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Climategate 2.0: Müllwissenschaft von Michael Mann!
Dieser Michael Mann: Ist er nicht nett? Endlich bin ich auch bei ihm angekommen! Warum? Weil Michael Mann, der Erfinder des Hockeyschlägers, mich in einem Brief an das Wall Street Journal hier) als „Leugner“ und „Widersprecher (contrarian)“ sowie als „dumm“ bezeichnet hat. Dies sind Charakterisierungen der Ehre, die ich mit Stolz trage.
Der Brief ist aus einer ganzen Reihe von Gründen interessant, nicht zuletzt auch für seine groteske Scheinheiligkeit. „Während der letzten Jahre“, schreibt er, „sind die Angriffe auf die Klimawissenschaft persönlich geworden“ – als ob nicht irgendwie die echten Opfer von all dem der unschuldige Steuerzahler ist, der gezwungen wird, für die große grüne Verschwendung zu zahlen, aber ordentliche Klimawissenschaftler wie Mann und sein Hockeyschlägerteam nur versuchen weiterzukommen und ihre Arbeit zu machen.
[Mann fährt fort:]„Jede Schneeflocke ist anders, aber Angriffe auf die Klimawissenschaft scheinen immer gleich zu sein. Ich sollte es wissen. Ich bin seit Jahren ein bevorzugtes Ziel der Angriffe von Contrarians des Klimas“.
Hat Mann eigentlich irgendeine der e-mails von Klimagate und Klimagate 2.0 gelesen, frage ich mich? Viele davon tragen seinen Namen, also muss er es früher oder später getan haben. Aber vielleicht hat er über all das Herumfummeln an den Daten und das Verstecken des Rückgangs den Überblick verloren. Also wollen wir seinem Gedächtnis mit einigen Beispielen auf die Sprünge helfen.
Hier kommt einer aus Neuseeland (H/T WUWT):
Ein Kiwi-Wissenschaftler namens Chris de Freitas hat in einem Journal mit der Bezeichnung Climate Research eine Meta-Analyse von den Harvard-Astronomen Soon & Baliunas veröffentlicht, und zwar über alle Studien, die über die Mittelalterliche Warmzeit (MWP) durchgeführt worden waren. Das Ergebnis von Soon & Baliunas? Die große Mehrheit der veröffentlichten, wissenschaftlich begutachteten Studien zur MWP kommen zu dem Ergebnis, dass die MWP sowohl geographisch weltweit aufgetreten war (und nicht, wie die Warmisten und ihre Apologeten in Wikipedia vorzugeben versuchen, eine kleine lokale, auf Nordeuropa beschränkte Anomalie war) als auch, dass es signifikant wärmer als heute war.
Das irritiert Michael Mann und sein Hockeyteam über die Maßen, weil es ihrer Ansicht widerspricht, dass die Erwärmung zum Ende des 20. Jahrhunderts sowohl noch nie dagewesen als auch katastrophal sei. Also wie reagieren sie darauf? Tun sie es mit neuen, verbesserten Studien mit sorgfältig detailliert herausgearbeiteten Irrtümern von Soon & Baliunas?
Natürlich tun sie das nicht!
Stattdessen ist alles, was sie tun, den Überbringer der Botschaft abzuschießen. Sie wurden konspirativ tätig, um Climate Research zum Aufgeben zu bringen; um Chris de Freitas zu disqualifizieren; danach schreiben sie an den Dekan seiner Universität in Auckland, um zu eruieren, ob sie nicht de Freitas auch seine Lebensgrundlage entziehen können. Nett!
Dr. Pat Michaels hat ein weiteres gutes Beispiel dieses erfreulichen Verhaltens durch Mitglieder seines „Teams“.
Im Magazin Forbes schreibt er einen offenen Brief (hier) an den Direktor des National Center for Atmospheric Research in Boulder, Colorado, in dem er beschreibt, wie einer seiner „angesehensten Mitarbeiter“, Dr. Tom Wigley versucht hat, Michaels sein PhD abzuerkennen.
Dr. Wigleys Beweis für diese potentiell verleumderische Behauptung, die an viele seiner ihm folgenden Klima-„Mitarbeiter“ verteilt worden ist? Kein einziger!
Aber Moment, wie Mann uns viele Male mit den Jahren gelehrt hat, wer braucht Beweise oder Fakten, wenn man stattdessen mit dem guten alten Rufmord viel weiter kommt.
Dies ist sattsam jedem bekannt, der die Geschichte von Climategate verfolgt hat. Vielleicht noch interessanter an Manns Brief an das WSJ ist seine Erwähnung des Blei-im-Benzin-Beispiels von vor einigen Jahren, mit dem er versucht hat, die Glaubwürdigkeit seiner eigenen Müllwissenschaft zu untermauern. Wie wir noch sehen werden, könnte er dies noch sehr bedauern.
Folgendes hat er in seinem Brief geschrieben:
Klimawissenschaftler können sich auch seelenverwandt mit Dr. Herbert Needleman fühlen, der in den siebziger Jahren einen Zusammenhang gefunden hat zwischen Bleiverseuchung und Gehirnschädigungen bei Kindern. Die Bleiindustrie warf ihm Fehlverhalten vor. Später hat ihn das National Institute of Health entlastet.“
Hmm. Die Needleman-Affäre wurde sehr gründlich im „Scared to Death (Continuum)“ von Christopher Booker und Richard North behandelt. Es spiegelt überhaupt nicht die Müllwissenschafts-Angstindustrie.
Dr. Herbert Needleman war ein Kinderpsychologe in den USA, wo er 1979 mit einem Forschungspapier Schlagzeilen machte, in dem er zeigte, dass Bleivergiftungen dramatische Auswirkungen auf den IQ von Kindern haben. Dieser „Beweis“ wurde ein zentraler Pfeiler für Regulationen seitens der Environmental Protection Agency, wonach ab 1986 alles Blei aus Petroleum entfernt werden müsse. Es gab nur ein Problem: Needlemans Studie war in etwa so zuverlässig wie Michael Manns Hockeyschläger.
Die Rolle, die McIntyre/McKitrick bei der Hockeyschläger-Affäre gespielt haben, wurde bei der Needleman-Affäre durch eine andere akademische Kinderpsychologin übernommen, Dr. Claire Ernhart, die auf dem gleichen Gebiet arbeitete wie Needleman. Sie stellte fest, dass die Arbeit von Needleman auf ernsten methodischen Mängeln basierte. Im Besonderen, behauptete sie, habe er nicht ausreichend die „beitragenden Variablen“ berücksichtigt, die den Unterschied bei den IQ auch hätten erklären können, wie z. B. schlechtes Schulwesen oder elterliche Ablehnung.
Als ein Expertenteam von der EPA jedoch versuchte, diesen Vorgang unter die Lupe zu nehmen, erwies sich Needleman als genauso unwillig, die Basis seiner Forschungen bekannt zu machen wie Michael Mann mit seinen Rohdaten, aus denen er seinen Hockeyschläger zusammengezimmert hatte.
Booker/North:
„Als das Expertenteam 1983 Needlemans Labor besuchte, um nach seinen Daten zu sehen, übergab er sechs Bücher mit Computerausdrucken, fügte aber hinzu, dass nur zwei Mitglieder des Teams diese untersuchen könnten, und auch nur für zwei Stunden.
Schon während dieser flüchtigen Durchsicht fand das Team genügend Beweise, um ausgeprägte Zweifel an Needlemans Forschungen aufkommen zu lassen. Obwohl er zunächst 3329 Kinder untersucht hatte, sortierte er anschließend so viele von ihnen aus, oftmals aus fadenscheinigen Gründen, dass schließlich für seine Schlussfolgerungen nur noch 270 Kinder übrig geblieben waren, danach nur noch 158. ‚Der Ausschluss einer großen Zahl geeigneter Teilnehmer’, schloss das Team, ‚könnte zu einer systematischen Verzerrung geführt haben’. Mit anderen Worten, es sah für das Team so aus, als ob er seine Beweise so ausgesucht hätte, dass das von ihm gewünschte Ergebnis herauskam.“
So weit Booker/North.
Ausschließlich Grannenkiefern, erinnert sich jemand?
Das Expertenteam kam zu dem Ergebnis, dass Needlemans Studien „die Hypothese, dass niedrige oder mittlere Niveaus von Blei zu kognitiven oder anderen Verhaltensauffälligkeiten bei Kindern führen, weder gestützt noch widerlegt werden konnten“. Mit anderen Worten, seine Forschungen waren wertlos.
Aber Moment, raten Sie mal, was dann geschah! Druck wurde ausgeübt. Das Expertenteam hat seine Entscheidung komplett umgekehrt – aus Gründen, die niemals zufriedenstellend erklärt worden sind. Und der Leiter der EPA, William Ruckelshaus (der gleiche Mann, der für das DDT-Verbot zuständig war, wodurch Millionen in der Dritten Welt dazu verdammt waren, an Malaria zu sterben), war in der Lage, Needlemans Studie als Basis für etwas zu nutzen, was die EPA und Umweltaktivisten sowieso schon lange gewünscht hatten: Blei im Benzin zu verbieten.
Es war keine Überraschung, dass die EU dem eifrig folgte. Wie selbst die EU-Kommission einräumte, würden die neuen Regeln den Verbraucher pro Jahr zusätzlich 4,8 Milliarden Pfund (ca. 5,7 Milliarden Euro) kosten. Die mittleren Kosten für ein Auto würden um 600 Pfund (ca. 718 Euro) betragen, und die Ölgesellschaften wären gezwungen, Neue Investitionen mit einem Volumen von 70 Milliarden Pfund (ca. 83,7 Milliarden Euro) zu tätigen. Oh, die Studien der EU schätzten außerdem, dass der Wechsel zu unverbleitem Benzin (welches weniger effizient ist als verbleites Benzin) zu einer Steigerung der Emissionen von Treibhausgasen in einer Größenordnung von 15 bis 17 Millionen Tonnen führen wird.
Aber Augenblick, wie Michael Mann und sein Team uns sicher bestätigen können: wenn man versucht, die Welt vor einer nicht existierenden Bedrohung zu schützen, ist kein Preis zu hoch.
James Dellingpole
Übersetzt von Chris Frey für EIKE
3 Kommentare:
#1: Ernst Sattler sagt:
am Mittwoch, 14.12.2011, 18:29
Ich halte das Blei-beispiel für unzutreffend.
#2: Karl Rannseyer sagt:
am Samstag, 17.12.2011, 12:47
Ernst Sattler am Mittwoch, 14.12.2011, 18:29
"Ich halte das Blei-beispiel für unzutreffend."
Das macht nichts. ?
#3: Dr.Paul sagt:
am Samstag, 17.12.2011, 19:16
Zum Blei:
Auch wenn CO2 GANZ SICHER KEIN SCHADSTOFF IST,
heist das nicht,
dass es nicht zahlreiche anderen Schadstoffe gibt,
insbesondere solche, die durch menschliche Technik (künstlich) entstanden sind.
Schwermetalle gehören dazu, deshalb sind sie als Vergleich zum CO2 wirklich ungeeignet.
Beispielsweise hat auch "erzwungene" Entschwefelung für Autotreibstoff letztlich auch ökonomisch Sinn gemacht,
da dieser abgetrennte Schwefel zusätzlich gewinnbringend verkauft werden konnte.
"Beispiele" für eine Aussage über Nützlichkeit oder Schädlichkeit von CO2 sind also mit Vorsicht zu genießen :-)
Neben der wissenschaftlich (biologisch) völlig unbestrittenen Nützlichkeit von CO2 (essentieller Wachstumsfaktor) wird für seine angebliche Schädlichkeit mit Milliarden "Strafzahlungen" bisher lediglich ein theoretischer positiver Klimafaktor (Erwärmung) angeführt,
der wissenschaftlich imho mehrfach widerlegt ist.
mfG
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