verursachenden Störungen von weniger als 3 Minuten Dauer.

In der kurzen Debatte um die Energiewende war die Zuverlässigkeit der Stromversorgung ein zentrales Thema. Heinz-Peter Schlüter, der Aufsichtsratsvorsitzende und Eigentümer von Trimet-Aluminium, hatte in den Anhörungen der Ethik-Kommission „Sichere Energieversorgung“ vor den unausweichlich auf die Industrie zukommenden Problemen gewarnt: Mit dem Wegfall einer zuverlässigen Stromversorgung verliere er seine Existenzgrundlage.
„Nur vier Stunden ohne Stromversorgung und die Produktionsanlagen meines Unternehmens wären irreparabel zerstört“, hatte Schlüter gewarnt.
Die Töpfer-Ethik-Kommission setzte sich darüber hinweg.

Während die Bundesregierung und ihre Bundesnetzagentur die anwachsende Bedrohung der Netzstabilität herunterspielen – Röttgen bezeichnete solche Warnungen unlängst als Horrorszenario – wächst in der Industrie eben diese Sorge. Nicht aus Freude an Horrorszenarien, sondern aus konkreten Erfahrungen im Jahre der Energiewende 2011.
Das Handelsblatt berichtete am 29.12.2011 über die sinkende Qualität der Stromversorgung: „Mit der beschleunigten Energiewende kommt es bereits heute zu bedenklichen Qualitätsverlusten bei der Stromversorgung“, wird Volker Schwich, der Vorstandsvorsitzende des Verbandes der Industriellen Energie- und Kraftwirtschaft (VIK) zitiert. Die Stabilität komplexer Produktionsprozesse sei bedroht – lange bevor die Allgemeinheit einen Blackout bemerkt. Kurze Unterbrechungen im Millisekundenbereich und Frequenzschwankungen führten jetzt häufiger als früher zu Problemen.
In einem Brandbrief an den Präsidenten der Bundesnetzagentur M. Kurth listet eine Tochterfirma des norwegischen Norsk-Hydro-Konzerns, der als drittgrößter Aluminiumhersteller der Welt in Deutschland an 14 Standorten Unternehmen der Al-Primärproduktion betreibt, die Probleme aus den Instabilitäten auf. Man beobachte „seit Juli 2011 eine beunruhigende Häufung aus Netz- und Frequenzschwankungen.“
In dem Schreiben werden die 5 wesentlichsten Fälle aus den vergangenen Monaten aufgelistet, die zu teuren Schäden geführt hätten. Die steigende Zahl der netzbedingten Produktionsbeeinträchtigungen sei beunruhigend. Eine solche Häufigkeit von Zwischenfällen habe es in den vergangenen Jahrzehnten nicht gegeben.

Die Bundesnetzagentur, die über die Netzstörungen eine Statistik führt, berücksichtigt aber nur ungeplante Unterbrechungen, die länger als 3 Minuten dauern. Der sich daraus ergebende Index (SAIDI) sieht deshalb optisch gut aus.
Er berücksichtigt aber aus der Sicht der Industrie nicht die sich häufenden und wachsende Probleme verursachenden Störungen von weniger als 3 Minuten Dauer.

In der kurzen Debatte um die Energiewende war die Zuverlässigkeit der Stromversorgung ein zentrales Thema. Heinz-Peter Schlüter, der Aufsichtsratsvorsitzende und Eigentümer von Trimet-Aluminium, hatte in den Anhörungen der Ethik-Kommission „Sichere Energieversorgung“ vor den unausweichlich auf die Industrie zukommenden Problemen gewarnt: Mit dem Wegfall einer zuverlässigen Stromversorgung verliere er seine Existenzgrundlage.
„Nur vier Stunden ohne Stromversorgung und die Produktionsanlagen meines Unternehmens wären irreparabel zerstört“, hatte Schlüter gewarnt.
Die Töpfer-Ethik-Kommission setzte sich darüber hinweg.

Inzwischen bereitet sich Hamburg auf die Möglichkeit eines totalen Stromausfalls im kommenden Winter vor, wie WELT Online am 21.11.2011 berichtete.

Der Netzbetreiber 50Hertz arbeite an einem Notfallplan und verhandle bereits mit großen Stromverbrauchern über eine Abschaltung. Olivier Felix von 50Hertz:

„Eine solche Situation kann eintreten, wenn im Winter bei Hochdrucklagen keine Windenergie erhältlich ist und zusätzlich das KKW Brokdorf unerwartet abgeschaltet werden muß.“

Vor nicht allzu langer Zeit gab es in dieser Region noch die KKW Stade (wird abgerissen), Brunsbüttel und Krümmel (sind stillgelegt). Deren Leistung fehlt nun.

Zur Erinnerung: Dieser  geplante riesenhafte Ausbau des Stromnetzes ist nur eine Folge der Fehlentscheidung, die Windkraft ebenso wie die Photovoltaik so lange übermäßig durch Subventionen zu fördern, bis deren gewaltige Schwankungen und ihr unvorhersehbar auftretender Überschuß zu einer Bedrohung der Netzstabilität wurde. Ohne diese Fehlentscheidung hätte das Netz weiterhin völlig ausgereicht.
Wenn unsere Nachbarländer dem Beispiel Polens, das keinen grünen Spitzenstrom mehr hereinlassen will, folgen sollten, bricht das deutsche Stromnetz durch die selbst verschuldeten Störungen, die dann nicht mehr exportiert werden können, bei jedem Sturmtief zusammen. (Siehe Kap. 12 „Energiewende bedroht die Nachbarländer.“)
Doch die Geldvernichtung im Namen der angeblich davon profitierenden Umwelt  geht unvermindert weiter: Die Regierung subventioniert  Wind- und Solarstrom weiterhin mit dem EEG und bekämpft anschließend mit weiteren Milliarden die eben dadurch verschärften Probleme.

7. Schäden umverteilen

Daß die Energiewende zu Strompreiserhöhungen führen wird, bestreitet nicht einmal die Regierung. Aber das Ausmaß dieser Erhöhung wird von ihr verniedlicht, während externe Fachleute von mindestens 20% ausgehen. Wesentlicher Grund dafür ist die 2011 erfolgte Abschaltung von 8 deutschen Kernkraftwerken, die bisher preisgünstigen Grundlaststrom erzeugten, der nun vermehrt durch Stromimporte aus Frankreich, Tschechien und Polen ersetzt werden muß – was Frau Merkel zunächst kategorisch ausgeschlossen hatte.

Strom Import-Export Bilanz in Deutschland Janunar-Oktober 2011 (rot: Import, blau: Export; Quelle: wilfriedheck.de)

Ein weiterer Grund ist der weitergehende Ausbau der teuren “erneuerbaren” Stromerzeuger Windkraft, Solarzellen und Biogas-gefeuerte Kleinkraftwerke, deren vom EEG garantierte Einspeisevergütungen den Stromverbrauchern aufgebürdet werden.

Dieser Anteil an der Stromrechnung steigt daher systematisch,

wobei auch wieder festzustellen ist, daß die Regierung wesentlich niedrigere Zahlen nennt als Energiewirtschaftler.

Der EU-Energiekommissar Günther Oettinger warnte bereits Anfang März, danach im Juni, im August, im September und zuletzt am 22.10.2011 vor den dramatischen Folgen des steigenden Strompreises für Deutschland. Hohe Energiekosten gefährdeten nicht nur den Wirtschaftsstandort, sondern auch den sozialen Frieden, wenn ein Teil der Menschen die Stromrechnung nicht mehr bezahlen könne. “Ich bin überrascht, wie gedankenlos die Entwicklung der Strompreise hingenommen wird,” sagte Oettinger auf dem internationalen Wirtschaftsforum in Baden-Baden. Deutschland zähle weltweit zu der Spitzengruppe bei den Strompreisen. Dies sei eine Ursache für die stetige De-Industrialisierung – energieträchtige Produktionen würden ins Ausland verlagert, sagte Oettinger.

Wie ernst diese Situation für die energieintensiven Industrien – Chemie, Papierindustrie, Düngemittelindustrie, Glaswerke, Stahlwerke, Baustoffindustrie, Aluminiumhersteller, Metallverarbeitung – bereits geworden ist, ist der Regierung bereits durch Wirtschaftsverbände und Gewerkschaften klar gemacht worden.

Das Schlupfloch: Die Stromnetzentgeltverordnung

Die Reaktion der Regierung war bezeichnend: Der Staat verzichtet keineswegs auf seine vielfältigen Steuern und Abgaben auf den Strompreis, die ihn hier dermaßen teuer machen. Er verteilt die Lasten einfach um. Das Instrument dafür ist die o.g. am 28.7.2011 geänderte Verordnung (StromNEV), die unauffällig im Konvoi anderer Energiewende-Gesetze versteckt und die von der Presse erst nach einem Vierteljahr entdeckt wurde.

In dem für Laien praktisch unlesbaren Juristenchinesisch verbirgt sich im §19 ein Goldesel: Unternehmen mit einem hohen Verbrauch werden fast komplett von den Netzgebühren befreit – und auch noch rückwirkend für das laufende Jahr. Unternehmen, die mindestens 7000 Stunden jährlich am Stromnetz hängen und mehr als 10 Millionen kWh Strom verbrauchen, müssen gar keine Netzgebühren mehr bezahlen.

Bereits ab einem jährlichen Stromverbrauch von 100.000 kWh sinken die Netzkosten deutlich, so daß Tausende Unternehmen nicht den vollen Preis zahlen müssen. Die dadurch von den Unternehmen gesparten Netzkosten werden voll auf den Strompreis umgelegt – also von den Verbrauchern bezahlt. Geschätzt wird, daß die Strompreise allein durch diese Netzkostenermäßigung um 0,75 bis 1,0 Cent / kWh steigen könnten. Pro Haushalt mit ca. 4000 kWh Jahresverbrauch wären das bis zu 40 Euro mehr.

„Die Industrie zu entlasten und allein die Kleinverbraucher die Zeche zahlen zu lassen, ist eine Dreistigkeit, die bisher ohne Beispiel ist,“

zitierte die „Frankfurter Rundschau“ Verbraucherschützer Holger Krawinkel.

Aber das ist das durchgängige Prinzip bei der Energiewende. Sie beruht schließlich ganz wesentlich auf der Schröpfung der Bürger durch ihre Zwangsbeglückung mit zu teurer Energie. Mit dieser fortgesetzten Umverteilung zu Lasten der kleinen Leute dürften die Warnungen des Energiekommissars vor dem Ende des sozialen Friedens Wirklichkeit werden.

Eine auch gegenüber unseren Nachbarländern betriebene Rücksichtslosigkeit, die bislang ohne Beispiel ist,  stellt der Mißbrauch der Stromnetze dieser Länder als Ausgleichspuffer für den in Deutschland nicht verwendbaren Wind- und Solarstrom dar. Mit den dadurch ausgelösten Spannungs- und Frequenzschwankungen dürfen sich dann die Netzbetreiber dieser Länder herumschlagen.
Ohne diesen zum Teil mit teuren Zuzahlungen erkauften Export der nicht nutzbaren Überschüsse (siehe Kap. 5 „Jenseits der Planwirtschaft“) würden die Netzstörungen in Deutschland wohl unbeherrschbar.
Das erklärt, weshalb die Energiewende-Gesetzgebung mit ihrer massiven Grundlast-Abschaltung der 8 KKW ohne jegliche Konsultation oder Vorwarnung der Regierungen der Nachbarländer durchgesetzt worden ist. Die deutsche Regierung wußte sehr genau, wie deren Reaktion ausgesehen hätte: Sie ist im Kap. 15 „Ein internationales Urteil“ nachzulesen.

8. Das stille Ende großer Ankündigungen

Sie haben es sicherlich bemerkt: Klimaschutz ist plötzlich “out”. Jahrelang hat die Regierung Deutschland als einsamen Vorreiter und moralisches Vorbild bei der Reduzierung der CO2-Emissionen hingestellt. Der nach dem Anschluß der DDR dort stattgefundene Zusammenbruch der Industrie sowie die anschließende Modernisierung ihres Restes hat einen beträchtlichen Rückgang der dortigen Emissionen zur Folge gehabt – den sich die Bundesrepublik als eigene Leistung angerechnet hat. Damit konnte sie die Selbstverpflichtung, die CO2-Emissionen gegenüber dem sehr geeigneten Jahr 1990 um 21% zu vermindern, mit 23,4% sogar übertreffen. Anschließend hat sie in der EU die Forderung nach einer Absenkung der Emissionen bis 2020 um 40% erhoben – was von den Grünen als „ambitionierte Vorreiterrolle“ bezeichnet wurde.

Das ist nun seit Verkündigung der Energiewende Makulatur.

Die Abschaltung von 8 unbestreitbar CO2-freien Kernkraftwerken und der Ersatz des Stromausfalls durch Importe – teilweise von Kohlekraftwerken – und Hochfahren auch noch der letzten und ineffizientesten deutschen Kohlekraftwerke hat alle großartigen Selbstverpflichtungen abrupt in eine Peinlichkeit verwandelt. Hinzu kommt, daß Deutschland dringend neue Grundlastkraftwerke benötigt – und das können nach derzeitiger politischer Lage wiederum nur Kohlekraftwerke sein, wenn auch sehr moderne. Die Braunkohle-Bundesländer und die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie begrüßen das sehr.

Aber die Grünen und zahlreiche Bürgerinitiativen, die vom Ende der Klimaschutzpolitik noch nichts gehört haben, behindern den Neubau von Kohlekraftwerken nach Kräften. – siehe Projekt Datteln. Allein in NRW sind drei Neubauprojekte gestoppt bzw. verzögert: Das EON-Kraftwerk Datteln wurde vom NRW-Oberverwaltungsgericht gestoppt, ebenfalls  das Trianel-Kraftwerk Lühen; für beide fordert der Bund für Umwelt und Naturschutz BUND das Ende. Das Trianel-Steinkohlekraftwerk Krefeld wurde nach heftigen Protesten der Umweltschützer aufgegeben – eventuell wird stattdessen innerhalb von 6 Jahren ein Gaskraftwerk gebaut.  Und der neue Block 10 des STEAG-Kraftwerks Walsum wird wegen technischer Probleme erst drei Jahre später ans Netz gehen. 

Dennoch müßte es unbedingt weitere Kohlekraftwerke geben; die Regierung hat gar keine andere Wahl, als nun auch beim sogenannten Klimaschutz eine 180-Grad-Wende zu fahren. Aber sie streitet über das Neubau-Thema – siehe den Abschnitt „Für die Bürger wird es immer teurer“ im Kapitel 14.

Aber das werden dann auch nicht einmal Kraftwerke mit CO2-Abtrennung (CCS) sein, wie es stets vollmundig verkündet wurde. Denn die Regierung erlitt kürzlich eine schwere Niederlage: Der Bundesrat lehnte ihren Gesetzesvorstoß ab, der es ermöglichen sollte, in Kraftwerken abgetrenntes CO2 zunächst versuchsweise in ehemaligen Gasspeichern zu lagern. Er will auch nicht den Vermittlungsausschuß anrufen. Damit ist die unterirdische Einlagerung von CO2 in Deutschland erst einmal unmöglich.

Die Abtrennungs- und Speichertechnik sollte eigentlich durch ein vom Energieversorger Vattenfall zu bauendes Demonstrationskraftwerk im Brandenburgischen Jänschwalde erprobt werden.

Jetzt hat Vattenfall Anfang Dezember 2011 erklärt, daß dieses Projekt gestoppt wird.

Grund sei das jahrelange erfolglose Ringen um eine gesetzliche Grundlage, teilte Vattenfall mit und bezog sich dabei vermutlich auch auf die kürzliche Ablehnung der CO2-Einlagerung (s.o.). Minister Röttgen zeigte sich enttäuscht. Jetzt fehlt es also weiterhin sowohl an der Abtrenungstechnik als auch an der Möglichkeit zur Lagerung des Gases. Damit sind auch alle Lippenbekenntnisse zum künftigen Bau von ausschließlich CO2-freien Kohlekraftwerken gegenstandslos geworden. Aber neue Kohlekraftwerke werden nach der Abschaltung der AKW dringend benötigt. Es werden dann – falls es der in den vergangenen Jahren stets begrüßte Widerstand der Bevölkerung überhaupt zulässt und die Investoren das Risiko überhaupt tragen wollen– ganz normale Kohlekraftwerke ohne CO2-Abtrennung gebaut.

Womit die CO2-Emissionen Deutschlands noch mehr steigen werden, als es bereits jetzt der Fall ist.

Mit diesem Dilemma ist die Regierung aber nicht allein: Die EU verfolgt das Ziel, 2050 rund 90% weniger CO2 zu emittieren, wozu entscheidend die CCS-Technik gebraucht wird. Die EU-Kommission geht davon aus, daß im Jahre 2035 CO2 aus Kohle- und Gaskraftwerken mit einer Kapazität von 35.000 MW abgetrennt und gespeichert werden kann. Allerdings fehlen Erfolgsmeldungen: Nur Spanien, die Niederlande und Rumänien haben bisher die EU-Richtlinie zur geologischen Speicherung von CO2 vom April 2009 in nationales Recht übernommen. In allen anderen EU-Staaten fehlt Investoren die Rechtssicherheit.

Und von den 6 von der EU-Kommission geplanten Pilotprojekten wird eventuell nur das in Rotterdam bis 2015 in Betrieb gehen. Das deutsche Projekt Jänschwalde hätte keinen Ort zur Speicherung des Gases.

Das Hauptproblem der CCS-Technik ist die fehlende Wirtschaftlichkeit. Eine Tonne CO2 abzuscheiden kostet ca. 50 €. Im Emissionshandel liegt der Preis für diese Menge bei ca. 10 €. Und er könnte später noch weiter sinken, wenn in Europa die neuen Erdgasquellen ausgebeutet werden – siehe Kapitel 13.

Aber auch mit der Verwendung von CO2 als Rohstoff (CCU) kann nur ein kleiner Teil der Emissionen genutzt werden, wie kürzlich auf einem Kongress in Düsseldorf einhellig festgestellt wurde. Die größte Hürde – vor allem in Mitteleuropa und Skandinavien ist aber die fehlende Akzeptanz der CO2-Speicherung vor der eigenen Haustür. Zur Rolle der Bürgerinitiativen mehr in Kapitel 11.

Die Erwartung der Regierung, daß künftig viele neue Gaskraftwerke gebaut werden,

die wegen ihrer geringeren Emissionen als klimafreundlicher gelten und auch als Regelungskraftwerke zum Ausgleich der Einspeisungs-Schwankungen benutzt werden könnten, wird sich nach Aussagen der Kraftwerksbetreiber nicht erfüllen. Das würde sich nicht rechnen, denn einerseits sind die Gaspreise zu hoch, andererseits sind Kraftwerke, die nur gelegentlich angefahren werden, um das Netz zu stabilisieren, unrentabel und rechtfertigen keine Investition. Es bleibt nur die Kohle. Ob Deutschland wenigstens nach 10 Jahren in den Genuß des billigen Erdgases aus „unkonventionellen“ Quellen (Shale-Gas) kommen wird, ist unsicher – siehe Kapitel 13.

Seit 6 Jahren experimentiert Deutschland auch mit Klimaschutz durch den Emissionshandel. Das Ergebnis stellt eine Kapitulation dar: Der Staat beschenkt mittlerweile energieintensive Unternehmen – z.B. Stahl-, Zement- und Chemieindustrie; insgesamt 164 Industriebereiche – üppig mit Emissionsrechten, nach Meinung von Kritikern wie BUND sogar viel mehr als nötig, damit sie nicht abwandern. Diese Emissionsrechte können sie nun weiterverkaufen. Ein Zwang zum erhofften CO2-Sparen entfällt; der Effekt ist gleich Null.

Die Regierung wird somit in den kommenden Jahren stetig ansteigende CO2-Emissionen registrieren,

sie aber vermutlich nicht mehr kommentieren. Sie hat vielleicht die Hoffnung, daß die weltweit stark ansteigenden Emissionen – allein 2010 gegenüber 2009 um +6 Prozent auf knapp 32 Mrd Tonnen, vor allem durch China, Indien, USA, Russland und Japan – von der ehemals „ambitionierten Vorreiterrolle“ Deutschlands ablenken würden.

Man könnte nun auf die Idee kommen, daß eine Regierung, die derart leichthin ihre moralisch überlegen gespielte Rolle als selbsternannte Weltretterin opfert, ebenso eines Tages ihre Energiewende einfach ausklinken könnte. Man kann sich jedoch nicht darauf verlassen, denn die Lobby, die man mit dem EEG geschaffen hat, ist stark.

9. Das Prinzip Hoffnung als Realitätsersatz

Ein von der Politik schon immer eingesetztes Mittel zur Stärkung der Überzeugungskraft von Plänen ist die Projektion von Verheißungen, das Versprechen von neuen Möglichkeiten, wozu sich insbesondere die Schilderung von neuen technischen Lösungen sehr gut eignet, weil hierbei die rasche Nachprüfung durch die Bürger entfällt und auch die Medien erfolgreich als Werbeträger eingesetzt werden können.

In keinem anderen Sachbereich wird von dieser Methode derart viel Gebrauch gemacht,

wie bei der Energieversorgung. Und je ungewisser den Verkündern neuer Lösungswege – zum Beispiel eine Energiewende – die Erfolgschancen erscheinen, umso mehr arbeiten sie mit Visionen, Hoffnungen und Versprechungen.

Die am meisten benutzte Methode ist die Beschreibung von tatsächlich noch nicht entwickelten Techniken als in Kürze sicher und erfolgreich einsetzbar.

Die Begründungsversuche für die sog. Energiewende stützen sich ganz erheblich auf derartige Beispiele. Ihre Merkmale sind:

  • Verschweigen des noch verstreichenden Zeitraums bis eine ausgereifte Technik entwickelt ist; statt dessen Erwecken des Eindrucks kurzfristiger Verfügbarkeit.
  • Unterschlagung wichtiger Leistungsziffern, insbesondere Wirkungsgrade bzw. Verluste sowie Kosten – z.B. die Investitionskosten pro geleistetem Kilowatt an Leistung und die Kosten einer erzeugten Kilowattstunde.
  • Verschleierung der für bestimmte Techniken vergebenen Subventionen bzw. Zwangsabgaben und deren Auswirkung auf die Verbraucher. Drastisches Beispiel: Das erneuerbare Energien-Gesetz EEG.
  • Verschweigen der damit verbundenen direkten Umweltbelastungen wie Flächenverbrauch (Biomassenutzung, Energiepflanzen), Lärmemissionen (Windräder), Feinstaubemissionen (Pelletheizungen), Gesundheitsgefahren (CO2-Speicher), Gefährdung von Gebäuden (Geothermie), Landschaftszerschneidung (Höchstspannungs-Trassen). Ebenso auch indirekter schädlicher Auswirkungen wie Biodiversitätsverluste durch Monokulturen (Energiepflanzen), der weltweite Anstieg der Nahrungsmittelpreise durch exzessive energetische Nutzung von Feldfrüchten mit Verlust von Anbauflächen für Nahrungsmittel oder die sozialen Auswirkungen steigender Energiepreise für Menschen mit geringem Einkommen (s. Aussagen von Oettinger).

Hier eine Zusammenstellung einiger Beispiele:

  • Technologien zur CO2-Abtrennung aus den Abgasen von Kohle- und Gaskraftwerken. Dazu Prof. H.-J. Wagner, Institut für Energietechnik der Ruhr-Univ. Bochum: „Kraftwerke mit CO2-Abscheidung werden erst in der übernächsten Generation, also in 30-40 Jahren, zum großtechnischen Einsatz kommen.“

  • Die unterirdische CO2-Speicherung: Bereits die gesetzliche Regelung zur Erprobung ist am Widerstand der Bürger gescheitert;

  • Der Ausbau des Höchstspannungsnetzes um 4200 km innerhalb der nächsten 20 Jahre: Bisher nur 214 km realisiert; angesichts der Widerstände ist selbst das Erreichen eines kleinen Teils dieser Pläne aussichtslos.

  • Druckluftspeicher zum Ausgleich von Windstromschwankungen: Das erste und einzige Entwicklungsprojekt für adiabatische Druckluftspeicherung namens ADELE stellte am 22.11.2010 die RWE Power in Staßfurt/Sachsen-Anhalt vor. Zu schaffende Voraussetzungen: „Erfolgreiches Abschließen der technischen Untersuchungen und Planungen; Finanzierung einschließlich der erforderlichen (!) Förderung; Geologie des Standortes.“ Viele wesentliche technische Komponenten müssen ebenfalls erst noch entwickelt werden. Ob in 30 Jahren die Marktreife erreicht werden kann, ist unklar.

  • Seekabelverbindungen zu norwegischen Pumpspeicher-Kraftwerken mit mindestens 5000 MW Übertragungsleistung: Siehe die obigen Ausführungen von Prof. Vahrenholt in Kap.1. Ein erstes kleineres Projekt befindet sich bereits in Schwierigkeiten: Das 530 km lange Nord Link Ein solches Kabel soll es bis Anfang 2017 geben. Es soll 1.400 MW übertragen. Das entspricht der Leistung eines Kernkraftwerks und gerade einmal 4 Prozent der schon jetzt in Deutschland installierten Windstromleistung. Mehrere Partner verließen das Projekt bereits.

    Fünf bis zehn dieser Seekabel wären wohl nötig, geplant sind sie nicht, und es gibt noch andere Probleme: Die meisten norwegischen Wasserkraftwerke sind keine in beiden Richtungen (bergauf und bergab) arbeitenden Pumpspeicherwerke. Sie müßten teuer und langwierig umgebaut werden – wenn es die Norweger überhaupt wollen.

    Außerdem wollen alle Nordseeanrainer, die ebenfalls Windkraftanlagen gebaut haben, ebenfalls mit Seekabeln an die norwegische Wasserkraft heran. Holland hat es schon getan. Damit fällt für jeden weniger Speicherkapazität ab. Und schließlich: Schon jetzt kämpfen Bürgerinitiativen in Norddeutschland gegen die Umspannstation an Land und die neuen Hochspannungsleitungen. Siehe auch die Ausführungen von Prof. Vahrenholt, Kap. 2: „Windstrom“.

  • Bezahlbare, leistungsfähige und langlebige Batterien für Elektroautos. Diese Entwicklung dauert voraussichtlich mehr als 20 Jahre. Als Speicher für Wind- oder Solarstrom wird auch danach kaum ein Autobesitzer seine Batterien bereitstellen: Ihre Lebensdauer leidet darunter.

  • Brennstoffzellen zur Stromerzeugung aus Wasserstoff, der wiederum per Elektrolyse aus überflüssigem Windstrom gewonnen wurde. Zu teuer, zu geringe Lebensdauer, unausgereifte Technik.

  • Solarstrom aus Nordafrika für Europa: Das DESERTEC-Projekt. Abgesehen von enormen Kosten, enormen Leistungsverlusten bei Stromerzeugung und Transport bis Mitteleuropa sind sehr lange, neue Höchstspannungstrassen notwendig – und kaum realisierbar. Zudem haben die politischen Umbrüche in Nordafrika alle Pläne obsolet gemacht.

  • Unterirdische Pumpspeicherwerke in ehemaligen Bergwerken. Noch existieren nur Pläne. Bis zur Marktreife mindestens 25 Jahre. Problem: Über Tage müßten sehr große und tiefe Speicherseen angelegt werden.

  • Hybridspeicher: Wasserstofferzeugung durch Windstrom-Elektrolyse mit anschließender Stromerzeugung durch Verbrennungskraftmaschine plus Stromgenerator. Diese Anlage würde 81% des eingespeisten Windstroms als Abwärmeverluste vernichten. Absurd, aber als Pilotanlage in Prenzlau errichtet. Eine chancenlose Energievernichtungstechnik, die wahrscheinlich mit Steuergeldern gefördert wurde. Details in Kap.5.

  • Geothermie-Kraftwerke zur Stromerzeugung. Die äußerst geringe Temperaturdifferenz, mit der diese Wärmekraftanlagen arbeiten müssen (ca. 140oC), führt zu einem kläglich kleinen Wirkungsgrad, der fast immer verschwiegen wird. Erstmals wurden im Herbst 2011 in einem Fachbericht über das geplante „petrothermale“ Kraftwerk in Munster-Bispingen (Lüneburger Heide) die interessanten Zahlen genannt: Thermalwassertemperatur 160oC; thermische Leistung 14,7 MW; elektrische Leistung 1,2 MW. Elektrischer Wirkungsgrad somit trotz relativ hoher Temperatur des Thermalwassers nur 8,2%. Das heißt: Sehr wenig elektrische Leistung für sehr hohe Investitionskosten, die hier 43 Mio € betragen; somit 36.000 € für 1 kWel. Zum Vergleich: 1 kW eines Kohlekraftwerks kosten 1.140-1.480 €; selbst bei einer kleinen Haus-Blockheizanlage kostet 1 Kilowatt 3.700-7.500 €. Stromerzeugung mit Geothermie ist also extrem unrentabel. Nur als Fernheizung hat es Sinn.

  • Solare Wasserstofferzeugung durch CO2-gefütterte Algen. Im Labormaßstab in Erprobung. Ungewisse Aussichten; mehrere Jahrzehnte von der Marktreife entfernt.

Diese und weitere Techniken sind zwar realisierbar, jedoch entweder noch weit von einer Markteinführung entfernt, von untragbar hohen Kosten gekennzeichnet, mit unakzeptablen Verlusten behaftet oder ihr Einsatz bleibt durch andere Defizite weit jenseits des politisch anvisierten Zeitraumes. Somit ohne Wirkung für die Umsetzung der Ziele der Energiewende.

Ein weiteres Hoffnungsargument in den Energiewende-Papieren

besteht in der Annahme der Regierung, daß der Bedarf an elektrischer Energie jährlich um 1,7% sinken werde. Diese Annahme wurde offenbar sehr zum Erreichen besserer Zahlen benötigt.

Sie wurde aber schon zuvor durch eine Studie der Task Force „Stromversorgung und Umwelt“ des VDE von 2009 widerlegt: Der bisherige langfristige Trend sei im Gegenteil eine Erhöhung von 1,2% pro Jahr gewesen. Seit 2006 habe er +0,6% betragen – und dieser jährliche Verbrauchszuwachs von 0,6% sei auch unter der Annahme von weiterhin erzielbaren Effizienzfortschritten wegen der zunehmenden Anwendung elektrischer Energie auch das wahrscheinlichste Szenario für die Zukunft.

10. Fehlinvestitionen: Die Förderung des Ungeeigneten

Die ideologische Überbewertung der Stromerzeugung durch alle sogenannten erneuerbaren Energiequellen und die Vernachlässigung der Nutzung dieser Energiequellen für die Wärmeerzeugung führte zu einer extremen Fehlsteuerung, deren Kern das EEG-Gesetz ist. Milliarden Euro werden den Verbrauchern abgenommen und in unzuverlässige, unrentable und im Falle der großtechnischen Biogasproduktion sogar umweltschädliche Investitionen geleitet, die im Falle von Windkraft und Solarstrom nicht etwa der sicheren Stromversorgung dienen, sondern sie im Gegenteil noch gefährden. Anstatt diese gigantische Fehlinvestition zu beenden, wird sie verstärkt fortgeführt – siehe die Energiewende-Schwerpunkte – und zur Schadensbegrenzung sollen weitere Milliarden für einen zuvor vollkommen unnötigen riesigen Netzausbau und für die verschiedensten Stromspeicherkonzepte ausgegeben werden, von denen die meisten wegen extremer Kosten und ebenso extremer Verluste bereits als Pläne in den Papierkorb gehörten.

Eins der absurdesten Beispiele ist das Wasserstoff-Hybrid-Speicherkraftwerk, das vor kurzem in Prenzlau in Gegenwart von Ministerpräsident Michael Platzeck eingeweiht wurde.

Überschüssiger Windstrom wird darin zur Wasserstoff-Erzeugung benutzt;

danach wird mit dem gespeicherten Wasserstoff in einem Gasmotor wieder Strom erzeugt, der bei Bedarf ins Netz zurück gespeist wird. Die Presse berichtete begeistert; Zahlen zum Speicher-Wirkungsgrad der Anlage und zu den Kosten einer so gespeicherten Kilowattstunde gab es bezeichnenderweise nicht.

Eine Nachrechnung ergibt: Die Umwandlung des Windkraft-Wechselstroms in Gleichstrom für die Druckelektrolyse beschert 10% Verluste; die Wasserstofferzeugung durch Elektrolyse verursacht 25% Verluste und der Gasmotor, der wieder Strom aus dem Wasserstoff erzeugt, hat 70% Verluste. Das ergibt einen Gesamtverlust von mindestens 80% – wertlose Abwärme. Der verbliebene kleine Rest des ohnehin nicht billigen Windstroms ist dann nach dieser „Speicherung“ fünffach teurer geworden.

Diese Anlage ist deshalb kein Stromspeicher, sondern eine teure Energievernichtungsanlage.

Derartige Pläne haben Konjunktur; es gibt offenbar in den zuständigen Ministerien keine fachliche Kontrolle mehr, die diese politisch korrekten Projekte von ihrer Förderung fernhalten könnte.

Das Problem für die Regierung, die Derartiges mit Steuergeld unterstützt, ist die Physik. Sie ist weder durch Programmpapiere, noch durch Sonntagsreden oder Einweihungszeremonien zu beeinflussen. Der einzige Effekt derartiger Projekte ist ein positives Medienecho und ein kleiner Zeitgewinn – bis zur unausweichlichen Pleite, über die aber nicht mehr berichtet wird. Das scheint die Steuergelder wert zu sein.

Eine ernsthafte und ehrliche Energie- und Umweltpolitik

hätte die physikalisch-betriebswirtschaftliche Sackgasse der Stromerzeugung aus ungeeigneten Quellen vermieden und die regenerativen Energiequellen für den Wärmemarkt erschlossen: Solarthermie und die Nutzung von Erdwärme mittels Wärmepumpen hätten eine konsequente und wirkungsvolle Förderung verdient, was niemals geschehen ist. Auch die Fernwärmenutzung aus tiefen Erdschichten – an Stelle absurd unrentabler Geothermie-Kraftwerke (siehe Kap.9) – und die ausschließliche Biogaserzeugung aus verwertbaren Abfällen und nicht aus Feldfrüchten wäre Bestandteil jener Politik. Vorhandene Windkraft dürfte in diesem Pumpspeicher-armen Lande einzig zur Wasserstofferzeugung mit anschließender Verwertung als Brennstoff oder Chemierohstoff eingesetzt werden; neue Installationen müßten gesetzlich unterbunden werden.

Die Reihe der Beispiele für eine intelligente Verbesserung der Wärmebereitstellung ließe sich noch lange fortsetzen.

Und das würde direkt die teuren fossilen Öl- und Gasimporte treffen. Eine derartige konsequente Energiepolitik könnte sich „Kaizen“ nennen – der aus der Industrie bekannte japanische Begriff für „ständige Verbesserung“. Eine „Wende“ hingegen bedeutet eine 90- bis 180-Grad-Kursänderung; diese Bezeichnung war daher korrekt. Abrupte Wenden in der Energiepolitik aber kann die Wirtschaft eines Industrielandes nicht aushalten, erst recht nicht eine Wende mit den beschriebenen Defiziten.

11. Die Geister, die man gestern rief…

Viele Jahre lang wurden die Umweltverbände von den Regierungen mit großer Sympathie behandelt und ungezählte Forderungen wurden ihnen erfüllt. Vernünftiges und auch Unsinniges geschah. Gleichzeitig bildeten sich lokale und regionale Aktionsbündnisse, die Flugplatzerweiterungen, Atomabfall-Endlager, Straßenbauprojekte, Flußbegradigungen, Abholzungen, Sendemasten des Mobilfunks und vieles andere mehr bekämpften; oft mit beachtlichem Erfolg.

Die Bürger haben daraus gelernt,

daß sie recht wirksam unliebsame Entwicklungen in ihrer Umgebung verhindern können. Genau diese Fähigkeiten setzen sie seit einiger Zeit gegen nahezu alle Projekte ein, die jetzt zu wesentlichen Teilvorhaben der Energiewende ernannt worden sind:

Eine kaum übersehbare Anzahl von Bürgerinitiativen – inzwischen von den Medien als „Wutbürger“ bezeichnet – bekämpft Windkraftanlagen:

ArGe für eine windradfreie Heimat; Volksinitiative „Gegen Windräder“ mit 26 angeschlossenen Vereinen; Windkraftgegner; Gegenwind; Windwahn; NAEB; Epaw-Europäische Plattform gegen Windkraftanlagen; Bürgerinitiative „gegenwindlärm“; Sturm im Storm; Freier Wald e.V.; IG Sturmwind; Wind gegen Wind; Sturm gegen Wind u.v.a.m.

Auch die wenigen noch geplanten Pumpspeicher-Kraftwerke sehen sich dem Widerstand der Bürger gegenüber:

  • Atorf/Südschwarzwald: Der Schwarzwaldverein als Interessenvertreter der Bevölkerung hatte in den Anhörungen kritisiert, die “Region dürfe nicht bloß das Objekt für energiewirtschaftliche Ausbeutung werden.“ Der Kreisverband der B90/Die Grünen / Waldshut sprach sich gegen das Projekt aus.
  • Riedl/Bayern: Das Projekt ist politisch umstritten; eine Bürgerinitiative hat sich dagegen gebildet.
  • Blautal / Birkhau: Massive Bürgerproteste in Arnegg und Markbronn führten zu erheblichen Planungsänderungen – auch bezüglich des Ortes der Anlage. Zur Zeit werden Sicherheitsbedenken geltend gemacht; der Widerstand hält auch nach 6 Jahren an; ein Baubeginn ist nicht absehbar.

Eine Bürgerinitiative hat bislang erfolgreich die Errichtung einer Umrichterstation in Norddeutschland verhindert, die als deutscher Endpunkt am Seekabel nach Norwegen das Anzapfen der norwegischen Wasserkraftwerke für die Speicherung deutschen Windstroms möglich machen sollte. (Vgl. Kapitel 1 und Kapitel 9).

Massiven Widerstand gibt es bereits gegen jegliche neue Hochspannungs-Freileitungen.

Angst vor Elektrosmog, entwertete Grundstücke und verschandelte Natur führen die Bürgerinitiativen ins Feld. Das wird sich noch erheblich steigern, wenn die Pläne der Regierung zum Neubau von 3000 km Höchstspannungsleitungen von Nord- nach Süddeutschland verwirklicht werden sollen. Bisher sind davon nur 214realisiert worden. Siehe „Netz“-Kap.6.

Eine weitreichende Niederlage erlitt die Berliner Regierung mit ihrem Gesetzesvorstoß, der es ermöglichen sollte, in Kraftwerken abgetrenntes CO2 zunächst versuchsweise in ehemaligen Gasspeichern zu lagern. Der Bundesrat lehnte es ab und will auch nicht den Vermittlungsausschuß anrufen.

Grund für diese Ablehnung war die im Gesetz vorgesehene Klausel, die es jedem Bundesland ermöglicht hätte, auf seinem Territorium diese Technik zu erproben oder aber die Erprobung zu verbieten. Angesichts des sehr großen Widerstandes in den nördlichen Ländern – zahlreiche Bürgerinitiativen kämpfen dort gegen die Einlagerung des giftigen CO2 „unter ihren Füßen“ – wäre letzteres mit Sicherheit geschehen.

Bereits vor der Bundesrats-Abstimmung hatte es massive Proteste gegeben:

„Stoppt das CO2-Endlager“ stand auf ungezählten Autoaufklebern im Raum Flensburg und massenweise in friesischen Vorgärten, an der Nordseeküste in Schleswig-Holstein und Niedersachsen brannten Mahnfeuer. Die Initiatoren lehnten auch eine Speicherung vor der Küste ab, weil Experten davon ausgehen, daß sich eine CO2-Verpressung noch in 100 km Entfernung auswirken könnte.

Diese Ausstiegsklausel aber lehnte insbesondere Brandenburg ab, das in Jänschwalde den Bau einer große CCS-Pilotanlage von Vattenfall erhoffte, für deren CO2 dann aber wohl keinerlei unterirdische Speichermöglichkeit zu erwarten wäre. Vattenfall fürchtet nun, daß eine EU-Förderung wegzufallen droht.

Greenpeace zeigte sich über das Abstimmungsergebnis im Bundesrat erfreut.

Diese sog. CCS-Technik gilt nun als Voraussetzung, um in Deutschland Kohlekraftwerke auf Dauer wirtschaftlich betreiben zu können, da sonst CO2-Emissionsrechte an der Börse gekauft werden müssen. Das könnte alle Pläne zum Bau neuer Kohlekraftwerke, die die abgeschalteten Kernkraftwerke ersetzen sollen, verhindern. Damit wäre eine entscheidende Voraussetzung der sog. Energiewende entfallen.

Ob die sog. unkonventionellen Erdgasfunde (Shale-Gas; siehe Kap.13) in Europa innerhalb von 10 Jahren zu einem Sinken der Emissionsrechte-Preise und dann zu besseren Chancen für neue Kohle- und Gaskraftwerke – ohne CO2-Abtrennung – führen werden, ist ungewiss.

Auch gegen Photovoltaikanlagen gibt es Widerstand – und zwar aus den Reihen der Solarstrom-Befürworter selbst:

Die “kleinen Gebäudeanlagen”, die typischerweise auf Reihenhausdächern angebracht sind , wurden dramatisch durch wesentlich größere Freiflächenanlagen zurückgedrängt: Im Juli 2009 machten die Kleinanlagen nur noch 2% der installierten Leistung aus.

Dazu schrieb Wolf v. Fabeck, Geschäftsführer und Vorstandsmitglied des Solarenergie-Fördervereins Deutschland e.V. (SFV) am 21.9.2009:

“Hier setzt sich eine bedauerliche Fehlentwicklung fort.”

Der SFV lehne PV-Freiflächen aus folgenden Gründen ab :

  • Sie belegen unnötigerweise Landflächen und treiben damit in ihrer Weise die Zersiedelung der Landschaft weiter voran.
  • Freiflächen stehen in Konkurrenz zum Nahrungsmittelanbau.
  • Freiflächen fangen viel Sonnenenergie ab; diese fehlt dann bei der Photosynthese. Das Pflanzenwachstum unter den Solarmodulen bindet bei weitem nicht so viel CO2 aus der Atmosphäre, wie es ohne Abschattung binden könnte.
  • Als ökologisch bessere Alternative bietet sich die Nutzung der Windenergie an.
  • Durch die Zunahme der Freiflächen nimmt die Akzeptanz für die Photovoltaik in der Bevölkerung ab, wie einige Bürgerinitiativen gegen Freiflächen-Anlagen belegen.

Die Bürger haben leider von der Politik nicht nur das erfolgreiche Blockieren von Projekten gelernt, sondern auch die Verwendung irrealer technischer Vorschläge als Argumente.

So wird beispielsweise zur Vermeidung neuer Stromtrassen gefordert, die Drahtseile der vorhandenen Leitungen durch Hochtemperaturseile zu ersetzen, die mehr Strom transportieren können. Weiterhin wird der Einsatz der Hochspannungs-Gleichstromübertragung (HGÜ) gefordert, weil damit mehr Leistung über vorhandene Leitungen geschickt werden kann.

Genervte Vertreter der Netzbetreiber sehen sich in den Diskussionen vor Ort genötigt,

auf die offensichtliche Tatsache hinzuweisen, daß heiße Stromleitungen deshalb heiß sind, weil dort eine zu hohe Belastung zu hohen Verlusten führt. Im Übrigen gebe es dafür nicht einmal kommerzielle Systemanbieter, nur Seil-Lieferanten. Und die HGÜ sei nur für die Übertragung großer Leistungen über große Entfernungen zwischen zwei Punkten sinnvoll – und ein nur mit sehr teuren Umrichterstationen anzapfbarer Fremdkörper im Wechselstromnetz.

Sehr beliebte ist das Argument des Ersatzes der Freileitungen durch unterirdische Kabel. Unterirdische Hochspannungsleitungen stellen jedoch keine realistische Alternative dar: Auch sie brauchen breite Schneisen wie die Freileitungen, ihre elektromagnetischen Abstrahlungen („Elektrosmog“) sind die gleichen – und sie führen zu Bodenaustrocknung. Außerdem sind sie über größere Strecken unerprobt und zudem bis zu 8-fach teurer als Freileitungen.

Die Vertreter der Regierung lernen jetzt erneut,

was die Experten des Bundesforschungsministeriums bereits von 1975 – 1978 in den Diskussions- und Seminarveranstaltungen ihrer umfangreichen Aufklärungs- und Werbeaktion „Bürgerdialog Kernenergie“ erfahren hatten: Es ist unmöglich, Ängste durch Sachargumente erfolgreich zu bekämpfen.

12. Deutschlands Energiewende bedroht die Nachbarländer

Als die 8 deutschen Kernkraftwerke Mitte März 2011 mit einer Entscheidung der Regierung abgeschaltet wurden, wodurch eine Grundlast-Kapazität von 8.800 MW (Megawatt) mit einem Schlag ausfiel, geschah es ohne jede Vorwarnung oder gar Konsultation der Nachbarländer, obwohl klar war, daß diese von dem drastischen Eingriff in den europäischen Strommarkt erheblich betroffen sein würden.

Der Zeitpunkt war zufällig und vorübergehend günstig, denn am Beginn des Frühjahrs waren die Nachbarländer Frankreich und Tschechien gut in der Lage, das in Deutschland entstandene Leistungsdefizit mit Stromexporten zu füllen. Frankreich, das generell vom Frühjahr bis zum Herbst Strom exportiert, musste seit dem 15. März 2011 durchschnittlich 2.000 Megawatt (MW) mehr exportieren – und zwar nach Deutschland.

Frau Merkel hatte zuvor erklärt, daß Deutschland keinerlei Stromimporte benötigen würde. Tatsächlich sind es noch vor dem Winter 2011/2012 bis zu 4.000 MW geworden. Was die deutsche Regierung offensichtlich übersah – oder nicht wußte – war die völlig andere Situation Frankreichs in den Wintermonaten: In diesen wird das Land zum Stromimporteur, wobei die Höhe dieser Importe bei 2,500 MW im Mittel und bei 5.000 MW im Maximum liegt.

Die Zahlen belegen es:

Während der Grundlastbedarf im Sommer bei 32.000 MW im Mittel und der Spitzenbedarf bei 50.000 MW liegt, steigt die erforderliche Grundlast in den Wintermonaten auf 55.000 MW sowie auf enorme 95.000 MW im Maximum. Dieser beträchtliche Verbrauchsanstieg beruht darauf, daß französische Häuser meist elektrisch beheizt werden – weshalb Frankreich im Winter stets Strom bezog – auch aus Deutschland.

Nun braucht Deutschland im Winter selbst Stromimporte, und zwar viel mehr als noch im Sommer 2011. Frankreich wird also von Deutschland nichts mehr geliefert bekommen. Und umgekehrt aber Deutschland auch nichts mehr aus Frankreich. Deshalb hat nicht nur Deutschland im Winter 2011/2012 einen Stromengpass zu befürchten, sondern insbesondere Frankreich, wie der Stromkonzern EDF Anfang November warnte. Siehe auch die folgende Meldung:

Auch die Strombranche der Schweiz trifft nach einem Bericht der NZZ vom 26.11.2011 Vorbereitungen für Versorgungsengpässe in den kommenden Wintermonaten, wie der Betreiber des Hochspannungsnetzes Swissgrid im November bestätigte. In der 3. Novemberwoche hatte die europäische Netzbetreibervereinigung Entso-E einen Bericht publiziert, der die Auswirkungen des deutschen Atomausstiegs auf die Versorgungssicherheit erörtert.

Probleme könnten sich bei einer längeren Kälteperiode ergeben, erklärte Swissgrid-Sprecher Thomas Hegglin.

Laut Entso-E könnte es zu weiträumigen Engpässen kommen, wenn etwa Frankreich auf Importe aus Deutschland angewiesen sein würde, dort aber aufgrund des Abschaltens von 8 AKW nicht genügend Kapazitäten vorhanden wären. Das letzte Mittel seien gezielte Stromrationierungen.

Die Nachbarn beginnen sich bereits gegen die schädlichen Auswirkungen der rücksichtslosen deutschen Energiepolitik zu wehren, wie der SPIEGEL am 5.12.2011 berichtete:
In Warschau sorgt man sich, daß die polnischen Kraftwerke dem ständigen Hoch- und Herunterfahren nicht gewachsen seien und es durch einen unerwarteten Stromüberschuß sogar zu einem Blackout kommen könne. Deshalb sollen künftig sogenannte Phasenschieber den Stromfluß zwischen beiden Ländern unterbrechen. Überschuß-Strom müßte dann im deutschen Netz verteilt werden, was dort das Risiko von Stromausfällen vergrößern würde.
Stephan Kohler, der Chef der Deutschen Energie-Agentur Dena, sagte dazu: „Wenn überschüssiger Wind- und Solarstrom nicht mehr ins Ausland abgeführt werden kann, dann wird das deutsche Stromnetz instabiler.“ Er forderte die Bundesregierung auf, mit den Nachbarländern rasch Verhandlungen aufzunehmen, „um die Energiewende europäisch abzusichern.“

Die einseitige dramatische und abrupte Verringerung der deutschen Stromerzeugung hat also erwartungsgemäß zu größten Problemen im europäischen Verbund geführt und unabhängig von gefährlichen Stromengpässen steigen jetzt auch die Strompreise in unseren Nachbarländern. Sie dürfen Merkels Energiewende mitbezahlen. Sämtlichen Energiewirtschaftlern waren diese Folgen sofort klar. Der Regierung Merkel anscheinend nicht.

Daß die Handlungsweise der deutschen Regierung in den Nachbarländern als unsolidarisch und arrogant angesehen wird, bestätigen Landsleute, die mit dortigen Regierungsvertretern Kontakt haben.

„Wenn alle so reagieren würden, wie die Deutschen, wäre die Energieversorgung Europas gefährdet“

zitiert der Europaabgeordnete Holger Krahmer Stellungnahmen aus der holländischen Regierung.

Sollte es in Folge des deutschen Alleingangs zu wirtschaftlichen Schäden kommen, wird Deutschland vermutlich die Rechnung auf dem Wege über Brüssel präsentiert werden. Die Stellungnahmen der ausländischen Experten in der Umfrage des World Energy Council – siehe Kapitel 15 – belegen, daß sie alle sowohl Preissteigerungen als auch eine Gefährdung der Versorgungssicherheit in Europa als Folge der deutschen Kursänderung erwarten.

13. Globale Entwicklungen gehen in eine andere Richtung

Es gibt drei starke Trends in der Energiewirtschaft und der Energiepolitik des gesamten Auslands:

  1. Die weiterhin bestehende Dominanz der Kohleverstromung,
  2. die weltweite Renaissance der Kernenergie,
  3. die Erschließung der gewaltigen neuen Erdgasquellen (Shale Gas).

Kohleverstromung:

Die Kohleverstromung muß Deutschland angesichts des Kernkraft-Ausstiegs wieder erheblich ausbauen – ohne CO2-Abscheidung. Selbst das ist jetzt durch die jahrelange und sehr erfolgreiche Klimakatastrophen-Propaganda mit der Kohle als gefährlichstem Primärenergieträger von erheblichen Unsicherheiten gekennzeichnet, wie oben ausgeführt wurde.

Diese Form der Stromerzeugung kommt jedoch bald unter starken Druck durch die neuen Erdgasvorkommen, wobei Deutschland vermutlich eher spät dazu kommt– s.u.

Kernkraft:

Im Gegensatz zu Deutschland läuft im Rest der Welt weiterhin eine mächtige Aktivität zur Verstärkung und auch insbesondere zur erstmaligen Einführung dieser Technologie.

Zahlreiche innovative Neuentwicklungen verbreiten das Anwendungsfeld der Nukleartechnik auf sämtliche Bereiche der Energieanwendung. Zu erwähnen ist insbesondere die Entwicklung von Kleinreaktoren, die der Nukleartechnik sehr große neue Anwendungsfelder eröffnen

Ein kurzer Überblick:

  • Ende 2010 wurden in 30 Ländern insgesamt 443 Kernkraftwerke (6 Blöcke mehr als am 31.12.2009) mit einer Nettoleistung von 376 GW (376.000 MW) betrieben, die damit um ca. 5 GW über dem Vorjahreswert lag.
  • 6 Kernkraftwerke haben 2010 den Betrieb neu aufgenommen.
  • Ende 2010 gab es 62 aktive Bauprojekte in 15 Ländern für KKW – das sind 9 im Bau befindliche Blöcke mehr als im Vorjahr: (Argentinien:1; Brasilien:1; Bulgarien:2; China:27; Finnland:1; Frankreich:1; Indien:5; Iran:1; Japan:2; Südkorea:5; Pakistan:1; Russland:10; Slowakische Republik:2; Taiwan:2; USA:1).
  • Im fortgeschrittenen Planungsstadium befanden sich Ende 2010 in 20 Ländern 102 KKW-Blöcke. Weitere sind in der Vorplanung.

Mit seinem Ausstiegsbeschluß und der sofortigen Stillegung von 8 Kernkraftwerken mit 8.800 MW Leistung befindet sich Deutschland allein in der Welt. Insbesondere die Schwellenländer haben einen derart großen Bedarf an elektrischer Energie, daß sie nur zwischen Kohlestrom und Kernkraftstrom wählen können. Die größten dieser Länder – China und Indien – haben beide Optionen gewählt und sind inzwischen selbst zu den dynamischsten Entwicklern modernster Nukleartechnik herangereift.

Shale-Gas (Unkonventionelle Gasvorkommen (Quelle: Wikipedia):

Die neue Bohr- und Erschließungstechnologie für die riesigen, lange bekannten, bislang unzugänglichen Shale-Gas-(Schiefergas)-Vorkommen hat in den letzten Jahren eine Revolution auf dem Weltenergiemarkt ausgelöst. Die Internationale Energieagentur rechnet mit Vorräten in der Höhe des 250-fachen Jahresverbrauchs in der Welt.

Bereits jetzt decken die USA, wo Shale-Gas in großem Stil gefördert wird, inzwischen ihren Gasbedarf aus eigenen Quellen und beginnen mit Erdgasexporten. Amerika hat inzwischen Russland als weltgrößten Gasproduzenten abgelöst. Es gibt dort ca. 3000 Bohrungen für Erdgas, monatlich kommen ca. 135 hinzu.

Exxon Mobile erwartet in einer neuen Prognose, daß Erdgas bis 2030 die Kohle als wichtigsten Stromlieferanten verdrängen wird. Vermutete Vorkommen von „unkonventionellem“ (Shale-Gas) und konventionellem Erdgas:

  • Konventionell: 241 Billionen Kubikmeter

  • Unkonventionell: 1720 Billionen Kubikmeter, davon Europa 84.

In NRW werden die zweitgrößten Vorkommen Europas vermutet. In NRW und Niedersachsen suchen etwa zwei Dutzend Konzerne nach wirtschaftlichen Vorkommen. Es wird jedoch noch Jahre dauern, bis die Daten aus den Probebohrungen ausgewertet sind. In Polen haben die Behörden in den vergangenen 2 Jahren 70 Konzessionen für Probebohrungen vergeben. Bereits jetzt haben sich Bürgerinitiativen im Emsland und in NRW gegen die Probebohrungen gebildet. Man befürchtet Umweltgefahren, z.B. eine Beeinträchtigung des Trinkwassers.

Der an der Rockefeller Universität in New York tätige Umweltforscher Jesse Ausubel sagte zu Shale-Gas in einem Interview im Jahre 2010:

„Es ist nicht aufzuhalten. Gas wird der in der Welt dominierende Energieträger für den größeren Teil der kommenden hundert Jahre werden. Kohle und die Erneuerbaren werden verdrängt, während Öl hauptsächlich für den Transport verwendet wird. Selbst Kernkraft wird sich verzögern.“

Und der britische Journalist Matt Ridley schrieb 2011:

„Das Beste am billigen Gas sind jene, denen es Kummer macht. Die Russen und die Iraner hassen es, weil sie glaubten, daß sie den Gasmarkt in den kommenden Dekaden kontrollieren würden. Die Grünen hassen es, weil es ihr Argument zerstört, daß die fossilen Energieträger immer teurer werden würden, bis schließlich Wind- und Solarkraft konkurrenzfähig geworden sind. Das gilt auch für die Nuklearindustrie. Der große Verlierer aber wird die Kohle sein.“

Nicht verwunderlich, daß eine seltsame Allianz von Grünen, Kohlewirtschaft, Kernkraftindustrie und konventionellen Gaserzeugern mit Umweltargumenten gegen die Shelf-Gas-Gewinnung arbeitet. In Deutschland war das sicher zu erwarten; zum Ärger dieser Kritiker haben jedoch Vertreter Niedersachsens trocken mitgeteilt, daß sie die vorgetragenen Sorgen nicht teilen, da sie selbst viele Jahre lang Erfahrungen mit den benutzten Techniken haben, und zwar ohne Probleme.

Interessant wird die Haltung der Rot-Grünen NRW-Landesregierung

zu der Erschließung der im Lande liegenden Vorkommen sein: Die Grünen sicherlich dagegen, auch wenn sie bisher immer Erdgas als wünschenswerte und klimafreundliche Alternative zur Kohle herausstellten; die SPD wird wohl mit freudiger Erwartung auf die zusätzlichen Steuereinnahmen blicken. In unseren ebenfalls Shale-Gas-begünstigten Nachbarländern – insbesondere Polen – wird man hingegen diesen unverhofften Energiesegen nach Kräften nutzen.

Die deutsche Haltung wird somit voraussichtlich eine Mischung aus Förderung hier und Eiertanz dort werden, mit dem gemeinsamen Merkmal, daß es auf jeden Fall länger dauert als bei den Nachbarn.

Gaskraftwerke mit ihren sehr hohen Brennstoffkosten – der Gaspreis macht 74% der Stromerzeugungskosten eines modernen GuD-Kraftwerks aus – würden dann deutlich billiger Strom erzeugen können und mindestens in die Mittellasterzeugung vordringen. Die Heizungskosten würden beträchtlich sinken und der Erdgasantrieb im Transportsektor würde attraktiver.

Weil bei der Verbrennung von Gas nur halb so viel CO2 entsteht,

wie bei Kohle, wird der neue Boom Folgen für den Emissionshandel haben. Die Preise für „Verschmutzungsrechte“ dürften sinken und das wiederum hätte Folgen für die „erneuerbaren“ Energien: Je stärker die Preise von CO2-Rechten sinken, desto schwerer kann Wind- und Solarstrom im Wettbewerb bestehen. Man würde sich dann wohl fragen, wozu man eigentlich die vielen teuren Windräder und Photovoltaikanlagen errichtet hat.

Eine Energiewende hätte man dann tatsächlich, aber ganz anders als es die Regierung geplant hatte. Ob sie diese Entwicklung ebenso wie das übrige Ausland als große Chance begreift, ist angesichts ihres bisherigen planlosen energiepolitischen Zickzackkurses keineswegs sicher.

14. Für die Bürger wird es immer teurer

Es ist eine eiserne Regel der Marktwirtschaft, die auch für Ideologen, Weltverbesserer oder Zwangsbeglücker gilt: Verstöße gegen die Prinzipien der Wirtschaftlichkeit werden durch Preiserhöhungen bestraft. Die deutsche Energiepolitik der letzten und der gegenwärtigen Regierung führt exakt zu diesem Ergebnis.

Die Energiewende von Frau Merkel ist im Grunde nichts anderes als die konsequente Fortsetzung der Energiepolitik der rot-grünen Vorgängerregierung. Deren stärkste Waffe war dabei das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) vom 1. April 2000. Es ist nach wie vor in Kraft.

Der durch das EEG bewirkte Zuwachs an Windkraft-, Photovoltaik- und Biogasanlagen, deren Stromerzeugung von den Netzbetreibern vorrangig angenommen und mit den bekannten hohen Einspeisevergütungen bezahlt werden muß, führt zu beständig steigenden Strompreisen, weil diese Kosten auf die Verbraucher abgewälzt werden dürfen.

Im EEG-Erfahrungsbericht 2011 des BMU sind nahezu selbstkritische Töne zu finden:

„Die Vergütungszahlungen im Rahmen des EEG beliefen sich 2010……auf über 12 Mrd. €….. Hier ist es in den letzten Jahren zu Fehlentwicklungen gekommen.“

Und zum Thema Strompreise liest man:

„Insgesamt stieg seit dem Jahr 2000 die durchschnittliche Vergütung für Strom aus (allen) erneuerbaren Energien von 8,5 Cent / kWh auf voraussichtlich 15,5 Cent / kWh (2010) an. Diese Entwicklung mußte dringend gestoppt werden.“

Sie wurde aber nicht gestoppt, wie die folgenden Ausführungen zeigen.

Die Folgen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes.

Die folgenden Angaben stammen aus der Veröffentlichung vom 15.10.2010 der 4 Übertragungsnetz-Betreiber (ÜNB), die per Gesetz verpflichtet sind, jeweils am 15.10. eines Kalenderjahres die EEG-Umlage – das sind die durch das EEG verursachten Mehrkosten, die den Endverbrauchern aufgebürdet werden – für das folgende Jahr zu ermitteln:

„Die ÜNB haben…auf Basis von Prognosen unabhängiger Gutachter für 2011 eine EEG-Einspeisevergütung in Höhe von 16,7 Mrd. € ermittelt. (Anm.: Davon gehen unglaubliche 8,38 Mrd. € an die Photovoltaik-Betreiber, die aber nur klägliche 1,9% der deutschen Stromerzeugung beisteuern.) Der prognostizierte Gegenwert des eingespeisten Stroms liegt bei 4,7 Mrd. €. Zusätzlicher Differenzbetrag (aus 3 Quartalen von 2010): 1,1 Mrd. €. Insgesamt werden somit rund 13 Mrd. € über die EEG-Umlage refinanziert.“

Dies ist die Summe, die die Endverbraucher zusätzlich für den grünen Strom aufzubringen haben.

„Wie die 4 ÜNB mitteilen, bedeutet dies im Jahre 2011 eine Belastung von 3,530 Cent pro kWh. Für das Jahr 2010 betrug die EEG-Umlage 2,047 Cent pro kWh.“

Das ist eine Steigerung von 73% in nur einem Jahr. Das bedeutet für einen Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 2500 kWh: 88 € Mehrkosten durch das EEG im Jahre 2011 gegenüber 51 € im Jahre 2010. Wesentlich interessanter ist aber die Vorhersage für 2012. Die Bundeskanzlerin hatte noch im Sommer 2011 erklärt:

„Die EEG-Umlage soll nicht über ihre heutige Größenordnung hinaus steigen. Heute liegt sie bei etwa 3,5 Cent / kWh.“

Umweltminister Röttgen versprach das Gleiche.

Für 2012 hatte die Bundesnetzagentur anschließend angekündigt, daß die EEG-Umlage bei 3,6 Cent / kWh liegen werde. Nun zeigt die neue Prognose der Netzbetreiber vom 15.10.2011 für das Jahr 2012,

„daß die Bandbreite der Ökostrom-Umlage zwischen 3,66 und 4,74 Cent / kWh liegen wird.“

Auch die Deutsche Energie-Agentur Dena widersprach Anfang Dezember:

„Es wird nicht gelingen, die EEG-Umlage auf etwa 3,5 Cent pro Kilowattstunde zu begrenzen,“

sagte Dena-Chef Stephan Kohler der „Frankfurter Rundschau“.

Laut Kohler ergeben Dena-Berechnungen, daß die Umlage 2013 bereits knapp unter 4 Cent und 2020 bei 5 bis 5,5 Cent liegen wird. Für einen 3-Personen-Haushalt bedeutet das ca. 210 Euro Mehrkosten.

„Diese Prognose zeigt eindeutig, wer die Kostentreiber der Energiewende sind,“

sagte dazu Holger Krawinkel des Verbraucherzentralen-Bundesverbandes.

Die Mieter trifft die Energiewende doppelt

Das Gesetz zur Energieeinsparung in Gebäuden hat sich zu einer ernsten finanziellen Bedrohung für die Mieter entwickelt. Denn zu den ständig steigenden Stromkosten kommt im Falle einer Energiesanierung eines Miethauses eine kräftige Mieterhöhung hinzu. „Mieter zahlen für die Energiewende drauf,“ sagte Mieterbundchef Bernhard von Grünberg dem Bonner Generalanzeiger.

Nach geltendem Recht können Vermieter elf Prozent der Modernisierungskosten auf die Jahresmiete aufschlagen. Im Schnitt steigt die Miete nach einer Energiesanierung um 2,40 € pro qm, die Energieersparnis aber beträgt nur 50 Cent. „Die Miete steigt real um 1,90 € pro Quadratmeter,“ rechnet Grünberg vor.

Der NRW-Mieterbund lehnt den Kabinettsentwurf der Mietrechtsreform des Bundes mit der weiterhin enthaltenen 11-Prozent-Kostenumlage auf die Mieten ab.

Die Wohnungsgesellschaft LEG hat in Ratingen festgestellt, daß viele Rentner wegen der gestiegenen Heizkosten ihre Heizung nicht mehr einschalten.

Inzwischen wird die Forderung nach Sozialtarifen für einkommensschwache Verbraucher erhoben und von der Politik – noch – abgelehnt.

Weitere Strompreiserhöhungen drohen durch die 2011 beschlossenen Energiewende-Pläne sowie durch die Umsetzung einiger bereits 2010 eingeleiteter Vorhaben:

  • Die Abschaltung von 8 Kernkraftwerken entzog dem europäischen Stromverbund schlagartig 9000 MW Grundlast. Der Strompreis stieg sofort an der Börse. Schätzungen belaufen sich auf +20% – und nicht nur für Deutschland. Die Netzbetreiber – s.o. – konnten das bei ihrer Prognose vom Oktober 2010 noch nicht einbeziehen.

  • Eine große Zahl von energieintensiven Unternehmen hat – unbemerkt bei der Verkündung der Energiewende – von der Regierung eine weitgehende Befreiung von den Netzentgelten zugestanden erhalten. Mit der Überwälzung der dort eingesparten Kosten wieder auf die Endverbraucher. Auch das kommt noch hinzu.

  • Falls der riesenhafte geplante Ausbau des Höchstspannungsnetzes tatsächlich in Gang kommt – vieles spricht dagegen – dann werden alle damit verbundenen Kosten auf den Strompreis draufgepackt.

  • Der Ausbau von Windkraft – speziell die teure Offshore-Windkraft – und von Photovoltaik und Biogaserzeugung geht unvermindert weiter. Nur bei der Photovoltaik voraussichtlich langsamer, aber wegen ihrer hohen Kosten weiterhin preistreibend. Damit steigt die EEG-Umlage weiter.

  • Es ist zu erwarten, daß die Regierung in Anbetracht der Unwilligkeit der Kraftwerksbetreiber, neue Gaskraftwerke zu bauen, dies mit Steuergeldern und Steuerermäßigungen anregt, da sich Gaskraftwerke als einzige fossile Kraftwerke der Sympathie der Regierung erfreuen. Leider ist der von ihnen erzeugte Strom wegen der hohen Gaspreise sehr teuer. Dann zahlen die Bürger wieder mehr.

  • Falls es der Regierung wider Erwarten gelingen sollte, Zugang zu norwegischen Wasserkraftwerken als Speicher für Überschuß-Windstrom zu erlangen, wird Windstrom teurer. Dann steigt die EEG-Umlage.

  • Es ist zu befürchten, daß die weiter zunehmende und in der Fläche verteilte Photovoltaik die bereits sichtbaren Netzprobleme in der regionalen Mittelspannungs-Ebene derart verschärft, daß zusätzlich zu den ohnehin geplanten 3000 oder 4400 km Hochspannungstrassen noch ein starker Ausbau der regionalen Stromleitungen nötig wird. Diese Netze sind nicht auf viele Einspeiser ausgelegt, die Sonnenlicht-abhängig je nach Wetterlage kurzfristig extreme Leistungsspitzen erzeugen können. Die Verbraucher werden das dann ebenfalls zu bezahlen haben.

Eine deutliche Warnung vor den dramatischen Folgen des steigenden Strompreises für Deutschland gab es mehrfach im Jahre 2011 von EU-Energiekommissar Günther Oettinger. Hohe Energiekosten gefährdeten nicht nur den Wirtschaftsstandort, sondern auch den sozialen Frieden, wenn ein Teil der Menschen die Stromrechnung nicht mehr bezahlen könne.

“Ich bin überrascht, wie gedankenlos die Entwicklung der Strompreise hingenommen wird,”

sagte Oettinger. Deutschland zähle weltweit zu der Spitzengruppe bei den Strompreisen.

Die im Kapitel 16 „Die Planwirtschaft ist Realität“ aufgelisteten staatlichen Eingriffe in den Energiesektor sind ausnahmslos preistreibend, weil gegen den freien Markt gerichtet und stellen deshalb zugleich eine Auflistung der vielen Komponenten dar, die den Bürgern eine nicht enden wollende Kette von Strompreiserhöhungen bescheren werden.

Alle in den obigen Ausführungen beschriebenen, den Strompreis kräftig in die Höhe treibenden Handlungen der Regierung werden aber von einem Ereignis in den Schatten gestellt, das am 1.1.2013 eintritt.

An diesem Tag beginnt die Versteigerung der Emissionszertifikate, die der Industrie bislang zugeteilt wurden. Nach einer Schätzung des Energiefachmanns Dr. Alfred Richmann, Meckenheim, wird der Strompreis „über Nacht“ um ca. 50% steigen.

Daß diese Zertifikate die Emissionen in der EU um keine einzige Tonne reduzieren können, weil sie nur für die Umverteilung von Emissionen zwischen Ländern und Industrien sorgen, wie schon mehrfach aber erfolglos von Fachleuten bekräftigt wurde, ist nur eine weitere Absurdität in der Energie- und „Klimaschutz“-Politik der EU – und natürlich auch Deutschlands.

Inzwischen streiten sich bereits zwei Bundesministerien über den Ausbau der fossilen Kraftwerke und die zu befürchtenden Strompreis-Erhöhungen:
Mitte Dezember 2011  berichtete der SPIEGEL daß der für die Energiepolitik zuständige Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler „stärker als bisher geplant in zusätzliche Kohle- und Gaskraftwerke investieren“ wolle. (Gemeint war wohl, daß er entsprechende Investitionen befürwortet, denn investieren kann das BMWi nichts.)
Laut SPIEGEL sei in einem BMWi-Papier  von „circa 17 neuen Großkraftwerken bis zum Jahr 2022“ die Rede. Weiter hieße es dort: „Fossile Kraftwerke sind essenziell für eine sichere Energieversorgung“, denn diese müßten die wegfallenden Atomkraftwerke ersetzen und die schwankende Stromerzeugung aus Wind und Sonne ausgleichen.

Dem widersprach sofort der unzuständige aber intensiv mit dem Segen der Kanzlerin Energiepolitik betreibende Bundesumweltminister Norbert Röttgen, der die Existenz von Engpässen in der Erzeugungskapazität bestritt. Bei Kraftwerkskapazitäten gebe es bis 2020 „kein Problem.“ Es dürften nur die bereits beantragten oder im Bau befindlichen Kohlekraftwerke in Betrieb gehen.
Röttgen bezeichnete Warnungen vor einem „Blackout“ ebenso als Horrorszenario wie jene vor explodierenden Strompreisen.

Damit hat man ein halbes Jahr nach Verkündung der Energiewende ein zutreffendes Bild von der Arbeit der Regierung an ihrer Umsetzung.

Wie es selbst bei den bereits geplanten und vorübergehend im Bau befindlichen Kohlekraftwerken tatsächlich aussieht, ist für das Kohleland NRW im Kap. 8 (Das stille Ende großer Ankündigungen) beschrieben.

15. Ein internationales Urteil

Das World Energy Council – der Weltenergierat – ist das größte internationale Netzwerk der Energiewirtschaft. Seit über 80 Jahren besteht er in fast 100 Ländern. Es war dem World Energy Council vorbehalten, am 10. Oktober 2011 das Ergebnis einer internationalen Expertenbefragung zur deutschen Energiewende zu präsentieren; eine Befragung, die die deutsche Regierung besser selbst durchgeführt hätte, und zwar rechtzeitig vor der Verkündung ihrer dramatischen Politikänderung.

Die Umfrage erfolgte unter den mehr als 90 Länderkomitees. Grundlage der Ergebnisse sind Antworten aus den Rückläufen: Von Experten aus 21 Länderkomitees des World Energy Council, darunter 14 aus Europa.

Die wesentlichen Ergebnisse sind:

  • Keiner der befragten Experten erwartet, daß Deutschland sämtliche Ziele der Energiewende in der anvisierten Frist erreichen kann.
  • Nur 38% trauen Deutschland zu, einzelne Ziele – und zwar verspätet – zu erreichen.
  • Nur 29% schätzen, daß alle Ziele – verspätet – erreicht werden können.
  • Bis 2020 erwarten 76% der Experten eine Schwächung der Wirtschaftskraft Deutschlands.
  • Auch längerfristig – nach 2020 – erwarten 48% eine solche Schwächung. Nur 33% erwarten eine Stärkung.
  • Der weit überwiegende Teil der Befragten – 71% – erwartet Preissteigerungen für Strom im eigenen Land
  • 29% der Befragten erwarten Strompreiserhöhungen von bis zu 10%
  • 24% erwarten Strompreiserhöhungen zwischen 10 und 20%
  • und einige Länder – 14% – gehen sogar von Preissteigerungen über 20% aus.
  • Knapp zwei Drittel – 62% – der Befragten sehen erhöhte Gefahren für die Versorgungssicherheit Europas.
  • 81% der befragten Länder lehnen den deutschen Weg als Vorbild für die Welt ab.
  • Keiner der Experten hält es für vorstellbar, daß sein Land den deutschen Politikansatz vollständig übernehmen könnte.
  • 62% können sich vorstellen, einzelne Elemente der Energiewende zu übernehmen. 33% kein einziges Element.

Dieses Gutachten der internationalen Energieexperten ist vernichtend.

17. Die Planwirtschaft ist Realität

Von vielen Autoren der Wirtschaftspresse ist bereits harte Kritik daran geübt worden, daß im Energiesektor immer mehr marktwirtschaftliche Grundprinzipien, die bisher den Erfolg der Industrienation Deutschland herbeiführten, von der Regierung missachtet und durch politisch motivierte Verletzungen dieser Prinzipien ersetzt werden.

Die Liste dieser Verstöße ist inzwischen lang:

  1. Das EEG, also die extreme Zwangssubventionierung unwirtschaftlicher und auch technisch ungeeigneter Methoden der Stromerzeugung – verbunden mit dem Zwang, den so erzeugten Strom vorrangig ins Netz einzuspeisen und seinen Weiterverkauf notfalls noch zusätzlich zu bezahlen

  2. Entschädigungs-Verpflichtung für die Nicht-Produktion eines Wirtschaftsgutes – s. §12 EEG.

  3. Die mit Angstszenarien begründete Stilllegung einer großen Grundlast-Stromerzeugung (Kernkraft) mit der Folge von Preissteigerungen – auch im Ausland – und Versorgungsengpässen.

  4. Gewaltiger, teurer Ausbau der Stromnetze, der ohne die Fehlentscheidung der Bevorzugung unrentabler Erzeugungstechniken – s. Punkt 1 – überhaupt nicht notwendig wäre.

  5. Entlastung von energieintensiven Produktionen von den durch die EEG-Fehlsteuerung verursachten Strompreiserhöhungen – und deren Überwälzung auf die übrigen Verbraucher.

  6. Geplante neue Subventionen, um weitere Folgen der Fehlsteuerung durch das EEG und den Kernkraftausstieg zu bekämpfen: Die Bevorzugung von Wind- und Solarstrom macht die jetzt benötigten neuen Kohle- und Gaskraftwerke unrentabel, weshalb sich Investoren zurückhalten. Die Gaswirtschaft betonte, daß sich auch der Betrieb der zum schnellen Ausregeln der Netzschwankungen geeigneten Gasturbinenkraftwerke wegen der hohen Gaspreise nicht rentiere. Deshalb hat die Bundesregierung einen Investitionskostenzuschuss für neue fossile Kraftwerke im Zeitraum 2013-2016 in Aussicht gestellt und steht hierzu in Verhandlungen mit der EU.

  7. Stromspeicher werden im Ausland gesucht – so die per Seekabel teuer anzuschließenden Pumpspeicherwerke Norwegens – weil nicht benötigter, überschüssiger Windstrom zwischengespeichert werden muß. Fördermittel fließen in neue Speicherprojekte. Ohne die Fehlsteuerung durch das EEG hätten die vorhandenen Pumpspeicherwerke weiterhin ausgereicht.

  8. Durch die Energieeinsparverordnung werden Hausbesitzer zur energetischen Sanierung und Nachrüstung gezwungen. Auch wenn sie das nicht wünschen. Sie dürfen die Kosten auf die Mieter umlegen.

  9. Für Neubauten ist bereits die Installierung der sog. intelligenten Stromzähler vorgeschrieben. Ein Zwang für alle Verbraucher, diese Geräte anzuschaffen, ist angesichts der die Bürger bevormundenden Energiepolitik zu erwarten.

  10. In Baden-Württemberg wurden Hausbesitzer bereits gesetzlich verpflichtet, bei einer Modernisierung ihrer Heizungsanlage eine anteilige Versorgung durch „Erneuerbare Energie“ sicherzustellen.

  11. Der staatliche Geldregen für Energiewende-Reparaturmaßnahmen lockt nun auch weitere Interessenten hervor: Auf der Energiespeicher-Konferenz IHRES in Berlin wurde ein Einspeisegesetz á la EEG auch für Energiespeicher, die das Netz stabilisieren sollen, gefordert. Auch Investitionszuschüsse seien geeignet….

Das durchgängige Prinzip dieser Politik ist es, den Energiesektor zunehmend aus der Marktwirtschaft herauszulösen und sowohl die Wirtschaft wie auch die Bürger durch Gesetze und Verordnungen zu einem geänderten Verhalten zu zwingen – selbstverständlich nur zu ihrem Besten.

Die Geschichte zeigt ausnahmslos,

daß eine derartige Politik, die nichts anderes als Planwirtschaft ist, mit Sicherheit scheitert. Die unvermeidliche Folge sind riesige Fehlinvestitionen, die Verhinderung wirtschaftlicher Weiterentwicklung und die Ausplünderung der Bürger – insgesamt eine Verarmung des Landes und eine Absenkung seiner Wettbewerbsfähigkeit.

Das abschreckendste Beispiel für eine schon lange existierende Planwirtschaft in Westeuropa ist natürlich der reglementierte, subventionierte und riesige Kosten verursachende Agrarsektor.

 

Umso merkwürdiger, daß selbst eine von CDU/CSU und FDP getragene Regierung diese Demontage der Marktwirtschaft nach Kräften vorantreibt.

18. Wie geht es weiter?

Die Feststellung, daß buchstäblich alle in den Energiewende-Gesetzen angestrebten Ziele nicht erreichbar sind, bedeutet, daß dieser energiepolitische Kurswechsel bereits jetzt gescheitert ist. In keinem der für die sichere Stromversorgung relevanten Themenfelder bestehen auch nur geringe Erfolgschancen für die Zielerreichung.

Das erklärt das vernichtende Urteil der internationalen Experten, die unbeeinflusst von deutschen Fördermitteln und unbeeindruckt von deutscher Medienpropaganda allein auf der Grundlage ihres Sachverstandes und ihrer Erfahrung ihr Urteil fällten.

Die Frage der Kapitelüberschrift ist leider nicht zu beantworten. Die deutsche Energiepolitik ist dermaßen erratisch, von Tagespolitik bestimmt und deshalb auch für unsere Nachbarländer unberechenbar und verantwortungslos geworden, daß jegliche Prognosen, die sich altmodisch auf das Fortschreiben notwendiger, sinnvoller und realistischer Entwicklungen abstützen, unmöglich sind.

Für die Deutschen und ihre Nachbarn sind das keine schönen Aussichten.

Die folgende Prognose ist jedoch zwingend: Die im Energiesektor ausufernde, die Wirtschaft schwer schädigende Plan-Misswirtschaft wird nach einigen Jahren spektakulär scheitern, weil ihre wirtschaftlichen und sozialen Kosten untragbar geworden sind. Die offene Frage ist nur, wie viele Milliarden Euro erst vernichtet werden müssen, bis eine neue Energiepolitik (eine neue Energiewende ?) den Scherbenhaufen zusammenkehrt.

Professor Helmut Alt von der FH Aachen hat die finale Auswirkung der deutschen Energiepolitik in einem Satz zusammengefasst:

„Die deutsche Politik hat Energie zum Luxusgut erklärt. Die Ärmsten werden es zuerst zu spüren bekommen, aber die haben keine Lobby.“

Und ein amerikanischer Präsident hat einmal den dauerhaft gültigen Satz gesagt:

„It´s the economy, stupid !“ Es ist die Wirtschaft, Dummkopf.

Dr.Günther Keil,

Sankt Augustin, Dezember 2011, mit Update vom 4.1.12

zuerst erschienen bei Science Sceptical

Der Aufsatz ist wegen seiner Bedeutung sowohl als pdf abrufbar auch als Lesezeichen markiert!

Unbedingt lesen:

Teure Grünstrom-Euphorie:Die Kosten der Energiewende
Manuel Frondel, Nolan Ritter und Christoph M. Schmidt


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137 Kommentare:
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#1: Hofmann,M sagt:

am Freitag, 30.12.2011, 13:16

Wenn Sie fragen, wie es weitergeht, dann muss ich sagen....Es kommen unruhige Zeiten auf uns in Deutschland/Europa zu.
Nicht nur der rasant steigende Energiepreis wird uns normalen Bürgern von der ideologischen Politik einer Fr. Merkel aufgebürdet sondern auch die rasant steigeden Pensionszahlungen oder auch die unnötige Finazierung von europäischen "unwirtschftlichen" Ländern (wie z.b. Griechenland).
Deutschland wird sich von Jahr zu Jahr immer mehr verschulden. Die Industrie mit ihren gut bezahlten Massenarbeitsplätze wird zu sehends aus Deutschland abwandern. Das Einkommensniveue wird sinken und die sozialen Spannungen werden zu nehmen.
Wir haben eine Regierung die die Markt- /Wettbewerbsregeln per Gesetz außer Kraft setzt und die staatliche Planverordnung ideologischer Prägung in den Vordergrund stellt.
Diese Regierung schadet der Volkswirtschaft und damit dem Sozialstaat mehr als Sie diesen stärkt!

 

#2: H. Urbahn sagt:

am Freitag, 30.12.2011, 16:57

#1 Lieber Herr Hoffmann,
vielleicht ist es genau das, was Frau Merkel will. Ein völlig verarmtes Deutschland. Unsere "lieben" Nachbarn werden uns natürlich in keiner Weise helfen. Damit kann sie dann demonstrieren wie friedliebend wir Deutschen doch sind. Wir sind dann nicht mehr durch unsere wirtschaftlichen Erfolge die Störenfriede Europas.
MfG
H.Urbahn

 

#3: A. Bauer sagt:

am Freitag, 30.12.2011, 17:15

Die im Artikel erwaehnte Preisbegrenzung der "negativen" Strompreise am Markt ist der Anfang vom Ende der stabilen Versorgung. Denn diese Preisbegrenzungen werden sicher bald auch als "Loesung" fuer die explodierenden "positiven" Energiepreise verordnet werden, wenn die veraergerten Schildbuerger bei den Versorgern und Politikern Druck machen (Anlass dazu sind meist Nachzahlungen in 3-4 stelliger Hoehe).
Und was dann passiert, sollte jedem klar sein der sich mit Kommunistischen Systemen befasst hat. Dann muessen, um die Abnahme des Stroms zum staatlich verbilligten Preis zu begrenzen, Energierationierungen eingefuehrt werden, und staatliche Zuteilungen fuer das Recht, bestimmte Mengen Energie zu verbrauchen (dabei unrealistisch geringe Mengen, 500 kWh pro Jahr pro Person usw.).
Aehnlich wie die leeren Regale in den Supermaerkten der Laender mit kommunistischen Preiskontrollen, wird ein intelligenter Zaehler (Smart-Meter) dann zur Stosszeit nur noch 500 Watt liefern, und man muss bis Abends warten bis man die Mikrowelle einschalten darf. Industrielle Verbraucher wuerden staatlich gezwungen, Fliessbaender stillzulegen wenn gerade ein Engpass am Stommarkt ist.

Das klingt alles vielleicht extrem. Aber Preisbegrenzungen, wenn sie tatsaechlich eingefuehrt wuerden, haetten das zur Folge. Solange wir noch flexible Preise am Markt haben (duerfen), kann der Markt auch noch mit den EE funktionieren, das gehandelte Produkt wird nur immer teurer. Smart-Meter koennten dabei hilfreich sein und den Markt flexibler machen, indem sie tageszeit-abhaengig die Preise erhoehen koennen und die Verbraucher ("Geiz ist geil") dazu bewegen, ihren Verbrauch anti-zyklisch einzuplanen. Wenn wir aber mit Preisbegrenzungen anfangen, koennten Smart-Meter auch zum kommunistischen Rationierungs-Werkzeug misbraucht werden.

 

#4: P Gosselin sagt:

am Freitag, 30.12.2011, 17:42

Schade, dass dieser Bericht nicht ins Englisch erhältlich ist.

Kommentar:

Nur zu Pierre, der würde Dir in Englisch aus den Händen gerissen. Und seine Runde um die Welt machen.
Die englischsprachige Welt ist ganz wild darauf die Realität des "tollen" Deutschlands mit seiner Wahnsinns- Emergiewende zu erkennen.
Alles Gute zum Neuen Jahr.
mfG
Michael

 

#5: Rainer Manz sagt:

am Freitag, 30.12.2011, 18:05

Warum schaffen wir es nicht, diese Politik zu beenden?
Warum WÄHLEN Menschen diese Politiker (auch wenn sie diese als Nichtwähler gar nicht wählen)?
Warum erreicht eine mir durchaus lange Jahre ins eigene alte Weltbild passende grüne Partei 28%?
Ein Alptraum.

Warum kann eine sog. große Volkspartei ungestraft volksverhetzend
"Wer die menschliche Gesellschaft will, muss die männliche überwinden" als Leitmotto führen?

Als Mann fühle ich mich diskriminiert und abgewertet. Das tut hier zum Thema nichts?
Vielleicht. Dennoch - die Sprache dieser Partei ist die genau die Sprache der C02-Auf-Teufel-komm-raus-Reduzierer.
JA - der Teufel ist bereits rausgekommen.
Ein Alptraum.

Es gibt viel zu viele solcher Frech- und Unverschämtheiten. Gängeln, verachten, beleidigen, verhöhnen,nicht ernst nehmen, knechten, ausnehmen. DU UMWELTSAU. Knie nieder und zahl. Und wenn Du nicht zahlst, dann kommt....
Ein Alptraum

Den meisten ist (immer) noch nicht klar ist, was auf uns alle zukommen wird und was bereits gekommen ist.
Sie können es sich einfach nicht vorstellen. Wie manche hier AGW-nachhaltig-
vertretender und erneuerbarer Zeitgenossen.

Auch weil wir wohl immer (noch) die manchmal und sicher versehentlich ausgesprochene Wahrheit zwischen den Zeilen übersehen, überlesen, überhören.... wollen.

Weil ....
Eine viel zu lange Liste.
Alptraumhaft

Ich war die Tage in DL unterwegs. Allerorten sehe ich PV-Anlagen im Dach- und in
Hektar-PV-Parks, sehe Vogelschredder, sehe...

... und höre heute vom wortwörtlichen Klimatologen des ARD vom fünfwärmsten Jahr seit den Wetteraufzeichnungen und einer deutlichen Zunahme von Wetterextremen.
Ein Alptraum - dieser Klimatologe, der mich an andere -tologen erinnert.
Ein Alptraum die sich verändernden Landschaften und Ortschaften in Deutschland.

Ich träume, die Erde ist eine Scheibe und sie wird alle AGW-ler, Ökofaschos - und -Profiteure mit Hilfe der vielen WKAs runterwehen... leider ... kein Alptraum.

Was ich NICHT wahrnehme, sind Vernunft und Einsicht.
Was ich Nicht höre, ist Wissenschaft. Was ich höre, ist Gesinnung. Was ich sehe, ist Gesinnung. Was ich lese, ist Gesinnung. Eine alles durchdrungene Gesinnung. Staatlich verordnet, gefördert und subventioniert.

Und DAFÜR bezahle ich, bezahlen Sie, wir alle zwangsweise per GEZ und sonstiger Abgaben und Lasten.
Mit jedem Euro sind wir dabei. Mit jedem Euro tragen wir dazu bei. Zu dieser Gesinnung.
Ein Alptraum

Was ist NICHT sehe, sind die Taten aus Vernunft und Einsicht genau die Punkte aus dem Artikel zu beenden.

ALLE fahren sie auf den erneuerbaren nachhaltigen Zug ins grüne Paradies auf Erden...
Kaum einer verneint.

Was ich zunehmend vermisse, sind persönliche Freiheit und Wahlmöglichkeiten. Die Wahl-Möglichkeit einfach da nicht mit zu machen. KEINE Feinstaubplakette aufs Auto. Keine CO2-Effizienzklassen-Übergroßschilder
beim Auto wie letztens beim Autohändler gesehen so wie beim Kühlschrank mit dem Stromverbrauch.
Wann bekommen WIR diese Schilder - per Chip implantiert, auf´m Perso eingraviert? Männer natürlich mehr, sind ja die Unmenschlichen...

Wir sind auf den Hund gekommen - wobei ich damit dem Tier unrecht tue.
Nein, wir sind die Frösche im Topf auf der angeschaltenen Herdplatte. Langsam aber sicher und nachhaltig sind wir erneuert worden - ein großes Umerziehungslager genannt Deutschland. Garantiert Gehirn gewaschen und weich gekocht!

Ein lesenswertes Buch von G. Ederer lautet - Träum weiter Deutschland.

Ich frage: Quo vadis Deutschland?

Kommentar:

"Warum schaffen wir es nicht, diese Politik zu beenden? Warum WÄHLEN Menschen diese Politiker (auch wenn sie diese als Nichtwähler gar nicht wählen)?"
Jüngst benannte mir jemand den m.E.n. richtigen Haupt-Grund:
"Der Vortragende aus den USA (bei der IV. IKEK in München; Anm. d.V.) - ich habe leider den Namen vergessen - wurde gefragt, warum denn die jungen Menschen immer so grün und gegen die Industriegesellschaft seien. Er meinte, dass läge daran, dass Studenten und Schüler an ein voll-subventioniertes Leben gewöhnt seien und die Grundversorgung für garantiert hielten. Aus dem gleichen Grund verstehen sie nicht, wozu man eigentlich "Industrie" und "Arbeitsplätze" benötigt. Genau das ist das Lebensgefühl meiner Studenten.
Jetzt habe ich es verstanden. Da hätte ich auch von selbst drauf kommen können."

Ich fürchte der Schreiber dieser Worte hat zu 100 % Recht. Er schließt mit den Worten :

"Das wird sich erst ändern, wenn diese Menschen die Erfahrung machten, selber zu 100% für Ihren Lebensunterhalt aufkommen zu müssen. Solange also der Sozialstaat Kredit hat, wird sich nichts ändern. Aber der Kredit läuft eventuell bald aus. Deutschland ist bei 80% mit seit zwei Jahren außer Kontrolle geratenem Anstieg. Danach wird es unangenehm, aber vielleicht auch heilsam."

Auch da stimme ich ihm uneingeschränkt zu.
mfG
M.L.

 

#6: Werner Moß sagt:

am Freitag, 30.12.2011, 18:23

Selbstverständlich müssen Atom- und Kohlekraftwerke abgeschaltet werden. Aber erst nachdem alternative Energiequellen erschlossen sind. Diese gibt es noch nicht. Vielleicht kann man irgendwann die Erdwärme in Strom umwandeln. Jedenfalls sollte man das viele Geld nicht in die Beobachtung von Symptomen (Klimaforschung) stecken, sondern dafür verwenden alternative Energiequellen zu entwickeln. Die Speicherseen sind zu klein. Mein Vorschlag: ganze Städte mit Staumauern umschließen und die Einwohner in Hausbooten wohnen lassen. Wenn dann aber längere Zeit Strom gebraucht wird, sitzen alle im Trockenen. Und das ohne Licht. Näjetzmalganzimernst. Wir brauchen eine Energiewettervorhersage damit wir wissen ob wir morgen bei Sonne und Wind gegen 15:00 Uhr die Waschmaschine laufen lassen können, um die Stromspitzen abzubauen.

 

#7: Horst Trummler sagt:

am Freitag, 30.12.2011, 23:05

Der Schwachpunkt dieses sehr umfangreichen Artikels sind die Interpretationen der Zielsetzung der Regierung, nennen wir diese Fr. Merkwürden. Die Zielsetzung dieser Dame wurde nicht verstanden.

Mein Vater stand während Ihrer Zeit als BMU unter Kohl in direktem Kontakt zu dieser Dame. Mit Physik hatte diese Dame bereits damals nichts am Hut. Ihre Ziele waren Macht, Intrigen, Opportunismus. Ihre einzigen Ueberzeugungen waren ein starker Radikalfeminismus und ein ökoreligiöser Glaube. Sie war bereits in den 90er Jahren Gegnerin der Kernenergie.

Mit der Regierungsübernahme von CDU, CSU und FDP setzte sie die Ernennung des Oekofundamentalisten Röttgen zum BMU durch.

Sie verzögerte die Laufzeitverlängerung der umweltfreundlichen Kernkraftwerke bis die Fraktion drohte ein derartiges Gesetz ohne Fr. Merkwürden, Herrn Röttgen einzubringen. Als Sie dann ein derartiges Gesetz ausarbeiten liess, vergiftete sie dies mit der mittlerweile gescheiterten Brennelementsteuer.

Während der Oppositionszeit der CDU hatte es zahlreiche Initiativen gegeben die vom BMU Trittin in die Atomaufsicht geholten berufsfremden Landschaftsgärtner etc. in Frage zu stellen. Fr. Merkwürden stärkte diese Gestalten.

Vandale

 

#8: Franz Zuber sagt:

am Samstag, 31.12.2011, 11:50

Sehr geehrter Herr Manz

Sie sprechen mir aus dem Herzen. Und genau aus den von Ihnen angeführten Gründen erscheint es mir so angebracht, mit den AGW Hetzern (inbesondere denen hier auf EIKE, die sich so krampfhaft, parteipolitisch-verbohrt und unerträglich ideologisch (das blöde, moderne, politisch korrekte Gutedeltum-Gesäusle jener, die meinen ein kollektiv-schlechtes Gewissen der Deutschen um jeden Preis der Welt am Rest der Menschheit abarbeiten zu müssen: einfach Maul halten wäre viel gescheiter) in die Öffentlichkeit drängen: Baecker, Fischer, Mendel, Ebel, Ketterer, Hader, Fischer, P. Hartmann, Seifert, etc.) strenger ins Gericht zu gehen und deren wissenschaftliche, moralische/ethische, kognitive und intellektuelle Defizite ans Licht zu zerren und zu hoffen, dass ein grösser werdender Kreis in der Bevölkerung mithilft, diesen Gesellen das Handwerk zu legen. Diese AGW Fanatiker bringen nur Schaden für das Volk und rechtfertigen dies mit der Drohung des Absaufens der Ururururururururenkel in 10000 Jahren. So etwas Absurdes! Ich bin immer wieder fassungslos, dass es in einem Land mit so vielen gescheiten Leuten in der Vergangengeit und auch in der Gegenwart möglich ist, dass so ein SCHWACHSINN wie AGW so hochgekommen ist und die gesamte politische "Elite" inzwischen so geistig-intellektuell verkommen ist. Im Asterix heisst es: "die spinnen, diese ..."

 

#9: Dr.Paul sagt:

am Samstag, 31.12.2011, 13:12

#8: Franz Zuber,
es ist deshalb nicht ganz so einfach,
weil wir im pseudodemokratischen Zeitalter der progressiven Emanzipation (der Doofen und der Bösen) leben.
Das alte Sprichwort:
"der Klügere gibt nach" könnte hier verhängnisvoll sein.

mfG

 

#10: Andreas Demmig sagt:

am Samstag, 31.12.2011, 14:55

Wenn ich mich einmal umdrehe, kann ich 15 WKAs zählen, die in den letzten Jahren hier am Land errichtet wurden. Die Besitzer sind bei 13 Stück weiter bis weit weg wohnend.

In diesen Tagen hatte ich ein Gespräch mit einem hiesigen Jäger. Diese wollen die Jachtpacht kürzen und z.T. auch kündigen, da die früher in größerer Zahl hier lebenden Rehe, Wildschweine und selbst Hasen weiter weggezogen sind. Schützt sich hier die Natur selbst?
Weht der Wind mal ordentlich, so sieht man das nicht nur an den gebogenen Windflügeln, sonder hört auch das starke Rauschen, wenn diese am Mast vorbeistreifen. Vergleichbar mit starkem Meeresrauschen am Strand. Die Windrichtung ist egal, man hört es überall.
- Beim Hausbau wurden damals die Dachneigung und Dachgauben restriktiv behandelt – des Landschaftsbildes wegen.
So ändern sich die Zeiten.

 

#11: Harry Hain sagt:

am Samstag, 31.12.2011, 15:54

@7: und aus diesem Grund, lieber Herr Trummler, verkürze ich diese Umstände gerne griffig auf: "Merkel = Erich Honeckers späte Rache"

 

#12: Hubert Brune sagt:

am Samstag, 31.12.2011, 15:58

Kernkraftwerke - die weltweit sichersten gegen die weltweit unsichersten getauscht.

@ H. Urbahn (#2).

„Lieber Herr Hoffmann, vielleicht ist es genau das, was Frau Merkel will. Ein völlig verarmtes Deutschland. Unsere "lieben" Nachbarn werden uns natürlich in keiner Weise helfen. Damit kann sie dann demonstrieren wie friedliebend wir Deutschen doch sind. Wir sind dann nicht mehr durch unsere wirtschaftlichen Erfolge die Störenfriede Europas.“

Genauso ist es! Ihre Aussage paßt zu meinem Aufsatz mit dem Titel: „Die Schuld, erfolgreich zu sein“ ( http://www.hubert-brune.de/uro_1.html#z_e.html ).

@ Rainer Manz (#5).

„Ein Alptraum. Warum kann eine sog. große Volkspartei ungestraft volksverhetzend. »Wer die menschliche Gesellschaft will, muß die männliche überwinden« als Leitmotto führen? Als Mann fühle ich mich diskriminiert und abgewertet. Das tut hier zum Thema nichts? Vielleicht. Dennoch - die Sprache dieser Partei ist die genau die Sprache der C02-Auf-Teufel-komm-raus-Reduzierer. JA - der Teufel ist bereits rausgekommen. Ein Alptraum.“

Ich kann nur hoffen, daß diese Links(-Öko)-Faschisten möglichst bald für ihre Verbrechen bestraft werden. Wahrscheinlich wollen Sie - wie ich - von Politikern nichts mehr hören und sehen. Wahrscheinlich sind Sie - wie ich - politkerverdrossen (NICHT „politikverdrossen“ - das ist Rhetorik der 1000 Propagandaministerien). Trtotzdem muß es irgendwie weitergehen. Alternative Parteien beginnen sich zu formieren. Was halten Sie von der „Partei der Vernunft“?

Die Tendenz geht dahin, daß es irgendwann keine Mittelschicht mehr geben wird, dafür aber eine gigantische Unterschicht und eine klitzekleine Oberschicht mit einem gigantischen Reichtum, der ihr alles ermöglicht, auch die biologische Abschaffung der dann 99% umfassenden Unterschicht. Ich glaube ohnehin, daß es das ist, was sie wollen: die Reduzierung der Weltbevölkerung. Haben Sie daran auch schon einmal gedacht? Mir ist es egal, ob andere in dem Glauben daran eine Paranoia oder Verschwörungstheorie sehen - das kann man sowieso immer sagen -, und außerdem sind die Herrschenden selbst sowieso immer die größten Paranoiker und Verschwörungstheoretiker. Die Lügen wie z.B. die über das Klima, den Euro, die EU, die Kriege, die Geschichte, die Kultur, die Männer, die Geschlechter, die Intelligenz, die Bildung, den Islam, das Fremde überhaupt u.s.w. und die Krisen wie z.B. die der Finanz und die der Schuldwährungen Dollar, Euro u.v.a. (alle Teil des eben erwähnten „Fiat-Money-Systems“) sind für die Oberschicht genau das richtige Mittel, um ein solches Ziel (Reduzierung der Weltbevölkerung) zu erreichen. Nahrungsmittel werden dann nur noch per Bezugsschein zu bekommen sein - parallel dazu wird das Münz- und Papiergeld abgeschafft und dadurch die völlige Kontrolle über elektronische Karten erreicht werden -, während die Produktion von CO2 nur noch denjenigen erlaubt sein wird, die entweder eine elektronisch kontrollierte Erlaubnis haben oder möglichst wenig ausatmen. Da ja heute schon gilt, daß alles, was die Nationalsozialisten gemacht haben, falsch sei, ist es nur folgerichtig, daß „die Menschen“ (damit meinen die Globalisten die, die nicht zu ihnen, also nicht zu der Oberschicht gehören!) aufhören zu atmen, weil ja auch die Nationalsozialisten geatmet haben.

Es fällt jedenfalls auf, daß in allem, was unsere abendländische (und deswegen: globale) Oberschicht so macht, es immer nur dann einen Sinn ergibt, wenn man meine eben erwähnten Überlegungen miteinfließen läßt. Anderenfalls müßte man sich sofort fragen, wieso völlig Widersinniges - ob regional oder global - beschlossen und zumeist auch umgesetzt wird, obwohl nicht wenigen der Beschließenden das Widersinnige - als Wiedersinniges (!) - bekannt ist.

Ein andere Aufsatz von mir heißt: „Wir sitzen in der Falle“ ( http://www.hubert-brune.de/mr_als_ugbs.html ). Wer will noch bestreiten, daß wir in einer Falle sitzen?

 

#13: Peter Sachse sagt:

am Samstag, 31.12.2011, 17:32

Carl-Theodor Körner (1791- 1813) schrieb:

Noch sitzt Ihr da oben, Ihr feigen Gestalten.
Vom Feinde bezahlt, dem Volke zum Spott!

Doch einst wird wieder Gerechtigkeit walten,
dann richtet das Volk, dann gnade Euch Gott!

 

#14: Christian Bartsch sagt:

am Sonntag, 01.01.2012, 22:10

Die Planwirtschaft unseligen Angedenkens haben wir schon. Merkel wird alles daran setzen, die Großkonzerne auszuschalten wie einst in der DDR. Die Stromversorger hat sie schon geschafft. Nun dauert es bis zur Verstaatlichung der Banken auch nicht mehr lange. Da die Strompreise unaufhörlich steigen werden, verschwinden immer mehr Industriebetriebe aus Deutschland mit der Folge steigender Massenarbeitslosigkeit. Ein verarmtes Deutschland aber wird die EU mitreißen. Das heißt, der Merkel- Kurs wird die EU vernichten und den Euro gleich mit. Am Schluß steht die totale Isolierung Deutschlands, weil es in den anderen Ländern immer noch Politiker geben wird, die das Nachdenken nicht völlig verlernt haben.Ob es so weit kommt oderob sich nicht doch ein Politiker findet, der die Merkel vom Tron stößt und Deutschland auf die Füße stellt ist gegenwärtig nicht abzusehen.

 

#15: Hofmann,M sagt:

am Montag, 02.01.2012, 08:27

@H.Urbahn #2
Die Ökokanzlerin Merkel hat zwar das ganze mit ihrer Ethikkommision (Energiewende) verschärft aber Auslöser für diesen Wirtschafts- und Wohlstandsabstieg in Deutschland waren und sind andere Gruppierung. Über Jahrzehnte hinweg wurde an diesen "perfieden" Wohlstandsvernichtungsplan gearbeitet. Fr. Merkel hat hier die Rolle der Vollzieherin (Handlangerin) übernommen.
Über Jahre hinweg wurde das "deutsche Volk" durch Medien und div. Gruppierung auf das neue Zeitalter der "Steinzeit" der Ökobewegung eingestimmt. (Öko ist toll, wir sind doch alle für den Schutz der Umwelt, Konsum ist was böses, Kapital ist nur was für Superreiche, Arbeiter sind die Opfer in der Finanzwelt obwohl diese genauso mit Aktien,Fonds usw. migegezockt haben, selbstverantwortung kennt der Ökomensch nicht, es sind immer die anderen (Konzerne) daran schuld usw.usw.) Dies sind nur einige Stichworte, die wir "Deutschen" jahreland eingetrichtert bekommen haben. Dann haben diese Ökos auch noch mit ihren 100.000 Solardächerprogramm systematisch die Wähler "indirekt" als Wählerstimmen gekauft. Dieser Schachzug war schon sehr clever und hat sich jetzt in der deutschen Gemeinde als angeblicher "Renditbringer" verankert. Jeder will jetzt nur noch die sicher zu gesagten subventionierten staatlichen Einspeisevergütungen...koste es was es wolle!
Der Wohlstandsverlust der nächsten Generationen ist vorprogrammiert.
Nach dem Mauerfall werden verstärkt die sozialistichen Gedanken mit dem Ökogedanken vermischt. Die Grünen und die Kommunisten haben sich in dem Ziel "Wohlstandsvernichtung in Deutschland" gefunden. Daraus entsteht die neue Gruppierung der "Ökosozialisten". Eine neue Gesellschaft soll "Deutschland" übergezogen (verordnet) werden.

 

#16: Rainer Manz sagt:

am Montag, 02.01.2012, 12:19

Hallo Herr Brune,

auf zwei Aspekte in Ihrem Kommentar 12 möchte ich eingehen.
Thema Parteien - es wären alternative, tragfähige d.h. über 5%- kommende Parteien im liberalen UND im konservativen Lager, beide gewürzt mit nationaler Note, sehr wünschenswert, um zu den sozialistisch orientierten Blockparteien ein Gegengewicht zu bilden. Die sich sowieso in den meisten Punkten und bei der eigenen Diätenhöhe und Postenverteilung besonders einig sind und als blankes Ablenkungsmanöver von den eigenen Schandtaten einer sogenannt rechten, im Übrigen zugelassenen NPD an den Kragen wollen. Wobei die wohl je nach Region mehr % als die Frei-Drei-Prozent-Partei erreicht.
Ich halte das politische System in diesem Land für grundlegend erneuerungswürdig. Und bin daher nicht nur Politiker-verdrossen sondern auch Politik-verdrossen (und dabei selbst zunehmend politisiert). Parteien in der jetzigen Ausprägung und mit ihrer Selektion auf bestimmte, für den Aufstieg innerhalb dort erforderlicher Persönlichkeitsmerkmale sind für dieses System relevant und prägend und aus meiner Sicht für eine Zukunft und das Wohl dieses Landes und seiner Menschen ungeeignet. Aus anderer Perspektive sehend jedoch für äußerst erfolgreich für eine Handvoll opportuner Profiteure und bestimmter menschlicher Charaktere, die aus dem Provisorium Grundgesetz, dem darum aufgebauten Staatskonstrukt und der vermasselten Wiedervereinigung das Beste FÜR SICH herausholen können und die überwältigende Mehrheit ausgemerkelt und geröttget zurücklassen werden.
Und da wiederum komme ich auf meinen Erstkommentar zurück - "Warum schaffen wir es nicht, diese Politik zu beenden?“ M.L. antwortet darauf mit einer erhellenden Analyse aus dem Hochschulbereich. Diese lässt sich genauso auf viele andere Bereiche einschließlich dem eigenen Verhalten ausweiten . ANFÜTTERN nennt man das mit eindeutigen Absichten. Der Volksmund sagt dazu – mit Speck fängt man Mäuse. Und warum will man die Mäuse fangen… Hinterfrage sich daher jeder selbst nach seinen Mausstatus oder seinen Kaisers neuen Kleidern. Und nach seiner Kollaboration mit dem System. Wer über-satt mehr oder weniger alimentiert im Hamsterrad seine Runden dreht ist, hat wohl kein Blut mehr im Kopf zum Nach-Denken, oder?
Zu Ihren zweiten großen Bereich zur Oberschicht- die ich wie folgend übersetze: Man kann die sich verstärkende Tendenz zu und sich festigende Installation neuer feudaler und absolutistischer Herrschaftssysteme mit Hilfe inquisitorischer Maßnahmen in vielen Bereichen feststellen. Nur das eine (Oberschicht) funktioniert ohne Duldung der anderen (Unterschicht) nicht!

Ein kleiner Aspekt aus dem System:
Man schaue sich die Rundfunkzwangsgebühr und ab 2013 noch „verbesserte“ neusprech Haushaltsabgabe an. Damit können Show-, Talk- und Quizmaster Millionär werden, auch weil es ihnen als Sprungbett für sprudelnde Tantiemen aus Werbung und sonst was dient.
Frei nach dem Motto „Wer wird Millionär“ – sicher nur der Quizmaster.
Folgenreicher als persönliche Bereicherungen medialer Unterhalter im TV:
Damit können Gesinnungen verbreitet, gefestigt, vervielfältigt und klimatologisch bestätigt werden.
Damit können politische Ideen und Zielvorgaben bequem transportiert in allen Kanälen, in allen Sparten überbracht werden. Auch da spielen „unsere“ Parteien und zunehmend gesellschaftlich relevante NGOs eine viel zu deutliche Rolle. Man erinnere sich den Grünpiss-„Atomexperten“ während der Tsunamikatastrophe in Japan.
Damit können besonders mit dem audiovisuellen Medium Menschen selektiv manipuliert werden. Nicht umsonst wurden die Weichen dazu in national-sozialistischer Ära gestellt.
Das mag belanglos sein angesichts der „großen“ Herausforderungen. NUR. Es ist ein kitzekleines Mosaik, das sich mit vielen kleinen und kleinsten Mosaiken zu einen Bild des Grauens zusammenfügt. Und man benötigt noch nicht mal alle Bausteine um bereits die schreckliche Fratze dessen zu sehen, was da kommen wird, kommen könnte, wenn… WIR es weiter zulassen werden.
Wenn man den Fokus von der Erderwärmung oder Klimawandelprognosenhysterie oder C02=Gift-Gedöns nimmt, wird man erkennen, dass auch dieses Mosaik NUR ein weiteres lohnendes Hilfsmittel für all die tatsächlichen und auch teilhabenden wollenden Nutznießer UND Kollaborateure jeglicher Farbe und Richtung darstellt. Und die es immer geben wird, egal welches System, welche Ideologie gerade „in“ ist. Dazu braucht es nicht einmal eine vielleicht tatsächliche Initiation und Steuerung durch eine Handvoll Most-Rich and Power-People, Illuminaten oder Gröfaze und Möchtegerne alla TINA dieser Welt.
Es liegt an mir, an Ihnen, an UNS den sattsam Generationenweise vererbten Gehorsam in WIDERSTAND zu überführen und diesem System zu widerstehen. In diesem Sinne wünsche ich den hinter und für EIKE stehenden Menschen für 2012 allen Mut und Kraft, Ausdauer und Willen hier zu schreiben, zu übersetzen, zu posten, zu kommentieren, zu lesen, zu verinnerlichen, nach zu denken und den vielen Worten auch Taten folgen zu lassen.
Frei nach Henry Ford: Jetzt weiß ich warum gegen Strom schwimmen so anstrengend ist - es kommen einem so viele entgegen.
Nie vergessen - Alles hat seine Zeit und BRAUCHT seine Zeit.

 

#17: S.Hader sagt:

am Montag, 02.01.2012, 13:00

#14: "Die Planwirtschaft unseligen Angedenkens haben wir schon. Merkel wird alles daran setzen, die Großkonzerne auszuschalten wie einst in der DDR. Die Stromversorger hat sie schon geschafft. Nun dauert es bis zur Verstaatlichung der Banken auch nicht mehr lange. Da die Strompreise unaufhörlich steigen werden, verschwinden immer mehr Industriebetriebe aus Deutschland mit der Folge steigender Massenarbeitslosigkeit. Ein verarmtes Deutschland aber wird die EU mitreißen. Das heißt, der Merkel- Kurs wird die EU vernichten und den Euro gleich mit."


:-) Und da heisst es doch immer, dass die bösen AGWler nichts anderes könnten, als globale Katastrophenszenarien aufzubauen. Mich wundert das echt, dass freidenkende User, die sich so vehement gegen den medialen Klimaalarmismus wehren, kein einziges Wort über Aussagen wie "steigende Massenarbeitslosigkeit", "verarmtes Deutschland" und ähnliche Schreckensvisionen sagen.

 

#18: Tobi S. sagt:

am Montag, 02.01.2012, 14:00

Danke, guter Artikel und mit Fakten belegt.

Jetzt fehlt nur noch ein auf Fakten bezogener Bericht über Fukushima, wo die deutsche Bevölkerung endlich mal sachlich aufgeklärt wird.

Wie z.B. gravierende Baumängel - nur zwei Notstromaggregat und die im Keller angeordnet. Bei einem Block wurde diese schon einmal vor ca. 20 Jahren durch eine Leckage geflutet und nichts dazugelernt. (in D. mind. vier Notstromdiesel überflutungssicher und räumlich getrennt).

Die fehlende Auslegung gegen so einen Tsunami war bekannt. Das man so eine Anlage in D betreibt undenkbar.

Fehlende Ausbildung, keine Notfallmaßnahmen.

Die Japaner können nicht mal von Norden nach Süden Strom transferieren weil sie zwei verschiedene Stromnetze haben 50Hz und 60Hz.

usw...

Japan ist in Sachen Kerntechnik definitiv kein Hochtechnologieland.

Kommentar:

Bitte mit vollem Klarnamen posten, so verlangen es unsere Regeln.
mfG
Admin

 

#19: Dipl. Ing. Detlef Schulz sagt:

am Montag, 02.01.2012, 14:23

Dass viele dezentrale Speicher das Problem der fluktuierenden Energieverfügbarkeit und -nachfrage und die Vermeidung eines teuren Netzausbaus lösen würde, dürfte einleuchtend sein. Freilich mangelt es dazu einer kalkulierbaren Grundlage für Investitionen: zu welchem Preis wird eingespeichert und zu welchem Preis darf man zu Spitzenlastzeiten den Strom wieder verkaufen??
Auch wenn Pumpspeicherkraftwerke nicht überall anwendbar sind, immerhin gibt es noch andere Technologien mit großen Kostensenkungspotenzialen: flüssige Luft, Druckluft, Natrium-Schwefel-Batterien, Schmelzflusselektrolyse, Pumpspeicher-Bergwerke uvm.

An die Betreiber eines Atomkraftwerkes möge man die gleichen Maßstäbe ansetzen, wie sie für alle anderen Industriebetriebe ebenso gelten:
1.) Abschluss einer Betriebshaftpflichtversicherung
Wegen der Besonderheiten eines AKW halte ich auch folgendes für legitim:
2.) Nach dem Verursacherprinzip sollten Aktionäre, Vorstände und Fremdkapitalgeber (Banker) von AKW im Havariefall zuerst für Aufräum- und Dekontaminationsarbeiten herangezogen werden. (gesetzlich vorschreiben)
3.) Die Entsorgung des Atomabfalls inkl. Polizeieinsätze muss vom Betreiber komplett bezahlt werden
4.) Die Zwischenlagerung im Abklingbecken über eine bestimmte Zeit hinaus stellt eine unzulässige Sondermülllagerung dar. Ohne sicheres Endlager ist der Betrieb eines AKW unzulässig

Man sollte bitte auch zur Kenntnis nehmen, dass im Falle eines massiven Störfalles, bei dem jeder seine haut zu retten versucht und das Gebiet nicht mehr betreten will oder kann, niemand die Dieseltanks der Notkühlpumpen nachfüllen wird. Das Ergebnis ist Kernschmelze in Reaktoren und Abklingbecken mit massiver Ausweitung des Störfalles. PV-Anlagen zur Kühlpumpenversorgung könnten zumindest dieses Problem reduzieren.
Wer stellt sicher, dass in 200 Jahren kein Land mit AKW's eine Finanzkrise hat und die Reaktoren alle fachgerecht abgebaut und entsorgt werden? Wahrscheinlicher ist, dass ein Großteil der radioaktiven Stoffe in die Umwelt gelangen werden, wo sie über einen Zeitraum von einigen Dutzend oder Hundert Jahren eine massive Wirkung entfalten. Die Welt hat in Hunderten Millionen Jahren 5 Massensterben erlebt, bei denen 80-95% der Arten ausgelöscht wurden. Zumindest Kakerlaken und Skorpione sollen ja strahlenresistent sein. Wir können zumindest sagen, "wow, wir sind dabei gewesen".

 

#20: S.Hader sagt:

am Montag, 02.01.2012, 15:24

#18: "Japan ist in Sachen Kerntechnik definitiv kein Hochtechnologieland."

Etwas gewagt, nicht? Na da würde mich mal die Meinung der EIKE-Leser interesieren.

 

#21: Hofmann,M sagt:

am Montag, 02.01.2012, 15:30

@Detlef Schulz #19
...was soll das Gesülze von "vielen dezentralen Speichern" und die Kernkraft ist des "Teufels Geselle"???!
Ein Dipl.Ing. redet nicht so unqualifiziert und ängstlich daher!
Speicher sind und bleiben nur die "zweit Beste" Lösung. Die Beste Lösung hatten wir mit unseren Kraftwerkparkmix vor dem Jahr 2011 in Deutschland. Und diese "weltbeste Lösung" wird nun nicht mehr in Deutschland angewendet. Dafür gehen wir wieder sehr viele große Schritte in die Vergangenheit zurück. Mit Wind- und Sonne können Sie vielleicht einen "Taschenrechner" betreiben aber keine Industrie- und Wohlstandsgesellschaft aufrecht erhalten!

 

#22: Peter Sachse sagt:

am Montag, 02.01.2012, 16:39

Sehr geehrter Herr Schulz,
auch wenn Sie augenscheinlich viel Wert auf Ihren akademischen Abschluss legen, so zeigt es mir leider, dass es bei Ihrem Grundlagenstudium einige Defizite in den Naturwissenschaften und der Betriebswirtschaft gegeben haben muss:
1. Das Speicherproblem wurde bei EIKE schon mehrfach thematisiert und ist der Schwachpunkt der „erneuerbaren“ Energien, weil es einfach nicht genug Speicher in absehbarer Zeit geben wird, denn wir reden hier nicht von einer Modelleisenbahn sondern von einer Volkswirtschaft
mit gigantischem Bedarf.
2.Selbst wenn es diese Speicher gäbe, haben wir ein physikalisches und daraus resultierend ein ökonomisches Problem: Der Wirkungsgrad der Umwandlung von Strom in irgendeine Energie und zurück wieder in Strom macht überschlägig 0,70 x 0,70 = 49 % der Ausgangsenergie aus, Sie vernichten also ca. 50 % des erzeugten Stromes, den Sie natürlich mitbezahlen müssen.
3. Ihre Ängste bei Kernkraftwerken haben mehr eine gefühlte Grundlage, was Sie schnell erkennen, wenn Sie sich denn mal mit der Materie auseinandersetzen würden.
Ihre Ängste sind theoretischer Natur, andere „Störfälle“ allerdings real:
Zitiert aus WIKIPEDIA:
Ab 1955[1] wurde Nowaja Semlja für Kernwaffenversuche der Sowjetunion genutzt. Unter anderem wurde auf diesem Gelände auch die sogenannte Zar-Bombe getestet, die mit 57 Megatonnen TNT-Äquivalent die größte gezündete Kernfusionswaffe darstellte. Insgesamt wurden auf dem Gebiet bis 1990 in drei Zonen 130 Kernwaffenversuche durchgeführt, darunter 88 atmosphärische, 39 unterirdische und 3 unter Wasser.[1]

Mit freundlichen Grüßen

 

#23: Peter Sachse sagt:

am Montag, 02.01.2012, 16:55

Sehr geehrter Herr Schulz,
bei Punkt 2 vergaß ich, dass zu den 50 % physikalisch bedingten Verlusten noch die Kosten für Investition und Unterhaltung der Speicher dazukommen.
Gerade stelle ich mir die Materialprobleme einer mit geschmolzenem Schwefel arbeitende Natrium- Schwefelbatterie vor. Wenn so ein Ding mal
hochgeht ? Und wenn bei Natrium noch Wasser dazukommen sollte ?

Mit freundlichen Grüßen

 

#24: Thomas Heinzow sagt:

am Montag, 02.01.2012, 17:44

@ Dipl. Ing. Detlef Schulz #19

Sehr geehrter Herr Schulz,

"Freilich mangelt es dazu einer kalkulierbaren Grundlage für Investitionen: zu welchem Preis wird eingespeichert und zu welchem Preis darf man zu Spitzenlastzeiten den Strom wieder verkaufen??"

Sie wollen Diplom-Ingenieur sein? Dann müßten Sie doch wissen, was z.B. ein Pumpspeicherwerk kostet und wieviel Energie man darin speichern kann.

"Auch wenn Pumpspeicherkraftwerke nicht überall anwendbar sind, immerhin gibt es noch andere Technologien mit großen Kostensenkungspotenzialen: flüssige Luft, Druckluft, Natrium-Schwefel-Batterien, Schmelzflusselektrolyse, Pumpspeicher-Bergwerke uvm."

Sie können ja gerne mal ausrechnen, wieviel Speicherkapazität man braucht, um nur Deutschland vollständig mit Windmühlenstrom zu versorgen. Und dann können Sie natürlich auch gerne erzählen, wieviele PSKW man von Typ Goldisthal benötigt und wo die alle gebaut werden sollen.

Was die Kostensenkungspotentiale der anderen Uralttechnologien wie Druckluftspeicher, Akkumulatoren und Elektrolyse von Wasser nebst Speicherung als komprimiertes Gas oder Flüssigkeit, sollten Sie als Ingenieur wissen, daß es die nicht gibt.

Ein Dipl.-Ing. weiß auch, daß Speichern Energie kostet, was bei einem Druckluftspeicher einen Wirkungsgrad von nur 50% zur Folge hat. Bei Wasserstoff sind die Verluste noch höher.

 

#25: Gerd Stender sagt:

am Montag, 02.01.2012, 19:30

# Sehr geehrter Herr Dipl.Ing. Schulze

"Auch wenn Pumpspeicherkraftwerke nicht überall anwendbar sind, immerhin gibt es noch andere Technologien mit großen Kostensenkungspotenzialen: flüssige Luft, Druckluft, Natrium-Schwefel-Batterien, Schmelzflusselektrolyse, Pumpspeicher-Bergwerke uvm."

Diese Republik ist kein Schrebergartenverein sondern (noch) ein Industriestandort!

Haben Sie den Beitrag aus der Agitprop-Mottenkiste von Claudia Roth?

mfG GS

 

#26: Peter Sachse sagt:

am Montag, 02.01.2012, 21:08

#20: S.Hader sagt:
#18: "Japan ist in Sachen Kerntechnik definitiv kein Hochtechnologieland."

Sehr geehrter Herr Hader,
Ihren Arbeitseifer muss ich neidlos anerkennen,
wobei ich zweifle, ob Sie sich das richtige
Arbeitsfeld ausgesucht haben. Im Zuge der Energiewende würde ich Ihnen vorschlagen,
unter die Holzfäller zu gehen.

Das Kernkraftwerk Fukushima arbeitete seit ca. 30 Jahren, entspricht also den technischen Entwurf eines Trabant de luxe. Im Nachgang kann man einen Trabant zwar mit einem VW- Motor aufpäppeln, aber so richtig trendy wird das Ganze auch nicht. Übrigens sollte das KKW planmäßig stillgelegt werden, leider kam der Tsunami vorher.
Richten Sie Ihr Augenmerk auf neue Designs der Kraftwerkstechnik und Ihre Sorgen werden schwinden
wie der Schnee in der Sonne.

Mit freundlichen Grüßen

 

#27: Peter Sachse sagt:

am Montag, 02.01.2012, 21:20

#19: Dipl. Ing. Detlef Schulz

Sehr geehrter Herr Schulz,
Ihre Idee "PV-Anlagen zur Kühlpumpenversorgung könnten zumindest dieses Problem reduzieren" sollten Sie der Gesellschaft für Reaktorsichrheit präsentieren und schnell patentieren lassen.
Da kommt Kohle ohne Ende, wenn Sie für einen Tsunami am Mittelrhein in einer dunklen Winternacht
noch eine klitzekleine Lösung hätten !!

PS: "Vor drei Jahren wußte ich nicht, wie Inschenör geschrieben wird. Heute bin ich selber einem."

Mit freundlichen Grüßen



 

#28: D. Glatting sagt:

am Montag, 02.01.2012, 22:27

@#18: Tobi S,

den mit Fakten bezogener Bericht über Fukushima, wo die deutsche Bevölkerung endlich mal sachlich aufgeklärt wird, finden Sie unter
http://tinyurl.com/7kaun8m

@#18 Hader,
jemand mit rudimentären technischem Verständnis könnte man es erklären. Ihnen nicht.




 

#29: J. Müller sagt:

am Montag, 02.01.2012, 22:33

Sie vergleichen Äpfel mit Birnen. Das sollte Ihnen als Ingenieur schon bewusst sein. Ebenso strotzt Ihr Beitrag von Grünen Träumen.
Ich gehe nur auf ein paar Punkte ein:
Wer verursacht die notwendigen Polizeieinsätze? Gäbe es keine Proteste gegen die Transporte, so müsste man keine Polizeieinsätze anfordern und bezahlen. Eher sollten die Störer die Polizeieinsätze bezahlen.
Ebenso waren es die Grünen, die den Begriff Atommüll und Endlagerung geprägt haben. Es ist günstiger die abgebrannten Stäbe aufzubereiten und erneut zu verwenden anstatt neue Brennstäbe zu kaufen. Hätte man andere AKW-Varianten zugelassen, würde das spaltbare Material für eine sehr lange Zeit reichen. Ebenso ist ein Endlager Bullshit. Da fallen im Laufe der Zeit wertvolle Rohstoffe an, für die man die Fässer wieder ausbuddeln muss.
Für die Versorgung der Dieseltanks gibt es Roboter. Man kann auch eine Kombination verwenden um den Nachteil des Menschen auszugleichen. Es fährt einfach ein Roboter bis vor den Tank vor und ein Mensch fährt mit einem Motorrad hin und startet den Füllprozess. In dem Zeitraum kriegt er Strahlung ab und wird davon nur mit einer sehr geringen Wahrscheinlichkeit Folgen haben.

Wer stellt sicher, dass in 200 Jahren überhaupt noch AKWs benötigt werden? Sie als Ingenieur sollten doch wissen, dass 200 Jahre eine Ewigkeit sind und man nicht mal ansatzweise sagen kann, was in 200 Jahre passiert. In den letzten 200 Jahren wurden der Verbrennungsmotor, das AKW, Solarpanelle, der Computer und sehr viele weitere Dinge erfunden. Glauben Sie ernsthaft, dass der Mensch in 200 Jahren Probleme mit AKWs hat? Hätte es die Grünen nicht gegeben, hätte der Mensch heutzutage keine Probleme mehr strahlendem Material, weil man die Forschung an der Verkürzung der Laufzeit nicht abbrechen musste. Strahlende Gebiete hätte man wieder reinigen können.

PS: Hat es was zu bedeuten, dass mein Captcha udssr ist?

Kommentar:

:-) hoffentlich nichts! Das Ding ist manchmal richtig unheimlich.
mfG
admin

 

#30: F. Naumann sagt:

am Montag, 02.01.2012, 22:43

Super-Artikel!
Genau mein Reden immer. Deutschland ist dem Untergang geweiht, da die Strompreise 2012 EEG-bedingt um 1 ct/kwh steigen werden. Was für ein Jammer, das niemand liest, was hier bei EIKE intelligentes getextet und kommentiert wird.
Satte 40 EUR mehr soll ich also für Vogelschredder und Sonnenpaddel zahlen? NIx da, da, ich kauf mir sofort einen Dieselgenerator und mach meinen Strom selber. Oder vielleicht gibts ja schon dieses Jahr den tollen Travelling Wave-Reaktor (c) Microsoft von Bill Gates zu kaufen. Dann kann ich meine Nachbarn gleich mitversorgen. Meine Stadt wird mir dann sicherlich auch eine Schwarz-gelbe Mülltonne hinstellen, wo ich den Abfall entsorgen kann. is ja nur einmal im Jahr.

ironische Grüße

Frank

P.S: Im Jahr des Beginns der Energiewende weist D-land den höchsten Beschäftigungsstand jemals auf. Am Jahresende steht immer noch ein Saldo-Plus beim Stromexport und PV ist ganz knapp an der Grenze zur Netzparität. Was glauben die EIKE-Autoren eigentlich mit ihren Artikeln und Kommentaren noch aufhalten zu können. Ich würd schleunigst von der Ideologie lassen und mir andere Geldgeber suchen. Unsere 4G steuern gnadenlos auf Pleiten zu, weil sie zu groß und träge sind, sich der Heerscharen dezentraler Konkurrenz zu widersetzen.

 

#31: Stefan Think sagt:

am Montag, 02.01.2012, 23:44

Sehr geehrter Herr Dipl.-Ing. Detlef Schulz,

meines Wissens sind Sie "der Energieberater" und kennen alle aktuellen Vorschriften. Ich nehme auch an, dass Sie für die Archinea AG arbeiten, zumindest als freier Mitarbeiter.

Sind Sie von der "Vorteilen für die grünen Geschäftemacher" überzeugt?
Gibt es eigentlich auch Vorteile für die privatne Abnehmer?

 

#32: Franz Zuber sagt:

am Dienstag, 03.01.2012, 00:25

@19: Herr Dipl. Ing. Detlef Schulz, Sie sind ein Öko-Fundamentalist, der mit fortschrittlicher Wissenschaft und Technik auf Kriegsfuss steht, wie leider viele dekadente bzw. ungebildete Bundesbürger, die sich durch Hochtechnologie narzistisch gekränkt fühlen: Dezentrale Energieerzeugung ist der grösstmögliche wirtschaftliche Unsinn, den man sich überhaupt ausdenken kann, und nur Leute, die mit der modernen Industrie geistig/ethisch/moralisch/intellektuell im Konflikt sind, kommen auf so abstruse Ideen.

 

#33: Franz Zuber sagt:

am Dienstag, 03.01.2012, 00:45

@Herr Peter Hartmann: Vorschlag!

Da durch Ihre Beiträge jeder sachbezogene Gedankenaustausch über Wetter und Klima wegen Ihrer Informationsdefizite und ungeheuer starrsinnig vorgetragenen Vorurteile ("Sie wissen ja, dass CO2 das Klima schädigt", und ähnliche unfundierte Ärgernisse Ihrerseits) massiv gestört ist und damit das Diskussionsniveau unnötigerweise sehr leidet), würde ich vorschlagen, dass Sie sich so lange von diesem Forum zurückziehen, bis Sie zumindest die einfachsten Grundlagen der Meteorologie und Geodynamik einigermassen verstehen.

Was Sie hier an sinnfreier Ansprache abführen ist sehr peinlich und erfüllt nicht die Ansprüche an einen etwas gehobeneren Gedankenaustausch zu Wetter und Klima.

Sie müssen vor allem zuerst lernen, dass die einzigen Fachleute zu den Sie so brennend interessierenden Fragen, die Meteorologen wie z.B. Herr Puls, Herr Thüne, Herr Heinzow und weitere sind, die Ihren Wissensdurst befriedigen könnten. Sie müssen auch lernen, dass ein Biologie wie Sie (ein an sich ehrbarer Beruf) zwar mehr von CO2 wie Sie zu erkenne geben verstehen sollte, aber von Wetter und Klima GAR NICHTS in seinem Studium und Beruf gelernt hat. Deshalb sollten Sie zuerst an Ihren Defiziten arbeiten, und erst nachher eventuell Ihr - bis dato loses - Mundwerk sorgfältig und sachbezogen auftun. So gehört sich das, wenn man eine gute Kinderstube genossen hat (aber bei so einem wie Sie, der zur Zockerei neigt, naja ich weiss nicht recht ...).

PS: Sie brauchen zur Bestätigung Ihrer Vorurteile nicht ständig Herrn Bäcker fragen, da dieser nach eigener Aussage hier nur ironisiert (wahrscheinlich aus Langeweile, da er zu nichts anderem fähig ist, und von Wetter und Klima sowieso nichts versteht)

 

#34: Hofmann,M sagt:

am Dienstag, 03.01.2012, 09:48

@F.Naumann #30
Vergleichen Sie die momentane Situation in Deutschland mit einem Rausch. Besoffen und ideologisch stark geworden durch die Subventionen und Zwangsabgaben. Das Erwachen kommt noch früh und schnell genug. Der Kater (Aufschrei) wird dann schrecklich genug sein. Die Besoffenen haben dann entweder rechtzeitig aufgehört die Mitmenschen abzuzocken und ihren restlichen Verstand noch ins sichere gebracht oder Sie werden alles verlieren. Der Großteil der Bevölkerung wird jedoch unter Wohlstands- und Arbeitsplatzverlust zu leiden haben. Der Zusammenbruch einer hochgezüchteten staatlich subventionierten Branche ist für die Bürger schmerzhafter als ein Schrumpfen einer Branche in der freien wettberwerbsbehauptenden Marktwirtschaft!
Die wettbewerbsorientierte Marktwirtschaft sorgt von sich aus schon immer für den passenden Ersatz von Innovationen. Nennt man im allgemeinen "Fortschritt"!
Der deutsche Staat versucht krampfhaft eine unwirtschaftliche Technologie (Wind- Sonnenenergieanlagen) mit unmengen an Subventionen und Zwangsbelastungen, zu Lasten der deutschen Industrie und Bürger, am Energiemarkt zu halten. Der Wettbewerb hat schon vor langer Zeit sein Urteil über diese Art der Energietechnik (Sonne,Wind) gefällt und dieses Urteil ist zu gunsten der fossilen Kraftwerke ausgegangen. Daran wird auch ein Ökokanzlerin Merkel und ein Röttgen nichts ändern können!. Diese Politik schadet dem deutschen Volk und gehört mit sofortiger Wirkung eingestellt!

 

#35: Rudy Tellert sagt:

am Dienstag, 03.01.2012, 10:01

@#30 F.Naumann:

Haben Sie den Artikel wirklich durchgelesen?
Dann sollten Sie erklären, wie Deutschland wieder zum Stromexporteur geworden ist. Unter "7." ist das Diagramm zu sehen, wie Deutschland
zum Atomstromimporteur aus Frankreich und Tschechien wurde. Das Diagramm geht bis Oktober. Glauben Sie, Der windlose November oder der Wolkenverhange September hat das Ergebnis verändert?

Sie machen es genau so dreist wie Frau Höhn, die im Fernsehen behauptet, wir wären immer noch "Stromexporteur", und meint die paar Spitzen im Diagramm und verschweigt die überwiegende rote Fläche, in der wir Strom importieren mussten.
Klären Sie mich mich auf, warum diese Diagramm falsch ist. (Strom Import-Export Bilanz in Deutschland Janunar-Oktober 2011 (rot: Import, blau: Export; Quelle: wilfriedheck.de))

 

#36: W.Rassbach sagt:

am Dienstag, 03.01.2012, 11:49

Liebe Alarmisten und Grüngläubige,

Euer Denken ist auf Überbevölkerung und Ressourcenknappheit fixiert, BEIDES eine infame Lüge. Diese Lügen sind so geschickt platziert, dass leider auch Skeptiker daran glauben.

Herr Hartmann,

aber Ihr Biologenkollege Matt Ridley war in der Lage, dieses gesamte Klimawandellügengebilde als das zu bezeichnen, was es ist:

PSEUDOWISSENSCHAFT, können Sie hier nachlesen, wenn Sie wollen.

Wenn Sie nicht darüber sprechen wollen, lassen Sie es. Es gibt noch genügend Gläubige aus der Zeit der Rassengesetze und aus der Zeit des real existierenden Sozialismus, beides auch:

PSEUDOWISSENSCHAFT.

 

#37: Rainer Manz sagt:

am Dienstag, 03.01.2012, 12:54

Auch Bildung schützt vor Torheiten nicht. Was sagt denn ein Titel Dipl. Ing. aus? Ohne Zusatz des Studiums, der Berufserfahrung und der ausgeübten Tätigkeiten?

Und haben denn nicht höchst anerkannte Gelehrte vor den vermeintlichen Gefahren der Eisenbahn in deren Anfangszeit gewarnt? (und die tatsächlichen gar nicht erkennen können, wegen eben fehlender Erfahrungen aller!) Erleben wir das gerade nicht wieder?

Daher Herr Zuber,
ich schätze sehr Ihr Engagement und Ihre Wissensvermittlung und auch die Ausdauer sich mit dem einem oder der anderen näher zu beschäftigen. Zwiespältig sind dabei Ihre durchaus persönlich werdende Art und Ihr Sperrfeuer auf diejenigen, die nicht Ihrer Meinung sind und die Sie als Gegner wähnen. Zur Recht oder Unrecht.

Lassen Sie doch den Leuten ihren Glauben. Gestehen Sie doch jedem zu, sich zu irren. Und diese Irrtümer in aller Anmaßung,, Überheblichkeit und Lernresistenz auch noch hier kundzutun. Woanders sind diese als Experten bestens angesehen… Na und, lassen Sie sie dumm sterben, wenn die das so wollen. Ja, Meinungsfreiheit ist verdammt schwer.

Wenn Sie den Menschen IHREN Spiegel vorhalten, werden Sie sie nicht überzeugen, sich selbst im Spiegel zu betrachten. Manche wollen einfach unbelehrt bleiben. Und wenn sie als dies und das beschimpft werden gehen sie in Abwehrhaltung, es wird abgeblockt- gerade wenn das Gesagte allzu treffend sein sollte. Sie hätten mich damit auch nicht dazu gebracht, lange selbst Geglaubtes zu hinterfragen.

Das kann nur von einem selbst ausgehen. In der Bereitschaft über den eigenen Tellerrand zu blicken, neugierig zu bleiben, wissen und lernen zu wollen. Sprich die eigene Träg–, Bequemlichkeit und Sattheit zu überwinden. Und eines zu gebrauchen was uns von tierischen Artgenossen und für manche menschliche Zeitgenossen wohl leider wesentlich von diesen unterscheidet - unseren Verstand.
Eins sollten Sie, wir alle jedoch nicht – schweigen! Denn das ist das Gefährliche in diesem Kampf (und es ist ein Kampf) als Kritiker, Skeptiker, Andersdenkender in eine Schweigespirale zu gelangen. Ob in kleiner Gruppe oder in einer Nation.
In diesem Sinne machen Sie weiter, Herr Zuber und all die anderen, auch wenn mich die gewählte Art manchmal stört und mir es auch lieber wäre, wenn der eine oder die andere besser die Finger von der Tastatur lassen würden. Weil mundtot machen ist die Waffe der Diktaturen und –Diktatoren dieser Welt - auch wenn sie im demokratischen Kleid und mit besten Absichten daherkommen.

 

#38: Hubert Brune sagt:

am Dienstag, 03.01.2012, 13:10


@ M. Hofmann (#34).

„Diese Politik schadet dem deutschen Volk und gehört mit sofortiger Wirkung eingestellt!“

Genau das ist doch der Punkt. Das Problem ist ein politisches. Der Punkt dabei ist eben, daß den Parteipolitikern das Deutsche Volk schlichtweg EGAL ist, auch sein soll, denn die sie sollen doch lediglich den Dikatoren aus Brüssel, der Partei(en)zentrale der EUdSSR gehorchen.

Das, was politisch umgesetzt werden soll, ist zuvor längst beschlossen worden. Bezogen auf die Bürokraten heiß das: Klüngel! Bezogen auf die Wirtschaft heißt das: Planwirtschaft! Das Volk und die Demokratie, die Einzelnen und die Freiheit, der Rechtsstaat und die Marktwirtschaft kommen in der Realität der EU NICHT vor. Die EU ist eines der - NICHT gewählten (!) - Ausführungsorgane der Globalisten.

 

#39: Gregor Mendel sagt:

am Dienstag, 03.01.2012, 14:25

Hallo Herr Zuber,
was sind Sie eigentlich von Beruf? Schneepflugfahrer? Oder wieso sind Sie so schlecht gelaunt?

 

#40: Rainer Manz sagt:

am Dienstag, 03.01.2012, 14:53

Hallo Herr Mendel,

ich denke Herr Zuber wird’s Ihnen schon richten.

Zu Ihrem Kommentar fällt mir spontan ein Zitat von A. Lincoln ein:
„Besser schweigen und als Narr scheinen, als sprechen und jeden Zweifel beseitigen.“

 

#41: Hofmann,M sagt:

am Dienstag, 03.01.2012, 15:02

@Hubert Brune #38
Nicht die EU ist am Atomausstieg und am Einstieg in die unwirtschaftlichen sog. Erneuerbaren Energien verantwortlich zu machen sondern ganz alleine unsere Ökokanzlerin Merkel mit ihrem Gehilfen Röttgen!!!!
Die EU setzt weiter auf einen Kraftwerksmix aus Kohle, Uran und Gas. Es war auch nicht Frankreich,England,Finnland,Tschechien,China und vorallem Japan, die aus der Kernkraft ausgestiegen sind. Es war alleine unserer esotherik Kanzlerin mit ihrem Ethikrat zu verdanken, dass Deutschland ausgestiegen ist und sich mit den sog. erneuebaren Energien in einer Zeitreise des Rückschrittes befindet. Fr. Merkel setzt lieber auf den "Mangel" als auf den "Überfluss"! Für einige Ideologen mag ja Mangel ein "Segen" sein aber für den Großteil der Bevölkerung wird dies "Armut" bedeuten!

 

#42: Thomas Heinzow sagt:

am Dienstag, 03.01.2012, 15:27

@ F. Naumann #30

"Was glauben die EIKE-Autoren eigentlich mit ihren Artikeln und Kommentaren noch aufhalten zu können. Ich würd schleunigst von der Ideologie lassen und mir andere Geldgeber suchen."

Vor fast 22 Jahren glaubte ein gewisser E. Honecker immer noch daran, daß der Siegeszug des Sozialismus oder die Idee eines Phantasten aus dem 19. Jahrhundert mit Namen Karl Marx nicht aufzuhalten sei.

Wann merken Sie - wenn Sie es könnten-, daß Sie ein Relikt dieser glorreich untergegangenen Epoche auf deutschem Gebiet sind?

 

#43: L. Stiller sagt:

am Dienstag, 03.01.2012, 21:03

@30 F. Naumann:

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Im Jahr des Beginns der Energiewende weist D-land den höchsten Beschäftigungsstand jemals auf.
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Das hat aber nichts mit der Energiewende oder den erneuerbaren Energien zu tun (Wie auch, wo die Produktion nach China verlagert wird und z.B. die Solar-Hersteller reihenweise Insolvenz anmelden). Ich empfehle Ihnen dazu mal die Vorträge von Hans Werner Sinn vom IFO Institut. Dieser erklärt ganz genau das die Investoren aus den Kriesenstaaten Ihr Geld abziehen und diese Nach Deutschland fließt,das führt zu niedrigen Zinssätzen und damit verbundenen höhren Investitionen woraus sinkende Arbeitslosenzahlen resultieren. Oder glauben Sie wirklich die 2 Millionen Arbeitslose die in den letzten Jahren abgebaut wurden sind alle bei Solarzellen-Herstellern untergekommen sind?


--------------
steht immer noch ein Saldo-Plus beim Stromexport und PV ist ganz knapp an der Grenze zur Netzparität.
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Da muss ich laut lachen. Nicht PV ist an der Grenze zur Netzparität sondern die Netz-Stromkosten nähern sich aufgrund des EEG an die Kosten der PV -Erzeugung an. Das ist ja auch logisch, weil die Energiekonzerne die Subventionen der PV zahlen müssen. Je mehr PV eingespeist desto teurer werden die Stromkosten für alle. Acu für den der Strom per PV einspeist.
Das perfide an diesem System ist, das die rechen-schwachen Leute erst mal denken, Sie würden etwas sparen, wenn sie z.B. rein rechnerisch (in Zukunft) 30cent/KWh mit einer eigenen PV-Anlage zahlen anstatt 31cent auf die dann die Strompreise gestiegen sind. Vergessen wird dabei, dass nur ein geringer Teil selbst genutzt wird, der rest wird dann eingespeist und teilweise für 0cent verschenkt doch der Einspeiser erhält aber trotzdem seine Subvention, das wiederum verteuert zukünftige Strompreise, die auch der Einspeiser dann zahlen muss (würde er nicht die Subvention erhalten müsste er den Strom selbst 'wegwerfen'). Der einzige Ausweg wäre, wenn der Einspeiser seinen Eigenverbrauch erhöht, dazu müsste er aber zu der PV Anlage einen Stromspeicher bauen, der die Kosten der PV Anlage mal locker verdoppelt und somit die Netzparität weiter nach oben verschiebt. Dazu kommen dann noch Kosten für ein Backupsystem (damit man bei einem Defekt nicht mehrere Tage im kalten dunkeln hockt bis der Servicetechniker die passenden Ersatzteile hat).

Ich verstehe nicht, warum die PV Freaks so kurzsichtig sind. Oder ist dieses Subventionsystem wirklich so kompliziert, das es kaum einer rafft?



 

#44: Hofmann,M sagt:

am Mittwoch, 04.01.2012, 08:44

@L.Stiller #43
Zu den Arbeitsmarktzahlen noch eine Bemerkung...
Unsere Arbeitslosenquote ist auch deshalb so gut, weil in Deutschland der demographische Faktor zu schlägt. Es gehen mehr Menschen in Rente als junge arbeitende Menschen nachkommen. Mit dem Effekt, dass Arbeitsplätze nicht mehr in dem Maße besetzt werden können, wie "alte" Arbeitnehmer aus der Wirtschaft aussteigen. Ein nächster Nebeneffekt wird sein, dass unser Sozialsystem dadurch zusehends überfordert wird. Führt auch hier zu mehr Beitragserhöhungen bzw. mehr Leistungsverlust im System, dieser kann dann nur durch teuere Eigenleistung aufgefangen werden. (Wer es sich dann noch leisten kann!?)

Zu den PV-Freaks auch noch eine kleine Bemerkung...
Diesen Abzockern ist es doch egal, was morgen oder übermorgen ist1 Für die zählt nur das heute. Heute wird denen eine traumhafte, auf 20 Jahren subventionierte Rendite zugesagt. Hier schaltet dann das "Solidarprinzip" für die deutsche Volkswirtschaft aus. Jeder sieht jetzt nur noch die eigenen Euro-Zeichen und will soviel wie möglich von unseren erwirtschafteten Volksvermögen (Steuergelder und künstliche Mehrbelastung des Strompreis durch das EEG) in seine eigene Tasche fließen lassen. Die Parteien züchten sich somit ihre Wähler heran. Niemand aber auch schon gar keiner von denen (Abzocker,Politiker,Spekulanten) denkt an die Zukunft. Die negativen Folgen solch einer staatlichen Subventionsorgie ist denen egal.
Diese Schnellballsystem und diese Politik gehört schon längst abgeschafft!

 

#45: Hans Meier sagt:

am Mittwoch, 04.01.2012, 16:34

@ Heinzow
1. Der Rest der Welt sieht das anders.
2. Mein Kind ist 15 und gerade zu einem High School Jahr in USA. Bereits ist jetzt ist mein Kind USA und Kanada-Fan. Was glauben Sie, was ich meinem Kind angesichts der demografischen Entwicklung und der bevorstehenden Energiepreisentwicklung in der BRD anrate? Hier Schule fertig machen und studieren, und dann?

 

#46: Thomas Heinzow sagt:

am Mittwoch, 04.01.2012, 21:35

@ Hans Meier #45

Worauf beziehen Sie sich?

Auch ich war mit 15 Jahren ein Fan der SA. Irgendwann mit fortgeschrittenem Alter erkennt man die Realität.

 

#47: Hubert Brune sagt:

am Mittwoch, 04.01.2012, 22:11

@ M. Hofmann (#41). Guten Abend!

Was sie da beschrieben haben, ist ja völlig richtig. Sie hätten mich auch völlig mißverstanden, wenn sie meinten, ich hätte mich für Merkel oder sogar für ihre Politik ausgesprochen. Beides garantiert nicht! Ich sage nur, daß sie und ihre Minister - wie alle anderen im restlichen Europa auch - keine selbständige, also keine souveräne Politik betreiben, sondern nur noch Ausführungsorgane sind, nicht nur der EU. In diesem Fall haben die Bürokaten eben beschlossen, daß nicht die EU, sehr wohl aber Deutschland auf Kernkraft verzichtet u.s.w., und Merkel hat eingewilligt oder, wenn Sie so wollen, sich über’n Tisch ziehen lassen - wie früher schon Kohl und viele andere vor ihm bis hin zu Adenauer. Na, und? Das ist doch nichts Neues!

Wir sollten hier jetzt keine Scheingefechte führen. Glauben Sie mir ruhig: Merkel handelt nicht selbstständig, wahrscheinlich denkt sie nicht einmal selbständig! Trotzdem nützt es nichts, nur darauf herumzureiten, weil uns damit nicht genug geholfen ist. Wir müssen uns die Strippenzieher, die Hauptverantwortlichen vornehmen, um zu verstehen, warum die immer wieder solche Trottel wie Merkel & Co. finden, die für sie die Drecksarbeit machen. Merkel ist Michel - soviel ist klar. Aber die anderen Herrscher in Europa sind nicht wirklich anders. Das schaut nur manchmal so aus. Ich finde, man sollte den Blick schon auch auf das Ganze werfen und trotzdem den Blick auf dessen Einzelteile nicht verlieren. Gut, Sie richten mit völligem Recht Ihren Blick auf Merkel und ihre Politik-in-Richtung-Armut. Aber, um etwas dagegen zu unternehmen, braucht man richtige Analysen nicht nur im Einzelteil, sondern auch im Ganzen. Die Hauptverantwortlichen sind die Globalisten. Es ist doch gewollt, daß Merkel den „Blitzableiter“ für uns spielt. Verstehen Sie? Wer also Merkels Politik-in-Richtung-Armut bekämpfen will, darf keine der etablierten Parteien wählen, sondern muß den Sprung in die Opposition wagen, auch und vielleicht erst recht in die außerparlamentarische.

Daß wir Verluste hinnehmen werden müssen, ist längst offensichtlich. Also können wir sie auch jetzt schon hinnehmen, um wenigstens einen noch größeren Schaden für uns zu verhindern. Verstehen Sie mich - bitte - nicht falsch, denn ich beziehe mich hier nicht auf einen Einzelaspekt (hier im Blog z.B.: die Kernkraft), sondern auf den Gesamtaspekt. Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende, sagt der Volksmund. Alle etablierten Parteien werden uns in Armut und Sklaverei führen. Also boykottieren und bestreiken wir das gesamte Politsystem - ab jetzt! Je länger wir warten, desto schrecklicher und endloser die Folgen dieser antideutschen Politik. Sagen Sie jetzt - bitte - nicht, diese habe nichts mit der Antikernkraftpolitik zu tun. Hat sie nämlich, sehr viel sogar! Und sie kommt nicht hauptsächlich aus Merkels Hirn - aus dem kommt eh nicht viel -, Merkel ist lediglich ausführendes Organ, so was wie ’ne Hand, jedenfalls kein Hirn. Glauben Sie mir: das Thema „Öko“ hat mit Ökologie nichts zu tun, schon eher mit Ökonomie, genauer mit Finanzökonmie, aber am allermeisten mit Finanzsozialismus. Merkel ist auch keine „Ökokanzlerin“ - das sollen wir nur glauben, und uns immer ganz bitter darüber ärgern, doch danach kräht kein Hahn, schon gar nicht bei den Hauptverantwortlichen. Ja, verdammt: Merkel ist schuldig (im Sinne der Anklage), aber nicht hauptsächlich!

Ich wiederhole: Alle etablierten Parteien werden uns in Armut und Sklaverei führen!

Die Älteren erinnern sich bestimmt noch an die frühe Zeit der „grün“ lackierten Roten: als sie merkten, daß man mit einem „grün“ angestrichenen Thema eher an die Macht gelangen kann als mit dem RAF-Terrorismus. Sie bezeichneten sich damals auch als die „Alternativen“ im Gegensatz zu den etablierten Parteien. Heute sind sie eine der etabliertesten Parteien überhaupt.

Also: Boykottieren und bestreiken wir das gesamte Politsystem! Ab jetzt! Sofort!

@ Hans Meier (#45). Guten Abend!

Daß Ihr Kind in die VSA gegangen ist, zeigt schon andeutungsweise, wo die Hauptverantwortlichen sitzen und worum es ihnen u.a. schon seit Gründung ihrer Fed (1913) geht. (Einzelheiten dazu - bei Bedarf - gerne später.)

Ich hätte Ihrem Kind garantiert empfohlen, in die VSA oder nach Kanada oder nach Australien zu gehen. Doch Eltern dürfen ihren Kindern ja heute nichts mehr empfehlen - das hat der Staat längst übernommen (wie in der DDR). Wehren wir uns endlich dagegen!

Freundliche Grüße!

 

#48: F. Naumann sagt:

am Donnerstag, 05.01.2012, 04:25

@43 L. Stiller

Darf ich mitlachen?

Kostendegressionen für PV 40% in 2011
Strompreissteigerungen ca. 5%

Wer da auf wen zukommt ist allein an diesen zwei Zahlen sichtbar.

Aktuelle Aufdachanlagen kosten z.zt. ~22ct/kWh Gestehungskosten. Für weitere 11 ct/kWh kann ich mir Akkus dazu kaufen, also, zu aktuellen Katalog-Endkunden-Einzelhandelspreisen kann der Strom nicht teurer werden als 33 ct. Das ist Stand 2011.

Ich würd ma sagen: The Battle is over.

wird PV nächstes Jahr nur 30% Billiger und die Akkus nochmal 20%, dann sind wir bei 16+9=25 ct.

et voila: The war is won.

so einfach kanns gehen.

Noch zu ihrer Produktionsverlagerung nach China: Richtig, aktuell kommen 60% der Module aus China. Ist aber nur noch ein drittel der Wertschöpfung bei PV, also nur 20% der Gesamtkosten. Den Rest verdienen Handwerker und Industrie hier vor Ort.

Ihre ausschweifenden Betrachtungen zu den Implikationen des EEG sind nett aber das sie mit dem Filbinger ("Die lichter gehen aus") abschließen, zeigt, daß sie keine Argumente mehr haben und die Angstkeule schwingen müssen.

Im übrigen werd ich mir mit Sicherheit niemals mehr das neoliberale Geschwurbel vom Sinn anhören. Falscher könnte ein Nachname kaum sein.

gruß

Frank

 

#49: A. Bauer sagt:

am Donnerstag, 05.01.2012, 12:23

@F. Naumann Wenn die PV Module wirklich so stark sind und der Strom damit billiger als der Endkundentarif ist, sollten diese sich ja toll verkaufen lassen, insbesondere kann man dann die Einspeise-Subventionen aufheben oder?

Meine Einschätzung zu Solarmodulen sieht so aus: versuchen Sie mal, 1 Kilowattstunde damit zu erzeugen und zu speichern. 1 Kilowattstunde ist soviel, daß ein 1000 Watt Heizlüfter 1 Stunde lang damit laufen kann.
Meine Vorhersage: Sie werden auf grosse Schwierigkeiten stossen, diese 1 Kilowattstunde, die nur 24 cent wert ist, innerhalb 1 Woche zu erzeugen und nutzbar zu speichern, auch mit größeren Modulen auf dem Dach.

 

#50: D. Glatting sagt:

am Donnerstag, 05.01.2012, 12:28

@#48: F. Naumann,

na, dann machen Sie doch mal ein Schnäppchen und rüsten bei sich zuhause entsprechend um.
Dann können Sie sich einen Ast über uns Blöden lachen.
Ich wünsche viel Spaß beim sparen.

 

#51: Jürgen Schwenk sagt:

am Donnerstag, 05.01.2012, 13:31

@48 Naumann

Wenn bei 22ct/kwh die Module 1/3 der Wertschöpfung ausmachen, bedeutet das, dass die Module kostenlos vom Himmel fallen könnten und es dennoch keinen Sinn machen würde, diese zu installieren. Da PV übers Jahr exakt entgegen dem Bedarf produziert kann sie keinerlei Krafwerkskapazität ersetzen, sondern nur Brennstoffkosten, und davon auch nur einen Teil wegen Backupvorhaltung aufgrund Fehlprognosen, Wirkungsgradverschlechterungen aufgrund der Fluktuationen usw. Eigentlich alles längst bekannt. Was Sie beschreiben ist ein reines Steuersparmodell. Dazu kommt, dass PV natürlich Netzkosten erzeugt (Regelenergie, höhere Verluste wegen Blindleitungsbedarf...), aber von den Kosten befreit ist. PV ermöglicht dem Betreiber, auf anderer Leute Kosten zu leben. Das kann es dank dem unverschämten EEG sehr gut. Das ist aber auch das einzige...

 

#52: Heinz Eng sagt:

am Donnerstag, 05.01.2012, 14:39

@Naumann, Milchmädchen.
Tolle Rechnung haben Sie da aufgestellt, und woher bekommt dann Papa Staat seine Steuern, sie Intelligenzbestie?
Zweite Frage, wie groß (kWh) muss der Akku im Keller sein, um sich ganzjährig mit dem eigenen Solarstrom selbst zu versorgen?

Denn was Sie eben gerechnet haben ist die blanke Selbstversorgung, einschließlich des Abklemmens vom öffentlichen Stromnetz, ansonsten wäre Ihre Milchmädchenrechnung nur ein Drittel des eigentlichen Endkundenpreises.

Ich seh schon, bei Ihnen muss man wieder beim Urschleim anfangen, wie immer bisher.

H.E.

 

#53: Thomas Heinzow sagt:

am Donnerstag, 05.01.2012, 18:29

@ F. Naumann #48

"Ist aber nur noch ein drittel der Wertschöpfung bei PV,"

Wertschöpfung bei Solarpanels? In Subventionsbranchen gibt es keine Wertschöpfung.

Die Subventionierung des Steinkohlebergbaus in D hat auch keine Wertschöpfung erbracht, sondern die Wertschöpfung in anderen Branchen vernichtet.

 

#54: Thomas Heinzow sagt:

am Donnerstag, 05.01.2012, 19:01

@ Heinz Eng #52

Lieber Herr Eng,

Milchmädchen konnten besser rechnen als Herr Naumann. Unter "nach Milchmädchen" wird seitens der BWLer die vereinfachte oderr grobe Überschlagsrechnung verstanden.

 

#55: L. Stiller sagt:

am Donnerstag, 05.01.2012, 21:01

@48 F.Naumann

-----------
Darf ich mitlachen?

Kostendegressionen für PV 40% in 2011
Strompreissteigerungen ca. 5%
------------------

Sie dürften mitlachen, wenn Sie es Verstanden hätten, das haben Sie aber nicht.

Die 40% sparen Sie nur einmal bei der Installation, die 5% Strompreiserhöhung bezahlen Sie , bis Sie die Radieschen von unten sehen, jedes Jahr (von weiteren Preiserhöhungen mal abgesehen).

Bleiben Sie ruhig weiter in Ihrer Märchenwelt.


#52: Heinz Eng
Völlig richtig, das mit den Steuern wird auch zu oft vergessen. Deshalb weise ich gerne darauf hin, das vom derzeitigen Strompreis rund 4ct Stromerzeugungskosten sind, der Rest sind Steuern, Verwaltungskosten, Wartungskosten (Stromzähler Stromleitungen etc.) welche auf alle Fälle zu den Stromerzeugungskosten der PV Erzeugung noch hinzukommen werden, wenn erst mal eine Kritische Masse erreicht ist. Und dazu kommen noch die Speicherkosten, wenn alle anderen Kraftwerke abgeschaltet werden sollen.


 

#56: F. Naumann sagt:

am Donnerstag, 05.01.2012, 23:04

Ich seh schon, einige hier sind ziemlich schockiert, wenn man sie mit der aktuellen rasanten Konkurrenz der EE konfrontiert werden. Tja, es wäre clever, wenn man eine neue Technologie bekämpfen will, auf dem aktuellen Stand zu bleiben und nicht immer nur mit Daten zu argumentieren, die schon vor 5 Jahren überholt waren. Ich sach ihnen wat: Ich spar schon auf meine eigene Solaranlage, sehe aber als Mieter & Mitglied unserer Gesellschaft überhaupt keinen Grund, mich vom Netz abzuklemmen. ich werd nur weniger bei den Stadtwerken einkaufen.

Als Randinfo: Grafenrheinfeld ist vor ein paar Tagen mal wieder wegen der aus Krümmel sattsam bekannnten Trafoprobleme unerwartet und schlagartig vom Netz gegangen. Ohne Vorwarnung. Mitten in einer Phase hohen Strombedarfs. Zum Glück haben wir für unsere Atomwerke Schattenkraftwerke in Österreich.
Aktuell laufen sie immer noch auf halber Leistung, wegen irgendeines ominösen Schalters. Pah. Atomkraft.


freundlichst

Frank

 

#57: Michael Clemens sagt:

am Donnerstag, 05.01.2012, 23:46

#48 F. Naumann
Ihre 16-22 ct/kWh PV-Anlage mit Speicherkosten von 9-11 ct/kWh können Sie doch mal detaillierter vorstellen.

Solarworld bietet z.B. einen schicken Solarspeicher mit Bleibatterien für 7.000 EUR an. Bei üblichen 50% Entladetiefe (ca. 3,5 kWh) und möglichen 2.000 Zyklen betragen die reinen Speicherkosten ohne Energie und Verluste hier rund 100 ct/kWh.
http://tinyurl.com/3to3l7e

Das hat aber noch einen Haken. In den Wintermonaten reduzieren sich die Erträge der Solaranlagen dramatisch (www.pv-ertraege.de). Um über den Winter zu gelangen, müsste man einen Speicher von mindestens 25 % der Jahresmenge vorsehen. Die Kosten dieses Speichers von z.B. 1.000 kWh und mindestens 200 EUR/kWh dürften den Hauskosten entsprechen.

Alternativ könnte man auch die PV-Anlage um etwa den Faktor Faktor 10 überdimensionieren. Das dürfte aber meist an Flächenbedarf scheitern. EIn Speicher von mindestens 50 kWh und ein Notstromaggregat sind da noch einzuplanen.

Die Stromerzeugungskosten liegen in jedem Fall bei über 3 EUR/kWh. Bis zur Netzparität ist da noch ein verdammt weiter Weg. Wetten, dass die Solarblase vorher platzt?

Gruß
Michael

 

#58: Heinz Eng sagt:

am Freitag, 06.01.2012, 10:37

Lieber Herr Heinzow
Tut mir echt leid die armen Milchmädchen beleidigt zu haben, die süssen Mäuschen können ja auch nix dafür das Naumi Mathematik in der Schule abgewählt hat. *grins*

@Naumann
Na was is nun, wie groß muss Ihr Akku im Keller sein, oder streikt Ihr Taschenrechner mal wieder, oder steht das nicht in den bunten Hochglanzkatalogen der EE-Lobby?

Ach so, den Luxus genehmigt man sich also doch noch sich vom öffentlichen Stromnetz zu bedienen wenn Nachts die Sonne abgängig ist, dafür sind dann die doofen Energiekonzerne gut genug, oder wat oder wie?
Tja juter Mann, dann bezahlen se mal ganz fein auch die Netznutzung mit, die Konzessionsabgabe, die Ökosteuer, die Mehrwertsteuer und die EE-Zwangsabgaben......und dann gucken se mal wie hoch der Preis am Ende wird.

PS. Trafoprobleme........gibbed erst massiv als uns die Miefquirle ungefragt zur Unzeit Strom vorbeischicken, wenn wir keinen brauchen.
Naja......dat hat wat mit Strömlingen und solch Kram zu tun, ick will Sie ja nich intellektuell überforden, gell.
Winke winke

 

#59: F. Naumann sagt:

am Freitag, 06.01.2012, 11:35

Sicher Herr Clemens,

Kann sein, das Solarworld ein solches angebot macht.
Ich kann mir auch mein Fahrrad bei BMW kaufen, passend lackiert zum Auto. Tu ich aber nicht.
Ich würde mal den Solarteur um die Ecke Fragen. Da kostet dann das kWp ab 1300 - 1500 EUR. Wer heute noch Blei-Batterien kauft, lebt eh hinterm Mond. Aktuell sollte man auf LiFePO4 setzen. Ohne Reklame machen zu wollen, suchen sie mal nach Winston (vormals Thunder sky). Alternativ auch HiPower oder Headway. Und wie gesagt, meine genannten Preise gelten für Endkunden und Kleinmengen.

grüßle

Frank

 

#60: karl.seegert sagt:

am Freitag, 06.01.2012, 12:06

#58. Heinz Eng

"Ach so, den Luxus genehmigt man sich also doch noch sich vom öffentlichen Stromnetz zu bedienen wenn Nachts die Sonne abgängig ist, dafür sind dann die doofen Energiekonzerne gut genug, oder wat oder wie?"

Heinz, so ist es. Aber er könnte ja mal, da er so von seiner EE-Technik überzeugt ist, einen Selbstversuch starten, aber mit komplettem Abklemmen vom öffentlichen Energienetz. So richtig "schön" autark im Winter. Man brat mir nen Storch.

gruß
karl.s

 

#61: D. Glatting sagt:

am Freitag, 06.01.2012, 12:26

@#59: F. Naumann,

OK. Winston (vormals Thunder sky); Thunder-Sky/Winston LiFeYPo4 TS-LP12V90AH
Das Stück 449.- €, Gewicht 13 kg. Kapazität 90 Ah bei 13,2 V
Für 1.000 kWh ergibt sich damit ein Kaufpreis von 380.000 €. Vielleicht bekommen Sie etwas Rabatt. Ein echtes Schnäppchen muss ich sagen.
Die 11 t Gewicht tragen sich auch leicht in den Keller. Und die schlappen 7 m3 ohne Leitungen, Regale und Wechselrichter fallen am wenigsten ins Gewicht.
Immerhin soll das System 3 bis 10 Jahre halten.

Doch, ein echtes Schnäppchen.

 

#62: Thomas Heinzow sagt:

am Freitag, 06.01.2012, 12:58

@ F. Naumann #59

"Und wie gesagt, meine genannten Preise gelten für Endkunden und Kleinmengen."

Lernen Sie erst mal richtig rechnen. Mit Solarpanel & Co wird man die Stromgestehungskosten konventioneller Kraftwerke nie erreichen.

 

#63: Stefan Steger sagt:

am Freitag, 06.01.2012, 13:05

@#59, Herr Naumann,

was kostet denn die von Ihnen vorgeschlagene LiFePO4-Batterie pro kWh Speicherkapazität und wieviele Ladezyklen sind möglich?

 

#64: Thomas Heinzow sagt:

am Freitag, 06.01.2012, 13:31

@ F. Naumann #58

"Ich seh schon, einige hier sind ziemlich schockiert, ... "

Schockiert sind die vernünftigen Leute hier über Ihre nichtvorhandenen Rechenkünste oder mathematischem Analphabetismus trotz Schulpflicht.

 

#65: F. Naumann sagt:

am Freitag, 06.01.2012, 13:31

Wenigstens einer hier ist in der Lage Google zu bedienen, prima. Ich frag mich allerdings, was ich als Privatmensch mit 1Mwh Akkuspeicher soll. Eventuell meine private Aluhütte aufziehen? Die Lächerlichkeit der Beispielrechnung dürfte jedem auffallen.

Ich frag mich auch, warum es unmoralisch sein soll, wenn ich im Winter Kartoffeln im Supermarkt kaufe, mir die im Sommer aber aus dem eigenen Garten entnehme. Achso, stimmt, dann muss der arme Rewe-Konzern ja den ganzen Sommer einen Lkw vorhalten, für den ich nichts bezahle. Wie gemein gegenüber dem armen, armen Großkonzern. Ich bin schon voll asozial.

Noch mehr frag ich mich allerdings, was explodierende Wasserstoffrohre, abbrennende Trafos und versagende Dübel mit Windmühlen zu tun haben sollen, die man jederzeit per §13 EEG kostenfrei abstellen kann, wenn das Netz in Gefahr ist.

Kann es sein, das hier dauernd Nebelkerzen fliegen?

sonnigst durchblickend

Frank

 

#66: Thomas Heinzow sagt:

am Freitag, 06.01.2012, 16:07

@ F. Naumann # 65

"Die Lächerlichkeit der Beispielrechnung dürfte jedem auffallen."

Nur mathematisch-naturwissenschaftlichen Analphabeten kommt die Rechnung lächerlich vor. Trittbrettfahrer lösen auch keine Fahrkarte.

"Ich frag mich auch, warum es unmoralisch sein soll, wenn ich im Winter Kartoffeln im Supermarkt kaufe, mir die im Sommer aber aus dem eigenen Garten entnehme."

Können Sie alles gerne tun, nur bezahlen Sie dann auch bitteschön die wahren Preise. Nur Spinner würden den sog. Grünstrom finanzieren, wenn die wahren Preise zu entrichten wären. Und natürlich würde kein Strom geliefert werden, wenn es dunkel ist und Flaute herrscht.

Ihre Mentalität entspricht der der neuen Fluglärmgegner (Gutbetuchte Manager, Unternehmer,... die oft fliegen) aus dem Frankturter Speckgürtel. In einem freien Markt, frei von sozialistischer Planwirtschaft und Subventionierung, gäbe es den Quatsch "erneuerbare Energien" nicht. Höchst unsozial, was da veranstaltet wird, wo doch in jedem Parteiprogramm steht, man wolle mehr soziale Gerechtigkeit.

 

#67: Michael Clemens sagt:

am Freitag, 06.01.2012, 16:52

#59, 65 F. Naumann

Den 1 MWh Akkuspeicher benötigen Sie real bei 4.000 kWh/a mit PV, wenn Sie sich unabhängig von der Stromversorgung machen wollen oder halt eine Kombination von überdimensionierter PV-Anlage mit kleinerem Speicher.

Ihre schicken Winston-Batterien (übrigens auch
made in China-siehe #48) sind mit netto >300 EUR/kWh ca. 50 % teurer als Bleibatterien.

Neben Batterien braucht man noch Elektronik (Wechselrichter, Energiemanagement, Zellenüberwachung etc..). Dies hat zur Folge, dass die auf dem Markt erhältlichen Systeme rund 1.000 EUR/kWh kosten (Prosol Sonnenbatterie, Sunpac).

Bei optimistischen Annahmen (500 EUR/kWh Systemkosten Speicher, 3.000 Ladezyklen bei 70% Entladetiefe) sind zukünftig minimal 24 ct/kWh Speicherkosten denkbar. Finanzierung, Wartung, und Instandhaltung sind da noch nicht dabei.

Dazu kommen noch die Energieverluste von 15-30% bzw. und die eigentlichen PV-Kosten.

Im Ergebnis liegt man garantiert über 50 ct/kWh für die Speicherenergie und ist unverändert im Winter auf den konventionellen Netzanschluss angewiesen.

Passend dazu ein Artikel (leider kostenpflichtig) in der FTD „Solarbranche verzweifelt am Speicherproblem“.

http://tinyurl.com/73ep7fh

Grüße
Michael Clemens

 

#68: Thomas Heinzow sagt:

am Freitag, 06.01.2012, 16:56

@ F. Naumann #65

"die man jederzeit per §13 EEG kostenfrei abstellen kann, wenn das Netz in Gefahr ist."

Ihr "Analphabetismus" ist erschreckend:

"(1) Wird die Einspeisung von Strom aus Anlagen zur Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Energien, Grubengas oder Kraft-Wärme-Kopplung wegen eines Netzengpasses im Sinne von § 11 Absatz 1 reduziert, sind die von der Maßnahme betroffenen Betreiberinnen und Betreiber abweichend von § 13 Absatz 4 des Energiewirtschaftsgesetzes für 95 Prozent der entgangenen Einnahmen zuzüglich der zusätzlichen Aufwendungen und abzüglich der ersparten Aufwendungen zu entschädigen."

Glauben Sie ernsthaft, man könnte Ihre Propaganda nicht widerlegen?

 

#69: F. Naumann sagt:

am Freitag, 06.01.2012, 18:53

Also mein Stromverbrauch liegt bei unter 2500 kWh/a. Ihre 1000 kWh sind mit verlaub gesagt völlig übertriebener Blödsinn. Ich lager ja auch nicht für 5 Monate Kartoffeln ein. Es entspricht aber der typischen Argumentationsstruktur hier, Nebensächliche Details aufblasen, wichtige Details ignorieren.
Zum aktuellen stand bekomm ich den Ladezyklus inkl. BMS für 13 ct/kWh/Zyklus. Herr Glatting hat das ja schon soweit verstanden. Will ich meinen Bedarf über 24 stunden Puffern, brauch ich 7kWh Speicher. Alles darüber hinaus (ca. 25% der Zeit) entnehme ich dem Netz und zahl auch brav alle dafür anfallenden Gebühren, inkl. EEG-Vergütung und Netzentgelte zur Quersubventionierung der Intensiverbraucher in der Industrie, die das alle nicht zahlen.

das dazu. Bei §13 hab ich mich vertan, was ich meine steht im Energiewirtschaftsgesetz, nich im EEG. Bin auch kein Rechtsverdreher, jedenfalls haben die Netzbetreiber die Definition, wann sie entschädigen müssen. Der Bock als Gärtner.


Offensichtlich ist keiner in der Lage schlüssig zu beweisen, warum ein Strommix aus Überwiegend EE + marginale Mengen fossiler nicht funktionieren kann. Sie können immer nur beweisen, das man mit EINER Lösung nicht hinkommt.

freundlichst

Frank


 

#70: Thomas Heinzow sagt:

am Freitag, 06.01.2012, 19:26

@ M. Clemens #67

Speicherkosten:

"Finanzierung, Wartung, und Instandhaltung sind da noch nicht dabei. " Richtig, die Kapitalkosten sind nun mal wichtig.

Ein Bleiakku mit 1 kWh Speicherkapazität kostet 75€. Selbst bei einer Gesamtlebensdauer von 20 Jahren und 5% Verzinsung entstehen bei einem Jahresdurchsatz von 4000 kWh Kapitalkosten von 1,5€ /kWh nur für die Akkus. Macht dann alles in allem nach Milchmädchen 1,8 bis 2 € pro kWh. Das ist echt billiger Strom.

In Afrika geht es natürlich billiger, da die benötigte Speicherkapazität wegen des fehlenden Jahresgangs in weiten Teilen geringer ausfällt.

Es ist immer wieder erschreckend festzustellen, wie schlecht die Ökogläubigen in Mathe und Physik sind.

 

#71: Andreas Demmig sagt:

am Freitag, 06.01.2012, 19:45

Danke an Herrn #56: F. Naumann, für das o.g. Beispiel von einseitiger Argumentation.

Trafos, die im ungünstigsten Moment ausfallen, gibt es auch bei allen größeren Kraftwerken, einschließlich WKA und größeren PV Anlagen. Diese „konventionelle“ Technik hat nicht mit der „Kernkraft“ zu tun.

Dass es ärgerlich ist, ist klar. Nur zu Zeiten, als es noch monopolistische Stromversorger gab, die vom Kartellamt zum Nutzen der Bürger kontrolliert wurden, wäre das nicht mal eine Notiz wert gewesen, denn dafür war die ganze Reserve da.
Der Kraftwerksbetreiber hätte auch kein Geld für nicht gelieferten Strom bekommen.

Schön auch die Einsicht: „Zum Glück haben wir für unsere Atomwerke Schattenkraftwerke in Österreich“ …. und auch in Frankreich und in Tschechien, wenn’s mal wieder dunkel ist und kein Wind weht. Pah, alternative … na Sie wissen schon.

Beste Grüße zum neuen Jahr

 

#72: J. Müller sagt:

am Freitag, 06.01.2012, 20:31

@#69: F. Nauman:

"Offensichtlich ist keiner in der Lage schlüssig zu beweisen, warum ein Strommix aus Überwiegend EE + marginale Mengen fossiler nicht funktionieren kann. Sie können immer nur beweisen, das man mit EINER Lösung nicht hinkommt."

Beweisen Sie doch einfach mal, dass es möglich ist auch im schlechtesten Fall genügend Energie mit überwiegend EE + minimaler fossiler Masse bereitzustellen. Und zwar an einem Realbeispiel.

 

#73: Thomas Heinzow sagt:

am Freitag, 06.01.2012, 20:36

@ F. Naumann #69

"Also mein Stromverbrauch liegt bei unter 2500 kWh/a. Ihre 1000 kWh sind mit verlaub gesagt völlig übertriebener Blödsinn."
Wohl kaum, wenn Sie eine Einzelperson sind. Die 4000 kWh sind übrigens der Normverbrauch eines vierköpfigen Haushaltes. Der Wert wird immer gerne genommen, um die Lüge zu verbreiten, daß man mit xy Windmühlen xyz Haushalte versorgen könne, was physikalisch nicht möglich ist.

Aber selbst wenn man Ihre Angaben in notwendige Kapitalkosten umsetzt, ergibt sich ein Preis von 16 ct/kWh für den Speicherzyklus. Bei einem Wirkungsgrad von 75% pro Zyklus ergibt sich somit ein Milchmädchenpreis (Wechselrichter etc. nicht eingerechnet) von 16 ct + 22/0,75 = 16 + 29 ct. 45 Cent pro kWh sind echt ein Schnäppchenpreis.

Und dann noch Ihre Netzkostenabrechnung. Ich habe nichts dagegen, wenn Sie die Kapital- und Wartungskosten für Ihren Netzanschluß voll zahlen und dann nur noch den Börsenpreis für Ihren Strombezug zahlen. Für Marxsche Jünger war es schon immer schwierig richtig kalkulieren zu können. Marxsche Jünger waren ebenso wie Marx perfekte Trittbrettfahrer.

"Bei §13 hab ich mich vertan, was ich meine steht im Energiewirtschaftsgesetz, nich im EEG."

Nehme ich Ihnen nicht ab, denn Sie geben ja vor das EEG gelesen zu haben. Macht nichts, ein promovierter Volljurist der CDU kannte das EEG auch nicht, obwohl er steif und fest behauptete es zu kennen. Sie befinden sich also in allerbester Glaubensgesellschaft.

"Offensichtlich ist keiner in der Lage schlüssig zu beweisen, warum ein Strommix aus Überwiegend EE + marginale Mengen fossiler nicht funktionieren kann."

Sie sind dran das zu beweisen. Sie behaupten doch, daß das funktionieren könne. Mit Umkehr der Beweislast und der Forderung von Negativbeweisen, sind schon ganz andere gescheitert.

 

#74: L. Stiller sagt:

am Freitag, 06.01.2012, 21:24

#69: F. Naumann sagt:
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Offensichtlich ist keiner in der Lage schlüssig zu beweisen, warum ein Strommix aus Überwiegend EE + marginale Mengen fossiler nicht funktionieren kann. Sie können immer nur beweisen, das man mit EINER Lösung nicht hinkommt.
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1. Funktionieren tut das schon, nur zu enormen kosten
2. Das wurde schon x-Mal vorgerechnent, Sie weigern sich nur das zur Kenntnis zu nehmen

#69: F. Naumann sagt:
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Also mein Stromverbrauch liegt bei unter 2500 kWh/a. Ihre 1000 kWh sind mit verlaub gesagt völlig übertriebener Blödsinn. Ich lager ja auch nicht für 5 Monate Kartoffeln ein.
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Genau das müssen Sie aber tun:

Bei 2500kWh Jahresverbrauch bedeutet das 2500 / 12 = 208Kw pro Monat
In den Wintermonaten verbrauchen Sie ca. 10% mehr: http://tinyurl.com/7z9nwn8

Nehmen wir mal an, Sie installieren 3kWp, dann bekommen sie laut dieser Quelle (http://tinyurl.com/6vvdu63) pro KWp:

Oktober: 3+67 = 201 kWh
November: 3*35 = 105kWh
Dezember: 3*25 = 75kWh
Januar: 3*26 = 78kWh
Februar: 3*48 = 144kWh

Das sind die Monate in denen Sie mehr verbrauchen. Also in diesen Monaten benötigen Sie statt 208 kWh im Monat ca 230kWh.

Aufgrund von Verlusten verlieren Sie aber Energie beim Speichern, optimistisch sagen wir mal das Speichern und wieder-abgeben kosten nur 15% (in der Realität wird das aber höher liegen, insbesondere bei Alterung der Batterien), bleibt:

Oktober: 170 kWh
November: 90 kWh
Dezember: 63kWh
Januar: 66kWh
Februar: 122kWh

Sie haben also jeden Monat ein Defizit welches Sie Durch Speicher decken müssen:

Oktober: 170kWh - 230kWh = -50kWh
November: = -140 kWh
Dezember: = -167 kWh
Januar: = - 164 kWh
Februar: = - 108 kWh
Gesamt - 629kWh

Sie benötigen also 629kWh Speicherkapazität die Ende September voll aufgeladen sind mit denen Sie das Defizit der nächsten Monate überbrücken. Aber passen Sie gut auf, das Sie nicht versehentlich mal mehr verbrauchen.

Wenn Sie im Jahr 4000kWh benötigen, kommen Sie schnell auf einen 1000kWh Speicher. Aber vermutlich verstehen Sie auch das nicht.

Und Ihre Argumentation, dass Sie einfach nur bei Bedarf vom Versorger Strom beziehen, greift auch nicht. Stellen Sie sich einfach vor, alle hätten nur noch PV und bräuchten nur noch im Winter Strom von extern, weil Sie keinen eigenen Speicher kaufen wollen. Das Bedeutet das trotzdem alle Kraftwerke, Netzleitungen, Mitarbeiter, Büromieten etc. Über das ganz Jahr bezahlt werden müssen. Also was die Versorge in den Sommermonaten Verlust machen werden Sie auf die Preise im Winter aufschlagen.




 

#75: Rudy Tellert sagt:

am Freitag, 06.01.2012, 22:56

@ F.Naumann

Leider haben Sie mir nicht schlüssig auf meine Frage geantwortet, ob Deutschland mehr Exporteur als Importeur ist.

Doch zu "Ihrem" Stromverbrauch: Sie meinten wohl den Strom der durch Sie in ihrem Hause verbraucht wird. Woher kommt der Strom, der nötig ist Ihre erworbene Waren herzustellen? Ist Ihre Straßenbeleuchtung, damit Sie nicht in totaler Finsternis nach Hause gehen müssen, von Ihrer Photovoltaikanlage? Woher nehmen Sie die Energie im Winter, wenn die PV nur stundenweise, wenn überhaupt, nennenswerte Energie liefert, Sie aber ein höheren Stromverbrauch als im Sommer haben (mehr Lichtstunden, Heizungsanlage) Da wollen Sie mit 7 Stunden Bufferzeit zurecht kommen?

Wie sieht Ihre Lösung für die 70% Stromanteil der Industrie aus?

Ich bezahle als Kleinunternehmer jetzt schon mehr als 17% Anteil aus dem EEG bei meiner Stromrechnung:
3.592Ct EEG-Umlage + 0.628Ct StromNEV-Umlage = 4.22Ct *1.19 = mit MWst 5.02Ct.
Bei einem Arbeitspreis von 20.18Ct sind die 4.22Ct ein Anteil von 17.3%.
Nach dem was aus den Unterlagen zu erfahren ist, erhält die Photovoltaik ca. 50% aus dem EEG, als 1.8Ct je KWh. Der Anteil am Strom beträgt 3% Jede 33. KWh ist also rechnerisch eine aus PV-Anlagen. Die kostet mich dann 59.4Ct ohne Mwst. Damit finanziere ich Ihre Anlage mit. Geliefert bekomme ich diese vergoldete KWh nur, wenn die Sonne scheint, und nicht dann, wenn ich sie brauchen würde.

Ich bin mir sicher, dass neben dem EEG und dem StromNEV bald eine Speicher-Umlage kommt, und alle Umlagen noch kräftig steigen werden weil das Konzept so nie aufgehen kann.



 

#76: Michael Clemens sagt:

am Samstag, 07.01.2012, 00:29

#69 F.Nauman

Ein aktuell verfügbares System z.B. Prosol Sonnenbatterie PSP2 mit 8 kWh Nutzkapazität kostet 13.8000 EUR ohne Installation und MwSt.

Unterstellt man mal 200 Zyklen pro Jahr und optimistisch 20 Jahre Lebensdauer (der Hersteller gibt aber nur 5 Jahre Leistungsgarantie), errechnen sich die Zyklenkosten mit brutto mindestens 51 ct/kWh zuzüglich Finanzierungskosten, Installation, Wartung und Instandhaltung.

Sie wollen das nun mit Ihrer Eigenbaulösung für ein Viertel hinbekommen, können und wollen dies aber leider nicht belegen? Warum vermarkten Sie Ihre Erfindung nicht einfach? Es gibt sicher hinreichend ökobeseelte Solarfanatiker, die so eine Anlage kaufen würden, auch wenn dies weiter wirtschaftlicher Nonsens bleibt.

Die übrigen Stromverbraucher bedanken sich dann auch schon mal bei den Solarfanatikern, dass Sie 75 % von deren Netzkosten, Steuern und Umlagen übernehmen dürfen.

Grüße
M. Clemens

 

#77: Dr.Paul sagt:

am Samstag, 07.01.2012, 10:18

#69: F. Naumann:
"Offensichtlich ist keiner in der Lage schlüssig zu beweisen, warum ein Strommix aus Überwiegend EE + marginale Mengen fossiler nicht funktionieren kann."

Sie vergessen leider das wichtigst
+ Subventionen + Strompreissteigerung.

Das wird um so teure, je mehr Menschen das machen.

 

#78: F. Naumann sagt:

am Samstag, 07.01.2012, 14:10

Viel Feind, viel Ehr!
Natürlich hab ich meine Bezugsquellen schon offengelegt, #61 hat das ja schon nachvollzogen. Ich hab mal selber eine Banal-Modellierung und komme auf einen maximalen Speicherbedarf von 600 kWh. Dann muss es aber den ganzen Dez und Jan Dunkel sein. N Paar hier haben ja wenigstens so viel Rechenkünste drauf. Wenn ich meine PV brutal überdimensioniere (also 11 kWp statt 3) kostet mich das 16500 EUR - dann komm ich auch über den Winter ohne Akkus.

Die Straßenbeleuchtung kann ich dann im Sommer noch mitversorgen. Im Winter müssen die Stadtwerke das tun. Idealerweise mit BHKW.

Und nochmal zum Vorhalten: Unsere ganze Wirtschaft muss ständig Ausrüstung und Infrastruktur vorhalten, die wir nur selten brauchen. K+S produziert das ganze jahr über, verkauft aber nur im Winter. Trotzdem machen die Gewinne.
Letztlich seh ichs überhaupt nicht ein, das ich mit meiner Stromrechnung die bedürfnisse der Industrie löse. Wenn denen der Netzstrom zu teuer wird, sollen sie doch selber Kraftwerke bauen. BASF z.b. macht das ja auch. Wenn die Produkte dadurch teurer werden, dann ist das simple Marktwirtschaft: Energieintensive Produkte kosten mehr und werden zum Wohl unserer Umwelt und Wirtschaft aus dem Markt gedrängt.
Ebenso werden Kraftwerke aus dem Markt gedrängt, die nur wirtschaftlich arbeiten, wenn sie volle Pulle durchlaufen. Was für eine Saublöde Idee, seit wann hat sich denn die Nachfrage nach dem Angebot zu richten? Ist das Marktwirtschaft á la EIKE?

kapitalistische Grüße

Frank

 

#79: F. Naumann sagt:

am Samstag, 07.01.2012, 14:33

@75
Das sie die StromNEV-Umlage allein den EE ankreiden, zeigt schon, das sie sich konventionelle Energie wieder schönrechnen wollen. Im übrigen steht es ihnen frei - insbesondere als Unternehmer - sich selbst PV aufs Dach zu legen und mit zu verdienen. Müsste man aber die ideologischen Scheuklappen ablegen. Und was würden denn die ganzen reaktionären Kumpels sagen, wenn man plötzlich zum "ökospinner" mutiert...

Nebenbei: Cattenom Block 4 ist auch mal so eben wieder aus der Schiene gesprungen. In Japan laufen seit gestern nur noch 5 von 54 Reaktoren. Versorgungssicherheit auf Atomis art

aktuelle Produktion Wind: 9-13 GW, unsere Atomis und Braunkohlestinker können beruhigt auf 100% durchfeuern

versorgungssichere Grüße

Frank

P.S: ich bin schon sehr froh, daß keiner der hier Kommentierenden unser Netz steuert. Da für braucht man Ruhe und Gelassenheit

 

#80: P. Große sagt:

am Samstag, 07.01.2012, 15:39

#78: F. Naumann sagt:am Samstag, 07.01.2012, 14:10

Viel Feind, viel Ehr!

Herr F.Naumann alias Thorsten Seifert/ Axel usw.

Feind? Ehr?

Als Feind wird man ernst genommen, was ich hier bei Ihnen nicht erkennen kann.
Ich versteh die ganze Aufregung nicht bei Ihnen. Wenn sie so überzeugt sind, dann machen sie es doch einfach so wie sie es wollen. Das Gute ist doch Sie dürfen es sogar. Weisen sie doch einfach nach das es kostengünstiger und machbar ist.
Statt hier gründümmliche Märchen und Legenden zu verbreiten ist es doch viel besser anzupacken.
Nicht kleckern sondern klotzen Herr Frank.

MfG

P.Große

 

#81: P. Große sagt:

am Samstag, 07.01.2012, 16:44

Wie geschrieben Herr Naumann,

nicht kleckern sonder klotzen, ran an die PV, die paar Hanseln hier zu überzeugen ist doch reine Zeitverschwendung. Sie haben gut reden, sie haben es geschafft, Lieschen Müller muss mit stinkendem Kohlestrom vorlieb nehmen und da muss ich wirklich lachen, ist auch noch so blöd und subventioniert dem schlauen Herrn Naumann seinen kostenlosen Strom. Aktuelle Produktion PV: 0.00 GW ( null), Atomis und alle Stinker können wieder durchstarten.

Schon gemerkt Herr Naumann?, der Ton wird rauher bei Ihnen, kenn ich wenn Kinder nicht ihren Willen bekommen.

Und noch einmal Herr Naumann,

einfach selber vorranschreiten und nicht kleckern sondern klotzen, Sie haben es geschafft, Sie sind unabhängig.

MfG

P. Große

 

#82: L. Stiller sagt:

am Samstag, 07.01.2012, 16:54

#79: F. Naumann sagt:

---------------
Wenn ich meine PV brutal überdimensioniere (also 11 kWp statt 3) kostet mich das 16500 EUR - dann komm ich auch über den Winter ohne Akkus.
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Sie halten sich ja für einen ganz schlauen Fuchs!

Aber wenn Sie Ihre PV Anlage von 3 auf 11 kWp hoch dimensioneren, kostet Sie der Strom auch das 4 fache, also statt 25ct/kWh, um bei Ihrer Netzparität zu bleiben, ca. 1€.
Einen Akku für mehrere Tage und die dazu erforderliche Technik benötigen Sie dennoch, es sei denn Sie wollen bei jedem Schneefall mehrmals täglich auf Ihr Dach klettern.

Und wenn erst mal alle auf PV etc. umgestiegen sind können Sie Ihren Strom im Sommer tatsächlich nur noch wegschmeißen, denn da wollen alle Ihren Überschuss los werden.

Aber das ist ja noch nicht alles, um Ihre PV Anlage Überdimensionieren zu können, benötigen Sie erst mal die entsprechende Fläche, das können sich bestenfalls gut betuchte leisten.
Pro kWp benötigen Sie 9-10qm Fläche
Mein Reihenhaus hat somit platz für 3-4kWp, das würde noch nicht mal reichen um meinen Bedarf von 4200kWh für 4 Personen zu decken, selbst wenn ich 5000kWh Speicherkapazität hätte.
Ein Grundstück kann man sich später kaum noch dazukaufen, aber selbst wenn, dann würden mich die zusätzliche 120qm bei einem qm-Preis von 300€, 36000€
kosten.
Bei Menschen die In Mehrfamilienhäusern wohnen sieht das genauso schlecht aus, denn da ist die Dachfläche in Relation zum Stromverbrauch noch viel geringer.

Sie haben also die Wahl zwischen Pest und Cholera.

--------------
Im übrigen steht es ihnen frei - insbesondere als Unternehmer - sich selbst PV aufs Dach zu legen und mit zu verdienen.
--------------
Man verdient damit kein Geld, denn Sie machen nur den Strom für sich und andere in Zukunft teurer! Das ist der Grund warum ich mir keine PV aufs Dach mache, ich weiss das ich damit Strom für alle teure mache auch für mich! Sie kapieren einfach dieses Perfide System nicht, Herr Naumann.
Wenn Leute wie Sie das endlich mal verstehen würden, wäre es mit Ihrer Gelassenheit auch vorbei.

 

#83: D. Glatting sagt:

am Samstag, 07.01.2012, 18:59

@#78: F. Naumann,

“, #61 hat das ja schon nachvollzogen. Ich hab mal selber eine Banal-Modellierung und komme auf einen maximalen Speicherbedarf von 600 kWh.“
OK. 600 kWh. Nur 230.000 € ohne Anschluss und Wechselrichter. Nur 6,5 t die in den Keller zu bringen sind. Nur 4,5 m3 die man zubauen muss.

“Wenn ich meine PV brutal überdimensioniere (also 11 kWp statt 3) kostet mich das 16500 EUR - dann komm ich auch über den Winter ohne Akkus.“
Auch nachts?

“Die Straßenbeleuchtung kann ich dann im Sommer noch mitversorgen.“
Straßenbeleuchtung mit Photovoltaik versorgen. Der ist gut, den muss ich mir merken. Demnächst ist ja Fasching. tärä tärä, wolle man reilosse?

 

#84: Rudy Tellert sagt:

am Samstag, 07.01.2012, 20:17

@79
Herr Naumann,

Ich gehöre nicht zu den Leuten, die sich mit dem Geld anderer Leute sich bereichern (wollen) in dem sie eine PV Anlage auf ihr Dach bauen, und die anderen, vor allem die kleinen Leute, die keine Möglichkeit dazu haben, dafür bezahlen zu lassen.

Auch wenn der Staat dafür Gesetzte schafft, so ist es für mich auch eine moralische Frage, wie man sein Geld verdient.
Nehmen sie das Beispiel: der Staat hat das Monopol auf das Glücksspiel, doch was die Banken treiben, ist Glücksspiel, das soweit geht, dass sie auf ihren eigenen Verlust wetten.

Raten Sie mal, wer das Geschäft mit PV-Anlagen oder WKA-Anlagen macht:
Der kleine Mann bestimmt nicht, der sein Dach dafür zur Verfügung stellt.

PV-Module auf das Dach zu montieren, die mit Strom aus Kohlekraftwerken in China produziert wurden, oder chemische Speicher die ebenfalls nur unter miesen Umweltbedingungen hergestellt werden können, um halbwegs preiswert auf dem Markt angeboten werden, wer entsorgt den diese Produkte wenn der Hersteller pleite ist, und die immer steigenden Umweltauflagen die Entsorgung immer teurer machen?
Das ist nicht die Bank, die finanziert ja nur, das sind Sie, der ja der Eigentümer der Anlage ist. Ich hoffe ja nur, dass Sie dafür das Geld ansparen, und nicht der Allgemeinheit dann die Entsorgung überlassen.

Wie weit die Gesellschaft heute schon ist, habe ich im Fernsehen gesehen:(Phönix)
Immer mehr Deutsche, 2011 schon 1 Million Bürger machen Weltreisen auf "Traumschiffen wie die Aida". Wie Umweltfreundlich das ist, ging aus dem Film hervor: "Wir betreiben Umweltschutz, wir haben eine Photovoltaikanlage und Energiesparlampen, und so lange die Leute auf dem Schiff sind, brauchen sie zu hause keinen Strom und kein Benzin für Auto" Dann wurde erzählt, dass die Stromversorgung im Hafen, also ohne Fahrleistung, soviel Strom wie eine 200 000 Einwohner Stadt verbraucht, und das für 1500 bis 2500 Passagiere.

Das ganze erinnert mich schon etwas an Westerwelles "Spätrömischer Dekadenz"

Mit den Elektroautos wird die gleiche Volksverdummung betrieben: Eine Million Autos brauchen nur 1% unseres Stromverbrauchs.
Aber es wird immer erzählt, das diese Autos als Energiespeicher dienen kann. Wieviel Energie könne wir da abrufen? Dazu müsste jedes Auto nicht nur eine Ladeelektronik besitzen, sondern eine DC/AC Wandler der den Gleichstrom der Batterie wieder in Dreh- oder Wechselstrom umwandelt. Wird das ein neues Gesetz, dass ein Elektroauto im Notfall wieder ins Netz zurück-speisen können muss?

Mit PV-Anlagen werden Sie die Welt nicht verändern. Traurig macht mich, dass Leute das bezahlen müssen, die nichts daran ändern können.




 

#85: Gerhard Straten sagt:

am Sonntag, 08.01.2012, 00:45

@F.Naumann #78
Wenn sie mit PV autark sein wollen, dann müssen sie ihren Speicher so auslegen, dass der immer ihren ganzen Strombedarf abdecken kann. Wie lange er das tun muss, hängt davon ab, wie schnell sie ihn nachladen können. Sie müssen ihre PV-Kapazität entsprechend dimensionieren. Sie können dafür die Sonnenstundendaten der naheliegensten Wetterstation über dei letzten Jahrzehnte nutzen und darauf hoffen, dass die Wolkenbedeckung sich im Mittel nicht ändert. Technische Spielereien um PV-Strom auch direkt und nicht via Speicher zu nutzen dienen nur der Verbesserung de Wirkungsgrades ihrer Anlage. Wenn sie den PV-Teil überdimensionieren können sie natürlich tagsüber den Stadtwerken bei der Strassenbeleuchtung helfen. Ohne Speicher läuft da aber gar nichts, denn PV liefert keinen gesicherten Strom.
Sie reden da über Kilowattstunden, für die BRD oder gar Europa müsste man über Gigawatttage reden und da sind wir, was Speicher angeht im Bereich der Science Fiction. Es ist eingentlich eine Schande, dass man sich mit solchen Konzepten überhaupt auseinandersetzen muss. Das ist schon von der Logik her Unsinn. Und wenn das dann noch einer mal ökonomisch rechnet, dann ist man einfach bei der Satire angelangt.

 

#86: F. Naumann sagt:

am Sonntag, 08.01.2012, 14:34

Toll,
Die Gegenargumente pendeln zwischen persönlichen Angriffen und Beleidigungen und Ablenkungsmanövern. Es ist natürlich einfach, sich über Einzelheiten zu echauffieren, die ich nicht detailliert ausformuliert habe.
Ich werte diese kindischen Reaktionen als genau das: Kindisch.

Fakt ist: Autarkie geht schon heute, wenn man bereit ist, dafür erkennbar höhere Preise zu bezahlen. Das hab ich ja genauso vorgerechnet.
Bleibt man im Netz, dann kann ein integriertes Konzept mit PV, Wind, Biomasse, Wasserkraft und GuD schon heute unseren gegebenen Kraftwerkspark ablösen. Dazu benötigt man diverse Speichersysteme, überhaupt das Zaubermittel um endlich mal Angebot und Nachfrage auszubalancieren, statt stumpf am Bedarf vorbei immer vollast zu produzieren, nur damits rentabel bleibt. Wir brauchen nun mal Nachts nur einen Bruchteil des Stroms. Und es ist jawohl weit aus intelligenter, da nach Speicherlösungen zu suchen, als verzweifelt Nachts Strom zu verballern (Stichwort Nachtspeicheröfen). Denkbare Systeme sind Methanisierung, Pumpspeicher in alten Bergwerken (> 1000 m Fallrohr!), Schwarmspeicher in Hybrid- und E-Fahrzeugen, maßvolles Lastmanagement und viele andere Ansätze, die ich nicht immer wiederholen möchte.
Das erfordert natürlich erstmal hohe Anfangsinvestitionen, die wir aktuell z.B. über das EEG bezahlen. Aber in zehn Jahren werden die Menschen *extrem* dankbar sein, das wir uns von den dramatisch steigenden Preisen für fossile Ressourcen abgekoppelt haben und auch von der unsicheren und immer unzuverlässigeren Atomtechnologie die Finger lassen. Die Menschen werden dann mit langfristig stabilen Strompreisen belohnt.

- Wussten sie übrigens das in Deutschland 40GWh elektrischer Speicher rumstehen (Wert fast 4 Mia EUR), die überhaupt nichts für unser Stromnetz tun, obwohl sie das leicht könnten?
Allein damit könnte man die aktuelle PV-Leistung über die Nacht verteilen und damit die Verfügbarkeit verdoppeln.
- Wussten sie, das Berlin zu DDR-Zeiten über 17 MW Batteriespeicher installiert hatte, damit es im Inselbetrieb funktionieren konnte?
- Wussten sie daß die DB der größte Stromverbraucher in Dland ist?
- Wussten sie, daß in den USA bereits mehrere MW Lithiumbatterien zur Pufferung im Netz sind?

Ich glaub die meisten hier wissen das alles, aber es passt nicht in die ideologische Landschaft und wird deshalb einfach ausgeblendet. Naja, irgendwie muss man seine Rente ja aufbessern....

ideologiefreie & unbezahlte Grüße vom

Öko-Frank

 

#87: L. Stiller sagt:

am Sonntag, 08.01.2012, 17:40

#86: F. Naumann sagt:

------------
Die Gegenargumente pendeln zwischen persönlichen Angriffen und Beleidigungen und Ablenkungsmanövern.
------------
Die größten Ablenkungsmanöver kommen doch von Ihnen:

-------------------
Wussten sie übrigens das in Deutschland 40GWh elektrischer Speicher rumstehen (Wert fast 4 Mia EUR), die überhaupt nichts für unser Stromnetz tun, obwohl sie das leicht könnten?
--------------------
Super, unsere Probleme sind Gelöst! 40GWh sind immerhin 0,04 TWh. Bei einen Jahresstromverbrauch von Deutschland mit 600TWh hilft uns das enorm weiter.

Ablenkungsmanöver 2:
-------------------
- Wussten sie, das Berlin zu DDR-Zeiten über 17 MW Batteriespeicher installiert hatte, damit es im Inselbetrieb funktionieren konnte?
-------------------
Momentan können wir es auch noch leisten 3% PV zu subventionieren, mit ganz Deutschland wird das aber ein teurer Spass.

Ablenkungsmanöver 3:
------------------
Wussten sie daß die DB der größte Stromverbraucher in Dland ist?
------------------
Genau deshalb gehört er zu den Industrien die die Regierung von den EE Umlagen befreien möchte. Warum wohl?


Ablenkungsmanöver 3:
------------------
- Wussten sie, daß in den USA bereits mehrere MW Lithiumbatterien zur Pufferung im Netz sind?
------------------
Wow jetzt helfen schon ein paar MW. In Relation ist das so als würden Sie Ihre PV Anlage um ein paar AA Mignonzellen erweitern.



------------------
Fakt ist: Autarkie geht schon heute, wenn man bereit ist, dafür erkennbar höhere Preise zu bezahlen. Das hab ich ja genauso vorgerechnet.
------------------
Vielleicht besteht für Sie noch Hoffnung, jetzt müssten Sie nur noch den Gedankensprung schaffen, dass die Tatsache, dass PV-Anlagenbetreiber eben nicht Autark sein müssen eine massive, versteckte, zusätzliche Subvention ist.
Stellen Sie sich dazu einfach vor, es gäbe keine Kraftwerksbetreiber mehr, wer Bezahlt dann die Energiespeicher und die Wartung, Abrechnung und Infrastruktur?

Wissen Sie was ein fairer unsubventionierter preis für eingespeiste Energie von PV Analgen wäre?
Weniger als 4ct pro kWh.
Dann nämlich würde der Energieversorger Ihren Strom einkaufen und an einen Verbraucher weitergeben. Der Verbraucher würde dann ca. 20-24ct bezahlen, nämlich Ihre 4ct + 16-20ct für Verwaltung, Abrechnung, Netzinfrastruktur etc.
Da können Sie sich ausrechnen, wann Sich Ihre PV-Anlage unsubventioniert rechnen würde, nach 60 Jahren. Leider ist sie aber schon vorher kaputt.

'Netzparität' ist blanke Augenwischerei.

 

#88: Peter Sachse sagt:

am Sonntag, 08.01.2012, 19:09

#86 Sehr geehrter Herr Naumann,

- „Es ist natürlich einfach, sich über Einzelheiten zu echauffieren, die ich nicht detailliert ausformuliert habe.“

Die Methode ist bekannt: „Einen Pudding kann man nicht an die Wand nageln !“
Sehr beliebt bei ideologisch Verblendeten, da Sachargumente mit Abwesenheit glänzen oder den utopischen Vorstellungen zuzuordnen sind.
Kenne ich aus DDR- Zeiten.


-„Bleibt man im Netz, dann kann ein integriertes Konzept mit PV, Wind, Biomasse, Wasserkraft und GuD schon heute unseren gegebenen Kraftwerkspark ablösen. Dazu benötigt man diverse Speichersysteme, überhaupt das Zaubermittel um endlich mal Angebot und Nachfrage auszubalancieren, statt stumpf am Bedarf vorbei immer vollast zu produzieren, nur damits rentabel bleibt.....“

Toll, aber die Speicher in den erforderlichen Größenordnungen gibt es aber nicht jetzt und nicht in naher Zukunft. Zudem sollte die Umwandlungsverluste zwischen 50- 80 % (Wasserstoff) nicht vergessen werden.


- „ Wir brauchen nun mal Nachts nur einen Bruchteil des Stroms. Und es ist jawohl weit aus intelligenter, da nach Speicherlösungen zu suchen, als verzweifelt Nachts Strom zu verballern (Stichwort Nachtspeicheröfen)....“

Aus welchem Grund sollte ich auf fiktive und wenn irgendwann real vorhandene teure Speicher setzen, wenn ich jetzt den Strom preiswert bekomme ??
Tipp zum Nachdenken: „ Einer suchte einen Pfennig und verbrannte 10 Kerzen !!

- „Denkbare Systeme sind Methanisierung, Pumpspeicher in alten Bergwerken (> 1000 m Fallrohr...“

Wo findet sich in unserem armen Vaterland noch ein Schacht von 1000 m Teufe ?
Haben Sie mal nachgedacht, wie viel böses Arsen, Uran und andere Schwermetalle dann freigespült würden ??


-„ Schwarmspeicher in Hybrid- und E-Fahrzeugen, maßvolles Lastmanagement und viele andere Ansätze, die ich nicht immer wiederholen möchte...“

Ihre Ansätze stammen alle aus dem Bereich der Utopie und Wiederholungen steigern nicht
ihre volkswirtschaftliche Wirksamkeit. Da sind wir wieder bei der Ideologie (Theologie).
Als „Öko- Frank“ sollten Sie im Winter mal in den Wald ziehen und autark leben. Übrigens Holz heizt dreimal: „1. beim Baum fällen, 2. beim Spalten und 3. beim Heizen“
Diese dreifache Ausnutzung der Energie könnten Sie doch Ihren Ansätzen hinzufügen.
(Bitte keine Nachkalkulation, ist ein Scherz.)

Ihr P. Sachse
(Ingenieur und des Rechnens fähig)

P.S. Egal was Du nimmst, hör auf damit, oder gebe
mir was davon ab !!!

 

#89: Michael Clemens sagt:

am Sonntag, 08.01.2012, 20:05

#86 F. Naumann

Ideologiefreie Grüße?!

Das ist wohl ein Fake wie auch Ihre Ergüsse zu den Stromspeichern. Wir haben in Deutschland nur 40 GWh Pumpspeicherkraftwerke. Für eine überwiegend auf EE beruhende Energieversorgung benötigt man schlank das 1.000-fache als Langzeitspeicher gemäß den Projektionen des IWES, BMU etc..

Hierzu könnte man rechnerisch z. B. den Bodensee zu einem Pumpspeicherkraftwerk umbauen. Es wird aber schlicht am noch fehlenden Oberbecken mit 48 km³ Volumen und ca. 300 m Höhenunterschied scheitern.

Der bekannte Prof. Dr. Georg Erdmann (von der Bundesregierung in den „Wächterrat zur Energiewende“ berufen) schreibt auf Seite 53 der vbw-Studie:

„Ein Ausbau der Stromspeicherkapazitäten würde dazu führen, dass sich die Kosten der erneuerbaren Energien gegenüber heute vervielfachen“
http://tinyurl.com/739myew

Die Story von Windgas & Co. wird derzeit von den Ökoinstituten verbreitet und ist die letzte theoretische Option, die gigantischen Speicherkapazitäten aufzubauen. Die Energievernichtungskaskade einer Wasserstoffwirtschaft wurde hier schon thematisiert. Mal unabhängig von den gigantischen Energieverlusten von rund 75 % sind diese Systeme extrem kapitalintensiv und damit nicht zum erforderlichen Spitzenlastbetrieb geeignet. Bei z.B. 2.000 Vh/a werden hier die Speicherkosten ohne Energiekosten mit 30 bis 60 ct/kwh angegeben:
http://tinyurl.com/8xpooh2

Es gibt mit den heute bekannten Technologien keinerlei Aussicht, das Speicherproblem der EE zu lösen.

Grüße
M. Clemens

 

#90: Heinz Eng sagt:

am Montag, 09.01.2012, 10:28

@Naumann

Stromverbrauch 2.500 kWh.....kann es sein das Sie "Dr.U." aus dem Spiegelforum sind?
Wenn ja, ich hätte da noch ein paar Fragen, SPON hat leider meine letzten Kommentare ersatzlos in den Mülleimer geworfen.
H.E......oder Onkelheinzi

 

#91: Hubert Brune sagt:

am Montag, 09.01.2012, 10:40

@ L. Stiller (#86). Guten Tag!

Sie haben geschrieben: „Fakt ist: Autarkie geht schon heute, wenn man bereit ist, dafür erkennbar höhere Preise zu bezahlen. Das hab ich ja genauso vorgerechnet.“ (**). Und das interessiert mich sehr. Wo haben Sie das vorgerechnet? Hier? Ich habe hier nichts darüber gefunden. Würden Sie das - bitte - einmal näher erläutern und gegebenenfalls vorrechnen?

Wenn doch die Preise so arg hoch sind, daß dadurch die Wirtschaft und also auch die Gesellschaft zusammenbricht, dann nützt uns das ja nichts. Hierbei kommt es also wirklich auf die Zahlen, Daten und Fakten an. Ich wäre Ihnen sehr dankba, wenn Sie meiner Bitte nachkämen.

Ansonsten finde ich, daß hier hin und wieder etwas zuviel „Fachhuberei“ betrieben wird, wodurch die Gefahr wächst, daß am Thema vorbeigeredet wird. Ich habe selber einige Semester Betriebs- und Volkswirtschaft studiert und weiß auch von daher, daß Wirtschaftlichkeit bzw. Rentabilität wichtig sind, aber das hier im Blog gestellte Thema hat doch einen politischen Hintergrund, ganz primär! Denn die Entscheidungen für eine angebliche „Energiewende“ und damit auch dafür, daß hier ein Blog mit dem Thema „Die Energiewende ist schon gescheitert“ entstanden ist, sind doch Entscheidungen von Politikern und Lobbyisten, also politische Entscheidungen.

 

#92: A.Bauer sagt:

am Montag, 09.01.2012, 10:54

@#84 Wie mit der Geschichte mit den Kreuzfahrtschiffen gibt es viele "Pseudo"-Energiesparer. Leute die einen geringen Stromverbrauch haben, vielleicht sogar eine EEG-Anlage auf dem Dach, aber sie heizen mit Heizöl (viel umweltschädlicher als zB. mit Atomstrom) und fahren viel Auto, und gehen viel aus, wo sie dann die Heizungen und Strom der Lokale belasten. Dieses Phänomen betrifft insbesondere die VIPs wie Politiker und andere "Jet-Setter", die dann von sich selbst ausgehen und das EEG anpreisen. Der kleine Mann hingegen kann sich all diese Dinge gar nicht leisten, und bleibt meistens zuhause, und hat damit eine weit größeren Stromverbrauch als diese "Pseudo"-Grünen.

 

#93: Rainer Manz sagt:

am Montag, 09.01.2012, 11:03

Hallo Herr Naumann,
nach ein paar Tagen Abstinenz staune ich über die Kommentare insbesondere der Ihrigen.
Was erwarten Sie eigentlich hier? Jubel? Zustimmung? Beifall? Verständnis?
Was wollen Sie hier eigentlich? Überzeugen? Aufklären?

Allein schon Ihr negativ verwendeter Begriff neoliberal und Ihre Eigenkennzeichnung als Öko-Frank signalisiert doch eine eindeutige politische Selbsteinstufung – daher keineswegs wie behauptet ideologiefrei.

Herr Naumann, nur bei Sozialisten gleich welcher Farbe ist alles mach- und bezahlbar zu jedem Preis. Die Folgen entsprechender nationaler wie internationaler Experimente sehen wir in unserem eigenen Land und vielen Ländern dieser Erde. Aber wohl nur für uns Deutsche reichen zwei derartige Versuche nicht, davon die Finger zu lassen. Aber weil es zum Glück doch einige mehr und hoffentlich immer mehr gibt, die nicht die dritte sozialistische Katastrophe in Deutschland wollen, erfahren Sie hier den Gegenwind. Und das ist gut so.

 

#94: Hubert Brune sagt:

am Montag, 09.01.2012, 11:08

@ Michael Clemens (#90). Guten Morgen!

Energie ist zwar umwandelbar, aber nicht „erneuerbar wie Sie suggerieren, ob absichtlich oder nicht. „Erneuerbare Energien“ gibt es nicht, wie uns die Physik lehrt. Wir sollten nicht auf solche unsinnigen Formulierungen hereinfallen, die aus rein rhetorischen Gründen benutzt werden und uns verraten, wer hier die Entscheidungen getroffen hat und also dafür verantwortlich ist, daß die sogenannte „Energiewende“ schon gescheitert ist. Es sind die Politiker und die auf sie Einfluß nehmenden Lobbyisten, wie ich schon gesagt habe.

 

#95: Hubert Brune sagt:

am Montag, 09.01.2012, 12:30

@ L. Stiller (#86)
@ F. Naumann (#87)

Ich bitte Entschuldigung, denn ich meinte nicht L. Stiller (#87), sondern F. Naumann (#87).

Herr F. Naumann!

Aus Fairneßgründen also noch einmal mein Text:

Sie haben geschrieben: „Fakt ist: Autarkie geht schon heute, wenn man bereit ist, dafür erkennbar höhere Preise zu bezahlen. Das hab ich ja genauso vorgerechnet.“ (**). Und das interessiert mich sehr. Wo haben Sie das vorgerechnet? Hier? Ich habe hier nichts darüber gefunden. Würden Sie das - bitte - einmal näher erläutern und gegebenenfalls vorrechnen?

Wenn doch die Preise so arg hoch sind, daß dadurch die Wirtschaft und also auch die Gesellschaft zusammenbricht, dann nützt uns das ja nichts. Hierbei kommt es also wirklich auf die Zahlen, Daten und Fakten an. Ich wäre Ihnen sehr dankbar, wenn Sie meiner Bitte nachkämen.

 

#96: Hubert Brune sagt:

am Montag, 09.01.2012, 12:33

Ansonsten finde ich, daß hier hin und wieder etwas zuviel „Fachhuberei“ betrieben wird, wodurch die Gefahr wächst, daß am Thema vorbeigeredet wird. Ich habe selber einige Semester Betriebs- und Volkswirtschaft studiert und weiß auch von daher, daß Wirtschaftlichkeit bzw. Rentabilität wichtig sind, aber das hier im Blog gestellte Thema hat doch einen politischen Hintergrund, ganz primär! Denn die Entscheidungen für eine angebliche „Energiewende“ und damit auch dafür, daß hier ein Blog mit dem Thema „Die Energiewende ist schon gescheitert“ entstanden ist, sind doch Entscheidungen von Politikern und Lobbyisten, also politische Entscheidungen.

MfG

HB

 

#97: Hubert Brune sagt:

am Montag, 09.01.2012, 12:59

@ Heinz Eng (#90). Guten Tag!

Ihre Frage, ob Herr F. Naumann „»Dr. U.« aus dem Spiegelforum“ ist, ist interessant. Ohnehin gibt es mittleweile überall im Internet - so wie schon seit langem bei den Republikanern, der DVU, der NPD, bei der Jungen Freiheit u.v.a auch - V-Leute, IM’s, also Spione, Spitzel! Nicht die DDR ist uns beigetreten, sondern wir der DDR. Wir sind mittlerweile mittendrin in der DDR - bevormundet von einer EUdSSR!

 

#98: F. Naumann sagt:

am Montag, 09.01.2012, 14:12

@86
Danke für den Link zu der Präsentation eines TenneT-Mitarbeiters. Natürlich ist klar das dieser Mann nicht wirklich interesse hat, sein aktuelles Geschäftsfeld zu torpedieren.
Trotzdem lese ich ganz andere Dinge daraus:
Batteriespeicher sind für 8 ct/kWh möglich, Methanisierung für 9,4 ct. Warum sie schon Reflexhaft die ungünstigsten Rahmenbedinungen annehmen, nämlich nur 2000 Vh/a ist mir unklar. Aber selbst dann sind ihre Zahlen ungenau: ich lese dort 30 bis max. 55ct. Übertreibung macht anschaulich, nicht wahr?

Setze ich für die Speichersysteme nur die Abkappungsverluste von Wind und PV ein, dann geht ein Strompreis von nahe Null in die Rechnung, denn z.zt. schmeißen wir das weg.
Übrigens wissen das auch Firmen wie Audi, sonst hätten die nicht gleich in das Konzept investiert. Aber zum Glück ist hier kaum noch jemand,der die Geschicke einer Firma lenkt, denn die meisten äußern sich als risikoscheue Unterlasser und nicht als Unternehmer.

Die verlinkte Studie des vbw möchte ich eigentlich gar nicht kommentieren. Die Auftraggeber lesen sich wie ein Liste der heute schon quersubventionierten Großverbraucher von Strom.

Auch andere Quellen kommen zu ganz anderen Zahlen, als hier immer behauptet (und meist mit haarsträubend primitiven Rechenbeispielen "bewiesen"): EE-Gas in einem KWK-Kraftwerk verbrannt weist einen Gesamtwirkungsgrad von 50-60% auf.
Der resultierende Gaspreis durch Methanisierung ist zwar erheblich höher, als aktuelles Erdgas, aber immerhin eine Obergrenze für unsere russischen Freunde.

Auch die Speicherung in alten Bergwerken ist von vielen renommierten Instituten durchdacht und kein Phantasieprodukt von mir. Schächte mit 1000 m Teufe gibts einige in Dland, z.b. in Ibbenbüren (1545 m!). Im Ruhrpott sowieso...

Und zu den 40Gwh Batteriespeicher die in Dland schon ungenutzt rumstehen fällt ihnen auch nur Polemik ein. Würde man das Nutzen, hätten wir immerhin schon die Leistung aller aktuellen PSW verdoppelt.

Und warum sollen wir das alles machen?
Ganz einfach: Atomkraftwerke bringen uns mit dem Müllproblem und dem potentiellen Risiko nicht abschätzbare Folgekosten auf jahrhunderte. allein aus Generationenverantwortung muss man sie ablehnen. Ein großer Unfall und Deutschland ist deindustrialisiert und ganze Regionen entvölkert.
Zudem müssten wir JETZT zig milliarden investieren, wenn wir unsere Uraltmeiler durch z.B. EPR´s ersetzen wollten. Es würde dann noch bis 2025 dauern bis mit viel Glück der erste fertig wäre, falls es überhaupt jemals so weit kommt. in Finnland geht der Bau ins 9te Jahr und der Preis ist explodiert. Es ist kein Wunder, das sich in Polen kein Investor findet, der auch nur den halben Baupreis eines AKW´s vorstrecken will.

Kohlekraftwerke sind auf der einen Seite extrem umweltschädlich und der Abbau der Kohle entweder mit großflächiger Landschaftsvernichtung (Braunkohle) oder unerträglichen Lebens- und Arbeitsbedingungen (Kolumbien) verbunden.
Aber was interessiert einen EIKE-Leser schon das Schicksal eines Kolumbianers. Hauptsache wir haben billigen Strom und ne sattgefressene Industrie.

Ihre ad-hominem Attacken i.A. werte ich als das, was sie sind: Argumentative Hilflosigkeit

soziale Grüße

Frank

 

#99: Thomas Heinzow sagt:

am Montag, 09.01.2012, 14:58

@ F. Naumann #98

"Setze ich für die Speichersysteme nur die Abkappungsverluste von Wind und PV ein, dann geht ein Strompreis von nahe Null in die Rechnung, denn z.zt. schmeißen wir das weg."

Strom gibt es nicht gratis. Ist alles bereits in der irektsubvention nach dem EEG eingepreist. Aber das EEG haben Sie noch nicht gelesen, wie Ihr fauxpas von vorgestern zeigt.

 

#100: Heinz Eng sagt:

am Montag, 09.01.2012, 15:41

Lieber Herr Brune
Zitat
"""Ihre Frage, ob Herr F. Naumann „»Dr. U.« aus dem Spiegelforum“ ist, ist interessant. Ohnehin gibt es mittleweile überall im Internet - so wie schon seit langem bei den Republikanern, der DVU, der NPD, bei der Jungen Freiheit u.v.a auch - V-Leute, IM’s, also Spione, Spitzel! Nicht die DDR ist uns beigetreten, sondern wir der DDR. Wir sind mittlerweile mittendrin in der DDR - bevormundet von einer EUdSSR!"""

Nun ja, mir fallen besonders gewisse "Formulierungen" der Ökofreaks auf, die sich gleichen wie ein Ei dem anderen.
Einige Damen und Herren der Öko-Front sind sehr aktiv in allen erreichbaren Foren wo eventuell kritik an der derzeitigen Energiepolitik auftaucht.
Besonderes Merkmal.........man kramt sofort die Kernenergie samt Fukushima raus um den Thread eine selbstbestimmte Wendung zu verpassen.
Immer die selben Methoden, immer die selben Argumente und wenns geht am besten gleich mit mehreren Avataren ein gefühlte Mehrheit zu suggerieren.
Auffällig ist auch noch folgender Fakt, während Zensoren der großen Online-Zeitungen bei EE-Kritiker auf jeden persönlichen Pups achten und den Kommentar garnet erst freischalten, dürfen im gegensatz dazu die Öko-Freaks sehr wohl stark ins persönliche abdriften, also ist das auch so gewollt von den Systemmedien.

Meine ehrliche Meinung dazu?
Es herrscht Krieg an der Medienfront.......bin nur gespannt wann wieder Antennen von jungen Ökofanatikern von den Dächern gerissen werden, wenn der Hausbesitzer die falschen Kanäle hört.
Ich habe da keinerlei Hoffnung mehr, es muss in Deutschland erst knallen, damit sich noch was ändert.
MfG
Heinz Eng

 

#101: Rainer Manz sagt:

am Montag, 09.01.2012, 16:30

Herr Brune 95:
ähnlich sehe ich das auch. Wirtschaftlichkeit bzw. Rentabilität zu vergleichen, setzt voraus, dass man sich vernünftig auf die Grundbedingungen einigen kann. Oftmals entstehen auch hier im Blog Wertungsunterschiede allein schon durch unterschiedliche Grundannahmen der jeweils Kommentierenden. Und die lassen sich auch nicht so ohne Weiteres beheben. Der Anlass sich überhaupt mit diesen Themen beschäftigen zu müssen, sind dennoch die politischen Rahmenbedingungen verbunden mit „erfolgreicher“ Lobbyarbeit der jeweils sich Vorteile egal welcher Art versprechender Kreise. Dass Unternehmen je nach ihren Zielgruppen und Produktportfolio an den politischen Rahmenbedingungen mitgestalten ist an sich kein Manko. Es wird erst zum Nachteil aller, wenn die Vorteilsnahme so offensichtlich wie beim EEG, bei der EnEV und anderer Gesetze und Bestimmungen abläuft. Unternehmen sind und müssen im Übrigen immer und überall Systemopportun sein, um überhaupt beständig arbeiten zu können. Das übersehen allzu gerne die über die bösen Energiekonzerne herziehenden Kapitalismuskritiker und Utopisten aller Couleur.

Herr Naumann 98:
Lassen Sie uns nicht dumm bleiben – klären Sie uns auf über das Schicksal eines Kolumbianers!

Über ein atomares Müllproblems kann man u.a. informativ und sachlich fundiert bei Hermann Hinsch in seinen zwei Büchern lesen.

Ihre Meinung dazu allerdings verrät die gleiche Geisteshaltung wie die der CO2-Hysteriker, die uns weismachen wollen, dass es einen Unterschied macht, durch wen und was C02 entsteht.

Lieber bin auch ich argumentativ hilflos in Ihrem Sinne anstatt dem sozialistischen Glauben an eine Machbarkeit zu jedem wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Preis zu frönen.

Zwei gescheiterte sozialistische Versuche in DL sind genug!

 

#102: L.Stiller sagt:

am Montag, 09.01.2012, 17:03

#91: Hubert Brune:

Nein das habe nicht ich geschrieben sondern Herr Naumann. Ich habe Hernn Naumann Zitiert und Sie haben das nicht mitbekommen ;)

 

#103: L.Stiller sagt:

am Montag, 09.01.2012, 17:21

@98F. Naumann sagt:

-----------
Ganz einfach: Atomkraftwerke bringen uns mit dem Müllproblem und dem potentiellen Risiko nicht abschätzbare Folgekosten auf jahrhunderte. allein aus Generationenverantwortung muss man sie ablehnen.
------------
Ich habe nichts dagegen, Atomkraftwerke abzuschalten. Aber dann ersetze ich diese bitte nicht gegen eine Stromversorgung die deutlich teurer ist, und ins Ausland Verschenkt wird währemd die Verbraucher hier dafür zahlen müssen.


-----------------
Zudem müssten wir JETZT zig milliarden investieren, wenn wir unsere Uraltmeiler durch z.B. EPR´s ersetzen wollten.
-----------------
Statt einmal zig Milliarden für Sicherheit zu investieren, will Ihresgleichen Generation mit Millardenkosten beglücken. Die EE kosten uns jetzt schon jedes Jahr 15 Milliarden tendenz steigend. Und das wollen Sie für die Nächsten 100 Jahre weiter so machen?

Sie sollten Sich mal auf Ihre Polemik konzentrieren, denn mit Fakten kommen Sie erst garnicht.

Wenn Sie 8ct/kWh für die Speicherung ansetzen, dann wäre ein fairer unsubventionierter Preis für den eingespeisten Solarstrom -4ct / kwh so dass andere nicht mit den Kosten belastet werden. Stattdessen bekommen PV Betreiber 30ct/kWh



 

#104: Hubert Brune sagt:

am Montag, 09.01.2012, 17:35

Vielen Dank, lieber Heinz Eng, für Ihre direkte Antwort (#100)! Sie können sich dabei auf meine uneingeschränkte Unterstützung verlassen!

Den „grün“ lackierten Roten von der „Öko“-Front ist doch jedes Thema recht, um ihre Macht weiter auszubauen und die Diktatur des Proletariats - ach, nein, das stirbt ja aus (demographie

Wenn ich Naumanns scheinheiliges „Argument“, man müsse „allein aus Generationenverantwortung“ die „Atomkraft“ (hier verraten sich übrigens die „grün“ lackierten Roten, denn nur sie nennen die Kernkraft „Atomkraft“!) „ablehnen“. Solange sich die demographischen Zustände bei uns nicht positiv geändert haben, nämlich aus echter Verantwortung für Generationen heraus, und die Abtreibung mittlerweile schon vom Staat, also vom Steuerzahler gezahlt werden, nämlich aus echter UNverantwortung für Generartionen heraus, brauchen wir keine weiteren Lügen über angeblich „Soziales“. Die Leute, die „Soziales“ gepredigt haben, waren immer schon Lügner, Betrüger, Heuchler, Kleptokraten. Soziales muß man nicht predigen, sondern vorleben. Soziales muß man auch nicht staatlich verordnen - das läuft immer nur auf Ausbeutung der Mittelschicht hinaus -, sondern den freiwilligen Spendern überlassen (vgl. http://www.hubert-brune.de/sloterdijk_dnhudgs.html). Die gibt es nicht? Die gibt es!

Bloß die Parteien sorgen für den falschen Eindruck, daß diese freiwillig Spendenden böse „Kapitalisten“ seien, und hetzt das Volk gegen sie auf - das ist übrigens auch eine Art von Volksverhetzung!

Staaten und Parteien, die allen alles versprechen und nichts einlösen können, sondern nur Schulden und noch mehr Schulden machen und permanent Geld und noch mehr Geld drucken sowie den Steuern, Gebühren und (neuerdings auch wieder) Ablässe Zahlenden immer nur noch mehr Steuern, Gebühren und Ablaßzahlungen („Gott“ heißt jetzt „Klima“, die „Sünde“ heißt jetzt „CO2“, für Protestanten zusätzlich „Atomkraft“) aufzwingen - solche Staaten und Parteien scheitern. Das hat die Geschichte deutlich gezeigt.

Mfg

HB

 

#105: Hubert Brune sagt:

am Montag, 09.01.2012, 17:50

@ Rainer Manz (#101)

Vielen, vielen Dank, Herr Manz!

@ L. Stiller (#102)

Ja, ich habe schon um Verzeihung gebeten (siehe #95).

Die Adresse des Textes war ja richtig (#86), aber ich habe leider die beiden Namen verwechselt. Ich bitte dafür noch einmal um Entschuldigung!

MfG

HB

 

#106: W.Rassbach sagt:

am Montag, 09.01.2012, 18:24

Lieber Hubert Brune,

°solche Staaten und Parteien scheitern. Das hat die Geschichte deutlich gezeigt.°

Leider ist in den letzten 100 Jahren diese Völkermordpolitik immer aufgegangen und Deutschland merkt mal wieder nichts.

Wenn ich nur dran denke, wie der Führer aussah, im Gegensatz zur untergejubelten pseudowissenschaftlichen Rassentheorie von blonden, blauäugigen, überlegenen , arischen Herrenmenschen.

Waren unsere Großväter blind oder hatten sie keine Chance?
Jetzt sind wir dran ;-)

http://tinyurl.com/88o3tq2



 

#107: W.Rassbach sagt:

am Montag, 09.01.2012, 18:48

Herr F.Naumann,
normalerweise würde ich Ihnen an dieser Stelle raten, egal was Sie nehmen, setzen Sie es ab ;-)

Ich würde Sie gerne begreifen, aber ich habe wenig Hoffnung, Sie verhalten sich wie dieser "Experte Stryi-Hipp.

http://tinyurl.com/5rba6vh
Das ist seine Ausgangsposition:(Antwort Herrn Kipp)

"Ob diese Art der Energiequellen ineffizient ist, ist eine Frage des Standpunktes. Erdöl, Erdgas und Kohle sind bemerkenswerte Brennstoffe mit einer hohen Energiedichte die uns eine sehr bequeme Energieversorgung ermöglichen. Es ist relativ effizient, sie in Strom, mechanische Energie oder Wärme umzuwandeln. Wenn Sie allerdings die ganze Kette ihrer Entstehung von der Sonneneinstrahlung auf die Erde, die Umwandlung in Biomasse und die folgende Umwandlung in fossile Brennstoffe über Jahrmillionen betrachten, ist dieser Vorgang wesentlich ineffizienter, als die Sonneneinstrahlung direkt und über die Windenergie zu nutzen."

Dann sagt er dies( Antwort lapsus)

"Sie haben Recht, dass die elektrochemischen Speicher und die Pumpespeicherkraftwerke, die wir für das beschriebene Szenario benötigen, heute noch nicht vorhanden sind."

"Diese Diskussion steht erst am Anfang, wer behauptet, hierfür heute schon genau zu wissen, wie die Zukunft der Speicher aussieht, wird vermutlich nicht Recht behalten.

Mit sonnigen Grüßen
Gerhard Stryi-Hipp"

Aber wir hätten 200TWh Speicher im Gasnetz.... ;-)

Aktuell geht der Wahnsinn weiter:
http://tinyurl.com/78ljtrl

Letztes Jahr wurden 7,5 GW Sonnenpaddel installiert.

Normalerweise entspricht das 7 KKW. Die würden bei 90% Auslastung ca 60 TWh pa erzeugen.

Diese Sonnenpaddel erhöhen die ungefragte Abkassierung des deutschen Bürgers nicht nur auf 14 Mrd,€ pa, sie bringen auch nur lächerliche 5,3 TWh pa.

Selbst der Obereugeniker Prinz Charls (will als Killervirus wiedergeboren werden, um die Menschheit zu reduzieren) begreift die Sinnlosigkeit der EEs am Beispiel Wind, er sagt sinngemäß, da WKAs ständig Backups brauchen werden, sind sie unbrauchbar.

 

#108: Thomas Heinzow sagt:

am Montag, 09.01.2012, 19:22

@ F. Naumann #98

"Die Auftraggeber lesen sich wie ein Liste der heute schon quersubventionierten Großverbraucher von Strom. "

Ihrer Ansicht nach gibt es also gekaufte Wissenschaft. Wie können Sie garantieren, daß die Wissenschaftler der Studien des UBA, BUA, BUND, Greenpeace, BE, BEE etc. nicht gekauft sind?

Zu Ihrer Info: Der Siemens-Konzern, einer der Hauptprofiteure der sog. "EE" und Windmühlen, ist ja der Zahlung enormer Schmiergeldsummen überführt worden.

Und dann nehme man mal den Prof. aus Flensburg, der sich sogar von Repower eine "Testanlage" oder deren Nutzung in Eggebek schenken lassen wollte.

Und die CDU im Landkreis Harburg hat 30000€ von Enercon bekommen und danach wurden vom CDU-Bürgermeister die beiden E-126 genehmigt. Der zeitliche Zusammenhang von Spende und Genehmigung ist natürlich rein zufällig.

In Bad Bederkesa sollte die am Rande der Insolvenz wandelnde Gemeinde Windmühlen genehmigen und die Betreiber wollten dann "freiwillig" spenden.

Hat eine "gute Sache" denn Korruption nötig?

 

#109: Michael Clemens sagt:

am Montag, 09.01.2012, 20:24

#98 F. Naumann

Die etwas 2.000 Vh der Energiespeicherung können Sie der Studie der Studie des Umweltbundesamtes aus 2010 mit den „100 % EE“ entnehmen. Die Ausspeicherleistung des Systems wurde mit rund 1.000 Vh angegeben.
Input sind rund 90 TWh Wind- und PV-Strom. Output nach Methanisierung und Rückverstromung rund 30 TWh.

Bei mittleren Erzeugungskosten von etwa 15 ct/kWh lassen sich die Gesamtkosten dieser Energievernichtungsmaschine abschätzen:

Good Case 15 ct/kWh * 90 TWh + 30 ct/kWh* 30 TWh = 22,5 Mrd. EUR/a (70 ct/kWh)
Bad Case 15 ct/kWh * 90 TWh + 55 ct/kWh 30 TWh/a = 30 Mrd. EUR/a (100 ct/kWh)

Das Ganze ist technisch und ökonomisch absurd. Energiespeicher müssen sich über die Differenz von Ein- und Verkaufspreisen refinanzieren. Das sind real 3 bis 4 ctkWh. Die Speicheroptionen von teuren E-Autos, Demand-Side Management, ethanisierung und Co. haben mindesten die 10-fachen Kosten. Ein marktgetriebener Zubau dieser Optionen ist ausgeschlossen. Es ist immer günstiger, überschüssige Energie abzuregeln und anderweitig zu Spitzenzeiten zu erzeugen.

Anbei eine paar Zahlen zu dem „ Audi EE-Gas“ Projekt nach meiner Recherche:

Input 24 GWh/a OffshoreWindenergie a 15 ct/kWh + Steckdose auf See 4 ct/kWh
Output 12,9 GWh/a “EE-Gas” (Methan)
Investkosten Elektrolyse /Methanisierung ca. 20 Mio. EUR

Methankosten je nach Ansatz Betriebskosten, Zinsen zwischen 50 bis 60 ct/kWh CH4 netto !!!

Aktuelle Erdgaspreise liegen bei unter 3 ct/kWh. Finanziert wird die Anlage analog zu dem kuriosen Hybridkraftwerk offenbar mit Mitteln aus dem Energieforschungsprogramm der Bundesregierung.

Es ist beschämend, wie die Menschen in diesem Land von der Regierung, von Lobbyisten und den Medien getäuscht und belogen werden.

Ich habe ein paar Jahre Planwirtschaft und deren Scheitern vor über 20 Jahren erlebt. Die ökologische Planwirtschaft bzw. die angestrebte Ökodiktatur toppen den real untergegangenen Sozialismus um einiges.

 

#110: F. Naumann sagt:

am Montag, 09.01.2012, 21:09

Liebe EIKE-Experten,

is grad so n bissken wie bei "werner-Beinhart" Fußballspiel auf dem Markt.
#92 greift Menschen an, die Auto fahren und in lokalen essen gehen.
#93 regt sich über den begriff "neoliberal" auf, der quer durch alle Medien gebräuchlich ist.
#94 bis 97 verliert vor lauter Schaum vorm Mund schon den Überblick, wer was gesagt hat. (@admin: ich würd den ma einbremsen, der steht ganz kurz davor Parteienreklame zu machen; Darüber ist schon PI gestolpert und sie möchten ja nicht das EIKE vom Verfassungsschutz überwacht wird, oder).

#99 behauptet, behauptet und behauptet.
bei #100 ist schon der Krieg ausgebrochen
#101 sieht schon die Rückkehr der DDR kommen
#103 argumentiert schon wieder (bewwusst?) mit falschen zahlen (maximal 24,43 ct - nicht 30!)
#104 regt sich über das in den Atombegeisterten 50er Jahren übliche Wort für "kernkraft" auf (hat aber sicher kein Problem mit "NIE", "SOnnenpaddeln" und "Vogelschreddern", was noch nie Sprachgebrauch war)
#106 ist schon bei Völkermord angekommen
#107 unterstellt mir Drogengebrauch
#108 glaubt, das Siemens erst seit Produktion von Windrädchen korrupt sei (Eigentor: Siemens ist vor allem Bekannt für Atomkram!) und das man einen CDU-Mann für popelige 30000 EUR kaufen könnte.

Sie werden´s nicht glaube, ich hab selbst schon Gutachten für den TÜV erstellt - und man schreibt wirklich das rein, was der Auftraggeber lesen will.

Das ist alles sehr lustig und vieles brauch ich gar nich beantworten, weil sie sich selbst widersprechen. Der eine mahnt an, sachlich und unpolitisch zu bleiben, ein anderer möchte das ganze nur als politschen Kampf ansehen und alle Zusammen sehen eine boshafte verschwörung einer Links-Ökogrünen-Sozialisten-bourgeoisie, die gleichzeitg arme Leute ausbeuten will und den armen armen Vorstandsvorsitzenden der Großkonzerne an den Kragen.

Und da fragen sie sich warum ich hier als Privatmensch schreibe? sie sollten mir danken, so lebhaft gehts doch im Forum hier selten zu. Zufällig vorbeischneiende Leser, die noch nicht wissen was EIKE eigentlich ist erfahren durch meine kleinen Beiträge, daß hier nicht wahrheiten sondern nur Meinungen verbeitet werden. Und das ist gut so.

liberale Grüße

Frank
(für den Öko, Gutmensch, Sozialismus und Linker keine Schimpfwörter sind, sondern Denkenswerte Konzepte; is halt wie mit Beton, kommt drauf an, was man draus macht)

 

#111: Hubert-Brune sagt:

am Montag, 09.01.2012, 23:17

@ Michael Clemens (#109).

„Es ist beschämend, wie die Menschen in diesem Land von der Regierung, von Lobbyisten und den Medien getäuscht und belogen werden. Ich habe ein paar Jahre Planwirtschaft und deren Scheitern vor über 20 Jahren erlebt. Die ökologische Planwirtschaft bzw. die angestrebte Ökodiktatur toppen den real untergegangenen Sozialismus um einiges.“ (Michael Clemens, 09.01.2012, 20:24).

Genauso ist es. Ich habe früher vier-, fünf- oder sechsmal die DDR besucht - einmal sogar für 14 Tage. Ich hatte Mitleid. Unsere heutigen Parteien haben es geschafft, die DDR zu toppen.

Doch mit wem muß man heute Mitleid haben? Mit Menschen aus der Dritten Welt? Nein, die haben ihre Zukunft ja noch vor sich. Wir haben keine mehr. Wir sind es also, mit denen man Mitleid haben muß. Nur darf man es nicht zugeben, und es gibt auch kaum jemand zu - wegen falscher Eitelkeit oder Dummheit. Wie gesagt: Europa (wie wohl auch Nordamerika) sind kurz vor’m Ende!

Kommentar:

Herr Brune,
Bitte bleiben Sie bei Klima und Energie.
mfG
admin

 

#112: Heinz Eng sagt:

am Dienstag, 10.01.2012, 00:29

Lieber Herr Brune

So ist das leider in diesen Land, man hächelt wegen zukünftiger Generationen den pösen Klimawandel hinterher.......aber lässt heut schon seine Alten in diversen Altersheimen verkommen.
Edelkommunisten mit viel Geld in der Hinterhand labern was von Sozial, obwohl se nur selber an die Macht kommen wollen und die Armen bleiben weiter arm.

Als Ex-Ossi weiß ich von was ich rede, auch bei uns gab es Armut und auch Menschen die privilegierter waren als die anderen und dann noch dieser unsägliche Personenkult...es war manchmal unerträglich.
Und heute?
Ein El Gore steht über die Dinge, selbst wenn sein Energieverbrauch unter aller Sau ist, selbst wenn er im Privatjet anreist um seine schweineteuren Vorträge zu halten, unsere grünbesudelten Bessermenschen jubeln ihm immer noch zu.
Es geht nicht um den Menschen, es geht um die Abschaffung "störender Menschen".....das ist was übrig bleibt, wenn man die verlogene grüne Fassade einreisst.
Unseren Grünen gehen doch die armen Menschen in Afrika, Lateinamerika und Asien komplett am Popo vorbei, Hauptsache ihr eigener Öko-Luxus ist net gefährdet.
Tja, um ihre Macht auch virtuell zu sichern haben sich genügend nützliche Idioten bereiterklärt die Widerworte der "Bremser" im Ansatz zu bekämpfen.....nur wissen wir spätestens nach den spontanen Reaktionen auf Sarrazin und Stuttgart 21, das die gefühlte Mehrheit nur ein Produkt eines guten Marketings ist.
Ich sehe das Elend in meiner Umgebung, ich sehe den Kampf der Rentner um einen würdevollen Lebensabend, ich sehe Menschen die mit 2-3 Jobs versuchen ohne Amt über die Runden zu kommen, ich sehe aber auch jede Menge gutbetuchter Grünlinge, die sich mittels Solaranlage und Pseudo-Ökostromvertrag einbilden den anderen Menschen moralisch überlegen zu sein, und da mein lieber Freund, wird Onkel Heinz rein mitmenschlich gesehen gelegentlich zum Berserker.
Sorry, musst ick hier einfach mal los werden.
MfG
Onkel Heinz......sieht es wieder mal Eng

Kommentar:

..und jetzt wieder zurück zum Thema bitte.
mfG
admin

 

#113: Rainer Manz sagt:

am Dienstag, 10.01.2012, 08:44

Herr Clemens 109:

„Es ist beschämend, wie die Menschen in diesem Land von der Regierung, von Lobbyisten und den Medien getäuscht und belogen werden.“

Ja, das ist es. Es gehören zum Lügen dennoch immer mindestens zwei. Einer der lügt und einer der glaubt. Wir, da schließe ich Sie, mich und die „überwältigende“ Mehrheit der hier Kommentierenden und vermute der auch Lesenden glauben jedoch nicht mehr. Und das lässt mich hoffen.

„…Die ökologische Planwirtschaft bzw. die angestrebte Ökodiktatur toppen den real untergegangenen Sozialismus um einiges.“

Nur das kapieren unsere Klimawandelweltrettungsenergiewendemeister (noch) nicht oder wollen das sogar bis in die letzte Konsequenz als Vollendung unserer Kollektivschuld, dass es das deutsche Volk nicht weiter verdient hat zu leben. Man könnte auch sagen, wir machen es selbst, das mit dem Morgenthau-Plan… und das mit deutscher Gründlichkeit.

Ach ja, schließlich schickt die Sonne keine Rechnung … nur dieses Kostenlose kommt uns verdammt teuer zu stehen.

Es ist Zeit, dass WIR nach dem Kapieren handeln. Jeder auf seine Weise und mit seinen Möglichkeiten.

 

#114: Rainer Manz sagt:

am Dienstag, 10.01.2012, 14:00

Herr Naumann 110:

Genau das dort Geschriebene spiegelt das wieder, warum einige auf Sie so reagieren wie sie es auch bei mir lesen können - Sie begreifen in Ihrer Anmaßung und überheblichen Selbstüberschätzung nichts. Sie schmücken sich mit systemanerkannten Attributen und finden sich so unglaublich toll dabei. Und stellen andere gar noch in eine verfassungsgefährdende Ecke.

Welche Auffassungen tatsächlich verfassungsgefährdend gewesen sind, werden unsere Nachfahren vielleicht einmal festlegen. Und auch, ob die von Ihnen unterstützte Energiewende das Gelbe vom Ei gewesen sein wird. Bis dahin gilt Meinungsfreiheit. Auch wenn Sie diese Meinungen ins Lächerliche ziehen.

Man kann viel von Ihnen lernen – nämlich wie jemand sich selbst im völligen Recht findet und in der Sicherheit der herrschenden Meinungen agiert. Bevor Sie sich zu einer Antwort hinreißen lassen – ich habe viele Jahre ähnlich gedacht wie Sie und mich in der gleichen politisch-gesellschaftlichen Ecke gerne gesehen und wohl gefühlt. Allerdings 20 Jahre früher und bis vor 5 Jahren.

Es muss halt jeder erst seinen Weg finden.

Um den Faden zurück zum Thema „Die Energiewende ist schon gescheitert“ zu bringen:
Aus den dort geschilderten Punkten ergibt sich für mich ein Scheitern der Energiewende. Inwieweit die technisch- physikalischen und finanziellen Gründe dafür seitens der Initiatoren und Gläubigen zur Kenntnis genommen werden, wird sich zeigen.

 

#115: Heinz Eng sagt:

am Dienstag, 10.01.2012, 14:19

"""..und jetzt wieder zurück zum Thema bitte."""
Ok, Cheffe.

@Nauman
"""Und da fragen sie sich warum ich hier als Privatmensch schreibe? sie sollten mir danken, so lebhaft gehts doch im Forum hier selten zu. Zufällig vorbeischneiende Leser, die noch nicht wissen was EIKE eigentlich ist erfahren durch meine kleinen Beiträge, daß hier nicht wahrheiten sondern nur Meinungen verbeitet werden. Und das ist gut so.""""

Was der geneigte Leser an diesen Thread erkennen kann?
Ein Schreiberling der arme Milchmädchen zum Gespött der Leute macht, der in #30 hereingepoltert kommt wie ne Hammelherde, der anschließend versucht seine Märchenrechnungen an den Mann zu kriegen und bei dem man wieder mal feststellen kann, das er keine Ahnung von Energieversorgung hat.

Gerade Ende November und den Dezember haben sich die Netzprobleme aufgrund Starkwindereignisse massiv erhöht, die Norfallmassnahmen aufgrund §13 EnWG die nur als Ausnahmen vom Gesetzgeber geplant waren, werden schon jetzt zum alltäglichen Normalfall, Ihre so doll gepriesenen Solaranlagen sind Nachts absolut sinnlos und Ihr Versuch hier Lustig zu wirken, nur eine lächerliche Farce.

Nun ja, für wem der Sozialismus ein denkenswertes Konzept ist, der glaubt wahrscheinlich auch noch an den Klapperstorch oder dem gehts in diesen Lande einfach noch zu gut.
PS. Gutachten für den TÜV........Ökostrom aus Skandinavien hat ja auch ein TÜV-Siegel, soweit zu diesem Thema.
H.E.

 

#116: Thomas Heinzow sagt:

am Dienstag, 10.01.2012, 16:50

@ F. Naumann #110

"#108 glaubt, das Siemens erst seit Produktion von Windrädchen korrupt sei (Eigentor: Siemens ist vor allem Bekannt für Atomkram!) und das man einen CDU-Mann für popelige 30000 EUR kaufen könnte."
Sie müssen erst mal richtig lesen und korrekt interpretieren lernen. Über den Beginn der Korruption bei Siemens habe ich nichts geschrieben. Auch habe ich nicht behauptet daß ein CDU-Mann mit 30000€ gekauft worden sei. Die Kenntnis der 30000€-Spende von Aloys Wobben bzw. seiner GmbH hat ein gewisser rof. Vahrenholt verkündet und daran Gedankenspiele geknüpft. Was Sie auch nicht wissen: erst Parteispenden ab 50000€ sind veröffentlichungspflichtig.

Allerdings ist es typisch für einen bezahlten Schreiber derartige Dinge anderen zu unterstellen. Sie sehen, daß sich die Indizien verdichten.

"Sie werden´s nicht glaube, ich hab selbst schon Gutachten für den TÜV erstellt - und man schreibt wirklich das rein, was der Auftraggeber lesen will."

Dann sind Sie ja Experte in Sachen Käuflichkeit. Jetzt wird nach Ihrem Outing Ihnen niemand mehr glauben, daß Sie hier nicht Gekauftes posten.

 

#117: Thomas Heinzow sagt:

am Dienstag, 10.01.2012, 16:53

@ F.Naumann #110

"Links-Ökogrünen-Sozialisten-bourgeoisie, die gleichzeitg arme Leute ausbeuten will"

Sie sind hier m.W. der Erste, der solche Ausdrücke der K-Gruppen gebraucht. Das läßt tief blicken.

 

#118: Thomas Heinzow sagt:

am Dienstag, 10.01.2012, 19:25

@ F. Naumann #110

"#99 behauptet, behauptet und behauptet."
Sie können Behauptungen von Tatsachenfeststellungen nicht unterscheiden:
>>Strom gibt es nicht gratis. Ist alles bereits in der Direktsubvention nach dem EEG eingepreist. Aber das EEG haben Sie noch nicht gelesen, wie Ihr Fauxpas von vorgestern zeigt.

 

#119: L.Stiller sagt:

am Dienstag, 10.01.2012, 20:40

@110 F. Naumann

------------------------
#103 argumentiert schon wieder (bewwusst?) mit falschen zahlen (maximal 24,43 ct - nicht 30!)
-----------------------
2011 Waren es 28.74ct, das wird noch die nächsten 19 Jahre gezahlt
2008 Waren es 46,75ct, noch 16 Jahre

Sie möchten alle für dumm verkaufen, nur weil gerade das Jahr 2012 angefangen hat, heißt das nicht, das die alten Zahlen nicht noch Ewigkeiten gültig sind.

 

#120: F. Naumann sagt:

am Dienstag, 10.01.2012, 21:36

#113:
Lustig, ihre ersten zwei Absätze könnte ich auch bei der Gegenseite posten, und alle würden annerkennend zustimmen.

#114:
Hier trotten wir aber wieder auf Pfaden abseits des geltenden Gesetzes, oder?:

"Welche Auffassungen tatsächlich verfassungsgefährdend gewesen sind, werden unsere Nachfahren vielleicht einmal festlegen."

Ich glaube es gibt auch heute schon ne Reihe Auffassungen, die von unserer demokratischen Mehrheit als verfassungsgefährdend angesehen werden. Aber Pardon ich wollte nur helfen und admin hat das offenbar auch so gesehen :-)

Ich hab jetzt den ganzen Krempel aus #109 noch und nochmal recherchiert. Ich komm einfach nicht auf ihre Phantasiezahlen. Faktisch ist Methanisierung derzeit wohl noch eine der teuereren Optionen, ging ja schon aus dem Link zu TenneT/dena hervor. Aber Forschen wird man ja wohl dran dürfen, und nichts anderes ist ja das Solarfuel-Projekt. Wir können ja mal die aktuelle Stromproduktion eines EPR gegen die Kosten setzen. Das wird ne sehr sehr große negative Zahl, wenn wir das in die Zukunft projizieren.
Oder ITER, da gibts hier bestimmt auch Fans. Na, wie sind die Gestehungskosten, Wenn wir das als Muster nehmen.

Wer mit 20 nicht ein bisschen Links ist, hat kein Herz.
Wer mit 40 nicht ein bisschen konservativ ist, hat keinen Verstand.

Ich bin weder 20 noch 40 aber habe trotzdem beides.

und bin froh im besten politischen System zu leben, das Dland je hatte, obwohl ich keine der Parteien im Parlament gewählt habe

#118: Lernen sie erstmal, was Volllaststunden bedeutet. Sowas gibts in ihrem Fach glaub ich nicht, oder? Tip: es heißt nicht, das 2500 Stunden volle Last gefahren wird.

#115: Mein Captcha war "gallig". So wie ihre erbostheit, das ich schon wieder den friedlichen Stammtisch störe, wo jeder über die schlimme Welt und die bösen, bösen anderen meckern darf.
Dabei sollten grade sie sich freuen. Erfrischend fremde Perspektiven, kontroverse Thesen, beste Gelegenheiten, mal so richtig mit Argumenten zu punkten. Aber ach, es will nicht aus der Feder fließen...

Frank
P.S: Wo hier sogar über das Wort "Wende" gemeckert wird: Wie stehen sie denn zu Kohls geistig-moralischer in 1983. oder der Wende in der DDR, so haben die Bürger das dort nämlich immer genannt.

 

#121: Thomas Heinzow sagt:

am Mittwoch, 11.01.2012, 00:12

@ f. Naumann #110

"Sie werden´s nicht glaube, ich hab selbst schon Gutachten für den TÜV erstellt - und man schreibt wirklich das rein, was der Auftraggeber lesen will.

Das ist alles sehr lustig und vieles brauch ich gar nich beantworten, weil sie sich selbst widersprechen."

Sind Sie damit einverstanden, daß ich Sie zukünftig als käuflich hinsichtlich strittiger Fragen einsortiere?

Warum steht im Spampaßwort nur "gelacht"?

 

#122: F. Naumann sagt:

am Mittwoch, 11.01.2012, 08:39

#121:
Es hat schon seinen Grund, warum ich nach diesem Gutachten (es war nummer 10 oder 12) nie wieder für den TÜV gearbeitet habe.

gruß

Frank

 

#123: F. Naumann sagt:

am Mittwoch, 11.01.2012, 08:45

#119
Na dann Rechnen se doch ma aus, wieviel PV zum jeweiligen Vergütungssatz noch wie lange läuft...

neenee 30 ct ist definitiv falsch. 27 ct hört man in der Tagespresse. Davon darf ich legitimerweise ja wenigstens 4 ct abziehen, die derzeit minimalen Gestehungskosten, die am Markt angeboten werden. Also: 23 ct wäre Ne Zahl. Eigentlich müsste man aber fairerweise dem Preis abziehen, der am Markt mit PV konkurriert: Spitzenlast, Mittags. Oft für deutlich mehr als 30 ct....

noch n Gruß

Frank

 

#124: W.Rassbach sagt:

am Mittwoch, 11.01.2012, 09:55

@F.Naumann,

Ihre "liberalen Grüße" werden Ihnen nichts nützen.
////////////////////////////////////////
"Genscher und Konsorten strebten nach „Verfügungsmacht über die Fortentwicklung der Menschheit“ "
/////////////////////////////////////////
http://tinyurl.com/7lb49sk

Nun neue Töne:

Rösler pro Wachstum:
///////////////////////////////////////////
"Sie haben keine getrübte Wahrnehmung, wenn Sie das auch so sehen. Die öffentliche Meinung und die veröffentlichte Meinung fallen auseinander.".....

"Sie alle kennen das Buch des Club of Rome "Die Grenzen des Wachstums" von 1972. In der ersten Ausgabe wurde prophezeit, dass die weltweiten
Erdölvorkommen im Jahre 2002 erschöpft seien. Inzwischen sind die Autoren im Jahr 2037 angekommen. Das erinnert mich an die Zeugen Jehovas: Morgen geht die Welt unter. Und wenn nicht morgen, dann übermorgen. Und wer glaubt, dass die Welt morgen unter geht, der wird sie niemals gestalten können."

http://tinyurl.com/7opzlzj

Lieber M. Limburg,

ich denke, ohne vom Thema Klima/Energie abzuweichen, werden wir weder Klimalüge noch EE Schwindel entlarven.

Dazu muß die Geschichte offengelegt werden.
Dieses Video wurde 2008 im europäischen Parlament uraufgeführt. Die Leute , die scheinbar unsere Bildungs-und Erziehungsziele für das scheinbar nach 1991 freie Deutschland immernoch festlegen haben aber beschlossen, die Geschichte nicht neu zu schreiben und verschweigen dieses Video.
Ein Grund, warum wir im Ausland so belächelt werden.

Bitte veröffentlichen Sie es oben groß als Dauerlink, unübersehbar:

http://tinyurl.com/cdanzpr

Kommentar:

Trotz des Wunsches einiger gelegentlich vom Thema abzuweichen und wesentlich weiter auszuholen, indem sie sachfremde Bezüge herstellen, muss ich im Interesse der Sachlichkeit und unserer anderen Leser dennoch nochmals auf § 3 unserer Regeln verweisen:
"3. Bleiben Sie beim Thema des zu kommentierenden Beitrags"
Für weitere Themen stehen genügend andere Blogs im Internet zur Verfügung, wo Sie zur Sache schreiben können, oder Sie erstellen Ihre eigenen Blogs.
mfG
M.L.

 

#125: Rainer Manz sagt:

am Mittwoch, 11.01.2012, 12:34

Hallo Herr Limburg,

Sie haben völlig Recht mit Ihrer wiederholten Mahnung. Auch wenn es aufgrund mancher hier Kommentierender schwer vermeiden lässt, nicht vom Thema abzuschweifen und auch sachübergreifende Punkte anzusprechen. Im Übrigen gaben erst die aus meiner Sicht fragwürdigen Ansichten einzugrenzbarer Personen überhaupt Anlass aus dem passiven Lesen aktiver einzutreten. Dennoch fühle ich mich selbst aufgefordert in Ihrem Sinne zu handeln, auch wenn Sie mich bei 124 nicht direkt angesprochen haben.

Ich bitte um Ihr Verständnis, dass ich letztmalig Herrn Naumann zu 120 was schreiben muss, da das dort Gesagte so nicht im Raum stehen bleiben kann:

Herr Naumann
Sie unterstellen mir fortwährend verfassungsfeindliche Absichten. Sie schmeißen die politische Entwicklung der letzten Jahrzehnte, die entstandene Gesetzgebung und den politisch-medialen Zeitgeist mit der Verfassung nämlich dem Grundgesetz und den Grundrechten in einen Topf. Meine Systemkritik bezieht sich ausschließlich darauf, dass m. E. n. der Zeitgeist und die politische Richtung der letzten Jahrzehnte auf eine Aushöhlung unserer Verfassung und somit unserer Grundrechte hinausläuft.

Also lassen Sie Ihre Unterstellung Verfassungsfeind mir gegenüber.

 

#126: Hubert Brune sagt:

am Mittwoch, 11.01.2012, 13:37

Warum haben Sie meine Kommentare gelöscht, großer Blogwart?

Ich schlage vor, den Mitläufer F. Naumann zu ignorieren oder notfalls sogar dem Blog den Rücken zu kehren.

Hier wird nicht kommentiert, sondern zensiert!

Kommentar:

Bitte halten Sie sich an unsere Regeln, dann wird auch nicht zensiert.
mfG
Admin

 

#127: Thomas Heinzow sagt:

am Mittwoch, 11.01.2012, 18:23

@ F. Naumann

"Ich hab jetzt den ganzen Krempel aus #109 noch und nochmal recherchiert. Ich komm einfach nicht auf ihre Phantasiezahlen. Faktisch ist Methanisierung derzeit wohl noch eine der teuereren Optionen, ging ja schon aus dem Link zu TenneT/dena hervor. Aber Forschen wird man ja wohl dran dürfen, und nichts anderes ist ja das Solarfuel-Projekt. Wir können ja mal die aktuelle Stromproduktion eines EPR gegen die Kosten setzen. Das wird ne sehr sehr große negative Zahl, wenn wir das in die Zukunft projizieren."

Lernen Sie erst einmal richtig recherchieren. Außerdem kann man Ihre Postings ja nicht mehr ernst nehmen, denn Sie haben ja zugegeben käuflich zu sein.
Ihre unsubstantiierten Behauptungen halten halten übrigen keiner Überprüfung stand. Die Wirkungsgrade der theoretisch nutzbaren Speichertechnologien sind nur noch marginal steigerbar. Nur das naturwissenschaftlich dumme Volk glaubt an die Wunderwaffe Speichertechnologie zur Lösung des Problems der stochastischen Stromerzeugung mit Windmühle und Co.
Und immer dann, wenn das Volk verdummt ist, tauchen Priester auf, die von Sünden erzählen und den Gläubigen das Heil gegen Geld und gute Taten versprechen.

 

#128: Michael Clemens sagt:

am Mittwoch, 11.01.2012, 18:38

# 120 Naumann

„Aber Forschen wird man ja wohl dran dürfen, und nichts anderes ist ja das Solarfuel-Projekt. Wir können ja mal die aktuelle Stromproduktion eines EPR gegen die Kosten setzen. Das wird ne sehr sehr große negative Zahl, wenn wir das in die Zukunft projizieren.“

Das ist relativ leicht lösbar. Die Kosten des EPR findet man erstaunlich ideologiefrei in Wikipedia. Das sind rund 5 ct/kWh im Abschreibungszeitraum von 20 Jahren, danach 40 Jahre rund 1,5 ct/kWh. Dies ergibt im Mittel ca. 2,7 ct/kWh.

Nun kann man anstelle des EPR ein GUD mit „Windgas“ befeuern. In den Entwürfen der Lobby zum “Erneuerbare Energien Einspeise- und Speichergesetz (EEGasG)“ findet man eine Vergütungshöhe von schlanken 26 ct/kWh für „Windgas“ (aktueller Börsenpreis Erdgas 2,6 ct/kWh). (Nach meiner Einschätzung anhand der Investitionskosten wird dies noch nicht reichen und liegen die Kosten bei mind. 40 ct/kWh).

http://tinyurl.com/7c3zhlm

Bei einem Gaspreis von 26 ct/kWh errechnen sich die Stromerzeugungskosten des Öko-GUD mit etwa 50 ct/kWh. Die Differenz können Sie ggf. auch selber ausrechnen.

Zweifelsohne kann man aus teurer elektrischer Energie (Exergie) mit noch aufwändiger Umwandlung Energievernichtungsmaschinen zur Gaserzeugung und Rückverstromung errichten. Anzunehmen ist aber, dass z.B. die Ökostromerzeugung mit Hamstern im Laufrad effizienter ist.

Die Herren vom BMU und den Ökoinstituten leiden unter kompletten Realitätsverlust. Alle ökonomischen Gesetze wurden außer Kraft gesetzt und durch eine gigantische Umverteilungs- und Subventionsmaschine ersetzt.

#123 Naumann

Die Daten zur kumulierten PV-Vergütung finden Sie auf der Seit der ÜNB (www.eeg-kwk.net)
2010 43,6 ct/kWh , 5,1 Mrd. EUR/a (Abrechnung)
2011 41,3 ct/kWh 8 Mrd. EUR/a (Prognose)
2012 37,1 ct/kWh >10 Mrd. EUR/a

Die Erlöse des PV-Stroms an der Börse liegen bei etwa 4 ct/kWh mit abnehmender Tendenz. Möglicherweise wird der PV-Strom auch bald negative Erlöse abwerfen.
http://tinyurl.com/6wvlof3

Nach dem sicheren Untergang der deutschen Solarindustrie und der abzusehenden weiteren Kostenexplosionen dürfte die Akzeptanz dieser nutzlosen Technologie recht schell sinken und das Schneeballsystem platzen.

 

#129: Thomas Heinzow sagt:

am Mittwoch, 11.01.2012, 19:14

@ F. Naumann #123

"Eigentlich müsste man aber fairerweise dem Preis abziehen, der am Markt mit PV konkurriert: Spitzenlast, Mittags."

Der Marktwert für stochastische Stromlieferungen beträgt bestenfalls 1 bis 2 Cent/kWh. Und da Sie ja solchen Wert auf Quellen legen: Schauen Sie mal bei den Münchener Hochschulen vorbei. Finden müssen Sie die Quelle allerdings selber.

 

#130: S.Hader sagt:

am Mittwoch, 11.01.2012, 19:53

#129: "Der Marktwert für stochastische Stromlieferungen beträgt bestenfalls 1 bis 2 Cent/kWh. Und da Sie ja solchen Wert auf Quellen legen: Schauen Sie mal bei den Münchener Hochschulen vorbei. Finden müssen Sie die Quelle allerdings selber."

Hallo F. Naumann, wenn ich mich kurz einklinken darf, Herr Heinzow möchte auf eine Arbeit von Prof. Wagner von der TU München hinweisen. Nachzulesen hier: http://tinyurl.com/5wzxn4t Diskutiert wurde es hier u.a. in http://tinyurl.com/7aw9334 (ab Beitrag #80).

Dabei lässt er unter den Tisch fallen, dass der angebliche Marktwert in der Arbeit eindeutig als Substitutionswert definiert ist, was man an Kosten für konv. Kraftwerke einspart, wenn man zusätzlich einen bestimmten Kraftwerkstyp betreibt.

 

#131: L.Stiller sagt:

am Mittwoch, 11.01.2012, 21:07

#128: Michael Clemens sagt:

----------------
Möglicherweise wird der PV-Strom auch bald negative Erlöse abwerfen.
----------------
An den Börsen gibt es ja schon längst negative Preise bei Überkapazitäten von PV und Windenergie.

Dies führt zu gesamt durchschnittlich sinkenden Preisen an der Börse.

Dies nehmen insbesondere die Grünen gerne als Argument, das die EE nicht der Grund für steigende Strompreise sind, da ja die Durchschnittspreise an den Strombörsen sinken und deshalb die Stromkonzerne die Bösen Preistreiber sein müssten.
Dabei unterschlagen diese aber, dass während der EE Strom verschenkt wird (z.B. ins Ausland) er hier ja trotzdem mit der Einspeisevergütung bezahlt werden muss. Und das wird dann natürlich auf die Endkunden umgelegt.

Aber verschenken kommt die Deutschen immer noch billiger als das speichern in Herrn Naumanns 8ct/kWh Stromspeichern.

Die Propaganda von sinkenden Strompreisen an den Börsen und dass deshalb die Stromkonzerne und nicht das EEG für Preiserhöhungen verantwortlich sind, werden wir in Zukunft immer öfter hören, denn mit weiterem Ausbau von EE werden wir noch mehr Strom verschenken müssen.

 

#132: Hofmann,M sagt:

am Donnerstag, 12.01.2012, 09:49

@F.Naumann #123
Egal, ob die Einspeisevergütung jetzt 30,27 oder 25 ct/kwh betragen, sprechen wir ja bei der Einspeisevergütung von Entstehungskosten. Anders gesagt. Die Entstehungskosten die bei einem Kernkraftwerkt bei 3-4 ct liegen, die sind bei Sonnenstrom bei diesen mind. 25 ct zu sehen. Diese mind. 25ct Entstehungskosten sind die Basis für den Strompreis durch Photovoiltaikanlagen. Auf diese 25ct muss dann der Stromendkunde dann nochmal die 40% Staatsanteil und andere Infrastrukturgebühren mit draufschlagen. Dann sind wir schon bei einem Endpreis von 35ct/kwh. Weiterhin müssen dann auch noch die Entstehungskosten und Instandhaltungskosten der an mehr benötigten Stromleitungen und die der Stromspreicher mit draufgeschlagen werden. Somit werden wir uns einen Endpreis von 50ct/kwh ohne weiters nähern, wenn wir weiter eine Stromversorgung alleine mit den sog. erneuerbaren Energien aufbauen wollen. Und das ist absolutes Gift im freien Weltmarkt für eine Industrie- und Wohlstandsnation, wie Sie Deutschland, noch ist!
Geschweige denn von den Stromschwankungen und Stromausfällen, die dadurch auch extrem zunehmen werden.

 

#133: Thomas Heinzow sagt:

am Sonntag, 15.01.2012, 22:21

@ #123: F. Naumann sagt:

am Mittwoch, 11.01.2012, 08:45

#119
Na dann Rechnen se doch ma aus, wieviel PV zum jeweiligen Vergütungssatz noch wie lange läuft...

neenee 30 ct ist definitiv falsch. 27 ct hört man in der Tagespresse. Davon darf ich legitimerweise ja wenigstens 4 ct abziehen, die derzeit minimalen Gestehungskosten, die am Markt angeboten werden. Also: 23 ct wäre Ne Zahl. Eigentlich müsste man aber fairerweise dem Preis abziehen, der am Markt mit PV konkurriert: Spitzenlast, Mittags. Oft für deutlich mehr als 30 ct...."

Es gab da mal ein Lied, welches etwas umgeschrieben wurde: "wärst Du Dussel doch im Dorf geblieben ... "

laut TENNet wurden im Jahr 2010 an die Solarpanelbetreiber pro kWh eingespeisten Strom 0,435185302 Cent bezahlt. Die Windmühlenbetreiber erhielten ca 8,8 Cent. cht billiger Strom, der alles andere preislich schlägt. Sowas behaupten allerdings nur die Anbeter der heiligen Ökokathedralen des einzig wahren und selig machenden Ökoglaubens.

War wohl nix mit ihren 23 Cent/kWh.

===> Sie können nicht sachgerecht recherchieren oder sind ein Falschgutachter, wie Sie ja eingestanden haben.

 

#134: Frank Torsten sagt:

am Dienstag, 17.01.2012, 20:49

Da mehrmals die Frage nach der benötigten Speichermenge auftauchte, die man per "Akku" bräuchte, um seine vorhandene Anlage (privat) optimal zu nutzen: Sie liegt bei 31% des jährlichen Verbrauchs.

Hier man eine monatliche Übersicht - mit der durchschnittlichen Stromerzeugung durch eine 2kWp-Anlage, inklusive dem Verbrauch für einen 1Personen-Haushalt, und dem sich durch die Unterschiede im Winter/Sommer ergebenden Überschuss/Mehrbedarf

Monat-Erzeugung-Verbrauch-Akkustand
01 - 52 - 173 -162
02 - 56 - 181 - 37
03 -131 - 164 - 4
04 -264 - 156 -108
05 -278 - 148 -238
06 -240 - 145 -333
07 -260 - 144 -449
08 -257 - 144 -562
09 -166 - 147 -581
10 -106 - 154 -533
11 - 52 - 167 -418
12 - 38 - 173 -283

Zwischen April und September wird der Akku also sozusagen bis auf seinen (benötigten) Höchststand von 581 kWh augeladen - und zwischen Oktober bis März fällt er dann fast auf 0.

Was auch noch auffällt:
Bei Blick in die Zukunft der Kosten ür Solarzellen ist UNBESTRITTEN die enorme Kostensenkung der letzten 2 Jahre. Während es 2010 noch eher magere 10% waren, waren es 2011 satte 40% - was dann auch logiosch ist, dass Dezember 2011 mit 3.000 Megawatt enorm viele Solaranlagen angemeldet wurden.

Zu Recht wird also immer wieder von der Solarindustrie auf diesen Umstand hinghewiesen.

Allerdings fragt sich dann: Warum sind die Anlagen selber im gleichen Zeitraum um gerade mal 25% billiger geworden?

Die stärkste Senkung bei den Solarzellenkosten nützt ja nichts, wenn die "zusätzlichen" Kosten nicht - oder nur gering sinken - diese aber bereits einen Anteil von jetzt 60% an der Anlage haben.

Damit ist dann eigentlich auch der voraussichtliche "Endpreis" der Solaranlagen besiegelt - und der gibt eben KEINEN Anlass zur Freude - egal wie tief der Preis der eigentlichen Solarzellen noch sinkt.

Wenn vor 2 Jahren einen Anlage noch kostet:
Zellen: 1.500 Euro
Rest: 1.000 Euro
Gesamtanlage: 2.500

Dann ist das heute:
Zellen: 800 Euro
Rest: 1000 Euro
Gesamtanlage: 1.800 Euro

Und da wird dann eben deutlich, dass eine Anlage (nach der jetzigen gebauten Methode) zwar in den letzten 6 oder 7 Jahren von meinetwegen 7.000 Euro auf nur noch 1.800 Euro gerutscht ist - aber irgendwo bei 1.000 Euro Preis eben auch ein Ende finden wird - selbst wenn es die Solarzellen in 3 Jahren zum Nulltarif geschenkt geben würde.

Und damit KANN der Strompreis von Solarzellen eben nicht unter eine bestimmte Grenze fallen - die in dem Beispiel dann bei rund 10 bis 12 cent liegt.

Das werden wir übrigens schneller merken als gedacht - nämlich in Rund 2 Jahren, wenn die Einspeisevergütungen für Solarzellen unter genau diesen Betrag fallen werden - 2014 für Großinstallationen, 2015 für private Kleinanlagen.

 

#135: S.Hader sagt:

am Dienstag, 17.01.2012, 21:31

#134: "Die stärkste Senkung bei den Solarzellenkosten nützt ja nichts, wenn die "zusätzlichen" Kosten nicht - oder nur gering sinken - diese aber bereits einen Anteil von jetzt 60% an der Anlage haben.

Damit ist dann eigentlich auch der voraussichtliche "Endpreis" der Solaranlagen besiegelt - und der gibt eben KEINEN Anlass zur Freude - egal wie tief der Preis der eigentlichen Solarzellen noch sinkt.

Wenn vor 2 Jahren einen Anlage noch kostet:
Zellen: 1.500 Euro
Rest: 1.000 Euro
Gesamtanlage: 2.500

Dann ist das heute:
Zellen: 800 Euro
Rest: 1000 Euro
Gesamtanlage: 1.800 Euro"

Hallo Frank Torsten, bzgl. den Kaufpreisen von PV-Anlagen habe ich keine Erfahrung. Aber verwunderlich wäre schon, dass die Kosten für die Solarmodule extrem stark sinken, aber Rest aber konstant bleibt. Warum sollte das so sein? Woraus besteht eigentlich der "Rest"? Hat sich damit jemand schon mal beschäftigt? Ich weiss, eine in vielen EIKE-Ohren provokant klingende Frage. ;-) Aber mich würde das echt mal interessieren, was da den Großteil der Kosten ausmacht.

 

#136: Frank Torsten sagt:

am Mittwoch, 18.01.2012, 19:09

Wäre natürlich interessant, dazu mal von "kompetenter Seite" (also eine ausführliche Rechnung aus verschiedenen Jahren) zu haben, um das vergleichen zu können.
Auszugsweise ohne Anspruch auf Vollständigkeit:
Kostenfaktor Preise / Kosten
Planung der Anlage: 20 € pro m²
Montage: 200 € - 300 € pro kWp
Wechselrichter inkl. Fernüberw.: 250 € - 350 € pro kWp
Aufständerung je nach Montageart: 300 € - 400 € pro kWp
Verkabelung Gleichstromseite: 55 € pro kWp
Verkabelung Wechselstromseite: 40 € pro kWp
Sonstiges (Kabelkanäle, Durchdringungen, Blitzschutz, etc.): 100 € pro kWp

Einige dieser Faktoren könnten sogar noch anwachsen - wenn ich da an steigende Arbeitslöhne denke, oder höhere Materialkosten

Allerdings sind auch sinkende Anteile möglich - wenn z.B. die Effektivität der Solarzellen steigt, dann werden ja die benötigten Module weniger oder kleiner - dann sinkt natürlich auch der nötige Montageaufwand.

Ist eben ein Unterschied, ob man für die gleiche Leistung 5 Module mit 200 Watt verbauen muß, oder 4 Module mit 250 Watt.

 

#137: Thomas Heinzow sagt:

am Donnerstag, 19.01.2012, 01:05

#136: Frank Torsten sagt:

am Mittwoch, 18.01.2012, 19:09
Wäre natürlich interessant, dazu mal von "kompetenter Seite" (also eine ausführliche Rechnung aus verschiedenen Jahren) zu haben, um das vergleichen zu können.

Können Sie sich vorstellen, daß Ihre Kalkulation für Lobbyistenkreise völlig irrelevant ist, denn die kennen bereits die von Ihnen mühsam ermittelten Zahlen.

Warum wird denn nicht seitens der Energieversorger in die ach so lukrative Offshore-Windmühlentechnologie investiert?

 
 
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