Befindet sich die Klima-Alarm-Zentrale im Krieg mit den USA?

Gabi Eder / Pixelio.de

Leo Goldstein
In meinem Beitrag „Die Kontroll- und Kommandozentrale des Klima-Alarmismus‘“ hier [auf Deutsch beim EIKE hier] habe ich über die zentralisierte Struktur des Klimaalarmismus‘ geschrieben und den Terminus Klima-Alarm-Zentrale [,Climate Alarmism Governance‘ CAG] eingeführt, womit ich deren Kontroll- und Kommandozentrale meine. Angesichts der Tatsache, dass die meisten alarmistischen Gruppen samt deren vielfältigen Aktivitäten zentral koordiniert oder sogar gesteuert sind, erhebt sich die natürliche Frage über deren zentrale Motive und Ziele. Der Eindruck, dass diese Gruppen der IPCC-Theorie einer katastrophalen anthropogenen globalen Erwärmung glauben, steht in krassem Gegensatz zu ihrer Opposition gegen Kernkraft und den Bau neuer Wasserkraftanlagen. Wasserkraft ist offensichtlich eine erneuerbare Energiequelle.

Die gleichen Gruppen sind auch gegen Erdgas-Energie, welche 3 bis 4 mal weniger Kohlendioxid pro kWh emittiert als Kohle-Energie. Es gibt noch viele weitere Widersprüche in den Statements und Aktionen der CAG. Sie scheint sich bewusst zu sein, dass ihre „wissenschaftliche Grundlage“ ein Fake ist, und stellt absichtlich unlogische und unmögliche Forderungen, um jedwede ernsthafte Überlegung hinsichtlich technologischer oder ökonomischer Lösungen für das vermeintliche Problem zu unterbinden. Jedes Mal, wenn ernsthaft über derartige ökonomische oder technologische Maßnahmen nachgedacht wird, wirft jemand anders einen Blick auf die so genannte „Klimawissenschaft“ und findet ein eklatantes Fehlen tatsächlicher Wissenschaft. Dann braucht es 5 bis 8 Jahre, um den Betrug hinweg zu erklären und den Alarm auf neue Höhen zu treiben.

Nach Betrachtung und Aussortierung anderer Theorien, eine unzureichend wie die andere, um alle Fakten zu erklären, bleibt nur eine Schlussfolgerung: Die Climate Alarm Governance führt einen Krieg gegen die USA [und wohl auch gegen die gesamte westliche Welt. Anm. d. Übers.]

Die CAG führt eine feste Koalition von meist ausländischen NGOs, bestimmten UN-Agenturen und Politikern sowie einigen wenigen Individuen, die besessen sind von dem Gedanken der Herrschaft über die Welt (euphemistisch beschrieben als „Weltregierung“ oder „global civil society“). Heimische Kollaborateure helfen ihnen dabei. Hier möchte ich diese Koalition die Climatist International oder Climintern nennen, um die Analogie hervorzuheben zur Communist International (Comintern), eine Organisation, die von 1919 bis 1956 bestand. Climintern scheint auch teilweise ein Nachfolger der sowjetisch kontrollierten Spionage, des Einflusses und des Propaganda-Netzwerkes zu sein, welches während der Jahre 1988 bis 1991 kollabierte. Viele ihrer individuellen Mitglieder flüchteten sich in den Umweltaktivismus. Das Klimaalarm-Netzwerk entstand etwa zur gleichen Zeit.

Das Wort Krieg ist hier nicht metaphorisch gemeint. Es ist kein Kalter Krieg, kein „Handelskrieg“ und auch kein Krieg um Gedanken. Und es ist in einigen abgelegenen Gebieten kein Krieg. Schauplatz dieses Krieges sind zumindest die gesamten USA. Es mag unscheinbar aussehen, aber nur, weil es sich um die 4. Generation der Kriegführung* handelt, einer Definition von Colonel John Boyd (1927 bis 1997) folgend. Die Theorien von Col. Boyd werden gewöhnlich im Zusammenhang mit asymmetrischen Konflikten in abgelegenen Gebieten der Welt aktiviert, sind aber keineswegs auf derartige Konflikte begrenzt.

[*Diese Übersetzung des Terminus‘ 4th Generation Warfare kommt mir unglücklich vor, aber mir fällt keine bessere ein. Ich werde also im Folgenden diesen Begriff im Original übernehmen. Anm. d. Übers.]

I. Die Theorie von Col. Boyd & 4th Generation Warfare

Die Erkenntnis von Colonel Boyd ist, dass es drei Ebenen der Kriegsführung gibt, nämlich moralisch, mental und physisch:

Moralische Kriegführung: Den Willen des Feindes zum Sieg zu brechen, Zerschlagung von Allianzen (oder potentiellen Allianzen) und die Förderung von interner Zersplitterung. Im Idealfall ergibt sich daraus die „Auflösung der moralischen Bande, die es einem organischen Ganzen ermöglichen zu existieren“. (D. h. das gegenseitige Vertrauen und die im obigen Absatz erwähnten gemeinsamen Grundlagen zu zerschlagen).

Mentale Kriegsführung: Dafür zu sorgen, dass der Feind die Realität verzerrt wahrnimmt mittels Desinformation, mehrdeutige Positionierung und/oder Störung der Kommunikations- und Informations-Infrastruktur.

Physische Kriegführung: Die Fähigkeiten physischer Ressourcen zu nutzen, als da wären Waffen, Menschen und logistische Stärke.

Folglich sind die Zerstörung von Dingen und das Töten von Menschen nicht die Essenz der Kriegführung, sondern lediglich deren unterste physische Ebene. Diese Erkenntnis gilt für Kriege allgemein und ist nicht auf die 4th Generation Warfare begrenzt. Colonel Boyd gibt den Ratschlag, dass eine erfolgreiche Strategie…

das moralisch-mental-physische Dasein des Gegners zersetzen sollte, um seine moralischen Leitfäden aufzulösen, seine mentalen Vorstellungen in die Irre zu führen, seine Operationen zu unterbrechen und sein System zu überladen. Ebenso sollte eine solche Strategie jene moralisch-mental-physischen Bastionen, Verbindungen oder Aktivitäten untergraben, erschüttern, zerreißen oder auf andere Weise unterdrücken, von denen er abhängig ist… (Osinga, Science, Strategy and War: The Strategic Theory of John Boyd.)

Eine militärische Strategie wird einer Großen Strategie untergeordnet. Diese wurde von Colonel Boyd für die 4th Generation Warfare folgendermaßen konzeptionalisiert:

die Kunst, sich selbst mit so vielen wie möglich anderen unabhängigen Machtzentren zu verbinden, während gleichzeitig die Feinde von so vielen wie möglich anderen Machtzentren isoliert werden. Ein Konflikt der 4. Generation wird gewöhnlich viele unabhängige Machtzentren haben, nicht nur auf der Großen Strategischen Ebene, sondern auch bis hinab auf die taktische Ebene. Das Spiel von Verbindung und Isolation wird daher für Taktik und Durchführung von Operationen genauso zentral sein wie für Strategie oder Große Strategie (Lind, Thiele, 4th Generation Warfare Handbook).

II. Am Rande der Niederlage

Betrachtet man die Ereignisse der letzten 15 Jahre im Lichte dieser Gedanken, erkennt man, dass CAG und Climintern wie einem Lehrbuch folgend einen Krieg der 4th Generation gegen Amerika losgetreten haben!

Unglücklicherweise ist ihr Krieg auf der moralischen und mentalen Ebene extrem erfolgreich. Auf der moralischen Ebene wurde Amerika in einem Ausmaß polarisiert wie während der letzten 150 Jahre nicht mehr. Klima-Alarmismus verwirrte viele smarte und einflussreiche Persönlichkeiten, schob sie zur extremen Linken und überzeugte sie, dass Republikaner und Konservative ignorant und böse sind [ist das in Europa anders? Anm. d. Übers.]. Auf der mentalen Ebene unterminierte Climintern das wissenschaftliche Arbeiten in Amerika sowie andere intellektuelle Infrastrukturen. Sie beschädigte Universitäten und andere akademische Institutionen, die meisten davon irreparabel. Andere Faktoren trugen noch stärker zum Fall der Akademia bei.

Denkt man über die Weisheit von Colonel Boyd nach, kommt man um den Gedanken nicht herum, dass die CAG auch hinsichtlich ihrer Großen Strategie außerordentlich erfolgreich war. Sie hat Amerika von anderen Machtzentren isoliert, einschließlich Westeuropa und Latein-Amerika. Sie hat Amerika auch von seiner eigenen Akademia isoliert, von der Medien-Unterhaltungs-Industrie und sogar von der Regierung (Stand 1. 1. 2017). Noch schlimmer, sie erzeugte interne politische Abteilungen, die viele Eigenschaften eines religiösen Konfliktes zeigen.

Aber feindliche Aktivitäten können nur dann angemessen Krieg genannt werden, wenn etwas auf der physischen Ebene getan wird: wenn Gewalt gegen oder Schäden an physischen Objekten in großem Stil durchgeführt, versucht oder vom Feind angedroht werden. Nun, CAG-Agenten in der EPA und einige andere Regierungs-Agenturen haben die nationale Energie-Infrastruktur beschädigt in Gestalt von Vorschriften, Anordnungen und Drohungen – seit vielen Jahren. Beispiel: Zu der Explosion der [Bohrplattform] Deepwater Horizon von BP, die 11 Todesopfer gefordert hatte, war es gekommen, als die Besatzung eine unnötige Prozedur durchgeführt hatte, die von der EPA gefordert worden war. Die föderale Sabotage der Versuche, das Öl-Leck zu stopfen und die Säuberung durchzuführen, ist ein anderes Thema. Glücklicherweise hat die Fracking-Revolution und Offshore-Bohrung, die sich gegen den aktiven Widerstand der Obama-Regierung durchgesetzt haben, dafür gesorgt, dass einige der schlimmsten Auswirkungen der Energiepolitik dieser Regierung abgemildert werden konnten. Aber schwere Schäden an der Energie-Infrastruktur kann einen enormen Zoll menschlichen Lebens kosten, besonders wenn die Aktivität des Feindes die „Zersetzung der moralischen Bande“ verursacht hat.

Industrielle Systeme werden üblicherweise mit vielfachen Sicherheitsmaßnahmen und Verfahren entwickelt. Die Stärkung derartiger multilateraler Sicherheiten ist einer der Hauptgründe für Vorschriften und Vorschriftengeber. Falls eine feindlich gesinnte Führerschaft mit ihrem Einfluss eine Vorschriften gebende Behörde durchdringt oder Gewalt über diese erlangt, könnte sie einige Sicherheitsmaßnahmen entfernen oder gefährliche Verfahren anordnen unter Herstellung eines geeigneten Zusammenhangs wie etwa Schutz der Umwelt. Die Unglücksfälle werden nicht sofort eintreten, weil einige Sicherheitsmaßnahmen in Kraft bleiben würden. Vielmehr würden sich Katastrophen in der Zukunft ereignen, welche dann normalerweise dem Scheitern der verbliebenen Sicherheitsmaßnahmen zugeordnet werden. Climintern hat öffentlich sein Ziel kundgetan, die Erzeugung und den Verbrauch fossiler Energie zu unterbinden, und Begriffe wie „Durchdringung“ und „Einfluss“ sind noch eine ernsthafte Untertreibung seiner Kontrolle über die EPA.

Außerdem ermutigt die CAG mit Sicherheit ihre Einheiten, so zu agieren, als kämpften sie in einem Krieg. Das kriegsmäßige Denken spiegelt sich in der kriegshaften Terminologie, deren sich ihre Einheiten befleißigen. Sie reden von Mobilisierung, sie verlangen nach Grenzen der Freiheiten wie in einem Krieg, sie blockieren und unterbrechen, und sie schlagen Schlachten in einem endlosen Krieg gegen den Feind – womit offenbar wir alle gemeint sind (2).

III. Die CAG und Climintern

Die Existenz der CAG als Zentrum des Klima-Alarmismus‘ bedarf einiger Erklärungen. Natürlich führen die CAG-Führer ihre Maßnahmen nicht aus einem Geheimbüro oder einem Bunker durch, aber das Internet erlaubt es ihnen, so zusammenzuarbeiten, als säßen sie in einem gemeinsamen Büro. Die Mehrheit der Individuen, die den Klima-Alarmismus gelegentlich unterstützen, sind nicht kontrolliert, aber sie glauben der Medien-Propaganda, folgen ihren Freunden oder vertrauen Institutionen, die bisher vertrauenswürdig waren.

Nichtsdestotrotz befinden sich die meisten alarmistischen Organisationen unter zentraler Kontrolle. Gewöhnliche Mitglieder und sogar einige Führer dieser Organisationen mögen davon keine Ahnung haben, aber diese Lage ist nicht ungewöhnlich. Zum Beispiel wurden Vorläufer der Kommunistischen Partei der USA (CPUSA) auf genau die gleiche Art und Weise ins Leben gerufen und betrieben. Das typische Mitglied einer Vorläufergruppe hatte keine Ahnung, dass er der CPUSA beigetreten war. Und selbst wenn das Mitglied dies erkannt hatte, wusste es nicht, dass die CPUSA vollständig vom Sowjet-Regime kontrolliert war, angeführt von Stalin und seinen Schergen. Und US-Kommunisten sowie deren Anhänger wollten nichts hören von Massenmorden und anderen Verbrechen, denen sich das Sowjet-Regime gegen seine eigene Bevölkerung schuldig gemacht hatte. Getreu dem marxistischen Dogma folgend betrachteten sie derartige Informationen als Fälschungen, ins Spiel gebracht von der Bourgeoisie.

Climintern ist hunderte Male größer als Comintern oder die CPUSA jemals waren. Climintern kontrolliert jährliche Budgets in Höhe von hunderten Milliarden Dollar – verglichen mit den Zehnermillionen, über die die CPUSA verfügt hatte. Comintern hat auch eine komplexere Struktur mit vielen Kommandoebenen und multiplen Kommunikationskanälen. Außerdem dienen einige Gruppen innerhalb Climintern als Kommunikationskanäle zusätzlich zu ihren operationellen Funktionen, wie etwa Propaganda und Mobilisierung. Der Artikel im Guardian mit dem Titel Climate change: we must look to international agencies to save the world ist ein Beispiel dieser dualen Vorgehensweise. Es schwächt sowohl den Widerstand der allgemeinen Leser gegen die CAG und signalisiert Gruppen auf unteren Ebenen, dass die Parteilinie offen die nationale Unterordnung unter internationale Agenturen vorantreibt.

Um effektiv zu sein, muss eine Climintern-Gruppe nicht wissen, dass sie Bestandteil einer zentral kontrollierten Struktur ist. Sie muss nur wissen, wer die Instruktionen gibt oder mittels welcher Kanäle sie diese Instruktionen erhält. Die Climintern-Gruppen nebst deren Mitarbeitern und Agenten muss den Instruktionen Folge leisten, wenn sie nicht ihre Arbeitsplätze/ihre Finanzierung verlieren wollen. Ich muss hier nicht die gut bekannten Fälle wiederholen wie etwa den Ausschluss ganzer Verbände aus dem Sierra Club. Die CAG kontrolliert außerdem große Teile der [US-]Bundesregierung (Stand 1.1.2017), [US-]Staatsregierungen, viele europäische Regierungen, die meisten Forschungsförderungen sowie gewaltige Mengen öffentlicher Gelder. Das Internet gestattet ununterbrochen und effizient die Kommunikation zwischen der CAG und deren Kräften weltweit. Noch vor dreißig Jahren waren derartige globale oder selbst regionale Komplotte fast unmöglich infolge des Fehlens effizienter Kommunikation und Koordination. Heutzutage ist diese Distanz kein Hindernis mehr.

Natürlich ist die CAG selbst nicht so geschlossen wie das Sowjet-Regime unter Stalin. Aber die Führer großer transnationaler NGOs, UN-Funktionäre, Grüne Parteien in Europa und weiß der Kuckuck wer noch alles folgen einem vereinten Kommando, möglicherweise unter Mithilfe gewaltiger Geldsummen, die ihnen zufließen. Und sie brennen darauf, Instruktionen zu erteilen in Gestalt „commander’s intent”, was es den untergeordneten Stellen in breiter Diskretion überlässt, auf welche Art und Weise die Instruktionen ausgeführt werden, um die beabsichtigten Ziele zu erreichen.

Das Erbe von zwei der mächtigsten besiegten Feinde Amerikas – Kommunismus und Nationalsozialismus – ist in der CAG offensichtlich. Nationalsozialismus war zu mächtigem Einfluss in den UN während der siebziger Jahre geworden, wie die Berufung von Kurt Waldheim, einem nie angeklagten Nazi-Verbrecher, zum UN-Generalsekretär von 1972 bis 1981 beweist. Offensichtlich fand diese Ideologie ihren Weg in die UN mittels einiger Dritte-Welt-Regierungen, manchmal ummantelt als Anti-Kolonialismus. Amerika besaß fast keine Kolonien, aber auf europäische Länder wurde Druck ausgeübt, ihre Kolonien aufzugeben, und vielen neuen unabhängigen Ländern wurde [seitens Amerikam] Hilfe geleistet – und dennoch wurde Amerika zu einem Hassobjekt. Hass hat eine eigene Logik. Amerika wird außerdem durch ehrgeizige „globale Direktoren“ (darunter so unterschiedliche Charaktere wie Maurice Strong und George Soros) als das Haupthindernis ihrer tyrannischen Ambitionen wahrgenommen, und das aus guten Gründen. Und schließlich bewegte sich die anti-humanistische Ideologie der „Deep Ecology“ jüngst von den Randzonen in den Mainstream des Klima-Alarmismus‘. Das Böse zieht das Böse an.

Die Fraktionen von Climintern haben unterschiedliche ultimative Ziele. Das Einzige, was ihnen allen gemeinsam ist, ist ihre Feindschaft gegenüber dieser Nation [den USA]. Ihr gemeinsames direktes Ziel ist es, Amerika zu schwächen und es entweder auswärtigen Gesetzen zu unterwerfen oder es insgesamt niederzureißen. Mächtige heimische Gruppen wie der Sierra Club (1), die EDF (1), NRDC (1) UCS (1), das Center for American Progress (CAP) und – so schrecklich wie das klingt – das Nationale Komitee der Demokraten scheint mit Climintern verbunden.

Transnationaler Umweltaktivismus hat die Wissenschaft mittels der EPA seit Beginn der achtziger Jahre korrumpiert. Als Al Gore von 1993 bis 2001 Vizepräsident war, begannen die Umweltaktivisten mit der Abwicklung der wissenschaftlichen Unterfangen Amerikas. George W. Bush hat nichts unternommen, um diesen Prozess zu stoppen. Amerika war fortwährend das Angriffsziel des Climate Action Network CAN, und der gesamte UNFCCC-Prozess wurde bewusst in genau diese Richtung gesteuert. Zum Beispiel wurde das Verfahren der Betrachtung emittierter Gase folgendermaßen etabliert ( aus einem CAN booklet):

Gedanken, diese zu verhindern, kamen schon lange vor Kyoto auf … es war der Standpunkt der NGOs, dass wir Landverbrauch oder andere Gase als Kohlendioxid für Kyoto nicht mit in Betracht ziehen, weil wir nicht glaubten, dass man diese gut abschätzen kann (COP 6, Bonn 2001) — John Lanchbery.

Diese Erklärung entspricht nicht der Wahrheit. Der relative Einfluss des Landverbrauchs und anderer Gase als Kohlendioxid konnte sehr wohl abgeschätzt werden, und mit Sicherheit besser als der Einfluss von Kohlendioxid. Der wirkliche Grund für die Hervorhebung war, dass die US-Emissionen infrarot-aktiver Gase außer Kohlendioxid und die Gesamt-Emissionen von Kohlendioxid (Emissionen geringer als Senken) sehr gering sind, sowohl absolut als auch pro Kopf. Also beschloss die CAG, ein anderes Verfahren anzuwenden, welches einen großen US-„Fußabdruck“ zeigen würde. Mit anderen Worten, Amerika wurde als der Feind ausgewiesen. Gerechtfertigt wurde diese Feindschaft mit „parametrisierter“ Wissenschaft und Ökonomie durch UNFCCC/IPCC. In dem Booklet wird auch wiederholt die CAN-Strategie erwähnt, die USA von ihren Alliierten zu isolieren, und wie die CAG sich an ihren Erfolgen ergötzte. Beispiel hierfür:

Die CAN spielte natürlich eine kritische Rolle hinsichtlich der Beschäftigung mit der EU, Südafrika und anderer Entwicklungsländer, um eine Strategie der Isolierung Amerikas auf den Fluren der UN anzustrengen und es dazu zu bringen, seine Haltung der Gegnerschaft zum Bali-Aktionsplan umzukehren. John Coequyt war damals bei Greenpeace USA und pflegte eine Freundschaft mit Dave Banks, der ein Stellvertreter war im Council on Environmental Quality des Weißen Hauses unter Bush. (COP 13, Bali 2007) — Alden Meyer, UCS

In dem Beitrag Who unleashed Climatism? [etwa: wer hat den Klimatismus losgetreten?] aus der Frühzeit des Klima-Alarmismus‘ werden weitere Beispiele beschrieben. Heute sind diese Attitüden offensichtlich. Der CAG-Angriff begann im Jahre 2005 zu eskalieren (als die CAP die International Climate Change Taskforce ins Leben gerufen hatte, zusammen mit ihren britischen und australischen Gegenstücken), stieg sprunghaft im Jahre 2006 (mit dem Al Gore-Film unter übergroßer Mitarbeit von Laurie David vom NRDC) und erreichte seinen Höhepunkt während der Jahre 2007 und 2008, als Innovationen der Fracking-Technologie gewaltige Schieferöl-Reserven in den USA wirtschaftlich zugänglich machten. Der WWF (1) und die OPEC, die fortwährend die Öl- und Gasreserven der Welt überwachen, sollten von diesem Durchbruch bei der Ölförderung augenblicklich erfahren haben, aber der größte Teil der amerikanischen Öffentlichkeit blieb sich dessen unbewusst bis zur jetzigen Wahlkampagne.

2009 kam es zu Klimagate 2.0 und zur skandalösen COP 15 in Kopenhagen. Dies veranlasste sogar links orientierte Wissenschaftler, die „UN-Physik“ genauer zu betrachten und diese aufzugeben oder sogar öffentlich anzuprangern. COP15 erlebte einen Zustrom sogar noch radikalerer Gruppen, die gemeinsam unter den Schlagworten „Climate Justice Action” und “Climate Justice Now!” agierten. Selbst wenn jene Gruppen ohne Autorisierung von der CAG agiert hätten, als sie die öffentliche Ordnung in Kopenhagen unterbrochen hatten, übernahm die CAG wahrscheinlich später ihre Forderungen und Standpunkte, wie sich am Fehlen ähnlicher Störungen bei späteren COPs zeigte.

Folglich hat die CAG während der Jahre 2010-2011 verzweifelt versucht, die US-Schieferölerzeugung zu unterbinden, bevor deren Erfolg weithin bekannt wurde; sie war verärgert durch den Verlust ihres wissenschaftlichen Gefolges und pikiert durch seinen „climate justice” trailer. Zu irgendeinem Punkt in diesem Zeitrahmen überschritt die CAG die Grenze zwischen feindlicher Aktivität und einem unerklärten Krieg.

IV. Der Status unserer Alliierten

Dieser Beitrag ist kein Appell an Nationalismus, aber die Lage der USA unterscheidet sich scharf von der von Britannien, Kanada, Australien und anderen westlichen Ländern. Viele von ihnen haben sich dem Klima-Alarmismus unterworfen – auf Kosten ihrer Freiheiten und unter großen ökonomischen Schäden, und sie wurden gezwungen, der CAG zuzuarbeiten. Westeuropa scheint von der CAG okkupiert, wurde aber von dieser ziemlich gut behandelt. Amerika steht fast allein vor einem totalen Krieg [warum fällt mir hier sofort die AfD ein? Anm. d. Übers.] Die Energieindustrie ist das sichtbarste Ziel, aber Bildung, Wissenschaft, politische Institutionen und sogar das soziale Netzwerk selbst sind Angriffen der CAG und Climintern ausgesetzt. Kommentatoren sagen, dass Klima-Alarmismus als eine Abrissbirne gegen Amerika eingesetzt wird.

Die Gewohnheit europäischer Politiker, Amerika zum Sündenbock ihrer eigenen Probleme zu machen, hat mit Sicherheit zu diesem ganzen Durcheinander beigetragen. Andererseits kann man die einmalige Rolle gar nicht stark genug überschätzen, die Al Gore hinsichtlich des Klima-Alarmismus‘ seit 1988 gespielt hat. Wenn ich betone, dass Klima-Alarmismus ein auswärtiger Feind ist, dem heimische Kollaborateure sehr geholfen haben, meine ich auswärtig von Amerika. Nichtsdestotrotz sind Leser aus anderen Ländern gerechtfertigt, wenn sie Klimatismus als eine auswärtige Bedrohung ihrer selbst ansehen. Dies liegt daran, dass die CAG virtuell in einem außerirdischen Raum operiert – UN-Agenturen mit diplomatischer Immunität, kleine Länder, die zu schwach sind, sich gegen das Pack der Umwelt-NGOs zu erheben (wie die Niederlande) oder Länder wie die Schweiz, die üblicherweise einen neutralen Boden für internationale Aktivitäten bietet. Außerdem ist die CAG territorial die meiste Zeit aufgeteilt, obwohl sie Kräfte an fast jeder Stelle des Globus‘ bündeln kann.

Diese Beobachtung führt zu einem philosophischen Exkurs. Die Kräfte des Chaos‘ und des Totalitarismus‘ (allgemein bekannt als die Linke) können über Staatsgrenzen hinweg viel einfacher zusammenarbeiten als die „Guten“. Wir respektieren die nationale Souveränität eines jeden Landes, genauso wie wir individuelle und staatliche Rechte respektieren. Dieser Respekt ist ein inhärentes Hindernis, vor dem die „Guten“ bei der transnationalen politischen Kooperation stehen. Aber Chaos ist überall Chaos; es kennt keine nationalen Grenzen. Die Anhänger der globalen Regierung und kompatible totalitäre Systeme verletzen nationale Souveränitäten absichtlich. Sie arbeiten auf einfache Weise im globalen Maßstab zusammen. Die modernen Massenmedien erlauben es Climintern und ähnlichen Mächten, sofort Unterstützer und unschuldige Zuschauer auf der ganzen Welt zu mobilisieren und sie gegen jedes Land, jede politische Partei oder sogar ihnen im Wege stehende Individuen in Stellung zu bringen. Ihre beispiellose Einmischung gegen Donald Trump und die Kandidaten der Republikaner für den Kongress bei den Wahlen des Jahres 2016 ist das jüngste Beispiel.

V. Schlussfolgerungen

Ich möchte zu einem größeren Verständnis der Bedrohung durch den Klima-Alarmismus (hier) beitragen. Ich befürworte nicht Bombardierungen, Schusswechsel oder irgendeine andere Maßnahme militärischer Natur. Aber der Feind ist real, entschlossen und klug, und einige seiner Komplizen haben kaum etwas zu verlieren. Wissenschaftliche Fehler und der Wunsch, armen Ländern zu helfen, spielten eine Rolle bei der Einvernahme guter Menschen für diesen schlimmen Zweck, nichts weiter. Der Feind ist motiviert durch seine Gier nach Macht, Geld und Hass. Die Wahlergebnisse geben uns eine Chance in diesem Kampf, sichern aber noch nicht den Sieg. [Hoffentlich kann man Ähnliches auch von den Wahlergebnissen bei uns im Herbst sagen! Anm. d. Übers.].

(1) Der Autor ist Kläger in einem Zivilprozess unter dem RICO gegen diese Organisationen.

(2) Ein Satz von Google-Suchbegriffen auf der Haupt-Website von Greenpeace, limitiert auf einen militärischen Ausdruck in Verbindung mit den Wörtern Klima oder Erwärmung (Beispiel: war site:greenpeace.org climate OR warming)erbrachte am 1.1.2017 die folgenden Ergebnisse:

Revolution: 13,100 results

Fight: 6,450

Strategy: 4,470

Blockade: 4,200

War: 3,700

Battle: 2,640

Combat: 1,510

Mobilization: 1,310

Action: 34,500 (the most generic one)

“Denial” is a separate subject:

Denial: 4,580

Deniers: 2,910

Denier: 2,220

Link: https://wattsupwiththat.com/2017/01/05/is-climate-alarmism-governance-at-war-with-the-usa/

Übersetzt von Chris Frey EIKE

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4 Kommentare

  1. „Aber der Feind ist real, entschlossen und klug, und einige seiner Komplizen haben kaum etwas zu verlieren. Wissenschaftliche Fehler und der Wunsch, armen Ländern zu helfen, spielten eine Rolle bei der Einvernahme guter Menschen für diesen schlimmen Zweck, nichts weiter. Der Feind ist motiviert durch seine Gier nach Macht, Geld und Hass.“

    Und es gibt kein Verhandeln.

    Nur Sieg oder Niederlage.

    • @besso keks

      So ist es! Und die Deutsche Regierungspolitik hat mal wieder über die Köpfe der Bevölkerung den totalen Krieg bis zum bitteren Endsieg ausgegeben. Im Bereich von Politik, Strategie und Propagandatechniken ist das Deutsche Volk leider viel zu wenig aufgeklärt. Viele Bürger in Deutschland, viele alte Bürger vor allen, glauben immer noch blind der politischen Führung im Land ohne diese zu hinterfragen bzw. zu Fragen, ob diese politische Führung auch das ist, was ich mir unter einen gesellschaftlichen (volkswirtschaftlichen) Zusammenleben vorstelle.

      Solange der Bauch voll ist und genug Spiele (Fussball und Co.) in Deutschland voll ist solange kann man anscheinden mit einen Großteil der Deutschen machen was man will als Politiker.

      Es ist einfach nur noch erbärmlich, was für ein Bild der Deutsche da abgibt. Die Aufklärung ist da komplett am deutschen Volk vorbeigegangen. Mal schauen, ob sich diese jetzt endlich in den nächsten Jahren ändern wird und der Deutsche Wähler mehr und mehr die Politik hinterfragt, die er seine Stimme gibt.

       

  2. Mentale Kriegsführung: Dafür zu sorgen, dass der Feind die Realität verzerrt wahrnimmt mittels Desinformation, mehrdeutige Positionierung und/oder Störung der Kommunikations- und Informations-Infrastruktur.

    Einige hier tätige Trolle scheinen sich an diese Vorgaben zu halten.

    Ein wirklich hochklassiger Beitrag aus der Rubrik „Politik“.

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