Tesla-E-Auto mangels Reichweite für Umwelt­ministerin nicht geeignet

Tesla-Roadster. Bild: Rudolpho Duba / pixelio.de

Helmut Kuntz
Die wahren Geschichten schreibt das Leben. Während „alle“, die überzeugt sind, etwas von moderner Autotechnologie, vom CO2- Klimagift und vorgezogenem Ableben durch Stickoxyde zu verstehen, Elektroautos als die einzige, wahre Zukunftsmobilität fordern, erklärt so ganz nebenbei eine Landes-Umweltministerin, dass selbst ein teurer „Tesla“ zur Mobilität – so man darauf angewiesen ist – eigentlich ungeeignet sei:


Bild, 11.08.2017: Batterie zu schwach Umweltministerin legt Dienst-Tesla still
Aus für den 110 000 Euro teuren Elektro-Dienstwagen des NRW-Umweltministeriums.
Die neue Ministerin Christina Schulze Föcking (CDU) will den Vorzeige-Tesla, den ihr Amtsvorgänger Johannes Remmel (Grüne) 2016 zu Testzwecken angeschafft hatte, nicht weiter nutzen.
Das bestätigte ein Ministeriumssprecher gegenüber dem „Kölner Stadtanzeiger“. Demnach habe sich die Batterieleistung „für Fahrten über mehrere Hundert Kilometer als noch nicht ausreichend herausgestellt.”
„Die maximale Reichweite lag in den Langstreckentests, je nach Fahrweise und Streckenprofil, bei unter 300 Kilometern. Diese Reichweite konnte nur ausgeschöpft werden, wenn im Anschluss sichergestellt war, dass die Batterien geladen werden können.

Die Ministerin bestätig damit direkt, was auf EIKE schon vor einem Jahr publiziert wurde:
EIKE 26.07.2016: Reichweitenangst, die neue Volkskrankheit
EIKE 19.02.2016: Gleiches Recht für Alle: Warum dürfen Elektroautos so weit von den Prospektangaben abweichen?

Für Minister*innen ist das natürlich kein Problem. Geeignete Lösungen (die der Bürger bezahlt) finden sich immer.
… Derzeit fahre Umweltministerin Schulze Föcking nun in einem Mercedes S500 E-Hybrid, so der „Stadtanzeiger“ weiter.

Dieses Problem mit Elektroautos haben nicht nur CDU-Minister*innen. Selbst die GRÜNEN zeigen, dass sie mit der von ihnen selbst propagierten Technik nicht zurechtkommen:
DER WESTEN, 11.04.2017: Doppelmoral? Grüne-NRW-Ministerin steigt erst kurz vorm Ziel aus Audi A8 in Hybridauto

Macht aber nichts. Was für die „Führungskräfte der Nation“ nicht taugt, ist für die Untertanen gut genug, vor allem kann man es denen verordnen. Diese in sozialistischen Ländern von der Politikkaste schon immer gepflegte Eigenschaft nennt sich heute „mutige Politik“.
Bündnis 90 / Die Grünen, Homepage: Sauber Autofahren ab 2030
Der Programmparteitag hat entschieden: Ab 2030 sollen alle Neuwagen abgasfrei sein. Das ist gut für unser Klima und rettet die deutsche Autoindustrie. Wie das funktionieren soll? Hier geben wir Antworten.
… Das ist eine mutige Vision. Denn heute gibt es noch nicht viele Elektroautos auf deutschen Straßen. Aber unsere Erde braucht mutige Politik.

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2 Kommentare

  1. Durch (gezielte?) Falschinformation haben unsere „Qualitätsmedien“, insbesondere der öffentlich-rechtliche Rundfunk, die Mehrheit der Deutschen vom Tausendfachen Ableben durch Stickoxide überzeugt. Nur ganz ganz selten liest man Erhellendes. Hier ein Auszug aus dem Focus Ausgabe 30/2017:

    „Das Bundesumweltamt nennt tatsächlich 45.300 Feinstaubtote in Deutschland pro Jahr! Die Studie der Behörde geht epidemiologisch vor und setzt die Feinstaubbelastung der Bevölkerung in Relation zur Lebenserwartung. Ergebnis: Rechnerisch wurde die Lebenszeit jedes Menschen durch Feinstaub um knapp 2,2 Tage verkürzt.

    Martin Hetzel, Chefarzt der Klinik für Pneumologie am Krankenhaus in Stuttgart-Bad Cannstatt regen solche Studien auf. Er sieht darin viel Panikmache. Denn die Luftqualität in Deutschland hat sich in den letzten Jahren immer weiter verbessert. Störfaktoren wie Rauchen und der persönliche Lebensstil werden in diesen Studien nur geschätzt. So entstehen Zufallsergebnisse, mit denen man theoretisch auch beweisen könnte, dass es sich mit Feinstaub und Stickoxid gesünder lebt als ohne. Grenzwerte, wie sie die WHO oder die EU festlegt, sind immer auch ideologisch.“

    Zu den Grenzwerten für Stickoxide habe ich in der Sonntags FAZ vom 30. Juli 2017 folgendes gefunden:

    „So schreien am lautesten diejenigen, die selbst Lobby sind, nur halt grün lackiert, zuvörderst jener Verein namens „Deutsche Umwelthilfe“ (DUH), mit weniger Mitgliedern als ein Kleingärtnerverein, der mit Abmahnungen ein einträgliches Geschäftsmodell gebaut hat, das zu allem Möglichen taugt, aber nicht als Vorbild für rechtschaffenes Wirtschaften.“

    Übrigens einfach mal DUH und Toyota googeln und man findet viele Einträge über die Zusammenarbeit der beiden und die dazugehörigen Geldflüsse . Für den Japaner ist Geschäft Krieg und Toyota baut keine Diesel, sondern setzt auf die Hybridtechnik.

    Weiter schreibt die Sonntags FAZ:

    „Wenn heute beklagt wird, dass Grenzwerte verfehlt werden, wird gerne unterschlagen, wie radikal (und wie willkürlich teils) diese Werte nach unten gesetzt wurden. In Büroräumen ist 24 Mal so viel Stickstoffoxid zulässig, wie entlang von Straßen.“

    Und in der FAZ vom 6. August 2017 steht:

    „Die Auspuffgase des Autoverkehrs konzentrieren sich meist nur auf ganz bestimmte Orte. „Abseits der großen Verkehrsadern sinken die Stickstoffdioxid-Konzentrationen sehr schnell“, sagt Wolfgang Straff vom Referat Umweltmedizin und gesundheitliche Bewertung des Umweltbundesamtes. Weil sich in der Luft eben alles vermischt und verdünnt. Entfernt man sich zwanzig bis dreißig Meter von der Straße, sinkt die NO2-Konzentration bereits um die Hälfte.“

    Die Sonntags FAZ kommt zu dem Fazit:

    „Der Hass auf das Automobil erreicht ungeahnte Hitzegrade, seine Feinde wittern die Chance, den Verbrennungsmotor handsteichartig abzuschaffen. „Es hängt der Geruch des Todes über der Branche“, schrieb die „Financial Times“ dieser Tage.“

    Gut, dass ich einen französischen und einen koreanischen Diesel fahre. Nach dem Eindruck, den man in den „Qualitätsmedien“ bekommt, sind nur die deutschen Autobauer die Deppen und Betrüger. Oder sollte hinter dem ganzen doch eher eine andere politische Agenda stecken?

    Wer Armut für Deutschland möchte, muss einfach konsequent die Grünen wählen.

    PS: Wer mal sehen will, wo Deutschlands Hölle der Luftschadstoffe ist, hier ein Bild von der Messstelle Stuttgart Neckartor. Die sitzt direkt an der sechsspurigen Hauptdurchgangsstraße im Stuttgarter Kessel an einem Gebäudevorsprung und sammelt quasi wie ein Trichter die Schadstoffe. Ein Schelm wer Böses dabei denkt!

    http://tinyurl.com/y8kcslrr

    Übrigens ist Stuttgart die einzige Stadt Deutschlands, an der die Feinstaubgrenzwerte noch nicht eingehalten werden, den Russpartikelfiltern beim Diesel ab Euro 5 sei dank, aber das ist eine andere absurde Geschichte.

  2. Das folgt doch nur der DDR Logik unserer Öko- Regierung; Trabant für’s Volk und Volvo für die Funktionäre. Hat sich nichts geändert, nur die Farbe. Aus rot wurde grün….

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