Wo ist die Erwärmung seit der vorindustriellen Zeit?

Bild, Wikipedia. War es früher wirklich so kalt?

Josef Kowatsch, Stefan Kämpfe
Allgemein verbinden wir die vorindustrielle Zeit mit Armut, Kinderarbeit, Hungersnot und Kälte im Winter. Vor allem in Deutschland wird die vermeintliche Erwärmung bis heute ausschließlich auf den Ausstoß von Kohlendioxid zurückgeführt.


Seit der Industrialisierung hat zweifelsohne der Ausstoß von CO2 zugenommen. Denn jeder Verbrennungsprozess, jede Energiegewinnung, besser Energieumwandlung erzeugt Kohlendioxid als sauberes Abgas, da bei fossilen Energieträgern die Energie in den Kohlenstoffverbindungen gespeichert ist. Geringer Energieverbrauch bedeutete zugleich Armut und Kälte im Winter.

Dabei wird von den CO2-Treibhausgläubigen behauptet, dass die Temperaturen seit der vorindustriellen Zeit um 1 bis 2 Grad gestiegen wären, und Schuld dafür könne nur das angebliche Treibhausgas Kohlendioxid sein. Das hatte bereits Svante Arrhenius vor über 120 Jahren postuliert und sehnsüchtig auf die Erwärmung seiner Heimat Schweden gewartet. Einen Versuchsbeweis für die Behauptung konnte er nicht liefern. Bis heute, also bis Redaktionsschluss dieses Artikels konnte seine Treibhaus-Hypothese und seine freudige Erwartung einer bevorstehenden CO2-Erwärmung noch durch keinerlei Versuchsbeweise bestätigt werden. Deshalb gibt es auch keinerlei technische Anwendungen für die behauptete Erwärmung durch CO2.

Doch wenden wir uns den Temperaturen zu. Im Artikel überprüfen wir die Behauptung, dass seit der vorindustriellen Zeit die Temperaturen zugenommen hätten. Dabei stellt sich die Frage, was man unter vorindustrieller Zeit definiert. Auch beim Pariser Klimagipfel taucht der Begriff öfters auf, aber ohne jede Zeitangabe. Für afrikanische Staaten bedeutet vorindustriell mitunter nur 30/40 Jahre. Manche Völker leben heute noch fast in vorindustrieller Zeit.

Wann beginnt die vorindustrielle Zeit? Wir beziehen uns im Artikel auf Deutschland, bzw. auf das Heilige Römische Reich/Deutscher Nation, das 1806 von Napoleon aufgelöst wurde. Mozart und Goethe dürften auch in vorindustrieller Zeit gelebt haben. Nach der Behauptung der Treibhausgläubigen war es also damals um ein bis zwei Grad kälter als heute, weil es nur einen minimalen Kohlendioxidausstoß gegeben hat.

Unsere Definition: Die vorindustrielle Zeit endete in Mitteleuropa zwischen 1820 und 1850, also auch das warme Mittelalter, die Zeit des Burgenbaus und die Eroberung Süddeutschlands durch die Römer gehören zur vorindustriellen Zeit.

Die zuverlässigen Zeitreihen, gemessen mit Thermometern in Celsius reichen aber leider nicht so weit zurück und vergleichbar sind auch nur normierte Wetterstationen, bei welchen die Ablesungen regelmäßig und zu gleichen Zeitpunkten durchgeführt und anschließend dokumentiert wurden. Der Deutsche Wetterdienst kann deshalb seine Zeitreihe Deutschlands nur bis 1881 zuverlässig zurückführen, wobei man die behauptete Zuverlässigkeit schlecht überprüfen kann, schließlich hatte das Kaiserreich ganz andere Grenzen als die heutige BRD und die Messstationen standen an anderen Orten als heute oder die Orte haben sich vollkommen verändert. Vielfach wurde auch die Station unter Beibehaltung des Ortsnamens verlegt. Fazit: keine einzige Station steht heute noch unverändert so wie sie 1881 gestanden ist.

Richtigerweise muss man zugeben, dass die Behauptung der ein bis zwei Grad Erwärmung seit vorindustrieller Zeit wissenschaftlich überhaupt nicht überprüfbar, sondern lediglich abschätzbar ist. Wir wagen trotzdem einen Versuch mit der Klimastation Berlin/Tempelhof.

Die Klimastation Berlin/Tempelhof liefert seit 1756 zuverlässigen Aufzeichnungen, die ersten 50 Jahre sind unbrauchbar. 1756 war der Beginn des Siebenjährigen Krieges zwischen Preußen und Österreich, zwischen Friedrich dem Großen und Maria-Theresia und erfüllt damit die Bezeichnung vorindustriell.

Der Temperaturverlauf von Berlin/Tempelhof über die letzten 260 Jahre sieht so aus:

Abb. 1: Temperaturentwicklung von Berlin/Tempelhof seit der vorindustriellen Zeit. Zu Beginn war es ähnlich warm wie in der Gegenwart. Eingezeichnet sind noch die Temperaturen der Jahre 1881 und 1931.

Feststellung anhand der Tempelholfgrafik: Der Temperaturanstieg seit der vorindustriellen Zeit ist sehr moderat. Keinesfalls 1 bis 2 Grad.

1881, dem Aufzeichnungsbeginn des Deutschen Wetterdienstes war es kälter als zu Mozarts Zeiten und ebenso 1931, ein Jahr, das gerne vom grünen BaWü-Umweltminister Untersteller als Startjahr der Betrachtungen genommen wird. Außerdem zeigt die Grafik, dass die Temperaturen keinesfalls langsam gestiegen sind wie die Trendlinie dies unserem Auge vorgibt. Es gab immer wieder wärmere und kältere Jahrzehnte. Auch außerhalb Deutschlands verlief die langfristige Erwärmung bescheiden und wurde durch Klimasprünge geprägt, so in Zentralengland (CET), wo die Messungen bis 1659 zurückreichen und den Höhepunkt der „Kleinen Eiszeit“, der vermutlich kältesten Phase seit mindestens 2.000 Jahren, mit erfassen:

Abb. 2: Nur ein knappes Kelvin Erwärmung in Zentralengland bis heute seit 1659 trotz „Kleiner Eiszeit“ (Maunder- Minimum) am Beginn der Messreihe.

Aber es gibt sogar Orte, welche sich langfristig abkühlten, so Dale Enterprise/VA. In den USA:

Abb. 3: Geringe Abkühlung seit 1881 an einer ländlichen US- Wetterstation.

Damit haben wir 2 Zwischenergebnisse:

  1. Für die behauptete CO2-Erwärmung gibt es bis heute keinen wissenschaftlich durchgeführten Versuchsbeweis.
  2. Seit der vorindustriellen Zeit wurde es überhaupt nicht um 2 Grad wärmer, sondern weniger als 1 Grad. Stellenweise fiel die Erwärmung ganz aus, obwohl die CO2- Konzentration überall auf der Welt stark angestiegen ist.

Wurde es überhaupt wärmer seit 1756?

Berlin/Tempelhof von 1756 und heute sind eigentlich zwei verschiedene Orte gleichen Namens. Geblieben ist neben dem Namen auch der gleiche Längen-und Breitengrad, sonst aber nichts. Auch die Wetterstation befindet sich nicht mehr beim damaligen Gutshof, sondern wahrscheinlich an der Landebahn des Flughafens. 1756 war Tempelhof noch eine kleine ländliche Streusiedlung mit Exerzierplatz.

Kleine Streusiedlung Tempelhof, etwa 1834 Quelle: Wikipedia, entnommen aus der Broschüre „Berlin-Tempelhof: Straßen, Plätze, Brücken. Ihre Herkunft und Bedeutung. Hrsg. Tempelhofer CDU

Und heute ist die einst kleine Streusiedlung ein moderner Stadtteil von Berlin mit über 60 000 Einwohnern. Die wohl sehr geringe Einwohnerzahl von 1756 konnten wir nicht ermitteln.

Damit ist die Wetterstation Berlin/Tempelhof eine ganz typische Wärmeinsel-Station. In der Temperaturreihe ab 1756 wird die zunehmende Temperaturzugabe vom Kleindorf zur Großstadt mitgemessen, die zunehmende Stadtwärme ist in der Datenreihe verborgen. Berlin/Tempelhof ist somit eine Messstation mit einem hohen Wärmeinseleffekt seit 1756

Wir sind nicht in der Lage, den WI-effekt dieser Station, also eine Erwärmung, die ausschließlich auf die Stadtentwicklung zurückzuführen ist, seit 1756 genauer zu beziffern. Aufgrund unserer Erfahrung mit Wärmeinseln taxieren wir den WI-Effekt etwa mit 1,5 bis 2 Grad seit 250 Jahren ein. Das bedeutet: Von den aktuellen Werten müssten ein bis zwei Grad subtrahiert werden, um eine Vergleichbarkeit herzustellen.

Leichter fällt die WI-Abschätzung der letzten drei Jahrzehnte durch Temperaturvergleiche, Tempelhof im Vergleich zum DWD-Durchschnitt und im Vergleich mit einer ländlichen Station, deren Umgebung sich weniger verändert hat. Wir wählen Neugersdorf in der Oberlausitz.

Abb.: 4 bis 6: In den letzten 3 Jahrzehnten wurde es überall wärmer in Deutschland. Bei der Berliner Station ist die Steigung der Trendlinie jedoch am stärksten. Das führen wir auf den mitwirkenden und sich vergrößernden Wärmeinseleffekt der Stadt in den letzten 30 Jahren zurück. Am wenigsten stiegen die Temperaturen im ländlichen Neugersdorf, der DWD-Schnitt der deutschen Stationen liegt in der Mitte.

Ergebnis: Im ländlichen Neugersdorf an der Spreequelle wurde es in den letzten 30 Jahren um ein halbes Grad, in Tempelhof hingegen um ein Grad wärmer. Ähnlich wie Neugersdorf verhalten sich auch unsere anderen wärmeinselärmeren Orte wie Schneifelforsthaus, Zwönitz, oder Amtsberg. Die städtische Station in Düsseldorf ist schon weitgehend ausgereizt und hat die WI-effekterwärmung weitgehend hinter sich. (Grafiken hier nicht gezeigt)

Zwei wesentliche weitere Erwärmungsursachen in Deutschland sollen hier nicht unerwähnt bleiben. Dies sind eine höhere Sonnenscheindauer und geänderte Häufigkeitsverhältnisse der Großwetterlagen, besonders im Sommer, in welchem die Häufigkeit der kühlend wirkenden, wolkenreichen West-, Nordwest- und Nordlagen deutlich abnahm :

Abb. 7: Wärmere Sommer in Deutschland seit 1881- auch, weil kühle, wolkenreiche Großwetterlagen in dieser Jahreszeit seltener wurden.
Abb. 8: Wärmere Sommer in Deutschland wegen steigender Sonnenscheindauer; besonders ab den 1980er Jahren. Leider liegt ein Deutschland- Mittel der Sonnenscheindauer erst seit 1951 vor.

Zusammenfassung.

1) Anhand der Station Berlin-Tempelhof haben wir gezeigt, dass es gegenüber der vorindustriellen Zeit nur unbedeutend wärmer wurde.

2) Die Erwärmung ist verschiedensten Wärmeinseleffekten, höherer Globalstrahlung und geänderten Wetterlagenhäufigkeiten geschuldet.

3) Wäre Tempelhof exakt so vorindustriell kleinbäuerlich geblieben wie 1756, dann wäre es mit großer Wahrscheinlichkeit in der Gegenwart dort kälter als vor 250 Jahren.

Beantwortung der Artikelüberschrift.

Würde man die verschiedensten WI- Effekte, die hohe Sonnenaktivität im späten 20. Jahrhundert, die Erwärmungswirkung der zunehmenden Globalstrahlung und der geänderten Großwetterlagenhäufigkeiten herausrechnen, hätten die Temperaturen seit der vorindustriellen Zeit – seit Mozarts Zeiten- trotz steigender CO2- Konzentrationen sogar leicht abgenommen. Diese Aussage gilt für Berlin, mit hoher Wahrscheinlichkeit aber für ganz Deutschland.

Diese Feststellung anhand der Temperaturaufzeichnungen deckt sich auch mit den Naturbeobachtungen und den historischen Literaturbeschreibungen des Wetters aus vorindustrieller Zeit im Vergleich zu der realen heutigen Natur außerhalb der Ansiedlungen. Das hatten wir bereits in einem EIKE-Artikel festgestellt: http://www.eike-klima-energie.eu/news-cache/der-fruehling-beginnt-in-deutschland-immer-spaeter-auch-die-forsythienbluete-in-hamburg-ist-spaeter/

Damit wäre anhand der Grafiken erneut bewiesen, dass Kohlendioxid keinerlei Erwärmung in den letzten 250 Jahren bewirken konnte. CO2 ist somit kein erwärmendes Treibhausgas, es handelt sich bei dem Begriff lediglich um eine geistreiche Wortschöpfung, ähnlich dem Begriff „Erbsünde“ der Kirche im Mittelalter. Die Ausbreitung der Wärmeinseln sind der einzige erwärmende menschliche Eingriff auf das Klima.

Natürlich sprechen wir uns für einen umfangreichen Natur- und Umweltschutz aus. Einen Klimaschutz mittels CO2-Einsparung gibt es nicht.

Josef Kowatsch, Naturschützer und unabhängiger Klimaforscher

Stefan Kämpfe, Diplomagraringenieur, unabhängiger Natur- und Klimaforscher

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7 Kommentare

  1. Zur angeblichen CO2-Erwärmung: wie „heiß“ muss eigentlich so ein CO2-Molekül werden, damit es in der Lage ist, die anderen 2.500 Moleküle spürbar zu erwärmen, also mit Wärmeenergie zu versorgen, bis das nächste CO2-Molekül kommt?

  2. Wieviel Grad hat die Klimaerwärmung aus der vorindustriellen Zeit heraus betrachtet, eigentlich gebracht? Ergebnis: gar nichts. Rechnet man die WI-erwärmung durch die Stadtentwicklung bei Tempelhof heraus, dann hätten wir sogar eine Abnahme. Der höchste Temperaturunterschied zwischen Berlin Stadt und den Umland bei Spandau war tatsächlich einmal 11C an einem heißen Sommertag, abends gemessen. Unsere Annahmen von 1,5 C bis 2 C WI-Zunahme in 250 Jahren dürften eher zu moderat sein. Wo ist also die Klimaerwärmung mittels CO2-Verursachung. Nirgendwo. So was gibts nicht. Aus diesem Grunde heißt das Märzenveilchen auch noch heute Märzenveilchen wie zu Mozarts Zeiten. Außerhalb meines Wohnortes ist die Hauptblüte nach einer 30 järigen Winterabkühlung übrigens bereits Anfang April, genauso wie die Forsythien.

  3. „Seit der Industrialisierung hat zweifelsohne der Ausstoß von CO2 zugenommen.“

    Ist es wirklich so?
    Blickt man in die Vergangenheit zurück, wurden wegen der Kälte immer mehr Wälder abgeholzt und Bäume verbrannt. Als mit der Kohleindustrie losging hat man sich damals gefreut, dass wieder mehr Wälder wachsen durften. Das hatte ich mal irgendwo vor einigen Jahren gelesen.
    Ein Baum wird abgeholzt, dann verbrannt und stößt eine Menge CO2 in wenigen Stunden aus. Der nächste Baum wäschst und nimmt das CO2 auf, braucht aber viele Jahre dafür.

    Bei dem, was immer als Beginn der Industrialisierung bezeichnet wird, habe ich auch mal versucht Daten zu ermitteln. Angeblich soll wegen der Industrialisierung die Wärme gestiegen sein. Zur Industrialisierung zählt auch die Landwirtschaft. Die Flächen der Felder wurden größer, dafür wurde nichts verbrannt. Es musste zwar für die Eisenbahnschienen Eisen hergestellt werden, die Antrieb der ersten Eisenbahnen erfolgte mit Pferden. Das einzige Land, wo es losging war England. Dort wurden mechansische Spinnmaschinen und Webstühle erfunden, die anfangs auch mit Füßen angetrieben wurden. Dafür hatten mehr Menschen Bekleidung. Dampfmaschine, Dampflok und Eisenbahnen wurden auch in England erfunden und die ersten dort gebaut und betrieben.

    Da sollte mal irgendjemand genauer untersuchen, wieviel CO2-Ausstoß durch die Industrialisierung mehr erzeugt und wieviel gleichzeitigt reduziert wurde.

    Ich finde es auch immer etwas lustig, wenn gegen die Industrialiserung demonstriert wird. Die das tun, wollen gleichzeitig ein warme Wohnung, PCs, Handys usw.. Gleichzeitig sind da Vegetarier und Veganer dabei. Mehr vegetarische Ernährung braucht viel mehr Ackerflächen und mehr Erdöl für die Landwirtschaftsmaschinen. Ich vergesse auch nicht eine TV-Senbdung, wo in einem Land (war glaube ich Brasilien, wenn ich mich richtig erinnere) gegen den Goldabbau demonstriert wurde. Die Demonstranten hatten Handys in der Hand, die ohne Gold überhaupt nicht existieren würden.

    Das sollte mal alles jemand genauer analysieren.

  4. Mit dem Holz Feuer hat der homo sapiens in Deutschland immerhin 80.000 kalte Jahre der „vorindustriellen Zeit“ überlebt. – Es folgten 12.000 Jahre einer Erwärmung, die zusammen mit Ackerbau und Viehzucht eine schon deutlich verlängerte Lebensdauer angenehmer machte. – Vor 200 Jahren geschah mit Kohle, Öl, Erdgas und Kernenergie ein „Energiewandel“, der heute 80 Jährige in vorher nie erträumten Wohlstand leben lässt! – Die Frage, 0b sich das „Wetter“ so fortsetzt, ob es noch etwas wärmer wird oder ob mal wieder (am wahrscheinlichsten, oder?) 80.000 kalte Jahre kommen, bleibt ohne Antwort!

  5. Die Entwicklung einer Streusiedlung zu einem modernen Stadtteil korrespondiert mit der Einwohnerzahl Deutschlands von rd. 40 Mio. etwa 1880 auf über 80 Mio. 2017, mithin erfolgt auch mindestens eine Verdoppelung der die „Wärmeinsel Sttaton Tempelhof“ umgebenden Gebäude. Der Einfluß der Wärmestrahlung dieser „warmen Gebäude“ auf die gemessenen Temperaturen der in ihrem Zentrum stehenden Station wäre dann herauszurechnen. Solche Temperaturen durch Beheizung von Gebäuden sind menschengemacht. Um die Klimäerwärmung aufzuhalten hilft somit nur eins: Nicht mehr heizen.

    • Der Wärmeinseleffekt hat nicht nur etwas mit Heizen zu tun, sondern er tritt natürlich auch im Sommer auf durch Versiegelung der Böden, weniger Vegetation, Behinderung des Luftaustausches durch die Bebauung, etc. In Berlin kann das m.E. im Sommer bis zu 10 Grad Unterschied zur Temperatur des Umlandes ausmachen.

      • Da gibt es bestimmt noch einen anderen Effekt. Die großen Wohngebäude nehmen die Wärmestrahlung der Sonne auf und speichern sie wie beim Kachelofen. Ein schwarzes Dach nimmt auch mehr Wärme auf. Deshalb hat damals beim Studium ein Physikprofessor das Dach von dem flachen Gebäude, in dem wir Experimente gemacht haben, weiß streichen lassen. Danach war es angenehmer.

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