IPCC-CRU Datenskandal Update 3: So funktionierte “Mike’s Trick”

Der CRU – Datenskandal (Climategate) wird jeden Tag größer. Inzwischen wurde ein weltweiter IPCC Skandal daraus. Doch das IPCC, hochtrabend zum „Weltklimarat“ stilisiert und zum großen Teil von den Kollegen der CRU dominiert, hüllt sich in Schweigen. Tatsächlich ist mit den nun aufgedeckten Manipulationen jede Glaubwürdigkeit in die Gültigkeit der dort aufgezeigten Temperaturentwicklungen, bzw. den Schlussfolgerungen, dahin. Inzwischen sind weitere, teilweise haarsträubende, Manipulationen, Verunglimpfungen und Vertuschungen ans Tageslicht gekommen. Die Meldungen über neue Erkenntnisse aus den Daten reißen nicht ab. Eine E-Mail hat dabei besondere Berühmtheit erlangt. In dieser spricht Phil Jones, Direktor der Climate Research Unit (CRU) der Universität von East Anglia und einer der Hauptlieferanten des IPCC, davon, dass er Mike’s Trick (gemeint ist augenscheinlich Michael Mann, Autor, der als Fälschung entlarvten, Hockeystickgrafik) angewandt hatte, die Daten nach einem bestimmten Zeitpunkt abzuschneiden und durch Stationsmessungen zu ersetzen. Sein Grund, er wollte den darin enthaltenen Temperatur-Rückgang verstecken (942777075.txt).

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I’ve just completed Mike’s Nature trick of adding in the real temps
to each series for the last 20 years (ie from 1981 onwards) amd from
1961 for Keith’s to hide the decline.

Dieser Satz und was Phil Jones damit genau gemeint hat, ist seitdem Gegenstand ausgiebiger Diskussionen. Während das Hockey-Team um Michael Mann davon spricht, dass damit kein aktives Verstecken gemeint wäre, sondern dass der Datensatz ab 1960 (bzw. 1981) aus anderen Gründen ungeeignet wäre und daher nicht benutzt würde.

Diese Aussage ist so nicht richtig, wie neue Daten zeigen die Steve McIntyre aus den E-Mails ausgegraben hat (939154709.txt). In dem Schreiben von Tim Osborn an Michael Mann und Ian MacAdam ist der komplette Datensatz der Briffa Rekonstruktion von 1402 bis 1994 angegeben. In den Daten aus der Publikation Briffa’s aus dem Jahr 2001 reichten diese nur bis 1960. In der folgenden Graphik sind die Daten bis 1960 (schwarz) bzw. bis 1994 aufgetragen. Man erkennt deutlich den Rückgang, der versteckt werden sollte.

briffa_recon

Abbildung 1: Die Daten von Briffa in der archivierten und publizierten (abgeschnittenen) Version (schwarz) und der komplette Datensatz (rot)

Dieser Rückgang war etwas, was die Forscher sich wohl nicht erklären konnten. Und bevor sie Gefahr liefen, in Erklärungsnot zu geraten taten sie das aus ihrer Sicht einzig richtige, sie verheimlichten die Daten. Und eben dieser “Trick” scheint laut der E-Mail von Phil Jones auch bei den Daten des berüchtigten Hockeyschlägers ab 1981 angewendet worden zu sein. Beide Graphen (Mann und Briffa) tauchen an promineter Stelle im IPCC Bericht 2001 und auch 2007 auf. In beiden Fällen ist der Rückgang versteckt – the decline is hidden.

fig2-212

Abbildung 2: Die Rekonstruktionen von Briffa und Mann aus Abbildung 2.21 (TAR, IPCC 2001). Der Rückgang der Temperaturen nach 1960 (Briffa) und nach 1981 (Mann) sind nicht eingezeichnet.

In der Begutrachtungsphase des 4. Sachstandsberichtes des IPCC (AR4) hat ein Gutachter sogar explizit darauf hingewiesen, dass in der Darstellung Briffa’s die Daten ab 1960 fehlten und diese daher in die Irre führten. Er verlangte, den Fehler des aus dem 3. Sachstandbericht nicht zu wiederholen (Dank an ClimateAudit):

Zeigen Sie die Briffa Rekonstruktion bis zum Ende; nicht nur bis 1960. Kommentieren Sie die Daten und diskutieren Sie das “Divergenz Problem” wenn Sie müssen. Verdecken Sie nicht die Divergenz durch Abschneiden der Grafik. Das wurde im IPCC TAR gemacht; und es war irreführend (comment ID #: 309-18)

Show the Briffa et al reconstruction through to its end; don’t stop in 1960. Then comment and deal with the “divergence problem” if you need to. Don’t cover up the divergence by truncating this graphic. This was done in IPCC TAR; this was misleading (comment ID #: 309-18)

In einer Antwort bezeichnete das IPCC es als “unangebracht, die neueren Abschnitte der Briffa et al. Serie zu zeigen”. So tauchte in Abbildung 6.10 des AR4 dann auch nur die abgeschnittene Version der Daten auf und wurde in Abbildung 6.10 b) zur Rekonstruktion benutzt.

AR4 6.10Abbildung 3: Abbildung 6.10 aus dem 4. IPCC Sachstandsbericht (AR4) enthält die abgeschnittene Version der Briffa Daten (BOS 2001)

Rudolf Kipp EIKE, der Artikel erschien zuerst in leicht abgewandelter Form bei Science Sceptical Blog 

Quellen:

ClimateAudit – The Deleted Portion of the Briffa Reconstruction

ClimateAudit – The Trick

WattsUpWithThat – McIntyre: The deleted data from the “Hide the Decline” trick

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24 Kommentare

  1. @NB

    …Sie haben bestimmt viel über das Thema Klima gelesen. Ich frage mich nur, ob Sie auch alles verstanden haben und zum Thema Nann und Briffa auch alles gelesen haben. Ihre an Herrn Kipp gestellten Fragen wären damit nämlich ausführlich beantwortet. Ob Sie gewisse Aussagen jetzt als Verleumdung empfinden ist Ihr Problem. Deshalb lassen Sie einfach Ihre kleinen rhetorischen Spielchen….das langweilt. Mir geht es hier um einen Infoaustausch und nicht darum mit Eitelkeiten zugetext zu werden.

    MfG

    Eike S.

  2. Herr NB,

    Die Sache mit dem „Verstecken“ habe im übrigen nicht ich in Umlauf gebracht. Sie erinnern sich vielleicht?

    „I’ve just completed Mike’s Nature trick of adding in the real temps
    to each series for the last 20 years (ie from 1981 onwards) amd from
    1961 for Keith’s to hide the decline.“

    http://tinyurl.com/ylyrrrk

  3. Herr NB,

    a) Hier die Daten (mit denen ab 1960):
    http://tinyurl.com/yjsa82o
    Das können Sie auch in der obigen Grafik sehen. Über den Daumen etwa 0,2 °C Rückgang.

    b) Gegenüber welchen anderen Daten? Da müssen Sie schon etwas präziser werden.

    c) Die Daten wurden nicht dargestellt, obwohl sie vorhanden waren. Es wurde nicht erwähnt, dass Daten weggelassen wurden. Wie würden Sie das denn nennen, wenn nicht verstecken.

    Und ich wiederhole gerne meine Aufforderung, anhand der von Ihnen verlinkten Publikation zu erläutern, wie da das Divergenzproblem erklärt wird. Und weiter dürfen Sie erklären, warum Briffa in seiner Publikation 2001 (siehe oben im Text) nicht auf das Divergenzproblem eingegangen ist, obwohl es dort offensichtlich eine Rolle gespielt hat (weshalb er die Daten dort wohl ohne Erwähnung weggelassen, ergo „versteckt“ hat).

  4. Herr Kipp,

    nun versuchen Sie mal nicht, den Spiss umzudrehen. Sie möchten hier „fachlich diskutieren“. Dann fangen Sie damit an, und liefern Sie statt bloße Behauptungen (die kommen alleine von IHNEN) mal Argumente. Zum x-ten Male, es steht hier Ihre Behauptung ohne Begründung:
    „Sein Grund, er wollte den darin enthaltenen Temperatur-Rückgang verstecken“

    Ich möchte von Ihnen nun folgendes geliefert haben:

    a) wo und wie hoch ist der „darin enthaltenen Temperatur-Rückgang“?
    b) wie groß ist sein Fehler gegenüber anderen Daten?
    c) warum liegt hier der Tatbestand „verstecken“ vor?

    Wenn Dies dies nicht liefern, so gehe ich davon aus, dass Ihre Behautung keine wissenschaftlichen Grundlagen haben und es sich um Verleumdungen gegenüber Briffa et al. handelt.

    Ich bin über Ihre Expertise bei Baumring-proxys gespannt und Ihre Ausführungen zur Regressionsmethode, Auswahl der PCs und dem Divergenzproblem. Und lesen Sie erstmal das paper (bevor ich es Ihnen ein drittes mal verlinke), bevor Sie behaupten, die Daten seien darin nicht enthalten – sie sind es, wie man leicht sieht!

  5. NB 16
    So What?
    what are you going to tell K.B.,hey here’s a guy calling your data sets and work junk science,a hoax,swindle or even fraud?
    Maybe he knows already!
    Best regards
    and don’t forget the AGW greetings:
    „Hide the decline!“

  6. Herr NB,

    Ihr Gehabe sieht für mich ein wenig so aus, als kämmen sie argumentative nicht weiter. Bislang haben Sie schließlich außer ein paar haltlosen Behauptungen und einem Link, zu dem Sie aber sonst nichts schreiben wollen, nichts substanzielles beigetragen. Und jetzt, wo das offensichtlich wird, wollen Sie also mit Briffa kommen, also sprichwörtlich „Ihren großen Bruder holen“.

    Es wäre allerdings bestimmt interessant, ob Briffa Interesse hätte den von Ihnen genannten Punkt vor Gericht klären zu lassen. Mein Eindruck ist im Moment eher, dass er daran interessiert ist, möglichst wenig Wind um die ganze Affäre zu machen.

    Vielleicht fangen Sie selbst erst einmal an, sich eingehender mit dem Divergenzproblem zu beschäftigen und versuchen zu beantworten, warum Briffa und andere diesen Trick angewandt haben. Also Daten ab einem bestimmten Zeitpunkt abzuschneiden. Und das ohne das auch in der Publikation zu erwähnen, wie es von guter Wissenschaft zumindest erwartet würde. Wirklich gute Wissenschaft würde sich auch einer Diskussion stellen, ob, wenn die Daten ab diesem Zeitpunkt offensichtlich ungeeignet sind, nicht auch die älteren Daten das Falsche zeigen könnten.

  7. Lieber Herr/Frau NB,

    Es wurde bereits mehrfach nachgewiesen dass Briffa etliche Datensätze weggelassen hat ohne eine stichhaltige Erklärung.

    Die echtheit der „gestohlenen“ CRU Daten und Mails wurde von den Beteiligten komplett bestätigt, das steht außer Frage. Allein schon dies würde als Beweis ausreichen, aber abgesehen davon wurde Briffa schon oft darauf angesprochen, warum er viele lokale Proxies weg ließ und teils welche aus 300-400km entfernten Gegenden stattdessen nahm. Zufälligerweise hätten die weggelassenen seine Ergebnise deutlich anders aussehen lassen, während die unsachgemäß reingeforschten eben die AGW-Theorie stützten. Dazu konnte und wollte er nie eine stichhaltige Erklärung abliefern. Muss man denn ein Sherlock Holmes sein?

    Jedenfalls können die Herren sich als sehr glücklich schätzen wenn sie nicht bald im Knast sind, da sie kriminelle Handlungen getätigt haben unabhängig vom CO2-Betrug (das Löschen öffentlicher Daten um FOI zu entgehen).

    Es sind nachweislich Kriminelle und die haben es nun auch (durch die Bestätigung der Echtheit) offen zugegeben. Es sieht nicht gut aus für die Clique und deren „einzig seriöse“ „Wissenschaft“*

    * man sollte den Missbrauch gewisser Wörter gesetzlich verbieten finde ich

  8. Herr Kipp,
    ich bin mir nicht sicher, ob Sie sich im Klaren über die Situation sind. Ihre Behauptung oben:

    „Sein Grund, er wollte den darin enthaltenen Temperatur-Rückgang verstecken“

    haben SIE zu beweisen. Diese steht hier nicht zur fachlichen Diskussion oder Disposition, sondern ist alleine IHRE Behauptung.

    Herr Kipp, ich finde so langsam muss man mal Farbe bekennen und diese „Sandkastenspielchen“ bei EIKE in die Realität setzen. Wenn Sie binnen 48 Stunden Ihre Behauptung hier in diesem blog nicht mit wissenschaftlichen Argumenten begründen oder revidieren, so werde ich mir überlegen, ob ich Ihren Beitrag an Briffa weiterleite. Er kann sich dann selbst überlegen, was er damit macht und ob er zivilrechtliche Schritte gegen Sie einlegt.

  9. Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken Vorlesen AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren
    Aus dem Archiv:

    * Der schmutzige Kampf um die Erderwärmung (24.11.2009)
    * Hacker knackten Computer von britischem Klima-Institut (23.11.2009)
    * Beziehung: Jeder Fünfte trennt sich per SMS oder E-Mail (13.11.2009)
    * E-Mails legen Server des US-Kongresses lahm (14.08.2009)
    * Eine E-Mail beflügelt die US-Börsen (10.03.2009)

    Professor Phil Jones, bisheriger Leiter der Climatic Research Unit (CRU) der britischen East Anglia Universität, hat seinen Posten zurückgelegt. Wie die Washington Post berichtet

    http://diepresse.com/home/science/525657/index.do?_vl_backlink=/home/science/index.do

  10. Herr Kipp,

    ich habe Ihnen schon erklärt, worin das Divergenzproblem besteht. Mir persönlich reicht die erstmal die Schlußfolgerung, dass man diese Daten wegen der schlechteren Korrelation nicht für die Temperaturrekonstruktion verwendet. Wenn Sie an den detaillierteren Ursachen interessiert sind, machen Sie sich selber schlau, denn es wird sicherlich im Zusammenhang mit Ihrer bislang unbewiesene Behauptung:

    „Sein Grund, er wollte den darin enthaltenen Temperatur-Rückgang verstecken “

    interessant sein. Aber ich nehmen Ihne nicht die Arbeit ab. Sie sind für die Beweisführung Ihrer Behauptungen selber verantwortlich. Ich bin gespannt.

  11. Herr NB,

    was mich interessiert ist, warum Briffa Datensätze die nicht passen kommentarlos weglässt. Wenn er eine plausible Erklärung hätte, dann würde er sie wohl vorbringen.

    Und mir einfach einen Link (zum 2. Mal) vor die Füße werfen hat nun mit einer fachlichen Diskussion wirklich nichts zu tun. Erklären Sie doch bitte mal, wie da das Divergenzproblem erklärt wird. Darüber ließe sich dann diskutieren.

  12. Herr Kipp,

    Ihre Schlußfolgerung in der Einleitung oben:
    „Sein Grund, er wollte den darin enthaltenen Temperatur-Rückgang verstecken “

    beweist dies trotzdem nicht. Und dies ist diskretitierend und kann justitische Konsequenzen nach sich ziehen. An Briffas Stelle ließe ich mir dies von Ihnen nicht unterstellen.
    Denn Sie werfen Briffa hier vorsätzliche Täuschung vor. So wie ich die paper lese, wurden die Daten weggelassen, weil die Baumring-proxys eben mit der Temperatur ab 1960 nicht so hoch wie vorher korrelieren. D.h. sie wurden weggelassen, weil man eben keine zu ungenaue Temperaturen zeigen wollte.

    Oder wollen Sie behaupten, dass Briffas Daten ab 1960 die einzigen Daten sind, die den „wahren“ Temperaturrückgang ab 1960 zeigen, alle anderen proxys und die instrumentellen Daten aber falsch sind? Das wäre ein starkes Stück, dann mal los Herr Kipp!

  13. Herr NB,

    Ihre Pauschaldiffamierungen übergehe ich einfach mal. Solche haben in einer Debatte aus meiner Sicht nichts zu suchen.

    Ich kann nicht erkennen, wie in dem von Ihnen verlinkten Paper kritisch auf das Divergenzproblem eingegangen wird. Vielleicht könnten Sie mir Ihre Sicht anhand dieser Publikation etwas näher erläutern.

    Es ändert aus meiner Sicht aber nichts daran, dass in vielen Veröffentlichungen (auch von Briffa) Daten abgeschnitten wurden, ohne auf das Divergenzproblem einzugehen. Meist sogar ohne zu erwähnen, dass weitere Daten verfügbar sind, die allerdings nicht berücksichtigt wurden. Und das ist schlicht unehrliche Wissenschaft. Und darum geht es hier.

  14. Herr Kipp und ThinkAgain,

    zum Divergenzproblem und zur Korrelation von Baumring-proxys (u.a. proxys) zur Temperatur gibt es genug Originalliteratur (eine link habe ich ihnen oben gegeben).
    Die Rekonstruktionen im IPCC report stammen aus verschiedenen Methoden und wie die Autoren ihren „best fit“ (im methodischen Sinne) ermitteln, ist Inhalt der papers und muss nicht unbedingt im IPCC nochmal wiederholt werden. Ihre Frage ist berechtigt, aber Schlußfolgerungen aus der Tatsache, dass die Kurve abgeschnitten wurde, sind Spekulationen. Ich halte Ihre Schlußfolgerungen einfach für oberflächlsich und unsachlich. Ich glaube nicht, dass Sie sich detailliert genug in der Materie auskennen, um zu wissen, warum dies so oder so gemacht wurde.

  15. @NB

    Die gesamte 1000-Jahres-Rekonstruktion ist und bleibt unglaubwürdig, dazu folgende Punkte:

    Ich bezweifele ja nicht, dass die Daten seit 1960 unbrauchbar sind, allerdings ist es geradezu absurd, anzunehmen, dass die älteren Daten durchgehend glaubwürdig sein sollen.

    Ich schließe hier mich David Schnare an (email 1254751382.txt):

    „Tree ring-based temperature reconstructions are fraught with so much uncertainty, they have no value whatever. It is impossible to tease out the relative contributions of rainfall, nutrients, temperature and access to sunlight.“

    Zweitens war den Autoren sehr wohl bekannt, dass ihre Rekonstruktion in Wirklichkeit nichts taugt, dies ergibt sich aus folgendem Kommentar eines Rechenprogramms:

    printf,1,’NOTE: recent decline in tree-ring density has been ARTIFICIALLY‘
    printf,1,’REMOVED to facilitate calibration. THEREFORE, post-1960 values‘
    printf,1,’will be much closer to observed temperatures then they should be,‘
    printf,1,’which will incorrectly imply the reconstruction is more skilful‘
    printf,1,’than it actually is. See Osborn et al. (2004).‘

    Quelle: foia/osborn-tree6/mann/mxdgrid2ascii.pro

    Also: Da helfen keine Ausreden, „Mike’s Nature trick“ ist entlarvz.

    Im Übrigen gibt es Proxy-Daten, die durchaus auch in früheren Zeiten starke und auch schnelle Erwärmungen zeigen, und zwar weltweit synchron, das sind die von Professor Mangini erforschten Stalagmiten.

    Der Hockeystick hatte mit seriöser Wissenschaft nichts zu tun, das war eine politische Aktion um die Ratifizierung von Kyoto zu erzwingen, Al Gores Milliardengeschäft mit Luft in Gang zu bringen, und Abermillionen von Forschungsgeldern locker zu machen.

  16. Lieber Herr NB,

    interessant, dass Sie hier das sogenannte Divergenzproblem ansprechen, nämlich dass die neueren Baumringdaten, etwa bei Briffa ab 1960, nicht mit den Globaltemperaturen in Einklang stehen. Man könnte daraus schließen, dass Baumringe prinzipiell nicht besonders gut als Temperaturproxy geeignet sind. Schließlich gibt es neben der Temperatur noch einige andere Faktoren, die die Dicke der Ringe beeinflussen. Dazu gehören Wasser, CO2, Düngung, Standort etc.

    Warum geht eingentlich das IPCC aus Ihrer Sicht einer Diskussion des Divergenzproblems aus dem Weg? Würde das zu viele weitere Fragen aufwerfen?

  17. Herr Hess,

    nein, weiss ich leider nicht. Aber bei den Rekonstuktionen muss man ohnehin genau gucken, was sie repräsentieren.
    Sollten sie tatsächlich schon soweit extrapoliert sein, dass sie die NH repräsentieren, so sollte eine „Kalibrierung“
    nur aufgrund von verschiedenen Referenzzeiträumen der Originalrekonstruktionen oder verschiedener bei der Rekonstruktion
    zur Korrelation des proxys zur Temperatur verwendeter instrumenteller Zeitreihen
    nötig sein.

  18. Lieber Herr NB,
    wissen sie zufällig wie die instrumentellen Daten absolut gegen die Mann’schen Kurven kalibriert werden. Ich bin da noch nicht so weit vorgedrungen. Oder werden die Kurven in den Bildern nur gegen eine gemeinsame Basis auf Null gesetzt.
    Dieser Realclimate-Link scheint das anzudeuten:
    http://tiny.cc/SK9wa
    “Models have been aligned vertically to have the same mean over the common 1856-1980 period as the instrumental series (which is assigned zero mean during the 1961-1990 reference period).”
    Mit freundlichen Grüßen
    Günter Heß

  19. Herr ThinkAgain,

    Ihre Schlußfolgerung, die Rekonstruktion der Temperatur aus Baumringdaten sei unzureichned, liegt nahe. Wenn Sie jedoch die Originalarbeiten von Leuten lesen, die sich damit beschäftigen, werden Sie schnell drauf kommen, dass „des Pudels Kern“ dabei die Fehleranalyse ist (wie eigentlich bei jeder naturwissenschaftlichen Arbeit). Briffa et al. betonen mehrmals, dass zusätzlich zu den allgemeinen Fehlergrenzen eben ab 1960 die Spätholzdichte nicht mehr so gut zu den instrumentellen Temperaturen korrelieren (1881-jetzt) und somit ab 1960 ein zusätzlicher Einflussfaktor dazukommt. Das ist erstmal ein empirisches Ergebnis, was man den Autoren glauben muss oder es selber nachprüfen muss. Leider kennt man die Ursachen dafür bislang nicht. Unabhängig von den Divergenzen ab 1960 können Sie auch erfahren, wie genau die Temperaturrekonstruktion von die Jahre davor ist. Alleine aus Briffas Kurve läßt sich die Schlußfolgerung, dass es „seit 1000 Jahren nicht mehr so warm wie jetzt ist“, nicht ableiten. Diese Bewertung basiert auf vielen weiteren Rekonstruktionen, die allerdings nach McIntrye nicht unabhängige Daten benutzen, man muss diese Redundanz bei der statistischen Bewertung einkalkulieren. Somit rang sich das IPCC 2007 zu „likely“ durch. Darüber kann man nun streiten. Wissenschaftlich ist die Frage des „1000 jährigen Rekords“ ja eigentlich völlig uninteressant. Das einzig interessante an genauen Rekonstruktionen ist, dass man dann Klimamodelle auch über Zeiträume von mehreren Jahrhunderten testen kann und so den Einfluß aufs Klima durch natürliche „centurial“ Klimaschwankungen (z.B. durch Schwankungen der Sonneneinstrahlung durch Zyklen auf dieser Zeitskala) erforschen kann.

  20. @NB: Scheinbar haben Sie des Pudels Kern nicht verstanden.

    Fakt ist, dass die Baumringdaten den seit 1960 bzw. seit 1980 bis 2000 gemessenen Temperaturanstieg nicht anzeigen. Damit ist erwiesen, dass die gesamte Baumringkurve der letzten 1000 genau genommen garnichts aussagt.

    Die alarmierenden Meldungen, wir hätten in den 90ern das wärmste Jahrzehnt des Jahrtausends gehabt, und diese Erwärmung wäre in den letzten 1000 Jahren außergewähnlich sind somit frei aus der Luft gegriffen. Es gibt in Wahrheit also nicht das mindeste Indiz, dass die derzeitige Klimaschwankung außergewöhnlich, alarmierend oder besorgniserregend wäre.

    Dies sollte durch Mike’s Nature trick vertuscht werden. Das Ende der „rekonstruierten“ 1000 Jahres-Kurve wurde durch Verfälschung am Ende in Einklang mit den gemessenen Temperaturen gebracht, um ihr eine in Wahrheit nicht vorhandene Glaubwürdigleit zu verleihen.

    Zu finden ist dieser Trick in folgender Programm-Datei aus den CRU-Daten:

    http://www.di2.nu/foia/osborn-tree6/mann/mxdgrid2ascii.pro

    Dort ist Mike’s Nature trick einschießlich seines Zwecks sauber und ordentlich dokumentiert:

    printf,1,’NOTE: recent decline in tree-ring density has been ARTIFICIALLY‘
    printf,1,’REMOVED to facilitate calibration. THEREFORE, post-1960 values‘
    printf,1,’will be much closer to observed temperatures then they should be,‘
    printf,1,’which will incorrectly imply the reconstruction is more skilful‘
    printf,1,’than it actually is. See Osborn et al. (2004).‘

  21. Herr Kipp,

    das Abschneiden der Briffa et al. (2001) -Kurve ab 1960 ist doch schon seit Jahren bekannt. Sie zitieren doch selbst die schon vor Jahren zurecht geäußerte Kritik an der Erstellung der IPCC-2007 Kurve.

    Was soll uns also diese Wiederholung alter Dinge von Ihnen sagen? Dadurch wird der instrumentell beobachtbare Temperaturanstieg doch nicht geändert.

    Wie wäre es, wenn Sie uns mal über die Rekonstruktion von Temperaturen anhand von Baumringen aufklären und warum diese nachweislich die letzten Jahrzehnte zu instrumentellen Messdaten divergieren. Zum Einlesen mal das Originalpaper:
    http://www.cru.uea.ac.uk/cru/people/briffa/jgr2001/Briffa2001.pdf

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