Rot-rot-grünes Wunderland – Die Hauptstadt und ihre Ziele

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Rot-rot-grünes Wunderland

Auffällig ist und bei dieser Farbkombination nicht anders zu erwarten, dass jede Menge Geld verteilt werden soll. Das Füllhorn wird in alle Richtungen ausgeschüttet, Geld hat in diesen Kreisen eher virtuellen Charakter. In der Tradition linksgrüner Weltsicht geht es um eine andere Verteilung des Kuchens, nicht um dessen Vergrößerung.

Als zusätzliche Einnahmepositionen finden sich die Erhöhung der Zweitwohnungssteuer, ein „Naturcent“ auf die Grundsteuer und ein Pfandsystem auf To-Go-Becher (das reduziert die Müllmenge).

Rechnung ohne Wirt

Geld wird es auch kosten, bei Migranten die „aufenthaltsrechtlichen Möglichkeiten auszuschöpfen“, was nicht s anderes bedeutet, als dass kaum oder gar nicht mehr abgeschoben werden soll. Dies entspricht der Überschrift über dem Werk „solidarisch und weltoffen“. Wozu dann noch die Einführung eines europaweiten Sicherheitssystems für visafrei Einreiseberechtigte, wenn auch die Unberechtigten ohne Visum einreisen und in manchen Städten bleiben dürfen?

Wenig Erwähnenswertes liest man zur inneren Sicherheit. Die Autonomen in der Rigaer Straße haben sicherlich ein paar Tetrapacks Rotwein zusätzlich geöffnet beim Anblick dieser Vereinbarung. Mehr Polizei – na gut, dann kann man schwarz vermummt mehr verhauen, wenn die Beamten mit Namensschildern versehen und ohne Taser zu deeskalieren versuchen.

Schwerpunkt soll die Kriminalitätsprävention sein, das klingt gut und wird in etwa so erfolgreich sein wie die Bekämpfung von Fluchtursachen im Nahen Osten.

Geld für mehr Streetworker soll auch da sein, vor allem sind „Städtebauliche Maßnahmen gegen Angsträume“ geplant, ohne dass Einzelheiten genannt sind.

Ich könnte mir vorstellen, dass ein paar von Landschaftsarchitekten gekonnt in den Görlitzer Park platzierte Rhododendren und eine andere Wegführung die Drogendealer von ihrem kriminellen Tun abhalten werden – falls der Drogenhandel nicht ohnehin teilweise legalisiert wird und der Stadt sogar Einnahmen bringen könnte. Die Beschaffungskriminalität bleibt in jedem Fall. Und wer geschnappt und dann sogar noch verurteilt werden sollte – Strafgefangenen soll der Zugang zu modernen digitalen Kommunikationsmitteln erlaubt werden.

Den größten Brocken bei der Geldausgabe stellt die Energiewende dar. Diese soll  durch ein eigenes Stadtwerk gesichert werden. Die Idee entstammt einem von den Grünen 2013 gefassten Beschluss zur Gründung eines „Klimastadtwerks“.  Auch hier gibt der Begriff selbst keinen Sinn. Ein Stadtwerk soll versorgen – sicher, kostengünstig, umweltfreundlich, das berlinische kommt natürlich  „klimaneutral“ daher.

Traditionell leistete die BEWAG (Berliner Städtische Elektrizitätswerke AG) seit 1884 der Stadt treue Dienste, vor allem in teilungsbedingter Inselexistenz bei der Versorgung im Westen der Stadt. 2003 verscherbelte der Senat aus Finanznot den Mehrheitsanteil an der BEWAG an Vattenfall und wird seitdem von ehemaligen BEWAG-Mitarbeitern unter schwedischem Kommando gut und sicher versorgt. Natürlich erfolgt dies aus dem bestehenden und modernisierten Kraftwerkspark, was insofern problematisch für die Großstädter ist, dass dies mit CO2-Emissionen verbunden ist.

Wie bei allen hippen, urbanen und vergeistigten Metropolenbewohnern üblich, herrscht der Wunsch nach Versorgung allein aus Wind, Sonne und Umweltwärme vor. Bis 2050, so das Ziel, will man die Fossilen in die Tonne treten. Zunächst soll der Platzhirsch Vattenfall vom Hof gejagt werden, was sich als schwierig erweist. Die Konzessionsverträge müssen diskriminierungsfrei ausgeschrieben werden, was direkte Einflussnahme der potenziellen Planwirtschaftspolitiker verhindert.

Mit den „Berliner Stadtwerken“ existiert seit 2013 eine GmbH als hundertprozentige Tochter der berlineigenen Wasserwerke, die die Erwartungen nun erfüllen soll. Bisher stand die CDU mit kleinlichen Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen im Weg, das hat jetzt ein Ende. Nach dem zaghaften Beginn  mit einer bescheidenen Kapitalausstattung von 5,5 Millionen Euro wird jetzt richtig Kohle – pardon, Geld – fließen. 100 bis 150 Millionen Euro gehen zunächst ans Stadtwerk. Bisher beschäftigte sich die GmbH nur mit der Vorbereitung der Angebote für die Ausschreibungen der Gas- und Stromnetze. Sieben Mitarbeiter gaben anfangs ihr Bestes. Der Chef wurde zunächst mit Wolfgang Neldner prominent eingekauft, einem  alten Fahrensmann der Energiewirtschaft und anerkannten Spezi aus dem Netzbereich. Für 230.000 Euro pro Jahr leitete er die überschaubare Mitarbeiterschar an, neben seiner Unternehmertätigkeit . Für ihn ein wirtschaftliches Optimum.

Die 100-Prozent Regenerativversorgung soll beim Strom schon 2030, bei der Wärme 2050 erreicht werden. Wie zu erwarten, werden Energie aus Solar- und Windenergie, Biomasse und Geothermie und begleitende Aktivitäten wie Gebäudedämmung und Smart-Grid favorisiert. Gaskraftwerke mit Kraftwärmekopplung sind (zunächst) noch zugelassen. Für die Windenergie würden „die Bedingungen verbessert“, was Fragen offen lässt. Ein gutes halbes Dutzend bestehender Anlagen auf Stadtgütern oder im Brandenburgischen lassen nicht wirklich viel weiteres Potenzial erkennen, es sei denn, man belebt die Idee der „Reichskrafttürme“ neu.

Berliner Luft

Im Jahr 1932 berichtete der „Völkische Beobachter“ über eine Idee Herrmann Honnefs, bis zu 400 Meter hohe Windtürme („mit Restaurationsbetrieb“) in die Stadt zu stellen, um mit den Kräften der oberen Luftschichten Energie zu erhalten. Selbst über die dringend erforderliche Verbindung über ein „Windkraftnetz“ machte er sich Gedanken wie auch über die Überproduktion zu Nachtzeiten. Dieser Strom solle in „Wasserkraftspeichern“ oder „zur Erzeugung billigen Wasserstoffs“ genutzt werden, wie das „Linzer Volksblatt“ am 2. März 1932 schreibt. Der Beginn des Wasserstoffzeitalters wurde angekündigt.

„Auch bei der Windkraftausnützung ist der Ausgleich von überragender Wichtigkeit, denn nicht jedem Windkraftwerk würde zu jeder Zeit die erforderliche Windstärke zur Verfügung stehen.“ Man sieht, heutige Erkenntnisse sind wirklich nicht neu. Auch ein konkretes Vorhaben gab es: Ein 400 Meter hoher Turm am Messegelände mit bis zu 20.000 PS (ca. 14,7 MW) Leistung. Es spricht für den Sachverstand der damaligen Ingenieure und Kaufleute, das Projekt nicht weiter verfolgt zu haben. Klimahysterie behinderte noch nicht klares Denken.

Hitler soll sich interessiert gezeigt haben. Schade, eine Reichsenergiewende hätte das Geld gebunden, das dann in die Aufrüstung ging . . .

Man darf also gespannt sein, welche Rolle die Windenergie bei den Berliner Stadtwerken spielen wird. Bei der Preisentwicklung ist man sich wohl nicht so sicher, deshalb sind Sozialtarife vorgesehen. Eine dauerhafte Subventionierung fürs Stadtwerk könnte das möglich machen, ob es wettbewerbsrechtlich zulässig ist, steht auf einem anderen Blatt. Es läuft wohl auf Sozialgeld an bedürftige Bürger hinaus, welches die Stadt zahlt.

Damit die Umweltwirkung Berliner Energievorgaben auch ins Land hinausreicht, soll künftig kein aufbereiteter Müll mehr in Lausitzer Kohlekraftwerken mitverbrannt werden. Bisher schoben die Hauptstädter etwa 250 Kilotonnen pro Jahr und damit etwa ein Drittel der Gesamtmenge dahin ab. Derzeit sind die Entsorgungspreise deutlich am Steigen, weil die Kapazitäten zur thermischen Entsorgung nicht ausreichen. Wo dann der Berliner Dreck landet, ist eine offene Frage, denn deponieren ist nicht zulässig. Die Brandenburger bauen schon mal vor und erweitern das Zwischenlager in Niederlehme, um mehr Menge puffern zu können. Das riecht, nein, es stinkt sogar, nach höheren Müllgebühren.

Auch die Verkehrspolitik nimmt in den rotgrünen Visionen konkrete Formen an.

Unter der Überschrift „Fußverkehr sicherer und komfortabler gestalten“ finden sich neben neuen Fußgängerzonen auch “fußgänger*innenfreundliche Ampelschaltungen“, was zur Folge haben dürfte, dass täglich zigtausende Autos im Standgas länger als heute an der roten Ampel stehen. Besonderer Zuneigung erfreuen sich die Radfahrer, deren Wegenetz, Parkraum, Parkhäuser, Fahrradmitnahme im ÖPNV und der Anreiz zu Fahrrad- und Carsharing-Kombination jetzt besonders bedacht sind. Auch ein Citylogistikkonzept ist erwähnt, bei dem die Letztverteilung von Waren über Lastenfahrräder erfolgen soll.

Ein wesentlicher Punkt ist vollkommen zu Recht die Wohnungsfrage. Hier werden Zahlen zum Neubau genannt und den städtischen Wohnungsunternehmen Einschränkungen der Miethöhen angekündigt, die große öffentliche Zahlungen erfordern würden. Inwieweit es gelingt, Angebot und Nachfrage dem marktgerechten Handeln zu entziehen und Berlin zur Insel glückseliger Mieter werden zu lassen, schauen wir uns am Ende der Legislaturperiode einfach mal an.

Es finden sich noch einige Selbstverständlichkeiten und viel Kleinteiliges in der Vereinbarung, zum Beispiel:

            –  „Der Einstieg beim Bus soll in der Hauptverkehrszeit grundsätzlich an allen                                 Türen erlaubt werden."

            –   „Die weitere Nutzung des Müggelsees für den muskelbetriebenen

                Wassersport wird gesichert."

Sowie schwer Verdauliches:

–       "Die Koalition unterstützt die Erweiterung bestehender Welterbe-Ensembles, deren Arrondierung sowie die Sondierung von Möglichkeiten internationaler serieller Nominierungen."

Und ganz wichtig als Vorhaben ist:

–       „Die Koalition will den Flughafen BER schnellstmöglich fertig stellen und in  Betrieb nehmen."  Wer hätte das gedacht?

–       "Berliner Taxis müssen am BER Fahrgäste laden können." Damit ist der Konflikt beschrieben, bei dem Berliner Taxis nicht leer zum Flughafen Schönefeld fahren und Brandenburger Taxis nicht einfach so in Tegel laden dürfen.

Festzustellen bleibt, dass die Berliner*_Innen im Licht mit Ökostrom betriebener LED einer weltoffensolidarischnachhaltigen Zukunft entgegen gehen. Inwiefern eine Blaupause für gleichfarbige Bundespolitik nach der Wahl 2017 besteht, bleibt dem unberechenbaren Schwarmverhalten der Wähler überlassen. Nehmen wir die optimistische Formulierung: Es wird spannend.




CRUDE WIRTSCHAFT – OPEC beschneidet die Produktion, US Shaleoil freut sich

Die Financial Times berichtet [Bezahlseite]:

Die Sitzungen werden fortgesetzt, um einzelne Länderzuweisungen [von Fördermengen] auszuarbeiten, aber Informationsquellen sagen, dass die Haupthindernisse zu dem Abkommen überwunden wurden. Man wird sehen, ob die 13-köpfige Gruppe die Produktion um etwa 4,5 Prozent oder 1,2 Millionen pro Barrel pro Tag senken wird, wobei die Produktionsziele für jedes Mitgliedsland gelten. […]

Es wird erwartet, dass Saudi-Arabien den Großteil aller Produktionskürzungen schultert, zusammen mit seinen Golfverbündeten. Im Gegenzug soll der Iran die Produktion bei etwa 3,8 Millionen Barrel pro Tag, in der Nähe seiner aktuellen Rate, einfrieren, so nach Einschätzungen Dritter.

Das Kartell hofft, dass seine Aktionen die Rohölmenge reduzieren wird, welche diesen Preiskollaps hauptsächlich verursachte und einen Umsatzrückgang erzeugte. Wir sehen heute bereits Anzeichen einer Erholung im Handel – Brent crude sprang um mehr als 8 Prozent nach oben auf $ 50 pro Barrel, während WTI (die amerikanische Öl-Benchmark) um mehr als $ 3,50 auf knapp unter $ 49 pro Barrel notierte.

Aber zwei große Fragen müssen noch beantwortet werden. Die erste ist: Wie weit steigen die Preise aufgrund der OPEC-Maßnahmen (und wie steht es um die potenzielle Zusammenarbeit Russlands)? Dies ist von entscheidender Bedeutung für das Kartell der Petrostate [Staaten, deren Wohlstand vom Öl abhängt], die alle gerne eine Rückkehr der berauschenden $ 100+ pro Barrel sehen würden. Viele OPEC-Mitglieder haben Haushaltsdefizite bei den aktuellen Preisen: Saudi-Arabien braucht Rohöl über $ 79 je Barrel, um in schwarzen Zahlen zu bleiben. Der Iran benötigt dafür $ 55, Algerien, Bahrain, die VAE und Libyen haben fiskalische Rentabilitätsgrenzen von $ 87, $ 95, $ 71 und $ 195, alles je Barrel.

Seit mehr als zwei Jahren hat die OPEC – angeführt von den Saudis – beschlossen, nicht einzugreifen um fallende Preise zu stoppen und stattdessen dafür zu kämpfen, die Überfüllung des Marktes zu bekämpfen. Dass das Kartell nun dabei ist, dieses in die Tat umzusetzen, zeigt, wie wichtig es für diese Petrostates ist, höhere Preise für ihre wichtigsten Exporte zu bekommen, was uns auf die erste Frage zurückführt: Wie wird sich diese Mengenreduzierung auf den Markt auswirken?

Die Antwort darauf, hängt weitgehend vom zweiten großen Unbekannten in dieser Gleichung ab, nämlich von der Reaktionsfähigkeit des amerikanischen Schieferöls. Wie schnell werden sich die US-Fracker an die steigenden Preise anpassen können, indem sie ihre eigene Produktion aufstocken? Die Analysten erwarteten den tiefen Fall einer festen Ölproduktionsmenge, als die Ölpreise vor zwei Jahren unter $ 75 pro Barrel fielen, aber die Schieferproduzenten überraschten die Welt mit ihrer Fähigkeit, Kosten zu senken und den Fluß des Rohöls in einem schwachen Markt zu halten. Wie Reuters berichtet, sind die amerikanischen Produzenten in den letzten Jahren schlank und kostengünstig geworden, geschmiedet im Tiegel der günstigen Ölpreise:

In den Schieferfeldern von Texas bis North Dakota haben sich die Produktionskosten seit 2014 etwa halbiert, als Saudi Arabien in einem Versuch, kostengünstigere Schieferproduzenten aus dem Markt zu treiben, die Liefermengen für alle (Opec..) freigegeben hatte. Anstatt jedoch die US-Schieferindustrie zu töten, stärkte der darauffolgende Zwei-Jahres-Preiskrieg die Konkurrenz, auch im gegenwärtigen Niedrigpreisumfeld. […]

Die Breakeven-Kosten pro Barrel im Durchschnitt, für Bakken Schieferöl am Bohrlochkopf, sind von $ 59,03 im Jahr 2014 auf $ 29,44 im Jahr 2016 gefallen, nach Auskunft von Rystad Energy [Öl und Gas Consulting Service] gefallen. Sie fügten hinzu, dass in Bezug auf Förderpreise am Bohrloch, die Bakken Ölfelder die wettbewerbsfähigsten der großen US-Ölschiefer sind. Wood Mackenzie meinte, dass Technologie Fortschritte die Rentabilitätsgrenzen weiter reduzieren werden.

Während die OPEC – und insbesondere Saudi-Arabien – in den sauren Apfel beißt und Produktionskürzungen zuteilt, profitieren die Produzenten weltweit von einem Preisanstieg. Hier in den USA könnte dies einen entsprechenden Anstieg der Produktion bedeuten, sodass mehr Förderfelder rentabel werden. Das würde dazu beitragen, die Abhängigkeit von der OPEC für die globale Versorgung auszugleichen, die diese zu erreichen versucht und daher die Wirkung dieses Einschnittes stumpf macht, während gleichzeitig die amerikanischen Produzenten einen größeren Anteil am Weltmarkt erhalten.

Aus diesem Grund scheute sich Riyadh sehr, einer Kürzung der Fördermenge zuzustimmen. Das Ausmaß, in dem US-Schieferölunternehmen in der Lage sind, von steigenden Preisen zu profitieren, wird bestimmen, wie erfolgreich dieser zögernde Wechsel in der Taktik der Petrostates sein wird.

Gefunden auf The American Interest vom 30.11.2016

Übersetzt von Andreas Demmig

http://www.the-american-interest.com/2016/11/30/opec-cuts-output-us-shale-rejoices/

 Grafik: The Global Warming Policy

Weitere Information von Mark P Mills, Forbes

Bisher hat es Saudi-Arabien so etwas wie 200 Milliarden Dollar gekostet, um eines der teuersten Experimente aller Zeiten durchzuführen. Die saudische Regierung hat ihren Reichtum von geschätzten $ 2 Billionen angegriffen, um die Einnahmen aus dem Zusammenbruch der Erdölpreise in den letzten Jahren zu stützen.

Was wir erleben, ist ein zweiteiliger Test.

Die erste Frage ist, wie viel Schaden die niedrigen Ölpreise Amerikas Schieferindustrie verursacht haben. Dann der zweite und weit wichtigere Teil des Tests: Wenn die Ölpreise steigen, wird die US-Schieferindustrie weiter hinken oder zurück brüllen? Wenn sie brüllt, sind hohe Ölpreise Geschichte.

Die Quoten stehen dafür, dass wir im Jahr 2017 – zusammen mit den Ölprinzen von Arabien – das Ergebnis sehen werden. Aber, wie es auch ausgeht, die wirtschaftlichen und geopolitischen Implikationen sind enorm. Und das Ergebnis hat mehr mit Technologie als mit Politik zu tun.

Gesamter Beitrag auf Forbes, 30 November 2016

Gefunden auf dem News mail von The Global Warming Policy

Übersetzt durch Andreas Demmig




Ausdehnung des Antarktischen Meereseises ähnlich wie vor 100 Jahren

Antarktische Meereisbedingungen im Shackleton Tagebuch spiegelten die Bedingungen von heute wieder, entsprechend einer neuen Studie unter Verwendung der Logbücher, die durch Shackleton zusammengestellt wurden, zusätzlich zu den Daten von anderen bemerkenswerten Antarktikausflügen während des frühen 20. Jahrhunderts.

Der Forschungsleiter Dr. Jonathan Day und sein Team waren die ersten, die die Antarktis Meereis Bedingungen für die 1930er Jahre berechneten. Dr. Days Schätzungen der Meereis Ausdehnung reicht von 8,5 bis 11,1 Millionen Quadratkilometer und das Eis wuchs weiter bis die 1950er Jahre.

Wissenschaftler haben das antarktischen Meereisniveau erst ab den 1950er Jahren betrachtet, was [in den folgenden Jahren] einen relativen Rückgang des Meereises zeigt. Aber Dr. Days Studie zeigt, dass das aktuelle antarktische Meereis " nur 14 Prozent geringer ist als bei der größten Ausdehnung in den 1900er und 12 Prozent größer ist als die geringste Ausdehnung."

Warum ist das bedeutsam? Es bedeutet, dass das Antarktische Meereis während des 20. Jahrhunderts aufgrund von natürlichen klimatischen Verschiebungen und nicht aufgrund von Menschen verursachter Erwärmung fluktuiert hat.

"Wir wissen, dass das Meereis in der Antarktis in den vergangenen 30 Jahren leicht zugenommen hat, als die Satellitenbeobachtungen begonnen haben" sagt Dr. Day gemäß The Telegraph. "Wissenschaftler haben gerungen, um diesen Trend im Zusammenhang mit der globalen Erwärmung zu verstehen, aber diese neuen Erkenntnisse deuten darauf hin, dass es vielleicht nichts Neues ist."

Die MV Akademik Shokalskiy ist im Eis der Antarktis gestrandet, 29. Dezember 2013. Ein antarktischer Blizzard hat einen australischen Eisbrecher gestoppt, der das russische Schiff, das für eine Woche mit 74 Personen an Bord im Eis eingeschlossen war, zu erreichen. Die Aurora Australis musste wegen der schlechten Sichtbarkeit, etwa 18 Seemeilen von der gestrandeten Akademik Shokalskiy ins offene Wasser zurückkehren, so die koordinierende australische Seefahrtsbehörde (AMSA) gegenüber Reuters. Bild vom 29.12.2013, REUTERS/Andrew Peacock

[Eike berichtete darüber]

Es sollte nicht passieren: Ein Schiff voller Wissenschaftler und Umweltaktivisten, mitten im dortigen Hochsommer wurden in die Antarktis gesandt, um das Abschmelzen des Eises infolge der globalen Erwärmung zu dokumentieren, ist im Eis stecken geblieben – bei fürchterlicher Kälte.

Und dann ist das zur Rettung herbei eilende Schiff ebenfalls stecken geblieben!

"Wenn das Eisniveau vor einem Jahrhundert so gering war, wie in dieser Studie geschätzt, dann kann eine ähnliche Zunahme möglicherweise zwischen damals und der Mitte des Jahrhunderts aufgetreten sein, als frühere Studien suggerierten, das die Eisniveaus weit höher waren," fügte er hinzu.

Es ist sehr wahrscheinlich, dass das Antarktische Meereis weit weniger durch menschengemachte Erwärmung beeinflusst wird als das Meereseis der Arktis.

Die Ausdehnung des arktischen Meereises ist seit 1979 um mehr als 7 Prozent pro Jahrzehnt geschrumpft, während das Antarktis-Meereis tatsächlich etwa ein Prozent pro Jahrzehnt gewachsen ist – trotz gegenteiliger Prognosen der meisten Klimamodelle.

Eine NASA-Studie von 2015 fand, dass sich die Masse der Eisdecke der Antarktis im Zeitraum von 1992 bis 2008 vergrößert hat. Die Studie fand, dass die Zugewinne an Eis in der Ost-Antarktis den Eisverlust von schmelzenden Gletschern im Westen überwiegen.

Dr. Days-Studie kommt kurz nachdem die British Antarctic Survey (BAS) [Polarforschungsprogramm von Großbritannien] herausfand, dass die Schmelze am Südpol von einem El Nino während der 1940er Jahre verursacht wurde und nicht durch vom Menschen verursachten Klimawandel.

Der Pine Island Gletscher begann etwa 30 Jahre vor dem modernen Erwärmungstrend zu schmelzen, der in den späten 1970er Jahren begann.

"Eine signifikante Bedeutung unserer Ergebnisse ist, dass, sobald ein Rückzug von Eisschollen in Bewegung gesetzt wird, es für Jahrzehnte so weitergehen kann, auch wenn das, warum es anfing, nicht schlimmer wird", sagte NASAs Bob Bindschadler, ein Mitverfasser des Berichts, in einer Erklärung.

Gefunden auf The Daily Caller

Übersetzt durch Andreas Demmig

http://dailycaller.com/2016/11/25/antarctic-sea-ice-extent-similar-to-what-it-was-100-years-ago




Wählt bekennende Energiewende-Gegner in die Parlamente!

Bezirksverordnetenversammlung Treptow-Köpenick von Berlin – Worte zur Eröffnung der VIII. Wahlperiode 

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Bezirksverordnete, liebe Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, liebe Gäste und Vertreter der Medien, 

als Alterspräsident habe ich die Ehre, gemeinsam mit den beiden jüngsten Stadtverordneten,  die Konstituierende Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung Treptow-Köpenick von Berlin in der VIII. Wahlperiode zu eröffnen und bis zum Tagesordnungspunkt 4.1  – Wahl eines neuen Bezirksverordnetenvorstehers – zu leiten. 

Nun gibt es in deutschen Volksvertretungen den guten Brauch, dass der Alterspräsident zu Beginn einer Legislatur das Wort erhält. Ich will hier keine Grundsatzrede halten, aber doch auf einige Entwicklungen der letzten Jahre eingehen, die nicht nur die Menschen in unserem Stadtbezirk, in unserer Heimatstadt Berlin, sondern in ganz Deutschland bewegen, und warum unter anderem ich als Ältester der Bezirksverordneten heute hier stehe und meine Fraktion gleich mir 12 Vertretern in die BVV von Treptow-Köpenick eingezogen ist . 

Zunächst möchte ich ein paar Worte über meinen Lebensweg im Ostteil des lange Jahre geteilten Berlins verlieren.

Ich bin seit über 50 Jahren verheiratet, habe  mit meiner Frau 3 Kinder großgezogen, und mit 6 Enkelkindern und 2 Urenkeln noch eine halbwegs  glückliche Familie und ein weites Betätigungsfeld. Nach dem Abitur 1958 habe ich 2 Jahre „freiwillig“ in der Nationalen Volksarmee gedient, um einen Studienplatz zu bekommen. Ich habe Chemie und später noch Elektrotechnik studiert und konnte mich dann im Kombinat NARVA Berliner Glühlampenwerk an der Warschauer Straße 24 Jahre in der Forschung und Entwicklung, zum Schluss als Leiter der Abteilung „Entwicklung Werkstoffe und Verfahren“, mehr oder weniger erfolgreich auf die fachliche Arbeit konzentrieren. Ganz bewusst habe ich eine kritische Distanz zum realen Sozialismus a la DDR gehalten. Ich bin weder in die SED noch in eine der Blockparteien eingetreten. Meine Frau und ich sind nicht aus der Kirche ausgetreten, die Kinder sind getauft und wurden konfirmiert, verbunden mit Nachteilen in ihrer Ausbildung und in meinem beruflichen Fortkommen. 

1989 ging dann alles sehr schnell. Die friedliche Revolution fegte praktisch über Nacht das Unrechtsregime der DDR hinweg. Groß war die Freude über die endlich errungene Freiheit und voller Optimismus habe ich mich  entschieden, eine Firma zum Lampenrecycling in Strausberg aufzubauen, nachdem klar war, dass NARVA Berlin keine Überlebenschance hatte. Etwa 5 Millionen DM haben wir in moderne umweltverträgliche Gebäude und Anlagen investiert und neue Arbeitsplätze in dem von hoher Arbeitslosigkeit geprägten  Kreis Strausberg (später Märkisch-Oderland)  geschaffen. Der damalige Umweltminister-Minister im Land Brandenburg Matthias Platzeck hat die Firma WEREC GmbH Berlin 1993 eingeweiht. 1993 erhielt ich den Berliner Umweltpreis, übereicht durch den Umweltsenator für Stadtentwicklung und Umweltschutz Volker Hassemer, und 1994 den Umweltschutzpreis des Bundesverbandes der Deutschen Industrie, den ich aus den Händen des Präsidenten Tyll Necker (verstorben 2001) und dem Bundesumweltminister Klaus Töpfer erhielt. Dann habe ich die Arbeitsgemeinschaft „Lampen-Verwertung im Fachverband Elektrische Lampen“ im ZVEI e.V. mit gegründet und bis zu meinem Eintritt in den Ruhestand 2003 geleitet. In dieser Zeit ist in Deutschland das flächendeckende Sammel- und Recycling-System für die quecksilberhaltigen Entladungslampen aufgebaut worden. Ich lernte also noch die Welt aber auch die Höhen und Tiefen der kapitalistischen Produktionsweise (Marktwirtschaft) von der Pike auf kennen, war also nicht mehr nur gelernter Ossi, sondern kann mich seither auch erfolgreich auf der gesamtdeutschen Ebene bewegen. 

Als Rentner hatte ich nun Zeit mich mit den Dingen näher zu beschäftigen, die in mir zunehmend Zweifel an der Politik der Bundesregierungen und der Berlinern Senate hat aufkommen lassen. Beispielhaft will ich hier näher auf ein Themenfeld eingehen, das mich persönlich als Naturwissenschaftler, Ingenieur und Lichttechniker beschäftigt und zunehmend meinen Unmut ausgelöst hat. Es geht um die deutsche Energie- und Klimapolitik, die gerade in diesem Jahr sowohl im Bund als auch in Berlin in eine neue Phase eingetreten ist. Diese  wird die ganze Republik und auch Berlin bis hinein in unseren Bezirk Treptow-Köpenick in der kommenden Legislaturperiode  bis 2021 belasten und, wenn sie denn wie geplant umgesetzt wird, in dem Zeitraum bis 2050 völlig umgestalten. Gegen diese geplante Große Transformation der gesamten deutschen Wirtschaft und Gesellschaft werden die gegenwärtigen Probleme verblassen.   

·      Im Jahr 2000 wurde das s.g. Erneuerbare Energien-Gesetz  (EEG) verkündet, das in der Zwischenzeit eines der sichersten und kostengünstigsten Energieversorgungssysteme der Welt in große technische und wirtschaftliche Schwierigkeiten  geführt hat. Die EEG-Umlage steigt 2017 auf 6,880 ct/kWh mit Mehrwertsteuer sind das 8,187 ct/kWh. Das sind fast 1/3 des Strompreises. 2017 werden die Stromverbraucher 24 Mrd. € nur an EEG-Umlage an die Profiteure der Energiewende bezahlen müssen. Die größte Umverteilung von unten nach oben aller Zeiten in Deutschland, die gerade die Geringverdiener, die Sozialhilfeempfänger und Mindestrentner immer stärker belastet.

·      Während des letzten Berliner Wahlkampfs 2011 wurde von der Bundeskanzlerin die Energiewende ausgerufen, um einen grünen Ministerpräsidenten in Baden-Württemberg zu verhindern. Heute ist die CDU dort der Juniorpartner der Grünen. Die gegenüber der rot-grünen Vorgängerregierung weiter verkürzten Laufzeiten der Kernkraftwerke führten seitdem wieder zu einem Anstieg der CO2-Emissionen in Deutschland. Die Kohlekraftwerke müssen nun den fehlenden Strom ersetzen, da trotz des großen Zubaus von Windkraft- und  Photovoltaikanlagen die ständig schwankenden und nicht planbaren erneuerbaren Energien die Lücke nicht schließen können.

·      Kurz vor den Wahlen hat das Berliner Abgeordnetenhaus, weitgehend in der Öffentlichkeit verschwiegen, das Berlinern Energiewendegesetz (EWG Bln) verabschiedet, das gesetzlich das Erreichen der  Klimaneutralität für Berlin bis 2050 vorschreibt. Diese Klimaneutralität kann nur durch die so genannte Dekarbonisierung durchgesetzt werden. Die einzige „Opposition“ kam von den Grünen, die die Absenkung der CO2-Emissionen nicht nur auf größer 85% festschreiben wollten sondern auf mehr als 95%. Da ein Mensch im Jahr etwa 400 kg an CO2 ausatmet, jeder Person aber nur 1000 kg als so genannten CO2-Fussabdruck 2050 zugestanden wird, bleibt also kein Freiraum für jegliche Aktivitäten, die mit der Verbrennung fossiler Energieträger in Zusammenhang stehen.

·      Hecktisch wurden von der Bundesregierung die Weichen für das Klimaneutrale Deutschland 2050 ebenfalls gestellt.  Am 22. September 2016 beschloss der Bundestag die Ratifizierung des Pariser Klimaabkommens vom Dezember 2015 einstimmig, was stark an die Abstimmungen in der Volkskammer der DDR erinnert. Damit hat sich nun ganz Deutschland dazu verpflichtet 2050 die Klimaneutralität zu erreichen. Das soll mit Hilfe des Klimaschutzplans 2050 umgesetzt werden, der bereits als Entwurf des BMUB vorliegt  und  nach Abstimmung in den Ministerien als Verordnung der Bundesregierung in Kraft gesetzt werden soll. Dem Bundestag wurde der Entwurf „großzügig“ zur Kenntnis gegeben. Das Vorhaben der Dekarbonisierung ist auch unter dem Begriff „Große Transformation“ bekannt. Da gibt es das 446-seitige Hauptgutachten „Welt im Wandel – Gesellschaftsvertrag für eine Große Transformation“ des „Wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung  Globale Umweltveränderungen“ (WBGU), in dem detailliert die erforderlichen Maßnahmen zur Umsetzung beschrieben sind. Wichtig ist noch zu wissen, dass in dem Hauptgutachten behauptet wird, dass die materiellen Ressourcen der Erde nicht dafür ausreichen, die gesamte Erdbevölkerung auf das hohe Lebensniveau der westlichen Staaten anzuheben. Deswegen muss eine Umverteilung von den reichen zu den armen Völkern erfolgen, was natürlich eine Absenkung des Lebensstandards in den wohlhabenden Ländern erfordert. Da die Autoren wissen, dass die völlige Umgestaltung der Wirtschaft und Gesellschaft nicht mit einem vom Volk gewählten Parlament und schon gar nicht über eine Volksbefragung zu machen ist, wird immer wieder nebulös vom „Gestaltenden Staat“, von Pionieren des Wandels und den gesellschaftlichen Akteuren, die den Wandel wagen, gesprochen. Solche autokratischen und diktatorischen Strukturen kennen speziell wir als gelernte Ossis noch sehr gut. 

Es gibt eine Reihe weiterer Problemfelder in der Politik, die in den vergangenen Jahren die Bürger zunehmend beunruhigen, und von denen ich hier einige aufzähle:

·      Die Einführung des Euro als Bargeld 2002 über die Köpfe der Menschen hinweg

·      Die Bildung eines Euroraumes aus wirtschaftlich starken und wirtschaftlich schwachen Ländern ohne gemeinsame Finanzverwaltung. Der Euro wurde zum Spaltpilz in Europa

·      Das Brechen der Defizitquote von 3% bei den Staatsausgaben zuerst von Deutschland, dann in großem Maßstab von andern Ländern nachgemacht. Die No-Bailout-Klausel, die besagt, dass kein Staat die Schulden eines anderen Landes übernehmen darf, steht nur noch auf dem Papier. Die  Sparguthaben der Bürger, Pensions- und Rentenfonds werden entwertet.

·      Die Entwicklung der EU zu einem undemokratischen Konstrukt mit einem großen Wasserkopf. Die Mitgliedsstaaten werden oft mit sinnlosen bürokratischen Verordnungen überzogen.  Die zunehmenden Zerfallstendenzen der EU sind scheinbar nicht mehr aufzuhalten.

·      Die Gefährdung der inneren Sicherheit einschließlich die zunehmende Bedrohung durch islamistischen Terror

·      Die Vernachlässigung der traditionellen Familie

·      Schließlich die Migrantenkrise, das Ausrufen eines bedingungslosen Willkommens durch die Bundeskanzlerin ohne die Verteilung der Flüchtlinge mit den EU-Staaten zu vereinbaren und weitgehend ohne Grenzkontrollen. Die ganze Bürde muss nun von Deutschland über Jahre hinweg getragen werden. 

Das alles führte zunehmend zu Verdruss in der Bevölkerung. Insbesondere seitdem die große Koalition im Bund und auch in Berlin regiert gibt es praktisch keine Opposition in den Parlamenten. Die CDU hat mit ihrer Besetzung  links-grüner Politikfelder auf der rechten Seite eine große Lücke aufgemacht, und  damit einem großen  Teil der Gesellschaft keine Heimat mehr geboten. Der Politikverdrossenheit nahm  immer mehr zu. Die Wahlbeteiligung erreichte Tiefststände. Da war es nur noch eine Frage der Zeit, bis sich die Kräfte im Volk, die sich von keiner der etablierten Parteien mehr vertreten fühlten und praktisch keine Wahl mehr hatten, zusammengefunden haben und eine neue demokratische und auf dem Grundgesetz stehende Partei, die Alternative für Deutschland, gründeten. Das sind die Gründe, warum ich vor gut 3 Jahre im Alter von 73 Jahren das erste Mal in eine politische Partei eingetreten bin und heute hier 12 neue Bezirksverordnete eingezogen sind.  Überall da, wo Wahlen in Deutschland stattgefunden haben, hat uns ein zunehmend großer Anteil der Wähler das Vertrauen gegeben. Aus allen großen Parteien sind die Wähler zu uns gekommen, und wir sind stolz, das wir schon einen bedeutenden Teil der Nichtwähler wieder an die Wahlurnen zurückgeholt haben. Schon alleine unsere Existenz und unser Grundsatzprogramm, das für fast alle Politikfelder solide Lösungsvorschläge anbietet, wirken. Selbst die Bundeskanzlerin hat bis auf die Obergrenze die von uns geforderten Maßnahmen zur Lösung der Migrantenkrise angenommen. Wir sind nicht das Volk aber wir sind aus der Mitte des Volkes. Wir haben das Recht und die Pflicht, die Sorgen und Nöte unserer Wähler öffentlich zu machen im demokratischen Wettstreit auf eine Veränderung zu dringen. 

Ich denke, ich kann hier für die Bezirksverordneten der AfD in Treptow-Köpenick sprechen und ihnen versichern, dass wir angetreten sind, mit den Mitgliedern der anderen Fraktionen fair und sachlich an einer Lösung der vielen praktischen Aufgaben und Probleme in unserem Stadtbezirk mitzuarbeiten.  Wir wollen für die Bürger da sein.

Wir werden uns da, wo es notwendig ist, auch politisch um den richtigen Weg streiten, aber auch das wollen wir mit Anstand und Respekt vor dem politischen Kontrahenten tun.  Wir bitten auch um Verständnis, dass die meisten von uns noch in keiner Volksvertretung mitgearbeitet haben. Wir bemühen uns aber, schnell den Anschluss an die Routine der parlamentarischen Arbeit zu finden.  Wir wollen unseren Sachverstand und die Erfahrungen aus dem täglichen Leben einbringen. 

Ich wünsche uns allen einen erfolgreichen Start in die VIII. Wahlperiode und dass wir durch unsere Arbeit dazu beitragen, dass unsere Bürger gerne in Treptow-Köpenick leben, dass sie erfolgreich ihrer Arbeit nachgehen und die Freizeit genießen können, dass wir ein kinderfreundlicher Bezirk für die Familien und alle Alleinerziehenden  bleiben und dass unsere  ältere Generation in Zufriedenheit ihren Ruhestand gestalten kann. 

Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit 

Burkard Reimer

Alterspräsident 

Berlin, 27. Oktober 2016




Wählt bekennende Klimaskeptiker in die Parlamente!

Die politischen Parteien werden bei der Aufstellung ihrer Kandidaten von Amts wegen bevorzugt behandelt. Ihre Kandidaten brauchen nur ausreichend Stimmen ihrer Parteifreunde und kein Quorum mit Unterstützungsunterschriften aus der Bevölkerung. So etwas benötigt nur ein parteiloser Einzelkandidat. Dieses Quorum auf einem restriktiv behandelten amtlichen Formular ist schwer zu erreichen. Viele scheuen den amtlichen Schritt, auch wenn dieser vertraulich zu erfolgen hat. Außerdem muss das unterschriebene Formular per Post, also mit Briefporto, an die Wohnadresse des Einzelbewerbers gesandt werden. Faxe, Mails, pdf Dokumente etc. sind unzulässig. Es ist auch unzulässig, wenn Eheleute oder Partnerschaften gemeinsam unterschrieben. Jede Unterschrift muss auf ein separates Formular. Jede fehlende Angabe macht es ungültig. 
Wer die Einzelkandidatur von Dr. Gerhard Stehlik in Hessen bei der Landratswahl im Main-Kinzig-Kreis unterstützen möchte, muss für diese Landratswahl wahlberechtigt sein, das Formular herunterladen, farbig ausdrucken, möglichst farbig unterzeichnen, keine Angabe vergessen und es dann per Post senden an: Dr. Gerhard Stehlik, Theodor-Heuss-Str. 32, 63457 Hanau. Die zweite Seite des hier angebotenen Formulars kann als adressierter Brief in einem Sichtfensterumschlag verwendet werden. Leser unserer Homepage außerhalb des Main-Kinzig-Kreises können ihn dadurch unterstützen, dass sie Bekannte im Main-Kinzig-Kreis über die hier angebotene Möglichkeit informieren.

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Was ist eigentlich Atommüll?

 Alles entsteht im Reaktor

Im Reaktor eines Kernkraftwerks werden Atomkerne gespalten. Dies ist sein Sinn. Um Wärme-Leistungen von mehreren Gigawatt (GWth) in einem so kleinen Behälter zu erzeugen, sind gewaltige Flüsse von Neutronen notwendig. Die Neutronen entstehen überwiegend bei den Spaltungen und lösen weitere Spaltungen aus. Eine sich selbst erhaltende Kettenreaktion. Sie läuft solange weiter, bis zu viel “Spaltstoff” verbraucht wurde. Der Brennstoff muß erneuert werden, d. h. die “abgebrannten Brennelemente” (spent fuel) müssen durch frische ersetzt werden. 

Auf ihrem Weg von einer Spaltung zu einem weiteren spaltbaren Kern, treffen die meisten Neutronen auch auf andere Atomkerne. Das sind all die anderen Materialien, aus denen der Reaktor besteht: Brennstabhüllen, Wasser, Regelstäbe, Einbauten im Reaktor, das Reaktorgefäß selbst etc. Nun kann es passieren, daß sie nicht nur mit einem Atomkern zusammenstoßen und wieder abprallen – gestreut werden – sondern von diesem dauerhaft eingefangen werden. Es entsteht ein neues chemischen Element oder ein Isotop. Man nennt das Aktivierung, da diese neu erschaffene Elemente radioaktiv sind. 

Bewegen sich solche radioaktiven Stoffe durch das Kernkraftwerk, können sie Bauteile, Werkzeuge etc. kontaminieren. Kontaminierung und Aktivierung werden oft miteinander verwechselt: Kontaminierte Gegenstände bleiben unverändert, sie werden nur mit radioaktiven Stoffen verunreinigt. Sie können auch wieder gereinigt werde. Die Reinigung kann aber so aufwendig und damit kostenintensiv sein, daß es billiger ist, das Teil als “Atommüll” zu deklarieren und einfach komplett wegzuwerfen.

Unterschiedliche Formen der Strahlung

Man unterscheidet γ-Strahlung, β-Strahlung (Elektronen) und α-Strahlung (Helium-Kern). Die beiden letzten können kaum Materie durchdringen. Für γ-Strahlung gilt: Eine Abschirmung aus möglichst dichtem Material (z. B. Blei) und schlichtweg Abstand einhalten. Jedenfalls reicht in einem Brennelemente-Lagerbecken die Wassertiefe als Abschirmung vollkommen aus. Es wäre gefahrlos möglich, in einem solchen Becken zu schwimmen.

Aus vorgenannten Gründen reicht meist ganz normale Schutzkleidung – bestehend aus Atemschutz, Schutzanzug, Handschuhen und Brille – beim Umgang mit Atommüll aus. Solange man radioaktive Stoffe nicht in seinen Körper aufnimmt, ist Atommüll relativ harmlos. Umgekehrt gilt, wenn man Atommüll sicher einschließt, ist der Umgang ohne Schutzkleidung möglich. Typisches Beispiel ist der Castor-Behälter: Seine dicken Stahlwände, spezielle Neutronenabsorber und sein gasdichter Verschluß machen auch die Handhabung stark strahlender Brennelemente gefahrlos möglich.

Die Dosis macht das Gift

Wie bei allen anderen Stoffen auch, ist die biologische Wirkung von Strahlung immer von der Dosis abhängig. Schon die Erfahrung mit dem Sonnenlicht macht diesen Zusammenhang deutlich: Ein wenig Sonne ist belebend (z. B. Bildung von Vitamin D), zu viel davon, erzeugt einen Sonnenbrand mit der Zerstörung von Hautschichten. Zuviel und häufige Strahlung kann sogar Hautkrebs erzeugen. 

Der menschliche Körper verfügt über zahlreiche Reparaturmechanismen. Wäre das nicht so, hätte es überhaupt kein Leben auf der Erde geben können, denn die Strahlung war vor Millionen von Jahren noch wesentlich höher als heute. Jedenfalls ist die Vorstellung, schon ein einziges Plutonium-Atom könnte Krebs auslösen oder gar vererbbare Genveränderungen, ein Hirngespinst, das nur zur Erzeugung von Angst dienen soll. Wäre Radioaktivität tatsächlich so gefährlich, dürften wir nichts essen und trinken. Es gibt Mineralwässer, die enthalten mehr radioaktive Stoffe, als das Wasser in einem Brennelemente-Lagerbecken oder gar das Kondensat in einem Kernkraftwerk. Wir dürften keine Bananen oder Tomatenmark essen, denn die enthalten radioaktives Kalium. Unsere Bauern dürften vor allem keinen mineralischen Dünger aufs Land streuen, denn der enthält beträchtliche Mengen Uran, der ihre Felder im Laufe der Zeit zu “Atommüll-Deponien” macht. 

Es gibt heute umfangreiche Tabellen, die angeben, wieviel man von einem Stoff ohne Krankheitsrisiko zu sich nehmen kann. In diesen Tabellen ist noch ein weiterer Zusammenhang berücksichtigt, die sog. biologische Halbwertszeit. Es ist z. B. ein Unterschied, ob man radioaktives Wasser trinkt, welches ständig aus dem Körper ausgeschieden wird und durch frisches Wasser ersetzt wird oder radioaktives Strontium, welches gern in Knochen eingelagert wird und dort für Jahrzehnte verbleiben kann.

Konzentration oder Verdünnung

Beim Umgang mit “Atommüll” spielen die Begriffe Verdünnung und Konzentration eine große Rolle. Im Sinne einer biologischen Wirksamkeit ist eine Verdünnung – wie bei jedem anderen Gift auch – eine bedeutende Schutzmaßnahme. Im Prinzip kann man jeden Stoff soweit verdünnen und damit unschädlich machen, daß er Trinkwasser oder Nahrungsmittelqualität besitzt. Deshalb besitzt z. B. jedes Kernkraftwerk einen hohen Abluftkamin. Radioaktive Abgase werden ordentlich verdünnt, bevor sie aus großer Höhe wieder auf den Boden gelangen oder von Menschen eingeatmet werden können. 

Das Prinzip der Verdünnung, war bis in die 1960er Jahre der bestimmende Gedanke bei der Abgabe radioaktiver Stoffe ins Meer. Allerdings war von Anfang an klar, daß man durch die beständige Abgabe ins Meer, die Konzentration radioaktiver Stoffe dort erhöhen würde. Man vollzog deshalb eine 180-Grad-Wende: Von nun an war die Aufkonzentrierung das Mittel der Wahl. Bis aktuell in Fukushima. Dort dampft man radioaktives Wasser ein, welches nahezu Trinkwasserqualität hat, um auch geringste Mengen radioaktiver Stoffe vom Meer fern zu halten. Vom naturwissenschaftlichen Standpunkt aus betrachtet, schlicht Irrsinn. Aber zugegeben ein Irrsinn, mit dem sich trefflich Geld verdienen läßt und man am Ende auch noch behaupten kann, Kernenergie sei schlicht zu teuer. 

Allerdings muß man an dieser Stelle festhalten, daß die Kerntechnik der erste Industriezweig ist, der versucht, Schadstoffe konsequent aus der Umwelt fern zu halten. Gleiches, kann man von der Chemie oder den fossilen Energieverwendern (international) noch lange nicht behaupten.

Spent fuel

Nach einiger Zeit im Reaktor, ist jedes Brennelement “abgebrannt”. Es muß deshalb entfernt werden und durch ein neues ersetzt werden. Die frisch entnommenen Brennelemente strahlen so stark, daß man sie nur unter Wasser handhaben kann. Würde man sie nicht kühlen, könnten sie sogar schmelzen oder zumindest glühen. Dies hat zwei Ursachen:

•   Alle Spaltprodukte sind radioaktiv. Die Strahlung wandelt sich beim Kontakt mit Materie in Wärmeenergie um. Letztendlich wandeln sich die Spaltprodukte in stabile (nicht radioaktive) Kerne um. Dies geschieht jedoch meist nicht in einem Schritt, sondern in mehreren Schritten. Dabei können sogar chemisch unterschiedliche Elemente entstehen. Jede Stufe sendet die ihr eigene Strahlung mit ihrer charakteristischen Energie aus.

•   Der radioaktive Zerfall ist im Einzelfall rein zufällig und durch nichts zu beeinflussen. Betrachtet man aber eine sehr große Anzahl von Atomen eines bestimmten Stoffes, kann man sehr wohl eine sog. Zerfallskonstante ermitteln. Für den praktischen Gebrauch hat sich die sog. Halbwertszeit eingebürgert: Das ist die Zeitdauer, nach der genau die Hälfte der ursprünglichen Menge zerfallen ist. Für den Umgang mit Atommüll ergibt das eine wichtige Konsequenz: Stoffe, die eine geringe Halbwertszeit haben, sind schnell zerfallen. Wegen ihrer hohen Zerfallsrate senden sie aber auch sehr viel Strahlung pro Zeiteinheit aus.

Für abgebrannte Brennelemente ergibt sich daraus der übliche Zyklus: Erst werden sie in ein tiefes Becken mit Wasser gestellt. Das Wasser dient dabei zur Abschirmung der Strahlung und als Kühlmittel. Nach ein paar Jahren ist bereits so viel radioaktives Material zerfallen, daß man die Brennelemente in trockene Behälter (z. B. Castoren) umlagern kann. Es beginnt die beliebig ausdehnbare Phase der “Zwischenlagerung”.

Wiederaufbereitung

Ein abgebranntes – und damit nicht mehr nutzbares – Brennelement eines Leichtwasserreaktors, besteht nur zu rund 4% aus Spaltprodukten – quasi der nuklearen Asche – aber immer noch aus dem Uran und einigem neu gebildeten Plutonium. Uran und Plutonium können weiterhin zur Energieerzeugung genutzt werden. 

Vom Standpunkt der Abfallbehandlung ergibt eine Wiederaufbereitung deshalb eine Verringerung des hochaktiven Abfalls (gemeint ist damit das abgebrannte Brennelement) um den Faktor Zwanzig, wenn man die Spaltprodukte abtrennt. 

Man dreht aber damit auch gleichzeitig an der Stellschraube “Zeitdauer der Gefahr”. Der radioaktive Zerfall verläuft nach einer e-Funktion. D. h. zu Anfang nimmt die Menge stark ab, schleicht sich aber nur sehr langsam dem Grenzwert “alles-ist-weg” an. In diesem Sinne tritt die Halbwertszeit wieder hervor. Plutonium–239 z. B., hat eine Halbwertszeit von über 24.000 Jahren. Man muß also mehr als 250.000 Jahre warten, bis nur noch ein Tausendstel der ursprünglichen Menge vorhanden wäre. Geht man von einem Anfangsgehalt von 1% Plutonium in den Brennstäben aus, sind das immer noch 10 Gramm pro Tonne. Nach den berühmten eine Million Jahren, beträgt die Konzentration etwa zwei Nanogramm pro Tonne. Auch nicht die Welt. Gleichwohl senkt das Abscheiden von Uran und Plutonium den Gefährdungszeitraum ganz beträchtlich. 

Die Spaltprodukte sind im Wesentlichen nach maximal 300 Jahren zerfallen. Das “radioaktive Glas” für die Endlagerung strahlt dann nur wenig mehr als ein gehaltvolles Uranerz wie z. B. Pechblende, aus dem Madame Curie einst das Radium chemisch extrahiert hat. 

Eine Wiederaufbereitung erzeugt keinen zusätzlichen Atommüll, sondern ist ein rein chemisches Verfahren. Atommüll wird nur in Reaktoren “erzeugt”. Richtig ist allerdings, daß die Anlage und alle verwendeten Hilfsstoffe mit Spaltprodukten etc. verschmutzt werden. Heute wirft man solche kontaminierten Teile nicht mehr einfach weg, sondern reinigt bzw. verbrennt sie.

Die minoren Aktinoide

Heute werden die minoren Aktinoide (Neptunium, Americium, Curium, Berkelium, Californium) ebenfalls noch als Abfall betrachtet und in der Spaltproduktlösung belassen. Sie sind für die Strahlung nach 300 Jahren wesentlich verantwortlich. Dies ist eine Kostenfrage, da sie sich nur sehr aufwendig aus einer Spaltproduktlösung abtrennen lassen. 

Sie bilden sich im Reaktor, weil nicht jedes eingefangene Neutron auch zu einer Spaltung führt. Je länger der Brennstoff im Reaktor verbleibt, um so weiter kann der Aufbau fortschreiten: aus Uran–235 wird Uran–236 und daraus Uran–237 gebildet bzw. aus Plutonium–239, Plutonium–240 usw. 

Setzt man Uran und Plutonium aus der Wiederaufbereitung erneut in Leichtwasserreaktoren ein, verlängert sich quasi die Verweilzeit und die Menge der minoren Aktinoide im Abfall nimmt entsprechend zu. So geht man heute davon aus, Mischoxide aus Uran und Plutonium nur einmal in Leichtwasserreaktoren zu verwenden. 

Grundlegend Abhilfe können hier nur Reaktoren mit schnellem Neutronenspektrum leisten. Will man ganz bewußt Plutonium “verbrennen”, um den ständig wachsenden Bestand auf der Welt zu verringern, bleibt nur der Einsatz solcher Reaktoren (z. B. der Typ PRISM) übrig. Reaktoren mit Wasser als Moderator sind viel zu gute “Brüter”. Handelsübliche Leichtwasserreaktoren haben eine sog. Konversionsrate von 0,6. Mit anderen Worten: Wenn man zehn Kerne spaltet, erzeugt man dabei automatisch sechs neue spaltbare Kerne – hauptsächlich durch Umwandlung von Uran–238 in Plutonium–239. Wenn man also reines Mischoxid einsetzt, hat man immer noch 0,6 x 0,6 = 36% der ursprünglichen Plutonium-Menge. Zum Überdruss auch noch in einer unangenehmeren Isotopenzusammensetzung. Keine besonders wirksame Methode, wenn man die Plutoniumvorräte auf der Welt drastisch verringern will. Völlig absurd in diesem Sinne, ist die Endlagerung kompletter Brennelemente, wie das in Deutschland geschehen soll. Bei dieser Methode sind die Anforderungen an ein Endlager am höchsten. 

An dieser Stelle soll Thorium nicht unerwähnt bleiben. Thorium erzeugt den kurzlebigsten Abfall, da der Weg ausgehend von Uran–233 sehr viel länger als von Uran–238 ist und über das gut spaltbare Uran–235 führt. Ein Thorium-Reaktor erzeugt kaum minore Aktinoide, sondern hauptsächlich kurzlebige Spaltprodukte.

Der deutsche Sonderweg

Ursprünglich sind wir in Deutschland auch von einer Wiederaufbereitung der Brennelemente ausgegangen. Wir haben sogar rund 7.000. to in Frankreich und England aufbereiten lassen. Der hochaktive Müll – bestehend aus in Glas gelösten Spaltprodukten und minoren Aktinoiden – wird und wurde bereits nach Deutschland zurückgeliefert. Es werden etwa 3.600 solcher Kokillen in Deutschland in ungefähr 130 Castoren (28 Kokillen pro Castor ) “zwischengelagert”. Bis zum geplanten Ausstieg im Jahre 2022 werden noch etwa 10.000 to Brennelemente hinzugekommen sein. 

Die Umstellung von Wiederaufbereitung zu direkter Endlagerung ist ein politischer Geniestreich Rot/Grüner-Ideologen gewesen: Deutschland hat nun das künstlich erschaffene Problem, ein – oder gar zwei – Endlager für zwei verschiedene hochaktive Abfallsorten zu erfinden. Beide von (wirtschaftlich) geringer Menge. Die verglasten Abfälle aus der Wiederaufbereitung, sind ziemlich unempfindlich gegenüber Wasser (lediglich Auslaugung) und erfordern einen sicheren Einschluß für lediglich ca. 10.000 Jahre. Direkt eingelagerte Brennelemente müssen wegen ihres Gehalts an Spaltstoff (Uran und Plutonium) sicher vor Wassereinbrüchen geschützt sein, um einen Kritikalitätsunfall zu verhindern. Die schwedische Methode der Kupferbehälter mag ein Hinweis in diese Richtung sein. Teuerer geht nimmer, aber das ist ja auch Programm, damit die Behauptung der “teueren Kernenergie” erfüllt werden kann. Zu allem Überdruss muß der sichere Einschluß auf diesem Weg für mindestens 200.000 Jahre erfolgen (Faktor 20!), um auf eine gleiche Gefährdung zu kommen. Aber auch das ist ja ausdrücklich gewollt, um die Angstindustrie kräftig anzuheizen.

Zuerst erschienen auf der Website des Autors hier




Was Trump tatsächlich der New York Times zur Globalen Erwärmung gesagt hat

Zum Klimawandel weigerte sich Herr Trump sein Versprechen zu wiederholen, das beim internationalen Klimaabkommen im vergangenen Jahr in Paris erreichte abzukündigen und er sagte: „Ich betrachte es sehr genau". Die New York Times berichtet darüber in einer Zusammenfassung des Interviews.

Ungeachtet der kürzlich erfolgten Ernennung seines Übergangsteam mit einem heftigen Kritiker des Pariser Abkommens, sagte Mr. Trump: ‚Ich habe ein offenes Ohr dafür‘ und dass saubere Luft und kristallklares Wasser von entscheidender Bedeutung sind, schrieb die Times.

Klingt ein wenig wie sein Wahlversprechen, in dem er versprach, den Pariser Klimavertrag „abzukündigen“, der von den Delegierten der UN an ihrem jährlichen Gipfel im vergangenen Jahr nach zähem Ringen vereinbart wurde.

Trump sagte, dass er ‚ein offenes Ohr‘ für den Pariser Vertrag haben würde, aber die nicht veröffentlichten Teile des Interviews scheinen mehr über seine aktuellen Gedanken bezüglich der globalen Erwärmung zu erzählen.

Trump hob nicht nur die Tatsache hervor, dass es viele prominente Skeptiker der von Menschen verursachten katastrophalen Erwärmung gibt, auch nahm er Bezug auf den Herausgeber der NYT, Arthur Sulzberger Jr. und seinen Versuch, die globale Erwärmung mit Stürmen zu verbinden.

Trump erwähnte sogar, wenn auch nicht mit Namen, den „Climategate" E-Mail-Skandal, wo angebliche Top-Wissenschaftler mit Klimadaten getüftelt haben, um die Erwärmung schlimmer aussehen zu lassen als sie war.

Während Trump sagte, dass er glaubt, es gibt „einige Verbindungen" zwischen den Menschen und der globalen Erwärmung, drückte er Besorgnis darüber aus, wie sehr die Klima Vorschriften die Wettbewerbsfähigkeit der USA beeinträchtigen würden.

Es sollte auch beachtet werden, dass Trump lachen muss, wenn er einige Fragen der Times über die globale Erwärmung beantwortet.

Hat sich Trumps Einstellung zur globalen Erwärmung gewandelt?

Hier ist das vollständige Transkript von dem, was Trump der NYT erzählte:

THOMAS L. FRIEDMAN, Kommentar Kolumnist: Herr Präsident – gewählter, kann ich eine Frage stellen? Eines der Probleme, die Sie sehr vorsichtig vermieden während Ihrer Kampagne nicht anzusprechen und auch nicht angesprochen haben, ist eines, das mir sehr lieb und am Herz liegt, ist das ganze Problem des Klimawandels, die Pariser Vereinbarung, wie Sie sich dem nähern wollen. Sie besitzen einige der schönsten Golfplätze in der Welt …

 [Gelächter, im Hintergrund Reden]

TRUMP: [lacht] Ich habe ihre Artikel gelesen. Einige werden sogar besser, weil Doral ein wenig weg ist … so dass es dann perfekt sein wird. (Unverständlich), aber das sagt er nicht. Er sagt, dass nur diejenigen, die in der Nähe am Wasser sind, verschwunden sein werden, aber Doral wird gut in Form sein. [Gelächter]

 [Doral, Miami, ist ein Ort für Reiche, in dem Trump Luxus Resorts und Golfplätze betreibt]

 FRIEDMAN: Aber es ist wirklich wichtig für mich und ich glaube, dass auch viele unserer Leser wissen wollen, wie Sie damit umgehen wollen. Ich glaube nicht, dass irgendjemand dagegen Einspruch erhebt, alle Energieformen zu nutzen. Aber Sie wollen Amerikas Führung in der Welt abgeben, dem Klimawandel entgegenzutreten?

TRUMP: Ich schaue mir das genau an, Tom. Ich werde Ihnen was sagen. Ich habe eine offene Haltung dazu. Wir werden sehr genau hinschauen. Es ist eine Angelegenheit die sehr interessant ist, denn es gibt nur wenige Dinge die noch unterschiedlicher gesehen werden als der Klimawandels. Sie neigen nicht dazu, das zu hören, aber es gibt Menschen auf der anderen Seite dieser Angelegenheit, die sind, denken, nicht einmal …

SULZBERGER: Wir haben davon gehört.

FRIEDMAN: Ich war auf "Squawk Box" mit Joe Kernen an diesem Morgen, so bekam ich die Ohren voll davon.

["Squawk Box" ist das ultimative "pre-market" Morgennachrichten und Gesprächsprogramm, wo die größten Namen der Wirtschaft und Politik ihre wichtigsten Geschichten erzählen; CNBC.com]

[Gelächter]

TRUMP: Joe ist einer von ihnen. Aber viele intelligente Menschen stimmen mit Ihnen nicht überein. Ich habe eine sehr offene Haltung dazu. Und ich werde eine Menge Dinge studieren, die damit zusammenhängen und wir werden sehr sorgfältig darauf schauen. Aber ich habe eine offene Haltung dazu.

SULZBERGER: Nun, da wir auf einer Insel leben, mein Herr, möchte ich Ihnen danken, dass Sie eine offene Haltung dazu haben. Wir haben gesehen, was diese Stürme anrichten, nicht wahr? Wir haben es persönlich gesehen. Gerade zu.

FRIEDMAN: Aber Sie haben eine offene Haltung dazu?

TRUMP: Ich habe eine offene Haltung dazu. Und wir hatten Stürme schon immer, Arthur.

SULZBERGER: Nicht solche.

TRUMP: Wissen Sie, dass der jemals heißeste Tag in 1890 ¬irgend sowas war, 98. Sie können zu vielen Vorkommnissen verschiedene Ansichten herausstellen. Ich habe eine völlig offene Meinung.

Mein Onkel war für 35 Jahre ein Professor bei M.I.T. Er war ein großer Ingenieur und Wissenschaftler. Er war ein toller Mensch. Und er war … lange her, er hatte Gefühle – Das war schon vor langer Zeit – er hatte Gefühle zu diesem Thema. Es ist ein sehr komplexes Thema. Ich bin nicht sicher, jemals jemand wirklich wissen wird [wie Klima funktioniert; geraten der Übersetzer]. Ich weiß, sie sagen, sie haben die Wissenschaft auf ihrer Seite, aber dann haben sie auch diese schrecklichen E-Mails die zwischen den Wissenschaftlern hin und her geschickt wurden. Wo war das in Genf oder wo auch immer vor fünf Jahren?

Schrecklich. Als Sie erwischt wurden, wissen Sie, Sie wissen das auch und man kann sagen, was soll das Ganze? Ich habe absolut eine offene Haltung dazu. Ich werde Ihnen was sagen: Saubere Luft ist von entscheidender Bedeutung. Sauberes Wasser, kristallklares Wasser ist von entscheidender Bedeutung. Sicherheit ist von entscheidender Bedeutung.

Und wissen Sie, Sie erwähnten die Golfplätze. Ich habe einige große, große, sehr erfolgreiche Golfplätze. Ich habe so viele Umweltpreise für die Art und Weise erhalten wie ich es gemacht habe, wissen Sie. Ich habe eine enorme Menge an Arbeit hineingesteckt, wo ich enorme Gewinne erhalte. Irgendwann werde ich sagen, dass ich ein wahrer Umweltschützer bin und in einigen Fällen werden die Leute lächeln und andere Leute, die mich kennen, verstehen, dass das wahr ist. Offene Meinung.

JAMES BENNET, Redakteur des Editorial: Wenn Sie sagen, eine offene Meinung, meinen Sie, dass Sie nur nicht sicher sind, ob die menschliche Aktivität den Klimawandel verursacht? Denken Sie, die menschliche Aktivität ist oder ist nicht damit verbunden?

TRUMP: Ich denke gerade jetzt … na ja, ich denke, es gibt einige Konnektivität. Es gibt einiges, etwas. Es hängt davon ab, wie viel. Auch hängt es davon ab, wie viel es unseren Unternehmen kostet. Sie müssen verstehen, unsere Unternehmen sind zurzeit nicht wettbewerbsfähig.

Sie sind wirklich weitgehend nicht wettbewerbsfähig. Vor etwa vier Wochen, begann ich einen bestimmten Satz in meine Reden einzufügen, dass wir seit W. Bush 70.000 Fabriken verloren haben. 70.000. Als ich zum ersten Mal diese Zahl sah, dachte ich: "Das muss ein Tippfehler sein. Es kann nicht 70 sein, man kann nicht 70.000 haben, Sie würden nicht denken, dass wir überhaupt 70.000 Fabriken hier haben. Und es war kein Tippfehler, es ist richtig. Wir haben 70.000 Fabriken verloren.

Wir sind gegenüber anderen Nationen nicht mehr wettbewerbsfähig. Wir müssen uns wieder wettbewerbsfähig zu machen. Wir sind nicht konkurrenzfähig, wegen einer Vielzahl von Gründen. Das wird mehr und mehr eine Notwenigkeit, es wieder zu werden. Weil viele dieser Länder, mit denen wir Geschäfte machen, schließen Abkommen mit unserem Präsidenten oder wem auch immer und dann, halten sie sich nicht an die Abkommen, das wissen Sie. Und es ist für ihre Unternehmen viel weniger teuer, die Produkte herzustellen. Also werde ich das sehr intensiv studieren und ich glaube, ich kann dabei ein gewichtiges Wort mitreden. Und ich glaube, meine Stimme wird gehört, vor allem von Menschen, die nicht an ihn [den Klimawandel] glauben. Und wir werden Sie es wissen lassen.

FRIEDMAN: Ich würde es hassen, Royal Aberdeen [Golf Club an der Ostküste Schottlands] unter Wasser zu sehen.

TRUMP: Die Nordsee, das könnte sein, das ist ein guter Witz, nicht wahr?

Gefunden auf The Daily Caller vom 23.11.2016

Übersetzt durch Andreas Demmig

Here’s What Trump Really Told NYT About Global Warming




Tschernobyl – die Kosten der Angst in Weißrussland

Im Vorwort wird der Unfall in Tschernobyl als die größte technische Katastrophe des 20. Jahrhunderts bezeichnet, unter der Weißrussland am meisten zu leiden hatte und noch leidet. 

Was sind nun nach diesem Bericht die objektiven Erkenntnisse über die Folgen für die Menschen?

Die Leute haben teilweise erhebliche Strahlendosen abbekommen, bei den Liquidatoren waren es bis 500 Millisievert (mSv). Einige Personen aus der betroffenen Bevölkerung erhielten Strahlendosen von über 200 mSv. Dass das doch nicht so erschreckend ist, zeigt ein Vergleich: Die zulässige Gesamtdosis für das ganze Berufsleben der Beschäftigten in kerntechnischen Anlagen beträgt 400 mSv. Daher ist nicht verwunderlich, was man in diesem Regierungsbericht liest: Das Schicksal von ursprünglich 826.000 Personen wurde verfolgt. Dabei zeigte sich, dass die Sterblichkeit, d.h. Sterbefälle pro 100.000 Personen und Jahr, ermittelt seit dem Jahr 2.000, derjenigen der Gesamtbevölkerung entspricht. 

Tatsächlich wurde sogar eine etwas unterdurchschnittliche Sterblichkeit ermittelt, auch für die über 5.000 Liquidatoren, was aber sicherlich nur eine statistische Ungenauigkeit darstellt. Oder ist es Hormesis, d.h. positive Wirkung geringer Strahlendosen? 

Allerdings hat Schilddrüsenkrebs bei Erwachsenen und Kindern stark zugenommen. Da diese Krankheit jedoch insgesamt nicht häufig auftrat und selten zum Tode führte, zeigt sich dies nicht in der Sterbestatistik.

Es wird im Bericht behauptet, unter den Liquidatoren gäbe es mehr Leukämiefälle als in der Gesamtbevölkerung, um den Faktor 1,4. Bei den sonstigen betroffenen Personen liegt die Leukämierate im normalen Bereich.

Bild rechts: Dynamik der Erkrankungen an Schilddrüsenkrebs in Weißrussland

Auch wird behauptet, es hätte in den ersten Jahren eine vermehrte Zahl von Missbildungen bei Neugeborenen gegeben. So wurden 31 Fälle von Down-Syndrom gezählt, während die ohne Strahlung erwartete Zahl 14 ist. Was gab es noch bei den 826.000 Betroffenen? Nichts. Sie wurden regelmäßig auf alles untersucht, aber Erkrankungen der Atemwege, des Blutbildungssystems und anderem lagen völlig im Bereich des Normalen. Es wäre auch nicht zu erklären, wie Strahlung solche Krankheiten verursachen könnte.

Das Ergebnis ist insofern erstaunlich, als Angst krank machen kann, und darunter litten die Leute sehr. Jedes Unwohlsein wurde auf die Strahlung zurückgeführt, und geringste Intensitäten galten als ganz schlimm, fast wie bei uns. Dagegen vorzugehen und die Leute zu beruhigen, war das Schwierigste und Teuerste für die Regierung. Man versuchte, Kenntnisse über Strahlenwirkungen zu verbreiten. Besonders beruhigend, meinte man, wäre Geld. So wurden dann doch, entgegen der Erklärung, dass allgemeine Krankheiten nicht häufiger geworden wären, viele Erkrankungen und Behinderungen als strahlenbedingt anerkannt, und dafür gab es Geld, kostenlose Benutzung von Verkehrsmitteln, Kuraufenthalte und anderes. 

Wer bei Aufräumarbeiten geholfen hatte, nämlich die eigentlichen Liquidatoren, außerdem Soldaten und andere, bekommen zu ihrer Rente noch einmal 50 % der Minimalrente. Wer in belasteten Gebieten lebt, bekommt für die Betreuung eines Kinders in den ersten 3 Lebensjahren 150 % des normalen Satzes. Wer in belasteten Gebieten arbeitet, erhält, wenn sie oder er anschließend arbeitslos werden sollte, 100 % des Lohnes weiterbezahlt. Der Schwangerschaftsurlaub der Frauen wird verlängert. Wer in einem belasteten Gebiet arbeitet, zahlt nichts für seine Kost, und wenn die nicht bereitgestellt werden kann, gibt es Geld. Und so weiter. 

Viel Geld wird auch für Infrastruktur ausgegeben: Straßen, Gas- und Wasserleitungen. Die haben unter dem Unfall nicht gelitten, aber nun soll es für die Bewohner besser werden als vorher. 

Was die Leute am meisten schätzen: Ständige medizinische Betreuung. Man hat eben Angst um seine Gesundheit. Eine besondere Rolle spielen Kuraufenthalte, vor allem für Kinder. Einige Einrichtungen wurden eigens für die „Tschernobyl-Kinder“ gebaut. Da werden sie dann auch von Psychologen betreut. Es heißt, in diesen Heimen geht es um die Erhaltung des psychischen, körperlichen und sozialen Wohlbefindens der Kinder. Diese Kuraufenthalte dauern 24 Tage. 

Da ist die Regierung auch dem Ausland dankbar, welches den Kindern Ferienaufenthalte ermöglicht hat. Nein, nicht Deutschland hat aus Weißrussland die meisten Kinder aufgenommen. Zwar waren es über 205.000, aber nach Italien reisten mehr als 461.000 Kinder. Offenbar war Italien das beliebtere Ziel. 

Wovon sollten sich die Kinder erholen? Mögliche Strahlenschäden entstehen in erster Linie durch radioaktive Stoffe, die durch Essen, Trinken und Einatmen in den Körper gelangt sind. Nach einigen Jahren findet man im Körper nur noch das radioaktive Caesium 137. Aber das bringen die Kinder an den Ferienort mit und verseuchen damit ganz unbedeutend die dortigen Toiletten. Fast alles Caesium nehmen sie wieder mit nach Haus. 

Als das Bundesamt für Strahlenschutz noch eine Fachbehörde war, hat dieses die Caesiumgehalte solcher nach Deutschland gereister Ferienkinder ermittelt. Ergebnis: Meist nichts, aber in einigen Fällen doch um die 3 Becquerel (Bq) pro kg Körpergewicht. Gegenüber dem natürlichen Radioisotop Kalium 40 im Körper mit etwa 100 Bq/kg also fast nichts. 

Wie würde es jemandem gehen, der nicht einige Bq/kg, sondern einige 1.000, also kBq/kg im Körper mit sich herumträgt? Vermutlich ganz gut. Derart gehaltvolle Menschen sind zwar nicht bekannt, aber viele Tiere in der Umgebung von Tschernobyl sind so belastet. 

Die 30 km-Zone um Tschernobyl ragt in das Staatsgebiet von Weißrussland hinein. Dieser Teil und ein großes angrenzendes Gebiet wurden zum Naturschutzgebiet erklärt. Im Boden ist viel Strontium 90 (Halbwertszeit 30 Jahre), aber auch Plutonium und Americium, deren Halbwertszeiten man nicht abwarten kann. Das für Lebewesen wesentlichste Radioisotop ist aber auch dort Caesium 137, und davon haben alle Tiere in dem 2.162 qkm großen Park „Polesskij“ mehrere 1.000 Bq/kg im Körper. 

Nun liest man in den Fachzeitschriften für Strahlenhysteriker wie „Gorleben Rundschau“ und „Strahlentelex“, große Tiere gäbe es um Tschernobyl nur scheinbar, kleine Tiere wie Spinnen an vielen Stellen kaum noch und was noch lebt, wäre übel mutiert. 

Da ist dem Bericht der weißrussischen Regierung mehr zu trauen. Der Park „Polesskij“ wird von Arten bewohnt, welche sonst in Weißrussland selten sind, nämlich von Braunbären, Dachsen, Luchsen und Siebenschläfern. Man hat 16 Wisente ausgesetzt, heute sind es 116. Eingesetzt hat man noch Przewalski-Pferde, alle anderen Populationen haben sich von selbst entwickelt: 1.500 Elche, 2.000 Birkhühner, 20 – 30 Paare von Schwarzstörchen, etliche Adler. Das Gelände versumpft immer mehr, das freut die etwa 70.000 Sumpfschildkröten.

Was tun? Die Tiere einfangen und für ein paar Wochen zur Erholung in deutsche Zoos bringen? 

Nun plant Weißrussland den Bau eines Kernkraftwerkes. Wie passt das in den Bericht? Dieser Plan wird nicht direkt erwähnt, aber in der Aufzählung, was man alles gelernt und geleistet hat, steht der Satz:

„Festigung der technisch-wissenschaftlichen Zusammenarbeit bei der Entwicklung einer sicheren Kerntechnik.“




Neues aus Absurdistan – WWF Aktivistin Regine Günther wird Berliner Senatorin für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz.

Wie schnell man – wenn man auf der richtigen Seite steht- zur Klimaexpertin (alle Hervorhebungen vom Autor) wird, erläutert die SZ so:

Die Klima-Expertin Regine Günther vom WWF Deutschland soll neue Berliner Senatorin für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz werden. …Die 53-Jährige leitet seit einigen Jahren das Referat für Klima und Energie bei der Umweltstiftung WWF Deutschland. Sie zählt zu den renommiertesten Experten zu Fragen des Klimawandels in Deutschland. Zuletzt war sie Mitglied der Regierungskommission, die nach Lösungen zur Finanzierung des Atomausstiegs suchte.

Die wirrtschaftlich etwas schwächelnde Berliner Zeitung ist da schon etwas präziser, wenn sie schreibt

..Ansonsten wird sich für die ausgewiesene Expertin für nationale und internationale Klimaschutzpolitik eine Menge ändern, vor allem die Perspektive auf das Thema, die der Wechsel von der Umweltaktivistin zur Exekutive zwangsläufig mit sich bringt. Bislang gehörte es zu den Standardaufgaben der studierten Politikwissenschaftlerin, die Klimapolitik der Bundesregierung zu geißeln. „So viel Unvermögen macht sprachlos“, resummiert Günther, die sich in der globalen Klimaschutzgemeinde bestens auskennt. Deren Jargon, in dem es um „differenzierte Sektorenziele“, „konkrete Minderungspfade“ für Kohlendioxid und Zielkorridore für den Kohleausstieg geht, kommen ihr holperfrei über die Lippen. 

Auch bei  Wikipedia mutiert Frau Günther zur Klimaexpertin. Dort findet man…

Regine Günther (* 1962)[1] ist eine deutsche Klimaexpertin. Am 23. November 2016 wurde bekannt, dass die parteilose Günther Senatorin für UmweltVerkehr und Klimaschutz im künftigen Berliner Senat werden wird.[2] Zuvor leitete sie 16 Jahre lang des Klima- und Energiereferat des WWF Deutschland. Derzeit ist sie Generaldirektorin Politik und Klima der Organisation.[3][4]

Um wenig später unter "Leben" den Werdegang von Frau Günther darzustellen. Denn dort finden wir bei Wikipedia

Günther studierte Geschichte in Heidelberg, Madrid und Berlin sowie von 1986 bis 1990 Politikwissenschaften an der Freien Universität Berlin.[5] Von 1995 bis 1998 war sie bei der Berliner Energieagentur beschäftigt, seit 1999 ist sie für den WWF Deutschland tätig.[3] Eines ihrer zentralen Themen ist die Umsetzung der Energiewende.[6] Günther gilt als ausgewiesene Expertin für nationale und internationale Klimaschutzpolitik.[7]

Günther stammt aus Kaiserslautern und lebt seit 1986 in Berlin. Sie ist verheiratet und hat eine erwachsene Tochter.[8]

Danach versteht versteht die "Klimaexpertin" Regine Günther nach früher mal üblicher Definition des Begriffs Expertin vom Klima in etwa soviel, wie der Igel vom Fensterputzen. Nämlich nichts.

Wovon sie einiges verstehen wird, sind Propaganda und Strippenziehen. Mit der Propaganda hat sie die Kollegen der Medien überzeugt, dass es sich bei ihr nur um eine Klimaexpertin handeln kann. Das Strippenziehen brachte ihr dazu den Senatorenposten ein.

Der Normale würde sagen in richtigen Genderdeutsch: "Da wurde die Geiß zur Gärtnerin gemacht". Willi Brandt formulierte es netter; wenn auch in etwas anderem Zusammenhang: 

"So wächst zusammen was zusammen gehört"




Bauer gegen Stromkonzern! Ein Leserbrief von Wolfgang Thüne

Sehr geehrte Damen und Herren,

gestatten Sie einen kurzen Leserbrief zu den beiden Artikeln:

Jede Anklage beruht auf einer Ursache-Wirkungs-Beziehung. Diese zu erforschen ist Aufgabe von Staatsanwälten und Richtern. Doch wie ist es um unser Bildungssystem bestellt, wenn nicht einmal die Justiz unterscheiden kann zwischen Wetter und Klima? In jedem Lexikon, in jedem Schulbuch steht: Klima wird vom Wetter abgeleitet und zwar nicht vom jährlichen Wetter, sondern von dem an einem Ort über 30 Jahre gemittelten Wetter.

Dies sagt auch Prof. Dr. Frank Sirocko bei seinem Vortrag „Universität im Rathaus“. Anhand der Gesteinsschichten von 620 000 Jahren könne man erkennen, „Dass das Wetter schon immer starken Schwankungen unterlag“.  Die Frage nach den Ursachen, nach dem Warum, klammerte er wohlwissend aus. Eine Antwort ist nicht möglich, denn selbst heute weiß kein Mensch, auch kein „Klimaexperte“, warum Jahr für Jahr der konkrete Wetterablauf ein anderer ist.

Dieses Allgemeinwissen um die Kausalität „Wetter – Klima“ müsste auch der Richter in Essen haben. Er hätte wie der US Supreme Court 2013 die Klage des Bauern aus Peru sofort abweisen müssen. RWE kann ob der CO2-Emissionen seiner Kraftwerke weder für die schwüle Hitze der Tropen, die trockene Hitze der Subtropen, die Kälte an den Polen oder Hochgebirgen noch die gemäßigten Temperaturen der mittleren Breiten ursächlich verantwortlich gemacht werden. RWE macht weder in Deutschland noch in der weiten Welt das Wetter! Eine „Globaltemperatur“ oder ein „Globalklima“ gibt es nicht, außer als künstlicher aber unnatürlicher Rechengröße.

Die Grünen- Bundestagsabgeordnete Bärbel Höhn verzichtet auch nicht auf ihre üppigen realen Abgeordneten-Diäten zugunsten eines wie auch immer geschätzten mittleren „Globaleinkommens“. Was sind ihre persönlichen Emissionswerte? Sie atmet Frischluft mit 400 ppm CO2 ein und emittiert kontaminierte Luft mit 40 000 ppm in die Umwelt. Der Bauer sollte besser seine Renovierungskosten von 6300 € von der Grünen-Fraktion einfordern. Die begleicht ihre Mitschuld am „Klimawandel“ aus der Portokasse!“

Mit der Bitte um Abdruck und freundlichen Grüßen

Dr. Wolfgang Thüne, Oppenheim




Die Anti-Fossile-Treibstoff Aktivisten scheiterten in der Kommunalwahl 2016

Heidi Ganahl, die Gründerin von Camp Bow Wow [ein Tierheim], besiegte eine verstohlene, gut finanzierte Umwelt-Maschine zur Übernahme des Board of Regents [Leitung der Universität, gewählter Beirat] der University of Colorado (CU) am 8. November.

 

Bild: Daily Caller; Bildtext: Varshini Prakash von der Divestment Student Network [Wir trainieren, beraten und koordinieren Studenten für nicht-gewaltätige, direkte Aktionen gegen Investitionen in fossile Brennstoffe und kommunale Reinvestitionen; Quelle Eigendarstellung Webseite] führt Sprechchöre an: „Ich glaube, dass wir gewinnen" während der „Unsere Generation, unsere Chance" Proteste in der Nähe des Weißen Hauses in Washington am 9. November 2015. Der Montagmarsch um Rassismus, Klima und Einwanderungsfragen war zeitlich genau terminiert zur 2016er US-Präsidentschaftswahl, nach Aussagen von Demonstranten. REUTERS / Jonathan Ernst

Tom Steyer und George Soros – die Bill McKibbens Aktivismus bei 350.org unterstützen und irreführend weichklingende Gruppen wie New Era – nutzen die Wahlurne, um die gefügig gemachten gewählten oder ernannten Wahlkämpfer, als politische Strohmänner für den Kampf gegen Kohle, Öl und Gas einsetzen zu können.

The Daily Caller: Unterstützen Sie die Anti-Fossile-Treibstoffe Bewegung?

Diese überregionalen Spender und Umweltschützer sind weitgehend gescheitert, trotz der über $ 4 Millionen Wahlkampfhilfe in Colorado, einschließlich des Wahlkampfs um die landesweite Kontrolle des Board of Regents der Universität von Colorado.

Dieses Anti-fossile Brennstoff „divestment movement“, wird nicht von Studenten gelenkt, bezahlt aber professionelle Aktivisten und ist „der Versuch, die Studenten zu radikalisieren und die öffentliche Unterstützung für drastische politische und wirtschaftliche Transformationen anzuschüren", so ein umfassender Bericht über das divestment movement durch die National Association of Scholars [Akademiker für freie Wissenschaft und offenen Meinungsaustausch, gegründet als Konfrontation gegen den aufkommenden campus political correctness; Quelle Webseite].

Frau Ganahl war befähigt diesen betrügerischen Wahlleitfaden zu entlarven und schlug knapp einen ehemaligen Klimabeamten und –ökologen der Obama-Regierung für den Posten des Vorsitzenden. Frau Ganahl fand, dass Wähler weniger über den Klimawandel besorgt sind, als über die Kosten des Unterrichts, Erhalt von Arbeitsplätzen und Wiederherstellung der freien Rede auf den Campus.

Sie glaubt an „lebhafte Debatten" und dass Hochschulen sich darauf konzentrieren sollten, „Studenten beizubringen zu denken und nicht was sie denken sollen."

In diesem exklusiven Video der Daily Caller News Foundation kommentiert Ganahl auch die wachsenden widerspenstigen Studentenproteste und Unruhen, die als Ergebnis der Präsidentschaftswahlen entstanden sind. Während Proteste in Amerika akzeptabel sind, kommen neue Beweise für ein bezahltes Profi-Protestnetzwerk zur Delegitimierung von Trumps Präsidentschaft.

Einige in Colorado fordern jetzt Steyer, den Anti-fossilen Brennstoffaktivisten und seinesgleichen auf, „nach Hause" nach Kalifornien abzuhauen.

Für mehr Informationen über Heidi Ganahl sehen Sie ihre Moms Fight Back Facebook Seite oder ihre website.

Gefunden auf The Daily Caller vom 19.11.2016

Übersetzt durch Andreas Demmig

http://dailycaller.com/2016/11/19/anti-fossil-fuel-divestment-tactics-failed-during-the-2016-election-and-here-is-a-woman-who-beat-them-video/




Wenn sich Dummköpfe mit Großmeistern anlegen: Wird China den Westen für den Klimabetrug teuer bezahlen lassen?

Man macht sich fleißig daran, die eigene Volkswirtschaft zu vernichten, siehe VW. Doch während die politischen Eliten Europas diesen Kurs nach wie vor geradezu euphorisch verfolgen, um so „das Klima zu retten“, scheinen die USA mit Trump langsam kalte Füße zu bekommen. Für die erfahrenen Politstrategen Chinas könnte damit der Moment gekommen sein, um dem Westen eine Quittung mit Zins und Zinseszins zu präsentieren, die uns noch gehörig auf den Magen schlagen könnte.


China ist eine Kulturnation, die es über Jahrtausende geschafft hat, sich selbst gegen drückend überlegene und gnadenlose Gegner wie die Mongolen oder die Briten zu behaupten. Westliche Nationen unter Führung der Briten hatten das Land jahrzehntelang mit Opium überschwemmt und jeden Widerstand mit brutaler Gewalt und Zerstörung wichtiger Kulturgüter beantwortet. Beim Umgang mit solchen Gegnern befolgt China die Regeln asiatischer Kampfsportarten: Setze gegen überlegene Kraft nicht Kraft, sondern Geschicklichkeit und Raffinesse ein, nutze den Schwung und die Masse deines Widersachers gegen ihn selbst. Aktuelle Meldungen über die Position Chinas bei der Klimakonferenz COP22 in Marrakech lassen darauf schließen, dass sich das Land inzwischen bereit macht, die Früchte dieser Strategie zu ernten. Jetzt, wo man beispielsweise in den USA zu merken scheint, wie sehr man sich vertan hat, scheint sich China bereit zu machen, die Führung der Mehrheit der armen Länder bei der „Klimabewegung“ zu übernehmen und für seine Zwecke zu nutzen. In dieser Rolle könnte es darauf dringen, dass der Westen seine leichtfertig gegebenen Zusagen in Höhe von mehr als 100 Mrd. $ auf Heller und Pfennig und auf die Tonne CO2-Minderung genau einzuhalten hat, während ihm der kommende, selbst verschuldete wirtschaftliche Niedergang bereits die Luft abdrückt. Darauf lassen zumindest Äußerungen hochrangiger chinesischer COP22-Delegierter [CHIN] gegenüber Journalisten des US-Senders CNN schließen.

 

Brände in Windenergieanlagen sind in der Regel nicht löschbar

Auf Vorwürfe reagiert China geschickt…

Hochgekocht ist die Situation nicht zuletzt durch Anschuldigungen des künftigen Präsidenten Donald Trump gegenüber China. Dieser hatte behauptet, dass die Theorie vom „Klimawandel“ ein chinesischer Schwindel sei, um der amerikanischen Industrie zu schaden und ihre Wettbewerbsfähigkeit zu unterminieren. Diesen Spieß hat China jetzt umgedreht. In Marrakech merkte der chinesische Vize-Außenminister Liu Zhenmin in einer Medienkonferenz an, dass es die US-Republikaner selbst gewesen seien, welche die weltweiten Verhandlungen über die „globale Erwärmung“ angestoßen hätten. Die von Reagan und Bush geführten US-Regierungen hätten die Klimaverhandlungen mit dem UN-IPPC in den 80er Jahren unterstützt. Nach der gleichen CNN-Meldung habe ein mitreisender chinesischer Delegierter darauf hingewiesen, dass es die EU und die USA gewesen seien, die „Chinas volle Aufmerksamkeit auf Klimafragen gelenkt“ hätten. Das ist ein geschickt formulierter Hinweis darauf, dass die USA bereits anlässlich der Verabschiedung des Kyoto-Protokolls massiven Druck auf China ausübten, die Vereinbarung ebenfalls zu unterzeichnen, obwohl die damit verknüpften Verpflichtungen die künftige Entwicklung des Landes massiv behindert hätten. Als China diesem Druck nicht nachgab, verweigerten auch die USA ihre Unterschrift. Und heute? China hat für seine Zustimmung zum „Weltklimavertrag“ weitreichende Zugeständnisse herausholen können und kann jetzt, wo es dem Westen wehzutun beginnt, auftrumpfen. Daher betonte Liu Zhenmin in Marrakech, dass der Klimawandel kein schlechter Scherz sei und die US-Republikaner immer noch die Gelegenheit hätten, sich an entsprechenden Gegenmaßnahmen zu beteiligen.

…und nutzt die Spaltung Amerikas

Für die Chinesen zahlt sich jetzt aus, dass sie die tiefe Spaltung der USA in der Frage des Klimawandels nutzen können. Trumps Position, China als Feind Amerikas darzustellen, der amerikanische Jobs und amerikanisches Geld „stehle“, zwang die in Marrakech anwesenden Vertreter der Obama-Administration dazu, massiv gegen ihren künftigen Präsidenten zu argumentieren. So versuchte der US-Außenminister John Kerry die Delegierten mit dem Hinweis zu beruhigen, dass er zwar nicht über die Politik des kommenden Präsidenten spekulieren könne, im Laufe seiner Karriere jedoch gelernt habe, dass sich manche Probleme nach Übernehme einer Regierungsverantwortung anders darstellen könnten als während des Wahlkampfs. Prinzipiell eigne sich das Thema Klimawandel nicht für Parteiengezänk.

Der als „Architekt“ von Obamas Klimapolitik bezeichnete besondere Klimawandeldelegierte Todd Stern sagte laut CNN, dass die USA mindestens vier Jahre brauchen würden, um formal aus den Pariser Abkommen herauszukommen – falls denn Trump hierfür genügend Unterstützung erhalte. Einfach auszusteigen wäre eine sehr schlechte Idee, ja sogar dumm. Eine Abkehr vom Abkommen würde erheblichen Kollateralschaden für die USA nach sich ziehen, da sich dann aller Wahrscheinlichkeit nach China an deren Stelle zum Anführer der Klimagespräche aufschwingen würde. Er habe den Eindruck, dass China glaubwürdig klargemacht habe, dass es an dem Abkommen festhalten und es vorantreiben wolle.

Zudem steht China noch ein weiteres Druckmittel in Form amerikanischer Schuldtitel (Treasuries) zur Verfügung. Hierzu brachte das Finanzportal Zerohedge am 17.11. eine Meldung unter der Schlagzeile: „Saudis und China trennen sich von Treasuries; Ausländische Zentralbanken liquidieren US-Papiere für die Rekordsumme von 375 Mrd. US-$“ [ZERO].


Der 5-Sitzer BYD e6 des weltgrößten chinesischen Batterieherstellers BYD hat eine Batteriekapazität von 80 kWh, 400 km Reichweite und kostet weniger als 60.000 Euro

Der Westen in der selbst gestellten Falle

Diese Aussagen verdeutlichen das Dilemma, in das sich die westlichen Nationen manövriert haben. In ihrem Eifer, auch noch den letzten Mini-Staat für ihre „Klimarettung“ zu begeistern, um mit diesem Hebel den Widerstand entwickelterer Länder wie Indien, Brasilien oder China zu brechen, haben sie den ersteren enorme Zugeständnisse gemacht und zugleich den ärmeren Nationen Fördergelder in fast schon astronomischen Größenordnungen versprochen. Zugleich haben sie sich selbst Verpflichtungen aufgebürdet, an denen sie wirtschaftlich zugrunde gehen müssen. Die 24.000 Arbeitsplätze, die jetzt allein bei VW in Deutschland verlorengehen, sind nur ein Vorgeschmack der tatsächlich zu erwartenden Konsequenzen. Bei den Zulieferern dürften zusätzlich mindestens 100.000 weitere Werker ihre Arbeit verlieren, und das zu wesentlich weniger komfortablen Konditionen als bei VW selbst. Diese Welle wird sich durch die gesamte Kfz-Industrie fortsetzen und sich mit fortschreitender „Dekarbonisierung“ auch auf andere Branchen wie den Maschinenbau oder die Hersteller von Chemieanlagen und Raffinerieausrüstungen auswirken. Wieweit Deutschland dann seine gegebenen Verpflichtungen überhaupt noch einhalten kann oder will, bleibt abzuwarten. Eines ist jedoch sicher: Wenn es uns nicht mehr gut geht, wird sich das auch international auswirken. Der Strom von Armutsflüchtlingen, der aus dem Süden auf Europa zurollen wird, dürfte die Ereignisse des Jahres 2015 dann bei weitem in den Schatten stellen.


Bei Solarpaneelen ist China bereits seit Jahren Weltmarktführer

China kann nur gewinnen

China kann dagegen in dieser Lage nur gewinnen. Sollte es ihm gelingen, sich an die Spitze der „Klimawandelbewegung“ zu setzen, so kann es seine stärksten Konkurrenten auf dem Weltmarkt quasi nach Belieben vor sich hertreiben. Zugleich werden die mehr als 100 Mrd., die für den „Klimaschutz“ sowie Maßnahmen zur Förderung „grüner“ Energien in südliche Länder gepumpt werden sollen, die chinesischen Exporte von Solarpaneelen und Windenergieanlagen beflügeln. Schließlich hat die massiv subventionierte Nachfrage aus Europa und den USA dafür gesorgt, dass entsprechende chinesische Anbieter inzwischen längst zu Weltmarktführern herangewachsen sind. Eine wirklich optimale Win-Loose-Situation: Dank unserer Politik können wir uns aussuchen, ob wir diesen Refrain als „they win, we loose“ oder lieber als „we loose, they win“ singen sollen.

Auch bei der Elektromobilität könnte sich herausstellen, dass es nicht Marktschreier wie Hr. Musk von Tesla sein werden, die den künftigen Gang der Dinge bestimmen. Eher ist zu erwarten, dass es die bisher eher still und unbeachtet vor sich hin werkelnden Chinesen sind, deren Automobiltechnologie im Westen mit überheblichem Lächeln abqualifiziert wird. Sie haben dann beste Aussichten, auf den durch massiven staatlichen Druck Richtung E-Technologie orientierten Märkten zu dominieren.

Tod auf Raten. Deutschland legt bis 2022 seine Kernkraftwerke still. Hier das 2015 abgeschaltete KKW Grafenrheinfeld (Foto: Avda, Wikimedia Commons)

Der Vorteil langfristigen Denkens

Im Unterschied zu den Gestalten, die hier im Westen ihre Länder dadurch führen, dass sie einfach wechselnden Stimmungslagen der öffentlichen Meinung hinterherlaufen, wird in China langfristig geplant. Deshalb bereitet sich das Land systematisch auf das irgendwann mögliche Ende der Verfügbarkeit fossiler Brennstoffe vor und setzt dabei massiv auf Kernenergie. Derzeit verfügt man über 35 Kernkraftwerke mit einer Kapazität von 31,6 Gigawatt (GW). Im laufenden Fünfjahresplan sollen pro Jahr sechs bis acht weitere Reaktoren hinzukommen, wobei man im eigenen Land über die gesamte Bandbreite an Technologien verfügt [NUK]. Bis 2040 haben Druckwasserreaktoren Priorität. Ihre Kapazität soll in diesem Zeitraum auf rund 200 GW zunehmen, was rund 200 KKW entspricht. Zum Vergleich: Die Jahreshöchstlast in Deutschland liegt bei etwa 80 GW. Nach 2040 soll die Stunde der „schnelle-Neutronen“-Reaktoren („schnelle Brüter“) schlagen, die nuklearen Abfall, Plutonium sowie abgereichertes Uran verwerten können. Ihre Kapazität soll bis 2100 auf 1.400 GW anwachsen. Das allein entspricht etwa 1.000 bis 1.400 weiteren Kernkraftwerken.

Fred F. Mueller

Quellen

[CHIN] http://edition.cnn.com/2016/11/17/africa/china-climate-change-hoax-us-trump/

[NUK] http://www.world-nuclear.org/information-library/country-profiles/countries-a-f/china-nuclear-power.aspx

[ZERO] http://www.zerohedge.com/news/2016-11-16/saudis-china-dump-treasuries-foreign-central-banks-liquidate-record-375-billion-us-p




Skeptische Wissenschaftler verstören die Teilnehmer des UN Klimagipfel

MARRAKECH, Marokko – Ein Team internationaler Wissenschaftler verstörte die Teilnehmer des UN-Klimagipfel in Marrakesch und begrüßte die Wahl von Donald Trump als Möglichkeit, positive Reformen für die Klimaforschung zu erreichen. Drei Wissenschaftler aus Paraguay, Norwegen und Schweden, erhielten Redezeit durch die UN, um eine skeptische Sicht auf den Klimawandel zu präsentieren. Sie lobten Trump für die Ablehnung der UN-Forderungen der "globalen Erwärmung" wegen. Die drei Wissenschaftler hoffen auch, dass Trumps Präsidentschaft dazu beitragen wird, die politische UN-Klimapolitik zu beenden.

Der Agro-Biologe Dr. Albrecht Glatzle aus Paraguay, war besonders von der Wahl des Klimaskeptikers Trump zur Präsidentschaft angetan.

"Ich habe sehr viel Hoffnung, dass seine Wahl die Initialisierung einer Wende in der Wissenschaft im Zusammenhang mit dem Klimawandel sein wird", sagte Glatzle, Direktor der Naturwissenschaftler von INTTAS in Paraguay [gemeinnütziges  Agrarinstitut] , zu Climate Depot auf dem UN-Gipfel.

Quelle: Climate Depot von businessinsider.com

Glatzles Rat für Trump ist einfach:

"Fahren Sie fort mit Ihren Plänen diese politisierte Klimapolitik zu beenden und bringen Sie die Wissenschaft zurück an ihren Platz. Wenn jemand wie Trump bereit ist, die endlose Finanzierung des Klimawandels zu beenden, der nur die Angst fördert, bin ich dafür sehr dankbar.

Ich hoffe, Trump zieht die USA aus dem UN-Klimaschutzabkommen zurück. Der UN-Klimavertrag basiert auf einer Illusion. Sie können das Klima nicht einfach durch Drehen der CO2-Taste einstellen. Es ist eine Illusion zu glauben, dass die Vereinten Nationen das Klima auf eine gewünschte Temperatur einstellen können.“

Glatzle warnte, dass Geld die Klimawissenschaft und die Agenda verdorben habe.

"Auch in meinem Land in Paraguay erwarten die Minister viel Geld aus dem Klimaschutzprogramm. Sie sind bereit, die UN-Klimabehauptungen zu akzeptieren, weil sie dafür Geld bekommen werden. Eigentlich fördert die UN nur die verzerrte Wissenschaft. Es gibt viele Wissenschaftler – ich kenne eine ganze Zahl auf der ganzen Welt – die eine gegensätzliche Position gegenüber dem einnehmen, was die UN behauptet ".

Der prominente schwedische Geologe Dr. Nils Axel Morner wird von Trumps Präsidentschaftssieg sehr ermutigt. "Trump ist ein kluger Kopf“. Morner ist hoffnungsvoll, dass Trump die Klimawissenschaft aus ihrem Zwang zum „Konsens mit der Sicht der Vereinten Nationen" befreien kann.

Morner, der die Abteilung für Paläogeophysik & Geodynamik an der Universität Stockholm leitete, sagte gegenüber Climate Depot nach seiner wissenschaftlichen Präsentation bei der UN am 17. November

"Studien, die die UN Sicht nicht stützen, werden nicht veröffentlicht. Jetzt mit einem Präsidenten Trump, sollte es nicht länger erlaubt sein, Skeptiker auszublenden und Wissenschaftler zu diskriminieren, die nicht auf Linie sind. Wir haben einen Vorteil von Trumps Sieg: Wir Wissenschaftler erleben vielleicht eine Befreiung von diesem unwissenschaftlichen Abwürgen von Berichten.

Morner erklärte, dass die Klimakommission der Vereinten Nationen im Grunde eine Lobbyorganisation ist. "Die UN startete falsch. Das gesamte UN-IPCC-Projekt sollte nur herausfinden, dass CO2 gefährlich ist. Aber die UN begann mit der Antwort und das kann man in der Wissenschaft nicht. Stattdessen müssen Sie nach etwas suchen und dann bekommen Sie etwas, hoffentlich.

Als die UN begann, uns mitzuteilen, was die Antwort sein sollte (CO2 muss kontrolliert werden), dann wurden alle politischen Ideen zur „Lösung der Krise“ aufgeblasen und jetzt ist es eine große Industrie – es ist eine riesige Industrie.

Trump liegt völlig richtig mit seiner Einschätzung der globalen Erwärmung und er sollte auch weiterhin dagegenhalten gegen Klima-Aktivisten. CO2 ist nichts schlechtes, es ist ein Dünger, es ist kein Schadstoff und Trump hat dieses richtig aufgenommen".

Morner und die anderen Wissenschaftler drängen Trump, sich aus den UN-Klimaverhandlungen zurückzuziehen.

"Na sicher, das muss ein Clexit werden", sagte Morner. (Climate Exit aus der UN) "Die UN ist irreführend und völlig falsch auf Kohlendioxid konzentriert. Enorme Mengen von Geld werden nur ins Meer geworfen".

Der norwegische Astrophysiker Professor Jan-Erik Solheim, emeritiert vom Institut für Physik an der Universität Tromso, sagte, dass eine Trump-Präsidentschaft dazu beitragen kann, wissenschaftliche Zeitschriften von der Zensur von Studien zu befreien, die gegen die UN-Klimawandel-Erzählung gehen.

"Wir kennen viele skeptische Wissenschaftler, aber viele von ihnen sind schweigsam und können nicht frei publizieren und mit ihrer Arbeit „die UN Klimabehauptungen“ untergraben", erklärte Solheim. "Trumps Sieg ist vielversprechend. Wir können wieder reale Wissenschaft auf diesem Gebiet zurückbekommen".

Darüber hinaus sprach sich auch andere Wissenschaftler für Trump aus, während der UN-Klimagipfel in Marokko stattfand.

UK Astrophysiker & Meteorologe Piers Corbyn erklärte Trumps Ansichten über den Klimawandel sind "ausgezeichnet".

Im Interview mit LBC sprach Corbyn von der "globalen Erwärmung": "Es war Obamas dümmste Errungenschaft", sich auf das UN-Klimaabkommen von Paris zu beziehen. [LBC London Broadcasting Company, Radiostation]

Piers auch verteidigt Trump letzten tweet, das China  den „Klimawandel" erfindet, auf UK Express.

Corbyn: "Ich denke, was Trump meint ist, dass die Chinesen eine Menge Geld daraus gewinnen, weil sie alle Windparks bauen, die aufgestellt werden, für die aber wir bezahlen. Leichtes Geld für die  Chinesen".

Erschienen auf Climate Depot am 19. 11. 2016

Übersetzt durch Andreas Demmig

http://www.climatedepot.com/2016/11/19/skeptical-scientists-crash-un-climate-summit-praise-trump-for-bringing-science-back-again/




Die simulierte Klimakatastrophe

Donald Trump will vom Klimaschutz nichts wissen.*) Recht so. Ganz allein steht er damit ohnehin nicht. Viele Wissenschaftler halten ebenfalls nichts davon, nur lassen die System- und Lückenmedien sie nicht zu Wort kommen. Schon lange nichts davon hält das  Europäische Institut für Klima und Energie (EIKE) in Jena. Dieses Institut, ein eingetragener Verein (hier), hat jetzt während der UN-Klimakonferenz in Marrakesch**) selbst eine Klimakonferenz veranstaltet, allerdings eine der sehr viel anderen Art und in Berlin. Der amerikanische president elect dürfte seine Freude daran gehabt haben.

Zeitvertreib auf Steuerzahlerkosten in Marrakesch

In Marrakesch vertreiben sich tausende Delegierte und Journalisten aus rund 190 Staaten, angetan von der eigenen Bedeutsamkeit, die Zeit auf Kosten der Steuerzahler damit, den Klimaschutzvertrag von Paris in konkrete Folgen umzusetzen. In Paris (Dezember 2015) hatte man sich darauf geeinigt, die Erderwärmung auf höchstens zwei Grad zu begrenzen. Ebenso hätte man beschließen können, die Erde mit ihrer Ellipsenbahn um die Sonne von diesem superheißem Himmelskörper etwas weiter weg kreisen zu lassen. Das würde zwar Abkühlung wirklich bringen, liegt aber nicht in menschlicher Macht. Ohnehin wäre es nicht ratsam, das zu tun: Eiszeiten sind nicht sehr komfortabel. So hat man denn „nur“ beschlossen, die vorgeblich durch anthropogenes CO2 befürchtete Erderwärmung auf höchstens zwei Grad Celsius zu begrenzen.

Die Freiheit, sich mutwillig zu ruinieren

Geschehen soll das mit weniger CO2-Ausstoß. Dass weniger anthropogenes CO2 die Erderwärmung begrenzt, wird zwar heftig geglaubt, liegt aber, selbst wenn die Begrenzung gelänge, ebenfalls nicht in menschlicher Macht. Vulgo: Es kann nicht gelingen, kostet aber Hunderte Milliarden von sinnlos rausgeschmissenem Geld. Doch was hat Menschen je daran gehindert zu glauben, was unglaublich ist und wissenschaftlichen Erkenntnissen widerspricht. Berufen dürfen sie sich  doch auf die Glaubensfreiheit. Und gehört zur Freiheit nicht sogar die Freiheit, sich mutwillig zu ruinieren? 

Das Klima-Abkommen 2015 von Paris und worauf es abzielt

Darüber, was die Klimaübereinkunft von Paris wirklich bedeutet, referierte EIKE-Vizepräsident Michael Limburg, der für alle berufsmäßigen Klimaschützer und CO2-Wahn-Anhänger ein rotes Tuch ist, folglich diffamiert wird, aber gelernt hat, damit zu leben. Er sprach in Berlin darüber, was die Klimaschutz-Übereinkunft 2015 in Paris wirklich bedeutet. Was im Kern dort beschlossen wurde, steht in deren Artikel 2. Danach zielt das Abkommen darauf ab, „die globale Antwort auf die Bedrohung durch den Klimawandel zu stärken“. Die Vorgabe dazu lautet: „Der Anstieg der globalen Durchschnitts-Temperatur ist klar auf weniger als 2°C über den vorindustriellen Werten zu begrenzen, und zugleich sind die Bemühungen zu verfolgen, diesen Temperatur-Anstieg auf 1.5° C zu begrenzen.“ Einzelheiten dazu in der Fußnote***).

Für den Klimaschutz völlig nutzlos, beliebig auslegbar und unglaublich teuer

Limburgs Zusammenfassung zum Pariser Abkommen lautet: 1. Es enthält keine bestimmte Bezugstemperatur, sie ist beliebig. 2. Es enthält keine erkennbar Bezugszeit, sie ist ebenfalls beliebig. 3. Es  enthält keine Aussage wann und wie das Ziel (höchstens 2 Grad mehr) erreicht werden soll. 4. Es enthält nur eine scharf definierte Differenztemperatur, und die ist (wegen der drei vorangegangenen Feststellungen)  nutzlos. 5. Es enthält auch keine Vorgaben für die CO2-Verminderung. 5. Es enthält aber die Zusicherung, von 2020 an jährlich 100 Milliarden Dollar einzusammeln (von 2025 an sogar erheblich mehr) und sie zu verteilen. Limburg Fazit: „Die Pariser Beschlüsse sind für den Klimaschutz völlig nutzlos, beliebig auslegbar und unglaublich teuer.“

Das eigentliche Ziel: die Große Transformation

Was wird das Schicksal des Pariser Abkommens sein? So, wie das von Kyoto? Limburg meint: „Ja, sehr wahrscheinlich.“  Aber das eigentliche Ziel sei nicht der „Klimaschutz“, sondern die „Große Transformation“ von Wirtschaft und Gesellschaft. Danach ist der Klimaschutz nur das politische Vehikel, um die Bürger zum Mitmachen zu bewegen. Oder noch deutlicher gesagt: Um ihre Bereitschaft zum Mitmachen zu erschleichen, ohne dass sie vorzeitig merken, was dahinter steckt und politisch wirklich gewollt ist.

Umweltministerin Hendricks hat das Ziel preisgegeben

Limburg zitierte Bundesumweltministerin Barbara Hendricks: „Es geht darum, der ganzen Gesellschaft, insbesondere der Wirtschaft, aber auch der ganzen Gesellschaft klar zu machen, dass wir einen Transformationsprozess vor uns haben. Weg von den fossilen Energieträgern bedeutet, dass wir eine wirkliche Umstellung in Wirtschaft und Gesellschaft haben werden, was aber nicht heißt, dass es hinterher schlechter ist. Es wird anders sein als jetzt und es wird gerade Deutschland mit seinen großen technologischen Möglichkeiten in eine Vorreiterrolle bringen.  (Interview im Deutschlandfunk am 30. September 2016 hier).

Otmar Edenhofer: Wir verteilen das Weltvermögen um

Oder Prof. Dr. Otmar Edenhofer als IPCC-Vizepräsident schon vor sechs Jahren: „Wir verteilen durch die Klimapolitik de facto das Weltvermögen um. Dass die Besitzer von Kohle und Öl davon nicht begeistert sind, liegt auf der Hand. Man muss sich von der Illusion freimachen, dass internationale Klimapolitik Umweltpolitik ist. Das hat mit Umweltpolitik, mit Problemen wie Waldsterben oder Ozonloch fast nichts mehr zu tun.“ (Neue Zürcher Zeitung vom 14. November 2010)

Christine Stewart: Gleichheit in die Welt tragen

Oder die frühere kanadische Ministerin für Umwelt Christine Stewart:  „Es ist egal, ob die Wissenschaft der globalen Erwärmung komplett an den Haaren herbeigezogen ist, gibt uns der Klimawandel doch die größte Möglichkeit Gerechtigkeit und Gleichheit in die Welt zu tragen.“

Timothy Wirth: Selbst wenn die Theorie falsch ist, tun wir das Richtige

Oder der Präsident der UN-Foundation und einstige amerikanische Senator Timothy Wirth: “Wir müssen auf dem Thema der globalen Erwärmung herumreiten. Selbst wenn die Theorie der globalen Erwärmung falsch ist, tun wir das Richtige im Sinne der Wirtschafts- und Umweltpolitik.“

David Rockefeller: Wir brauchen die richtige Krise

Oder der Executive Manager des Club of Rome David Rockefeller: „Wir stehen an der Schwelle einer globalen Transformation. Alles was wir hierzu brauchen, ist die richtige Krise.“  

Anmerkung der Redaktion:

Dass die Rockefellers die Klimahysterie immer weiter versuchen anzutreiben bemerkt sogar die New York Times Details hier 

Alle Zitate aus dem Vortrag von Michael Limburg.

Dekarbonisierung – für Merkel ein klarer Fall

Dies Ziel also ist die „Transformation durch Dekarbonisierung“. Es bedeutet auf Deutsch den kompletten Abschied von Kohle, Öl und Erdgas. Das ist auch für Kanzlerin Merkel ein klarer Fall: “Wir wissen, dass wir im Laufe des Jahrhunderts eine Dekarbonisierung brauchen.” Gesagt hat sie das am 8. Juni 2015 zum Abschluss des G7-Gipfels auf Schloss Elmau in Oberbayern. Wikipedia (hier) definiert Dekarbonisierung allgemein so: „Dabei werden Handlungen und Prozesse, durch die Kohlenstoffdioxid (CO2) freigesetzt wird, durch solche Prozesse abgelöst, bei denen diese Freisetzungen unterbleiben oder kompensiert werden.“ Gebraucht wird die Dekarbonisierung keineswegs, schon gar nicht für den vorgeblichen Klimaschutz.

Benny Peiser: Die deutsche Klimapolitik ist apokalyptisch

Auf der gleichen Konferenz in Berlin nannte Dr. Benny Peiser die deutsche Klimapolitik mit ihrer Angstmacherei, mit ihren Drohgebärden apokalyptisch. Sie sei eine nationale Selbstverletzung. Doch habe die Wahl von Donald Trump zum neuen amerikanischen Präsidenten die Klimapolitik erschüttert. Ihr Ende werde aber erst dann kommen, wenn die Angst vor der De-Industriealisierung größer sei als vor der Klimaerwärmung. Zum Pariser Abkommen sagte er, es verpflichte nicht dazu, die in ihm genannten Ziele einzuhalten und überhaupt etwas zu tun. Die EU habe ihr Hauptziel, dass sich auch die anderen Staaten zu Maßnahmen rechtlich verpflichten, nicht erreicht und eine diplomatische Niederlage erlitten. Das Abkommen sei das Papier nicht wert, auf dem es stehe. In der politischen Praxis werde es einfach ignoriert werden. Peiser ist Direktor der Global Warming Policy Foundation und des gleichnamigen Forums in Großbritannien.

Klaus-Eckart Puls: Die Achillesferse der Klimamodelle

Der Diplom-Meteorologe Klaus-Eckart Puls sprach über die „Achillesferse“ der Klimamodelle: die Wasserdampf-Verstärkung. Einzelheiten dazu finden Sie hier. Das Fazit: „Die Treibhaus-Wirkung von zusätzlichem CO2 ist marginal, und liegt im natürlichen Rauschen der Klima-Temperaturen. … Die Treibhaus-Eigenschaften von CO2 können bei Konzentrations-Verdoppelung in einer realen, also wasserdampf-haltigen Atmosphäre nur etwa ein halbes Grad Erwärmung bewirken. Die Klima-Modelle ‚benötigen’ für ihre spektakulären Temperatur-Prognosen hypothetische Verstärkungs-Prozesse, allen voran die Wasser-Dampf-Verstärkung. Allerdings – die Natur macht etwas anderes. … Die Messungen der Wasserdampf-Konzentration in der Troposphäre widersprechen weitgehend  den Annahmen und Ergebnissen der Klima-Modelle…. Die Messungen  zeigen, daß es global in der Atmosphäre weder mehr Wasserdampf noch mehr Niederschläge gibt.“

Die IPCC-Modelle arbeiten mit Verstärkungshypothesen

Das zusammengefasste Ergebnis von Puls lautet: „Bei CO2-Verdoppelung in einer realen, wasserdampf-haltigen Atmosphäre beträgt der zusätzliche Treibhaus-Effekt von CO2 auf der Basis von Labor-Messungen nur etwa ½ Grad. Die Modelle der IPCC-nahen Institute erzielen daher die ständig propagierten 2 … 5 Grad globaler Erwärmung nicht mit CO2, sondern mit Verstärkungs-Hypothesen, insbesondere mit der Wasserdampf-Verstärkung. Daraus folgt: Nach der säkularen Erwärmung im 20. Jahrhundert um ca. 0,7 Grad müsste einerseits die Wasserdampf-Gehalt der Atmosphäre schon messbar zugenommen haben, andererseits müsste die Temperatur von Jahrzehnt zu Jahrzehnt beschleunigt ansteigen. Beides wird von den meteorologischen Messungen widerlegt: Weder in der Troposphäre noch in der Stratosphäre sind solche Trends zu beobachten, eher ein leichter Trend zu weniger Wasserdampf, und auch zu weniger Verdunstung am Boden. Auch stagniert die Global-Temperatur seit 15 Jahren.“Oder ganz kurz formuliert: Real messen statt theoretisch modellieren

Die simulierte Klimakatastrophe

Die angebliche Klimakatastrophe ist für Puls, wie er in Berlin sagte, eine simulierte Katastrophe, keine gemessene. Die kritischen Fakten stünden auch in den IPCC-Basisberichten, aber in der 40-seitigen Zusammenfassung stehe das genaue Gegenteil.

Der CO2-Zertifikatehandel steht auf höchst fragiler Rechtsgrundlage

Der Jurist Prof. Dr. Markus C. Kerber, TU Berlin, befasste sich kritisch mit der EU als klimapolitischen Gestalter und der ordnungspolitische Grundlage dafür. Das Initiativ-Monopol der EU-Kommission sei eine ständige Einladung zu immer mehr staatlichen Eingriffen. Ganz allgemein stellte er fest: „Behörden suchen Kompetenzen und, wenn sie sie haben, tätig zu werden und sie auszuweiten.“ Das CO2-Emissionshandelssystem stehe auf einer rechtlich höchst fragilen Grundlage. Jeder könne gegen die betreffende EU-Richtlinie klagen (ultra-vires-Klage, zum Begriff siehe hier und   hier), weil sich die EU-Kommission Kompetenzen anmaße, die sie nicht habe. Kerber sprach von einem drangsalierenden und diktatorischen Handeln der EU-Kommission.

Die Unverhältnismäßigkeit der Klimaschutzpolitik

Dem Emissionshandel fehle es auch an der Verhältnismäßigkeit, weil er dazu führe, Industrien nach außerhalb der EU zu verlagern. Den quantitativen Beweis für die Unverhältnismäßigkeit der Klimaschutzpolitik sieht Kerber im unverhältnismäßig großen Abstand von Kosten und Ertrag dieser Politik. Ebenso sieht er (anders als der EuGH) das Gleichbehandlungsgebot verletzt. Kerber bezieht sich dabei auf die Liste privilegierter Unternehmen, die Gratiszertifikate für ihre CO2-Emissionen bekämen, die anderen Unternehmen vorenthalten würden.  Das Gebot besagt, gleiche Sachverhalte seien staatlicherseits nicht ungleich zu behandeln, und ungleiche nicht gleich. Kerber sieht im EuGH keinen Verbündeten gegen die Klimaschutzpolitik. Das „System Brüssel“ sei außer Kontrolle geraten, es habe jegliche Gewaltenteilung gesprengt.

Wettbewerbsverfälschung mit massivem Eingriff in Eigentums- und Freiheitsrechte

Mit kritischer juristischer Schärfe bedachte Kerber die Klimapolitik auch unter Aspekten des Wettbewerbs. Sie habe die EU-Wettbewerbspolitik zugunsten optionaler Aufgaben der EU-Kommission verdrängt. Sie greife massiv ein in das private Eigentum und in Freiheitsrechte. Die Liste für Gratiszertifikate privilegierter Unternehmen sei eine Quelle der Wettbewerbsverfälschung. Im internationalen Handel sei die Klimaschutzpolitik eine Wettbewerbsverfälschung zu Lasten von Unternehmen mit Standort in der EU. Die Quellen dieser Verfälschungen blieben von vielen in Wissenschaft und Öffentlichkeit unbemerkt. Der frühere französische Staatspräsident Nicolas Sarkozy habe seinerzeit der besonders von Deutschland betriebenen Klimaschutzpolitik vor allem deswegen zugestimmt, weil sie die deutsche Wirtschaft und Deutschland wirtschaftlich massiv schädige, Frankreich aber drei Viertel seines Strombedarfs mit CO2-freien Kernkraftwerken erzeuge. Kerber: „Als einziges EU-Land betreibt Deutschland nicht seine nationalen Interessen.“

Die anderen Themen: Meeresspiegel, Vulkane, Eisschilde, Sonnenzyklen …

Insgesamt bekamen die Konferenzteilnehmer vierzehn wissenschaftliche Vorträge zu hören. Themen waren unter anderem

– Veränderungen im Meeresspiegel der Iberischen Halbinsel (Prof. Dr. Maria da Assunçâo, Araujo’s Universität Porto),

– Vulkane, die schwarzen Schwäne der Evolution? (Dr. habil. Sebastian Lüning. Geologe und Autor des Buches „Die kalten  Sonne“)

– Der Vulkan Tambora und „das Jahr ohne Sommer“ (Dr. Holger Thuß, Präsident des Europäischen Instituts für Klima und Energie)

– Sonne, Planeten, Vulkane und die Veränderungen der Eisschilde (Prof. em. Dr. Jan-Erik Solheim, Universität Oslo, Institut für Theoretische  Astrophysik)

– CO2-induzierte Erwärmung vs. gesteigertem Pflanzenwachstum (Prof. em. Dr. François Gervais, Universität Francois Rabelais, Tours)

– Bestimmen Sonnenzyklen unser Klima? Jüngste Forschungsergebnisse (Prof. Dr. Horst Lüdecke, Europäisches Institut für Klima und Energie)

– Multi-Frequenz Spektralkoherenz zwischen planetaren und globalen Oberflächentemperaturschwankungen (Prof. Dr. Nicola  Scafetta, Universität Neapel Federico II, Abteilung für Erdwissenschaften)

– Die unterschätzte Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen: Die Zukunft sichern (Steffen Henne, Forschungsleiter, Center for Industrial Progress, CIP, San Diego, Kalifornien)

– Experimentelle Überprüfung der CO2-Treibhausthese (das „Al-Gore-Experiment“ im Konferenzraum (Prof. em. Jan-Erik Solheim, Universität Oslo, Institut für Theoretische  Astrophysik)

Ergänzend zu meinem Bericht lesen Sie bitte den zusammenfassenden Konferenzbericht von EIKE selbst (Lüdecke und Limburg) hier.

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*)  FAZ vom 10. November 2016, Seite 19 (Wirtschaft): „Ein Präsident Trump kann und will nach eigener Ankündigung die Verordnungen zur Reduzierung der Treibhausgase schnell widerrufen. Zudem kann er ein Gesetz auf den Weg bringen, dass der Umweltbehörde in der Regulierung von Klimagasen die Hände bindet. Im republikanisch beherrschten Kongress findet sich dafür leicht eine Mehrheit. Der Republikaner hat überdies eine Entmachtung der Umweltbehörde angekündigt und wird vermutlich deren Leiterin nach Hause schicken. … Trump will auch das Pariser Klimaschutzabkommen kündigen. Formal geht das erst in vier Jahren. Aber Trump kann aber das Abkommen schlicht ignorieren – ohne Folgen.“

**)  Vom 7. bis 18. November 2016.

***) Zum Zwei-Grad-Ziel im Einzelnen trug Limburg vor: „Für eine maximal zulässige Temperaturdifferenz von plus zwei Grad oder weniger gibt es keinerlei historische, physikalische oder biologische Begründung. Sowohl Mensch als auch Fauna und Flora haben schon bedeutend schnellere und stärkere Änderungen erlebt und überlebt. Warmzeiten waren immer gute Zeiten – Kaltzeiten immer schlechte Zeiten für Menschen und Fauna und Flora.“ Welcher Zeitraum mit „vorindustriell“ genau gemeint sei, finde sich im Abkommen nicht, sei dort also völlig unbestimmt. Doch von wann bis wann auch immer: Im größten Teil dieses Zeitraums habe die sogenannte kleine Eiszeit geherrscht, die Mittel-Temperatur habe große Schwankungen aufgewiesen und fast immer unter dem heutigen Niveau gelegen. Es war damals also kalt, und heute ist es wärmer. Die Folgerung: „Die natürliche  Rückerwärmung nach der kleinen Eiszeit ist sehr positiv und daher zu begrüßen.“ Nicht Warmzeiten sind die Bedrohung, sondern Kaltzeiten.

Auf welchen Referenzwert sich die 2 bzw. 1,5 Grad des Pariser Abkommens konkret überhaupt beziehen, ist im Abkommen unbestimmt. Limburg fragt sich: Welche Bezugstemperatur ist gemeint, die nicht um 1,5 oder 2 Grad überschritten werden dürfe? Wo wird die heute jeweils aktuelle Temperatur gemessen? Am Erdboden? In der Luft? In welcher Höhe? Am oberen Rand der Atmosphäre? Was besagt überhaupt die globale Durchschnittstemperatur, wenn auf der Erde so gewaltige Temperaturunterschiede herrschen wie in der Antarktis mit extremen minus 93 Grad und in der iranischen Wüste mit extremen plus 70 Grad? Zwischen 1850 und 2010 habe die durchschnittliche Globaltemperatur 14 Grad betragen mit durchschnittlichen Abweichungen darüber von plus 30 Grad und durchschnittlichen Abweichungen darunter von minus 35 Grad. In der Literatur, so Limburg, fänden sich als Bezugstemperaturen 13 Grad, 15 Grad und 15,6 Grad. Sie differierten also – 15,6 minus 13 – um 2,6 Grad. Diese 2,6 Grad überträfen die „zulässige“ Erderwärmung von 1,5 Grad um immerhin gut 70 Prozent. Bei einem „vorindustriellen“ Temperaturwert zwischen 12,0 und 14,6 Grad erlaube dann das Pariser Abkommen eine globale Erwärmung höchstens bis auf 14 Grad (nämlich 12 plus 2) oder bis auf 16,6 Grad (nämlich 14,6 plus 2). Limburg sieht darin für die (vorgebliche) Klimaschutzpolitik eine beliebige Auslegungsmöglichkeit.

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EIKE (Europäisches Institut für Klima und Energie e.V.) ist nach eigener Darstellung „ein Zusammenschluss einer wachsenden Zahl von Natur-, Geistes- und Wirtschaftswissenschaftlern, Ingenieuren, Publizisten und Politikern, die die Behauptung eines „menschengemachten Klimawandels“ als naturwissenschaftlich nicht begründbar und daher als Schwindel gegenüber  der Bevölkerung ansehen. EIKE lehnt folglich jegliche „Klimapolitik“ als einen Vorwand ab, Wirtschaft und Bevölkerung zu bevormunden und das Volk durch Abgaben zu belasten. Im Rahmen seiner Aufgaben bietet EIKE Mitgliedern und Partnern eine Plattform für die Diskussion und Publikation wissenschaftlicher Erkenntnisse. EIKE erstellt Gutachten im eigenen und fremden Auftrag, organisiert Symposien und Kongresse. Darüber hinaus wirkt EIKE an der Bildung und Aufklärung der Bevölkerung mit und unterstützt die Gründung politischer Initiativen durch die Bereitstellung wissenschaftlicher Expertise. Bei Interesse bitten wir um Kontaktaufnahme. EIKE wurde im Februar 2007 gegründet und finanziert sich aus freiwilligen Beiträgen seiner Mitglieder sowie Spenden. Die Eintragung als Verein ist beim Amtsgericht Jena erfolgt.“ (Quelle: http://www.eike-klima-energie.eu/eike/)

übernommen vom Blog des Autors hier 




Wir lassen uns die Erderwärmung nicht von Trump kaputtmachen

Der ließ keine Gelegenheit aus, den menschengemachten Klimawandel als einen ausgemachten Schwindel (hoax) zu bezeichnen. So schwebt die existenzbedrohende Frage über der Konferenz: Was wird aus dem mühsam erarbeiteten Pariser Übereinkommen, in dem sich die Staaten verpflichtet haben, alles zu unternehmen, um die Welttemperatur nicht mehr als 1,5 Grad im Vergleich zur vorindustriellen Zeit ansteigen zu lassen.

Fast schon flehentlich bittet UN-Generalsekretär Ban Ki Moon in Marrakesch, der neugewählte US-Präsident Donald Trump möge seine Haltung zum Klimaschutz doch noch einmal überdenken. Während in Marokko die meisten Propagandisten des menschengemachten Klimawandels mit einem trotzigen „Jetzt erst recht“ weitermachten, um den Amerikanern zu zeigen, dass sie alleine auf der Welt stehen, fragen sich die Politiker, was Trump wirklich machen wird, und hoffen im Stillen darauf, dass nicht alles von ihm umgesetzt wird, was er in seinen Wahlreden angekündigt hat.

In Marrakesch Palaver – in Berlin Fakten

3.600 Kilometer weiter nordöstlich von Marrakesch im Marriott Hotel am Potsdamer Platz in Berlin hätten Politiker und vor allem Journalisten die Gelegenheit gehabt, aus berufenem Munde in groben Zügen die Klima- und Energiepolitik der Trump-Administration zu erfahren. In einer Direktschaltung nach Washington skizzierte Myron Ebell,  Chef des „Competitive Enterprise Institute“ und auch Chef des Transition Teams, das die Veränderungen in der Administration in Klima- und Energiefragen von der jetzigen zur zukünftigen Regierung organisiert, die Grundzüge der künftigen Politik. Myron Ebell wird jedenfalls eine herausragende Position für Umwelt und Energiefragen unter Präsident Trump bekleiden.

Er könne natürlich jetzt nicht die Details der Vorgehensweise veröffentlichen, aber er sei bereit die entscheidenden Veränderungen zu skizzieren, begann Ebell in Berlin. Aber zwei Entscheidungen seien glasklar, erklärte er auf Nachfragen: Die Trump-Regierung werde sofort das Pariser Klimaabkommen kündigen und sie wird sofort alle Zahlungen an die UN-Klimaorganisationen einstellen, die Präsident Obama zugesagt hat. „We will turn the ship around 180 degrees.“ Diese beiden Maßnahmen habe Trump seinen Wählern ohne Wenn und Aber versprochen und wenn er jetzt eine Kehrtwendung machen würde, hätte er seine Wähler belogen. Trump habe auch nicht gesagt, er würde diese Entscheidungen noch einmal überprüfen oder hinterfragen.

Das ist klar und unmissverständlich. Ban Ki Moons Flehen in Marrakesch wurde in Berlin beantwortet. Bevor ich hier weitere Absichten und Erklärungen zur US-Klimapolitik von Myron Ebell aus Berlin  zitiere, dürfen Sie sich mit mir wundern, dass weder von der Live-Schaltung Ebells mit Berlin noch irgendeine seiner Äußerungen in irgendeiner deutschen Zeitung zu lesen war, auch nicht in den sogenannten Leitmedien. Hörfunk und Fernsehen haben die Veranstaltung ebenfalls ignoriert. Wohl aber waren die Medien voll von Meldungen über Marrakesch und nirgends fehlte der Hinweis, dass man noch nicht wisse, was der Klimaleugner Trump noch alles vorhabe.

Das Versagen der „Qualitätsmedien“ – wieder einmal

Die Live-Schaltung war von EIKE, dem Europäischen Institut für Klima und Energie organisiert, einem 2007 gegründeten gemeinnützigen Verein, der seine Aufgabe darin sieht, Klima- und Energiefakten ideologiefrei darzustellen. An den Kongressen, die EIKE veranstaltet, nehmen anerkannte Wissenschaftler aus aller Welt teil, die zu anderen Ergebnissen kommen als der „Mainstream“ des politisch-staatlich organisierten Wissenschaftskonglomerats, das die Klimadebatte beherrscht. Die Einstufung von EIKE als eine nicht seriöse, von Lobbyverbänden gesteuerte Klimaleugnertruppe hat dazu geführt, dass die Kongresse von den „Mainstream-Medien“ gemieden werden. So haben sie halt auch den Auftritt von Myron Ebell verpasst.

Nun ist es nicht so, dass Myron Ebell für unsere Leitmedien ein Unbekannter wäre. Sie haben seit dem Beginn der Marrakesch-Konferenz und dem Sieg von Donald Trump fast alle über ihn berichtet.. In der FAZ, der WELT und der Süddeutschen Zeitung, um nur drei zu nennen, wurde er als "bekanntester Leugner des Klimawandels“ tituliert, die WELT schreibt: "Ein Leugner des Klimawandels soll die Umwelt hüten" und die Qualitätszeitung FAZ weiß: „Der Leugner des Klimawandels setzt auf fossile Brennstoffe. Seine Geldgeber wird das freuen.“

Peinliche Entgleisungen einer überheblichen selbstgerechten Clique , die statt zu recherchieren mitten im Strom der korrekten regierungskonformen Berichterstattung schwimmt.  Das entscheidende und entlarvende Wort ist: „Klimaleugner“. Nicht nur, dass dieser Begriff eine gewisse Nähe zum „Holocaustleugner“ herstellt, einem ziemlich abartigen Zeitgenossen, sondern er unterstellt auch, dass der damit betitelte ein ziemlicher Ignorant ist.

USA: Vorrang für billige Energie

Doch Myron Ebell machte klar, dass er den menschengemachten Klimawandel für unbewiesen hält, wohl aber den ständigen Wandel des Klimas natürlich erlebt. Die Frage ist nur: „Welche Schlüsse ziehen wir daraus?". Und schon gar nicht stimmt die Behauptung, er setze auf fossile Brennstoffe. In Berlin machte er deutlich, dass es darum gehe, die amerikanischen Haushalte und die US-Industrie mit der preiswertesten Energie zu versorgen, was gleichzeitig tausende gut bezahlte Jobs in der Wirtschaft entstehen lässt.

Völlig daneben ist der Satz in der FAZ: „Seine Finanziers wird das freuen.“   Sind die Finanziers der Solar- und Windkraftlobby moralisch höherwertig? Die Verantwortung des Staates liegt sicher nicht darin, zu entscheiden, welche Lobby moralischer ist, sondern, welche Politik er macht, um möglichst den Markt und nicht die Lobby entscheiden zu lassen. Die FAZ sollte über ihre Berichterstattung über die Klimapolitik nachdenken, solange sie Marktwirtschaft verteidigt.

Wenn Sie sich sonst schon nirgends über die Ziele der Trump-Administration im Bezug auf den Klimawandel in den Leitmedien informieren können, dann wenigsten hier in der Achse des Guten.

Ebell stellte als weiteres Ziel der Trump-Regierung die Unabhängigkeit der USA von Energieimporten vor, was zu einem Vorrang für neue Explorationen vor allem für Öl und Gas führen kann. Ebell sieht sich dabei von einer großen Mehrheit der Bevölkerung unterstützt. In einer Gallup-Umfrage wurde deutlich, dass die Menschen in den USA vor allem preiswerte und sichere Energie wollen.

Ebell: „Wir werden uns dafür entscheiden, was die Bevölkerung will und nicht was die Eliten wollen. Im Moment kosten die Gesetze, die die grünen Sympathisanten durchgesetzt haben, die USA 1 Billion Dollar und die werden wir den Menschen zurückgeben. It`s huge – it´s huge“, kommentierte Ebell diese Summe. Im Bundesstaat Indiana kostet die Kilowattstunde Strom 9 cent, in Kalifornien 17 cent. Diese Kosten sollen mit der neuen Energiepolitik gesenkt werden. In Deutschland kostet die kW/h 27 Cent mit steigender Tendenz. Für unsere Parteien bisher kein Grund über die industriepolitischen Konsequenzen nachzudenken.

Deutschland: Wir retten die Welt

Während also die USA dabei sind, für ihr Land eine preiswerte und unabhängige Energiepolitik zu organisieren, wollen in Deutschland fast alle Parteien eine Energiepolitik durchsetzen, die hunderttausende Arbeitsplätze in Deutschland bedroht, aber dafür die Welt von einer Klimakatastrophe retten soll. Aber das ist eine große Illusion, selbst wenn die Behauptung, dass Treibhausgase die Menschheit bedrohen, zutreffen würde. Der Anteil der Bundesrepublik Deutschland am Welt-CO2-Ausstoss beträgt zwei Prozent. Das bedeutet: wenn wir es schaffen würden, diese Summe auf Null zu drücken, wenn also Deutschland industriell und physisch von der Landkarte verschwinden würde, würde sich nichts ändern. Was wir einsparen, blasen Indien oder China oder die USA oder der Zuwachs an Menschen auf 10 Milliarden locker wieder zusätzlich in die Atmosphäre.

Nach der Direktschaltung mit Myron Ebell, der sich auch die Zeit nahm, Fragen zu beantworten solange sie gestellt wurden, habe ich mich gefragt: Muss erst ein solcher Kotzbrocken wie Donald Trump Präsident der USA werden, damit wir eine offene und journalistisch unvoreingenommene Auseinandersetzung über die Ursachen und Folgen des Klimawandels bekommen?

Zuerst erschienen bei ACHGUT hier